Warum um die Liebe kämpfen schadet (und was wirklich hilft)

Um die Liebe kämpfen

 

Es stimmt:

Um die Liebe kämpfen lohnt sich nicht!

Das wolltest du nicht hören, ich weiß.

Aber es stimmt leider. Schlimmer noch. Ich behaupte sogar: Um die Liebe kämpfen schadet der Liebe!

Das klingt alles viel trostloser, als es in Wahrheit ist. Nicht um die Liebe zu kämpfen bedeutet nämlich nicht zwangsläufig aufzugeben und nichts zu tun. Im Gegenteil:

Es bedeutet etwas viel besseres zu tun. Etwas, das die Chancen auf deine Liebe wirklich steigert, und zwar nicht unerheblich.

Deshalb zeige ich dir hier, warum um die Liebe zu kämpfen nichts bringt und was du stattdessen tun solltest:

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Warum um die Liebe kämpfen nichts bringt

Liebe und Kampf haben ungefähr soviel gemeinsam wie ein Glücksbärchi und Klaus Kinski: Nichts.

Ich höre schon tausende protestierende Stimmen in meinen Ohren summen:

„Aber…

  • durch das Kämpfen beweise ich doch jemandem wie sehr ich ihn liebe!“
  • es heißt doch, dass im Krieg und in der Liebe alles erlaubt sei!“
  • in fast allen Filmen und Romanen geht es doch darum, dass man für seine Liebe kämpfen muss!“
  • nur wer kämpft, kann auch gewinnen! Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

Stop!

An der Stelle muss ich dich unterbrechen. Nicht zu kämpfen bedeutet nicht, dass du die Liebe aufgeben sollst. Ganz im Gegenteil. Nicht zu kämpfen ist sogar der Inbegriff der Liebe. Nicht zu kämpfen ist nicht Resignieren. Es ist Liebe in seiner reinsten und höchsten Form. Ich will dir erklären warum:

 

1. Kämpfen richtet sich gegen die Liebe!

Was bedeutet Liebe?

Ja, hoch philosophische Frage, die eigentlich einen eigenen Artikel oder sogar ein ganzes Buch verdient hätte. Kommt vielleicht noch. Aber an dieser Stelle die Kurzfassung.

Liebe bedeutet in meinen Augen:

Jemand anderen so sehr gern haben, dass man…

  • ihn bedingungslos so sein lässt, wie er ist.
  • ihm die Freiheit schenkt, sich selbst in seiner Gesamtheit entfalten zu können.
  • ihn dabei unterstützt.
  • sich mit ihm und für ihn freuen kann und vor allem:
  • seine eigenen egoistischen Bedürfnisse für diese Liebe hinten anstellt.

Das ist nur meine Meinung. Wie siehst du das?

Wenn dir noch mehr zur Definition von Liebe einfällt, dann schreib mir gerne einen Kommentar. Mich interessiert das, denn das Thema ist kontrovers. Manche Menschen finden auch, dass Liebe sehr egoistisch ist.

Ich möchte dir jedenfalls mit dieser Kurzfassung hier gerade vor allem eines klar machen:

Wenn du um die Liebe kämpfst, dann handelst du gegen all diese Merkmale der Liebe und kämpfst damit gerade nicht UM, sondern GEGEN deine Liebe!

Verwundert? Überrascht? Verärgert?

Kann ich verstehen. So ging es mir auch, als ich es erkannt habe. Aber es stimmt, denn:

 

2. Um die Liebe kämpfen ist egoistisch!

Wer kämpft, vertritt Interessen. Richtig?

Er vertritt seine eigenen Interessen. Richtig?

Wenn er seine eigenen Interessen vertritt, dann geht es ihm nicht um die Interessen des anderen. Richtig?

Wenn ihm die Interessen des anderen egal sind und er nur seine eigenen Interessen durchsetzen will, wie kann er dann davon reden, dass er den anderen wirklich liebt?

Was er in diesem Moment wirklich liebt, ist er selbst. Eigentlich ist es noch nicht mal wirklich er selbst in seiner Gesamtheit, sondern nur ein kleiner Teil davon: Sein Ego.

Jawoll, jetzt sind wir am Kernpunkt angelangt.

Um die Liebe zu kämpfen ist egoistisch. Es geht nur darum, die eigenen Interessen zu wahren und kein Stück um die Interessen des anderen.

AHA-Effekt oder Widerspruch sind an dieser Stelle die gängigsten Reaktionen. Da ich an dieser Stelle selbst zum Widerspruch geneigt habe, folgen hier stellvertretend für alle Widersprüchler ein paar Gedanken. Wenn dein Widerspruch nicht dabei ist, lass uns gern in den Kommentaren darüber reden.

 

Beim Kämpfen geht es dir nicht um die Liebe!

  • „Aber ich tue es doch seinet Willen!“

Ach ja? Wirklich? Wenn jemand dich gerade nicht um sich haben möchte, weil er vielleicht etwas Zeit und Abstand braucht und du ihn dennoch penetrierst, hat er dann wirklich etwas davon? Liegt das in seinem Interesse? Ich denke nicht.

  • „Aber die Liebe ist doch unser gemeinsames Interesse! Ich tue es doch für uns beide!“

Das siehst du so, aber wie sieht es der andere? Kümmert es dich überhaupt, wie er es sieht?

  • „Aber ich bin doch bereit große Opfer zu bringen, um den Menschen, den ich liebe zurückzugewinnen!“

Du willst Opfer bringen. Keine Frage. Aber nicht für ihn, sondern für dich. Du opferst einfach Dinge, die dir nicht so wichtig sind für etwas, das dir wichtiger ist. Aber was ist das überhaupt, das dir so wichtig ist? Warum geht es eigentlich so sehr um dich, wenn du um die Liebe kämpfst?

 

Warum um die Liebe kämpfen so egoistisch ist

Weil du deine eigenen Interessen über die des anderen stellst. Das haben wir ja schon herausgefunden. Aber was sind diese Interessen?

Natürlich spielen da viele individuelle Faktoren eine Rolle, aber einige wesentliche Punkte tauchen immer wieder auf:

Um die Liebe kämpfen ist egoistisch, weil du…

  • dich mit Gedanken quälst, dass er oder sie jemand anderen haben könnte, der „besser“ ist als du.
  • es nicht ertragen kannst, dass es ihm oder ihr gerade besser geht als dir.
  • dich alleine nicht komplett fühlst. Du brauchst diesen anderen Menschen, um deine Unvollkommenheit zu kaschieren und deine Lücken oder eine Leere in dir zu füllen. Das kommt oft zum Ausdruck durch den völlig realitätsfernen Spruch „Ich kann ohne dich nicht leben“. Oh Gott, wirklich? Wer will denn jemanden, der alleine nicht überlebensfähig ist?
  • dich gekränkt und zurückgewiesen fühlst, wenn er oder sie nicht auf deine Anrufe oder SMS reagiert.
  • Angst hast, dass du selbst keine(n) andere(n) mehr finden könntest.
  • es dir selbst beweisen willst, dass du ihn oder sie zurückgewinnen kannst.
  • befürchtest, dass er oder sie merken könnte, dass er / sie auch ohne dich glücklich sein kann und dich eben nicht „zum Leben braucht“.
  • abhängig von der Bestätigung bist, die er oder sie dir gibt.
  • die Ungewissheit / Ablehnung nicht erträgst.

Hast du gemerkt, um wen es bei all diesen Punkten geht? Ganz genau, um dich.

Wer um die Liebe kämpft, der kämpft für sich!

Nicht für den andern und auch nicht für die Gemeinsamkeiten. Er kämpft eiskalt für sich selbst. Nur auf sein Schild und seine Fahne hat er einen anderen Namen geschrieben und versucht so die Mittel zu heiligen und andere zu täuschen. Auch sich selbst zu täuschen. Und leider gelingt uns das auch viel zu häufig.

 

3. Nicht zu kämpfen ist die höchste Form der Liebe!

Du siehst, dass in Wahrheit genau das Gegenteil die wahre Form der Liebe ist.

Wenn du nicht um die Liebe kämpfst (im herkömmlichen Sinne), dann handelst du wirklich im Sinne der Liebe und nicht dagegen.

Du…

  • nimmst den anderen wirklich so an wie er ist
  • respektierst ihn und seine Entscheidung
  • schenkst ihm die Freiheit, er selbst zu sein
  • stellst deine egoistischen Bedürfnisse zurück,  zu Gunsten der Liebe und deines Geliebten (das wäre dann ein wirkliches „Opfer“ für die Liebe)

Vergleiche diese Punkte mit der obigen Definition der Liebe und du erkennst die Übereinstimmung.

  • „Ok Norman, da hast du vielleicht recht. Aber wenn ich nicht kämpfe, dann gebe ich doch auf! Wie soll ich ihn oder sie denn dann jemals zurückgewinnen?“

Nicht zu kämpfen heißt nicht aufzugeben!

Die Liebe steht über allem und hat keinen Kampf nötig. Wo kein Kampf ist, da gibt es kein Gewinnen, kein Verlieren und auch kein Aufgeben!

Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht, dass du ihn oder sie nicht liebst und dass eure Liebe niemals wieder eine Chance hätte. Ganz im Gegenteil:

 

4. Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht gleich aufgeben!

Du denkst immer noch egoistisch.

Jemanden „zurückgewinnen“ ist purer Egoismus.

Gehört er dir? Ist er dein Leibeigener? Hast du für ihn bezahlt? Nein. Er ist ein freier Mensch. Und Liebe bedeutet Freiheit.

Jemandem Liebe zu schenken bedeutet, ihm Freiheit zu schenken.

Wenn du jemanden wirklich von Herzen liebst, dann lass ihn los. Ich habe dir bereits in diesem früheren Beitrag erklärt, warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt.

Einen Menschen loszulassen bedeutet nicht, dass er dir egal ist. Du sollst ihn nicht total vergessen oder ignorieren. Du kannst ihn ruhig in irgendeiner nicht aufdringlichen Art wissen lassen, dass du für ihn da bist, wenn er dich braucht und dass du ihm Liebe in Form von Freiheit schenkst.

Das ist Loslassen. Ihm die Freiheit zu schenken, er selbst sein zu können. Tun und lassen zu können, was er gerade möchte und was er gerade braucht. Aus dem einfachen Grund, dass es dir wichtiger ist, dass es ihm gut geht, als dein eigenes Ego zu befriedigen.

  • „Aber ich kann ihn oder sie nicht einfach loslassen. Ich kann es einfach nicht, es tut so weh!“

Wenn du es wirklich nicht schaffst, deinen Egoismus zu überwinden und den anderen die Freiheit und die Liebe zu schenken, die du angeblich für ihn empfindest, dann hilft dir vielleicht die folgende paradoxe Erkenntnis:

 

5. Nicht um die Liebe kämpfen erhöht deine Chancen!

Ja, es klingt total widersprüchlich. Aber wenn du regelmäßig vernuenftig-leben liest, dann hast du schon erkannt, dass Widersprüchlichkeit das Bizarre Geheimnis des Erfolges ist.

Wenn du nicht um die Liebe kämpfst (damit meine ich im herkömmlichen Sinne, also „aktiv, aggressiv“), dann hat das folgende schwerwiegende Vorteile, die auf deiner Seite stehen:

1. Der andere merkt, wie wichtig dir sein Wohlergehen ist

Er wird es dir bewusst oder unbewusst anrechnen.

2. Du wirkst nicht „bedürftig“

Bedürftigkeit ist eine Eigenschaft, die dich total unattraktiv wirken lässt.

3. Der andere hat die „Chance“, selbst zu merken, wie sehr du ihm fehlst

Wenn du ihn ständig nervst, dann fühlt er sich auch so: Von dir genervt. Und das hat natürlich den ungewollten Effekt, dass er noch weniger von dir will.

4. Der andere fühlt sich frei zu dir zurückzukommen wenn und wann er will

Aus Pflichtgefühl tut niemand gerne irgendwas.

5. Du hast die Chance darauf, eine wirklich wahre Liebe mit diesem Menschen zu leben

Es mag zwar sein, dass du durch einen Kampf jemanden dazu bewegen kannst, zu dir zurück zu kommen. Aber das ist meist mehr Schein als sein.

Oft ist es ein kurzes Gastspiel und der Zurückkehrer ist bald schon wieder verschwunden. Warum? Weil er nicht aus freien Stücken, sondern dir zuliebe zurückgekehrt ist. Vielleicht, weil er dich nicht länger leiden sehen wollte (aus Mitleid) oder weil deine Versprechungen Hoffnungen in ihm geweckt haben oder, oder, oder. Aber nicht um eurer Liebe willen.

Das ist eine sehr schlechte Basis. Und wenn du mit solchen Mitteln jemanden zurückgewinnst, dann wirst du auch nie mehr mit diesem Menschen haben können, als die Befriedigung solcher Bedürfnisse.

6. Der andere wird dir die Liebe und Freiheit zurück schenken, die du ihm geschenkt hast

Jemand, den du sein lässt, wie er ist, wird dich das auch sein lassen.

Freiheit ist die wichtigste Basis für eine Beziehung. Sobald sich jemand eingesperrt oder bevormundet fühlt, nagt das an der Liebe. Aber eine Liebe, in der beide Partner vollkommen frei sie selbst sein können ist fast schon ein Garant für eine lang anhaltende glückliche Beziehung. Ganz zu schweigen davon, dass auch du dich so viel wohler fühlen wirst!

7. Du hast Zeit und Kraft dafür, wirklich aktiv etwas für dich und die Liebe zu tun

Es gibt etwas, das dir viel mehr bringt, als um die Liebe kämpfen. Dies ist zugleich auch die Alternativmaßnahme, die ich dir anstelle des Kämpfens um die Liebe empfehle. Was ist das?

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Wie du „nicht kämpfst“ und was du stattdessen tun solltest

Beschäftige dich mit dir selbst.

Anstatt die ganze Zeit einem Menschen hinterherzulaufen, der dich komplett und wieder glücklich machen soll, tu es einfach selbst!

Eigentlich so naheliegend, aber leider sehen wir diese Lösung meist nicht. Wieder paradox. So ist das Leben nun mal.

Kümmere dich um dich selbst, liebe dich selbst!

Ich höre wieder Protest:

  • „Aber oben hast du noch gesagt, ich soll nicht so egoistisch sein und immer nur auf mich schauen!“

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem oben geschilderten Egoismus und dem Kümmern um dich selbst, wie ich es hier empfehle.

Der Egoismus gilt nur einer schnellen Beseitigung der Auswirkungen, wie ich sie oben geschildert habe. Du willst dich schnell wieder besser fühlen, keine Angst haben müssen etc.

Die Selbstfürsorge gilt einer dauerhaften Beseitigung der Ursachen. Warum leidest du so und was kannst du tun, damit es dir wieder besser geht, ohne, dass du einen anderen Menschen dafür brauchst?

Egoismus spielt sich quasi an der Oberfläche ab und Selbstfürsorge tief darunter.

Und ich verrate dir noch ein paradoxes Geheimnis des Lebens:

Menschen, die sich selbst genug und mit sich im Reinen sind, wirken viel attraktiver als solche, die es nicht sind.

Wenn es dir schwer fällt das zu glauben, denke doch einfach mal an ein paar Männer- und Frauenträume aus Film und Fernsehen:

  • Angelina Jolie in Tomb Raider
  • Brad Pitt in Fight Club
  • George Clooney in 101 Filmen

Wirken diese Menschen (in ihren Rollen), als bräuchten sie einen anderen, um sich komplett fühlen zu können?

Die Antwort ist: Nein. Begehrte Menschen wirken selbstbewusst und sind sich selbst genug.

Die Frage, die bleibt, ist nun natürlich folgende:

 

Wie kümmere ich mich um mich selbst?

Es gibt unzählige verschiedene Wege, dich um dich selbst zu kümmern und besser mit dir zurechtzukommen. Mindestens so viele, wie es unterschiedliche Menschen gibt, da jeder Weg individuell ist. Aber es gibt einige generelle Wegweiser und Hilfestellungen, die du nutzen kannst. Wenn du unter einer „fehlenden“ Liebe leidest, finde ich eine Auseinandersetzung mit folgenden Fragen sehr sinnvoll.

Wichtig ist, dass du sie aus einer Position der Selbstliebe heraus stellst und beantwortest. Lege den Fokus darauf, welches Potential in der Antwort liegt, nicht, welche negative Botschaft sie ggf. vermittelt.

Los geht’s:

  • Warum fühlst du dich so unvollständig? Warum kannst du alleine nicht glücklich sein?  Was gibt dir der andere, was dir ohne ihn fehlt? (Bsp.: „Er gibt mir Anerkennung, das tut sonst niemand“)
  • Wie kannst du einen Weg finden, dir das selbst zu geben? (Bsp.: „Ich könnte lernen, mir selbst Anerkennung zu schenken und so weniger auf äußere Anerkennung angewiesen zu sein“)
  • Warum kratzt es so an deinem Ego? Was verletzt dich daran so sehr? (Bsp.: „Ich fühle mich jetzt nicht mehr so begehrenswert“)
  • Gibt es eine Möglichkeit, diese Wunden alleine zu heilen? (Bsp.: „Ich könnte lernen, mich selbst so zu lieben wie ich bin mit all meinen Ecken und Kanten“)
  • Warum hast du solch große Angst? Was steckt dahinter? Frage dich bei jeder Antwort immer weiter „Warum?“, bis du am Kern der Sache angelangt bist. (Bsp.: „Ich habe Angst, weil ich nicht will, dass er eine andere findet“ – Warum? – „Ich habe Angst, dass er jemand anderen bevorzugt“ – Warum? „Ich habe Angst, dass er mich ablehnt“ – Warum? – „Ich habe Angst, alleine zu sein (und zu bleiben)“ – Warum? – „Ich habe Angst, alleine zu sterben“ – Warum? – „Ich habe Angst vor dem Tod“ – Warum? – „Ich lebe mein Leben nicht so, wie ich es will“
  • Kannst du diese Ursache beseitigen und dir damit die Angst nehmen? (Bsp.: „Ich könnte mich mit meiner Ur-Angst beschäftigen und lernen, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben und mein Leben endlich so zu leben, wie ich es möchte“)
  • Wie kannst du selbst aus deinem Innern heraus Frieden mit dir schließen und mit dir und deinem Leben so zufrieden sein, wie es ist? (Bsp.: „Ich könnte den Fokus wieder mehr auf meine eigenen Träume legen“)

Deine persönliche Antworten musst du dir natürlich selbst geben.

 

Bonus

Im weiteren Zusammenhang damit stehen auch generelle Selbstfindungsfragen und Antworten, die du hier auf vernuenftig-leben.de finden kannst.

Wenn du ein erfülltes Leben nach deinen eigenen Wertvorstellungen führst, bist du generell glücklicher und weniger bedürftig. Du verspürst mehr Liebe in deinem Leben und bist weniger darauf angewiesen, sie von anderen zu bekommen. Mehr noch: Du findest so viel Liebe in deinem Leben, dass du das Bedürfnis verspürst, sie mit jemandem zu teilen. Und was denkst du, zieht einen anderen mehr an? Ein Mensch, der vor Liebe überläuft und sie teilen will oder einer, der vor Mangel fast eingeht und Liebe aufsaugt, wie ein Vampir?

So gelingt es dir:

 

Fazit

Ich habe dir gezeigt, dass es niemals sinnvoll ist, um die Liebe zu kämpfen:

  • Du kämpfst gegen alles, was die Liebe ausmacht
  • Dein Kampf dient in Wahrheit deinem Ego, nicht der Liebe
  • Nicht zu kämpfen ist wahrer Ausdruck der Liebe
  • Nicht um die Liebe kämpfen bedeutet nicht, dass du aufgibst
  • Es steigert sogar deine Chancen auf die Liebe, wenn du nicht kämpfst
  • Statt zu kämpfen solltest du dich lieber um dich selbst kümmern
  • Wer sich selbst genug ist, „braucht“ keinen Partner um glücklich zu sein und ist obendrein noch viel begehrenswerter
  • Mit den Fragen und den weiteren Infos auf vernuenftig-leben nimmst du dein Leben und dein Glück selbst in die Hand

Das war meine Meinung. Sag mir deine! Lohnt es sich, um die Liebe zu kämpfen?

P.S.: Es fällt dir schwer, deine Liebe loszulassen und nicht zu kämpfen? Eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung und viele anschauliche Beispiele (auch die Liebe betreffend!) findest du in meinem Buch über das Loslassen.

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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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404 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Elfie

    4. September 2018

    Hey Norman,

    Glaubst du an Neuanfänge und zweite Chancen in der Liebe ?

    Liebste Grüße ,

    (10) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. September 2018

      Hey Elfie,

      danke für deinen Kommentar =)

      Ist nicht die wichtigere Frage, ob du daran glaubst bzw. was du davon hältst?

      Ich persönlich denke schon, dass es das gibt. Krisen oder auch Auszeiten in einer Beziehung bedeuten nicht immer das Ende. Es sind eher Weggabelungen, an denen zu prüfen ist, ob es in die eine oder die andere Richtung weitergeht. Nicht selten kann eine Beziehung danach auch noch tiefer und schöner werden, weil beide sich bewusst damit auseinandergesetzt und dafür entschieden haben und ggf. sogar während dessen viele Probleme besprochen haben und sich vielleicht sogar offener und verletzlicher als je zuvor gezeigt haben und sich so noch näher kommen. Es kann aber auch in die andere Richtung gehen.

      Und auch eine Trennung muss ja nicht heißen, dass die beiden nie wieder zueinander finden können. Es gibt dafür keine Gesetze.

      Ich mag die Vorstellung, die Liebe wie ein Buch anzusehen. Es kann sein, dass in dem Buch die selben Charaktere vom Anfang bis zum Ende mitspielen. Es kann aber auch sein, dass welche nur am Anfang dabei sind oder dass sie über eine lange Zeit des Handlungsstranges nicht dabei sind und irgendwann wieder dazu stoßen. Es ist also eher die Frage ob der Partner in das aktuelle Kapitel passt =)

      Aber wie gesagt, was glaubst du?

      Liebe Grüße

      Norman

      (3) War das hilfreich?
      Antworten
  2. Jasmin

    16. September 2018

    Also ich muss sagen, seitdem ich diese Seite gelesen hab, seitdem seh ich all das mit dem kämpfen genauso wie du!
    Hab es letztens erst gemerkt das es falsch ist zu kämpfen. Denn mein Partner wollte seine Ruhe und ich hab gekämpft in dem Moment. Hat nichts gebracht hab mich dann abgelenkt und wollte ihn auch gar nichts weiter schreiben. Zu kämpfen für seine Liebe, macht einen selbst kaputt nicht nur die Beziehung.
    Nun momentan zwischen mir und meinem Partner gab es viel Stress in letzter Zeit, wo er wieder meinte das er seine Ruhe möchte. Ich Kämpfe nicht denn ich möchte mich auch nicht kaputt machen daran. Wenn er mich liebt kommt er von selbst an.

    Tolle Seite und tolle Worte von dir!

    (3) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      18. September 2018

      Hey Jasmin,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag und deine Offenheit =)

      Klasse, dass du es in deinem eigenen Leben nachvollziehen konntest. Das sind immer die besten Beispiele, die uns auch am besten dabei helfen, unser Verhalten langfristig anzupassen.

      Und danke für dieses tolle Statement:

      „Zu kämpfen für seine Liebe, macht einen selbst kaputt nicht nur die Beziehung.“

      Ich hätte es nicht besser zusammenfassen können! =D

      Gute Einstellung, die du da eingenommen hast und ich würde mich für dich freuen, wenn du es in dieser Zeit auch schaffst, dir Zeit für dich zu nehmen und dir selbst was gutes zu tun. Das stärkt dich und deine Selbstliebe direkt, was die Basis für jede andere Art von Liebe ist =)

      Liebe Grüße und hab noch ne wundervolle Woche!

      Norman

      (2) War das hilfreich?
      Antworten
  3. N.

    26. September 2018

    Hallo in die Runde,

    Nun also diesen Artikel hab ich zufällig gerade entdeckt und er erinnert mich an das, was mir passiert ist und völlig selbstverständlich geworden ist.

    Dies wird ein etwas längerer Kommentar. Dickes Sorry.

    Also zu mir generell. Ich habe bei meinen bisherigen Bez allg immer zu lange festgehalten u wollte auch oft noch viel kämpfen ect.! Gekostet hat mich das im Endeffekt eher mehr kostbare Lebenszeit bzw Meine u seine. Denn oft wäre es anders sicher besser gewesen. Aber ok.

    Okay jedenfalls war ich eines Tages in einer etwa einjährigen Bez, die plötzlich gepflastert war von Unzufriedenheiten auf beiden Seiten. Zur Folge hätte dies, dass mein Partner sich trennte. Natürlich ging das nicht einfach an mir spurlos vorbei u es gab einige Wochen, in denen ich kämpfen wollte u dies tat. Nun es hätte zur Folge, dass der Ex erst dauernd genervt, später mit uns nicht ganz klar war, ab und zu noch Kontakt suchte, aber bei Jedem meiner neuen Kämpfchen um uns, zurück geschreckt ist. Nach einer Zeit kams eher zufällig dazu, dass ich mit einigen Freunden wieder mehr unternahm und als der Ex sich zum Jahreswechsel abermals kompl verabschiedete, ließ ich es dabei. Denn hinzu bekam ich zwischenzeitlich kurz zu vor gesundheitl Probleme. Zwangsläufig musste ich viel in meinem Leben ändern, zB beim Arbeiten auch kürzer treten, mir mehr Ruhe genehmigen, mich mit Vielem mehr auseinander setzen und vor allem aber mit mir selbst. Plötzlich musste ich mir auch selbst mehr Beachtung schenken u meinem Wohlbefinden.

    Es kam auf mich eine sehr turbulente Zeit zu. Zwar dachte ich gelegentlich an den Ex und auch, dass es durchaus schade ist, aber ich meldete mich gar nicht. Monate um Monate nicht, denn es stand anderes im Vordergrund. Sogar zusätzlich ein Umzug, zur Gesundheit mit OP und allem drum und dran.

    Es verging ein halbes Jahr völlig ohne Kontakt und eher zufällig kreuzten sich wieder die Wege mit dem Ex. Zaghaft meldete er sich dann und wann. Erst erzählte ich ihm gar nichts über mein turbulentes, halbes Jahr. Hielt mich selbst um meinerwillen auf Distanz u kümmerte mich nicht weiter. Langsam entwickelte sich unser Kontakt wieder zueinander, aber völlig zwanglos. Er beteuerte zwar schon zu Anfang direkt, dass er wieder neu starten wollen würde, aber ich wollte mir das einfach ruhig u stressfrei Mal anschauen.

    Im Gegensatz zu vorher, ließen wir uns Beide Zeit für uns selbst, verfolgten selbst auch Eigenes (wie auch Sport), gut ich auch viel Genesung zusätzlich, aber wir forderten nichts mehr von uns. Nicht falsch verstehen, es wurde keine unverbindliche, rein körperliche Sache oder so etwas. Nein es war rein wieder regelmäßig Kontakt da. Mal ein Mal die Woche, dann wieder mehr, dann ne Woche gar nicht ect. Jeder verfolgte hauptsächlich halt Seins und trotzdem verlor man den jeweils anderen nicht. Denn wenn Kontakt da war, dann intensiv.

    Es begann nach einiger Zeit, klar zu werden, dass man sich gegenseitig wieder viel besser tat u man sich freute über den neu entfachten Kontakt. Man sprach zwar drüber aber fand da erst keine bestimmte Bezeichnung dazu, bis auf…abwarten… Zeit geben. Nun der rege Kontakt telefonisch u per Mail, nahm zu und zu…. Aber Keiner stresste den Anderen oder kämpfte um irgendwas. Es kam eher wie von selbst.

    Man verstand sich einfach auch viel besser. Ließ sich die Luft zum atmen. Gegenseitig. Und nach und nach kamen wir wieder zusammen. Und was soll ich sagen ?! Wir haben das beibehalten. Seither läuft es besser als je zuvor.

    In der Zeit zeigte sich bei uns aber ganz klar, wenn Einer von beiden „egoistisch“ lieben wollte, sprich, wie in den Beispielen zum Teil des Artikels – wurde es stets eher wieder etwas kritisch aber sobald, man wieder entspannter miteinander umging, wars umso besser.

    Ich hätte selbst nie gedacht, überhaupt mit einem Expartner wieder Kontakt zu haben nach einer Trennung, geschweige denn, wieder zusammen zu kommen. Aber bei uns hat sich das total bestätigt, was im Artikel gemeint ist. Das kam zwar ganz u gar unbeabsichtigt bei uns aber ich sehe es seither … Er meinte auch, dass er bemerken musste, dass ich ihm fehle und er das Ganze gerne weiterhin hätte. In diesen Monaten des Kontakts, eben auch, weil ich so viel mit mir selbst zu tun hatte, kam auch fast immer, erneute Meldung von ihm. Auch als er in Urlaub flog ect.

    Bei ihm und mir hat dieses „loslassen“ alles erst gefestigt und die Verbindung mehr gestärkt. Es lässt sich nicht gut beschreiben, denn egal war er mir trotzdem ja nie. Bei uns war es echt den Umständen geschuldet, dass sich dieser wenige aber regelmäßige Wieder- Kontakt so einschlich. Auch jetzt, bin ich da nicht der treibende Part.

    Unbewusst also war nicht um die Liebe kämpfen, viel effektiver u erfolgreicher als das Kämpfen zuvor. Und auch in unserer Bez jetzt zeigt sich das tatsächlich, dass es in unserem Fall mehr schadet als voran treibt.

    Viele Grüße an alle ! N.

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    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      2. Oktober 2018

      Hey N,

      Wow! Vielen Dank für diesen offenen und wertvollen Bericht =)

      Ich finde es wundervoll, dass ihr auf diese Weise wieder zusammengefunden habt und dass sich durch all das eure Beziehung auch noch verbessert hat!

      Ein wirklich tolles Beispiel dafür, dass das Wesen der Liebe das Loslassen ist und wie es wirkt =)

      Es ist wirklich nicht leicht, das alles in Worte zu fassen und zu erklären, deshalb bin ich sehr dankbar dafür, dass du uns mit deinem „praktischen Beispiel“ bereicherst. Danke!

      Liebe Grüße

      Norman

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      Antworten
  4. Angela

    12. November 2018

    Hallo Norman, ich befinde mich in der anderen Position. Ich wohne mit meinem Freund zusammen und es läuft eigentlich gut aber seit einiger Zeit haben sich meine Gefühle verändert und ich fühle mich eingeengt. Und das löst bei ihm aus, dass er sehr klammert und mir ständig sagt und zeigt wie sehr er mich liebt. Das wiederum bewirkt, dass ich mich noch eingeengter fühle, besonders beim schlafen merke ich das besonders. Ich habe das Gefühl ich kann nicht mehr atmen. Das ist wirklich ein Teufelskreis. Ich habe deinen Artikel gelesen und das hat mir aus der Seele gesprochen und mir Hoffnung gegeben dass wenn er das auch versteht er mir etwas Raum und Zeit geben kann, damit ich meine Gefühle ordnen und herausfinden kann was ich will.
    Danke und Liebe Grüße

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    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      13. November 2018

      Hey Angela,

      danke für deine persönliche Schilderung und die Sicht aus der anderen Seite =)

      Das zeigt, dass meist beide durch dieses Verhalten leiden und nicht nur der Kämpfende, der es aber oft genau so wahrnimmt.

      Es ist eine sehr schwierige Situation. Vor allem auch, weil eine Zwickmühle entstehen kann, in der du dem Käpfenden sagst, er solle nicht um dich kämpfen, weil er dich damit vertreibt und er dann das Kämpfen unterdrückt aber nur mit dem Hintergedanken, dass er dich so halten kann und eigentlich doch damit kämpft. Seine Einstellung ändert sich dann nicht und es kommt zunächst zu trügerischen Verbesserung.

      Deshalb ist es meist das Beste, wenn man solche Hinweise subtiler gibt.. zum Beispiel die Seite mal am PC oder Tablet geöffnet lassen, so dass der andere darüber stolpert. Aber selbst dann besteht die Gefahr. Es muss halt einfach beim Kämpfenden selbst „Klick“ machen und das gilt auch für alle anderen Fälle.

      Ich wünsche dir bzw. euch das jedenfalls.

      Was dir aber natürlich immer bleibt, ist deiner inneren Stimme zu folgen und dich dann auch aufgrund dieses Verhaltens von ihm zu distanzieren. Manche Menschen müssen auch erst merken, was sie anrichten, bevor sie es wirklich begreifen können.

      Liebe Grüße

      Norman

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      Antworten
  5. Susanne

    9. Februar 2017

    Lieber Norman,
    ein wunderbarer Artikel, der so schön beschreibt, wie sehr das Wort „Liebe“ doch missverstanden wird. Und wenn man das eigene Verhalten dann mal reflektiert wird schnell klar, dass man selbst oft dachte, aus liebevollen Absichten zu handeln, es dann aber doch aus egoistischen Gründen tat. Denn oft ist es am Ende wirklich nur die Bestätigung, die wir im bzw. durch den anderen suchen. Ist schon immer wieder krass zu merken, wie sehr wir uns eigentlich selbst etwas vor machen. Und wie wunderbar muss es sein, endlich frei zu sein von diesen zwanghaften Wünschen nach Anerkennung.

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    Antworten
    • Lisa

      6. Juni 2018

      Liebe Susanne,
      was, wenn man „endlich frei“ ist davon?
      Was kommt danach?
      Ich habe schon viele Zeiten erlebt, in denen ich komplett unabhängig von Anerkennung anderer war.
      Aber deswegen kämpft man mitunter trotzdem noch.
      Denn auch ohne die Sehnsucht nach Anerkennung ist Resonanz ein Grundbedürfnis.
      Ich fasse den Begriff Liebe aber auch nicht nur auf Partnerebene auf. .

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
      • Norman Brenner Norman Brenner

        12. Juni 2018

        Hey Lisa,

        ja, da hast du Recht. Soziale Resonanz ist ein Grundbedürfnis und das bleibt auch so. Der Unterschied ist meiner Meinung nach, dass die Resonanz dann von einer ganz anderen Qualität ist, weil man gibt und schenkt, anstatt zu nehmen und zu brauchen. Und so wie man in den Wald reinruft, so kommt es dann auch zu einem zurück =)

        LG Norman

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        Antworten
        • Marky

          25. Juli 2018

          Aber wenn ich doch gebe und schenke, dann kämpfe ich doch auch, weil ich doch wahrscheinlich etwas „erreichen“ möchte, oder nicht ? Ich finde dieses Loslassen ganz, ganz schwer, nicht nur, dass man sich nicht mehr um die Beziehung kümmern soll, sondern das man „richtige“ Denken und Handeln erreicht, damit es einem wirklich besser geht.

          (0) War das hilfreich?
          Antworten
          • Norman Brenner Norman Brenner

            31. Juli 2018

            Hey Marky,

            danke für deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

            Ja, es ist wirklich nicht leicht. Weder leicht zu verstehen, noch leicht umzusetzen. Aber es lohnt sich, wenn man es versucht.

            Wenn du das Geben und Schenken als kämpfen interpretierst, dann gibst du und schenkst du in erster Linie wieder nur, um etwas zu bekommen. Das ist nicht wirkliches Geben, das ist Nehmen und Brauchen.

            Wenn du wirklich gibst, dann gibst du und lässt das Gegebene los. Du erwartest nichts dafür. Du gibst, weil du so viel zu teilen hast (Liebe, Glück, Freude etc.). Es kommt aus der Fülle und nicht aus dem Mangel.

            Ich hoffe, dieser kurze Gedankengang hilft dir dabei etwas. Wie schon gesagt, es ist nicht leicht. Aber es kann einfach werden. Einfach in dem Sinne, dass man das Prinzip dahinter versteht und sich dann „nur“ noch darauf verlassen muss, dass es wirkt und hilft =) Ich hoffe mit meinem Buch über das Loslassen einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, das Verständnis dieses Prinzips einfacher zu machen.

            Liebe Grüße und hab ne tolle Woche!

            Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Februar 2017

      Liebe Susanne,

      danke für die Lieben Zeilen =)

      Du sagst es! Mir ging es sogar selbst beim Schreiben so, dass ich mich oft ertappt fühlte ^^ Ich denke es liegt auch sehr an unserer Prägung. Wir werden auf diese „egolastige“ Art und Weise erzogen und bekommen es vorgelebt. Das prägt sich tief ein und es erfordert sehr viel Bewusstheit, Geduld und Beharrlichkeit, um sich immer wieder selbst zu erwischen und bewusst loszulassen. Aber ich glaube das ist ein guter Weg =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  6. Johanna

    18. September 2018

    Hey,
    ich schildere hier mal ein
    Problem meinerseits.Es liegt darin, dass ich viele Dinge, die auch teils nichts mit mir direkt zu tun habe, stark persönlich nehme. Ich bin schnell verletzt, obwohl es von anderen nur als Spaß gemeint war.Das kann an wenig starkem Selbstbewusstsein liegen, weil sonst wüsste ich gleich, dass ich das nicht ernst zu nehmen habe. Aber ganz besonders fällt es mir bei den Menschen auf, die ich am liebsten habe. Da Harmonie ein wichtiger Punkt ist für mich, ein erfülltes Leben zu führen, sind das die Situationen, die mich mental zurückstoßen
    Ich hoffe, das kommt jetzt nicht unpassend.
    Johanna

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      25. September 2018

      Hey Johanna,

      danke für deinen persönlichen Kommentar =)

      Nein, ist ganz und gar nicht unpassend, denn am Ende geht es auch auf deine Selbstliebe zurück.

      Dieses verletzt sein und persönlich nehmen ist meiner Meinung nach ein Zeichen dafür, dass du sehr viel Wert darauf legst, anderen zu gefallen und eine gute Figur nach außen abzugeben.

      Das ist eigentlich ganz normal und geht zurück auf unseren Überlebensinstinkt. Im Laufe unserer Evolution stellte es sich nämlich als förderlich für unser Überleben heraus, wenn wir in einer Gruppe gemocht wurden. Als einzelner war das Überleben schwerer.

      Heute sind wir nicht mehr so sehr davon abhängig, aber dieser Mechanismus ist geblieben. Deshalb bekommen viele auch Lampenfieber vor einem Vortrag.

      Wenn unser Ego dieses Spielchen aber übertreibt, bedeutet das, dass es sich sehr abhängig von seiner Umwelt macht. Das beste Mittel dagegen ist natürlich zu merken, dass man das alles nicht braucht und auch für sich selbst und ohne die Anerkennung bei anderen gut zurechtkommen kann.

      Das ist natürlich nicht einfach. Konfrontation ist hier eine gute Methode. In kleinen Schritten. Zum Beispiel einfach mal bewusst unangenehm an der Supermarktkasse auffallen, indem du Centstücke zählst zum Bezahlen etc. Und dann langsam steigern. Dann merkst du, dass das alles nicht so schlimm ist, was andere von dir denken.

      Die „Komfortzone verlassen“ nennen es auch manche.

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu helfen dir ein wenig.

      LG Norman

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  7. Lilli

    2. Dezember 2018

    Hallo Norman,

    Was ist wenn nur ein Partner mit und nach diesem Wissen handelt, und der andere es sich „gut gehn lässt“, aber im Gegenzug nicht viel zurückgibt.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. Dezember 2018

      Hey Lilli,

      danke für diese wichtige Frage =)

      Ja, das ist natürlich eine Gefahr, die bei dem ganzen besteht. Aber:

      Im Artikel oben geht es ja auch um Selbstfürsorge. Das heißt, wenn es dazu kommt, dass dein Partner deine neue Einstellung ausnutzt, hast immer du es am Ende in der Hand, zu entscheiden, ob du damit leben kannst und willst oder nicht. Du kannst nicht von deinem Partner erwarten oder gar verlangen, dass er seine Einstellung ändert. Wir können niemanden ändern, außer uns selbst. Aber du kannst immer entscheiden, in wieweit du bereit bist, etwas mitzumachen.

      Liebe Grüße

      Norman

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  8. Bianca

    9. Februar 2017

    Hallo Norman,

    ein sehr schöner Artikel. Ich kann dem grundsätzlich zustimmen, allerdings finde ich es sehr befremdlich, dass ich dem anderen die völlige Freiheit einräume und ihn uneingeschränkt unterstütze. Das bedeutet, wenn er gerne eine zweite Frau haben möchte und mit dieser Sex hat, dann lasse ich ihm seine Freiheit. Wenn er gerade lieber zu einer anderen gehen will, okay, wenn er dann morgen doch wieder zu mir will, okay. Dein Artikel passt vielleicht für die Liebe, allerdings finde ich schon, dass man in einer Partnerschaft schon auch die eigenen Interessen vertreten soll und sich nicht einfach alles gefallen lässt und der Partner macht was er will. Dann ist es vielleicht egoistisch, dass ich für meinen Partner die Frau Nr. 1 sein möchte und es mir nicht gefällt, dass er mit einer anderen flirtet oder was auch immer, auf der anderen Seite habe ich nicht das Gefühl, dass der Andere mich wirklich liebt, wenn er so was macht, Freiheit geben hin oder her. Klar kann er gehen, wenn er will, und dann geht es mir trotzdem gut, nur ob ich ihn dann einfach so wieder zurück will, wenn er mich respektlos behandelt und mich nicht wertschätzt, das würde ich mir dann schon gut überlegen. Je nachdem geht dann dabei die Liebe von meiner Seite teilweise auch verloren.
    Freue mich darüber deine/eure Meinung dazu zu hören ;)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Februar 2017

      Liebe Bianca,

      danke für diesen bereichernden Kommentar!

      Deine Gedanken dazu finde ich sehr interessant. Ich finde aber, das kann man so allgemein nicht sagen. Klar ist das von dir geschilderte Bild ein sehr gängiges und von vielen Paaren gelebtes. Aber meiner Meinung nach ist es kein Muss. Beziehungen können in allen Graden der Offenheit gelebt werden. Wichtig ist nur, dass sich beide einig sind. Wenn du und dein Partner in etwas die gleichen Werte habt und euch das Alleinstellungsmerkmal beim anderen beiden wichtig ist, dann wird keiner von euch es als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfinden und ihr habt eine sehr gute Grundlage. Wenn nun aber einer einen sehr ausgeprägten Drang danach hat, sich in solchen Sachen nicht einschränken zu lassen, wird der Versuch das doch zu tun oder das Verhängen von Sanktionen die Beziehung nicht unbedingt aufblühen lassen.

      Manche Menschen brauchen auch einfach nur die Gewissheit, dass sie könnten, wenn sie wollten. Das habe ich schon oft gehört, dass Paare irgendwann nach diversen Fremdgehdramen eine offene Beziehung vereinbaren und plötzlich ist Fremdgehen gar kein Thema mehr (Reiz des Verbotenen etc.).

      Ich denke, die Freiheit ist am Ende das Höchste Gut, auch in der Beziehung. Solange man seinem Ego frönen kann, ohne die Freiheit des anderen einzuschränken oder dies in gegenseitigem Einvernehmen tut, so dass ich keiner seiner Freiheit beraubt fühlt, ist das kein Problem. Wenn aber Freiheit gegen Ego abgewogen werden muss, würde ich grundsätzlich eher zur Freiheit tendieren =)

      Was meinst du?

      LG Norman

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        13. Februar 2017

        Hey Bianca,

        super, dass du nochmal reingeschaut hast =)

        Ich kann deine Sichtweise sehr gut nachvollziehen. Ich möchte jetzt nicht das Fremdgehen verherrlichen oder ähnliches, aber ich würde gern noch einige Gedanken dazu äußern, die vielleicht Menschen mit anderen Beziehungsmodellen einwerfen würden, die gerade leider nicht hier vertreten sind:

        Ich finde es toll, dass du geschrieben hast „für mich ist es dann keine richtige Partnerschaft“. Das zeigt wie individuell mit dem Thema umgegangen werden muss. Und nicht nur individuell auf die Person bezogen, sondern auch individuell auf ihren jeweiligen Lebensabschnitt, da sich so etwas ja auch mit der Zeit verändern kann.

        Es generell auf eine Art Sexbekanntschaft reduzieren, würde ich nicht. In meinem Artikel über die perfekte Beziehung (https://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/) habe ich versucht darzustellen, dass es in jeder Beziehung verschiedene Schwerpunkte gibt. Wenn Sex nicht der Schwerpunkt einer Beziehung ist, sondern z.B. der Partnerschaftliche Teil, dann ist Sex mit anderen in dieser Beziehung „eigentlich“ keine große Gefahr für den jeweiligen Partner. Es ginge in dem Fall dann zum Beispiel eher darum Gelüste auszuleben. Diese Gelüste sind teilweise evolutionär bedingt. Zumindest Männer waren immer dazu getrieben, sich mit möglichst vielen Frauen fortzupflanzen, um den Fortbestand ihres Geschlechts zu sichern. Gerade deshalb verstehe ich aber auch wiederum deine Ansicht sehr gut, weil es bei Frauen evolutionär bedingt anders herum ist.

        Aber eben weil es in diesem Bereich manchmal diese Differenzen gibt, kann es hilfreich sein, dich dort gegenseitige Freiheit einzuräumen, wenn der Schwerpunkt eigentlich woanders liegt. Gerade dann kann es sogar sein, dass es der Liebe sehr zuträglich ist und er dich nur noch mehr liebt und schätzt, weil du ihm solche Freiheiten schenkst und er im Traum nicht darauf kommen würde eine Frau, die ihn so sehr liebt zu verlassen.

        Klar stimmt das, was du im Bezug auf Krankheiten etc. sagst. Das würde mir auch zu denken geben.

        Diese Vorstellung „Wenn man sich wirklich liebt, dann will man doch auch gar keinen anderen mehr“ halte ich für sehr gefährlich (erläutere ich auch in dem o.g. Artikel näher). Das ist ein romantisches Ideal, das uns durch Filme und Romane eingetrichtert wird. Die Realität hält sich da aber nicht immer dran. Dann kann es sehr schwer werden so eine Situation zu akzeptieren, geschweige denn mit ihr umzugehen.

        Am Ende ist es aber immer eine individuelle Frage. Ich finde aber auch, man schenkt sich selbst viel Liebe und Freiheit, wenn man zu solchen Entwicklungen nicht generell negativ mit einer festgefahrenen Meinung steht.

        Ich hoffe ich konnte das in der „Kürze“ des Kommentars einigermaßen nachvollziehbar schildern =)

        LG Norman

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        • Dean

          3. September 2018

          ich denke so einen Müll kann nur jemand von sich geben der absolut beziehungsunfähig ist und noch nicht die große Liebe gefunden hat

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          • Norman Brenner Norman Brenner

            4. September 2018

            Hey Dean,

            danke für deinen ehrlichen Kommentar =)

            Leider finde ich darin nicht viel, woran ich ansetzen könnte, um etwas zu verbessern. Worauf bezieht sich denn deine Kritik?

            Auf den Beitrag selbst oder auf meinen Kommentar oder auf den Link in meinem Kommentar?

            Was löst dabei in dir das Bedürfnis aus, es als Müll zu bezeichnen?

            Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich halte auch nichts davon, den Mund zu halten, wenn ich etwas zu sagen habe, dass jemandem helfen könnte. Ich überlasse es dir ob und was du daraus machst:

            Oft sind solch „aggressive“ Reaktionen der Ablehnung ein Zeichen dafür, dass wir uns oder ein Ideal an dem wir festhalten bedroht fühlen. Wir kämpfen dann mit aller Macht dagegen an, weil wir das nicht wahr haben wollen, weil es alles bedroht, wofür wir schon so viel geopfert haben.

            Vielleicht kannst du damit ja was anfangen. Vielleicht auch nicht.

            Ich freue mich jedenfalls immer über konstruktive Kritik und würde mich sehr freuen, von dir zu hören, was genau dich so stört =)

            Liebe Grüße und hab einen tollen Dienstag!

            Norman

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      • Bianca

        13. Februar 2017

        Hallo Norman,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort, das hätte ich gar nicht erwartet. Finde ich echt gut, dass es hier die Möglichkeit zur offenen Diskussion gibt =)

        Ja, da hast du wohl recht, dass es darauf ankommt was jeder Einzelne für Wertvorstellungen und Erwartungen an eine Partnerschaft hat. Für mich ist es keine richtige Partnerschaft, wenn jeder nebenher noch andere Partner hat. Dann ist es eher eine Art Sexbekanntschaft. Vor allem wenn es dann irgendwann Richtung Heiraten und Kinder geht, möchte man doch nicht, dass der Partner/die Partnerin noch fremdvögelt. Da ist man doch vor allem als Frau blöd dran, wenn der Mann dann eine Andere findet und man mit dem Kind alleine da sitzt, oder? Wenn man sich wirklich liebt, dann will man doch auch gar keinen anderen mehr. Und wenn mein Partner nebenher noch eine Andere Frau möchte, stellt sich für mich die Frage, ob er mich denn wirklich liebt und ich ihm wirklich etwas bedeute. Mal abgesehen von diversen Krankheiten, die man sich bei wechselnden Geschlechtspartnern einfangen kann. Das hat für mich auch schon viel mit Vertrauen zu tun. Klar kann man vereinbaren, das jeder macht, was er will, dann wird dieser Mann allerdings nicht mein Freund und das läuft für mich nicht auf Heiraten und Kinder hinaus. Und wenn es eine feste Beziehung ist und der Mann gerne gehen möchte, dann ist das okay, da gebe ich dir recht, dass man dann nicht darum kämpfen sollte, allerdings ist für mich die Beziehung dann auch vorbei und jeder kann wieder machen was er will. Einfach so kommen und gehen wie es dem Mann gerade in den Kram passt, funktioniert bei mir nicht. Wenn er mich nicht wertschätzt und respektiert, dann suche ich mir lieber einen Anderen, der wirklich zu mir steht.
        Etwas schwer zu erklären. Habe da etwas in meinem Herzen, was dazu führt, ich nicht einfach sagen kann: Ja, geh raus, hab Spaß mit einer Anderen. Vielleicht funktioniert das für andere Menschen, für mich nicht. Für mich bedeutet Beziehung, dass man eben nicht noch mit jemand anderem etwas hat, sonst kann man es auch gleich lassen. Wenn ich das Gefühl habe, dass er eine andere Frau toller findet als mich, dann steht es ihm natürlich frei zu gehen, aber für mich ist das dann vorbei und ich suche mir einen Neuen. Ich bleibe dann nicht als zweite Frau zur Verfügung, wenn er grade Lust hat.

        Ist meiner Ansicht nach ein sehr verstricktes Thema, da man wirklich sehr verschiedene Ansichten darüber haben kann. Ich hoffe, dass meine Ansicht richtig rüberkommt.

        Viele Grüße,
        Bianca

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  9. bendschi

    9. Februar 2017

    spricht mich sehr an, wie die thematik auf den punkt gebracht ist. letzte nacht habe ich mir eine liste mit vielen dingen geschrieben, die mir freude bringen und mich damit glücklich machen, zB. freue ich mich auf kurse, seminare, bereits geplante urlaube und weitere ereignisse und ganz oben stehen die punkte, die meine perönlichkeit betreffen – verbindung zur mir und anderen, selbstvertrauen und auch glück empfinden u.v.m.
    es geschieht alles im moment, im hier und jetzt und wenn ich meine gelassenheit, zuversicht und anderes nähren/stärken will, schaue ich auf meine liste und mich durchflutet schnell ein wohliges gefühl im körper, dass mir sehr viel energie gibt und ich spüre die verbundenheit mit mir und mit allem was ist. das ist wunderbar.
    meine empfehlung an andere: ausprobieren! einfach notieren, was an dingen und fakten, die dich glücklich und froh machen jetzt sind oder in zukunft dir begegnen … viel freude dabei!
    und – danke für den text!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Februar 2017

      Hey bendschi,

      wow, das ist eine super Idee! Ein Spickzettel für die schlechten Zeiten sozusagen ^^ Ich finde es klasse, da wir Menschen ja von Natur aus (bzw. evolutionsbedingt) eher defizitorientiert sind. Es ist wichtig, sich die positiven Dinge in seinem Leben regelmäßig bewusst zu machen. Glückstagebuch schreiben ist ja auch sowas.

      Danke auf jeden Fall für diesen tollen Tipp, den kannte ich in der Form noch nicht =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  10. Thomas

    9. Februar 2017

    Hi !

    Da giebts eh net mehr viel zu sagen !

    Mann kann es nur bestätigen, ich finde jeder sollte bei der Selbstliebe beginnen, warum ?

    Wie soll man jemanden anderen Lieben Können wen man sich nicht Lieben kann.

    Mfg

    Thomas

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Februar 2017

      Lieber Thomas,

      Danke! =D

      Das ist wirklich ein wunderbares Schlusswort. Hätte sogar als Fazit zum Beitrag super gepasst =) Danke. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!

      LG Norman

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  11. Aurora

    9. Februar 2017

    Liebeskampf ist Liebeskrampf ; D

    Danke für deine Worte! Ich möchte noch eines hinzufügen warum Liebe und Kampf nicht kompatibel sind – aus einem Kampf kann man als Sieger herausgehen, aus der Liebe nicht. Dafür sind in der Liebe alle Gewinner. Zu lieben ist immer ein Gewinn, selbst wenn sie nicht (von der Person auf die man sie projiziert) erwidert wird…

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Februar 2017

      Liebe Aurora,

      ich bin begeistert davon, was so ein kleines „R“ alles ausrichten kann ;-) Danke für den tollen Spruch!

      Faszinierend… etwa zum Zeitpunkt deines Kommentares habe ich heute noch folgende Anmerkung zu Punkt 3 hinzugefügt:

      Die Liebe steht über allem und hat keinen Kampf nötig. Wo kein Kampf ist, da gibt es kein Gewinnen, kein Verlieren und auch kein Aufgeben!

      Da hatten wir wohl den selben Gedankengang =) Allerdings finde ich deine weitere Erläuterung dazu noch viel gelungener. Danke dafür!

      LG Norman

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  12. Tara

    9. Februar 2017

    Hallo Norman,
    schön, wieder von dir zu hören! Dein Artikel hat mir in seiner Komplexität sehr gut gefallen. Ich habe bei meinem Mann und meinen Kindern erlebt, dass man keinen Menschen mit Liebe „ersticken“ darf. Es ist so bereichernd für eine Beziehung, wenn jeder sich authentisch einbringen kann, jeder von seinem Alltag erzählt und sich nicht verpflichtet fühlt, zu gefallen oder angepasst zu leben. Dazu ist Loslassen nötig – von Menschen und eigenen Vorstellungen. Man wird aber
    belohnt: Die Beziehungen bleiben offen, lebendig und intensiv.
    Danke für deinen Artikel und liebe Grüße Tara

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Februar 2017

      Liebe Tara,

      Danke für den lieben Willkommens-Kommentar =) Schön auch wieder von dir zu hören!

      Super, dass du das für dich (oder ihr für euch) schon selbst herausgefunden hast. Ich habe das auch festgestellt. Je mehr Freiheit du einem anderen schenkst, desto freier fühlst du dich auch selbst und das bringt keine Distanz in die Liebe, sondern festigt nur noch das Band zwischen den Menschen.

      Ich hoffe, wir lesen uns wieder öfter. Ich schenke dir aber auch dir Freiheit, nicht zu kommentieren ;-)

      Liebe Grüße

      Norman

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  13. Dani

    9. Februar 2017

    …schön dass du wieder da bist :)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. Februar 2017

      Hey Dani,

      danke für den lieben Empfang =) Ich find es wundervoll, dass ihr mir trotz der langen Pause „treu“ geblieben seid =D Danke!

      LG Norman

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  14. AO

    10. Februar 2017

    Wahre Liebe bedeutet,dass es mir nur darum geht,dass die Frau die ich liebe glücklich wird, ob mit mir oder mit einem anderen!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. Februar 2017

      Hey AO,

      das kann in der Tat eine Variante der „wahren Liebe“ sein, wenn auch eine extreme. Die viel wichtigere Frage ist aber, wie geht es dir dabei? Wenn du gut damit zurecht kommst und das Glück der Frau, die du liebst, sich dabei auf dich überträgt, ist das eine ganz wunderbare Sache.

      Liebe Grüße

      Norman

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    • Petra

      22. Oktober 2017

      schön geschrieben. So empfinde ich heute auch zu meinem Mann (getrennt), aber dazu habe ich leider sehr lange gebraucht. Vorher war ich auf dem vollen Irrweg der Liebe.

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        24. Oktober 2017

        Hey Petra,

        das ist wirklich wunderbar, dass dir das nun gelingt =) Danke, dass du diesen Wandel mit uns teilst!

        Sackgassen finde ich aber auch wichtig im Leben. Man muss viele davon einfach gehen, um zu erkennen, dass sie einen nicht ans Ziel führen. Aber genau diese wertvolle Information liefern sie einem und helfen einem schließlich doch, den richtigen Weg zu finden =)

        Liebe Grüße

        Norman

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  15. Lisa...

    10. Februar 2017

    Lieber Norman, schön dass es Dich gibt.
    Zur Liebe….wunderbar, so lang man, also beide, achtsam mit sich umgeht. Nach längererer Zeit…Zweckgemeinschaft, hat nichts mehr mit Liebe etc zu tun.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. Februar 2017

      Liebe Lisa,

      wow, danke für den wundervollen Kommentar! Ich finds auch schön, dass es dich gibt =)

      Ist das dir passiert, was du beschreibst oder siehst du es generell so, dass es zwangsläufig immer auf so eine Zweckgemeinschaft hinaus läuft?

      Kann nicht auch in einer Zweckgemeinschaft Liebe herrschen? Vielleicht auf einer anderen Ebene? So wie ich es hier mal dargestellt habe: https://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Daggi

        16. November 2017

        Hi, ich klinke mich hier einfach mal ein.
        Es scheint so , dass alles was schön und prickelnd begann eine Zweckgemeinschaft wird.
        So bei mir, nach 8 Jahren kennen und nun 7 Jahre zusammen wohnen in seinem Haus, ist irgendwie alles aus.
        Bemerkungen wie: deine Haare sind heute doof, ganz schönes Bäuchlein bekommen ( rauche seit 3 Jahren nicht mehr) , bin lungenkrank laufe deshalb langsam, dann kommt…. warst aber auch schon mal schneller. Habe ne neue Hüfte bekommen… beim laufen am kiesstrand ist das sehr anstrengend und dann noch mit meiner copd… bin sehr konzentriert gelaufen, entsprechend das Gesicht. Er hat ein Bild gemacht und sagte dan abends zu mir…. es fehlen nur noch die ausgestreckten armee das Leiden Christie… das verletzt mich. I h sage es ihm, er darauf die Antwort… wenn du das nicht verträgst kannst du das nicht verträgst, kannst du nicht mit mir zusammen leben! Dann geh doch.
        Und so sind das noch viele Kleinigkeiten mehr, auch kein Verständnis für Probleme im Geschäft.
        Was kann ich tun…?

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          21. November 2017

          Hey Daggi,

          schön, dass du dich eingeklinkt hast und danke für die offenen Worte =)

          Du fragst, was du tun kannst.

          Geh.

          Ja, das ist eine harte Antwort, aber ich denke, diese Antwort kanntest du schon eine ganze Weile lang.

          Wenn er dich nicht wertschätzen kann und vor allem WILL (was er ja mit diesem Kommentar zum Ausdruck gebracht hat, dass du dann eben gehen sollst), dann bleibt dir nichts anderes übrig. Geh und kümmere dich um dich selbst. Quäle dich doch nicht weiter in dieser Beziehung, nur um etwas aufrecht zu erhalten, was mal war und die nächsten 8, 16 oder 32 Jahre oder länger zu leiden.

          Vielleicht erkennt er seinen Fehler, wenn du gehst. Und vielleicht habt ihr sogar dadurch eine neue Chance. Vielleicht aber auch nicht. Konzentriere dich auf dich selbst und wie du dich wieder glücklich machen kannst.

          Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es teilweise sogar so klingt, als wäre er die Beziehung selbst leid und wollte auf diese Weise nur provozieren, dass du ihn verlässt, weil er nicht den Mumm dazu hat. Das ist natürlich nur eine Spekulation von mir, aufgrund eines sehr kleinen Ausschnittes, den du mir hier gezeichnet hast. Um das wirklich sagen zu können, kenne ich ihn / euch natürlich zu wenig. Aber manchmal tun Menschen so was. Und dann ist es besser, selbst die Reißleine zu ziehen, als zuzuschauen und mitzuerleben, wie es immer schlimmer wird, wenn einen der Partner „vertreiben“ will.

          Ich bin mir sicher, du findest den richtigen Weg und wünsche dir dabei viel Kraft und trotz allem auch viel Freude!

          LG Norman

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  16. Dario Reis Dario Reis

    22. Februar 2017

    Hey Norman,

    da kann ich nicht mehr viel zu sagen.

    Echt genialer Artikel, man sollte immer bei sich selber anfangen. Denn ICH bin die einzige Person, die ICH ändern kann. Wie du geschrieben hast, musst du erstmal selbst mit dir klar kommen, bevor du mit anderen eine gute Beziehung aufbauen kannst.

    Liebe Grüße
    Dario

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Februar 2017

      Hey Dario,

      schön wieder von dir zu lesen =D Wie läufts bei dir?

      Danke für die Blumen =) Ja, da hast du recht. Leider ist es etwas verpönt, sich diesem ICH zuzuwenden, weil es gemeinhin als egoistisch angesehen wird. Deshalb habe ich versucht den Unterschied im Artikel klar zu machen =)

      LG Norman

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  17. Dodo

    23. Februar 2017

    Hallo,

    mir fällt dazu ein: „Sich lieben heißt, sich lassen.“
    Also… den anderen Menschen so zu lassen, wie er ist ohne ihn ändern zu wollen.
    Was ich manchmal als verdammt schwer empfinde.
    Nicht weil ich den anderen in meinem Sinne „verbiegen“ will (das klappt eh nicht), sondern weil ich es nicht (immer) schaffe, ihn so akzeptieren, wie er nun mal ist. Und das ist ein Problem, was ich mit mir habe und den anderen Menschen gar nicht betrifft.
    Leider habe ich in meinem Fall den Anfang noch nicht gefunden, wie ich da raus komme.

    LG Dodo

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      25. Februar 2017

      Hey Dodo,

      ein wunderbares Zitat, danke! =D

      Ich glaube dieses Problem hat jeder irgendwo. Der eine etwas ausgeprägter und der andere vielleicht etwas weniger. Zumindest diese Gedanken, dass einen etwas stört. Die Frage ist dann letzten Endes wirklich einfach nur, wie jeder selbst damit umgeht. Das heißt, jeder kann wirklich bei sich selbst ansetzen, was ja eigentlich eine gute Nachricht ist =) Mir hilft es zum Beispiel in solchen Situationen immer daran zu denken, dass ich auch meine Ecken und Kanten haben und so akzeptiert werde, wie ich bin. Erfüllt mich gleich mit Liebe, Dankbarkeit und viel Toleranz =) Vielleicht wäre das ja auch ein guter Anfang für dich?

      Liebe Grüße

      Norman

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  18. Bianca

    3. März 2017

    SUPER!
    Du scheinst ein junger Mensch zusein umsomehr freut mich für Dich das hohe persönliche Level das Du schon lebst.
    Du hilfst mit Deinen Worten vielen Menschen auf den rechten Weg. Das ist schön.
    Ein fettes DANKE an Dich.
    Viel Spaß noch mit Dir :)
    Bianca

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. März 2017

      Hey Bianca,

      willkommen hier und danke für dieses wunderbare Lob =D

      Wünsche ich Dir auch! =)

      Liebe Grüße und ein tolles Wochenende!

      Norman

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      • Katharina

        16. September 2018

        Hey Norman, ich hab einige Beiträge von dir und von den anderen gelesen und setzt gut zu spüren, ich bin nicht allein mit mit meinen Gedanken.
        Kurz zu mir und warum ich hier gelandet bin: ich selbst stecke seit fünf Jahren fest in einem Prozess des Kämpfens und nicht Kämpfens um eine Liebesbeziehung. Es tut weh, zu lesen, dass wenn ich um diese Beziehung kämpfe, es um mein Ego geht. Und dabei ist es es so klar, weil ich ja diese Liebe will, weil ich liebe. In meinem Fall hat mein Herzensmensch vor 4,5 Jahren entschieden nach Amerika zu gehen aufgrund eines Jobs. Für mich ein sehr schwerer Brocken. Nach einem Dreiviertel Jahr Fernbeziehung, dann die das ersehnte Ziel, gemeinsam zu sein… dann kam: ich geh jetzt nach Hamburg… da hab ich dann ein Ende gesetzt, aber nicht loslassen können. Dann wieder zusammen, dann wieder nicht.. all das immer nur über Handy-Kommunikation und über die Ferne und hin und wieder ein Wochenende. Eigentlich kämpfe ich wenn ich es genau betrachte um die Möglichkeit reale Zeit mit ihm zu haben, und kein Phantom zu lieben.
        Wenn kämpfen um einen Menschen den man liebt, nun wie sich zeigt Egoismus ist, wie lässt man los? Was ist loslassen? Wie schaff ich es? Und wie komm mich dann nicht in diese Hoffnungsfalle? Und Ist loslassen nicht auch Egoismus?
        Vielleicht hast du eine Antwort für mich.
        Danke dir herzlichst
        Katharina

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          18. September 2018

          Hey Katharina,

          danke für deinen Kommentar und den offenen Einblick in deine persönliche Situation =)

          Wow, das ist ja wirklich schon eine ganz schön lange Zeit, über die sich das hinzieht.

          Du schreibst: „Wenn kämpfen um einen Menschen den man liebt, nun wie sich zeigt Egoismus ist, wie lässt man los? Was ist loslassen? Wie schaff ich es?“

          Die Antwort ist Selbstliebe. Dein Fokus liegt darauf, dass du erreichen willst, Zeit mit ihm zu verbringen, weil du darin dein / euer Glück siehst. Nimm das Glück vorweg. Mache es nicht von dieser Bedingung abhängig und finde heraus, wie du dich selbst jetzt glücklich machen kannst. Auch ohne ihn. Dann lässt du ihn automatisch los, weil du ihn bzw. die Zeit mit ihm nicht mehr brauchst.

          Loslassen ist, wenn man es so bezeichnen will, auch Egoismus. Aber in dem Fall eher eine gesunde Art Egoismus. Ich nenne das eher Selbstfürsorge oder „ehrlichen Egoismus“. Man steht ehrlich dazu, für sich selbst zu sorgen und gerade deshalb kann man auch später wahrhaft für andere da sein, weil man sich den Nutzen für sich selbst zugesteht. Wenn man aber unbewusst oder „unehrlich egoistisch“ ist, ist alles scheinheilig. Man tut es vermeintlich für den andern, aber in Wahrheit alles nur für sich. Beim ehrlichen Egoismus tut man es in erster Linie für sich aber kann gerade dadurch auch wirklich befreit für andere da sein und echte Liebe schenken, weil dieses eigene Bedürfnis schonmal gestillt ist.

          Es ist nicht leicht, das alles in der Kürze eines Kommentares zu erklären. Ich hoffe dennoch, dass dir meine Gedanken dazu ein wenig helfen =)

          Liebe Grüße und eine wundervolle Woche noch!

          Norman

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  19. Frank

    5. März 2017

    Ich habe im letzten Jahr einen Spruch für mich gefunden, der passt denke ich sehr gut zu diesen tollen Artikel hier:

    WER LIEBT, DER BLEIBT. :-)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      7. März 2017

      Hey Frank,

      danke für den tollen und eingängigen Spruch! Finde ihn auch sehr passend =D

      LG Norman

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  20. Jana

    12. März 2017

    Lieber Norman,

    ich ‚gehe‘ mit allem mit‘, was du geschrieben hast. Jeder Mensch hat seinen freien Willen und diese Freiheit sollte man jemandem auch gewähren, vor allem, wenn man ihn liebt.

    Ich habe leider ein etwas größeres Problem damit, weil ich eine bittere Erfahrung mit dem Menschen, den ich liebe, gemacht habe.

    Gerne würde ich dir die Geschichte erzählen, weil ich selbst auf der Suche nach einem ‚vernünftigen‘ Umgang damit bin.

    Kann man dir auch eine Email schreiben.

    Viele Grüße von Jana

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  21. Norman Brenner Norman Brenner

    12. März 2017

    Hey Jana,

    willkommen hier und danke für deinen ehrlichen Kommentar!

    Klar kannst du mir auch ne Mail schreiben! Ich freue mich sehr darüber. ganz besonders über die persönlichen Geschichten =)

    info[ät]vernuenftig-leben[punkt]de ist meine Mailadresse. Oder du nutzt das Kontaktformular:
    https://www.vernuenftig-leben.de/kontaktformular/

    Freue mich auf deine Mail =)

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch, dir!

    Norman

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  22. Katja

    8. Juni 2017

    Wenn ich aber loslasse, und dem Anderen z.B nicht mehr schreibe ob wir uns treffen wollen etc., wie kann er dann wissen, dass ich ihn liebe und nicht denken, dass er mir egal ist, weil ich mich nicht melde? Und woher soll ich unterscheiden, ob er sich meldet, weil er mich vermisst oder ob er vllt gerade nur Langeweile oder ein anderes Bedürfnis hat und sich nur deshalb meldet? Dann lege ich ja alle Treffen in seine Hände….

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      8. Juni 2017

      Hey Katja,

      willkommen hier und danke, dass du deine Gedanken hier gelassen hast =)

      Eine gute Frage. Ich finde, man sollte den anderen schon wissen lassen, dass man ihn liebt und an ihn denkt. Aber eben nicht so aufdringlich und fordernd.

      Zum Beispiel kann man ihm das in einem klärenden Gespräch mitteilen. Vielleicht sogar in der Form, dass man ihm sagt, dass man ihn liebt und ihm genau deshalb jetzt die Freiheit schenken möchte und sich zurückhalten wird, aber dass man da sein wird, wenn der andere Kontakt aufnehmen möchte.

      Es muss auch nicht zwangsläufig ein nicht mehr melden sein. Im Grunde geht es um die Intension, mit der man sich meldet. Also, was will man bezwecken.

      Meldest du dich, weil du es ohne ihn nicht aushältst und ihn brauchst? -> Nicht förderlich

      Meldest du dich, weil du gerade einfach Lust hast mit dieser Person Zeit zu verbringen und deine Lebensfreude mit ihr zu teilen? -> förderlich

      Der Partner merkt deine Intension, vielleicht nur unterbewusst, aber es beeinflusst die ganze Beziehung.

      Warum willst du das unterscheiden? Warum er sich meldet? Wenn deine Intension „rein“ ist, dann freust du dich darüber, dass er sich meldet. Egal warum =) Alles andere ist berechnend und dient nur wieder der Befriedigung deines Egos.

      Genauso die Bemerkung über die Kontrolle… Liebe bedeutet (für mich) die Kontrolle abzugeben und zu vertrauen! Kontrolle ist Sache des Egos. Willst du einen Partner, dem du vertrauen kannst oder ein Spielzeug, das du kontrollieren kannst?

      Bitte entschuldige meine direkte Art. Wenn ich im Schreibflow bin, dann schreib ich einfach alles so runter wie es kommt, weil das meistens die hilfreichsten Gedanken sind =)

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Katja

        9. Juni 2017

        Hallo Norman! Danke für Deine Antwort und die Sicht auf die Dinge. Du brauchst Dich nicht für Deine direkte Art entschuldigen, das ist genau das, was gebraucht wird! :-)
        Vielleicht sind in der Partnerschaft einfach zu viele schlechte Dinge geschehen, die oft Negatives vermuten lassen, obwohl es gar nicht so gemeint ist. Man denkt selbst, der andere meldet sich nur, weil er ein schlechtes Gewissen o.ä. hat, dabei ist es vllt gar nicht andem. Wir wissen ja schließlich nicht, was der andere denkt oder fühlt. Allerdings, wenn gefragt wird, ob man nach einem Telefonat, für das gerade keine Zeit ist, später noch einmal telefoniert und niemand meldet sich…was soll mir das sagen? Ist es nicht so, dass wenn der andere Mensch wichtig für denjenigen ist, man sich auch meldet? Hmmm?!?! Die Sache mit dem Ego stimmt übrigens. Auch dass er sofort merkt, wenn ich wieder „bedürftig“ werde…er blockt dann sofort ab.. Vllt stellt man auch zu viele Erwartungen an den Anderen oder erwartet, dass er genauso denkt und handelt, wie man selbst handeln würde und dann ist man enttäuscht, wenn er es nicht tut….. Sollte man wirklich alles hinnehmen, der Liebe wegen und seine eigenen Bedürfnisse komplett hinten anstellen? Oder ist es dann womöglich gar keine Liebe, sondern nur das Brauchen? Ich bin gespannt wie Du das siehst! :-) Und…wie teilt man der Person mit, das ich gerne Zeit mit ihr verbringen möchte, ohne dass es den Anschein hat, dass ich ihn brauche?! Liebe Grüße

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        9. Juni 2017

        Hey Katja,

        ich freue mich, dass dir meine Antwort ein wenig Klarheit verschafft hat und auch über diesen Austausch hier mit dir =)

        Ich weiß was du meinst. Das ist eine negative Prägung. Damit sabotiert man aber selbst seine Beziehung. Und man kann überhaupt nichts mehr genießen. Beispielsweise, weil man bei jedem Blumenstrauss, den der Partner mitbringt, vermutet, dass er ein schlechtes Gewissen hat etc.

        Ja, mit dem Telefonat hast du recht. Allerdings ist es deine Entscheidung, dein Wohlbefinden / Glück abhängig davon zu machen, ob sich jemand meldet oder nicht. Ich finde da die grundlegende Haltung, erst einmal selbst (im Sinne von Selbstfürsorge, siehe Artikel) für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen am besten. Alles was dann durch andere Menschen (Familie, Partner, Freunde etc.) hinzu kommt, ist ein Bonus. Dann kann man ihn auch richtig genießen und man leidet nicht unnötig, wenn er nicht da ist.

        Erwartungen sind ein gutes Stichwort. Und dabei fällt mir direkt folgender Spruch ein:

        „Nur weil du den Hai nicht beißt, heißt das nicht, dass er dich nicht beißt“ ;-)

        Genau da schließt sich nämlich der Kreis wieder. Wenn du selbst erst mal für dein Wohlbefinden sorgst, dann stellst du automatisch nicht mehr so viele / hohe Erwartungen an andere. Du „brauchst“ sie wirklich nicht mehr, demnach spüren sie auch diese Bedürftigkeit nicht mehr und das alles macht dich paradoxer weise sogar noch attraktiver!

        Es geht also keinesfalls darum, seine Bedürfnisse hinten anzustellen, sondern darum, sie sich selbst zu erfüllen, um weniger auf andere angewiesen zu sein. Und wenn man andere nicht mehr braucht, damit man sich selbst besser fühlt, kann man beginnen Liebe zu schenken statt sie zu nehmen. Und zu jedem der Liebe schenkt, kommt Liebe zurück =)

        So eine Mitteilung würde ich einfach ganz ehrlich und offen formulieren. ich würde der Person wohl mitteile, dass sie mir wichtig ist, dass ich sie gern habe, dass ich mich darüber freue, Zeit mit ihr zu verbringen, aber nicht darauf drängen. Einfach das Angebot machen und stehen lassen, damit sie bescheid weiß. Dann vergisst du es und kümmerst dich um dich selbst. Wenn die Person will, dann kommt sie und ihr könnt euer Beisammensein genießen. Wenn nicht, dann trauerst du nicht darum, weil du selbst für dein Wohlbefinden sorgst =)

        LG Norman

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  23. Jim

    30. Juni 2017

    Vielen, vielen Dank für deine hilfreichen Texte und Gedanken!
    Nach kürzlicher Trennung (von ihr aus) sind wir nun wieder in (relativ ungezwungenem) Kontakt und ich versuche das mit dem Loslassen wirklich zu beherzigen.
    Wir waren nur kurz zusammen und es gab noch kein „echtes Liebesbekenntnis“ in der Zeit der Beziehung.
    Nun, nach der Trennung und etwas Zeit, im Wechsel allein und in ihrer Gesellschaft, wird mir bewusst: ich liebe sie.
    Sollte ich ihr das sagen/deutlich machen?

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    • Jim

      2. Juli 2017

      ich bin wirklich gespannt was du darüber denkst!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2017

      Hey Jim,

      erstmal willkommen hier und sorry für meine verspätete Antwort =)

      Freut mich, dass dir der Text dabei geholfen hat und dass du das Prinzip dahinter scheinbar wirklich verinnerlicht hast =D

      Zu deiner Frage:

      Ja, das kannst du sie ruhig wissen lassen. Aber ich würde keine romantische Liebeserklärung daraus machen. Eher in der Art, dass du sie wissen lässt, dass du in der Zeit eurer Trennung und eures ungezwungenen Kontakts deine Liebe zu ihr noch viel stärker oder erst richtig erfahren durftest und dass es ein Bestandteil dieser Liebe ist, dass du ihr weiterhin diese Freiheit schenken willst und NICHTS im Gegenzug erwartest.

      Lass sie einfach wissen, dass deine Liebe zu ihr ein Bonus für ihr Leben ist, den sie in Anspruch nehmen kann, wenn sie möchte und keine Verpflichtung =) und erwarte auch nicht dafür.

      Ich hoffe, das hilft dir =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  24. Michi

    24. Juli 2017

    Hi Norman,

    Ich habe diese Situation von der anderen Seite erlebt.
    Er hat mich gehen lassen ohne um unsere Beziehung zu kämpfen.
    Ich war sehr irritiert,habe mich gefragt „Warum kämpft er nicht?“….
    Und plötzlich hatte ich einen klaren Kopf ich musste mich selbst fragen was ich wollte.
    Das alles geschah unbewusst.
    Jetzt habe ich den Artikel gelesen,verstanden und vor Glück geweint.
    Ich bin nicht gegangen, ich bin aus freien Willen bei Ihm geblieben und nicht aus Mitleid.

    Toller Artikel. Danke

    Michi

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Juli 2017

      Hey Michi,

      schön, dich hier zu sehen =)

      Wow, danke, dass du diese bewegende Geschichte mit uns geteilt hast!

      Freut mich sehr, dass du zu dieser Erkenntnis gelangt bist =)

      Oft weiß unser „Unterbewusstsein“ bzw. unsere Intuition das alles auch. Es ist unser Verstand, der immer alles ummünzen will =)

      Schlaf gut und hoffentlich bis demnächst =)

      LG Norman

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    • Katja

      25. Juli 2017

      Das verstehe ich nicht ganz. Du schreibst du bist gegangen…. und unten schreibst du, du bist nicht gegangen? Ich würde es auch gerne verstehen.. gerade weil es die „andere Seite“ ist :-) LG

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      • Michi

        25. Juli 2017

        Hallo Katja,
        Ich verstehe was du meinst.Es vielleicht nicht eindeutig beschrieben.

        Ich versuche dir mal die Situation zu beschreiben.

        Du streitest dich mit deinem Partner und willst nur noch aus dieser Situation raus, weil du dich eingeengt fühlst.

        Er stellte mir nur diese eine Frage “ soll ich ausziehen? “
        Und in diesem Moment habe ich gemerkt er würde mich gehen lassen. Ich würde gehen können wenn ich es möchte. Ich habe mich nicht mehr bedrängt gefühlt.
        Ich hatte in dem Moment mentalen Abstand, quasi den Kopf frei. Und konnte mir dann dessen bewusst werden das ich das auf keinen Fall möchte, dass er auszieht.

        War das verständlicher ?
        Wenn nicht nochmal schreiben Katja !

        Michi

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      • Katja

        25. Juli 2017

        Hallo Michi, ja, das ist jetzt gut zu verstehen :-) Druck und Klammern kann viel kaputt machen. Oft versucht man an etwas festzuhalten…das kenne ich auch… Aber man kann niemanden zwingen zu lieben, zu bleiben oder ähnliches.. Schön, dass Du Dich für deinen Partner entschieden hast. Alles Gute für Eure Zukunft :-) LG

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        26. Juli 2017

        Danke für den vertiefenden Austausch Katja und Michi =)

        Weil es so wundervoll dazu passt, würde ich hier noch gerne ein Zitat von Konfuzius anfügen:

        „Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.“

        Ich finde, dieser Satz drückt so gut wie kein anderer aus, was wahre Liebe wirklich bedeutet =)

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  25. Nadine

    31. Juli 2017

    Hallo Norman,
    ich möchte nicht um den heißen Brei reden.
    Mein Freund hat sich vor kurzem bei mir getrennt und bin echt am „verzweifeln“, weil ich am lieben kämpfen würde.(Ist eine lange Geschichte, wieso und weshalb)
    Alles was ich da gelesen habe trifft auf mich zu.
    Gilt es auch Chance wenn der Verlassende Abstand verlangt, also ich? Wird er dann vllt irgendwann aus Mitleid mit mir schreiben oder weil ich ihm wirklich fehle?
    Ich würde dir gern die ganze Geschichte erzählen, damit du dir vllt ein Bild machen kannst? Wenn möglich nicht über die Kommentare!

    Es wäre echt nett!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      1. August 2017

      Hey Nadine,

      danke für deinen offenen Kommentar.

      Wenn ich das richtig verstehe, dann fragst du, ob dich das Prinzip umkehren lässt? Dass du vorgeben willst, Abstand zu wollen, damit er wieder um dich kämpft?

      Theoretisch kann das funktionieren, aber das würde ich dir nicht empfehlen. Wenn dein Ex aufgrund einer Manipulation zu dir zurückkommt und nicht, weil er Liebe für dich empfindet, die er mit dir teilen will, wird auch die Beziehung wieder dementsprechend aussehen.

      Ich sehe es immer sehr kritisch, wenn ein Mangelgefühl, der Antrieb einer Beziehung ist. Scheinbar leidest du gerade unter so einem Mangel, weil ich das Gefühl habe, dein Kommentar schreit gerade zu „ich brauche ihn wieder zurück“.

      Ich würde dir raten, dich wirklich mal dir selbst und deinem Inneren zuzuwenden. Wie kannst du dir selbst Liebe und Geborgenheit schenken und glücklich sein, ohne einen anderen Menschen zu brauchen? Wenn dir das gelingt, werden daraus folgende Beziehungen vom Liebe Schenken bestimmt sein und nicht vom Liebe Brauchen.

      Liebe Grüße

      Norman

      P.S.: Du kannst mir natürlich jederzeit gerne eine Mail schreiben. Ich lese alle meine Mails, aber leider kann ich nicht mehr alle beantworten. Hier in den Kommentaren antworte ich aber zu 100%, da dann auch andere etwas davon haben =)

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      • Nadine

        1. August 2017

        Hi Norman,
        erstmal danke für deine Antwort.
        Mein Ex Freund hat sich getrennt, da er keine starken Gefühle für mich entwickelt hat, also sie sind irgendwann verschwunden. Meine Vermutung ist, dass ich ihn zu sehr eingeengt habe usw.

        Das ich Abstand wollte kam von mir aus, nicht um ihn zu manipulieren, sondern um zu mich selbst zu finden und um das alles zu verdauen und zu verarbeiten. Er wollte eine Freundschaft, aber sowas kann ich nicht einfach so nach einer Trennung.
        Ich musste ihn trotzdem anschreiben weil mein Paket nicht kam, was er mir geschickt hat(wir führten eine Fernbeziehung).
        Nach dem Smalltalk habe ich versucht mal lustig zu sein, aber es half irgendwie nicht.
        Jetzt werde ich die Kontaktsperre für 2-4 Monate durchziehen und gucken was kommt.
        Meine Angst besteht darin, dass ich ihn anschreiben muss und er nicht mich. Ich möchte nicht die erste sein die „ankommt“ und ich weiß nicht mal wie ich es anstellen soll.
        Seine Beweggründe warum er sich trennte verstehe und akzeptiere ich zu 100%!

        Gerne würde ich dir die ganze Geschichte erzählen, aber sie steht dann hier so öffentlich und das möchte ich nicht. :/

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        5. August 2017

        Hey Nadine,

        danke für deine Offenheit hier =)

        Ich verstehe, was du meinst. Aber da solltest du dir wirklich keine Sorgen machen…

        Wahres Loslassen geschieht im Inneren, nicht im Äußeren. Klar hat es seine Auswirkungen, die sich im Außen zeigen, wie zum Beispiel weniger oder kein Kontakt mehr, aber wenn du innerlich losgelassen hast, dann spielt das äußere keine Rolle mehr.

        Das heißt, wenn du ihn wirklich losgelassen hast, dann ist es dir auch „egal“, ob du ihn mal anschreiben oder anrufen musst, wegen einer organisatorishcen Frage oder einem Paket. Du weißt ja dann selbst, dass es dir nur um die Organisation / das Paket geht und nicht, um das Zurückgewinnen oder ähnliches.

        Solange du aber nicht wirklich losgelassen hast, wirst du auch bei jeder Kontaktaufnahme eine berechnende / ängstliche / hoffende / abhängige / … Haltung einnehmen. Solange du dich also fragst, ob und wie du ihn kontaktieren sollst, hast du ihn nicht wirklich losgelassen. Wenn du es tun kannst, wenn es sein muss, ohne groß darüber nachzudenken, dann hast du losgelassen.

        Denke an getrennte Ehepaare mit Kindern. Wie könnten die das alles auf die Reihe bekommen, wenn jeder bei jeder Kontaktaufnahme kalkulieren, hoffen und bangen würde. Es geht nur, wenn beide wirklich loslassen.

        Wenn du die Geschichte einfach mal niederschreiben / jemandem erzählen willst, schreib mir gerne einfach an info[ät]vernuenftig-leben.de

        Wie ich schon gesagt habe, kann ich nicht auf jede und leider vor allem nicht auf so umfangreiche Mails antworten, aber ich weiß aus Erfahrung, dass es gut tut, selbst alles einmal zu sortieren und sich von der Seele zu schreiben. Vielleicht hilft dir auch das schon ein wenig =)

        Ansonsten bin ich hier natürlich immer erreichbar =)

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, dir!

        Norman

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      • Sumi

        10. August 2018

        Lieber Roman,
        vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich höre ihn heute Abend nun zum dritten Mal und er hilft sehr.
        Ich habe nur einen Vorschlag für Dich:
        Wenn Du die Stimmen der Kritiker imitierst, klingt das immer schrecklich nach einer nörgelnden Frau, soll es vermutlich auch ein wenig. Aber in diesen Passagen wirkt der ganze Audiobeitrag immer ein wenig lächerlich, also auch so, als ob Du Dich darüber lächerlich machst. Es liegt sicher nur daran, dass Du in diesen Passagen gerne versuchen möchtest, eine andere Stimmlage einzunehmen. Mein Vorschlag, frag doch eine Freundin oder einen Freund, ob er nicht diese Passagen übernehmen möchte. Das klingt dann insgesamt viel eher wie ein kontroverses Gespräch im Kopf oder im Herzen und ist sicher deutlich gefälliger zum Anhören.
        All dies mindert Deinen wertvollen Beitrag keinesfalls und ich bedanke mich hier am Schluss auch noch mal explizit dafür ganz herzlich.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          14. August 2018

          Hey Sumi,

          danke für dein ehrliches und hilfreiches Feedback =)

          Ich muss ehrlich zugeben, dass mich diese Passagen selbst nerven ^^ Ich habe den Beitrag als einen der ersten aufgenommen und überhaupt habe ich ja noch nicht viel Erfahrung mit dem Sprechen, weshalb das eher ein Experiment war. Ein Versuch, wie ich solche Passagen betonen könnte. Und er ist gelungen, denn nun weiß ich, dass ich es so nicht mehr machen möchte ;-)

          Ich habe dazu sogar schon einen Tipp von einer professionellen Sprechtrainerin eingeholt, die mir riet, die Passagen einfach ganz normal zu sprechen und einfach meine Position vor dem Mikro etwas zu verändern. Das will ich demnächst mal versuchen. Dann update ich auch diesen Beitrag =)

          Danke, dass du mir ein so offenes Feedback und damit die Möglichkeit zum Wachsen gegeben hast und dich nicht im Stillen ärgerst oder gar einfach abgeschaltet hast =) Das schätze ich sehr!

          Liebe Grüße

          Norman

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          7. September 2018

          Hey Sumi,

          danke nochmal für dein hilfreiches Feedback =)

          Ich habe den Audiobeitrag mittlerweile angepasst und die entsprechenden Passagen ergänzt. Ich hoffe, dass es nun nicht mehr so nervig klingt =)

          Liebe Grüße und hab ein tolles Wochenende!

          Norman

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  26. Binchen

    28. August 2017

    Danke für Deine Worte!
    Ich habe versucht mit meiner Situation klarzukommen, in dem ich meine Gedanken und Gefühle niederschrieb und im sozialen Netzwerk für bestimmte Freunde eingestellt habe.
    Nun, da ich deinen Text gelesen habe, bin ich mir nicht mehr sicher ob das so hilfreich war oder ich ihn dadurch nur noch weiter von mir weg treibe!??

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. September 2017

      Hey Binchen =)

      danke für deinen Kommentar.

      Naja, das kommt wohl sehr darauf an, was du da reingestellt hast.

      Wenn du zum Beispiel etwas in der Art geschrieben hast, dass du dankbar für die gemeinsame Zeit bist und ihm alles gute wünschst bzw. ihn dadurch wissen lassen willst, dass du ihm liebst und ihn AUS DIESER LIEBE HERAUS die Freiheit schenkst, auch ohne dich glücklich zu werden, ist das sicherlich etwas schönes.

      Wenn du aber einen Text schreibst, der ihm ein schlechtes Gewissen machen soll oder irgendwie die Absicht beinhaltet, ihn umzustimmen oder ähnliches, dann ist das sehr egoistisch und auch sehr kontraproduktiv.

      Soviel erst mal in aller Kürze. Ich hoffe, das hilft dir bei der Einschätzung =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  27. Sandra

    1. September 2017

    Ein interessanter Text und schöne Gedanken.
    Grundsätzlich stimmt es – um die „Liebe“ an sich kann man nicht kämpfen. Entweder sie ist – oder sie ist nicht.

    Anders verhält es sich aber in Punkto „Beziehung“.
    Da der Text in Richtung „Beziehungs-Liebe“ geht (gefühlt) verhält sich das im Leben schwieriger.

    In einer Beziehung hat man meist „Ziele“.

    Ich glaube an bedingungslose Liebe – aber nicht an eine bedingungslose Beziehung.
    Und das ist ein Knackpunkt, der Probleme bereitet (aus meiner Erfahrung).

    In einer gewissen Entfernung kann ich bedingungslos lieben. Sein Kind kann man auch bedingungslos lieben. Genauso Freundschaften oder Familienmitglieder.

    Aber den Partner (und das Wort trifft es gut) in einer Beziehung – da geht man etwas ein, das meist Ziele verfolgt.
    Jeder hat Lebensziele (Karriere, Kinder, Tiere, viel Reisen) und nicht immer überschneiden sich die Ziele 1 zu 1.
    Und dann hört das bedingungslos nämlich auf.

    Warum?

    Ich habe nicht nur meinen Partner, sondern auch mich selbst zu lieben. Ich habe Sehnsüchte, Dinge die mich erfüllen.
    Zum Beispiel hätte ich gerne eine große Familie – mein Partner aber tut gar nichts und zögert es ständig hinaus – ich zeige mich geduldig… aber nicht mehr bedingungslos. Und nach Jahren in denen man altert – und das Leben in seiner Zeit begrenzt ist – werden die Bedingungen lauter.
    Der Frust wächst dann wohl auch oft.

    Nicht die Liebe selbst schwindet.
    Aber eine Familiengründung kann man nicht alleine in „Angriff“ nehmen. Da müssen 2 Menschen etwas dafür tun.
    Und oftmals hätte man es gerne mit dem Menschen, den man auf Beziehungsebene liebt.

    Deswegen – die Liebe an sich mag bedingungslos sein.
    Das Leben und die Beziehungen sind es aber nicht – und da beginnt meist die Qual, wenn 2 nicht im selben Takt rudern oder nur einer rudert und der andere unbeteiligter Mitfahrer ist.

    Liebe ist frei und unabhängig, ja…
    eine Beziehung (meines Erachtens) nicht!
    Und meist kämpft man darum – wenn eben nur einer rudert (und zwar der Rudernde kämpft) … und man nicht will, dass dieses „Beziehungsboot“ durch „nichtstun“ untergeht.
    Deswegen glaube ich, dass die meisten nicht um die Liebe kämpfen, sondern oftmals um die Beziehung.

    Man kann in Liebe gehen lassen und weiterlieben…
    aber die Beziehung ist dann verloren. (Aus diesem Anlass kämpft man meist.)

    Meine Gedanken dazu.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. September 2017

      Hey Sandra,

      danke für diesen bereichernden Kommentar!

      ich weiß, dass es wahrscheinlich nicht so bei dir ist, aber in deiner Beschreibung klingt es so, als sie die Beziehung wichtiger als die Liebe.

      Du schreibst viel von den eigenen Erwartungen und wie deren Erfüllung vom Partner in der Beziehung abhängt (Kinder, Tiere, Reisen etc…).

      Die Frage ist meiner Meinung nach ganz einfach, was dir wichtiger ist. Würdest du lieber deine Liebe opfern, um eine (in deinen Augen) erfüllte Beziehung zu haben oder lieber die Beziehung zu Gunsten der Liebe?

      Meiner Ansicht nach bringt ersteres gar nichts. Was hat man von einer Beziehung ohne Liebe? Das ist vielleicht für ein paar Monate oder Jahre toll, weil man seinen Willen getan bekommt, aber die Liebe stirbt unweigerlich, weil einer unfrei wird.

      Deshalb sollte meines Erachtens die Liebe immer über der Beziehung stehen.

      Ich finde es auch schon nicht so gut, eine Beziehung zwangsläufig mit Zielen in Verbindung zu bringen. Das erinnert mich doch sehr an eine Business-Partnerschaft oder Zweckgemeinschaft. Eine Beziehung sollte meiner Meinung nach ein Rahmen sein, um eine gemeinsame Liebe auszuleben, zu feiern und zu teilen. Ich erinnere immer wieder gerne bei jeder Gelegenheit daran, dass eine Partnerschaft aus einem Mangelempfinden (und dazu gehört meiner Meinung nach auch eine Zielerreichung als Hauptgrund) keine gute Basis ist. Das ist der Inbegriff von Egoismus, eine Partnerschaft einzugehen, um seine Ziele zu erreichen. Die Partnerschaft sollte wie gesagt aus dem Bedürfnis heraus entstehen, eine gemeinsame Liebe zu leben und wenn sich dies dann in dem gemeinsamen Wunsch ausdrückt, eine Familie zu gründen ist das wunderbar. Das sollte aber niemals Bedingung sein.

      Wenn so eine Zweckgemeinschaft allerdings in beiderseitigem Einverständnis eingegangen wird und beide sich von Anfang an über ihre ziele klar sind, dann kann das auch funktionieren. So war die Ehe ohnehin von beginn an gedacht. Aber auch hier können sich Interessen und Ziele ändern, weshalb es nie eine Gewissheit gibt.

      Das sind meine Gedanken dazu, soweit es den engen Rahmen dieses Kommentares betrifft.

      Liebe Grüße und starte gut in die neue Woche =)

      Norman

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  28. Christian Hoof

    1. September 2017

    Hallo Norman,
    du hast ja darum gebeten, dass ich meine Meinung äußere:
    Ich versuche auch gerade, meine Ex-Freundin zurück zu gewinnen und bin deshalb auf Deiner Seite gelandet. Ich frage mich, was Du unter Kämpfen verstehst, wenn Du uns sagst, dass das Kämpfen unserem Egoismus entspringt.
    Ich finde fast alles richtig, was Du schreibst, nur fehlt mir etwas: Was empfiehlst Du uns Verlassenen, was wir gegen das Vergessen tun können? Nach einer Trennung gehen die Partner unterschiedliche Wege und man wird sich nicht mehr oft begegnen. So wie ich meinen „Kampf“ verstehe, geht es darum genau das zu verhindern und dafür zu sorgen, dass man sich nicht aus den Augen verliert. In dem Sinne kann es doch nicht falsch sein zu kämpfen.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. September 2017

      Hey Christian,

      danke, dass du deine Gedanken hier gelassen hast =)

      Warum sollte man sich nicht aus den Augen verlieren dürfen?

      Ich empfehle ja generell die Selbstfürsorge. Also, das Befriedigen der eigenen Bedürfnisse und das sich selbst finden, sich selbst wieder näher kommen, sich selbst ein guter Freund sein… Wer das berücksichtigt, der braucht auch nicht den Kontakt zu einem Menschen, der ihn verlassen hat, um glücklich zu sein.

      Das Problem ist, dass das einen wieder genauso emotional abhängig macht, wie wenn du eine Partnerschaft mit diesem Menschen brauchst. Es liegt einfach nicht in deiner Hand, ob jemand anderes mit dir zusammen oder überhaupt mit dir in Kontakt bleiben will. Also sollte man das auch nicht erwarten, denn das führt zwangsläufig zu Leid.

      Außerdem bewirkt dieser Kampf einzig und allein, dass du deine Energie hier investierst und sie nicht in vollem Umfang dazu nutzen kannst für dich selbst da zu sein oder eine neue Liebe zu finden und zu entwickeln.

      Auch hier sollte man dem Menschen, den man vielleicht noch liebt, die Freiheit geben, sich zu melden, wenn er es will und den Kontakt nicht zur Bedingung machen.

      Das denke ich zumindest.

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Markus

        5. September 2017

        Hi Norman,

        wie würdest folgenden Situation bewerten:

        Meine Frau und ich sind seit 15 Jahren zusammen und davon 7 Jahre verheiratet. Haben eine gemeinsames Kind von 6 Jahren.

        Seit über einem halben Jahr kommt es immer wieder zu Problemen und Streitereien in unserer Beziehung. Immer wieder haben wir gesagt, wir schaffen das.

        Jetzt ist es aktuell wieder so. Meine Frau sagt Sie hat keine Kraft mehr zu Kämpfen. Ihr Kopf und Herz sind so dicht, das Sie nicht einmal mehr weiß, was Sie fühlt.

        Sie sagt auch, sie möchte die Beziehung nicht aufgeben. Hat aber keine Kraft mehr. Ob Ihr meine Kraft reicht, weiß sie nicht.

        Bevor ich auf Deine Seite gestoßen bin(übrigens echt klasse!) hatte ich auch schon den Gedanken:

        Das wir loslassen müssen, um uns wieder zu finden.

        Das loslassen ist für uns halt ein riesiger Schritt.

        Selbst bei einer Trennung auf Zeit bedarf es einer eigenen Wohnung, Kind abwechselnd bei dem einen oder anderen Partner.

        Trotzdem ist das irgendwo die Hoffnung in unseren Köpfen, das wir merken, was wir aneinander haben, wenn der andere erstmal nicht immer da ist.

        Aber es ist auch bei beiden die Angst da, was ist, wenn es uns nicht wieder zusammen bringt?

        Ich hoffe Du hast einen Rat.

        Gruß
        Markus

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        11. September 2017

        Hey Markus,

        danke für deinen Kommentar und deine Frage passend zum Beitrag =)

        Das ist wirklich eine große Entscheidung, vor der ihr da steht.

        Da du beschreibst, dass du vor dem Lesen des Beitrages selbst schon daran gedacht hast, dass das Loslassen euch helfen könnte, gebe ich dir da meinen Zuspruch.

        Nicht, weil das ein logisch richtiger Schritt wäre. Solche Sachen kann man nicht logisch entscheiden. Sondern, weil das scheinbar deine „Bauchentscheidung“ ist. Und Bauchentscheidungen sind immer besser und gerade in solchen Emotionalen Fragen. Die Intuition täuscht uns selten, der verstand spielt uns streiche.

        Aber wenn wir so eine Entscheidung treffen, müssen wir sie vorm verstand rechtfertigen, sonst halten uns die Zweifel vom handeln ab.

        Deshalb denke mal darüber nach:

        Du Schreibst, die Angst, dass ihr ggf. nicht wieder zusammenfindet, schreckt dich / euch ab…

        Was ist die Alternative? Ohne Angst aber dafür mit ständigen Problemen und Streitereien weiterleben? Denke langfristig.

        Und selbst im schlimmsten Fall, wenn z.B. einer den anderen wieder haben will, der andere aber nicht, was bedeutet das? Wolltest du wirklich mit jemandem zusammen sein, der dich nicht mehr will?

        Außerdem ist es so wie du wahrscheinlich schon selbst vermutet hast: Wenn man dann erst mal wieder alleine ist oder mit anderen, lernt man erst wieder richtig zu schätzen, was man am Partner hatte und wie wertvoll das ist, was man sich über die Jahre gemeinsam aufgebaut hat.

        Und ich denke, allein der Akt, diese Freiheit zu schenken, ist ein sehr großes Zeugnis der Liebe. nicht nur gegenüber dem Partner, sondern auch sich selbst. Es wäre egoistisch, dem Partner und dir selbst gegenüber, an einem Status-Quo festzuhalten, nur weil man Angst davor hat, was danach kommen könnte, wenn der Partner und man selbst damit nicht glücklich ist.

        Ich hoffe, diese kurzen Gedanken sind dir eine kleine Stütze und würde mich freuen, von dir / euch zu hören, wie es ausgegangen ist =)

        Liebe Grüße

        Norman

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  29. Anjel

    13. September 2017

    Hallo Norman,

    der Text ist toll aber ich habe eine Frage; Was ist, wenn sich der andere trotzdem am Ende mehr zu jemand anderem hingezogen fühlt? Das schmerzt wenn man das mit ansehen muss und fühlt sich nicht gut.
    Wie sollte man sich dann verhalten?
    Loslassen ist in diesem Fall schwierig, da es vorher und jetzt keine Defizite gab außer dass es da noch jemanden gibt.

    Freue mich über eine Antwort

    Beste Grüße

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    • Markus

      14. September 2017

      Hi Norman,

      danke für Deine Antwort. Es gibt uns das Gefühl, das wir auf dem richtigen Weg sind.

      Wir haben jetzt eine Entscheidung getroffen. Wir werden uns räumlich trennen. Durch unser Kind werden wir uns regelmäßig sehen und dadurch automatisch Kontakt halten.

      Wir haben lange und ehrlich darüber gesprochen und wir beide sehe diesen Schritt als Chance und nicht als schleichenden Abschied. Wir brauchen den Abstand um uns der Ferne wieder ein klares Bild zu machen. Klingt alles komisch, fühlt sich auch so an. Alleine wie schwer wir uns mit der Entscheidung getan haben, zeigt uns, da ist noch was. Ob das reicht, weiß keiner.

      Die Hoffnung auf ein glückliches Ende lässt uns das durchziehen. Wobei wir beide wissen, das es gut sein, das meine Frau feststellt, das war noch da ist reicht nicht. Oder ich an dem Punkt komme, bedingt durch den Abstand, und feststelle meine Gefühle haben sich geändert.

      Wenn die räumliche Trennung durch ist, wollen wir uns zusätzlich externe Hilfe von einer Beratungsstelle holen.

      Natürlich haben wir Angst vor der Ungewißheit. Wir stehen am Abgrund und müssen springen. Gerne würden wir ein halbes Jahr vorspulen und schauen wo wir dann stehen.

      Es wird nicht leicht, aber leicht kann jeder!

      Gruß
      Markus

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        19. September 2017

        Hey Markus,

        schön, dass du dich wieder meldest =)

        Freut mich, dass meine Gedanken euch dabei unterstützen konnten. Freut mich natürlich nicht, dass ihr euch erst mal räumlich getrennt habt, aber, dass ihr diese Entscheidung gemeinsam getroffen habt und beschlossen habt, euer Kind nicht darunter leiden zu lassen =)

        Eure Positivität bei der ganzen Sache beeindruckt mich. Nicht unbedingt die Hoffnung. Die finde ich sogar eher kontraproduktiv, weil die Hoffnung auf ein glückliches Ende mehr der Spiegel der Angst vor einem Unglücklichen Ende ist und diese der ganzen Sache nicht zuträglich ist. Was mich wirklich beeindruckt ist, dass ihr euch in dem Bewusstsein darüber, dass es auch anders ausgehen kann traut den Schritt zu gehen und darauf vertraut, dass es gut sein wird, egal wie es kommt. Und das wird es =)

        Würde mich freuen, in einem halben Jahr nochmal von euch zu lesen und wünsche euch viel Kraft aber vor allem Liebe für die kommende Zeit =)

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. September 2017

      Hey Anjel,

      danke für die wichtige Frage =)

      Man sollte es natürlich nicht soweit kommen lassen!

      Nein, das war ein Scherz… Siehst du, genau das ist diese egoistische Einstellung, die dich vom wahren lieben abhält. Du denkst nur an deinen eigenen Schmerz und nicht an das Glück des anderen.

      Ich bin der Meinung, wenn du diesen Menschen wirklich liebst, dann kannst du dich sogar für ihn freuen, dass er jemanden gefunden hat! Und du kannst ihn weiterlieben, ohne etwas zurückzuerwarten.

      Wenn du die Menschen liebst, wird dir auch Liebe widerfahren. Wenn du aber immer nur auf deinen Gewinn bei etwas bedacht bist, werden dir Menschen begegnen, die genauso denken.

      Natürlich ist das Ego gekränkt und leidet darunter, wenn der oder die Ex einen neuen Partner findet. Man kann es nicht einfach abstellen oder unterdrücken. Die Frage ist meiner Meinung nach nur, ob das Schreien des Egos überwiegt oder die Liebe in dir. Und wenn das Ego überwiegt und nicht die Liebe, dann weißt du, dass du diesen Menschen nicht wirklich geliebt hast, sondern ihn nur gebraucht hast, um dein Ego zu befriedigen.

      Ich hoffe, du kannst mit der Antwort etwas anfangen, auch wenn sie vermutlich nicht das ist, was du dir erhofft hast =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  30. Sven

    24. September 2017

    Hat mir sehr geholfen der Artikel. Danke.

    Aber wenn man es mal anders betrachtet. Derjenige ist gegangen um sein Leben zu verwirklichen und vielleicht wird er Denker wieder irgendwann zurück finden.
    Ich verstehe deinen Artikel, aber wie soll man trotz Liebe jemanden wieder in Liebe aufnehmen mit dem Wissen, dass derjenige ohne Rücksicht nur seine eigenen Interessen vertreten hat. Man hat aus wahrer liebe jemanden losgelassen und sein lassen. Wie kann man dann trotz liebe diesen Menschen vertrauen das er einen nicht wieder einfach im Regen stehen lässt. Ich habe mein Ego erkannt und daran gearbeitet. Was bringt es einen wenn der andere weiter in seinen egostrukturen hängt? Eigentlich ist er doch nur wieder da weil er einen braucht für was auch immer. Ich kann einen Menschen nicht alles durchgehen lassen und vergeben und weiter wieder meine Liebe geben der so handelt. Bedürfnis hin oder her.

    LG

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    • Katja

      25. September 2017

      Sven, genau vor dem gleichen Thema stehe ich auch. Habe das Gefühl, der andere denke nur an sich. Ich gebe und gebe, vergebe, liebe, aber es kommt nichts zurück. Ich erwarte auch nicht, dass etwas zurückkommt, sondern beobachte es eher. Das ist auf Dauer auch anstrengend. Denn wer möchte nicht mal gern in den Arm genommen werden oder oder oder

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        27. September 2017

        Hey Katja,

        danke für deinen Kommentar =)

        Lies dir mal durch, was ich Sven eben geantwortet habe.

        Warum gibst du denn?

        Gibst du, damit etwas zurück kommt? Das ist nicht Liebe! Das ist ein Tauschgeschäft! Es ist Business!

        Oder gibst du, weil du einfach nicht anders kannst? Weil du deine Liebe und dein Glück teilen willst? In dem Fall spielt es keine Rolle, ob etwas zurück kommt. Das ist wahre Liebe.

        Du schreibst zwar, dass du nciht erwartest, dass etwas zurück kommt, aber deine Aussage widerspricht sich. Wenn du das nicht erwarten würdest, würdest du das auch nicht beobachten. Und wenn du gerne in den Arm genommen werden würdest, dann erwartest du das. Es ist nur eine Maskierung zu sagen, ich beobachte nur und wer will nicht gerne. Damit gestehst du dir dein Bedürfnis und deine Erwartungen noch nicht einmal ein, was noch schädlicher ist.

        Du darfst diese Bedürfnisse haben. Das ist menschlich! Gestatte sie dir. Aber gestehe dir dann auch ein, dass deine Beziehung mehr einem Geben und Nehmen als einer Beziehung aus überschäumender Liebe gleichkommt. Auch das ist nicht verwerflich, wenn man sich dessen bewusst ist und beide Partner damit einverstanden sind!

        Das Problem entsteht meiner Meinung nach immer erst, wenn man das verwechselt und meint, man müsse die wahre Liebe in einer Beziehung aus Geben und Nehmen finden etc.

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. September 2017

      Hey Sven,

      danke, dass du deine Gedanken zum Artikel mit uns teilst =)

      Freut mich sehr, dass dir der Artikel hilft!

      Ich kann sehr gut verstehen, was du meinst. Das ist überaus menschlich, so zu reagieren. Aber die Haltung, die dazu führt ist leider auch überaus egoistisch. Der Gedanke, dass sich jemand nur um sich selbst kümmert kommt doch daher, dass du das Gefühl hast, dass er sich nicht um dich kümmert. In diesem Sinne ist es kein „Freigeben“ und „Sich verwirklichen lassen“, wenn du deinen Partner bzw. Partnerin gehen lässt, sondern in dem Fall eher ein Verzichten und ertragen. Das Mindset ist ein völlig anderes, weil du hier Mangel leidest und genau diesen Mangel und Verzicht und die Ablehnung, die du dabei empfunden hast, spürst du dann natürlich auch wieder, wenn er oder sie zu dir zurück kommt.

      Wenn du allerdings jemanden wirklich frei gibst, weil du willst, dass er sich selbst verwirklicht, weil du willst, dass er glücklich wird und weil du ihn wirklich liebst, dann fühlt sich das von Anfang an anders an.

      Dein Glück ist nicht davon abhängig, ob jemand anderes weiter in seinen Egostrukturen hängt. Wenn du das denkst, hängst du noch in deinen.

      Was wäre denn überhaupt die Alternative? Jemanden aus angeblicher Liebe nicht gehen lassen, ihn mit allen Mitteln festhalten und so bewirken, dass er leidet, weil er sich eingesperrt fühlt und nicht verwirklichen kann und damit auch du leidest, weil du mit einem Menschen zusammen bist, der nicht glücklich sein kann?

      Wenn du jemanden wirklich frei gibst, damit er sich selbst verwirklichen kann, kann das sogar die einzig wahre Voraussetzung sein, damit ihr eine glückliche Beziehung führen könnt, wenn er wieder zurückkommt, weil der andere ohne diese Erfahrung niemals die Chance gehabt hätte, mit dir glücklich zu werden.

      Und wenn du das Gefühl hast, dass jemand nur wieder ankommt, weil er dich braucht, musst du ihn ja nicht wieder zurücknehmen. Schließlich brauchst du ihn ja nicht, oder?

      Es ist nicht leicht, das alles in so einem kurzen Kommentar verständlich zu verpacken, aber ich hoffe, der Kern des ganzen kommt rüber =)

      LG Norman

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  31. lejna

    28. September 2017

    Hallo Norman,

    was kann man tun, wenn man eifersüchtig auf den neuen Partner ist von demjenigen den man toll und begehrenswert findet?

    An den Gedanken und die Vorstellungen die dazu gehören, dass es jemanden gibt der vielleicht besser als ich zu der begehrten Person passt, zerbreche ich fast daran.

    Ich weiß, man sollte sich selbst lieben und selbst gut genug sein und nicht denken, dass andere besser sind aber es schmerzt trotzdem. Sollte ich die begehrte Person vergessen? Oder wie komme ich am besten damit klar? Den Kontakt will ich nicht abbrechen aber die beiden zusammen zu sehen oder zu hören wie toll alles ist, dazu muss ich echt richtig stark sein um das über mich „ergehen“ zu lassen. Ich bin schlecht gelaunt wenn ich nur daran denke und es zieht mich runter.

    Danke im Voraus.

    Viele Grüße

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      29. September 2017

      Hey Lejna,

      schön, auch hier von dir zu lesen =)

      Danke für deine bereichernde Frage. natürlich kann ich dir nicht sagen, wie du persönlich am besten damit klar kommst. Das musst du selbst herausfinden. Aber ich zeige dir gerne ein paar Optionen auf, die ich hier sehe:

      Die wichtigste Frage, die du dir stellen solltest ist meiner Meinung nach, ob du diese Person wirklich liebst. Und damit meine ich wirkliche wahre Liebe. Das solltest du unterscheiden. Wenn du diese Person wirklich von Herzen liebst, dann gönnst du ihr das Glück, selbst wenn sie es mit einem anderen Menschen teilt. Du freust dich… dir geht das Herz auf, wenn es ihr aufgeht.

      In dem Fall würde ich dir nicht empfehlen, die Person zu vergessen und den Kontakt abzubrechen. Warum auch? Es gibt doch kein Problem. Du willst der Person Liebe schenken? Dann schenke sie! dazu muss nicht der Aufkleber „Partnerschaft“ auf einer Beziehung draufstehen. Wenn du glücklich bist, wenn du diese Person glücklich machen kannst, dann sind alle glücklich, egal wie das Ding heißt.

      Wenn du allerdings zu dem Schluss kommst, dass es keine wahre Liebe ist, die du empfindest, sondern, dass es eher aus einem Mangel heraus kommt, weil du dich abgewiesen fühlst etc., dann würde ich dir empfehlen, den Kontakt abzubrechen. Dann quälst du dich nämlich nur unnötig selbst und selbst wenn du es schaffen würdest, die Person zurückzugewinnen, wäre die daraus entstehende Beziehung meiner Meinung nach keine, für die es sich zu leiden lohnen würde, weil sie auf Mangel und „Brauchen“ basiert und nicht auf Fülle und „Schenken“.

      Dieses Mangelempfinden ist meiner Erfahrung nach die häufigste Ursache für all das leid im Zusammenhang mit der Liebe. Der einzige Weg, das in den Griff zu bekommen, ist, die Arbeit an sich selbst. Sich selbst lieben lernen, sich selbst genug sein. Kein Mensch der Welt wird die Leere in dir stopfen können, außer dir selbst (das ist verallgemeinernd gemeint, ich will dir nicht unterstellen, dass du diese Leere hast, das sollst du ja herausfinden).

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu sind dir eine Hilfe =)

      Liebe Grüße und ein wundervolles Wochenende =)

      Norman

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  32. Ines

    2. Oktober 2017

    Hallo Norman , ich stimme Dir in ALLEN Punkten zu , jetzt kommt auch kein ABER . Aber sind Bequemlichkeit, Selbstschutz usw. Ein Aspekt wird jedoch nicht betrachtet: bedingungslose Ehrlichkeit. Deine These lässt keinen Raum für Gemeinschaft , echte Verbindung zwischen 2 Menschen. Einfach sagen dürfen , dein Verhalten verletzt mich , deine Entscheidung ist aus meiner Sicht falsch . Wenn 2 Menschen sich dabei in die Augen sehen können , ohne dass einer von beiden den Rückzug in sich antritt , dann sind sie durch liebe verbunden. Dann und nur dann , kommen Deine Aspekte nicht mehr zum tragen , weil sie keiner von BEIDEN nötig hat. Irgendwann hast du soviel Selbstliebe in dir, das du sie freimütig an alle um dich herum verteilen kannst. Viel Erfolg auf dem Weg dahin , du bist auf dem richtigen Weg. Hochachtungsvoll Ines

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Oktober 2017

      Hey Ines,

      danke für deine Zustimmung und dein wertvolle „Aber“ zum Artikel =)

      Gerade das resultiert doch aber aus „meiner These“ (ich setze das in Anführungszeichen, weil es nicht meine ist. Der Ansatz ist schon Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende alt). Wenn du diese Selbstliebe empfindest und nicht darauf angewiesen bist, wie dein gegenüber reagiert, erst dann kannst du ihm doch auch völlig erwartungsfrei begegnen, in die Augen und ihm sagen, was in deinen Augen nicht so gut war, ohne vorwurfsvoll zu sein und ihn zum Rückzug zu drängen. Ich bin der Meinung das gelingt nicht, solange du nicht für dich selbst gesorgt hast und abhängig von der Reaktion deines Partners bist. Solange sind solche Botschaften immer viel zu überladen mit andern Botschaften (Schuld, Erwartungen, Ängsten, Hoffnungen etc..).

      Auch das ist Teil der Freiheit und Liebe, von der ich oben spreche… die Freiheit zu schenken, seine Gedanken frei äußern zu können und sie sich selbst zu geben.

      Vielleicht verstehe ich aber auch etwas falsch an deinem Einwand?

      LG Norman

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  33. Thomas Steiner

    3. Oktober 2017

    Hallo Norman!
    Ich bin sehr beeindruckt, wie und was du schreibst. Ich bin sehr gut darin anderen Leuten zu sagen was oder was sie besser machen können. Wie man mit dem einen oder anderen umgeht. Und ich selbst wurde am Samstag verlassen. Norman wohl wissend das alles stimmt was du schreibst. Davon bin ich selbst mehr als überzeugt. Aber einzig und alleine zu wissen wie es geht bedeudet nicht das es immer das Richtige ist. Jeder Mensch ist anders und geht auch immer anders damit um. Ich möche die auf diesem Weg einfach nur darum bitten mir zu helfen. Bin davon überzeugt das du eine starke Verbindung mit dem Universum, zu positiven Energien und zu guter letzt mit dem lieben Herrgott etc. bist. Bitte hilf mir diese Frau zurück zu gewinnen. Sag bitte nicht das ich es nicht verstanden habe. Das habe ich, nur das lieber Norman ist einfach mein Weg! Danke.

    LG Thomas

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Oktober 2017

      Hey Thomas,

      danke für dein Lob und deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

      Ich kann dir ausnahmslos zu 100% zustimmen. Wenn man selbst betroffen ist, ist das immer nochmal eine ganz andere Hausnummer. Was mir da oft hilft, ist tatsächlich versuchen, „aus mir herauszutreten“ und eine andere Perspektive zu gewinnen. Das meine ich nicht in einer spirituellen weise, sondern tatsächlich zu versuchen, mal mit sich selbst zu reden, so wie du es mit einem guten Freund tun würdest. Deine eigene Situation als Außenstehender betrachten. ich habe mir dazu sogar mal selbst eine Email geschickt und sie mir selbst beantwortet ^^

      Leider muss ich dich enttäuschen. Ich habe keine stärkere oder schwächere Verbindung zum Universum, als jeder andere auch =) Und ich bin leider auch wirklich davon überzeugt, dass du den Kern des Artikels nicht verstanden hast oder verstehen willst, wenn dein Hauptanliegen weiterhin darin besteht sie auf irgendeine magische Weise zurückgewinnen zu wollen.

      Das Loch in dir, das du mit ihr zu füllen versuchst wird bleiben und immer da sein und wieder aufreißen. Fülle erst dieses Loch durch Selbstliebe und baue dann auf einem gefestigten Fundament auf. Das ist der einzige Tipp, den ich dir geben kann.

      LG Norman

      P.S.: Ich habe eure vollen Namen und Geburtsdaten aus dem Kommentar entfernt, da ich mir nicht sicher bin, ob ihr das so recht wäre, ihre Identität hier im Internet völlig preisgegeben zu sehen.

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  34. Katja

    4. Oktober 2017

    Wenn ich jetzt versuche, alles loszulassen, mich um mich zu kümmern, aber immer wieder feststelle, dass es doch teilweise sehr einseitig ist, man dem anderen die Ruhe und Freiheiten lässt, die er benötigt und dann auch feststellt, dass man angeschwindelt wird… Da weiß man dann auch nicht wie man sich verhalten soll. In der Vergangenheit kam es desöfteren zu Vorwürfen meinerseits, warum wir so wenig Zeit miteinander verbringen, vielleicht sind die Lügen/Ausreden auch eine Art Selbstschutz seinerseits. Schlimm, wenn man das Gegenüber nach 2 Jahren noch nicht einschätzen kann und sich die Person um 180 Grad gewandelt hat.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Oktober 2017

      Hey Katja,

      danke für deine Frage zum Artikel =)

      Ich denke, bei diesem Akt des Loslassens in der Liebe geht es nicht alleine darum, dem anderen freiheiten und Liebe zu schenken, sondern vor allem auch sich selbst. Es bedeutet nicht, dass du ihm Freiheiten schenken und dann ruhig dasitzen, zusehen und darunter leiden sollst. Es bedeutet in meinen Augen viel eher, dass du zuerst dir selbst die Liebe und Freiheit schenkst, die du brauchst und dann aus einem Akt der Dankbarkeit und des Wohlwollens auch dem anderen diese Liebe und Freiheit zuteil werden lassen kannst.

      Wenn du nur noch angeschwindelt und für blöde verkauft wirst, dann schenke dir selbst die Freiheit zu gehen und die Liebe, dich dabei nicht schlecht zu fühlen und es dir zu gönnen.

      Es ist nicht schlimm, dass sich Menschen, Dinge oder Situationen ändern. Das ist das Leben. Und du selbst hast auch jederzeit das recht dazu, dich und deine Meinung zu ändern =) Konsistenz, vor allem in der menschlichen Persönlichkeit, ist ein Irrglaube und ich fände es viel schlimmer, wenn alle Menschen konsistent und total berechenbar wären, als so =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  35. Miss piggy

    4. Oktober 2017

    Wunderschön geschrieben. ..es erscheint uns einfach schwer loszulassen was man liebt, aus Angst es zu verlieren. .aber nur weil wir im innersten glauben, es nicht wert zu sein…

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    • Angela

      8. Oktober 2017

      Hallo Norman, sehr, sehr beeindruckend und gut…und vielen Dank, dass Du es mit uns teilst!! Einen Kommentar dazu zu schreiben ist nicht so einfach….das ist ein sehr komplexes Thema….jeder Mensch hat andere Aufgaben und anderen Weg…..

      Es gibt kein Rezept wie man es richtig tut ….aber in dem Moment in dem einem bewusst wird, dass der andere eigentlich ihm einen Spiegel hält, wird es auch (mit der Zeit) bewusst werden was seine Aufgabe ist…was muss man lernen, was muss man erkennen / wahrnehmen…aber das braucht erstens eine sehr gute Selbstkenntnis, Selbstachtung, ein sehr starkes Selbstvertrauen….und die Erkenntnis, dass ich ohne mich lieben, akzeptieren und respektieren zu können, werde auch den anderen nicht lieben, akzeptieren und respektieren können…denn was innen, das ist außen. Man wird draußen nur das finden was innen ist!

      Ich bin keine Deutsche, ich liebe nur diese Sprache, deswegen bitte um Entschuldigung, fals ich mich nicht so einfach und kürzer ausgedrückt habe :) Wünsche Dir und jedem ein erfülltes Leben gefüllt mit Liebe !!

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        10. Oktober 2017

        Hey Angela,

        danke für deinen Kommentar =)

        Ja, es ist wirklich ein sehr sehr komplexes Thema und ich stelle auch fest, dass man bei fast jeder Begegnung auf einem anderen Level anfangen muss, um zum Kern des ganzen vorzudringen. Aber das macht es meiner Meinung nach nur noch wichtiger und lohnender, sich damit auseinanderzusetzen =)

        Ich denke, anstatt ein Rezept für ein WIE und WAS zu suchen, sollte man einfach den grundlegenden „Geschmack“, das WARUM verinnerlichen. Wenn man versteht, warum dieses Prinzip so wirkt, wie es wirkt, kann man damit seinen eigenen individuellen Weg für die eigene Situation finden =) Ganz im Sinne deiner sehr wertvollen Feststellung: „Man wird draußen nur das finden was innen ist!“

        DU musst dich nicht entschuldigen =) Das war sehr verständlich geschrieben. Was ist denn deine Muttersprache? Mir geht es ähnlich mit dem Englischen. Ich habe viel Korrespondenz in dieser Sprache und entschuldige mich auch ständig für eventuelle Fehler ^^

        Wünsche dir auch alles Gute und eine wunderwolle Woche =)

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Oktober 2017

      Hey Miss Piggy,

      schön, dich hier zu sehen =)

      Danke für deine lieben Worte zum Beitrag und den bereichernden Gedanken!

      Ich finde, das ist ein wichtiger Punkt. Wenn wir uns selbst für der Liebe wert halten, strahlen wir diesen Wert auch aus, verkörpern ihn und ziehen die an, die ihn zu schätzen wissen =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  36. Lena

    8. Oktober 2017

    Ein wirklich sehr schöner Artikel, dem ich so auch fast ganz zustimmen kann.
    Mir fehlt es hier etwas an Gefühl.
    Was ist mit der Liebe, wenn sie von beiden Partner wirklich stark existiert, der eine Partner, sich aber entweder tot säuft oder mit Drogen sich das Leben schön macht? Soll ich als Partnerin, im Interesse der Liebe zu gucken? Bestimmt nicht, da werde ich kämpfen, im Interesse meines partners und erst recht, wenn er um Hilfe bittet

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Oktober 2017

      Hey Lena,

      danke für deine bereichernden Gedanken zum Artikel =)

      Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob wir hier wirklich von Liebe sprechen, wenn ein Partner sich lieber tot säuft oder mit Drogen ruiniert. Solche Verhaltensweisen sind ja in der Regel blühender Ausdruck davon, dass derjenige einen Mangel leidet und versucht eine eigene Leere irgendwie zu füllen. Und nach meiner Ansicht ist dieser Mensch viel zu sehr mit sich und seinen Mängeln beschäftigt, um wirklich lieben zu können. Er zeigt sich ja nicht mal selbst die Liebe, die ihm gebührt, also wie kann er sie anderen zeigen?

      Und der andere? Ist es wirklich ein Akt aus der Liebe, an einer Beziehung mit diesem Menschen festzuhalten und darunter zu leiden? Tut man sich selbst damit etwas gutes? Oder ist es auch hier vielleicht nur ein Akt aus einer eigenen inneren Leere heraus und der Hoffnung, diese Leere füllen und das eigene Ego aufwerten zu können, wenn man einem anderen Menschen hilft? Ist es vielleicht sogar bequemer, sich um einen anderen Menschen zu kümmern und es Liebe zu nennen, anstatt sich in erster Linie um sich selbst zu kümmern und dann aus der Liebe heraus für andere da zu sein? Und dem anderen ein Vorbild zu sein, dass man bei sich selbst anfangen muss?

      Ich glaube, bei jemandem, der so unliebsam mit sich selbst umgeht, fällt auch deine Liebe auf keinen fruchtbaren Boden. Solche Menschen müssen sich erst einmal selbst lieben lernen und dabei kannst du ihnen nicht helfen, wenn du es ihnen selbst nicht vorleben kannst.

      Sehr spannendes Thema. Danke für den interessanten Gedankengang. Würde mich freuen zu hören, was du davon hältst?

      LG Norman

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  37. Christian

    16. Oktober 2017

    Hallo Norman,

    Loslassen, hat auch etwas mit Selbstachtung zu tun. Ich habe einen Kampf um die Liebe einer Frau hinter mir, es ist alles andere als ein angenehmes Gefühl. Man(n) kommt sich vor, wie ein winselndes Hündchen, was um Leckerli bettelt. Man(n) und sicher auch Frau, tut Dinge die man sonst nie machen würde! .Nun nachdem auch ich loslasse, geht es mir besser, um nicht zu sagen es geht mir super. Beziehungen die auf sich verbiegen oder jammern basieren, haben nichts mit Liebe zu tun! Liebe bedeutet doch, sich miteinander wohlfühlen. Wenn einer nicht möchte, ist das wohlfühlen, nicht gegeben. Danke für Deine super Arbeit, die Du hier machst. LG Christian

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    • Katja

      17. Oktober 2017

      Ich kann dem (fast) zustimmen. Würdest du es auch als „betteln“ bezeichnen, wenn Frau Mann (immer wieder) nach gemeinsamen Unternehmungen fragt? Vom Mann kommt nicht viel (kaum Zeit)…Frau fragt dann..weil will Beziehung aufrecht erhalten..Gemeinsamkeiten usw. Ist einfach nur fragen (ohne Erwartungen – meist ist es eh eine Absage) auch schon betteln in Euren Augen oder wie würdet ihr eine Frage nach einer Unternehmung formulieren, ohne dass sich der andere unter Druck gesetzt fühlt?

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        17. Oktober 2017

        Hey Katja,

        danke für deinen Kommentar und deine wichtige Frage dazu =)

        Ich denke, wir sollten noch einen Schritt früher anfangen und uns fragen: Ist es überhaupt sinnvoll, zu erwarten, dass der Partner dieses Bedürfnis nach gemeinsamer Unternehmung stillen sollte?

        Woher kommt dieses Bedürfnis?

        Es kann verschiedene Ursachen haben:

        Ist die Ursache, dass man sich zurückgesetzt fühlt oder nicht weiß, was man mit seiner Zeit anfangen soll oder Anerkennung des Partners in Form von gemeinsamer zeit sucht? Das wäre meiner Meinung nach eine Motivation aus einem Mangelempfinden heraus.

        In dem Fall würde ich eher bei mir selbst ansetzen und mich fragen, wie kann ich mir selbst diesen Mangel nehmen, sodass ich nicht mehr darauf angewiesen bin, dass ihn mein Partner für mich erfüllt.

        Die zweite Möglichkeit wäre aber, dass dieses Bedürfnis daraus entsteht, dass du soviel Glück empfindest, wenn du mit deinem Partner zusammen bist, dass du das einfach häufiger mit ihm teilen willst.

        Das wäre ein guter Grund, mehr mit deinem Partner zu unternehmen, aber: In den meisten Fällen, wo so ein großes Glück verspürt wird, beruht das auch auf Gegenseitigkeit und es bedarf in der Regel keiner großen Motivation oder Überwindung des Partners, etwas gemeinsam zu unternehmen, weil er ja selbst dieses Glück verspüren möchte. Deshalb stellt sich hier häufig die Frage erst gar nicht.

        Wenn also die erste Variante zutrifft, solltest du vielleicht am besten erst mal bei dir selbst anfangen. Welche Konsequenzen das dann für deinen Partner hat wird sich zeigen.

        Vielleicht lässt du ihn durch die Konzentration auf dich selbst erst mal in Ruhe und dadurch, dass du ihm damit die Freiheit schenkst, auch für sich selbst zu sein, kommt er irgendwann von selbst auf dich zu?

        Oder es stellt sich heraus, dass ihr eigentlich doch gar nicht so gut harmoniert und du vielleicht mit einem anderen Partner glücklicher wärst?

        Alles nur graue Theorie und fixe Gedanken und auch nur 2 von unendlich vielen Möglichkeiten, aber ich hoffe, der Kern des ganzen kommt damit rüber =) zumindest ist das meine Meinung dazu. ich freue mich auch über andere Ansätze =)

        Liebe Grüße

        Norman

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      • Katja

        17. Oktober 2017

        Hallo Norman, vielen Dank für Deine umfassende Antwort. Ich denke, dass es kein Mangel/Bedürfnis ist. Es ist einfach die Lust, ein schönes Erlebnis mit dem Partner zu teilen. Das letzte gemeinsame richtige Date war im August. Es folgte eine schwierige Zeit. Es ist jedoch auch so, dass ich versuche, auf ihn zuzugehen, ihm die Hand zu reichen. Mehr als eine Absage kann ich mir ja nicht einhandeln. Wenn er nicht will, sagt er (wieder) nein und begründet es mit „keine Zeit wegen…..“.

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        17. Oktober 2017

        Hey Katja,

        dann versuch dir doch einfach selbst eine schöne zeit zu organisieren. Vielleicht mit anderen Freunden. Du musst ihn ja nicht ausschließen, sondern kannst ihm einfach die Gelegenheit einräumen, dazuzustoßen, wenn er möchte, aber ohne etwas zu erwarten.

        Vielleicht kommt er nach einiger Zeit selbst darauf zurück, wenn er sich nicht so im Zugzwang fühlt, sondern frei, seine Zeit selbst einzuteilen und die gemeinsame Unternehmung eher als Möglichkeit als als Pflichtübung zu sehen =)

        Vielleicht merkt er auch, wie gut dir diese Unternehmungen tun und wie viel Spaß du hast und will das auch erleben?

        ich würde mein Glück jedenfalls nicht von ihm abhängig machen und auf ihn warten, um etwas tolles zu erleben. das ist der beste Rat, den ich dir momentan geben kann =)

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      17. Oktober 2017

      Hey Christian,

      danke für deinen wertvollen Hinweis =)

      Das ist wirklich ein wichtiger Punkt: das Bild von winselnden Hündchen trifft es ganz gut, weil man eben dies Abhängigkeit vom anderen verspürt und sie regelrecht auslebt.

      Freut mich, dass es dir gelungen ist, das zu überwinden =) Das ist meiner Meinung nach auch die beste Ausgangslage, um eine neue Liebe zu finden, die nicht auf Abhängigkeit, sondern auf dem Bedürfnis ein gemeinsames Glück zu teilen basiert =)

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Christian

        18. Oktober 2017

        Hallo Norman,

        wer um die Liebe kämpft hat schon verloren. Einer würde sich verbiegen müssen. Dein Tipp, des Loslassens ist sicher schwer umzusetzen, aber wenn man es geschafft hat, ein Befreiungsschlag! Jetzt kämpft auf einmal sie, hab ihr zum Abschied den Link deines Blogs gesendet. D.h nicht das meine Liebe zu ihr erloschen ist, ich hab einfach nur festgestellt, dass man lieben kann, aber trotzdem erkennen muss, ob es passt oder nicht. Es passt mMn bei uns nicht. Einer Deiner größten Fans sagt Danke für diesen Blog, der mir ein Helfer in vielen Lebenslagen geworden ist!
        LG Christian

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        24. Oktober 2017

        Hey Christian,

        schön, wieder von dir zu lesen =)

        Danke, dass du diese Wendung der Ereignisse mit uns teilst! Es freut mich sehr, dass dir meine Inhalte helfen und vor allem, dass du sie umsetzen kannst =) Das ist ja meistens der schwerere Teil. Also, Respekt!

        Ich hoffe, der Artikel hilft auch ihr!

        Liebe Grüße und danke für die lieben Worte =)

        Norman

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  38. Petra

    18. Oktober 2017

    Eine Frage hätte ich : Ist es nicht auch Egoismus wenn der andere seine Aktivitäten nur noch alleine unternimmt ?

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    • Christian

      23. Oktober 2017

      Petra,

      nein ist es nicht, es ist seine Entscheidung!

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      • Petra

        23. Oktober 2017

        danke Christian ja das weiß ich jetzt auch . Es ist seine Freiheit.

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        24. Oktober 2017

        Hey Christian,

        vielen Dank für deine wertvollen Kommentare und dass du auch anderen Lesern direkt hilfst. Das bedeutet mir und bestimmt auch den anderen sehr viel =)

        Liebe Grüße

        Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Oktober 2017

      Hey Petra,

      danke für die wichtige Frage =)

      Und danke Christian für die wichtige Antwort =)

      Ich stimme ihm zu: Das ist nicht zwangsläufig Egoismus. Man kann auch Freiheit dazu schenken. Es kann sogar die Beziehung bereichern, wenn jeder auch mal alleine seinen Leidenschaften frönen kann. Aber das wichtigste:

      Du bist nicht für den Egoismus eines andere verantwortlich. Das ist seiner. Aber der Gedanke, ihm das vorzuhalten, damit er sich wieder mehr um dich kümmert ist deinerseits egoistisch motiviert. Das ist dein Egoismus. Den kannst du „kontrollieren“. nicht den deines Partners =)

      LG Norman

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  39. Julius

    19. Oktober 2017

    Lieber Norman,

    danke für den exzellenten Artikel.

    Wer sich nicht an erster Stelle um sich selbst kümmert, bei dem werden auch die Beziehungen immer wieder an diesem Punkt scheitern.

    Und da ist es wirklich sinnvoll, sich um sich selbst zu kümmern, seine alten Wunden und Muster anzuschauen, statt um den Partner zu kämpfen.

    Wenn man das vernünftig macht, kommt er oder sie manchmal ganz von alleine zurück.

    Und dann ist es wirklich echte Liebe!

    Lg

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Oktober 2017

      Hey Julius,

      danke für deine Gedanken zum Artikel =)

      Sehe ich genau so. Das Problem ist meist nur, dass man es als Betroffener in so einer Situation nur schwer erkennt, weil viele Emotionen den klaren Blick vernebeln. Achtsamkeit ist hier das Stichwort =)

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Katja

        24. Oktober 2017

        Ja, leider. Mein Partner verbringt aktuell wenig Zeit mit mir. Geht viel arbeiten, dann Hobbies und Freunde. Ich bleibe auf der Strecke. Frage immer wieder nach Dates. Oft nur Absagen. Ich schaffe es aber nicht, ihn einfach mal „links liegen“ zu lassen. Bin wie ein klammerndes Äffchen. Möchte so gern mit ihm zusammen sein. Seine Nähe fehlt mir sehr. Kann mich auch schlecht ablenken. Er sagt auch oft nicht, was er vor hat. Bin dann eifersüchtig und grübel mir irgendwelche Geschichten aus. Glaube auch, dass er manchmal flunkert. Hat jemand einen Tipp? Ich kann so schlecht loslassen. Und ich weiß, dass ich mich um mich kümmern sollte…klappt aber nicht bzw. nur schlecht.

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        31. Oktober 2017

        Hey Katja,

        kann mir vorstellen, dass das eine schwierige Situation ist. Gerade, wenn er auch nicht damit rausrückt, was er tut.

        Im Kern finde ich aber, du solltest dich auf jeden Fall unabhängiger von ihm machen. Nicht, um ihn eifersüchtig zu machen oder seine Aufmerksamkeit zu gewinnen (obwohl das ein Nebeneffekt sein könnte), aber vor allem, um dir selbst das zu geben, was du von ihm zu brauchen glaubst. Mach doch selbst einen Mädelsabend, wenn er losgeht oder ähnliches. Ich denke, wenn du dann alleine bleibst und grübelst, verschlimmerst du die ganze Sache extrem.

        Wer weiß, vielleicht lernst du sogar jemanden kennen, der sich darauf freut, dich zu daten? Ich kenne ja eure Situation nicht, aber wenn du dauerhaft nicht glücklich bei ihm bist, zwingt dich auch niemand, zu bleiben.

        Liebe Grüße

        Norman

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  40. Petra

    22. Oktober 2017

    Norman wunderschön geschrieben. Was ich hier die letzen Wochen lernte fühlt sich gut an es ist wie befreiend.
    Ich lerne mich selbst kennen und sehe auch dies muss ich eingestehen was in meiner Ehe schief lief.
    Bianca deine Beiträge habe ich mir öfters durch gelesen und auch mich darin gefunden wie meine Vergangenheit war. Ich hatte die gleiche Sichtweise und sehe heute wie stark ich meinen Mann eingesperrt habe, wie sehr ich ihn entfalten lies. 15 Jahre Ehe und ein wirklich lieber Mann, der sich einsperren lies weil er mir nicht weh tun wollte. Aber der Ausbruch war natürlich vorprogrammiert und heute verstehe ich das er das Beste tun konnte und tat.
    Eifersucht , Kontrollsucht, die große Liebe nicht zu verlieren, das gemeinsame Zuhause . Eifersucht war nicht auf die weiblichen Menschen, es war auf alle bezogen. Angst ihm könnte etwas mehr geben besser gefallen, besser sein. Sätze wie ich kann ohne dich nicht sein, ich brauche dich aber ohne dich ist alles nicht mehr schön. Das ist wie ein Strick um den Hals der immer enger wird. Immer für mich da sein, die ewige Liebe wie im Groschenroman. Resultat Trennung, Therapie Los lassen (nur leider hat man mir nicht gesagt was los lassen bedeutet – für mich war das Aufgeben, beenden und somit natürlich Abwehr von mir) dann folgten Deppriemittel die mich zwar ruhiger machten aber nicht das Problem lösen. 2 Jahre bin ich ihm regelrecht nachgelaufen gekämpft um die Liebe, bedrängt und wieder eingeengt. Jetzt weiß ich was ich getan habe, was ich nie bewusst wollte . Ich dachte ich bin nichts ohne ihn, emotional vollkommen abhängig (vom Elternhaus mit Sicherheit auch so vorprogrammiert). Jetzt weiß ich was wahre Liebe ist. Ich hab mir überlegt ob ich das jetzt tu, weil ich hoffe das er mich wieder lieb hat. Aber ich kann mit Sicherheit ich tu es für mich. Ich würde auch niemanden lieben können der was mich ständig braucht, ständig um mich rum sein will. Das gesellige unterbindet und nicht mehr lachen kann. Ich spüre wie ich mich finde, wie ich merke das ich mich selbst lieb haben muss. Das ich erstmal die Nummer 1 sein muss um irgendetwas überhaupt geben zu können. Was ich als Freiheit sah, war du kannst schon gehen mit deinen Freunden, damit ich dann 10 x angerufen habe wenn es später wurde. Ich merke wie ich mich mit mir beschäftige, mir Ziele setze für mich selbst, aufschreibe was ich gerne tu. Keine Erwartung ihm gegenüber sondern ihn eigentlich beglückwünsche das er diese Kraft hatte. Es ist ihm nicht leicht gefallen aber es war der beste Schritt in seinem Leben. Zu dem Thema Bianca ggf. für Sex ne andere Frau. Sex ist nicht Liebe also würde ich heute nach meinem jetzigen Wissen darüber hinweg schauen wenn ich wahre Liebe möchte.
    Dir lieber Norman, danke ich aus ganzen Herzen was du hier erschaffen hast. Danke auch für das Ebook.
    Petra

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    • Petra

      22. Oktober 2017

      hab ich mir selbst beantwortet . Das ist kein Ego das ist Freiheit :)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Oktober 2017

      Hey Petra,

      wow, danke für diesen offenen Einblick in dein Leben!

      Ich bin sicher, auch viele andere Leser können sich damit identifizieren und dein Beispiel ist ihnen sicher hilfreich.

      ich freue mich sehr, dass du all das nun so sehen kannst und für dich herausgefunden hast, was Loslassen und Lieben wirklich bedeutet. Ich bin mir sicher, wenn du mit dieser Einstellung weiter durchs Leben gehst und Liebe schenkst anstatt sie einzufordern, wirst auch du viel Liebe und Freiheit erfahren dürfen =)

      Besonders beeindruckt hat mich, dass du die Entscheidung deines Mannes nun sogar lobst und Respekt vor seinem Mut hast! Das war sicher keine einfache Situation für ihn.

      Ich wünsche dir alles gute und viel Liebe und hoffe, wir lesen uns mal wieder =)

      LG Norman

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    • Katja

      24. Oktober 2017

      Hallo Petra, seid ihr denn wieder zusammen oder wie ist der Stand der Dinge jetzt?

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      • Christian

        24. Oktober 2017

        Katja,

        @ ner verbringt aktuell wenig Zeit mit mir. Geht viel arbeiten, dann Hobbies und Freunde. Ich bleibe auf der Strecke. Frage immer wieder nach Dates. Oft nur Absagen. Ich schaffe es aber nicht, ihn einfach mal „links liegen“ zu lassen. Bin wie ein klammerndes Äffchen. Möchte so gern mit ihm zusammen sein. Seine Nähe fehlt mir sehr. Kann mich auch schlecht ablenken. Er sagt auch oft nicht, was er vor hat. Bin dann eifersüchtig und grübel mir irgendwelche Geschichten aus. Glaube auch, dass er manchmal flunkert. Hat jemand einen Tipp? Ich kann so schlecht loslassen. Und ich weiß, dass ich mich um mich kümmern sollte…klappt aber nicht bzw. nur schlecht.

        Versuch Deine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Gedanken haben unheimliche Kraft und ist ein Gedanke erst einmal gedacht, bekommt er Kinder. Das meiste, was Du dann denkst zu wissen ( zB er geht grade fremd oder so ) entspringt Deiner Phantasie!
        Frag nicht mehr nach Dates, er möchte nicht, dies gilt es anzunehmen. Man kann niemanden zwingen und wenn doch, ist es keine Liebe. Erniedrige Dich nicht weiter, lass los und geh weiter. Es ist nicht einfach, aber wenn Du es einmal geschafft hast, ein Selbstbewusstseinsschub vom Feinsten. Ein echt geiles Gefühl von Freiheit!
        LG Christian

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      • Petra

        24. Oktober 2017

        Hallo Katja,
        lieb das du frägst. Wir leben immer noch getrennt, das hat jedoch auch mit einem Trauma aus der Kindheit zu tun, was ihn eingeholt hat. Wir versuchen gerade auch so eine gewisse Auszeit zu haben. Damit beide zu Ruhe kommen.

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      • Katja

        25. Oktober 2017

        Hallo Christian, vielen Dank für Deine Antwort. Ich verstehe sehr gut was Du meinst. Loslassen bedeutet jedoch nicht völligen Kontaktabbruch oder wie? Es ist so, dass wir zusammen bleiben wollen. Er macht jedoch auch gerade eine schwierige Phase durch. Ich möchte mich durch das loslassen nicht entfremden….
        LG Katja

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        31. Oktober 2017

        Hey Christian,

        danke für deine rege Beteiligung hier =)

        Den Hinweis auf die Macht unserer Gedanken finde ich auch sehr wertvoll. Ich denke auch, wir erschaffen uns unsere Wirklichkeit ständig selbst und nicht selten treiben Menschen erst durch ihre Gedanken und ein daraus resultierendes misstrauisches und kontrollierendes Verhalten ihren Partner am Ende wirklich dazu, fremdzugehen oder das Weite zu suchen (wobei zum fremdgehen treiben nicht ganz korrekt ist, das tut und will er dann am Ende schon selbst). Eine selbsterfüllende Prophezeihung also.

        Deshalb denke ich auch, das Loslassen und auf dich selbst und die positiven Dinge in deinem Leben konzentrieren ist das beste, was du tun kannst =) Vielleicht bewirkt das auch bei ihm einen Wandel. Vielleicht aber auch nicht. Das ist dir aber egal, wenn du der wichtigste Mensch in deinem Leben geworden bist =)

        LG Norman

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        31. Oktober 2017

        Hey Katja,

        Loslassen findet im Innern statt.

        Du kannst einen Menschen vollkommen losgelassen haben und mit ihm im selben Zimmer wohnen oder du kannst tausende Meilen weit weg sein und ihn krampfhaft festhalten.

        Du solltest dich auf dich und dein inneres konzentrieren. Lies auch den Kommentar, den ich Christian gerade geschrieben habe, der ist teilweise auch an dich gerichtet =)

        Liebe Grüße

        Norman

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      • Petra

        1. November 2017

        Hallo Katja,

        ich habe mir deine Gefühle unten durch gelesen. Das Klammeräffchen und die wilden Phantasien. Katja, das alles kenne ich sehr sehr gut. Es ging mir doch genauso aber über einen sehr sehr langen Zeitraum.
        Genauer gesagt bis ich diese Seite hier gefunden habe. Endlich begann ich um zu denken. Plötzlich war alles so klar und logisch.
        Endlich keine Tränen mehr, endlich nicht mehr dieses unglaublich schmerzvolle leere Gefühl in mir. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen das alles richtig umzusetzen, aber jeder Tag bringt einen kleinen Gewinn.
        Mit Atemübungen hole ich mich manchmal raus , wenn ich merke es kommt was hoch. Habe mir so einiges hier ausgedruckt auch den Vogel und an meinen Schreibtisch angebracht. Auch eine Auswertung was ich von meinem Leben möchte.
        Auch ich arbeite noch fleißig an mir, weil ich sehr gerne die Freundschaft erhalten würde die ich für „meinem“ Mann empfinde. Aber das ist nur möglich wenn man los lässt. Ich fühle mich deutlich freier und denke auch so.
        Wenn du Hilfe brauchst du kannst auch gerne privaten Kontakt mit mir aufnehmen. Ein wenig kann ich bestimmt weiter geben.
        Kopf hoch, das wird ganz bestimmt wenn DU das willst.

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        • Mona

          21. Dezember 2017

          Liebe Petra, ich bin im Moment noch in der Phase des loslassens. Suche die Dinge die mir Spaß machen und entdecke soviel Neues. Wir lieben uns und doch möchte er jetzt Freiheit und Single sein. Nach 8,5 Jahren Beziehung und im Fortgeschrittenen Alter fragt Frau sich schon wie es weiter geht. Aber du hast recht los lassen ist der einzige Weg Zubehör sich selber zu kommen. Wenn du dich mit deinem Mann triff spürst du nie Hoffnung in dir keimen? Habt ihr körperliche Nähe? Was lässt du zu? Ich finde Michaelen gerade in diesen los lassen Prozesse ein. Da er mir immer Doppelbotschaften gibt- mir ständigvkomplimente macht, mir sagt das er mit mir alt werden will. Bin ich nur häufig verwirrt und dann doch voller Hoffnung. Wie bistvdu mit deiner Hoffnung umgegangen? Ist loslassen nur möglich wenn man die Hoffnung begräbt? Freue mich auf Anregungen und kleine Hilfen.

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      • Katja

        2. November 2017

        Liebe Petra,
        vielen Dank für Deine Nachricht und die lieben und mutmachenden Worte. Ich übe auch. Gerade diese „Gedanken abstellen“ und grübeln. So wie Christian schrieb, Gedanken bekommen schnell Kinder und oft ergibt sich dann wirklich diese selbsterfüllende Prophezeihung. Ich wünsche dir alles gute für Dich und deinen Mann und hoffe, dass ihr gute Freunde bleibt, oder auch wieder mehr wenn es gewollt ist. Schade, dass es oft so schwierig ist in Beziehungen. Ganz liebe Grüße!

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        4. November 2017

        Hey Petra,

        danke für deine Hilfe und das tolle Kompliment, das du an die Seite machst =)

        Wollte noch kurz den Link ergänzen. Ich denke, mit dem „Vogel“ meinst du die Beitragsserie zu den „Gedankenvögeln“? Die beginnt hier, falls Katja oder jemand anderes Interesse hat:

        https://www.vernuenftig-leben.de/kraft-der-gedanken-in-deinem-leben/

        Wenn ihr gerne miteinander Kontakt aufnehmen wollt, aber hier keine Mailadressen reinschreiben wollt, kann ich übrigens gerne vermitteln. Schreibt mich einfach an =)

        Liebe Grüße und ein wundervolles Wochenende!

        Norman

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        4. November 2017

        Hey Katja,

        oben habe ich ja schon den Link zu den „Gedankenvögeln“ geschrieben. Da erfährst du auch einiges zum Thema „Abstellen“ oder Ändern von Gedanken. Ansonsten kann ich dir noch das Meditieren sehr empfehlen. Das ist nicht für jeden etwas, aber wenn du der Typ dafür bist, kann es dir wirklich sehr viel bringen:

        https://www.vernuenftig-leben.de/wie-geht-meditieren/

        Liebe Grüße

        Norman

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  41. Sisi

    22. Oktober 2017

    Lieber Norman,

    was Du beschreibst hat mit „Liebe“ nichts zu tun.
    ABER: Es trifft die Definition von dem, was heut zu Tage darunter verstanden wird.
    Und: Das hast Du sehr gut dargestellt.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Oktober 2017

      Hey Sisi,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag =)

      Ja, leider ist das heute irgendwie das gängige Bild von Liebe. Ich denke vor allem die Medien (Romane, Filme, Serien etc.) haben dieses Bild in den letzten Jahrzehnten so in uns gefestigt, weil sich Drama, Leid und Hoffnung einfach besser verkauft als wahre Liebe und Freiheit.

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Christian

        24. Oktober 2017

        Norman,
        ich denke Liebe, könnte man auch miteinander wohlfühlen nennen! Kommt noch Verlangen hinzu, ist es dann die partnerschaftliche Liebe.

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      • Christian

        25. Oktober 2017

        Katja,
        loslassen bedeutet nicht unbedingt ihn/sie loszulassen, sondern es bedeutet, seine Erwartungen die man an ihn/ sie hat, loszulassen. Solltest Du Dich jedoch, weiterhin unwohl in dieser Situation fühlen, gilt es auch ihn loszulassen! Laufend um Aufmerksamkeit betteln, hat meiner Meinung nach, niemand nötig.

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        31. Oktober 2017

        Hey Christian,

        danke für das tolle Statement =)

        Finde ich gut. Mit der Betonung auf MIT einander wohlfühlen und nicht DURCH einander. Denn gerade das, dass sich Menschen durch die Anwesenheit und das Geliebt werden besser fühlen ist ja diese Egofalle, in die wir häufig tappen.

        LG Norman

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        31. Oktober 2017

        @Katja

        Sehe ich genauso wie Christian =) Wenn du ihn innerlich loslässt, wird sich der Rest ganz automatisch von selbst fügen =)

        LG

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  42. Sabrina

    29. Oktober 2017

    Was ist wenn ich die Einsicht erst jetzt habe und alle Fehler gemacht habe die letzten vier Wochen.

    Ist es dann zu spät?

    Lieben Gruß

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      31. Oktober 2017

      Hey Sabrina,

      danke für diese wichtige Frage!

      Nein, es ist nie zu spät, dir selbst eine bessere Weggefährtin zu werden und zu lernen, loszulassen.

      Wenn du aber fragst, ob es zu spät ist, um deinen Partner doch noch zu überzeugen / überreden, bei dir zu bleiben oder dir weiterhin das zu geben, was du „brauchst“, dann hast du leider die Kernbotschaft des Artikels nicht ganz verstanden. Es muss dir um dich gehen. Du musst lernen, dir selbst zu geben, was du brauchst. Es mag sein, dass er dann sogar zu dir zurück kommt, wenn er merkt, wie du dir selbst genug bist, selbstbewusst, unabhängig und attraktiv wirkst etc. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass es dir gut geht, selbst wenn dieses Szenario nicht eintritt und dass du ihn nicht mehr brauchst.

      Liebe Grüße

      Norman

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  43. Alexandra

    31. Oktober 2017

    Hallo lieber Norman, es war wirklich sehr interessant deine Worte zu lesen. Ich konnte mal alles klarer sehen und irgendwie verstehen. Ich mache gerade eine schlimme Zeit durch. Ich hab mich schrecklich (ich bin verheiratet) in einen anderen Mann verliebt. Und er sich auch in mich. Nach einiger Zeit, wir waren aber noch nicht wirklich zusammen, hab ich mich dann doch gegen ihn und für meinen Mann entschieden. Es aber sofort bitter bereut. Nun komme ich nicht weiter. Hin und wieder schreibe ich ihm eine Email, bekomme aber niemals eine Antwort. Es ist nun auf den Tag genau 3 Monate her und ich quäle mich seither durch den Tag, es tut sehr weh, ich vermisse ihn schrecklich und fühle mich so unvollständig.. aber ich nehm mir deine Worte zu Herzen, ich erkenne meinen eigenen Egoismus. Und es wird wohl stimmen, hätte es mit ihm gepasst hätte ich mich ohne weiteres darauf einlassen können. Also werde ich ihn ziehen lassen müssen.
    und hoffentlich darüber hinweg kommen.. bis dahin werd ich wohl täglich deinen Beitrag lesen müssen damit ich es noch mehr verinnerlichen kann. Lg

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      31. Oktober 2017

      Hey Alexandra,

      danke für deinen lieben Kommentar =)

      Freut mich sehr, dass dir der Artikel geholfen hat.

      Danke auch, dass du uns so offen von deiner persönlichen Situation berichtest. Das ist natürlich eine sehr unschöne Situation. Allerdings habe ich bei dir das Gefühl, du wägst eher ab, welcher der Männer dir eher oder mehr geben kann, was du brauchst. Wieso verzichtest du nicht mal eine Weile auf beide, zumindest emotional, und versuchst herauszufinden, wie du dich selbst glücklicher machen kannst. Gerade dieses unvollständig Fühlen ist für mich ein Indiz dafür, dass du etwas oder jemanden brauchst und dir in einer gewissen Weise nicht selbst genug sein kannst.

      Außerdem kennen wir Menschen ja auch diesen Effekt, auf der anderen Seite immer grüneres Gras zu sehen. Wer weiß, vielleicht hättest du genauso an deinen Mann zurückgedacht, wenn du dich anders entschieden hättest? Auch deshalb: Das einzige, worauf du dich mit Sicherheit immer verlassen kannst, bist du selbst. Mach dich selbst vollständig und dann kannst du diese Fülle mit anderen teilen, was meiner Meinung nach eine viel bessere Beziehungsbasis ist, als sich gegenseitig vervollständigen zu wollen oder zu müssen.

      Das Wiederholen hilft auf jeden Fall. Vielleicht könntest du auch mit deinem Mann darüber reden?

      LG Norman

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  44. Snowi

    2. November 2017

    Habe durch Zufall diesen Beitrag gelesen und er hat mich sehr angesprochen. Gleichzeitig hat er mich auch stark verunsichert, weil ich nun das Gefühl habe etwas falsch gemacht zu haben. Ich weiß nicht, ob man hier auch Fragen stellen kann/darf/soll?
    Mein Lebenspartner hat vor ein paar Tagen recht spontan unsere Beziehung aus heiterem Himmel verlassen. Er hat Angst vor der Zukunft, er weiß nicht ob er bereit ist usw. also der Freiheitswille, den du beschrieben hast. Er will Abstand und Zeit. Alles gut habe mich nicht bei ihm gemeldet. Stand eh unter Schock. Wollte aber meine Ansichten und meine Ängste mit ihm teilen. Habe ihm einen recht langen Brief geschrieben und ihn letztendlich auch eingeworfen. Dies tat ich in der Tat für mich (dieser blöde Egoismus).
    Mir ist selbst jetzt klar geworden (dank deiner Worte noch klarer), dass ich ihn ziehen lassen muss um ihn zu behalten. Ist es jetzt dafür zu spät, weil ich den Brief geschrieben habe? Hab ich quasi alles besiegelt?? Habe ich ihn jetzt dadurch schon eingedrängt? Ich (ja immer dieses Ich) wollte ihm damit ja nur zeigen, dass es nichts gibt worüber wir nicht reden können, dran arbeiten können und dass ich auch Angst habe.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. November 2017

      Hey Snowi,

      danke für dein Feedback zum Beitrag =)

      Klar darf man hier Fragen stellen. Ich liebe es, wenn zu einem Artikel ein so munterer und nahrhafter Austausch entsteht wie hier =)

      Standen bei euch denn gerade größere Veränderungen an? Eine Hochzeit vielleicht? Oder hat er sich in den aktuellen Beziehungsverhältnissen schon nicht „frei“ gefühlt?

      Die Frage „Ist es jetzt zu spät?“ lese ich in letzter Zeit häufiger hier. Ich habe ein paar Kommentare weiter oben Sabrina schon eine Antwort dazu gegeben, die ich hier gerne wiederholen möchte:

      Es ist nie zu spät, loszulassen und sich selbst ein besserer Weggefährte zu werden. Das sollte deine Motivation sein. Denn loszulassen, um jemanden zurückzugewinnen, ist nicht wirkliches Loslassen, sondern nur vorgetäuschtes und letzten Endes wieder purer Egoismus, weil du etwas tust, um etwas (zurück) zu bekommen.

      Ich denke deshalb die Frage ist schon falsch gestellt. Kümmere dich um dich selbst, dazu ist es nie zu spät. Es mag sein, dass ein Resultat davon sein könnte, dass er zu dir zurück findet, aber das darf niemals die Motivation sein. Wenn du wirklich loslässt und dich um dich selbst kümmerst, spielt es auch keine Rolle.

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu sind dir eine kleine Stütze.

      Liebe Grüße

      Norman

      P.S.: Ich kenne ja nicht den Inhalt des Briefes. Aber jemandem einfach nur mitzuteilen, dass man da ist, wenn der andere bereit ist oder einen braucht, also nur die offene Tür anzubieten und nichts zu verlangen und keine Vorwürfe zu machen oder Erwartungen zu hegen, das finde ich nicht weiter tragisch. Im Gegenteil, auf diese Weise kannst du jemandem sogar deutlich machen, dass du ihm die Freiheit schenkst, dir er braucht. Aber wie gesagt, ohne Erwartungen.

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  45. Bianca

    5. November 2017

    Hallo Norman,

    nach all den bisherigen Kommentaren habe ich mich gefragt, wie siehst du das, wenn sich Mann und Frau gerade kennenlernen und er der Frau den Hof macht, also Blumen schenkt, sie zum Essen einlädt usw., dann ist das doch auch eine Art um die Liebe der Frau zu kämpfen, und in vielen Fällen funktioniert das doch auch sehr gut.

    Auf der anderen Seite, wenn nach einem Jahr der Beziehung die Frau sich unsicher ist, ob sie die Beziehung noch will, und der Mann dann anfängt mit Rosen usw., dann ist es meistens verkehrt.
    Außer vielleicht, wenn der Grund weshalb die Frau zweifelt, der ist, dass sie sich nicht mehr genug geliebt oder vernachlässigt fühlt.

    Ist es deiner Ansicht nach dann immer verkehrt, um die Liebe zu kämpfen bzw. dem anderen zu zeigen, was man für ihn/sie empfindet? In manchen Fällen kann das doch auch ganz gut sein, oder?

    Und kannst du mir nochmal erzählen, wie deine Definition von Liebe ist oder mir den Link zu deinem Artikel schicken. In irgendeinem Kommentar hast du geschrieben, dass wir heutzutage ein falsches Bild von Liebe haben durch Film und Fernsehen. Was ist deiner Ansicht nach dann das richtige Bild?

    Danke schonmal, ich bin sehr gespannt auf deine Antwort =)

    Liebe Grüße,
    Bianca

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    • Christian

      5. November 2017

      Hallo Bianca,

      wenn Du dich nicht geliebt fühlst, was hat dann Dein Partner damit zu tun? Er kann doch für Deine Gefühle nichts! Wenn man es genau nimmt, liebst Du ihn nicht mehr, weil Du etwas forderst, in der Hoffnung, dass Deine Liebe zu hm wiedererwacht! Du denkst, dass Blumen und liebe Worte von ihm, die Schlüssel Deiner Liebe sind. Liebe ist wenn man sich nicht braucht, sondern will und dies völlig bedingungslos!!!
      Lg Christian

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      • Petra

        5. November 2017

        Christian das ist der wahrste und wertvollste Satz den ich je gelesen habe.
        Liebe ist wenn man sich nicht braucht, sondern will und dies völlig bedingungslos !!!!!!!!!!
        Weißt du was das schreib ich jetzt an meine Wand :)

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        7. November 2017

        Hey Christian,

        danke für die tolle Schlussfolgerung! Ja, das ist Liebe =)

        LG Norman

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      • Bianca

        7. November 2017

        Hallo Christian,

        um nochmal auf deine Frage zu meinem Kommentar einzugehen, die meiner Ansicht nach zwar nicht meine Frage beantwortet aber doch eine nette Nebendiskussion eröffnet.
        Du schreibst, dass deiner Ansicht nach der Partner nichts für die eigenen Gefühle kann. Meiner Ansicht nach kann der Partner schon die eigenen Gefühle beeinflussen. Z.B. kann er einen Hammer nehmen und dir auf den Daumen hauen, dann wirst du Schmerz empfinden und egal was du tust, du wirst das Gefühl nicht ändern können, und dass du dich dann so fühlst, da kann dein Partner ja dann was dafür, schließlich hat er dich mit dem Hammer geschlagen. Meiner Ansicht nach lässt sich das auch auf seelische Verletzungen übertragen.

        Du schreibst, dass Liebe ist, wenn man sich will und nicht braucht und das bedingungslos. Was ist dann deiner Ansicht nach der Grund, dass man jemanden will? Ist das nicht auch eine Art Bedingung? Schließlich liebt man ja nicht jeden Menschen bedingungslos, es hat also einen Grund, warum ausgerechnet disesen einen. Und dann kann es ja auch passieren, dass eben dieser Grund wegfällt, weil der andere Mensch sich verändert oder, wenn man ihn besser kennengelernt hat, doch nicht der tolle Mensch ist für den man ihn gehalten hat (weil er z.B. jeden Tag mit dem Hammer nach dir schlägt). Und dann kann es passieren, dass die eigene Liebe dann vielleicht verschwindet, weil sie eben nicht bedingungslos ist. Oder es kann passieren, dass man den anderen zwar trotzdem noch weiter liebt, aber es dir selbst so sehr schadet, weil der andere immer nur mit dem Hammer nach dir schlägt, dass man dann trotzdem gehen muss.

        Wenn es bedingungslose Liebe gibt, wieso gibt es dann nicht auch „nur“ Liebe? Sonst bräuchte man ja das Wort bedingungslos nicht davor.
        Ein kleines Baby z.B. liebt seine Mutter und es braucht seine Mutter auch. Hier kann man nicht sagen, Liebe ist wenn man jemanden will und nicht braucht. Es ist also eine andere Art der Liebe.
        Meiner Ansicht nach ist das was du geschrieben hast deine Definition von Liebe, also eine mögliche Form der Liebe.
        Ich könnte Liebe auch definieren als subjektives Gefühl, das schwer zu beschreiben ist und das jeder Mensch anders empfindet.
        Ich glaube, dass es keine richtige oder falsche Definition von Liebe gibt.

        Liebe Grüße,
        Bianca

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          15. November 2017

          Hey Bianca,

          danke für die tolle Nebendiskussion =)

          Du hast recht, Menschen können anderen Menschen weh tun. Aber: Wie auch bei deinem Beispiel mit dem Hammer, bist immer du es, der die Angriffsfläche für eine Verletzung bietet. Du kannst nämlich auch die Hand wegziehen, deinem Partner den Hammer wegnehmen oder erst gar keinen Partner, der gerne mit Hämmern um sich schlägt in deine Nähe lassen.

          Das Fremdgehen eines Partners verletzt dich beispielsweise nur, wenn du die Erwartung hast, dass dein Partner nicht fremdgehen sollte. In einer Beziehung, in der beide eine Übereinkunft darüber haben, ist sowas zum Beispiel gar kein Problem. Die Verletzung hängt also nie vom Akt selbst, sondern von dem Nährboden ab, den du dafür geschaffen hast. Ich will damit auf keinen Fall eine Lanze fürs Fremdgehen brechen. das soll nur ein Beispiel sein, wenn auch ein extremes.

          Im Bezug zur Liebe finde ich die Worte „wollen“ und „Grund“ fehl am Platz. Liebe ist keine rationale Entscheidung. Ob man jemanden liebt oder nicht, entscheidet „der Bauch“, und zwar ziemlich schnell. Wir rationalisieren das dann im Nachhinein und versuchen Gründe zu finden, warum das so ist (meist Dinge, die wir am anderen mögen), aber das ist niemals die wirkliche Erklärung dafür, warum wir ihn lieben. Wir empfinden einfach so und wollen dann aufgrund dieser Empfindung Zeit mit ihm verbringen. Und ja: Wenn diese Empfindung nicht mehr da ist oder ins Gegenteil umschlägt, dann wollen wir das eben nicht mehr oder sollten es nicht mehr wollen!

          Wenn einer täglich mit dem Hammer nach dir schlägt, SOLLTEST du gehen WOLLEN. Du MUSST NICHT. Im Sinne der Selbstliebe, wäre es besser für dich. Aber manche haben sowenig Selbstliebe und sind so abhängig, dass sie sogar dann noch bleiben.

          Die Liebe zwischen Mutter und Kind basiert im ersten Moment – so kalt das auch klingen mag – nicht auf wahrer Liebe, sondern auf einer Abhängigkeit und einem Überlebensprinzip. Das Kind braucht die Mutter zum Überleben und die Mutter das Kind, um ihre Gene weiterzugeben. Es ist eine biologische Einrichtung. natürlich entwickelt sich mit der Zeit auch Liebe, aber in dem Sinne, wie wir Liebe hier beschreiben kann man ein Neugeborenes noch gar nicht lieben, da man es ja noch gar nicht kennt. Deshalb gibt es diesen boilogischen Mechanismus.

          Aber ja, es gibt viele Definitionen von Liebe und ich denke auch, jeder sollte sich am besten seine eigenen Gedanken darüber machen =)

          LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      7. November 2017

      Hey Bianca,

      danke für deinen Kommentar und diese wichtige Frage!

      Ich sehe das folgendermaßen:

      Wenn eine Beziehung beginnt, fühlen sich beide Partner voneinander angezogen. Die Entscheidung, ob wir jemanden als Partner in Betracht ziehen findet ja schon sehr schnell und unterbewusst statt. „Überzeugt werden“ muss da in der Regel keiner. Deswegen sind Aufwartungen in dieser Phase auch kein Kämpfen. Sie sind eher ein Verstärken. Ein Vertiefen des Vorhandenen. Es mag sein, dass die Motivation dahinter oft die sein mag, jemanden für sich gewinnen zu wollen, aber in Wahrheit ist das meistens nur eine Art „Spiel“. Die Entscheidung ist schon früher gefallen.

      Wenn einer von beiden nun nach einer zeit aber kein Interesse mehr hat, ist die Situation eine völlig andere. Hier soll jemand überzeugt werden. Das ist Kämpfen. Hier wird das Handeln des einen zum Ausdruck seiner Gefühle und richtet sich gegen die Gefühle oder den Willen des anderen. Beim ersten Fall unterstützt es beide, weil sie beide in die gleiche Richtung unterwegs sind. Im zweiten Fall bringt es sie weiter auseinander, weil sie in verschiedene Richtungen unterwegs sind.

      Ich hoffe, meine Gedanken sind nachvollziehbar und helfen dir, das etwas klarer zu sehen =)

      Zur Definition von Liebe habe ich noch keinen eigenen Beitrag geschrieben, aber das habe ich vor =) Aber ich glaube zu wissen, was du meinst. Schau mal hier:

      https://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/

      Da geht es um dieses falsche Beziehungsbild, das du ansprichst.

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Bianca

        7. November 2017

        Hallo Norman,

        vielen Dank für deine Antwort, sie hat meine Frage sehr gut beantwortet.
        Ich habe mich schon oft nach einer Beziehung gefragt, wieso ich jetzt nichts mehr tun kann, damit der andere mich liebt, am Anfang der Beziehung konnte ich ja auch etwas tun. Das ist glaube ich auch der Grund, warum man anfängt mit dem kämpfen. Aber du hast Recht, wenn innerlich die Entscheidung schon gefallen ist, dann ist es eine komplett andere Situation als am Anfang der Beziehung. Und dass es dann nichts bringt hinterherzurennen, das stimmt, die Erfahrung hab ich auch schon gemacht, und dass es besser ist sich dann erstmal mehr um sich selbst zu kümmern. Wobei es natürlich trotzdem schade ist, dass es langfristig nicht geklappt hat.

        Ja, das war der Artikel, den ich gemeint hab. Danke :)

        Liebe Grüße,
        Bianca

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          14. November 2017

          Super, freut mich, dass du das zur Sprache gebracht hast =)

          Ja, es ist natürlich schade, dass es langfristig nicht geklappt hat. Wie ich schon oft geschrieben habe und du ja auch erkannt hast, ist es das beste, sich in dieser Situation um sich selbst zu kümmern. Das schließt aber nicht aus, dass es nicht auch nochmal mit dem Partner klappen kann.

          Genauso wie ein Ja zueinander am Anfang der Beziehung nicht für immer gelten muss, muss ja auch ein Nein am ende nicht für immer gelten. Gefährlich wird es nur, wenn man daraus wieder Hoffnung schöpft und sich deshalb doch nicht um sich selbst kümmert, sondern wieder kämpft.

          Liebe Grüße

          Norman

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      • Christian

        7. November 2017

        Hallo Bianca,

        der andere setzt die Ursache für ein Gefühl, was diese Ursache jedoch für ein Gefühl in Dir erzeugt, liegt nicht in seiner Macht! Somit ist auch keiner, für die Art Deiner Gefühle verantwortlich zu machen! Unter Bedingungsloser Liebe, ist zu verstehen, den anderen so zu lieben wie er nun mal grade ist. Sogar dann, wenn er/sie diese Liebe nicht erwidert!
        LG Christian

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          14. November 2017

          Dem kann ich nicht viel hinzufügen, Christian =)

          Außer vielleicht, dass man zwischen bedingungsloser Liebe und Märtyrertum unterscheiden muss:

          Wenn man einen anderen lieben kann, ohne „Gegenliebe“ zu erwarten und sich selbst damit zu schaden, ist das einfach wundervoll.

          Wenn man selbst aber darunter leidet, dann ist es nicht gut. Dann sollte man (und eigentlich generell) den Fokus lieber auf Selbstliebe legen.

          LG Norman

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  46. Vinxe

    9. November 2017

    Hey ,

    Ich mache eine schwere Zeit durch. Meine Freundin hat mich vor ein paar Wochen verlassen , weil ich sie angelogen habe , zwar nicht betrogen aber ihr Sachen verschwiegen habe.. Wir waren schon einmal kurz getrennt und sie gab mir eine letzte chance. Nun packte eine Freundin über mich wieder aus , von Dingen , die noch passiert waren und ich ihr nicht genannt hatte. Jetzt hat sie komplett Schluss gemacht und meinte , das sie mir nie wieder vertrauen kann. Nun hat sie mich überall blockiert und ich habe kein Kontakt mehr zu ihr. Ich weiß , das sie noch Gefühle hat , aber sie sagt Sachen wie „es ist besser, wenn wir keinen Kontakt mehr haben , sonst kann ich nie damit abschließen“. Sie redet sich alles mit uns schlechter , wie es ist. unterm Strich/ ich weiß nicht was ich tun soll… Ich habe deinen Beitrag gelesen und bin am überlegen , was ich tun soll… soll ich in ein 2 Wochen mit Rosen und einen fotoalbum bei ihr melden und mit ihr reden , oder sie komplett in Ruhe lassen? ich habe Angst , das sie jemand anderen findet ….

    mfG Vince

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    • Christian

      9. November 2017

      Hallo Vince,

      sie hat alles gesagt, lass sie gehen und kümmere Dich um Dich! Wenn sie Dich noch liebt und diese liebe auch stark genug ist, wird sie den ersten Schritt tun! Jegliche Benühung deinerseits, würde grade jetzt wo sie zur Ruhe kommen möchte, mehr zerstören!

      Lg Christian

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      • Vincent

        13. November 2017

        Leider hat sie mich überall blockiert und ignoriert mich in der Uni… Außerdem sagt sie , das sie sonst nicht mehr über mich hinweg kommt und das sie mir nie wieder vertrauen kann…

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        14. November 2017

        Genau. Und da fällt mir noch ein:

        Sie hat dich doch nicht mit der Absicht überall blockiert, damit du es noch härter versuchst.

        Ich weiß, manchmal spielen wir solche Spiele. Dann ist es aber meist in der Form eines Hin- und Her’s oder Gebens und Nehmens und keine komplette Abschottung.

        Wenn du also die „Kontaktsperre“ ignorierst, setzt du deinen Willen über ihren und das ist natürlich ein Signal, was alles noch schlimmer macht.

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      14. November 2017

      Hey Vince,

      danke für deinen offenen Kommentar und den Einblick in deine persönliche Situation =)

      Ich sehe es wie Christian. Das beste, was du jetzt tun kannst, ist dich um dich selbst zu kümmern.

      Solche Aktionen mit Rosen etc. machen es wirklich nur schlimmer. Es ist, wie ich es Bianca ein paar Kommentare weiter oben erklärt habe: Wenn beide nicht mehr in die selbe Richtung steuern (wollen), ist jeder Vorstoß deinerseits ein Siebenmeilenschritt, der euch noch weiter auseinander bringt. Sie wird doch nur wahrnehmen, dass du ihre Entscheidung nicht respektierst und daraus schließen, dass sie noch mehr Widerstand leisten muss.

      LG Norman

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      • Katja

        15. November 2017

        Das sehe ich etwas anders. Ich hätte mir damals gewünscht, dass mein Ex-Freund um mich gekämpft hätte bzw. mir gezeigt hätte, dass ihm noch etwas an mir liegt und er uns nicht aufgeben will. Auch im Freundeskreis hat sich eine Beziehung, die eigentlich schon zerbrochen war, wieder „erholt“, indem der Mann der Frau seine Zuneigung wieder gezeigt hat, nachdem er es monatelang nicht mehr getan hat und sie somit die Beziehung beendete. Die beiden bekommen jetzt sogar ein Baby. Natürlich sollte man die Entscheidung des anderen auch akzeptieren und wenn mehr als einmal deutlich ein Nein suggeriert wurde, dieses dann auch annehmen, jedoch lohnt sich ab und an ein „kämpfen“ oder bemühen/ Zuneigung zeigen doch.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          21. November 2017

          Hey Katja,

          1. War das wirklich die selbe Situation? Hast du ihm vorgeworfen, dass du ihm nie wieder vertrauen könntest und ihn auf sämtlichen Kanälen blockiert? Hast du wirklich solche unmissverständlichen Signale gesendet oder…

          2. War es bei dir nicht eine Abwehrhaltung, sondern eher ein (vielleicht sogar verzweifelter) Versuch, ihn doch noch dazu zu provozieren, dir endlich die Liebe zu geben, die du so dringend brauchtest?

          Und nur weil die beiden von denen du berichtest jetzt ein Baby bekommen, bedeutet das nicht, dass sie wieder glücklich zusammen sind. Ja, es klingt danach und wer würde es ihnen nicht gönnen, aber leider ist es oft auch so, dass gerade in Krisenzeiten Paare (oft auch nur Frauen) beschließen, dass ein Baby, eine gemeinsame Verantwortung, die Krise beenden und das Paar wieder näher zusammenbringen könnte. Leider weit gefehlt, denn sowas kann die Beziehung noch schwieriger machen und am Ende leidet auch noch ein Kind darunter. Bei sowas wäre ich also immer vorsichtig. Klar gibt es nie den richtigen Zeitpunkt, um ein Kind zu bekommen, aber wenn es gerade nach einer Trennung passiert, wäre ich da doch sehr skeptisch.

          Weiterhin: Auch bei diesem Paar kann man die Situationen nicht direkt vergleichen. Es ist wichtig zu wissen, ob beide noch in die selbe Richtung steuern. Wenn das so ist, dann kann eine Annäherung natürlich Sinn machen (aber auch hier würde ich dennoch den Fokus auf Selbstfürsorge und Selbstliebe legen, weil das auch sonst wieder ein sehr schlechtes Beziehungsfundament ist). Wenn es aber nicht so ist, so wie ich das beispielsweise bei Vince vermute, dann schadet es natürlich nur. Und zwar beiden.

          LG Norman

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  47. Goldpanda

    9. November 2017

    Hmmmm theoretisch ein guter Text der echt hilfreich sein könnte. (Wäre man nicht so vorbelastet wie ich)
    Aber die Art und weise wie du ihn geschrieben hast, hat mich in eine noch tiefere Depression geworfen als vorher.
    Nicht nur, dass ich mir sowieso immer Vorwürfe mache, wie ich bin und wie ich mich anderen gegenüber verhalte… nein jetzt muss ich auch noch damit leben, dass ich die wohl egoistischste Person auf dem Planeten bin die wahrschenlich es nicht verdient hat geliebt zu werden. Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.

    Nichts gegen dich oder deinen Artikel. Aber ich glaube ich hätte das lieber nicht lesen sollen… oder vielleicht doch?

    Liebe Grüße

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    • Christian

      9. November 2017

      Goldpanda,

      @ … nein jetzt muss ich auch noch damit leben, dass ich die wohl egoistischste Person auf dem Planeten bin!

      Wieso bist? Du warst vielleicht vor dem lesen des Artikels, eine egoistische Person, ( eigene Aussage ) nun hat der Artikel Dir aber die Augen geöffnet, so das Du keine egoistische Person mehr sein musst, wenn Du das gelesene umsetzt. Also ist dieser Artikel, mehr als nur informativ für Dich und auf keinen Fall war es ein Fehler, ihn gelesen zu haben.
      Lg Christian

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        14. November 2017

        Danke Christian, für den wichtigen Hinweis auf die Möglichkeit der persönlichen Entwicklung =)

        Keiner MUSS heute sein, was er gestern noch war oder gewesen zu sein glaubt!

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      14. November 2017

      Hey Goldpanda,

      danke für dein ehrliches Feedback!

      Du schreibst:

      „Aber die Art und weise wie du ihn geschrieben hast..:“

      oder „…jetzt muss ich auch noch…“

      Für mich klingt das sehr danach, als neigtest du dazu, die Verantwortung für deinen zustand gerne an andere abzugeben.

      Natürlich ist der Artikel teilweise etwas provokativ formuliert, damit er zum Nachdenken anregt. Aber am Ende ist jeder selbst dafür verantwortlich, was er aus dem Text macht. Du benutzt ihn als Rechtfertigung, um noch tiefer in deinem Loch zu sinken. Das soll kein Vorwurf sein. Es ist zutiefst menschlich, diese einfachen Wege zu wählen. Und es ist immer total einfach, die Schuld bei anderen zu suchen.

      In Wahrheit spielt es keine Rolle, wie ich den Artikel geschrieben habe oder ob es noch egoistischere Menschen auf der Erde gibt oder nicht. Wichtig ist, was du von all dem hältst. Und du bist es, der dich in diese Schublade steckt. und du bist es, der dich da und aus der Depression wieder rausholen kann. Kein anderer.

      Du kannst ewig darauf warten, dass eine Hand aus dem Himmel kommt, die dich da rauszieht oder einer einen Artikel schreibt, der deiner Weltsicht zu 100% zustimmt und Balsam für deine Seele ist. Aber wird dir das helfen? Nein. Der einzige, der dir helfen kann, bist du selbst.

      Deshalb: Ja, es war richtig, dass du den Artikel gelesen hast. Und auch, dass du so ehrlich kommentiert hast. Bitte sieh meine Antwort nicht als Angriff oder weitere Gelegenheit, dich noch betroffener zu fühlen. Auch wenn ich manchmal sehr direkt bin. Ich möchte dich auf diesem Weg nur darauf aufmerksam machen, wo das Problem wirklich liegt und wie du es lösen kannst =)

      LG Norman

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  48. dyermaker

    9. November 2017

    Ein sehr guter Bericht der mir die Augen geöffnet hat, auch der mit der Perfekten Beziehung. Ich lese immer so viel im Internet, ich wollte immer die perfekte Beziehung herstellen und im Endeffekt hat mein Ego Gedanke es jetzt zerstört, obwohl ich es eigentlich gut gemeint hatte.

    Meine Freundin ist vor ein paar Tagen ausgezogen, aufgrund eines nächtlichen Anfalls, den ich via Handy geschrieben hatte. Darin stand nichts böses, ich habe Sie nur mit Liebe meinerseits erdrückt und Sie ist daher gegangen und kann das nicht mehr und glaubt mir nicht mehr. Sie glaubt auch wir haben schon zu oft geredet. Wie ich aber merke, haben wir wohl falsch geredet….ich wünschte ich hätte diese Artikel früher gefunden. Wir haben beide für die Liebe gekämpft, aber wir haben beide falsch gekämpft. Ich hatte natürlich mich sofort entschuldigt, wie immer wenn ich erkannt habe, dass etwas falsch von mir war, aber durch dieses Verhalten meinerseits, stellt Sie meine Glaubwürdigkeit in Frage.

    Ich weiß, dass Sie Kontakt zu mir will, zumindest für ein Gespräch. Ich frage mich nur, ob ich Ihr dennoch erstmal Abstand geben soll, um Ihr klar zu machen das ich Sie nicht einengen will oder ob wir das klärende Gespräch schnellstmöglichst führen sollten um die Missverständnisse nicht noch mehr zu schüren. Ich will das Sie weiß, dass ich Sie wirklich Liebe, Ihr auch den benötigten Freiraum geben möchte und das wir das gemeinsam schaffen können und das Sie weiß das ich für Sie da bin und das wäre ich gerne.

    Wie kann ich mich Ihr wieder nähern zu diesem Gespräch? Mit einem Brief?

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    • Enrico

      9. November 2017

      Hallo dyermaker und alle anderen,

      in meinen Augen vermischen hier viele Dinge, die in meinen Augen nur bedingt zusammengehören und haben deshalb ein Problem mit dem Verständnis der Liebe und dem Loslassen, wie es hier beschrieben wird.

      Das alles ist natürlich nur mein Ergebnis aus der Auseinandersetzung mit dem Thema und dieses muss nicht jeder teilen, doch denke ich das es evtl. einigen hilft, das hier von Norman geschriebene zu verstehen.

      Mit der Liebe zu einem Menschen verbinden viele die (Liebes)Beziehung mit all Ihren Höhen und Tiefen, Ihren schönen und schwierigen Seiten. Die Liebe entsteht durch das Miteinander und die Gemeinsamkeiten und ist abhängig von unseren Handlungen bzw. denen des Anderen!

      Und genau das sehe ich mittlerweile etwas anders: Die Liebe ist ein Gefühl in uns. Dieses Gefühl können andere nicht beeinflussen. Es ist da oder eben nicht. Es kann entstehen und wieder vergehen. Es ist allerdings unsere Entscheidung, dieses Gefühl anzunehmen. Wir alle können es auch unterdrücken, verleugnen oder auch verdrängen. Aber im Grunde ist es eben in Bezug auf eine andere Person da oder eben nicht! Punkt.

      Aus diesem Grund liebe ich auch meine Kinder und gerade die Liebe zu den Kindern oder auch den Eltern zeigt, dass eine körperliche Liebesbeziehung für dieses Gefühl gar nicht notwendig ist. Auch Bedingungen oder Handlungen des Anderen sind dafür grundsätzlich irrelevant.

      Die Liebe ist definitiv bedingungslos und wir müssen das nur extra dazu schreiben, weil viele eben dieses Gefühl mit einer Liebesbeziehung verbinden oder gleichsetzen. Normal brauchte es diesen Zusatz nicht.

      Eine Beziehung und ein gemeinsames Leben werden neben der Liebe hingegen zum großen Teil beeinflusst durch unsere und die Handlungen des Partners. Hier spielen in meinen Augen auch Erwartungen eine Rolle und die sind auch wichtig, wenn es darum geht zu erkennen, ob wir mit demjenigen eine Beziehung eingehen oder fortführen wollen (aber nicht, um Forderungen zu stellen). Man sollte dazu, wie man so schön sagt, ungefähr auf einer Wellenlänge sein. Die drei Bereiche Partnerschaft, Leidenschaft und Freundschaft spielen sich hier ab und hier entstehen auch mal Konflikte.

      Das alles hat allerdings auf die Liebe als Gefühl in meinen Augen wenig Einfluss.

      Die Liebe kann allerdings auch vergehen, wie ich oben schrieb. Das ist für den anderen Partner (der im Normalfall ja noch Liebe empfindet) dann meist sehr schmerzhaft und auch unverständlich (persönliche Erfahrung vorhanden). Das bedeutet aber auch, dass man dann um etwas zu kämpfen versucht, was bei dem Anderen meist schon nicht mehr da ist! Und da es nicht unsere Gefühle sind, können wir diese auch nicht neu erschaffen. Also ist Loslassen angesagt!

      Wut, Enttäuschung und manchmal sogar Hass überdecken dann häufig die eigentlich vorhandene Liebe für den Ex-Partner und ziehen einen in die Tiefe. Das lässt sich anfangs schwer vermeiden, aber mit der Zeit können wir anders mit unseren Gefühlen umgehen! Wir können uns dazu entscheiden, die Trennung zu akzeptieren, loszulassen und sogar die Liebe für den Anderen beibehalten bis wir bereit sind, Sie jemand neuem zu schenken. Ja, eine Beziehung kann scheitern und die Liebe des Ex-Partners erlöschen!

      Aber es ist allein unsere Entscheidung, trotzdem weiter Liebe zu empfinden statt Wut, Enttäuschung und Hass! Durch diese Entscheidung wird die Liebe unabhängig von Beziehungen und man versteht, dass Liebe zu empfinden nur von einer Person abhängt – von uns selbst! Und dann werden Erwartungen und Kämpfe überflüssig. Alles was nichts mit diesen beiden Dingen zu tun hat, kann man jederzeit mit dem Noch- oder Ex-Partner besprechen oder auch in einem Brief schreiben.

      Soweit meine Mainung…oh je, was für ein Text. ;)

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      • Petra

        13. November 2017

        Hallo,
        ich kann dir da nur vollkommen Recht geben auch aus eigener Erfahrung nach 15 Jahren Ehe.
        Ich habe mir die Liebe erhalten, nichts konnte mein Gefühl erschüttern.
        Aber ich habe auch angefangen mich selbst lieb zu haben.
        Bei der Gelegenheit wie stark sollte man Vertrauen und wann ist der Zeitpunkt das man selbst etwas vor macht.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          15. November 2017

          Hey Petra,

          Vertrauen worin?

          Wenn du Vertrauen im Sinne von „An die gemeinsame Zukunft glauben“ oder „Auf eine glücklichere Beziehung hoffen“ meinst, dann gar nicht. Das sind Erwartungen bzw. „Ideale“ und die führen meiner Meinung nach immer zwangsläufig zu Enttäuschungen. (mehr dazu hier: https://www.vernuenftig-leben.de/probleme-loesen/ )

          Wenn du aber das Vertrauen in dich selbst oder das Leben oder die Liebe generell meinst und dass für dich alles gut werden wird und genauso kommen wird, wie du es brauchst, dann kann man gar nicht zu stark vertrauen. Dieses Vertrauen gibt dir nämlich den Halt, den du brauchst, um im Leben und der Liebe loslassen zu können.

          LG und einen wunderbaren Mittwoch, dir!

          Norman

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        15. November 2017

        Wunderbar! =D

        Danke, Enrico, für diese ausführliche Vertiefung zum Begriff von Liebe.

        Ich kann das vollkommen unterschreiben und finde dein Resumee sehr gelungen:

        Beziehungen sind immer von beiden abhängig, die Liebe nur von dir.

        Nur einen Zusatz wegen der Entscheidung habe ich:

        Ich sehe es auch so, dass man Verantwortung für dein Empfinden übernehmen kann und soll, aber ich denke nicht, dass man sich einfach entscheiden kann, zu lieben, wenn man gerade hasst.

        Diese Empfindungen finden nicht auf unserer rationalen Verstandesebene statt und lassen sich von dort auch nicht steuern. Man kann sich entscheiden, den Hass anzunehmen, ihn zu akzeptieren oder mit ihm umzugehen und dadurch kann wieder ein friedliches Gefühl der Liebe entstehen, aber ich glaube, man kann sich nicht einfach entscheiden, statt zu hassen, wieder zu lieben oder umgekehrt.

        Toller Text =) Danke!

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      14. November 2017

      Hey dyermaker,

      danke für deinen persönlichen Kommentar =)

      „ich wünschte ich hätte diese Artikel früher gefunden“

      Wie alt bist du jetzt? Mein Tipp: Druck dir den Artikel und deinen Kommentar aus, leg sie in eine Zeitkapsel und öffne sie in 10 Jahren von heute. Und dann schreib mir hier einen Kommentar, wie froh du warst, den Artikel vor 10 Jahren gefunden zu haben =)

      Es gibt kein „zu spät“ dafür. Klar, vielleicht bewirkt er nichts mehr für deine aktuelle Beziehung. Vielleicht bewirkt er aber etwas viel besseres für dich. Wer weiß das schon. Auf jeden Fall ist es niemals zu spät dafür, sich selbst lieben zu lernen und zu lernen, Freiheit und Liebe auch an andere zu schenken und sie nicht nur zu erwarten / zu nehmen oder gar sie zu erzwingen.

      Deinen letzten Absatz finde ich sehr gelungen. Ja, das solltest du sie wissen lassen, aber ohne etwas zu erwarten. Da wir in persönlcihen gesprächen oft dazu neigen in gewisse Rollen und Muster zu verfallen, wäre ein Brief vielleicht wirklich eine gute Idee. Aber kein ellenlanges romantisches Liebesgeständnis. Nicht als Überzeugungsbrief, um sie zurückzugewinnen. Einfach, um ihr mitzuteilen, dass du ihre Entscheidung respektierst, ihr die Freiheit schenkst, die sie braucht und bereit bist, für sie da zu sein, wenn sie dich braucht und in der Form, in der sie dich braucht (wenn du das kannst). Und dann: Vergiss sie und den Brief und kümmere dich um dich selbst!

      LG Norman

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      • dyermaker

        21. November 2017

        Hallo Norman,

        das schwierige an solchen Artikel ist es, diese auch irgendwie beizubehalten. Ich müsste das geschriebene auch irgendwie in mein Leben, in meinen Kopf übertragen können. Ich überschreibe ja quasi meine bisherigen Intuitionen und auch so wäre es dann möglich, in den bestimmten Situationen auch so dann zu reagieren bzw. den anderen Blickwinkel hervorzurufen.

        Der Brief hat sehr geholfen, auch für mich, bin jetzt dadurch aber in der Situation des wartenden, sprich Sie hat die Entscheidung. Ich kann jetzt weitere Wochen warten, Ihr zeigen das ich warte und wie Sie sich entscheidet oder meinen Weg gehen. Zweiteres wäre richtig, damit gebe ich aber auch die gemeinsame Wohnung auf und alles weitere. Weiß nicht ob Sie testet ob Sie es Wert ist in meinen Augen und ich warte.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          28. November 2017

          Hey dyermaker,

          ja, es ist schwierig. Aber nur, wenn man es so krampfhaft mit dem verstand umsetzen will, wie du es beschreibst. Das ist dann nämlich auch kein Loslassen mehr.

          Das Loslassen in der Liebe kommt vom herzen und ist eigentlich eine intuitive Handlung. Was du Intuition nennst, sind in Wahrheit nur deine Konditionierungen. Du bist darauf geprägt, so und so vom verstand her zu denken und zu reagieren. Das Herz an sich folgt immer der Liebe, aber wenn unser Verstand zu laut ist, hören wir das nicht.

          Deshalb: Übertrag es nicht in deinen Kopf, sondern in dein Herz! Denke nicht nach, was richtig und falsch ist, sondern fühle es.

          Du bist in der Situation des Wartenden, weil du dir selbst diesen Stempel aufdrückst. In meinem vorherigen Kommentar sagte ich dir ja schon, dass du diesen Brief zwar schreiben kannst, sie dann aber vergessen solltest. geh weiter, konzentrier dich auf dich. Solange du deinen Fokus auf sie legst, kannst du nicht loslassen. Geh deinen Weg.

          Wenn du Angst hast, dass sie denkt, sie sei es dir nicht wert, dann denke mal darüber nach, ob du es dir überhaupt selbst wert bist, wenn du dein Glück und Seelenheil so einem anderen Menschen unterordnest.

          LG Norman

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  49. Selisa

    14. November 2017

    Hallo lieber Norman

    Als erstes möchte ich dir für den tollen Beitrag danken! Es ist die reinst form der Liebe und ich bewundere jeden Menschen der in der Lage ist so rein zu lieben.

    Ich denke dass das alles mit selbstliebe zu tun hat. Ein Mensch der sich selber liebt und wertschätzt braucht diese verzweifelte Art der erstickenden klammerliebe nicht. Ich selber bin leider auch einer dieser Menschen die klammerliebe ausüben. Jede meiner bisherigen Beziehungen ist daran zerbrochen das ich mich an meinen Partner geklammert habe und die liebe die ich mir selber nicht geben kann vom Partner erwartet habe. Ich weiß das schon lange das mir keiner die liebe geben kann die ich eigentlich von mir selber erwarte und teilweise bin ich auf einem sehr guten Weg das zu ändern. Ich will mir selber das geben können was mir kein Mensch der Welt geben kann! Selbstliebe! Immer wenn ich denke ich liebe mich, kommt wieder eine Phase in der ich mich elendig fühle (hab Liebeskummer bin seit 3-4 Monaten Single) ich war noch nie wirklich Single und will es auch bleiben. Natürlich vermisse ich meinen Partner aber ich will ihn nicht dazu drängen wieder zu mir zurück zu kommen. Es ist alles sehr kompliziert.

    Hättest du mir einen Tipp wie ich selbstliebe lernen kann? Diese spiegelmethode sich jeden Tag im Spiegel anlächeln und sich sagen ich liebe mich ist nichts für mich.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und liebt euch selber

    Lg selisa

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. November 2017

      Hey Selisa,

      danke für deine wertvollen Gedanken zum Beitrag =)

      „Ein Mensch der sich selber liebt und wertschätzt braucht diese verzweifelte Art der erstickenden klammerliebe nicht.“

      Treffender hätte ich es nicht formulieren können =)

      Super, dass du das für dich so klar erkannt hast. Aber: Ich denke, niemand ist einfach ein für alle mal so oder so. Wir verändern uns ständig und gerade solche Erkenntnisse über uns selbst helfen uns dabei sehr. Sich einfach darauf zu berufen, dass man eben nun mal so ist, ist in meinen Augen leider eine gern genutzte und einfache Ausrede, sich nicht ändern zu müssen und so bleiben zu können. Nicht, dass ich dir das damit unterstellen möchte. Ich will damit nur ausdrücken, dass jeder an jedem Morgen, an dem er aufsteht, der sein kann, der er will und nicht der sein muss, der er gestern ncoh war.

      Ich finde es sehr bewundernswert, dass du den Entschluss gefasst hast, dich nun erst mal um deine Selbstliebe zu kümmern, bevor du dich wieder in diese oder eine andere Beziehung stürzt. Das würde ich dir auch raten, denn wenn du wieder von einem anderen bekommen kannst, was du dir selbst nicht gibst, ist es natürlich wieder einfacher, die Selbstliebe erst mal hintanzustellen.

      Ja, diese Spiegelmethode kenne ich auch. Ich halte auch nicht viel davon. Visualisierungen und Affirmationen können zwar wirklich in dieser Weise wirken, aber meiner Meinung nach ist das eher ein „Drüberwischen“ als eine wirkliche innere Änderung.

      Was ich dir wirklich empfehlen kann, ist, dich mit deinen Mängeln zu beschäftigen. Mit deinen Ecken, Fehlern und Kanten und versuchen, diese an dir zu akzeptieren und dich trotz oder gerade wegen ihnen zu lieben! Wir haben ja oft dieses Phänomen, dass wir Fehler bei anderen ganz normal finden und sie schnell verzeihen, aber bei uns selbst nicht. Dabei sind wir doch genauso Mensch wie sie. Wenn wir anderen erst ihre Fehler zugestehen, mit denen wir nur einen Bruchteil unseres Lebens verbringen, wie sehr müssen wir sie dann erst uns selbst zugestehen, wo wir doch unsere komplette Lebenszeit mit uns verbringen müssen bzw. dürfen =)

      In diesem Sinne und mit deinen Worten: Liebt euch und liebt euch selber =)

      LG Norman

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  50. Sybille

    15. November 2017

    Lieber Normal,

    Vielen vielen Dank. Durch deinen Artikel und der Erkenntnis die Liebe loszulassen geht es mir wirklich besser!! Es ist wirklich alles so wie du es beschreibst und wenn man das verstanden und vorallem umgesetzt hat/ danach lebt,dann ist man wieder frei und glücklich!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. November 2017

      Hey Sybille,

      danke für deinen Kommentar =)

      Freut mich sehr, dass dir der Artikel hilft und dass dir das Umsetzen gelingt. Das ist nämlich in der tat oft der schwerere Teil.

      Liebe Grüße

      Norman

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  51. Chris

    17. November 2017

    Hi Norman,
    da steckt ja viel Neues und Gutes drin nur:
    Das Neue ist nicht gut und das Gute nicht neu.
    Beim Thema Liebe hast du sicherlich Recht,es geht darum, den anderen so sein zu lassen und den eigenen Egoismus zurück zu stellen.
    Wenn allerdings erkennbar wird,dass dies ausgenutzt wird, muss man sich selbst schützen und klare Grenzen ziehen. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst heißt auch sich selbst zu schützen.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      21. November 2017

      Hey Chris,

      danke für dein ehrliches Feedback =)

      Asolut! Da stimme ich dir voll und ganz zu. Genauso meine ich auch meine Hinweise zur Selbstliebe u7nd Selbstfürsorge am Ende des Beitrags. Ich hoffe, das kommt dabei raus.

      LG Norman

      P.S.: „Liebe deinen nächsten wie dich selbst“ heißt sogar erst mal, dass man sich selbst lieben muss!

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      • Christian

        21. November 2017

        Liebe ist eine Eigenschaft, die in jedem selbst ruht! Wer die Liebe, im außen sucht, der sucht vergeblich.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          28. November 2017

          Hey Cristian,

          wunderbar! =D Das wird direkt als Zitat abgespeichert ;-)

          LG Norman

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  52. Sabrina

    19. November 2017

    Hallo, leider habe ich gekämpft und ihn bombadiert. Mein größter Fehler. So trieb ich ihn in die Arme einer anderen. Er ist genervt von mir. Ich hoffe jetzt wo ich ihn in Ruhe lasse, dass er vll doch merkt das er mich vermisst.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      21. November 2017

      Hey Sabrina,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Gut, dass du das jetzt so erkennen und akzeptieren kannst!

      Aber: Hoffe nicht darauf, dass er deswegen wieder zurückkommt. Klar, die Chance besteht, aber konzentriere dich lieber darauf, dich um dich selbst zu kümmern. Wenn er dann wirklich zurückkommt ist es ein Bonus und du hast ein viel besseres Fundament für eine Beziehung. Wenn nicht, hast du dieses Fundament dennoch und wirst dadurch einen anderen Partner anziehen =)

      Liebe Grüße und viel Glück, vor allem aber auch Freude auf deinem Weg!

      Norman

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  53. Samantha

    21. November 2017

    Hi Norman,
    ich bin auf deine Seite gestoßen, als ich Mittel und Wunder gesucht habe, meine Beziehung zu retten. Danke für deinen tollen Beiträge. Ich habe mich in dem Beitrag wiedergesehen, aber nicht positiv, sondern negativ. Gerade gestern wollte sich mein Freund von mir trennen, ich konnte es aber nicht zulassen und habe verzweifelt gebettelt bei mir zu bleiben. Wirklich verzweifelt. Es ist nicht mein erstes Mal, dass ich das tue. Ich schäme mich dafür, da mir bewusst ist, dass es meine Angst ist, ihn zu verlieren.
    Ich habe viele, viele Fehler gemacht, es gibt Misstrauen und die Wut in unserer Beziehung, von aussen betrachtet passen wir auch nicht zusammen.
    Mein Freund ist jedoch der erste Mensch, bei dem ich wirklich Liebe gespürt habe und das beruht auf Gegenseitigkeit. Er hatte das Gefühl nach einer schwierigen Trennung nicht mehr zu lieben und ich dachte ich kann es gar nicht.

    Unsere Beziehung war nie einfach. Oft Streitigkeiten, of verzweifelte Taten. ich weiß woran ich arbeite muss, aber es fällt mir wahnsinnig schwer. Ich möchte aber diesen Menschen nicht missen in meinem Leben.
    Naja, Ende vom Lied. Er hat mir noch eine Chance gegeben, das ist wohl die letzte. Er sagte mir auch, dass ich ihn nicht zu einem besseren Menschen mache, er oft negative Gefühle hat, wenn er mit mir zusammen ist. Alles sehr harter Tobak. Aber irgendwie hält er ja auch noch fest.
    Meine Frage jedoch, besteht die Möglichkeit das Ruder rumzureißen? Ich möchte wieder zurück zu der, die ich mal war. Die Person, die ich stark vernachlässigt habe, weil ich aufgrund von Lebenskrisen und Depressionen, nur mich alleine gesehen habe und ihn in der Beziehung verhungern lies.
    Ich bin nicht bereit die Beziehung loszulassen, aber ich bin bereit in der Beziehung loszulassen. Ist das der Fehler?
    Ich habe trotzdem die Angst, dass er nur noch aus Mitleid mit mir zusammen ist.
    Aber wie gehe ich damit um oder wie finde ich das raus? Ich wünsche mir so sehr eine Chance, die Beziehung zu kitten und glücklich zu sein mit ihm und er mit mir. Natürlich habe ich jetzt wieder Ängste, die ich nicht mit ihm teile, weil ich uns auch ma Raum geben will und nicht alles ausdiskutieren möchte.

    Danke für dein Feedback.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. November 2017

      Hey Samantha,

      danke für deinen wertvollen und so ehrlichen Kommentar =)

      Ich finde es sehr eindrucksvoll, dass du so offen darüber redest und es vor allem dir selbst eingestehen kannst, dass das nicht gut ist, was du da tust.

      Ich kenne euch nun natürlich nicht genug, um mir ein Urteil zu erlauben, aber bist du dir sicher, dass das wirkliche Liebe ist, zwischen euch? Für mich hört es sich eher so an, als beruhe diese Liebe eher auf einem Brauchen. Er brauchte es wahrscheinlich stärker nach der Trennung und du brauchst es scheinbar immer noch sehr stark.

      Was hast du oder habt ihr beide am Ende von einer Beziehung, in der du ständig alle Register ziehen musst, um deinen Partner bei dir zu halten? Und wird das auf Dauer eigentlich wirklich funktionieren, ihn immer durch Betteln und Erniedrigung zu halten? Oder macht dich das nicht noch unattraktiver in seinen Augen?

      Zu deiner Frage: Natürlich besteht eine Möglichkeit, wieder zu dir selbst zu finden. Dazu musst du dich aber auch genau darauf konzentrieren: Auf dich selbst. Du findest dich nicht in ihm und auch nicht in anderen. Du findest dich, indem du dich mit dir selbst auseinander setzt.

      Wahres Loslassen in der Liebe bedeutet beides: Sowohl in der, als auch die Beziehung selbst loslassen zu können, wenn es dir und dem anderen gut tut. Wenn er selbst schon sagt, dass du ihm nicht gut tust, und du dennoch nicht bereit bist, ihn loszulassen, merkst du wie egoistisch das ist? Du erwartest von ihm, dass er sich quält, damit es dir besser geht. Ich weiß, das sind harte Erkenntnisse und ich will dich damit nicht vor den Kopf stoßen, aber ich denke, du solltest ihm und dir die Freiheit geben, freiwillig zu lieben und nicht, weil man sich gegenseitig verpflichtet fühlt. Eine große Geste der Liebe wäre, ihm die Freiheit zu geben, zu gehen, wenn er mag und ihn nicht zu verurteilen. Du musst nicht sagen, dass du ihn wieder mit offenen Armen empfängst, falls er wiederkommen mag, natürlich kannst du das trotzdem tun, wenn du magst, aber es geht darum, diese Ketten zu lösen.

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir ein wenig in deiner schweren Situation.

      Liebe Grüße und viel kraft und trotz allem aber auch viel Freude =)

      Norman

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      • Samantha

        28. November 2017

        Hallo Norman,

        danke für deine Antwort. Sie hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Hätte nie gedacht, dass ich mal auf einer Website um einen Rat frage, aber ich bin froh, diese Seite gefunden zu haben!

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          5. Dezember 2017

          Danke, dass du mich das wissen lässt =)

          Bin auch froh, dass du hierher gefunden hast =D

          LG Norman

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    • Petra

      7. Dezember 2017

      Hallo Samantha,
      ich verstehe dich sehr gut. Leider habe ich das durch und leider zog es sich über 2 Jahre. Und ich habe zwar gesehen das jemand anderes plötzlich mehr bedeutet für ihn , aber ich konnte es einfach nicht verstehen und akzeptieren. Natürlich bekam ich auch mein Zuckerl und habe dann auch die Hoffnung nicht aufgegeben. Aber eigentlich haben die 2 Jahre nur weh getan, haben mich manchmal auch wirklich zu Boden gebracht. Sovieles habe ich nicht begriffen vom anderen. Wie konnte es sein, warum hab ich es nicht gemerkt. Das habe ich mich immer wieder gefragt. Ich hab doch so vertraut hab doch an die Gefühle der Liebe so geglaubt.
      Erst als ich auf diese Seiten stieß wurde mir klar das ich viel zu viel brauchte. Vielleicht sogar erdrückte. Ich bin seitdem ich hier regelmässig lese, stabiler geworden aber noch nicht schmerzfrei, wenn deutlich weniger.

      Jetzt befinden wir uns natürlich auch noch in der vorweihnachtlichen Zeit, die naürlich auch irgendwo in die Seele mit reinfliest und den Schmerz wieder etwas hoch leben lässt. Aber ich weiß auch das ich im neuen Jahr ein besseres Jahr habe. Ich versuche auch zu erkennen was sich mir vielleicht bieten wird und das auch ich frei bin. Es wird bestimmt hart, nachdem ich auch keine Familie habe und Weihnachten alleine verbringe, aber vielleicht wird es mir auch helfen.
      Was Norman schreibt ist leider richtig auch wenn es manchmal weh tut. Man muss loslassen – für sich selbst.
      Lieben Gruß
      Petra

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        12. Dezember 2017

        Hey Petra,

        schön, wieder einen Kommentar von dir zu lesen =) Danke für deine rege Unterstützung hier!

        Mir geht wirklich das Herz auf, wenn ich lese, wie sehr dir meine Seite und die Auseinandersetzung mit dem Thema dir hier geholfen haben. Danke, dass du mich das wissen lässt! Es motiviert mich ungemein, zu sehen, wie meine Texte und Gedanken anderen Menschen wirklich helfen =)

        Deinen Ansatz, dich auf das Positive und die neuen Möglichkeiten zu konzentrieren, anstatt auf den Mangel, finde ich klasse =D Das ist meiner Meinung nach eine ganz essentielle Fähigkeit für ein leichtes und freies Leben. ich habe das Gefühl, du bist da auf dem besten Weg =)

        Die Weihnachtszeit ist natürlich immer eine besondere Herausforderung. Ich selbst mache mir da nicht so sonderlich viel draus, weil ich denke, es ist viel wichtiger, sich das ganze Jahr über und jeden Tag der Liebe zu seinen nächsten etc. bewusst zu sein und danach zu leben. Ich brauche dafür kein besonderes fest am Ende des Jahres. Deshalb finde ich es auch nicht schlimm, wenn man sich dem ganzen mal entziehen will. Vielleicht kannst du dir ja mal einen schönen Urlaub über die Zeit gönnen?

        Liebe Grüße und hab noch eine tolle Woche!

        Norman

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  54. Sophia

    26. November 2017

    Lieber Norman,
    was ist denn, wenn beide Kämpfen aber die Umstände sehr schwierig sind und beide viele Kilometer voneinander trennen und beide viel kämpfen müssten, um ein Zusammenleben zu ermöglichen. Findest du auch dann, dass es sich nicht lohnt zu kämpfen? Dass beide den anderen aufgeben sollten, da das drum herum zu schwierig ist und dass es dann keine Liebe sein kann?
    Das sind Fragen die mich momentan beschäftigen.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. November 2017

      Hey Sophia,

      danke für deinen Kommentar und die interessante Frage =)

      Ich denke: Ja, dann lohnt sich das kämpfen auch nicht.

      Kämpfen lohnt sich nie, aus folgendem Grund:

      Wenn beide sich wirklich lieben, dann fühlt es sich nicht an wie kämpfen. Wenn bedie in die selbe Richtung steuern und das selbe Ziel vor Augen haben und einfach Zusammensein wollen, dann ist es egal, wie viele Kilometer oder andere Hürden sie trennen. Dann fühlen sie sich nicht getrennt und nehmen jedes Hindernis gemeinsam. Dann ist es Teil der Liebe, diese Hürden gemeinsam zu überwinden und es fühlt sich gut an, nicht wie ein Kampf.

      Wenn aber einer der beiden nicht wirklich bereit ist, all das auf sich zu nehmen, dann muss der andere natürlich logischerweise sehr viel kämpfen und das fühlt sich dann auch so an.

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Sophia

        29. November 2017

        Vielen Dank für deine Antwort!

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          5. Dezember 2017

          Gerne =)

          Wünsche dir noch einen wundervollen Dienstag!

          LG Norman

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  55. Achim Holzhäußer

    27. November 2017

    Hallo Norman,
    Dein ganzer bericht über ,,Loslassen,, hat mir sehr geholfen. Denn grade jetzt betrifft mich dieses Loslassen sehr,bin 56 Jahre alt und war mit meiner Frau von 1979 bis 2010 zusammen. Habe über Jappy mitte Dezember 2010 eine Frau kennen gelernt die Intresse zeigte mich näher kennen zu lernen, wobei wir beide in verschiedener weiße mit unseren Eheparter nicht mehr klar kamen. Wir sind heute noch beide mit unseren Ehepartner Verheiratet und haben uns freundschaftlich getrennt, wir haben uns am anfang bevor wir uns Real getroffen haben in allem ausgesprochen.
    Wir sind fast gleich alt 56 jahre alt und beide Sternzeichen Stier, somit drafen wir uns 3 wochen später Real am 21 Januar 2011 bei 11 Grad Minus. Wir haben vorher schon ausgemacht das wir in ein Hotel gehen und es kam so wie es kommen sollte, wir haben uns Geliebt! Zu dieser Zeit hatten wir noch bei unseren Ehepartner gelebt oder gewohnt, am anderen Tag haben wir wieder in Jappy geschrieben und Sie sagte mir…Achim ich glaubeich habe mich ein bischen in Dich verliebt…auf meine Art!!! Somit nahm alles seinen Lauf, meine Frau hatte verständnis und da wir uns sowieso Freundschaftlich auseinander gelebt hatten und uns trennen wollten war das mit uns kein Tehma. Meine neue Freundin und ich haben uns dann weiter hin 1 bis 2 mal im Monat getroffen für paar Stunden im Hotel, meine Freundin hatte ja auch Probleme mit Ihrem Mann und irgendwie merkte er das Sie sich anderster verhält und sie haben sich ausgesprochen. Sie sagte dann zu Ihrem Mann das Sie einfach nicht mehr mit Ihm zusammen leben kann und Sie sich eine Single Wohnung sucht, da die zwei auch schon über 30 jahre zusammen sind haben sie sich auch nur eine Trennung ausgemacht wobei sie Verheiratet bleiben und jeder lebt sein eigenes leben! Gut und schön, meine Frau zog dann auch 2011 1 Mai aus und habe mich mit meiner neuen Freund öffter treffen können. Wir wohnen ca. 30 km voneinander entfernt, somit haben wir uns mit Besuchen abgewechselt. Da meine Freundin aber von Mo. bis Samstag Arbeitet haben wir dann ausgemacht das Sie Samstag Abend bis Sontag immer zu mir gefahren kommt, jetzt noch fast vergessen!!! Am anfang sagte meine Freundin mir, Achim es kommt nur zu einem Realen Treffen wenn Du damit klar kommst das ich mit meinem Mann Verheiratet bleibe und das wir uns noch etwas um uns kümmer!! Ich war damit einverstanden und habe Ihr immer bis gestern Ihren freiraum gelassen, Sie hat mir auch immer gesagt das…Wenn es bei Ihr bei einem anderen Mann mal richtig Wuff macht, das Sie offen und erlich zu mir kommt und mich bittet umk Los zulassen!!! Wir wären jetzt am 21 Januar 2018 genau 8 jahre zusammen, unsere Beziehung hatte wunder schön geklappt. Anfang Oktober voriges Jahr habe ich meinen Job ohne Eigenverschulden verloren, dazu kam…Im November 2016 das ich meinen Hund verloren habe mit 13 jahre alt an Krebs. Zeitgleich haben wir uns für einen neuen Hund entschieden den wir aus Marloca Tierheim aufgenommen haben, das Pech für micvh nahm seinen lauf!!! Der Welpe der heute 16 Monate alt ist bekam eine Futtermittelallergie. Kurz gefasst da meine Freundin wusstewas auf mich mit Arztkosten und anderes Futter zukommt, hatte Sie mich beim größten Teil von Dezember 2016 bis heute mit den Arztkosten unterstützt und das waren etwa über 2000 Euro. Habe Ihr das hoch angerechnet und möchte wenn es mir wieder besser geht auch mit der Zeit zurück zahlen da Sie selbst alleine Wohnt und nicht all zuviel Verdient, dazu kam ja noch das Sie das ganze Jahr über mit dem Zug zu mir kam jedes Wochenende so auch paar Tage in Ihrem Urlaub. So wie das Schicksal die Karten micht..Sie kam voriges wochenende wie immer Samstag Abend zu mir bis Sonntag, ich merkte das irgendwas nicht mit Ihr stimmt. Sagte zu Ihr das Sie doch mit mir überalles reden kann, das haben wir uns von anfang an gesagt..In Guten und in Schlechten Zeiten füreinander da zu sein! Sie fing an zu Weinen und ich fragte ist es weil ich jetzt Arbeitslos bin und auch wegen den Hund der als Allergieger viel kostet? Sie sagte nein Achim, viel schlimmer!!! Ich wusste was jetzt auf mich zukommt. Sie sagte das Sie einen Mann Real den Sie aber schon 30 jahre kennen wieder getroffen hat, er (Wir)haben uns sofort Verliebt. Ich fragte Sie vernünftig wie lange geht das schon? Sie sagte 1 Monat und Sie kommt jetzt einfach nicht klar damit mit zwei Männern ein verhältnis zu führen und da Sie mir von anfang an ja sagte das Sie immer erlich zu mir sein möchte und will, fällt es Ihr sehr schwer weil Sie mich auch noch lieb hat. Natürlich brachen wir beide erstmal in Tränen aus, ich gab Ihr einen lieben Kuss auf die Stirn und drücke Sie fest an mich. Mir war zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig bewusst was passiert ist, ich erninnerte mich an Ihre erlich lieben Worte am anfang was Sie mir über (Liebe und Loslassen) erklärt hatte. Kurz gefasst, Sie erklärte mir das man Liebe in freiheit lassen soll, Loslassen bedeutet nicht Hassen oder versuchen fest zu halten!!! Wenn manLiebe Los lässt kommt sie immer gerne freiwillig zurück!!! Nun Norman, erlich gesagt geht es mir seid gestern zimlich beschissen. Ich gab der Frau immer Ihren Freiraum, habe versucht Sie nie einzuengen und trotzdem Liebe ich Sie vieleicht noch mehr als je zuvor. Natürlich möchte ich Sie wieder zurück gewinnen, aber nicht auf faschee art und ganau das erklärst Du in Deinen sehr guten Bericht!!! Aber trotzdem jetzt wo Du hier alles gelesen hast, bräuchte ich in dieswer lage von mir einen sehr guten Rat???
    Wäre Die darüber sehr Dankbar!!!

    Gruss von Achim

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. November 2017

      Hey Achim,

      danke für diesen so offenen persönlichen Bericht.

      Dein Kommentar ist schon sehr lang, deswegen will ich meine Antwort kurz halten:

      Am ende schreibst du, du hättest ihr immer diesen Freiraum gegeben. Mir schient es, als sei das nicht wahr. Vielleicht hattest du den Eindruck, ihn ihr zu geben, solange das keine Bedrohung für dich war, aber jetzt, wo es wirklich drauf ankommt, tust du es nicht mehr. Bzw. hast du ja auch die ganze Zeit irgendwie erwartet, dass sie aufgrund deiner „Freigiebigkeit“ bei dir bleiben würde und bist jetzt überrascht, dass es nicht so ist. Genau das ist aber Loslassen. Nicht blos dann, wenn wir uns sicher fühlen, sondern genau dann loszulassen, wenn wir und der andere es brauchen.

      Es ist ein Akt der Liebe, dem anderen die Freiheit zu schenken, zu Lieben wen er will.

      Du kannst nicht erwarten, dass sie zu dir zurückkommt, wenn du ihr diese Freiheit und damit auch Liebe schenkst. Das ist wahre Liebe. Zu geben, ohne zu erwarten.

      Und wenn du jetzt fragst, was du denn dann davon hast, dann hast du den Sinn der Liebe nicht verstanden.

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir in deiner schweren Situation ein wenig und du fühlst dich nicht zu sehr vor den Kopf gestoßen. Ich weiß, dass es hart klingt und ist, aber es gibt keine andere Art, diese Botschaft zu übermitteln.

      Liebe Grüße und trotz oder gerade wegen allem auch viel Freude im Leben!

      Norman

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      • Achim Holzhäußer

        28. November 2017

        Grüß Dich, Norman,
        Nein ich fühle mich damit nicht vor den Kopf gestosen Norman, Du hast recht das ich Ihr am anfang vieleicht doch nicht ganz diesen Freiraum geben habe oder konnte. Ich habe es versucht und Sie hatte mir das auch angesehen, wir haben uns ja auch schon immer in Skype. Wir haben wie jeden Tag wo wir uns nicht sehen geschrieben, nach dem ich mir 3 mal Deine Aufklärung Loslassen durch gelesen habe….Sah ich darin genau das was Sie mir von anfang an über Liebe, Freiraum und Loslassen erklärte. Habe Dir was sehr wichtiges vergessen zu schreiben, bin zwar schon 56 Jahre alt und habe in meinem ganzen Leben im högstfall nur mit 4 Frauen Geschlafen. Sie hat auch gleich gemerkt das ich in sache Frau nicht viel erfahrung gesammelt habe, Sie hat mir das auch gleich gesagt und deshalb war es Ihr wichtig mich darin aufzuklären. Ich war am anfang etwas im normalen bereich Eifersüchtig, Sie merkte das und sagte zu mir…Achim überlege mal, wir habenbeide kein Auto, ich wusste von anfang an das Du sehr arm bist. Ich bin eine Frau die durch das Geschäft wo ich Arbeite mit viel Männern zu tun habe und wenn ich wirklich nur auf Sex ausgewesen wäre, dann würde ich mich bestimmt nicht an Kalten Tagen am Bahnhof jedes wochenende zu verbringen nur um Sex zu haben…Das hätte ich wenn ich wollte in dem umfeld wo ich wohne, verstehst Du das Achim? Ich habe Dich so genommen wie Du bist, das ist auch Liebe!!! Lieber Norman, ich möchte Sie sehr gerne wieder auf normalem Weg zurück gewinnen und da ich sehr wenig erfahrung mit Frauen gesammelt habe würde ich mich sehrfreuen wenn Du mir Deinen Tip oder Rat geben könntest? Sie schrieb mir gestern noch, das SDie froh ist dasich Sie verstehe und Ihr auf diese art erklärt habe…Das ich Ihr meine Liebe zu Ihr zeigte und sagte das ICH froh bin Ihr erklärt zu haben das es mich freut das Sie Glücklich ist. Sie sagte noch, Achim, ich hatte 2 wochenlang Nachts nur geheult weil ich Angst hatte das bei Dir die Welt untergeht und Du mich nicht verstehst. Ich hatte einen riesigen Stein im Bauch und Du hast es jetzt geschaft mir diesen Stein zubefreien dafür bin ich Dir sehr Dankbar Achim!! Natürlich möchte ich Dich nie ganz verlieren, ich möchte weiterhin immer noch ohne schlechtes Gewissen zu Dir kommen können, wann immer ich will und Zeit habe..Du bedeutest mir sehr viel!!!

        Lieben Gruss Achim

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          5. Dezember 2017

          Hey Achim,

          schön, wieder von dir zu lesen =)

          Ich kann mich leider nur wiederholen:

          Versuch nicht, sie zurückzugewinnen! Wenn du ihr Liebe schenken willst, dann tu das einfach, ohne eine Gegenliebe zu erwarten oder ein gewisses Verhalten. Viel wichtiger aber: Kümmere dich erst einmal um dich! Lerne, dir die Liebe selbst zu schenken, die du brauchst, um auch ohne sie glücklich sein zu können. Vielleicht kommt sie zurück, vielleicht aber auch nicht. Wenn du dir aber selbst genug geworden bist, spielt das gar keine große Rolle mehr, denn du kannst ihr deine Liebe auch ohne den Stempel einer Beziehung schenken und ohne etwas zu erwarten.

          Ich hoffe, das hilft dir.

          Liebe Grüße

          Norman

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    • Samantha

      28. November 2017

      Achim, wenn die Dame sich anderweitig verliebt hat, dann ist das schade aber erst einmal nicht zu ändern. Liebe ist ja immer ein Ganzes, das heißt die Dame findet bei dem anderen Mann etwas, was sie mit dir nicht hat. Eine achtjährige Beziehung ist ja schon lang, Frauen sind sehr rational, ich denke sie hat sich das gut überlegt. Aber nur du kennst sie und weißt ob sie sprunghaft ist, oder nicht. Einen Tipp kann man dir nicht wirklich geben, sondern nur sagen, dass du damit klar kommen musst und wirst. Loslassen im wahrsten Sinne des Wortes.
      Ob sie wiederkommt, naja du wirst dann sehen, wenn es so ist, ob du es denn auch noch wirklich willst. Aber darauf verlassen würde ich mich nicht.
      Viel Stärke!

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      • Achim Holzhäußer

        28. November 2017

        Hallo Samantha,
        Danke Dir für Dein Komentar!
        Nein diese Frau ist kein Springer, das macht es mir grade so schwer zuverstehen was passiert ist. Sie war von anfang an immer offen und erlich zu mir, Du hast ja meinen langen Brief an Norman gelesen! Wir sind ja vor knapp 8 Jahren nur zusammen gekommen weil in unseren Ehen es einfach nicht mehr so geklappt hatte, Sie hatte in Ihrer Ehe Probleme mit Ihrem Mann was Alkohol betrifft und ich habe mich mit meiner Frau einfach ausgelebt. Meine Freundin hatte Darmal einfach jemand gebrauch der Sie versteht und das Sie auch mal den Kopf an einem legen kann, Sie hatte eigentlich nur einen guten Freund gesucht!! Das gleich auch ich, nur hatte es sich nach dem Realen treffen so ergeben das wir uns ineinander verliebt haben. Samantha, verstehst Du was ich meine? Ich sah Ihr schon 1 Monat an das irgendwas nicht mit Ihr stimmt, Sie hatte am vorigen Wochenende bei mir sehr geweint weil Sie das selbst nicht versteht mit Ihrem alter sich nochmal richtig zuverlieben wobei Sie immer noch sehr an mir hängt. Sie sagte mir, Achim ich habe jetzt fast 1 Monat dadurch fast 8 kg abgenommen und hatte Nächte lang nur geheult..verstehst Du das Achim? Das ist auch liebe und nicht einfach so!!! Deshalb grade weil mich ab voriges Jahr mein Schicksal böse getroffen hat in dem ich im Oktober meinen Job verloren hatte dazu kam noch im Noveber meine 13 jahre alte Hündin die ich Einschläfern lassen musste und jetzt Loslassen mit meiner Freundin. Sorry aber das schlimmste für Sie ist, das der andere Mann schon auch 30 jahre Verheiratet ist und sie zusammen eine Tochter haben dieschon 17 Jahre alt ist, den meine Freundin sagte mir am anfang mal…Das Sie sich jetzt in dem alter von über 50 jahre nicht mehr eine Familie kaputt machen möchte nur weil Sie sich verliebt hätte, das Qwält Sie auch.
        Weißt Du Amantha, wir hängen bei noch an uns. Ich möchte einfach auf normaler ebene Sie wieder zurück gewinnen!!!
        Soviel weiß ich schon, das man das nur schafft ohne Klammern und falsche Liebe zeigen!!!

        Gruss von Achim

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          5. Dezember 2017

          Hey Achim,

          nochmal zur Verdeutlichung:

          „Ich möchte einfach auf normaler ebene Sie wieder zurück gewinnen!!! Soviel weiß ich schon, das man das nur schafft ohne Klammern und falsche Liebe zeigen!!!“

          Nein, so schafft man das nicht. Der Punkt ist, sich nicht aufs Zurückgewinnen zu konzentrieren. Gönne ihr ihr Glück und finde du deins! Dazu musst du sie natürlich loslassen und solltest nicht klammern.

          Es mag sein, dass sie aufgrund dieser Änderung in deinem Verhalten zu dir zurückkommen mag, aber das sollte nicht dein Antrieb sein, sondern, dass du dich um dich selbst kümmerst und unabhängig von ihr wirst.

          LG Norman

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        5. Dezember 2017

        Hey Samantha,

        danke für deine hilfreichen Worte =)

        „wenn die Dame sich anderweitig verliebt hat, dann ist das schade aber erst einmal nicht zu ändern“

        Das ist auch meiner Meinung nach der Kern des ganzen.

        Lediglich die allgemeine Aussage, dass Frauen ja sehr rational seien, würde ich in Frage stellen ^^ Nicht weil ich in Frage stelle, dass Frauen rational sein könnten sondern, weil ich hier eher ein ausgeprägteres Talent für Emotionalität sehe, was bei Männern oft fehlt. Zumindest aus meiner persönlichen männlichen Sicht =)

        LG Norman

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  56. dyermaker

    28. November 2017

    Hallo Norman,

    vielen Dank wieder für deine klaren Worte.

    Muss vielleicht die Situation genauer erklären. Sie sagte mir das Sie gerne würde, Sie aber mir gerade nicht vertrauen kann, dann am anderen Tage sagt Sie wieder das Sie keinen Sinn darin sieht. Sie schreibt mir auch fast regelmäßig, mal total kalt und mal wieder normal. So ein ewiges hin und her. Ich weiß gar nicht wie ich so loslassen soll und ob ich es irgendwie will, ob Sie es will? Ich verstehe schon was Du meinst, aber ich bin gerade echt in so einer Situation wo ich nicht mehr weiß wo hinten und vorne ist. Hat auch noch unser gemeinsames Profilbild drinnen, ich unseres auch. Ich weiß nicht ob Sie es auslaufen lassen will oder ob Sie drauf wartet das ich Schluss mache bzw. auf den ersten Schritt oder Sie einfach immer noch Zeit brauch (seit fast 4 Wochen)

    Ich habe normal auch ein starkes Bauch/Herz Gefühl, ich bin aber gerade in so einer Lage, wo ich kein Gefühl bekomme was der richtige Weg ist. Einerseits sollte ich da weg ziehen und mein Leben fortsetzen, was ja gar nicht so einfach ist da der Wohnungsmarkt gerade echt Mies ist, anderseits sollte ich dort bleiben (ein Haus neben Ihr) und „warten“ und dabei loslassen. zweitere ist für mich nicht so toll, aber so könnte man den Wiedereinstieg schaffen, frage mich wie weit ich da der Liebe entgegenkommen soll. Durch unsere Wohnungslage ist es mir irgendwie nicht möglich die Birne frei zu bekommen, da ich Sie ständig sehen könnte. So cool ich auch meist bin, in der Situation gerade echt puuuuh :)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      5. Dezember 2017

      Hey dyermaker,

      schön, wieder von dir zu lesen =)

      Du machst dir so viele Gedanken darüber was sie will… aber was willst du? Und damit meine ich nicht, dass du sie zurück willst, sondern was willst du für dein Leben?

      Willst du dieses ewige Hin und Her noch länger mitmachen? Willst du ihr ewig hinterher laufen? Abhängig von ihr und ihren Launen sein? Hoffen, dass sie einen „warmen“ Tag hat?

      Oder willst du dich endlich von dieser Abhängigkeit lösen und es dir ermöglichen, auch ohne sie glücklich zu werden?

      ich würde dir empfehlen, einfach mal dein Ding zu machen. Egal, wo du wohnst und ob du ihr über den Weg laufen könntest. Kümmere dich mal um dich und deinen Weg. meiner Meinung nach machst du jede Entscheidung von ihr und ihren möglichen Absichten abhängig. Das wirkt übrigens auch nicht sehr attraktiv.

      Ich weiß natürlich, dass das alles viel leichter gesagt als getan ist, aber ich denke, das ist der einzige Weg und der einzige Tipp, den ich dir geben kann.

      Liebe Grüße

      Norman

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  57. Petra S.

    28. November 2017

    Ich kämpfe schon seit Monaten nicht mehr, und noch mehr kann u v nicht loslassen?! Mein Mann hat seine fast einem Jahr dir Midlifecrisis und nicht nur das was er will, ist ab mittags jeden Tag beim Wirten auf ein bis viele Biere und ich warte täglich auf sein heimkommen!! Das macht mich so fertig !!! Was soll ich denn noch NICHT tun?! Nichts zu sagen, wenn er kommt, obwohl er sagt das er gleich da ist, und dann Stunden später kommt, fällt mir Bach dieser langen Krise mittlerweile sehr schwer!!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      5. Dezember 2017

      Hey Petra,

      danke für deine offenen Worte in die Runde.

      Du fragst: „Was soll ich denn noch NICHT tun?!“

      Kurz: Dein Glück nicht mehr in seine Hände legen.

      Solange du dich davon abhängig machst, dass er nicht mehr trinken gehen soll, hat er die Macht darüber, dich leiden zu lassen. Sobald du dich davon löst, kann er machen, was er will. Du musst für dich schauen, dass du glücklich und zufrieden leben kannst. Wenn du das in dieser Situation mit diesem Mann nicht kannst, warum bist du dann noch bei ihm? Ist es wirklich seine Schuld, dass du leidest oder entscheidest du dich vielleicht jeden Morgen selbst dafür, weiter zu leiden, wenn du neben ihm aufwachst?

      Ich weiß, dass meine Worte wahrscheinlich hart klingen, aber solange du darauf hoffst, dass eine Änderung seines Verhaltens dein Glück bewirken wird, besiegelst du dein Leid. Außerdem kannst du ihn nicht ändern. Niemand kann das, außer er selbst. Es mag sein, dass er vielleicht einen Impuls dazu verspürt, wenn du ihm deutlich machst, dass du das nicht mehr kannst, indem du zum Beispiel gehst. Aber es kann auch sein, dass er dennoch so weitermachen will. Das muss dir aber egal sein. Du musst auf dich und dein Seelenheit zuerst Rücksicht nehmen.

      Liebe Grüße und viel Kraft

      Norman

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      • Mareike

        6. Dezember 2017

        Hallo Norman, ich wollte ich eigentlich nicht auf diese Weise vorstellen, sondern indem ich selbst ein persönlichen Kommentar abgebe (mach ich noch)… mir ist nur gerade ein Schreibfehler aufgefallen und hoffe, dass es für Dich okay ist, dass ich es Dir sage. Du kannst meinen Kommentar dann auch gerne löschen. Du hast im ersten längeren Absatz geschrieben „Wenn du das in dieser Situation mit diesem Mann nicht kannst, warum bist du dann nicht bei ihm? „…. ich glaube, du wolltest „noch“ statt „nicht“ schreiben, oder?

        LG Mareike

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          7. Dezember 2017

          Hey Mareike,

          danke für den Hinweis! =)

          Schön, dass du dich vorstellst, egal auf welche Weise ;-)

          Du hattest recht, da ist mir im Eifer des Gefechts das falsche Wort über die Finger geglitten. habe es korrigiert. Jetzt macht der Satz Sinn =)

          Befindest du dich in einer ähnlichen Situation?

          LG Norman

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          • Mareike

            11. Dezember 2017

            Hi Norman,
            schön, dass die Kommentarfunktion wieder geht :-)
            Ja, ich bin auch in einer ähnlichen, wenn doch anderen Situation. Ich möchte es Dir noch genauer schildern, allerdings in einem separaten Kommentar. Sobald ich mir im Klaren bin, was genau ich Dir schreiben soll, damit es nicht zu lang wird, aber dennoch alles wichtige drin steht, hörst Du wieder von mir.

            Was mich aber jetzt schon mal interessieren würde. Ich habe viel gelesen in den Kommentaren wie „möglicherweise merkt der Ex-Partner, dass man für sich selbst sorgt etc… und findet dann vielleicht sogar den Weg zurück“….
            Meine Frage ist, wie soll denn der Ex-Partner sowas überhaupt mitkriegen, wenn Funkstille herrscht? Oder meintest Du, dass er es irgendwie spüren kann?

            Die zweite Frage ist….Du schriebst irgendwo in einem Kommentar, dass man dem Ex-Partner eine offene Tür anbieten könnten ohne Erwartungen zu hegen. Aber was ist, wenn der Ex-Partner alleine durch diese Info glaubt, dass ich Erwartungen an ihn habe? Man weiß doch nie genau, wie der andere etwas interpretiert und dann könnte genau dieses „anbieten“ vielleicht schon wieder ein Fehler sein.

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            • Norman Brenner Norman Brenner

              12. Dezember 2017

              Hey Mareike,

              schön, wieder von dir zu lesen =)

              Ich freue mich schon darauf, deine Geschichte hier lesen zu dürfen.

              Danke für die tolle Frage. Ich würde sagen, schon alleine durch die Tatsache, dass du es schaffst, Funkstille zu halten, merkt er ja, dass du dich um dich selbst bzw. nicht um ihn kümmerst. Wenn du ihm nachläufst, weiß er jedenfalls ganz sicher, dass du das nicht tust.

              Was ich aber viel wichtiger finde:

              Alleine dass du den Wunsch hast, dass dein Ex-Partner doch auch bitte mitbekommen soll, dass du dich um dich selbst kümmerst, ist ein Zeichen dafür, dass du dich nicht wirklich um dich selbst kümmerst, sondern um ihn. Es ist nicht ganz leicht zu verstehen und etwas paradox, das weiß ich, aber lies dir den Satz nochmal ganz langsam durch. Solange du das Bedürfnis hast, deinem Expartner gefallen zu wollen und ihn zurückzugewinnen, kannst du ihn nicht loslassen und dich nicht um dich selbst kümmern!

              Auch deine zweite Frage ist ein Indiz dafür, dass es dir wichtiger ist, was dein Ex glaubt, als wie es dir geht. Wenn du ihn wirklich loslässt und dich um dich selbst kümmerst, spielt es erst mal keine Rolle, was dein Ex denkt. Du bietest ihm diese offene Tür an (falls du es tust), weil du es für dich willst. zum Beispiel, weil du diese Person trotz allem noch magst / liebst und für sie da sein willst, wenn sie dich braucht. Nicht ihret wegen, sondern weil dir das wichtig ist. Du kannst keine Fehler machen, wenn du selbst die Maßstäbe setzt =)

              Solange der Fokus noch auf dem Partner hängt, kann sich niemand wirklich um sich selbst kümmern, sich selbst lieben, sich selbst geben, was er braucht und deshalb auch nicht die Ausstrahlung erlangen, die den Ex EVENTUELL wieder anziehen könnte. Der Punkt ist, dass das aber nur gelingen kann, wenn man es nicht darauf anlegt.

              Ich hoffe, meine Ausführungen helfen dir ein wenig in deiner aktuellen Situation =)

              Liebe Grüße

              Norman

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              • Mareike

                14. Dezember 2017

                Hi Norman,

                vielen Dank für Deine Worte, die mich gleich nachdenklich gestimmt haben.

                eigentlich waren meine Fragen nur allgemein gemeint, aber natürlich gebe ich zu, dass das, was du geantwortet hast, auch zu meiner Geschichte passt.

                Ich habe etwas Angst, dass ich mir wieder Hoffnungen mache, wenn ich ihm die offene Tür anbiete. Auch wenn ich das nicht will (das Hoffnungen machen), passiert das in mir dann automatisch, weil ich selbst irgendeine Erwartung in den Raum stelle. Ich bin in dieser Hinsicht etwas schwierig, weil ich mein ganzes Leben lang immer nur geliebt werden wollte und wenn ich den kleinen Finger reiche, spielt sich in meinem Inneren gleich ein Film der „ganzen Hand“ ab, falls Du verstehst, was ich meine mit dem Wortspiel. Selbst wenn ich es ihm nicht zeige, was sich in mir abspielt, wird im Inneren eine Erwartung/Hoffnung in Gang gesetzt, nämlich, dass er sich bei mir meldet oder wertschätzt, dass ich ihm diese Tür anbiete.
                Von daher sollte ich aus Selbstschutz nicht dieses kleine Angebot machen.

                Natürlich hast Du auch Recht damit, dass ich mir irgendwie erhoffe, dass er mitkriegt, dass ich mich um mich selbst kümmere.
                Aber ich muss Dir sagen, ich krieg das irgendwie nicht hin, mich um mich zu kümmern. Ich bin jetzt 37 und hatte seit ich 15 war eine Beziehung nach der anderen. Es war immer jemand anders im Fokus und nicht ich. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich das „hinkriegen“ soll, dass ich mir wichtig genug bin, mich um mich selbst zu kümmern. Wie lernt man das? Ich hab das Gefühl, wenn es nur um mich geht, werde ich total antriebslos und lustlos.

                Ach Norman, in mir herrscht tagtäglich ein großer Kampf. Ich kämpfe nicht um ihn oder die Liebe, sondern mit mir selbst, was ich tun oder nicht tun soll.
                Es wird Zeit, dass ich Dir mehr über mich erzähle glaub
                ich :-)

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              • Norman Brenner Norman Brenner

                19. Dezember 2017

                Hey Mareike,

                freut mich, dass meine Worte dich zum nachdenken angeregt haben =)

                Wenn so eine offene Tür in dir wieder Erwartungen wecken würde, dann lass es lieber. Klar kann man die Umstände nicht immer beeinflussen und sollte lernen, die Standhaftigkeit im eigenen Kopf herzustellen, aber man muss sich ja auch nicht stundenlang in einem Süßwarengeschäft aufhalten, wenn man abnehmen will. Also wenn man vorher schon absehen kann, dass eine Handlung einem das Loslassen erschweren würde und man diese Handlung selbst in der Hand hat, wäre es ja sehr kontraproduktiv. Aber das hast du ja auch wunderbar selbst schon geschlussfolgert =)

                Man lernt es, indem man nicht ständig an andere denkt und Hoffnungen schürt, sondern an sich selbst ;-)

                Ich weiß, dass es nicht einfach ist. Und es erfordert Zeit. Nimm sie dir und beschäftige dich mit der Frage, was dich glücklich machen würde. Mach dich selbst zu deiner obersten Priorität. Wenn du glücklich bist, schwappt dieses Glück dann auch automatisch auf andere über. Und Glück zu teilen, weil man so viel davon hat und auf dem selben Weg auch wieder welches zurück zu bekommen, ist viel schöner und ein besserer Ausgangspunkt für eine Beziehung, als Glück von anderen zu erwarten, weil man es braucht.

                Ich habe mir auf jeden Fall mal notiert, demnächst einen Artikel zum Thema Selbstliebe zu schreiben, weil ich denke, das könnte viele Menschen hier interessieren.

                Bis dahin würde ich dir empfehlen, dir mal die Fragen aus meinem Erste-Hilfe-Set zum Thema Selbstfindung zu beantworten:

                https://www.vernuenftig-leben.de/was-ist-wichtig-im-leben/#selbstfindung

                Ich freue mich, wenn du mehr über dich und deine Situation preis geben möchtest und antworte dir gerne =) Ich glaube aber auch, es wird mehr, dass du selbst mehr über dich erfährst ;-)

                Liebe Grüße und hab noch einen wundervollen Dienstag!

                Norman

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  58. N.N.

    2. Dezember 2017

    Hallo zusammen,
    zum Thema „loslassen“ habe ich Norman persönlich angeschrieben. Mit meinem „Problem“ bat ich Norman um rat. Er antwortete mir ausführlich. Vielen lieben Dank nochmal dafür! Norman bat mich, dass ich hier in den Kommentaren mein „Problem“ schildere. Dies mache ich nun „anonym“ und zwar wie folgt:
    Hallo Norman,

    vielen lieben Dank für diesen Beitrag.

    Ich bin in einer ähnlichen Situation.

    Ich möchte auch loslassen bzw. mich von meiner Frau trennen, bin aber 1. finanziell von meiner Frau abhängig (bin Hausmann und habe selber keinen Job) und 2. liebt meine Frau mich so sehr, dass sie sich das leben nimmt, wenn ich sie verlasse. (was sie mir mal sagte). Meine Angst ist sehr groß, dass ich daran schuld bin, wenn sie sich umbringt, weil ich sie verlassen habe.

    Ich möchte mich von Ihr trennen, weil ich meine Frau nicht mehr liebe und ein anderes Leben im Ausland leben möchte. Meine Frau will in Deutschland bleiben (wegen Arbeit und Freunde und Familie). Wir sind seit über 15 Jahren verheiratet und kennen uns seit ca. 17 Jahren! Glücklich bin ich (leider) schon seit vielen Jahren nicht mehr. Traue mich aber auch nicht einen Schlussstrich zu ziehen und ein neues Leben anzufangen.

    Du hast u.a. geschrieben…
    ……“Deshalb musst du deinen Fokus ändern. Richte ihn auf dich selbst. So kannst du ihn oder sie wirklich loslassen und gleichzeitig etwas für dich selbst tun, so dass du ihn / sie nicht mehr zu deinem Glück brauchst!….“
    Das ist sicherlich richtig…..nur meine Angst ist sehr groß, dass ich im Ausland keinen Job finde, um finanziell langfristig und dauerhaft dort zu leben!

    Was ist Eure Meinung dazu?

    Viele Grüße

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      5. Dezember 2017

      Hey N.N.,

      danke für deinen offenen Kommentar in die Runde =)

      Es freut mich zu hören, dass dir meine Antwort geholfen hat. Was ist eigentlich deine größere Angst? Im Ausland nicht über die runden zu kommen, oder, dass sie sich was antut, wenn du sie verlässt?

      ich will dir nicht zu nahe treten, aber ohne dich / euch zu kennen, bleibt mir ja nichts anderes übrig, als Annahmen zu machen. Ich habe die kleine Vermutung, dass deine eigentliche Angst der Neubeginn im Ausland ist, weil du das auch zuerst gesagt hast und am Ende so betonst. Ich weiß nciht, ob sich deine Freundin wirklich umbringen wollen würde, wenn du sie verlässt, weiß ich nicht (und wenn, ist das ihre Entscheidung und nicht in deiner Verantwortung – dennoch würde ich ihr / euch, wie ich auch in der Mail schrieb, mal empfehlen einen Fachmann deswegen zu kontaktieren). Aber ich habe das Gefühl, irgendwie kommt dir diese Annahme auch gerade recht, da du dich dann nicht mit deiner Angst auseinandersetzen und die volle Verantwortung über dein Handeln übernehmen musst. Es ist eine „schöne“ Gelegenheit, die Verantwortung abzugeben und zu sagen „ich würde ja so gerne, aber ich kann nicht, denn wenn…“. Du hast immer die Wahl. Ja, auch bei sowas. Wenn du dir dein leben anders vorstellst, dann finde einen Weg, es zu ändern. Es mag vielleicht nicht so einfach sein, wie in einer „normalen“ Beziehung, aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Und wenn es bedeutet, sie noch eine Weile zu begleiten und ihr erst mal zu helfen, loszulassen oder sie gar erst mal mit Hilfe eines Psychologen darauf vorzubereiten.

      Liebe Grüße und hab trotz allem einen wundervollen Dienstag

      Norman

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  59. Larissa

    3. Dezember 2017

    Huhu…Dein Beitrag kommt mir sehr sinnvoll rüber, aber irgendwie hilft er mich nicht ganz weiter.
    Undzwar hat mein frejnd schluss vemacht, weil er noch ziehmlich verletzt von seiner ex ist, und er zu mir sagte er hat keine gefühle mehr. Ich wäre nur wie seine kleine Schwester, mehr Gefühle hat er nich..
    Ich habe jz 3 Tage gekämpft, aber er meint nur ich soll ihn los lassen, es verletzt mich nur :'(
    Ich muss zugeben das ich sehr lange gebraucht habe Gefühle aufzubauen.
    Als ich dann meine Gefühle entdeckte, hatte ich eine komische Phase, und bin total ausgerastet, wobei ich ihn verletzt habe..
    Das hat ihn wohl ziehmlich mitgenommen. Er meinte das wir sehr enge Freunde bleiben können. Ich weiß nich ob da wieder mal was werden kannst, vllt kannst du mir ja irgendwie weiter helfen das er die Gefühle wieder bekommt, mir Tipps geben, was ich Run kann, irgendwas.

    LG..hoffe auf eine antwort😢

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      5. Dezember 2017

      Hey Larissa,

      danke für deinen Kommentar und deine persönliche Schilderung.

      Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen.

      Es tut mir auch im Allgemeinen leid, dass so viele meine Botschaft scheinbar nicht richtig verstehen.

      Ich lese hier so oft und immer wieder „Wie kann ich ihn zurückbekommen? Was kann ich tun?“. Ich sage es nochmal ganz klar: Nichts.

      Wenn sich jemand anders entschieden hat, dann kann man ihn nicht umstimmen. Das einzige, was man tun kann und sollte ist, sich um sich selbst zu kümmern. lernen, sich selbst ein guter Partner zu sein, und sich Liebe und alles andere zu geben, was man braucht. Nicht mehr abhängig zu sein und sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Es mag sein, dass so eine innere Veränderung den Ex oder andere potentielle Partner anzieht, weil sie zwangsläufig dazu führt, dass man attraktiver und selbstbewusster wirkt, aber das sollte niemals die Motivation sein. Die Motivation sollte sein, sich um sich selbst, wegen sich selbst zu kümmern. Dann braucht man auch niemand anderen mehr und hat gleichzeitig eine viel bessere Basis für eine möglcche Beziehung, nämlich, dass man Liebe schenken will und sie nicht nehmen muss / will.

      ich hoffe wirklich, meine Antwort hilft dir und allen anderen in einer ähnlichen Situation. Auch, wenn sie wahrscheinlich sehr hart zu schlucken ist. Aber es ist die einzige, die ich dir / euch geben kann.

      Liebe Grüße und trotz allem einen tollen Dienstag

      Norman

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  60. Jonas

    8. Dezember 2017

    @ Norman: Ich fühle mich durch das gelesene in meinem Handeln größtenteils bestätigt. Muss ein wenig ausholen mit meiner Geschichte:
    Habe vor 4 Jahren eine Frau kennen gelernt und im Laufe der Zeit hat sich meinerseits eine sehr große Liebe zu ihr entwickelt. Bei ihr dauerte das noch eine ganze Weile, bis sie vor einem Jahr etwa auch diese Gefühle mir gegenüber entwickeln konnte. Wir waren zwar vorher schon wie ein Paar (nur ohne Sex und ohne gemeinsame Wohnung – was meiner Meinung nach bezgl. der Wohnung auch nicht zwingend sein muss), haben sehr viel zusammen gemacht, uns super verstanden, wussten wie der andere tickt usw. Als wir dann vor diesem einen Jahr ca. mehr zusammengekommen sind und auch Sex gehabt haben, war das alles noch schöner. Leider habe ich ihr aber vermutlich nicht das geben können, was sie sich als Frau von mir gewünscht hat. Wir waren viell. alle paar Monate mal zusammen im Bett, weil ich (leider) nicht so das Bedürfnis danach hatte. Ich dachte, dass dies aber kein Problem darstellt, weil sie dann sagte, so oft bräuchte sie das auch nicht. Nun hat sie mir vor einer Woche erzählt, dass sie einen anderen Mann kennengelernt hat und Angst hatte, mir davon zu erzählen, weil sie mich nicht verlieren möchte (auf der Basis, die wir beide hatten, bevor es mit uns vor einem Jahr passiert ist). Ich habe das im ersten Moment etwas zu leicht aufgenommen und habe ihr dabei Glück mit „ihm“ gewünscht und ihr auch gesagt, dass ich ihr nicht böse bin und das irgendwie sogar verstehe. Sie hat mir auch einiges von ihm erzählt, u.a. dass sie nach dem 5. Treffen schon miteinander geschlafen haben. Andererseits empfindet sie ihn oft als zu neugierig, weil er viel fragt und versucht, „hinten herum“ mehr über sie zu erfahren….Jedenfalls habe ich das akzeptiert (was bleibt mir anderes übrig) und habe ihr aber gesagt, dass ich nach wie vor für sie da bin und sich aus meiner sicht daran nichts ändert. Auch sie hat mir weiter ihre Freundschaft versichert. Im Laufe der darauf folgenden Tage habe ich dann gemerkt, dass mir das Ganze nicht so leicht fällt und mich das ziemlich belastet. Ich denke daran, wieviel wir zusammen erlebt haben, wo wir zusammen überall waren und dass sie das nun mit „ihm“ machen wird. Aber andererseits denke ich, dass es von ihr vielleicht eine Art Kurzschlusshandlung war (sie meinte, es war von ihr nicht geplant gewesen und gegen das Gefühl konnte sie nichts machen) und noch lange nicht aller Tage Abend ist. Sie hat mir auch erzählt, dass sie ihm noch nicht so vertraut wir mir und ihn auch nicht alleine in ihrer Wohnung lassen würde. Ich hoffe nun darauf, dass sie (wenn sie im Laufe der Zeit ihn mit mir vergleicht) viell. feststellt, dass er nicht die bessere Wahl ist und sie merkt, dass es ein Fehler war. Ich weiss auch, dass ich an dem Thema „Sex“ arbeiten müsste, auch wenn sie meinte, dass das nicht das Wichtigste in einer Beziehung sei. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass ich mich nun richtig verhalte und „ihn“ nicht verteufele und ihr das Ganze ausreden will. Ich denke, wenn ich ihr die Zeit lasse, wird sie vielleicht feststellen, dass es sich lohnt, uns beiden noch einmal eine Chance zu geben……

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Dezember 2017

      Hey Jonas,

      danke für deinen Kommentar und die offene und persönliche Schilderung =)

      Ich kann natürlich verstehen, dass dich diese Situation sehr belastet und dass es nicht einfach ist, damit umzugehen. ich denke aber, dass du dein Glück auch viel zu sehr von ihr und sogar diesem neuen Mann in ihrem Leben abhängig machst. Du vergleichst dich ja selbst mit ihm. Was hast du davon? Was hat das mit Liebe zu tun?

      Wenn man jemanden lieben will, dann liebt man ihn. Ungeachtet dessen, wen der andere womöglich liebt. Alles andere ist keine Liebe, sondern ein Tauschgeschäft: „Ich liebe dich, wenn du mich zurück liebst“.

      Ich denke, du solltest viel weniger versuchen, ihr gefallen zu wollen und mehr versuchen, dich selbst zu finden und zu lieben, so wie du bist. Wenn du jemand bist, der nicht oft Sex haben will / muss, um glücklich zu sein, dann ist das gut so! Es gibt keine Regel für so etwas. Und nur weil es ein anderer braucht musst du das noch lange nicht ändern. Ja, natürlich ist es schön, wenn in einer Beziehung beide etwas aufeinander zu gehen und sich gegenseitig eine Freude machen wollen oder Kompromisse schließen. Aber „etwas ändern zu müssen“ ist nicht der richtige Ansatz und sich selbst verbiegen, um jemand anderem gefallen zu wollen schon gar nicht.

      Ich denke, du solltest dich weniger auf sie und ihn und mehr auf dich konzentrieren. Dann wirst du mit der zeit auch vielleicht eine Liebe anziehen, die dich liebt, so wie du bist =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  61. Petra

    9. Dezember 2017

    Hallo Norman, warum kann ich hier nicht mehr bei den betroffenen Leuten direkt schreiben ? Es öffnet sich dann kein Fenster. Auserdem hat sich irgendwie die Reihenfolge vom Zeitraum geändert. Könnte man das irgendwie chronologisch machen ?
    Schönen 2. Advent !

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    • Norman Brenner Norman

      10. Dezember 2017

      Hey Petra,

      ich habe der Kommentarfunktion ein kleines Upgrade verpasst =)

      Du kannst jetzt Kommentare als hilfreich bewerten (links unterhalb) und rechts unterhalb direkt auf einen Kommentar antworten. Zumindest bei mir hat das gerade geklappt. Bei deinem Kommentar steht zum Beispiel „Antworte Petra“ drunter. Wenn ich da drauf klicke, geht bei mir unterhalb das kleine Eingabefenster auf. Passiert das bei dir nicht?

      Die Kommentare sind standardmäßig nach „hilfreichste“ sortiert. Wenn du die chronologische Reihenfolge wieder haben willst, gehe einfach ganz zum Anfang der Kommentare und wähle überhalb „älteste“ Kommentare zuerst.

      LG Norman

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  62. Thomas

    10. Dezember 2017

    ich lese hier viele wahre dinge in diesem artikel und sie machen mich sehr traurig, eben weil sie die wahrheit sind!
    in meinem fall fand ich es schlimm, das sie mich nicht in ihr leben ließ, trotz das wir eine beziehung eingingen. ist das nicht auch egoistisch von ihr? ist das nicht auch eine grundvoraussetzung in einer beziehung? das man quasi den anderen ein stück weit in sein leben lässt und auch interesse daran zeigt, was man tut?! es war so unausgeglichen und diese dinge bringen mich durcheinander und schwer für mich verständlich zu machen…

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Dezember 2017

      Hey Thomas,

      danke für deinen Kommentar =)

      Tut mir leid, dass der Artikel soviel Traurigkeit in dir auslöst, aber manchmal ist es ja trotzdem sehr wertvoll, eine Illusion zu durchbrechen und ent-täuscht zu werden, auch wenn es im ersten Moment unangenehm ist. ich hoffe, es gelingt dir, das so zu sehen.

      Ich denke du hast recht. Ja, es ist natürlich eine gewisse Voraussetzung, dass man den Partner am eigenen Leben teilhaben lässt, wenn man eine Beziehung führen möchte. Auf der anderen Seite: Wenn sie das nicht tat, wollte sie dann vielleicht die ganze Zeit gar keine Beziehung mit dir führen? Menschen sagen ja oft andere Dinge als sie wirklich denken, um andere nicht zu verletzen…

      Ich gebe dir auch darin recht, dass das egoistisch von ihr gewesen sein mag. Aber du kannst das Verhalten anderer niemals beeinflussen und es ihnen auch nicht vorhalten. Du kannst immer nur dein eigenes Verhalten reflektieren und ändern. Und in gewisser Weise ist auch die Vorhaltung, dass jemand anderes egoistisch sei von dir selbst egoistisch, denn du willst ja damit ausdrücken, dass sie nicht an dich gedacht hat (sondern an sich selbst).

      Wir müssen immer bei uns selbst anfangen, alles andere bringt einfach nichts.

      Liebe Grüße

      Norman

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  63. Brian

    15. Dezember 2017

    Hallo Norman, ich habe meine Partnerin 5 Jahre eingeengt. Ich vermisse Sie sehr, ich habe natürlich die ersten 48 Stunden Telefonterror gemacht. Ich war manchmal respektlos, wenn sie mir meinen Freiraum nicht gab und ich genervt war. Ich habe oft gesagt das sie dumm ist. Ich war ein Arsch, mir fällt es schwer sie loszulassen. Mein Wunsch ist, dass sie irgendwann wieder zurück kommt. Es fällt mir schwer die Kontaktsperre einzuhalten. Auch wenn Sie sich nicht mehr meldet, würdest du trotzdem noch Lebenszeichen wie frohe Weihnachten wünschen?

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Dezember 2017

      Hey Brian,

      danke für deinen Kommentar und diesen persönlichen Einblick in deine Welt =)

      Ich denke: Ja, könnte man.

      Ich antworte dir aber: Nein, solltest du nicht.

      Warum?

      Der Unterschied liegt darin, was du in deinem Kopf davon erwartest.

      Wenn du einfach nur an einen lieben Menschen denken willst und ihm einen lieben Gruß hinterlassen willst, ist dagegen natürlich rein gar nichts auszusetzen. Aber wenn du einen Hintergedanken dabei hegst, ist das nur weiteres Festhalten, das dir das Loslassen erschwert. Und du hegst einen Hintergedanken. Woher ich das weiß? Weil du diese Frage sonst gar nicht erst gestellt hättest.

      Du fragst dich „Wie wird es ankommen? Was wird sie denken? Wird sie mir antworten? Werden wir wieder ins Gespräch kommen? etc…“

      Lass es.

      Du solltest deinen Fokus wirklich komplett auf dich richten und solange du dir solche Fragen stellst, ist er nicht bei dir, sondern bei ihr.

      Fall du widererwarten doch einfach nur einen lieben Weihnachtsgruß hinterlassen möchtest, spricht dem aber nichts entgegen =) Und falls sich meine ganzen Ansichten hier als unwahr oder einfach für dich als unnannehmbar herausstellen sollten natürlich auch nicht ;-)

      Liebe Grüße, hab noch einen wundervollen Dienstag und ein grandioses Weihnachtsfest ;-)

      Norman

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      • Brian

        21. Dezember 2017

        Danke für den Ratschlag Norman, wie kann ich loslassen insbesondere gleichzeitig ihr zeigen, was Sie mir bedeutet und das ich mich ändere.
        Wie kann ich mich selber akzeptieren lernen.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          27. Dezember 2017

          Hey Brian,

          schön wieder von dir zu lesen. Ich hoffe, du hattest ein paar schöne Feiertage =)

          Wie du loslassen und ihr gleichzeitig zeigen kannst, was sie dir bedeutet?

          Gar nicht!

          Wenn es dir darauf ankommt, dass sie wahrnimmt, was sie dir bedeutet, dann hast du nicht losgelassen. Das habe ich in meinem letzten Kommentar schon erwähnt: Solange dein Fokus bei ihr liegt, hältst du sie fest. Loslassen bedeutet loslassen. Nicht halb oder zum Teil, sondern ganz. Und wenn du ganz loslässt, dass ist es dir erst mal egal, was sie darüber denkt.

          Paradoxerweise wird sie zwar gerade daran feststellen können, dass du dich änderst, weil du ihr nicht mehr so hinterherläufst und nachtrauerst, aber nicht, wenn du das als deinen Beweggrund nimmst. Dann funktioniert es nämlich nicht, weil dein Fokus schon wieder auf ihr liegt.

          Also eigentlich ist es ganz einfach: Konzentrier dich auf dich und lass sie wirklich los.

          Ich hoffe, das hilft dir =) Hab trotz oder gerade wegen all dem einen wunderbaren Start ins neue Jahr!

          Norman

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  64. Vanessa

    15. Dezember 2017

    Was, wenn der Ex-Partner eine ganz andere grundsätzliche, (wenn auch vielleicht realitätsferne) Sichtweise hat und ausdrücklich geäußert hat, dass er sich gewünscht hätte, ‚dass ich kämpfe‘? Wenn man keinen groben Fehler begangen hat, die Beziehung aber leider nicht mehr gepflegt hat und sie als selbstverständlich gesehen hat und das jetzt von ganzem Herzen wieder gut machen will, der Mensch aber bereits gegangen ist? Trotzdem loslassen? Er ist ein sehr liebevoller und sensibler Mensch. Ich verstehe seine Angst, dass eine solche ‚Phase‘ wieder kommen könnte. Aber wie kann man einem Menschen erklären, dass man so etwas gemeinsam durchstehen kann und Dinge reparieren kann, statt sie wegzuwerfen?

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. Dezember 2017

      Hey Vanessa,

      danke für deinen Kommentar und den offenen Einblick in deine persönliche Situation =)

      Ich denke: Ja, trotzdem loslassen…

      Denn: Wenn es dir so wichtig ist, dass dein Ex-Partner sagt, er hätte sich gewünscht, dass du gekämpft hättest, zeigt das nur, dass dein Fokus immer noch viel zu sehr darauf liegt, was dein Ex-Partner denkt. Du musst dich auf dich fokussieren.

      Außerdem sagen manche Menschen so etwas auch gerne, um dem Ex im Nachhinein nochmal richtig eins reinzudrücken. Ihm vorzugaukeln, er hätte ja alles haben können, wenn er nur ein bisschen mehr gekämpft hätte, obwohl es auch dann nicht anders gelaufen wäre. Aber es gibt ihnen Genugtuung, diesen Glauben zu vermitteln.

      Das kannst ihm nichts klar machen. Niemand anderem, außer dir selbst. Das einzige, was du wirklich tun kannst, ist, dich auf dich selbst zu konzentrieren und dich selbst lieben lernen und dir selbst ein besserer Partner werden. Wenn dir das gelingt, werden andere schon merken, dass du dich geändert hast, denn nur, wer sich selbst ein guter Gefährte sein kann, kann auch anderen ein guter Gefährte sein.

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu helfen dir ein wenig =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  65. Edith

    21. Dezember 2017

    Tolle Seite-brauche eure Hilfe

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Dezember 2017

      Hey Edith,

      danke für deinen Kommentar =)

      Wobei brauchst du denn Hilfe?

      LG Norman

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  66. Astrid

    23. Dezember 2017

    Hallo Norman,
    Ich bin geflasht von all dem Gelesenen hier.
    Von Verstand her kann ich dem meisten auch zustimmen…und doch gibt es auch manches, das nagt etwas in mir.

    Kurz meine Geschichte dazu:

    Ich bin seit 1 Jahr mit einem Mann zusammen… oder auch nicht wirklich; Er ist leider durch viele Krankheiten geplagt und auch sonst psychisch durch viele arge Dinge sehr mitgenommen. Aber ich liebe ihn… trotz aller Einschränkungen, die alleine seine Krankheiten mit sich bringen.

    Er liebt mich auch; Das sagt er immer wieder und ich glaube es ihm zu 100%; Er sagt, ich kenne ihn besser als jeder andere Mensch, habe alle seine Mauern eingerissen wie ein Vulkan … was ihn erstaunt und manches Mal aber auch Angst macht. Aber er liebt mich.
    Nichts desto trotz lässt er mich nicht in sein Leben. Wir verbrachten viel Zeit miteinander, sind auch weggefahren etc.; Aber immer nur bei mir – ich kenne sein Heim nicht und auch keine Freunde. Es stellte sich heraus, dass er große Betiehungsängste hat (Phobie) und dieser Bereich sein letzter Schutz für sich ist.

    Jetzt sagst du, es wäre egoistisch, wenn man Sachen vom anderen erwartet oder wünscht, und daran auch einen gewissen Wert der Liebe „misst“.

    Aber ist es nicht legitim, dass Geben und Nehmen im Einklang sein sollten? Ist es nicht legitim, dass ich auch in sein Leben möchte, so wie er in meinem ist?
    Mir ist das wichtig! Ich versuche ständig an mir zu arbeiten und mich in ihn hinein zu versetzen. Und justiere meine Parameter neu. Damit es ihm gut geht.

    Und es enttäuscht mich, wenn es umgekehrt nicht so ist. Darf ich mir nicht wünschen, dass er sich bemüht, damit es auch mir gut geht?

    Macht man es sich nicht zu leicht wenn man in Beziehungen den Ball immer dem anderen zuschiebt und sagt „bleib bei dir, mach das quasi mit dir aus“?
    Jetzt ist schon wieder der Punkt wo er sagt „mein Herz liebt aber mein Kopf flieht“;. Ging um die Feiertage… mein innigster Wunsch ist es, Silvester mit ihm zu verbringen (Weihnachten hab ich mir schon abgeschminkt). Er will lieber alleine sein
    Also er allein bei sich zuhause – und ich allein bei mir daheim (andere Optionen haben sich zerschlagen bzw hab ich abgesagt, da es bis zuletzt noch gar nicht sicher war, ob wir nicht doch gemeinsam feiern).
    Er sagt – ich müsse seinen Wunsch respektieren und ihn nicht umerziehen.
    Und ich sage – mich verletzt das sehr. Denn er respektiert doch umgekehrt meinen Wunsch auch nicht.

    Und genau das meine ich mit meinem Hinweis auf die Widersprüchlichkeit deiner These. Einer respektiert – der andere profitiert?

    Mein Motto in der Liebe ist übrigen“Liebe heißt, sich sehen lassen“ – Kann man in 3 Versionen betonen.

    Herzliche Grüße und Danke für den Gedankenaustaus
    Astrid

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Dezember 2017

      Hey Astrid,

      danke für deinen Kommentar und das tolle Motto zur Liebe! Gefällt mir sehr, vor allem die drei Bedeutungen, je nach Betonung =)

      Zu deiner Frage: Ja, ich denke, es ist trotzdem nicht gut, wenn du das von ihm erwartest.

      Das soll nicht heißen, dass es seinerseits richtig ist, immer nur zu nehmen und Bedingungen zu stellen und von dir zu Erwarten, dass du das alles respektierst. Das ist genauso schädlich. Aber du hast seine Reaktionen eben nun einmal nicht in der Hand. Nur deine.

      Ich will damit sagen: Du kannst einen anderen Menschen nicht verändern. Wenn dir das wirklich wichtig ist, dass dein Partner dich in sein Leben und daran teilhaben lässt, dann hast du selbst die Wahl, dir einen Partner zu suchen, der das tut oder bei einem zu bleiben, der das nicht tut. Du musst abwägen, wie wichtig es dir ist. Erwarte aber nicht, dass sich dein Partner ändert oder dass du ihn ändern kannst. Das kann jeder nur selbst.

      An dem Beispiel mit Silvester wird finde ich sehr schön klar, wie sehr du dein Glück in seine Hände legst und von ihm abhängig machst. Du hättest ja vorher die Möglichkeit gehabt, andere Optionen zuzusagen, aber nur weil du unbedingt diese eine mit ihm wolltest, die dir sowieso schon nicht sehr greifbar schien, hast du die anderen verstreichen lassen.

      Solange du dein Glück in seine Hände legst, hat er es auch in der Hand!

      Ich hoffe, damit verstehst du meinen Ansatz etwas besser und noch mehr hoffe ich, dass du damit deinen Standpunkt für dich besser definieren kannst =)

      Liebe Grüße und trotz oder gerade wegen allem einen wundervollen Start ins neue Jahr 2018 =)

      Norman

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    • Maria

      29. Dezember 2017

      Liebe Astrid,

      Deine Geschichte könnte zu hundert Prozent von mir stammen. Besser und plakativer hätte ich es mit keinem Wort schreiben können.

      Wenn du eine Idee hast „wie“ , und auch magst, würde ich mich gerne mit dir austauschen.

      Ich „justiere“ auch seit 6,5 Jahren an MEINEM Verhalten in dieser „Nicht-Beziehung“ eben aus dem Grund und Wissen , den andern nicht ändern zu können, so „sein zu lassen“ …und um selber nicht unter zu gehen.
      Dieses ewige “ nicht zu wissen“ was eigentlich Sache, und warum es so ist wie es ist, hat mich zwar viel gelehrt, immerhin habe ich Unmengen an Lektüre verschlungen, um zu verstehen ( Mich und auch meine Mitmenschen) ….aber auch müde gemacht, und auch es hat auch Narben hinterlassen.

      Die Beziehung (oder wie immer man das nennen möchte) habe ich nun aus Liebe zu mir selber beendet. Noch bin ich dabei, zu verstehen und herauszufinden, warum ich das alles „mitgemacht“ habe…und ich stimme dem Autor dieses Blogs in vielen Dingen Blogs zu….

      Hier an dieser Stelle auch ein großes Lob und herzliches Dankeschön an Dich Norman !!!! – dass Du diese Seite und Dein Wissen und Zeit mit uns teilst.

      Ich habe unendlich viel gegeben, und mir gewünscht, der andere könnte auch nur ansatzweise so denken und handeln. Ich gebe gerne, bin hilfsbereit, geduldig, verständnisvoll. Das bin ich, und das bin ich auch gerne. Jedoch gibt es auch hier irgendwann eine gesunde Grenze.

      Verstehen, werde ich „sein“ Verhalten nie und nimmer. Das scheint wohl auch ein Grund zu sein, diese Beziehung so lange aufrecht gehalten zu haben.

      Mir bleibt also nur: die Situation so anzunehmen, wie sie ist…daraus zu lernen und zu wachsen.

      Der bittere Nachgeschmack bei all den reifen Gedanken bleibt:
      ich fühle mich und meine Empathie ausgenutzt, belogen und betrogen.

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        2. Januar 2018

        Hey Maria,

        auch dir wünsche ich ein frohes und gesundes neues Jahr 2018! =D

        Vielen Dank für deine offene Beteiligung an der Diskussion .

        Ich finde es echt bewundernswert, dass du diesen Schritt gewagt hast, die Beziehung aus Liebe zu dir selbst zu beenden. Das ist meiner Meinung nach der erste und wichtigste Schritt in der Selbstliebe und damit m Ende auch der Liebe generell. Denn auch eine Liebe zu einem Partner kann niemals erfüllend sein, wenn die Liebe zu dir selbst nicht vorhanden ist oder verkrüppelt wird, weil du sie einem anderen opferst.

        Die Sache mit der Selbstliebe ist auch die: Wenn du diese wunderbaren Eigenschaften, die du an dir selbst beschreibst und magst, wirklich liebst und zelebrierst, dann ist es auch ein Akt der Selbstliebe, sich einen Partner zu suchen, der dies tut. Alles andere ist Masochismus. Das ist wie wenn du als überzeugter Veganer einen Metzger heiratest, der dich auch noch in seinem Betrieb arbeiten lässt. Du opferst deine Werte.

        Liebe Grüße und starte trotz oder gerade wegen all dem gut ins neue Jahr =)

        Norman

        P.S. Danke für das große Lob und die lieben Worte. Mir geht dabei immer das Herz auf und alleine dafür und um zu sehen, wie es Menschen im echten Leben hilft, lohnt es sich für mich schon =)

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  67. Martin

    23. Dezember 2017

    Hey,

    ich habe zwar kein wirkliches Problem aber werde trotzdem mal hier die Situation schildern.

    Ich mag mich, wirklich. Ich brauche jetzt niemanden um Liebe zu bekommen. Allerdings bin ich in eine verheiratete Frau „verliebt“.
    Wirklich glücklich ist sie nicht aber auch nicht totunglücklich. Sie sieht daher nicht wirklich die Notwendigkeit sich zu trennen bzw sich mal klar zu werden was sie eigntlich will, obwohl es einige trifftige Gründe gibt wie sie selbst sagt. Ich will dass sie auf ihr Herz hört um voll und ganz glücklich zu werden, egal mit wem.

    Nun verspüre ich den starken Drang ihr meine Liebe zu geben, Ich will einfach nur das es ihr gut geht und ich weiß das es ihr in der Ehe mit ihrem Mann eben nicht gut geht. Sie sagt es ja selber.

    Ich kann diesen Drang den ich verspüre nicht unterdrücken, will ich auch nicht aber ich will ihr auch nicht zu Nahe treten und sie bequatschen. Ich frage mich ob dieser Drang eher ein Brauchen ist als ein geben.
    Ich will ihr doch nur helfen und mir helfen meine Liebe zu geben. Sie ist irgendwie noch nicht soweit die Dinge so zu sehen wie sie wirklich sind und ist auch viel zu sehr mit ihrem stressigen Leben beschäftigt.

    Zur Info: Wir haben uns sehr gerne und sind echt gute Freunde (manchmal auch Freundschaft Plus).

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Dezember 2017

      Hey Martin,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      „Ich will dass sie auf ihr Herz hört…“ merkst du wie paradox dieser Satz ist? Auf das Herz zu hören hat nichts mit Wollen zu tun. Man kann es keinem Menschen beibringen, befehlen oder einreden. Entweder er tut es, oder er tut es nicht. Du kannst ihr nicht helfen, es zu tun. Das kann sie nur selbst.

      Dein Problem ist eher, dass du dein Glück an ihres kettest. Es macht dich glücklich, sie glücklich zu machen. Das klingt zwar nobel, ist aber nicht sehr gesund. Besser ist: Sich selbst glücklich machen und dann aus einem Überschuss heraus andere zu beglücken. Eben als Bonus. Und gerade weil es dann ein Bonus deiner Überschwänglichkeit ist, nimmt es dich aber auch nicht mit, wenn jemand das nicht annehmen kann oder will und sich selbst nicht glücklich machen und auf sein Herz hören will. Weil du eben nicht davon abhängig bist.

      Ich denke also: Du kannst und solltest nicht versuchen, sie zu ihrem Glück zu führen. Das muss sie schon selbst finden. In ihrem eigenen Tempo. (Abgesehen davon gibt es auch Menschen, die sich zwischen zwei Stühlen ganz wohl fühlen…) Was du tun kannst, ist, für dein eigenes Glück zu sorgen. Und wenn dich diese unstete Situation davon abhält, glücklich zu sein, dann solltest du Abstand davon nehmen.

      Liebe Grüße und starte gut ins neue Jahr!

      Norman

      Also ja, es ist eher ein Brauchen.

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      • Martin

        27. Dezember 2017

        Hallo Norman,

        erstmal recht herzlichen Dank für deine ehrliche Antwort. Ich erkenne mich darin durchaus wieder.

        Allerdings muss ich dir ein bisschen widersprechen.
        Natürlich behälst du Recht, wenn du sagst das man niemanden zwingen kann auf sein Herz zu hören. Aber man kann helfen so wie du ja auch den Menschen hilfst.
        Ich versuche ihr sehr subtil beizubringen das es einfach das Beste für einen selbst ist auf sein Inneres zu hören. Ich muss nur aufpassen sie nicht damit zu nerven oder unter Druck zu setzen. Aber vermutlich hast du Recht. Ich habe ihr mittlerweile genug Anregungen geben.

        Es ist Teils Teils. Irgendwo kette ich mein Glück an Ihres aber irgendwo besitze ich auch diesen Überschuss den ich am liebsten mit ihr teilen möchte. Verzwickt.

        Ich danke dir Norman für den Spiegel den du mir vorgehalten hast.
        Auch dir einen guten Rutsch.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          2. Januar 2018

          Hey Martin,

          schön, wieder von dir zu lesen =)

          Und erst mal ein gesundes und frohes neues Jahr 2018! =D

          Und danke, dass du diesen sehr wichtigen Punkt des Helfens in deinem Kommentar aufgegriffen hast!

          Ja, man kann anderen Menschen helfen. Das tue ich hier ja unter anderem auch, wie du es anmerkst. ABER: Du kannst nur den Menschen helfen, die sich helfen lassen wollen!

          Der Unterschied ist, dass ich mir keine Menschen herauspicke und sage „Du, dir helfe ich jetzt“, unabhängig davon, ob dieser Mensch überhaupt offen dafür ist. Ich mache hier ein Angebot, das ich frei zugänglich mache und Menschen, die offen und bereit dazu sind, finden es und treten ggf. mit mir in Kontakt. Außerdem mache ich mich nicht abhängig davon, anderen zu helfen. Wenn mein Wirken hier ihnen hilft, ist das ein toller Bonus. Der beste. Aber in erster Linie tue ich all das hier für mich. Es ist ein Stück weit Therapie und es macht mich glücklich, mich mit diesen Dingen beschäftigen zu können. Ich würde es auch tun, wenn es am Ende niemand anderem helfen würde.

          In deinem Fall ist aber gerade das Gegenteil der Fall. Du suchst dir jemand speziellen (Sie) aus und machst auch noch dein Glück davon abhängig, ihr zu helfen. Das ist nicht gut. Nicht für dich und nicht für sie.

          Deshalb nochmal: Schau lieber zuerst auf dich selbst und wenn sich dein Glück nicht mit dem ihren vereinen lässt, opfere es nicht! Einen Überschuss kannst du auch anderswo loswerden =)

          Liebe Grüße und hab ein tolles Jahr 2018!

          Norman

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  68. Annette

    26. Dezember 2017

    Hallo zusammen
    Ich bin auf die Seite gestossen als ich nach , wie Gewinne ich ihn zurück gesucht habe.
    Diese Seite ist wirklich toll.
    Zu meiner Person, ich wurde gerade frisch vor Weihnachten verlassen. Er ist 13 Jahre jünger als ich, und meinte es mit der Begründung wir hätten andere Vorstellungen (vom gemeinsamen haus). Morgens hat er mich noch geliebt, abends schrieb er er hätte mir nichts mehr zusagen.
    Als wir zusammen kamen, wohnte er in Frankfurt und ich in Bochum. Es war klar,dass es auf eine Fernbeziehung hinauslaufen würde. Wir hielten dies aber nicht lange aus, sodass er nach 1 Monaten bereits zu mir zog.
    13 Monate haben wir Tag und Nacht zusammen verbracht. Hätten gemeinsame Ziele (wir wollten gemeinsam nach Bayern ziehen zu seinen Eltern, die sich ein neues haus gekauft haben und uns ihres gegeben hätten)
    Dann verlor er hier seinen Job, weil die Stelle gestrichen wurde.
    Seine Eltern boten an, dass er erstmal bei ihnen in der Firma in Bayern arbeiten könnte,damit wir finanziell keine einbüßen haben und er könnte gleichzeitig am haus helfen).In diesem 1 Monat haben wir uns 1x gesehen, und nur 6x telefoniert… weil er seiner Meinung nach immer zu müde dafür war. Mir war das zu wenig und ich habe ihn wirklich dafür nur noch kritisiert…. ob ich ihm nicht mehr wichtig sei, ob er keine Lust mehr auf mich hätte… habe alles in Frage gestellt… er meinte ich hätte in der Zeit seinen Kopf noch zusätzlich kaputt gemacht und ihn verletzt. Jetzt nach dem was ich hier gelesen habe, ist mir bewusst… ich habe ihn zu sehr bedrängt und genau das Gegenteil damit bewirkt. Er hat die Beziehung beendet und geschrieben, wir sollen es als eine Erfahrung ansehen und die schönen Erlebnisse in Erinnerung behalten.Er war der erste Mann in meinem Leben, der mich Als Frau gesehen hat, Geschenke etc. Auf Händen getragen…. aber er meinte ebend auch, dass er unglücklich gewesen sei, weil er immer das Gefühl hätte, dass er egal was er tut mich nicht glücklich machen kann.

    Es tut gerade noch verdankt weh…und ich weiss ich darf mich nicht hängen lassen. Ich verstehe nur nicht was passiert ist

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Dezember 2017

      Hey Anette,

      danke für deinen Kommentar und deine offene Schilderung.

      Da hat er sich ja wirklich einen tollen Zeitpunkt ausgesucht… aber wann ist der schon gut, um jemanden zu verlassen?

      Der letzte Teil in deinem Kommentar macht mich etwas stutzig: Ist es dieses „auf Händen tragen“ und mit Geschenken verwöhnen, was du nun so schmerzlich vermisst? Dass er dir etwas gegeben hat, was du so noch nie gekannt hast? In dem Fall würde ich sagen, sei vorsichtig, dass du nicht versuchst, dir das direkt von einem anderen zu holen. Versuch lieber mal herauszufinden, wieso dir das so gut getan hat und nun fehlt und wie du es dir selbst geben kannst.

      Auch ihn zurückgewinnen, wäre deshalb meiner Meinung nach erst mal keine gute Idee. Erst solltest du einmal herausfinden, was du selbst eigentlich brauchst und wie du es dir selbst geben und dich selbst glücklich machen kannst, auch ohne Partner. Das ist dann auch ein viel bessere Ausgangsbasis für eine erneute oder neue Beziehung.

      Ich glaube schon, dass du ganz gut verstehst, was passiert ist. Zumindest habe ich den Eindruck, dass du es mir sehr gut vermitteln konntest. Was du nicht verstehst ist glaube ich eher, wie oder warum du es hast soweit kommen lassen. Aber auch darauf ist die Antwort ganz einfach: Weil du es nicht besser wusstest. Und das ist nichts schlimmes, solange du dies zum Anlass nimmst, daraus zu lernen. Auch das dient wieder deinem zukünftigen Liebesleben, egal ob wieder mit ihm oder einem anderen.

      Liebe Grüße und trotz oder gerade wegen allem einen wundervollen Start ins neue Jahr 2018 =)

      Norman

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  69. LUCKY

    30. Dezember 2017

    Hallo Norman

    Seit 8j. Befinde ich mich mit einem Mann in „Beziehung“.
    Er hat mit Frauen schlechte Erfahrungen gemacht.
    Er war verlobt vor 14j. Diese wurde schwanger und wollte das Kind nicht. Er musste den ganzen Prozess mit machen. Nach 2wo beendete sie die Verlobung ohne ihm die Gründe zu sagen.
    Bis heute quält er sich mit Fragen, ob das Kind von ihm war. Ob sie fremd ging.

    Er arbeitet sehr viel ist freiberuflich beim Fernsehsender unterwegs.
    Er hat kaum frei.
    Er hat seine Hobbys Tennis Volleyball und Fußball.

    All die Jahre habe ich ihm die Zeit gelassen. Habe mich auf mein leben konzentriert. Wir wuchsen zusammen. Ich wurde zum wichtigsten Menschen in seinem Leben nach seinen Eltern.

    Er schickte mir erfahrrzähline mail, dass er beim Psychologen war, weil er keine Liebe mehr empfinden kann.
    Dieser sagte zu ihm, dass der wichtigste Mensch im leben man immer selber ist.

    Seit dem hat er sein Leben aufgebaut, dass 1. Eltern und Schwester stehen, 2.der job, 3. Freunde 4.Hobbys

    Ich habe seine wenige Zeit akzeptiert, ihn nicht unter Druck gesetzt. Ihm gesagt, dass ich nicht will, dass er seine Hobbys einschränkt, wenn er mit mir eine feste Beziehung will.

    Viele würden so ein Mann stehen lassen und nicht Zeit und Energie verschwenden.

    Ich bin ein Mensch wo selber viel Leid seit meiner Geburt ertragen musste.
    Ich war der Sündenbock auf den der Hass und Wut übertragen wurde.

    Ich finde es nicht in Ordnung, wenn ein Mensch bestraft wird für seine Angst, vorsichtig und negativen Erfahrungen.

    Deshalb geht das solange bei uns.
    Trotzdem hat er sich plötzlich distanziert. Er teilt mir kaum noch was von seinem Tag mit.
    Er vertraut sich mir nicht mehr an. Das tut mir sehr weh. Ich weiß nicht was ich tun kann, dass er sich wieder mir anvertraut, sich öffnet, sich mir mitteilt.

    Er fragt immer wie es mir geht. Sorgt sich um mich. Baut mich auf, wenn ich frustriert bin Beruflich oder ärger mit der Familie habe.
    Wir hatten täglichen Kontakt per SMS später über whatsapp.
    Er kam 1x wo., doch nun weniger.
    Ich will nicht immer über mich reden schreiben, sondern auch hören was ihn bewegt belastet oder aufregt.

    Waß kann ich tun, damit ich wieder seine Aufmerksamkeit erhalte?
    Das ich wieder zum wichtigsten.Menschen werde nach seinen Eltern?
    Gibt es wieder die Chance oder ist es vorbei?

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      2. Januar 2018

      Hey Lucky,

      ein frohes und gesundes neues Jahr 2018 wünsche ich dir erst mal! =D

      Danke für die sehr offene und persönliche Schilderung. Du fragst ja sehr klar, was du tun kannst, damit du wieder sein Lebensmittelpunkt wirst. Die sehr klare Antwort ist: Nichts.

      Das ist erst mal hart zu verdauen. Aber am Ende kann jeder immer nur selbst entscheiden, worum sich sein Leben drehen soll. Das ist die schlechte, aber auch zu gleich die gute Nachricht, denn du kannst das auch!

      Ich habe den Eindruck, dass du nämlich ziemlich abhängig von ihm und seiner Aufmerksamkeit bist. Ich finde, hier solltest du ansetzen. Du kannst zwar nicht ändern, worauf er sich konzentriert, aber sehr wohl, wem oder was du deinen Fokus widmest. Und das solltest in erster Linie du selbst sein. Genau wie es der Therapeut ihm geraten hat. Du selbst bist der einzige Mensch, mit dem du 100% deiner Zeit verbringst, also richte deine Aufmerksamkeit auf dich selbst und lerne, dir auch ohne ihn oder andere selbst genug zu sein und dir selbst das zu geben, was du brauchst.

      Es mag sein, dass er das sogar merkt und dir gerade deshalb, weil du dich auf dich selbst konzentrierst, wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen wird. Es kann aber auch sein, dass es nicht passiert. Das ist aber egal, denn solange du es aus dem Grund tust, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, richtest du deinen Fokus immer noch auf ihn und nicht auf dich!

      Ich hoffe, mein Gedankengang dazu hilft dir etwas.

      Liebe Grüße

      Norman

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    • Petra

      6. Januar 2018

      Wenn Lust hast melde dich bei mir privat.. Da gibt es Punkte die kommen mir sehr sehr bekannt vor. Würde mich sehr gerne mit dir austauschen

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        9. Januar 2018

        Hey Petra,

        schön, dich wieder hier zu lesen =)

        Ich hoffe, du bist gut ins neue Jahr gekommen?

        Wenn hier gegenseitige Kontaktwünsche entstehen sollten, wendet euch gerne an mich. Im gegenseitigen Einverständnis stelle ich den Kontakt dann sehr gerne her. So muss niemand hier seine Kontaktdaten preisgeben =)

        Liebe Grüße und hab ein wundervolles 2018!

        Norman

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  70. Mona

    5. Januar 2018

    Hallo Norman,

    ich bin begeistert von deinen Worten. Nun muss ich nur noch lernen damit umzugehen.

    Mein Freund hat mir vor drei Wochen gesagt, was Ihn an mir stört. Ich habe versucht, das was Ihn stört zu ändern. Aber irgendwie bin ich nicht mehr an Ihn rangekommen. Er hat sich von Tag zu Tag weiter distanziert. Die restlichen 3 Jahre hatten wir nie schwerwiegende Probleme. Klar, der Alltag kam, aber ich hätte mir gewünscht, dass er rechtzeitig über seine Probleme spricht. Jetzt hat er Schluss gemacht :-(
    Ich kann es noch gar nicht glauben und habe die Hoffnung, dass er wieder zurück kommt. Aber Gespräche hatten wir schon. Ich würde gerne nochmal mit Ihm reden, aber es ist ja irgendwie alles klar. Ich muss jetzt versuchen Ihn loszulassen und zu hoffen, dass er wieder zurück kommt.

    Danke für deine Worte und ich werde versuchen, mich immer wieder daran zu orientieren.

    Lg Mona

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Mona,

      danke für deinen Kommentar =)

      Klingt so, als hättest du dich sehr bemüht, dich für ihn zu verbiegen. Das ist auch kämpfen und dazu noch sehr unattraktiv.

      Loslassen finde ich gut und richtig, das mit dem Hoffen nicht. Solange du hoffst und bangst, kannst du nicht loslassen, weil du dein Glück an ihn und eine ungewisse Zukunft hängst. Du kannst es aber nur jetzt und hier und vor allem bei dir finden. Lass ihn los, aber richtig. Und kümmere dich lieber einmal um dich. Schenke dir Selbstliebe und Selbstfürsorge, damit du dich in einer möglichen neuen Beziehung nicht wieder für jemanden verbiegen musst / willst.

      Liebe Grüße

      Norman

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  71. Nadi

    6. Januar 2018

    Hallo Norman,
    ich finde auch, dass man auf deiner Seite wirklich viel über sich selbst und seine eigene Situation lernen kann. Danke dafür!

    Was mich und meine Ehe angeht, sind wir glaube ich von Anfang an gegenseitig abhängig gewesen, abhängig von der Zuwendung des anderen, von seiner Liebe, Verlustängste aus der Kindheit. Wir waren sehr jung und haben es nicht erkannt und alles hat sich sehr ungesund entwickelt. Wir haben immer mehr Distanz entwickelt, die ich vor eineinhalb Jahren nach 20 Jahren Beziehung bewusst gemerkt und kommuniziert habe. Er ist „aus allen Wolken gefallen.“ Er wollte um mich kämpfen, ich wusste gar nichts mehr… Wir haben Eheberatung probiert und ich habe erstmal Abstand zum Atmen gebraucht. Dann hat er mir irgendwann gestanden, dass er mich in den ganzen Jahren immer wieder belogen und betrogen hat. Für mich war klar, dass es so nicht mehr funktionieren wird. Ich habe mich getrennt. Nach einem Jahr der Trennung kämpfe ich immer noch mit der Trauer und der Ohnmacht, dass er nicht ehrlich mit mir war, dass er nicht mit mir geredet hat, was ihn gestört hat, wo ich ihn einenge oder sonstwas. Ich habe bestimmt Fehler gemacht, was er als Begründung für sein Fremdgehen nimmt, ich wäre zu dominant gewesen. Aber ganz ehrlich, dann hätte er seinen Mund aufmachen müssen. Man kann doch nicht zwanzig Jahre alles nur mit sich ausmachen und sich dann wundern, wenn man zum Partner die emotionale Nähe verliert.

    Ich versuche gerade alles zu Verarbeiten, für mich. Er klammert sich immer noch an mich und möchte gerne einen Neustart. Ich habe das Gefühl zu ersticken, wenn ich das mitmache. Ich kann nicht. Ich kann nicht vergessen und ich fühle diese Liebe und das Vertrauen ihm gegenüber nicht mehr. Viel Trauer ist da bei mir. Aber ich denke, es bleibt nur der Weg der Scheidung…

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Nadi,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag und deine persönliche Schilderung =)

      Freut mich, dass dir meine Texte gefallen bzw. helfen!

      Ich bin der Meinung, dass solche „Gründe“ sich gut dafür eignen, um im Nachhinein die Schuld auch auf die Schultern des anderen zu verteilen, dass sie aber nicht die wirkliche Motivation für solche Aktionen sind. Ich meine damit Fremdgehen oder ähnliches. Das macht schon jeder sehr freiwillig aus eigenen Stücken.

      Auf der anderen Seite: Auch solche Enttäuschungen sind eben genau das: Ent-Täuschungen. Es hat auch etwas gutes, nicht mehr getäuscht zu sein.

      Ich kann dir jetzt natürlich nicht sagen, on du es wieder versuchen solltest oder nicht. Dafür kenne ich ihn und dich ja viel zu wenig. Ich kann dir nur sagen, dass du auch deinen Bauch hören solltest. Und damit meine ich nicht dein Herz im romantischen Sinne! Wenn du bei dem Gedanken an einen Neuanfang schon ein schlechtes Gefühl in der Magengegend bekommst, ist das ein recht eindeutiges Zeichen, dass du es nicht versuchen solltest. Das kann ich zumindest aus meiner Erfahrung sagen.

      Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für alles, was auf dich zukommt und trotz oder gerade wegen all dem ein wundervolles Jahr 2018!

      Norman

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  72. Jens

    7. Januar 2018

    Hallo zusammen,
    mmmmhhhhhh eigentlich weis ich gar nicht wo ich anfangen soll!?!
    Es ist heut mal wieder so gewesen wie viel zu oft in der letzten Zeit. Man kann nicht schlafen, man schläft schnell ein und wird mitten in der Nacht munter und sofort läuft der Kopf auf Hochtouren, da man sich nach dem erlebten der letzten Zeit, nein eigentlich der letzten Jahre, in einem für sich emotionalen tiefen Loch befindet. Was macht man, man schnappt sich seinen Laptop und gibt immer wieder die gleiche Frage in die Suchmaschine ein „lohnt es sich nach Trennung zu kämpfen“.
    So bin ich hier auf dieser Seite gelandet! Oh Schreck, man erkennt sich in so vielen Dingen wieder, in den Fehlern was man gemacht hat, aber in dingen wo man doch schon den richtigen Weg eingeschlagen hat, aber eher unbewusst.
    Jetzt mal zu mir und meinem erlebten. Ende letzten Jahres ist mein kleines heiles Leben endgültig in einem großen Knall zusammengefallen. Angefangen hat alles mit meiner Scheidung von meiner Frau nach fast 17 Ehejahren, mit der ich drei wundervolle Kinder habe. Nur einen Monat später trennte sich meine derzeitige Partnerin von mir, musste aber feststellen das es fast die gleichen Gründe waren. Ich habe für mich in meiner kleinen Welt immer nur gekämpft um die Liebe, hab versucht immer und alles abzunehmen und zu machen für den anderen, egal was war, hab versucht Freiheit zu geben. Ich bin in dieser Zeit auch geflüchtet zu so genannten Bekannten und Freunden, da saß man ständig zusammen und hat geredet „… und ja sie hat ja wieder“ und hab versucht mir sogenannte Tipps zu holen. Was ich damit erreicht habe sehe ich ja jetzt, wir haben, egal welcher Beziehung, uns immer weiter entfernt und ganz ehrlich das ist genau das Gegenteil von dem was ich wollte. Ich habe für mich eine Mauer und Fassade aufgebaut und hab mich immer mehr verloren, und so meine Partnerin immer mehr eingeengt. Ja jetzt hock ich da zerfließe in Selbstmitleid und sucht die Fehler bei mir. Man redet sich ständig ein, du liebst sie noch und willst sie unbedingt zurück und kämpfst und machst und tust, helfen … nee tut es nicht, eher so dass man sich immer mehr verliert und zum absoluten Fallobst macht vor dem anderen.
    Die Verletzungen von ihrer Seite, ja und auch der gekränkte Stolz haben bewirkt das ich eine absolute Kontaktsperre von meiner Seite eingerichtet habe, da es eh nur immer ansagen und Forderungen waren die kamen, das ist nun ca. 2 Monate her. Nun stehe ich da und denke das alles Falsch ist was ich tue, „ICH WILL SIE JA WIEDER“. Ständig schaut man in die sozialen Netzwerke nach was Neuen von ihr. Ich habe das Gefühle es zerstört mich nicht zu kämpfen und weiß nicht weiter.
    Jetzt hoffe ich mal, dass diese Seite mir die richtigen Ansätze gibt.
    Jens

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Jens,

      danke für deinen Kommentar und die offene Schilderung deiner persönlichen Situation =)

      Fällt dir auf, dass du dich in deinem Text sehr von dir selbst distanzierst? Du sagst oft „man“, wenn es eigentlich um dich geht. Vielleicht wäre ein guter erster Schritt für dich, dich damit auseinanderzusetzen und zu akzeptieren, dass du es bist und warst, der all das tat und tut. „Was soll das ändern?“ fragst du dich da vielleicht. Viel. Wenn wir die Verantwortung für unser Tun nicht tragen können oder wollen, finden wir uns sehr oft automatisch in einer Opferrolle wieder. Und Opfer sind nicht handlungsfähig.
      Deshalb ist dieser erste innere Schritt sehr wichtig.

      Liebe Grüße, viel Kraft und ein wunderbares Jahr 2018 wünsche ich dir =)

      Norman

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      • Jens

        10. Februar 2018

        Hallo Norman,

        erstmal Danke für Antwort. Die ja nun schon etwas länger zurückliegt.

        Ich hab in den letzten Wochen versucht das berücksichtigen, nicht nur den Text sondern auch deine Antwort. Ich würde sagen in vielen belangen ist mir das recht gut gelungen, ich hab einfach Dinge gemacht auf die ich Lust hatte und die mir Spaß machten. Sicher gab es auch immer wieder Rückschläge, besonders wenn es Kontakt gab zu meiner Ex-Partnerin. Die Kontakte bezogen sich meist auch nur auf Dinge wie alte gemeinsame Wohnung auflösen etc. !

        Nun stehe ich aber an einem Punkt wo ich immer merke wie wichtig mir meine Ex-Partnerin ist und mir auch unglaublich fehlt. Ich überlege mir schon die ganze Zeit wie ich ihr das sagen kann, hab nur leider noch keine passende Gelegenheit gefunden und erst recht keinen Anfang dazu! Da einfach viele Dinge in der Trennung passiert sind die so nicht sein sollten, durch die angestaute Energie und den ersten Frust, ich weis da schlägt man oft einen Weg ein der etwas zu weit geht, egal ob man das will. Ich denke das hat auch was mit gekränkten Stolz zu tun, nicht nur von meiner Seite auch von Ihrer. In allererste Linie wünsche ich mir einen lockeren und normalen Kontakt, wo ich Ihr aber auch sagen kann wie ich denke und fühle. Meine angst die ich da gerade habe ist das es von Ihrer Seite als schwäche abgegolten wird und Sie sich nur bestädigt fühlt in dem der wird scho wieder angekrochen kommen.

        Ich weis das ist schon ein stück weit kämpfen um den Partner.

        Oft denke ich auch das da alles noch zu früh ist.

        Wie denkst du darüber.

        Jens

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          13. Februar 2018

          Hey Jens,

          schön, wieder von dir zu lesen =)

          Freut mich, dass dir meine Worte bereits geholfen haben und du vieles umsetzen konntest!

          Ja, ich finde schon, dass da wieder ein Stück weit Kampf drin steckt. Aber nur ein Stück. Ein guter Ansatz von dir ist nämlich, dass du es in erster Linie deshalb machen willst, weil es dir wichtig ist, deine Gedanken und Gefühle offen äußern zu können, dir also selbst treu sein zu können. Das ist eine wunderbare Motivation, weil es um dich geht und nicht um deine Partnerin oder ihre Reaktion.

          Das kommt dann leider im zweiten Schritt, denn du willst ja natürlich mit deiner Offenheit nichts „kaputt machen“ oder irgendwelche Chancen verbauen. Das ist der schlechtere Ansatz, finde ich, denn der limitiert dich in deiner Treue zu dir selbst.

          Ich würde deshalb versuchen, mich noch unabhängiger von ihr zu machen. Wenn du ihr offen begegnen willst, weil dir das wcihtig ist, dann tu das, aber ohne etwas davon zu erwarten. Tu es, weil du das loswerden willst, nicht, weil du eine Gegenreaktion erwartest. Und sei auch nicht enttäuscht, wenn keine kommt oder wenn du damit ihre Erwartung bestätigst oder sie damit von dir weg schiebst oder sonst was. Das sollte keine Rolle spielen.

          Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber meiner Meinung nach der beste Weg und Übung macht ja bekanntlich erst den Meister ;-)

          Liebe Grüße und hab ne tolle Woche!

          Norman

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  73. Ute

    9. Januar 2018

    Das klingt ja alles schön und gut, aber da jeder denkt, man sollte für die Liebe kämpfen, denkt das auch der Partner und ist womöglich verärgert, wenn man nicht kämpft, weil er gar nicht weiß, dass man versucht nicht egoistisch zu handeln :D!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      9. Januar 2018

      Hey Ute,

      danke für diesen wichtigen Kommentar =)

      Ja, es kann sein, dass der Partner diese Erwartung ebenfalls hat. Aber was passiert, wenn du sie nur ihm zuliebe erfüllst? Eine ungesunde Beziehung mit gegenseitigen Erwartungen und Abhängigkeiten.

      Ich finde es in jedem Fall besser, sich selbst treu zu bleiben und in erster Linie Selbstfürsorge und Selbstliebe zu betreiben. Ein potentieller Partner, der das nicht akzeptieren kann, sollte kein potentieller Partner sein ;-)

      LG Norman

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  74. Tanja

    10. Januar 2018

    Lieber Norman

    Meine Partnerin hat sich vor gut drei Monaten von mir getrennt. Wir waren ca. zwei Jahre zusammen. Im Laufe der Zeit wurde es komplizierter und schwieriger zwischen uns, es hat sich gezeigt, dass ich Anzeichen von Bindungsängsten habe und so meine Partnerin immer wieder von mir gestossen und verletzt habe. Sie hat sich oft alleine gefühlt, da ich mich immer wieder ein wenig zurückgezogen habe, was auf meine Ängste zurückzuführen ist. Sie hat mein Verhalten auch oft als egoistisch bezeichnet, bzw. es hat sich so angefühlt für sie. Wir hatten viele Diskussionen und kamen einfach nicht vorwärts. Ihr wurde alles zu viel, da sie noch zwei kleine Kinder hat, welche schon einiges an Energie einfordern und unsere Partnerschaft schlussendlich ihr mehr Energie genommen als gegeben hat. Dadruch haben sich auch ihre Gefühle für mich geändert. Ich finde es die richtige Entscheidung, dass sie sich getrennt hat, und ich freue mich, dass sie nun zur Ruhe kommen kann und es ihr besser geht. Ich bin durch die Trennung in Bewegung gekommen, habe eine Therapie begonnen und bin am „aufräumen“. Beiden ist bewusst, dass es die einzig richtige Entscheidung war. Wir haben nach wie vor noch oft Kontakt, sie hat den Wunsch einer Freundschaft geäussert. Der Umgang ist jedoch nicht immer ganz einfach, da sie oft sehr distanziert, kühl und auf den Verstand bezogen ist wenn wir uns treffen, von mir kommt ganz klar rüber, dass meine Gefühle noch sehr stark sind, was sie wiederum überfordert. Ich habe auch das Bedürfnis, ihr nun all das zu schenken und zu geben, was sie mir gegeben hat und ich zum damaligen Zeitpunkt nicht konnte. Sie sagt, sie könne sich nichts mehr vorstellen ausser eine Freundschaft, ich hingegen würde mir wünschen, offen alles auf uns zukommen zu lassen, never say never. Ich bin mir sehr unsicher, was ich tun sollte, völliges loslassen, mich komplett auf mich fokussieren. Oder ihr doch die Hand hinhalten, für sie das sein, ihr zeigen, dass Menschen sich ihren Ängsten stellen und ändern können usw. Vielen Dank für deinen Rat :-)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      16. Januar 2018

      Hey Tanja,

      danke für deinen offenen und persönlichen Kommentar =)

      Ich finde es ganz hervorragend, dass du die Trennung mit ihren Augen betrachten und dich sogar für sie freuen kannst. Das ist meiner Meinung nach die wahre Bedeutung von Liebe.

      Aber dazu gehört es dann auch, zu respektieren und zu akzeptieren, wenn der andere keine Beziehung mehr haben möchte. Natürlich kann man nie sicher sagen, wie sich etwas entwickeln wird. Aber es ist ein Unterschied, ob man einfach offen bleibt und sieht, was passiert oder ob man gewisse Erwartungen und Hoffnung weckt und aufbaut und sich wieder aus eigennützigen Gründen an irgendeine Vorstellung klammert.

      Völliges Loslassen.

      Ich weiß, das hörst du nicht gerne, aber das ist mein Rat.

      Das hat übrigens nicht zu bedeuten, dass du nicht gleichzeitig auch für sie da sein kannst. Loslassen geschieht innen. Du kannst zum Beispiel Geld loslassen und dennoch Millionär sein. Es geht darum, sich innerlich von etwas zu lösen. Die Frage ist natürlich, kannst du das, wenn du im Außen dennoch für die da sein willst. Das musst du selbst wissen. Den meisten fällt das sehr schwer, weshalb das Loslassen dann oft mit äußeren Maßnahmen einhergeht. Wenn du es aber kannst, spricht nichts dagegen, sie loszulassen und dennoch für sie da zu sein.

      So sehe ich das. Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir =)

      LG Norman

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  75. Mario

    22. Januar 2018

    Danke für die vielen Denkanstöße! Oft braucht es einen Input von außen, um zu erkennen wie egoistische das eigene Verhalten ist. Habe selbstverständlich dein Buch „Weisheiten des Flusses“ auf facebook geteilt…

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Januar 2018

      Hey Mario,

      danke für dein Feedback =)

      Ja, ich habe das auch schon oft erlebt. Man hört und sieht diese Dinge ständig, aber weil es immer die gleichen Umstände sind, kommt man nicht ins Umdenken. Klarer Fall vom Prophet im eigenen Land.

      Freut mich, dass meine Gedanken dir geholfen haben!

      Und tausend Dank für’s Teilen =D Das hilft mir sehr und hoffentlich auch denen, die so auf das Buch aufmerksam werden =)

      LG und hab ne wundervolle Woche

      Norman

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  76. Mirko

    24. Januar 2018

    Hm ich wurde vor 5 tagen von meiner Freundin verlassen, Ich liebe sie immer noch aber sie mich nicht mehr.
    Momentan leben wir noch zsm, was alles noch schwieriger macht.
    Ich leide extrem, wärend sie ihr Single leben genießt… Ich kann es nicht
    Sie ist nicht glücklich das unsere Beziehung zu Ende ist sondern das sie wieder frei ist.
    Ich habe sie allerdings nie eingeschränkt.
    Sie ist das einzige was mich am leben gehalten hat und nun habe ich nichts mehr.
    Ich habe Angst in eine neue Wohnung zu ziehen, alleine zu sein. Ich zebreche daran.
    Meine Hoffnung ist das wenn ich mich ändere so wie sie es will das wir vllt wieder zsm finden.
    So eine tolle Frau finde ich nie wieder.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      30. Januar 2018

      Hey Mirko,

      danke für deinen Kommentar und diesen persönlichen Einblick =)

      Kann mir Vorstellen, dass es das Zusammenleben nicht gerade einfacher macht, so eine Trennung durchzustehen. Ich weiß nicht, in wie weit ich das könnte. Hast du denn keine Möglichkeit für die erste Zeit woanders unter zu kommen?

      Natürlich muss das Loslassen immer innerlich geschehen, aber wenn man die äußeren Umstände ändern kann, die einem das Loslassen nur unnötig erschweren, dann sollte man das auch tun. Alles andere wäre ja Masochismus.

      Ich finde es erschreckend zu hören, dass sie das einzige war, was dich am Leben gehalten hat. Das ist eine sehr ungesunde Herangehensweise an eine Beziehung, wenn man so abhängig vom anderen ist.

      Ich finde, du solltest diese Chance unbedingt nutzen, um zu lernen, dich selbst am leben zu halten und sogar noch Freude und Glück dabei zu empfinden. Das ist nämlich auch die richtige Basis für eine evtl. wieder aufflammende oder eine neue Beziehung. Ansonsten wirst du mit Sicherheit irgendwann wieder in dieses Loch fallen.

      Niemand kann dich raus ziehen, außer du selbst.

      Auch das Ändern und Anpassen, damit sie dich doch wieder nimmt ist meiner Meinung auch keine gute Idee. Damit erniedrigst du dich und machst dich selbst unattraktiv. Jemanden, der alles für einen tut, will in Wahrheit keiner, weil er damit unter Beweis stellt, dass er sich selbst nicht genug achtet, um sich treu zu bleiben. Selbstwert und Selbstbewusstsein sind das, was uns wirklich attraktiv macht.

      Finde erst mal zu dir selbst und dann finden die tollen Frauen irgendwann dich =)

      Liebe Grüße und starte trotz allem gut in die neue Woche!

      Norman

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  77. Maria

    14. Februar 2018

    Hallo Norman,

    stecke gerade mitten in einer „Trennung auf Zeit“.
    Habe deinen Artikel mit Spannung gelesen und ich muss Danke sagen…. Ich hatte nur schlechte Gedanken….und Angst allein zu sein und das er mich den vergisst. Ich muss so fair sein und ihm die Zeit zum nachdenken einräumen. Es fällt mir sehr schwer aber vermiutlich ist es das Beste was ich im Moment für Ihn tun kann.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      20. Februar 2018

      Hey Maria,

      danke für dein Feedback =D

      Freut mich sehr, dass dir der Artikel hilft! Und dass du ihm dadurch etwas Raum geben willst und kannst =)

      Ja, es ist nicht einfach… aber es sind meist auch nicht die einfachen Dinge im leben, die sich am Ende wirklich auszahlen =)

      Ich wünsche dir viel Kraft dabei!

      LG Norman

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  78. Jeny

    15. Februar 2018

    Hallo lieber Norman,
    ich habe mir jetzt vieles durchgelesen, was auf Deiner Homepage so ist und ich muss nur sagen, du hast die Gabe die Welt viel schöner machen zu lassen. Wie ein Engel, wie du Hilfst. Es gibt nicht so viele, die so ehrlich helfen wollen wie du. Wie man sehen kann, sind gerade das Wichtigste und zwar Partnerschaften und vor allem die Liebe so schwierig zu meistern. Danke, dass es Dich gibt! Weiter so.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      20. Februar 2018

      Hey Jeny,

      wow, danke für deinen wundervollen Kommentar =D

      Ich freue mich sehr, dass du das so siehst und dass meine Texte dir und vielen anderen helfen. Das erfüllt mich selbst mit Glück und Freude (also ganz uneigennützig ist es am ende nicht ;-) )

      Liebe Grüße und hab ne wundervolle Woche!

      Norman

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  79. Michael

    21. Februar 2018

    Was ist aber wenn die andere Person einen immenoch liebt, aber verletzt ist und Vertrauen fehlt. Kann man dann etwa nicht um den Partner kämpfen?

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Februar 2018

      Hey Michael,

      danke für die wichtige Frage =)

      Wenn die andere Person einen wirklich liebt, dann wird sie mit der Zeit ihre Verletzung und den Vertrauensbruch überwinden. Von sich aus, eben weil sie dich liebt.

      Du kannst das nicht bewirken, auch nicht durch kämpfen.

      Ich weiß, oft verlangen solche verletzten Menschen, dann, dass du deine Liebe beweist und um sie kämpfst. Das ist aber eher das Resultat des gekränkten Egos, dass dich nun ebenfalls dafür leiden lassen will. Mit der Liebe hat das rein gar nichts zu tun.

      Natürlich solltest du wenn möglich nicht noch mehr Verletzungen und Vertrauensbrüche herbeiführen.

      Sei du selbst und sei für den anderen da, wenn er dich braucht. Wenn er / sie dich wirklich liebt, wird die Zeit euch helfen und wieder zusammenbringen. Beschleunigen kann man das nicht. Auch nicht durch kämpfen.

      LG Norman

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      • Melanie

        12. März 2018

        Sorry, Norman, aber hier bin ich anderer Meinung.

        Um seine Liebe zu kämpfen oder für seine Liebe zu kämpfen, kann durchaus nötig sein, wenn man einfach Scheiße gebaut hat, indem man z. B. dem Geliebten einfach nicht das Gefühl rübergebracht hat, von dem man immerzu gesprochen hat. Wenn man sagt, man liebt jemanden, aber nie Zeit für ihn haben will, wenn man von dem anderen erwartet, dass er tagelang auf irgendwelche Meldungen, Antworten und Zeichen wartet, irgendwann einfach nicht mehr kann, weil Worte und Handeln des angeblich Liebenden einfach nicht zusammenpassen. Dann kann es durchaus notwendig werden, dass derjenige kämpfen muss, weil er einfach mal geben muss, nachdem er ständig nur genommen hat. Auch das kann Kämpfen sein: zu zeigen, wie wichtig einem das ist, was man immer als selbstverständlich erachtet hat. Dass der andere auf einen wartet beispielsweise.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          13. März 2018

          Hey Melanie,

          danke für deinen ehrlichen Kommentar =)

          Und bitte entschuldige dich nicht für deine Meinung. Hier darf jeder seine eigene haben ;-)

          Ich kann verstehen, was du damit meinst, aber dennoch halte ich das nicht für sehr hilfreich:

          Wenn jemand all diese Dinge tut, weil du verlangst, dass auch er jetzt mal was geben muss und zeigen soll, wie wichtig ihm das alles ist, wie wichtig ist es ihm dann wirklich?

          Verstehst du was ich meine? Er tut es ja dann nicht aus freien Stücken, weil es ihm wirklich so wichtig ist, sondern, weil du es verlangst. Er kämpft auch hier für sich und sein Ego. Nicht, weil er dich liebt und mit dir Zusammensein will, sondern weil er Angst hat, dich zu verlieren, weil du ihn vervollständigst oder einfach, weil ihm das ungewohnte „ohne-dich-sein“ Angst macht.

          Das hat meiner Meinung nach nichts mit Liebe zu tun. Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Dein Ego fühlt sich dann vielleicht geschmeichelt, wenn er das alles macht und gibt ihm nochmal eine Chance, aber an der Liebe ändert sich dadurch nichts. Und Wenn ein Mensch sich vorher so Verhalten hat und andere Prioritäten hatte, dann wird er die auch danach noch haben. Du kannst Menschen nicht ändern. Und schon gar nicht, wenn du von ihnen verlangst, um dich zu kämpfen. Kennst du eine Geschichte, wo das auf Dauer gut ausgegangen ist? Ich nicht…

          Ich würde eher sagen, dass es hier an dir liegt, zu entscheiden, ob und in wie fern du dich mit diesen Eigenarten des anderen arrangieren kannst und ihn so akzeptieren und lieben kannst, wie er ist. Wenn du das nicht kannst, dann solltest du ihn lieber ziehen lassen, als von ihm verlangen, um dich zu kämpfen.

          Ich hoffe, ich habe das in der Kürze des Kommentares einigermaßen nachvollziehbar ausdrücken können =)

          Liebe Grüße

          Norman

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  80. Tina

    24. Februar 2018

    Hallo.

    Ich habe deinen Artikel sehr gerne gelesen und auch fast die ganzen Kommentare. Habe währenddessen geweint, weil ich mich in vielen erkannt habe und ich manche Erzählungen so rührend fand. Auch einige Zitate gingen mir dabei sehr ans Herz.

    Zu mir: Ich habe jemanden kennengelernt, der knapp 700km von mir entfernt wohnt. Wir haben uns von Anfang an verstanden, es war, als ob wir uns schon immer kennen würden. Wir haben auch ähnliches durchgemacht, haben viel gemeinsam. Es war schön mit jemandem über diese Dinge zu reden. Oft wusste ich nicht mal warum ich ihm das erzähle. Es fühlte sich plötzlich alles so einfach an. Wir wurden die besten Freunde. Bis wir dann merkten, dass aus Freundschaft Liebe wurde. Wir haben beide gegen dieses Gefühl angekämpft, weil wir unsere Freundschaft nicht gefährden wollten und auch, weil wir beide keine Fernbeziehung wollten. Es war das große Problem. Wir haben uns trotzdem darauf eingelassen. Wir hatten auch eine Vereinbarung, dass wir mit anderen Sex haben dürfen, nur soll man es dann dem anderen ehrlich sagen. Klar, waren wir auch manchmal eifersüchtig, aber wir haben uns so sehr vertraut. Wir mussten nicht viel sagen, der jeweils andere hat schon immer vorher gewusst was los war. Wir haben gespürt, wenn der andere was hat. Trotz der knapp 700km. Nach einigen Monaten, spürten wir beide, dass etwas nicht mehr so stimmt. Wir trennten uns. Hatten trotzdem Kontakt. Wir waren wieder die besten Freunde. Ein paar Wochen später merkte ich, innerlich, dass er eine Freundin hat. Habe ihn darauf angesprochen, erst wollte er mir die Wahrheit nicht sagen, um mich nicht zu verletzen. Naja, er hat es dann doch getan. Ja, er sei in einer Beziehung. Mit einer guten Freundin mit der er auch öfters im Kino war, was ich auch wusste. Es war, obwohl wir getrennt waren, ein Schock. Aber ich habe mich auch so sehr für ihn gefreut, bzw. ich freue mich immer noch sehr für ihn. Denn niemand hat es mehr verdient wie er. Er ist so ein toller Mensch. Es freut mich, dass eine Frau ihm jetzt das geben kann was ich nicht konnte. Nähe, wann immer er nähe möchte. Sich treffen können, wann immer man will. Usw. Jetzt, weil er eine Beziehung hat, spüre ich wie sehr wir zusammen gehören. Das wir füreinander bestimmt sind. Eigentlich wussten wir das beide schon vorher. Wir haben oft darüber geredet. Nur jetzt, weil ich ihn loslassen möchte ist dieses Gefühl so stark wie noch nie. Ich habe Träume, die sich anfühlen als würde es passieren. Ich werde Nachts wach und rufe seinen Namen, weil ich denke er ist da. Er steht in den Träumen vor mir, ich kann ihn nicht erreichen, aber er steht vor mir und sagt mir, dass ich ihn nicht aufgeben soll. Und dann bin ich wieder voll durcheinander. Jetzt das Wochenende, verbringt er mit ihr, und ich spüre wie glücklich er ist. Gleichzeitig macht es mich glücklich. Bekomme aber auch irgendwie Angst. Warum habe ich träume wo er mir sagt ich solle ihn nicht aufgeben, wenn ich doch spüre wie glücklich er ist?
    Kontakt haben wir noch, aber das ist alles ziemlich verfahren. Es kommt so gezwungen rüber. Sollte ich den Kontakt ganz abbrechen und warten was passiert? Ist es egoistisch zu fühlen, dass man füreinander bestimmt ist?

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    • Tina

      24. Februar 2018

      Ich habe zu meinem ersten Kommentar vergessen hinzuzufügen, dass er sagte: Mal schauen was die Zukunft bringt und auch dass er eine gemeinsame Zukunft mit mir nicht ausschließt, aber diese im Moment nicht möglich ist. Auch sagte er, dass ich hoffen darf, ich geduldig sein soll. Sagt er das nur, damit ich nicht verletzt bin? Hält er mich damit hin?
      Wir haben als wir noch zusammen waren, oft darüber gesprochen zusammen zu ziehen, wenn es beruflich passt.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Februar 2018

      Hey Tina,

      danke für deinen sehr persönlichen Kommentar =)

      Ihr hattet euch vorher einvernehmlich getrennt, oder?

      Für mich hört sich das ganze beim ersten Lesen sehr nach dem Prinzip der verbotenen Frucht an. Du willst es umso mehr, weil du es nicht (mehr) haben kannst.

      Deine Träume sind natürlich ein Spiegel deiner Gedanken, Gefühle und deines Unterbewusstseins. Wenn er dort auftaucht, dann weil du das willst. Objektiv betrachtet hat er ja damit erst mal nichts zu tun.

      Und ja, ich denke, es ist egoistisch zu denken, man sei füreinander bestimmt. Denn was sagt dieser Satz denn gleichzeitig aus? „Er ist für keine andere bestimmt“

      Du hast Angst, diese Chance zu verpassen und dass er eine andere dir vorzieht etc.

      Ob du den Kontakt abbrechen solltest, kommt ganz auf dich an. Ich habe es hier glaube ich schon oft geschrieben: Wenn du jemanden lieben willst, musst du nicht darauf warten, dass er dich zurück liebt. Wahre Liebe ist kein Tauschgeschäft! Wenn du es ertragen kannst, ihm deine Liebe zu zeigen und zu schenken, ohne dass er sie dir in gleicher Weise zurück schenkt, dann halte den Kontakt und tu es einfach. Damit erledigt sich auch automatisch dieses gezwungene Gefühl, weil es ja nur daraus entsteht, dass ihr beide euch über euer verhalten unsicher seid.

      Wenn du allerdings der Meinung bist, dass du das nicht schaffst, dann brich den Kontakt lieber ab, denn dann würdest du dir nur selbst damit schaden.

      All diese Dinge, die du noch angefügt hast, was er alles gesagt hat etc… ich kenne das… das sind Strohhalme, an denen sich das Ego festhält. Aber es dient alles nur dazu, das Symptom zu lindern, das verletzte Ego, und nicht die wahre Ursache. Wenn du über diese Dinge nachdenkst, drehst du dich nur im Kreis. Du wirst sie nie mit Sicherheit beantworten können und hältst mit deiner Aufmerksamkeit darauf den Ofen nur am Laufen.

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu helfen dir =)

      Liebe Grüße und eine wundervolle Woche noch =)

      Norman

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  81. Claudia

    6. März 2018

    Hallo Norman

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag, er bestätigt mich im Entschluss, den ich (schweren Herzens) gefasst habe! Vielen Dank auch all den anderen Lesern, es war sehr interessant, auch eure Geschichten und Denkanstösse zu lesen!

    Mein (Ex-)Partner hat mir im Januar (für mich völlig unerwartet) mitgeteilt, dass er eine Beziehungspause braucht. Es war offensichtlich, dass ihm das nicht leicht fiel, er hat viel geheult an diesem Abend (und ich auch). Er hatte eine schwere, sehr lieblose Kindheit und ich vermute stark (aufgrund verschiedenster Äusserungen, die er getätigt hat), dass er Bindungsangst hat. Ich habe seinen Wunsch nach Pause respektiert. Er wollte eigentlich noch alle paar Tage Kontakt haben, um zu wissen, wie es mir geht und was in meinem Leben läuft, was ich aber (vorerst) abgelehnt habe, weil sich das für mich nicht mit der gewünschten Pause vereinbaren liess und ich dachte, dass ich so nur noch mehr leiden würde (und er vielleicht auch). Wir haben uns dann mehrere Wochen nicht kontaktiert, bis ich eines Tages einfach wissen wollte, wie es ihm geht und ihm schrieb. Er hat auch zurückgeschrieben und wollte seinerseits auch Vieles wissen, weshalb sich dann ein reger Austausch über eine Woche ergab. Genau nach einer Woche trafen wir uns zufälligerweise an einem Event in der Stadt und haben uns gut unterhalten. Er hat mich dann auch bis in mein Quartier begleitet und sich für den Abend bedankt. Haben dann noch kurz geschrieben, seither hatten wir aber wieder keinen Kontakt mehr (das ist jetzt 3 Wochen her). Ich habe das Gefühl, dass er die Pause weiterhin braucht, es kam auch keine Initiative mehr von ihm. Nach unserem zufälligen Treffen in der Stadt tat es mir zuerst im Herzen weh, zu sehen, dass er trotz diesem angenehmen Abend nicht wieder (vermehrt) die Initiative ergriff. Irgendwie hat das vorerst wieder Hoffnung in mir ausgelöst. Allerdings sage ich mir jetzt, 3 Wochen später und nach reiflicher Überlegung, dass er sicher seine Gründe für seine Distanziertheit hat. Ich kann mich jetzt auch schon wieder viel besser auf andere Dinge konzentrieren, gehe mehr mit Freunden aus, mische mich unter die Leute, um neue Bekanntschaften zu machen, plane Urlaub, etc. Und es fühlt sich gut an! Ich bin auch wieder unbeschwerter und fühle weniger Schmerz, wenn ich an ihn denke. Bin, denke ich, auf einem guten Weg und lasse den Dingen jetzt einfach mal ihren freien Lauf. Komme was wolle!:)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      13. März 2018

      Hey Claudia,

      danke für deinen Kommentar und deine persönliche Schilderung =)

      So wie dir, geht es sicherlich vielen hier und ich finde es wundervoll, dass du deine Geschichte und wie du damit umgehst hier mit uns teilst!

      Und Respekt übrigens, dass du das so für dich erkannt hast und umsetzen kannst. Das ist ja nicht sehr leicht.

      Ich sehe das übrigens genauso wie du: Er hat seine Gründe und du wirst ihn nicht umstimmen können. Und das solltest du auch nicht versuchen. Kümmere dich lieber um dich selbst, so wie du es jetzt ja tust und wie es dir gut tut =)

      An deiner Erzählung sieht man übrigens auch schön, wie kontraproduktiv Hoffnung in solchen Fällen und eigentlich im Leben generell ist. Ich betone das bei jeder Gelegenheit, denn irgendwie wollen alle immer Hoffnung, weil es sich für den Moment gut anfühlt, aber auf Dauer macht es alles schlimmer. Deshalb bin ich eher dafür, die Umstände vollkommen so zu akzeptieren, wie sie sind und wenn dann doch wieder etwa wird, es als Bonus wahrzunehmen, aber nicht darauf zu hoffen.

      Toller Abschluss deiner Erzählung, dem kann ich nichts mehr hinzufügen =D

      Liebe Grüße und eine wundervolle Zeit, dir!

      Norman

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      • Claudia

        6. April 2018

        Hallo Norman

        Ich dachte, das muss ich jetzt doch noch hier teilen:

        Nur 3 Tage, nachdem ich meinen Kommentar hier verfasst und meine Situation geschildert habe, hat sich mein (Ex-)Partner bei mir gemeldet. Zuerst dachte ich, er wolle nur einmal die Situation abchecken, um dann gleich wieder in seine Unverbindlichkeit zurückzufallen. Zu meinem Erstaunen war er jedoch ernsthaft daran interessiert, wie es mir geht und was in meinem Leben läuft. Wir haben uns dann auch relativ schnell auf einen Drink verabredet und einen tollen Abend mit vielen (teils auch tiefgründigen und vertrauten) Gesprächen verbracht. Seither sehen wir uns wieder regelmässig und beide ergreifen gleichermassen die Initiative, um wieder neue Treffen und neue gemeinsame Aktivitäten zu planen. Bisher hat zwar noch keiner von beiden die Situation angesprochen, aber ich finde es auch gar nicht nötig, denn ich geniesse jetzt einfach die gemeinsame Zeit mit ihm und lasse auf mich zukommen, (ob wieder) was aus uns wird.

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          10. April 2018

          Hey Claudia,

          wie schön, wieder von dir zu lesen =)

          Und dann auch noch mit so einer großartigen Botschaft!

          Danke, dass du das mit uns teilst. Das ist so wertvoll!

          An deinem Beispiel kann man wunderbar erkennen, welchen Unterschied die Einstellung im Leben und der Liebe macht. Du hast losgelassen und akzeptiert und nur deshalb diese Möglichkeit geschaffen. (Damit will ich nicht sagen, dass es grundsätzlich hilft, loszulassen, um den Ex wieder zurückzugewinnen, denn genau dann würde man ja nicht loslassen, sondern es nur als Trick benutzen. Es heißt nicht, dass er dann automatisch wieder kommt, aber es ist die einzige Basis, auf der es passieren kann.).

          Und dass du diese Einstellung jetzt beibehältst ist auch sehr bemerkenswert. Ich habe das Gefühl, du bist sehr gefestigt und kannst auch gut mit dir selbst glücklich sein und das ist das wichtigste =)

          Liebe Grüße

          Norman

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  82. Damir

    6. März 2018

    Schön zu wissen das es dich gibt. Das stimmt alles. Gibt es nichts mehr hinzuzufügen =) Die Erkenntnis hätte ich gerne viel früher gehabt. Erspart einiges an Kummer. Aber da muss wohl jeder einmal durch =)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      13. März 2018

      Hey Damir,

      danke für deinen lieben Kommentar =)

      Hmm… ja, irgendwann sollte sie wohl jeder einmal machen =) Aber ich finde nicht, dass es ein „zu spät“ dafür gibt. Wer weiß, wofür es gut ist, dass du sie genau jetzt gemacht hast? Und was jetzt noch in Sachen Liebe auf dich wartet? =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  83. Dieter

    8. März 2018

    Hallo Norman! Wäre es möglich, dass ich mit ihnen per Mail in Kontakt komme? Wäre mir sehr wichtig, möchte nicht dass der falsche dies liest, da ich denke dass er auch auf Seiten wie diese surft. Diese Geschichte würde er sofort erkennen. Lg

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      13. März 2018

      Hey Dieter,

      danke für deinen Kommentar und dein Interesse an einem persönlichen Kontakt =)

      Natürlich kannst du mir jederzeit gerne eine Mail schreiben und ich schaffe es momentan auch, alle Mails zu lesen, aber es ist mir leider nicht mehr möglich, auf alle Mails zu antworten oder gar eine 1:1 Betreuung zu machen. Dafür fehlen mir einfach die Ressourcen.

      Deshalb wäre es mir am liebsten, wenn du versuchen würdest, deine Situation einmal hier zu schildern. Ich bekomme ertens weniger Kommentare als Mails und zweitens haben so auch andere Leser noch etwas von unserem Austausch, wenn sie das hier lesen =)

      Vielleicht kannst du ja gewisse Fakten etwas verändern? (z.B. statt 3 Wochen Urlaub in Ibiza schreibst du 14 Tage Urlaub auf Mallorca etc.)

      Aber wie gesagt, du kannst mir gerne auch jederzeit eine Mail schreiben. Ich kann dir nur nicht garantieren, dass ich zum antworten komme. Und gerade, wenn das Problem etwas komplexer ist, sinken die Chancen dazu leider, weil ich den Aufwand nicht mehr leisten kann.

      Meine Mailadresse findest du auf der Kontakt-Seite =) (Falls du im Newsletter bist, kannst du auch einfach auf eine Mail von mir antworten).

      Ich hoffe, es ist eine Option für dich dabei =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  84. Sandra

    14. März 2018

    Lieber Norman

    Ein wirklich toller Artikel, der mich leider etwas zu spät erreicht.
    Ich wurde vor drei Tagen verlassen und habe das Gefühl, ich habe alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte. Dieser Gedanke bringt mich fast um! Ich quäle mich mit Gedanken wie: Wenn ich mich anders verhalten hätte, wäre er jetzt noch bei mir. Wenn ich nicht so unsicher gewesen wäre, ihn nicht so eingeengt hätte, wäre er jetzt noch bei mir. Ich habe durch mein Verhalten eine tolle Person in die Flucht geschlagen. In meinem Kopf dreht alles und ich weiss gar nicht, wo ich bei der Verarbeitung ansetzen soll. Ich habe seine Nummer sofort nach der Trennung gelöscht, weil ich ihn in Frieden lassen will, damit er sein Ding durchziehen kann. Wie kann es bloss sein, dass ich mich so verhalten konnte? Meine letzte Beziehung war schon sehr schwierig und ich habe das Gefühl, dass ich immer Menschen anziehe, die in mir wieder dieselben schlechten Eigenschaften auslösen. Es ist einfach stärker als ich. Ich werde dann zu einem kleinen unsicheren Häuflein, obwohl ich das in anderen Lebensbereichen überhaupt nicht bin.
    Um ein paar Gedanken wäre ich wirklich sehr froh!

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    • Maria

      15. März 2018

      Liebe Sandra,

      ich bin der Überzeugung, dass das Leben einen immer wieder vor dieselbe Herausforderung stellt, bis man sie löst. Du schreibst „Wie kann es bloss sein, dass ich mich so verhalten konnte?“ Frage dich doch eher: „Wie kam es dazu, dass ich mich so verhalten habe? Was hat der andere in mir ausgelöst?“ und beschäftige dich mit deiner ehrlichen Antwort darauf. Hole dich aus der Opferhaltung heraus und ergründe was hinter der Verletzung steht. Es gibt Gründe, warum du zu einem „unsicheren Häuflein“ wirst und da solltest du ansetzen.

      Ich drücke dich!

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        20. März 2018

        Hey Maria,

        vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar und dass du Sandra diesen wichtigen Rat gegeben hast!

        Ich sehe das genauso und habe es auch in meiner Antwort ähnlich formuliert. Alles hat seinen Grund und wenn man achtsam bleibt, erkennt man die Zusammenhänge immer besser und kann die Lektionen annehmen anstatt sie zu ignorieren.

        Liebe Grüße

        Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      20. März 2018

      Hey Sandra,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      Niemals ist es zu spät! Ich höre und lese das oft, aber du musst immer bedenken, dass es immer besser ist, eine wichtige Erkenntnis im leben später zu machen als nie. Wer weiß, was sie dir für dein zukünftiges (Liebes)Glück bringt =)

      Ich kann nachvollziehen, wie es dir damit geht. Aber ich kann dir auch sagen, wo du anfangen solltest: Bei dir! Du musst dir all diese Dinge und Vorwürfe erst einmal selbst verzeihen. Denn genau das ist auch ein wichtiger Aspekt der Selbstliebe und Selbstfürsorge. Solange du dir diese Vorwürfe machst, quälst du dich selbst.

      Wenn du immer wieder die selbe Art von Partnern anzieht, dann bedeutet das vielleicht auch, dass du dadurch eine wichtige Lektion lernen solltest. Vielleicht genau diese hier. Und solange du sie nicht lernst, wird sich daran wahrscheinlich auch nichts ändern. Also nutze die Chance, die du jetzt hast und evtl. hast du dieses Problem dann ein für alle Mal gelöst =)

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir dabei =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  85. somebody

    18. März 2018

    Lieber Norman,

    Der Beitrag und all deine Kommentare haben mich heute sehr ernüchtert und etwas erleichtert. Ich bin zurzeit ziemlich am Boden zerstört und versuche, meine Story etwas kurz zu halten.

    Meine Freundin hat sich kürzlich von mir getrennt, obwohl sie mich über alles liebt und mich zurückwill. Aber, sie hat mit sich selbst sehr zu kämpfen und hatte deshalb immer wieder Krisen (welche nicht mit mir zu tun hatten), worunter ich auch sehr leiden musste. Sie fixiert sich zu sehr auf die Arbeit, konnte nicht wirklich abschalten und wusste nicht, was mit ihrer Freizeit anzufangen. Obwohl ich sie nicht eingeengt habe, hat sie sich angepasst.

    Ich muss wirklich sagen, dass wir uns mit jeder Pore lieben und es ist wirklich nicht so, dass sie mit mir zusammen war, um ihre Leere zu füllen. Sie muss sich aber einfach selbst finden und hat unserer Zukunft zu liebe, diesen schmerzhaften Schritt gewagt. Sie braucht einfach mal nur Zeit für sich alleine, um auch etwas selbständiger zu werden. Will das unbedingt durchziehen, um langfristig mit mir eine unbeschwerte Beziehung zu führen, in welcher sie mit sich im Reinen ist und mit sich selbst glücklich ist. Diese Erkenntnis finde ich ja irgendwie toll und es zeigt mir, dass es ihr mit uns ernst ist.

    Meine Traurigkeit ist dennoch unbeschreiblich. In der Beziehung habe ich mich hie und da ja um mich selbst gekümmert, ich bin da etwas weiter als sie. Umso schlimmer ist für mich die Situation. Ich versuche, ihr nicht zu schreiben und ihr einfach Zeit zu lassen. Sie kann es aber nicht immer lassen, teilt mir mit, dass sie an uns glaube und lediglich mit sich selbst auch glücklich sein möchte. Aber das schlimme ist, dass ich nicht nur einfach die Beziehung vermisse, sondern einfach sie als Person! Mir ist ihr Wesen einfach unheimlich wichtig und ich liebe sie mit ihren Ecken und Kanten. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich kann sicher ohne sie leben, aber ich will es nicht. Und das macht mich eben fertig. Hast du mir hier einen Ratschlag, wie ich mit dieser Situation umgehen kann, ausser dass ich mich einfach nicht melden muss. Es ist nicht einfach, wenn sich zwei sehr lieben, aber de andere sich noch zuerst selbst finden muss.. für beide echt schwierig. Ich halte es einfach nicht aus, sie nicht bei mir haben zu dürfen :( und sie eigentlich auch nicht.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      20. März 2018

      Hey somebody,

      danke für deinen persönlichen Beitrag zum Artikel =)

      Ich muss auch sagen, dass ich großen Respekt davor habe, was sie da tut. Sie hat erkannt, dass sie bei sich selbst anfangen muss und sie hat sich getraut, diesen Schritt zu gehen und an diesem Punkt ansetzen. Das ist auch ihr sicher nicht leicht gefallen.

      Natürlich kann ich verstehen, dass dir das zu schaffen macht. Aber: An deiner Beschreibung meine ich zu spüren, dass du diese Chance auch sehr gut nutzen könntest, um dich ein wenig mehr auf dich selbst zu fokussieren. Ich musste bei deiner Schilderung unweigerlich an einen Raucher oder Alkoholiker denken, der sagt, er könne ja jederzeit aufhören, wolle es einfach nur nicht. Das ist auch eine Form von Abhängigkeit. Eine sehr gefährliche, weil wir uns einreden, dass sie nicht existiert. Ich denke deshalb, auch du solltest die Situation als Gelegenheit ansehen, dir selbst näher zu kommen.

      Der Kontakt macht das natürlich schwieriger. Es gibt Menschen, die das hinbekommen, aber das ist eher die Ausnahme. Deshalb würde ich dir da raten, dass du sie bittest, dir nicht mehr zu schreiben in dieser Phase. Natürlich mit der Erklärung, dass es das nur ungleich schwerer für euch beide macht. Vielleicht mag sie ja stattdessen eine Art Tagebuch führen, dass sie dir später zeigen kann, wenn ihr beide durch diese Zeit durch seid.

      Ich wünsche euch beiden viel Kraft und trotz allem auch Freude in dieser Zeit =)

      Norman

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  86. Alberto

    25. März 2018

    Danke Norman für dein wunderbaren Text. Es beruhigt und ist alles einleuchtend. Jetzt vertehe ich die Lösung in meiner Beziehung. Danke das du meine Blindheit entfernen konntest

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. März 2018

      Hey Alberto,

      danke für deine lieben Worte =)

      Da geht mir wirklich das Herz auf und ich freue mich sehr, dass der Artikel dir in deinem (Liebes)Leben hilft!

      Verrätst du mir, welche Erkenntnis du ganz konkret daraus gewonnen hast?

      Liebe Grüße und eine wundervolle Woche noch!

      Norman

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  87. Marc

    4. April 2018

    Muss ich jetzt wieder zum Ja Sager werden mir alles gefallen lassen und ihr jeden Wunsch nach Freiraum geben??? Wir sind jetzt 2 Jahre zusammen und bis jetzt gab es auch keine Probleme was ihren Wunsch nach Freiraum angeht. Jetzt sagt sie mir aber das sie darauf früher vielleicht nie so geachtet hat. Vor unserem Kennenzulernen, war sie halt viel Unterwegs, auf Konzerten und Festivals, das Fehlt ihr jetzt angeblich wieder etwas. Da ich seit 2008 des öfteren in Therapeutischer Behandlung war für Betrug in der Ehe und Lügen während der Beziehung hab ich so meine Probleme mit dem Vertrauen und so. Nun zum Kernproblem, ich habe das Gefühl das hinter meinem Rücken irgendetwas abläuft, denn sie Schreibt nur noch abgewandt von mir, oder wenn ich mal kurz nicht da bin, dann ist das Handy zum Hochsicherheitstrakt geworden,das gab es bis vor kurzem nicht, da konnte jeder an das Tel. des anderen gehen.
    Wie soll ich mich verhalten, die Beziehung beenden, oder versuchen nur mich zu ändern und wieder in mein altes Leben, was ich für mich durch erfolgreiche Therapien abgeschlossen habe wieder zurück kehren ????

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. April 2018

      Hey Marc,

      danke für deinen Kommentar =)

      Du „musst“ gar nichts.

      Wenn du allerdings deine Partnerin nicht vertreiben willst, solltest du sie nicht so einengen.

      Auch das mit dem Handy kann daher kommen. Das ist ähnlich wie bei der Frage, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war. Wenn du ihr misstraust, schaffst du auch in gewisser Weise den Rahmen dafür, dass sie dir Dinge verheimlicht.
      Wenn jemand bei jeder kleinsten Banalität an die Decke geht und einen betrug wittert, dann beginnt man, ihm auch Kleinigkeiten vorzuenthalten, die man selbst für unwichtig hält, weil man nicht unnötig Streit haben will.

      Es kann aber natürlich auch was dran sein. Das weiß man nie und vor diesem Risiko ist man in einer Beziehung nie sicher.

      Ich finde, du solltest für dich entscheiden, ob und wie du damit umgehen kannst. Wenn es dir wichtiger ist, mit ihr zusammen zu bleiben und du es über dich bringen kannst, ihr den Freiraum zu gewähren, den sie braucht (ich denke, es ist nicht „angeblich“… wenn sie das schon selbst sagt, wird da auch was dran sein), dann bleib bei ihr.

      Wenn es dir wichtiger ist, deiner misstrauischen und eifersüchtigen Art treu zu bleiben und damit nicht umgehen willst, dann verlasse sie. In dem Fall wirst du sie wahrscheinlich ohnehin früher oder später vertreiben.

      Ich hoffe, das hilft dir etwas.

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Marc

        10. April 2018

        Dankeschön Norman für deine Nachricht und deinen Standpunkt, natürlich möchte ich sie behalten, sie ist meine Traumfrau. Ich bin dabei an mir zu arbeiten und sie gehen zu lassen, was am Anfang natürlich alles andere als leicht ist. Auch ich muss daran wachsen und es braucht Zeit und Unterstützung. Habe sie gestern gefragt wie es bei uns aussieht??? Ihre Antwort das zeigt die Zeit!!! Ich habe das Gefühl egal was ich mache und wenn ich mich verändere so wie sie es sich wünscht und es dann doch einmal Unstimmigkeiten gibt ich eh gehen kann. Es fühlt sich für mich auch irgendwie so an als wenn der Entschluss schon steht und ich bald packen darf vielleicht nach unseren beiden Geburtstagen diesen Monat, denn wir haben dafür noch einen Urlaub und Essen geplant und gebucht. Wenn das dann vorbei ist, wer weiß. Vielleicht aber auch nur eine Einbindung in meiner jetzigen Situation

        LG Marc

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          17. April 2018

          Hey Marc,

          es ist vollkommen klar, dass du diese Unsicherheit empfindest, weil du deinen Fokus total auf sie legst. Du willst ihr und ihren Wünschen entsprechen. Aber was ist das für eine Beziehung, für eine Liebe, für ein Leben, wenn man immer nur versucht, einem anderen zu entsprechen?

          Mach dich nicht so abhängig von ihr. Fokussiere dich auf dich selbst und lerne dir selbst zu geben, was du brauchst, um glücklich zu sein. Dann bist du auch nicht mehr so auf ihr Wohlwollen angewiesen und nicht mehr so ausgeliefert. Wenn sie weiter mit dir zusammen sein will, kannst du es annehmen und genießen und wenn nicht kannst du sie gehen lassen und dir selbst weiterhin ein guter Gefährte sein.

          Liebe Grüße und falls du zufällig heute Geburtstag hast, alles gute ;-)

          Norman

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        • Sebastian

          23. Mai 2018

          „mich verändere so wie sie es sich wünscht“

          Das möchte ich nicht empfehlen…

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  88. Susanne liebig

    9. April 2018

    Sehr schön geschrieben!
    Ich finde aber, dass man manchmal kämpfen muss im Sinne von: ich zeige dir, wie wichtig du mir bist“. Manchmal möchte man ja auch, dass die Person um einen kämpft. Von daher würde ich nicht sagen, dass nie kämpfen richtig ist. Aber bedürftig darf es natürlich nicht wirken. Und wenn der andere Part ein klares Zeichen vermittelt, dann sollte man auch akzeptieren, dass es nichts wird.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. April 2018

      Hey Susanne,

      danke für deine Perspektive zum Beitrag =)

      Ich weiß, was du meinst. Ja, natürlich ist es wichtig, den anderen wissen zu lassen, wie wichtig er einem ist. Ich würde das aber nicht mit dem Kämpfen um eine Beziehung verwechseln.

      Kämpfen tut man ja immer dann, wenn etwas bedroht ist. Die Bedeutung des anderen, sollte man ihm auch ohne Bedrohung zeigen.

      Und wenn man will, dass ein anderer um einen kämpft, dann geht es meiner Meinung nach auch hier mehr um das eigene Ego und dessen Befriedigung, als um den anderen. Warum will man, dass jemand kämpft und leidet, den man angeblich liebt?

      Das Akzeptieren eines Neins ist auf jeden Fall ein ganz wichtiger Punkt. Sonst macht man alles nur noch schlimmer. Für sich und den anderen.

      Liebe Grüße und hab ne tolle Woche

      Norman

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    • Marc

      10. April 2018

      Hallo Susanne, ist der Text auf mich bezogen oder im allgemeinen zu der Seite???
      Manchmal habe ich das Gefühl, egal was ich mache oder anspreche es kommt immer falsch rüber und egal wie ich mich verändere sie es trotzdem beendet. Sie sagt das sie mich Liebt Ja, es ist sehr schwer für mich zur Zeit. Bin phsychisch fertig

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        10. April 2018

        Ich glaube, es ging um den Beitrag, nicht um deinen Kommentar. ich habe dir aber obendrüber geantwortet =)

        Wenn du dich verändern musst, damit sie dich „behält“, dann ist das aber auch eine sehr schlechte Basis…

        LG Norman

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  89. Andi

    15. April 2018

    Hallo

    Feun Artikel ist sehr interessant.
    Meine Ex Partnerin hat sich nach 23 jahren Beziehung von mir getrennt.
    Im grossen und ganzen ging es darum,das sie immer nur um unsere Beziehung kämpfen musste.
    Heist das jetzt laut deiner Aussage das sie gekämpft hat damit die Beziehung so läuft wie sie es am liebsren gehabt hätte?
    Soll heissen sie war egoistisch und wollte immer nur ,das es so läuft wie sie das wollte?
    Ich habe ehrlich gesagt nie das Gefühl gehabt kämpfen zu müssen.
    Ich habe den dingen immer ihren lauf gelassen.
    Trotzdem habe ich das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      17. April 2018

      Hey Andi,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      Ich kenne deine Ex-Partnerin natürlich nicht und kann dir daher auch nicht genau sagen, warum sie gekämpft hat. Aber ja:

      Im Grunde bedeutet es ja, dass irgendetwas nicht so war, wie sie es wollte und sie dafür gekämpft hat, es so hinzubekommen.

      Allerdings ist es auch oft eine Form der Rechtfertigung, wenn Menschen sich trennen wollen. Sie sagen dann, sie hätten so hart gekämpft und können nun nicht mehr, weil es sie aussehen lässt, als hätten sie sich aufgeopfert. Obwohl sie vielleicht einfach nur keine Lust mehr haben.

      Manchmal kann man dem anderen damit dann auch noch ein schlechtes Gewissen machen, weil man vll. auf irgendeine Art von ihm enttäuscht ist. Ich denke, das ist bei dir der Fall.

      Aber ich finde, das brauchst du überhaupt nicht. Würde sich eine Beziehung besser anfühlen, wenn du das Gefühl hättest, ständig dafür kämpfen zu müssen? Ich glaube nicht. Wie soll man so eine Beziehung denn genießen können? Sei froh, dass du so nicht empfindest.

      LG Norman

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      • Andi

        17. April 2018

        Ok
        Danke für deine Antwort.
        Damit kann ich Arbeiten.
        Deine Seite hilft mir sehr,gerade in dieser schwierigen Zeit.
        Ich lerne loszulassen damit ich.mich um mich slebst kümmern kann.
        Die vielen Tipps von dir sind sehr hilfreich.
        Danke

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          24. April 2018

          Hey Andi,

          freut mich, dass dir meine Texte und Antworten helfen =)

          Da geht mir wirklich das Herz auf, denn genau das ist der Grund, warum ich all das hier mache. Danke, dass du mich das wissen lässt.

          Liebe Grüße und eine wundervolle Woche!

          Norman

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  90. Zoey

    27. April 2018

    Hallo Norman,

    sehr interessanter Artikel, der aber glaube ich nicht auf alle Menschen zutrifft.

    Ich bin nun seit ca. 6 Wochen getrennt. Er hat mich verlassen. Ich habe gekämpft und hatte das Gefühl zu „sterben“, so gelitten habe ich die ersten Wochen. Es wurde nun minimal besser, aber die Liebe zu ihm nicht weniger. Plötzlich meldete er sich vor genau einer Woche wieder. Nun gehe ich gerade wieder durch die Hölle, weil er trotzdem nicht weiß was er will. Worauf ich hinaus will…nachdem ich vergebens gekämpft habe, habe ich ihm gesagt, dass er sich nicht mehr melden soll, wenn er mir nur noch zu sagen hätte, mich definitiv nicht mehr zu wollen. So gingen 5 Wochen ins Land und ich dachte ich höre nie wieder was von ihm. Doch dann kam der besagte vergangene Freitag…bei einem Telefonat warf er mir dann vor, dass ich mich ja von mir aus nicht gemeldet hätte, wenn er es nicht getan hätte und es (uns) „liegen“ gelassen hätte. Also machte er mir den Vorwurf nicht weiter oder nochmal nach meiner „abschließenden“ Aussage gekämpft zu haben.
    Was sagst du dazu?

    Lieben Gruß Zoey

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      2. Mai 2018

      Hey Zoey,

      danke für deinen Kommentar und den persönlichen Einblick in dein Leben =)

      Ich finde deine Geschichte ist gerade ein wunderbares Beispiel dafür, dass das nicht Kämpfen funktioniert.

      Wer weiß, ob er sich von selbst gemeldet hätte, wenn du ihm nachgelaufen wärst? Vielleicht hätte er dann eher das Weite gesucht?

      Dass er dir jetzt Vorwürfe macht hat nichts damit zu tun. Das kommt vom verletzten Ego. Dem wäre momentan auch jeder andere Grund recht, dir Vorwürfe zu machen. Gerade weil wir aber dieses romantische Ideal des Kämpfens überall vorgelebt bekommen, ist das natürlich ein gefundenes Fressen für’s Ego.

      Zum Rekapitulieren: Ich denke…

      – weil du dabei warst mit ihm abzuschließen, hat er realisiert, dass er dich wirklich endgültig verlieren könnte und hat sich wieder gemeldet

      – mit dem Vorwurf, du hättest nicht genug gekämpft, will er den Spieß wieder herum drehen und sich deiner Bereitschaft für eine Beziehung „sichern“

      Die Frage ist, was passiert, wenn er sich wieder sicher sein kann, dass du ihn willst? Wendet er sich dann wieder ab? Man weiß es nicht. Viel wichtiger ist aber die Frage, was du jetzt wirklich willst?

      LG Norman

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  91. Léarte

    9. Mai 2018

    Hey Norman,
    Erstmal danke für diesen tollen Artikel, ich finde, dass er einem wirklich die Augen öffnen kann!

    Ich habe jetzt schon so viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema, v. a. Trennung auf Zeit und den anderen gehen lassen, gelesen.
    Ich bin seit knapp über 6 Jahren mit meinem Freund zusammen, wir haben uns relativ jung kennengelernt. Wir haben über Eltern, die ihn nicht akzeptiert haben und Fremdkontakt mit anderen irgendwie schon alles durchgemacht. Ich habe noch Vertrauen zu ihm. Nur leider sind wir beide im Moment einfach nicht glücklich und er sagte mir vor ein paar Wochen, dass er nicht weiß, ob er mich noch liebt. Ich liebe ihn noch sehr, will ihn nicht gehen lassen – sehr egoistisch. Aber wir sind beide der Meinung all das nicht einfach hinzuschmeißen. Er wollte nach seiner ‚Beichte‘ erstmal weniger Kontakt, war aber dann derjenige, der mir geschrieben hat, dass er an mich denkt. Jetzt haben wir den Kontakt wieder aufgenommen und es fühlt sich alles so verkrampft und verzweifelt an,nicht nach entspannter und offener Liebe. Wir wollen das beide wirklich hinbekommen. Was soll ich jetzt machen? Habt ihr Tipps?

    Danke für die netten Tipps über das sich selbst finden – ich denke da haben wir definitiv beide Bedarf.

    Liebe Grüße,

    Léartr

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. Mai 2018

      Hey Léarte,

      danke für deinen Kommentar =)

      Irgendwie hört sich das ganze sehr verkrampft und gezwungen an, so wie ihr es wahrscheinlich auch beide empfindet. Ich denke das liegt daran, dass ihr hier Sinn und Zweck vertauscht.

      Euch oder dir geht es darum, die Beziehung zu retten. Die Beziehung ist aber eigentlich nur ein Nebenprodukt einer Liebe zwischen zwei Menschen. Die Liebe selbst ist eigentlich auch ein falscher Begriff, denn es gibt ja nichts drittes, was zwischen den Menschen entsteht. Zwei Menschen lieben sich und drücken das aus und leben es. Alles andere ist ein Resultat davon.

      Ihr versucht nun das Pferd von hinten aufzuzäumen und das Resultat künstlich herstellen zu wollen. Das geht nicht. Und deshalb fühlt es sich so anstrengend an.

      Ich würde euch empfehlen, aufzuhören, an diesem geistigen Konstrukt festzuhalten. Gestattet euch einfach gegenseitig und euch selbst glücklich zu sein. Wie das dann aussieht und was dabei heraus kommt, wird sich zeigen. Vielleicht findet jeder sein Glück woanders, vielleicht findet ihr es gemeinsam. Das wird sich zeigen. Aber nur so fühlt ihr euch beide frei genug dazu.

      Ich weiß, dass es bedrohlich wirkt und Angst auslöst. Aber genau diese Angst ist es, die euch so egoistisch motiviert und festhalten und verkrampfen lässt.

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen euch da ein wenig weiter.

      Liebe Grüße

      Norman

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  92. Natti

    12. Mai 2018

    Guten Tag!
    Wie so oft im Leben, denkt man über etwas nach, findet keine Lösung und die Antwort kommt von außen, in Form dieses Artikels.
    Mein „Freund“ (er ist es aktuell nicht mehr), hat sich von drei Wochen von mir getrennt. Wir hatten eine super tolle Beziehung, doch dann veränderten sich die äußeren Rahmenbedingungen für ihn so dramatisch, dass er nun Zeit für sich braucht.
    Konkret: Im Januar bekam die Mutter eine unheilbare Krebsdiagnose, seitdem hat er sich total verändert, Rückzug auf ganzer Linie. Er betont(e) immer wieder, dass die Gefühle noch da seien, die ginge ja nicht einfach weg, er aber keine Beziehungsverpflichtung aktuell haben möchte. So schildert er es auch Freunden. Nie sagt er, dass er nichts mehr für mich empfinden würde, sondern immer, dass er zurzeit keine Beziehung führen könne.
    Ich kann nur sehr schlecht loslassen, weil ich weiß, wie gut wir zueinander passen. Er ist „der Eine“ für mich. Aktuell ist es so, dass er mich alle paar Tage mal anschreibt, ich freundlich und „leicht“ antworte. Mehr nicht.
    Und heute morgen habe ich darüber gegrübelt, ob ich nicht doch noch etwas anderes unternehmen soll. Einen Gruß schreiben, eine Karte einwerfen. Mein „Ego“ hatte so ein großes Bedürfnis danach, ihm mitzuteilen, wie sehr ich ihn vermisse und lieb habe und dass er uns nicht aufgeben soll. Aber das weiß er natürlich alles schon. Habe es ihm in einem langen sehr lieben Brief schon vor Wochen geschrieben. Er will mich grad einfach nicht.
    Vielleicht braucht er noch etwas Zeit, um zu merken, dass ich doch noch wichtig für ihn bin und dass es einen anderen Weg gibt. Aber wenn, muss er das alleine für sich finden. Ich kann ihn da nicht hinbringen.
    Also werde ich nichts tun. Ich werde mein Leben leben, mich um mich und mein Kind kümmern und versuchen, nicht mehr zu warten. Und Loslassen üben.

    Danke für diesen Beitrag.

    Über eine Antwort oder einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. Mai 2018

      Hey Natti,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Freut mich, dass dich mein Artikel scheinbar gerade zur richtigen zeit erreicht hat.

      Das ist natürlich eine heftige Situation, in der sich dein Freund da gerade befindet. Ich kann verstehen, dass er da zur Zeit keine Beziehungsverpflichtungen möchte. Auf der anderen Seite ist Beziehung ja nicht nur Verpflichtung, sondern im optimalen Fall auch Unterstützung bzw. im besten Falle wird sie gar nicht als Verpflichtung wahrgenommen.

      Ich kann auch verstehen, dass dein Ego da momentan sehr nach Aktion schreit. Aber wenn er Abstand sucht, hat das natürlich seinen Grund. Ich würde ihn einfach wissen lassen, dass du für ihn da bist, wenn er dich braucht und es dabei belassen. Alles andere bedrängt ihn wahrscheinlich zu sehr und bewirkt genau das Gegenteil. Das hast du selbst sehr gut erkannt =) Und auch dass du dich auf dich und dein Kind konzentrieren willst ist das beste, was du tun kannst =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  93. Anita

    15. Mai 2018

    Was für ein Klasse Artikel!
    Die Liebe ist kein Kampf. Die Liebe ist frei.
    Ich selbst habe in meiner Affären Beziehung gekämpft und dann von heute auf morgen damit aufgehört. Hab ihm einen Brief geschrieben und in Liebe gehen lassen. Erstens bemerkte ich tatsächlich, wie Egogesteuert ich war, was sonst nie meinem Naturell entsprach und zweitens bin ich ein Freigeist und mag keine Dinge bei denen ich auf der Stelle trete. Ich weiß zwar nicht wie es ihm geht, da ich den Kontakt komplett abbrach, damit ich nicht Gefahr laufe wieder in diese Egogesteuerte Abhängigkeit zu rutschen,aber mir geht es mittlerweile gut, auch wenn er mir fehlt und ich manchmal das Bedürfnis habe, wieder Kontakt aufzunehmen. Wenn ich das Bedürfnis verspüre, frage ich mich selbst nachdem warum und merke dann dass es die pure Neugier ist, wie er wohl denkt und fühlt und darum lass ich es dann bleiben, weil Ego. :D So das Schicksal will, finden wir wieder zueinander oder eben auch nicht. Dann gibt es irgendwann jemand anderen, der meinen Freigeist auch versteht und liebt. :)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      22. Mai 2018

      Hey Anita,

      danke für dein Feedback zum Artikel und deinen persönlichen Beitrag dazu =)

      Ich finds klasse, wie du das alles für dich erkannt und umgesetzt hast. Respekt!

      ich finde zwar nicht, dass man den Kontakt komplett abbrechen muss, aber ich habe das Gefühl, du hast da für dich selbst schon die richtigen Maßstäbe gesetzt. Wenn du die Fähigkeit besitzt, gut zu unterscheiden, was von deinem Ego ausgeht und was wirklich von deinem Herzen kommt, sind das die besten Voraussetzungen =)

      Ja, wenn du dich selbst glücklich machst, wirst du mit der zeit zwangsläufig Menschen anziehen, die mit dir glücklich sein wollen =)

      Liebe Grüße und hab ne sonnige Woche!

      Norman

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  94. Barbara Cichocki

    15. Mai 2018

    Lieber Norman! Kurz zu meiner Geschichte: mein Mann und ich haben uns mit 12 Jahren kennengelernt, die Anziehung war jahrelang sehr stark. Erst mit 28 war der Zeitpunkt für eine Beziehung da. Wunderschöne Jahre, Ehe, 3 Kinder folgten. Vor 4 Jahren dann Unzufriedenheit meinerseits, deren Ursprung ich damals nicht erkennen konnte. Kurz darauf seine Mitteilung an mich, dass er nicht sicher sei, ob er mich noch liebe und die Beziehung noch will. Der Schock für mich war heilsam. Ich habe begonnen, an mir zu arbeiten, habe seither Therapie, es hat sich bei mir unglaublich viel getan. 8 Monate nach den Worten meines Partners habe ich den Kampf aufgegeben, ihn gebeten, auszuziehen. Es war nach diesen Monaten, in denen er sich vor mir verschlossen hatte eine Erlösung. Wieder ein paar Monate apäter, also fast 1 Jahr nach dem Schockmoment, hat er mir gesagt, dass er seit 1 Jahr eine Beziehung hat. Ich bin in ein Loch gefallen. Er war zerrissen, meinte, er liebt uns beide und war noch immer (wie von Beginn an) nicht fähig, sich zu entscheiden. Schließlich ist er zur Familie und mir zurückgekommen. Es war keine leichte Zeit, für keinen von uns. Gelernt habe ich dennoch so unendlich viel in dieser Zeit. ( er auch!) Seit diesem Punkt hat unsere Beziehung unendlich an Tiefe, Liebe gewonnen und beide waren wir erfüllt und glücklich. Nun war mein Mann vor 2 Wochen auf einem spirituellen Seminar und hat dort eine Frau kennengelernt, in die er sich zutiefst vetliebt hat. Er hat mir von Anfang an alles erzählt. Er sagt mir, dass er weiß, dass unsere Beziehung uralt und tief verwurzelt ist, et weiß, wo sein Platz ist, mich nicht gegen eine andere eintauschen will, sich der Gedanke an ein Leben mit ihr sich nicht stimmig anfühlt. Aber dass er mit dieser Frau etwas zu lösen, zu erfahren etc hat. Er trifft sich seither täglich mit ihr. Meine erste Reaktion war: DAS mach ich nicht nocheinmal durch. Aber ich hab natürlich kein Recht, ihm die Treffen zu verbieten. Ich weiß für mich nur, dass für mich eine Grenze existiert, und das ist die sex. Beziehung. Er hält sich ( noch) daran. Ich weiß auch, dass diese Thematik nicht umsonst wieder in mein Leben getreten ist und ich schau mir das an. (Bleibt mir eh nix anderes übrig). Zwischenzeitlich bin ich sogar dankbar dafür, dass ich nun wieder einen Entwicklungsschritt vor mir habe. Aber da sind dann halt auch immer die Momente, wo der Schmerz einfach übermächtig ist. Da sind die Momente, wo ich einfach nur gehen will. (Ich weiß, löst meine Geschichte dahinter nicht..)
    Ich glaube, ich hätte „einfach“ gerne deine Meinung dazu gehört, denn momentan kann ich im mich reinhören, und finde noch keine Antworten in mir. Was ist, wenn er die Grenze überschreitet? Wieder durch die Hölle gehen oder ganz klar sagen: nein! Ist es dann ein Davonlaufen, wenn die Situation für mich micht mehr erträglich ist? Wie gesagt: ich hatte diese Hölle schon einmal und hab sehr lange gebraucht, das zu verarbeiten… Sorry, ist sicher nur ein kleiner Ausschnitt dieser komplexen Situation… Lg! Barbara

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      22. Mai 2018

      Hey Barbara,

      danke für den persönlichen Einblick in dein Leben =)

      Wow. Erst mal Respekt dafür, dass du das alles für dich als Chancen und Lektionen begreifen kannst. Das ist sicherlich nicht einfach, aber meiner Meinung nach das beste, was man tun kann =)

      Ich finde es auch großartig, dass du erkennst, dass du ihm nichts verbieten, vorschreiben oder ihn ändern kannst. Das fällt den meisten Menschen leider auch nicht so leicht. Nur deine Reaktionen hast du in der Hand. Das weißt du und da setzt du an.

      Und schließlich hast du den Mut, dich dieser Herausforderung zu stellen. Nicht im Sinne des romantischen Kampfes, wie es wahrscheinlich die meisten auffassen würden und sich für den anderen aufopfern würden, sondern für dich und damit am Ende auch wirklich für ihn.

      Die Tatsache, dass du ihm im Rahmen deiner selbst gesteckten Grenzen Freiraum gibst ist auch meiner Meinung nach das einzig richtige, was du tun kannst.

      Würdest du es ihm „verbieten“, würde er dir das in einer eventuellen späteren Beziehung sicher nachtragen oder sie selbst vielleicht beenden. Würdest du die Beziehung deshalb beenden, hätte sie ja auch keine Chance mehr.

      Die Tatsache, dass du das mit ihm durchmachen willst, zeugt meiner Meinung nach gerade zu von deiner ehrlichen Liebe zu ihm. Und wenn die Sache vorbei ist (was bei Verliebtheit – sofern es dabei bleibt – ganz von selbst mit der Zeit passiert), hat er die Chance zu erkennen, was und für dich und ihn getan hast und kann das hoffentlich schätzen. Aber das wäre auch nur ein Bonus, denn hauptsächlich geht es darum, dass du dir bei der ganzen Sache selbst treu bleibst =)

      Das bedeutet auch: Wenn er die Grenzen überschreitet, die du nicht mitmachen willst, solltest du deine Konsequenzen ziehen. Vielleicht ist gerade das der dann der Inhalt der Lektion, dass du lernst für dich einzustehen und nicht mehr mitzumachen, als du ertragen willst.

      Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft und trotz oder gerade wegen allem auch viel Freude im Leben =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  95. Tobias

    25. Mai 2018

    Hallo Norman,

    vielen Dank für den sehr hilfreichen Text!
    Ich hätte eine Frage hierzu…
    Gibt es den Punkt, an dem Loslassen zu spät ist um der Liebe noch eine Chance zu geben? An dem es schon soviel Drama und Druck gab, dass das Loslassen letztendlich nur noch eine Erleichterung für den Ex-Partner ist und dieser einen gar nicht mehr im Kopf hat?
    Ich hatte mit meiner Ex einiges an Drama nach der Trennung durch, dadurch, dass ich nicht richtig loslassen konnte, aber sehe (unter anderem durch deinen Text inspiriert) die Sache nun anders und möchte ihr die Freiheit geben. Loslassen tue ich im Moment zwar, aber trotz allem natürlich mit dem Hintergedanken sie wieder an meine Seite zu bekommen. Kann das so überhaupt funktionieren? Und was kann man überhaupt tun, wenn sie nicht von sich aus einen Schritt auf mich zu macht?

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      29. Mai 2018

      Hey Tobias,

      danke für deinen Kommentar und deine wichtige Frage =)

      Nein.

      Zum Loslassen ist es nie zu spät. Der Punkt beim Loslassen ist ja, dass man den anderen loslässt. Du schreibst „Gibt es den Punkt, an dem Loslassen zu spät ist um der Liebe noch eine Chance zu geben?“.

      Wenn du unter dieser Bedingung loslassen willst, ist das kein wirkliches Loslassen, sondern Festhalten, weil du durch das Loslassen etwas bezwecken willst.

      Zum Loslassen ist es aber nie zu spät, weil es keine Bedingung hat. Du lässt um des Loslassens willen los oder wegen dir selbst. Wenn dein Partner dann Meinung ändert und wieder die Nähe zu dir sucht, kann das ein Bonus sein, den du annehmen kannst, wenn du willst. Tut er das nicht, macht es dir aber auch nichts aus, weil du losgelassen hast.

      Du kannst also nur eines tun: Loslassen =)

      Ich hoffe, mein kurzer Gedankengang dazu hilft dir etwas.

      LG Norman

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  96. Chris

    27. Mai 2018

    Hallo Norman,

    ich kannte deine Seite bisher gar nicht, was mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht, da ich doch sehr viel im Internet unterwegs bin.

    Als Blogbetreiber weiß ich, wie gut ein neuer Kommentar tut und welche Anerkennung einem damit geschenkt wird, daher möchte ich hier auch ein paar Zeilen zu mir und meiner Situation schreiben.

    Ich war ca. ein Jahr lang in einer Art Affäre, die allerdings sehr intensiv war und weit über das Sex-Ding hinaus ging.
    Die Frau an meiner Seite hat mehrfach erwähnt, dass ihr das auf Dauer nicht reicht, aber ich Idiot habs einfach ignoriert und weiter gemacht wie bisher.
    Ich konnte mich nie dazu durchringen, mit ihr einer Beziehung einzugehen. Weil ich mir nicht sicher war. Weil ich Angst hatte, dass ich schnell das Interesse verliere und sie wieder verlassen muss.

    Ist mir nämlich schon mal passiert.

    Vor ein paar Wochen schon fing es dann irgendwie an, komisch zu werden. Sie hat sich immer weniger gemeldet, war immer kürzer angebunden, hat Treffen abgesagt mit fadenscheinigen Ausreden.

    Ich war 2 Wochen im Urlaub allein und auch da war der Kontakt nahezu 0. Ich dachte mir aber nicht viel dabei, da ich der Meinung war, ihr gehts grad wg. Stress auf Arbeit etc. nicht gut.

    Ich war kaum einen Tag zurück, da hat sie mir mitgeteil, dass sie das nicht mehr will. Im Nachhinein betrachtet scheint sie diese Entscheidung schon vor Wochen getroffen zu haben.

    Ich war am Boden zerstört und wusste nicht wo oben und unten ist. Wie das bei Männern oft so ist, hab ich viel zu spät gerafft wie krass wichtig sie mir ist und dass ich sie unbedingt bei mir haben will.

    Wir hatten 4 Wochen keinen Kontakt, dann hatte ich ihr einen langen Brief geschrieben und ihr meine Gefühle offenbart und dass ich mit ihr zusammensein will. Leider keine Reaktion.
    Gestern habe ich dann vorsichtig versucht, wieder Kontakt aufzunehmen und heute kam dann klip und klar von ihr die Antwort, dass ihre Gefühle von ihrer Seite aus nicht reichen und das nix wird mit uns beiden.

    Ich war die ganze Zeit der Meinung, ich müsse um sie kämpfen und mit irgendwelchen Tricks aus „Ex zurück“ Ratgebern zurückgewinnen.

    BIS ich auf diesen Artikel hier von dir gestoßen bin. Und ganz ehrlich? Ich bin total geflasht. SO habe ich das noch nie gesehen.

    Es fällt mir unfassbar schwer, mein Herz ist gebrochen, ich bin mega traurig, ABER ich werde genau das tun, was du schreibst.

    Ich werde sie loslassen. Aus Liebe. Damit sie glücklich werden kann. Damit sie sich entfalten kann.
    Tatsächlich waren meine Gedanken die ganze Zeit super egoistisch. Es ging nur um mich und meine Bedürfnisse. Und um mein Ego.

    Es ändert zwar nichts an meiner Situation und daran, dass ich eine wahsninnig tolle Frau verloren hab, mit der ich hätte glücklich werden können. Und auch nicht daran, dass ich so sauer auf mich bin, dass ich nicht viel früher reagiert habe. Aber es ändert was daran, wie ich damit umgehe und welchen Blick ich auf die ganze Situation habe.

    Ich danke dir so sehr!

    Chris

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      29. Mai 2018

      Hey Chris,

      danke für deine Anerkennung und den offenen Kommentar zu deiner persönlichen Situation =)

      Ich finde es beeindruckend, wie du trotz oder gerade wegen all dem den Kern des ganzen erfasst hast und nun bereit bist, loszulassen. Und vor allem, dass du es für dich und sei tust und nicht als Mittel zum Zweck, um sie doch wieder damit zurückzugewinnen. Ich weiß: ein Quäntchen dieser Hoffnung schlummert immer im Hinterkopf. Man darf es nur nicht die Oberhand gewinnen lassen, denn dann hält man wieder fest.

      Ich wünsche dir, dass du diese Sichtweise beibehältst und dass es dir mit der zeit auch gelingt, deine Wut auf dich selbst loszulassen =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  97. Ursula

    5. Juni 2018

    Hallo Norman
    An sich schöner Artikel ! Für mich würde sich doch alles von allein lösen wenn beide Partner danach handeln würden.Doch meistens ist es einer der ausbricht.Ich meine da er/sie sein Egoismus so sehr auslebt,mmhhh wo ist deren Liebe .Im Grunde wenn beide wirklich lieben,werden beide darauf achten,das ihr handeln und tun.Der Liebe und ihrer Eigenständigkeit gut tun .Lieben Gruß Ursula

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      5. Juni 2018

      Hey Ursula,

      danke für dein Feedback zum Beitrag =)

      Ja, da hast du allerdings recht, wenn beide danach leben und lieben würden, gäbe es einige Probleme weniger. Aber gerade das ist ja der Punkt. Zu erkennen und zu akzeptieren, dass wir andere nicht beeinflussen können und nur unsere eigenen Handlungen kontrollieren können.

      Liebe Grüße

      Norman

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  98. Lisa

    6. Juni 2018

    Gut, all diese Fragen habe ich mir schon beantwortet.
    Was, wenn ich mein Leben nicht so führe, wie ich es führen will.. Deswegen Angst vor dem Tod habe.. deswegen Angst vorm Alleinsein…
    Aber: Mein Leben führen, wie ich es will, würde Gemeinschaft bedeuten. Gemeinsame Pläne mit einem Partner. Familie gründen. Die Liebe, die ich stetig gebe und gebe und gebe auch geben DÜRFEN. Jemanden finden, der diese Liebe entgegen nehmen möchte und auch ein bisschen Liebe gibt?
    Gemeinsam an Zielen arbeiten?
    Nun, um den anderen zu kämpfen ist dann sicherlich immernoch nicht zielführend. Aber um sich selbst kämpfen vielleicht.
    Das, was mich zufriedener macht, ist nicht in mir selbst zu finden. Mit mir selbst bin ich ausgesprochen zufrieden. Aber mir fehlen Menschen, mit denen man Freude teilen kann.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Juni 2018

      Hey Lisa,

      danke für deinen Kommentar =)

      Ja, genau! um sich selbst kämpfen, sich selbst die Liebe schenken. Sich geliebt und beschenkt fühlen. Dann zieht man automatisch andere an, die sich auch beschenken lassen wollen und zurückschenken möchten.

      LG Norman

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  99. Mareike

    13. Juni 2018

    Hallo Norman,
    wir hatten vor einigen Monaten schon mal kurz Kontakt. Ich habe eine Frage, wie ich mich verhalten soll. Und zwar hatte ich sehr lange Zeit ja einen intensiven Onlinekontakt zu einem Mann. Ich bin immer davon ausgegangen, dass wir uns irgendwann treffen werden, aber er ist immer davor „emotional geflüchtet“, wie ich für mich rausgefunden habe. Im Sept. letzen Jahres dann hat er den Kontakt abgebrochen. Als wir gerade kurz vor einem Treffen standen. Er schrieb, dass er glaubt, dass unsere Zeit vorbei ist. Damals habe ich Deinen Artikel hier gelesen und habe mich daran gehalten und den Kontakt komplett eingestellt anstatt zu kämpfen. Vor ein paar Tagen nun hatte ich Geburtstag und er hat mir eine mail geschrieben um zu gratulieren. Wir haben ein-zwei oberflächliche mails hin- und hergeschrieben, aber ich stehe nun vor der großen Frage, wie ich das weiter handhaben soll. Auf der einen Seite sind alle Gefühle und Sehnsüchte wieder da und ich hätte gerne wieder Kontakt mit ihm. Auf der anderen Seite sträubt sich in mir alles, wieder näher drauf einzusteigen, weil ich Angst habe, dass es dann wieder Richtung „reiner Onlinekontakt“ geht. Ich will ihn nach wie vor einfach treffen und persönlich kennenlernen. Allerdings habe ich Angst, dass ich ihn gleich wieder in die Flucht schlage, wenn ich ihn direkt drauf anspreche. Nach dem Motto „hop oder top – bist Du jetzt bereit für ein Treffen? Falls nicht, good-bye“.
    Ich weiß nicht, ob es besser ist, von vornherein eine klare Grenze/Regel zu setzen oder mal abzuwarten, ob er von selbst was sagt in den nächsten Tagen. Immerhin hat er den Kontakt wieder gesucht.

    Was würdest Du mir raten? Konkret an dieser Stelle? Ich bin ganz durcheinander. Habe jetzt schon seit 2 Tagen nicht auf seine letzte mail reagiert, weil ich mir unsicher war und weil ich dachte, dass es auch nicht schadet, wenn er mal wartet bzw. sieht, dass er nicht mehr der Mittelpunkt meines Lebens ist. Immerhin hat er mich 9 Monate warten lassen (das ist allerdings kein Racheakt, falls Du das jetzt denkst).

    Ich hoffe, Du meldest Dich bald.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      15. Juni 2018

      Hey Mareike,

      schön, wieder von dir zu lesen =)

      Für mich hört sich das so an, als seist du dir zunächst einmal ganz sicher, dass du eine reine Online-Bekanntschaft nicht möchtest. Wenn deine Intuition dir das sagt, finde ich, solltest du auf sie hören. Das bedeutet, wenn du dich jetzt wieder darauf einlässt, in der Hoffnung, dass es vll. doch zu einem Treffen kommt, machst du dich abhängig und legst dein Glück / Unglück in seine Hände. Tu das nicht.

      Wenn du mit ihm in Kontakt bleiben kannst, ohne diese Hoffnungen, dann ist das ok. Du erwartest ja nichts und kannst dann auch nicht enttäuscht werden. Wenn du das aber nicht kannst, dann lass es lieber. Wenn ihm der Kontakt mit dir wirklich wichtig ist, wird er sich bestimmt noch öfter melden. Du kannst ihm ja dann kurz und bündig oder wenn du willst auch ausführlich antworten, dass und weshalb du diese Art des Austausches nicht mehr möchtest und dass du gerne offen für Alternativen bist. Dann weiß er Bescheid und kann sich entscheiden.

      So bleibst du dir selbst treu und wenn es etwas wird, hast du einen Partner / Bekannten, der deine Prinzipien kennt und respektiert und wenn nicht, hast du sie wenigstens selbst respektiert, was eigentlich sogar noch viel wichtiger ist.

      Ich hoffe, meine Gedanken dazu helfen dir ein wenig =)

      LG Norman

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  100. Marcello

    17. Juni 2018

    Sind viele Punkte bei die so zutreffen im Bezug auf mich, einsicht ist der erste Weg zur besserung.
    Tue mich schwer damit.

    Ich höre und lese es mir noch ein paar mal durch um es zu verwirklichen.

    Danke

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2018

      Hey Marcello,

      danke für deinen Kommentar =)

      Ja, es ist wirklich nicht leicht zu verstehen und vor allem anzunehmen. Aber wenn man es immer wieder liest / hört / merkt hilft das wirklich dabei. So war es zumindest bei mir =)

      LG Norman

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  101. Andre Leon

    3. Juli 2018

    Guten Tag ,
    Meine Freundin hat zwei mal Schluss gemacht obwohl sie mich liebt
    Habe seid 1 Woche Kontaktsperre gemacht
    Hilft das was um sie zurück Zugewinnen ?
    Lg

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Juli 2018

      Hey Andre,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Ich würde sagen: nein.

      Es geht meist nach hinten los, wenn man solche „Taktiken“ einsetzen will, um jemanden zurück oder für sich zu gewinnen. Denn selbst wenn es klappt, entscheidet sich derjenige ja dann nicht um deinet willen für dich, sondern nur weil er getäuscht wurde.

      Wenn sowas funktioniert, dann nur, weil man es wirklich ernst meint. z.B. dass du wirklich Abstand gewinnen und sie loslassen willst.

      LG Norman

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  102. Carina

    3. Juli 2018

    Guten Abend lieber Norman,
    ich bin gerade zufällig auf diese Seite gestoßen und ich danke dir von ganzem Herzen!
    Ich befinde mich nämlich gerade in genau dieser Situation…
    Nur dass ich die Person bin, die nicht losgelassen werden kann.
    Er steht mit Rosen vor der Tür, schreibt mir Liebesbriefe und sagt ohne mich bricht seine Welt zusammen. Dabei entfernt mich das Ganze – wie du so schön in deinem Artikel geschrieben hast – nur mehr von ihm. Irgendwann habe ich als letzten Ausweg gesehen seine Nummer zu löschen, weil ich mich zu sehr bedrängt gesehen habe. Ich brauche Zeit um wieder zu mir zu finden. Ich konnte bisher auch nicht beschreiben wie ich mich dabei fühle und wieso es mir dadurch schlechter geht, aber deine Worte treffen es wirklich haargenau! Dank deinem Artikel weiß ich nun, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe erst meinen eigenen Weg zu gehen und fühle mich endlich verstanden.
    Du hast wirklich meinen Abend gerettet mach weiter so! :)
    Liebe Grüße Carina

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      10. Juli 2018

      Hey Carina,

      danke für deinen wertvollen Beitrag zum Thema =)

      Ich finde es wichtig, dass man hier auch die zweite Seite der Medaille nicht aus den Augen verliert, die Seite des Um- bzw. „Bekämpften“.

      Es freut mich sehr, dass der Artikel dir da ein wenig Klarheit verschafft hat. Schade, dass dein Ex noch nicht darüber gestolpert ist.

      Ich wünsche dir viel Freude auf dem neuen Abschnitt =)

      LG Norman

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      • Daniel

        16. Juli 2018

        Hallo Norman,

        ich finde, dass es wahre Liebe ist, wenn man es nicht so weit kommen lässt und offen über Probleme sprechen kann.

        Ich verstehe deinen Ansatz und es ist einfach menschlich, dass man das haben will, was man nicht so einfach kriegt.
        Jedoch wenn ich eine Beziehung eingehe, dann denke ich an eine Zukunft mit der Person und versuche über Probleme hinweg zu schauen oder diese anzusprechen und erwarte, dass man auch auf die Bedürfnisse des Anderen eingeht.

        Denn dann würde man nie in die Situation kommen, dass man um die Liebe „kämpfen“ muss. Es gibt ja Gründe weswegen es so weit gekommen ist…ich habe es z.B. durch Schweigen und Entfernen bzw. plötzlicher Trennung erlebt. Gerade dann ist es sehr hart dafür zu „kämpfen“ indem man sich nicht meldet und sich um sich selbst kümmert. Dann denkt man die ganze Zeit an die Unverständlichkeit der Trennung.
        Die wahre Liebe ist für mich dann auch vorbei, wenn eine Person an anderen interessiert ist.

        VG
        Daniel

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          17. Juli 2018

          Hey Daniel,

          danke für deinen bereichernden Kommentar =)

          Klingt für mich alles sehr „vernünftig“, was du schreibst ;-)

          Aber: Das mit dem Erwarten ist so eine Sache. Klar kann man das erwarten, dass der andere auch auf die eigenen Bedürfnisse eingeht, wenn man das selbst tut, aber ob er es dann auch macht, steht auf einem anderen Blatt.

          Meist schadet man sich mit Erwartungen nur selbst. Deshalb finde ich eher, dass man nichts erwarten sollte. Wenn man mit dem anderen so zusammen leben will und kann, wie er ist, dann ist das wunderbar. Und wenn nicht, dann ist er wahrscheinlich nicht der richtige. Aber Etwas zu erwarten bringt da meiner Ansicht nach nichts außer Leid.

          Du schreibst:

          „Die wahre Liebe ist für mich dann auch vorbei, wenn eine Person an anderen interessiert ist.“

          Das klingt für mich nicht so sehr nach wahrer Liebe, sondern auch viel mehr nach einer Erwartung. Wahre Liebe ist meiner Meinung erwartungs- und damit bedingungslos.

          LG Norman

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          • Daniel

            17. Juli 2018

            Hallo nochmal Norman,

            ich kann verstehen dass das Wort erwarten sehr falsch aufgenommen werden kann. Erwarten bedeutet für mich einfach Offenheit über das was man selber denkt und über das was der Andere denkt. Das heißt mit dem, wie der Partner ist, glücklich sein und gemeinsam dran wachsen bzw. sich vielleicht etwas dem Anderen anpasst. (Ja ich weiß, eine gute Vorlage für dich das mit dem „Anpassen“ :) )

            Ich erwarte nicht, dass ich die einzige Person bin für meinen Partner.
            Ich halte es für selbstverständlich, denn sonst kann ein Mensch ja auch mehrere „Wahre Lieben“ haben. Wenn aber ein Mensch die Einstellung hat, dann ist es nicht meine wahre Liebe. Ich möchte meiner Partnerin blind Vertrauen können, damit ich so sein kann, wie ich bin und sie ebenso. Wenn die Person an einer anderen Person interessiert ist, dann dachte man es wäre die wahre Liebe und hat sich nur was vorgemacht, bzw. war die Liebe dann vielleicht nur einseitig.

            Ich persönlich bin gerade an dem Punkt, dass meine Partnerin Schluss gemacht hat, jedoch vor kurzem noch total verliebt war.
            Ich bettel nicht darum, dass sie wieder mit mir zusammenkommt, sondern versuche ihr aufzuzeigen, was wir hatten, was wir haben könnten wenn man auf den anderen eingeht und die Person so akzeptiert wie sie ist.

            Vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung. :)

            LG

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            • Norman Brenner Norman Brenner

              24. Juli 2018

              Hey Daniel,

              schön, dich wieder hier zu lesen =)

              Es ist schwer bis unmöglich, hier absolute Aussagen zu machen, weil jeder sein eigenes Verständnis solcher Worte hat, wie wir ja hier gemerkt haben =)

              Anpassen würde ich an sich auch nicht als schlecht bezeichnen. Klar, ist es in gewisser Weise nötig, dass sich zwei Menschen einander anpassen, wenn sie eine gemeinsame Beziehung führen wollen. Dennoch kann man das aber nicht erwarten, denn wenn einem der beiden etwas anderes wichtiger ist als diese Anpassung, z.B. seine Freiheit, dann wird er sich nicht anpassen =)

              Selbstverständlich sollte in einer Beziehung meiner Meinung nach gar nichts sein. ich betrachte mich und den andern lieber jeden Tag als neuen Mensch und entscheide mich aufs neue dafür oder dagegen. Mit Selbstverständlichkeit stirbt eine Beziehung.

              Und warum sollte ein Mensch nicht mehrere wahre Lieben haben können? Das ist meiner Meinung nach auch nicht in Stein gemeißelt und absolut möglich und kann auch gut sein und funktionieren. Die Wahre Liebe kann auch ein Lebensabschnitt sein. man kann auch mehrere wahre Lieben im Leben nacheinander haben oder gleichzeitig. In der Liebe und im Krieg gibt es keine Regeln ;-)

              Ich habe den Eindruck, dass du ein sehr enges und unverrückbares Weltbild hast, aus dem heraus du das alles beurteilst. Nimm mir das bitte nicht übel, ich gebe einfach nur wieder was mir auffällt, in der Hoffnung, dass es dir vll. hilft. Wenn nicht, ignoriere es bitte einfach =)

              Liebe Grüße

              Norman

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  103. Martina

    21. Juli 2018

    Vielen Dank. Meine Situation erscheint mir total ausweglos. Aber jetzt weiß ich, wie ich es angehen muss. Danke. Vielen Dank

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Juli 2018

      Hey Martina,

      danke für dein Feedback =)

      Freut mich, dass dir der Text geholfen hat! Viel Erfolg beim Umsetzen =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  104. Friederike

    23. Juli 2018

    Lieber Norman,
    dieser Artikel bestätigt mir, dass ich gerade dort bin, beim Loslassen. Ich musste eine Bezeihung komplett loslassen, weil wir nicht zusammenpassen. Bestimmte Lebensvorstellungen sind sehr verschieden. Aber ich kann und will ihn nicht verändern. Darum musste ich gehen.
    Es fiel mir sehr schwer.
    Heute weiß ich, dass ich lernen sollte. Ich musste die Liebe loslassen, die nur eine Gegenliebe ist, die nur liebt, wenn sie Liebe erhält. Es reicht also aus, wenn ich liebe und meine Liebe kann ich überall und jederzeit leben. Dafür ist kein Partner notwendig. Ich kann sie jedem Menschen geben, der mir begegnet, der bereit ist sie anzunehmen. Ich kann niemanden zwingen meine Liebe anzunehmen. Das liegt allein bei ihm oder ihr. Aber meine Liebe ist immer da, jederzeit. Sie ist in mir und ich darf sie leben in allem was ich sage, wie ich handle usw. Sie ist einfach da und fließt aus mir heraus. Aus einer unerschöpflichen Quelle.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Juli 2018

      Hey Friedericke,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      „Ich musste die Liebe loslassen, die nur eine Gegenliebe ist, die nur liebt, wenn sie Liebe erhält. Es reicht also aus, wenn ich liebe und meine Liebe kann ich überall und jederzeit leben.“

      Klingt, als hättest du da eine ganz wunderbare und sehr bereichernde Erkenntnis für dein leben gewonnen =) Das freut mich sehr! Und ich stimme dem zu 100% zu =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  105. jörg

    23. Juli 2018

    Lieber Norman, dieser Artikel ist einfach nur klasse. Danke, dass du mir heute Abend die Augen geöffnet hast. Ich fühle mich gerade sehr gut. Ich hatte vor einen Brief zu versenden. Er drückt aber nur meine Sichtweise aus. Das ist tatsächlich egoistisch. Ich werde nun gar nichts machen und einfach mal, den Dingen ihren Raum lassen. Bin gespannt. Obwohl es tatsächlich immer noch ein wenig weh tut. Aber ich vertraue da mal ganz deinen Zeilen und deiner Erklärung, die sehr schlüssig sind. Danke Norman… LG Jörg

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      24. Juli 2018

      Hey Jörg,

      danke für deinen Kommentar =)

      Es freut mich sehr, dass dir der Text hilft!

      Den Dingen ihren Raum lassen klingt sehr gut =) Fließen lassen eben.

      Liebe Grüße

      Norman

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  106. Tweety

    30. Juli 2018

    Hallo
    Ich bin wahrscheinlich nicht wirklich so normal wie man sein sollte. Mein Mann und ich sind 22 Jahre zusammen. 2 kinder. Sehr oft habe ich ihm Freundinnen zugestanden. Meine Freunde sagen ich soll ihn verlassen. Ich möchte aber unsere gemeinsame Zeit nicht missen. Ist das jetzt wieder Egoistisch oder nur dumm von mir?
    Bin mir da nicht so ganz sicher. Klar soll der Partner frei sein. Aber ist es nicht schmerzhaft wenn man betrogen wird? Würde es von euch keiner als Betrug ansehen , weil einem der Partner ja nicht gehört?
    Ich finde es einfach befremdlich, wenn man einen Menschen liebt und dieser vorgibt dasselbige zu tun, aber ständig andere Menschen benötigt, um sich wohl zu fühlen. Ist es wirklich egoistisch, wenn man aus Überzeugung treu ist und sich das vom Partner auch wünscht? Wenn Euer Partner euch betrügt, geht ihr dann echt alle auf Selbstfindungsreise oder ist nicht einer dabei der am liebsten schreiend die Wände hoch gehen möchte? Nicht falsch verstehen, ich finde den Artikel gut. Ich finde auch das jeder Mensch seine Entscheidungen alleine treffen darf. Ich finde es nur sehr schwierig zu sagen man sei direkt absolut bedürftig, weil man manchesmal den Wunsch hat der Partner wäre treu. Ich denke einfach das es auch mit Respekt zu tun hat ob man immer seine Freiheiten auslebt. Ich kann nicht glauben das jeder ausser mir das so gelassen sieht. Wenn dem so ist , mache ich ganz gehörig etwas falsch. Das zu ändern finde ich trotzdem unsagbar schwer. Danke das ich meine Meinung äussern durfte. Alles liebe Tweety

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      31. Juli 2018

      Hey Tweety,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      Wer ist denn schon normal? ^^

      Ich würde sagen, dass man das nicht einfach so in eine Kategorie wie egoistisch oder dumm packen kann. Es kommt auf die Hintergründe an und wie du damit umgehst.

      Wenn du dich etwas damit quälst und dich aufopferst, nur um diese Beziehung zu halten, dann ist es keine gute Entscheidung.

      Wenn du aber selbst kein Problem damit hast, weil du z.B. sehr selbstbewusst bist, weißt, was dein Partner an dir hat und vielleicht sogar das Prinzip einer offenen Beziehung lebst, dann sehe ich absolut gar kein Problem dabei. Wisse dann natürlich, dass du dir das selbe recht herausnehmen kannst, wenn du magst.

      Es kommt also auf deine Ausgangssituation an. Aus deinem weiteren Kommentar lese ich, dass es eher befremdlich für dich wirkt und nicht so dein frei gewählter Lebensstil wäre. Dann solltest du das vermutlich auch nicht mitmachen. Gegen die eigenen Prinzipien zu leben ist etwas der schlimmsten Dinge, die man im Leben tun kann. Es gibt hier kein absolut richtig oder falsch. Das bestimmst einfach ganz alleine du.

      Es wird Menschen geben, die das nicht befremdlich finden, weil sie denken, dass ein Mensch alleine nicht alle Bedürfnisse eines anderen stillen kann und muss. Andere werden das Gegenteil behaupten. Am Ende liegt es bei dir =)

      Schau mal hier, da findest du noch etwas mehr zu diesen Bedürfnissen und der Möglichkeit der vollkommenen Befriedigung durch den Partner:

      https://www.vernuenftig-leben.de/perfekte-beziehung/

      In meinem Beitrag war übrigens nie die rede davon, dass man es hinnehmen soll, wenn man betrogen wird oder ähnliches. Das denke ich auch ganz und gar nicht. Wenn es den eigenen Prinzipien widerspricht, sollte man gehen. Man muss sich eben entscheiden. Was ist dir wichtiger? Deine Prinzipien oder die Beziehung zu erhalten? Beides geht in solchen Fällen oft nicht, weil du immer nur dein eigenes Handeln beeinflussen kannst, nicht das deines Partners.

      Liebe Grüße und danke, dass du deine wertvolle Meinung mit uns geteilt hast =)

      Norman

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      • Tweety

        31. Juli 2018

        Hallo Norman
        Danke für die schnelle Antwort.
        Du hast recht. ich leide eher unter den Freiheiten meines Mannes. Trotzdem gönne ich sie ihm würde es aber niemals selber machen können.
        Vieleicht ist es ganz einfach Angst , die mich in dieser Situation verweilen läss.
        Aber es stimmt schon, das man dann gehen sollte. Da er aber gut zu den Kindern ist, scheue ich mich davor. Meine Kids gehen mir über alles, und ihnen den Vater zu nehmen wäre ungerecht und das möchte ich nicht sein. Klar kannst Du jetzt sagen das muss ja auch gar nicht passieren. Aber da kommt wieder mein Wenn ich mich trennen muss, weil es für mein Empfinden nicht gut ist, was so passiert, dann bin ich nicht stark genug ihn dann nochmal wieder zu sehen. Klingt seltsam oder? Wir sind irgendwie arg miteinander verwurzelt. Von seiner Flucht kommt er stehts zu mir zurück. Dann zu sagen , es ist lieb das Du zu mir zurück willst, aber mir ist das nicht so recht wegen weil, finde ich sehr schwer.
        Gibt es denn einen Weg die Dinge etwas rationaler zu betrachten? Also es zu sehen wie es ist und damit zufrieden zu sein? Ich finde mich schon prima, aber kann nicht sonderlich viel mit mir alleine anfangen. Da betreibe ich dann eher eine realitätsflucht mit Computerspielen und Serien. Nicht wirklich gesund finde ich :-) Ich finde es sehr schön wie Du über Freiheiten denkst. Ich will wirklich das mein mann glücklich sein kann und wenn nicht mit mir dann hoffendlich mit jemand anders. Trotzdem würde es mich zerreissen. Ist das nicht wiedersprüchlich? Ich lasse meine Kinder ja auch ziehen und freu mich wenn sie Spass bei freunden haben. Wieso wird denn bei meinem Mann diese Freude so blöd durch Traurigkeit getrübt? Na ja ich danke jedenfalls, das ich hier ein wenig schreiben darf. Liebe Grüsse Tweety

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          7. August 2018

          Hey Tweety,

          nein, klingt überhaupt nicht seltsam, sondern ganz menschlich =)

          Das ist unser Ego. Es fühlt sich gekränkt und verletzt und will dann logischerweise diesem Menschen, der es gekränkt hat, aus dem Weg gehen.

          Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber weil es eine sehr hilfreiche Erkenntnis sein kann, möchte ich dir in dem Zusammenhang etwas mitteilen, das mir aufgefallen ist. Du wirst dich ertappt fühlen, also bitte nimm es mir nicht übel, aber ich kann solche Dinge einfach nicht für mich behalten, wenn sie mir auffallen und ich denke, dass es anderen helfen kann. Also:

          Du schreibst einerseits „Meine Kids gehen mir über alles, und ihnen den Vater zu nehmen wäre ungerecht und das möchte ich nicht sein“.

          Auf der anderen Seite schreibst du „Wenn ich mich trennen muss, …, dann bin ich nicht stark genug ihn dann nochmal wieder zu sehen“.

          Merkst du den Widerspruch? Es scheint doch etwas zu geben, das dir wichtiger ist, als deine Kids. Du selbst.

          Versteh mich nicht falsch. Das ist gut und richtig so. Jeder sollte sich selbst der nächste sein, denn das ist die Basis, auf der man auch anderen hilft. Aber es zeigt auch, dass es selbst in der Hand hast, deinen Kids den Dad zu nehmen oder nicht. Genauso wie du es selbst in der Hand hast unter der aktuellen Situation weiter zu leiden oder nicht. Ich weiß, dass das eine sehr unangenehme Erkenntnis ist und man kann sie so behutsam verpacken wie man will, sie schlägt halt ein.

          Ich denke also, wenn die aktuelle Situation dich so quält und du keinen Weg finden kannst, damit glücklich zu sein (dazu gleich), dann solltest du etwas ändern. Und dann kommt es darauf an, was dir wichtiger ist. Aber alles kann man im Leben selten haben.

          Zu dem rationalen Betrachten: Die Liebe ist keine rationale Sache. Sie ist eine Herzenssache. Deshalb kannst du auch nie wirklich rational beschreiben, warum du jemanden liebst. Klar, du kannst Gründe anführen, dass er witzig ist, nett, attraktiv… aber all das sind auch Kennzeichen anderer Menschen, die du nicht liebst. Liebe ist nicht rationalisierbar und du kannst dein Herz nicht umprogrammieren oder täuschen. Du kannst dich vll. für eine Zeit lang mit etwas arrangieren, aber früher oder später bricht dein Herz durch wie Löwenzahn durch den Asphalt.

          Ich kann nicht in dein Herz hineinschauen. Das kann niemand außer du. Du musst für dich spüren, ob du mit dieser Situation dauerhaft leben kannst und willst.

          Was die Sache mit der Realitätsflucht angeht, würde es dir in jedem Fall helfen, dich einmal nach deinem Lebenssinn zu fragen. Wenn du weißt, warum du hier bist, vergeudest du in der Regel weniger kostbare Lebenszeit mit Serien und PC-Games. Vielleicht hilft dir das dabei:

          https://www.vernuenftig-leben.de/was-ist-wichtig-im-leben/#selbstfindung

          Danke, dass du hier schreibst und deine Gedanken und Gefühle mit uns teilst =)

          LG Norman

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          • Tweety

            7. August 2018

            Hallo Norman danke
            Ich habe es vieleicht falsch ausgedrückt. Mir fällt es nur unsagbar schwer das Gefühl des verlorenen Glücks auszuhalten. Gefühle sind nicht logisch wie Du vieleicht weisst. Und während ich mich für die Kids freue das sie etwas schönes mit Papa erleben, ist es trotzdem so das ich traurig bin, das ich es nicht mit ihnen erleben kann. Das ist vieleicht nicht normal, das kann ich nicht beurteilen. Ich danke Dir sehr für Deine Sichtweise der Dinge und wünsche Dir eine schöne Zeit mit Deinen Projekten. Gruss Tweety

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            • Norman Brenner Norman Brenner

              14. August 2018

              Hey Tweety,

              doch, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Und das ist absolut normal. Wie du sagst, Gefühle sind nicht rational. Und auch bei anderen Dingen im Leben ist es oft so, dass man auf der einen Seite dies will und auf der anderen aber jenes und dass beides nicht zusammen geht.

              Aber – und das wollte ich oben damit ausdrücken – immer bist du es, der entscheidet, was dir wichtiger ist. Welche Seite du wählst. Und auch wenn du nicht wählst, weil du beides willst oder gar nichts, wählst du damit auch.

              Liebe Grüße

              Norman

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              • Tweety

                18. August 2018

                Danke für Deine rasche Antwort.
                Da es mir nicht so gut geht gerade ich aber morgen Geburtstag habe, wollte ich Dich fragen, wann man Dein Buch bei Amazon laden kann? Bestimmt hilft es mir ein wenig Liebe Grüsse Tweety :-)

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              • Norman Brenner Norman Brenner

                21. August 2018

                Hey Tweety,

                danke für dein Interesse am Buch =)

                Es ist seit heute offiziell auf Amazon verfügbar =D *freu*

                Liebe Grüße

                Norman

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  107. Beate Axel-Naumann

    7. August 2018

    Der Artikel hat mir sehr gefallen,weil er einfach richtig ist.
    Jemanden zu lieben heißt auch ihm seine Freiheit zu lassen.
    Liebe darf niemals einengen,sonst ist die Liebe eine Belastung.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      7. August 2018

      Hey Beate,

      danke für dein Feedback =)

      Sehr schön zusammengefasst! Das ist mein Leitspruch des Tages =)

      LG Norman

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  108. Mimi

    12. August 2018

    Was macht man gegen diese grosse Sehnsucht nach dem Expartner? Wie kann man dir Sehnsucht und das Vermissen nach dieser Person stillen ?

    Bei mir ist es so, dass mein exfreund und ich uns während seines Auslandsjahr getrennt haben, da er die pure Freiheit geniessen will und mich leider am Ende betrogen hat. Als Resultat wohl aus unseren Problemen. Nichts desto trotz , vermisse ich ihn aber ich habe ihn freigelassen. Es dauert noch 8 Monate bis er wieder in Deutschland ist. Dennoch vorbei ist vorbei . Das habe ich begriffen.. Die Sehnsucht frisst einen auf..
    Und ich versuche loszulassen..aber es ist richtig schwer für mich, da wir keinen wirklichen „abschluss“ hatten so von angesicht zu Angesicht. Was macht man in so einem Fall? Wie kann ich am besten damit umgehen, dass er dort ist und die pure Freiheit geniesst und ich hier bin und versuche mein Leben in dieser Umgebung zu meistern..

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      14. August 2018

      Hey Mimi,

      danke für deine Fragen zum Thema =)

      Die pure Freiheit findet man an keinem Ort. Du findest sie in deinem Kopf. Du kannst also auch, jetzt und hier, frei sein. Du musst nur, wie du schon richtig erkannt hast, loslassen.

      Fragt sich natürlich wie?

      Die Sache ist die: Solange du deinen Fokus auf ihn richtest, kannst du ihn nicht loslassen. Solange du also nur daran denkst, ihn loszulassen, hältst du ihn damit fest.

      Ein Beispiel:

      Denke jetzt nicht an einen rosafarbenen Elefanten.

      Woran hast du gedacht?

      Genau… So arbeitet unser Gehirn. Es kennt kein „nicht“. Deshalb musst du deinen Fokus ändern. Lenke ihn auf dich selbst. Auf dein Leben, deine Freude, deine Freiheit. Und dann lässt du ihn automatisch los.

      Solange du aber an den Gedanken festhältst, dass du keinen richtigen Abschluss hattest, dass er sich so toll amüsiert etc. ist das Loslassen unmöglich.

      Ich hoffe, meine kurzer Gedankengang dazu hat deine Frage beantwortet?

      Liebe Grüße und hab eine wundervolle Woche =)

      Norman

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      • Mimi

        19. August 2018

        Lieber Norman ,

        Vielen Dank für deine Worte! Es ist etwas komisches passiert.. aufeinmal hat er mir geschrieben, dass er über uns nachgedacht hat und gerne über alles reden möchte.
        Leider verwirrt mich das sehr.. Ich Weiss nicht wie man am besten damit umgeht? Hast du eine Idee?

        Liebe grüße,
        Mimi

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        • Norman Brenner Norman Brenner

          21. August 2018

          Hey Mimi,

          das hängt natürlich ganz davon ab, was du willst =)

          Wenn du ihm noch eine Chance geben willst, solltest du mit ihm reden. Wenn nicht, dann solltest du es lassen.

          Ich weiß, das ist unbefriedigend, aber ich kann leider nicht in dein Herz schauen und dir sagen, was du willst. Das kannst nur du. Darauf solltest du dich am besten zuerst einmal konzentrieren.

          LG Norman

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          • Mimi

            1. September 2018

            Lieber Norman,

            Ich habe mich dazu entschieden, erst wieder mit ihm in Kontakt zu treten wenn er wieder hier ist. Ich will einfach dass er dort sein Leben geniesst und ich brauche hier meine Zeit. Ich will loslassen , mich frei machen ohne irgendwelche Erwartungen für die Zukunft. Aber es fällt mir leider sehr schwer diesen Menschen loszulassen.. Ich merke richtig wie mein Körper und Geist sich dagegen streiken.. und ich verstehe nicht warum..

            Liebe Grüße

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            • Norman Brenner Norman Brenner

              4. September 2018

              Hey Mimi,

              das klingt großartig, weil es sich so anhört, als sei die Entscheidung für dich ganz klar =)

              Wie gesagt, es gibt hier kein richtig oder falsch, nur das beste für dich. Und so eine Phase des Abstandes kann oft auch sehr gut sein, um einmal alles zu reflektieren.

              Diese Reaktionen beruhen meiner Erfahrung nach oft auf Angst. Der Angst, ihn zu verlieren, alleine zu bleiben etc. Das geht sogar zurück auf unsere Ur-Vorfahren, denn der Verlust von sozialen Beziehungen bedeutete in einer frühen Epoche unserer Existenz schlechtere Überlebenschancen. Es ist also in einem Gewissen Sinne eine „Angst vor dem Tod“. Was da hilft, ist sich klar zu machen, dass wir heute nicht mehr so Abhängig von anderen sind und auch alleine gut und glücklich (über)leben können. Und das solltest du in dieser Zeit auch tun =)

              Liebe Grüße

              Norman

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  109. Maren

    16. August 2018

    Hallo lieber Norman,

    schade das ich nicht früher auf deine tollen Zeilen gestoßen bin. Jetzt sieht man alles von einer anderen Seite irgendwie und mir wird bewusst was msn so alles anrichten und unbewusst kaputt machen kann.

    Ich habe mich Ende Januar 2018 getrennt vob meinem Freund. Erst tat es gut weil einige lasst abgefallen ist. Dann hat er gekämpft… und nach sehr kurzer Zeit es sein lassen und ja sich mit einer anderen Frau beschäftigt…. Dann wurde mir klar das ich zu sehr liebe und habe um ihn gekämpft und ihm war es dann egal und meinte ich solle ihn in Ruhe lassen usw. das hab ich nicht verstanden weil er doch selbst um mich gekämpft hatte…. Im April kamen wir uns wieder näher und er meinte und schrieb es öffentlich „egal was andere sagen oder ihm einreden ich bin die Frau die niemand ersetzen kann und das er mich überalles liebt“. Die andere Frau war Geschichte.Für mich war das wunderschön und wir kamen nach einiger Zeit wieder zusammen, hielt aber nur 3 Wochen :(
    Nun trotz der Trennung wieder blieb es nicht ruhig bei uns, irgendwann bin ich auf Abstand und dann kam er und meinte wieso melde ich mich nicht mehr usw. schickte mir ein Foto von einem Feuerzeug wo wir drauf waren und meinte ich bin ihm nicht egal, wie ich immer behaupten würde im Gegenteil usw. wir fingen an wieder Kontakt zu haben, haben mit unseren Kindern was unternommen jedes Wochende. Währenddessen hab ich erfahren das er noch (wieder) eine neue andere Frau hat, er sagte wir zwei sind nicht zusammen, er ist mit dieser Frau nicht zusammen und er kann machen was er will… das tat weh und ich dachte mir wieso sucht er wieder bei mir den Kontakt, wieso schickt er mir ein Bild von dem Feuerzeug und sagt so Sachen, wieso geht er mit uns als Familie weg usw.. Natürlich durch das wissen der andren Frau gab es wieder Reibereien und er nahm Abstand. Er konnte keine Stellungnahme zu ihr nehmen. Dann war ich mit einem Kumpel und meinen Kindern am See und mein Ex-Freund bekam das mit (War erst vor drei Wochen) und er rastete total aus und beschimpfte mich aufs übelste, er sei froh mich los zu haben usw. Am nächsten Tag erfuhr ich das er einen Tag zuvor als ich am See war mit dieser besagten Frau jetzt öffentlich zusammen ist…. Ich verstehe das nicht, er verleugnete alles von ihr und konnte mir nicht die Wahrheit sagen, wenn ich ihm fragte seid wann und wieso, er verlangte nur das ich ihn bitte in ruhe lassen solle… Warum sagt er das alles und vor drei Monaten war ich die Frau die er über alles liebt und nicht ersetzen kann…. Mein Ex und Sie sind jetzt 2 Wochen zusammen, nach 1 Wochen schrieb er “ endlich angekommen“ jetzt in der 2 Woche ließ er sich das Datum tätowieren, wo sie zusammen gekommen sind… Ich begreif das nicht. Auf fragen warum er unsere Familie wegschmeißt reagiert er nicht und ignoriert (das sind wir bei meinem Ego wieder?) und wenn ich seine Freundin als Trost und Errungenschaft betitel nimmt er sie nicht in Schutz… Warum handelt ein Mensch so? Ich versuche ihn jetzt in Ruhe zu lassen auch wenn es schwer fällt. Es geht jetzt nur noch um die Kinder.

    Entschuldige für den laaaagen Text aber vielleicht hilfst du mir ein Stückweit das zu verstehen.

    Liebe Grüße

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      21. August 2018

      Hey Maren,

      danke für deine offene Schilderung =)

      Ich denke, dein Hauptproblem ist nicht, dass du sein Verhalten nicht verstehen kannst, sondern dass du es so dringend verstehen willst.

      Du fokussierst dich zu sehr auf ihn. So wirst du ihn nicht loslassen können, denn mit deinem Fokus und deinen Fragen hältst du daran fest.

      Am besten ist es, wenn du als erstes einmal versuchst, die Situation und alles geschehene so zu akzeptieren, wie es jetzt ist. Und dich dann auf dich fokussierst. Wie kannst du dich selbst und deine Kinder glücklich machen, auch ohne ihn.

      Der Punkt ist, dass dann die Antworten auf deine Fragen irgendwann gar keine Rolle mehr spielen, weil du ihr gar nicht mehr brauchst.

      Ich hoffe, mein kurzer Gedankengang hilft dir da etwas =)

      LG Norman

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  110. Marco

    17. August 2018

    Im Grunde geht’s in den Artikel eigentlich nur darum zu vermitteln,dass man sich selbst der Nächste sein soll und alles andere einen egal sein sollte. Die Beschreibung der Selbstliebe hier, hat irgendwie was von Selbstverliebtheit. Das man sich selbst der wichtigste und nächste ist. Und alles andere seinem Umfeld egal. Der Mensch ist und war nie dafür gedacht alleine zu sein. Und das schon aus evolutionärer Sicht nicht.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      21. August 2018

      Hey Marco,

      danke für dein ehrliches Feedback zum Artikel =)

      Da hast du absolut recht! Wir Menschen sind und bleiben soziale Wesen. Wir brauchen das Miteinander. Der Punkt ist aber der:

      Erst, wenn du gut für dich selbst sorgst und dich selbst liebst, kannst du auch wirklich für andere sorgen und sie lieben. Das ist die Basis auf der jegliche Interaktion mit anderen erfolgt.

      Oder würdest du dich von jemandem geliebt fühlen, der sich selbst nicht lieben kann? Das ist keine Liebe. Solche Beziehungen basieren auf Mangel. Jeder braucht etwas, was der andere ihm geben soll. Das ist Abhängigkeit, keine Liebe.

      Ich weiß, dass diese Gedanken immer wieder anecken, weil es so unromantisch ist. Aber was erzeugen all diese romantischen Filme und Bücher? Herzschmerz.

      LG Norman

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  111. Matthias

    22. August 2018

    Lieber Norman,
    Danke für den Artikel. Ist es so, die Liebe nur loslassen zu können in einer Beziehung? Meine „Affäre“ hat sich von mir getrennt. Wir kannten uns länger und haben uns in einer besonderen Weise unsere Liebe gestanden. Sie hat sich getrennt, ich lebe noch in einer Beziehung. Sicher war es jetzt richtig so, auch wen ich das nach 6 Wochen und unter großer Trauer erst langsam begreife. Aber ich will sie nicht aufgeben und glaube an unsere Liebe.
    Allen Affärenbewertungen zum Trotz: Ist das Loslassen in Deinem Sinne auch hier für mich eine versöhnliche Bewertung: Ich lasse los, um vielleicht eines Tages unter anderen Umständen diese Liebe neu zu erfahren: Nicht aufgewärmt, sondern wie nach einem langen Winter neu erblühend.
    Norman, muss ich, um frei zu sein dafür, erst richtig loslassen, um zu erfahren, ob diese Liebe nochmals wiederkommt? Danke für Deine Einschätzung.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. August 2018

      Hey Matthias,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      Natürlich beschränkt sich das Loslassen in der Liebe nicht bloß auf eine Beziehung. Es ist universell… auch in Freundschaften oder innerhalb der Familie trifft es zu. Und vermutlich auch bei Affären.

      Aber wenn du schreibst „Aber ich will sie nicht aufgeben und glaube an unsere Liebe.“ hört sich das nicht gerade danach an, als wärst du dabei loszulassen.

      Es ist sehr verführerisch, ich weiß, aber man kann nicht loslassen, UM damit etwas zu erreichen.

      Man lässt los. Punkt.

      Solange du dir diese Frage stellst, ob du diese Liebe so wieder erfahren kannst, hältst du fest.

      Ja, du solltest loslassen, aber für dich. Es kann sein, dass dadurch andere Dinge entstehen und sie vielleicht sogar zu dir zurück kommt. Wenn das geschieht, kannst du es als Bonus annehmen. Und wenn nicht, spielt es keine Rolle, weil du losgelassen hast.

      Liebe Grüße

      Norman

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  112. Lovely

    25. August 2018

    Wunderschön geschrieben. Hoffnung gebend. Ich selber habe seit ca.20 Jahren was mit einem Mann. Er ist meine grosse Liebe. Anfangs „kämpfte“ ich noch. Er war genervt… ich nervte weiter verstand es nicht. Es tat so weh dass er nicht mit mir sein wollte. Heute verstehe ich es. Ich lasse ihm seine Freiheit. Er ist in einer Beziehung ich war verheiratet habe Kinder. Wir sahen uns alle paar Jahre mal. Es ist wunderschön wenn wir zusammen sind. Mittlerweile seit ein paar Jahren habe ich verstanden dass es nichts bringt ihn zu bedrängen… in Zeiten wo wir uns nicht sehen lebe ich einfach mein Leben weiter. Denke zwar oft an ihn aber ich lasse ihn und hoffe er ist glücklich. Und natürlich hoffe ich dass er auch an mich denkt. Wenn er sich meldet weiss ich dass er mich nicht vergessen hat. Ich liebe ihn so sehr dass ich ihn gehen lasse und die Zeit die wir haben in vollen Zügen genieße. Es ist nicht immer einfach aber ich liebe ihn einfach zu sehr um ihn einzusperren. S…..

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. August 2018

      Hey Lovely,

      danke für deine Gedanken zum Beitrag und deine persönlichen Erfahrungen =)

      Freut mich, dass du das erkannt hast und dass es eure Beziehung aufblühen lässt =) Und vor allem, dass du gelernt hast, bei dir zu sein, wenn er nicht da ist!

      Das klingt wundervoll =)

      LG Norman

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  113. Eity

    3. September 2018

    Ich hab diesen Artikel erst heut gelesen und er ist nach wie vor aktuell. Danke dafür

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. September 2018

      Hey Eity,

      danke für deine positive Rückmeldung =)

      Liebe Grüße und hab einen wundervollen Dienstag!

      Norman

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  114. Melli

    5. September 2018

    Hallo :)
    Ich finde manche Punkte sehr einleuchtend und andere wiederum nicht. Da gibt es glaub ich auch nicht eine Wahrheit so wie du sie darstellst.
    Ich habe meinen Ex-Freund sehr geliebt und ihm das beste gewünscht. Und ich finde es auch ok, wenn zur Liebe der Egoismus kommt, die Person gern weiter in seinem Leben zu haben wegen den schönen Dingen, die es einem bringt. Natürlich aber will man das nur unter dem Umstand, dass es ihm genauso viel schöne Dinge bringt und er das auch will. Er und ich hatten eine Krise als ich meine examen gemacht habe und sehr gestresst und deprimiert war. Ich konnte alleine damit umgehen, aber weil es mir gut tut, mit anderen über Probleme zu reden, hab ich mir als Zeichen von liebe gewünscht, dass mein Freund mich in der Zeit unterstützen und für mich da sein will. Das war mir einfach wichtig und das ist Egoismus, aber in meinen Augen ist eine Bisschen Egoismus dringend notwendig, um acht auf sich zu geben.
    Er konnte nur leider nicht so da sein für mich, weil es ihn überfordert hat. Jetzt würdest du vlt sagen „ja gut, dann ist er so und du bist anders und das muss man einfach akzeptieren, man man sich so laSen wie man ist“.
    Wir haben das aber dann anders gesehen. Wir dachten uns „ok, du hast andere Bedürfnisse als ich sie von mir selbst kenne und wir sind da verschieden. Aber da wir uns lieben, können wir doch vlt diese Fähigkeiten erlernen wie zb trösten und zuhören, wenn der andere sie braucht und die dem anderen wichtig sind“ wir wollten also kämpfen für die Beziehung und Fähigkeiten erlernen oder Schwächen abbauen, damit der andere glücklich ist in der Beziehung und man ihm das geben kann, was er braucht.
    Aber deiner Meinung nach wäre das ja falsch. Weil man das natürlich schön aus Egoismus auch tut, weil man die Person so liebt und gern bei sich haben möchte. Von beiden Seiten her. Also es war für beide auch gut und das, was sie wollten.
    Es hat leider nicht geklappt, weil mein Ex Freund sich schwer getan hat auf der Ebene zu reflektieren und es ihm zu anstrengend würde. Auch da hörte dann die liebe vlt aus Egoismus auf. Aber es war vlt auch richtig, weil man sich selbst nicht aufgeben soll für den anderen.
    Aber nach deiner Auffassung muss es bei einem Paar entweder einfach passen oder man sollte sich trennen und nicht versuchen, dafür zu kämpfen oder was zu ändern. Und das ist realitätsfern in meinen Augen und dann würde es nie dauerhafte Beziehungen geben. Menschen sind nun mal kompliziert und die Liebe ist nicht ein natürliches etwas, was ohne Zutun auf lange Sicht einfach klappt oder nicht

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. September 2018

      Hey Melli,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      Ja, ich sehe das in der Tat etwas anders. Aber das wichtigste ist ja, dass ihr euch darüber einig seid und dass es bei euch funktioniert =)

      Ich kenne zu wenig eure Umstände, um das beurteilen zu können, aber wenn ich rein das, was du geschrieben hast betrachte, erkenne ich da schon die Gefahr einer emotionalen Abhängigkeit und eure Reaktion darauf wird das auch mit der Zeit noch verstärken. Ihr webt die Fäden des anderen in euren Stoff mit ein, sodass es immer schwerer wird, sich glücklich, zufrieden und geliebt zu fühlen, ohne das Zutun des anderen.

      Zum Einen nimmt dein Partner dir in gewisser Weise die Chance, selbst zu lernen, mit solchen Tiefphasen umzugehen. Klar ist es einfach und schön und auch hilfreich, wenn man redet und wenn jemand für einen da ist, aber wenn man seine Überwindungstaktik hauptsächlich darauf aufbaut, macht man sich abhängig und hat ein großes Problem, wenn diese Person irgendwann nicht da sein kann.

      Zum Anderen ist es zwar auch sehr schön und hilfreich, dass ihr euch beide dazu entschlossen habt „für eure Liebe“ zu lernen und euch zu entwickeln, aber genau hier baut ihr auf Abhängigkeit. Klar, wenn dein Partner sich weiterentwickeln will ist das gut, aber wenn er es nur dir zuliebe macht und damit auch noch eine Voraussetzung schafft, dass es ihm vielleicht nicht mehr so gut geht wie vorher (weil er eben mit sowas nicht gut klar kommt), trägt er sein eigenes Fundament ab, seine Basis, die ihm die Sicherheit gibt, überhaupt für dich da zu sein, und baut auf ein wackliges Geflecht aus Ko-Abhängigkeit. Ich will euch das alles nicht unterstellen. Ich rede hier viel mehr von einem hypothetischen Fall, um meine Bedenken klar zu machen, weil ich wie gesagt eure Situation nicht genug kenne.

      Also, wenn jemand das alles aus sich selbst heraus will und damit sein Fundament nicht gefährdet, ist es wundervoll. In allen anderen Fällen sehr gefährlich. Vor allem sich für einen anderen zu ändern, damit der glücklich ist halte ich für einen sehr großen Fehler. Das ist nur meine Meinung dazu.

      Und ich könnte mir vorstellen, dass es ihm auch genau deshalb am Ende zu „anstrengend“ war. Es war nicht wirklich, was er selbst wollte und er merkte, wie sein Fundament wegbrach.

      Ich denke übrigens keinesfalls, dass es entweder einfach passen muss oder nicht. Klar muss es in einer Beziehung immer ein Nehmen und Geben geben. Aber wenn das Fundament bei beiden nicht passt, dann kann man darauf bauen und Verbinden was man will, es wird eine wacklige Angelegenheit.

      Soviel erstmal dazu =)

      LG Norman

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  115. Melli

    5. September 2018

    ich bräuchte eine Einschätzung zu meiner Trennung und Beziehung, weil ich für mich wissen will, ob ich an mir arbeiten muoss in der Hinsicht, weil das die Beziehung kaputt gemacht hat oder ob es ok so ist und der Partner einfach nicht gepasst hat. 😕

    Ich war 6 Monate mit jemanden zusammen und es war wirklich wunderschön, liebevoll, harmonisch und wohlwollend. Dann begann meine große Abschlussprüfung und ich hatte nur noch wenig Zeit und war gestresst, ängstlich, angespannt. Es war Examen und ging 4 Monate lang. Mein Freund hatte versucht mich zu unterstützen und da zu sein, aber hat mir bereits nach zwei Wochen gesagt, dass es ihn sehr belastet und ihm zu viel ist und ich ihn schonen soll. Ich war damals sehr enttäuscht und verletzt, weil ich das Gefühl hatte zu viel für meinen Freund zu sein und nicht auf ihn zählen zu können. Ab da war unsere Beziehung verändert. Ich konnte ihm nicht mehr viel anvertrauen, hatte Angst ihn zu überfordern…. gleichzeitig wollt er wissen wie es mir ging und war dann aber genervt zu hören, dass es mir nicht gut geht.
    Es verletzte mich und ich baute innerlich Distanz auf und war enttäuscht und dadurch auch schneller genervt von ihm. Er hat mir sehr oft Szenen während des Examens gemacht, dass ich verändert bin und er mich nicht gut findet do wie ich bin. Also gestresst, ernst, besorgt.
    Und das war schlimm für mich, weil ich dachte, dass er mich also nicht liebt, sondern nur meine lustige Seite und auf ihn kein Verlass ist in schweren Zeiten. Gleichzeitig war es für ihn auch schlimm, weil er iwo raus wollte aus der Beziehung, weil er wohl keine Lust auf Stress zu haben schien. Aber er meinte er möchte nicht Schluss machen, weil er hofft, dass es nach dem Examen wird wie früher. Ich wollte das auch und dachte wir können dran arbeiten und wenn wir uns lieben, werden wir dafür arbeiten wollen und es schaffen. Nach dem Examen ging es weiterhin schlecht. Er konnte nicht loslassen von dem Gefühl des Examens und ich war natürlich noch erschöpft und ausgelaugt. Trotzdem dachte ich immer, wenn man sich liebt, wird man das tief überwinden. Aber wir haben es nicht geschafft und alles blieb gleich schwierig.
    Ich leide sehr unter der Trennung, weil er mir fehlt und denke mir gleichzeitig dass das doch keine Liebe sein kann?
    Und die Frage, die ich für mich gern beantworten würde ist: war er einfach nicht belastbar und hat nur meine sonnige Seite geliebt und nicht wirklich mich oder hat er mich doch sehr geliebt (er hat wirklich lang versucht dran zu arbeiten, obwohl er keinen Sinn darin sah und war sehr traurig und fertig bei unserer Trennung) und es hätte klappen können, aber ich war emotional zu schwierig und habe zu viel gefordert, was ich hätte mit mr ausmachen müssen? Dabei hab ich mir ja eigentlich nur gewünscht, dass er aufrichtig will, dass es mir gut geht und da ist in der schweren Zeit so wie ich es für ihn tat.
    Wie seht ihr das?

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. September 2018

      Nochmal hey Melli =)

      zu deiner Frage hier möchte ich dir natürlich auch noch etwas antworten, was aber im Prinzip auch auf dem obendrüber gesagten aufbaut:

      Ich bin der Meinung, wir Menschen richten uns in unseren Handlungen immer instinktiv nach dem, was uns wichtig ist. Wenn dein Ex sich also in dieser Situation überfordert gefühlt hat bzw. das nicht mitmachen wollte, dann war es ihm eben nicht wichtig genug, das mit dir durchzumachen.

      Ich weiß, dass das hart klingt. Aber „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ sagt man. Und wie ich oben schrieb, muss sowas immer aus demjenigen selbst rauskommen und nicht wegen etwas oder jemand anderem. Dann ist es einem nämlich nicht wichtig genug.

      Klar kommt dann noch der jeweilige Charakter dazu, dass manche Menschen mehr und andere weniger belastbar sind, aber generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch „nicht belastbare“ Menschen einiges verkraften können, wenn sie etwas wollen.

      Übrigens: Von jemandem zu wollen, dass er sich aufrichtig und aus freien Stücken um einen sorgt, ist eine geistige Zwickmühle. Eine unlösbare Aufgabe, so wie „Liebe mich aus freien Stücken!“. Das funktioniert nie. In meinem Buch über das Loslassen werde ich darin auch genauer eingehen.

      Liebe Grüße

      Norman

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  116. Maddino

    14. September 2018

    Hey Norman,

    ich bin zufällig auf deine Seite hier gestoßen und ich bin unglaublich begeistert! Es öffnet mir eine vollkommen andere Sicht der Dinge. Ich bin momentan (wie lange schon, ob 1 oder knapp 2 Monate) in einer Beziehungspause und ich fühle mich zwiegespalten. Am Tag geht’s von „Yes, heute ist es richtig gut“ bis zu „Ohje, das ist jetzt aber ne besch***** Situation“. Aber diese Ansicht und auch die Antworten auf manche Kommentare sind richtig toll. Ich bin nämlich guter Dinge bzw. ich habe die Hoffnung, dass es besser wird nach einer gewissen Zeit. Meine (Noch)-Verlobte und ich haben uns unterhalten bzw. geschrieben, da dass etwas besser klappt und es hat sich auch rausgestellt, dass es kein Lebwohl ist und kein „Ich will dich nie wieder sehen“. Es ist einfach eine Bedenkpause, nenne ich es mal. Aber das was du hier schreibst: Top, Top, Top!

    MfG

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      18. September 2018

      Hey Maddino,

      danke für deinen Kommentar und die offene Schilderung =)

      Klingt, als würdest du da momentan ne regelrechte Achterbahnfahrt erleben. Ich wünsche dir die nötige Kraft und Energie, um das durchzustehen.

      Ja, es muss nicht immer direkt ein Lebewohl sein. Manchmal sind solche Phasen auch einfach ein Katalysator, der die Beziehung auf das nächste Level bringt. Man muss es aber immer individuell beurteilen =)

      Danke für deine lieben Worte! Das motiviert mich sehr =)

      LG Norman

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  117. Melanie

    17. September 2018

    Toller Artikel und tolle Seite! Hier werde ich nochmal durch stöbern. Zur Selbstliebe kommt man am besten durch Yoga und Meditation. Genau über diese Themen schreibe ich auf meinem Blog.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      18. September 2018

      Hey Melanie,

      danke für deine lieben Zeilen =)

      Mit Yoga habe ich selbst wenig Erfahrung, aber bei der Meditation kann ich auf jeden Fall bestätigen, dass es in Punkto Selbstliebe sehr förderlich sein kann =)

      Liebe Grüße und viel Erfolg und vor allem Freude mit deinem Blog =)

      Norman

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  118. Axel

    19. September 2018

    Hallo.. es ist in der Tat paradox. Ich befinde mich aktuell in der Situation, dass ich vor 3 Monaten von meiner Freundin verlassen wurde. Natürlich war mir einerseits klar, dass ein Zurück nicht zustande kommen würde, wenn ich sie bedränge. Andererseits war es mir unmöglich, nichts zu tun. Ich musste einfach auch kämpfen, um ihr zu zeigen, dass ich sie liebe. Rückblickend ist mir nämlich klar geworden, dass dieses Zeigen in der Beziehung zuletzt zu kurz kam. Auf beiden Seiten. Bei mir aus Trotz. Warum bei ihr, vermag ich bis heute nicht sagen zu können. Sie ist nämlich, ohne mir bis heute nähere Gründe nennen zu können, nach 2,5 Jahren gegangen. Mit mir habe das Ganze nichts zu tun, sie wisse es selbst nicht. Und genau aus diesem Grund fiel es mir so unendlich schwer, nichts zu tun. Ich hatte das Gefühl, ihr zeigen zu wollen, dass ich sie liebe. Ich wollte mich öffnen, was mir zuletzt so schwer fiel. Ich hatte in den letzten Zügen der Beziehung schon durchaus das Gefühl, dass sich etwas zwischen uns verändert hatte, aber es war nicht greifbar. Ich war derjenige, der das ein oder andere Gespräch suchte, um die Beziehung wieder zum Positiven zu wenden. Und als ich in der Wahrnehmung war, dass diese Impulse ausschließlich von mir ausgingen und nie etwas Spürbares von ihr kam, schaltete ich auf stur. Ich war gefangen, wollte durch teilweise bewusst abweisendes Verhalten eine Reaktion – so was wie Wut – ihrerseits erzwingen, die mir gezeigt hätte, unsere Beziehung ist ihr nicht egal. Das war natürlich rückblickend vollkommen daneben, ich wusste mir aber nicht mehr anderweitig zu helfen. Schließlich war ich selbst an einem Punkt, eine „Pause“ einlegen zu wollen, konnte es aber nicht, weil ich so viel für sie empfinde. Und aus dem Grund, wie gesagt, konnte ich sie nicht gehen lassen, ohne zu kämpfen. Der Kampf zog sich in Abständen über 3 Monate. Es war auch ein Kampf mit mir. Insofern habe ich mich auch viel mit mir auseinandergesetzt, wollte aber ohne zu aufdringlich zu sein, auch Lebenszeichen von mir an sie geben. Das tat ich in Abständen. Jetzt bin ich endgültig an den Punkt gelangt, an dem ich nicht mehr kämpfen werde, nicht mehr kämpfen kann. Ich liebe sie allerdings immer noch.
    Nun habe ich diesen Artikel gelesen und ich sehe darin viel Wahrheit. Er bekommt mir gleichzeitig aber auch nicht gut, weil er mir ja nahelegt, dass ich nicht hätte kämpfen sollen. Und dabei stelle ich mir die Frage, bedeutet Liebe nicht auch Kompromiss? Also nicht auch zu einem gewissen Grad das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse? Nun kann man natürlich sagen, dass wenn ich gleich losgelassen, ich meine eigenen Bedürfnisse aus Liebe zu ihr zurückgestellt hätte. Kann man aber nicht auch gleichzeitig sagen, dass die Entscheidung zur Trennung die schonungslose Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse ist und somit ebenso auf egoistischen Motiven basiert, wie das Kämpfen? Ich weiß nicht, aus welchen Bedürfnissen/Beweggründen heraus, sich meine Freundin trennte. Ich denke, dass sie doch auch mit mir darüber hätte sprechen können, als wir noch zusammen waren. Das hätte doch dazu führen können, dass wir wieder mehr zueinander finden und ihre und meine Liebe hätte wachsen können. Ihre Äußerungen zu der ganzen Geschichte bestehen darin, dass sie sehr verliebt war und darauf gewartet habe, dass es Liebe wird. Nach meiner Philosophie wartet man doch nicht darauf. Dazu gehört doch auch, das Sich-Bemühen, das Sich-mit-dem-Anderen-auseinandersetzen – sprich ein gewisser kämpferischer Anteil…. Warum schreibe ich das alles? Eben deshalb, weil mir dieser Artikel das Gefühl gibt, dass all mein Tun in den letzten 3 Monaten umsonst war und wenn überhaupt ein sofortiges Loslassen dazu geführt hätte, dass wir wieder zusammenkommen. Ich bin nun definitiv an dem Punkt, dass ich sie loslasse, wünsche mir nichtsdestotrotz nichts mehr, als dass wir wieder zueinander finden. Und ich hoffe einfach, dass mein bisheriges Tun, mein Kämpfen eben nicht dazu geführt hat, dass diese Hoffnung aussichtslos ist….

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      25. September 2018

      Hey Axel,

      danke für die offene Schilderung deiner persönlichen Situation =)

      Ich denke nicht, dass eine Trennung automatisch genauso egoistisch ist wie das Kämpfen. Im Gegenteil. Oft sind die, die sich trennen, davon überzeugt, dass es besser so für beide ist.

      Nun kennen wir ja ihren Grund nicht. Aber hier mal ein paar Beispiele:

      Wenn sich jemand zum Beispiel trennt, weil er eine neue Liebe zu einem anderen Menschen gefunden hat, dann ist das nicht egoistisch. Es ist Selbstliebe, da er sich ansonsten selbst unglücklich machen würde (und am Ende auch seinen Partner), wenn er entgegen seiner Liebe bei dem alten Partner bleibt. Wenn der alte Partner versucht, diesen Menschen zu halten, dann ist das egoistisch.

      Wenn sich jemand trennt, weil er andere Lebensvorstellungen hat, dann ist das ebenfalls nicht egoistisch, sondern aus Selbstliebe, weil er wüsste, dass er sich und am Ende auch seinen Partner unglücklich machen würde, wenn er sich durch ein Leben quält, das er nicht will oder zu viel von seinen Plänen aufgeben müsste. Wenn der Partner versucht, ihn trotzdem zu halten, dann ist das egoistisch, weil ihm all das egal ist.

      Erkennst du das Prinzip?

      Ja, Liebe bedeutet Kompromiss, aber immer nur soweit, wie jeder für sich selbst damit noch gut leben kann. Wenn das einer nicht mehr kann, dann sollte er sich lieber selbst treu bleiben als der Beziehung.

      Ich möchte mit diesem Artikel übrigens keines Falls den Eindruck erwecken, man solle Loslassen, um seinen Partner zu halten oder zurückgewinnen! Das funktioniert nicht und warum habe ich hier auch schon in vielen Kommentaren geschrieben. Ich möchte mit dem Artikel ausdrücken, dass es besser ist, für sich selbst loszulassen. Egal, ob der andere bei einem Bleibt / zurückkommt oder geht. Selbstliebe soll in den Vordergrund rücken, so dass man die Löcher, die man denkt nur durch den anderen füllen zu können, selbst füllt.

      Das ist dann aber am Ende auch die beste Basis für eine Beziehung, weil sie auf Geben und nicht auf Nehmen basieren kann.

      Liebe Grüße

      Norman

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  119. Alexandra

    23. September 2018

    Hallo zusammen,

    ich bin derzeit auch an einem Punkt angelangt, wo ich mich entscheiden muss. Gehen oder bleiben. Ich bin die die dritte Person in einer ganz unglücklichen Konstellation. Wir sind seit einigen Jahren befreundet. Er hat mir klar gemacht, dass es für ihn nur Freundschaft ist, allerdings verhält er sich anders. Seiner Freundin war ich von Anfang an ein Dorn im Auge (ich war schon vor ihr mit ihm befreundet). Mittlerweile machen wir auch nichts mehr zusammen, und wenn werde ich verheimlicht. Das tut verdammt weh. Nun hat sie erfahren, dass er mir unangebrachte Nachrichten schreibt und möchte eine Aussprache zu dritt. Ich will mich weder in die Beziehung einmischen noch Unruhe stiften. Er hat ihr eine Lügengeschichte aufgetischt um so die Wogen zu glätten und erwartet offenbar, dass ich ihm dabei helfe. Was ich nicht machen werde. Ich habe schon öfters überlegt den Kontakt ganz abzubrechen, weil es mir nicht gut dabei geht. Wahrscheinlich weil ich mehr empfinde als ich sollte. Der Gedanke ihn zu verlieren ist nicht schön. Zudem hat er vor kurzem erfahren, dass er krank ist. Nun habe ich Angst, dass wenn ich alles beende, ihn im Stich lasse. In einer Zeit wo er jede Unterstützung brauchen kann. Und ich frage mich, ob ich mir das dann nicht ewig vorwerfen würde. Aber mir geht es wirklich nicht gut. Psychisch und mittlerweile auch physisch. Hinzu kommt noch mein Helfersyndrom. Er hat Probleme, resultierend aus seiner Kindheit. Weigert sich aber daran zu arbeiten bzw. sich damit auseinanderzusetzen. Ich weiß einfach nicht weiter.

    Liebe Grüße

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      25. September 2018

      Hey Alexandra,

      danke für deinen persönlichen Kommentar =)

      Helfersyndrom, ja… daran dachte ich auch gleich, als ich deine Zeilen las.

      Ich denke, du solltest erst einmal die beiden Themen trennen:

      Auf der einen Seite geht es um Gefühle für ihn.

      Auf der anderen um den Beistand und die Hilfe.

      Zu letzterem kann ich dir schonmal versichern, dass es kein im Stich lassen ist, wenn du ihn seine Situation alleine meistern lässt. Im Gegenteil: Oft nehmen wir anderen Menschen durch unsere Hilfe und Fürsorge die Chance, selbst an einem Problem zu wachsen und zu lernen, damit umzugehen.

      Die Frage der Liebe kann ich dir natürlich nicht beantworten. Du musst herausfinden, ob du ihn in dieser Art loslassen kannst. Vielleicht hilft dir ja erst einmal ein Abstand auf Probe? Und vielleicht kannst du das auch ganz offen mit ihm besprechen?

      Ich finde aber auch, dass du ihn nicht decken solltest. Wenn er sowas macht, dann sollte er auch dazu stehen. Auch hier sind wir wieder bei der Möglichkeit zu lernen und zu wachsen, die man anderen Menschen nicht nehmen sollte.

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir ein wenig =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  120. Pax (Ingoknito)

    12. Oktober 2018

    Hallo Norman,

    ich lese seit tagen deinen Blog und Finde diese sehr gut.
    Wenn man das alles verstanden hat und es irgendwann umsetzen kann, bin ich überzeugt ein wirklich glückliches leben zu führen.

    Leider bin ich noch lange nicht soweit.
    Da ich schon lange versuche Liebe zugeben ohne den Emotionalen Egoismus, was mir nur teilweise gelingt. Denn es ist schwer alte Gewohnheiten und gelerntes über bord zu werfen.

    Ich habe vor 1 1/2 Jahren eine Schulfreundin wieder getroffen. Und wir waren sofort 2 Herzen mit einer Seele und sehr von uns angetan. Da sie nach langer Beziehung erstmal alleine sein wollte hatten wir eine Freundschaft Plus. Was für mich schon fast eine Beziehung war denn wir teilten alles.
    Durch die Entfernung war dies zwar Schwierig aber machbar. Es kam wie es kommen musste ich hatte sehr starke Gefühle zu ihr was ich ihr auch erzählte. Sie konnte diese in diesem Umfang aber nicht bestätigen.
    Was mir zu diesem Zeitpunkt nicht so wichtig war.

    Dennoch passierte es genauso wie ich es eigentlich nicht wollte. Ich wollte mehr, anstatt es laufen zu lassen bis sie auf mich zukommt(wenn sie es will). Rannte ich ihr hinterher und versuchte alles. Um mehr von ihr zubekommen. Das führte dazu das sie noch weniger investierte. Und am ende, letzte Woche Schrieb sie mir das sie wieder mit ihrem EX zusammen ist. Das tat schon sehr weh.
    Ich zog mich aus Selbstschutz 3 Tage zurück und Schrieb ihr dann das ich mich wegen meiner Gefühle zu ihr erstmal zurück Ziehe. Und wünschte ihr das sie Glücklich ist und alles gute. Tja und jetzt schreibt sie mir das ihr die Worte fehlen und es ihr klar war das dies passiert. Ich sei ja erwachsen und wisse was ich tue. OK dachte ich und wusste nicht was man dazu noch schreiben soll. Nichts, denn ich wurde Blockiert.
    Also bin ich gerade ziemlich ratlos. Ob ich ihr Ego verletzt habe oder was sie mir damit sagen möchte. Ich weiß das ich loslassen muss. Was anderes geht eh nicht. Egal wie ich mich drehe oder wende.
    Vielleicht hast du ein Paar Gedanken dazu die du mir äußern möchtest.

    PS: Mach bitte weiter so!!!

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    • Pepe

      15. Oktober 2018

      Hallo Norman,

      vorab erst einmal Daumen hoch, für dein Engagement!
      Das ist selten!

      Eine Sache möchte ich auch kommentieren, und zwar stimme ich nicht ganz mit der Definition über den Egoismus überein.
      Ich bin gerade auch in so einer unaushaltsamen Situation, zumindest fühlt es sich so an.
      Meine Freundin möchte/kann momentan nicht mehr mit mir zusammen sein.
      Sie hat einfach gerade den Glauben an uns verloren, dennoch liebt sie mich, wie sie sagt.
      Warum und wieso das alles, würde jetzt hier den Rahmen sprengen und darum geht es mir auch nicht, ich wollte ja etwas zum Egoismus sagen.
      Für mich ist das natürlich alles sehr schmerzhaft, aber ich lasse sie in Ruhe.
      Jedoch habe ich ihr vorher noch gesagt, dass sie die Liebe meines Lebens ist, und das meine ich auch so!
      Für mich ist das nicht egoistisch, es ist ein Gefühl, etwas, dass man weiß oder eben nicht!
      Und ich finde es auch nicht egoistisch, das in so einer Situation zu sagen, ich empfinde es eher als wichtig.
      Wichtig, dass es gesagt ist.
      Nicht aus dem Grund, ich sage das mit einer Erwartungshaltung, um dann eine Reaktion zu bekommen, die ich mir in der Situation wünsche.
      Das wäre egoistisch,ja.
      Aber für mich steckt mehr dahinter.
      Für mich ist es, dass sie weiß, dass ich sie so liebe, wie sie ist, mit allem was dazugehört.

      Zum Abschluss noch eine Kleinigkeit:
      Wenn man glücklich mit sich selbst ist, wenn man sich selbst liebt und mit sich selbst im Reinen ist, dann kann man auch mit vielen Menschen glücklich sein.
      Aber die eine einzige Liebe gibt es für mich trotzdem!
      Vielleicht ist das zu romantisch, aber so bin ich eben.
      Und dazu stehe ich.

      Lieber Gruß,
      mach weiter so!

      Pepe

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        16. Oktober 2018

        Hey Pepe,

        danke für deinen persönlichen Kommentar und deine Ausführungen zum Egoismus =)

        Generell würde ich auch sagen, dass es nicht zwangsläufig egoistisch ist, jemandem zu sagen, dass er die Liebe seines Lebens ist. Es kommt auf die Umstände an und wie man selbst die Sache bewertet.

        Wenn du es ihr sagst, um sie zu beeinflussen oder ihr ein schlechtes gewissen zu machen oder ihr irgendwas vor Augen führen willst, damit sie sich doch für dich entscheidet, ist das in meinen Augen ein egoistischer Akt, denn es geht dir am Ende um dich.

        Wenn du es aber tust, um sie einfach wissen zu lassen, dass du für sie da bist, wenn sie dich braucht oder um ihr damit die Sicherheit zu geben, dass du sie nicht einfach loswerden willst, sondern sie aus Liebe erst mal loslässt, dann ist das nicht egoistisch, wie ich finde. Und ich glaube, das ist auch eher die Variante, die bei dir zutrifft =)

        Es kommt als immer auf die Intension an. Wie eigentlich bei allem im Leben. Böses wird aus gutem Grund getan und umgekehrt. Einzig dein Mindset entscheidet darüber. Es gibt nicht absolut Richtiges oder Falsches =) Deshalb kann es meiner Meinung nach auch sehr wohl die eine und einzige Liebe im Leben geben… oder auch eben nicht =)

        LG Norman

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      16. Oktober 2018

      Hey Pax,

      danke für deinen persönlichen Beitrag und das positive Feedback =)

      Zu deiner Situation: Ja, Loslassen ist sicher das beste, was du da jetzt tun kannst. Alles andere würde es nur noch schlimmer machen. Ich weiß natürlich auch nicht, warum sie dich blockiert und so reagiert, aber das ist auch egal. Du solltest den Fokus unbedingt weg von ihr und hin zu dir lenken, denn sonst ist ein Loslassen nicht möglich. „Loslassen, um jemanden wiederzubekommen“ geht also nicht. Das verstehen leider auch viele falsch und halten dann unter dem Deckmantel des Loslassens trotzdem weiter fest. Tu es dir zu liebe. Kümmere dich um dich und konzentriere dich auf dich. Dann wird auch das Loslassen immer leichter.

      Schöner wird die Situation dadurch natürlich nicht und durch musst du trotzdem. Aber ich hoffe, das hilft dir etwas.

      LG Norman

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  121. VforVendetta

    21. Oktober 2018

    Die meisten Frauen wollen keinen netten jungen Mann oder wollen sich nicht binden oder es sind halt die falschen.In der Schule hatte Ich nur schlechte Erfahrungen damit Ich wurde belächelt,weil ich einem Mädchen Rosen geschenkt habe etc.Später habe ich festgestellt man muss sich komplett verändern für Sie nein danke Ich bleibe so wie Ich bin ein feinfühliger junger Kerl der nicht eie fürs Bett such,sondern für eine ernsthafte Beziehung.Ich komme aus einem guten Eltern Haus Vater Arzt ,Mutter Apothekerin und Ich selbst mache momentan meine Ausbildung zum Bürokaufmann bin 26 und finde trotzdem keine im Ausland sind die Frauen viel lockerer nicht so kühl und viele FEmnistinnen nerven und ja viele durchschnittliche Frauen haben zu hohe Ansprüche,sogar meinte eine zu mir frech du siehst hässlich aus,obwohl Sie selbst nur eine Ausbildung in der Hauswirtschaft meistert ok.Hinzu kommt das hübsche Frauen doch nicht so oberflächlich sind,hätte Ich nicht gedacht ihr hat es gefallen,dass ich Ihr die Tür aufgemacht habe und als Gentleman agiert habe, naja man sollte nicht jede Frau pauschalisieren und hat mich angelächelt usw nur man traut sich nicht,weil man ja schlechte Erfahrungen gemacht hat tja normalerweise bin ich humorvoll, aber natürlich bin Ich nicht perfekt,wie jeder andere habe Ich Macken und Schwächen.Was solls bleibe Ich erstmal Single,obwohl Ich nett und schlank bin etc und kein Macho.Die Machos haben glück,aber die meisten Frauen verlassen solche Typen.Ich kannte einen der nur Frauen zum Sex missbraucht hat und kam es zu einer Beziehung nein und einige waren meine Bekanntinnen und heulten sich bei mir aus Ich habe denen gesagt selbst schuld oder da gehören immer zwei dazu.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Oktober 2018

      Hey V =)

      danke für deinen persönlichen Beitrag!

      Klingt, als hättest du ziemlich schlechte Erfahrungen mit Frauen / Mädchen bisher gemacht. Aber du bist ja auch erst 26 =)

      Ich kann dir aus meiner Erfahrung soweit zustimmen, dass im Teenager-Alter und noch etwas danach zumeist wirklich die „harten Draufgänger“ bei vielen Mädels beliebt sind. Aber: Das ändert sich später. Denn genauso wie du dich jetzt darüber beschwerst, dass es immer die falschen sind oder sie sich nicht binden wollen, beschweren sich später sehr viele Frauen darüber, dass sie keinen Partner fürs Leben finden, die Männer immer nur das eine wollen und sich nicht binden etc.

      Ich habe eher den Eindruck, dass beide Geschlechter das kennen und dass sowohl hier als auch dort zu bestimmten Zeiten dieses Empfinden auftritt. Ich würde das deshalb nicht generell über den Kamm scheren, dass „Frauen, keinen Mann wollen, der…“

      Ich finde es gut, dass du dich nicht verbiegen willst. Bleib dir selbst treu, damit fährst du am besten. Zumal du auch solangsam in das Alter kommst, wo sich das Blatt wenden wird =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  122. Anna

    23. Oktober 2018

    Hallo Norman,
    Ich befinde mich in einer Trennung und zum erste mal verstehe ich es,dank dir woran es ankommt. Nach 10 Jahren hatte sich meine grosse Liebe von mir getrennt mit Worten das er unzufrieden und unglücklich ist.In den letzten Wochen ist viel passiert und ich wollte kämpfen. Er meinte er hätte mich geliebt aber in dee letzen einfach zu viel passiert ist. …Streit usw.wir konnten gut drüber reden, aber aus seine Seite die Gefühle weg sind uns wir sollten mit jemand anderen Glücklich sein.
    Es tut einfach sehr weh das zu hören. Wir haben ein gemeinsames Kind. Ich möchte nicht aufgeben.
    Vor zwei Tagen fragte mich ob ich ihn freigeben würde. ..ich habe so gehofft er käme zurück. .Nun schrieb er mir das ich drüber nachdenken soll ihn freizugeben und ich gesagt hätte, wenn er unglücklich ist, lass ich ihn los…
    Seit dem schreibe ich nicht mehr. .weil es keinen Sinn macht. Wir schreiben nur über Organisatorische Sachen. .und ich zerbreche mir den Kopf über seine Worte. .Er meinte wir werden beide andere Partner haben und wer weiß was in halbem Jahr ist.ich sagte ihm , mit uns nichts mehr. Er ist in unseren Beziehung schon zwei mal gegangen und mit anderen Frau zusammen gewesen,irgendwann wieder gekommen. Nun ist dieses Mal sein Verhalten anders.
    Was soll ich tun?
    Was will er von mir?Freigeben?
    Ich habe ihm gesagt , das er frei ist.Es war seine Entscheidung.
    Wie soll ich mich verhalten?
    Liebe grüße

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Oktober 2018

      Hey Anna,

      danke für die Schilderung deiner persönlichen Situation =)

      Was ist dein Ziel?

      Wenn du mich fragst, was du tun sollst, damit du ihn zurückgewinnen kannst, muss ich dir leider sagen: Nichts.

      Das geht nicht. Und alles, was du tun würdest, würde ihn wahrscheinlich noch mehr von dir wegtreiben (siehe Artikel oben).

      Wenn du aber wissen willst, was du tun kannst, damit es dir wieder besser geht und du mit der ganzen Sache besser klar kommst, dann sage ich: Loslassen.

      Aber nicht mit irgendeinem Hintergedanken, ihn doch damit irgendwie für dich zu gewinnen. Nein, einfach nur für dich. Lass ihn los, lass ihn gehen, hake ihn ab. Versuche einen Weg zu finden, wie du selbst wieder ohne ihn glücklich werden kannst. Das ist das wichtigste. Die Basis, denn darauf baut auch jede andere Beziehung auf, die du noch in deinem Leben haben wirst =)

      LG Norman

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  123. Heiko

    30. Oktober 2018

    Hallo Norman,
    Du bringst es sehr verständlich auf den Punkt. Vielen Dank. Hast mir bei meinen Gedanken sehr geholfen.

    Vgr.Heiko

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      6. November 2018

      Hey Heiko,

      danke für dein Feedback =)

      Freut mich sehr, dass dir der Beitrag hilft! Und es motiviert mich =) Danke dafür!

      LG Norman

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  124. Marie

    16. November 2018

    Hallo Norman,

    Ich bin durch Zufall auf deinen Artikel gestoßen und habe auch interessiert viele Kommentare hier durchgelesen.

    Mein Text ist etwas lang. Sorry dafür.

    Dieses Halbjahr war für mich nicht leicht, da ich 2x vom selben Mann verlassen wurde. Die erste Trennung war das Resultat aus den negativen Kleinigkeiten, die er an mir nur noch sah – die Positiven, die mich ausmachten, hatten keine Wichtung mehr. Dieses Verhalten kenne ich aus meiner Vergangenheit.
    Kurz danach hatte er eine Neue, die ihn nach 4 Wochen wieder verließ.
    Weitere Wochen vergingen – ohne Kampf meiner seits und 9 Wochen nach der Trennung kam wieder der Kontakt zustande, waren relativ schnell wieder zusammen (ich hielt mich zurück mit Gefühlen und Gedanken, um ihn nicht zu ersticken), alles ging von ihm aus, doch hielt seine Euphorie nur eine Woche und nach weiteren 1,5 Wochen war die Beziehung wieder beendet.
    Auch jetzt kämpfe ich nicht, da er – wie erwartet – wieder schnell eine Neue gefunden hat und ich mich nicht zum „Obst“ machen möchte. Es bringt nichts der Liebe und Aufmerksamkeit hinterherzurennen, wenn der Gegenüber sie nicht freiwillig schenkt. Das ist mir bewusst und da handel ich schon weitaus anders, wie ich es die letzten Jahre tat.
    Ich finde nur keinen Anfang ihn loszulassen. Der Kommentar, man sei egoistisch, wenn man kämpft, fand ich erschreckend. Gut, das tat ich ja nicht, auch wenn er (nicht zu mir) äußerte „kämpfen tut sie ja auch nicht“ (also er wollte es auf der einen Seite, obwohl er weiß, dass es zwecklos gewesen wäre).
    Aber das es auch egoistisch ist, wenn man den anderen Menschen gern zurück hätte, schockiert mich. Ich bin kein Mensch, der sich selber glücklich machen möchte, sondern glücklich gemacht werden möchte. Klingt doof aber anders kann ich es nicht ausdrücken. Ich meine es nicht in Form von Geschenken/Materiellem, sondern Zweisamkeit etc.
    Ich hab ihm immer volles Vertrauen geschenkt, ihm alle seine Freiheiten gelassen und habe den Eindruck, dass letzteres unsere Beziehung wieder getötet hat, denn Liebe wächst mit gemeinsamen Aktivitäten, doch hatte er schlichtweg nur höchstens 1-2 Tage in der Woche Zeit für mich und da reden wir nicht mal von Unternehmungen.
    Ich hab ihn wieder gehen lassen, denn was soll ich auch tun. Ich kann nichts tun, nur hoffen, dass es am Ende so kommt, wie ich mir das wünsche. Ist das auch egoistisch?
    Ich liebe ihn so, wie er ist. Ich möchte ihn nicht ändern. Ich möchte nur, dass er wieder lernt zu lieben und sich fallen lassen zu können. Durch eine gescheiterte Beziehung vor vielen Jahren, hat er es anscheinend verlernt.
    Ich fühle mich ratlos, machtlos u kraftlos. Vor allem die Frage nach dem „Was sollte dieser Zweite Anlauf von ihm?“.
    Ich hoffe du kannst mir Licht ins Dunkle bringen.
    LG

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    • Ernst Liebhart

      19. November 2018

      Hallo, Ihr lieben Vernünftigen –

      findet Ihr nicht selber, daß Ihr in einer sehr bescheidenen Werkstatt zugange seid? Mit spärlichem Werkzeug? Ganz wenigen Begriffen?

      „Nicht kämpfen“. „Egoismus“. „Loslassen“. „Intention“. Das ist’s schon so ziemlich.

      Und es folgen immer dieselben – sehr einfachen, total vernünfigen – Ratschläge. Dazu kann man noch ein E-Book kriegen mit „über 9088 begeisterten Lesern“. Alles von Norman Brenner.

      Glauibt Ihr wirklich, daß Leben sooo einfach ist? Habt Ihr nicht mal in Eueren Leben erfahren, daß Verbindungen zwischen Menschen viel geheimnisvoller, auch vielfältiger und (schrecklich, nicht?) unvernünftiger, ja: vernunftwidriger sind? So daß man ihnen Unrecht täte, würde man sie auf das reduzieren, was in Euer schlichtes Raster paßt?

      Oder habt Ihr mal die Krimis in der Glotze abgeschaltet und ein klein wenig Weltliteratur gelesen, gehört, gesehen? Sophokles. Das Hohe Lied der Liebe. Dostojewski. Shakespeare. Dante. Calderon. Claudel. Goethe. Hebbel. Thomas Mann. Jaspers (ja!). Hofmannsthal. Ingeborg Bachmann. Hilde Domin. Peter Handke. Tristan und Isolde. Und viele andere. Dort wird vielfach das Undenkbare ausgesprochen, das Unmögliche gestaltet. Ganz ohne Rezepte, vor allem ohne „vernünftige“.

      (Rosamunde Pilcher und Karl May gehören eher nicht dazu.)

      Man kann einen Sinn dafür bekommen, daß der Sinn des Lebens gar nicht darin besteht, endlich einen passenden Partner zu kriegen oder einen solchen zurückzukriegen. Das kann’s doch nicht sein. (Vernünftelei dient leider auch der spießbürgerlichen Verblödung.)

      Was Euch hier fehlt (oder Euch von den hier herrschenden „Weisen“ abtrainiert wird): Staunen über die Wunder der Wirklichkeit. Und Demut, die daraus folgen könnte.

      Ich wünsche Euch allen von Herzen Beides.

      Ein Satz, der das Gemeinte zeigt:

      „Hab mir’s gelobt, ihn liebzuhaben
      auf die richtíge Weise, so daß ich
      selbst sein‘ Lieb zu einer anderen
      auch noch lieb hab . . .“

      Oder:

      „Die Kraft, mit der ein Mensch
      einen anderen festhält,
      die hat ihm wohl Gott gegeben.“

      Gruß
      Ernst

      PS: Ca. 10 Sekunden nach Absenden des vorstehenden Beitrags wird mir (von Norman?) mitgeteilt, meine Aktivität habe ihm den Tag versüßt. Gehe ich fehl in der Annahme, daß dies bloßes Gerede ist? Denn so schnell kann wohl niemand lesen, bei aller Vernunft.

      Ich denke, es geht um Wahrheit und Wahrhaftigkeit.

      Himbeer-Marmelade ist weder gesund noch sinnvoll.

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        26. November 2018

        Hey Ernst,

        ich danke dir auch hier für deine kritische Stimme =)

        Weißt du was ein erfahrener Handwerker alles mit einem einzigen simplen Werkzeug anstellen kann? Es geht weniger um die Anzahl der Werkzeuge, die man hat, sondern wie man sie nutzen kann. Du könntest eine vollausgestattete Profiwerkstatt haben und trotzdem nicht in der Lage sein, die Reifen an deinem Auto zu wechseln. Beherrsche zuerst den Schraubenzieher richtig, bevor du zum Akkuschrauber gehst ;-)

        Aber abgesehen davon ist das, was du hier als spärlich ansiehst in Wahrheit das absolute Gegenteil. Alleine das Thema Loslassen ist so tief, dass eine Lebzeit nicht dafür ausreichen würde, es völlig zu ergründen. Oder Egoismus und „Nicht kämpfen“… klar, wenn man es oberflächlich betrachtet, klingt das nicht nach viel, aber steig da mal tiefer ein: Was ist dein Ego? Ist es egoistisch, nicht zu kämpfen, wenn man dadurch bezweckt, den Partner zurückzugewinnen? Oder ist das dann doch kämpfen? Ist es egoistisch, wenn ich mir vornehme, weniger egoistisch zu sein, weil ich mich damit am Ende ja auch nur aufwerten will? Bist du egoistisch, wenn du einen negativ überladenen Kommentar schreibst, unter dem Vorwand, andere warnen zu wollen, dabei aber nur deine eigenen Ansichten untermauerst und dein Ego zur Schau stellst? Du siehst, es ergibt sich ein weites Feld, wenn man die Dinge näher betrachtet.

        Zur Verwendung des Wortes „vernünftig“ würde ich mich freuen, wenn du zunächst die Über-Seite konsultierst, anstatt das Wort hier in all seinen nicht gemeinten Variationen um dich zu werfen:

        https://www.vernuenftig-leben.de/ueber-vernuenftig-leben/

        Generell kommt es mir so vor, als hättest du „den Finger ziemlich schnell am Abzug“, anstatt dich zunächst einmal richtig mit der Materie zu befassen, die du kritisierst. Und leider auch wenig konstruktiv. Ja, ich weiß jetzt, dass du viele berühmte Dichter und Autoren kennst und sehr belesen bist, aber wie hilft uns das, das Angebot hier zu verbessern oder zu erweitern? Und wie kann es den anderen Lesern helfen?

        Generell habe ich beim Lesen deiner Kommentare das Gefühl, dass du Aufmerksamkeit suchst. Gehört werden willst. Das gebe ich dir gerne und vielleicht kann ich dir damit sogar etwas den Wind aus den Segeln nehmen und verhindern, dass du Bloggern mit weniger Verständnis die Lust an ihrer Arbeit nimmst.

        Was mir bei meiner Arbeit hier bisher oft aufgefallen ist, ist das solche Menschen, die so aggressiv ihre Meinung verteidigen, in Wahrheit am unsichersten sind und innerlich am meisten zweifeln. Sie fühlen sich bedroht, weil sie vielleicht schon Jahrzehnte mit einer gewissen Überzeugung leben und schon so viel investiert haben um diese aufrecht zu erhalten. Dann ist es sehr beängstigend für das Ego, das diese Ansichten zu einem Bestandteil von sich gemacht hat, wenn das Gebilde plötzlich ins Wanken gerät. Ich kann das verstehen und nehme dir das nicht übel.

        Das Leben ist meiner Meinung nach sehr einfach. Wir machen es uns nur so schwer, eben durch diese verkopfte und egozentrierte Art, die du uns hier leider sehr anschaulich demonstrierst. Schau dir einen Hund beim Spielen an oder sieh das Leben selbst mal wieder etwas spielerischer. Dann erkennst du, wie einfach es ist =)

        Ich wünsche dir, dass du es schaffst, deine Energie für dich selbst in positivere Bahnen zu lenken, denn was bewirkst du mit solch provokanten Kommentaren? Nichts als weitere Negativität. Aber vielleicht ist ja genau das, was du willst. Warum veröffentliche ich deinen Kommentar dennoch und antworte dir sogar so ausführlich? Weil ich mir vorgenommen habe, jedem hier etwas hilfreiches zu antworten. Was du daraus machst, liegt nun bei dir =)

        Liebe Grüße und hab trotz oder gerade wegen allem eine schöne Rest-Woche =)

        Norman

        P.S.: Nach dem Kommentieren wirst du automatisch auf eine „Danke“-Seite weitergeleitet, die dich darüber informiert, dass meine Antwort etwas auf sich warten lassen kann, weil ich mir dafür gerne angemessen Zeit nehme und auf der ich mich bereits für die Bereicherung durch deine Gedanken zum Beitrag bedanke. Das gilt uneingeschränkt, selbst für Kommentare wie deine, da jeder Austausch wertvoll ist =)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      20. November 2018

      Hey Marie,

      danke für deinen persönlichen Beitrag und dein Interesse am Thema =)

      „Es bringt nichts der Liebe und Aufmerksamkeit hinterherzurennen, wenn der Gegenüber sie nicht freiwillig schenkt.“, besser hätte ich es nicht ausdrücken können =) Schön, dass du das für dich erkannt und bereits umgesetzt hast!

      Für mich klingt es sehr danach, als habe dein Ex das starke Bedürfnis, sein Glück von seiner Partnerin abhängig zu machen. Deshalb sieht er wahrscheinlich verstärkt Nachteile, wenn Teile seines Glücksbedürfnisses von dir unerfüllt bleiben oder sucht schnell nach einer alternativen Partnerin, von der er sich diese Erfüllung verspricht und zwangsläufig wieder nicht gänzlich erfüllt wird. Denn diese Rechnung kann niemals aufgehen. Solange man sein eigenes Glück vom Partner abhängig macht, ist man genau das: abhängig.

      Und das wäre auch mein Rat an dich, denn wie du selbst sagst, verfährst du ja im Grunde ähnlich, auch wenn es weniger offensichtlich ist: Du willst von einem anderen glücklich gemacht werden. Das ist der Schlüssel zum Unglück. Es ist, wie wenn du den Schlüssel für dein Haus oder deine Wohnung einem anderen in die Han dgibst und nun immer erst um Einlass bitten musst, wenn du Schutz oder Zuflucht suchst. Du machst dich abhängig.

      Natürlich ist es schön, wenn man Liebe und Zuneigung durch andere erfährt. Das sollte meiner Meinung nach aber immer ein Bonus sein, der zu deiner eigentlichen Glücks-Basis, die du dir selbst bereitest, obendrauf kommt. Dann ist man nicht abhängig davon. Und dann wirkt man auch meistens ganz anders auf andere und zieht das zusätzliche Glück durch den anderen meist noch geradezu an.

      Aber solange du dein Glück in einem Partner suchst, wirst du vermutlich auch solche Partner anziehen, die genau dasselbe suchen. Und wenn in einer Beziehung jeder nur durch den anderen glücklich gemacht werden will, entsteht eine nicht endenwollende Spirale der Abhängigkeit.

      Am Ende ist alles egoistisch, denn alles, was man will oder tut, hat am Ende ja immer den Zweck, einem selbst zu dienen. Allerdings gibt es einen gesunden Egoismus, im Sinne von auf sich selbst schauen und sich ein eigenes Fundament des Glückes schaffen, worauf man wiederum auch erst wahrhaft selbstlos handeln kann und dem ungesunden Egoismus, wie er auch oben beschrieben wird, wo man versucht über Umwege sich glücklich machen zu lassen.

      Solange du dir als wünschst, dass endlich einer kommt und dich glücklich macht, ist das sehr (ungesund) egoistisch. Wenn du selbst für dein Glück sorgst und diesen Wunsch zusätzlich hegst, als Bonus, dann ist das sehr (gesund) egoistisch =)

      Was er genau mit dem zweiten Anlauf bezwecken wollte kann ich dir natürlich auch nicht sagen. Aber wenn wir davon ausgehen, dass er auch sehr darauf fixiert ist, sein Glück in anderen zu suchen, hat er es vielleicht wieder ausprobieren wollen, ob du ihn nicht doch ein wenig mehr glücklich machen kannst, als die andere. Aber das ist reine Spekulation.

      Ich hoffe, mein Gedankengang dazu hilft dir etwas.

      Liebe Grüße

      Norman

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  125. Sabine

    23. November 2018

    Hallo lieber Norman,

    herzlichen Dank für deinen tollen Artikel. Er bestätigt mich darin, dass ich meine wahre Liebe gefunden habe, denn in meinem Leben gibt es einen Menschen den ich von ganzem Herzen liebe, der aber nicht mein Partner ist. Als wir uns gefunden haben, war es direkt eine unbändige Anziehung zwischen uns beiden. Über ein halbes Jahr haben wir sehr viel geschrieben, uns oft getroffen und all unsere Sorgen ausgetauscht. Jedoch haben wir uns beide nie Gefühle eingestanden. Ich, weil ich frisch verheiratet war und er, weil er laut eigener Aussage zu jung war (er ist 5 Jahre jünger als ich) und mit dem Thema Gefühle noch nicht so offen umgehen konnte. Naja, am Ende sind wir dann irgendwann im Bett gelandet, es war einfach toll. Nach Zeiten von Vertrautheit und Nähe hat er sich immer wieder komplett zurückgezogen, wollte den Kontakt abbrechen, kam dann aber jedes Mal doch wieder an und alles begann von vorne. Mit jedem Rückzug ist aber auch ein Teil des freundschaftlichen Verhältnisses gegangen. Wir haben uns immer weniger ausgetauscht, irgendwann meinte er wir sollten nicht mehr so viel sprechen. Am Ende war es mehr oder weniger auf das körperliche reduziert, wobei wir uns sehr regelmäßig und intensiv über unsere sexuellen Wünsche und Phantasien ausgetauscht haben. Das ganze läuft jetzt seit gut 9 Jahren. Er hatte zwei neue Beziehungen in der Zeit und hat sich aktuell wieder getrennt, aber direkt eine neue „am Start“. Ich war anfangs die einzige, die von der Trennung wusste und er hat mir unendlich viele Nachrichten geschrieben in der es über die neue und sein Leben an sich ging. In all dem Wirrwarr haben dann auch wir uns mal „ausgesprochen“. Ich habe ihm gestanden, dass ich ihn vom ersten Tag an liebte und er hat eingeräumt, dass da ebenfalls Gefühle waren, er sie aber eingegraben, vergraben, weggedrückt hat. Er ist meine wahre Liebe, denn über all die Jahre, über all seine Beziehungen hinweg und auch jetzt wo er zu habe wäre und ich kämpfen könnte, habe ich das nicht getan. Ich habe vll immer mal versucht im Schreiben mehr von ihm herauszukitzeln, aber ich habe es nie zu 100% darauf angelegt. Mein Herz sagt mir, dass ich glücklich bin, wenn er es ist. Ich würde alles für ihn geben um ihn frei und glücklich zu sehen. Halte aber andererseits an der Bettgeschichte fest, so wie er ja auch, was eigentlich falsch ist. Innerlich habe ich wohl doch die Hoffnung, dass sich alles noch so wendet, wie ich es mir erträume. Aber wird das jemals möglich sein? Können vergrabene Gefühle jemals wieder aufleben? Oder gab es die vielleicht gar nicht? Wie schaffe ich es, ihn ein und für allemal loszulassen. Denn so wie es aktuell ist, ist es doch für alle keine positive Situstion.
    Viele liebe Grüße,
    Sabine

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      26. November 2018

      Hey Sabine,

      danke für deinen persönlichen Bericht =)

      Ich halte generell wenig davon zu sagen so oder so sollte Liebe aussehen. Es kann durchaus sein, dass so eine Konstellation befriedigend für alle sein kann, aber in deinem Fall und wenn du das selbst schon sagst, vermute ich das hier eher nicht. Gerade auch mit Rücksicht auf deinen Mann. Weiß er denn darüber Bescheid?

      Loslassen geschieht immer auf die gleiche Weise: innerlich. Es ist nicht zwangsweise erforderlich, keinen Kontakt mehr zu haben, aber für die meisten Menschen sehr hilfreich.

      Wirkliches Loslassen bedeutet, dass du den Fokus änderst. Solange du ihn in deinem Fokus hast, hältst du ihn fest. Und selbst Gedanken wie „ich will ich loslassen“ oder „ich will nicht mehr an ihn denken“ sind solches Festhalten, weil du deine Aufmerksamkeit immer noch auf ihn richtest. Du musst sie auf etwas anderes lenken. Im besten Falle auf dich selbst, wie oben beschrieben.

      Es kann sogar sein, dass dir das gelingt, während du eine sexuelle Beziehung aufrecht erhältst, aber wie gesagt ist sowas für die meisten eher schwer und nicht zu empfehlen.

      Liebe Grüße

      Norman

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  126. Petra

    25. November 2018

    Ein ganz toller Artikel!

    Ich habe derzeit auch dieses Problem… Ich liebe seit einigen Monaten einen Mann, der das gleiche für mich empfindet. Allerdings hat er Familie und er bringt es nicht übers Herz, seine kleinen Kinder zu verlassen, bzw er weiß nicht wie er überleben soll ohne sie täglich um sich zu haben.
    Unsere Liebe ist aufgeflogen und er hat sich gegen mich entschieden… Nach 10 Wochen kam der Kontakt wieder zu stande, inniger als zuvor aber mit der gleichen Verzweiflung… Auch dann hat er versucht ohne mich weiter zu leben… Und nach weiteren 12 Wochen fanden wir wieder zueinander… Ihn frisst das schlechte Gewissen fast auf aber irgend etwas ist es ja, das ihn zu mir zieht… Nun haben sich unsere Wege wieder getrennt und es zerreißt mich fast vor Sehnsucht dass er wieder zu seiner Frau und den Kindern zurück ist… Ich habe ihm vor einigen Tagen eine (letzte?!) email geschrieben… Mit fast dem Inhalt dieses Artikels… Dass er mir so viel bedeutet, dass ich ihn gehen lasse, denn ich will wirklich nur eins; Und das ist, dass er glücklich ist!
    Auch wenn er das nur ohne mich sein kann :(
    Ich glaube nämlich tatsächlich, dass selbst wenn er mich als Frau mehr liebt als seine Ehefrau, sind die Kinder wichtiger… Und das verstehe ich auch. Egal wie weh es gerade tut. Das Doofe ist, dass ich nicht recht abschließen kann, da immer wieder länger kein Kontakt herrschte und wir uns dann doch wieder glücklich (kurzzeitig) in den Armen lagen… Ich weiß, ich müsste da wohl auch konsequenter sein… Aber ich gebe es zu- Natürlich genieß ich alles von ihm und möchte ihn nicht verlieren.
    Ich weiß dass es eigentlich derzeit auswegslos ist, aber vielleicht hat ja jemand ein paar aufbauende Worte zu meiner Situation…

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      26. November 2018

      Hey Petra,

      danke für deinen persönlichen Beitrag =)

      Ich finde es erst mal ganz wundervoll, dass du diese Einstellung für dich selbst bereits eingenommen und auch danach gehandelt hast. Großen Respekt, denn oft sind Theorie und Praxis ja auch nochmal zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe.

      Ja, du hast es erkannt. Wie ich Sabine eben schon geantwortet habe, ist es zwar theoretisch möglich, jemanden loszulassen, selbst wenn man noch eine körperliche Affäre mit ihm hat, aber für die meisten Menschen macht es das eher schwieriger, da du den Fokus nicht wirklich von ihm wegbekommst. Und das ist unbedingt notwendig. Also ja, da solltest du dann auch konsequenter sein. Euch beiden zuliebe, denn auch das ist ja dann im Endeffekt eine Auswirkung deiner Liebe zu ihm, indem du ihm und dem Glück mit seinen Kindern nicht im Wege stehen willst. Natürlich kannst du ihm das auch so offen kommunizieren und musst nicht still und heimlich den Märtyrer spielen. Das ist sogar kontraproduktiv, weil man ja dann oft hofft, dass der andere es mitkriegt und einen deswegen doch noch auswählt… man hält also weiter fest. Du merkst, es ist schon in der Theorie recht komplex und im wahren Leben noch komplexer.

      Liebe Grüße

      Normann

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  127. Stefanie

    25. November 2018

    Hallo Norman,

    ich bin gerade so dankbar für deinen Text „Um die Liebe kämpfen lohnt sich nicht“! Irgendwie hat der meine Sicht soeben von einer Sekunde auf die andere geändert.

    Kurze Vorgeschichte:

    Mein Freund und ich waren 2 1/2 Jahre zusammen. Passen grundsätzlich perfekt zusammen. Meine Verlustängste, Eifersucht haben uns leider wieder mal zu einem Aus geführt. Wir sind jetzt ca. 4 Wochen getrennt. Er sagt zwar er liebt mich so sehr und wollte nichts mehr wie eine Zukunft mit mir, aber er kann jetzt nicht mehr. Wir fühlen uns beide wie Seelenverwandte, unsere Liebe fühlt sich so echt an. Er schreibt mir auch jetzt noch das er mich liebt, aber das wars dann auch mit dem Kontakt.
    Es hat jetzt schon 2x ein Beziehungsaus gegeben.

    Mehr und mehr komm ich jetzt darauf das es nur ich war, die diese Beziehung mit dem eig. perfekten Mann zerstört hat.
    Ich befasse mich jetzt seit ein paar Wochen mit Energetik und mit dem Ursprung meiner „Probleme, Ängste“ weil ich einfach keinen Ausweg mehr wusste und ich meine Zukunft nicht mehr von meinen „dummen Gedanken“ kaputt machen lassen möchte.

    Ich habe eigentlich gedacht das ich meinen Freund wirklich von ganzen Herzen liebe, und er mich auch. Wir genießen es Zeit miteinander zu verbringen, dass Wochenende verbringen wir lieber miteinander als getrennt weg zu gehen. Wenn wir uns den ganzen Tag nicht sehen vermissen wir uns und können den Abend gemeinsam nicht erwarten.

    Aber bei dem Absatz „Um die Liebe kämpfen ist egoistisch“ ist mir wieder ein Licht aufgegangen. Ich kann jeder dieser Fragen mit Ja beantworten.

    Beispiel: Ich dacht mir jetzt nach der Trennung, ich lasse ihn einfach in Ruhe, sag ihm zwar das ich ihn liebe aber gib ihm die Zeit. Dann seh ich ein Foto online von Ihm wo er unterwegs ist mit Freuden, UND ich werde komplett eifersüchtig. „Warum hat er ohne mich Spaß“ „Ich heule ihm nach, er ist unterwegs“ Er trifft sich bestimmt mit anderen Frauen“ etc. JA und immer wieder passiert mir sowas. Ich weiss zwar es ist falsch so zu denken, aber meine Gefühle gehen dann einfach mit mir durch.

    Das war leider auch immer wieder in unserer Beziehung der Fall.
    Immer wenn er mal was mit Freunden gemacht hat, und er war länger unterwegs wie er gesagt hat oder er hat auf Nachrichten nicht geantwortet in der Nacht.
    Wurde ich komplett von meinen Gefühlen überrollt, hab ihm gemeine Sachen vorgeworfen wenn er heim gekommen ist. Sagte ich möchte nicht so einen Freund der mich ignoriert oder dem ich so scheiß egal bin.
    Oder auch bei Kleinigkeiten wurde ich mega eifersüchtig: Nacktfotos von Frauen, Pornos geht für mich garnicht, k.a. wenn er sagen würde das er eine andere Frau sexy findet.

    Ich weiss nicht was mit mir falsch ist, dass ich das nicht hinbekomme. Ich möchte das mich so Dinge nicht mehr stören. Das ich es einfach akzeptiere und mich nicht ärgere :(

    Aber das eigentlich was ich sagen wollte :D

    Ich geb ihm jetzt die Zeit und lasse Ihn los. Ich möchte jetzt an mir arbeiten, dass ich diese Verlustängste, Angst vor dem alleine sein, Eifersucht etc., in den Griff bekomme.
    Nur so kann eine Beziehung funktionieren. Auch wenn ich natürlich hoffe, dass wir dennoch wieder zusammen kommen.
    Und er sich, wenn er bereit ist, wieder bei mir meldet :(

    (sorry für den langen Text, es hilft so sehr darüber zu schreiben)

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      26. November 2018

      Hey Stefanie,

      danke für diesen bereichernden persönlichen Bericht =)

      Freut mich, dass dir der Text und auch das Schreiben geholfen haben!

      Ich finde es erst einmal klasse, dass du von dir aus auf all diese Sachen aufmerksam geworden bist und diese Sichtweise sogar schon einnehmen kannst. Diese eifersüchtigen Reaktionen etc. sind ja meist über viele Jahre angewöhnt und verschwinden natürlich nicht von jetzt auf gleich. Es hilft aber auf Dauer, sich mit sich und seiner Einstellung zur Liebe bewusst zu beschäftigen. Das tust du ja bereits, also mach so weiter =)

      Was natürlich auch sehr hilft, ist dich um deinen Selbstwert zu kümmern. Eifersucht usw. sind in der Regel immer Ausdruck davon, dass wir uns selbst nicht gut genug fühlen. Du hast Angst, dass er etwas mit einer anderen Frau unternehmen könnte, die besser ist als du. Dadurch strahlst du natürlich auch die Unsicherheit aus und wirkst nochmal unattraktiver (Männer ergreifen bei solchem Verhalten eher die Flucht, als dass du sie damit näher zu dir heranholst). Wenn du mit dir selbst zufrieden bist und weißt, was du zu bieten hast und was deinem Freund ohne dich entgehen würde, dann werden auch automatisch all diese Dinge weniger bedrohlich. Es kann sogar sein, dass du dann irgendwann auch gar keine Probleme mehr mit Nacktbildern oder Pornos hast, weil du weißt, dass all diese Dinge keine Gefahr für dich sind.

      Das würde ich dir also in jedem Falle sehr empfehlen. Nicht nur, um diese Beziehung zu verbessern, sondern generell. Jede Beziehung, die wir führen, baut immer nur auf unserer persönlichen Basis auf. Wenn die nicht stimmt, ist auch die Beziehung nie im Gleichgewicht. Und natürlich auch dir selbst zuliebe, denn auch deine Lebensqualität im Alleinsein wird sich maßgeblich dadurch verbessern und natürlich wirst du dein Selbstwertgefühl auch wieder ausstrahlen und attraktiver wirken etc. Es ist eine positive Spirale, die dadurch entstehen kann.

      Liebe Grüße

      Norman

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  128. sabine

    28. November 2018

    Hallo Norman, deine Artikel sind sehr wertvoll! ich respektere wenn der Partner geht. Mir fällt es aber sehr schwer loszulassen, wenn das Ende sehr wűrdelos gewählt wurde. genau hier denkt man jetzt, bravo lass den Idioten gehen. Viele Jahre waren Enttäuschung und ich konnte nicht verzeihen. Ich wollte nicht verzeihen. Bis heute kann ich es nicht gut heißen abee ich hab innerlich losgelassen. Ich finde der andere macht es sich oft einfach und der andere leidet. Für mich wäre es besser gewesen schnell loszulassen. Bis jetzt bin ich noch nicht darauf gekommen warum ich dann lieber leide.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      4. Dezember 2018

      Hey Sabine,

      danke für das positive Feedback =)

      Ich kann nachvollziehen, was du beschreibst. Es ist eine Eigenschaft unseres Egos, manchmal das Leid regelrecht zu suchen. Eckhart Tolle nennt das glaube ich den „Schmerzkörper“. Das ist der Teil unseres Egos, der das Drama braucht. Es gibt uns Bestätigung, wenn wir leiden. Wir können jemandem die Schuld geben, vll. bemitleiden uns auch noch andere und wir können in der bequemen Opferrolle bleiben. Verantwortung zu übernehmen ist oft unbequem.

      Du schreibst ja selbst „ich wollte nicht verzeihen“. Am Ende fügst du dir damit aber natürlich nur selbst mehr leid zu, weil der andere das gar nicht mitkriegt. Ich glaube Buddha sagte einmal „Nachtragend zu sein ist wie Gift trinken und erwarten, dass der andere davon stirbt“.

      Natürlich gibt es weniger schöne Wege, eine Beziehung zu8 beenden, aber wir müssen akzeptieren, dass wir niemals kontrollieren können, was andere tun. Das einzige, was immer in unserer Macht steht, ist innere Wege zu finden mit all dem umzugehen und loszulassen.

      Liebe Grüße

      Norman

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  129. Tami

    9. Dezember 2018

    Hallo Norman,

    ich bin, wie so viele, eher zufällig über deinen Blog gestoplert. Ich befinde mich derzeit in einer (für mich persönlich) großen Krise. Ich bin seit knapp 2 Jahren in einer Beziehung. Ich wollte eigentlich keine Beziehung eingehen, da ich mich eben erst von meinem Ex-Mann getrennt hatte. Die Scheidung war noch nicht vollzogen etc. Trotzdem habe ich mich in meinen jetzigen Partner verliebt und wir sind recht schnell zusammen gezogen. Die Beziehung litt dann aber fast von Beginn an unter der noch aufenden Scheidung von meinem Ex-Mann und dem damit einhergehenden Rechtsstreit etc. Ich habe meinen Heimatort und später auch meinen Arbeitsplatz verlassen, um zu meinem jetzigen Partner zu ziehen. Für mich waren das größere Opfer, da ich seh an meiner Heimat und dem Anschluss an meine Familie hänge. Aber ich war bereit, diese Opfer für eine neue Liebe zu bringen. Jedenfalls gab es öfter mal Streitereien mit meinem jetzigen Partner wegen unterschiedlicher Aspekte. Mal ging es um andere Leute, mit denen ich mich nicht treffen sollte, mal darum, dass es ihm nicht so recht war, wenn ich etwas alleine unternehmen wollte. Ich habe das alles akzeptiert und seinen Forderungen nachgegeben, habe aber dann auch bemerkt, dass es mich doch stört. Nicht weil ich diesen anderen Personen so einen hohen Stellenwert gegeben habe, sondern einfach aufgrund der Tatsache, dass es „Verbote“ seitens meines Partners waren. Er hat die Beziehung auch zwei mal beendet und wollte, dass ich ausziehe (die Wohnung gehört ihm). Das ist bei mir ein wunder Punkt. Ich habe noch einen Hund und es ist fast unmöglich, kurzfristig eine Wohnung zu finden. Da ich meine Heimat verlassen habe, konnte ich auch nicht vorübergehend bei meiner Familie unterkommen. Ich habe gekämpft, bzw. bzw ich habe ihn eher angefleht uns noch eine Chance zu geben. Die Beziehung lief dann weiter. Vor 2
    Wochen fand mein Partner heraus, dass ich mich hinter seinem mit einem anderen Mann auf eine Tasse Kaffee getroffen hatte. Das hat sein Vertrauen in mich zerstört. Er beendete die Beziehung erneut und ich suchte wieder eine Wohnung und wie durch ein Wunder fand ich auch eine. ich hatte mit geschworen, dieses mal nicht zu kämpfen und zu betteln. Nun ist es aber so, dass mein Partner nun doch keine Trennung will. Er wäre bereit mir zu verzeihen und der Beziehung noch eine „echte“ Chance zu geben, wenn ich bei ihm Wohnen bleibe. Ich habe versucht ihm zu erklären, dass ich definitv nopch sehr starke Gefühle für ihn habe, mir aber aufgrund der Geschehnisse in der Vergangenheit der Beziehung etwas Zeit und Abstand brauche. ich möchte die Beziehung nicht beenden, dachte aber dass uns beiden etwas Abstand gut tun würde. Damit sich jeder mal auf sich besinnen kann und darauf, was er vom Leben möchte. Mir drängte sich mitunter der Gedanke auf, dass er nur möchte, dass ich bei ihm bleibe weil seine finanzielle Situation momentan etwas abgespannt ist. Ich möchte ihm nichts unterstellen und ihn nicht in Schwierigekeiten bringen. Wenn ich die Wohnung verlasse und ausziehe, dann möchte er keinen Kontakt mehr mit mir und wird die Gefühle, die er für mich hat unterdrücken. Wenn ich an der räumlichen Trennung festhalte geht er davon aus, dass mir nicht an der Beziehung liegt.

    Aber das kann doch auch nicht richtig sein? Ich habe auch deinen Eintrag über das Loslassen gelesen. Das ist etwas, womit ich mir sehr sehr schwer tue. Ich kann mich auch nicht auf mein Bauchgefühl verlassen, das ist zwiegespalten. Ich möchte ihn nicht verlieren aber andereseits denke ich mir, wenn er mich tatsächlich liebt, dann kann die Beziehung doch auch in (vorübergehend) getrennten Wohnungen aufrechterhalten werden. Wenn jeder für sich merkt, dass er auch alleine zurecht kommt, dann ist die Beziehung keine Notwendigkeit sondern eine Wahl. Oder nicht? Wie siehst du das?

    LG

    Tami

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. Dezember 2018

      Hey Tami,

      danke für deine offene Schilderung =)

      Ich sehe das genauso wie du: Eine Beziehung sollte auf zwei stabilen Fundamenten ruhen, die sich jeweils selbst tragen können. Wenn sie nur (be)stehen bleibt, weil man zwei Balken aneinanderlehnt, ist das eine sehr wacklige Angelegenheit.

      Für mich klingt es danach, als habe dein Partner neben der ggf. angespannten finanziellen Situation noch weitere Gründe, dich in der Wohnung haben zu wollen. Vor allem deine Abhängigkeit. Durch diese Abhängigkeit hatte er eine Art Macht über dich. Ob bewusst oder unbewusst sei nun einmal dahingestellt. Aber nun erkennt er, dass er diese auch verliert und dich dann auch nicht mehr mit solchen Äußerungen wie „zieh aus“ unter Druck setzen kann. Schon alleine deshalb würde ich dir unbedingt raten, gerade nicht auf die eigene Wohnung zu verzichten. Ich vermute auch, dass das gar nicht sooo ernst von ihm gemeint war, wenn er direkt revidierte, als du wirklich eine Wohnung fandest.

      Es ist wie du sagst: Eine wirkliche Liebe hält sowas nicht nur aus, sondern profitiert und wächst sogar noch dadurch, weil jeder erst mal lernt für sich selbst zu sorgen und die gemeinsame Partnerschaft dann am Ende auch stabiler ruht.

      Diese „Ganz oder garnicht“-Mentalität ist eher im Kindergarten zuhause. Natürlich kannst du versuchen ihm zu erklären, dass du es auch für euch am besten findest, diesen Schritt zu tun. Wenn er aber auf seiner Einstellung beharrt, dann sei lieber froh, dass du nicht länger auf ihn angewiesen bist und verschwende nicht unnötige Energie damit, ihn überzeugen zu wollen. Das geht nämlich nicht.

      Wenn er die Gefühle unterdrücken will, wird er sich damit selbst nichts gutes tun, aber das geht dann mit ihm heim.

      Ich glaube nicht, dass dein Bauchgefühl zwiegespalten ist. Ich denke eher, es sind wie so oft Kopf und Bauch, die sich uneinig sind. Dieses „nicht verlieren wollen“ ist in den meisten Fällen eher eine Kopfsache, weil sie durch Angst vor einer Zukunft ohne ihn kommen. Angst und Zukunft sind Gedanken. Der Bauch ist immer im Jetzt. Wie fühlt es sich jetzt an?

      Ich hoffe meine Gedanken dazu helfen dir ein wenig.

      LG Norman

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