Ist es wahre Liebe? (Diese 11 Merkmale verraten es dir)

Was ist wahre Liebe?

 

“Wahre Liebe ist, wenn man ohne den anderen nicht mehr leben kann.“

So oder so ähnlich sehen es gefühlt 99 % unserer Gesellschaft.

Ich sage: Bullshit!

Das ist keine Liebe, das ist Abhängigkeit.

Wahre Liebe ist etwas völlig anderes.

Weil dieser Irrglaube für fast all unser Leid in Sachen Liebe verantwortlich ist, schauen wir uns hier einmal an:

  • Was der erschreckende Unterschied zwischen Liebe und emotionaler Abhängigkeit ist.
  • Warum du die Liebe so falsch verstehst.
  • Was wahre Liebe wirklich bedeutet.
  • Und an welchen 11 überraschenden Merkmalen du wahre Liebe erkennen kannst (Nr. 9 ist sehr unbequem).

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Was wahre Liebe nicht ist

Die meisten Menschen haben wie gesagt ein völlig falsches Verständnis von Liebe. Sie denken, Liebe sei…

  • wenn sie ohne den anderen nicht mehr leben können oder wollen
  • wenn sie sich selbst für den anderen opfern würden
  • wenn sie jemandem nicht mehr von der Seite weichen und am liebsten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche mit ihm verbringen wollen.

Und wie wir bereits festgestellt haben, ist das keine Liebe, sondern reine Abhängigkeit. Emotionale Abhängigkeit.

Wahre Liebe ist … keine emotionale Abhängigkeit

Aber was ist der Unterschied und warum verstehen so viele Menschen die Liebe dann falsch?

 

Der erschütternde Unterschied zwischen Liebe und emotionaler Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit besteht immer dann, wenn du jemanden oder etwas brauchst.

Du brauchst diesen Menschen, weil…

  • er deine innere Leere füllt
  • du nicht mit dir alleine sein kannst oder willst
  • er dafür sorgt, dass du dich besser fühlst, deinen Alltag besser meisterst oder besser bei deinen Freunden dastehst.

Er gibt dir etwas, was du dir nicht selbst geben kannst.

Du merkst es schon. All das sind nicht wirklich edle Gründe und deshalb hat emotionale Abhängigkeit auch rein gar nichts mit Liebe zu tun.

Emotionale Abhängigkeit ist genau das Gegenteil von Liebe, nämlich purer Egoismus.

 

Warum emotionale Abhängigkeit purer Egoismus ist

Warum das so ist haben wir ja schon beim Thema “um die Liebe kämpfen” ausführlich besprochen:

Wenn du einen anderen brauchst, damit es DIR besser geht, dann geht es nicht um den anderen, sondern immer nur um DICH.

Deshalb ist der Begriff Liebe, so wie wir ihn im Alltag verwenden, eigentlich total fehl am Platze. Wir sagen zwar, wir würden etwas oder jemanden lieben, aber in Wahrheit lieben wir nur uns selbst:

  • Ich liebe dieses Restaurant.
  • Ich liebe dieses Buch.
  • Ich liebe dich.

All das sind keine Ausdrücke von wahrer Liebe. Es sind Tricks von unserem Ego, mit denen es vortäuschen will, dass ihm noch etwas anderes als es selbst wichtig sei. In Wahrheit drückt es aber genau das damit aus:

Warum sagst du, dass du dieses Buch, dieses Restaurant oder diesen Menschen liebst?

Weil es dir eigentlich nur um dich geht und du damit ausdrücken willst, dass dieses Restaurant, dieses Buch oder dieser Mensch machen, dass es dir besser geht. Vielleicht sogar, um dich damit hervorzutun und dich durch deinen guten Geschmack oder deine Bildung zu definieren. Oder damit ein anderer Mensch diese Liebe erwidert.

Am Ende geht es immer nur um dich.

Ja, ich weiß. Das muss man erst einmal verdauen.

Woher kommt nun aber dieses total verkehrte Verständnis von Liebe?

 

Warum wir die Liebe falsch verstehen (3 Gründe)

Kurz: Aus den Medien.

Und damit meine ich nicht nur unsere modernen Medien, sondern schon die frühsten Geschichten und Sagen mit romantischen Inhalten.

Denn genau das ist eigentlich der Kern des ganzen Missverständnisses:

 

Die Romantik – Der Ursprung des Missverständnisses „Liebe“

Romantik gibt es genau aus einem Grund:

Um Herzschmerz zu erzeugen und einen Leser / Hörer / Zuschauer emotional in eine Geschichte einzuwickeln.

Merkst du es? Es ist ein Werkzeug, um dich emotional zu binden. Und genau das geschieht dann natürlich auch, wenn wir diese romantischen Vorstellungen auf unsere echten Beziehungen übertragen: Emotionale Abhängigkeit.

Wahre Liebe ist … nicht Romeo und Julia!

Vor noch nicht allzu langer Zeit, hatte Romantik rein gar nichts mit Beziehungen zu tun. Die Ehe war beispielsweise noch um das 18te Jahrhundert herum eine rein wirtschaftliche oder politische Zweckgemeinschaft. Es war sogar die Regel, dass leidenschaftliche Affären außerehelich geführt wurden.

Das alles änderte sich mit der “Romantisierung” der Gesellschaft, wie ich es jetzt einfach einmal nenne. Eben weil uns Geschichten schon seit so langer Zeit vorgaukeln, dass richtige Liebe diese emotionale Abhängigkeit sei, haben wir dieses Ideal übernommen.

So wie wir das Ideal der 90-60-90-Figur übernehmen, weil wir es ständig vor der Nase haben, übernehmen wir auch diese romantische Vorstellung von Liebe.

Das heißt aber weder, dass diese romantische Vorstellung, noch die 90-60-90-Figur das erstrebenswerte Optimum sind, das uns wirklich glücklich macht. Eigentlich heißt es sogar das Gegenteil, denn wir wollen diese Dinge nicht aus eigenem Antrieb oder eigener Überzeugung, sondern aus Gründen, die nicht unsere eigenen sind. Weil die Gesellschaft es uns zeigt. Weil wir der Illusion anheim fallen, dass wir endlich glücklich sein können, wenn wir diese Dinge haben. Und genau das ist das Patentrezept zum Unglücklichsein!

Deshalb glauben wir also an dieses romantische Märchen. Und deshalb leiden wir auch so unter diesen unerfüllbaren Erwartungen und letztlich unter Liebeskummer. Heute werden wir sogar mehr als jemals zuvor damit konfrontiert.

 

Das Twilight-Phänomen – Wie das Missverständnis befeuert wird

Eben weil es so gut als emotionales Bindemittel funktioniert, ist Romantik der Klebstoff für fast jede Art von Serie / Kinofilm / Roman oder Tierdokumentation.

  • Cinderella
  • Titanic
  • Twilight

Um nur einige Paradebeispiele zu nennen. Deshalb nenne ich es übrigens auch gerne das “Twilight”-Phänomen , weil es diese Filmreihe wirklich auf die Spitze treibt.

Überall wird uns vorgeführt, dass dieses romantische Ideal einfach das Nonplusultra ist und wir niemals glücklich sein können, wenn wir es nicht auch in unserem Leben haben.

Und deshalb leiden wir, denn im wahren Leben sind diese überzogenen Erwartungen einfach kaum zu erfüllen.

Ja, ich weiß, ich bin unromantisch …

Die Krönung sind dann diese “Liebe ist”-Sprüche, die man mittlerweile auf alle möglichen Dinge druckt:

  • Liebe ist …  das Gefühl, von jemandem gebraucht zu werden, der genauso empfindet.
  • Liebe ist … wenn die Realität schöner ist als jeder Traum.
  • Liebe ist … niemals ohne den anderen sein zu wollen.
  • Liebe ist … wenn man sich gegenseitig vervollständigt.

Genau die Menschen, die Liebe mit emotionaler Abhängigkeit verwechseln, tragen ihr Missverständnis dann auch noch mit Pauken und Trompeten raus in die Welt. Und natürlich verkauft es sich gut, weil es doch so schön romantisch ist …

Verzeih, wenn ich etwas harsch wirke. Ich denke dabei vor allem an mich selbst und spreche zu meinem alten Ich, weil ich früher auch sehr empfänglich für diese Vorstellung von Liebe war.

Und als ob das alles nicht schon genug wäre, kommt dann auch noch unser eigener Körper ins Spiel und trägt auch noch seinen Teil zum Missverständnis „Liebe“ bei:

 

Die Verliebtheit – Wie wir uns selbst falsche Vorstellungen schaffen

Verliebt sein ist wie ein Drogenrausch …

Und das meine ich nicht nur im positiven Sinne.

Wenn wir verliebt sind, schüttet unser Körper einen Hormoncocktail aus, der unsere Wahrnehmung stark beeinflusst. Wir sehen alles durch die berühmte „rosarote Brille“.

Das muss so sein. Durch dieses „Programm“ bietet uns die Natur die Chance, uns näher auf einen Menschen einzulassen, ohne ständig kritisch zu prüfen, was uns vielleicht doch nicht an ihm gefallen könnte. Würden wir das tun, fänden wir ziemlich schnell an jedem potentiellen Partner einen Grund, uns lieber noch einmal anderswo umzuschauen.

Wir haben Schmetterlinge im Bauch und wollen am liebsten jede Sekunde des Tages mit dem anderen verbringen, weil es uns bei ihm so super geht.

Ja, genau. Er macht, dass es dir besser geht …

Deshalb denken wir, Liebe sollte so sein. Wenn ich jemanden liebe, dann soll ich jede Sekunde mit ihm verbringen wollen, Schmetterlinge im Bauch haben und mich ständig nach ihm sehnen.

Das ist ein großer Irrtum!

Die Verliebtheit hört zwangsläufig irgendwann auf und macht platz für eine neue, tiefere Phase der Beziehung.

Aber wenn man Liebe mit diesem romantischen Verliebtsein verwechselt, denkt man spätestens an diesem Punkt, dass das hier wohl nicht die wahre Liebe sein kann. Schließlich fühlt man es plötzlich nicht mehr so wie vorher. Und dann sucht man sich den Nächsten. Und dann wieder den Nächsten, usw.

Ok, jetzt wissen wir also, was Liebe nicht ist und warum wir dieses falsche Verständnis davon haben. Aber was bedeutet Liebe denn nun wirklich?

 

11 überraschende Merkmale von wahrer Liebe

Weil ich nichts davon halte, Dinge nur zu kritisieren, ohne konstruktive Vorschläge zu machen, schauen wir das Ganze einfach mal im beliebten “Liebe ist…“-Format an.

Also, was ist wahre Liebe?

 

1) Wahre Liebe ist … bedingungslos

Wahre Liebe ist bedingungslos

Und damit meine ich wirklich ohne jegliche Bedingung.

Selbst der Gedanke, jemanden nur zu lieben, wenn derjenige einen auch liebt, ist bereits eine Bedingung und damit niemals wahre Liebe!

Das lassen wir besser einmal kurz sacken.

Ich weiß, dass es rigoros klingt und nun wahrscheinlich einige erst einmal ihr Verständnis von Liebe hinterfragen müssen oder einfach mauern, weil sie es nicht aufgeben wollen und schon so viel in diese Illusion investiert haben. Falls sie nicht schon lange weggeklickt haben. Aber wenn du wirklich ehrlich zu dir selbst bist, erkennst du, dass es wahr ist:

Das, was du immer für Liebe gehalten hast, ist nichts anderes als eine wechselseitige Befriedigung.

Sobald du eine Bedingung für die Liebe stellst, ist es keine bedingungslose Liebe mehr. Dann ist es ein simples Tauschgeschäft, eine Übereinkunft:

  • Ich gebe dir mein Butterbrot, wenn du mir deinen Schokoriegel gibst.
  • Ich gebe dir 10 Euro, wenn du mir diese Vase gibst.
  • Ich gebe dir meine Liebe, wenn du mir deine gibst.

 

2) Wahre Liebe ist … keine Konvention

Wahre Liebe ist keine Konvention

Die Liebe, so wie du sie bisher verstanden hast, ist nichts anderes als eine Konvention.

Es ist eine Verhaltensnorm:

“Ich verhalte mich gegenüber dir so, wenn du dich gegenüber mir so verhältst.”

Es ist ein künstlich geschaffenes Handels-System, eine Währung, genauso wie Geld:

  • Wir geben Liebe, weil wir welche zurückbekommen wollen.
  • Wir behalten sie, wenn wir befürchten nichts zurückzubekommen.
  • Wir investieren sie in eine zukunftssichere Beziehung.
  • Manchmal haben wir sogar das Gefühl, jemandem Liebe zu schulden oder dass jemand sie uns schuldet.

Die wahre Liebe ist das genaue Gegenteil:

  • Wenn ich sie schenke, ohne etwas dafür zurückbekommen zu wollen.
  • Wenn ich mich schon alleine dadurch gut fühle, dass ich dem anderen meine Liebe schenken kann.
  • Ohne Bedingung, ohne Erwartung, ohne Absicht für die Zukunft.
  • Wenn ich einfach überquelle davon und es mit jemandem teilen will.

Erkennst du den Unterschied? Die Freiheit? Das Lieben-Wollen aus freien Stücken, anstatt das brauchen, Einfordern und Handeln damit?

Wahre Liebe ist kein Tauschgeschäft:

Wenn du jemanden lieben willst, dann musst du nicht darauf warten, dass er dich zurück liebt. Du kannst ihm deine Liebe schenken, ohne etwas dafür zu erwarten.

Ein Sprichwort sagt:

Natürlich ist es dann ein Anderes, diese Liebe auch anzunehmen.

 

3) Wahre Liebe ist … Freilassen

Wahre Liebe ist Freilassen

Wahre Liebe sperrt andere nicht ein oder versucht sie an sich zu binden. Sie lässt sie aus Liebe zu ihnen los. Damit sie sich selbst verwirklichen und der Mensch bleiben können, den man liebt.

Selbst wenn das bedeutet, dass man den anderen auch aus der Beziehung “entlässt”.

Sogar wenn es heißt, dass man den Menschen, den man liebt, mit einem anderen zusammensein lässt.

Das ist wohl einer der am schwersten zu verstehenden Punkte aber eigentlich ist es ganz logisch:

Wenn jemand in einer Beziehung leidet und sich nicht verwirklichen, er selbst sein oder glücklich sein kann, ist das Loslassen des Partners aus Liebe die einzig richtige Lösung. Jede andere Alternative führt zu Leid:

  • Option a) Du hältst denjenigen ohne Rücksicht weiter fest und lässt ihn “dir zuliebe” weiterleiden. Er wird immer unglücklicher, was sich natürlich auch auf die Beziehung und dich und ggf. sogar Dritte (z.B. Kinder) auswirkt und am Ende alle unglücklich macht.
  • Option b) Der andere verwirklicht sich ohne Rücksicht auf dich einfach selbst und lässt dich damit leiden. So wirst du immer unglücklicher, was sich am Ende ebenfalls auf die Beziehung auswirkt und alle unglücklich macht.

Ja, es ist unschön, aber in der Regel ist in Liebe loslassen einfach wirklich die einzig richtige Lösung.

Und nein, das ist dann keine „Trennung trotz Liebe“, sondern eine Trennung aus Liebe.

 

4) Wahre Liebe ist … nicht eifersüchtig

Wahre Liebe ist nicht eifersüchtig

Oh ja, ich höre den Protest schon:

“Aber ein gewisses Maß an Eifersucht ist doch ein Beweis für die Liebe!”

Nein. Absolut nicht.

Leute, die sich wünschen, dass ihr Partner eifersüchtig sein soll, haben in der Regel ein sehr geringes Selbstwertgefühl (siehe den nächsten Punkt).

Sie brauchen die Eifersucht des Partners dann, um sich selbst geliebt und umworben zu fühlen.

Wenn du einen anderen wirklich wahrhaft liebst, musst du nicht eifersüchtig sein. Selbst dann nicht, wenn er mit einem Menschen ausgeht und Spaß hat, der sogar noch auf ihn steht. Weil du nicht darauf angewiesen bist, etwas zurückzubekommen (Liebe ist bedingungslos) und weil du ihm seine Freiheit und sein Glück gönnst (Liebe lässt frei).

Wahre Liebe hat nichts mit Angst zu tun. Sie ist das genaue Gegenteil von Angst:

Solange Angst da ist, kann wahre Liebe nicht sein, weil Angst immer vom Ego ausgeht.

Es handelt sich immer um eine Verlustangst. Dein Ego hat Angst …

  • das Gefühl des Geliebtwerdens zu verlieren
  • die gemeinsame Zukunft zu verlieren
  • die Werstschätzung zu verlieren, die es durch diesen Menschen bezieht

So wie das Licht die Dunkelheit vertreibt, vertreibt wahre Liebe die Angst. Die beiden schließen sich gegenseitig aus.

Wahre Liebe bedeutet zu vertrauen. Nicht nur dem Partner zu vertrauen, sondern auch dem Leben an sich zu vertrauen, dass es gut sein wird, wie es kommt.

 

5) Wahre Liebe ist … ein Bonus

Wahre Liebe ist ein Bonus

Ja, auch das klingt sehr schockierend.

Ist Liebe nicht der Kern von allem? Geht es nicht immer und überall nur um Liebe und ist Liebe nicht das Wichtigste im Leben?

Ja, generell schon, aber in erster Linie die Liebe zu dir selbst. Klingt egoistisch, ist aber das genaue Gegenteil davon:

Erst wenn du mit dir selbst im reinen bist und dich vollkommen akzeptierst und liebst und für dich sorgst, kannst du auch wirklich wahre Liebe zu anderen entfalten.

Warum?

Weil du ansonsten nur versuchst, deine Mängel durch sie zu füllen und dich durch sie besser zu fühlen, was wiederum Bedingungen sind und keine wahre Liebe.

Deshalb sollte wahre Liebe – so komisch sich das auch anhört – immer nur ein Bonus sein. Etwas, das obendrauf kommt auf deine Selbstliebe und natürlich die deines Partners.

Nur dann könnt ihr euch wirklich gegenseitig Liebe schenken. Nicht weil ihr sie braucht, sondern weil ihr sie geben wollt. Merkst du, wie plötzlich eine ganz andere Basis entsteht? Deshalb ist Selbstliebe bzw. “gesunder Egoismus” immer das A und O und die Vorstellung der romantischen Hingabe und des Märtyrertums für den anderen völliger Unsinn!

 

6) Wahre Liebe ist … nur in dir

Wahre Liebe ist nur in dir

Liebe ist eine Eigenschaft, die nur in dir selbst ruht.

Wer die Liebe, im außen sucht, der sucht vergeblich. Sie ist von nichts anderem anhängig als von dir selbst.

Die meisten Menschen verstehen unter Liebe aber ein eigenständiges “drittes” Ding, das zum Beispiel in einer Beziehung zwischen zwei Menschen entsteht und dann eben auch abhängig von diesen beiden Menschen und ihren Handlungen ist. Ein wackliges Gebilde, das von zwei Menschen behutsam jongliert, gepflegt oder am Leben erhalten werden muss.

Genau das ist nicht der Fall.

Die Liebe ist ein Gefühl in dir, das unabhängig von anderen da ist – oder eben nicht.

Ja, es kann entstehen und wieder vergehen, aber nicht weil ein anderer etwas tut oder nicht tut. Es entsteht und vergeht aus sich selbst heraus und niemand kann diesen Vorgang beeinflussen. Auch nicht du selbst.

Entweder ist es im Bezug auf eine andere Person da, oder nicht.

Das einzige, was du tun kannst, ist dieses Gefühl anzunehmen.

Es ist wie die Liebe zu einem Kind: Seine Eltern lieben es, ohne dass das Kind etwas dafür tut oder sich in einer bestimmten Weise verhält. Bedingungslos und unabhängig eben. Zumindest sollte es so sein.

Deine Liebe hängt einzig und allein von dir ab und die Liebe deines Partners einzig und allein von ihm. Deshalb bringt es auch nichts, um die Liebe zu kämpfen, wenn diese bei dem anderen nicht mehr da ist. Weil es hier um seine Liebe geht und nicht um deine. Du kannst sie nicht beeinflussen. Aber du kannst in Liebe loslassen und diesen Menschen sogar trotzdem weiter lieben, weil deine Liebe ja nur von dir abhängt.

 

7) Wahre Liebe ist … immer und für jeden da

Wahre Liebe ist immer und für jeden da

Wahre Liebe ist immer da und für jeden.

So wie eine Blume auf einem Feld für jeden da ist und duftet, vor allem für den, der sich Zeit für sie nimmt.

Der Egoist reißt sie heraus und nimmt sie mit, damit er sich noch mehr an ihr erfreuen kann und kein anderer sie ihm wegnimmt.

Was passiert? Sie verwelkt.

Wenn du sie aber stehen und sich weiter entfalten und auch für andere da sein und duften lässt, dann ist sie auch weiter für dich da.

Du kannst dich am Dasein dieser Blume erfreuen, egal ob du ihr gerade nah oder fern bist. Und du kannst Liebe empfinden und geben, egal, ob der, den du liebst, gerade bei dir ist oder nicht. Und egal, ob er dich zurückliebt oder nicht.

 

8) Wahre Liebe ist … ganzheitlich

Wahre Liebe ist ganzheitlich

Wenn du etwas oder jemanden wirklich liebst, dann liebst du das ganze Paket, nicht nur einen Teil davon.

So verstehen wir Liebe aber nicht im täglichen Leben. Was wir meinen, wenn wir sagen, dass wir etwas oder jemanden lieben ist, dass wir eine bestimmte Art und Weise von ihm lieben.

Ich liebe meinen Partner, weil …

  • er mich zum Lachen bringt.
  • er mich versteht.
  • ich ihm vertrauen kann.
Du liebst Seiten an deinem Partner, die DIR guttun.

Liebst du diesen Menschen auch noch, wenn er dich …

  • zum Weinen bringt?
  • total falsch versteht?
  • betrügt?

Nein? Dann ist das keine wahre Liebe. Punkt.

“Aber wie kann ich jemanden lieben, der mich betrügt?”

Nochmal: Wahre Liebe ist bedingungslos.

Das heißt nicht, dass du deinem Partner einen Freifahrtschein erteilen sollst und auch nicht, dass du ihm aus Liebe jeden Fehltritt verzeihen musst. Es heißt nicht einmal, dass du die Beziehung nicht beenden solltest, wenn sich diese Parameter ändern, denn es kann ja sehr wohl ein Punkt sein, mit dem du nicht leben willst, weil du so nicht glücklich sein kannst und weil Selbstliebe immer vorgeht und die Basis ist.

Es heißt nur, dass deine Liebe zu dieser Person nicht von all diesen Faktoren abhängt. Sie ist da oder nicht. Und sie kann trotz eines Betruges da sein und trotz dem Ende einer Beziehung. Wir erinnern uns:

“Lieben tut man obwohl …”

Aber ja, die Liebe kann unabhängig davon auch vergehen…

 

9) Wahre Liebe ist … vergänglich

Wahre Liebe ist vergänglich

Auch das klingt erst einmal unangenehm.

Sehnen wir uns doch nach der einen, der ewig währenden Liebe bis zum Tod und darüber hinaus (das Twilight-Phänomen lässt grüßen).

Aber die Wahrheit ist, dass auch die wahre Liebe vergänglich ist. Und das ist auch gut so, denn:

Wenn etwas ewig dauert und garantiert ist, wird es uninteressant und wertlos.

Ich bringe den Vergleich oft und mache auch hier nicht davor halt:

  • Wenn Diamanten wie gewöhnliche Kieselsteine überall herumliegen würden, wären sie nichts wert.
  • Wenn unser Leben endlos wäre, wäre es nichts wert. Wir hätten keine Motivation, je etwas zu erledigen und etwas mit unserem Leben anzufangen (weshalb wir den Tod brauchen).
  • Und wenn die Liebe endlos wäre, hätten wir keinen Anreiz mehr, uns um den anderen zu bemühen oder unsere Liebe auszudrücken. Er wird uns ja sowieso für immer lieben.

Das ist der Grund, warum so viele Beziehungen heutzutage kurz nach der Hochzeit zerbrechen. Weil dieses Gefühl der Sicherheit – auch wenn es natürlich nur eine Illusion ist – der ganzen Sache den Reiz nimmt.

Es ist und war schon immer so: Du willst, was du nicht haben kannst.

Und was du hast, willst du irgendwann nicht mehr.

Deshalb tut es meiner Meinung nach jeder Beziehung nur gut, wenn man sich darüber klar ist, dass der Partner sich jeden Tag auch dafür entscheiden kann, diese Beziehung nicht mehr weiterführen zu wollen. Und dass man das selbst natürlich auch kann!

“Das ist aber ziemlich riskant und vage, so zu lieben.”

Nein, ist es nicht. Es ist ehrlich, denn dieses Risiko besteht ohnehin in jeder Beziehung, nur versuchen wir es meist bewusst zu ignorieren und das ist wie gesagt nicht förderlich. Und das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt:

 

10) Wahre Liebe ist … ehrlich

Wahre Liebe ist ehrlich

Sie hat nichts mit Taktiken und Strategien zu tun.

Keine Spielchen, um jemanden zu erobern, ihn zurückzugewinnen oder dem Objekt der Begierde sogar andere Optionen zu vermiesen.

Das alles braucht wahre Liebe nicht, weil sie nicht darauf angewiesen ist, etwas zu bekommen. Sie wird einfach gegeben und das ist schon genug.

Wahre Liebe ist nicht berechnend, denn wahre Liebe hat nichts mit dem Kopf zu tun:

 

11) Wahre Liebe ist … keine Entscheidung

Wahre Liebe ist keine Entscheidung

Sie ist intuitiv, aus dem Bauch bzw. dem Herzen heraus.

Entweder sie ist da oder nicht.

Du kannst sie nicht heraufbeschwören und auch nicht mit Argumenten verdrängen. Und du kannst sie nicht festhalten.

Das einzige was du tun kannst, ist sie zulassen.

Deshalb bringt es auch nichts, in Beziehungsfragen zu grübeln und eine rationale Entscheidung herbeiführen zu wollen.

Über die Liebe mit dem Kopf entscheiden zu wollen gleicht dem Versuch, einen Nagel mit einem Waschlappen einzuschlagen.

Wir nutzen ein Instrument, das rein gar nichts mit diesem Vorgang zu tun hat.

Deshalb gibt es in Wahrheit auch keine Antwort auf die Frage, warum du jemanden liebst. Ja, du kannst wieder mit Eigenschaften Antworten, die du an ihm liebst (vergl. Punkt 8), zum Beispiel …

  • seinem guten Aussehen,
  • seinem Humor,
  • seiner Fürsorglichkeit.

Aber all das sind Eigenschaften, die auch andere Menschen haben, die du nicht liebst. Sie haben also absolut gar nichts mit deiner Liebe zu tun.

Wahre Liebe lässt sich nicht begründen. Und das ist nichts anderes als ein weiterer Beweis dafür, dass wahre Liebe bedingungslos ist, denn sobald du Gründe dafür formulieren könntest, wären das gleichzeitig Bedingungen für deine Liebe.

 

12) Bonus: Wahre Liebe ist … im Hier und Jetzt

Wahre Liebe ist im Hier und Jetzt

Klingt erst einmal offensichtlich.

Wo sollte die Liebe sonst stattfinden, wenn nicht hier und jetzt?

Die Antwort ist natürlich in der Vergangenheit und Zukunft.

Und genau da sind wir viel öfter unterwegs, als wirklich im Hier und Jetzt. Ja, auch in Sachen Liebe.

Wenn es um die Liebe geht, denken wir oft zurück an eine verflossene oder verpasste Liebe. Das ist keine Liebe, das ist Nostalgie, Sehnsucht oder Trauer.

Manchmal denken wir auch an eine mögliche, zukünftige Liebe oder gar an die große Liebe und ob und wann wir sie endlich erfahren werden. Oder daran, ob und wie unsere Beziehung in Zukunft aussehen wird. Ob sie sich lohnen wird? Auch das ist keine Liebe, das sind Hoffnungen und Ängste.

Wahre Liebe kann immer nur in der Gegenwart stattfinden. Genau jetzt, genau hier.

Wenn ich jetzt in diesem Moment meinen Partner Liebe und es keine Rolle spielt, ob er mich vielleicht in 5 Jahren verlässt oder ob ich noch vor 5 Monaten für einen anderen Menschen so empfand.

Wahre Liebe ist keine Investition. Es geht nicht darum, möglichst zukunftssicher oder beständig zu lieben. Es geht darum, Liebe zu erfahren. Und das geht nur in der Gegenwart.

 

Fazit

Wahre Liebe ist bedingungslos.

Was ist Liebe?

Wir verwechseln Liebe in der Regel mit emotionaler Abhängigkeit.

Das ist genau das Gegenteil von Liebe, denn dabei ist der andere nur ein Mittel, damit es uns besser geht.

Wir haben fast alle dieses falsche Verständnis von Liebe, weil es uns  als romantisches Ideal eingetrichtert wird und das Phänomen der Verliebtheit diesen Eindruck verschärft. Mit wahrer Liebe hat das aber nichts zu tun:

Wahre Liebe ist…

  • bedingungslos
  • keine Konvention
  • Freilassen
  • nicht eifersüchtig
  • ein Bonus
  • nur in dir
  • immer und für jeden da
  • ganzheitlich
  • vergänglich
  • ehrlich
  • keine Entscheidung
  • immer im Hier und Jetzt

Im Grunde beschreiben all diese Punkte aber ein und dasselbe: Die Tatsache, dass wahre Liebe Loslassen bedeutet.

 

P.S.: Jetzt weißt du, was ich unter wahrer Liebe verstehe. Ich habe schon oft gehört, dass das etwas radikal ist und viele das nicht so sehen. Deshalb interessiert mich brennend was du davon hältst? Was verstehst du unter Liebe? Ich bin unheimlich gespannt auf deine Antwort in den Kommentaren!

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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen, ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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78 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Katja

    10. Februar 2019

    Hallo Normen,
    Ich bekomme schon seit ner Weile Deine Emails… und lese sie gerne um immer wieder an das eine oder andere erinnert zu werden, das man gerne mal vergisst!

    Ich finde Deinen Artikel hier sehr gut, radikal, aber gut. Und dennoch fehlt mir hier der Punkt, wie Liebe gelebt wird. Wir sind alle bestrebt in einer Beziehung zu leben, der Eine mehr der Andere weniger.
    Nun, ich bin seit 4 Wochen in einer Beziehung und habe jetzt die Chance, das was ich in den letzten Monaten erfahren habe in die Tat umzusetzen.
    Bedingungslos, loslassen, ohne Erwartungen, usw…
    Soweit alles gut, es ist einfacher,befreiender und dennoch… man möchte mit dem Partner dem man seine Liebe schenken will auch zusammen sein, möchte ihm Nahe sein, die Beziehung Leben, im Aussen… doch darüber wird nichts geschrieben… und dies umzusetzen finde ich schwierig. Man möchte Zukunftspläne machen, doch wenn die Liebe endlich ist, wo ich Dir Recht gebe, wird es schwierig, wenn man sich finanziell und auch örtlich vielleicht verbindet, sich verstrickt.
    Wir Beide kommen sehr gut alleine zurecht und hatten das nicht geplant, es ist einfach passiert und jetzt haben sich 2 Dauersingle zusammen getan, wir sind Beide sehr bewusste Menschen und Wissen unserem Rucksack der Vergangenheit, und arbeiten daran, aber wie lebt man die Liebe im Aussen, mit dem was Liebe ist?

    Liebe Grüße Katja

    (8) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Februar 2019

      Hey Katja,

      danke für deinen wertvollen Kommentar und dein positives Feedback =)

      Es stimmt leider. Der Artikel ist eher theoretischer Natur. Das liegt daran, dass ich immer versuche, möglichst allgemeingültig zu schreiben, so dass es jeder auf seinen individuellen Fall übertragen kann.

      Deine Frage lässt mich unweigerlich an den letzten Artikel denken, den ich geschrieben habe:

      https://www.vernuenftig-leben.de/ziele-erreichen/

      Es geht zwar wieder ganz allgemein um Ziele, aber genau um dieses praktische Umsetzen des Loslassens im Leben. Übertragen auf deine / eure Situation bedeutet das, dass man natürlich ein gemeinsames Leben bzw. eine gemeinsame Zukunft anstreben kann (Stichwort Orientierungen). Aber man sollte sich eben nicht zu sehr darauf versteifen und davon abhängig machen (wenn du den Beitrag liest, ergibt das wahrscheinlich mehr Sinn).

      Natürlich kann man unter dem Gesichtspunkt gemeinsam Pläne schmieden und sich örtlich und auch finanziell verbinden. Wichtig finde ich nur, dass jeder für sich noch seine „Basis“ behält. Das heißt, das jeder auch für sich alleine noch leben und lieben kann. Das kann bedeuten, dass man sich bei der gemeinsamen Planung nicht total selbst aufgibt, zum Beispiel indem der andere Wegziehen will und man ihm zuliebe einfach alles aufgibt. Es kann bedeuten, dass man sich einfach nur gedanklich immer wieder bewusst macht, dass man jederzeit auch wieder ausziehen und sich eine eigene Wohnung nehmen kann. Oder es kann bedeuten, dass man auch tatsächlich praktische Maßnahmen ergreift, um jedem eine gewisse Eigenständigkeit zu erhalten, zum Beispiel dass man seine Konten nicht einfach zusammenlegt, sondern dass jeder seines behält und man z.B. ein drittes Extrakonto anlegt, über das man gemeinsam verfügt.

      Wie gesagt, das alles ist sehr individuell und deshalb versuche ich auch die Beiträge eher allgemein zu formulieren, denn was für dein einen ein goldrichtiger Ratschlag sein kann, kann für einen anderen sehr fehl am Platze wirken.

      Deshalb ist das Wichtigste Kommunikation: Ihr müsst für euch herausfinden und festlegen, wie ihr euch jeweils eure eigene Basis erhalten könnt und was das für euch bedeutet und euch auf dieser Basis gegenseitig Leibe schenken könnt =)

      Ich hoffe, das ganze war jetzt nicht wieder zu vage und beantwortet deine Frage?

      Liebe Grüße und auch dir noch ein schönes Rest-Wochenende!

      Norman

      (1) War das hilfreich?
      Antworten
      • Katja

        10. Februar 2019

        Da muss ich Dir natürlich Recht geben, es ist sehr individuell, und Du kannst nicht auf alle Eventualitäten eingehen, gut!!
        ABER, wenn man immer im Hinterkopf hat, was wäre wenn, und sich immer auf dem Sprung befindet, es könnte ja sein, wobei ich mit Dir da einer Meinung bin, es könnte ja auch, immer ein Hintertürchen auf hält um „nen Abgang“ zu machen…
        Verstehst Du worauf ich hinaus will?

        Liebe Grüße von der „Ganz oder gar nicht“ Katja 😉

        (4) War das hilfreich?
        Antworten
        • Norman Brenner Norman Brenner

          12. Februar 2019

          Hey Katja,

          schön, dass du nochmal schreibst und danke für die Erläuterung =)

          Ja, ich verstehe jetzt, was du meinst. Das ist aber leider genau das typische Ego-Verhalten, von dem ich oben rede ^^

          Das Ego will einfach diese Unsicherheit nicht haben. Es will Sicherheit und Treue und am besten für immer und ewig. Aber die gibt es nicht. Es ist immer nur eine Illusion, weil sich auf beiden Seiten der Beziehung jeden Tag etwas ändern kann. Die Realität ist eben so: Jeder kann jederzeit einfach „einen Abgang“ machen. Das Leben ist nicht ganz oder gar nicht ;-)

          Aber ok. Du meinst ja hauptsächlich, wie man mit dem Bewusstsein darüber umgehen sollte:

          Das hat meiner Meinung nach nichts mit „auf dem Sprung“ sein zu tun. Hast du den Beitrag über Ziele und Orientierungen gelesen? Da wird das ganz schön deutlich. Der Wanderer mit den Orientierungen ist ja auch nicht dauernd auf dem Sprung oder hetzt. Im Gegenteil, er kann den Weg erst richtig genießen, eben weil er sich nicht so einen engen Rahmen steckt.

          Und übertragen auf eine Beziehung heißt das eben, dass man sich sehr wohl am Zusammensein und auch der gemeinsamen Zukunftsplanung orientieren kann, aber dieses eben nicht als feste Größen und Erwartungen in Stein meißelt. Für sich selbst natürlich. Das heißt nicht, dass man mit dem Partner immer in der Weise kommunizieren sollte „Wir planen das jetzt mal so und so, aber du weißt ja, es gibt keine Garantie..“. Klar, das ist wahrscheinlich nicht sehr zuträglich für die Beziehung.

          Es geht immer darum, wie man für sich selbst damit umgeht.

          Hat das deine Frage beantwortet? Ansonsten frag gerne nochmal nach =)

          LG Norman

          (4) War das hilfreich?
          Antworten
  2. Luka Antonia

    10. Februar 2019

    Sehr weise und inspirierende Worte!

    Als radikal empfindet es der Ego, da es als nicht „sicher“ empfunden wird und er davon ausgeht, dass seine Bedürfnisse „nach Liebe von außen“ berechtigt sind.
    Aber wenn man lernt, darüber hinaus zu schauen, erkennt man, dass die Liebe, wie du sie beschrieben hast, die einzig wahre Liebe ist. Und sie bei der bedingungslosen Liebe für uns selbst anfängt.
    Denn nur dann sind wir in der Lage, alle anderen auch bedingungslos zu lieben.

    Herzlichen Dank für das Teilen deines Wissens und die bereichernden Beiträge Norman!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Februar 2019

      Hey Antonia,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag =)

      Ja, das hast du recht. Das Ego ist es wohl, dass sich vehement gegen diese Auffassung von Liebe währt, weil es sich dadurch natürlich bedroht sieht.

      Leider kann man das Menschen, bei denen das Ego sehr dominant ist, nicht so einfach erklären, denn sie nehmen ja fast alles durch das Ego wahr.

      Aber wie du sagst: es beginnt immer bei einem selbst. Und in diesem Sinne, müssen dann auch solche Menschen wahrscheinlich einfach selbst drauf kommen.

      Liebe Grüße und hab noch einen schönen Rest-Sonntag!

      Norman

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  3. Grit

    18. Februar 2019

    Hallo Normen,

    danke für deine Ausführungen, deine Ansichten.

    Ich denke, ich komme dem im Allgemeinen schon ziemlich nahe. Ich bin ein Mensch, der gerne und bedingungslos gibt, weil ich eben so bin. Es ist keine Einsicht oder etwas Eingeübtes, ich freue mich, wenn ich jemandem Freude mache, ich helfe (fast) immer und höre zu. Oftmals wird das ausgenutzt und im Moment bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich einüben muss, das alles nicht mehr zu tun. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß.
    Du hast das alles sehr gut beschrieben, aber mir fehlt quasi ein Hinweis auf die Konsequenzen. Denn wenn man immer und überall so lebt und liebt, geht man kaputt in dieser Welt.

    Das mit der Liebe im Speziellen sehe ich schon auch so. Aber warum sollte es keine echte Liebe sein, wenn man den Anderen vermisst und traurig ist, wenn man (aus welchen Gründen auch immer) sich nicht sehen kann, nicht haben kann?

    Ich freue mich, wenn du mich da noch etwas erhellen könntest.

    LG Grit

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Februar 2019

      Hey Grit,

      danke für deine Gedanken zum Thema =)

      Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den du da ansprichst. Denn ich rede im Artikel keinesfalls davon nur zu geben und selbst daran kaputt zu gehen. Das Gegenteil ist der Fall, denn man soll ja immer und zuerst auf sich selbst achten! Unter dem Gesichtspunkt kommt man also erst gar nicht in die Situation, dass man gibt und gibt und sich verausgabt.

      So wie das, was du bekommst ein Bonus sein sollte, sollte auch das was du gibst, ein Bonus sein. Für andere und für dich. Eine Kür, keine Pflicht. Wenn jemand das von dir Erwartet, hat das nichts mehr mit Liebe zu tun, dann sind wir wieder bei der Konvention, dem Tauschhandel. Oder dem Handel ohne Tausch, weil jemand nur einfordert. Da muss man dann auch genügend Selbstliebe praktizieren, um sich lösen zu können und auf sich zu schauen.

      Man muss aufpassen, dass das ganze nicht ins Märtyrertum kippt, das heißt, dass man sich selbst nur gut und wertvoll fühlt, wenn man etwas für andere tut. Das ist mindestens genauso ungesund. Helfersyndrom ist auch so ein Stichwort. Ich wollte das sogar schon in diesen Artikel einbauen, aber das wäre zu lang geworden. Dazu schreibe ich mal einen eigenen.

      Es kommt drauf an, wie man traurig ist. Wenn es einen zerfrisst und man darunter leidet, dass der andere nicht da ist, dann basiert das ganze in der Regel nicht auf wahrer Liebe (nach der obigen Definition), sondern einem Mangel. Wenn man sich einfach wünscht, dass der andere da wäre, weil es mit ihm noch schöner ist, kann das durchaus wahre Liebe sein. Am Ende geht es halt immer um einen selbst und wie man damit umgeht =)

      Ich hoffe, meine Gedankengänge haben das etwas verständlicher gemacht. Wenn nicht, frag gerne nochmal nach.

      LG Norman

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  4. Manuela Fischer

    19. Februar 2019

    Lieber Norman,
    ist das Liebe für dich,den Menschen den du liebst,mit jemand anderem zu teilen? Körperlich und emotional.Dir würde es nicht weh tun im Herzen,zu wissen,das alles was dieser Mensch mit dir teilt,auch noch mit einem oder mehreren anderen hat? Wie gesagt,körperlich und emotional? Weil Treue heißt sich auf einen zu beschränken.
    Du würdest es also akzeptieren, wenn der Mensch das braucht um glücklich zu sein? Liebe mit anderen außer dir teilen? Ich kann das nicht.Auch wenn Liebe Freiheit und Loslassen heißt. Aber ich könnte diesen Menschen nicht mehr in meiner Nähe ertragen. Wenn ich ihn mit einer oder mehreren Frauen teilen müsste. Emotional oder körperlich. Spielt keine Rolle auf welcher Ebene. Ja,vielleicht gehöre ich zu den 99% der Welt.Aber ich stehe dazu.Alles hat seinen Punkt wo man sagt,Liebe ja.Aber gewisse Regeln sollte man einhalten.Und Regeln sind halt auch Beschränkungen. Und die gibt es ja für dich in der Liebe nicht. Und Liebe kann ein ganzes Leben dauern. Und man kann 24h/7Tage bei jemanden sein, und ihn lieben.Und ihm sagen ich liebe dich. Sicher kann man jemanden sagen, warum man ihn liebt. Weil es Dinge gibt,die nur dieser Mensch bei einem bewirkt. Kein anderer. Positiv wie negativ.Das ist für mich Liebe. Klar, muss ich den anderen akzeptieren,wie er ist. Und ihm Raum lassen. Aber nicht kommen und gehen wann er es will. Weil dann brauche ich niemand der mich liebt. Wenn er da ist wann er das will.
    Eltern lieben auch nur ihre Kinder. Und nicht die vom Nachbarn.Die hat man vielleicht lieb. So sehe ich das.
    Liebe Grüße
    Manuela

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Februar 2019

      Hey Manuela,

      danke, dass du deine persönliche Ansicht zu dem Thema mit uns teilst =)

      Ja, teilen… der Begriff passt schon irgendwie in der Beziehung nicht für mich. Teilen bedeutet ja, dass ich jemandem etwas abgebe, was mir gehört. Aber gehört mir ein anderer Mensch? Ein Partner? Ich würde das für mich so nicht definieren wollen.

      Für mich ist Liebe wirklich unabhängig. Ob ich tatsächlich so mit einem Menschen zusammenleben könnte und wollte steht auf einem anderen Blatt, aber so wie ich in Punkt 8 oben beschrieben habe, kommt es ja in erster Linie auf die Selbstliebe an. Wenn man also mit so einer Beziehung nicht glücklich sein kann, kann es durchaus sein, dass man besser nicht zusammen ist, obwohl man den anderen wirklich liebt.

      Ich habe jedenfalls das Gefühl aus deiner Schilderung große Besitzansprüche gegenüber deinem Partner herauszulesen. Das muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein. Wenn dein Partner das ähnlich sieht und ihr euch einig seid, ist das doch super =)

      „Weil dann brauche ich niemand der mich liebt.“ schreibst du. ganz genau =) Dann will ich ihn wirklich, ohne dass ich es „nötig habe“.

      Wie gesagt, das ist ein sehr kontroverses Thema und ich weiß, dass meine Ansicht da sehr radikal ist. Ich bin aber auch sehr froh darüber, dass du uns deine hier vorgestellt hast und bin sicher, dass das viele auch so sehen. Und das ist auch gut, denn dann bleibt die Liebe bunt =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  5. Isabella

    3. Juni 2019

    Vor Jahren habe ich das verfasst….

    Liebe ❤️

    Liebe wer bist du was bist du?

    Wie die meisten glauben zu wissen ist liebe ein Gefühl – ja ein Gefühl – aber ist es ein Gefühl erzeugt durch ein Hormon?
    Ist liebe das Gefühl vor den besagten Schmetterlingen im Bauch? Oder ist das in dem Fall einfach nur ein Kick für das neue?
    Lange Zeit habe ich geglaubt wenn die Seele ruhig ist dann stimmt was nicht 🤔 und ich habe angefangen zu suchen was es tatsächlich ist?

    Ich habe angefangen die Liebe zum Partner mit der Liebe zu den Kindern zu vergleichen – denn schaut doch mal her…
    Die Geburt ist anstrengend und erschöpft uns doch wenn dieses kleine Wesen in deinen Armen liegt hast du alles vergessen und bist erstmal verliebt 😍 es werden Hormone ausgeschüttet um dich mit deinem Kind zu verbinden – dir ist nichts zu anstrengend – ob nachts aufstehen, zum Arzt fahren oder zum 1000sten mal das hinuntergeworfene Spielzeug aufzuheben – dies passiert mit einem Lächeln im Gesicht …
    Diese Phase geht irgendwann über in die bedingungslose Liebe – oder habt ihr schon mal von einer Mutter gehört welche ihr Kind hasst? (Wenn dem so sein sollte liegt es eher an dem eigenen inneren Gefühl) Klar gibt es bestimmte Lebensumstände welche einen Menschen zu bestimmten Handlungen führen, dies ist aber nicht die Regel.

    Mit meinen Kindern erlebte ich, was es bedeutet wirklich zu lieben ohne Zweifel.
    Eine Liebende Mutter entwickelt enorme Kräfte um ihr Kind zu schützen und gibt niemals auf!

    Nun komme ich zurück zur zwischenmenschlichen Liebe und frage mich warum es da nicht funktioniert? (Es ist nicht wissenschaftlich sondern NUR meiner eigenen Logik folgend)
    Ich begegne einem Menschen und bin interessiert, dann geht es über in die Verliebtheit – Hormaonausschüttung um Bindung zu gewährleisten – um dann in die bedingungslose Liebe zu gelangen…

    Ich habe festgestellt das heutzutage viele Menschen einfach nur dieser Verliebtheit hinterher sind weil sie indem Irrglauben sind das das die Liebe ❤️ ist – das heißt sie gehen immer wieder den Weg der Verbindung und wenn dieser Weg bestritten ist verlassen Sie den Pfad … 🤔

    Nun war auch ich an solch einem Punkt und fragte mich? Was ist es denn? Für mich ist es (jetzt) bewusst die Phase der Sicherheit – das ist der Weg zum Ziel – wenn ich jetzt in dieser Phase anfange mein gegenüber zu bedrängen, einzusperren, unter Druck zu setzen oder meine Ängste zu puschen, damit zerstöre ich die Beziehung …

    Schau – wenn ich als Mutter genau das beim Kind machen würde dann hat es keine Chance für Entwicklung…
    Ich gebe dem Baby Freiheit damit es die Umgebung erkundet, ich lasse es los damit es auf eigenen Beinen steht, ich geben ihm Gelegenheit für Antwort damit es sprechen lernt und ich bin geduldig damit es diese Sachen lernt.

    Somit habe ich mir gedacht sollte ich zufrieden sein mit dem jeweiligen ist Zustand – denn das bedeutet Entwicklung – ja Entwicklung für beide Partner denn jeder ist ein eigenes Individuum und das kann durchaus bedeuten das sich in dieser Entwicklung herausstellt das die gemeinsamen Ziele auseinandergehen oder auch nicht….

    So, kommen wir zu dem Kind – wir unterstützen und fördern und lassen Freiraum – wir leiden auch und werden enttäuscht 😔 aber trotzdem habe ich noch niemals aufgehört für meine Kinder zu kämpfen!! Und das mit vollkommener Liebe ❤️

    Also was passiert in unseren Partnerschaften? (Wen nicht einer schon geflüchtet ist – um nach der nächsten Hormonsusschüttung zu suchen 🤔)
    Für mich gibt es immer zwei Wege (rechts und links) aber auch noch einen geradeaus also durch das Gestrüpp aber dann ist es der eigene.

    Der Weg eins – ich lebe so mit meinem Partner – wir begegnen uns immer wieder und gleichen uns aus, lernen von einander unterstützen uns und kommen mit dieser Entwicklung BEIDE gut zurecht, unsere Trennung findet statt, mit dem Tod des geliebten Menschen.

    Der Weg zwei – wir leben harmonisch in einem Haushalt und entwickeln uns zwar gemeinsam aber in eine andere Richtung.
    Auch das ist der richtige Weg, mit liebe im Herzen lasse ich dem Menschen den Raum für Entwicklung – auch wenn es bedeutet das dieser Mensch einen anderen Weg aufnimmt als ich …
    Die Trennung findet statt, mit der Trennung von diesem Menschen.

    Jetzt mal hingesehen zum Kind, auch da kommt es zur Trennung wir helfen unseren Kindern mit bedingungsloser Liebe deren weg zu finden … um sie dann gehen zu lassen, in ihr eigenes Leben.
    Doch ist es nicht schön zu sehen und beruhigt zu sein – schau her das hast du erschaffen mit deiner ganzen Kraft, Hoffnung und Liebe ❤️
    Das ist Entwicklung – und trotz Trennung ist diese Liebe im Herzen verankert und keineswegs verloren!

    Wisst ihr es ist immer einfacher aus der Situation zu fliehen, wegzurennen sich zu verstecken – nur ist das der richtige Weg zur Entwicklung? Wenn die Liebe dann ganz laut schreit – nach loslassen …

    Manchmal ist es halt so im Leben das bestimmte Wege vorgesehen sind damit ich mich entwickeln kann – ich danke den Personen in meinem Leben für jegliche Entwicklung 😍😍😍 jede Begegnung führt mich ein Schrittchen nach vorne.

    Um zur Liebe zurück zu kommen (weil ich schon etwas ausschweife)
    Denkt bitte mal zurück – wie ist euer Leben bis hierher gekommen? Was hat dazu geführt das es heute so ist wie es ist? Es wäre garantiert nicht so wie es ist wenn es anders gelaufen wäre.
    Nun ist die Vergangeheit unveränderbar – aber wir haben jeden Tag die Möglichkeit den nächsten Weg zu nehmen – mit Liebe im Herzen – seinem Partner gegenüber zu stehen und ihm danken das er mich bis hierher begleitet hat ❤️

    Also bitte gebt der Liebe halt und Unterstützung, Kraft, Hoffnung, Geduld und aber auch die Option zum loslassen…

    Hört auf, negative Emotionen zu entwicklen nur weil das gegenüber (und das kann auf alle Menschen übertragen werden) einen eigenen Weg gewählt hat um für sich etwas zu lernen ….

    Im „Normalfall“ (und das sage ich bewusst, wer mich kennt weiß warum) würden wir unser Kind doch niemals – hassen, wegstoßen oder aufhören zu lieben – nur weil es den eigenen Weg geht … es liegt einfach in uns, in unseren Herzen ❤️

    Lasst die Kinder der bedingungslosen Liebe deren eigenen Weg gehen – die Liebe stirbt nie!!!! Im Herzen ist sie immer vorhanden – für immer…

    Das wollte ich einfach mal gesagt haben ❤️❤️❤️

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. Juni 2019

      Hey Isabella,

      Wow! Danke, dass du diese wundervollen Zeilen hier mit uns teilst =)

      Ich finde deinen Vergleich mit der Liebe zu einem Kind genial und vor allem die Schlussfolgerung, die du daraus ziehst, nämlich auch jedem anderen Menschen eben aus Liebe heraus zu gestatten, seinen eigenen Weg zu gehen. Viel mehr kann und will ich einfach gar nicht dazu sagen, weil deine Zeilen für sich einfach sehr rund und komplett sind. Ich hoffe, dass viele sie hier lesen werden =)

      Oh, doch eins noch: <3

      Liebe Grüße

      Norman

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  6. Christine

    10. Februar 2019

    Lieber Norman,

    Das Thema hat mir sehr gut gefallen. Hat mich zum Nachdenken gebracht…
    Man kann darüber wohl endlos diskutieren.Gebe dir aber in vielem recht.
    Lieben tue ich, auch wenn der andere mich nicht liebt. Aber wenn 2 Menschen sich lieben,dann werden sie sich auch gegenseitig gut tun,die Nähe geniessen und füreinander da sein. Also ist eine Beziehung schon eine Art Tauschgeschäft.
    Nur die Liebe an sich nicht.Wenn einer den anderen nicht mehr liebt, muss man ihn gehen lassen.Loslassen .
    Könnte Romane darüber schreiben…Wünsche einen schönen Sonntag.
    LG Christine

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Februar 2019

      Hey Christine,

      danke für deine bereichernden Gedanken zum Thema =)

      Ja, das Thema ist sehr ergiebig und mir geht es ähnlich, wie man sieht ^^

      Genau das habe ich oben mit dem Bonus gemeint. Es heißt ja nicht, dass man sich nicht gegenseitig guttun soll und es nicht genießen darf. Es heißt halt nur, dass es ein On-Top-Bonus ist und nicht der Kern der ganzen Beziehung. Dann wird es wie gesagt wieder abhängig und wacklig.

      Wünsche dir auch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!

      LG Norman

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  7. Mäx

    28. Februar 2019

    Hi Norman!

    Ich finde deinen Beitrag super!
    Genau so ist das mit der Liebe und ich schreibe das als großer Romantiker. ;)
    Für mich hat Romantik mehr damit zu tun wie ich meine Liebe ausdrücke und nichts damit jemanden fangen zu wollen.
    Obwohl ich diese Fehler natürlich auch schon gemacht habe.
    Ich habe bis jetzt nicht verstanden warum es dem Menschen am schwersten fällt im Hier-und-Jetzt zu sein…in jedem Bereich…nicht nur der Liebe.
    Dann wäre alles immer am richtigen Platz und jeder würde tun was er tun möchte, anstatt sich zu zwingen und selbst zu verarschen und andere an sich binden zu wollen.
    Wir leben so falsch.
    Alles könnte und kann besser sein und ganz einfach. Wenn wir es zulassen.

    Menschen wie du helfen dabei.

    LG Mäx

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      5. März 2019

      Hey Mäx,

      danke für deinen bereichernden Kommentar =)

      Und für diese tolle Erkenntnis: „Für mich hat Romantik mehr damit zu tun wie ich meine Liebe ausdrücke“

      Finde ich gut, dass du das so differenzierst =)

      Ich weiß was du meinst. Aber das Leiden brauchen wir auch. Es motiviert einige von uns, einen Ausweg zu finden. Es ist wie mit den schwarzen und weißen Feldern auf dem Schachbrett: Du brauchst die Felder der anderen Farbe, um drüber springen zu können =)

      Liebe Grüße und danke für die motivierenden Worte!

      Norman

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  8. Petra

    16. Februar 2019

    Hallo Norman!!!Ich stimme mit deinen radikalen Thesen über Liebe völlig überein und dennoch frage ich mich wie das in unserem menschlichen Dasein möglich ist das auch zu leben….da ich gerade bewusster werdender Single bin und dennoch Kinder habe besitze ich ein großes Übungsfeld denn wie ich meine Kinder liebe zeigt mir meine fehlenden Punkte auf wie Erwartung und den ganzen Schnickschnack ;-) dennoch fehlt mir dieses Feld des männlichen Gegenübers /da spüre ich einen Mangel oder eine Sehnsucht mich mit diesem Gegenüber zu spiegeln oder auch gesehen zu werden /dann wären wir doch alle Solo also wollen wir uns ja als weibliche an männliche Kräften binden oder auch bei anderer Gesinnung !!Wir sind doch auch in der heutigen Zeit nicht dafür gemacht „alleine“zu wandeln um genug Selbstliebe zu haben damit wir dann einen Bonus erfahren ….dann brauchen wir keinen mehr …:-)Die intime Zweisamkeit lässt uns doch erst noch mehr Flügel wachsen um über uns hinauszuwachsen und zwar auch im hier und jetzt !!!Dennoch glaube ich auch dass man erst die annähernde Liebe in sein Leben zieht wenn das Mass an Eigenliebe gewachsen ist!! 😊

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Februar 2019

      Hey Petra,

      danke für deinen persönlichen Beitrag zum Thema =)

      Ja, genau so sehe ich das. Dann brauchen wir keinen mehr. Dann wollen wir jemanden wirklich =)

      Es ist halt ein sehr individuelles Thema und hängt stark vom persönlichen Hintergrund ab.

      Zu deiner Metapher mit den Flügeln fällt mir aber ein Motto ein, dass mir ein sehr lieber Mensch einmal gesagt hat:

      F.L.Y. – First Love Yourself ;-)

      Ich finde, wenn jeder für sich schon fliegen kann, ist es umso schöner, gemeinsam zu fliegen =)

      Aber wie gesagt bin ich mir ja durchaus bewusst, dass meine Ansichten da etwas radikal sind. Ich freue mich aber auch immer wieder darüber, andere zu hören und finde es auch gut und richtig, dass jeder seine eigene Vorstellung davon hat =)

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Inga

        20. Februar 2019

        Hallo Norman,
        ich sehe den Artikel mit gesmischten Gefühlem. Ja, Liebe geht nur in Freiheit, ganzheitlich, und sollte sich von (flaschen) Erwartungen so frei wie möglich machen, im hier uns jetzt sein. Abre drei wesentliche Kritikpunkte:

        a) So wie Liebe hier dargestellt wird ist sie völlig beliebig und unverbindlich, ist ist da, dann wieder weg, dann liebe ich halt jemanden anderen (und der Parner soll das dann auch noch gut heißen und viel Glück wünschen!), ohne jede Zukunftsperspektive… Traurig, wenn das so wäre. Dann könnten Menschen sich nicht aufeinander verlassen, nicht heiraten oder sonst irgendeine Zukunft gemeinsam planen. Das ist nicht meien Verständnis von Liebe.

        b)Doch, Liebe ist beeinflussbar. Sie kann bei Druck oder irgendwelchen Problemen schwächer werden, und man kann dann reden, Verhalten ändern, eben vilelicht auch wieder etwas loslassen, und ihr Raum geben, sich wieder zu entfalten. Das ist auch Beziehungs“arbeit“ im besten Sinn, und das sollte einem wahre Liebe wert sein.

        c) Selbst wenn die meisten gewagten Thesen hier simmen sollten: Wie Normalos sind keine Mönche in buddhistischen Klostern, die jahrelang Entsagung, Selbstlostigkeit und Tiefenentspannung im hier und Jetzt trainiert haben. Viele, die das hier lesen, werden sich also frustiert sagen, dass sie offenbar zu wahrer Liebe nicht fähig sind… Das ist Unsinn! Menschen machen Fehler, und wahre Liebe verzeiht diese…!

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          26. Februar 2019

          Hey Inga,

          danke für deine Gedanken zum Artikel und deine ehrliche Kritik =)

          Zu a) Nur weil du etwas nicht kontrollieren kannst, heißt das nicht, dass es völlig beliebig ist. Es ist wie wenn Blumen im Frühling anfangen zu blühen. Sie tun es aus sich selbst heraus. Niemand drückt einen Schalter dafür. Aber ist das beliebig? Und natürlich sollte der Partner das gut heißen. Alles andere würde bedeuten, dass er die Gefühle desjenigen, den er angeblich liebt, überhaupt nicht respektiert.

          Das klingt sehr danach, als ob du nicht wirklich Liebe meinst, wenn du von deinem Verständnis von ihr redest. Das klingt für mich eher wie Zweckgemeinschaft. Wahre Liebe kann auch ohne Heirat, ohne Zukunftspläne sein. Aber man kann auch in wahrer Liebe diese Dinge angehen. Nur das was du eben als „sich verlassen“ bezeichnet gibt es hier nicht, weil es ein „in Sicherheit wiegen“ ist, das so in der Liebe nunmal nicht existiert. Wir schaffen uns diese Illusion selbst.

          Zu b) Sehe ich persönlich auch komplett anders. Wahre Liebe hat absolut nichts mit Arbeit in irgendeiner Weise zu tun. Entweder sie ist stark genug, dass eine sich angleichende Dynamik entsteht, oder eben nicht. Aber alles was man durch willentliche Arbeit am Leben erhalten muss ist für mich keine wahre Liebe. Das ist dann wortwörtlich Arbeit.

          Ja, Druck kann das Verhalten ändern, aber nicht die Liebe. Liebe ist nicht das Verhalten von dir oder deinem Partner. Sie ist in dir. Die Liebe ändert sich nicht, wenn du dein Verhalten änderst und auch nicht, wenn dein Partner sein Verhalten ändert. Wohl aber kann sich die Liebe aus sich heraus ändern und in der Folge auch das Verhalten. Hier sollte man differenzieren.

          Zu c) Da stimme ich dir zu =) Wir sind alle nur Menschen (mit Egos). Aber was wären wir Menschen ohne höhere Ziele? Hilft es den Menschen wirklich zu sagen „Ach, das erreichen wir sowieso nicht, geben wir uns einfach mit dem Status Quo zufrieden“? Haben wir so unsere Fortschritte gemacht in der Raumfahrt, in der Medizin, im Leben? Weil wir uns zufrieden geben? Ich sehe das nicht so. Ich ziele lieber auf die Sterne und lande dann nur auf dem Mond, anstatt mich direkt an den Boden der Tatsachen zu ketten =) Vielleicht liegt der Unterschied hier auch einfach in der Art der Betrachtung… Ist dein Glas halb voll oder halb leer?

          Tut mir leid, wenn meine Antworten wie reine Gegenargumentationen aussehen. Das ist hier nicht meine Absicht und ich schätze es wirklich sehr, dass du deine Meinung hier eingebracht hast und bin sicher, dass das viele Leser genauso sehen werden. Ich wollte nur die Chance nutzen, um anhand deiner Aussagen meine Gedanken, die vielleicht im Beitrag nicht so ganz klar dazu rüberkamen, nochmal klarzustellen =) Auch für mich selbst! Deshalb danke nochmal für deinen bereichernden Kommentar =)

          Liebe Grüße

          Norman

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  9. Cristina

    27. Oktober 2019

    Hey
    Ich bin grade in einer wie sagt man toxischen Beziehung
    Ich bin aber noch so jung ubd ich weiß eben das ich nicht lieben kann ich bin ein sehr egoistischer Mensch und ich wusste schon immer das ich ihn nicht liebe aber dennoch brauche nun gibt er mir aber das Gefühl sich von mir trennen zu wollen wo ich sagen würde:
    Wenn es das ist was du willst und was dich glücklich macht dann ok
    Ich könnte ihn natürlich weiterhin an mir binden
    Aber was hätte das für einen Sinn?
    Ich frage mich wieso dieses twilight Phänomen so auf mich eingewirkt hat wo das Lieben auch ohne diesen Kitsch soviel schöner ist

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      29. Oktober 2019

      Hey Christina,

      danke für deinen persönlichen Kommentar =)

      Ich sehe das ganz genauso: Was hätte das für einen Sinn? Du nimmst damit nur ihm die Chance, weiterzuziehen und jemanden zu finden, der ihn wirklich liebt und dir selbst die Chance, zu wachsen und dir selbst genug zu sein.

      Ich denke, es ist das Ego, dass uns so oft trotz besserem Wissen festhalten lässt, weil es diese Sicherheit braucht, gemocht zu werden und dass da jemand ist. Aber fair ist es nicht.

      Liebe Grüße

      Norman

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  10. mona

    10. Februar 2019

    Ach Norman, im Grunde weiß ich das du Recht hast. Aber aber schreit das Ego. Und es schreit und schreit… ICH ICH ICH
    UNd doch weiß ich: Wenn ich mich nicht selber liebe, warum soll es dann ein anderer für mich tun? Wenn ich Liebe über Druck oder Zwang erreichen will, kann das wohl keine Liebe sein. Wenn ich glaube besser zu wissen was für den anderen gut ist, wo soll diese Art der Bevormundung enden? All das weiß ich inzwischen und freu mich auf den Moment, wenn ich ich bereit bin das mit offenem Herzen und Freude zu leben.Bis dahin ist es noch ein Stück Weg, bei dem mich The work of Byron Katie begleitet.danke dir für den Newsletter und dien klaren Worte!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Februar 2019

      Hey Mona,

      danke für deinen ehrlichen Beitrag =)

      Es scheint einfach grundsätzlich eine Herz gegen Kopf Geschichte zu sein und die Frage ist einfach, welcher Seite wir mehr Gewicht geben. Wie in der Geschichte mit dem schwarzen und dem weißen Wolf =)

      Ich denke aber, je mehr man sich bewusst damit auseinandersetzt, desto unausweichlicher wird es, dass das Ego immer weiter abbaut, weil paradoxerweise die Logik hinter dieser Herzenssache so bestechend ist und der rationale Verstand sich in dieser Angelegenheit zwangsläufig selbst wegrationalisiert ^^

      Ohje, dass muss ich selbst erst einmal kurz sacken lassen ^^

      Liebe Grüße und hab ne tolle Restwoche!

      Norman

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  11. Anna

    11. Februar 2019

    Lieber Norman!
    Ich habe jetzt Monatelang deine Beiträge verfolgt und …
    du schreibst so tief, so treffend, so fein und sehr verständlich.
    Du hast eine interessante Lebenseinstellung und inspirierst damit vermutlich sehr viele Menschen…
    Gratuliere!!!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Februar 2019

      Hey Anna,

      schön von dir zu lesen und danke für deine motivierenden Zeilen =)

      Mir geht wirklich das Herz auf, wenn ich höre, dass meine Texte ankommen und helfen, denn genau dafür mache ich das hier =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  12. Cordula

    14. Februar 2019

    Hallo Norman,
    hier ein paar Gedanken zu Deinem Artikel.
    Ich finde ihn in Teilen gut. Gut, weil er mir Gelegenheit gegeben hat, meine eigene Liebe zu überprüfen. Eine Liebe, die ich als wahre Liebe bezeichne, obwohl sie Deine Kriterien nicht durchgängig erfüllt.
    Aber Du beschreibst nicht wahre Liebe, Du beschreibst eine vollkommene, übermenschliche Liebe. Ein unerreichbares Ideal.

    Bedingungslos:
    Stimmt.
    Wenn es gelingt, dass sie bedingungslos ist, dann ist das wahre Liebe. Das kann man aber nicht herstellen, einen Schalter umlegen oder sich vornehmen „Ab morgen stelle ich keine Bedingungen.“ Bedingungen sind Strategien, die möglicherweise aufgrund von früheren Erfahrungen Schutz bieten. Schutz davor, dass einem eine schlimme Erfahrung noch einmal widerfährt. Sie dürfen damit sein, sie hatten oder haben einen Sinn.
    Wichtig finde ich dabei eher, sich damit auseinanderzusetzen und zu erkennen, warum sie da sind und warum sie einst entstanden sind.
    Und für mich kann „wahre Liebe“ dann trotzdem sein.

    Freilassen:
    Was Du liebst, lass frei. Kehrt es zu Dir zurück, bleibt es für immer. So oder ähnlich hat das schon Konfuzius formuliert.
    Ha. Ha. Ha.
    Auch hier gilt für mich: schön, wenn es klappt. Meistens gelingt das nicht.
    Ja, alles ist vergänglich und auch die Liebe nur geliehen, wie alles auf Erden.
    Nun ist meine Liebe gegangen. Ein Engel zurückgekehrt. Der Krebs hat gewonnen. Wie auch immer man es sehen mag. Auf jeden Fall viel zu früh.
    Wie soll das gehen, loslassen?
    Ich bin im Reinen mit mir, meine Selbstliebe mit den Jahren gewachsen und ein starkes Fundament meiner Selbst. Ich bin unabhängig, in meinem Traumberuf, bilde mich weiter, habe Freunde, wunderbare erwachsene Kinder, genieße das Leben.
    Wie kommst Du zu der Erkenntnis Trauer sei keine Liebe?
    Meine Liebe hat mit dem Tag seine Todes nicht geendet. Ich fühle sie deutlich. Unabhängig von meinem Ego, dass dem Verlassensein entgegen schreit „mich hat keiner gefragt!“.
    Verdammt. Er fehlt mir.
    Wir hatten schlimme Zeiten ohne Liebe nach dem Verliebtsein. Und dann – nach zwanzig Jahren, nach Trennung und neuem Anfang – kam wahre Liebe.
    Sie bestand ebenso aus dem Vergangenen mit all seinen Verletzungen, Ängsten, Selbstsüchten wie aus der Gegenwart ohne Erwartungen, mit Freiheit und tiefem Vertrauen und Wissen um den anderen. Aber sehr wohl auch mit kleinen Ängsten.
    Die Liebe, die Du beschreibst, ist allenfalls Gott möglich, so es ihn oder sie denn gibt.
    Die Liebe, die Du beschreibst ist ein Ideal, das Menschen nicht erreichen können. Es ist unmöglich, alle Kriterien, die Du beschreibst, einzuhalten. Sie ist damit für mich genauso unerreichbar wie Twighlight oder sonstige Lieben.
    Menschen sind nicht perfekt. Trotzdem können sie wahre Liebe geben. Ich kann bedingungslos lieben und mich trotzdem sorgen, nicht wiedergeliebt zu werden. Ich kann aber nicht verlangen, wiedergeliebt zu werden. Das ist ein Unterschied.

    Deine Kriterien sind zweifellos wichtig für eine gute Partnerschaft. Absolut wichtig!
    Aber sie sind in der Form, in der Du sie beschreibst nicht erreichbar. Wir dürfen uns bemühen sie zu erreichen, der Weg dorthin ist für mich schon Liebe, wahre Liebe.
    Aber sei bitte ehrlich und sage auch, dass das Ideal mit dazugehörigen 11 Kriterien zu erreichen schon ein Wunder oder zumindest die Ausnahme wäre.

    Mich vollkommen zu akzeptieren, heißt auch mich mit Ängsten oder Bedürfnissen zu akzeptieren.

    Schließlich sind wir bei aller Liebe oder Nichtliebe soziale Wesen. Wir brauchen andere, wir brauchen Austausch, die Sippe, Freunde, soziale Rückkopplung, Bestätigung, Ablehnung, Erfahrungen auf jede Art, um zu existieren. Und wir brauchen auch eher eine unvollkommene Liebe als gar keine. Für mich kann also eine unvollkommene Liebe sehr wohl auch eine wahre Liebe sein. Über den Tod hinaus.
    Wie lange? Das weiß ich nicht. Er ist erst seit vier Monaten fort.

    Cordula

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Februar 2019

      Hey Cordula,

      danke für deine bereichernden Gedanken zum Artikel =)

      Meiner Meinung nach beruhen ja auch solche Strategien auf Grund früherer Erfahrungen letzten Endes auf einem Selbst-Mangel. Klar gibt es keinen Schalter, den man umlegen kann, um plötzlich bedingungslos zu sein. Das passiert aber immer mehr, je mehr man sich selbst gibt, was man braucht und lernt, seine Mängel selbst zu befriedigen. Auf einem stabilen Fundament kann man ein stabiles Haus bauen =)Sich einfach darauf „auszuruhen“ und zu sagen, ich habe das und das erlebt und deshalb bin ich jetzt so und so, finde ich etwas zu einfach. Jeder kann und sollte Selbstfürsorge betreiben und damit auch ein bedingungsloseres Umfeld für die Liebe schaffen.

      Tut mir leid zu hören, dass dein Mann gestorben ist. Natürlich gibt es in einer solchen Situation wenig bis nichts, was wirklich hilft oder es für den betroffenen verständlich macht. Und aus der Perspektive des Unbeteiligten hat man immer gut reden, dessen bin ich mir bewusst. Du schreibst: „mich hat keiner gefragt!“ Hat dich jemand gefragt, als er geboren wurde? Ich finde, wir nehmen das Leben und die menschen immer so selbstverständlich und sind dann wütend und enttäuscht und haben das Gefühl, dass uns etwas genommen wird. Das ist vermessen. Wir haben keinen Anspruch auf nichts in dieser Welt. Wenn man das versteht, kann man die Perspektive plötzlich ändern und anstatt Wut und Trauer auch Dankbarkeit empfinden. Dankbarkeit, dass man überhaupt die Gelegenheit hatte, mit so einem wunderbaren Menschen eine gewisse Zeit verbringen zu dürfen.

      Du sagst „Ich kann bedingungslos lieben und mich trotzdem sorgen, nicht wiedergeliebt zu werden.“ Ich finde, das schließt sich gegenseitig aus, aber das habe ich ja oben schon erläutert. Grundsätzlich ist das Thema halt sehr kontrovers, was aber auch gut ist, denn dadurch kann jeder für sich seine eigene Definition von wahrer Liebe finden und vor allem leben. Meine entspricht halt mehr der oben geschilderten, aber ich respektiere auch jede andere und würde meine Ansichten generell sowieso niemandem aufzwingen wollen. und schon gar nicht, wenn seine für ihn doch super funktionieren =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  13. Stefan

    14. Februar 2019

    Der Podcast hat mir sehr gefallen. Nur das wort mot dem ich persönlich die Liebe in einem Wort erklären würde hat mir gefehlt:
    Liebe ist … Verbundenheit

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Februar 2019

      Hey Stefan,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag =)

      Und danke für die wichtige Ergänzung! Ja, Verbundenheit ist auch ein wichtiger Aspekt. Vor allem, weil es hier zu differenzieren gilt zwischen Ver-bunden und Ge-bunden und wahrscheinlich auch dieses oft für Verwechslung und Verwirrung sorgt… hmm, ich notier mir das mal, vielleicht gibts irgendwann ne Fortsetzung =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  14. TeteGina

    25. März 2019

    Hallo Norman, das ist ein guter Beitrag über die Liebe. Nur in einigen Punkten ist mir dein Artikel zu sehr in „Kategorien“ gedacht. Wenn du so liebst – dann passiert das…und wenn du so liebst – dann ist es keine Liebe und wenn du dieser Ansicht bist – dann machst du sowieso einiges verkehrt ..hm…du läßt nichts mehr „dazwischen“. Verstehst du was ich meine? Auch bin ich der Meinung, dass man auch lieben kann, wenn man mit sich selbst, nicht unbedingt völlig im Reinen ist. Ich bin natürlich in vielen Punkten mit dir einer Meinung, vorallem was die Abhängigkeit betrifft. Ich finde es auch gut, dass du sehr innig beschreibst, dass Liebe auch loslassen bedeutet.

    Der romantischen Liebe läßt du ja kaum Platz – ich denke auch da gibt es Menschen, die genau dies erfahren haben. Dieses EINS sein mit jemandem. Das mag auf viele nicht zutreffen aber ich glaube diese Symbiose gibt es schon. Das mal nur als Feedback von mir….Liebe Grüße Tete

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      26. März 2019

      Hey Tete,

      cool, wieder von dir zu lesen =)

      Und danke für dein ehrliches Feedback! Das schätze ich sehr =)

      Ja, ich weiß was du meinst. Hab ja schon angedeutet, dass mir bewusst ist, dass die Aussagen etwas radikal wirken können. Was die Romantik angeht, bin ich vielleicht auch zu sehr ein gebranntes Kind, um das objektiv zu sehen. Du weißt ja… ehemalige Raucher sind die schlimmsten Nichtraucher und so ;-)

      Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es viele Menschen gibt, für die das funktioniert und wundervoll ist. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass das für mich nicht die Grundlage sein kann, auf der wahre Liebe fußt. Sie ruht immer auf einem selbst und der Selbstliebe und alles andere kann dazukommen und ist dann, wie ich es oben nenne, eben eine Art „Bonus“.

      ich weiß, dass ich mit dem Artikel nicht jedem und wahrscheinlich nicht mal vielen aus der Seele spreche. Aber wenn er zumindest einige Leute dazu anregt nachzudenken und ihr eigenes Bild der Liebe für sich selbst zu reflektieren und vielleicht gewisse Ansichten abzulegen, die sie einfach so irgendwann mal übernommen haben, erfüllt er ja auch schon einen guten Zweck.

      Nichts desto trotz stehe ich dazu. Wahre Liebe ist für mich das, was ich oben beschreibe… nicht mehr, aber auch nicht weniger =)

      Liebe Grüße und hab ne tolle Woche!

      Norman

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      • TeteGina

        26. März 2019

        Hey Norman, ich mag radikale u d ehrliche Beiträge. Deinen Bonus Gedanke finde ich auch gut… Liebe die auf einen schon bereits liebevollen Boden wachsen kann. Wenn du jetzt noch Raum lassen würdest für ein paar Zwischentöne und auch für ein bisschen mehr romantische Liebe, dann waere dein Beitrag für mich der perfekte Beitrag ueber die Liebe. L’amore…Alles Liebe Tete

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          2. April 2019

          Hey Tete,

          danke für die Eingebungen =)

          Die werde ich mir beim nächsten Artikel zu dem Thema nochmal zu Herzen nehmen und mal schauen, ob ich da etwas mehr Raum für die Zwischentöne finde =)

          LG Norman

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          • TeteGina

            16. April 2019

            Da bin ich sehr gespannt ;-)

            Liebe Grüße Tete

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        • TeteGina

          26. März 2019

          Ich konnte dich in letzter Zeit nicht all zu oft besuchen, weil ich im Schreibflow war:-)(in meinem kleinen blog) … und dann muss ich ja noch was arbeiten, um meine Miete zu zahlen ;-)…Saluti Tete

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          • Norman Brenner Norman Brenner

            2. April 2019

            Wem sagst du das =) Ja, es gibt immer viel zu tun! Wie läuft es mit deinem Blog?

            LG Norman

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            • TeteGina

              16. April 2019

              Guten Morgen Norman, es läuft ;-)
              wenn du mal Lust hast mich zu besuchen…
              facile98.wordpress.com

              Saluti Tete

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  15. Jinni

    8. Juni 2019

    Ich finde deinen unglaublich bemerkenswert. Und als ich ihn gelesen habe, ist mir klar geworden, dass zu meinen jetzigen Freund zum erstmal richtige wahre Liebe fühle. Ich habe mich ab und zu schon oft gefragt, warum es dieses Mal so anders ist in meinen letzte Beziehungen. Jetzt weiß ich, dass es die echte Liebe ist, die ich zum ersten Mal fühle.
    Ich muss nur eine Sache anmerken. In seinem Text hört es sich so an, als ob es einem nichts bedeuten würde, wenn der andere einen auch liebt und nur das besten für einen möchte.
    Ich muss dazu sagen, dass ich mich freue, wenn es so ist. Aber da gebe ich dir dann wieder recht. Wenn er aufhören würde, dass zu fühlen, wäre meine Liebe nicht weg. Ich würde ihn gehen lassen, damit er glücklich ist. Denn mich macht es glücklich, ihn glücklich zu sehen, auch wenn das bedeuten ihn gehen zu lassen.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. Juni 2019

      Hey Jinni,

      danke für deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

      Ja, der Aspekt ist vielleicht etwas zu kurz gekommen, da stimme ich dir zu. Aber wie du sagst, am Ende hast du deine Liebe ja selbst in der Hand. Was nicht bedeutet, dass man es nicht genießen kann, auch geliebt zu werden =) Danke, dass du das nochmal herausgestellt hast!

      Liebe Grüße

      Norman

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  16. Mimi

    9. August 2019

    Hey Norman,

    Wie entkommen ich dieser emotionalen Abhängigkeit und wie lasse ich jemanden wirklich los ? Ich befinde mich wieder in einer Situation, die ich mit meinem letzten exfreund hatte, wo ich nicht loslassen konnte und alles Übersicht ergehen lassen habe.. Mit meinem jetzigen „neuen“ exfreund ist es die gleiche situation.. im Endeffekt bin ich glücklich für ihn und freue mich darüber sehr dass er jmd neues gefunden hat und er glücklich ist. Wir haben uns vor denk ich mal zwei drei Monaten dazu entschlossen Freunde zu sein, was an sich was schönes ist.. Jedoch fühlt es sich für mich nicht mehr nach einer Freundschaft an.. sondern eher nach dass er mich warm hält.. Weil er ziemlich zwiespältig ist.. Einerseits möchte er was mit mir zu tun haben aber andererSeits kommt von seiner kaum Interesse an meinem Leben und wenn ich an einen Punkt komme, wo ich sage hey es ist besser wenn jeder einfach sein eigenes Ding macht und dem anderen die Möglichkeit gibt sich selbst zu entfalten, kommt ein ich will aber nicht ohne dich. Er freut sich auch für nichts was mit mir zu tun hat.. Und viel mehr.. Eigentlich möchte ich nur wissen, wie ich es schaffe dieser Situation zu entkommen weil es mir selber nicht mehr gut tut.. Ich möchte ihn gerne loslassen aber eher aus Vernunft und auch wegen mir.. Ich möchte mir selber die Möglichkeit geben endlich unabhängig zu werden aber ich würde es gerne auf eine schöne Art und Weise vollbringen.. Da ich leider nicht in der Lage bin es so weiter zu führen und es mir irgendwie schuldig bin nicht mehr benutzt zu werden.. Natürlich fällt es mir sehr schwer da endgültig den Schnitt zu legen und es ist unglaublich schade dass es iwie die einzige Lösung ist.. Aber in etwas gefangen zu sein wo der andere sich selber entfaltet ohne die Rücksicht auf den anderen geht auf Dauer nicht gut und das merke ich .. Und Weiss leider nicht wie ich das schaffen soll.. Ich hoffe du verstehst was ich sagen will…

    Liebe grüße,
    Mimi

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    • Thia

      25. August 2019

      der typ hört sich an wie ein narzisst der nicht zur echter empathie fähig ist, du solltest erst Dich selber lieben, denn wenn Du das tust wirst Du solche Menschen die Dich nur ausnutzen in Deinem Leben nicht zulassen

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      • Mimi

        22. September 2019

        Ich weiss leider nicht was richtig oder falsch ist. Loslassen.. aber loslassen in der Praxis hab ich leider noch nicht so drauf..aber Akzeptanz ist wohl nötig

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          24. September 2019

          Hey Mimi,

          danke für deinen Kommentar =)

          Loslassen ist nichts anderes als Annehmen oder Zulassen. Denn immer, wenn du einen erwünschten Zustand loslassen willst, musst du gleichzeitig den IST-Zustand annehmen und akzeptieren. Beides geht Hand in Hand. Wenn es dir aber so leichter fällt, dann setzt einfach beim Annehmen an =) Das Loslassen kommt dann automatisch =)

          LG Norman

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  17. Mona

    22. September 2019

    Hallo Norman, lange habe ich nichts mehr geschrieben. Danke für den tollen Artikel. Habe eine Ausbildung zum Coach for the work of Byron Katie gemacht und eine der wichtigsten Aussagen ist „lieben was ist“. Noch lange bin ich nicht da angekommen. Wir lernen ja auch das ganze Leben, alles zu beurteilen, zu optimieren. Wenn man deinen tollen Artikel ernst nimmt, ist das Arbeit, Arbeit an Glaubenssätzen, die wir seit unserer Kindheit mit uns tragen. Die Chancen dass die große Liebe nicht bis zum Schluss da ist wahrscheinlich gleich groß, egal ob ich durch Druck und Bedürftigkeit und Spielchen den anderen halten will, oder ob ich akzeptiere, dass wir freie liebende Individuen sind, die nicht eifersüchtig auf den anderen achten. Wenn ich frei bin ist das Leben nur offener, liebevoller und authentischer. Und es spricht ja nichts dagegen als Individuum bestehen zu bleiben und trotzdem mit dem Partner eine erfüllte Liebe zu leben, aber eben wie die sagst ohne Abhängigkeit.
    Liebe ist wie das Leben, Veränderungen unterworfen. Wir wissen nicht wann was passiert. Wir leben jetzt in diesem Moment. Im nächsten kann ein Krieg, der Traumpartner, die Jobkündigung vor der Tür stehen. Und mit all dem dürfen wir uns auseinandersetzen und unseren persönlichen Frieden damit machen. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, das Frieden machen nicht akzeptieren heißt, sondern die Entscheidung beinhaltet zu gehen, oder zu bleiben, einen Weg zu suchen. ich glaube lieben kann man nur, wenn man sich selbst liebt, zu sich steht und dazu keine Angst vor dem Leben hat, vor dem was kommen kann. Und man lernt, das alles was passiert für uns passiert, um uns etwas Neues zu zeigen, um uns neue Optionen zu geben, manchmal führt das Neue dafür auch durch Leid und Elend.
    Danke noch mal Mona

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. September 2019

      Hey Mona,

      schön, von dir zu lesen =)

      „Lieben was ist“, das ist eine wunderbare Devise, wie ich finde =) Vor allem, weil etwas Anzunehmen wie es ist ja immer auch gleichzeitig bedeutet, den Gedanken daran loszulassen, wie es anders sein sollte.

      Und ja, da gebe ich dir recht: Selbstliebe ist auch meiner Ansicht nach die absolute Basis für jede Art von Liebe im Leben. Ich habe vor demnächst auch dazu mal einen ausführlichen Artikel zu schreiben =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  18. Katin

    9. Oktober 2019

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel.

    Ich frage mich auch schon die ganze Zeit, was ‚wahre‘ Liebe tatsächlich ist – und so, wie Du sie beschreibst, empfinde ich sie auch.

    Ich liebe, aktuell, unerwidert.
    Ich lasse ihn los, da er seine Zukunftspläne ohne mich gestaltet.
    Ich bin nicht eifersüchtig, denke aber an ihn.
    Er ist in seinem ganzen Wesen und Charakter perfekt und jeder Fehler, den ich entdecke, lässt ihn noch perfekter sein.
    Ich habe keine Erwartungshaltung ihm gegenüber.

    In jedem Deiner Punkte finde ich mich wieder.
    Und dennoch wird mir momentan gesagt, dass meine Liebe zu ihm eine Abhängigkeit und nicht wahr oder ehrlich wäre.

    Du bestätigst mir, dass meine Auffassung von Liebe doch nicht so verkehrt ist.

    Und, ja, sie ist endlich. Irgendwann ist der Schmerz vorbei, die Tränen versiegt und mein Lächeln wieder echt.

    Vielen Dank für den Einblick in Dein Verständnis von Liebe.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. Oktober 2019

      Hey Katin,

      danke für deine Gedanken zum Thema =)

      Wie schön, dass wir da scheinbar einen gemeinsamen Nenner haben, was das Thema Liebe angeht =)

      Ich kann verstehen, dass viele in deinem Umfeld das nicht so sehen (wollen)… ist bei mir ähnlich und dann versuchen sie dir ihre Sicht überzubügeln. Das ist ja meistens sogar gut gemeint, weil es in ihrer Welt eben genauso ist und das für sie genau der richtige Ratschlag wäre. Für jemanden, der anders denkt, ist es aber nichts anderes als ein Schlag.

      Ich finde es am wichtigsten, was du selbst empfindest und darauf zu hören und dich daran auszurichten.

      Wenn du für dich das Gefühl hast, dass du diese Liebe empfinden, leben und schenken kannst, ohne abhängig zu sein und ohne etwas zurückhaben zu wollen, dann zum Teufel mit der Meinung der anderen. Was gibt es schöneres, als einen Menschen, der mit sich im Reinen ist und auch noch seine Liebe in die Welt trägt?

      Wenn du aber selbst das Gefühl hast, dass es dir aktuell nicht guttut und du vielleicht wegen deiner Liebe zu ihm nicht loslassen kannst, leidest und dir deine Situation selbst schwerer machst, dann wäre es eher ein Grund, die Sache einmal zu überdenken.

      Am Ende bist du der einzige Mensch, der 100 % deines Lebens mit dir verbringt und deshalb solltest du im Zweifel immer auf deine innere Stimme hören =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  19. Tweety

    24. Oktober 2019

    Hallo Norman

    Also ich bin ja nicht gegen diese Ansichten.

    Ich frage mich nur gerade, bist Du schon mal

    spät abends zu Deiner Freundin gefahren, ohne

    darauf zu achten was Du gerade anhast oder

    ähnliches. Nur um diesen Menschen in den Arm zu nehmen?
    Ich bin 24 Jahre mit meinem Mann zusammen.

    Er macht immer schon was er will und das ist

    nicht immer schön.

    Aber obwohl das so ist würde ich heute noch

    alles stehen und liegen lassen und zu ihm

    fahren sofern er das auch möchte. ( Wir wohnen

    nicht mehr zusammen)

    Ist das keine Liebe sondern was?

    Denkst Du Leidenschaft ist falsch?

    Ist es unmöglich stürmisch zu lieben und sich

    auch ein wenig selbst dabei zu verlieren?

    Ist es für Dich unvorstellbar, das Du an einen

    Menschen denkst und Dir wünschst beinihm zu

    sein?

    Und entschuldige , wenn das wie Kritik klingt.

    Ich verstehe es wirklich manchmal nicht

    Gefühle sind doch nicht logisch.

    Was ist denn daran egoistisch oder schlimm.

    Man ist ja schon egoistisch , wenn man sein

    Frühstück alleine isst. Z.B.

    Ich verteile ja auch nicht im Cafe mein Stück Kuche an alle anderen Gäste. Die würden mich

    auch für arg verückt halten.

    Warum ist es falsch zu weinen, wenn einem ein

    Mensch fehlt.

    Also nenn mich hoffnungsloser Fall, aber ich

    liebe und verfluche und verwirre lieb meinen

    Mann immer noch. Er tut das nicht. und das ist

    mir egal. Trotdem weine ich manchmal deswegen.

    ist das egoistisch? oder dumm ;.)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      29. Oktober 2019

      Hey Tweety,

      schön, wieder von dir zu lesen =)

      Danke für deine wertvollen Gedanken zu dem Thema!

      Ich finde nicht, dass sich wahre Liebe und Leidenschaft ausschließen. Natürlich kann man leidenschaftlich Lieben und sich selbst vergessen, aber das ist nicht Liebe… das ist eben Leidenschaft. Das Problem beginnt dann, wenn man diese Leidenschaft mit Liebe gleichsetzt, weil man die Liebe dann damit wieder bedingt. Und wenn diese Leidenschaft ausbleibt, fühlt man sich vielleicht sogar nicht mehr geliebt.

      Am Ende ist alles, was wir tun egoistisch motiviert… Selbst wenn du einem anderen etwas gutes tun willst, tust du das, weil du am Ende einen Vorteil davon haben willst… sei es, dass der andere dir einen Gefallen schuldet, dich mehr mag oder einfach, dass du ein gutes Gefühl davon bekommst. Der Unterschied liegt darin, dass es einen gesunden Egoismus gibt, der ganz offen und ehrlich deiner Selbstfürsorge dient und gerade dadurch auch wirklich noch anderen dienen kann und dass es den übertriebenen Egoismus gibt.

      Wenn du dein Stück Kuchen für dich haben willst, dann ist das gesunder Egoismus. Darunter leidet niemand. Aber wenn aus egoistischen Gründen anfängt an einem anderen Menschen zu klammern, ihn einzusperren, zu kontrollieren oder zu bevormunden, dann ist das übertriebener Egoismus. Hier hat keiner etwas davon, sondern er produziert nur noch mehr Leid.

      Es ist nicht falsch zu weinen, wenn einem ein Mensch fehlt… es kommt darauf an, wie er dir fehlt. Fehlt er dir, weil du ihn brauchst? Weil du ihn zu einem Teil deiner selbst gemacht hast? Weil du ohne ihn nicht leben kannst? Weil du abhängig von ihm bist? Dann ist es kein gutes Zeichen. Oder fehlt er dir einfach, weil du jetzt gerne mit diesem Menschen zusammen wärst und mit ihm Zeit verbringen würdest? Dann ist es ein Ausdruck von Liebe, weil du ihn gerade wirklich willst und nicht brauchst. Verstehst du den Unterschied?

      Ich hoffe, meine Gedanken konnten da ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Wenn nicht, frag gerne nochmal =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  20. Elisabeth

    1. November 2019

    Danke für Ihren sehr interessanten Artikel.In vielen Punkten stimme ich Ihnen zu,aber eine Sache haben Sie völlig ausgeklammert. Sie schreiben in Ihrem Beitrag nichts, aber auch gar nichts über die GEFÜHLE, die die LIEBE ständig begleiten. Den Artikel finde ich sehr nüchtern geschrieben und kann einigen Aussagen nicht zustimmen, denn die Gefühle und Empathie gehören für mich zu LIEBE dazu.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      5. November 2019

      Hey Elisabeth,

      danke für dein ehrliches Feedback =)

      Ich finde, wenn du die ganzen Punkte zusammennimmst, entsteht daraus ein ganz eigenes Gefühl, das ich dann mit Liebe verbinde.

      Was du meinst sind wahrscheinlich die Emotionen, die unser Ego ergreifen. Ich finde es da allgemein schwer zu differenzieren, denn Emotionen zu haben, bedeutet nicht gleich, zu lieben. Auch ein gekränktes Ego reagiert mit Emotionen. Auch emotionale Abhängigkeit basiert auf Emotionen… auch Verliebtheit, die nicht mit Liebe gleichzusetzen ist, gründet sich auf Emotionen.

      Natürlich gehören Gefühle zur Liebe, aber sie als Erkennungsmerkmal der Liebe darzustellen, halte ich für gefährlich, weil man dann auch wieder emotionale Abhängigkeit leicht für Liebe halten könnte… man hat ja schließlich Gefühle.

      Liebe Grüße

      Norman

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  21. Bine

    11. Februar 2019

    Danke Dir Norman, wiedereinmal klar und direkt auf den Punkt gebracht. 💕
    Aber vorallem so wahr…

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Februar 2019

      Hey Bine,

      danke für dein Feedback =)

      Freut mich, dass der Beitrag verständlich geworden ist, denn das Thema hat es echt in sich und ich hab mich bei der Auseinandersetzung damit oft selbst gefragt, ob das am Ende alles Sinn ergibt ^^

      Liebe Grüße

      Norman

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  22. Jan

    13. Februar 2019

    Hallo Norman, hab dir gerade eine Email bzgl. Blogroll geschrieben. Da du nicht alle emails liest auf diesem Weg also der Hinweis…. Lieben Gruss vom Jan (Lebenvertiefen)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Februar 2019

      Hey Jan,

      danke für deine Mail und den Kommentar =)

      Doch, ich lese zu 100% alle Mails, ich kann nur leider nicht mehr auf alle antworten. Habe dir aber inzwischen auch schon zurückgeschrieben =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  23. Ute

    14. Februar 2019

    Cool. Hart formuliert, aber das ist es. Anders geht Liebe gar nicht.
    Wir sind im „Traumhochzeit-Modus“

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Februar 2019

      Hey Ute,

      danke für dein Feedback =)

      Ja, Traumhochzeit-Modus trifft es ganz gut ^^

      Liebe Grüße

      Norman

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  24. Lukas

    6. März 2019

    Hallo,

    meine Freundin und ich haben uns vor etwa 4 Monaten voneinander mehr oder weniger einvernehmlich getrennt. Nicht weil wir nur noch gestritten hätten, oder sonst ein spezieller Grund. Sie ist einfach nur unglücklich geworden mit unserer Beziehung, was ich auch gespürt habe, weshalb die Trennung auch für mich letztendlich erst eine Erleichterung war, obwohl sie doch eher von ihr ausging. Sie hatte bereits einen Monate später einen neuen Freund, was ich relativ zufällig, aber über sie erfahren habe. Wenn ich sie frage, ob er der wahre Trennungsgrund war, verneint sie das und ich weiß nicht ob ich das glauben soll oder nicht, da sie mich nie angelogen hat. Ich halte immernoch ein wenig den Kontakt aufrecht, aber wenn wir miteinander schreiben fühlt sich alles falsch an. Wenn ich sie sehe bin ich einfach nur froh sie zu sehen und das wars, ich spreche mit ihr auch ganz offen darüber, dass mir das abschließen mit der Beziehung nicht so einfach fällt wie ihr. Nunja, dass ich mich jetzt seit zwei Tagen auf dieser Webseite bewege (die nebenbei angemerkt unglaublich gut aufgebaut ist) zeigt ja, dass ich wohl doch nicht so gut klarkomme wie es vielleicht von außen scheint, bzw. Wie ich es mir selber häufig vormache. Es ist nicht so als würde ich versuchen die Gefühle zu verdrängen. Wenn ich an sie denke ziehe ich mich zurück und lebe die trauer aus. Die Meiste Zeit komme ich (besonders im Alltag) auch gut zurecht, es kommen nur häufig (meistens wenn ich alleine bin) ziemlich heftige tiefs. Jetzt zu meiner Frage, ich hoffe ehrlich, dass wir uns beide ersteinmal entwickeln müssen (wir sind beide erst 17 Jahre alt), aber wir möglicherweise eines Tages wieder zueinander finden. Sollte ich an dieser Hoffnung festhalten und daraus die Kraft schöpfen mich persönlich zu entwickeln, oder ist der einzige Weg diese Hoffnung wirklich komplett aufzugeben bzw. „Loszulassen“. Ich hoffe ich konnte meine Situation gut darlegen. Letztendlich kommt es mir nur auf diese letzte Frage an, die ich mir einfach nicht selbst beantworten kann und wo ich mir gerne einmal eine andere Sichtweise wünschen würden.

    Vielen vielen Dank, dass du diese Webseite aufgebaut hast.

    Lukas

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. März 2019

      Hey Lukas,

      danke für den Einblick in deine persönliche Situation =)

      Und natürlich für das Lob!

      Zu deiner Frage:

      Ich verstehe, was du meinst (hast du super erklärt). Diese Hoffnung ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann einen auf der einen Seite wirklich beflügeln und antreiben. Auf der anderen Seite sollte man aber folgendes Bedenken: Wenn ich einen Antrieb nutze, der außerhalb von mir selbst liegt, mache ich mich wieder abhängig. Das heißt, wenn du diese Hoffnung, eines Tages wieder mit ihr zusammenzukommen, als deinen Antrieb für deine persönliche Entwicklung nimmst, entwickelst du dich über einen Umweg nicht für dich selbst, sondern für sie. Es kann sein, dass es dir als Initiator für deine Entwicklung hilft und dass du dich auf dem Weg dann davon löst und deine Entwicklung für dich selbst vorantreibst. Kann aber auch sein, dass diese Form der Motivation schnell im Sande verläuft, wenn du nicht das gewünschte Ergebnis erzielst oder dass du sogar irgendwann sehr enttäuscht bist, wenn du nicht erreichst, was du wolltest.

      Ich finde, der beste Antrieb um etwas zu tun, ist immer der aus sich selbst heraus bzw. um der Sache oder des Tuns selbst willen. Das heißt, wenn du persönlich wachsen willst, dann tu das, weil du persönlich wachsen willst und nicht, um damit etwas zu erreichen.

      Es ist wie bei einem Job: Wenn dein Endziel viel Geld ist und der Job nur ein Mittel, um schnellstmöglich da ran zu kommen, wird der Weg ziemlich steinig, wenn du ihn überhaupt durchhältst, weil die Arbeit selbst nicht in deinem Interesse steht. Wenn du aber eine Arbeit um der Arbeit willen suchst, d.h. eine, an der du Freude hast und die du gerne machst, wird das Geld als logische Folge davon mit der Zeit kommen, weil du gut und vermutlich auch besser bist als viele andere, die den Job nur als Mittel zum Zweck erledigen.

      Ich würde dir also am Ende wirklich empfehlen Loszulassen (nicht aufzugeben! -> siehe Punkt Nr. 6 in diesem Beitrag: https://www.vernuenftig-leben.de/nicht-loslassen-koennen/) und abzuschließen. Es kann ja sein, dass ihr dennoch eines Tages wieder zueinander findet, als Nebenprodukt dieser Entwicklung, so wie das Geld bei dem Job kommt. Es kann aber auch sein, dass du dadurch auf eine andere Weise glücklich wirst. All das sollte aber wie gesagt keine Rolle spielen. Wenn du persönlich wachsen willst, wachse für dich und nicht für andere =)

      Ich hoffe, der kurze Gedankengang hilft dir etwas =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  25. Marita

    6. März 2019

    Ich kann dem nur zustimmen, denn ich habe das Glück, wahre Liebe spüren zu dürfen. Und es war ein wunderbarer Mensch, der sie mich „gelehrt“ hat. Auch wenn er leider schon lange nicht mehr lebt. Anfangs fühlte es sich an wie die vollkommene Erfüllung. Dann spürte ich Abhängigkeit, die mir Angst machte. Und er half mir bedingungslos lieben zu können – ohne mich abhängig zu fühlen u.a. – Und das war gut so, denn kurz darauf ist er tödlich verunglückt. Aber dieses wunderbare Lieben können – ganz aus mir heraus, ohne Bedingungen – ist geblieben.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. März 2019

      Hey Marita,

      danke für deinen persönlichen Kommentar und dass du hier ein Stück deines Glücks mit uns teilst =)

      Wie wunderbar, dass du diese Fähigkeit bewahrt hast und sie jetzt vielleicht sogar anderen zeigen und weitergeben kannst =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  26. wir-lieben-google-adwords

    26. März 2019

    Hallo Norman! Danke für den Beitrag, er hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Es stimmt tatsächlich, dass die meisten Menschen ein falsches Verständnis von Liebe haben und die Basis einer Beziehung grundsätzlich so nicht klappen kann…

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      26. März 2019

      Hey Felix(?),

      danke für deinen Kommentar und die Rückmeldung zum Beitrag =)

      Freut mich, dass er dich zum reflektieren gebracht hat!

      Liebe Grüße

      Norman

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  27. nIco

    26. März 2019

    Hallo Norman,
    ich kann mich den ganzen Menschen vor mir nur anschließen. Deine Schilderungen sind in der Tat radikal, oder zumindest im ersten Moment etwas „unbequem“.
    Ich muss gestehen, dass meine Vorstellung von Liebe in gewissen Punkte auch etwas romantisch verklärt war und ich schon seit meiner Jugend dachte, Liebe und Leiden gehörten zusammen wie Tag und Nacht. Um das Licht wahrlich sehen zu können bedarf es des schmerzes, oder zumindest die Gewissheit der Vergänglichkeit und der Möglichkeit des Verlustes eben jener Liebe. Doch diese Vorstellung legte sich mit zunehmendem Alter. Was blieb war trotzdem der Glaube an den Wert von Liebe und der Wunsch ehrlich zu lieben.
    Als meine Frau und ich einander heirateten begann ich in der Beziehung voll aufzugehen. Ich versuchte alles (aus tiefster Überzeugung heraus) meine Frau und die Kinder glücklich zu machen, ihnen ihre Wünsche förmlich von den Augen abzulesen und machte mich damit eines Tages nicht nur abhängig (wobei ich es nicht als solches empfand), sondern ich machte mich dadurch scheinbar sogar überflüssig. Weil ich immer da war, weil es kein vermissen mehr gab.
    Nun stehe ich an einem Punkt, an dem das Konstrukt droht zu kollabieren.
    Ich liebe noch immer. Momentan stärker denn je, denn der mögliche Verlust lässt mich erkennen, wie wichtig mir meine Frau ist. Nicht, dass ich das je in Frage gestellt hätte.
    Doch den anderen (los)lassen erscheint so schwer. Ich habe deinen Text „Warum man um Liebe nicht kämpfen sollte“. Schon mehrmals gelesen.. Und oft hat er mir Sicherheit und Vertrauen in die Kraft des loslassen geschenkt.. Doch es tagtäglich zu leben erscheint so schwer..
    Mach weiter so und vielen Dank für die neuen Einsichten!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      2. April 2019

      Hey Nico,

      danke für deinen Kommentar =)

      Ja, es sind in der Tat zwei verschiedene Paar Schuhe, das ganze im Kopf nachzuvollziehen und dann auch wirklich so zu handeln und es zu leben. Ich denke, genau dieses Vertrauen ist hier der Schlüssel. Je öfter man sich traut, loszulassen und dann am eigenen Leib spürt, dass es zu etwas gutem führt, desto größer wird auch dieses innere Vertrauen und desto leichter fällt es einem mit der Zeit.

      Kennst du auch schon diesen Beitrag?

      https://www.vernuenftig-leben.de/warum-ist-das-leben-so-schwer/

      Da geht es um das Gegenteil vom Loslassen, das „Festhalten“. Als ich deine Beschreibung las, wie du mit aller kraft versucht hast, die glückliche Familie herbeizuführen bzw. zu erhalten und wie das paradoxerweise nach hinten losgegangen ist, erinnerte mich das sehr an diesen Beitrag.

      Ich habe das Gefühl, du bist auf einem guten inneren Weg, für dich selbst und deine Familie =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  28. Lina

    23. Juni 2019

    Ich gebe dir absolut recht in deinem artikel. Wahre Liebe ist frei von allem , drum ist es kaum logisch ihre existenz in verbindung mit eigenen bedürfnissen und forderungem zu bringen. Empfinde ich wahre liebe ist es wie ein Kind dass man bedingungslos liebt und nichts kann dich mehr stärken als liebe zu dir selbst. Auch eifersucht (Welch graues wort Eifer -sucht) ist reiner Selbstzweifel und fehlendes Vertrauen. Wenn dies fehlt ist die Beziehung bereits eine Last und ein Besitzanspruch geworden. Ich denke dass Problem bei dem Umgang mit unserer Liebe und auch vielen anderen Kostbarkeiten im Leben ist der Konsum bzw die hässliche Gier des Menschen. Sei es die „übliche“ Gier, die unserm Ego entspringt oder die heutige digitale Lebensart, die uns süchtig nach Aufmerksamkeit macht(die Echtheit davon lassen wir beiseite). Nun was ich damit sagen will, wir beschäftigen uns immer weniger mit uns selbst und können es immer weniger im Bezug auf andere. Es scheint wir entwickeln uns zurück in unserer eigenen Freiheit. Immer mehr haben Angst und vergessen im Komfort das schönheitbringende Kämpfen. Es erscheint mir wie lauter unsichtbare Menschen die im Netz verschwinden und obwohl wir immer mehr werden stehen kaum noch welche in der Wirklichkeit. Mir ist bewusst es gibt viele Menschen, doch wie wird es in paar Jahren sein. Kann sich der Mensch als Präsentationsprodukt lieben? Alles gelernt aus den Medien. Ich erhoffe mir ein durchbrechen dieser optischen Hülle.
    Grüße
    Kalina

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      25. Juni 2019

      Hey Lina,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag =)

      Das mit dem Kind ist ein super Vergleich… Isabella hat das kürzlich in einem Kommentar weiter oben schon einmal vertieft. Ich finde, da ist wirklich was dran.

      Ja, die Sucht nach Aufmerksamkeit ist am Ende ja auch nur eine Art Gier des Egos, das sich dadurch aufgewertet und besser fühlen will.

      Ich bin auch gespannt, wie das weitergehen wird… auf der einen Seite stimme ich dir vollkommen zu: Das Leben verlagert sich mehr und mehr auf die theoretische und digitale Ebene. Auf der anderen Seite denke ich mir: Wer weiß wozu es gut ist? Als unsere Vorfahren, die noch auf Bäumen lebten, damit begannen, am Boden „Fuß zu fassen“ war das sicherlich auch sehr ungewohnt, abnormal und unnatürlich. Vielleicht ist es einfach ein weiterer Schritt in unserer Evolution?

      So oder so, wir werden es erfahren… also vielleicht nicht wir beide, aber wir als Menschheit =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  29. Barbara Siegrist

    23. Juni 2019

    Wow👍😀Super🍀☀️Kompliment❣️

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      25. Juni 2019

      Hey Barbara,

      danke für das Kompliment =)

      LG Norman

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  30. Uli

    31. August 2019

    Aus Langeweile und beim Schnorcheln durch Pinterest, fand ich diesen Artikel. Und ich dachte das, was ich bei “solchen Titeln” immer denke: japp, der nächste Leitsatz zum Thema “Walt Disney präsentiert…”
    Doch, nein. Zum ersten Mal hat jemand verstanden, wie ich mich fühle. Wie ich meine Welt empfinde und meine Beziehung führe. Mein privates Umfeld urteilt gern- das tun Menschen. Für die beidseitige Bedingungslosigkeit in meiner Beziehung werde ich gern als naiv und er als egoistisch angesehen. Tatsächlich sind wir uns aber grün. Wir reden und leben Dinge offen und sind füreinander unser Zuhause. Ein Leitsatz bei Streitigkeiten ist immer “ich mag dich gerade nicht- aber ich liebe dich immer”. So haben wir Krisen überstanden, die ganze Bücher füllen würden.
    Fantastisch sich in einem Artikel verstanden zu fühlen. Danke dafür.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. September 2019

      Hey Uli,

      wow, danke für deine lieben Zeilen und das positive Feedback =)

      Ja, ich verstehe gut, was du meinst. Ich werde ja auch oft für meine Sicht auf das Thema kritisiert. Das ist Schade, aber am Ende macht es es nur umso wertvoller und wichtiger, diesem Ansatz treu zu bleiben und deine Liebe so zu lieben, wie du sie empfindest und nicht wie andere sie haben wollen.

      Liebe Grüße

      Norman

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  31. Lexa

    8. September 2019

    Es ist genau diese Liebe, die ich lebe. Sie richtet sich aus mir heraus und an alles um mich herum, besonders jedoch an diesen einen Mann, der nicht mein Partner ist und auch nichts dafür kann oder tut. Ich liebe ihn einfach mit allem was er ist und tut. Es ist egal wo er ist, was er tut, wie er sich verhält… Ich liebe ihn. Doch ist da trotzdem die Sehnsucht nach Nähe zu ihm. Nicht aus Eifersucht oder Egoismus heraus, sondern aus Liebe. Er kann machen was er will; alles was mir wichtig ist, ist dass er glücklich ist. Ist die manchmal schmerzhafte Sehnsucht nicht trotzdem Liebe?

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. September 2019

      Hey Lexa,

      danke für deinen persönlichen Beitrag zum Thema =)

      Das klingt wundervoll und in meinen Ohren tatsächlich nach wahrer Liebe =D

      Ich würde auf jeden Fall sagen: Ja, diese schmerzhafte Sehnsucht geht auf jeden Fall mit wahrer Liebe einher bzw. kann einhergehen, aber sie ist nicht die Liebe oder ein Bestandteil davon. Weil sie aus dem Ego kommt. Dein Ego vermisst ihn oder das, was er dir gibt… das gute Gefühl, die Aufmerksamkeit etc…

      Ich würde sagen, das lässt sich nicht vermeiden, da wir ja nunmal alle ein Ego haben, solange wir hier auf der Erde wandeln. Aber wenn man jemanden wirklich liebt, kann man sich damit arrangieren bzw. auch der Liebe wegen aus dem Ego heraustreten oder es ihm sogar erträglicher machen. Nicht immer und nicht absolut, aber wenn die Liebe größer ist als das Ego, wird sich das eben auch auf diese Art zeigen.

      LG Norman

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  32. Manfred Peter

    23. September 2019

    Kompliment! Ich kann dir zu 100 % zustimmen. Viele Menschen (die meisten) werden mit deiner Wahrnehmung von Liebe nicht zurecht kommen. Es ist halt auch eine Sache der Erziehung, der Bildung und der geistigen Reife.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. September 2019

      Hey Manfred,

      danke für dein Feedback =)

      Ja, ich denke auch, dass ein gewisser Grad von Erfahrung nötig ist, damit man es wirklich so sehen und leben kann. Bildung würde ich nicht mal unbedingt voraussetzen, eher eine gewisse emotionale Intelligenz und vor allem die Bereitschaft, offen zu sein und nicht stur auf einer eingefahrenen Meinung zu beharren =)

      LG Norman

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  33. Mark

    7. November 2019

    Da will einem also dieser 12-jährige Studienabbrecher erklären, was wahre Liebe ist :)
    That’s cute.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. November 2019

      Hey Mark,

      danke für deine offenen Gedanken zum Beitrag =)

      Ich bin eigentlich immer sehr froh über konstruktive Kritik, weil ich mich auch gerne weiterentwickele, aber an deiner kann ich leider nichts konstruktives finden ^^

      Zum Einen bin ich über 20 Jahre älter als 12 und zum Anderen verstehe ich nicht, was ein Studienabbruch mit Liebe oder der Qualifikation, darüber zu schreiben, zu tun hat? Außer vielleicht, dass wahre Liebe kein Studiengang ist und ich das vielleicht noch in der Liste ergänzen sollte ;-)

      Aber was ist denn deine Meinung? Was ist wahre Liebe oder was ist sie nicht?

      LG Norman

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