Warum du keinen passenden Partner findest (der wahre Grund)

Keinen Partner finden

Warum kann ich keinen Partner finden, der zu mir passt?

Die Antwort auf diese Frage gibt dir heute Dating-Experte und Weltreisender Anchu Kögl von AnchuKoegl.com in diesem genialen Gastbeitrag:

 

Du bist Single.

Aber du würdest diesen Beziehungsstatus gerne ändern — und zwar nicht nur auf Facebook.

Du wünschst dir einen Menschen an deiner Seite, mit dem du dein Leben teilen kannst. Doch leider scheinst du den richtigen Partner nicht zu finden.

Heutzutage gibt es jede Menge Datingtipps — für Frauen wie auch für Männer. Und die allermeisten haben eines gemeinsam: sie sind oberflächlich und sie funktionieren nicht.

Die meisten Tipps reduzieren ein erfülltes Liebesleben auf das Aussehen, bestimmte Verhaltensweisen oder auf den immer gut gemeinten Ratschlag sei einfach du selbst. Diese Ratschläge sind genauso nutzlos wie die allerneueste 6-Wochen Spargel-Diät aus der Jolie. Oder war es doch die Petra? Ach scheiß drauf.

Dass du keinen Partner findest, obwohl du dir eigentlich einen wünschst, liegt größtenteils an einer Sache:

 

Warum du keinen Partner findest

Weil du ein wenig verkorkst bist.

Genauso wie ich. Und wie die meisten anderen Menschen. Ok, harte Aussage. Lass mich das etwas genauer erklären.

Wir alle haben emotionale Bedürfnisse. Und das ist vollkommen ok. Doch wenn wir nicht wissen, wie wir mit diesen emotionalen Bedürfnissen umgehen sollen, wird die Sache kompliziert.

Die meisten Menschen, die auf der Suche nach einem Partner sind, glauben, dass ihnen etwas wichtiges fehlt. Sie fühlen sich alleine und sehnen sich nach Bestätigung, Geborgenheit, Nähe, Zuneigung, Liebe, Sex. Sie erhoffen sich durch einen Partner ein schöneres und erfüllteres Leben. Sie glauben, dass ihnen nur noch ein Partner zu ihrem Glück fehlt.

Vielleicht nickst du jetzt gerade und sagst: genau, so geht es mir auch! Doch das gerade beschriebene ist emotionale Abhängigkeit und einer der Hauptgründe dafür, dass du keinen Partner findest.

[Einschub: Super erklärt, Anchu! Das ist das, was ich hier schon oft als das generelle Geheimnis jeglichen Erfolges beschrieben habe.]

 

Der überraschende Hintergrund

Verstehe mich nicht falsch. Wir Menschen sind soziale Wesen: wir brauchen menschlichen Kontakt. Des Weiteren sehnen wir uns alle nach Dingen wie Liebe, Zuneigung, Nähe und Bestätigung. Doch diese Dinge zu brauchen ist etwas ganz anderes als diese Dinge zu wollen.

Viele Menschen lassen sich auf eine Beziehung ein, weil sie nicht alleine sein können und Nähe, Bestätigung und Zuneigung brauchen. Dadurch entstehen jedoch ungesunde Beziehungen. Beziehungen, die nicht auf Anziehung, Liebe und dem Wunsch des Zusammenseins basieren, sondern auf einem Bedürfnis. Auch mir ging es schon so.

[Einschub: Ganz genau, glückliche Beziehungen sehen anders aus!]

Als ich Anfang 20 war, machte ich ein Auslandssemester in Italien. Dort lernte ich meine Ex-Freundin kennen, eine blonde Brasilianerin. Bei unserem ersten Date landeten wir im Bett. Daraufhin sahen wir uns ein paar Wochen lang regelmäßig.

Ich mochte sie zwar, aber ich spürte, dass diese Frau nicht zu mir passt. Nach vier Wochen hin und her und einiges an Drama gingen wir trotzdem eine Beziehung ein. Obwohl ich damals wusste, dass diese Frau nicht wirklich zu mir passt, ließ ich mich auf sie ein.

Das lag daran, dass ich mich damals einsam fühlte, dass sie wunderschön war und ich mich dadurch bestätigt fühlte und weil ich dachte, dass ich in nächster Zeit keine anderen Frauen kennenlernen würde. Anders ausgedrückt: ich ging die Beziehung ein, weil ich emotional abhängig war.

 

Woran du emotionale Abhängigkeit erkennen kannst

Um ein noch besseres Gefühl dafür zu bekommen, was es mit der emotionalen Abhängigkeit auf sich hat, im folgenden ein paar typische Verhaltensweisen:

  • Du investierst viel mehr Zeit, Emotionen und Energie in einen Menschen, als dieser in dich.
  • Du projizierst Eigenschaften auf deinen (potentiellen) Partner, die gar nicht zutreffen.
  • Du bist heimlich in dein/e beste/n Freund/in verliebt, würdest es aber nie zugeben.
  • Dir fällt es sehr schwer, alleine zu sein.
  • Du rennst von einer Beziehung zur nächsten. Das nennt man übrigens serielle Monogamie.
  • Du malst dir deine romantische Zukunft mit einem Menschen aus, ohne überhaupt zu wissen, ob dieser Mensch ein romantisches Interesse an dir hat.

Es gibt noch weitere Verhaltensweisen, die durch emotionale Abhängigkeit entstehen. Aber ich denke, du verstehst, worauf ich ungefähr hinaus will. Und wenn nicht, scheiß drauf, dann gehen wir eben Bingo spielen.

 

Warum romantische Filme meist gar nichts mit wahrer Liebe zu tun haben

Unsere emotionale Abhängigkeit ist uns häufig nicht bewusst, da es ein weitverbreitetes Phänomen unserer Gesellschaft ist. Werfen wir einen Blick auf die Film- und Musikindustrie. Häufig hört man in Filmen und Liedern Aussagen wie diese:

„Nur an deiner Seite kann ich glücklich sein.“

„Ich kann ohne dich nicht leben.“

„Ohne dich hat mein Leben keinen Sinn.“

Diese Sätze mögen romantisch klingen— vor allem wenn sie gesagt werden, während die Sonne untergeht, die Vögel zwitschern und die Haare der Hauptdarsteller im Wind wehen — doch sie haben nur wenig mit wahrer Liebe zu tun. Vielmehr dreht es sich hier um krankhafte Fixierung und Abhängigkeit von einer Person. Und das ist letztendlich weder romantisch noch gesund.

[Einschub: Was eine erfüllende Beziehung wirklich ausmacht, erfährst du im Beitrag über die perfekte Beziehung.]

Ich möchte keinen Partner, der behauptet, er kann ohne mich nicht leben. Und auch will ich nicht, dass mein Partner sein ganzes Leben auf mich ausrichtet und sein Glück von mir abhängig macht.

Schloss für die LiebeWir sollten uns vielleicht mal Fragen, in was für einer Gesellschaft wir leben, in der ein Schloss ein Symbol für Liebe ist.

Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass du alleine für deine emotionalen Bedürfnisse zuständig bist. Dein Partner ist nicht dazu da, deine Bedürfnisse zu erfüllen und dich glücklich zu machen. Das bedeutet nicht, dass uns ein Partner nicht mal unterstützt und uns Kraft gibt, wenn wir sie benötigen. Doch das zu tun ist nicht seine primäre Aufgabe und genauso wenig andersherum.

[P.S.: Anchu hat auf seinem Blog einen weiterführenden Artikel verfasst, in dem er diesen und weitere Gründe, warum du keinen Partner findest näher beschreibt.]

 

Wie geht es weiter?

Ich reise seit mittlerweile 3 Jahren um die Welt.

Und genauso lange schreibe ich über das Thema Dating. Ich habe nicht alle Antworten, aber ich habe mittlerweile tausende von Männern und Frauen dabei unterstützt, ein erfülltes Liebesleben zu haben. Vielleicht kann ich auch dir weiterhelfen.

Zu dem Thema Dating habe ich zwei kostenlose Ratgeber geschrieben. Einen für Männer und einen für Frauen. In den Ratgebern erfährst du unter anderem, wie du attraktiver und interessanter wirst, wie du Menschen anziehst, die wirklich zu dir passen und wie du deine emotionale Abhängigkeit überwindest. Die Ratgeber sind im PDF-Format.

Du kannst sie dir kostenlos auf meiner Seite herunterladen. Den Link findest du gleich unter dem Artikel in der Autorenbox.

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Anchu Kögl
Über Anchu Kögl
Anchu Kögl ist Autor, Querdenker und Weltreisender. Auf seinem Blog schreibt er unter anderem über Persönlichkeitsentwicklung, Selbstbewusstsein und die wichtigen Lebensentscheidungen. Ehrlich, direkt und offen.

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  1. Dario Reis Dario

    8. Dezember 2015

    Hi Anchu,

    schön geschrieben, trifft den Nagel auf den Kopf.

    Das Problem, was aus solchen Beziehungen resultiert ist, dass viele Menschen nichts mehr in ihre Beziehung investieren. Sie beschweren sich und leben weiter so wie vorher.

    Gleichzeitig tritt das andere Extrem immer häufiger auf. Beziehungen werden schnell aufgegeben, sobald sie nicht mehr funktionieren wie im Film. Sie werden nicht mehr (mir fällt kein besseres Wort ein) repariert, wenn etwas nicht stimmt. Jede Beziehung hat ihre Auf- und Abs. Nur, dass die „Abs“ nicht in Filmen vorkommen und so ein „Ab“ für die meisten Menschen mit einer gescheiterten Beziehung gleichzusetzen ist.

    Grüße
    Dario

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    • Anchu Kögl Anchu Kögl

      8. Dezember 2015

      Hi Dario,

      ja, das ist ein guter Punkt. Ist die Verliebtsein-Phase erst mal vorbei, wechseln viele Menschen einfach den Partner, anstatt sich mit sich selbst und der Beziehung auseinander zu setzen. Und das ist schade.
      LG

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  2. Cornelia Pajung

    10. Dezember 2015

    Hallo Anchu,

    deine Aussagen zum Thema „Warum Du keinen Partner findest“ und mehr, habe ich mit großem Interesse gelesen und verinnerlicht. Ich lebe in Freiheit und in einer Unabhängigkeit, all dies macht mich glücklich, aber gleichzeitig auch traurig und unglücklich. Ich lebe seit 2 Jahren „Allein“, treffe mich mit Bekannten und Freundinnen (welche bekanntlich Kommen und Gehen), aber zuletzt bin ich ja doch Allein! Mehrere Datingtreffs habe ich wahrgenommen, alles nur mehr Schein als Sein.Ich habe keine großen Erwartungen, lediglich die Erwartung mich nicht verändern zu müssen (innerlich und äußerlich). Ich wünsche und träume (ist ja erlaubt), dass ich einen Partner begegne, welcher nicht hinter mir, nicht vor mir, sondern neben mir und mit mir durch das Bunte Leben wandert.

    Ganz liebe Grüße und feststehende Gedanken für dich.
    Conny P.

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    • Anchu Kögl Anchu Kögl

      11. Dezember 2015

      Hi Cornelia,
      danke.
      Es ist immer schwer, als außenstehender eine Situation zu beurteilen. Aber du schreibst:
      „Ich habe keine großen Erwartungen, lediglich die Erwartung mich nicht verändern zu müssen.“
      Ohne dir etwas zu unterstellen, aber vielleicht ist es genau das, was du brauchst. Eine Veränderung.
      LG

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  3. Katja Kluge

    15. Oktober 2017

    Also ich bin seit nunmehr 9 Jahren Single. Habe mein Online.Dating in einem Buch veröffentlicht. Männer, die ich da getroffen habe, lügen mit ihrem Aussehen, ihren Absichten, kommen ungepflegt zum Date usw….man soll sich selbst lieben. Ich (ge)brauche keinen Partner, mein Leben hab ich in der Zeit selbst in Angriff genommen, mir sogar ein Haus gemietet und einen Garten selbst angelegt mit Spaten aus einer Waldwiese heraus, fahre zu Messen, Ausstellungen, Zoobesuche, Schwimmbad usw. Ich finde keinen Partner, weil gar kein Mann erst DA ist. Egal wo ich hingehe/hinfahre, ich habe nie einen Single-Mann gesehen, der mich hätte ansprechen KÖNNEN. Irgendwie waren Männer nie allein unterwegs oder wenn, dann sahen sie mich nicht (an). Ich gehe ins Kabarett, neben mir Paare. ich gehe ins Cafe…ringsum leer oder Geschäftsmänner…oder PAARE. Es ist nicht einmal mal eine Flirtsituation da oder eine Gelegenheit, dass sich ein Gespräch und weitergehendes Kennenlernen böte. Und online wie gesagt, da werde ich zwar zu Hauf angeklickt, aber was für Typen ich da begegne…also ich muss mich nun auch nicht wegwerfen, wenn es heisst, meine Ansprüche seien zu groß. Einer kam ohne Zähne zum Date!!! Ein anderer war 10 Jahre älter als angegeben, ein anderer 20 kg schwerer als auf seinem Foto…wenn jemand schon mit einer Lüge beginnt, wie soll das in einer Beziehung weitergehen??? Ich lass mich nicht verarschen oder für dumm verkaufen. Den Männern ging es zudem auch wirklich nur darum, endlich eine Frau zu haben…es ging gar nicht um MICH als Person, was ich erlebt habe…kein Psychologe wird mir weiss machen, ich sei zu anspruchsvoll…einen richtig guten Mann habe ich einfach nie getroffen….oder er ist eben doch noch/schon in einer Beziehung…ich bin aber nun keine Ehebrecherin…ENTSCHULDIGUNG!!! Ich habe aber LIEBE nun mal verdient…warum gibt es niemanden, der mir das schenken kann???? Und WILL!!! Ich muss langsam sagen…dieser Idiot kann mir nun gestohlen bleiben!!! Wenn es niemand schafft, mich zu finden…dann hat er auch nicht nach mir gesucht. Ich habe alles allein bewältigt, wozu soll DER jetzt die Lorbeeren ernten und eine tolle Frau bekommen, für was bitte???!!! Ihre Phrasen von Statistiken und Gutachten sind für mich heisse Luft und am Leben vorbei!!! Lehrbuchgequatsche.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      17. Oktober 2017

      Hey Katja,

      danke für deinen ehrlichen Kommentar zum Artikel =)

      Zum Thema „Verarschen lassen“: Zum einen würde ich erst mal nicht soweit gehen und das Schummeln beim Online-Dating nur den Männern anlasten. Ich denke, es gibt eben so viele Frauen, die ein retouschiertes Foto reinstellen oder eines, dass schon ein paar Jahre älter ist und auf dem sie etwas jünger / schlanker / [setze hier das erstrebte Attribut ein] wirken.

      Singlebörsen sind nichts anderes als ein Markt. Und auf jedem Makrt versucht jeder Händler seine Ware besser darzustellen als der Konkurrent. Wenn man sich auf diesen Marktplatz begibt, muss man also damit rechnen.

      Und außerdem: Ist nicht schon alleine die Tatsache, dass Frauen sich schminken, um ihre Vorzüge hervorzuheben, reinere Haut zu haben, vollere Lippen etc. schon an sich ein Täuschungsversuch?

      Wie gesagt, wer sich auf dieses Spielchen einlässt, muss auch damit rechnen, dass der Mitspieler es spielt ;-)

      Zum Thema Verfügbarkeit von Single-Männern kann ich leider nicht viel sagen. Aber ich war immer der Meinung, dass es zumindest in Deutschland so ist, dass es weniger alleinstehende Frauen als Männer gäbe.

      Du schreibst „Den Männern ging es zudem auch wirklich nur darum, endlich eine Frau zu haben…“
      Beim lesen deiner Zeilen habe ich aber auch das Gefühl, dass es dir auch darum geht, endlich einen Mann zuhaben ^^ geht es dir denn um den Mann als Person, wenn du ihn schon wegen falscher Zähne oder 20kg zuviel direkt aussortierst?

      Ich habe insgesamt irgendwie das Gefühl, dass du bei der ganzen Sache mit zweierlei Maß misst. Ich bin ja der Meinung, dass man generell im Leben nichts erwarten sollte, aber schon gar nicht etwas, das man nicht selbst anwendet / befolgt.

      Und Apropos Erwartungen: Genau diese Einstellung, dass du „Liebe nun mal verdient“ hättest und es jemanden geben müsse, der sie dir „schenken“ kann ist meiner Meinung nach genau die falsche Herangehensweise.

      Wenn du so Bedürftig bist, wirkst du auch so und ziehst naturgemäß auch Typen an, die ebenfalls diese Bedürftigkeit verspüren. Das ist auch keine gute Beziehungsgrundlage, falls es überhaupt zu einer kommt, weil beide nur darauf bestehen, etwas zu bekommen, einen Mangel an Liebe durch den anderen füllen zu lassen.

      Der bessere Weg, ist sich selbst erst mal so zu lieben, dass man keine Liebe von außerhalb nötig hat. Dann geht man plötzlich durch die Welt und schäumt über vor Liebe und verspürt auf einmal nicht mehr das Bedürfnis, Liebe zu bekommen, sondern sie zu geben! Du willst jemanden, mit dem du deine Liebe teilen kannst und nicht jemanden, der dir dein „Liebesloch“ stopft. Und was strahlst du dann aus? Wen ziehst du dann an? Was ist das für eine wunderbare Beziehungsgrundlage?

      Ich danke dir sehr für deine Offenheit und respektiere natürlich deine Meinung, was du von all dem hältst. Aber ich will dir auch sagen, dass es dich sehr wahrscheinlich nicht weiterbringen wird, wenn du auf dieser Meinung hocken bleibst. Du bist ja selbst der lebendige Beweis dafür, dass dich deine Einstellung bisher in der Sache nicht wirklich weitergebracht hat, also wäre vielleicht etwas mehr Offenheit für dich selbst eine bessere Alternative =)

      Ich hoffe, meine Worte stoßen dich nicht irgendwie vor den Kopf. Ich bin ein sehr direkter Typ und halte einfach nichts davon, Gedanken zurückzuhalten, die anderen helfen könnten, auch wenn sie ggf. etwas unangenehm ankommen.

      Liebe Grüße

      Norman

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    • Jette

      1. November 2018

      Klasse Artikel! genauso, aber exakt so geht es mir auch! Ich habe ein Haus selber gekauft, weil es mein Lebensziel war, eigentlich mit einem Mann- jetzt alleine. Ich Stämme alles alleine, wirke so stark, kriege alles geregelt, das schätzen Männer oft an mir, trotzdem verlieben sie sich nicht in mich, trotzdemhabe ich keinenPartner. Ich bin 33, alle um mich herum heiraten und kriegen Kinder und ich bin weiterhin alleine. Und fühle mich langsam als stimme mit mir etwas nicht oder fange an Gründe zu suchen, wieso der Weg bei mir anders verläuft?
      Treffe immer nette Menschen, die aber keine potenziellen Partner sind, habe ein gutes soziales Umfeld und ein kleines Helfersyndrom.
      Die Männer in denen ich mich verliebe, sind meistens unabhängig, haben im Leben einiges erreicht, haben alles im Griff, können gut mit Nähe und Distanz umgehen( hauptsächlich mit Distanz nachh 1-2 schönenTagendie Woche) , sind attraktiv und sportlich( schon immer mein Beuteschema), bin selber auchsportlich und tue einiges um attraktiv zu sein, bin für fast alles zu haben- aber diese Männer die ähnlich sind wie ich- verliebensich nicht in mich!!! Sie verliebensich in bedürftige Wesen die Hilfe brauchen!
      Die Männer die sich in mich verlieben sind meistens emotionale Männer, emotional völlig abhängig von mir. Ichsehe das sofort an ihrem Verhalten und ich Kann damit nicht umgehen. Bald nach dem kennenlernen richten sie plötzlich ( gefühlt) ihr ganzes Leben nach mir aus, engen mich ein und Geben mir und der Liebe nicht die Chance zu atmen bzw. den anderen zu vermissen .. sie schreibenständig, ohne dass ich mich fragen muss, was macht er wohl-
      Sie können nicht flirten- sie zeigen dir deutlich dass sie dich mögen und ziehen sich nicht zurück, wo ich vielleicht in Unsicherheit über seine Gefühle rutschen würde und über ihn anfangen würde nachzudenken…
      Ich wollte früherimmer unabhängig und selbstständig sein. Das habe ich auch geschafft- aber ich wünsche mir jemanden der das mit mir teilt. Der ähnlich tickt und ähnliche Wege gegangen ist- deshalb suche/ will ich nicht jemand der mich einfach liebt- ich will einen Partner, der liebt wer ich bin und geworden bin, was ich mache und erreicht habe, dermich unterstützt dennoch mal an mir zweifele. Im Gegenzug würde ich ihm das gleiche bieten. Ich verliebe mich generell kurzum Menschen die eine lebensgeschichte haben- ich liebe sie nicht für ihr Aussehen oder weil sie die gleichen Ziele im Leben haben, sondern: 1. nachdem ich mich zu jemand hingezogen fühle- Anziehung und Attraktivität muss da sein!!!-versuche ich die Person kennenzulernen. Schaue mir sein Leben an , seine Freunde, seine Wohnung, sein Umfeld an, wie er sich mir gegenüber verhält in der Öffentlichkeit und wenn wir allein sind und wenn das alles stimmt verliebe ich mich in diese Person.
      Und ER nicht in mich.
      Hast du vielleicht darauf eine gute Antwort?

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        6. November 2018

        Hey Jette,

        danke für deinen offenen Kommentar und den persönlichen Einblick in dein Leben =)

        Du schreibst am Ende „…und wenn das alles stimmt verliebe ich mich in diese Person.“. Ist das wirklich Verlieben? Ich hatte immer den Eindruck, dass Verlieben ohne Bedingungen geschieht. Aus heiterem Himmel. Klar müssen gewisse Attraktivitäts- und auch andere Kriterien erfüllt sein, aber ich wundere mich, ob es bei dir nicht vielleicht eher ein bewusstes Verlangen als wirkliche Verliebtheit ist. Nur so am Rande und zu deiner Reflektion und vielleicht auch um auf der anderen Seite etwas besser nachvollziehen zu können, warum sich trotz aller Logik manche Männer eben nicht in dich verlieben.

        Aber nichts desto trotz bleibt dann ja das Problem, dass du diejenigen willst, die dich nicht wollen =)

        Wenn ich deine kurze Schilderung so auf mich wirken lasse, kommt mir als erstes dein „kleines Helfersyndrom“ in den Sinn. Du schreibst, dass sich meist Männer in dich verlieben, die sich von dir abhängig machen. Es ist doch wie beim Angeln: Wenn ich als Köder Würmer nehme, fange ich Fische, die gerne Würmer essen. Verstehst du, worauf ich hinaus will?

        Ich denke, das kommt nicht von ungefähr. Ich kenne dich ja nicht genug, um das beurteilen zu können, aber wahrscheinlich sendest du diese Signale irgendwie und vermutlich unbewusst aus.

        Es ist oft so, dass sich bedürftige Menschen nach starken umschauen und vermeintlich starke nach bedürftigen. Das beobachtest du ja auch bei den Männern.

        Aber:

        Zum einen stellt sich hier die Frage, ob du mit so einem Mann überhaupt dauerhaft glücklich wärst, auch wenn er auf den ersten Blick attraktiv scheint.

        Zum anderen finde ich, dass auch diese vermeintliche Stärke dann in Wahrheit nur eine gut getarnte Abhängigkeit ist. Auch bei dir. Und zwar die Abhängigkeit danach, gebraucht zu werden.

        Jede Beziehung, die darauf basiert, dass einer etwas vom anderen braucht ist auf Dauer schädlich. Für beide. Eine gute Beziehung basiert auf den beiden festen Fundamenten der einzelnen Partner, die vom anderen nichts zum Leben brauchen, ihn aber zum Leben wollen.

        Ich denke also, dass du zum einen besser dran bist, wenn du nicht mit so einem Mann zusammen bist, der es braucht gebraucht zu werden und zum anderen, dass es evtl. daran liegen könnte, dass du selbst es in gewisser Weise brauchst, gebraucht zu werden.

        Wenn du dich damit einmal intensiv auseiniandersetzen könntest und lernen könntest, dieses Bedürfnis abzulegen, würdest du wahrscheinlich beide Fliegen mit einer Klappe schlagen: Keine Männer mehr anziehen, die sowas brauchen und wirklich die Männer anziehen, die selbst ein gefestigtes Fundament haben und mit denen eine glückliche und gesunde Beziehung auf Dauer möglich ist.

        Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir. Ist natürlich immer schwer, im Rahmen eines kurzen Kommentares so ein komplexes Thema zu behandeln. Bitte entschuldige daher auch eventuelle Fehlinterpretationen oder Aussagen, die dich vor den Kopf stoßen.

        Liebe Grüße

        Norman

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  4. Melanie

    25. Mai 2016

    Hey,

    ein sehr schöner Artikel.
    Es ist immer wieder faszinierend, was manche bereit sind zu opfern, nur um in einer Beziehung zu sein. Da grenzt es schon an Flucht von einer zur nächsten, nur um sich nicht mit sich selber auseinander zu setzen.
    Das scheint aber zu viel Mut zu kosten, da könnten ja ganz dunkle Seiten zu Tage kommen, wenn man es zulässt ;-)
    Liebe Grüße

    Melanie

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    • Anchu Kögl Anchu Kögl

      27. Mai 2016

      Hi Melanie,
      ja, das stimmt. Letztendlich haben viele Menschen Angst vor dem alleine sein… Da – wie du gerade erklärt hast – man Seiten an sich entdecken könnte, die man nicht so toll findet.
      LG

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  5. Rebecca

    24. März 2017

    Hallo Anchu,

    ich habe mir einige Zeit genommen um deine niedergeschriebenen Gedanken zu reflektieren und zu prüfen, was sich für mich stimmig anfühlt.

    Ich denke, im Wesentlichen sind wir uns einig, aber bei manchen Punkten wollte ich meine Meinung kundtun und auch mal nachhaken.

    In dem Punkt, dass krankhafte emotionale Abhängigkeit zu einer problembehafteten Beziehung führt, wenn eine solche nicht schon im Stadium „lockere Verbindlichkeit“ hängen bleibt, gebe ich dir recht.

    Für mich ist emotionale Abhängigkeit aber vielmehr ein Symptom, denn die Ursache. Die Ursache ist tiefer zu suchen, nämlich im mangelnden Mut zu sich selbst zu stehen. Und hierzu gehört für mich eben auch die menschliche Seite, nämlich die eigenen Bedürfnisse klar zu erfassen, benennen und auch vermitteln zu können.
    Und ja hier gehört als Adressat auch mein Partner hinzu.
    Natürlich werden nicht alle Bedürfnisse zu jeder Zeit zu 100% erfüllt werden, aber es sollten die überwiegenden Bedürfnisse gestillt werden, sonst befindet man sich wohl in der falschen Partnerschaft.
    Bedürfnisverleugnung ist also auch nicht der richtige Weg, um eine erfüllende Partnerschaft zu führen.
    Hunger, Durst, Schlaf, Sexualiät (je nach Ausprägung ;-) ) – bei Verleugnung kommt es zu pathologischen Zuständen. Warum sollte das nicht bei dem Bedürfnis nach Nähe, Geborgenheit und Liebe genauso sein?

    Vielleicht gehen wir beide aber auch von einem unterschiedlichen Verständnis von Bedürfnis aus.
    Vielleicht sind Bedürfnisse sogar differenziert zu betrachten, zu kategorisieren? Vielleicht sogar in ihrer Ursache zu trennen?
    Unerfüllte Bedürfnisse sind mir auch häufig als Hinweis begegnet, dass ich mit meinen Werten in Konflikt geraten bin.
    D.h. wir haben eventuell noch eine andere Gruppe von Bedürfnissen, nämlich die wertorientierten Bedürfnisse.

    Zum anderen wollte ich noch etwas zu einer Partnerschaft an sich sagen:
    Der Weg zu einer Partnerschaft ist mit anderen Schwierigkeiten versehen als die Partnerschaft als solche.
    Ich + Du = Wir

    Ja man sollte zu einem unabhängigen Individuum heranreifen, um sich aber innerhalb der Partnerschaft auch bewusst und freiwillig in eine gesunde Abhängigkeit begeben zu können. Denn ohne diese verleugnet man meiner Meinung nach das Menschliche und ohne diese Abhängigkeit würde man jede Beziehung nach der ersten Phase der Verliebtheit aufgeben. Ein gewisses Maß an Abhängigkeit wird die Beziehung stabilisieren und wird den Weg zu langanhaltender Liebe ebnen.
    In unserer Zeit wird viel zu häufig Abhängigkeit negativ gesehen. Es wird nicht differenziert zwischen der krankhaften destruktiven Abhängigkeit und der gesunden stabilisierenden Abhängigkeit.
    Ohje Abhängigkeit – wie angsteinflößend! Abhängigkeit beraubt mich meiner Freiheit! Abhängigkeit und dann auch noch abhängig von einem anderen Menschen sein ist die Wurzel allen Übels! Man muss frei sein! Ein absolut freies Individuum!
    Extreme Sichtweisen übersehen ganz gerne mal zu berücksichtigende Faktoren.´

    Ich gespannt auf deine Sichtweise.
    Viele liebe Grüße

    In diesem Sinne

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    • Anchu Kögl Anchu Kögl

      27. März 2017

      Hallo Rebecca,
      danke für dein Kommentar.
      Ich denke, wir meinen beide das gleiche. Dies ist ein kurzer Artikel, in dem ich nicht konkret auf das Thema emotionale Abhängigkeit eingehe. Du erklärst den mangelnden Mut zu sich selbst zu stehen als Ursache. Für mich ist das Teil von emotionale Abhängigkeit. Ich habe nicht den Mut, zu mir und zu meinen Bedürfnissen zu stehen, weil ich emotional abhängig bin. Mehr dazu in diesem Artikel von mir:
      http://anchukoegl.com/emotionale-abhaengigkeit/

      Das eine Beziehung und Liebe eine gewisse Abhängigkeit braucht stimmt. Ich habe das auch in meinem neuen Datingbuch erklärt.

      Ich denke, wir sehen vieles ähnlich, drücken uns nur ein wenig anders aus.

      LG

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  6. Norman Brenner Norman Brenner

    8. Dezember 2015

    Hey Anchu,

    vielen Dank für diesen klasse Artikel.

    Wie ich oben bemerkt habe, sind mir selbst diese selbst gewählten Abhängigkeiten im Leben schon oft aufgefallen – nicht nur in Beziehungen.

    Als Weltreisender warst du bestimmt schon des Öfteren damit konfrontiert. Fällt es dir mittlerweile leichter loszulassen?

    Großes Lob übrigens für deine Ratgeber! Die sind echt spitze, kann ich nur empfehlen!

    LG Norman

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    • Anchu Kögl Anchu Kögl

      8. Dezember 2015

      Hi Norman,

      danke dir.

      Ja, das Reisen hat mir auf jeden Fall beim loslassen geholfen – zwangsweise.

      Alles was ich besitze, passt in einen Koffer. Menschen kommen und gehen. Ich habe keine eigene Wohnung. Ich bin selten länger als ein paar Wochen an einem Ort.

      Doch das dadurch lerne ich mehr und mehr, mich auf mein inneres zu fokussieren und mich dafür weniger von äußeren Dingen abhängig zu machen.

      LG

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  7. Jan

    8. Dezember 2015

    Hi Anchu,

    Alles was du sagst kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Beziehungsfähig ist man erst dann, wenn man auch alleine (ohne Partner) stabil im Leben steht. Sobald man einen Partner „braucht“ hat man schon verloren.

    Ob jeder diese Erfahrung selbst machen muss, oder ob man sie aus einem Ratgeber/Blogartikel „lernen“ kann, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wünschenswert wäre natürlich Ersteres.

    Viele Grüße,
    Jan

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    • Anchu Kögl Anchu

      8. Dezember 2015

      Hi Jan,
      das ist ein guter Punkt. Ich denke, Fehler zu machen ist wichtig, weil man daraus immer lernen kann. Doch das bedeutet nicht, dass man alle Fehler machen muss. Wir können auch versuchen, aus den Fehlern anderer zu lernen und uns somit einiges an Enttäuschungen und schwierigen Momenten zu sparen.
      LG

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  8. Eska

    20. April 2017

    Hallo an alle!
    Ich finde, der Artikel erklärt ganz gut, dass es einfach wichtig ist, selbstbestimmt und überhaupt man/frau Selbst zu bleiben in einer Beziehung und eben nicht sich vollkommen abhängig vom Partner/von der Partnerin zu machen, dabei den/die Andere für sich vollständig zu vereinnahmen – eben bis es nicht mehr geht. Was mir in meiner letzten Beziehung leider geschehen ist. Also schreibe ich auch aus eigener Erfahrung.

    Natürlich ist es schwer, die gesunde Mitte zwischen Wir und Ich zu finden, aber sich dieser Aufgabe gemeinsam zu stellen, macht wohl einen wesentlichen Teil einer ausgeglichenen Beziehung aus, anstatt diesen zwischenmenschlichen Aspekt zu ignorieren und in ein Wir- oder Ich-Extrem zu verfallen.

    Danke für den Artikel!

    lg Eska

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  9. Anchu Kögl Anchu Kögl

    21. April 2017

    Hallo Eska,
    ich gebe dir recht. Zu viel Abhängigkeit ist ungesund, zu wenig führt jedoch zu Distanz und Gefühlslosigkeit. Ohne eine gewisse „Abhängigkeit“ kann keine Liebe und Nähe entstehen…
    LG

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  10. La Liberté

    9. Juni 2017

    Viele haben unrealistische Vorstellungen von Partnerschaften und deswegen verkriechen die sich bei Datingportalen, so nach dem Motto der Werbung und Co.: “ Ich parshippe jetzt!“

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. Juni 2017

      Ja, da ist leider was dran… schlimmer noch:

      Ich bin der Meinung, dass diese Dating-Portal das Problem sogar noch verschärfen. Das liegt an der riesigen Auswahl…

      Jeder weiß, dass es einem viel schwerer fällt, eine Eissorte aus 30 Optionen auszuwählen, als aus 7. Und so ist es auch beim Partner. Je mehr potentielle Partner zur Verfügung stehen, desto weniger kann man sich entscheiden und desto unzufriedener ist man, falls man sich doch entscheidet, weil man weiß, was man alles verpasst.

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  11. Nadine

    25. Oktober 2017

    Guten Morgen!
    Habe gerade deinen Artikel gelesen und finde ihn super, so wie bis jetzt alle Artikel die ich gelesen habe.
    Nach meiner letzten Trennung stecke ich wieder in einem Loch drin, aus dem ich nicht wirklich raus komme. Ich war wohl nur in dieser Beziehung weil ich mich alleine gefühlt habe und generell schon Probleme mit mir selbst hatte. Jegliche Versuche mich selbst so zu akzeptieren und mich selbst so zu lieben wie ich bin, scheitern..
    Ich habe für nächstes Jahr im Januar nun auch eine längere Reise geplant, jedoch alleine. Ich hoffe sehr, dass ich dort Menschen kennenlerne und es schaffe offener für die Welt zu sein.
    Wie sind deine Erfahrungen damit Menschen auf Reisen kennenzulernen? Warst du von Anfang an offen oder wurdest du durch die Reisen erst offener?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen :-)

    Liebe Grüße

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    • Anchu Kögl Anchu Kögl

      2. November 2017

      Hi Nadine,
      beides! Alleine das Reisen macht dich nicht offener, wenn du nicht dann auch deinen Ängsten stellst und den ersten Schritt machst!
      Ich denke, dass das beim Reisen öfters passiert, weil man ansonsten gar keine Leute kennengelernt!
      Was dir generell dabei helfen kann, offener zu werden (und vlt. sogar, dich ein wenig mehr selbst zu akzeptieren) erfährst du in diesem Artikel von mir:
      http://anchukoegl.com/verletzlichkeit
      LG

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    • Petra

      9. Januar 2018

      Ist ja alles interessant was ich da lese hilft mir persönlich aber nicht weiter ich bin mittlerweile fast das 2.mal geschieden habe immer ein Talent das sich nur Alkeholiker für mich interessieren natürlich habe ich grosse angst vor dem allein sein ich möchte doch nur so geliebt werden wie ich bin das scheint aber unmöglich

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        16. Januar 2018

        Hey Petra,

        danke für deinen ehrlichen Kommentar =)

        Ich hoffe ich trete dir nicht zu nahe, wenn ich dir rate, dich mal zu fragen, warum sich denn ausgerechnet Alkoholiker so für dich interessieren?

        Versteh mich nicht falsch. Ich meine das nicht als Vorwurf. Es ist eher so, dass ich das Gefühl habe, dass du gerne der Welt und allen anderen die Schuld für deine Umstände zu geben scheinst.

        „Nur Alkoholiker mögen mich“… „Niemand liebt mich so wie ich bin“…

        Ich weiß, das hast du so alles nicht gesagt. Aber es ist das, was ich da heraus gehört habe.

        Solange du nicht die Veratwortung für dein leiden selbst übernimmst, hast du auch keine Chance, es zu ändern. Das ist hart, aber es ist wahr.

        Ich denke, du könntest beide Probleme (die Angst allein zu sein und die fehlende Liebe in deinem Leben) auf einen Schlag lösen, wenn du bei dir selbst beginnen würdest. Fang an, Selbstliebe zu praktizieren und dir selbst eine bessere Weggefährtin zu sein.

        So wirst du nicht nur auch alleine gut zurecht kommen und glücklich und zufrieden sein können, sondern paradoxer Weise auch noch mit der Zeit andere Menschen anziehen, die dich lieben werden, denn wir lieben Menschen, die mit sich selbst im Reinen und zufrieden sind und nicht solche, die unter sich selbst leiden.

        Wie kannst du erwarten, dass dich andere lieben, so wie du bist, wenn du es selbst nicht tust?

        Ich hoffe, meine Worte stoßen dich nicht vor den Kopf und du kannst sie als Hilfe ansehen =)

        Liebe Grüße und hab eine wundervolle Woche!

        Norman

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  12. Ich bleibe Anonym

    7. Dezember 2017

    Ich habe selten einen Artikel gelesen der so narzisstisch auf mich wirkt wie ihrer, es ist eine einzige Schuldzuweisung an all die Menschen die noch and die wahre Liebe glauben, an Romantik und an die Großen Gefühle, die alles für den einen Menschen der für sie der/Die richtige ist, ihre ganze Welt den einen Menschen Welt zu Füßen legen um ihm aus Liebe glücklich zu machen um gemeinsam mit diesen Menschen glück sein zu können. Das alles legen sie als Abhänigkeit aus, und das auf eine sehr negative Art und Weise. Nun warum auch sich mit jemand abgibt der sagt er kann ohne den anderen nicht mehr leben?Der muss ja laut ihnen nur eines sein, abhänig, verzweifelt, ein Klammeräffchen, einsam verbittert. Sätze die ehrlich und aus Liebe ausgesprochen werden sind ein Beweis der Liebe und der Gefühle von jemand und kein Stück Abhängigkeit. Ja der Richtige Partner kann uns vollständig und glücklich machen, ich erwarte mir kein besseres finanzielles Leben wie sie das Gefühl einen geben mit ihren Artikel als würden sich die meisten das von einen Partner erwarten: Finanziell abgesichert zu sein, das einzige was ich mir wünsche ist jemand zu finden der mich liebt und animmmt wie ich bin mit meinen Stärken und Fehlern, und mich und meine Liebe zu schätzen weiß und mich genau so sehr liebt wie ich diesen einen Menschen liebe. Ja andere Menschen können uns vervollständigen, einen Gegensatz zu uns bilden, und was ist dran schlecht? Es kann bei uns ergänzen uns vollständig machen, ein Beispiel er ist ungeduldig, Sie Geduldig, was passiert ein Ausgleich: Er wird durch sie geduldiger, Liebe ist nicht nur ein Lernprozess durch den anderen, sondern auch das man den anderen liebt für die Person die er als Mensch ist. Wenn dann aus dem Ich sich ein Wir ergibt, das glücklich zusammen ist, und zusammen harmoniert,legen sie das dann als reine Abhängigkeit aus. Sie verhöhnen alle Menschen die noch Romantiker sind, und an die wahre und echte Lieb glauben, und das haben wir nicht verdient das wir als Abhängige emotionale Kletten verkauft werden. Nur weil wir nach dem einen Menschen suchen, der zu uns gehört.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Dezember 2017

      Hey anonymer Leser,

      danke für deinen ehrlichen Kommentar =)

      Ist dir klar, dass dein eigener Kommentar viel intoleranter ist als Anchus Beitrag?

      Gerade, wenn du möchtest, dass deine eigene Meinung respektiert wird, zum Beispiel, dass du die romantische Vorstellung von Liebe vertrittst, dann solltest du vielleicht auch respektieren, dass andere Menschen andere Vorstellungen haben.

      Anchu macht dir hier keine Vorschriften. Er macht ein Angebot. Er opfert seine Zeit, um einen Artikel zu schreiben, mit dem er anderen Menschen helfen möchte. Und das tut er. Vielen Menschen. Wenn der Artikel nichts für dich ist, zwingt dich keiner, ihn zu lesen. Klick auf zurück oder das kleine [x] rechts oben in deinem Browser und alles ist gut.

      Die Tatsache, dass du dich aber so darüber aufregst und das Bedürfnis hast, deinem Ärger über einen Kommentar Luft zu machen, ist im Endeffekt aber nichts anderes, als der größte Zuspruch, den du Anchu geben konntest. Du fühltest dich nämlich ertappt. Du spürtest, dass Anchu recht hat und deine schöne romantische Welt zu zerbrechen drohte. Alles bäumte sich in dir auf, um die Illusion zu halten und deswegen musst du sie in Form dieses Kommentares verteidigen. Du hast vielleicht schon 10, 20 oder 30 Jahre mit dieser Illusion gelebt und bist so vielen Enttäuschungen erlegen und hast soviel dafür ertragen müssen, um dieses Bild aufrecht zu erhalten. Das wäre doch alles verschwendete Zeit und Energie, wenn du dir jetzt eingestehen müsstest, dass du falsch lagst? Dann lieber weiter so machen und alles mögliche Versuchen, um die Illusion zu erhalten. Wie geht das auf lange Sicht für dich aus?

      Wenn es wirklich deine Überzeugung wäre, dass die wahre Liebe diesem romantischen Ansatz entspräche, hättest du dem Beitrag keine weitere Sekunde mehr gewidmet. Er hätte dich schlicht und einfach nicht interessiert. Es ist, als würde ich dich als Außerirdischen bezeichnen: Du wüsstest ja, dass du keiner bist und deshalb müsstest du dich auch nicht verteidigen. Aber „Klette“, „Klammeräffchen“? Da klingeln bei dir die Alarmglocken… warum?

      Ich mache dir das nicht zum Vorwurf. Ganz im Gegenteil! Ich weiß, dass diese Art zu reagieren zutiefst menschlich ist und oft sehr unbewusst. Aber gerade deshalb möchte ich hier die Chance nutzen und dich und vielleicht auch zukünftige Leser, die das hier lesen, darauf hinweisen.

      Alleine die Tatsache, dass du bei deinem Kommentar keinen Namen und keine Mailadresse angegeben hast, zeigt ja schon, dass du dich nicht weiter mit diesen Gedanken auseinandersetzen willst und keinesfalls zu deiner eigenen Aussage stehen möchtest.

      Ich selbst bin übrigens auch Anchus Meinung und denke, dass jemand, der wirklich glaubt, ohne einen anderen Menschen nicht leben zu können, abhängig ist. Das sagt er damit ja selbst. Und sehr attraktiv wirkt das auf mich auch nicht. Aber ich verstehe durchaus auch, wenn jemand darin die Essenz der Liebe sehen will. Die Medien führen uns dies ja jeden Tag vor Augen.

      Es ist nicht schlecht, wenn sich Menschen gegenseitig ergänzen und das behauptet hier auch niemand. Es ist aber meiner Meinung nach schon schlecht, wenn man auf diese Ergänzung angewiesen ist und sie braucht. Zu aller erst sollte man sich einmal selbst genug sein, sich selbst respektieren und lieben und wissen, wie man sich selbst glücklich machen kann. Das ist die Basis, auf der auch eine gesunde und glückliche Beziehung fußen kann. Wie kann man erwarten, dass einen ein anderer Mensch vollkommen lieben / vervollständigen / respektieren kann, wenn man sich selbst das alles nicht zu 100% geben kann? Und wie will man es dann einem anderen Menschen entgegenbringen können? Das gegenseitige Ergänzen ist dann der Bonus. Aber wenn man von Beginn an schon so abhängig ist und die Liebe / Anerkennung eines anderen Menschen braucht, um glücklich leben zu können, wird man niemals glücklich sein.

      Liebe Grüße und hab trotz allem eine wunderschöne Woche =)

      Norman

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  13. Katrin

    14. Mai 2018

    Mhm eigentlich bin ich immer wieder ganz gut im alleine sein und kann mein Leben genießen..bis ich mich mal wieder in jemand verliebe der anscheinend nicht zu mir oder zu meinem Leben passt..dann bin ich wieder tot traurig und Zweifel an allem.. was los mit mir..bin ich richtig weil ich mit 41 immer noch nicht den Mann meines Lebens an der Seite habe..oder so verkorkst das ich den eh nie übern Weg laufen werde?🤔

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. Mai 2018

      Hey Katrin,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Erst mal: Ich finde nicht, dass man „richtig“ oder „falsch“ sein kann. Du bist so wie du bist und damit ist erst mal alles in Ordnung. Erst wenn man eine Situation akzeptiert, kann man etwas an ihr ändern. Ansonsten kämpft man nur dagegen an und das erzeugt Gegendruck.

      Ich habe beim Lesen deines Kommentars das Gefühl, dass du dich scheinbar immer dann sehr stark emotional abhängig machst, wenn du dich verliebst. Das ist ja auch kein Wunder. Wir wollen ständig anderen Menschen gefallen, das ist evolutionsbedingt, aber wenn es um einen potentiellen Partner geht, ist es ja nochmal ne Nummer härter.

      Genau hier solltest du dich aber mehr auf dich fokussieren und bei dir bleiben. Jemand sollte sich ja schließlich in dich verlieben, so wie du bist, und nicht, weil du ihm nachläufst.

      Außerdem ziehst du mit diesem Verhalten natürlich automatisch Männer an, die auf solche Frauen stehen und ebenfalls auf eine verkorkste Art emotional abhängig sind.

      Liebe Grüße

      Norman

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  14. Jule

    18. Juli 2018

    Hilfe, mein Partner hat mich vor 3 Wochen verlassen. Er gibt mir als Begründung an „Er kann nicht mehr, er hat keine Kraft mehr“…das bezieht sich auf meine launische Art die ich manchmal habe. Diese kennt er aber auch schon sehr lange (sind 1 Jahr und 9 Monate zusammen gewesen) und hat mir immer vergewissert, das er damit klar kommt und mich so sehr liebt, das er mich nicht verlassen wird und wir ja mehr gute Zeiten hatten. Ich bin für ihn 400 km weit von meiner Heimat weggezogen, d.h. habe Job, Familie und Freunde für ihn zurückgelassen und hier in einem völlig neuem Umwelt und Job angefangen. Nachdem er Schluss gemacht hat ist er nur noch kalt und abweisend zu mir. Ich möchte ihn nicht verlieren, denn ich liebe ihm nach wie vor. Er sagt mitlerweile er liebt mich nicht mehr. Aber können Gefühle so schnell abgestellt werden, zumal er in unserer Beziehung sehr gefühlvoll und romantisch war. Er hat alles für mich getan. Jetzt suche ich die Schuld immer mehr bei mir, habe Angst vor der Zukunft und möchte alles tun um ihn zurückzuerobern und leider sage melde ich mich auch immer wieder bei ihm (auch wenn jeder sagt und ich es auch weiß das eine Kontaktsperre jetzt besser wäre). Hab ich überhaupt eine Chance ihn zurückzugewinnen. Wie kann man herausfinden ob ein Mann noch Gefühle für einen hat oder nicht? Wie kann ich aus diesem Tief kommen. Bin jetzt in einer Stadt ohne Freunde und jetzt auch ohne festen Partner.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Juli 2018

      Hey Jule,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      Es hört sich an, als würdest du dich selbst sehr stark von diesem Menschen abhängig machen. Und das ist meiner Meinung nach auch das Problem:

      Du denkst, dass es dir nur gut gehen kann, wenn du diesen Mann an deiner Seite hast. Du solltest das Problem von der anderen Seite, am Ursprung anpacken und versuchen anzupacken: Wie kannst du auch ohne diesen Mann glücklich werden?

      Paradoxerweise macht dich das dann sogar wieder attraktiver, weil du nicht so emotional abhängig bist (siehe Artikel oben).

      Das ist aber kein Garant oder Weg, ihn zurückzugewinnen. Ich finde, diesen Gedanken solltest du ganz fallen lassen, weil er dich nur wieder in die Abhängigkeit rein zieht.

      Lebe für dich. Finde Freunde oder geh zurück, wo du dich wohlfühlst. Das ist das wichtigste.

      Liebe Grüße

      Norman

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  15. TeilnehmerinUniversum

    19. August 2018

    Hallo :)

    Cooler Artikel! die Erkenntnis, dass des mit der Liebe und Dating und Partnerschaft alles gar nicht so ist, wie wir durch Medienbilder darauf getrimmt werden, war die traurigste meines Lebens :-( ich hab festgestellt, dass ich lange diesen Idealen aufgessen bin! Es ist einerseits eine traurige Erkenntnis für mich, andererseits eine sehr wertvolle!

    „if you are searching for that person, who will change your life: take a look in the mirror!“

    Seit der Erkenntnis halte ich mich für JETZT SCHON komplett und vollständig, es braucht keinen der mich „ergänzt“. und ich bin auch JETZT SCHON liebenswert, und kann auch JETZT SCHON liebe in die welt geben, nicht erst wenn es einen Partner gibt! Wenn jemand denkt, er empfängt erst durch einen Partner liebe und kann auch erst dann liebe geben, dann hat die Person vllt. ein sehr begrenztes Verständnis?! Die Partnerschaftsliebe ist nur ein Teil der Liebe…eigentlich kann man alles der Parnerschaftsbindung auch in anderen Formen ausleben…naja wenn man denn so offen ist, gerade in sexueller Hinsicht :-/…
    Liebe kann überall drinstecken, im Umgang mit mir selbst kann ich meine Liebe ausdrücken, im Umgang mit den Menschen vor der Haustüre und darüber hinaus kann man liebe fließen lassen und im Umgang mit Welt und Natur kann man seiner Liebe ausdruck verleihen! Man muss nicht warten auf „den richtigen“ um all das zutun, es geht JETZT SCHON!

    Dem Artikel selbst fehlt trotzdem etwas Tiefgang finde ich (vllt. steht es ja aber im eBook). Denn Vorstellungen von Beziehung und Bindung und an wenn man gerät, auf welche Personen man „anspringt“ können tiefe Wurzeln, die bis in die Kindheit reichen, haben. Wenn Wunden/unbewusste neg. Glaubenssätze aus der Kindheit vorliegen, werfen diese bei Zeiten ihre Schatten auf div. Lebensbereiche und drücken sich u. U. in schmerzhaften, sich wiederholenden Erfahrungen aus…bis wir auch diesen Teil unserer selbst annehmen und verarbeiten oder so in der Art. Das halte ich für den richtigen Ansatz, um unschöne Muster aufzulösen. Ich glaube manchmal, Erfahrungen die man macht, kommen alle nicht von ungefähr. Da helfen vllt. die Psychologen Stefanie Stahl, Robert Betz oder Alain de Botton weiter (falls es ok ist hier Tipps der Art auszusprechen…)

    In diesem Sinne, schöns Leben allerseits :)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      21. August 2018

      Hey TeilnehmerinUniversum,

      danke für deinen bereichernden Kommentar =)

      Super, dass du aus dieser bitteren Erkenntnis auch etwas wertvolles für dich ziehen kannst!

      Ich liebe deine Erklärung zum JETZT SCHON =) Besser hätte ich es nicht ausdrücken können und dem stimme ich zu 100% zu. Paradoxerweise ist das sogar der beste Weg, um auch Liebe zu erfahren… wenn man sie schenkt =)

      Danke für die Tipps. Das ist nicht nur ok, sondern sogar erwünscht =)

      Ich denke auch: Wenn jemand immer wieder solchen schmerzhaften sich wiederholenden Erfahrungen begegnet, bin ich der Meinung, dass es ihm etwas sagen soll. Er soll daraus etwas lernen, z.B. über sich selbst und seine Partnerwahl. Solange er das nicht tut, muss er die Lektion halt wiederholen =)

      LG Norman

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  16. Anfängerin

    19. August 2018

    Hallo Anchu und Norman,
    spannender Artikel, aber ihr habt leider etwas Wichtiges vergessen: Unsere gesellschaftliche Prägung und unsere Hormone. Hört sich jetzt wahnsinnig unromantisch an und ist es leider auch ;)
    Wir werden irgendwo hin geschoben und bekommen von allen Seiten das Bild vermittelt, dass wir nur als Paar vollwertig sind. Wer alleine lebt und es vielleicht sogar genießt, kann ja nur ein wunderlicher Eigenbrötler sein. Als Erwachsene dürfen wir zwar unsere Freundin bei Kummer ganz fest drücken (auch als Frau), aber nimm‘ mal als Mann einen anderen Mann tröstend am Arbeitsplatz in den Arm. Geht zwar, ist für die meisten aber dann doch eher befremdlich.
    Und ob ihr es glaubt oder nicht: Unsere Hormone können uns mehr vorspielen, als wir uns eingestehen möchten. Wir sind doch nicht von unseren Trieben gesteuert! Wir stehen schließlich über den Tieren! Weit gefehlt: Wenn die Hormone nicht mehr tanzen und uns etwas vorspielen, sehen wir den anderen im wahren Licht. Und auf einmal wird aus einem Trottel nichts anderes als ein Trottel. Und wir haben wieder mal das Gefühl, nichts auf die Reihe zu bringen und nicht den richtigen Partner zu finden. Was ist das eigentlich, der richtige Partner? Wie ihr beide schon festgestellt habt, gibt es nicht d-e-n richtigen Partner, denn niemand kann in allen Punkten mit uns kompatibel sein, außer er wäre unser Klon ;)

    LG, Anfängerin

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      21. August 2018

      Hey Anfängerin,

      danke für deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

      Da muss ich dir beipflichten. Es ist wirklich so, dass wir durch unsere Gesellschaft in diesen Punkten stark geprägt werden.

      Zu den Hormonen (und teilweise auch zur Prägung): Kennst du schon diesen Beitrag?

      https://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/

      Da geht es auch um dieses Phänomen des Verliebtseins durch unsere Hormone und die Romantisierung der Liebe in unserer Gesellschaft (und worauf es am Ende wirklich ankommt). Auch um die Frage mit den Bedürfnissen und wer letzten Endes der richte ist, geht es da. Wird dir bestimmt gefallen der Artikel =)

      LG Norman

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  17. Kathrin

    4. Dezember 2018

    Guten Tag :),
    Das fetzt, wenn man alles liest und lernen will, über das Sein und oder die Liebe . Aber …
    Was wird aus uns ?
    Lernwillige , weil die Schule des Lebens uns gelehrt hat, das wir falsch tun?
    Wer richtet und sagt was richtig und falsch ?
    Wer maßt es sich an ein Lehrmeister in Lebensfragen sein zu können ?
    Ich meine …
    Jeder ist so individuell und besonders und für keinen, gibt es eine gültige Formel .
    Jeder sollte sein, fühlen und handeln in zwischen menschlichen Beziehungen, ohne zu überlegen . Einfach aus seinem inneren heraus .
    Jeder wird Fehler machen und Grenzen spüren und genau das ist der Moment, welcher uns zwingt inne zu halten, unsere Welt zu überdenken und wenn die Zeit reif ist , wir spüren es , sie auch zu verändern .
    Wir sollten mehr auf unser Inneres hören und fühlen.
    Momente der Schwäche zulassen, der Abhängigkeit und wenn unser Gegenüber sich gegen uns entscheidet , dann sollten wir es akzeptieren und alle emotionalen Gewalten durchleben , bis wir wieder einen Baustein in unserem Leben erkennen, welches uns als Kunstwerk noch Besonderer macht .
    Bleibt ihr selbst und glaubt an euch !
    Ihr seid so das Beste , was Gott erschaffen hat und er ist immer bei euch und auch die Liebe ist überall.
    Ich lerne schon viele Jahre , aber nur durch Grenzen, welche mir gesetzt werden . Jetzt war ich das erste mal in meinem Leben wirklich verliebt , ich liebe und mein Weg ist voller Grenzen . Es tat unheimlich weh , ich habe mich nicht versteckt , ich habe meine Gedanken geteilt und während dessen meine Fehler selbst erkannt . Öffnet euch und glaubt , dann wird es ein tolles Sein
    Eine schönes friedliches Weihnachtsfest und danke :)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. Dezember 2018

      Hey Kathrin,

      danke für deinen wundervollen Beitrag zum Thema =)

      Ich stimme dir zu: Das Hören auf die eigene innere Stimme und das sich selbst treu bleiben würde in vielen Fällen schon reichen, um ein glückliches und mit Liebe erfülltes Leben zu führen. Und das Lernen am eigenen Leib durch eigene Erfahrungen ist immer noch die beste und nachhaltigste Lernmethode überhaupt.

      Aber als Menschen haben wir die besondere Fähigkeit auch durch die Beispiele anderer zu lernen. Und selbst durch die bloße Theorie. Ich denke wir haben diese Fähigkeit nicht umsonst und sollten sie nicht völlig ignorieren. Am Ende ist man ja trotzdem immer noch selbst verantwortlich, die Theorie und die Beispiele selbst zu beurteilen. So kann man sogar aus einer völlig gegenteiligen Argumentation für sich noch eine Lehre ziehen, die der Autor gar nicht beabsichtigt hat.

      In diesem Sinne denke ich auch nicht, dass sich hier irgendjemand anmaßt, ein Lehrer für Lebensfragen zu sein (zumindest erkenne ich mich nicht in dieser Rolle), sondern dass wir unsere Erfahrungen teilen wollen, um Gelegenheiten zu schaffen, an denen jemand eine Erkenntnis für sich gewinnen kann (wie auch immer die aussieht).

      Wir Menschen sind halt soziale Wesen und wenn jeder nur noch sein eigenes Süppchen kocht, geht viel davon verloren.

      Denke nur an unseren wissenschaftlichen Fortschritt: Wenn jeder Wissenschaftler immer wieder von vorne anfangen müsste und aller Erkenntnisse selbst für sich erfahren müsste, wären wir mit Sicherheit nicht da, wo wir heute sind. Liebe und Leben sind zwar keine Wissenschaften, aber auch hier denke ich, dass wir die Wegweiser, die andere für uns aufstellen, nicht einfach ignorieren sollten und dass es und Vorteile bringt, auf gewisse Erfahrungsschätze zugreifen zu können, ohne diese von Grund auf selbst machen zu müssen =)

      Liebe Grüße und auch dir ein wundervolles Weihnachtsfest!

      Norman

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  18. Kathrin

    4. Dezember 2018

    war die falsche Mailadresse 😬

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  19. Alex

    9. Dezember 2018

    Hallo vernünftig-leben.de,

    Danke für eure Sichtweise. Ich finde jede totale Abhängigkeit ist eine Last für uns Menschen, man fühlt sich nicht frei. In einer Beziehung sollte jedoch eine gesunde Portion vorhanden sein, sonst könnte ich z.b mein gegenüber nicht vermissen.

    Ich würde gerne Eure/Deine Sichtweise zu meiner Situation erfahren. Ich bin jetzt 33 und seit zwei Jahren Single. Es hat 1,5 Jahre gedauert, bis ich über Sie hinweg war. Für mich kam es damals sehr plötzlich, ich brauchte Zeit um es zu verarbeiten und jetzt im Nachgang kann ich sagen, es war die richtige Entscheidung die Beziehung zu beenden, weil ich merkte wie sehr ich doch von ihr Abhängig war. In dieser Zeit habe ich viel über Abhängigkeit nachgedacht. Mir viel auf, dass bei mir die emotionale Abhängigkeit ein schleichender Prozess war, vielleicht auch weil ich das erste mal in meinen ganzen Leben eine meiner Partnerin geliebt hatte. Der Ausmaß meiner Abhängigkeit ist mir erst nach der Beziehung klar geworden. Meine sämtlich Freude im Leben war Zeit mit ihr zu verbringen. Nach ihr bin ich verständlicherweise in ein großes tief gefallen. Vor meiner Beziehung hatte ich große Freude jede Gelegenheit zu nutzen um zu flirten, dabei ging es ging nicht mir primär um Sex. Ich bin ein Mensch der sich nie verliebt hat, ich bin ehr ein Mensch der erst mit Verstand sich eine Frau aussucht und sich dann die Liebe mit der Zeit entwickelt (vor meiner Ex dachte ich, ich kann gar nicht lieben). Nach meiner Beziehung kann ich sagen, dass das flirten mir gar kein Spaß mehr macht, es erfüllt mich nicht mehr, viel mehr würde mich eine ernsthafte Beziehung erfüllen als eine kurze Bekanntschaft. Ich habe nach meiner Ex viel privates und geschäftliches gemeistert, aber diese Lebensfreude die ich vor und in der Beziehung hatte ist irgend wie verfolgen. Ich bin zwar lebensfroh, genieße das Leben, ich lache viel, ich komme gut alleine zu recht und ich bin dankbar für so vieles in meinem Leben, aber die Lebensfreude die ich mal hatte fehlt mir sehr so sehr, dass ich mich nicht in der Lage sehe, jemand neues kennenlernen zu können (das ist doch auch schon eine Art von Abhängigkeit, oder !?). Ich würde gerne eine Partnerin wieder haben wollen, aber solange ich weiß, dass ich diese alte Lebensfreude nicht mehr habe blockiert es mich, ohne diese großartige Lebensfreude hab ich keine Kraft und auch keine Lust jemand kennen zu lernen. Teilweise denke ich auch, vllt ist bis jetzt noch keine Frau gekommen die wirklich mein Interesse geweckt wo ich wieder Lust hätte Kraft und Zeit zu investieren.

    Lieber Gruß

    Alex

    PS: ich besitze leider nur eine Firmen E-Mail Adresse, das sehr personalisiert ist, wollte ich ungern rausgeben möchte.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. Dezember 2018

      Hey Alex,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Da bin ich ganz deiner Meinung. Abhängigkeiten und Verpflichtungen führen meist dazu, dass man die Lust an einer Sache verliert. So wird auch oft das geliebte Hobby zu einer Last, wenn man beginnt es professionell zu betreiben oder gar seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. Das lässt sich auch auf Beziehungen übertragen und nicht selten führt gerade der Schritt in die Ehe dazu, dass Paare die Lust aneinander verlieren und sie außerhalb suchen.

      Zu deiner Situation: Ja, da glaube ich auch eine Form von Abhängigkeit zu erkennen. Nämlich die, dass du deine Lebensfreude an das Zusammensein mit einer Frau knüpfst. Die grundlegende Freude im Leben sollte von dir ausgehen und einzig von dir abhängen. Nur dann ist es auch möglich, Freude zu teilen und zu schenken. Auch mit einem Partner.

      Zu hoffen, dass jemand kommt, der dir die Lebensfreude wiederbringt wird dir nicht viel bringen. Hol sie dir selbst zurück! Dann kannst du darauf aufbauend auch eine neue gute Beziehung führen, die ein Zugewinn für beide ist und nicht bloß das Ausfüllen eines Mangels.

      Aber was du da über deine frühere Lebensfreude schilderst muss nicht zwangsläufig mit deiner neuen Lebensfreude zu tun haben. Es klingt einfach danach, als hättest du früher einfach mehr Freude an Oberflächlichkeiten (Flirten etc.) gehabt, weil du auch einfach nichts anderes kanntest. So als wärst du immer nur geschnorchelt. Jetzt bist du einmal tiefer getaucht und hast entdeckt, was es da unten eigentlich alles gibt und dass das viel mehr und schöner ist als das da oben. Vielleicht liegt hier also deine neue Lebensfreude und du musst einfach nur neue / andere Wege finden, sie auch für dich alleine zu ergründen oder unabhängig von einer Beziehung?

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir etwas =)

      Liebe Grüße

      Norman

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