Das wahre Geheimnis der perfekten Beziehung

Perfekte Beziehung: Warum es sie nicht gibt (und was wirklich möglich ist)

Wünschst du dir auch die perfekte Beziehung?

Fast jeder wünscht sie sich. Doch niemand hat sie wirklich.

Woran liegt das?

Weil es sie nicht gibt.

Das wolltest du nicht hören, ich weiß. Und genau das ist der Grund, warum so viele Menschen so unglücklich mit ihren Beziehungen sind.

Sie unterliegen einem Irrglauben und jagen ein Phantom.

Das hält sie davon ab das zu finden, was wirklich in einer Beziehung möglich ist. Was das ist und warum es „die perfekte Beziehung“ nicht gibt schauen wir uns in diesem Beitrag an:

 

Warum es die perfekte Beziehung nicht gibt

Jede Beziehung hat im Grunde drei Aspekte der Liebe:

  • Partnerschaft:
    Partnerschaftliche Liebe zeichnet sich dadurch aus, dass die beiden Liebenden ihr Leben gemeinsam partnerschaftlich meistern und füreinander da sein / sorgen wollen (emotional, wie auch materiell). Dazu kann es gehören, eine Familie zu gründen, Nachwuchs zu bekommen, finanzielle und materielle Sicherheiten zu schaffen, aber auch das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln.
  • Leidenschaft:
    Leidenschaftlich zu lieben bedeutet, unter anderem, sich gegenseitig sexuelle und erotische Bedürfnisse zu erfüllen aber auch eine tiefe spirituelle Verbindung zu spüren, sich im anderen zu verlieren und mit ihm zu verschmelzen.
  • Freundschaft:
    Die freundschaftliche Liebe besteht zum Beispiel im gegenseitigen Interesse darin, Ansichten miteinander zu teilen, gemeinsame Unternehmungen zu machen oder in der bedingungslosen Akzeptanz des anderen. Auch das Teilen und gemeinsame Überwinden von Ängsten und Sorgen gehören in diesen Bereich einer Beziehung.

Das Hauptproblem der meisten Beziehungen ist nun folgendes:

Es ist unmöglich, alle drei Aspekte der Liebe in einer Beziehung voll und ganz auszuleben! 1

Die drei Aspekte der Liebe schließen sich nämlich in vielen Punkten gegenseitig aus:

  • Partnerschaft vs. Leidenschaft:
    Für eine partnerschaftliche Beziehung ist es beispielsweise förderlich, wenn beide Partner sich ziemlich ähnlich sind („Gleich und gleich gesellt sich gern“) und den Alltag miteinander verbringen, während für die leidenschaftliche Liebe die Unterschiedlichkeit und Individualität eine wichtige Rolle spielen („Gegensätze ziehen sich an“) und die Sehnsucht nacheinander.
  •  Leidenschaft vs. Freundschaft:
    Auf der Seite der Freundschaft ist es nötig, sich gut zu kennen. Auf der Seite  der Leidenschaft macht gerade das Unbekannte einen gewissen Reiz aus.
  • Freundschaft vs. Partnerschaft:
    Die freundschaftliche Liebe beruht beispielsweise auf gegenseitiger bedingungsloser Akzeptanz und großen Freiräumen während die Partnerschaftliche Liebe zwangsläufig bestimmte Erwartungen mit sich bringt (z.B. füreinander zu sorgen und persönliche Freiräume einem harmonischen Miteinander unterzuordnen).

Es sind also wie so oft im Leben unsere überzogenen Erwartungen, die es uns so schwer machen. Aber warum erwarten wir überhaupt, dass eine Beziehung eine eierlegende Woll-Milch-Sau sein soll?

 

Warum wir die unrealistische Vorstellung einer perfekten Beziehung haben

In vielen Kulturen gibt es diese Erwartungen gar nicht. Und auch bei uns sind sie eine ziemlich moderne Entwicklung.

Noch vor rund 300 Jahren deckte die Ehe zum Beispiel nur den partnerschaftlichen Teil ab, in dem es hauptsächlich um die Existenzsicherung ging. Leidenschaft und Freundschaft wurden ganz selbstverständlich außerhalb der Ehe gepflegt.

Das überrascht dich wahrscheinlich zunächst einmal. Ich möchte damit aber keinesfals Werbung für dieses frühere Beziehungsbild machen. Es soll dir nur klar machen, dass wir uns diese überzogenen Beziehunsmaßstäbe selbst schaffen und freiwillig am Leben erhalten:

 

1. Das Phänomen der Verliebtheit

Das liegt zum Einen an der persönlichen Erfahrung der Verliebtheit.

In dieser Phase wird der Eindruck erweckt, es wäre alles miteinander möglich. Das liegt aber daran, dass wir in dieser Zeit einem Hormon-Cocktail ausgesetzt sind, der uns alles durch die bekannte rosa-rote Brille sehen lässt. Es ist ein Trick der Natur, damit wir uns überhaupt auf einen potentiellen Partner einlassen.

Aber nicht nur die Hormone vermitteln diesen Eindruck. Wir tun auch selbst unser aller Möglichstes, den Schein zu wahren: Dinge, die uns am anderen stören könnten werden entweder gar nicht wahrgenommen, gekonnt übersehen oder als später immernoch änderbar abgetan. Dinge, die den Partner an uns stören könnten werden bewusst oder unbewusst verheimlicht oder mit vagen Andeutungen in einem schönen Gewandt preisgegeben.

Gäbe es diese Phase nicht, wären Beziehungen wahrscheinlich eine ziemlich seltene Angelegenheit auf dieser Erde. Schon in der Phase des Kennenlernens würde man viel zu viele Dinge am Partner entdecken, die einem nicht gefallen.

Falls du einen Beweis dafür brauchst, versuch das eben gesagte mal einem Verliebten klar zu machen…

 

2. Das Twilight-Phänomen

Zum Anderen wird diese unrealistische Vorstellung heute mehr denn je von den Medien gepusht und am Leben erhalten.

Aufgrund der heute vorherrschenden und durch zahlreiche Filme, Serien und Romane gefestigten Vorstellung, es gäbe den perfekten Partner, in dem man einen liebevollen Lebensgefährten, einen leidenschaftlichen Lover und den besten Freund zugleich findet und das auch noch für immer und ewig, ist einfach keine realistische Beziehung mehr gut genug.

Welche Ironie des Schicksals, dass gerade Schauspielerehen immer wieder als „die perfekte Ehe“ betitelt werden und dann nach wenigen Jahren in die Brüche gehen.

Wir konsumieren diese romantischen Liebesideale noch und nöcher, weil sich das mit den Sehnsüchten aus der Verliebtheit deckt.

Diese Vorstellung ist am Ende der Grund für die zwei größten und häufigsten Fehler, die in Beziehungen gemacht werden:

 

Die beiden größten Fehler, die Paare machen

  1. „Beziehungs-Hopping“:
    Oft beenden sie schon kurz nach der Phase der Verliebtheit die Beziehung zu Gunsten eines andern potentiell perfekten Partners. Es fehlt ihnen immer irgendetwas und das ist auch ganz logisch, da sie völlig überzogene Erwartungen haben.
  2. „Beziehungs-Arbeit“:
    Die meisten Paare sind der Meinung, sie könnten ihre Beziehung durch stetiges Anpassen so zurechtbiegen, wie sie sie gerne hätten. Dieser Irrtum ist vermutlich noch viel häufiger, als der erste.

Deshalb ist mein Hauptanliegen hier, dir klar zu machen, dass es „die perfekte Beziehung“ nicht gibt und dass Beziehungen nicht wie Edelsteine in die gewünschte Form geschliffen werden können. Nein, auch nicht von einem renomierten Paartherapeuten! Das ist der erste Schritt in Richtung „erfüllende Beziehung“. Die gibt es nämlich im Gegensatz zur perfekten Beziehung sehr wohl:

 

Das Geheimnis einer erfüllenden Beziehung

„Wer Erwartungen loslässt, hat die Hände frei für Tatsachen.“

(Sprichwort)

Eine erfüllende Beziehung ist eine, die die Bedürfnisse beider Partner bestmöglich befriedigt.

Diese Bedürfnisse ergeben sich aus den oben erwähnten drei Hauptaspekten:

  • Freundschaft
  • Partnerschaft
  • Leidenschaft

Aber sind wir da nicht schon wieder bei dem Problem, dass das nicht geht?

Nein. Der Unterschied ist nämlich, zu verstehen, dass es nicht darauf ankommt, alle Bedürfnisse in allen drei Bereichen mit ein und demselben Partner zu befriedigen.

Vielmehr hat jeder seinen eigenen Schwerpunkt. Dieser ist übrigens veränderlich und kann heute ein ganz anderer sein als noch vor zehn Jahren. Deshalb ist es auch völlig überzogen zu erwarten, dass Beziehungen für immer halten müssen. Beispielsweise könnte dir in deiner Jugend eher die leidenschaftliche Liebe wichtiger gewesen sein, während es heute die partnerschaftliche Beziehung ist, auf die du mehr Wert legst.

Wenn dein Partner nun auch mehr Wert auf eine partnerschaftliche Liebe legt, als auf eine leidenschaftliche, dann hat eure Beziehung die besten Chancen euch beide zu erfüllen.

Es kommt darauf an, dass ihr den gleichen Schwerpunkt habt!
Perfekte Beziehung: Gemeinsamer Schwerpunkt

Eine erfüllende Beziehung ruht auf dem gemeinsamen Schwerpunkt

Ein gemeinsamer Schwerpunkt macht eure Beziehung stabil. Es ist keine Beschränkung, sondern eine Basis, die es den einzelnen Partnern auch mal erlaubt, ein wenig nach hier oder dort hinauszuragen.

Wenn ihr euch zum Beispiel klar macht, dass euer Hauptaugenmerk darauf liegt, eure partnerschaftliche Liebe zu leben, dann fällt es euch beiden viel leichter zu akzeptieren, dass dafür Abstriche in den beiden anderen Bereichen notwendig sind und, dass es „die perfekte Beziehung“ nicht gibt.

Ihr könnt es besser verkraften, da ihr wisst, dass es der Erfüllung eurer beider Hauptbedürfnisse dienlich ist.

Das gilt natürlich auch, wenn für euch die leidenschaftliche, freundschaftliche oder eine Kombination verschiedener Aspekte eurer Liebesbeziehung im Mittelpunkt steht.

Diese neue Sichtweise auf eure Beziehung führt zu zwei elementaren Veränderungen:

  • Ihr erkennt das Potential eurer Beziehung und nehmt sie als erfüllender wahr
  • Ihr erkennt den Wert eurer Beziehung und seid bereit, mehr dafür zu geben, dass sie hält

 

Fazit

Die perfekte Beziehung gibt es nicht, aber eine erfüllende Beziehung.

Leider übersehen das die meisten. Wenn du das Geheimnis verstehst und anwendest, schaffst du es auch, eine solche zu erkennen und zu erhalten:

    • Die drei Aspekte der Beziehung sind: Freundschaft, Partnerschaft, Leidenschaft
    • Es ist unmöglich, alle Aspekte in einer Beziehung voll und ganz auszuleben, da sie sich gegenseitig ausschließen
    • Mit einem gemeinsamen Schwerpunkt fällt es leichter, Opfer für die gemeinsame Beziehung zu bringen
    • Dennoch wird die Beziehung als viel erfüllender empfunden und hat die Chance sehr lange zu halten

Nach der ganzen Theorie hast du wahrscheinlich eine gute Frage:

Führe ich selbst eine erfüllende Beziehung?

Zum Glück kannst du das jetzt ganz leicht selbst herausfinden.

Auf der Grundlage dieser Theorie habe ich einen Beziehungs-Test für dich entwickelt mit dem du in weniger als fünf Minuten Klarheit darüber gewinnen kannst:

Wie stehst du dazu? Glaubst du noch an das Märchen der perfekten Beziehung? Oder hast du bereits die Hände frei, um eine erfüllende Beziehung zu erhalten? Ich bin unheimlich gespannt auf deinen Kommentar!

1 Mary, Michael: Lebt die Liebe, die ihr habt: Wie Beziehungen halten. Reinbek bei Hamburg 2008

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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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16 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Stefan

    27. April 2016

    Lieber Norman,

    danke für den Beitrag: Ich finde die Einteilung in die 3 Bereiche spannend. Hätte voll gerne noch mehr Klarheit: Könntest Du kurz was dazu schreiben, wo die herkommen? Aus dem Buch, das Du verlinkt hast? Falls ja, wurde dazu geforscht? (Der ‘Blick ins Buch’ funktioniert bei Amazon leider nicht — sonst hätte ich mir die Frage selbst beantworten können ;))

    Du schreibst auch darüber, die Bedürfnisse hinter den Bereichen zu erforschen — das ergibt für mich richtig viel Sinn. Dann hätte man vielleicht drei ‘Bedürfniswolken’ (für jeden Bereich eine) und könnte genau schauen, was in einer bestimmten Beziehung erfüllt ist und was nicht. Anhand Deiner Definitionen fallen mir zu den Bereichen vor allem folgende Bedürfnisse auf:
    – Partnerschaft: Unterstützung, Sicherheit, Geborgenheit
    – Leidenschaft: Intimität, Abenteuer, Spiritualität
    – Freundschaft: Akzeptiert werden, persönliches Lernen (Bsp. Ängste überwinden), Spaß/Lernen (Bsp. gemeinsame Unternehmungen)

    Ich glaube ich fülle den Terminus ‘an einer Beziehung arbeiten’ etwas anders als Du. Für mich ergibt das nämlich sehr wohl Sinn in folgender Konstellation: Wenn ich auf Bedürfnisebene etwas entdecke, von dem ich mir wünsche, dass es erfüllter ist, dann kann ich gemeinsam mit Partner*in überlegen, ob wir uns auf Wege einigen können, das zu tun. Wenn ich zum Beispiel v.a. die partnerschaftliche Seite der Beziehung genieße und mir gleichzeitig mehr Abenteuer wünsche, dann könnte ich Klettern gehen, Seminare zum Thema Sexualität besuchen, etc…. Was denkst Du dazu?

    Liebe Grüße,
    Stefan

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. April 2016

      Hey Stafen,

      danke für deinen bereichernden Kommentar =)

      Die drei Bereiche Freundschaft, Partnerschaft und Leidenschaft werden auch genauso in dem Buch behandelt. Allerdings will ich meinen Artikel nicht alleine darauf stützen. Zum Einen sind das natürlich auch meine eigenen Beobachtungen. Zum Anderen gibt es ähnliche Ansätze schon seit tausenden von Jahren:

      http://wiki.yoga-vidya.de/Eros_Agape_Philia

      Das Buch kann ich wirklich sehr empfehlen. Eines der wenigen wirklich guten Bücher zum Thema Liebe und Beziehungen. Der Autor ist Paartherapeut und kann deshalb wahrscheinlich auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Schau dir mal das hier an, wenn seine Hintergründe dich interessieren (Da ist er zu Gast):

      https://www.vernuenftig-leben.de/empfehlungen/planet-wissen-brennpunkt-partnerschaft/

      Sehr schöne Idee, das ganze anhand der Bedürfnisse weiter zu spinnen. Sie sind es schließlich, um die es geht und nicht eine übergeordnete Kategorie =)

      Ich sehe das eigentlich ganz genauso wie du ^^ Das ist auch im Prinzip der Ansatz des Tests. Ich gehe davon aus, dass es in erster Linie wichtig ist, einen gemeinsamen Schwerpunkt zu haben. AUf dieser Basis können dann weitere Gemeinsamkeiten gefunden werden oder Defizite und unterschiedliche Interessen gerne in Kauf genommen und Freiräume geschaffen werden, weil man weiß wofür =)

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Stefan

        3. Mai 2016

        Hey Norman,

        danke für Deinen Kommentar und die Links – das schafft Klarheit :)

        Liebe Grüße

        Stefan

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  2. Daniela

    2. Mai 2016

    „Es kommt darauf an, dass ihr den gleichen Schwerpunkt habt!“

    Hi Norman,
    wie wahr – wieder ein sehr toller Artikel, danke dafür!

    Lg
    Dani

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. Mai 2016

      Hey Dani,

      schön, dich wieder hier anzutreffen =D

      Danke für den Zuspruch. Hört sich an, als hättest du damit auch schon deine Erfahrungen gesammelt =)

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Dani

        9. Mai 2016

        Hi Norman,

        ja, ich beobachte immer wieder gerne, wie sich in einer Beziehung diese Aspekte entwickeln – mal ist die Freundschaft stärker, mal die Leidenschaft, mal wird die Partnerschaft stark gewichtet. Und am zufriedensten ist man, wenn beide die Gewichte etwa gleich verteilt haben.

        Lg
        Dani

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  3. Maike

    4. Mai 2016

    Hallo Norman,
    bei diesem Artikel kann ich dir nicht ganz zustimmen. Tatsächlich wechselte ich beim Lesen ab zwischen Kopf-schief-legen, leichtem Nicken und Stirnrunzeln. Insgesamt macht es auf mich den Eindruck, dass es nicht schlimm sei, wenn eine der Bedürfnisse oder Aspekte vernachlässigt bzw. gar nicht vorhanden sei. Eine gute Beziehung enthält für mich aber alle drei Aspekte. Auch finde ich nicht, dass sie sich gegenseitig ausschließen.

    Die Freundschaft in einer Beziehung zum Beispiel, aus der eine enge Vertrautheit resultiert, hat zur Folge, dass eine ganz andere Art von Leidenschaft entstehen kann, die bei einer flüchtigen Bekanntschaft nicht möglich wäre. Es wäre doch furchtbar, wenn das nicht so wäre. Es würde schließlich bedeuten, dass langjährige Paare gar keine Leidenschaft mehr empfinden würden, denn sie sind ja zwangsläufig sehr vertraut.

    Ich beobachte seit vielen Jahren Beziehungen (und lebe auch selbst seit 10 Jahren in einer) und bin zu dem Schluss gekommen, dass keine der von dir genannten Aspekte vernachlässigt werden sollte. Viele glückliche (auch gerade langjährige) Paare in meinem Umfeld erfüllen sich gegenseitig alle drei Bedürfnisse. Bei anderen Paaren hingegen fehlt es zum Beispiel am freundschaftlichen Aspekt, was sich deutlich in der Qualität der Beziehung niederschlägt.

    Mich verwirrte ein bisschen der Satz, dass nicht alle drei Aspekte durch eine Person befriedigt werden müssen. Sprichst du dich damit fürs Fremdgehen bzw. eine offene Beziehung aus? (Ich finde offene Beziehungen nicht schlimm, ich brauche nur deine Erklärung. ;-))

    Worin ich mit dir auf jeden Fall übereinstimme, ist der Fakt, dass einem gemeinsam klar werden sollte, was man will und was man von der Beziehung erwartet. Wenn sie nur Spaß machen soll, klar, dann kann man auf den partnerschaftlichen Teil gut verzichten. Wenn man allerdings über eine Ehe (also etwas längerfristiges) nachdenkt, gehören alle drei Aspekte zusammen. Und ja, auf die Dauer gehört dann vielleicht auch ein bisschen „Beziehungs-Arbeit“ dazu. Wie siehst du das?

    Ich freue mich auf deine Anwort (und hoffe, ich kam nicht zu pöbelnd rüber :-D).

    Viele Grüße
    Maike

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Mai 2016

      Hey Maike,

      danke für deinen wertvollen kritischen Beitrag zum Thema =)

      Zunächst finde ich es einmal sehr schön, dass der Artikel soviel in dir ausgelöst hat und dass du sich so intensiv damit beschäftigt hast!

      Du hast recht, ich finde es nicht weiter schlimm, wenn ein oder mehrere Aspekte nicht in ein und derselben Beziehung verwirklicht werden. Das schließt sich wie gesagt teilweise sogar gegenseitig aus. Damit will ich aber nicht zwangsläufig sagen, dass sie deshalb unerfüllt bleiben müssen.

      Die Freudschaft, die du ja auch ansprichst ist eine Art Sonderfall: Sie kann am besten mit den anderen Arten kombiniert werden, da sie vermitteln kann. Dennoch ist es auch hier ohne weiteres möglich, freundschaftliche Bedürfnisse mit „nur“ Freunden auszuleben. Was spräche dagegen?

      Natürlich lässt sich das ganze niemals strikt trennen und eben weil jede Beziehung unterschiedlich ist, werden auch immer wieder verschiedene Anteile aller drei Aspekte gemischt vorkommen. Das ist ja auch sehr abwechslungsreich und schön. Ich langjährig vertrauten ihre Leidenschaft gar nicht absprechen ^^ Es ist nur so, dass das volle Spektrum der Leidenschaft eben nicht abdeckbar ist. Das ist kein Problem, solange das auch nicht erwartet wird, Einbußen gerne in Kauf genommen werden oder die fehlende und gewünschte Bandbreite anderenorts erlebt werden kann und darf.

      Glückwunsch zu deiner stabilen Partnerschaft =) Wie gesagt: Ich plädiere hier nicht für gänzliche Vernachlässigung, aber das volle Spektrum ist eben nicht abdeckbar. Das liegt in der Natur der Sache. Klar werdet ihr euch gegenseitig Freunde, Partner und Liebhaber sein.

      Mit dem Hinweis, dass nicht alles in ein und derselben Beziehung befriedigt werden muss, kann prinzipiell jeder so verfahren, wie es ihm am besten passt =) Für wen Fremdgehen eine Option ist, dem wird es sicherlich helfen, erfüllter zu sein und ob das heimlich oder mit Einverständnis des Partners geschieht, muss natürlich auch jeder individuell entscheiden. Neben dieser Option gibt es übrigens auch noch die der Selbstbefriedigung, die vielleicht einigen auch schon genügt.

      Beziehungs-Arbeit finde ich generell nicht so hilfreich. Das macht die Beziehung eher zu einem Bereich der Anstrengung und nicht zu einem der Entspannung und Freude. Liebe entwickelt sich meiner Meinung nach immer individuell und nach ihren eigenen Maßstäben. Sie lenken zu wollen führt früher oder später zwangsläufig zu Enttäuschung.

      Keineswegs war das zu pöbelnd, im Gegenteil, ich schätze den Austausch mit dir sehr =)

      Liebe Grüße und einen tollen Start in die neue Woche!

      Norman

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  4. Robert

    18. Dezember 2017

    Hallo Norman!

    Ich finde deinen Blog sehr kurzweilig und tiefsinnig. Du erinnerst mich ein wenig an mich, als ich mit 22 Laotse las und ein ziemlicher Aussenseiter war.

    Heute mit 50 profitiere ich davon, sowohl beruflich als auch privat. Ich bin Mentalcoach und Raumdesigner und arbeite speziell mit und für Männer auf ihrem Weg.

    Privat bin ich nach zwei langjährigen Beziehungen (14 und 12 Jahre) nun endlich auf meine Traumfrau gestossen und seit drei Jahren mehr als glücklich.
    Es hat allerdings gedauert dorthin zu kommen.

    Dein e-book mit dem Fluss ist ein schönes Bild dafür. Manchmal braucht es Umwege im Leben um an ein Ziel zu kommen.

    Der eine Test über das Leben ist genial – auch die grafische Auswertung.

    Dem zweiten Test über die Partnerschaft kann ich allerdings nichts abgewinnen. Sorry, wenn ich da so direkt bin. Aber die Behauptung „Es ist unmöglich, alle Aspekte in einer Beziehung voll und ganz auszuleben, da sie sich gegenseitig ausschließen.“ kann ich einfach nichtteilen. Da sind mir zu viele Glaubenssätze drinnen und zu viel unveränderliche Prinzipien.
    Wir sind mittlerweile im vierten Jahr und sind glücklicher denn je. Ich muss zugeben, dass ich bei anderen Beziehungen unterschieldiche Bedürfnisse sehe, die im jeweiligen Partner gesucht werden und es dadurch zu Enttäuschungen kommt, weil sie eben nicht erfüllt werden.

    Die Basis meiner Beziehung ist der Respekt vor diesem Menschen und die daraus resultierende Freundschaft. Aus einem tiefen erlebbaren Vertrauen entstand rasch eine Leidenschaft, der es bis heute an nichts fehlt. Wir lassen uns so wir wir sind und durch einen partnerschaftlichen Umgang schließt sich für mich der Kreis. Es ist also kein Ausschlussverfahren, sondern ein Ergänzungsverfahren. Freundschaft bringt Vertrauen, schafft mehr Raum sich fallen zu lassen, dadurch steigt die Leidenschaft und der Rest des Zusammenlebens wird partneschaftlich gelebt.

    Kannst du was damit anfangen?

    Ich möchte dir nochmal gratulieren, wie du schreibst.

    lg
    Robert

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    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Dezember 2017

      Hey Robert,

      danke für deinen Kommentar und deine Email =)

      Und natürlich auch für das ehrliche Feedback!

      Ich freue mich sehr für dich, dass du beruflich wie auch privat gefunden zu haben scheinst, was du suchtest und brauchst =D

      Der Partnerschafts-Test ist wirklich sehr kontrovers, das ist mir natürlich nicht entgangen. Vor allem ist es wohl meine Sichtweise, die dahinter steckt. Ich kann verstehen, dass viele sich damit nicht identifizieren können. Ich will natürlich auch niemanden bekehren und gönne jedem seine eigene Meinung. Es ist und bleibt ja nur ein kostenloses Angebot =)

      Allerdings bleibe ich für meinen Teil auch bei der Ansicht, dass „Alles mit einem für immer“ reines Wunschdenken ist. Ja, natürlich gibt es Fälle, wo ein fürsorglicher Partner auch ein feuriger Liebhaber und zugleich der beste Freund ist. Aber ich denke, das geht dann immer nur zu einem gewissen Grad deines Bedürfnisses. Zum Beispiel kann das Feuer der Leidenschaft nur bis zu einer gewissen Obergrenze entfacht werden, weil freundschaftliche bzw. partnerschaftliche Aspekte einfach gewisse Dinge wie z.B. den „Reiz des Unbekannten“ ausschließen.

      Wenn dann jemand trotzdem das Gefühl hat, das sein Partner alle seine Wünsche zu 100% erfüllt, liegt das meiner Meinung eher daran, dass er selbst seine Ansprüche in diesen anderen Bereichen heruntergeschraubt hat. Und wenn jemand nur 60% erwartet und dann 60% bekommt, ist er auch zu 100% zufrieden =)

      Das soll übrigens nicht heißen, dass das schlecht wäre! Im Gegenteil, das ist ein wunderbarer Weg, um sehr lange, sehr glücklich zusammen sein zu können. Natürlich nur, wenn die „Abstriche“ aus freien Stücken gemacht werden, nicht, wenn sich jemand eigentlich nach „mehr“ sehnt.

      Ich behaupte ja auch nicht, dass es erstrebenswert sei, in jedem Bereich 100% zu erreichen. Es sollte aben jeder für sich selbst herausfinden, wie viel er wovon will und braucht und wie und wo er das bekommt. Und genau dazu dienst dieser Test =)

      Auf jeden Fall konnte ich damit was Anfangen =) Und du hättest auch gerne das Wort Bullshit stehen lassen können, ich verwende es auch manchmal hier ;-)

      Danke =D

      Liebe Grüße und hab noch einen wundervollen Dienstag!

      Norman

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      Antworten
      • Robert

        20. Dezember 2017

        Danke für deine rasche Antwort. Hmm. Ich fühle mich nun in eine Schublade gelegt, die mir sagt, ich lebe die drei Aspekte nur zu 60%. Oder wenn ich einen zu 100% lebe, dann MUSS der andere weniger sein. Das ist für mich ein Dogma. Ich will nicht recht haben, ich möchte eine Tür aufstossen, durch die du durchgehen kannst, wenn du willst. Dann will ich nun ein wenig tiefer gehen. Die Leidenschaft war zB immer schon ein wichtiger Anteil in meinen drei Beziehungen und ich hatte nie mehr als drei Monate in meinem Leben, in denen ich ohne hingebungsvollen Sex, gepaart mit ehrlicher Liebe, hatte. Die Leidenschaft steigerte sich in zunehmenden Alter, weil ich begann mit mir selbst leidenschaftlicher umzugehen. Du kennst die Spiegelgesetze. Der Augenblick wurde stärker erlebbar und das JETZT ist heute so stark wie nie zuvor. Ich habe als Mentalcoach viele Menschen über Leidenschaft berichten hören. Ich weiß, wo ich bin. Die Tantra Ausbildung half mir sehr. Ich spüre, dass es bereits nach drei Tagen ohne Sex, schon wieder interessant wird. Warum? Weil ich etwas Neues entdecke, etwas bis dato Unbekanntes. Auch im vierten Jahr. Eine Bewegung, ein Stöhnen, ein Lächeln. Je länger das geschieht, desto mehr verschmelzen wir, bauen Vertrauen auf und lassen uns mehr aufeinander ein.
        Meiner erste 14 jährige Beziehung ist wegen zuviel Freundschaft der Treibstoff – die Leidenschaft – ausgegangen. In meiner datauffolgenden 12 jährigen Ehe hatten wir 11 Tage nach der Geburt meiner Tochter wieder Sex, dafür war es am Ende dann hysterisch und voller Streit. Vielleicht müssen wir durch diese Täler und Bergkuppen des Lebens, um zu erkennen, dass es keine Abstriche geben muss, wenn man sich voll auf sich und den anderen einlässt.
        Ich bleib´also dabei. 100% Leidenschaft fördert Vertrauen und Freundschaft und lässt nach der Verliebtheitsphase ein leidenschaftlich gelebtes Miteinander = Partnerschaft entstehen. zu 100%.
        Ich dachte nie daran, dass es so etwas geben könnte. Möchte dir aber mit diesen Zeilen Mut machen, daran zu glauben. Ich bin glücklich und muss nicht recht haben;-))
        Schöne Zeit Dir und Deinen Lieben
        Robert

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        Antworten
        • Norman Brenner Norman Brenner

          9. Januar 2018

          Hey Robert,

          entschuldige die späte Antwort!

          Ich habe die Kommentarfunktion geändert und dabei sind mir einige unbeantwortete Kommentare leider durch die Lappen gegangen.

          Ich wollte dich nicht in eine Schublade stecken. Ich wollte nur meine Sichtweise erklären, die hinter dem Beitrag und dem Test steht. Das ist nur meine Meinung und kein Stempel, den ich dir oder jemand anderem aufdrücke. Und selbst wenn, läge es dann immer noch bei dir, ihn anzunehmen ;-)

          Nichts desto trotz klingt es ganz wunderbar, was du beschreibst. Ich habe nichts dagegen, diese Tür offen zu lassen =) Und nochmal: Das wichtigste ist, dass es dich für dich wie 100% anfühlt. Eine objektive Skala gibt es da auch gar nicht =)

          Liebe Grüße und ein wundervolles Jahr 2018!

          Norman

          (0) War das hilfreich?
          Antworten
  5. Ralf

    7. Februar 2018

    Hallo Norman,
    sehr interessante Sichtweise, mit der ich auch was anfangen kann. In der Tat spannt sich für mich da ein Dreieck auf, in dem sich Erwartungen und tatsächlicher Zustand der Beziehung einordnen. Und je näher sich Soll und Ist sind, umso glücklicher ist man damit. Bestimmte Beziehungen wie Freundschaft+ lassen sich dabei klar positionieren. Und grundsätzlich sehe auch ich drei Lösungsmöglichkeiten, wenn es nicht so ist, wie man sich wünscht. Die eigenen Erwartungen anpassen ist nur eine, wenn auch die einfachste, weil man „nur“ an sich selbst arbeiten muss. Den Ist-Zustand ändern mag etwas schwieriger sein, ist für kleinere Anpassungen aber möglich. Natürlich werde ich bei beiden Varianten nicht von einem Extrem ins andere kommen. Aber Beziehungen sind dynamisch, die Position im Dreieck ist nicht fix.
    Und sollte es dann immer noch nicht reichen, dann bliebe noch Ansatz 3, den bspw. Polyamorie geht. Dann habe ich eben mehrere Partner, die mir die unterschiedlichen Bedürfnisse befriedigen können. Auch das wird sich in Summe für mich als Kompromiss herausstellen, denn dann entscheidet die Zeit, die ich mit jedem Partner verbringe, wie ausgeprägt die 3 Merkmale sind.
    Alles in allem ein Ansatz, auf dem man aufbauen kann.
    Beziehungsarbeit möchte ich nicht so strikt verteufeln, denn schon das Lesen dieses Artikels zählt für mich dazu. ;-)

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    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      13. Februar 2018

      Hey Ralf,

      danke für deinen Kommentar und Zuspruch =D

      Der ist für mich relativ selten und daher sehr wertvoll bei dem kontroversen Thema ;-)

      Danke auch für den wichtigen Hinweis auf die Dynamik in Beziehungen. Du hast recht. Das ganze kann und darf sich natürlich auch mit der Zeit verändern und man sollte nicht vergessen: Auch der Partner hat dieses Bedürfnisdreieck, dass sich verändern kann.

      Hmm… da ist was dran. Ich bin allerdings eher ein Freund davon, es Arbeit an sich selbst oder lieber Selbstfürsorge zu nennen, weil es ja auch bedeuten kann, dass ein Teil der Arbeit darin liegen kann, die Beziehung zu beenden.

      Liebe Grüße und hab ne tolle Woche!

      Norman

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
  6. Sebastian

    20. Juni 2018

    Nun…
    Wenn ich das konsequent zuende denke, machst du schon ein bisschen Werbung dafür, eine ‚offene beziehung‘ (ich finde den Begriff unendlich beknackt, habe aber keinen anderen zur Hand). Offenheit heißt für mich in dem Zusammenhang, offen dafür zu sein, nicht für alle Bedürfnisse des anderen verantwortlich zu sein (oder zur Verantwortung gezogen zu werden) und sich von der Erwartung zu lösen, der andere alleine sei das für meine Bedürfnisse.
    Sich von Erwartungen und Ansprüchen zu lösen halte ich eh für einen gangbaren weg zur enttäuschungsvorbeugung.
    Gern gelesen.

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    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2018

      Hey Sebastian,

      danke für deine Gedanken zum Thema =)

      Ich finde das, was heutzutage als offene Beziehung verstanden wird nicht zwangsläufig besser oder schlechter als jede andere Art von Beziehung. Das wichtigste ist, dass sich beide Partner darüber einig sind, dass sie die gleiche Art von Beziehung wollen.

      Aber: Wenn man es genau betrachtet, ist eigentlich jede Beziehung eine offene Beziehung. Nur sind sich die Partner nicht darüber bewusst. Denn die vermeintliche Sicherheit, die man in einer herkömmlichen Beziehung zu haben glaubt ist nur eine Illusion. Im Grunde kann zu jeder Zeit jeder der beiden einen anderen finden oder sich außerhalb der Beziehung vergnügen. Oft passiert das ja auch genau so und dann fällt der andere aus allen Wolken, wenn er erkennt, dass seine Sicherheit nur eingebildet war. Auch nur Erwartungen und Ansprüche, von denen man sich lösen kann und sollte.

      Aber wie gesagt. Solange sich beide Partner darüber einig sind, was sie wollen, finde ich gibt es keine bessere oder schlechtere Beziehung.

      Deine Definition von Offenheit finde ich sehr gelungen, danke dafür =)

      LG Norman

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