Lass endlich los! Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt

Liebe loslassen

 

„Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.“

(Konfuzius)

Die Liebe und das Loslassen

Zwei scheinbar unvereinbare Dinge.

Wie kann man loslassen was man liebt? Das widerspricht sich doch, oder?

Nein. In Wahrheit sind die beiden enger miteinander verbunden als Bonnie und Clyde. Sie sind sogar richtig abhängig voneinander!

Das Loslassen ist nämlich eine zwingende Voraussetzung für wahre Liebe und bedingungslose Liebe ist eine notwendige Voraussetzung für wahres Loslassen.

Das bedeutet: Wenn du nicht loslassen kannst, hast du keine Chance auf wahre Liebe!

Schlimmer noch… wenn du nicht endlich lernst loszulassen, riskierst du damit sogar, dass sich geliebte Menschen von dir abwenden!

Warum ist das so?

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Die Liebe Loslassen – Eine kurze Geschichte

Diese wunderbare Kurzgeschichte bringt das Problem sehr anschaulich auf den Punkt:

Es war einmal ein Vogel. Er besaß ein Paar vollkommener Flügel und glänzende, bunte, wunderbare Federn und war dazu geschaffen, frei am Himmel zu fliegen, denen zur Freude, die ihn sahen.

Eines Tages sah eine Frau diesen Vogel und verliebte sich in ihn. Sie schaute mit vor Staunen offenem Mund seinem Flug zu, ihr Herz schlug schneller, ihre Augen leuchteten vor Aufregung. Er bat sie, ihn zu begleiten, und beide schwebten in vollkommener Harmonie am Himmel. Und sie bewunderte, verehrte, feierte den Vogel.

Aber dann dachte sie: Vielleicht möchte er ferne Gebirge kennenlernen! Und die Frau bekam Angst. Fürchtete, dass sie so etwas mit einem anderen Vogel nie wieder erleben könnte. Und sie wurde neidisch auf den Vogel, der aus eigener Kraft fliegen konnte.

Und sie fühlte sich allein.

Und dachte: „Ich werde dem Vogel eine Falle stellen. Wenn er zurückkommt, wird er nie wieder wegfliegen können.“

Der Vogel, der auch verliebt war, kam am nächsten Tag zurück, ging in die Falle und wurde in einen Käfig gesteckt.

Die Frau schaute täglich nach dem Vogel. Er war ihre ganze Leidenschaft, und sie zeigte ihn ihren Freundinnen, die meinten: “Hast du ein Glück.” Dennoch vollzog sich eine merkwürdige Veränderung: Seit sie den Vogel besaß und ihn nicht mehr zu erobern brauchte, begann sie das Interesse an ihm zu verlieren. Der Vogel, der nicht mehr fliegen konnte, was den Sinn seines Lebens ausmachte, wurde schwach, glanzlos, häßlich. Die Frau beachtete ihn nicht mehr, fütterte ihn nur noch und reinigte seinen Käfig.

Eines Tages starb der Vogel. Die Frau war tieftraurig und konnte ihn nicht vergessen. Aber sie erinnerte sich dabei nicht an den Käfig, nur an den Tag, an dem sie den Vogel zum ersten Mal gesehen hatte, wie er fröhlich zwischen den Wolken dahinflog.

Hätte sie genauer in sich hineingeschaut, so hätte sie bemerkt, daß das, was sie am Vogel so sehr begeisterte, seine Freiheit war, sein kräftiger Flügelschlag, nicht sein Körper.

Ohne den Vogel verlor auch für die Frau das Leben seinen Sinn, und der Tod klopfte an ihre Tür. – “Wozu bist du gekommen?” fragte sie den Tod. – “Damit du wieder mit dem Vogel zusammen am Himmel fliegen kannst”, gab der Tod zur Antwort. “Wenn du ihn hättest fliegen und immer wiederkommen lassen, hättest du ihn geliebt und noch mehr bewundert; aber nun brauchst du mich, um ihn wiederzusehen.”

(Paulo Coelho: Elf Minuten. Zürich: Diogenes Verlag 2005, S. 228 f.)

Erkennst du dich in der Geschichte wieder?

 

Warum wir festhalten

Warum fängt die Frau in der Geschichte den Vogel und sperrt ihn ein?

Aus Angst.

Angst ist der Ursprung allen Übels. Hier geht es um verschiedene Ängste:

  • Angst vor dem Alleinsein
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst vor der eigenen Unvollkomenheit
  • Angst, ein Stück von sich selbst zu verlieren
  • Angst vor dem Unbekannten
  • Angst vor Kontrollverlust

Durch die Gefangenschaft versucht sie die Ursache dieser Ängste loszuwerden:

  • Wenn der Vogel immer bei mir ist, bin ich nie alleine.
  • Wenn der Vogel in einem Käfig sitzt, kann er mich nicht ablehnen.
  • Wenn der Vogel in meinem Käfig sitzt, vervollkommnet er mich und ich kann ihn zur Schau stellen.

Das ist genau das, was auch wir oft mit den Menschen tun, die wir angeblich lieben. Wir sperren sie ein in einen goldenen Käfig aus Bedingungen und Erwartungen. Da heißt es dann zum Beispiel:

  • „Ich will nicht, dass du jeden Abend so lange mit deinen Jungs unterwegs bist [sonst bin ich alleine].“,
  • „Es gefällt mir nicht, dass du diesen kurzen Rock beim Weggehen mit deinen Mädels anziehst [sonst findet dich noch ein anderer schön und du könntest mich ablehnen].“ oder
  • „Du solltest etwas mehr Sport machen, wenn du willst, dass ich dich noch attraktiv finde [sonst siehst du irgendwann schlimmer aus als ich und kannst mich nicht mehr vervollkommnen].“

All das sind ebenfalls Versuche, die Ursache unserer Ängste zu bekämpfen. Und jetzt die Preisfrage:

Hat das jemals funktioniert?

 

Nein. Noch nie. Bei keinem einzigen Menschen auf der Welt. Es passiert nämlich genau das Gegenteil.

Es ist ganz genauso wie mit dem Vogel in der Geschichte: Was du einsperrst, das verliert an Glanz, Lebendigkeit und an Reiz.

(Das ist Festhalten und übrigens auch in allen anderen Lebensbereichen der einzige Grund dafür, warum das leben so schwer ist)

OK, vielleicht führt es im wahren Leben nicht direkt zum Tod des Eingesperrten, aber dennoch zu einem langsamen Sterben. Dem Sterben der Liebe:

 

Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslassen kannst

 

1. Ständige Verfügbarkeit

Menschen wollen das, was sie nicht haben können.

Das ist soweit klar, oder? Aber was ist der Umkehrschluss?

Menschen verlieren das Interesse an Dingen, die ständig verfügbar sind!

Auch das ist eine bittere Wahrheit. So war es früher mit dem neuem Spielzeug, das einige Tage später in der Ecke lag und so ist es heute immer noch mit allem anderen im Leben.

Was für einen Sinn hätte es auch, etwas zu begehren, was sowieso immer da ist?

 

2. Fehlende Möglichkeit zur freien Entfaltung

Fühlt sich ein Mensch eingesperrt, kann er auch nicht mehr in der Weise wirken, die du so an ihm liebst.

Sein „Aktionsradius“ ist ja im wahrsten Sinne des Wortes eingeschränkt. Wie der Vogel, der im Käfig nicht mehr fliegen kann und an dem die Frau ganz schnell das Interesse verliert.

Vielleicht begann deine Leidenschaft für deinen Schatz beim Tanzen und nun lässt du ihn nicht mehr auf die Tanzfläche, aus Angst, er könnte die Leidenschaft in jemand anderem wecken?

Woran denkt die Frau, als der Vogel gestorben ist zurück? An die Zeit als er frei war und sich frei entfalten konnte. Das hat sie an ihm geliebt… nicht sein Dasein als Zierobjekt im Käfig.

 

3. Gewöhnung

Wir gewöhnen uns an das, was wir ständig um uns haben. Egal, ob das ein Sportwagen, das neuste Smartphone oder eine Geliebte / ein Geliebter ist.

Attraktivität geht immer vom Unbekannten aus.

Sobald wir etwas zu genau kennen, wird es unattraktiv für uns. Die große Anzahl an Seitenspringern (männlich wie auch weiblich) wird mir das bestätigen.

Das ist zunächst eine schockierende Nachricht für alle Paare, die die Zeit der Verliebtheit überwunden haben, aber kein wirklicher Grund zur Sorge. Die sinkende Leidenschaft in einer Beziehung wird nämlich in den meisten Fällen durch die wachsende partnerschaftliche Bindung mehr als ausgeglichen.

In diesem Fall kann dir dann die Gewohnheit sogar den Weg zum wahren Glück zeigen.

Dennoch gewöhnst du dich ungleich mehr an etwas, das du ständig unter deiner Kontrolle hast, als an etwas „freies“ und gewissermaßen „unberechenbares“.

 

4. Fehlende Angst

Jetzt wird’s aber sonderbar. Angst soll gut für die Liebe sein?

Jawohl.

Der Reiz des Unbekannten führt doch erst dazu, dass wir Interesse an einem anderen Menschen finden.

Die Gefahr der Ablehnung bewirkt, dass wir uns Mühe geben, ihn zu erobern.

Wenn du jemanden soweit „unter Kontrolle“ gebracht hast, dass du keine Angst mehr haben musst, dann ist die Liebe dahin. Dann ist er oder sie nur noch ein Spielzeug, eine Marionette, deren Fäden du ziehst und wer will schon eine Marionette lieben?

Paradoxer Weise war ja auch bei der Frau in der Geschichte die Ursache ihrer Angst (die Freiheit des Vogels)  gerade der Grund für ihre Liebe zu ihm.

 

5. Eigene Unvollkommenheit / emotionale Abhängigkeit

Wenn du einen Anderen Menschen zum Bestandteil deiner eigenen Identität gemacht hast, ist natürlich auch weniger von dir selbst da, das geliebt werden kann.

Was ließe sich an einem Menschen lieben, der dich anhimmelt und der seine Daseinsberechtigung nur in der Vervollkommnung durch dich sieht?

Da ist doch niemand zum lieben.

„Welche Frau sucht einen Mann, der eine Frau sucht, die einen Mann sucht?“

(Unbekannt)

Außerdem ist Abhängigkeit total unattraktiv.

Stehst du auf unselbständige Menschen, die ohne dich nicht leben könnten? Also ich nicht.

 

Wie du die Liebe retten kannst

Du weißt es natürlich schon:

Lass endlich los!

 

„Aber wie kann ich die Liebe loslassen?“

Der wichtigste Schritt dabei, ist die Abhängigkeit vom anderen zu beseitigen.

Nein, dazu musst du nicht deinen Partner um die Ecke bringen. Du musst nichts weiter tun, als dir selbst genug zu sein. Wenn du dir vollkommen genügst, bist du nicht mehr auf andere angewiesen. Deine Liebe wird von ganz anderer Qualität sein, weil du plötzlich geben kannst und nicht mehr nehmen musst.

Selbstgenügsamkeit kannst du zum Beispiel durch Meditation erlangen.

Wenn du dir erst einmal selbst genug bist, wirst du fast schon automatisch loslassen. Falls du aber dennoch etwas Hilfe dabei brauchst, kannst du auch gerne meinen Leitfaden zum Loslassen lernen nutzen.

 

„Aber wenn ich loslasse, gebe ich doch damit meine Liebe auf!“

Das ist Unsinn. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Aufgeben und Loslassen.

Aufgeben geschieht aus Angst, Feigheit und Hoffnungslosigkeit.

Loslassen basiert auf Liebe, Mut und Vertrauen! Das sind die wahren Ausdrucksformen der Liebe. Die Liebe kämpft nicht und deshalb gibt es hier auch kein Aufgeben oder Scheitern. Die Liebe steht über all dem. Deshalb schadet es auch oft mehr als es hilft, um die Liebe zu kämpfen.

 

„Aber was, wenn dann wirklich etwas passiert, wenn ich den, den ich liebe, loslasse?“

Willst du wirklich jemanden festhalten, der ohne diese „Fesseln“ sowieso weglaufen würde?

Das wäre doch sowieso keine wahre Liebe, sondern nur ein Brauchen. Und dass Abhängigkeit der Liebe total entgegen wirkt, haben wir ja oben bereits gesehen!

Das Leben ist eben eine kontinuierliche Veränderung und da kann es auch mal vorkommen, dass sich etwas in der Liebe ändert.

Dinge verändern sich und auch deine Liebe und die Menschen, die du liebst, können sich verändern. Nichts bleibt für immer gleich. Das wirst du akzeptieren müssen. Und weißt du was dabei hilft?

Loslassen ;-)

 

Fazit

  • Wir halten die Menschen, die wir lieben fest, weil wir Angst haben.
  • Durch das Festhalten versuchen wir die Ursachen dieser Angst zu beseitigen.
  • Leider führt genau das zum gegenteiligen Effekt, nämlich, dass die Liebe stirbt.
  • Loslassen ist die Lösung des Dilemmas und die Rettung der Liebe.
  • Die wichtigste Voraussetzung, um entspannt loslassen zu können ist, sich selbst genug zu sein.
  • Was das bedeutet und wie du es schaffst, erfährst du in meinem Leitfaden zum Loslassen lernen.

Wie siehst du das mit dem Loslassen? Gut für die Liebe oder viel zu riskant? Schreib einfach einen Kommentar!

P.S.: Da das mit dem Loslassen in der Liebe manchmal gar nicht so einfach ist und ich viele Fragen dazu bekomme (siehe Kommentare unten), habe ich beschlossen, eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung zu erstellen. Diese findest du inklusive vieler anschaulicher Beispiele (auch die Liebe betreffend!) in meinem Buch über das Loslassen.

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Lass endlich los! Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt
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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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95 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Alex

    8. März 2016

    Guten Morgen! :)

    Toller Artikel und wieder Mal auf den Punkt gebracht. Zur Liebe gehört eben auch viel Mut. Der Vergleich mit dem Vogel ist sehr anschaulich und weise. Ich freu mich immer auf deine Artikel, sie geben den Impuls alle wesentlichen Dinge im Leben bewusst anzusehen. Einiges fühlt sich in mir stimmig an, andres weniger. Liebe und Loslassen gehört, wie du schreibst, zusammen.Ich gebe zu, dass mir das nicht immer im Leben leicht gefallen ist. Ich denke mir hat viele Jahre das nötige Vertrauen gefehlt-vor allem in mich selbst. Aber das Leben ist ja ein Prozess, ein Kreis, alles dreht und bewegt sich. :) Der Begriff „Loslassen“ ist oft schwierig zu „greifen“ – ich denke es geht ums „Verstehen“. Sobald man sich oder das Leid das man fühlt versteht, kann es sich denk ich auflösen. Das ist dann nichts was man „tun muss“, sondern etwas das passiert, weil man es verstanden hat.

    Ich freu mich auf deinen nächsten Artikel!

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. März 2016

      Hey Alex,

      dir auch einen guten Morgen =D

      Ich finde den Vergleich auch sehr gelungen und freue mich, dass meine Beiträge so gut bei dir ankommen =)

      Hast du gut erklärt mit dem Loslassen und Verstehen, denn immer wenn man etwas nicht versteht, hat man Angst vor dem mysteriösen Unbekannten und die bringt uns ja zum Festhalten. In vielen Fällen könnte man glaube ich anstatt Loslassen auch „Einlassen“ sagen, denn wenn man sich erst mal auf etwas wirklich einlässt, durchschaut man es mit der Zeit auch =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Ildiko

        13. März 2016

        Hallo Norman, also Einlassen ist auch noch mal ein weiterer Aspekt. Es ist ja im Grunde auch so etwas wie ein Loslassen, letztlich ist es das Vertrauen, das man in sich und den Partner hat und auch die Dankbarkeit für die Zeit, die man miteinander verbringt.

        In der Geschichte erinnert sich die Frau auch an diesen Vogel zurück, der so frei und lebendig durch die Lüfte geflogen ist. Das ist auch noch mal eine sehr starke Metapher.

        Durch die Ängste und Verbindlichkeiten, die wir dem Partner aufbinden, verändern wir den Partner so dermaßen, dass wir ihn nicht mehr wollen, und dann wundern wir uns.

        Und letztlich ist das darauf zurückzuführen, dass man den Partner mit diesen Aspekten „braucht“. Ich denke auch, dass man an jemanden neuen oftmals das so interessant findet, was man selbst nicht hat bzw. sein/haben möchte. Also wenn ich einen Partner kennenlerne, der sehr stark und frei ist, und das anziehend finde, ist es meist so, dass ich mir diese Eigenschaften selbst wünsche. Wenn ich also in meinem eigenen Selbstbewusstsein so weit wäre, könnte ich mir diesen Aspekt bewusst machen, mit dem Partner diesen neuen Weg einschlagen und dann eben von ihm lernen, wie ich selbst freier und stärker werde. Und diesen Weg mit dem Partner gleichzeitig auch geniessen.

        Wenn wir tatsächlich zusammenkommen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Eigenschaften habe, die der Partner gern hätte, ziemlich groß. Somit könnte man gemeinsam weiter wachsen. Und dann geht dieser Weg entweder länger gemeinsam, oder man hat gelernt und „darf“ getrennte Wege gehen.
        Und dadurch dass man losgelassen und sich auf diese Beziehung eingelassen hat, ist es doch sogar „fruchtbar“ gewesen. Eine weitere Erfahrung auf unserem Lebensweg.

        Und meist merkt man eh, ob es beiden Partnern wirklich noch gut tut, dass man weiterhin zusammen bleibt, wahre Liebe wäre in diesem Fall dann, dass man für den Partner den Partner loslässt und dankbar ist. Und so schön sich das alles in der Theorie anhört, so hart und schmerzvoll ist es im realen Leben. Daher müssen wir uns diese Dinge eben immer wieder ganz bewusst sein.
        Danke für deinen Impuls

        Antworten
      • Norman Brenner Norman Brenner

        16. März 2016

        Hey Ildiko,

        danke für die tolle und wichtige Ergänzung! Ja, Einlassen oder auch Zulassen ist im Prinzip genau das selbe wie Loslassen. Man lässt den Status Quo los und lässt sich auf etwas anderes ein =)

        Sehr schön finde ich auch deinen Hinweis auf das „an sich selbst vermissen“. Das habe ich auch schon bei mir selbst beobachtet. Ich konnte sogar feststellen, dass man automatisch damit aufhört den Partner in diese Richtung zu verändern, wenn man damit beginnt, sich selbst in die gewünschte Richtung zu bewegen =)

        Und ja: Es ist extrem hart und schwer im wahren Leben. Bewusst-Sein ist ganz wichtig, aber auch das erfahren und selbst durchleben. Ich denke, genau dafür sind solche Situationen auch da, damit man sie bewusst durchleben und daraus seine Schlüsse ziehen kann.

        Liebe Grüße

        Norman

        Antworten
  2. Anna Böhm Anna

    8. März 2016

    Du hast ja so recht, Norman! Ohne Loslassen gibt es wirklich keine echte Liebe, das habe ich selbst schon erfahren und das beobachte ich immer wieder bei anderen. Da Loslassen auch in anderen Lebensbereichen immer wieder Wunder bewirkt, finde ich, kann man das in seiner Partnerschaft richtig gut üben. Da sieht man direkt wie durch das Loslassen immer mehr Nähe zum Partner möglich wird. Und wenn man dieses positive Feedback bekommt, generiert das Vertrauen, auch in anderen Aspekten des Lebens loszulassen.
    Danke für diesen tollen Artikel!
    Liebe Grüße
    Anna

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. März 2016

      Hey Anna,

      super, dass du damit schon deine eigenen b-e-w-u-s-s-t-e-n Erfahrungen gemacht hast! Und ja, wenn man einmal bei einer Sache merkt, dass das Loslassen ja gar nicht so schlimm ist, dann schwinden auch die Hemmungen in anderen Bereichen =)

      Wie gut gelingt es dir denn in einer Beziehung loszulassen? Hast du es mittlerweile drauf?

      LG Norman

      Antworten
  3. Thomas

    9. März 2016

    Hey Norman,

    Toller Artikel und ganz deiner Meinung. Sehr treffend finde ich auch deine Unterscheidung zwischen aufgeben und loslassen.

    Weiter so!

    Gruß
    Thomas

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. März 2016

      Moin Thomas,

      danke!

      Ich sehe, dass du auch einen sehr schönen Blog hast! Gefällt mir =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  4. TeteGina

    4. Juni 2016

    Angst vor dem Unbekannten? Ist es nicht eher so, dass wir in der Liebe eher danach suchen!? Weil genau das macht doch die Magie der Liebe aus. Das Bekannte „entzaubert“ sich traurigerweise sehr schnell u.wird langweilig. Um für einen Menschen interessant zu bleiben, musst du dir deinen eigenen Zauber bewahren…

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Juni 2016

      Hey TeteGina,

      danke für deinen bereichernden Kommentar =)

      Mit Liebe hat das Unbekannte eher weniger zu tun.. viel mehr mit Verliebtheit und das sind zwei unterschiedliche Dinge. Verliebtheit ist hormonell bedingt und lediglich eine Tür zur Liebe. Die Liebe kann daraus entstehen, muss es aber nicht. Schmetterlinge im Bauch und sowas, das gehört zur Verliebtheit. Das Problem ist, dass viele Menschen das nicht richtig unterscheiden können und denken, es gehöre auch zur Liebe und dann sind sie zwangsläufig enttäuscht, wenn es weicht und denken, es wäre keine Liebe mehr da.

      Aber mit dem eigenen Zauber stimme ich dir zu =) Ich verstehe darunter, man selbst zu sein und auch zu bleiben und sich nicht für einen anderen zu verändern =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  5. Anna

    4. Dezember 2016

    Guten Morgen lieber Norman.
    Mich hat dein Beitrag wirklich sehr berührt und gelehrt, dass ich wirklich nur wieder mein Selbstvertrauen finden kann, wenn ich meinen Ex freund loslasse… er hat sich vor einer Woche von mir getrennt und es tut wirklich sehr weh… Aber ich muss mir eingestehen, dass ich in letzter Zeit sehr geklammert habe, sehr eifersüchtig war und ihn einfach zu Dingen gezwungen habe, weil ich Angst hatte, ihn an ein anderes Mädchen zu verlieren… nun ja er hat sich getrennt, weil er meint er würde mich nicht mehr lieben, mich nicht vermissen und er meint, dass es nicht das wäre, was er sich unter einer Beziehung vorstellt… er wollte gerne mit mir rausgehen (hab ne soziale Phobie…), und er war traurig, als ich Dinge ohne ihn gemacht habe (ich hatte ihn vorher zwar gefragt, aber er wollte nicht)… Ich hab sozusagen immer meinen Willen durchgesetzt, und ihn damit eingeengt… das tut mir wirklich sehr leid…
    erst hatte ich Angst ihn loszulassen, weil ich dachte, dass ich mich dafür entlieben muss. Doch dein Beitrag hat mir gezeigt, dass gerade loslassen wahre Liebe ist, was mich wirklich sehr erleichtert, da ich seit der Trennung zum ersten Mal (gut gestern war ich beim Training (wir haben zusammen Training) und es hat sich sehr gut angefühlt) das Gefühl habe, etwas richtig zu machen… Ich muss immer noch weinen, weil es zum einen wehtut, ihn loszulassen, zum anderen aber glaube ich an das, was Konfuzius gesagt hat… es lässt mich ein wenig hoffen, dass wir beide vielleicht doch noch ein Happy End haben werden…
    wirklich vielen vielen Dank und noch einen schönen 2. Advent

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      6. Dezember 2016

      Hey Anna,

      super, dass du diesen Beitrag hier auch gefunden hast =) Und noch besser, dass es dir geholfen hat, diese Zeilen zu lesen!

      Ich bin davon überzeugt, dass es ein Happy End für dich geben wird, wenn du es schaffst loszulassen. Vielleicht nicht zwangsläufig mit ihm, aber dann ganz sicher in einer anderen Liebe =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  6. Kat

    8. Februar 2017

    Hey!
    Die Geschichte ist gut und verdeutlicht gut, zuviel klammern macht beide traurig (oder wütend ;)). Doch man sollte hinzufügen, dass es trotz allem unmöglich ist niemanden zu brauchen. Das ist einfach zu idealistisch, der Mensch ist ein soziales Wesen und wir werden menschlich durch die Beziehungen zu anderen. Ja , es ist ein manchmal schwierig die Balance zu finden, doch genauso wichtig nach dem Loslassen ist auch, zuzugebnen, dass wir mal jemanden brauchen und auch wenn wir mal fliegen und frei sein wollen, möchten wir danach in ein beschütztes Nest heimkehren. Es ist richtig, man sollte sich nicht nur über andere definieren, aber sich nur über sich selbst zu definieren und sich selbst zu verleugnen indem man so tut als bräuchte man niemand, ist fehlende Akzeptanz den eigenen Bedürfnissen gegenüber. Wir werden auch gerne gebraucht und freuen uns über den Zuspruch anderer wenn jemand sagt: Danke, dass du für mich da bist. In diesem Sinne, ja lasst los, aber vergesst nicht, auch dein Gegenüber hat meistens die gleichen Bedürfnisse, Ängste, Hoffnungen und Sorgen und es entschärft sie, sie zu teilen!

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Februar 2017

      Hey Kat,

      danke für diesen wertvollen Beitrag! Ich stimme dir zu: Wir sind soziale Wesen und brauchen Nähe und Geborgenheit. Und ich liebe deine Metapher mit der Rückkehr ins Nest. Aber ich finde, gerade dieses Nest sollte sich jeder selbst sein. Gerade das sichere Nest, in das man immer zurückkehren kann und wo man sich sicher und wohl fühlt sollte nicht von anderen Menschen oder äußeren Einflüssen abhängen, die wir nicht in unserer Hand haben.

      Wenn wir jemanden Lieben, ist es ok, mit ihm zusammen ein Nest zu bauen und sich dort gemeinsam wohl zu fühlen. Aber wenn es hart auf hart kommt, sollte jeder noch wissen, dass er in seinem eigenen Nest Schutz und Halt suchen kann, sonst steht er ganz schön hilflos da, wenn der Partner auf einmal nicht mehr das Nest teilen will.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  7. Fatos

    23. April 2017

    Ich habe heute von meine frau los gelassen, da ich wieder sie erobern wollte und das sie wieder glücklich ist wir führen eine entfernte bezihung, ich hate angst das ich sie verliere, da durch habe ich los gelassen ich hoffe das ich das richtige getan habe, vermisse sie jetzt aber ich muss da durch um fest zu stellen das wir wieder den zaubern, finden und sie mich aktraktiv findet ich habe sie aber nicht damit im stich gelessan oder?, ich wollte nur das sie glücklich ist und mal an sich denkt und nicht nur an der bezihung was sie falsch macht oder was ich falsch mache sondern einfach das mit einander glücklich macht und nicht unter druck und mann sich immer vorfürfe macht ich wirklich das ich diese menschen nicht damit verloren habe es hat mir sehr weh getan aber ich wollte die angst überwinden und ich habs ich hoffe es war die richtige handlung, p,s wir sind verheiratet jedenfalls noch auser sie sieht das anders

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. April 2017

      Hey Fatos,

      danke für deinen sehr persönlichen Beitrag!

      Ich finde deinen Mut sehr beachtlich. ich weiß, dass so etwas nicht leicht ist.

      Nach dem Lesen deines Kommentars bin ich etwas zwiegespalten:

      Einerseits finde ich es sehr bemerkenswert, dass du das Glück deiner Frau in den Vordergrund stellst und loslässt, damit sie und damit auch eure Beziehung wieder aufblühen kann.

      Andererseits sehe ich das mit dem „Zauber“ etwas kritisch.

      Falls du mit dem Zauber das Verliebtsein und Kribbeln im Bauch meinst, ist es nämlich meiner Meinung nach gefährlich, danach zu streben.

      Das Verliebtsein ist eigentlich nur eine Einleitung in eine Beziehung und soll(!) auch gar nicht länger anhalten.

      In der Phase des Verliebtseins blenden wir vieles aus, damit wir erst mal die Chance nutzen, dem anderen näher zu kommen. Zur Überblendung dienen dann beispielsweise auch die Schmetterlinge im Bauch. Anderenfalls würden wir uns vielleicht nie auf eine andere Person einlassen, weil wir immer irgendetwas finden würden, das uns nicht gefällt.

      Jedenfalls ist es ganz normal und wichtig, dass dieses Gefühl irgendwann aufhört. Dann entsteht eine andere, tiefere Art von Liebe. Zwar ohne Schmetterlinge, aber mit tiefem Vertrauen, was ich auf Dauer als viel wertvoller erachte.

      Soviel nur in der Kürze des Kommentares. Ich kenne ja auch eure Situation nicht genauer.

      Liebe Grüße und alles Gute für euch beide =)

      Norman

      Antworten
      • Dian

        30. Dezember 2017

        Wow! Ich bin sprachlos wie genau auf dem Punkt du getroffen hast. Ich habe sowas noch nie gehört aber jetzt verstehe ich, diese Verliebtheit und das Tiefere. Vielen vielen Dank! Ich bin so froh deine Seite zu finden. Ganz liebe Grüße 😊

        Antworten
        • Norman Brenner Norman Brenner

          2. Januar 2018

          Hey Dian,

          ein frohes und gesundes neues Jahr 2018 wünsche ich dir!

          Danke für deinen Kommentar =)

          Freut mich sehr, dass dir die Seite gefällt und hilft =)

          Liebe Grüße

          Norman

          Antworten
      • Anna

        22. Juli 2018

        Hallo Norman,

        ein bemerkenswerter Bericht!Er passt in meine momentane Lebenssituation und hilft mir es aus einer anderen Sicht zu betrachten.Danke dafür.
        Momentan befinde ich mich in einer Trennung.Er liebt mich noch aber es ist kein Vertrauen mehr da.Wir haben schon öfter losgelassen und nach einer gewissen Zeit wieder zueinander gefunden.Jedesmal hab ich ihn enttäuscht(Affären)Meine Liebe war am Anfang nicht so stark(15 Jahre Altersunterschied)wie sie es jetzt geworden ist.
        Er will mich nicht loslassen aber auch keine gemeinsame Zukunft(Familie).Nach deinem Artikel habe ich losgelassen in der Hoffnung dass wir es nach einiger Zeit wieder schaffen könnten.Ist es denn falsch darauf zu warten?Ich habe anfangs nicht gemerkt was er mir bedeutet.Sicherlich egoistisch.aber das sind wir alle irgendwie.Selbst eine Freundschaft beinhaltet das.Weil du selber etwas daraus ziehst oder dich freust wenn es umgekehrt ist.
        Danke für dieses wunderbare forum(Seite)

        Antworten
        • Norman Brenner Norman Brenner

          24. Juli 2018

          Hey Anna,

          danke für deinen Gedanken zum Beitrag =)

          Das Loslassen zu „tun“ mit dem Hintergedanken, ihn damit wieder für dich zu gewinnen ist kein Loslassen. Das ist Tun bzw. Festhalten. Ließ dir mal diesen Artikel dazu durch, dort erkläre ich ganz genau den Unterschied:

          https://www.vernuenftig-leben.de/warum-ist-das-leben-so-schwer/

          Ich finde deshalb, wenn man loslässt, sollte man auch wirklich loslassen. Auch die Hoffnung, auch wenn das erst einmal ziemlich heftig klingt. Aber es bringt nichts und macht es nur schwerer loszulassen, weil man sich dadurch doch auf das Objekt konzentriert das losgelassen werden soll.

          Natürlich kann es sein, dass jemand gerade dann zu einem zurückkommt, wenn man ihn wirklich loslässt. Das kann man dann annehmen, wenn man will. Aber erwarten sollte man es nicht.

          Ich hoffe, das war in der Kürze des Kommentars einigermaßen verständlich erklärt. Es ist ein sehr komplexes Thema, deshalb schreibe ich ja auch ein Buch darüber ;-)

          Liebe Grüße

          Norman

          Antworten
  8. Silvana

    27. Juni 2017

    Ich bin grad in so einer Falle, ich nenne dies emotionale Falle. Das ist sehr anstrengend. Aber ich weiß auch, wenn ich losgelassen habe, fühlt sich das total befreiend an, man selber kann auf einmal wieder genießen, man kann lieben und der Mann kommt wieder angeschwärmt, den man erst festgehalten hat. :-)

    Antworten
    • Beate

      1. Juli 2017

      Wenn Du loslässt, tue es für Dich. Denn wenn Du loslässt einzig und allein aus der Hoffnung heraus, dass er dadurch zurück kommt, besteht die Gefahr, dass Du enttäuscht wirst. Du gehst in eine Erwartungshaltung, die ggf nicht eintrifft. Denn wir können nie wissen, was im Kopf des anderen vorgeht.

      Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2017

      Hey Silvana,

      danke, dass du deine aktuelle Situation so offen hier mit uns teilst =)

      Es ist ein sehr wichtiger Schritt, zu verstehen, dass das Loslassen dir gut tut.

      Und oft findet durch das Loslassen wirklich ein Wandel statt und der andere findet einen wieder interessanter und anziehender. Aber es ist wie Beate schreibt:

      Tu es in erster Linie für dich und nicht, um etwas damit zu erreichen.

      Das ist nämlich kein richtiges Loslassen, sondern nur eine „Loslass“-Maske, mit der sich dein festhalten und Zurückgewinnenwollen tarnt.

      Wenn du wirklich für dich loslässt, ist es für dich nicht essentiell, ob er dadurch zurück kommt oder nicht. Es kann ein schöner Bonus sein, wenn ja, aber wenn nicht, schadet es dir auch nicht =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  9. Beate

    1. Juli 2017

    Auf diesen Beitrag bin ich zufällig gestoßen. Und finde ihn toll. Ich befinde mich momentan in einer schweren Phase nach einer Trennung, und diese Worte geben mir Kraft. Gleichzeitig aber lösen sie in mir viele Fragen aus, die ich mir selbst nicht beantworten kann.
    In die Beziehung bin ich als eine unabhängige, selbstbewusste Frau gegangen. Es hat mir geschmeichelt, dass mein damaliger Partner so an mir „gehangen“ hat. Ich hatte kein Problem damit, hatte viel zu geben. Mit der Zeit fiel mir jedoch auf, dass er immer mehr Einfluß auf mich und mein Leben nehmen wollte. Er störte sich z.b daran, dass ich Dinge im Alltag selbst entschieden habe, wozu ich oftmals einfach gezwungen war, weil wir eine Fernbeziehung geführt haben und ich die ganze Woche über nicht nur auf mich allein gestellt war, ich habe noch zwei kleine Kinder, für die ich verantwortlich bin.
    Der Vorwurf, ich bräuchte ihn gar nicht schmerzte mich zutiefst. Als ich mich aber dazu entschied meine Existenz für ihn aufzugeben um zu ihn zu ziehen verließ er mich von heute auf morgen und tauschte mich gegen jemanden anderen aus.
    Die Antworten auf meine Fragen muß ich mir selbst geben und ich muss sagen, in meinem derzeitigen Zustand fällt es mir schwer. Ich habe ihn losgelassen, wenn dies der richtigere Weg für ihn ist, soll es so sein. Meine Liebe zu ihm war immer bedingungslos.
    Aber bedeutet es im Umkerschluss, dass er mich nicht geliebt haben kann? er mich lediglich bräuchte, weil er sich selbst nicht genug war,wenn wir nicht zusammen waren? Und er mich deshalb innerhalb kürzester Zeit gegen jemand anderen ausgetauscht hat? Oder habe ich durch diese traumatische Erfahrung eine Wahrnehmungsstörung?
    Ich würde ihn gerne wieder zurück gewinnen. Und ich glaube, durch das Loslassen schwinden meine Chancen enorm.
    Dennoch habe ich mich für diesen Weg entschieden. Auch wenn es schmerzt. Ich tue es für mich und meine Kinder.
    Und ein kleiner Funken Hoffnung, dass es von seiner Seite doch Liebe war und er sie irgendwann wieder verspürt… Bliebt

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2017

      Hey Beate,

      ich begrüße dich ganz herzlich hier und danke dir für deinen bereichernden Kommentar! Und auch dafür, dass du sogar schon anderen geantwortet und geholfen hast =D

      Ich freue mich sehr, dass dir mein Text Kraft gibt. Die aufkommenden Fragen sind ganz normal, da wir es nicht gewohnt sind, in solchen bahnen zu denken. Entscheidend ist dann, wie wir mit diesen Fragen umgehen… Begegnen wir ihnen offen, dann haben wir die Chance zu wachsen und uns zu entwickeln =)

      In deiner Geschichte ist finde ich dein Ex-Partner am Ende der Leidtragende und der, der Probleme mit dem Loslassen hat. Dir gelingt es ja, das schreibst du ja selbst. Respekt übrigens, dass du das schaffst, nachdem du alles für ihn aufgeben wolltest (was wie ich finde keine gute Entscheidung gewesen wäre).

      Ja, er hat dich gebraucht. Und er braucht jetzt jemand anderen, um sich „genug“ zu fühlen.

      Diese Aussage von ihm, die du beschreibst, dass er sich nicht „gebraucht“ gefühlt hat, drückt das ja ganz deutlich aus.

      Ob das dann Liebe war oder nicht, kann nur er selbst dir wirklich klar beantworten. Meiner Meinung nach ist es aber kein Zeichen von Liebe, jemanden zu brauchen, sondern eher ein Zeichen von Mangel und Egoismus. Die Liebe ist freizügig und schenkend… nicht einschränkend und nehmend.

      Ich kenne natürlich eure Verbindung zu wenig, um mir ein Urteil zu erlauben, aber nach meinem ersten Eindruck, würde ich dir nicht raten, ihn zurückgewinnen zu wollen.

      Zum Einen habe ich den Eindruck, dass dieser Mensch dich nach und nach aussaugen wird, wie ein Vampir und zum Anderen wird er in einer darauf folgenden Beziehung noch mehr fordern, weil er gesehen hat, was du zu opfern bereit bist für ihn.

      Deine Entscheidung finde ich daher bewundernswert und kann dir nur Mut zusprechen, diesen Weg weiterzugehen. Lass ihn los und öffne dein Herz wieder für die und eine neue Liebe =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Beate

        3. Juli 2017

        Lieber Norman,
        danke für die Antwort und die lieben Worte.
        Doch wäre das Leben zu leicht, wenn alles so ausgehen würde, wie man es glaubt, daß es ausgeht.
        Nachdem ich meinen Expartner gänzlich losgelassen habe und es mir wieder richtig gut ging, meldet er sich gestern bei mir. Damit habe ich nicht gerechnet.
        Und nun plagen mich Zweifel. Alte Gefühle schienen nur verborgen in mir zu schlummern. Jetzt kommen sie mit geballter Ladung über mich gestürzt.
        Ich bin verunsichert. Auch wenn es ein ungezwunger, unverbindlicher Kontakt ist, macht mir meine Ungewissheit zu schaffen, welche Folgen es haben könnte.
        Denn ich merke, dieser Mensch bedeutet mir noch etwas.
        Alte Fragen stellen sich mir:
        Warum ist er wirklich gegangen, obwohl er noch zwei Tage davor feste Zukunftspläne mit mir geschmiedet.
        Und gibt es da wirklich eine neue Frau, oder ist sie imaginär, ein Mittel zum Zweck: damit ich loslasse, oder eine aus tiefer Kränkung entstande „Rache“

        Heute geht es mir plötzlich wieder richtig schlecht. Ich habe ihn losgelassen,oder etwa doch nicht? Ich wünsche ihm dass er glücklich ist. Dennoch gibt es so viele Fragen, die nun mein Kopf zerfressen.
        Und mich vermutlich noch viele Jahre quälen werden.
        Ich möchte ihn nicht auf diese Fragen ansprechen. Er ist mir nichts mehr schuldig. Zudem könnte ich nicht unterscheiden ob die Antworten darauf aufrichtig sind. Weil seine plötzliche Trennung noch immer keinen Sinn für mich ergibt.

        Antworten
      • Norman Brenner Norman Brenner

        5. Juli 2017

        Hey Beate,

        schön, wieder von dir zu lesen =)

        Danke auch für deine Mail und dafür, dass du deine frage hier nochmal als Kommentar formuliert hast. Dann hilft es vielleicht auch anderen =)

        Ja, da hast du recht… in der Regel kommt es anders ;-)

        Ich kann verstehen, dass dich der erneute Kontakt wieder aus der bahn wirft. Aber wenn ich das ganze erst mal rein äußerlich betrachte, sehe ich da:

        Du hast ihn gänzlich losgelassen und es ging dir gut.

        Er meldet sich wieder und es geht dir schlecht bzw. du verfällst wieder in alte Muster.

        Ich denke, wir erkennen hier sehr schön, dass alleine durch die Tatsache, dass du ihn wirklich losgelassen hast, deine Anziehung auf ihn immens gestiegen ist. Das habe ich ja auch oben im Beitrag so ähnlich beschrieben. ABER:

        Nur weil du ihn nun mehr anziehst, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass du ihn auch wieder nehmen solltest!

        Deine speziellen Fragen kann ich dir natürlich nicht beantworten… das kann nur er. Aber ich würde mir vorher darüber klar werden wollen, ob ich diese Antworten überhaupt will und brauche.

        Das ist keine Kopfentscheidung… du musst mit dem Herzen da hineinfühlen…

        Was ich in solchen Situationen sehr empfehlen kann, ist sich das Leben mit beiden Optionen je einmal intensiv vorzustellen.. mit allen Details und mit allen Potentiellen Höhen und Tiefen und dabei darauf zu achten, was dein Bauch dir sagt…

        Was fühlst du bei der Vorstellung von einem leben mit ihm und was bei einem Leben ohne ihn? Dein Bauchgefühl ist da der viel bessere Ratgeber als dein Verstand. Liebe ist nunmal eine Herzens- und nicht Kopfsache ;-)

        Liebe Grüße

        Norman

        Antworten
  10. Andre Oyanik

    13. Juli 2017

    Hallo Normen,

    bei mir ist es gerade so das ich mich als Marionette
    fühle. Klar ist mir geworden das man loslassen muss durch deine Artikel hier DANKE
    Jetzt stellt sich für mich die Frage wie ich mich gegenüber meine Partnerin verhalten soll ??

    Wenn du jemanden soweit „unter Kontrolle“ gebracht hast, dass du keine Angst mehr haben musst, dann ist die Liebe dahin. Dann ist er oder sie nur noch ein Spielzeug, eine Marionette, deren Fäden du ziehst und wer will schon eine Marionette lieben?

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      17. Juli 2017

      Hey Andre,

      willkommen auf vernünftig Leben =)

      Da hast du ganz recht! Niemand will oder sollte eine Marionette sein!

      Aber die Frage, die du stellst, lässt mich vermuten, dass du dich immer noch nicht ganz der Kontrolle deiner Partnerin entziehen kannst / willst.

      Du fragst „Wie soll ich mich gegenüber meiner Partnerin verhalten..?“

      Die Frage ist eher: Wie sollst du dich gegenüber dir selbst verhalten?!

      Wenn du die Fäden wirklich durchtrennen willst, dann sollte es dir egal sein, wie deine Partnerin auf dein Verhalten reagiert. Die Tatsache, dass du dich da sorgst, deutet an, dass da gewisse Fäden noch eine wichtige Rolle für dich spielen.

      Schneid sie durch. Verhalte dich so, wie es dir gut tut. So, dass du dich abends im Spiegel ansehen und stolz auf dich sein kannst.

      Wenn das der Fall ist, warst du an diesem Tag dein eigener Herr =)

      LG Norman

      Antworten
  11. Pierre

    20. Juli 2017

    Hey super Beitrag.Ich kann da zu 100 Prozent zustimmen ich habe meine ex nie losgelassen und war jeden Tag bei ihr.Sie hat sich irgendwann getrennt und meinte auch das sie mich nicht mehr liebt.Ich hab das nie verstanden weil ich sie noch richtig krass geliebt habe.Ich habe ganze 3 Jahre gebraucht um zu verstehen warum und genau was sie hier schreiben trifft komplett darauf zu.In einer Beziehung muss man sich Freiheiten lassen jeder muss sein Leben Leben,und man sollte sich nur ab und zu sehen und schöne Momente haben.Ich werde mir das beim nächsten mal zu Herzen nehmen und hoffe sehr das ich mir das nicht nochmal so zerstöre.Lg

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Juli 2017

      Hey Pierre,

      danke für diesen persönlichen und bereichernden Kommentar =)

      Absolut, Freiheit ist enorm wichtig. Ich finde, man muss nicht unbedingt getrennte Wege gehen und sich nur ab und zu sehen. Zusammenleben ist sehr wohl möglich, auch wenn jeder einzelne „sein eigenes Leben behält“.

      Natürlich ist das eine etwas größere Herausforderung, den Partner dann auch mal abends alleine weggehen zu lassen, wenn man vielleicht selbst gerade das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung hat. Aber mit etwas Übung, finden sich auch hier meist gute Kompromisse =)

      Wünsche dir alles Gute in Sachen Liebe und überhaupt =)

      LG Norman

      Antworten
  12. Eva

    30. August 2017

    Lieber Norman,

    tausend Dank für diesen wunderbaren Artikel! Er ist genau das, was ich gerade brauchte. Es ist Wahnsinn, wie du deine Erklärungen auf den Punkt bringst. Es bleiben keine Fragen offen.
    Ich möchte dir ganz ehrlich sagen, dass deine Gedanken und Tipps mein Leben unglaublich bereichern und mir helfen, ein besseres Leben zu führen.

    Vielen vielen Dank! Du leistest einen unglaublichen Beitrag zum Wohlbefinden aller, die deine Beiträge regelmäßig lesen.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. September 2017

      Hey Eva,

      wow, danke für deine lieben Zeilen =)

      Mir geht wirklich das Herz auf, wenn ich so tolle Kommentare bekomme, die mir zeigen, dass meine Arbeit wirklich ankommt und Menschen gefällt und hilft =) Danke, dass du mich das wissen lässt!

      Ich wünsche dir einen tollen Start in die neue Woche und hoffe, wir lesen uns mal wieder =)

      LG Norman

      Antworten
  13. Heidi Kaubisch

    14. September 2017

    Hey Norman,
    dazu fällt mir eigentlich nur ein Satz ein, der deinen Artikel unterstreicht, bestätigt bzw. ergänzt: Was du liebst lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.“ Kommt er/sie nicht zurück, hat er/sie dich nie wirklich geliebt. Und auch hier sieht man wieder den engen Zusammenhang zwischen der Selbstliebe und all dem, was man liebt: wer sich selbst genug ist, sich genug liebt und wertschätzt, der ist wirklich frei und mit sich im Reinen, denn er ist an nichts und niemanden gebunden und hat demzufolge auch keine Angst vor Verlust, egal in welcher Form. Und das ist wirkliche Stärke, die von Innen kommt, nicht wahr?
    Ich finde deinen Artikel super einleuchtend und treffend formuliert.
    Danke sehr! VG.
    Heidi

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. September 2017

      Hey Heidi,

      danke für den Satz, der ist mir auch als erstes zu dem Thema eingefallen, deshalb steht er auch oben ganz am Anfang des Artikels ;-)

      Ich sehe das genauso. Wer wirklich mit sich selbst zufrieden ist und sich selbst liebt, der wird automatisch auch andere anziehen, die ihn lieben und sie „halten“ können, ohne sie festzuhalten.

      Danke für die Blumen!

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  14. Bettina

    24. September 2017

    Hallo Norman!
    Gerade habe ich deinen Artikel gelesen,da ich mich im Moment sehr mit dem Thema loslassen befasse. Ich habe seit ca.2 Jahren eine Fernbeziehung. Wir haben uns fast jedes Wochenende gesehen, die anfängliche Verliebtheit halt. Nun ist es so,dass mein Freund manchmal das Wochenende alleine verbringen möchte, oder sich nur an einem Tag mit mir treffen will. Das fällt mir unglaublich schwer. Er sagt, ich muss ihn loslassen. Ich weiß, dass er recht hat, ich hab ja auch Möglichkeiten das Wochenende ohne ihn zu verbringen. Das führt mittlerweile immer zu Spannungen zwischen uns. Ich hoffe, dass ich es mit Hilfe deines Artikels vielleicht schaffe, denn sonst wird unsere Beziehung noch daran zerbrechen. „Was du liebst, lass frei…“ Ich hoffe wirklich, dass ich es schaffe.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. September 2017

      Hey Bettina,

      danke, dass du deine Gedanken zum Beitrag und diese persönliche Schilderung mit uns teilst =)

      Warum fällt es dir so schwer? Gehe dieser Frage mal auf den Grund. Frag dich immer weiter „Warum?“…

      Bsp:

      „Warum kann ich ihn nicht übers Wochenende alleine mit Freunden etwas machen lassen?“

      -> Weil ich nicht möchte, dass er eine andere kennenlernt

      „Warum will ich nicht, dass er eine andere kennenlernt?“

      -> Weil ich ihn nicht verlieren möchte

      „Warum möchte ich ihn nicht verlieren?“

      -> Weil …

      usw.

      In den meisten Fällen läuft es am Ende auf Angst hinaus. Die Angst, ohne diesen Menschen nicht leben zu können / zu wollen und alleine zu sein, weil man sich selbst nicht alleine genug ist. Das ist das wahre Problem, an dem dann gearbeitet werden sollte. Das Klammern am Freund ist nur ein Symptom davon.

      Ich hoffe, das hilft dir etwas =)

      LG Norman

      Antworten
      • Bettina Karch

        3. Oktober 2017

        Hallo Norman, vielen Dank für deine Antwort. Ich weiß, es ist wirklich so,ich habe Angst vor dem alleine sein. Ich habe mich vor 2 1/2 Jahren von meinem Mann getrennt, und bin kurz darauf mit diesem neuen Mann zusammen gekommen. Ich war noch nie wirklich allein. Ich wohne mit meinem 16jährigen Sohn zusammen und auch mein älterer Sohn kommt mich oft besuchen. Aber das ist natürlich nicht dasselbe. Mir fehlt die Nähe, auch körperlich. Jemand zum anlehnen und der mich mal in den Arm nimmt. Deshalb fällt es mir wahrscheinlich auch so schwer loszulassen. Ich habe einen guten Freundeskreis, aber alles Paare….irgendwie muss ich es schaffen, diese Angst zu überwinden. Ich hab es bei der Trennung von meinem Ex mann schon einmal geschafft, das gibt mir ein bisschen Hoffnung. Aber dieses Mal fällt es mir viel schwerer, weil soviel Gefühl im Spiel ist. Vielleicht brauche ich einfach noch ein bisschen Zeit. Liebe Grüße Bettina

        Antworten
      • Norman Brenner Norman Brenner

        10. Oktober 2017

        Hey Bettina,

        danke für deinen Kommentar und den offenen Einblick in deine persönliche Situation =)

        Für mich hört sich das sehr danach an, als solltest du zunächst einmal versuchen, dir selbst diese Nähe und Wärme zu geben, die du vermisst. Dann bist du auch nicht mehr so sehr darauf angewiesen, dass es ein anderer tut und kannst dich in zukünftigen Beziehungen sogar vielleicht mehr auf das Schenken und geben von Nähe, Wärme und Liebe konzentrieren, als auf das Nehmen. Paradoxer Weise erhalten wir auch mehr zurück, wenn wir viel geben, gerade in der Liebe ;-)

        Zeit braucht es natürlich auch. Aber ich habe bei dir das Gefühl, dass du auf einem guten Weg bist und selbst auch bewusst genug damit umgehst, um deinen Weg zu meistern =)

        ich wünsche dir dabei alles gute, viel Kraft und trotz allem auch viel Freude und schöne Momente auf deinem Weg =)

        LG Norman

        Antworten
  15. Jen

    6. Oktober 2017

    super Bericht, echt.

    Antworten
  16. Johanna

    13. Oktober 2017

    Hi Norman,ich bin zufällig auf deine Seite gestoßen, und das Loslassen ist in meiner Beziehung so was von genau gerade das Thema, dass mir beim Lesen deines tollen Posts gerade ganze Kronleuchter aufgegangen sind.
    Ich habe gar nicht gewusst, dass die derzeitige Unzufriedenheit in meiner Liebessituation Ihre Ursachen auch im Klammern meinerseits begründet ist und ganz sicher viel damit zu tun hat, dass ich mir selbst nicht genug sein kann.
    Ich versuche das jetzt zu ändern :-)
    Danke für den Artikel!

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      17. Oktober 2017

      Hey Johanna,

      freut mich, dass du meine Seite im Netz gefunden hast und gleich noch einen lieben Kommentar dagelassen hast =) Danke! =D

      Klasse, dass du das für dich erkennen konntest. ich erlebe es leider oft, dass man intuitiv blockiert und das nicht wahrhaben will. Dann ist es natürlich leider auch sehr schwer, etwas zu ändern. Aber bei dir habe ich da ein gutes Gefühl =)

      Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, vor allem aber auch viel Freude auf dem Weg =)

      LG Norman

      P.S.: Kennst du auch schon den Beitrag „Warum um die Liebe kämpfen schadet (und was wirklich hilft)“? Der könnte dir auch helfen / gefallen =)

      Antworten
  17. Petra

    18. Oktober 2017

    Hallo endlich weiß ich jetzt was loslassen bedeutet. Ich stecke in so einer Situation und habe auch jetzt hier erkannt was falsch lief. Ich werde diesen Prozess durchlaufen, auch wenn es vielleicht zu spät ist. Aber wichtig ist auch das ich mich selbst wieder finde.
    Das Ebook habe ich angefordert aber nicht bekommen. Kannst mal bitte nachschauen ?

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Oktober 2017

      Hey Petra,

      danke für deinen Kommentar =)

      Freut mich, dass dir der Artikel in deiner persönlichen Situation hilft!

      Meinst du das Ebook „Weisheiten des Flusses“? Ich hab dir ne Mail mit nem Downloadlink geschickt =)

      LG Norman

      Antworten
  18. Corinna

    27. November 2017

    Ein guter Artikel. Ich mache grade ne schwere Trennung durch. Er meinte ich tat zu wenig obwohl wir fast täglich was machten und ich gern für ihn sorgte. Leider kamen private Probleme dazu und ich zog mich etwas zurück bzw war nicht mehr immer die gut gelaunte etc. Er war auch eifersüchtig und es sollte immer um ihn gehn, war ich mal mit Freundinnen hieß es mit denen gehts mir besser. Ich akzeptierte seine Macken. Er meine nicht, die wohl war das mir etwas Freiheit ab und zu wichtig war.. es ist 3Monate her und schmerzt noch sehr. Ich kämpfte um ihn, es hieß ich hab nichts geändert. Er war die erste Liebe. Ich weiß ich hatte noch zu lernen. Er tat alles bis die Probleme kamen, die ihn wohl nervten. Ich frage mich ob er je liebte. Er meinte immer er suche nach Fehlern aber findet keine.. das sagt wohl genug. Ich muss loslassen obwohl alles grade schwer ist. Auch das Studium wurde letztendlich nichts..

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. November 2017

      Hey Corinna,

      danke für deinen persönlichen Kommentar zu dem Thema =)

      Klingt mir sehr danach, dass Loslassen hier wirklich der bessere Weg ist. Was wäre die Alternative? Du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Und so lieb und teuer er dir auch war: Willst du wirklich dauerhaft eine Beziehung mit jemandem führen, der ständig Verständnis für seine Macken fordert, aber keines für deine aufbringen möchte?

      Gerade dieses Eifersuchtsdenken und dass er dich nicht mit deinen Freundinnen losziehen lassen wollte, zeugt für mich eher davon, dass er das eigentliche Problem hat. Er liebt nicht wirklich, sondern braucht Liebe. Er schenkt sie nicht, er nimmt sie und stopft damit die Löcher, seiner eigenen Unzulänglichkeiten.

      Das ist natürlich nur mein Eindruck aus der Ferne und aufgrund deiner kurzen Zeilen. Ich kenne ihn ja nicht wirklich.

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir ein wenig in diesem Prozess. Falls du dir wegen dem Studium Gedanken machst, lies mal meinen Beitrag über „Die eine Frage, die dein Leben verändern wird“. Dort kannst du lesen, wie auch aus meinem Studium nichts wurde, und das sogar zwei mal und was ich daraus gelernt habe =)

      LG Norman

      Antworten
  19. Mimi

    19. Dezember 2017

    Loslassen..Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen. Lieber Norman, du hast sicher recht, aber aber, vielleicht ist das was ich schreibe eine Standardsituation, vielleicht aussergewöhnlich. Wir haben uns nach 8,5 Jahren getrennt. Er (57) möchte Single sein, möchte machen was ihm gefällt. Hat sich dazu auch eine Frau gesucht, die auch Single sein will und ihn in seinem Prozess nicht stört. Seit wir auseinander sind bekomme ich Komplimente, für alles und jedes, er ist begeistert. Zwischendurch haben wir sex, auch der ist klasse, dann geht er und will seinen Freiraum. Immer wenn ich den nächsten Schritt der Trennung einleite sind seine Botschaften ich liebe dich, ich werde/will dich nicht verlieren, ich stelll mir vor mit dir mein Leben zu verbringen aber auch ich muss Single sein.
    ..Ich habe ihm gesagt das diese Botschaften nicht mit loslassen in Einklang zu bringen sind…so geht das nun seit fast drei Monaten. Wir wollen uns nicht verlieren, aber die Streits, endlose Beziehungsgespräche rauben uns die Kraft.ich habe jetzt darum gebeten, dass wir uns nur noch alle 4-6 Wochen sehen und dann was tolles miteinander machen. (Radtour, wochenendtripp, seminar etc.) um so rauszubekommen ob es uns damit gut geht und was passiert.
    Fand er gut. Ist das wirklich eine gute Idee?
    Was denkst du? Was meint ihr? Die 2. Frau ist im Moment nicht mein wichtigstes Problem!

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Dezember 2017

      Hey Mimi,

      danke für deinen Kommentar und diesen offenen Einblick in deine persönliche Situation =)

      Ja, du hast recht. Bei euch ist es eine außergewöhnliche Situation. Am Ende läuft es aber wieder auf den Standardfall hinaus: Du machst dein Glück von ihm abhängig und deshalb lässt du nicht los.

      Du musst deinen Fokus auf dich richten. Was ist dir wichtig? Was brauchst du zum glücklich sein? Wenn dir das auf diese Weise nicht gelingt, dann musst du eben einen Schlussstrich ziehen. Was er dann dazu sagt spielt keine Rolle. Du bist diejenige, die ihm seine Worte abkauft und Hoffnungen oder Sehnsüchte in sie hinein interpretiert.

      Wenn du also so nicht weitermachen willst, dann mach so nicht weiter. Ich kenne ihn natürlich nicht. Es ist aber auch egal, ob er es am Ende ernst meint oder dich nur durch solche Aussagen bei sich oder „warm halten“ will. Wichtig ist, dass du mit so einer Situation nicht glücklich bist und es auch nicht werden wirst, wenn du dein Glück immer wieder in seine Hände legst.

      Ich kann dir nicht sagen, ob das mit den monatlcihen Treffen eine gute Idee ist. Wie ich dir bereits in meiner Mail schrieb, hängt es davon ab, was du in diese Treffen projizierst. Sind es einfach nur Treffen, um das BEieinandersein zu genießen und Spaß zu haben, ist das sicherlich nichts gegen einzuwenden. Ich vermute aber eher, dass es Treffen sind, die mit Erwartungen verbunden sind oder weitere Erwartungen wecken und dann finde ich es eher kontraproduktiv.

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu helfen dir ein wenig. Am Schluss bist immer du es, die am Hebel sitzt und ihn umlegt oder nicht =)

      Liebe Grüße und starte gut ins neue Jahr!

      Norman

      Antworten
  20. Jenny

    20. Dezember 2017

    Hey Norman,
    vielen Dank für deinen Bericht. Ich bin auch gerade in der Situation zu erkennen das meine Situation nur durch mich und nicht durch meinen Mann gelöst werden kann. Er hat sich in eine andere verliebt, bleibt aber trotzdem bei mir um uns beiden noch eine Chance zu geben. Trotzdem trifft er sich mit dieser anderen Frau und hält den Kontakt, unabhängig davon welche Gefühle das in mir auslöst.
    Ich möchte mich selber schützen, indem ich die Stärke bekomme den richtigen Weg für mich zu gehen…..und dafür muss ich loslassen….denn dann kann ich gehen wenn wir es nicht schaffen…..

    Antworten
    • Sebastian

      22. Dezember 2017

      Das ist sehr krass Jenny! Ich finde es auf eine Art beeindruckend, dass Du das kannst. Für mich ist das unvorstellbar. Treffen mit einer anderen… holy shit.. die er liebt … Wo ist da noch die Basis für Euch? So stark oder so verrückt bin ich nicht. Ich wünsche Dir alles Gute

      Antworten
      • Norman Brenner Norman Brenner

        27. Dezember 2017

        Hey Sebastian,

        danke für deine Gedanken dazu =)

        Ich habe auch Respekt davor, aber wie gesagt: Nur, wenn es demjenigen selbst dabei gut geht. Wenn es zu einer Selbstkasteiung wird und man sich völlig abhängig und unterwürfig macht, ist das absolut der falsche Weg.

        Liebe Grüße und auch dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

        Norman

        Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Dezember 2017

      Hey Jenny,

      danke für deinen Kommentar und die offene Schilderung deiner persönlichen Situation =)

      Ich ziehe meinen virtuellen Hut vor dir, denn ich finde, es zeugt schon von wahrer Stärke, dass du mit ihm sein kannst und ihn lieben, obwohl er eine andere trifft. Und ich finde das ehrlich gesagt ganz wunderbar, denn…

      Sollte sich herausstellen, dass aus dieser neuen Beziehung doch nichts ernstes wird, wird euch das ein ganz neues Level an Vertrauen und Rückhalt in eurer Beziehung ermöglichen. Er wird wissen, dass er immer ehrlich zu dir sein kann und du wirst wissen, dass das Aufflammen einer kurzen Leidenschaft keine wahre Bedrohung für eure Partnerschaft darstellt. Und umgekehrt.

      Sollte er aber in dieser neuen Frau eine neue Weggefährtin gefunden haben, hast du die Sicherheit, dass aus euch nichts mehr wird und musst dich später nicht mit Gedanken quälen wie „Was wäre wenn ich noch ein wenig geblieben wäre“ etc.

      Dennoch: Das alles gilt nur, wenn du mit der Situation auch gut zurecht kommst. Du schreibst ja, es ist ihm egal, welche Gefühle das in dir auslöst. Falls du dich also mit dieser Situation quälst und dich nur noch die Hoffnung bei ihm hält, dann solltest du meiner Meinung nach lieber früher als später die Reißleine ziehen, denn so machst du dich nur noch unglücklicher.

      Loslassen solltest du also in jedem Fall… wenn es dir gelingt loszulassen und bei ihm zu bleiben ist das ganz groß. Wenn es dir nur gelingt, indem du auch räumlich und tatsächlich loslässt, dann auch =)

      Das wichtigste ist, dass du deinen Fokus auf dich richtest und wie es dir damit geht und nicht auf ihn. Das ist eigentlich schon der Kern des Loslassens, denn wenn du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist, hast du ihn losgelassen.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du es so oder so schaffst, loszulassen und einen wundervollen Start ins neue Jahr 2018!

      Norman

      Antworten
    • Dian

      30. Dezember 2017

      Hi Jenny, deine Situation passiert auch bei mir gerade. Noch ganz frisch vor 2 Wochen habe ich erfahren dass mein Mann in eine andere verliebt hat. Trotzdem bleibt er bei mir und unterstützt mich so gut wie er kann. Ich erkenne aber auch, durch diese Seite, dass nur ich, die loslassen muss. Verdammt schwierig aber wahr. Lass dich mal unbekannterweise umarmen.

      Antworten
      • Norman Brenner Norman Brenner

        2. Januar 2018

        Hey Dian,

        schön, dass du dich hier an der Diskussion beteiligst =)

        Ja, am Ende liegt es wirklich einzig und allein bei dir. Super, dass du das erkannt hast. Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute beim Umsetzen =)

        Liebe Grüße

        Norman

        Antworten
  21. Adam

    27. Dezember 2017

    HI Norman
    Ich lese seit drei Monaten deine Seite und finde Sie wirklich gut.
    Ich habe mich zum dritten mal von meiner Frau getrennt , jedes mal habe ich Ihr versprochen ich werde alles tun dass es klappt . Bei mir ist es wirklich anders , es könnte auch an meiner Vergangenheit liegen , da ich früher vor 15 Jahren Drogen genommen habe und jede 2 Wochen in den 13 Jahren Ehe was getrunken hab um einfach meinen Kopf frei zu bekommen. Ich habe Ihre zwei Kinder auf den richtigen Weg gebracht , meine Frau egal wie und egal wo unterstützt und gar nicht mehr auf mich geachtet . Nach jeder Trennung ging es mit einen Monat gut ich war frei , danach bin ich in ein Loch gefallen . Sie geht mir 24 Std. durch den Kopf , wie eine Droge die ich haben muss , ich bin Auf einmal Eifersüchtig , schaue was Sie macht und was Sie tut und würde alles dafür tun um Sie wieder zu bekommen . Ich habe 3 Monate versucht jetzt wieder zu kämpfen Ihr gesagt , dass ich Sie liebe , einfach alles Sie hat mich dabei wie Dreck behandelt , mich verletzt einfach alles, du bist kein Man u.s.w .
    Habe mir Psychologische Hilfe gesucht , Januar starte ich mit Yoga und möchte mich selber finden. Nach der Trennung diesmal ist mein Kreisförmiger Haarausfall weg , ich trinke keinen schluck seit 5 Monaten, habe auch nicht das Bedürfnis, aber trotzdem würde ich mit Ihr gerne mein Leben verbringen , wenn Sie selber erkennt , dass ich nicht nur schuld bin an der Trennung . Sie hatte Depressionen , sie schreit oft ich habe versucht Sie zu unterstützen, aber keine Kraft mehr gehabt . Jetzt Datet Sie seit 2 Monaten , also nach drei monatigen Trennung im Netz und sucht schon einen neuen was mir auch sehr weh tut . Na ja ich muss da glaube ich durch , was denkst du?
    Die ganze Geschichte währe ein Buch Wert , Sorry für die Rechtschreibfehler bin kein Autor .
    Gruß Adam

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Dezember 2017

      Hey Adam,

      danke für deinen Kommentar und dass du deine persönliche Geschichte mit uns teilst =)

      Für mich hört es sich so an, als würdest du dein Glück sehr stark von äußeren Umständen und vor allem von ihr abhängig machen. Nach dem Motto „Man will eben, was man nicht haben kann“.

      Ich denke, du solltest dich erst einmal total von ihr weg orientieren. Wenn es dir ohnehin weh tut, mit anzusehen, was sie jetzt macht und mit wem, dann ist es sowieso nur Selbstkasteiung, wenn du dir das freiwillig antust. Und das wirkt nebenbei auch nicht sehr attraktiv.

      Hauptsächlich ist es aber wichtig, das du lernst, dir selbst das zu geben, was du zu deinem Glück brauchst. Ich habe den Eindruck, du identifizierst dich selbst auch ein Stück weit über sie. Du bist der, der alles für sie getan hat, ihre Kinder auf den richtigen Weg gebracht hat etc. Da fällt natürlich erst mal gefühlt ein Stück Identität weg, wenn dieser Mensch nun nicht mehr in deinem Leben ist. Aber in Wahrheit hat das alles nichts damit zu tun, wer du wirklich bist. Das solltest du vielleicht mal herausfinden. Wer bist du, ohne andere zu deiner Definition zu brauchen?

      Ich glaube, dein Weg über Yoga und die Therapie ist eine gute Wahl.

      Da du selbst schreibst, deine Geschichte sei ein Buch wert, wieso schreibst du es nicht? Man schreibt nicht, weil man Autor ist, sondern man ist Autor, weil man schreibt ;-) (Und Rechtschreibfehler findest du bei mir auch jede Menge ;-) ). Und wenn du es nur für dich schreibst. Schreiben ist eine sehr gute Form der Selbsttherapie. Ich nutze es ja auch sehr ausgiebig hier ;-)

      Hast du den Steppenwolf von Herrmann Hesse schon gelesen? Ich könnte mir vorstellen, dass das etwas für dich sein könnte =) Ansonsten sind hier einige Bücher, die mir sehr bei meinem Selbstfindungsprozess geholfen haben:

      https://www.vernuenftig-leben.de/ressourcen/#selbstfindung

      Liebe Grüße und hab trotz oder gerade wegen allem eine guten Start ins neue Jahr!

      Norman

      Antworten
  22. Andreas Michels

    3. Januar 2018

    Hat das loslassen noch einen Sinn wenn sie ein einen neuen Partner hatt wir haben zwei gemeinsame Söhne, 9 und 10 Jahre sie hat sie bei mir zurück gelassen

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Andreas,

      natürlich!

      Das Loslassen hat immer einen Sinn, weil du es nicht tust, um jemanden zurückzubekommen (das wäre kein echtes Loslassen), sondern für dich!

      Also ja, loslassen hat immer Sinn. Sogar noch auf dem Sterbebett (und dort vor allen Dingen)!

      LG Norman

      Antworten
  23. Sophie

    3. Januar 2018

    Hallo Norman,

    ich bin sehr zerissen was meine Gefühle angeht. Ich lebe mit meinem Mann und unserer gemeinsamen Tochter zusammen. Eigentlich verstehen wir uns ganz gut und ich liebe ihn auch aber es gibt Momente da hasse ich ihn regelrecht.
    Er gibt sich 0 Mühe das es mit uns wirklich gut klappt. Wie oft wir schon geredet haben das wir etwas ändern müssen und er verfällt jedes mal nach einer gewissen Zeit wieder in alte Muster.
    Er hält sich, was unsere Tochter angeht, überwiegend raus, er begehrt mich kein Stück mehr, unser Liebesleben leidet stark darunter und ich weiß nicht was ich machen soll, ich habe ja schließlich auch meine Bedürfnisse. Ich habe ihn auch darauf angesprochen das wir ja eine offene Beziehung führen könnten aber das will er partout nicht. Er will mich nicht, aber kann mich auch nicht loslassen. Mir geht es ähnlich was das Loslassen betrifft. Irgendwie will ich ihn nicht verlassen, was nicht zuletzt daran liegt dass ich das beste für mein Kind will und ohne Vater (denn er würde sich im Falle einer Trennung nicht kümmern oder nur sehr wenig) geht es unserer Tochter ja auch nicht gut.
    Kannst du mir bitte einen Rat geben?

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Sophie,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Warum entscheidest du dich denn dann dafür, das immer wieder so mitzumachen?

      Ich finde es nicht gerechtfertigt, in solchen Fragen immer das Wohl des Kindes vorzuschieben. Ein Kind kann auch unter getrennten Eltern sehr gut aufwachsen. Meiner Meinung nach sogar besser, als unter Eltern, die zwar zusammen leben, aber das eigentlich beide nicht mehr wollen. Wenn du das beste für dein Kind willst, dann schau, was das beste für dich ist. Denn wenn du leidest, wird auch dein Kind darunter leiden.

      Nur wenn es dir gut geht, kannst du auch für dein Kind sorgen. Und darüber hinaus. Was lebst du ihm damit vor? Willst du, dass es später genauso entscheidet, wenn es mal in eine ähnliche Lage kommt?

      Und was das mit dem Kümmern angeht: Wie bitte soll ein Vater, der sich nach einer Trennung nicht um sein Kind kümmern würde denn jetzt gut für das Kind sein sollen? Auf den würde ich direkt verzichten wollen.

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu helfen dir ein wenig.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  24. Anja

    7. Januar 2018

    Also im Gegensatz zu deinem ersten Versuch, war dieses „Stück“ Hörbuch — super!!! Ich habe dir sehr gern zugehört und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es zu langatmig war… vielen Dank!!!
    Ein schönes Thema zum Nachdenken!!!

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Anja,

      danke! =D

      Ich denke selbst, dass noch etwas Luft nach oben ist und werde vor dem Hörbuch wohl noch den ein oder anderen Beitrag vertonen, aber da haben wir ja dann auch alle etwas davon =)

      Danke für dein ehrliches Feedback =)

      Hab ne tolle Woche und ein noch tolleres Jahr 2018!

      Norman

      Antworten
  25. Karina Malkowski

    7. Januar 2018

    Hallo Norman,

    ich habe gerade deine Hörprobe angehört. Ich war in jedem Moment bei deinen Worten, konnte dich akustisch und inhaltlich sehr gut verstehen. Das hast du sehr gut gemacht. Und ich gebe dir in einigen deiner Erkenntnisse recht, andere habe ich als neu und sehr aufschlussreich aufgenommen. Insgesamt ein interessantes und gut verarbeitetes Thema. Lieben Dank dafür und weiterhin Toitoitoi für deine weiteren Vorhaben.
    Liebe Grüße,
    Karina

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Karina,

      danke für dein ausführliches Feedback =)

      Das hilft mir sehr!

      Liebe Grüße und auch dir ein wundervolles Jahr 2018!

      Norman

      Antworten
  26. Maria

    7. Januar 2018

    Lieber Normann! Ich finde den Beitrag sehr interessant. Doch ich glaube manche Situation sollten verändert werden, damit überhaupt eine Partnerschaft entstehen kann und auch gemeinsame Zeit sollte in Balance bleiben. Ohne den anderen einzuengen. Jeder hat ja seine Interessen. Die Rahmenbedingungen sollten verändert werden wenn es so unmöglich ist zusammen zu sein. Diese beziehe ich, wenn der Mann oder Frau noch mit dem Ehepartner zusammen lebr, obwohl sie kein Paar mehr sind. Dann sollte erst eine neue Partnerschaft erstehen, wenn der andere sich getrennt hat. In der Zwischenzeit sollte Mann/Frau loslassen und sein Leben leben.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Maria,

      danke für deine wertvollen Gedanken zum Artikel =)

      Ich stimme dir zu, manches sollte angegangen werden, wenn es änderbar erscheint. Aber es kommt auf die innere Einstellung dabei an. Loslassen heißt nicht äußerlich loszulassen, sondern vor allem innerlich. Man kann auch innerlich loslassen und trotzdem Dinge ändern oder vorantreiben.

      Liebe Grüße und hab ne tolle Woche!

      Norman

      Antworten
  27. Peter

    7. Januar 2018

    Hi norman,

    Dein Artikel ist sehr interessant, wäre ich nur früher darauf gestossen. Ich hatte nach meiner ersten Frau, wo ein Kind gibt eine andere eines Tages kennengelernt, die auch ein Kind hatte in dem Alter von meinem. Bin alleinerziehender Vater und in dieser neuen Partnerschaft entstand ein zweites Kind. Es hies immer nur das ich umziehen muss und irgendwann war einfach nur nur Druck, der auch zu Verzweiflung kam und ich oft gelogen habe. Leider erkennt die Frau nicht das jeder sein Beitrag geleistet und ich alleine Schuld sein soll an allem. Ich hätte früher einfach loslassen sollen bis es realisiert habe, aber nun heisst es das es mir leicht machr und nicht liebte und nur lüge. Ist ja auch irgendwo verständlich. Wir hielten zwar Kontakt aber sie meinte das es ihr ohne mich besser geht wo nun alles gelöscht habe.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Peter,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Ich wünsche dir viel Kraft und trotz oder gerade wegen allem ein wundervolles Jahr 2018! =)

      LG Norman

      Antworten
  28. Katrin Umland

    8. Januar 2018

    Ich fiIch finde die Hörprobe hervorragend,Deine Stimme ist wohltönend und eindringlich, und ich warte sehnlichst auf die Veröffentlichung,lieber Norman.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Katrin,

      danke für dein Feedback =D

      Ich bin dran und du erfährst ja auf der Vorverkaufsliste als erstes, wenn es soweit ist ;-)

      Liebe Grüße und hab ne tolle Woche (und ein tolles Jahr ;-) )!

      Norman

      Antworten
  29. egbert

    9. Januar 2018

    Hey Norman, nun habe ich dich erstmal eine gewisse Zeit losgelassen und Opa Hannes aus dem irdischen Leben verabschiedet. Deine Stimme wirkt auf mich sehr beruhigend und angenehm. Das scheint wichtig, weil deine Botschaft ja nicht ohne ist. Nicht ohne Heftigkeit. Dir wünsche ich auch viel Segen für die Achtzehn, Egbert

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Egbert,

      schön, dass du wieder da bist =)

      Ich hoffe, auch das Loslassen von Opa Hannes gelingt dir?

      Danke für das Feedback! Es ist super, so viele Eindrücke von anderen zu bekommen, denn ich selbst habe ja nun einmal nur meinen eigenen ;-)

      Liebe Grüße und auch dir ein wundervolles 2018!

      Norman

      Antworten
  30. Alina Dekker

    11. Januar 2018

    Hallo Norman

    Ich habe gerade das Gefühl, dass deine Worte auf dieser Seite mir nach vier Jahren endlich die Augen öffnen.

    Ich habe extrem Mühe eine Person gehen zu lassen. Und nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo es seinen Höhepunkt erreicht hat. Anfänglich waren wir ein Jahr zusammen. Ich habe einiges falsch gemacht. Ich war unerfahren, was Beziehungen betrifft und sehr sehr verliebt. Ich habe mich in unserer Beziehung aufgegeben, so oft meinen Weg verlassen, um auf ihrem zu gehen, hätte alles für sie getan und dabei meine Dinge zu jederzeit einfach stehen und liegen gelassen. Ich wusste, dass es zu viel war, dass ich mich abhängig und damit unattraktiv machte, aber ich schaffte es einfach nicht aus diesem Teufelskreis heraus. Ich habe sie so geliebt. Die Angst sie zu verlieren war so gross. Ich schaffte es nicht. Und ich weiss, dass dies auch viel mit fehlendem Selbstvertrauen zu tun hat. Und ich weiss auch, dass dieses ganze Verhalten schlussendlich der Grund war, weshalb sie sich von mir trennte. Aber auch nach der Trennung gab ich nicht auf. Ich kämpfte um sie. Nicht mit Worten, aber mit cleveren Strategien. Kontaktsperren, usw. Ich wusste, wie ich mich wieder attraktiver machen konnte. Aber sobald wir wieder zusammenfanden, fiel ich wieder in die gleiche Rolle. Es folgte eine 2 1/2 Jahre lange Phase einer On und Off-Beziehung. Letztes Jahr war dann fast gar nichts mehr. Es gab noch Kontakt, mal mehr, mal weniger. Wir kamen uns ab und zu auch immer wieder näher – sexuell. Wir waren weiterhin sehr vertraut und fühlten uns wohl und Zuhause beieinander. Aber Beziehung war nie mehr gross ein Thema. Sie hat seit etwa neun Monaten eine neue Person in ihrem Leben. Dennoch landeten wir vor einer Woche wieder zusammen im Bett. Sie hat extrem schlechtes Gewissen deswegen und sah es danach als einen grossen Fehler. Sie wüsste nicht, weshalb sie das getan hätte. Denn sie liebe sie und sei glücklich. Die Konsequenz davon ist nun, dass sie nun zum ersten Mal von selbst meinte, dass wir nun definitiv getrennte Wege gehen müssten. Unsere Zeit sei gewesen und werde nie wieder sein. Wir funktionieren nicht zusammen und seien deshalb definitiv für jemanden anderen bestimmt. Vielleicht hat sie ja recht, aber vielleicht habe ich auch einfach alles kaputt gemacht – von Anfang an. Ich weiss, dass es immer zwei dazu braucht, aber ich kann mir immer mehr vorstellen, dass ich in den letzten Jahren nichts als Fehler begangen habe und einen grossen Teil dazu beigetragen habe, dass es nicht klappte. Denn es gibt da ein Gefühl, dass mir einfach immer noch sagt, dass wir füreinander bestimmt sind. Ich bin davon überzeugt, dass wir lange glücklich gewesen oder vielleicht sogar noch wären, hätte ich mich nicht so verhalten. Ich würde ihr das alles gerade so gerne sagen, damit sie weiss, was schief lief, das ich es einsehe, realisiere, und mit „Loslassen!“ nun alles ändern kann.

    Vielleicht kommen deine Worte und meine damit wachsende Erkenntnis in meinem Fall zu spät, aber auch wenn es so sein sollte, ist es okey. Dann hätte ich wenigstens die Liebe zu mir selbst gewonnen.

    Ich habe mir dein E-Book bestellt und werde gleich ab morgen versuchen eine grosse Veränderung in meinem Leben zu erreichen.
    Und daran glauben, dass nichts zu spät kommt, das mein Besuch hier auf deiner Seite zu einem Zeitpunkt kommt, zu dem er bestimmt war. Ich werde einfach ab jetzt das Beste daraus machen! Etwas anderes bleibt mir auch gar nicht übrig. ;) Danke für alle deine Worte! Ich fühle mich so verstanden und aufgehoben – und voller Hoffnung und Tatendrang! Ich habe wirklich gerade durchgeweint, als ich deine Zeilen auf dieser Seite las, weil plötzlich alles Sinn machte und ich so traurig darüber war, dass ich das alles nicht vorher realisiert habe. Und weil ich realisiert habe, dass alle meine Energieinvestitionen gar nie etwas Nachhaltiges bewirken konnten.

    Danke dir für all das hier!

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      16. Januar 2018

      Hey Alina,

      danke für deinen Kommentar und die offene persönliche Schilderung =)

      Es freut mich sehr, dass du in meinen Worten eine Hilfe gefunden zu haben scheinst!

      Es wirkt, als hättest du wirklich viele Erkenntnisse über dich und dein vergangenes Verhalten gewonnen. Das ist gut!

      Und ja, Du hast recht. Es braucht immer zwei dazu. Verhaltensweisen in einer Beziehung sind nie das Werk eines einzelnen. Sie werden immer auch vom anderen gefördert oder gebilligt.

      Schuld zu suchen und zu geben hilft in dem Fall überhaupt nicht weiter. Nein, auch nicht wenn du dich selbst beschuldigst. Wer Schuld vergibt, ärgert sich über den Schuldigen (auch, wenn er es selbst ist). Und mit Menschen, über die man sich ärgert, findet man selten gute Lösungen!

      Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie die „endgültig getrennten Wege“ nun weniger wegen dir will, sondern wegen sich selbst will. Weil sie sich selbst nicht traut. Du schreibst ja, dass sie ein sehr schlechtes Gewissen habe. Wahrscheinlich will sie auf diesem Weg eher verhindern, dass es wieder geschieht. Aber das spielt für dich eigentlich keine Rolle, denn egal aus welchem Grund sie es will:

      Dir bleibt nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren und loszulassen.

      Das passiert aber nicht auf dem Weg, dass du sie wissen lässt, dass du alles einsiehst und loslässt! Das ist nicht Loslassen, das ist ein Überzeugungsversuch. Klar ist es schön, jemanden das wissen zu lassen, aber wenn man damit die Absicht verfolgt, ihn umzustimmen oder sonst etwas damit zu bewirken ist das nur weiteres Festhalten.

      Du solltest loslassen. Sie und auch deine eigene Schuld, die du dir gibst.

      zu spät ist es dafür übrigens niemals. Wer weiß, wozu dir diese Erkenntnis in deinem Leben noch verhilft oder wie es aussehen würde, wenn du sie heute nicht gewonnen hättest?

      Aber es ist sehr gut, dass du das schon selbst umdeuten und mit der neu gewonnenen Liebe für dich selbst aufwiegen kannst =)

      Was war das für eine Veränderung? Hat es funktioniert?

      Übrigens: Ein ganz wundervolles Schlussplädoyer ;-) Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen =)

      Liebe Grüße und hab trotz oder gerade wegen allem eine wundervolle Woche!

      Norman

      Antworten
  31. willi

    10. März 2018

    bin heute per zufall auf diese seite gestoßen , habe viel gelernt und komme bestimmt wieder hierher. die sache mit dem vogel gab mir sehr zu denken…..
    der spruch von konfuzius zu dem thema ist sehr gut. bin nicht mehr der jüngste, aber was lernen kann man ja immer. danke es war sehr hilfreich

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      13. März 2018

      Hey Willi,

      schön, dass du hergefunden hast und danke, dass du gleich einen Kommentar hier gelassen hast =D

      Ich finde die Vogelmetapher auch sehr hilfreich und treffend =)

      Freut mich, dass du etwas für dich mitnehmen konntest!

      Liebe Grüße und hab eine wundervolle Woche!

      Norman

      Antworten
      • Max

        16. April 2018

        Hi Norman,

        ein wirklich wirklich Mega toller Beitrag der mir Hoffnung gibt doch nicht an allem Schuld gewesen zu sein.
        Ich war fast 4 Jahre mit einer Frau zusammen.
        Von Anfang an war sie seehrr Eifersüchtig und Besitzergreifend. Eifersüchtig auf alle Weiblichen Bekannten von mir, mit den unglaublichsten Unterstellungen. Sie hatte feste Erwartungen und Vorstellungen, und wenn es nicht lief wie sie sich das dachte dann kamen die unmöglichsten vorwürfe.Sie hat sich die Liebe regelrecht erzwungen. Ich war immer Standhaft und hab ihr auch jedes mal klargemacht das es so nicht funktioniert. umso mehr ich mich durch diesen Stress von ihr distanzierte umso schlimmer wurde es. Ich beendete die Beziehung einige Male weil ich einfach mit diesem Druck nicht mehr klar kam, und zu dieser Zeit waren meine Gefühle wie eingefroren.. sie war am boden zerstört wollte mich nicht gehen lassen , stand heulend vor der Haustüre bis sie irgendwann begriff das es so nicht weiterging. Ihre Antwort war sofortige Kontaktsperre.. Bis auf diese vielen Dinge, war die Beziehung von der anderen Seite betrachtet nahezu perfekt und für mich trotz allem die Gefühlsvollste und Schönste Beziehung die ich bis dato hatte. Sie konnte nämlich auch lieb zärtlich und sehr einfühlsam sein und sie nahm sich allen Hobbys an die ich hatte . Sie überraschte mich oft mit Kleinen Geschenken und Überraschungen , einfach toll. Am Anfang war ich befreit aber konnte bis heute nicht loslassen..mittlerweile denk ich seit wochen jeden tag nur noch an die schönen seiten und Zeiten aber sie blockt komplett ab. Nun ist es an der Zeit loszulassen auch wenn es momentan richtig wehtut und ich manchmal selber nicht weiss was da gerade mit mir passiert weil ich ja derjenige war der die Trennung herbeiführte. Aber ich habe Hoffnung, weil das was du hier schreibst genau auf mich und meine Art zu lieben zutrifft.

        Antworten
        • Norman Brenner Norman Brenner

          17. April 2018

          Hey Max,

          danke für deinen persönlichen Beitrag =)

          Respekt erst mal… dass du das so geduldig und liebevoll mit ihr so lange durchgestanden hast!

          Dass du dich dadurch von ihr distanziert hast ist ganz normal. Genau dadurch, dass sie dich so festgehalten und eingeengt hat, hat sie selbst bewirkt, dass du dich von ihr abwendest und deine Freiheit suchst. Auch dass es dann in der Trennung geendet ist, klingt für mich ganz nachvollziehbar.

          Natürlich tendieren wir dazu, im Rückblick immer nur die guten Seiten zu sehen, die wir jetzt nicht mehr genießen können. Da hilft es dann oft, sich wieder bewusst zu machen, warum man eigentlich schluss gemacht hat und das auch nicht zu vergessen.

          Aber natürlich bedeutet eine Trennung auch nicht, dass man nun auf ewig getrennte Wege gehen muss. Klar kann es sein, dass ihr wieder zueinander findet. Vielleicht war es einfach eine wichtige Lernerfahrung für sie, auf deren Basis sie nun bessere Beziehungen führen kann. Das würde aber voraussetzen, dass sie es auch als solche annimmt. Danach sieht es mir momentan nicht aus.

          Gerade, dass sie dich so blockiert, zeugt meinem Empfinden nach von einem gekränkten Ego und wenig von Einsicht. Hinterherlaufen bringt da sowieso nichts, wie du schon richtig erkannt hast, und selbst wenn, hättest du wieder das gleiche Problem wie vorher mit ihr, wenn sie nichts daraus lernt. Deshalb ist das Loslassen in der Tat das einzig richtige was du tun kannst.

          Es freut mich sehr, dass du dich mit dieser Art Liebe identifizieren kannst! Mache es den anderen vor, vielleicht färbt ja etwas davon ab =)

          Liebe Grüße und hab ne sonnige Woche!

          Norman

          Antworten
          • Max

            23. April 2018

            Danke für die tolle Antwort Norman. Ich weis nicht wie und was sie denkt , aber ich denke im inneren schiebt sie die schuld auf mich und fühlt sich verletzt gekränkt und ist sauer ,wie und warum ich ihr sowas antun konnte.. naja ich hoff sie meldet sich vlt irgendwann.. bis dahin werd ich mein leben wieder auf die reihe bekommen und positiv denken.
            Sie ist vor 2 tagen plötzlich an meinem Haus vorbeigefahren hat natürlich wieder alles in mir aufgewirbelt.
            Meinst du auch partner die voller wut und enttäuschung sind können irgendwann wieder zu ihren gefühlen finden? sofern vorhanden und vermissen?

            LG Max

            Antworten
            • Norman Brenner Norman Brenner

              24. April 2018

              Hey Max,

              ich weiß was du meinst. Ich kann mir wie gesagt gut vorstellen, dass es so ist und sie so empfindet, weil das irgendwie das „Standardverhalten“ in unserer Gesellschaft zu sein scheint. Filme, Serien, Soaps und Scripted Reality Sendungen machen es ja täglich vor und ich denke, solange es Menschen gibt, wird es auch gekränkte Egos geben.

              Ich finde auch, du solltest dich jetzt auf dich fokussieren.

              Das ist natürlich immer sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig. Es gibt Menschen, die können ein Leben lang nachtragend, verärgert und enttäuscht sein. Hauptsächlich zu ihrem eigenen Leidwesen. Bei manchen dauert es nur kurz. Andere erkennen erst nach einem bedeutenden Ereignis in ihrem Leben (z.B. einer schlimmen Krankheit), was Leben und Lieben wirklich bedeutet. Theoretisch also ja: Jeder kann diese Wut und Enttäuschung überwinden. Aber ich würde dir nicht empfehlen nun darauf zu warten und zu hoffen. Dann konzentrierst du dich wieder auf sie anstatt auf dich und das ist kein Loslassen, sondern Festhalten.

              LG Norman

              Antworten
  32. Ani

    19. April 2018

    Sehr toller Artikel! Das Loslassen ist eine schwierige Sache, aber notwendig.

    Ich selbst bin letztes Jahr in eine Situation reingeraten, in der ich niemals sein wollte. Ich war 4 Monate die Geliebte eines Mannes, über 2 Monate wusste ich es aber nicht. Ich war so sauer, als ich von seiner Beziehung erfuhr, aber schon zu tief drinne, es sofort zu beenden. Das Problem, er empfindet tatsächlich etwas für mich, aber gesagtes umzusetzen ging natürlich nicht.

    Nach 4 Monaten zog ich also die Reißleine, schrieb ihm einen liebevollen Abschiedsbrief und ging vor knapp 3 Wochen. Ich Liebe ihn, das tue ich wirklich. Aber ich möchte nicht der Grund der Trennung sein. Der Grund sollte der sein, weshalb die beiden eine kaputte Beziehung haben. Zudem möchte ich keine zweite Wahl sein und keine Beziehung auf etwas aufbauen, wo er mir gegenüber anfangs nicht aufrichtig war. Es tut immer noch weh. Ich denke oft an die vielen Sachen zurück, die uns verbinden. :) Aber ich bin lieber „alleine“ als ewige zweite. Ja ich ließ ihn gehen und entschied damit für ihn und ich ging, weil ich mich selbst mehr liebe. Wenn er irgendwann Single ist und seinen Weg zu mir findet und ich dann noch will, ist es Ok und wenn nicht, dann ist es auch so. :)
    Liebe muss nicht kämpfen.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. April 2018

      Hey Ani,

      danke für deinen Kommentar und den Einblick in deine persönliche Situation =)

      Wow, das ist natürlich nicht die feine Englische Art von ihm, dich da so in die Irre zu führen. Kann gut verstehen, dass du darüber sauer warst / bist.

      Ich finde deine Entscheidung wirklich stark. Ich habe gerade gestern noch mit meiner Frau darüber geredet, wie armselig es doch oft ist, wenn jemand seinen Partner nur für einen anderen verlässt und ansonsten bei ihm bleiben würde. Das ist so falsch dem Partner und sich selbst gegenüber. Wie du auch sagst, sollte so eine Entscheidung immer nur auf Gründen der aktuellen Beziehung basieren, zum Beispiel, weil es „einfach nicht mehr geht“. Wenn sich dann nach der Trennung etwas mit jemandem entwickelt, ist das ja ok, wie du auch schreibst. Alles andere ist aber weder dir noch ihr noch ihm selbst gegenüber fair.

      „Ja ich ließ ihn gehen und entschied damit für ihn und ich ging, weil ich mich selbst mehr liebe.“

      Das ist wunderbar und der beste Grund, den du nur haben kannst =)

      Liebe Grüße und trotz allem eine sonnige Woche =)

      Norman

      Antworten
  33. Sebastian

    16. Mai 2018

    Die Prämisse, in Liebe und Beziehung könne einem etwas ‚gehören‘, ist eine Illusion.
    Genauso, wie die Illusion, man könne eine Beziehung, die man eingegangen ist, beenden. Das, was im allgemeinen ’schlussmachen‘ genannt wird, ist ein, unbestritten manchmal schmerzhafter, Transformationsprozess, eine Entwicklung. Das muss der Liebe, die ich empfinde, keinen Abbruch tun. Da liebe Grundlage und Voraussetzung dessen ist, was die Gestaltung einer paarbeziehung ist, geht liebe auch ohne diese paarbeziehung. Ich habe zu allen meinen ‚ex‘-freundinnen eine innige Beziehung (so Sie Interesse daran haben) und mir fehlt die Einsicht, eine Beziehung zu einem eingehen zu wollen, der solche Konstellationen in Frage stellen würde.
    Ich gehöre niemandem, niemand gehört mir.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      22. Mai 2018

      Hey Sebastian,

      danke für deinen wertvollen Beitrag =)

      Und den aufklärenden Hinweis auf das Schlussmachen! Ein wichtiger Punkt wie ich finde und sehr schön erklärt.

      Freut mich sehr zu hören, dass du das auch in der Praxis und deinem Leben so umsetzen kannst =)

      Liebe Grüße und eine sonnige Woche!

      Norman

      Antworten
  34. Simon

    6. Juni 2018

    Hallo Norman,

    Ich finde deine Website super toll und habe auch schon einige Seiten verschlungen und ich werde mir ganz sicher auch noch dein Buch kaufen.

    Jedoch habe ich noch eine Frage:
    Was tun wenn man der Vogel ist?

    Dies hier ist ein leiser Hilfeschrei aus der Hölle in der ich gerade Lebe

    Ich weiß dass ich natürlich nicht nur der Vogel bin sondern auch ein wenig die Rolle der Frau belegt habe.
    Seit über einem halben Jahr sitze ich jeden Abend auf dem Balkon und mache mir Gedanken wie die Beziehung funktionieren könnte bzw wie ich wieder da raus komme, habe versucht andere Blickwinkel zu erkennen, habe versucht sie zu verstehen. Verstehen tue ich sie auch teilweise aber nachvollziehen kann ich es nicht.
    Denn sie versucht mich in ein einfaches Viereck zu pressen, in ihre Erwartungen an einen Mann und eine Beziehung aber ich bin ganz und gar kein Viereck. Ich war frei und bin hoch geflogen und sitze jetzt in einem Käfig der keinerlei Bewegung zulässt. Ich kann mit ihr über nichts sprechen da ich emotional von ihr erpresst werde in dem sie bei jeder kleinigkeit die ich anspreche ausrastet und dann so lange beleidigt ist bis nicht mehr drüber geredet wird.
    Doch selbst wenn wir reden würden, würde das nichts daran ändern dass sie nicht der Alternative, Umweltbewusste, reife und intelligente Mensch ist, den ein jeder in ihr vermutet der sie kennenlernt, vollkommen im Gegenteil sogar.
    Bin ich wirklich ängstlich und feige wenn ich aufgebe? Hoffnungslos auf jedenfall.
    Vermutlich denken sich jetzt viele „geh doch einfach“ jedoch ist da noch der Punkt dass sie kurz nach unserem zusammenkommen schwanger wurde und unser Kind in meinen Augen einfach das wundervollste Wesen auf der Erde ist. Jetzt habe ich Angst vor dem Stress und dem Hass den sie mir entgegen bringt und sie mir den Umgang mit dem Kind erschwert denn schon in der ganzen bisherigen Zeit hat sie mir keine Chance gegeben mit ihm alleine Zeit zu verbringen und verbot mir zum Beispiel mit dem Kind alleine zu meinen Eltern zu fahren. Es wird mir eine Qual nicht mehr so für unser Kind zu sein.
    Jedoch es wirklich so verwerflich dass ich gehen möchte?
    Wäre es nicht völlige unterwerfung wenn ich loslasse bzw mich darauf einlasse?
    Schon so oft musste ich feststellen dass es nicht in meiner Macht steht wie sie zu mir ist und was sie von mir verlangt.
    Sie geht auch nicht nur mit mir so um sondern mit allen von denen sie Abhängig ist. Von mir und ihren Eltern.

    Danke dass ich das hier schreiben darf.

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Juni 2018

      Hey Simon,

      danke für deinen wertvollen Kommentar!

      Ich finde es sehr bereichernd, dass du auch die andere Seite zur Sprache bringst =)

      Ich finde, es hat ganz und gar nichts mit Aufgeben zu tun, wenn du wieder deine Freiheit willst. Im Gegenteil: Es erfordert viel Mut und Weisheit, für sich selbst einzustehen und Beziehungen, die einem Schaden, zu beenden.

      Denn was ist die Konsequenz? Wenn du in einer Beziehung nicht glücklich sein kannst, kann doch die ganze Beziehung nicht glücklich sein. Dein Leiden färbt doch zwangsläufig auf deinen Partner und euer Miteinander ab.

      Ich denke also, wenn du dich eingesperrt fühlst und sie dir nicht die Freiheit gibt, die du brauchst, um zu Fliegen, solltest du für dich einstehen und sie dir selbst nehmen. Schon alleine aus Selbstliebe, die die Grundlage für jegliche Form von Liebe zu anderen ist.

      Das mit dem Kind erschwert die Sache natürlich. Ich denke zwar, dass auch getrennte Eltern sich gut um ihr Kind kümmern können (und teilweise sogar besser, als zusammenlebende, wenn sie sich gut verstehen), aber die Chance auf Einsicht und Entgegenkommen bei deiner Partnerin scheint ja gering zu sein. Aber dennoch: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Für mich klingt es, als seist du ein sehr fürsorglicher und liebender Vater und sie etwas unreif. Da wird es auf jeden Fall auch einen anderen Weg geben, wie du Zeit mit deinem Kind verbringen kannst und für es da sein und sorgen kannst. Auch wenn es ggf. hart wird.

      Ich hoffe, meine kurzen Gedanken dazu helfen dir ein wenig. Ich glaube auch, dass der Artikel ihr vielleicht die Augen öffnen könnte. Vielleicht lässt du ihn ja mal am PC geöffnet, so dass sie „zufällig“ darüber stolpert ;-)

      LG Norman

      Antworten
  35. Rychard

    22. Juni 2018

    Hallo, sehr interessant.. Doch völlig zustimmen kann ich da nicht, denn das loslassen hier hört sich (auch ohne die geschichte mit dem Vogel) zu sehr danach an als würde man ein Tier wieder auswildern das in gefangenschafft war bzw wieder aufgepeppelt werden musste.
    Man kann sich an Tiere gewöhnen auch wenn diese das garnicht wollen – und/oder es nicht zum Ausdruck bringen können (selbst wenn sie es können, hätte ja keiner erwartet was der weiße tieger mit seinem Siegfried oder Roy gemacht hat)
    Doch das man sich an einen Menschen gewöhnt ist anders, denn es ist nur schwer möglich wenn dieser es nicht will.. Und wenn es schon passiert ist.. isses zu spät – hatte der eine dem anderen zu viel Zeit gelassen.
    Menschen sprechen miteinander und manches ist so unlogisch oder irrational das man es kaum fassen kann, doch wenn man nichteinmal die möglichkeit hat Dinge klarzustellen, bzw miteinander richtig zu reden -fällt ein loslassen umso schwerer..
    Wo liegt denn der Unterschied zwischen nicht aufgeben und loslassen ?
    ..Was darf man wenn man nicht aufgibt und was darf man wenn man loslässt .. bzw was darf man wenn man loslässt aber es nicht aufgeben will ?
    Wenn man nicht die möglichkeit hatte Dinge zu klären bevor jmd weg war, weil bis zum letzten Moment alles in Harmonie war.. und trotz Aufforderung es zu äußern wenn etwas nicht stimmt, doch nie etwas kam… Beide sich monatelang.. (heißt: wirklich viel loslassen) ..aufs wiedersehen freuen, und man 6 Tage vorher noch über die rückreise redet und einen Tag später man hören muss das der andere bevorzugt doch nicht zu kommen… Und den anderen nicht mehr sehen möchte, obwohl sich beide bis zur abreise echt geliebt haben und es auch gezeigt/geäußert haben… ..Flug schon gebucht war und und und

    so viel zum Thema loslassen. Man kann nun mMn definitiv auch mit zu viel loslassen Liebe, ich sag mal – „zerbröckeln“!

    Mit traurigem freundlichem gruß
    Rychard
    :s

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2018

      Hey Rychard,

      danke für deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

      Ich finde nicht, dass man unbedingt mit dem anderen reden muss, um loszulassen. Gerade das ist ja der Sinn des Loslassens und das Ass im Ärmel, das man dabei hat, dass man nicht auf andere angewiesen ist, um sie loszulassen.

      Zum Unterschied zwischen Loslassen und Aufgeben kann ich dir diesen Artikel sehr empfehlen, den ich erst kürzlich veröffentlicht habe:

      https://www.vernuenftig-leben.de/nicht-loslassen-koennen/

      Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft für deine aktuelle Situation.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  36. Claudia

    2. Juli 2018

    Hallo Norman,
    mein Mann hat sich nach 17 Jahren von mir getrennt und ich mache gerade ein absolutes Wechselbad der Gefühle mit. Dabei habe ich über mehrere Monate versucht ihn nach seinem Ausspruch der Trennung noch zurück zu holen, zurück zu erobern…. und zu hören bekommen er habe keine Gefühle mehr für mich, es sei schwer und er brauche Zeit?!

    Dabei hat er mich immer wieder in den Arm genommen und bis zu seinem Auszug nicht verstanden, dass ich irgendwann wollte, dass er aufs Sofa zieht, wenn er mich doch nicht mehr will…

    Seine Gesten, die unwichtigsten Worte haben mir immer wieder Hoffnung gemacht. Ich weiss ich habe ihn umgekehrt mit meinen Emotionen bedrängt, ohne dass die Reaktion daraus entstand, die ich mir eigentlich wünsche, dass er die ausgesprochene Trennung zurücknimmt. Ich glaubte, wenn ich ihm mitteile was ich fühle, denke würde ich ihn zum Umdenken u. Fühlen bringen…

    Er hat nun seit Anfang des Monats eine eigene Wohnung, ich habe versucht ihn nicht mehr zu kontaktieren, bin an meinen eigenen Vorsätzen gescheitert und habe auch schon wegen der Kinder mehrfach persönlichen Kontakt zugelassen.

    Das letzte Treffen als ‚Familie‘, habe ich dann jetzt jedoch selber abgebrochen… Ich habe ihn gebeten zu gehen und versucht ihm noch zu erklären, dass ich ihn loslassen muss und nicht mehr hinterherrennen werde, da mir die Treffen als ‚heile Familie‘ nicht guttun -links Papa- Mitte das Kind – und ich rechts aussen, das Kind wird liebkost und bestärkt und du bist auf einmal nichts mehr für ihn (oder doch?!).

    So bescheuert es klingt ich möchte ihn tatsächlich immer noch zurück, nur so gehe ich kaputt. …daher muss ich jetzt um meiner Willen loslassen. Ich kann so nicht mehr…

    Nur wie mach ich das???

    Es ist nicht so, dass ich vor dem Alleinsein Angst habe, oder mich nicht zu beschäftigen weiss..
    Nur er möchte seine Kinder sehen und hören und die Kids wollen Papa….

    Ich würd am liebsten den Kontakt gerade komplett einstellen, weil ich Sorge habe wieder emotional einzuknicken und die Situation dann so untragbar weiterlaufen würde. Ich denke ich muss das Loslassen erst mal wirklich lernen und um zur Ruhe zu kommen…

    Nur wie verhalte ich mich ihm gegenüber, lasse los und verhalte mich allgemein angemessen, ohne dass die Situation sich jetzt schon wegen der Kinder verschärft? Eine vollständige Kontaktsperre wird nicht möglich sein….

    LG Claudia

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2018

      Hey Claudia,

      danke für diesen offenen Einblick in deine persönliche Situation =)

      Eine schwierige Situation ist das und ich kann verstehen, dass dir das ganze einige Bauch- und Herzschmerzen bereitet.

      Zunächst einmal finde ich, dass Kinder nicht zwangsläufig und dauerhaft unter einer Trennung leiden müssen. Klar ist das erst mal nicht schön, aber es bedeutet nicht, dass das Kind keine glückliche Kindheit mehr haben kann. Da sind dann natürlich die Eltern gefragt, um ihre persönlichen Probleme nicht dem Kind in die Quere zu stellen.

      Wenn die Kinder den Papa sehen wollen und der Papa die Kinder, warum lässt du sie dann nicht einfach zu ihm? Du musst ja nicht dabei sein. So kannst du Abstand zu ihm wahren, was für viele sehr wichtig ist, um überhaupt loslassen zu können und deine Kinder leiden nicht darunter.

      Ich halte auch nichts davon, die heile Familienwelt vorzuspielen, wenn da keine mehr ist. Aber das wollen und brauchen deine Kinder wahrscheinlich auch gar nicht. Du sagst es ja selbst, sie wollen Papa.

      Sie jetzt nur nicht zu ihm zu lassen als eine Art Racheakt oder, um ihn dadurch möglicherweise doch noch umzustimmen, fände ich falsch. Genau dann leiden die Kinder nämlich unter euren Problemen und so sollte es eben nicht sein.

      Ich hoffe, mein kurzer Gedankengang dazu hilft dir etwas, diese schwierige Situation zu meistern. Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft dabei und trotz oder gerade wegen allem auch viel Freude im Leben =)

      LG Norman

      Antworten
  37. Rick

    27. Juli 2018

    Was wenn beide Liebenden denken „Er/Sie wird sich schon/hoffentlich melden wenn ich nur loslasse“? Was wenn beide sich lieben aber denken sie müssen loslassen und dadurch bricht der Kontakt ab?

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      31. Juli 2018

      Hey Rick,

      das hab ich eins untendrunter gleich mit beantwortet =)

      LG Norman

      Antworten
  38. Rick

    27. Juli 2018

    Meine Freundin hat sich gestern von mir getrennt, wir kennen uns jetzt ungefähr Ein Jahr und sind circa seit Sieben Monaten zusammen. Es kam immer wieder zu Missverständnissen da sie viel falsch verstanden hat, ich mich oft blöd ausgedrückt habe, ich manchmal Sachen die ich sagte vergaß, von denen ich dann behauptete dass ich sie nie gesagt hätte und wir darüber so viel diskutierten dass ein risen Wirrwarr entstand welches mich am Schluss auch noch wie einen manipulativen Lügner dastehen ließ. Es ist nicht das erste Mal dass sie weggerannt ist, sie hat sich ständig falsch behandelt und nicht wertgeschätzt gefühlt, jedes Mal habe ich sie zurückgeholt und besänftigt. Ich glaube das war ein Fehler, denn egal ob ich oder sie schuld war, ich bin ihr immer hinterhergerannt, da ich es nicht ertragen habe wenn sie geht, das nennt man wohl „klammern“. Es scheint als ob sie mir tatsächlich nie geglaubt hat, egal wie sehr ich mich bemüht habe dass die Kommunikation zwischen uns am laufen bleibt und gut funktioniert, es hat genau das Gegenteil bewirkt. Wie es aussieht habe ich sie zu tiefst verletzt, ohne es zu bemerken. Sie ist ein sehr wütender Mensch, an den man nicht mehr rankommt sobald sie sich aufregt. Während ich im siebten Himmel war, meinte sie dass sie zwar mit noch niemanden so glücklich war, aber dass sie mehr unglücklich als glücklich in der Beziehung gewesen ist. Nachdem ich ihr geschrieben habe dass ich sie zwar immer noch liebe, ihre Entscheidung sich zu trennen aber aktzeptiere, schreibt sie mir lauter hasserfüllte Nachrichten, die alle streitereien und Missverständnisse die wir je hatten, aus ihrer Sicht beschreiben, und in jeder einzelnen ist ersichtlich dass sie mir nie auch nur ein Wort geglaubt hat. Ich will um sie kämpfen, aber ich habe Angst dass ich sie damit nur noch mehr von mir wegtreibe. Ich will auch loslassen, erhoffe mir aber trotzdem insgeheim dass sie dadurch zurück kommt. Was ist wenn wir uns beide noch lieben aber beide versuchen loszulassen?

    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      31. Juli 2018

      Hey Rick,

      danke für deinen Kommentar und diesen persönlichen Einblick in deine aktuelle Situation =)

      Ich schrieb ja hier auch öfter schon, dass Loslassen mit dem Hintergedanken, jemanden damit für sich zu gewinnen, kein wahres Loslassen ist. Das ist Festhalten oder „Klammern“, das sich als Loslassen tarnt.

      Daher stellt sich auch die Frage „Was ist wenn beide loslassen?“ gar nicht, wenn du wahrhaft loslässt. Denn dann ist das egal. Es geht um dich und um die Liebe zu dir selbst, aus der du loslässt. Manchmal auch um die zu dem anderen, weil du ihm zuliebe loslässt. Aber nicht aus egoistischen Gründen, weil du loslässt um damit etwas zu erreichen.

      Gerade wenn sie alles unter einer solch gefärbten Brille wahrnimmt, wird sie vermutlich auch jede weitere Aktion von dir unter diesem Licht deuten und so wirst du mit jeder Tat wahrscheinlich alles nur noch schlimmer machen. Für dich und für sie. Ich würde dir daher raten, sie wirklich loszulassen.

      Es kann zwar wirklich sein, dass sie dann irgendwann wieder zu dir zurück will, aber das darf nicht der Beweggrund sein.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
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