Was will ich? (Test)

Warum um die Liebe kämpfen schadet (und was wirklich hilft)

Um die Liebe kämpfen

Es stimmt:

Um die Liebe kämpfen lohnt sich nicht!

Das wolltest du nicht hören, ich weiß.

Aber es stimmt leider. Schlimmer noch. Ich behaupte sogar: Um die Liebe kämpfen schadet der Liebe!

Das klingt alles viel trostloser, als es in Wahrheit ist. Nicht um die Liebe zu kämpfen bedeutet nämlich nicht zwangsläufig aufzugeben und nichts zu tun. Im Gegenteil:

Es bedeutet etwas viel besseres zu tun. Etwas, das die Chancen auf deine Liebe wirklich steigert, und zwar nicht unerheblich.

Deshalb zeige ich dir hier, warum um die Liebe zu kämpfen nichts bringt und was du stattdessen tun solltest:

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Warum um die Liebe kämpfen nichts bringt

Liebe und Kampf haben ungefähr soviel gemeinsam wie ein Glücksbärchi und Klaus Kinski: Nichts.

Ich höre schon tausende protestierende Stimmen in meinen Ohren summen:

„Aber…

  • durch das Kämpfen beweise ich doch jemandem wie sehr ich ihn liebe!“
  • es heißt doch, dass im Krieg und in der Liebe alles erlaubt sei!“
  • in fast allen Filmen und Romanen geht es doch darum, dass man für seine Liebe kämpfen muss!“
  • nur wer kämpft, kann auch gewinnen! Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

Stop!

An der Stelle muss ich dich unterbrechen. Nicht zu kämpfen bedeutet nicht, dass du die Liebe aufgeben sollst. Ganz im Gegenteil. Nicht zu kämpfen ist sogar der Inbegriff der Liebe. Nicht zu kämpfen ist nicht Resignieren. Es ist Liebe in seiner reinsten und höchsten Form. Ich will dir erklären warum:

 

1. Kämpfen richtet sich gegen die Liebe!

Was bedeutet Liebe?

Ja, hoch philosophische Frage, die eigentlich einen eigenen Artikel oder sogar ein ganzes Buch verdient hätte. Kommt vielleicht noch. Aber an dieser Stelle die Kurzfassung.

Liebe bedeutet in meinen Augen:

Jemand anderen so sehr gern haben, dass man…

  • ihn bedingungslos so sein lässt, wie er ist.
  • ihm die Freiheit schenkt, sich selbst in seiner Gesamtheit entfalten zu können.
  • ihn dabei unterstützt.
  • sich mit ihm und für ihn freuen kann und vor allem:
  • seine eigenen egoistischen Bedürfnisse für diese Liebe hinten anstellt.

Das ist nur meine Meinung. Wie siehst du das?

Wenn dir noch mehr zur Definition von Liebe einfällt, dann schreib mir gerne einen Kommentar. Mich interessiert das, denn das Thema ist kontrovers. Manche Menschen finden auch, dass Liebe sehr egoistisch ist.

Ich möchte dir jedenfalls mit dieser Kurzfassung hier gerade vor allem eines klar machen:

Wenn du um die Liebe kämpfst, dann handelst du gegen all diese Merkmale der Liebe und kämpfst damit gerade nicht UM, sondern GEGEN deine Liebe!

Verwundert? Überrascht? Verärgert?

Kann ich verstehen. So ging es mir auch, als ich es erkannt habe. Aber es stimmt, denn:

 

2. Um die Liebe kämpfen ist egoistisch!

Wer kämpft, vertritt Interessen. Richtig?

Er vertritt seine eigenen Interessen. Richtig?

Wenn er seine eigenen Interessen vertritt, dann geht es ihm nicht um die Interessen des anderen. Richtig?

Wenn ihm die Interessen des anderen egal sind und er nur seine eigenen Interessen durchsetzen will, wie kann er dann davon reden, dass er den anderen wirklich liebt?

Was er in diesem Moment wirklich liebt, ist er selbst. Eigentlich ist es noch nicht mal wirklich er selbst in seiner Gesamtheit, sondern nur ein kleiner Teil davon: Sein Ego.

Jawoll, jetzt sind wir am Kernpunkt angelangt.

Um die Liebe zu kämpfen ist egoistisch. Es geht nur darum, die eigenen Interessen zu wahren und kein Stück um die Interessen des anderen.

AHA-Effekt oder Widerspruch sind an dieser Stelle die gängigsten Reaktionen. Da ich an dieser Stelle selbst zum Widerspruch geneigt habe, folgen hier stellvertretend für alle Widersprüchler ein paar Gedanken. Wenn dein Widerspruch nicht dabei ist, lass uns gern in den Kommentaren darüber reden.

 

Beim Kämpfen geht es dir nicht um die Liebe!

  • „Aber ich tue es doch seinet Willen!“

Ach ja? Wirklich? Wenn jemand dich gerade nicht um sich haben möchte, weil er vielleicht etwas Zeit und Abstand braucht und du ihn dennoch penetrierst, hat er dann wirklich etwas davon? Liegt das in seinem Interesse? Ich denke nicht.

  • „Aber die Liebe ist doch unser gemeinsames Interesse! Ich tue es doch für uns beide!“

Das siehst du so, aber wie sieht es der andere? Kümmert es dich überhaupt, wie er es sieht?

  • „Aber ich bin doch bereit große Opfer zu bringen, um den Menschen, den ich liebe zurückzugewinnen!“

Du willst Opfer bringen. Keine Frage. Aber nicht für ihn, sondern für dich. Du opferst einfach Dinge, die dir nicht so wichtig sind für etwas, das dir wichtiger ist. Aber was ist das überhaupt, das dir so wichtig ist? Warum geht es eigentlich so sehr um dich, wenn du um die Liebe kämpfst?

 

Warum um die Liebe kämpfen so egoistisch ist

Weil du deine eigenen Interessen über die des anderen stellst. Das haben wir ja schon herausgefunden. Aber was sind diese Interessen?

Natürlich spielen da viele individuelle Faktoren eine Rolle, aber einige wesentliche Punkte tauchen immer wieder auf:

Um die Liebe kämpfen ist egoistisch, weil du…

  • dich mit Gedanken quälst, dass er oder sie jemand anderen haben könnte, der „besser“ ist als du.
  • es nicht ertragen kannst, dass es ihm oder ihr gerade besser geht als dir.
  • dich alleine nicht komplett fühlst. Du brauchst diesen anderen Menschen, um deine Unvollkommenheit zu kaschieren und deine Lücken oder eine Leere in dir zu füllen. Das kommt oft zum Ausdruck durch den völlig realitätsfernen Spruch „Ich kann ohne dich nicht leben“. Oh Gott, wirklich? Wer will denn jemanden, der alleine nicht überlebensfähig ist?
  • dich gekränkt und zurückgewiesen fühlst, wenn er oder sie nicht auf deine Anrufe oder SMS reagiert.
  • Angst hast, dass du selbst keine(n) andere(n) mehr finden könntest.
  • es dir selbst beweisen willst, dass du ihn oder sie zurückgewinnen kannst.
  • befürchtest, dass er oder sie merken könnte, dass er / sie auch ohne dich glücklich sein kann und dich eben nicht „zum Leben braucht“.
  • abhängig von der Bestätigung bist, die er oder sie dir gibt.
  • die Ungewissheit / Ablehnung nicht erträgst.

Kurzgesagt: Wegen deiner emotionalen Abhängigkeit!

Hast du gemerkt, um wen es bei all diesen Punkten geht? Ganz genau, um dich.

Wer um die Liebe kämpft, der kämpft für sich!

Nicht für den andern und auch nicht für die Gemeinsamkeiten. Er kämpft eiskalt für sich selbst. Nur auf sein Schild und seine Fahne hat er einen anderen Namen geschrieben und versucht so die Mittel zu heiligen und andere zu täuschen. Auch sich selbst zu täuschen. Und leider gelingt uns das auch viel zu häufig.

(Übrigens: Auch das Verliebtsein ist ziemlich egoistisch, weil es auch dabei in erster Linie um dich geht und nicht um den andern.)

 

3. Nicht zu kämpfen ist die höchste Form der Liebe!

Du siehst, dass in Wahrheit genau das Gegenteil die wahre Form der Liebe ist.

Wenn du nicht um die Liebe kämpfst (im herkömmlichen Sinne), dann handelst du wirklich im Sinne der Liebe und nicht dagegen.

Du …

  • nimmst den anderen wirklich so an wie er ist
  • respektierst ihn und seine Entscheidung
  • schenkst ihm die Freiheit, er selbst zu sein
  • stellst deine egoistischen Bedürfnisse zurück,  zu Gunsten der Liebe und deines Geliebten (das wäre dann ein wirkliches „Opfer“ für die Liebe)

Vergleiche diese Punkte mit der obigen Definition der Liebe und du erkennst die Übereinstimmung.

  • „Ok Norman, da hast du vielleicht recht. Aber wenn ich nicht kämpfe, dann gebe ich doch auf! Wie soll ich ihn oder sie denn dann jemals zurückgewinnen?“

Nicht zu kämpfen heißt nicht aufzugeben!

Die Liebe steht über allem und hat keinen Kampf nötig. Wo kein Kampf ist, da gibt es kein Gewinnen, kein Verlieren und auch kein Aufgeben!

Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht, dass du ihn oder sie nicht liebst und dass eure Liebe niemals wieder eine Chance hätte. Ganz im Gegenteil:

 

4. Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht gleich aufgeben!

Du denkst immer noch egoistisch.

Jemanden „zurückgewinnen“ ist purer Egoismus.

Gehört er dir? Ist er dein Leibeigener? Hast du für ihn bezahlt? Nein. Er ist ein freier Mensch. Und Liebe bedeutet Freiheit.

Jemandem Liebe zu schenken bedeutet, ihm Freiheit zu schenken.

Wenn du jemanden wirklich von Herzen liebst, dann lass ihn los. Ich habe dir bereits in diesem früheren Beitrag erklärt, warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt.

Einen Menschen loszulassen bedeutet nicht, dass er dir egal ist. Du sollst ihn nicht total vergessen oder ignorieren. Du kannst ihn ruhig in irgendeiner nicht aufdringlichen Art wissen lassen, dass du für ihn da bist, wenn er dich braucht und dass du ihm Liebe in Form von Freiheit schenkst.

Das ist Loslassen. Ihm die Freiheit zu schenken, er selbst sein zu können. Tun und lassen zu können, was er gerade möchte und was er gerade braucht. Aus dem einfachen Grund, dass es dir wichtiger ist, dass es ihm gut geht, als dein eigenes Ego zu befriedigen.

Wenn du es wirklich nicht schaffst, deinen Egoismus zu überwinden und den anderen die Freiheit und die Liebe zu schenken, die du angeblich für ihn empfindest, dann hilft dir vielleicht die folgende paradoxe Erkenntnis:

 

5. Nicht um die Liebe kämpfen erhöht deine Chancen!

Ja, es klingt total widersprüchlich. Aber wenn du regelmäßig vernuenftig-leben liest, dann hast du schon erkannt, dass Widersprüchlichkeit das Bizarre Geheimnis des Erfolges ist und dass du durch Loslassen deine Ziele viel eher erreichst.

Wenn du nicht um die Liebe kämpfst (damit meine ich im herkömmlichen Sinne, also „aktiv, aggressiv“), dann hat das folgende schwerwiegende Vorteile, die auf deiner Seite stehen:

1. Der andere merkt, wie wichtig dir sein Wohlergehen ist

Er wird es dir bewusst oder unbewusst anrechnen.

2. Du wirkst nicht „bedürftig“

Bedürftigkeit ist eine Eigenschaft, die dich total unattraktiv wirken lässt.

3. Der andere hat die „Chance“, selbst zu merken, wie sehr du ihm fehlst

Wenn du ihn ständig nervst, dann fühlt er sich auch so: Von dir genervt. Und das hat natürlich den ungewollten Effekt, dass er noch weniger von dir will.

4. Der andere fühlt sich frei zu dir zurückzukommen wenn und wann er will

Aus Pflichtgefühl tut niemand gerne irgendwas.

5. Du hast die Chance darauf, eine wirklich wahre Liebe mit diesem Menschen zu leben

Es mag zwar sein, dass du durch einen Kampf jemanden dazu bewegen kannst, zu dir zurück zu kommen. Aber das ist meist mehr Schein als sein.

Oft ist es ein kurzes Gastspiel und der Zurückkehrer ist bald schon wieder verschwunden. Warum? Weil er nicht aus freien Stücken, sondern dir zuliebe zurückgekehrt ist. Vielleicht, weil er dich nicht länger leiden sehen wollte (aus Mitleid) oder weil deine Versprechungen Hoffnungen in ihm geweckt haben oder, oder, oder. Aber nicht um eurer Liebe willen.

Das ist eine sehr schlechte Basis. Und wenn du mit solchen Mitteln jemanden zurückgewinnst, dann wirst du auch nie mehr mit diesem Menschen haben können, als die Befriedigung solcher Bedürfnisse.

6. Der andere wird dir die Liebe und Freiheit zurück schenken, die du ihm geschenkt hast

Jemand, den du sein lässt, wie er ist, wird dich das auch sein lassen.

Freiheit ist die wichtigste Basis für eine gesunde Beziehung. Sobald sich jemand eingesperrt oder bevormundet fühlt, nagt das an der Liebe. Aber eine Liebe, in der beide Partner vollkommen frei sie selbst sein können ist fast schon ein Garant für eine lang anhaltende glückliche Beziehung. Ganz zu schweigen davon, dass auch du dich so viel wohler fühlen wirst!

7. Du hast Zeit und Kraft dafür, wirklich aktiv etwas für dich und die Liebe zu tun

Es gibt etwas, das dir viel mehr bringt, als um die Liebe kämpfen. Dies ist zugleich auch die Alternativmaßnahme, die ich dir anstelle des Kämpfens um die Liebe empfehle. Was ist das?

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Wie du „nicht kämpfst“ und was du stattdessen tun solltest

Beschäftige dich mit dir selbst.

Anstatt die ganze Zeit einem Menschen hinterherzulaufen, der dich komplett und wieder glücklich machen soll, tu es einfach selbst!

Das ist der beste Weg, um eine Trennung zu verarbeiten und Liebeskummer zu überwinden. Eigentlich so naheliegend, aber leider sehen wir diese Lösung meist nicht. Wieder paradox. So ist das Leben nun mal.

Kümmere dich um dich selbst, liebe dich selbst!

Ich höre wieder Protest:

  • „Aber oben hast du noch gesagt, ich soll nicht so egoistisch sein und immer nur auf mich schauen!“

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem oben geschilderten Egoismus und dem Kümmern um dich selbst, wie ich es hier empfehle.

Der Egoismus gilt nur einer schnellen Beseitigung der Auswirkungen, wie ich sie oben geschildert habe. Du willst dich schnell wieder besser fühlen, keine Angst haben müssen etc.

Die Selbstfürsorge gilt einer dauerhaften Beseitigung der Ursachen. Warum leidest du so und was kannst du tun, damit es dir wieder besser geht, ohne, dass du einen anderen Menschen dafür brauchst?

Egoismus spielt sich quasi an der Oberfläche ab und Selbstfürsorge tief darunter.

Und ich verrate dir noch ein paradoxes Geheimnis des Lebens:

Menschen, die sich selbst genug und mit sich im Reinen sind, wirken viel attraktiver als solche, die es nicht sind.

Wenn es dir schwer fällt das zu glauben, denke doch einfach mal an ein paar Männer- und Frauenträume aus Film und Fernsehen:

  • Angelina Jolie in Tomb Raider
  • Brad Pitt in Fight Club
  • George Clooney in 101 Filmen

Wirken diese Menschen (in ihren Rollen), als bräuchten sie einen anderen, um sich komplett fühlen zu können?

Die Antwort ist: Nein. Begehrte Menschen wirken selbstbewusst und sind sich selbst genug.

Die Frage, die bleibt, ist nun natürlich folgende:

 

Wie kümmere ich mich um mich selbst?

Es gibt unzählige verschiedene Wege, dich um dich selbst zu kümmern und besser mit dir zurechtzukommen. Mindestens so viele, wie es unterschiedliche Menschen gibt, da jeder Weg individuell ist. Aber es gibt einige generelle Wegweiser und Hilfestellungen, die du nutzen kannst. Wenn du unter einer „fehlenden“ Liebe leidest, finde ich eine Auseinandersetzung mit folgenden Fragen sehr sinnvoll.

Wichtig ist, dass du sie aus einer Position der Selbstliebe heraus stellst und beantwortest. Lege den Fokus darauf, welches Potential in der Antwort liegt, nicht, welche negative Botschaft sie ggf. vermittelt.

Los geht’s:

  • Warum fühlst du dich so unvollständig? Warum kannst du alleine nicht glücklich sein?  Was gibt dir der andere, was dir ohne ihn fehlt? (Bsp.: „Er gibt mir Anerkennung, das tut sonst niemand“)
  • Wie kannst du einen Weg finden, dir das selbst zu geben? (Bsp.: „Ich könnte lernen, mir selbst Anerkennung zu schenken und so weniger auf äußere Anerkennung angewiesen zu sein“)
  • Warum kratzt es so an deinem Ego? Was verletzt dich daran so sehr? (Bsp.: „Ich fühle mich jetzt nicht mehr so begehrenswert“)
  • Gibt es eine Möglichkeit, diese Wunden alleine zu heilen? (Bsp.: „Ich könnte lernen, mich selbst so zu lieben wie ich bin mit all meinen Ecken und Kanten“)
  • Warum hast du solch große Angst? Was steckt dahinter? Frage dich bei jeder Antwort immer weiter „Warum?“, bis du am Kern der Sache angelangt bist. (Bsp.: „Ich habe Angst, weil ich nicht will, dass er eine andere findet“ – Warum? – „Ich habe Angst, dass er jemand anderen bevorzugt“ – Warum? „Ich habe Angst, dass er mich ablehnt“ – Warum? – „Ich habe Angst, alleine zu sein (und zu bleiben)“ – Warum? – „Ich habe Angst, alleine zu sterben“ – Warum? – „Ich habe Angst vor dem Tod“ – Warum? – „Ich lebe mein Leben nicht so, wie ich es will“
  • Kannst du diese Ursache beseitigen und dir damit die Angst nehmen? (Bsp.: „Ich könnte mich mit meiner Ur-Angst beschäftigen und lernen, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben und mein Leben endlich so zu leben, wie ich es möchte“)
  • Wie kannst du selbst aus deinem Innern heraus Frieden mit dir schließen und mit dir und deinem Leben so zufrieden sein, wie es ist? (Bsp.: „Ich könnte den Fokus wieder mehr auf meine eigenen Träume legen“)

Deine persönliche Antworten musst du dir natürlich selbst geben.

Hier findest du außerdem eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Selbstliebe zu lernen.

 

Bonus

Im weiteren Zusammenhang damit stehen auch generelle Selbstfindungsfragen und Antworten, die du hier auf vernuenftig-leben.de finden kannst.

Wenn du ein erfülltes Leben nach deinen eigenen Wertvorstellungen führst, bist du generell glücklicher und weniger bedürftig. Du verspürst mehr Liebe in deinem Leben und bist weniger darauf angewiesen, sie von anderen zu bekommen. Mehr noch: Du findest so viel Liebe in deinem Leben, dass du das Bedürfnis verspürst, sie mit jemandem zu teilen. Und was denkst du, zieht einen anderen mehr an? Ein Mensch, der vor Liebe überläuft und sie teilen will oder einer, der vor Mangel fast eingeht und Liebe aufsaugt, wie ein Vampir?

So gelingt es dir:

 

Fazit

Ich habe dir gezeigt, dass es niemals sinnvoll ist, um die Liebe zu kämpfen:

  • Du kämpfst gegen alles, was die Liebe ausmacht
  • Dein Kampf dient in Wahrheit deinem Ego, nicht der Liebe
  • Nicht zu kämpfen ist wahrer Ausdruck der Liebe
  • Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht, dass du aufgibst
  • Es steigert sogar deine Chancen auf die Liebe, wenn du nicht kämpfst
  • Statt zu kämpfen solltest du dich lieber um dich selbst kümmern
  • Wer sich selbst genug ist, „braucht“ keinen Partner um glücklich zu sein und ist obendrein noch viel begehrenswerter
  • Mit den Fragen und den weiteren Infos auf vernuenftig-leben nimmst du dein Leben und dein Glück selbst in die Hand

Das war meine Meinung. Sag mir deine! Lohnt es sich, um die Liebe zu kämpfen?

P.S.: Es fällt dir schwer, deine Liebe loszulassen und nicht zu kämpfen? Eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung und viele anschauliche Beispiele (auch die Liebe betreffend!) findest du in meinem Buch über das Loslassen.

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Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen, ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.
  • Susanne sagt:

    Lieber Norman,
    ein wunderbarer Artikel, der so schön beschreibt, wie sehr das Wort „Liebe“ doch missverstanden wird. Und wenn man das eigene Verhalten dann mal reflektiert wird schnell klar, dass man selbst oft dachte, aus liebevollen Absichten zu handeln, es dann aber doch aus egoistischen Gründen tat. Denn oft ist es am Ende wirklich nur die Bestätigung, die wir im bzw. durch den anderen suchen. Ist schon immer wieder krass zu merken, wie sehr wir uns eigentlich selbst etwas vor machen. Und wie wunderbar muss es sein, endlich frei zu sein von diesen zwanghaften Wünschen nach Anerkennung.

    • Liebe Susanne,

      danke für die Lieben Zeilen =)

      Du sagst es! Mir ging es sogar selbst beim Schreiben so, dass ich mich oft ertappt fühlte ^^ Ich denke es liegt auch sehr an unserer Prägung. Wir werden auf diese „egolastige“ Art und Weise erzogen und bekommen es vorgelebt. Das prägt sich tief ein und es erfordert sehr viel Bewusstheit, Geduld und Beharrlichkeit, um sich immer wieder selbst zu erwischen und bewusst loszulassen. Aber ich glaube das ist ein guter Weg =)

      Liebe Grüße

      Norman

    • Lisa sagt:

      Liebe Susanne,
      was, wenn man „endlich frei“ ist davon?
      Was kommt danach?
      Ich habe schon viele Zeiten erlebt, in denen ich komplett unabhängig von Anerkennung anderer war.
      Aber deswegen kämpft man mitunter trotzdem noch.
      Denn auch ohne die Sehnsucht nach Anerkennung ist Resonanz ein Grundbedürfnis.
      Ich fasse den Begriff Liebe aber auch nicht nur auf Partnerebene auf. .

      • Hey Lisa,

        ja, da hast du Recht. Soziale Resonanz ist ein Grundbedürfnis und das bleibt auch so. Der Unterschied ist meiner Meinung nach, dass die Resonanz dann von einer ganz anderen Qualität ist, weil man gibt und schenkt, anstatt zu nehmen und zu brauchen. Und so wie man in den Wald reinruft, so kommt es dann auch zu einem zurück =)

        LG Norman

      • Marky sagt:

        Aber wenn ich doch gebe und schenke, dann kämpfe ich doch auch, weil ich doch wahrscheinlich etwas „erreichen“ möchte, oder nicht ? Ich finde dieses Loslassen ganz, ganz schwer, nicht nur, dass man sich nicht mehr um die Beziehung kümmern soll, sondern das man „richtige“ Denken und Handeln erreicht, damit es einem wirklich besser geht.

      • Hey Marky,

        danke für deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

        Ja, es ist wirklich nicht leicht. Weder leicht zu verstehen, noch leicht umzusetzen. Aber es lohnt sich, wenn man es versucht.

        Wenn du das Geben und Schenken als kämpfen interpretierst, dann gibst du und schenkst du in erster Linie wieder nur, um etwas zu bekommen. Das ist nicht wirkliches Geben, das ist Nehmen und Brauchen.

        Wenn du wirklich gibst, dann gibst du und lässt das Gegebene los. Du erwartest nichts dafür. Du gibst, weil du so viel zu teilen hast (Liebe, Glück, Freude etc.). Es kommt aus der Fülle und nicht aus dem Mangel.

        Ich hoffe, dieser kurze Gedankengang hilft dir dabei etwas. Wie schon gesagt, es ist nicht leicht. Aber es kann einfach werden. Einfach in dem Sinne, dass man das Prinzip dahinter versteht und sich dann „nur“ noch darauf verlassen muss, dass es wirkt und hilft =) Ich hoffe mit meinem Buch über das Loslassen einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, das Verständnis dieses Prinzips einfacher zu machen.

        Liebe Grüße und hab ne tolle Woche!

        Norman

  • bendschi sagt:

    spricht mich sehr an, wie die thematik auf den punkt gebracht ist. letzte nacht habe ich mir eine liste mit vielen dingen geschrieben, die mir freude bringen und mich damit glücklich machen, zB. freue ich mich auf kurse, seminare, bereits geplante urlaube und weitere ereignisse und ganz oben stehen die punkte, die meine perönlichkeit betreffen – verbindung zur mir und anderen, selbstvertrauen und auch glück empfinden u.v.m.
    es geschieht alles im moment, im hier und jetzt und wenn ich meine gelassenheit, zuversicht und anderes nähren/stärken will, schaue ich auf meine liste und mich durchflutet schnell ein wohliges gefühl im körper, dass mir sehr viel energie gibt und ich spüre die verbundenheit mit mir und mit allem was ist. das ist wunderbar.
    meine empfehlung an andere: ausprobieren! einfach notieren, was an dingen und fakten, die dich glücklich und froh machen jetzt sind oder in zukunft dir begegnen … viel freude dabei!
    und – danke für den text!

    • Hey bendschi,

      wow, das ist eine super Idee! Ein Spickzettel für die schlechten Zeiten sozusagen ^^ Ich finde es klasse, da wir Menschen ja von Natur aus (bzw. evolutionsbedingt) eher defizitorientiert sind. Es ist wichtig, sich die positiven Dinge in seinem Leben regelmäßig bewusst zu machen. Glückstagebuch schreiben ist ja auch sowas.

      Danke auf jeden Fall für diesen tollen Tipp, den kannte ich in der Form noch nicht =)

      Liebe Grüße

      Norman

  • Thomas sagt:

    Hi !

    Da giebts eh net mehr viel zu sagen !

    Mann kann es nur bestätigen, ich finde jeder sollte bei der Selbstliebe beginnen, warum ?

    Wie soll man jemanden anderen Lieben Können wen man sich nicht Lieben kann.

    Mfg

    Thomas

  • Aurora sagt:

    Liebeskampf ist Liebeskrampf ; D

    Danke für deine Worte! Ich möchte noch eines hinzufügen warum Liebe und Kampf nicht kompatibel sind – aus einem Kampf kann man als Sieger herausgehen, aus der Liebe nicht. Dafür sind in der Liebe alle Gewinner. Zu lieben ist immer ein Gewinn, selbst wenn sie nicht (von der Person auf die man sie projiziert) erwidert wird…

    • Liebe Aurora,

      ich bin begeistert davon, was so ein kleines „R“ alles ausrichten kann ;-) Danke für den tollen Spruch!

      Faszinierend… etwa zum Zeitpunkt deines Kommentares habe ich heute noch folgende Anmerkung zu Punkt 3 hinzugefügt:

      Die Liebe steht über allem und hat keinen Kampf nötig. Wo kein Kampf ist, da gibt es kein Gewinnen, kein Verlieren und auch kein Aufgeben!

      Da hatten wir wohl den selben Gedankengang =) Allerdings finde ich deine weitere Erläuterung dazu noch viel gelungener. Danke dafür!

      LG Norman

  • Bianca sagt:

    Hallo Norman,

    ein sehr schöner Artikel. Ich kann dem grundsätzlich zustimmen, allerdings finde ich es sehr befremdlich, dass ich dem anderen die völlige Freiheit einräume und ihn uneingeschränkt unterstütze. Das bedeutet, wenn er gerne eine zweite Frau haben möchte und mit dieser Sex hat, dann lasse ich ihm seine Freiheit. Wenn er gerade lieber zu einer anderen gehen will, okay, wenn er dann morgen doch wieder zu mir will, okay. Dein Artikel passt vielleicht für die Liebe, allerdings finde ich schon, dass man in einer Partnerschaft schon auch die eigenen Interessen vertreten soll und sich nicht einfach alles gefallen lässt und der Partner macht was er will. Dann ist es vielleicht egoistisch, dass ich für meinen Partner die Frau Nr. 1 sein möchte und es mir nicht gefällt, dass er mit einer anderen flirtet oder was auch immer, auf der anderen Seite habe ich nicht das Gefühl, dass der Andere mich wirklich liebt, wenn er so was macht, Freiheit geben hin oder her. Klar kann er gehen, wenn er will, und dann geht es mir trotzdem gut, nur ob ich ihn dann einfach so wieder zurück will, wenn er mich respektlos behandelt und mich nicht wertschätzt, das würde ich mir dann schon gut überlegen. Je nachdem geht dann dabei die Liebe von meiner Seite teilweise auch verloren.
    Freue mich darüber deine/eure Meinung dazu zu hören ;)

    • Liebe Bianca,

      danke für diesen bereichernden Kommentar!

      Deine Gedanken dazu finde ich sehr interessant. Ich finde aber, das kann man so allgemein nicht sagen. Klar ist das von dir geschilderte Bild ein sehr gängiges und von vielen Paaren gelebtes. Aber meiner Meinung nach ist es kein Muss. Beziehungen können in allen Graden der Offenheit gelebt werden. Wichtig ist nur, dass sich beide einig sind. Wenn du und dein Partner in etwas die gleichen Werte habt und euch das Alleinstellungsmerkmal beim anderen beiden wichtig ist, dann wird keiner von euch es als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfinden und ihr habt eine sehr gute Grundlage. Wenn nun aber einer einen sehr ausgeprägten Drang danach hat, sich in solchen Sachen nicht einschränken zu lassen, wird der Versuch das doch zu tun oder das Verhängen von Sanktionen die Beziehung nicht unbedingt aufblühen lassen.

      Manche Menschen brauchen auch einfach nur die Gewissheit, dass sie könnten, wenn sie wollten. Das habe ich schon oft gehört, dass Paare irgendwann nach diversen Fremdgehdramen eine offene Beziehung vereinbaren und plötzlich ist Fremdgehen gar kein Thema mehr (Reiz des Verbotenen etc.).

      Ich denke, die Freiheit ist am Ende das Höchste Gut, auch in der Beziehung. Solange man seinem Ego frönen kann, ohne die Freiheit des anderen einzuschränken oder dies in gegenseitigem Einvernehmen tut, so dass ich keiner seiner Freiheit beraubt fühlt, ist das kein Problem. Wenn aber Freiheit gegen Ego abgewogen werden muss, würde ich grundsätzlich eher zur Freiheit tendieren =)

      Was meinst du?

      LG Norman

      • Bianca sagt:

        Hallo Norman,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort, das hätte ich gar nicht erwartet. Finde ich echt gut, dass es hier die Möglichkeit zur offenen Diskussion gibt =)

        Ja, da hast du wohl recht, dass es darauf ankommt was jeder Einzelne für Wertvorstellungen und Erwartungen an eine Partnerschaft hat. Für mich ist es keine richtige Partnerschaft, wenn jeder nebenher noch andere Partner hat. Dann ist es eher eine Art Sexbekanntschaft. Vor allem wenn es dann irgendwann Richtung Heiraten und Kinder geht, möchte man doch nicht, dass der Partner/die Partnerin noch fremdvögelt. Da ist man doch vor allem als Frau blöd dran, wenn der Mann dann eine Andere findet und man mit dem Kind alleine da sitzt, oder? Wenn man sich wirklich liebt, dann will man doch auch gar keinen anderen mehr. Und wenn mein Partner nebenher noch eine Andere Frau möchte, stellt sich für mich die Frage, ob er mich denn wirklich liebt und ich ihm wirklich etwas bedeute. Mal abgesehen von diversen Krankheiten, die man sich bei wechselnden Geschlechtspartnern einfangen kann. Das hat für mich auch schon viel mit Vertrauen zu tun. Klar kann man vereinbaren, das jeder macht, was er will, dann wird dieser Mann allerdings nicht mein Freund und das läuft für mich nicht auf Heiraten und Kinder hinaus. Und wenn es eine feste Beziehung ist und der Mann gerne gehen möchte, dann ist das okay, da gebe ich dir recht, dass man dann nicht darum kämpfen sollte, allerdings ist für mich die Beziehung dann auch vorbei und jeder kann wieder machen was er will. Einfach so kommen und gehen wie es dem Mann gerade in den Kram passt, funktioniert bei mir nicht. Wenn er mich nicht wertschätzt und respektiert, dann suche ich mir lieber einen Anderen, der wirklich zu mir steht.
        Etwas schwer zu erklären. Habe da etwas in meinem Herzen, was dazu führt, ich nicht einfach sagen kann: Ja, geh raus, hab Spaß mit einer Anderen. Vielleicht funktioniert das für andere Menschen, für mich nicht. Für mich bedeutet Beziehung, dass man eben nicht noch mit jemand anderem etwas hat, sonst kann man es auch gleich lassen. Wenn ich das Gefühl habe, dass er eine andere Frau toller findet als mich, dann steht es ihm natürlich frei zu gehen, aber für mich ist das dann vorbei und ich suche mir einen Neuen. Ich bleibe dann nicht als zweite Frau zur Verfügung, wenn er grade Lust hat.

        Ist meiner Ansicht nach ein sehr verstricktes Thema, da man wirklich sehr verschiedene Ansichten darüber haben kann. Ich hoffe, dass meine Ansicht richtig rüberkommt.

        Viele Grüße,
        Bianca

      • Neri sagt:

        Ich sehe das genau so

      • Hey Bianca,

        super, dass du nochmal reingeschaut hast =)

        Ich kann deine Sichtweise sehr gut nachvollziehen. Ich möchte jetzt nicht das Fremdgehen verherrlichen oder ähnliches, aber ich würde gern noch einige Gedanken dazu äußern, die vielleicht Menschen mit anderen Beziehungsmodellen einwerfen würden, die gerade leider nicht hier vertreten sind:

        Ich finde es toll, dass du geschrieben hast „für mich ist es dann keine richtige Partnerschaft“. Das zeigt wie individuell mit dem Thema umgegangen werden muss. Und nicht nur individuell auf die Person bezogen, sondern auch individuell auf ihren jeweiligen Lebensabschnitt, da sich so etwas ja auch mit der Zeit verändern kann.

        Es generell auf eine Art Sexbekanntschaft reduzieren, würde ich nicht. In meinem Artikel über die perfekte Beziehung (https://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/) habe ich versucht darzustellen, dass es in jeder Beziehung verschiedene Schwerpunkte gibt. Wenn Sex nicht der Schwerpunkt einer Beziehung ist, sondern z.B. der Partnerschaftliche Teil, dann ist Sex mit anderen in dieser Beziehung „eigentlich“ keine große Gefahr für den jeweiligen Partner. Es ginge in dem Fall dann zum Beispiel eher darum Gelüste auszuleben. Diese Gelüste sind teilweise evolutionär bedingt. Zumindest Männer waren immer dazu getrieben, sich mit möglichst vielen Frauen fortzupflanzen, um den Fortbestand ihres Geschlechts zu sichern. Gerade deshalb verstehe ich aber auch wiederum deine Ansicht sehr gut, weil es bei Frauen evolutionär bedingt anders herum ist.

        Aber eben weil es in diesem Bereich manchmal diese Differenzen gibt, kann es hilfreich sein, dich dort gegenseitige Freiheit einzuräumen, wenn der Schwerpunkt eigentlich woanders liegt. Gerade dann kann es sogar sein, dass es der Liebe sehr zuträglich ist und er dich nur noch mehr liebt und schätzt, weil du ihm solche Freiheiten schenkst und er im Traum nicht darauf kommen würde eine Frau, die ihn so sehr liebt zu verlassen.

        Klar stimmt das, was du im Bezug auf Krankheiten etc. sagst. Das würde mir auch zu denken geben.

        Diese Vorstellung „Wenn man sich wirklich liebt, dann will man doch auch gar keinen anderen mehr“ halte ich für sehr gefährlich (erläutere ich auch in dem o.g. Artikel näher). Das ist ein romantisches Ideal, das uns durch Filme und Romane eingetrichtert wird. Die Realität hält sich da aber nicht immer dran. Dann kann es sehr schwer werden so eine Situation zu akzeptieren, geschweige denn mit ihr umzugehen.

        Am Ende ist es aber immer eine individuelle Frage. Ich finde aber auch, man schenkt sich selbst viel Liebe und Freiheit, wenn man zu solchen Entwicklungen nicht generell negativ mit einer festgefahrenen Meinung steht.

        Ich hoffe ich konnte das in der „Kürze“ des Kommentars einigermaßen nachvollziehbar schildern =)

        LG Norman

      • Dean sagt:

        ich denke so einen Müll kann nur jemand von sich geben der absolut beziehungsunfähig ist und noch nicht die große Liebe gefunden hat

      • Hey Dean,

        danke für deinen ehrlichen Kommentar =)

        Leider finde ich darin nicht viel, woran ich ansetzen könnte, um etwas zu verbessern. Worauf bezieht sich denn deine Kritik?

        Auf den Beitrag selbst oder auf meinen Kommentar oder auf den Link in meinem Kommentar?

        Was löst dabei in dir das Bedürfnis aus, es als Müll zu bezeichnen?

        Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich halte auch nichts davon, den Mund zu halten, wenn ich etwas zu sagen habe, dass jemandem helfen könnte. Ich überlasse es dir ob und was du daraus machst:

        Oft sind solch „aggressive“ Reaktionen der Ablehnung ein Zeichen dafür, dass wir uns oder ein Ideal an dem wir festhalten bedroht fühlen. Wir kämpfen dann mit aller Macht dagegen an, weil wir das nicht wahr haben wollen, weil es alles bedroht, wofür wir schon so viel geopfert haben.

        Vielleicht kannst du damit ja was anfangen. Vielleicht auch nicht.

        Ich freue mich jedenfalls immer über konstruktive Kritik und würde mich sehr freuen, von dir zu hören, was genau dich so stört =)

        Liebe Grüße und hab einen tollen Dienstag!

        Norman

      • Q. sagt:

        „Zumindest Männer waren immer dazu getrieben, sich mit möglichst vielen Frauen fortzupflanzen, um den Fortbestand ihres Geschlechts zu sichern. Gerade deshalb verstehe ich aber auch wiederum deine Ansicht sehr gut, weil es bei Frauen evolutionär bedingt anders herum ist.“
        Gefährlich, emotionale Dinge mit evolutionärem Halbwissen zu erklären;)
        Die Fruchtbarkeit bzw Fortpflanungsfähigkeit von Frauen wird erhöht, wenn sie Geschlechtsverkehr mit mehreren Männern haben und nicht nur mit einem. Deswegen wäre es für Frauen evolutionsbedingt auch das Beste, während ihrer fruchtbaren Tage so viel und mit so vielen Männern wie möglich Sex zu haben.

        Es ist voll OK zu sagen, dass man eine Beziehung mit jemanden, der mit anderen Menschen schläft, nicht führen möchte und geht. Das ist quasi der Inbegriff von Selbstfürsorge, wenn man auf seine eigenen Bedürfnisse achtet. Dann kann sich der Partner immer noch überlegen, was ihm wichtiger ist und danach frei entscheiden.
        Genauso ist es voll OK eine offene Beziehung zu führen, wenn beide das möchten.

        Es sollte nur niemals Bedingung sein. „Wenn du mich wirklich liebst, lässt du mich mit anderen Sex haben“
        Ist viel zerstörerischer als „Wenn du mich wirklich liebst, bringst du mir Blumen“, da die Verletzung die dabei zugeführt wird, viel größer ist. Und wie du schon selbst geschrieben hast, das hat dann nichts mehr mit Liebe zu tun, sondern nur mit Egoismus.

      • Hey Q.,

        danke für dein bereichernden Beitrag zum Thema!

        Dem kann ich absolut beipflichten, vor allem dem teil mit der Selbstfürsorge =)

        LG Norman

  • Tara sagt:

    Hallo Norman,
    schön, wieder von dir zu hören! Dein Artikel hat mir in seiner Komplexität sehr gut gefallen. Ich habe bei meinem Mann und meinen Kindern erlebt, dass man keinen Menschen mit Liebe „ersticken“ darf. Es ist so bereichernd für eine Beziehung, wenn jeder sich authentisch einbringen kann, jeder von seinem Alltag erzählt und sich nicht verpflichtet fühlt, zu gefallen oder angepasst zu leben. Dazu ist Loslassen nötig – von Menschen und eigenen Vorstellungen. Man wird aber
    belohnt: Die Beziehungen bleiben offen, lebendig und intensiv.
    Danke für deinen Artikel und liebe Grüße Tara

    • Liebe Tara,

      Danke für den lieben Willkommens-Kommentar =) Schön auch wieder von dir zu hören!

      Super, dass du das für dich (oder ihr für euch) schon selbst herausgefunden hast. Ich habe das auch festgestellt. Je mehr Freiheit du einem anderen schenkst, desto freier fühlst du dich auch selbst und das bringt keine Distanz in die Liebe, sondern festigt nur noch das Band zwischen den Menschen.

      Ich hoffe, wir lesen uns wieder öfter. Ich schenke dir aber auch dir Freiheit, nicht zu kommentieren ;-)

      Liebe Grüße

      Norman

  • Dani sagt:

    …schön dass du wieder da bist :)

  • AO sagt:

    Wahre Liebe bedeutet,dass es mir nur darum geht,dass die Frau die ich liebe glücklich wird, ob mit mir oder mit einem anderen!

    • Hey AO,

      das kann in der Tat eine Variante der „wahren Liebe“ sein, wenn auch eine extreme. Die viel wichtigere Frage ist aber, wie geht es dir dabei? Wenn du gut damit zurecht kommst und das Glück der Frau, die du liebst, sich dabei auf dich überträgt, ist das eine ganz wunderbare Sache.

      Liebe Grüße

      Norman

    • Petra sagt:

      schön geschrieben. So empfinde ich heute auch zu meinem Mann (getrennt), aber dazu habe ich leider sehr lange gebraucht. Vorher war ich auf dem vollen Irrweg der Liebe.

      • Hey Petra,

        das ist wirklich wunderbar, dass dir das nun gelingt =) Danke, dass du diesen Wandel mit uns teilst!

        Sackgassen finde ich aber auch wichtig im Leben. Man muss viele davon einfach gehen, um zu erkennen, dass sie einen nicht ans Ziel führen. Aber genau diese wertvolle Information liefern sie einem und helfen einem schließlich doch, den richtigen Weg zu finden =)

        Liebe Grüße

        Norman

  • Lisa... sagt:

    Lieber Norman, schön dass es Dich gibt.
    Zur Liebe….wunderbar, so lang man, also beide, achtsam mit sich umgeht. Nach längererer Zeit…Zweckgemeinschaft, hat nichts mehr mit Liebe etc zu tun.

    • Liebe Lisa,

      wow, danke für den wundervollen Kommentar! Ich finds auch schön, dass es dich gibt =)

      Ist das dir passiert, was du beschreibst oder siehst du es generell so, dass es zwangsläufig immer auf so eine Zweckgemeinschaft hinaus läuft?

      Kann nicht auch in einer Zweckgemeinschaft Liebe herrschen? Vielleicht auf einer anderen Ebene? So wie ich es hier mal dargestellt habe: https://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/

      Liebe Grüße

      Norman

      • Daggi sagt:

        Hi, ich klinke mich hier einfach mal ein.
        Es scheint so , dass alles was schön und prickelnd begann eine Zweckgemeinschaft wird.
        So bei mir, nach 8 Jahren kennen und nun 7 Jahre zusammen wohnen in seinem Haus, ist irgendwie alles aus.
        Bemerkungen wie: deine Haare sind heute doof, ganz schönes Bäuchlein bekommen ( rauche seit 3 Jahren nicht mehr) , bin lungenkrank laufe deshalb langsam, dann kommt…. warst aber auch schon mal schneller. Habe ne neue Hüfte bekommen… beim laufen am kiesstrand ist das sehr anstrengend und dann noch mit meiner copd… bin sehr konzentriert gelaufen, entsprechend das Gesicht. Er hat ein Bild gemacht und sagte dan abends zu mir…. es fehlen nur noch die ausgestreckten armee das Leiden Christie… das verletzt mich. I h sage es ihm, er darauf die Antwort… wenn du das nicht verträgst kannst du das nicht verträgst, kannst du nicht mit mir zusammen leben! Dann geh doch.
        Und so sind das noch viele Kleinigkeiten mehr, auch kein Verständnis für Probleme im Geschäft.
        Was kann ich tun…?

      • Hey Daggi,

        schön, dass du dich eingeklinkt hast und danke für die offenen Worte =)

        Du fragst, was du tun kannst.

        Geh.

        Ja, das ist eine harte Antwort, aber ich denke, diese Antwort kanntest du schon eine ganze Weile lang.

        Wenn er dich nicht wertschätzen kann und vor allem WILL (was er ja mit diesem Kommentar zum Ausdruck gebracht hat, dass du dann eben gehen sollst), dann bleibt dir nichts anderes übrig. Geh und kümmere dich um dich selbst. Quäle dich doch nicht weiter in dieser Beziehung, nur um etwas aufrecht zu erhalten, was mal war und die nächsten 8, 16 oder 32 Jahre oder länger zu leiden.

        Vielleicht erkennt er seinen Fehler, wenn du gehst. Und vielleicht habt ihr sogar dadurch eine neue Chance. Vielleicht aber auch nicht. Konzentriere dich auf dich selbst und wie du dich wieder glücklich machen kannst.

        Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es teilweise sogar so klingt, als wäre er die Beziehung selbst leid und wollte auf diese Weise nur provozieren, dass du ihn verlässt, weil er nicht den Mumm dazu hat. Das ist natürlich nur eine Spekulation von mir, aufgrund eines sehr kleinen Ausschnittes, den du mir hier gezeichnet hast. Um das wirklich sagen zu können, kenne ich ihn / euch natürlich zu wenig. Aber manchmal tun Menschen so was. Und dann ist es besser, selbst die Reißleine zu ziehen, als zuzuschauen und mitzuerleben, wie es immer schlimmer wird, wenn einen der Partner „vertreiben“ will.

        Ich bin mir sicher, du findest den richtigen Weg und wünsche dir dabei viel Kraft und trotz allem auch viel Freude!

        LG Norman

      • Therra Indigena sagt:

        wäre schön gewesen wenn du das verhalten dieses mannes als das erkannt,benannt und verurteilt hättest, als das was es ist-nämlich emotionale und psychische misshandlung die man niemals dulden darf

      • Hey Therra,

        danke für deine offenen Worte =)

        Sehe ich auch so, allerdings ist es ja immer schwer, eine Ferndiagnose über das Internet über jemanden abzugeben, vor allem, wenn jemand anders über ihn berichtet.

        Aber ja, gefallen lassen sollte man sich sowas auf keinen Fall!

        LG Norman

  • Dario Reis sagt:

    Hey Norman,

    da kann ich nicht mehr viel zu sagen.

    Echt genialer Artikel, man sollte immer bei sich selber anfangen. Denn ICH bin die einzige Person, die ICH ändern kann. Wie du geschrieben hast, musst du erstmal selbst mit dir klar kommen, bevor du mit anderen eine gute Beziehung aufbauen kannst.

    Liebe Grüße
    Dario

    • Hey Dario,

      schön wieder von dir zu lesen =D Wie läufts bei dir?

      Danke für die Blumen =) Ja, da hast du recht. Leider ist es etwas verpönt, sich diesem ICH zuzuwenden, weil es gemeinhin als egoistisch angesehen wird. Deshalb habe ich versucht den Unterschied im Artikel klar zu machen =)

      LG Norman

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