Schlechte Nachrichten …

Mit schlechten Nachrichten umgehen: Der Perspektivwechsel, der alles leichter macht

„Ich habe schlechte Nachrichten …“

So begann der KFZ Meister das Gespräch, als ich mein Auto abholen wollte.

In dem Moment wusste ich bereits, dass es teuer wird.

„Öl im Kabelbaum“ … „komplett austauschen“ … „3000 bis 4000 €“

Mehr ist bei mir nicht hängengeblieben, weil ich in Gedanken schon verzweifelt am Grübeln war:

Wie soll ich das bloß bezahlen?

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Schlechte Nachrichten gehören dazu …

Wir alle kriegen von Zeit zu Zeit schlechte Nachrichten:

  • du bekommst einen bösen Brief vom Finanzamt
  • dein Arzt teilt dir mit, dass du eine schlimme Krankheit hast
  • dein Eigenheim hat Bauschäden und die Baufirma ist pleite

Ich weiß, da ist mein Werkstatttermin nichts dagegen … schlimme Dinge gehören leider zum Leben dazu. Warum das so ist, haben wir uns bereits hier angeschaut. Die Frage ist aber:

 

Wie geht man mit solchen Hiobsbotschaften um?

Mir hilft es immer, wenn ich mir direkt ein positives Gegenstück suche. Eine „frohe Botschaft“ sozusagen.

Zum Beispiel, dass mein Auto schon seit 2020 ohne größere Reparatur durchgehalten hat (obwohl es nun schon 11 Jahre alt ist).

Oder dass ich kürzlich eine Steuerrückzahlung von Finanzamt erhalten habe und damit einen Teil der Kosten bezahlen kann. (Ja, die verschicken auch gute Briefe).

 

Warum hilft das?

Das Leben ist nicht immer nur schwarz oder weiß. Es ist schwarz und weiß. Gleichzeitig. Immer …

Soll heißen: Für jede schlechte Nachricht in deinem Leben gibt es auch immer eine Gute.

Das Problem ist nur, dass wir um ein Vielfaches empfänglicher für die schlechten Nachrichten sind, als für die Guten. Ein kleines Beispiel:

 

Welche Nachricht klickst du eher an?

  • Tausende Flugzeuge kommen jeden Tag sicher an ihr Ziel!
  • Flug 742 stürzt über Pazifik ab!

Welcher Titel bleibt dir eher im Gedächtnis?

Natürlich die Zweite … die Schlechte. Deshalb sind die Medien auch so negativ. Weil sich Schreckensmeldungen viel besser verkaufen, als gute Nachrichten.

 

Die Welt ist aber gar nicht so schrecklich!

In Wahrheit wird sie sogar immer besser. Wir merken es nur nicht! Wenn du das nicht glaubst, schaub dir mal das Buch „Factfulness“ von Hand Rosling an.

Und jetzt weißt du auch, warum manche Menschen Angst vorm Fliegen haben, obwohl es statistisch gesehen viel ungefährlicher ist, als Autofahren. Weil sie nur die Schreckensmeldungen von Flugzeugunglücken mitbekommen, aber selbst jeden Tag „sicher“ mit dem Auto von A nach B fahren.

 

Warum fokussieren wir uns so auf das Negative?

Weil es genetisch in uns einprogrammiert ist …

Unsere Vorfahren hatten es nicht so leicht wie wir. Überall lauerten Gefahren. Der Säbelzahntiger im Gebüsch, die Kälte im Winter, der Hunger, wenn die Beute ausblieb.

Je besser man vorbereitet war, desto besser die Überlebenschancen.

Deshalb überlebten diejenigen, die Gefahren früh erkannten und vorsorgten.

 

Nur die sorgenvollen überlebten!

Die unbedarften Höhlenmenschen sind ausgestorben.

Und deshalb haben auch wir heute noch diesen Hang zum Negativen tief in uns. In meinem Buch erfährst du mehr über diese vererbte Negativität und warum sie für einen Großteil deiner heutigen Probleme verantwortlich ist.

Die Welt ist nicht mehr so gefährlich für uns, aber unser Gefahrenradar ist immer noch genauso aktiv wie vor 10.000 Jahren.

„Ok Norman, alles schön und gut. Jetzt weiß ich, warum ich mir Sorgen mache, aber was hilft dagegen?“, fragst du dich jetzt bestimmt.

 

Was hilft?

Wie gesagt, Positivität.

Eben weil wir unseren Fokus immer automatisch so auf das Negative rücken, hilft es ungemein, wenn wir ihn bewusst auf etwas Positives lenken.

Und je enger dieses Positive mit seinem negativen Gegenstück verwandt ist, desto besser.

 

Das, worauf du dich konzentrierst, das wächst!

Das ist das berühmte Gesetz der Anziehung.

Es lässt sich nicht vermeiden, wenn dein Arzt dir eine schlechte Diagnose mitteilt. Aber du kannst dir bewusstmachen, dass du bereits 20, 30 oder sogar 50 Jahre gesund gelebt hast. Das an sich ist schon ein großes Geschenk, das nicht jedem zuteil wird.

Oder du denkst daran, dass deine Kinder gesund sind oder dass du überhaupt das große Glück hast, auf der Welt und am Leben sein zu dürfen! Wie hoch stehen da die Chancen eigentlich? Unter Millionen von Spermien hast du es geschafft und bist jetzt hier und darfst ein Leben leben.

Genauso kannst du im Falle der Bauschäden oder jeder anderen schlechten Nachricht in deinem Leben direkt ein positives Gegenstück finden und die Sache relativieren.

 

Du gewinnst direkt Abstand …

Mir persönlich hilft das immer, einen Schritt zurückzutreten und die Sache ein wenig objektiver zu betrachten.

  • Wenn wir mitten drin sind, im Schützengraben des Lebens, haben wir ja oft Scheuklappen auf und sehen nur noch unser Problem und unser akutes Leid.
  • Wenn wir den Blick aber weiten und auch die positiven Aspekte unserer Situation mit einbeziehen, ist es oft schon direkt etwas weniger tragisch.

 

„Aber das löst doch nicht mein Problem!“

Richtig. Aber wer hat die besseren Chancen, eine Lösung für dein Problem zu finden?

a) die Version von dir, die sich nur auf das Negative fokussiert und panisch von einem Problem zum nächsten hüpft?

b) oder die Version von dir, die sich einen positiven Ausgleich schafft und vielleicht sogar dankbar und gelassen ist?

Ich denke, die Antwort ist klar …

 

Und was ist, wenn es keine Lösung gibt?

Was, wenn es keine Heilmittel gibt und ich nicht mehr lange zu leben habe?

Wer von beiden würde in diesem Fall seine kostbare Lebenszeit besser nutzen? Wer wäre glücklicher? Wer könnte die verbleibende Zeit mit seinen Liebsten besser genießen?

Positivität ist immer die bessere Wahl!

Schau nach vorne. Fokussiere dich aufs Vorankommen, nicht auf das Stehenbleiben … das ist der Weg des Wassers und der Grund dafür, warum dir im Leben alles zufließt, wenn du endlich loslässt.

 

In diesem Sinne:
Bleib vernünftig ;-)

Norman „Was ist die frohe Botschaft?“ Brenner

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