Warum um die Liebe kämpfen schadet (und was wirklich hilft)

Um die Liebe kämpfen

Es stimmt:

Um die Liebe kämpfen lohnt sich nicht!

Das wolltest du nicht hören, ich weiß.

Aber es stimmt leider. Schlimmer noch. Ich behaupte sogar: Um die Liebe kämpfen schadet der Liebe!

Das klingt alles viel trostloser, als es in Wahrheit ist. Nicht um die Liebe zu kämpfen bedeutet nämlich nicht zwangsläufig aufzugeben und nichts zu tun. Im Gegenteil: Es bedeutet etwas viel besseres zu tun. Etwas, das die Chancen auf deine Liebe wirklich steigert, und zwar nicht unerheblich.

Deshalb zeige ich dir hier, warum um die Liebe zu kämpfen nichts bringt und was du stattdessen tun solltest:

 

Warum um die Liebe kämpfen nichts bringt

Liebe und Kampf haben ungefähr soviel gemeinsam wie ein Glücksbärchi und Klaus Kinski: Nichts.

Ich höre schon tausende protestierende Stimmen in meinen Ohren summen:

„Aber…

  • durch das Kämpfen beweise ich doch jemandem wie sehr ich ihn liebe!“
  • es heißt doch, dass im Krieg und in der Liebe alles erlaubt sei!“
  • in fast allen Filmen und Romanen geht es doch darum, dass man für seine Liebe kämpfen muss!“
  • nur wer kämpft, kann auch gewinnen! Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

Stop!

An der Stelle muss ich dich unterbrechen. Nicht zu kämpfen bedeutet nicht, dass du die Liebe aufgeben sollst. Ganz im Gegenteil. Nicht zu kämpfen ist sogar der Inbegriff der Liebe. Nicht zu kämpfen ist nicht Resignieren. Es ist Liebe in seiner reinsten und höchsten Form. Ich will dir erklären warum:

 

1. Kämpfen richtet sich gegen die Liebe!

Was bedeutet Liebe?

Ja, hoch philosophische Frage, die eigentlich einen eigenen Artikel oder sogar ein ganzes Buch verdient hätte. Kommt vielleicht noch. Aber an dieser Stelle die Kurzfassung.

Liebe bedeutet in meinen Augen:

Jemand anderen so sehr gern haben, dass man…

  • ihn bedingungslos so sein lässt, wie er ist.
  • ihm die Freiheit schenkt, sich selbst in seiner Gesamtheit entfalten zu können.
  • ihn dabei unterstützt.
  • sich mit ihm und für ihn freuen kann und vor allem:
  • seine eigenen egoistischen Bedürfnisse für diese Liebe hinten anstellt.

Das ist nur meine Meinung. Wie siehst du das?

Wenn dir noch mehr zur Definition von Liebe einfällt, dann schreib mir gerne einen Kommentar. Mich interessiert das, denn das Thema ist kontrovers. Manche Menschen finden auch, dass Liebe sehr egoistisch ist.

Ich möchte dir jedenfalls mit dieser Kurzfassung hier gerade vor allem eines klar machen:

Wenn du um die Liebe kämpfst, dann handelst du gegen all diese Merkmale der Liebe und kämpfst damit gerade nicht UM, sondern GEGEN deine Liebe!

Verwundert? Überrascht? Verärgert?

Kann ich verstehen. So ging es mir auch, als ich es erkannt habe. Aber es stimmt, denn:

 

2. Um die Liebe kämpfen ist egoistisch!

Wer kämpft, vertritt Interessen. Richtig?

Er vertritt seine eigenen Interessen. Richtig?

Wenn er seine eigenen Interessen vertritt, dann geht es ihm nicht um die Interessen des anderen. Richtig?

Wenn ihm die Interessen des anderen egal sind und er nur seine eigenen Interessen durchsetzen will, wie kann er dann davon reden, dass er den anderen wirklich liebt?

Was er in diesem Moment wirklich liebt, ist er selbst. Eigentlich ist es noch nicht mal wirklich er selbst in seiner Gesamtheit, sondern nur ein kleiner Teil davon: Sein Ego.

Jawoll, jetzt sind wir am Kernpunkt angelangt.

Um die Liebe zu kämpfen ist egoistisch. Es geht nur darum, die eigenen Interessen zu wahren und kein Stück um die Interessen des anderen.

AHA-Effekt oder Widerspruch sind an dieser Stelle die gängigsten Reaktionen. Da ich an dieser Stelle selbst zum Widerspruch geneigt habe, folgen hier stellvertretend für alle Widersprüchler ein paar Gedanken. Wenn dein Widerspruch nicht dabei ist, lass uns gern in den Kommentaren darüber reden.

 

Beim Kämpfen geht es dir nicht um die Liebe!

  • „Aber ich tue es doch seinet Willen!“

Ach ja? Wirklich? Wenn jemand dich gerade nicht um sich haben möchte, weil er vielleicht etwas Zeit und Abstand braucht und du ihn dennoch penetrierst, hat er dann wirklich etwas davon? Liegt das in seinem Interesse? Ich denke nicht.

  • „Aber die Liebe ist doch unser gemeinsames Interesse! Ich tue es doch für uns beide!“

Das siehst du so, aber wie sieht es der andere? Kümmert es dich überhaupt, wie er es sieht?

  • „Aber ich bin doch bereit große Opfer zu bringen, um den Menschen, den ich liebe zurückzugewinnen!“

Du willst Opfer bringen. Keine Frage. Aber nicht für ihn, sondern für dich. Du opferst einfach Dinge, die dir nicht so wichtig sind für etwas, das dir wichtiger ist. Aber was ist das überhaupt, das dir so wichtig ist? Warum geht es eigentlich so sehr um dich, wenn du um die Liebe kämpfst?

 

Warum um die Liebe kämpfen so egoistisch ist

Weil du deine eigenen Interessen über die des anderen stellst. Das haben wir ja schon herausgefunden. Aber was sind diese Interessen?

Natürlich spielen da viele individuelle Faktoren eine Rolle, aber einige wesentliche Punkte tauchen immer wieder auf:

Um die Liebe kämpfen ist egoistisch, weil du…

  • dich mit Gedanken quälst, dass er oder sie jemand anderen haben könnte, der „besser“ ist als du.
  • es nicht ertragen kannst, dass es ihm oder ihr gerade besser geht als dir.
  • dich alleine nicht komplett fühlst. Du brauchst diesen anderen Menschen, um deine Unvollkommenheit zu kaschieren und deine Lücken oder eine Leere in dir zu füllen. Das kommt oft zum Ausdruck durch den völlig realitätsfernen Spruch „Ich kann ohne dich nicht leben“. Oh Gott, wirklich? Wer will denn jemanden, der alleine nicht überlebensfähig ist?
  • dich gekränkt und zurückgewiesen fühlst, wenn er oder sie nicht auf deine Anrufe oder SMS reagiert.
  • Angst hast, dass du selbst keine(n) andere(n) mehr finden könntest.
  • es dir selbst beweisen willst, dass du ihn oder sie zurückgewinnen kannst.
  • befürchtest, dass er oder sie merken könnte, dass er / sie auch ohne dich glücklich sein kann und dich eben nicht „zum Leben braucht“.
  • abhängig von der Bestätigung bist, die er oder sie dir gibt.
  • die Ungewissheit / Ablehnung nicht erträgst.

Hast du gemerkt, um wen es bei all diesen Punkten geht? Ganz genau, um dich.

Wer um die Liebe kämpft, der kämpft für sich!

Nicht für den andern und auch nicht für die Gemeinsamkeiten. Er kämpft eiskalt für sich selbst. Nur auf sein Schild und seine Fahne hat er einen anderen Namen geschrieben und versucht so die Mittel zu heiligen und andere zu täuschen. Auch sich selbst zu täuschen. Und leider gelingt uns das auch viel zu häufig.

 

3. Nicht zu kämpfen ist die höchste Form der Liebe!

Du siehst, dass in Wahrheit genau das Gegenteil die wahre Form der Liebe ist.

Wenn du nicht um die Liebe kämpfst (im herkömmlichen Sinne), dann handelst du wirklich im Sinne der Liebe und nicht dagegen.

Du…

  • nimmst den anderen wirklich so an wie er ist
  • respektierst ihn und seine Entscheidung
  • schenkst ihm die Freiheit, er selbst zu sein
  • stellst deine egoistischen Bedürfnisse zurück,  zu Gunsten der Liebe und deines Geliebten (das wäre dann ein wirkliches „Opfer“ für die Liebe)

Vergleiche diese Punkte mit der obigen Definition der Liebe und du erkennst die Übereinstimmung.

  • „Ok Norman, da hast du vielleicht recht. Aber wenn ich nicht kämpfe, dann gebe ich doch auf! Wie soll ich ihn oder sie denn dann jemals zurückgewinnen?“

Nicht zu kämpfen heißt nicht aufzugeben!

Die Liebe steht über allem und hat keinen Kampf nötig. Wo kein Kampf ist, da gibt es kein Gewinnen, kein Verlieren und auch kein Aufgeben!

Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht, dass du ihn oder sie nicht liebst und dass eure Liebe niemals wieder eine Chance hätte. Ganz im Gegenteil:

 

4. Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht gleich aufgeben!

Du denkst immer noch egoistisch.

Jemanden „zurückgewinnen“ ist purer Egoismus. Gehört er dir? Ist er dein Leibeigener? Hast du für ihn bezahlt? Nein. Er ist ein freier Mensch. Und Liebe bedeutet Freiheit.

Jemandem Liebe zu schenken bedeutet, ihm Freiheit zu schenken.

Wenn du jemanden wirklich von Herzen liebst, dann lass ihn los. Ich habe dir bereits in diesem früheren Beitrag erklärt, warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt.

Einen Menschen loszulassen bedeutet nicht, dass er dir egal ist. Du sollst ihn nicht total vergessen oder ignorieren. Du kannst ihn ruhig in irgendeiner nicht aufdringlichen Art wissen lassen, dass du für ihn da bist, wenn er dich braucht und dass du ihm Liebe in Form von Freiheit schenkst.

Das ist Loslassen. Ihm die Freiheit zu schenken, er selbst sein zu können. Tun und lassen zu können, was er gerade möchte und was er gerade braucht. Aus dem einfachen Grund, dass es dir wichtiger ist, dass es ihm gut geht, als dein eigenes Ego zu befriedigen.

  • „Aber ich kann ihn oder sie nicht einfach loslassen. Ich kann es einfach nicht, es tut so weh!“

Wenn du es wirklich nicht schaffst, deinen Egoismus zu überwinden und den anderen die Freiheit und die Liebe zu schenken, die du angeblich für ihn empfindest, dann hilft dir vielleicht die folgende paradoxe Erkenntnis:

 

5. Nicht um die Liebe kämpfen erhöht deine Chancen!

Ja, es klingt total widersprüchlich. Aber wenn du regelmäßig vernuenftig-leben liest, dann hast du schon erkannt, dass Widersprüchlichkeit das Bizarre Geheimnis des Erfolges ist.

Wenn du nicht um die Liebe kämpfst (damit meine ich im herkömmlichen Sinne, also „aktiv, aggressiv“), dann hat das folgende schwerwiegende Vorteile, die auf deiner Seite stehen:

1. Der andere merkt, wie wichtig dir sein Wohlergehen ist

Er wird es dir bewusst oder unbewusst anrechnen.

2. Du wirkst nicht „bedürftig“

Bedürftigkeit ist eine Eigenschaft, die dich total unattraktiv wirken lässt.

3. Der andere hat die „Chance“, selbst zu merken, wie sehr du ihm fehlst

Wenn du ihn ständig nervst, dann fühlt er sich auch so: Von dir genervt. Und das hat natürlich den ungewollten Effekt, dass er noch weniger von dir will.

4. Der andere fühlt sich frei zu dir zurückzukommen wenn und wann er will

Aus Pflichtgefühl tut niemand gerne irgendwas.

5. Du hast die Chance darauf, eine wirklich wahre Liebe mit diesem Menschen zu leben

Es mag zwar sein, dass du durch einen Kampf jemanden dazu bewegen kannst, zu dir zurück zu kommen. Aber das ist meist mehr Schein als sein.

Oft ist es ein kurzes Gastspiel und der Zurückkehrer ist bald schon wieder verschwunden. Warum? Weil er nicht aus freien Stücken, sondern dir zuliebe zurückgekehrt ist. Vielleicht, weil er dich nicht länger leiden sehen wollte (aus Mitleid) oder weil deine Versprechungen Hoffnungen in ihm geweckt haben oder, oder, oder. Aber nicht um eurer Liebe willen.

Das ist eine sehr schlechte Basis. Und wenn du mit solchen Mitteln jemanden zurückgewinnst, dann wirst du auch nie mehr mit diesem Menschen haben können, als die Befriedigung solcher Bedürfnisse.

6. Der andere wird dir die Liebe und Freiheit zurück schenken, die du ihm geschenkt hast

Jemand, den du sein lässt, wie er ist, wird dich das auch sein lassen.

Freiheit ist die wichtigste Basis für eine Beziehung. Sobald sich jemand eingesperrt oder bevormunded fühlt, nagt das an der Liebe. Aber eine Liebe, in der beide Partner vollkommen frei sie selbst sein können ist fast schon ein Garant für eine langanhaltende glückliche Beziehung. Ganz zu schweigen davon, dass auch du dich so viel wohler fühlen wirst!

7. Du hast Zeit und Kraft dafür, wirklich aktiv etwas für dich und die Liebe zu tun

Es gibt etwas, das dir viel mehr bringt, als um die Liebe kämpfen. Dies ist zugleich auch die Alternativmaßnahme, die ich dir anstelle des Kämpfens um die Liebe empfehle. Was ist es?

 

Wie du „nicht kämpfst“ und was du stattdessen tun solltest

Beschäftige dich mit dir selbst.

Anstatt die ganze Zeit einem Menschen hinterherzulaufen, der dich komplett und wieder glücklich machen soll, tu es einfach selbst!

Eigentlich so naheliegend, aber leider sehen wir diese Lösung meist nicht. Wieder paradox. So ist das Leben nun mal.

Kümmere dich um dich selbst, liebe dich selbst!

Ich höre wieder Protest:

  • „Aber oben hast du noch gesagt, ich soll nicht so egoistisch sein und immer nur auf mich schauen!“

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem oben geschilderten Egoismus und dem Kümmern um dich selbst, wie ich es hier empfehle.

Der Egoismus gilt nur einer schnellen Beseitigung der Auswirkungen, wie ich sie oben geschildert habe. Du willst dich schnell wieder besser fühlen, keine Angst haben müssen etc.

Die Selbstfürsorge gilt einer dauerhaften Beseitigung der Ursachen. Warum leidest du so und was kannst du tun, damit es dir wieder besser geht, ohne, dass du einen anderen Menschen dafür brauchst?

Egoismus spielt sich quasi an der Oberfläche ab und Selbstfürsorge tief darunter.

Und ich verrate dir noch ein paradoxes Geheimnis des Lebens:

Menschen, die sich selbst genug und mit sich im Reinen sind, wirken viel attraktiver und sind hundert mal begehrter als solche, die es nicht sind.

Wenn es dir schwer fällt das zu glauben, denke doch einfach mal an ein paar Männer- und Frauenträume aus Film und Fernsehen:

  • Angelina Jolie in Tomb Raider
  • Brad Pitt in Fight Club
  • George Clooney in 101 Filmen

Wirken diese Menschen (in ihren Rollen), als bräuchten sie einen anderen, um sich komplett fühlen zu können?

Die Antwort ist: Nein. Begehrte Menschen wirken selbstbewusst und sind sich selbst genug.

Die Frage, die bleibt, ist nun natürlich folgende:

 

Wie kümmere ich mich um mich selbst?

Es gibt unzählige verschiedene Wege, dich um dich selbst zu kümmern und besser mit dir zurechtzukommen. Mindestens so viele, wie es unterschiedliche Menschen gibt, da jeder Weg individuell ist. Aber es gibt einige generelle Wegweiser und Hilfestellungen, die du nutzen kannst. Wenn du unter einer „fehlenden“ Liebe leidest, finde ich eine Auseinandersetzung mit folgenden Fragen sehr sinnvoll.

Wichtig ist, dass du sie aus einer Position der Selbstliebe heraus stellst und beantwortest. Leg den Fokus darauf, welches Potential in der Antwort liegt, nicht, welche negative Botschaft sie ggf. vermittelt:

  • Warum fühlst du dich so unvollständig? Warum kannst du alleine nicht glücklich sein?  Was gibt dir der andere, was dir ohne ihn fehlt? (Bsp.: „Er gibt mir Anerkennung, das tut sonst niemand“)
  • Wie kannst du einen Weg finden, dir das selbst zu geben? (Bsp.: „Ich könnte lernen, mir selbst Anerkennung zu schenken und so weniger auf äußere Anerkennung generell angewiesen sein“)
  • Warum kratzt es so an deinem Ego? Was verletzt dich daran so sehr? (Bsp.: „Ich fühle mich jetzt nicht mehr so begehrenswert“)
  • Gibt es eine Möglichkeit, diese Wunden alleine zu heilen? (Bsp.: „Ich könnte lernen, mich selbst so zu lieben wie ich bin mit all meinen Ecken und Kanten“)
  • Warum hast du solch große Angst? Was steckt dahinter? Frage dich bei jeder Antwort immer weiter „Warum?“, bis du am Kern der Sache angelangt bist. (Bsp.: „Ich habe Angst, weil ich nicht will, dass er eine andere findet“ – Warum? – „Ich habe Angst, dass er jemand anderen bevorzugt“ – Warum? „Ich habe Angst, dass er mich ablehnt“ – Warum? – „Ich habe Angst, alleine zu sein (und zu bleiben)“ – Warum? – „Ich habe Angst vor dem Tod“
  • Kannst du diese Ursache beseitigen und dir damit die Angst nehmen? (Bsp.: „Ich könnte mich mit meiner Ur-Angst beschäftigen und lernen, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben“)
  • Wie kannst du selbst aus deinem Innern heraus Frieden mit dir schließen und mit dir und deinem Leben so zufrieden sein, wie es ist? (Bsp.: „Ich könnte den Fokus wieder mehr auf meine Träume legen“)

Deine persönliche Antworten musst du dir natürlich selbst geben.

 

Bonus

Im weiteren Zusammenhang damit stehen auch generelle Selbstfindungsfragen und Antworten, die du hier auf vernuenftig-leben.de finden kannst.

Wenn du ein erfülltes Leben nach deinen eigenen Wertvorstellungen führst, bist du generell glücklicher und weniger bedürftig. Du verspürst mehr Liebe in deinem Leben und bist weniger darauf angewiesen, sie von anderen zu bekommen. Mehr noch: Du findest so viel Liebe in deinem Leben, dass du das Bedürfnis verspürst, sie mit jemandem zu teilen. Und was denkst du, zieht einen anderen mehr an? Ein Mensch, der vor Liebe überläuft und sie teilen will oder einer, der vor Mangel fast eingeht und Liebe aufsaugt, wie ein Vampir?

So gelingt es dir:

 

Fazit

Ich habe dir gezeigt, dass es niemals sinnvoll ist, um die Liebe zu kämpfen:

  • Du kämpfst gegen alles, was die Liebe ausmacht
  • Dein Kampf dient in Wahrheit deinem Ego, nicht der Liebe
  • Nicht zu kämpfen ist wahrer Ausdruck der Liebe
  • Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht, dass du aufgibst
  • Es steigert sogar deine Chancen auf die Liebe, wenn du nicht kämpfst
  • Statt zu kämpfen solltest du dich lieber um dich selbst kümmern
  • Wer sich selbst genug ist, „braucht“ keinen Partner um glücklich zu sein und ist obendrein noch viel begehrenswerter
  • Mit den Fragen und den weiteren Infos auf vernuenftig-leben nimmst du dein Leben und dein Glück selbst in die Hand

Das war meine Meinung. Sag mir deine! Lohnt es sich, um die Liebe zu kämpfen?

P.S.: Es fällt dir schwer, deine Liebe loszulassen und nicht zu kämpfen? Eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung und viele anschauliche Beispiele (auch die Liebe betreffend!) findest du in meinem Buch über das Loslassen.

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Warum um die Liebe kämpfen schadet (und was wirklich hilft)
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Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.
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86 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Susanne

    9. Februar 2017 um 10:42

    Lieber Norman,
    ein wunderbarer Artikel, der so schön beschreibt, wie sehr das Wort „Liebe“ doch missverstanden wird. Und wenn man das eigene Verhalten dann mal reflektiert wird schnell klar, dass man selbst oft dachte, aus liebevollen Absichten zu handeln, es dann aber doch aus egoistischen Gründen tat. Denn oft ist es am Ende wirklich nur die Bestätigung, die wir im bzw. durch den anderen suchen. Ist schon immer wieder krass zu merken, wie sehr wir uns eigentlich selbst etwas vor machen. Und wie wunderbar muss es sein, endlich frei zu sein von diesen zwanghaften Wünschen nach Anerkennung.

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Februar 2017 um 17:27

      Liebe Susanne,

      danke für die Lieben Zeilen =)

      Du sagst es! Mir ging es sogar selbst beim Schreiben so, dass ich mich oft ertappt fühlte ^^ Ich denke es liegt auch sehr an unserer Prägung. Wir werden auf diese „egolastige“ Art und Weise erzogen und bekommen es vorgelebt. Das prägt sich tief ein und es erfordert sehr viel Bewusstheit, Geduld und Beharrlichkeit, um sich immer wieder selbst zu erwischen und bewusst loszulassen. Aber ich glaube das ist ein guter Weg =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  2. bendschi

    9. Februar 2017 um 11:11

    spricht mich sehr an, wie die thematik auf den punkt gebracht ist. letzte nacht habe ich mir eine liste mit vielen dingen geschrieben, die mir freude bringen und mich damit glücklich machen, zB. freue ich mich auf kurse, seminare, bereits geplante urlaube und weitere ereignisse und ganz oben stehen die punkte, die meine perönlichkeit betreffen – verbindung zur mir und anderen, selbstvertrauen und auch glück empfinden u.v.m.
    es geschieht alles im moment, im hier und jetzt und wenn ich meine gelassenheit, zuversicht und anderes nähren/stärken will, schaue ich auf meine liste und mich durchflutet schnell ein wohliges gefühl im körper, dass mir sehr viel energie gibt und ich spüre die verbundenheit mit mir und mit allem was ist. das ist wunderbar.
    meine empfehlung an andere: ausprobieren! einfach notieren, was an dingen und fakten, die dich glücklich und froh machen jetzt sind oder in zukunft dir begegnen … viel freude dabei!
    und – danke für den text!

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Februar 2017 um 17:31

      Hey bendschi,

      wow, das ist eine super Idee! Ein Spickzettel für die schlechten Zeiten sozusagen ^^ Ich finde es klasse, da wir Menschen ja von Natur aus (bzw. evolutionsbedingt) eher defizitorientiert sind. Es ist wichtig, sich die positiven Dinge in seinem Leben regelmäßig bewusst zu machen. Glückstagebuch schreiben ist ja auch sowas.

      Danke auf jeden Fall für diesen tollen Tipp, den kannte ich in der Form noch nicht =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  3. Thomas

    9. Februar 2017 um 11:33

    Hi !

    Da giebts eh net mehr viel zu sagen !

    Mann kann es nur bestätigen, ich finde jeder sollte bei der Selbstliebe beginnen, warum ?

    Wie soll man jemanden anderen Lieben Können wen man sich nicht Lieben kann.

    Mfg

    Thomas

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Februar 2017 um 17:32

      Lieber Thomas,

      Danke! =D

      Das ist wirklich ein wunderbares Schlusswort. Hätte sogar als Fazit zum Beitrag super gepasst =) Danke. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!

      LG Norman

      Antworten
  4. Aurora

    9. Februar 2017 um 13:31

    Liebeskampf ist Liebeskrampf ; D

    Danke für deine Worte! Ich möchte noch eines hinzufügen warum Liebe und Kampf nicht kompatibel sind – aus einem Kampf kann man als Sieger herausgehen, aus der Liebe nicht. Dafür sind in der Liebe alle Gewinner. Zu lieben ist immer ein Gewinn, selbst wenn sie nicht (von der Person auf die man sie projiziert) erwidert wird…

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Februar 2017 um 17:38

      Liebe Aurora,

      ich bin begeistert davon, was so ein kleines „R“ alles ausrichten kann 😉 Danke für den tollen Spruch!

      Faszinierend… etwa zum Zeitpunkt deines Kommentares habe ich heute noch folgende Anmerkung zu Punkt 3 hinzugefügt:

      Die Liebe steht über allem und hat keinen Kampf nötig. Wo kein Kampf ist, da gibt es kein Gewinnen, kein Verlieren und auch kein Aufgeben!

      Da hatten wir wohl den selben Gedankengang =) Allerdings finde ich deine weitere Erläuterung dazu noch viel gelungener. Danke dafür!

      LG Norman

      Antworten
  5. Bianca

    9. Februar 2017 um 15:52

    Hallo Norman,

    ein sehr schöner Artikel. Ich kann dem grundsätzlich zustimmen, allerdings finde ich es sehr befremdlich, dass ich dem anderen die völlige Freiheit einräume und ihn uneingeschränkt unterstütze. Das bedeutet, wenn er gerne eine zweite Frau haben möchte und mit dieser Sex hat, dann lasse ich ihm seine Freiheit. Wenn er gerade lieber zu einer anderen gehen will, okay, wenn er dann morgen doch wieder zu mir will, okay. Dein Artikel passt vielleicht für die Liebe, allerdings finde ich schon, dass man in einer Partnerschaft schon auch die eigenen Interessen vertreten soll und sich nicht einfach alles gefallen lässt und der Partner macht was er will. Dann ist es vielleicht egoistisch, dass ich für meinen Partner die Frau Nr. 1 sein möchte und es mir nicht gefällt, dass er mit einer anderen flirtet oder was auch immer, auf der anderen Seite habe ich nicht das Gefühl, dass der Andere mich wirklich liebt, wenn er so was macht, Freiheit geben hin oder her. Klar kann er gehen, wenn er will, und dann geht es mir trotzdem gut, nur ob ich ihn dann einfach so wieder zurück will, wenn er mich respektlos behandelt und mich nicht wertschätzt, das würde ich mir dann schon gut überlegen. Je nachdem geht dann dabei die Liebe von meiner Seite teilweise auch verloren.
    Freue mich darüber deine/eure Meinung dazu zu hören 😉

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Februar 2017 um 17:50

      Liebe Bianca,

      danke für diesen bereichernden Kommentar!

      Deine Gedanken dazu finde ich sehr interessant. Ich finde aber, das kann man so allgemein nicht sagen. Klar ist das von dir geschilderte Bild ein sehr gängiges und von vielen Paaren gelebtes. Aber meiner Meinung nach ist es kein Muss. Beziehungen können in allen Graden der Offenheit gelebt werden. Wichtig ist nur, dass sich beide einig sind. Wenn du und dein Partner in etwas die gleichen Werte habt und euch das Alleinstellungsmerkmal beim anderen beiden wichtig ist, dann wird keiner von euch es als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfinden und ihr habt eine sehr gute Grundlage. Wenn nun aber einer einen sehr ausgeprägten Drang danach hat, sich in solchen Sachen nicht einschränken zu lassen, wird der Versuch das doch zu tun oder das Verhängen von Sanktionen die Beziehung nicht unbedingt aufblühen lassen.

      Manche Menschen brauchen auch einfach nur die Gewissheit, dass sie könnten, wenn sie wollten. Das habe ich schon oft gehört, dass Paare irgendwann nach diversen Fremdgehdramen eine offene Beziehung vereinbaren und plötzlich ist Fremdgehen gar kein Thema mehr (Reiz des Verbotenen etc.).

      Ich denke, die Freiheit ist am Ende das Höchste Gut, auch in der Beziehung. Solange man seinem Ego frönen kann, ohne die Freiheit des anderen einzuschränken oder dies in gegenseitigem Einvernehmen tut, so dass ich keiner seiner Freiheit beraubt fühlt, ist das kein Problem. Wenn aber Freiheit gegen Ego abgewogen werden muss, würde ich grundsätzlich eher zur Freiheit tendieren =)

      Was meinst du?

      LG Norman

      Antworten
      • Bianca

        13. Februar 2017 um 12:47

        Hallo Norman,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort, das hätte ich gar nicht erwartet. Finde ich echt gut, dass es hier die Möglichkeit zur offenen Diskussion gibt =)

        Ja, da hast du wohl recht, dass es darauf ankommt was jeder Einzelne für Wertvorstellungen und Erwartungen an eine Partnerschaft hat. Für mich ist es keine richtige Partnerschaft, wenn jeder nebenher noch andere Partner hat. Dann ist es eher eine Art Sexbekanntschaft. Vor allem wenn es dann irgendwann Richtung Heiraten und Kinder geht, möchte man doch nicht, dass der Partner/die Partnerin noch fremdvögelt. Da ist man doch vor allem als Frau blöd dran, wenn der Mann dann eine Andere findet und man mit dem Kind alleine da sitzt, oder? Wenn man sich wirklich liebt, dann will man doch auch gar keinen anderen mehr. Und wenn mein Partner nebenher noch eine Andere Frau möchte, stellt sich für mich die Frage, ob er mich denn wirklich liebt und ich ihm wirklich etwas bedeute. Mal abgesehen von diversen Krankheiten, die man sich bei wechselnden Geschlechtspartnern einfangen kann. Das hat für mich auch schon viel mit Vertrauen zu tun. Klar kann man vereinbaren, das jeder macht, was er will, dann wird dieser Mann allerdings nicht mein Freund und das läuft für mich nicht auf Heiraten und Kinder hinaus. Und wenn es eine feste Beziehung ist und der Mann gerne gehen möchte, dann ist das okay, da gebe ich dir recht, dass man dann nicht darum kämpfen sollte, allerdings ist für mich die Beziehung dann auch vorbei und jeder kann wieder machen was er will. Einfach so kommen und gehen wie es dem Mann gerade in den Kram passt, funktioniert bei mir nicht. Wenn er mich nicht wertschätzt und respektiert, dann suche ich mir lieber einen Anderen, der wirklich zu mir steht.
        Etwas schwer zu erklären. Habe da etwas in meinem Herzen, was dazu führt, ich nicht einfach sagen kann: Ja, geh raus, hab Spaß mit einer Anderen. Vielleicht funktioniert das für andere Menschen, für mich nicht. Für mich bedeutet Beziehung, dass man eben nicht noch mit jemand anderem etwas hat, sonst kann man es auch gleich lassen. Wenn ich das Gefühl habe, dass er eine andere Frau toller findet als mich, dann steht es ihm natürlich frei zu gehen, aber für mich ist das dann vorbei und ich suche mir einen Neuen. Ich bleibe dann nicht als zweite Frau zur Verfügung, wenn er grade Lust hat.

        Ist meiner Ansicht nach ein sehr verstricktes Thema, da man wirklich sehr verschiedene Ansichten darüber haben kann. Ich hoffe, dass meine Ansicht richtig rüberkommt.

        Viele Grüße,
        Bianca

      • Norman Brenner

        13. Februar 2017 um 19:10

        Hey Bianca,

        super, dass du nochmal reingeschaut hast =)

        Ich kann deine Sichtweise sehr gut nachvollziehen. Ich möchte jetzt nicht das Fremdgehen verherrlichen oder ähnliches, aber ich würde gern noch einige Gedanken dazu äußern, die vielleicht Menschen mit anderen Beziehungsmodellen einwerfen würden, die gerade leider nicht hier vertreten sind:

        Ich finde es toll, dass du geschrieben hast „für mich ist es dann keine richtige Partnerschaft“. Das zeigt wie individuell mit dem Thema umgegangen werden muss. Und nicht nur individuell auf die Person bezogen, sondern auch individuell auf ihren jeweiligen Lebensabschnitt, da sich so etwas ja auch mit der Zeit verändern kann.

        Es generell auf eine Art Sexbekanntschaft reduzieren, würde ich nicht. In meinem Artikel über die perfekte Beziehung (http://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/) habe ich versucht darzustellen, dass es in jeder Beziehung verschiedene Schwerpunkte gibt. Wenn Sex nicht der Schwerpunkt einer Beziehung ist, sondern z.B. der Partnerschaftliche Teil, dann ist Sex mit anderen in dieser Beziehung „eigentlich“ keine große Gefahr für den jeweiligen Partner. Es ginge in dem Fall dann zum Beispiel eher darum Gelüste auszuleben. Diese Gelüste sind teilweise evolutionär bedingt. Zumindest Männer waren immer dazu getrieben, sich mit möglichst vielen Frauen fortzupflanzen, um den Fortbestand ihres Geschlechts zu sichern. Gerade deshalb verstehe ich aber auch wiederum deine Ansicht sehr gut, weil es bei Frauen evolutionär bedingt anders herum ist.

        Aber eben weil es in diesem Bereich manchmal diese Differenzen gibt, kann es hilfreich sein, dich dort gegenseitige Freiheit einzuräumen, wenn der Schwerpunkt eigentlich woanders liegt. Gerade dann kann es sogar sein, dass es der Liebe sehr zuträglich ist und er dich nur noch mehr liebt und schätzt, weil du ihm solche Freiheiten schenkst und er im Traum nicht darauf kommen würde eine Frau, die ihn so sehr liebt zu verlassen.

        Klar stimmt das, was du im Bezug auf Krankheiten etc. sagst. Das würde mir auch zu denken geben.

        Diese Vorstellung „Wenn man sich wirklich liebt, dann will man doch auch gar keinen anderen mehr“ halte ich für sehr gefährlich (erläutere ich auch in dem o.g. Artikel näher). Das ist ein romantisches Ideal, das uns durch Filme und Romane eingetrichtert wird. Die Realität hält sich da aber nicht immer dran. Dann kann es sehr schwer werden so eine Situation zu akzeptieren, geschweige denn mit ihr umzugehen.

        Am Ende ist es aber immer eine individuelle Frage. Ich finde aber auch, man schenkt sich selbst viel Liebe und Freiheit, wenn man zu solchen Entwicklungen nicht generell negativ mit einer festgefahrenen Meinung steht.

        Ich hoffe ich konnte das in der „Kürze“ des Kommentars einigermaßen nachvollziehbar schildern =)

        LG Norman

  6. Tara

    9. Februar 2017 um 18:08

    Hallo Norman,
    schön, wieder von dir zu hören! Dein Artikel hat mir in seiner Komplexität sehr gut gefallen. Ich habe bei meinem Mann und meinen Kindern erlebt, dass man keinen Menschen mit Liebe „ersticken“ darf. Es ist so bereichernd für eine Beziehung, wenn jeder sich authentisch einbringen kann, jeder von seinem Alltag erzählt und sich nicht verpflichtet fühlt, zu gefallen oder angepasst zu leben. Dazu ist Loslassen nötig – von Menschen und eigenen Vorstellungen. Man wird aber
    belohnt: Die Beziehungen bleiben offen, lebendig und intensiv.
    Danke für deinen Artikel und liebe Grüße Tara

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Februar 2017 um 19:11

      Liebe Tara,

      Danke für den lieben Willkommens-Kommentar =) Schön auch wieder von dir zu hören!

      Super, dass du das für dich (oder ihr für euch) schon selbst herausgefunden hast. Ich habe das auch festgestellt. Je mehr Freiheit du einem anderen schenkst, desto freier fühlst du dich auch selbst und das bringt keine Distanz in die Liebe, sondern festigt nur noch das Band zwischen den Menschen.

      Ich hoffe, wir lesen uns wieder öfter. Ich schenke dir aber auch dir Freiheit, nicht zu kommentieren 😉

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  7. Dani

    9. Februar 2017 um 19:52

    …schön dass du wieder da bist 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      11. Februar 2017 um 16:24

      Hey Dani,

      danke für den lieben Empfang =) Ich find es wundervoll, dass ihr mir trotz der langen Pause „treu“ geblieben seid =D Danke!

      LG Norman

      Antworten
  8. AO

    10. Februar 2017 um 2:52

    Wahre Liebe bedeutet,dass es mir nur darum geht,dass die Frau die ich liebe glücklich wird, ob mit mir oder mit einem anderen!

    Antworten
    • Norman Brenner

      11. Februar 2017 um 16:26

      Hey AO,

      das kann in der Tat eine Variante der „wahren Liebe“ sein, wenn auch eine extreme. Die viel wichtigere Frage ist aber, wie geht es dir dabei? Wenn du gut damit zurecht kommst und das Glück der Frau, die du liebst, sich dabei auf dich überträgt, ist das eine ganz wunderbare Sache.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  9. Lisa...

    10. Februar 2017 um 8:30

    Lieber Norman, schön dass es Dich gibt.
    Zur Liebe….wunderbar, so lang man, also beide, achtsam mit sich umgeht. Nach längererer Zeit…Zweckgemeinschaft, hat nichts mehr mit Liebe etc zu tun.

    Antworten
    • Norman Brenner

      11. Februar 2017 um 16:30

      Liebe Lisa,

      wow, danke für den wundervollen Kommentar! Ich finds auch schön, dass es dich gibt =)

      Ist das dir passiert, was du beschreibst oder siehst du es generell so, dass es zwangsläufig immer auf so eine Zweckgemeinschaft hinaus läuft?

      Kann nicht auch in einer Zweckgemeinschaft Liebe herrschen? Vielleicht auf einer anderen Ebene? So wie ich es hier mal dargestellt habe: http://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  10. Dario Reis Dario Reis

    22. Februar 2017 um 21:33

    Hey Norman,

    da kann ich nicht mehr viel zu sagen.

    Echt genialer Artikel, man sollte immer bei sich selber anfangen. Denn ICH bin die einzige Person, die ICH ändern kann. Wie du geschrieben hast, musst du erstmal selbst mit dir klar kommen, bevor du mit anderen eine gute Beziehung aufbauen kannst.

    Liebe Grüße
    Dario

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Februar 2017 um 20:14

      Hey Dario,

      schön wieder von dir zu lesen =D Wie läufts bei dir?

      Danke für die Blumen =) Ja, da hast du recht. Leider ist es etwas verpönt, sich diesem ICH zuzuwenden, weil es gemeinhin als egoistisch angesehen wird. Deshalb habe ich versucht den Unterschied im Artikel klar zu machen =)

      LG Norman

      Antworten
  11. Dodo

    23. Februar 2017 um 22:15

    Hallo,

    mir fällt dazu ein: „Sich lieben heißt, sich lassen.“
    Also… den anderen Menschen so zu lassen, wie er ist ohne ihn ändern zu wollen.
    Was ich manchmal als verdammt schwer empfinde.
    Nicht weil ich den anderen in meinem Sinne „verbiegen“ will (das klappt eh nicht), sondern weil ich es nicht (immer) schaffe, ihn so akzeptieren, wie er nun mal ist. Und das ist ein Problem, was ich mit mir habe und den anderen Menschen gar nicht betrifft.
    Leider habe ich in meinem Fall den Anfang noch nicht gefunden, wie ich da raus komme.

    LG Dodo

    Antworten
    • Norman Brenner

      25. Februar 2017 um 14:59

      Hey Dodo,

      ein wunderbares Zitat, danke! =D

      Ich glaube dieses Problem hat jeder irgendwo. Der eine etwas ausgeprägter und der andere vielleicht etwas weniger. Zumindest diese Gedanken, dass einen etwas stört. Die Frage ist dann letzten Endes wirklich einfach nur, wie jeder selbst damit umgeht. Das heißt, jeder kann wirklich bei sich selbst ansetzen, was ja eigentlich eine gute Nachricht ist =) Mir hilft es zum Beispiel in solchen Situationen immer daran zu denken, dass ich auch meine Ecken und Kanten haben und so akzeptiert werde, wie ich bin. Erfüllt mich gleich mit Liebe, Dankbarkeit und viel Toleranz =) Vielleicht wäre das ja auch ein guter Anfang für dich?

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  12. Bianca

    3. März 2017 um 10:11

    SUPER!
    Du scheinst ein junger Mensch zusein umsomehr freut mich für Dich das hohe persönliche Level das Du schon lebst.
    Du hilfst mit Deinen Worten vielen Menschen auf den rechten Weg. Das ist schön.
    Ein fettes DANKE an Dich.
    Viel Spaß noch mit Dir 🙂
    Bianca

    Antworten
    • Norman Brenner

      3. März 2017 um 23:21

      Hey Bianca,

      willkommen hier und danke für dieses wunderbare Lob =D

      Wünsche ich Dir auch! =)

      Liebe Grüße und ein tolles Wochenende!

      Norman

      Antworten
  13. Frank

    5. März 2017 um 8:09

    Ich habe im letzten Jahr einen Spruch für mich gefunden, der passt denke ich sehr gut zu diesen tollen Artikel hier:

    WER LIEBT, DER BLEIBT. 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      7. März 2017 um 7:16

      Hey Frank,

      danke für den tollen und eingängigen Spruch! Finde ihn auch sehr passend =D

      LG Norman

      Antworten
  14. Jana

    12. März 2017 um 12:20

    Lieber Norman,

    ich ‚gehe‘ mit allem mit‘, was du geschrieben hast. Jeder Mensch hat seinen freien Willen und diese Freiheit sollte man jemandem auch gewähren, vor allem, wenn man ihn liebt.

    Ich habe leider ein etwas größeres Problem damit, weil ich eine bittere Erfahrung mit dem Menschen, den ich liebe, gemacht habe.

    Gerne würde ich dir die Geschichte erzählen, weil ich selbst auf der Suche nach einem ‚vernünftigen‘ Umgang damit bin.

    Kann man dir auch eine Email schreiben.

    Viele Grüße von Jana

    Antworten
  15. Norman Brenner

    12. März 2017 um 14:29

    Hey Jana,

    willkommen hier und danke für deinen ehrlichen Kommentar!

    Klar kannst du mir auch ne Mail schreiben! Ich freue mich sehr darüber. ganz besonders über die persönlichen Geschichten =)

    info[ät]vernuenftig-leben[punkt]de ist meine Mailadresse. Oder du nutzt das Kontaktformular:
    http://www.vernuenftig-leben.de/kontaktformular/

    Freue mich auf deine Mail =)

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch, dir!

    Norman

    Antworten
  16. Katja

    8. Juni 2017 um 8:00

    Wenn ich aber loslasse, und dem Anderen z.B nicht mehr schreibe ob wir uns treffen wollen etc., wie kann er dann wissen, dass ich ihn liebe und nicht denken, dass er mir egal ist, weil ich mich nicht melde? Und woher soll ich unterscheiden, ob er sich meldet, weil er mich vermisst oder ob er vllt gerade nur Langeweile oder ein anderes Bedürfnis hat und sich nur deshalb meldet? Dann lege ich ja alle Treffen in seine Hände….

    Antworten
    • Norman Brenner

      8. Juni 2017 um 19:26

      Hey Katja,

      willkommen hier und danke, dass du deine Gedanken hier gelassen hast =)

      Eine gute Frage. Ich finde, man sollte den anderen schon wissen lassen, dass man ihn liebt und an ihn denkt. Aber eben nicht so aufdringlich und fordernd.

      Zum Beispiel kann man ihm das in einem klärenden Gespräch mitteilen. Vielleicht sogar in der Form, dass man ihm sagt, dass man ihn liebt und ihm genau deshalb jetzt die Freiheit schenken möchte und sich zurückhalten wird, aber dass man da sein wird, wenn der andere Kontakt aufnehmen möchte.

      Es muss auch nicht zwangsläufig ein nicht mehr melden sein. Im Grunde geht es um die Intension, mit der man sich meldet. Also, was will man bezwecken.

      Meldest du dich, weil du es ohne ihn nicht aushältst und ihn brauchst? -> Nicht förderlich

      Meldest du dich, weil du gerade einfach Lust hast mit dieser Person Zeit zu verbringen und deine Lebensfreude mit ihr zu teilen? -> förderlich

      Der Partner merkt deine Intension, vielleicht nur unterbewusst, aber es beeinflusst die ganze Beziehung.

      Warum willst du das unterscheiden? Warum er sich meldet? Wenn deine Intension „rein“ ist, dann freust du dich darüber, dass er sich meldet. Egal warum =) Alles andere ist berechnend und dient nur wieder der Befriedigung deines Egos.

      Genauso die Bemerkung über die Kontrolle… Liebe bedeutet (für mich) die Kontrolle abzugeben und zu vertrauen! Kontrolle ist Sache des Egos. Willst du einen Partner, dem du vertrauen kannst oder ein Spielzeug, das du kontrollieren kannst?

      Bitte entschuldige meine direkte Art. Wenn ich im Schreibflow bin, dann schreib ich einfach alles so runter wie es kommt, weil das meistens die hilfreichsten Gedanken sind =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Katja

        9. Juni 2017 um 5:53

        Hallo Norman! Danke für Deine Antwort und die Sicht auf die Dinge. Du brauchst Dich nicht für Deine direkte Art entschuldigen, das ist genau das, was gebraucht wird! 🙂
        Vielleicht sind in der Partnerschaft einfach zu viele schlechte Dinge geschehen, die oft Negatives vermuten lassen, obwohl es gar nicht so gemeint ist. Man denkt selbst, der andere meldet sich nur, weil er ein schlechtes Gewissen o.ä. hat, dabei ist es vllt gar nicht andem. Wir wissen ja schließlich nicht, was der andere denkt oder fühlt. Allerdings, wenn gefragt wird, ob man nach einem Telefonat, für das gerade keine Zeit ist, später noch einmal telefoniert und niemand meldet sich…was soll mir das sagen? Ist es nicht so, dass wenn der andere Mensch wichtig für denjenigen ist, man sich auch meldet? Hmmm?!?! Die Sache mit dem Ego stimmt übrigens. Auch dass er sofort merkt, wenn ich wieder „bedürftig“ werde…er blockt dann sofort ab.. Vllt stellt man auch zu viele Erwartungen an den Anderen oder erwartet, dass er genauso denkt und handelt, wie man selbst handeln würde und dann ist man enttäuscht, wenn er es nicht tut….. Sollte man wirklich alles hinnehmen, der Liebe wegen und seine eigenen Bedürfnisse komplett hinten anstellen? Oder ist es dann womöglich gar keine Liebe, sondern nur das Brauchen? Ich bin gespannt wie Du das siehst! 🙂 Und…wie teilt man der Person mit, das ich gerne Zeit mit ihr verbringen möchte, ohne dass es den Anschein hat, dass ich ihn brauche?! Liebe Grüße

      • Norman Brenner

        9. Juni 2017 um 6:05

        Hey Katja,

        ich freue mich, dass dir meine Antwort ein wenig Klarheit verschafft hat und auch über diesen Austausch hier mit dir =)

        Ich weiß was du meinst. Das ist eine negative Prägung. Damit sabotiert man aber selbst seine Beziehung. Und man kann überhaupt nichts mehr genießen. Beispielsweise, weil man bei jedem Blumenstrauss, den der Partner mitbringt, vermutet, dass er ein schlechtes Gewissen hat etc.

        Ja, mit dem Telefonat hast du recht. Allerdings ist es deine Entscheidung, dein Wohlbefinden / Glück abhängig davon zu machen, ob sich jemand meldet oder nicht. Ich finde da die grundlegende Haltung, erst einmal selbst (im Sinne von Selbstfürsorge, siehe Artikel) für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen am besten. Alles was dann durch andere Menschen (Familie, Partner, Freunde etc.) hinzu kommt, ist ein Bonus. Dann kann man ihn auch richtig genießen und man leidet nicht unnötig, wenn er nicht da ist.

        Erwartungen sind ein gutes Stichwort. Und dabei fällt mir direkt folgender Spruch ein:

        „Nur weil du den Hai nicht beißt, heißt das nicht, dass er dich nicht beißt“ 😉

        Genau da schließt sich nämlich der Kreis wieder. Wenn du selbst erst mal für dein Wohlbefinden sorgst, dann stellst du automatisch nicht mehr so viele / hohe Erwartungen an andere. Du „brauchst“ sie wirklich nicht mehr, demnach spüren sie auch diese Bedürftigkeit nicht mehr und das alles macht dich paradoxer weise sogar noch attraktiver!

        Es geht also keinesfalls darum, seine Bedürfnisse hinten anzustellen, sondern darum, sie sich selbst zu erfüllen, um weniger auf andere angewiesen zu sein. Und wenn man andere nicht mehr braucht, damit man sich selbst besser fühlt, kann man beginnen Liebe zu schenken statt sie zu nehmen. Und zu jedem der Liebe schenkt, kommt Liebe zurück =)

        So eine Mitteilung würde ich einfach ganz ehrlich und offen formulieren. ich würde der Person wohl mitteile, dass sie mir wichtig ist, dass ich sie gern habe, dass ich mich darüber freue, Zeit mit ihr zu verbringen, aber nicht darauf drängen. Einfach das Angebot machen und stehen lassen, damit sie bescheid weiß. Dann vergisst du es und kümmerst dich um dich selbst. Wenn die Person will, dann kommt sie und ihr könnt euer Beisammensein genießen. Wenn nicht, dann trauerst du nicht darum, weil du selbst für dein Wohlbefinden sorgst =)

        LG Norman

  17. Jim

    30. Juni 2017 um 13:38

    Vielen, vielen Dank für deine hilfreichen Texte und Gedanken!
    Nach kürzlicher Trennung (von ihr aus) sind wir nun wieder in (relativ ungezwungenem) Kontakt und ich versuche das mit dem Loslassen wirklich zu beherzigen.
    Wir waren nur kurz zusammen und es gab noch kein „echtes Liebesbekenntnis“ in der Zeit der Beziehung.
    Nun, nach der Trennung und etwas Zeit, im Wechsel allein und in ihrer Gesellschaft, wird mir bewusst: ich liebe sie.
    Sollte ich ihr das sagen/deutlich machen?

    Antworten
    • Jim

      2. Juli 2017 um 20:28

      ich bin wirklich gespannt was du darüber denkst!

      Antworten
    • Norman Brenner

      3. Juli 2017 um 6:42

      Hey Jim,

      erstmal willkommen hier und sorry für meine verspätete Antwort =)

      Freut mich, dass dir der Text dabei geholfen hat und dass du das Prinzip dahinter scheinbar wirklich verinnerlicht hast =D

      Zu deiner Frage:

      Ja, das kannst du sie ruhig wissen lassen. Aber ich würde keine romantische Liebeserklärung daraus machen. Eher in der Art, dass du sie wissen lässt, dass du in der Zeit eurer Trennung und eures ungezwungenen Kontakts deine Liebe zu ihr noch viel stärker oder erst richtig erfahren durftest und dass es ein Bestandteil dieser Liebe ist, dass du ihr weiterhin diese Freiheit schenken willst und NICHTS im Gegenzug erwartest.

      Lass sie einfach wissen, dass deine Liebe zu ihr ein Bonus für ihr Leben ist, den sie in Anspruch nehmen kann, wenn sie möchte und keine Verpflichtung =) und erwarte auch nicht dafür.

      Ich hoffe, das hilft dir =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  18. Michi

    24. Juli 2017 um 19:28

    Hi Norman,

    Ich habe diese Situation von der anderen Seite erlebt.
    Er hat mich gehen lassen ohne um unsere Beziehung zu kämpfen.
    Ich war sehr irritiert,habe mich gefragt „Warum kämpft er nicht?“….
    Und plötzlich hatte ich einen klaren Kopf ich musste mich selbst fragen was ich wollte.
    Das alles geschah unbewusst.
    Jetzt habe ich den Artikel gelesen,verstanden und vor Glück geweint.
    Ich bin nicht gegangen, ich bin aus freien Willen bei Ihm geblieben und nicht aus Mitleid.

    Toller Artikel. Danke

    Michi

    Antworten
    • Norman Brenner

      24. Juli 2017 um 23:31

      Hey Michi,

      schön, dich hier zu sehen =)

      Wow, danke, dass du diese bewegende Geschichte mit uns geteilt hast!

      Freut mich sehr, dass du zu dieser Erkenntnis gelangt bist =)

      Oft weiß unser „Unterbewusstsein“ bzw. unsere Intuition das alles auch. Es ist unser Verstand, der immer alles ummünzen will =)

      Schlaf gut und hoffentlich bis demnächst =)

      LG Norman

      Antworten
    • Katja

      25. Juli 2017 um 6:43

      Das verstehe ich nicht ganz. Du schreibst du bist gegangen…. und unten schreibst du, du bist nicht gegangen? Ich würde es auch gerne verstehen.. gerade weil es die „andere Seite“ ist 🙂 LG

      Antworten
      • Michi

        25. Juli 2017 um 6:59

        Hallo Katja,
        Ich verstehe was du meinst.Es vielleicht nicht eindeutig beschrieben.

        Ich versuche dir mal die Situation zu beschreiben.

        Du streitest dich mit deinem Partner und willst nur noch aus dieser Situation raus, weil du dich eingeengt fühlst.

        Er stellte mir nur diese eine Frage “ soll ich ausziehen? “
        Und in diesem Moment habe ich gemerkt er würde mich gehen lassen. Ich würde gehen können wenn ich es möchte. Ich habe mich nicht mehr bedrängt gefühlt.
        Ich hatte in dem Moment mentalen Abstand, quasi den Kopf frei. Und konnte mir dann dessen bewusst werden das ich das auf keinen Fall möchte, dass er auszieht.

        War das verständlicher ?
        Wenn nicht nochmal schreiben Katja !

        Michi

      • Katja

        25. Juli 2017 um 8:37

        Hallo Michi, ja, das ist jetzt gut zu verstehen 🙂 Druck und Klammern kann viel kaputt machen. Oft versucht man an etwas festzuhalten…das kenne ich auch… Aber man kann niemanden zwingen zu lieben, zu bleiben oder ähnliches.. Schön, dass Du Dich für deinen Partner entschieden hast. Alles Gute für Eure Zukunft 🙂 LG

      • Norman Brenner

        26. Juli 2017 um 15:31

        Danke für den vertiefenden Austausch Katja und Michi =)

        Weil es so wundervoll dazu passt, würde ich hier noch gerne ein Zitat von Konfuzius anfügen:

        „Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.“

        Ich finde, dieser Satz drückt so gut wie kein anderer aus, was wahre Liebe wirklich bedeutet =)

  19. Nadine

    31. Juli 2017 um 2:11

    Hallo Norman,
    ich möchte nicht um den heißen Brei reden.
    Mein Freund hat sich vor kurzem bei mir getrennt und bin echt am „verzweifeln“, weil ich am lieben kämpfen würde.(Ist eine lange Geschichte, wieso und weshalb)
    Alles was ich da gelesen habe trifft auf mich zu.
    Gilt es auch Chance wenn der Verlassende Abstand verlangt, also ich? Wird er dann vllt irgendwann aus Mitleid mit mir schreiben oder weil ich ihm wirklich fehle?
    Ich würde dir gern die ganze Geschichte erzählen, damit du dir vllt ein Bild machen kannst? Wenn möglich nicht über die Kommentare!

    Es wäre echt nett!

    Antworten
    • Norman Brenner

      1. August 2017 um 18:39

      Hey Nadine,

      danke für deinen offenen Kommentar.

      Wenn ich das richtig verstehe, dann fragst du, ob dich das Prinzip umkehren lässt? Dass du vorgeben willst, Abstand zu wollen, damit er wieder um dich kämpft?

      Theoretisch kann das funktionieren, aber das würde ich dir nicht empfehlen. Wenn dein Ex aufgrund einer Manipulation zu dir zurückkommt und nicht, weil er Liebe für dich empfindet, die er mit dir teilen will, wird auch die Beziehung wieder dementsprechend aussehen.

      Ich sehe es immer sehr kritisch, wenn ein Mangelgefühl, der Antrieb einer Beziehung ist. Scheinbar leidest du gerade unter so einem Mangel, weil ich das Gefühl habe, dein Kommentar schreit gerade zu „ich brauche ihn wieder zurück“.

      Ich würde dir raten, dich wirklich mal dir selbst und deinem Inneren zuzuwenden. Wie kannst du dir selbst Liebe und Geborgenheit schenken und glücklich sein, ohne einen anderen Menschen zu brauchen? Wenn dir das gelingt, werden daraus folgende Beziehungen vom Liebe Schenken bestimmt sein und nicht vom Liebe Brauchen.

      Liebe Grüße

      Norman

      P.S.: Du kannst mir natürlich jederzeit gerne eine Mail schreiben. Ich lese alle meine Mails, aber leider kann ich nicht mehr alle beantworten. Hier in den Kommentaren antworte ich aber zu 100%, da dann auch andere etwas davon haben =)

      Antworten
      • Nadine

        1. August 2017 um 19:09

        Hi Norman,
        erstmal danke für deine Antwort.
        Mein Ex Freund hat sich getrennt, da er keine starken Gefühle für mich entwickelt hat, also sie sind irgendwann verschwunden. Meine Vermutung ist, dass ich ihn zu sehr eingeengt habe usw.

        Das ich Abstand wollte kam von mir aus, nicht um ihn zu manipulieren, sondern um zu mich selbst zu finden und um das alles zu verdauen und zu verarbeiten. Er wollte eine Freundschaft, aber sowas kann ich nicht einfach so nach einer Trennung.
        Ich musste ihn trotzdem anschreiben weil mein Paket nicht kam, was er mir geschickt hat(wir führten eine Fernbeziehung).
        Nach dem Smalltalk habe ich versucht mal lustig zu sein, aber es half irgendwie nicht.
        Jetzt werde ich die Kontaktsperre für 2-4 Monate durchziehen und gucken was kommt.
        Meine Angst besteht darin, dass ich ihn anschreiben muss und er nicht mich. Ich möchte nicht die erste sein die „ankommt“ und ich weiß nicht mal wie ich es anstellen soll.
        Seine Beweggründe warum er sich trennte verstehe und akzeptiere ich zu 100%!

        Gerne würde ich dir die ganze Geschichte erzählen, aber sie steht dann hier so öffentlich und das möchte ich nicht. :/

      • Norman Brenner

        5. August 2017 um 17:34

        Hey Nadine,

        danke für deine Offenheit hier =)

        Ich verstehe, was du meinst. Aber da solltest du dir wirklich keine Sorgen machen…

        Wahres Loslassen geschieht im Inneren, nicht im Äußeren. Klar hat es seine Auswirkungen, die sich im Außen zeigen, wie zum Beispiel weniger oder kein Kontakt mehr, aber wenn du innerlich losgelassen hast, dann spielt das äußere keine Rolle mehr.

        Das heißt, wenn du ihn wirklich losgelassen hast, dann ist es dir auch „egal“, ob du ihn mal anschreiben oder anrufen musst, wegen einer organisatorishcen Frage oder einem Paket. Du weißt ja dann selbst, dass es dir nur um die Organisation / das Paket geht und nicht, um das Zurückgewinnen oder ähnliches.

        Solange du aber nicht wirklich losgelassen hast, wirst du auch bei jeder Kontaktaufnahme eine berechnende / ängstliche / hoffende / abhängige / … Haltung einnehmen. Solange du dich also fragst, ob und wie du ihn kontaktieren sollst, hast du ihn nicht wirklich losgelassen. Wenn du es tun kannst, wenn es sein muss, ohne groß darüber nachzudenken, dann hast du losgelassen.

        Denke an getrennte Ehepaare mit Kindern. Wie könnten die das alles auf die Reihe bekommen, wenn jeder bei jeder Kontaktaufnahme kalkulieren, hoffen und bangen würde. Es geht nur, wenn beide wirklich loslassen.

        Wenn du die Geschichte einfach mal niederschreiben / jemandem erzählen willst, schreib mir gerne einfach an info[ät]vernuenftig-leben.de

        Wie ich schon gesagt habe, kann ich nicht auf jede und leider vor allem nicht auf so umfangreiche Mails antworten, aber ich weiß aus Erfahrung, dass es gut tut, selbst alles einmal zu sortieren und sich von der Seele zu schreiben. Vielleicht hilft dir auch das schon ein wenig =)

        Ansonsten bin ich hier natürlich immer erreichbar =)

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, dir!

        Norman

  20. Binchen

    28. August 2017 um 18:31

    Danke für Deine Worte!
    Ich habe versucht mit meiner Situation klarzukommen, in dem ich meine Gedanken und Gefühle niederschrieb und im sozialen Netzwerk für bestimmte Freunde eingestellt habe.
    Nun, da ich deinen Text gelesen habe, bin ich mir nicht mehr sicher ob das so hilfreich war oder ich ihn dadurch nur noch weiter von mir weg treibe!??

    Antworten
    • Norman Brenner

      4. September 2017 um 6:12

      Hey Binchen =)

      danke für deinen Kommentar.

      Naja, das kommt wohl sehr darauf an, was du da reingestellt hast.

      Wenn du zum Beispiel etwas in der Art geschrieben hast, dass du dankbar für die gemeinsame Zeit bist und ihm alles gute wünschst bzw. ihn dadurch wissen lassen willst, dass du ihm liebst und ihn AUS DIESER LIEBE HERAUS die Freiheit schenkst, auch ohne dich glücklich zu werden, ist das sicherlich etwas schönes.

      Wenn du aber einen Text schreibst, der ihm ein schlechtes Gewissen machen soll oder irgendwie die Absicht beinhaltet, ihn umzustimmen oder ähnliches, dann ist das sehr egoistisch und auch sehr kontraproduktiv.

      Soviel erst mal in aller Kürze. Ich hoffe, das hilft dir bei der Einschätzung =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  21. Sandra

    1. September 2017 um 11:14

    Ein interessanter Text und schöne Gedanken.
    Grundsätzlich stimmt es – um die „Liebe“ an sich kann man nicht kämpfen. Entweder sie ist – oder sie ist nicht.

    Anders verhält es sich aber in Punkto „Beziehung“.
    Da der Text in Richtung „Beziehungs-Liebe“ geht (gefühlt) verhält sich das im Leben schwieriger.

    In einer Beziehung hat man meist „Ziele“.

    Ich glaube an bedingungslose Liebe – aber nicht an eine bedingungslose Beziehung.
    Und das ist ein Knackpunkt, der Probleme bereitet (aus meiner Erfahrung).

    In einer gewissen Entfernung kann ich bedingungslos lieben. Sein Kind kann man auch bedingungslos lieben. Genauso Freundschaften oder Familienmitglieder.

    Aber den Partner (und das Wort trifft es gut) in einer Beziehung – da geht man etwas ein, das meist Ziele verfolgt.
    Jeder hat Lebensziele (Karriere, Kinder, Tiere, viel Reisen) und nicht immer überschneiden sich die Ziele 1 zu 1.
    Und dann hört das bedingungslos nämlich auf.

    Warum?

    Ich habe nicht nur meinen Partner, sondern auch mich selbst zu lieben. Ich habe Sehnsüchte, Dinge die mich erfüllen.
    Zum Beispiel hätte ich gerne eine große Familie – mein Partner aber tut gar nichts und zögert es ständig hinaus – ich zeige mich geduldig… aber nicht mehr bedingungslos. Und nach Jahren in denen man altert – und das Leben in seiner Zeit begrenzt ist – werden die Bedingungen lauter.
    Der Frust wächst dann wohl auch oft.

    Nicht die Liebe selbst schwindet.
    Aber eine Familiengründung kann man nicht alleine in „Angriff“ nehmen. Da müssen 2 Menschen etwas dafür tun.
    Und oftmals hätte man es gerne mit dem Menschen, den man auf Beziehungsebene liebt.

    Deswegen – die Liebe an sich mag bedingungslos sein.
    Das Leben und die Beziehungen sind es aber nicht – und da beginnt meist die Qual, wenn 2 nicht im selben Takt rudern oder nur einer rudert und der andere unbeteiligter Mitfahrer ist.

    Liebe ist frei und unabhängig, ja…
    eine Beziehung (meines Erachtens) nicht!
    Und meist kämpft man darum – wenn eben nur einer rudert (und zwar der Rudernde kämpft) … und man nicht will, dass dieses „Beziehungsboot“ durch „nichtstun“ untergeht.
    Deswegen glaube ich, dass die meisten nicht um die Liebe kämpfen, sondern oftmals um die Beziehung.

    Man kann in Liebe gehen lassen und weiterlieben…
    aber die Beziehung ist dann verloren. (Aus diesem Anlass kämpft man meist.)

    Meine Gedanken dazu.

    Antworten
    • Norman Brenner

      4. September 2017 um 6:34

      Hey Sandra,

      danke für diesen bereichernden Kommentar!

      ich weiß, dass es wahrscheinlich nicht so bei dir ist, aber in deiner Beschreibung klingt es so, als sie die Beziehung wichtiger als die Liebe.

      Du schreibst viel von den eigenen Erwartungen und wie deren Erfüllung vom Partner in der Beziehung abhängt (Kinder, Tiere, Reisen etc…).

      Die Frage ist meiner Meinung nach ganz einfach, was dir wichtiger ist. Würdest du lieber deine Liebe opfern, um eine (in deinen Augen) erfüllte Beziehung zu haben oder lieber die Beziehung zu Gunsten der Liebe?

      Meiner Ansicht nach bringt ersteres gar nichts. Was hat man von einer Beziehung ohne Liebe? Das ist vielleicht für ein paar Monate oder Jahre toll, weil man seinen Willen getan bekommt, aber die Liebe stirbt unweigerlich, weil einer unfrei wird.

      Deshalb sollte meines Erachtens die Liebe immer über der Beziehung stehen.

      Ich finde es auch schon nicht so gut, eine Beziehung zwangsläufig mit Zielen in Verbindung zu bringen. Das erinnert mich doch sehr an eine Business-Partnerschaft oder Zweckgemeinschaft. Eine Beziehung sollte meiner Meinung nach ein Rahmen sein, um eine gemeinsame Liebe auszuleben, zu feiern und zu teilen. Ich erinnere immer wieder gerne bei jeder Gelegenheit daran, dass eine Partnerschaft aus einem Mangelempfinden (und dazu gehört meiner Meinung nach auch eine Zielerreichung als Hauptgrund) keine gute Basis ist. Das ist der Inbegriff von Egoismus, eine Partnerschaft einzugehen, um seine Ziele zu erreichen. Die Partnerschaft sollte wie gesagt aus dem Bedürfnis heraus entstehen, eine gemeinsame Liebe zu leben und wenn sich dies dann in dem gemeinsamen Wunsch ausdrückt, eine Familie zu gründen ist das wunderbar. Das sollte aber niemals Bedingung sein.

      Wenn so eine Zweckgemeinschaft allerdings in beiderseitigem Einverständnis eingegangen wird und beide sich von Anfang an über ihre ziele klar sind, dann kann das auch funktionieren. So war die Ehe ohnehin von beginn an gedacht. Aber auch hier können sich Interessen und Ziele ändern, weshalb es nie eine Gewissheit gibt.

      Das sind meine Gedanken dazu, soweit es den engen Rahmen dieses Kommentares betrifft.

      Liebe Grüße und starte gut in die neue Woche =)

      Norman

      Antworten
  22. Christian Hoof

    1. September 2017 um 16:09

    Hallo Norman,
    du hast ja darum gebeten, dass ich meine Meinung äußere:
    Ich versuche auch gerade, meine Ex-Freundin zurück zu gewinnen und bin deshalb auf Deiner Seite gelandet. Ich frage mich, was Du unter Kämpfen verstehst, wenn Du uns sagst, dass das Kämpfen unserem Egoismus entspringt.
    Ich finde fast alles richtig, was Du schreibst, nur fehlt mir etwas: Was empfiehlst Du uns Verlassenen, was wir gegen das Vergessen tun können? Nach einer Trennung gehen die Partner unterschiedliche Wege und man wird sich nicht mehr oft begegnen. So wie ich meinen „Kampf“ verstehe, geht es darum genau das zu verhindern und dafür zu sorgen, dass man sich nicht aus den Augen verliert. In dem Sinne kann es doch nicht falsch sein zu kämpfen.

    Antworten
    • Norman Brenner

      4. September 2017 um 6:45

      Hey Christian,

      danke, dass du deine Gedanken hier gelassen hast =)

      Warum sollte man sich nicht aus den Augen verlieren dürfen?

      Ich empfehle ja generell die Selbstfürsorge. Also, das Befriedigen der eigenen Bedürfnisse und das sich selbst finden, sich selbst wieder näher kommen, sich selbst ein guter Freund sein… Wer das berücksichtigt, der braucht auch nicht den Kontakt zu einem Menschen, der ihn verlassen hat, um glücklich zu sein.

      Das Problem ist, dass das einen wieder genauso emotional abhängig macht, wie wenn du eine Partnerschaft mit diesem Menschen brauchst. Es liegt einfach nicht in deiner Hand, ob jemand anderes mit dir zusammen oder überhaupt mit dir in Kontakt bleiben will. Also sollte man das auch nicht erwarten, denn das führt zwangsläufig zu Leid.

      Außerdem bewirkt dieser Kampf einzig und allein, dass du deine Energie hier investierst und sie nicht in vollem Umfang dazu nutzen kannst für dich selbst da zu sein oder eine neue Liebe zu finden und zu entwickeln.

      Auch hier sollte man dem Menschen, den man vielleicht noch liebt, die Freiheit geben, sich zu melden, wenn er es will und den Kontakt nicht zur Bedingung machen.

      Das denke ich zumindest.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Markus

        5. September 2017 um 13:00

        Hi Norman,

        wie würdest folgenden Situation bewerten:

        Meine Frau und ich sind seit 15 Jahren zusammen und davon 7 Jahre verheiratet. Haben eine gemeinsames Kind von 6 Jahren.

        Seit über einem halben Jahr kommt es immer wieder zu Problemen und Streitereien in unserer Beziehung. Immer wieder haben wir gesagt, wir schaffen das.

        Jetzt ist es aktuell wieder so. Meine Frau sagt Sie hat keine Kraft mehr zu Kämpfen. Ihr Kopf und Herz sind so dicht, das Sie nicht einmal mehr weiß, was Sie fühlt.

        Sie sagt auch, sie möchte die Beziehung nicht aufgeben. Hat aber keine Kraft mehr. Ob Ihr meine Kraft reicht, weiß sie nicht.

        Bevor ich auf Deine Seite gestoßen bin(übrigens echt klasse!) hatte ich auch schon den Gedanken:

        Das wir loslassen müssen, um uns wieder zu finden.

        Das loslassen ist für uns halt ein riesiger Schritt.

        Selbst bei einer Trennung auf Zeit bedarf es einer eigenen Wohnung, Kind abwechselnd bei dem einen oder anderen Partner.

        Trotzdem ist das irgendwo die Hoffnung in unseren Köpfen, das wir merken, was wir aneinander haben, wenn der andere erstmal nicht immer da ist.

        Aber es ist auch bei beiden die Angst da, was ist, wenn es uns nicht wieder zusammen bringt?

        Ich hoffe Du hast einen Rat.

        Gruß
        Markus

      • Norman Brenner

        11. September 2017 um 7:25

        Hey Markus,

        danke für deinen Kommentar und deine Frage passend zum Beitrag =)

        Das ist wirklich eine große Entscheidung, vor der ihr da steht.

        Da du beschreibst, dass du vor dem Lesen des Beitrages selbst schon daran gedacht hast, dass das Loslassen euch helfen könnte, gebe ich dir da meinen Zuspruch.

        Nicht, weil das ein logisch richtiger Schritt wäre. Solche Sachen kann man nicht logisch entscheiden. Sondern, weil das scheinbar deine „Bauchentscheidung“ ist. Und Bauchentscheidungen sind immer besser und gerade in solchen Emotionalen Fragen. Die Intuition täuscht uns selten, der verstand spielt uns streiche.

        Aber wenn wir so eine Entscheidung treffen, müssen wir sie vorm verstand rechtfertigen, sonst halten uns die Zweifel vom handeln ab.

        Deshalb denke mal darüber nach:

        Du Schreibst, die Angst, dass ihr ggf. nicht wieder zusammenfindet, schreckt dich / euch ab…

        Was ist die Alternative? Ohne Angst aber dafür mit ständigen Problemen und Streitereien weiterleben? Denke langfristig.

        Und selbst im schlimmsten Fall, wenn z.B. einer den anderen wieder haben will, der andere aber nicht, was bedeutet das? Wolltest du wirklich mit jemandem zusammen sein, der dich nicht mehr will?

        Außerdem ist es so wie du wahrscheinlich schon selbst vermutet hast: Wenn man dann erst mal wieder alleine ist oder mit anderen, lernt man erst wieder richtig zu schätzen, was man am Partner hatte und wie wertvoll das ist, was man sich über die Jahre gemeinsam aufgebaut hat.

        Und ich denke, allein der Akt, diese Freiheit zu schenken, ist ein sehr großes Zeugnis der Liebe. nicht nur gegenüber dem Partner, sondern auch sich selbst. Es wäre egoistisch, dem Partner und dir selbst gegenüber, an einem Status-Quo festzuhalten, nur weil man Angst davor hat, was danach kommen könnte, wenn der Partner und man selbst damit nicht glücklich ist.

        Ich hoffe, diese kurzen Gedanken sind dir eine kleine Stütze und würde mich freuen, von dir / euch zu hören, wie es ausgegangen ist =)

        Liebe Grüße

        Norman

  23. Anjel

    13. September 2017 um 16:32

    Hallo Norman,

    der Text ist toll aber ich habe eine Frage; Was ist, wenn sich der andere trotzdem am Ende mehr zu jemand anderem hingezogen fühlt? Das schmerzt wenn man das mit ansehen muss und fühlt sich nicht gut.
    Wie sollte man sich dann verhalten?
    Loslassen ist in diesem Fall schwierig, da es vorher und jetzt keine Defizite gab außer dass es da noch jemanden gibt.

    Freue mich über eine Antwort

    Beste Grüße

    Antworten
    • Markus

      14. September 2017 um 8:10

      Hi Norman,

      danke für Deine Antwort. Es gibt uns das Gefühl, das wir auf dem richtigen Weg sind.

      Wir haben jetzt eine Entscheidung getroffen. Wir werden uns räumlich trennen. Durch unser Kind werden wir uns regelmäßig sehen und dadurch automatisch Kontakt halten.

      Wir haben lange und ehrlich darüber gesprochen und wir beide sehe diesen Schritt als Chance und nicht als schleichenden Abschied. Wir brauchen den Abstand um uns der Ferne wieder ein klares Bild zu machen. Klingt alles komisch, fühlt sich auch so an. Alleine wie schwer wir uns mit der Entscheidung getan haben, zeigt uns, da ist noch was. Ob das reicht, weiß keiner.

      Die Hoffnung auf ein glückliches Ende lässt uns das durchziehen. Wobei wir beide wissen, das es gut sein, das meine Frau feststellt, das war noch da ist reicht nicht. Oder ich an dem Punkt komme, bedingt durch den Abstand, und feststelle meine Gefühle haben sich geändert.

      Wenn die räumliche Trennung durch ist, wollen wir uns zusätzlich externe Hilfe von einer Beratungsstelle holen.

      Natürlich haben wir Angst vor der Ungewißheit. Wir stehen am Abgrund und müssen springen. Gerne würden wir ein halbes Jahr vorspulen und schauen wo wir dann stehen.

      Es wird nicht leicht, aber leicht kann jeder!

      Gruß
      Markus

      Antworten
      • Norman Brenner

        19. September 2017 um 6:43

        Hey Markus,

        schön, dass du dich wieder meldest =)

        Freut mich, dass meine Gedanken euch dabei unterstützen konnten. Freut mich natürlich nicht, dass ihr euch erst mal räumlich getrennt habt, aber, dass ihr diese Entscheidung gemeinsam getroffen habt und beschlossen habt, euer Kind nicht darunter leiden zu lassen =)

        Eure Positivität bei der ganzen Sache beeindruckt mich. Nicht unbedingt die Hoffnung. Die finde ich sogar eher kontraproduktiv, weil die Hoffnung auf ein glückliches Ende mehr der Spiegel der Angst vor einem Unglücklichen Ende ist und diese der ganzen Sache nicht zuträglich ist. Was mich wirklich beeindruckt ist, dass ihr euch in dem Bewusstsein darüber, dass es auch anders ausgehen kann traut den Schritt zu gehen und darauf vertraut, dass es gut sein wird, egal wie es kommt. Und das wird es =)

        Würde mich freuen, in einem halben Jahr nochmal von euch zu lesen und wünsche euch viel Kraft aber vor allem Liebe für die kommende Zeit =)

        LG Norman

    • Norman Brenner

      19. September 2017 um 6:23

      Hey Anjel,

      danke für die wichtige Frage =)

      Man sollte es natürlich nicht soweit kommen lassen!

      Nein, das war ein Scherz… Siehst du, genau das ist diese egoistische Einstellung, die dich vom wahren lieben abhält. Du denkst nur an deinen eigenen Schmerz und nicht an das Glück des anderen.

      Ich bin der Meinung, wenn du diesen Menschen wirklich liebst, dann kannst du dich sogar für ihn freuen, dass er jemanden gefunden hat! Und du kannst ihn weiterlieben, ohne etwas zurückzuerwarten.

      Wenn du die Menschen liebst, wird dir auch Liebe widerfahren. Wenn du aber immer nur auf deinen Gewinn bei etwas bedacht bist, werden dir Menschen begegnen, die genauso denken.

      Natürlich ist das Ego gekränkt und leidet darunter, wenn der oder die Ex einen neuen Partner findet. Man kann es nicht einfach abstellen oder unterdrücken. Die Frage ist meiner Meinung nach nur, ob das Schreien des Egos überwiegt oder die Liebe in dir. Und wenn das Ego überwiegt und nicht die Liebe, dann weißt du, dass du diesen Menschen nicht wirklich geliebt hast, sondern ihn nur gebraucht hast, um dein Ego zu befriedigen.

      Ich hoffe, du kannst mit der Antwort etwas anfangen, auch wenn sie vermutlich nicht das ist, was du dir erhofft hast =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  24. Sven

    24. September 2017 um 17:29

    Hat mir sehr geholfen der Artikel. Danke.

    Aber wenn man es mal anders betrachtet. Derjenige ist gegangen um sein Leben zu verwirklichen und vielleicht wird er Denker wieder irgendwann zurück finden.
    Ich verstehe deinen Artikel, aber wie soll man trotz Liebe jemanden wieder in Liebe aufnehmen mit dem Wissen, dass derjenige ohne Rücksicht nur seine eigenen Interessen vertreten hat. Man hat aus wahrer liebe jemanden losgelassen und sein lassen. Wie kann man dann trotz liebe diesen Menschen vertrauen das er einen nicht wieder einfach im Regen stehen lässt. Ich habe mein Ego erkannt und daran gearbeitet. Was bringt es einen wenn der andere weiter in seinen egostrukturen hängt? Eigentlich ist er doch nur wieder da weil er einen braucht für was auch immer. Ich kann einen Menschen nicht alles durchgehen lassen und vergeben und weiter wieder meine Liebe geben der so handelt. Bedürfnis hin oder her.

    LG

    Antworten
    • Katja

      25. September 2017 um 8:06

      Sven, genau vor dem gleichen Thema stehe ich auch. Habe das Gefühl, der andere denke nur an sich. Ich gebe und gebe, vergebe, liebe, aber es kommt nichts zurück. Ich erwarte auch nicht, dass etwas zurückkommt, sondern beobachte es eher. Das ist auf Dauer auch anstrengend. Denn wer möchte nicht mal gern in den Arm genommen werden oder oder oder

      Antworten
      • Norman Brenner

        27. September 2017 um 6:41

        Hey Katja,

        danke für deinen Kommentar =)

        Lies dir mal durch, was ich Sven eben geantwortet habe.

        Warum gibst du denn?

        Gibst du, damit etwas zurück kommt? Das ist nicht Liebe! Das ist ein Tauschgeschäft! Es ist Business!

        Oder gibst du, weil du einfach nicht anders kannst? Weil du deine Liebe und dein Glück teilen willst? In dem Fall spielt es keine Rolle, ob etwas zurück kommt. Das ist wahre Liebe.

        Du schreibst zwar, dass du nciht erwartest, dass etwas zurück kommt, aber deine Aussage widerspricht sich. Wenn du das nicht erwarten würdest, würdest du das auch nicht beobachten. Und wenn du gerne in den Arm genommen werden würdest, dann erwartest du das. Es ist nur eine Maskierung zu sagen, ich beobachte nur und wer will nicht gerne. Damit gestehst du dir dein Bedürfnis und deine Erwartungen noch nicht einmal ein, was noch schädlicher ist.

        Du darfst diese Bedürfnisse haben. Das ist menschlich! Gestatte sie dir. Aber gestehe dir dann auch ein, dass deine Beziehung mehr einem Geben und Nehmen als einer Beziehung aus überschäumender Liebe gleichkommt. Auch das ist nicht verwerflich, wenn man sich dessen bewusst ist und beide Partner damit einverstanden sind!

        Das Problem entsteht meiner Meinung nach immer erst, wenn man das verwechselt und meint, man müsse die wahre Liebe in einer Beziehung aus Geben und Nehmen finden etc.

        LG Norman

    • Norman Brenner

      27. September 2017 um 6:34

      Hey Sven,

      danke, dass du deine Gedanken zum Artikel mit uns teilst =)

      Freut mich sehr, dass dir der Artikel hilft!

      Ich kann sehr gut verstehen, was du meinst. Das ist überaus menschlich, so zu reagieren. Aber die Haltung, die dazu führt ist leider auch überaus egoistisch. Der Gedanke, dass sich jemand nur um sich selbst kümmert kommt doch daher, dass du das Gefühl hast, dass er sich nicht um dich kümmert. In diesem Sinne ist es kein „Freigeben“ und „Sich verwirklichen lassen“, wenn du deinen Partner bzw. Partnerin gehen lässt, sondern in dem Fall eher ein Verzichten und ertragen. Das Mindset ist ein völlig anderes, weil du hier Mangel leidest und genau diesen Mangel und Verzicht und die Ablehnung, die du dabei empfunden hast, spürst du dann natürlich auch wieder, wenn er oder sie zu dir zurück kommt.

      Wenn du allerdings jemanden wirklich frei gibst, weil du willst, dass er sich selbst verwirklicht, weil du willst, dass er glücklich wird und weil du ihn wirklich liebst, dann fühlt sich das von Anfang an anders an.

      Dein Glück ist nicht davon abhängig, ob jemand anderes weiter in seinen Egostrukturen hängt. Wenn du das denkst, hängst du noch in deinen.

      Was wäre denn überhaupt die Alternative? Jemanden aus angeblicher Liebe nicht gehen lassen, ihn mit allen Mitteln festhalten und so bewirken, dass er leidet, weil er sich eingesperrt fühlt und nicht verwirklichen kann und damit auch du leidest, weil du mit einem Menschen zusammen bist, der nicht glücklich sein kann?

      Wenn du jemanden wirklich frei gibst, damit er sich selbst verwirklichen kann, kann das sogar die einzig wahre Voraussetzung sein, damit ihr eine glückliche Beziehung führen könnt, wenn er wieder zurückkommt, weil der andere ohne diese Erfahrung niemals die Chance gehabt hätte, mit dir glücklich zu werden.

      Und wenn du das Gefühl hast, dass jemand nur wieder ankommt, weil er dich braucht, musst du ihn ja nicht wieder zurücknehmen. Schließlich brauchst du ihn ja nicht, oder?

      Es ist nicht leicht, das alles in so einem kurzen Kommentar verständlich zu verpacken, aber ich hoffe, der Kern des ganzen kommt rüber =)

      LG Norman

      Antworten
  25. lejna

    28. September 2017 um 15:29

    Hallo Norman,

    was kann man tun, wenn man eifersüchtig auf den neuen Partner ist von demjenigen den man toll und begehrenswert findet?

    An den Gedanken und die Vorstellungen die dazu gehören, dass es jemanden gibt der vielleicht besser als ich zu der begehrten Person passt, zerbreche ich fast daran.

    Ich weiß, man sollte sich selbst lieben und selbst gut genug sein und nicht denken, dass andere besser sind aber es schmerzt trotzdem. Sollte ich die begehrte Person vergessen? Oder wie komme ich am besten damit klar? Den Kontakt will ich nicht abbrechen aber die beiden zusammen zu sehen oder zu hören wie toll alles ist, dazu muss ich echt richtig stark sein um das über mich „ergehen“ zu lassen. Ich bin schlecht gelaunt wenn ich nur daran denke und es zieht mich runter.

    Danke im Voraus.

    Viele Grüße

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. September 2017 um 7:25

      Hey Lejna,

      schön, auch hier von dir zu lesen =)

      Danke für deine bereichernde Frage. natürlich kann ich dir nicht sagen, wie du persönlich am besten damit klar kommst. Das musst du selbst herausfinden. Aber ich zeige dir gerne ein paar Optionen auf, die ich hier sehe:

      Die wichtigste Frage, die du dir stellen solltest ist meiner Meinung nach, ob du diese Person wirklich liebst. Und damit meine ich wirkliche wahre Liebe. Das solltest du unterscheiden. Wenn du diese Person wirklich von Herzen liebst, dann gönnst du ihr das Glück, selbst wenn sie es mit einem anderen Menschen teilt. Du freust dich… dir geht das Herz auf, wenn es ihr aufgeht.

      In dem Fall würde ich dir nicht empfehlen, die Person zu vergessen und den Kontakt abzubrechen. Warum auch? Es gibt doch kein Problem. Du willst der Person Liebe schenken? Dann schenke sie! dazu muss nicht der Aufkleber „Partnerschaft“ auf einer Beziehung draufstehen. Wenn du glücklich bist, wenn du diese Person glücklich machen kannst, dann sind alle glücklich, egal wie das Ding heißt.

      Wenn du allerdings zu dem Schluss kommst, dass es keine wahre Liebe ist, die du empfindest, sondern, dass es eher aus einem Mangel heraus kommt, weil du dich abgewiesen fühlst etc., dann würde ich dir empfehlen, den Kontakt abzubrechen. Dann quälst du dich nämlich nur unnötig selbst und selbst wenn du es schaffen würdest, die Person zurückzugewinnen, wäre die daraus entstehende Beziehung meiner Meinung nach keine, für die es sich zu leiden lohnen würde, weil sie auf Mangel und „Brauchen“ basiert und nicht auf Fülle und „Schenken“.

      Dieses Mangelempfinden ist meiner Erfahrung nach die häufigste Ursache für all das leid im Zusammenhang mit der Liebe. Der einzige Weg, das in den Griff zu bekommen, ist, die Arbeit an sich selbst. Sich selbst lieben lernen, sich selbst genug sein. Kein Mensch der Welt wird die Leere in dir stopfen können, außer dir selbst (das ist verallgemeinernd gemeint, ich will dir nicht unterstellen, dass du diese Leere hast, das sollst du ja herausfinden).

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu sind dir eine Hilfe =)

      Liebe Grüße und ein wundervolles Wochenende =)

      Norman

      Antworten
  26. Ines

    2. Oktober 2017 um 9:42

    Hallo Norman , ich stimme Dir in ALLEN Punkten zu , jetzt kommt auch kein ABER . Aber sind Bequemlichkeit, Selbstschutz usw. Ein Aspekt wird jedoch nicht betrachtet: bedingungslose Ehrlichkeit. Deine These lässt keinen Raum für Gemeinschaft , echte Verbindung zwischen 2 Menschen. Einfach sagen dürfen , dein Verhalten verletzt mich , deine Entscheidung ist aus meiner Sicht falsch . Wenn 2 Menschen sich dabei in die Augen sehen können , ohne dass einer von beiden den Rückzug in sich antritt , dann sind sie durch liebe verbunden. Dann und nur dann , kommen Deine Aspekte nicht mehr zum tragen , weil sie keiner von BEIDEN nötig hat. Irgendwann hast du soviel Selbstliebe in dir, das du sie freimütig an alle um dich herum verteilen kannst. Viel Erfolg auf dem Weg dahin , du bist auf dem richtigen Weg. Hochachtungsvoll Ines

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. Oktober 2017 um 6:27

      Hey Ines,

      danke für deine Zustimmung und dein wertvolle „Aber“ zum Artikel =)

      Gerade das resultiert doch aber aus „meiner These“ (ich setze das in Anführungszeichen, weil es nicht meine ist. Der Ansatz ist schon Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende alt). Wenn du diese Selbstliebe empfindest und nicht darauf angewiesen bist, wie dein gegenüber reagiert, erst dann kannst du ihm doch auch völlig erwartungsfrei begegnen, in die Augen und ihm sagen, was in deinen Augen nicht so gut war, ohne vorwurfsvoll zu sein und ihn zum Rückzug zu drängen. Ich bin der Meinung das gelingt nicht, solange du nicht für dich selbst gesorgt hast und abhängig von der Reaktion deines Partners bist. Solange sind solche Botschaften immer viel zu überladen mit andern Botschaften (Schuld, Erwartungen, Ängsten, Hoffnungen etc..).

      Auch das ist Teil der Freiheit und Liebe, von der ich oben spreche… die Freiheit zu schenken, seine Gedanken frei äußern zu können und sie sich selbst zu geben.

      Vielleicht verstehe ich aber auch etwas falsch an deinem Einwand?

      LG Norman

      Antworten
  27. Thomas Steiner

    3. Oktober 2017 um 19:19

    Hallo Norman!
    Ich bin sehr beeindruckt, wie und was du schreibst. Ich bin sehr gut darin anderen Leuten zu sagen was oder was sie besser machen können. Wie man mit dem einen oder anderen umgeht. Und ich selbst wurde am Samstag verlassen. Norman wohl wissend das alles stimmt was du schreibst. Davon bin ich selbst mehr als überzeugt. Aber einzig und alleine zu wissen wie es geht bedeudet nicht das es immer das Richtige ist. Jeder Mensch ist anders und geht auch immer anders damit um. Ich möche die auf diesem Weg einfach nur darum bitten mir zu helfen. Bin davon überzeugt das du eine starke Verbindung mit dem Universum, zu positiven Energien und zu guter letzt mit dem lieben Herrgott etc. bist. Bitte hilf mir diese Frau zurück zu gewinnen. Sag bitte nicht das ich es nicht verstanden habe. Das habe ich, nur das lieber Norman ist einfach mein Weg! Danke.

    LG Thomas

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. Oktober 2017 um 6:41

      Hey Thomas,

      danke für dein Lob und deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

      Ich kann dir ausnahmslos zu 100% zustimmen. Wenn man selbst betroffen ist, ist das immer nochmal eine ganz andere Hausnummer. Was mir da oft hilft, ist tatsächlich versuchen, „aus mir herauszutreten“ und eine andere Perspektive zu gewinnen. Das meine ich nicht in einer spirituellen weise, sondern tatsächlich zu versuchen, mal mit sich selbst zu reden, so wie du es mit einem guten Freund tun würdest. Deine eigene Situation als Außenstehender betrachten. ich habe mir dazu sogar mal selbst eine Email geschickt und sie mir selbst beantwortet ^^

      Leider muss ich dich enttäuschen. Ich habe keine stärkere oder schwächere Verbindung zum Universum, als jeder andere auch =) Und ich bin leider auch wirklich davon überzeugt, dass du den Kern des Artikels nicht verstanden hast oder verstehen willst, wenn dein Hauptanliegen weiterhin darin besteht sie auf irgendeine magische Weise zurückgewinnen zu wollen.

      Das Loch in dir, das du mit ihr zu füllen versuchst wird bleiben und immer da sein und wieder aufreißen. Fülle erst dieses Loch durch Selbstliebe und baue dann auf einem gefestigten Fundament auf. Das ist der einzige Tipp, den ich dir geben kann.

      LG Norman

      P.S.: Ich habe eure vollen Namen und Geburtsdaten aus dem Kommentar entfernt, da ich mir nicht sicher bin, ob ihr das so recht wäre, ihre Identität hier im Internet völlig preisgegeben zu sehen.

      Antworten
  28. Katja

    4. Oktober 2017 um 8:19

    Wenn ich jetzt versuche, alles loszulassen, mich um mich zu kümmern, aber immer wieder feststelle, dass es doch teilweise sehr einseitig ist, man dem anderen die Ruhe und Freiheiten lässt, die er benötigt und dann auch feststellt, dass man angeschwindelt wird… Da weiß man dann auch nicht wie man sich verhalten soll. In der Vergangenheit kam es desöfteren zu Vorwürfen meinerseits, warum wir so wenig Zeit miteinander verbringen, vielleicht sind die Lügen/Ausreden auch eine Art Selbstschutz seinerseits. Schlimm, wenn man das Gegenüber nach 2 Jahren noch nicht einschätzen kann und sich die Person um 180 Grad gewandelt hat.

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. Oktober 2017 um 6:47

      Hey Katja,

      danke für deine Frage zum Artikel =)

      Ich denke, bei diesem Akt des Loslassens in der Liebe geht es nicht alleine darum, dem anderen freiheiten und Liebe zu schenken, sondern vor allem auch sich selbst. Es bedeutet nicht, dass du ihm Freiheiten schenken und dann ruhig dasitzen, zusehen und darunter leiden sollst. Es bedeutet in meinen Augen viel eher, dass du zuerst dir selbst die Liebe und Freiheit schenkst, die du brauchst und dann aus einem Akt der Dankbarkeit und des Wohlwollens auch dem anderen diese Liebe und Freiheit zuteil werden lassen kannst.

      Wenn du nur noch angeschwindelt und für blöde verkauft wirst, dann schenke dir selbst die Freiheit zu gehen und die Liebe, dich dabei nicht schlecht zu fühlen und es dir zu gönnen.

      Es ist nicht schlimm, dass sich Menschen, Dinge oder Situationen ändern. Das ist das Leben. Und du selbst hast auch jederzeit das recht dazu, dich und deine Meinung zu ändern =) Konsistenz, vor allem in der menschlichen Persönlichkeit, ist ein Irrglaube und ich fände es viel schlimmer, wenn alle Menschen konsistent und total berechenbar wären, als so =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  29. Miss piggy

    4. Oktober 2017 um 18:44

    Wunderschön geschrieben. ..es erscheint uns einfach schwer loszulassen was man liebt, aus Angst es zu verlieren. .aber nur weil wir im innersten glauben, es nicht wert zu sein…

    Antworten
    • Angela

      8. Oktober 2017 um 17:58

      Hallo Norman, sehr, sehr beeindruckend und gut…und vielen Dank, dass Du es mit uns teilst!! Einen Kommentar dazu zu schreiben ist nicht so einfach….das ist ein sehr komplexes Thema….jeder Mensch hat andere Aufgaben und anderen Weg…..

      Es gibt kein Rezept wie man es richtig tut ….aber in dem Moment in dem einem bewusst wird, dass der andere eigentlich ihm einen Spiegel hält, wird es auch (mit der Zeit) bewusst werden was seine Aufgabe ist…was muss man lernen, was muss man erkennen / wahrnehmen…aber das braucht erstens eine sehr gute Selbstkenntnis, Selbstachtung, ein sehr starkes Selbstvertrauen….und die Erkenntnis, dass ich ohne mich lieben, akzeptieren und respektieren zu können, werde auch den anderen nicht lieben, akzeptieren und respektieren können…denn was innen, das ist außen. Man wird draußen nur das finden was innen ist!

      Ich bin keine Deutsche, ich liebe nur diese Sprache, deswegen bitte um Entschuldigung, fals ich mich nicht so einfach und kürzer ausgedrückt habe 🙂 Wünsche Dir und jedem ein erfülltes Leben gefüllt mit Liebe !!

      Antworten
      • Norman Brenner

        10. Oktober 2017 um 6:58

        Hey Angela,

        danke für deinen Kommentar =)

        Ja, es ist wirklich ein sehr sehr komplexes Thema und ich stelle auch fest, dass man bei fast jeder Begegnung auf einem anderen Level anfangen muss, um zum Kern des ganzen vorzudringen. Aber das macht es meiner Meinung nach nur noch wichtiger und lohnender, sich damit auseinanderzusetzen =)

        Ich denke, anstatt ein Rezept für ein WIE und WAS zu suchen, sollte man einfach den grundlegenden „Geschmack“, das WARUM verinnerlichen. Wenn man versteht, warum dieses Prinzip so wirkt, wie es wirkt, kann man damit seinen eigenen individuellen Weg für die eigene Situation finden =) Ganz im Sinne deiner sehr wertvollen Feststellung: „Man wird draußen nur das finden was innen ist!“

        DU musst dich nicht entschuldigen =) Das war sehr verständlich geschrieben. Was ist denn deine Muttersprache? Mir geht es ähnlich mit dem Englischen. Ich habe viel Korrespondenz in dieser Sprache und entschuldige mich auch ständig für eventuelle Fehler ^^

        Wünsche dir auch alles Gute und eine wunderwolle Woche =)

        LG Norman

    • Norman Brenner

      10. Oktober 2017 um 7:50

      Hey Miss Piggy,

      schön, dich hier zu sehen =)

      Danke für deine lieben Worte zum Beitrag und den bereichernden Gedanken!

      Ich finde, das ist ein wichtiger Punkt. Wenn wir uns selbst für der Liebe wert halten, strahlen wir diesen Wert auch aus, verkörpern ihn und ziehen die an, die ihn zu schätzen wissen =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  30. Lena

    8. Oktober 2017 um 21:42

    Ein wirklich sehr schöner Artikel, dem ich so auch fast ganz zustimmen kann.
    Mir fehlt es hier etwas an Gefühl.
    Was ist mit der Liebe, wenn sie von beiden Partner wirklich stark existiert, der eine Partner, sich aber entweder tot säuft oder mit Drogen sich das Leben schön macht? Soll ich als Partnerin, im Interesse der Liebe zu gucken? Bestimmt nicht, da werde ich kämpfen, im Interesse meines partners und erst recht, wenn er um Hilfe bittet

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. Oktober 2017 um 7:06

      Hey Lena,

      danke für deine bereichernden Gedanken zum Artikel =)

      Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob wir hier wirklich von Liebe sprechen, wenn ein Partner sich lieber tot säuft oder mit Drogen ruiniert. Solche Verhaltensweisen sind ja in der Regel blühender Ausdruck davon, dass derjenige einen Mangel leidet und versucht eine eigene Leere irgendwie zu füllen. Und nach meiner Ansicht ist dieser Mensch viel zu sehr mit sich und seinen Mängeln beschäftigt, um wirklich lieben zu können. Er zeigt sich ja nicht mal selbst die Liebe, die ihm gebührt, also wie kann er sie anderen zeigen?

      Und der andere? Ist es wirklich ein Akt aus der Liebe, an einer Beziehung mit diesem Menschen festzuhalten und darunter zu leiden? Tut man sich selbst damit etwas gutes? Oder ist es auch hier vielleicht nur ein Akt aus einer eigenen inneren Leere heraus und der Hoffnung, diese Leere füllen und das eigene Ego aufwerten zu können, wenn man einem anderen Menschen hilft? Ist es vielleicht sogar bequemer, sich um einen anderen Menschen zu kümmern und es Liebe zu nennen, anstatt sich in erster Linie um sich selbst zu kümmern und dann aus der Liebe heraus für andere da zu sein? Und dem anderen ein Vorbild zu sein, dass man bei sich selbst anfangen muss?

      Ich glaube, bei jemandem, der so unliebsam mit sich selbst umgeht, fällt auch deine Liebe auf keinen fruchtbaren Boden. Solche Menschen müssen sich erst einmal selbst lieben lernen und dabei kannst du ihnen nicht helfen, wenn du es ihnen selbst nicht vorleben kannst.

      Sehr spannendes Thema. Danke für den interessanten Gedankengang. Würde mich freuen zu hören, was du davon hältst?

      LG Norman

      Antworten
  31. Christian

    16. Oktober 2017 um 19:03

    Hallo Norman,

    Loslassen, hat auch etwas mit Selbstachtung zu tun. Ich habe einen Kampf um die Liebe einer Frau hinter mir, es ist alles andere als ein angenehmes Gefühl. Man(n) kommt sich vor, wie ein winselndes Hündchen, was um Leckerli bettelt. Man(n) und sicher auch Frau, tut Dinge die man sonst nie machen würde! .Nun nachdem auch ich loslasse, geht es mir besser, um nicht zu sagen es geht mir super. Beziehungen die auf sich verbiegen oder jammern basieren, haben nichts mit Liebe zu tun! Liebe bedeutet doch, sich miteinander wohlfühlen. Wenn einer nicht möchte, ist das wohlfühlen, nicht gegeben. Danke für Deine super Arbeit, die Du hier machst. LG Christian

    Antworten
    • Katja

      17. Oktober 2017 um 6:15

      Ich kann dem (fast) zustimmen. Würdest du es auch als „betteln“ bezeichnen, wenn Frau Mann (immer wieder) nach gemeinsamen Unternehmungen fragt? Vom Mann kommt nicht viel (kaum Zeit)…Frau fragt dann..weil will Beziehung aufrecht erhalten..Gemeinsamkeiten usw. Ist einfach nur fragen (ohne Erwartungen – meist ist es eh eine Absage) auch schon betteln in Euren Augen oder wie würdet ihr eine Frage nach einer Unternehmung formulieren, ohne dass sich der andere unter Druck gesetzt fühlt?

      Antworten
      • Norman Brenner

        17. Oktober 2017 um 7:29

        Hey Katja,

        danke für deinen Kommentar und deine wichtige Frage dazu =)

        Ich denke, wir sollten noch einen Schritt früher anfangen und uns fragen: Ist es überhaupt sinnvoll, zu erwarten, dass der Partner dieses Bedürfnis nach gemeinsamer Unternehmung stillen sollte?

        Woher kommt dieses Bedürfnis?

        Es kann verschiedene Ursachen haben:

        Ist die Ursache, dass man sich zurückgesetzt fühlt oder nicht weiß, was man mit seiner Zeit anfangen soll oder Anerkennung des Partners in Form von gemeinsamer zeit sucht? Das wäre meiner Meinung nach eine Motivation aus einem Mangelempfinden heraus.

        In dem Fall würde ich eher bei mir selbst ansetzen und mich fragen, wie kann ich mir selbst diesen Mangel nehmen, sodass ich nicht mehr darauf angewiesen bin, dass ihn mein Partner für mich erfüllt.

        Die zweite Möglichkeit wäre aber, dass dieses Bedürfnis daraus entsteht, dass du soviel Glück empfindest, wenn du mit deinem Partner zusammen bist, dass du das einfach häufiger mit ihm teilen willst.

        Das wäre ein guter Grund, mehr mit deinem Partner zu unternehmen, aber: In den meisten Fällen, wo so ein großes Glück verspürt wird, beruht das auch auf Gegenseitigkeit und es bedarf in der Regel keiner großen Motivation oder Überwindung des Partners, etwas gemeinsam zu unternehmen, weil er ja selbst dieses Glück verspüren möchte. Deshalb stellt sich hier häufig die Frage erst gar nicht.

        Wenn also die erste Variante zutrifft, solltest du vielleicht am besten erst mal bei dir selbst anfangen. Welche Konsequenzen das dann für deinen Partner hat wird sich zeigen.

        Vielleicht lässt du ihn durch die Konzentration auf dich selbst erst mal in Ruhe und dadurch, dass du ihm damit die Freiheit schenkst, auch für sich selbst zu sein, kommt er irgendwann von selbst auf dich zu?

        Oder es stellt sich heraus, dass ihr eigentlich doch gar nicht so gut harmoniert und du vielleicht mit einem anderen Partner glücklicher wärst?

        Alles nur graue Theorie und fixe Gedanken und auch nur 2 von unendlich vielen Möglichkeiten, aber ich hoffe, der Kern des ganzen kommt damit rüber =) zumindest ist das meine Meinung dazu. ich freue mich auch über andere Ansätze =)

        Liebe Grüße

        Norman

      • Katja

        17. Oktober 2017 um 7:57

        Hallo Norman, vielen Dank für Deine umfassende Antwort. Ich denke, dass es kein Mangel/Bedürfnis ist. Es ist einfach die Lust, ein schönes Erlebnis mit dem Partner zu teilen. Das letzte gemeinsame richtige Date war im August. Es folgte eine schwierige Zeit. Es ist jedoch auch so, dass ich versuche, auf ihn zuzugehen, ihm die Hand zu reichen. Mehr als eine Absage kann ich mir ja nicht einhandeln. Wenn er nicht will, sagt er (wieder) nein und begründet es mit „keine Zeit wegen…..“.

      • Norman Brenner

        17. Oktober 2017 um 7:59

        Hey Katja,

        dann versuch dir doch einfach selbst eine schöne zeit zu organisieren. Vielleicht mit anderen Freunden. Du musst ihn ja nicht ausschließen, sondern kannst ihm einfach die Gelegenheit einräumen, dazuzustoßen, wenn er möchte, aber ohne etwas zu erwarten.

        Vielleicht kommt er nach einiger Zeit selbst darauf zurück, wenn er sich nicht so im Zugzwang fühlt, sondern frei, seine Zeit selbst einzuteilen und die gemeinsame Unternehmung eher als Möglichkeit als als Pflichtübung zu sehen =)

        Vielleicht merkt er auch, wie gut dir diese Unternehmungen tun und wie viel Spaß du hast und will das auch erleben?

        ich würde mein Glück jedenfalls nicht von ihm abhängig machen und auf ihn warten, um etwas tolles zu erleben. das ist der beste Rat, den ich dir momentan geben kann =)

        LG Norman

    • Norman Brenner

      17. Oktober 2017 um 7:12

      Hey Christian,

      danke für deinen wertvollen Hinweis =)

      Das ist wirklich ein wichtiger Punkt: das Bild von winselnden Hündchen trifft es ganz gut, weil man eben dies Abhängigkeit vom anderen verspürt und sie regelrecht auslebt.

      Freut mich, dass es dir gelungen ist, das zu überwinden =) Das ist meiner Meinung nach auch die beste Ausgangslage, um eine neue Liebe zu finden, die nicht auf Abhängigkeit, sondern auf dem Bedürfnis ein gemeinsames Glück zu teilen basiert =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Christian

        18. Oktober 2017 um 11:29

        Hallo Norman,

        wer um die Liebe kämpft hat schon verloren. Einer würde sich verbiegen müssen. Dein Tipp, des Loslassens ist sicher schwer umzusetzen, aber wenn man es geschafft hat, ein Befreiungsschlag! Jetzt kämpft auf einmal sie, hab ihr zum Abschied den Link deines Blogs gesendet. D.h nicht das meine Liebe zu ihr erloschen ist, ich hab einfach nur festgestellt, dass man lieben kann, aber trotzdem erkennen muss, ob es passt oder nicht. Es passt mMn bei uns nicht. Einer Deiner größten Fans sagt Danke für diesen Blog, der mir ein Helfer in vielen Lebenslagen geworden ist!
        LG Christian

  32. Petra

    18. Oktober 2017 um 17:00

    Eine Frage hätte ich : Ist es nicht auch Egoismus wenn der andere seine Aktivitäten nur noch alleine unternimmt ?

    Antworten
  33. Julius

    19. Oktober 2017 um 14:38

    Lieber Norman,

    danke für den exzellenten Artikel.

    Wer sich nicht an erster Stelle um sich selbst kümmert, bei dem werden auch die Beziehungen immer wieder an diesem Punkt scheitern.

    Und da ist es wirklich sinnvoll, sich um sich selbst zu kümmern, seine alten Wunden und Muster anzuschauen, statt um den Partner zu kämpfen.

    Wenn man das vernünftig macht, kommt er oder sie manchmal ganz von alleine zurück.

    Und dann ist es wirklich echte Liebe!

    Lg

    Antworten
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