3 schockierende Gründe, warum dein Leben zu kurz ist (und wie viel Zeit dir noch bleibt)

Das Leben ist kurz: 3 schockierende Beweise

Das Leben ist kurz.

Zu kurz.

Wie kurz es wirklich ist, ist den wenigsten bewusst.

In unserem Alltag neigen wir dazu, die Tatsache unserer Sterblichkeit zu verdrängen, und richten uns das Leben ein, als ob es ewig andauern würde.

  • Wenn die Schule endlich vorbei ist …
  • Wenn das Studium endlich vorbei ist …
  • Wenn ich endlich in Rente bin …

Und irgendwann liegen wir dann auf dem Sterbebett und wundern uns wo all die Zeit nur geblieben ist.

Und wir bereuen.

Wir bereuen es zu tiefst, dass wir nicht das Leben gelebt haben, als wir noch die Chance dazu hatten.

Damit es bei dir nicht soweit kommt, schauen wir uns hier 3 Beweise an, warum dein Leben viel kürzer ist, als du denkst und gleichzeitig 3 Wege, wie du weniger davon verschwendest (Nr. 3 hat mich echt umgehauen).

 

Kostenloser Bonus: Klicke hier und erhalte den Lebenszeitkalender kostenlos und sofort (PDF zum Ausdrucken) als Dank für deine Anmeldung zu den Blog-Updates.

 

Das Leben ist kurz: Warum du deine Lebenszeit verschwendest

Du hast nur dieses eine Leben!

Wenn ich daran denke, läuft es mir kalt den Rücken herunter.

Du hast dieses unsagbare Glück jetzt gerade am Leben zu sein. In dieser wundervollen Welt voller Möglichkeiten!

Du hast dich schon vor deiner Geburt gegen Millionen von konkurrierenden Spermien durchgesetzt und es geschafft, jetzt und hier am Leben zu sein!

Weißt du wie gering da eigentlich die Wahrscheinlichkeit ist durchzukommen?

Daraus musst du doch etwas machen!

Ich finde diesen Gedanken so unfassbar motivierend, dass ich gar nicht mehr anders kann, als sofort etwas konstruktives für mich und mein Leben zu tun, sobald er mir kommt.

Und dennoch denke ich viel zu wenig daran.

Dieser Umstand sollte uns eigentlich ständig bewusst sein. Bei allem was wir tun.

Doch leider leben wir den Großteil unserer Zeit so, als hätten wir ewig Zeit. Wir verschwenden sie regelrecht und verkürzen unsere kostbare Lebenszeit damit noch weiter:

 

Wie wir unsere kostbare Lebenszeit verschwenden

„Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das Kostbarste stehlen: die Zeit.“

(Napoleon)

  • Wir verschieben Dinge auf morgen und Übermorgen,
  • verschwenden unsere kostbare Zeit mit stumpfsinnigen TV Shows
  • oder verschenken sie total unüberlegt und großzügig an unsere Firma, den Chef oder einen Bekannten, der uns immer wieder um einen Gefallen bittet.
Und das alles nur, weil wir uns nicht darüber bewusst sind, wie wertvoll und begrenzt unsere Lebenszeit eigentlich ist.

In einem anderen Artikel hatten wir uns einmal angeschaut, warum und wie wir unser Leben selbst verkürzen und wie viel Lebenszeit uns nach Abzug all dieser großzügigen „Ausgaben“ tatsächlich noch bleibt.

Spoiler: Es ist viel weniger, als du denkst.

Das ist so paradox!

Mit unserer Lebenszeit gehen wir so verschwenderisch um als sei sie nichts wert, aber andere Dinge halten wir zusammen, als wenn es um unser Leben ginge.

Nehmen wir zum Beispiel unser Geld:

 

Warum dir Geld wichtiger ist als Zeit

Denke einmal darüber nach:

Mit seinem Geld würde kein Mensch so großzügig umgehen, wie mit seiner Zeit.

Zeit verschenken? – Kein Problem …

  • Freund: „Kannst du mir mal 10 Minuten unter die Arme greifen?“
  • Du: „Klar!“

Geld verschenken? – Moment!

  • Freund: „Kannst du mir mal 10 € schenken?“
  • Du: „Wieso?“

Dabei ist Zeit doch viel wertvoller als Geld!

Bei der Zeit geht es wirklich um unser Leben, beim Geld nicht. (Geld kann uns sogar Lebenszeit rauben).

Geld kannst du zurückgewinnen oder dir zumindest borgen, wenn es dir ausgeht. Aber Zeit?

Du kannst dir keine einzige Sekunde deines Lebens zurückholen! Mit keinem Geld der Welt!

Das solltest du dir wirklich eindringlich bewusst machen. Und ich mir auch …

Deshalb habe ich hier 3 unbequeme Erkenntnisse für uns, die uns dabei helfen, die Kürze und Kostbarkeit unserer Lebenszeit zu verstehen und nicht mehr so verschwenderisch damit umgehen:

  Achtung: Die folgenden Erkenntnisse könnten dich beunruhigen und dein Leben dauerhaft verändern. Wenn du lieber alles beim Alten lassen und dich nicht mit deiner eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen willst, lies nicht weiter!

 

3 schockierende Beweise dafür, dass dein Leben zu kurz ist

Die Inspiration zu den drei Beweisen habe ich auf dem englischen Blog WaitButWhy.com gefunden.

Die Originale findest du hier, hier und hier.

Beginnen wir mit einem sehr offensichtlichen und arbeiten uns dann zu den etwas verborgenen und schockierenderen vor:

 

1) Wie viel von deinem Tag gehört wirklich dir?

„Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.“

(Jean-Jacques Rousseau)

Jeden Tag hast du 24 Stunden zu deiner freien Verfügung.

 

Das Leben ist kurz: Wie viel hast du vom Tag? (leer)

 

Oder doch nicht?

Schließlich gibt es da ja gewisse Dinge, die getan werden müssen oder Routinen, die sich eingefahren haben und von unserer freien Lebenszeit abgehen.

Schauen wir uns das anhand eines Duchschnitts-Deutschen einmal genauer an:

Von deinen 24 Stunden verbringst du im Schnitt etwa:

  • 7 bis 8 Stunden mit Schlafen
  • 1 Stunde mit Körperhygiene und anderen Bedürfnissen
  • 8 bis 9 Stunden mit Arbeit
  • 1 Stunde mit der Fahrt von und zur Arbeit
  • 1 Stunde mit Essen (Frühstück + Mittagessen + Abendessen)
  • 1 Stunde mit privaten Erledigungen und Hausarbeit
  • 1 Stunde am Smartphone, PC oder der Gaming-Konsole (für manche sehr optimistisch geschätzt)
  • 2 Stunden vorm TV

 

Das Leben ist kurz: Wie viel hast du vom Tag? (voll)

 

Was dir bleibt, ist eine einzige Stunde „freie Lebenszeit“ pro Tag.

Eine Stunde für dich und das, was du wirklich willst.

Eine Stunde für deinen Sinn des Lebens?

Wie füllst du sie?

  • Mehr Arbeit?
  • Mehr TV?
  • Mehr Smartphone?
  • Lässt du sie von anderen füllen?
  • Oder nutzt du wenigstens diese eine Stunde sinnvoll für dich selbst?

„Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.“

(Friedrich Nietzsche)

Ja, ok … es gibt Einwände:

 

Einwand Überlappung

Zum Einen überlappen sich einige Aktivitäten:

  • Smartphone auf der Arbeit,
  • Frühstücken auf der Fahrt zur Arbeit,
  • Hausarbeit beim Fernsehen …

Abgesehen davon, dass dieses Multitasking sehr ineffizient ist, auf der Arbeit unerwünscht und beim Autofahren sogar gefährlich:

Schaffst du dir damit wirklich mehr freie Lebenszeit für dich?

Oder schaffst du es damit einfach nur, noch mehr triviale Aktivitäten in deinen Tag zu pressen?

Und selbst wenn du dir durch Überlappung mehr Freiraum schaffst, wie viel ist das dann?

Vielleicht eine Stunde mehr?

Dann hast du zwei freie Lebenszeitstunden pro Tag …

 

Einwand Urlaub und Wochenende

Zum anderen gibt es da ja noch das Wochenende und Urlaube etc.

Aber ist es wirklich ein tröstlicher Gedanke, das eigene Leben hauptsächlich auf Wochenenden und Urlaube zu beschränken?

Mal ganz abgesehen davon, dass du da auch schläfst, TV schaust, dein Smartphone benutzt und vielleicht noch auf ganz andere Weise deine kostbare Lebenszeit mit vollen Händen ausgibst?

Auf mich wirkt diese simple Rechnung jedenfalls ziemlich schockierend und es motiviert mich, meine „Ausgaben“ zu prüfen und mich zu fragen, wie ich jeden einzelnen Tag mehr Lebenszeit für die Dinge verwenden kann, die mir wirklich wichtig sind.

Kommen wir zur zweiten Methode, die noch etwas schockierender ist:

 

2) Wie viel Lebenszeit hast du noch übrig? (Lebenszeitkalender)

Wechseln wir von einzelnen Tagen zu Wochen:

Fertige dir einen Lebenszeitkalender an.

Nimm dazu einen möglichst großen Bogen Papier, gerne auch Bastelkarton, und zeichne eine riesige Tabelle darauf mit 52 Spalten und 90 Zeilen.

Oder lade dir einfach hier meine Vorlage herunter und drucke sie aus:

Hier klicken und Lebenszeitkalender herunterladen (kostenloses PDF)

 

Fertig. Das ist dein Lebenszeitkalender:

Das Leben ist kurz: Lebenszeitkalender leer

Was zeigt er an?

Du hast nun die Zeit eines Lebens, in dem du 90 Jahre alt werden würdest in Form von Wochen dargestellt.

Kreuze nun zunächst alle Kästchen der Tabelle mit einem roten Stift durch, die den Wochen entsprechen, die du schon gelebt hast.

Wenn du also zum Beispiel 47 Jahre und 16 Wochen alt bist, kreuzt du alle Kästchen in den ersten 47 Zeilen durch und die 16 ersten in der 48. Zeile.

Dann sieh dir an, wie viel dir – im optimistischen Fall eines 90-jährigen Lebens – noch bleiben würde:

Das Leben ist kurz: Lebenszeitkalender Alter 47

Es kann ziemlich erschreckend sein, diese Übung zu machen und zu erkennen, wie viel man von seinem Leben schon gelebt hat und wie viel einem noch übrig bliebe, würde man dieses hohe Alter tatsächlich erreichen.

Es zeigt uns, dass unser Tod gar nicht mehr so weit entfernt ist, wie wir immer glauben.

Aber genau das ist auch der große Motivator bei dieser Übung:

 

Wie dir der Lebenszeitkalender hilft, deine Lebenszeit besser zu nutzen

Wenn du erkennst, wie knapp deine Lebenszeit tatsächlich ist, motiviert dich das sehr stark dazu, das Beste aus jedem noch verbleibenden Kästchen zu machen.

Führe den Kalender ab jetzt fort und versuche jedem einzelnen Kästchen darauf eine Bedeutung zu verleihen.

Erst durch die Begrenztheit werden Dinge wertvoll für uns.

Wenn Diamanten wie ganz gewöhnliche Steine auf unseren Straßen herumliegen würden, wären sie auch nichts weiter als das … ganz gewöhnliche Steine.

So auch unsere Lebenszeit.

Deshalb brauchen wir auch den Tod.

Und deshalb hilft das Erkennen der Knappheit unserer Lebenszeit sehr dabei, das Leben im Hier und Jetzt besser auszukosten.

Hier ist nochmal der Downloadlink für deinen eigenen Lebenszeitkalender.

„Aber ist es nicht auch ungesund, jeden Tag und jede Woche nur noch „das Beste“ aus seinem Leben herausholen zu wollen?“

 

Warum es nicht darum geht, effizienter zu leben

Klar …

Es geht nicht darum, jedes Kästchen, jede einzelne Woche oder jeden Tag nur noch sinnvoll zu verplanen und das meiste aus dem Leben herauszuquetschen, ohne Muse zu haben oder zu genießen.

Das wäre ja nichts anderes als mehr Verschwendung deiner Kostbaren Zeit.

Es geht nicht darum, den Ernst des Lebens zu steigern.

Vielmehr geht es genau um das Gegenteil:

Wenn du durch diese Methode erkennst, wie wertvoll und kostbar deine Zeit eigentlich ist, wirst du sie viel weniger „mit Effizienz verschwenden“ und dafür viel eher nach Qualität ausrichten.

Das Leben ist schön! Genieße es!

Und das ist das passende Stichwort für unseren dritten und letzten schockierenden Beweis dafür, wie kurz dein Leben tatsächlich ist:

 

3) Wie oft kannst du noch … ?

Wie oft kannst du in deinem Leben noch …

  • Pizza essen?
  • Ein gutes Buch lesen?
  • Zeit mit deinen Eltern verbringen?
  • gute Freunde treffen?
  • etwas kreatives schaffen?

Auch hier ist es ähnlich wie bei dem Lebenszeitkalender.

Wir gehen immer davon aus, dass wir noch mehr als genügend Gelegenheiten haben, all diese Dinge zu tun.

Aber wenn du einmal richtig darüber nachdenkst, wird dir klar, dass du viel weniger Chancen dazu hast, als du annimmst.

Nehmen wir zum Beispiel Jahreszeiten:

 

Wie viele Sommer hast du noch?

Wenn du Glück hast und die 90 erreichst, die wir eben als Lebenszeitgrenze angenommen haben, kannst du in deinem Leben etwa 90 Sommer erleben.

Du bist 47 Jahre alt?

Dann sind es im glücklichen Fall noch etwa 43 Sommer, die du erleben kannst.

Wenn du in jedem Sommer einmal ans Meer fährst, wirst du also auch das Meer in deinem ganzen Leben nur noch 43 Mal sehen können (sofern du im Alter auch noch fit genug dazu bist).

Das Leben ist kurz: Wie oft kannst du noch einen Sommer erleben?

Oder nehmen wir die Fußball-WM:

 

Wie viele Fußball-WM’s kannst du noch erleben?

Sie findet alle vier Jahre statt.

Also hast du in einem optimalen Fall etwa 22 bis 23 Fußball-WMs in einem 90-jährigen Leben zu erleben.

Du bist jetzt 47?

Dann sind es nun nur noch 10 bis 11 (43 / 4).

Das Leben ist kurz: Wie oft kannst du noch eine Fußball-WM erleben?

 

Wie viele Bücher kannst du noch lesen?

Wenn wir annehmen, dass du etwa 5 Bücher pro Jahr liest, dann bleiben dir bei einem Alter von 47 noch etwa 215 Bücher, die du in deinem Leben lesen kannst (43 * 5).

Du kannst dir also unter den unzähligen Büchern auf der Welt nur noch 215 aussuchen.

Das Leben ist kurz: Wie oft kannst du noch ein Buch lesen?

 

 

Wie oft kannst du noch Pizza essen?

Wenn du einmal im Monat Pizza isst, hast du bei einem Alter von 47 Jahren noch etwa 516 Pizzen in deinem Leben (43 * 12).

Klingt erst mal viel, aber nur noch 516 Pizzen für den Rest deines Lebens?

Das Leben ist kurz: Wie oft kannst du noch Pizza essen?

Jetzt wird es aber wirklich spannend.

All die bisher genannten Dinge verteilen sich nämlich relativ gleichmäßig in deinem Leben.

Wenn du die Hälfte deiner Lebenszeit erreicht hast, hast du auch etwa die Hälfte dieser Dinge erlebt.

Es gibt aber Dinge im Leben, da ist das anders.

Zum Beispiel bei Beziehungen:

 

Wie viel Zeit kannst du noch mit deinen Eltern verbringen?

Wenn es zum Beispiel um die Zeit geht, die du noch mit deinen Eltern verbringen kannst, muss die Rechnung nämlich anders aussehen.

Hier musst du auch deren restliche Lebenszeit bedenken.

Und wer hat schon so viel Glück, dass beide Elternteile wirklich 90 Jahre alt werden?

Nehmen wir an, deine Eltern haben dich mit ungefähr 30 bekommen.

Jetzt bist du 47, das heißt, deine Eltern sind etwa 77.

Falls du wirklich das unsagbare Glück hättest, dass beide 90 werden und du sie etwa einmal im Monat siehst, könntest du also nur noch etwa 156 Mal Zeit mit deinen Eltern verbringen (13 * 12).

156 Mal für den Rest deines Lebens.

Das Leben ist kurz: Wie oft kannst du noch Zeit mit deinen Eltern verbringen?

Da überlegt man lieber zweimal, ob man die Einladung zum Essen bei den Eltern wegen dem alljährlichen Betriebsausflug absagt.

Das Leben ist zu kurz, um die wichtigen Dinge aufzuschieben!

Das wirklich Erschreckende an dieser Rechnung ist aber, wenn man diesen Wert mit der kompletten Summe an „Zeit mit den Eltern“ eines ganzen Lebens in Relation setzt.

 

Die Zeit mit deinen Eltern im Verhältnis

Wenn du zum Beispiel mit 20 zu Hause ausgezogen bist, hast du sehr wahrscheinlich in diesen 20 Jahren fast jeden Tag Zeit mit deinen Eltern verbracht.

Das heißt, es waren etwa 7.300 Mal.

Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass du deine Eltern ab diesem Zeitpunkt regelmäßig einmal im Monat siehst.

Du bist jetzt 47, das heißt, es kommen noch einmal 324 Treffen mit deinen Eltern obendrauf (27 * 12).

Damit sind wir bei 7.624.

Mit deinen verbleibenden 156 Mal (im wirklich optimistischen Falle, dass beide Elternteile 90 Jahre alt werden), hättest du also ein Gesamtkontingent von 7.780 mal Zeit mit deinen Eltern.

Davon hast du zum Zeitpunkt deines Auszuges von zu Hause mit 20 Jahren bereits 7.300 aufgebraucht.

Das sind knapp 94%!

Das Leben ist kurz: Wie oft kannst du noch Zeit mit deinen Eltern verbringen? (Alter 20)

Im Alter von 47 sind es dann schon 98%!

 

Diese Erkenntnis hat mich beim ersten Mal wirklich umgehauen und ich kann verstehen, wenn es dir jetzt genauso geht.

Es scheint auf den ersten Blick ein ziemlich deprimierender Gedanke zu sein, aber genauso wie der Lebenszeitkalender kann auch er sehr motivierend sein:

Wenn du weißt, dass du nur noch 2% der Gesamtzeit mit deinen Eltern vor dir hast, willst du absolut das beste daraus machen.

Damit du am Ende nichts bereuen musst.

Und das ist auch der gemeinsame Nenner aller drei Erkenntnisse:

 

Der gemeinsame Nenner

Generell hilft es uns, wenn wir die nicht wirklich fassbare Zeit unseres Lebens in Relation zu etwas greifbarem und begrenzt vorhandenem wie Tagen, Wochen oder Erlebnissen setzen.

Es ist wie bei einer Prüfung:

Wenn du denkst, dass du bis zur Prüfung noch einen Monat Zeit hast, wirkt das weniger dringlich und du neigst dazu, das Lernen aufzuschieben.

Machst du dir aber bewusst, dass die Prüfung in 30 Tagen bzw. 720 Stunden ist, macht es das etwas dringlicher.

Genauso scheint der Gedanke daran, dass du noch 43 Jahre leben könntest, recht beruhigend und lange, weil Jahre eine diffuse Zeiteinheit für uns sind.

Wenn du aber daran denkst, dass du im besten Fall noch 2.236 Wochen, 15.695 Tage, 376.680 Stunden oder nur noch 156 Treffen mit deinen Eltern erlebst, wirkt das etwas dringender und motiviert stark dazu, das Beste aus jeder einzelnen dieser Einheiten und vor allem dem Leben im Hier und Jetzt zu machen.

 

Fazit

Dein Leben ist kürzer, als du denkst!

Das Leben ist kurz.

Wir haben gesehen, dass unsere Lebenszeit viel begrenzter und kostbarer ist, als wir allgemein annehmen:

  • Du hast nur ein Leben und das unsagbare Glück genau jetzt am Leben zu sein … Nutze es!
  • Du kannst dir keine einzige Sekunde deines Lebens zurückholen! Mit keinem Geld der Welt!
  • Wenn du dir bewusst machst, wie begrenzt deine Lebenszeit tatsächlich ist, motiviert dich das dazu, das Beste aus jedem einzelnen Moment zu machen.
  • Dabei helfen dir die 3 schockierenden Erkenntnisse:
  1. Erkenne, wie wenig freie Lebenszeit du in deinem Alltag hast (Als Durchschnitts-Deutscher etwa 1 Stunde).
  2. Erkenne, dass dein Tod gar nicht mehr so weit entfernt ist, wie du vielleicht glaubst (Nutze den Lebenszeitkalender).
  3. Erkenne, wie wenige Gelegenheiten du im Leben noch hast (etwa um deine Eltern zu sehen).

Jetzt bist du dran. Was machst du mit dieser Erkenntnis und deiner restlichen Lebenszeit?

 

P.S.: Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Kapitel „Leben im Hier und Jetzt“ aus meinem Buch über das Loslassen. Denn gerade beim Loslassen spielt die Kunst des Lebens im Moment und das Bewusstsein über die Kürze und Kostbarkeit der eigenen Lebenszeit eine wichtige Rolle.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
3 schockierende Gründe, warum dein Leben zu kurz ist (und wie viel Zeit dir noch bleibt)
4.3/5 (12 ratings)

Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

Das könnte dir auch gefallen

10 Kommentare - Schreibe den nächsten!

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

  1. Ulrike

    30. September 2018

    Wow, ich bin schon älter – deine Texte liebe ich zu lesen, es erhellt mein Leben, aber wie, du bringst es auf den Punkt. Super, super, bitte unbedingt weitermachen.
    Wir schauen zu sehr auf das Geld und zu wenig auf Zeiträuber.
    Aber Zeit gegen Geld ist ein schlechter Tausch.
    Trotzdem kann Geld auch Freiheit in Münzen sein.
    Ich glaube, in diesem Dilemma stecken wir mehr oder weniger Alle.

    (2) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      1. Oktober 2018

      Hey Ulrike,

      danke für deine lieben Zeilen =)

      Es berührt mich wirklich sehr, wenn ich lese, dass meine Arbeit ankommt und dir gefällt und hilft! Danke, dass du mich das wissen lässt.

      Ja, Geld ist an sich nichts schlechtes. Es kommt immer darauf an, wie wir damit umgehen. Leider hat es sich für viele vom Mittel zum Zweck weiterentwickelt zum Endzweck selbst und das ist ein Problem.

      Man kann aber Geld auch dafür nutzen, seine Lebenszeit zu gestalten und sie z.B. mit außergewöhnlichen Erfahrungen zu füllen.

      Liebe Grüße und genieße den Montag =)

      Norman

      (1) War das hilfreich?
      Antworten
  2. Christian Bauer

    1. Oktober 2018

    Hallo Norman,
    dies habe ich alles schon erkannt !
    Doch sollte ich alles liegen lassen und ein Super-Egoist werden.
    Familie, Beruf , Haustier, etc.
    Gerne mache ich dies, dazu bräuchte ich aktuell € 50.000.- wer gibt mir die ?
    Schreibt und liest sich alles gut und einfach aber das aussteigen hin zur Bewusstheit ist eben nicht einfach.
    Ausser man ist bereit einen großen Scherbenhaufen zu produzieren…. wenn man das moralisch kann, dann ist aussteigen möglich.

    (2) War das hilfreich?
    Antworten
    • Walter

      1. Oktober 2018

      Hi Christian,

      Man muss ja nicht SOFORT aussteigen und einen Scherbenhaufen hinterlassen. Man kann auch anfangen, kleine Veränderungen im Leben zu machen, die dann langfristig Früchte tragen.

      Man kann anstatt 5 Tage, nur 4 Tage arbeiten. 20 % Einkommensverlust sind für viele kein großes Problem, wenn man sparsam lebt.

      Man kann anstatt ein „Mädchen für alles“ zu sein, sich auf eine Sache konzentrieren und diese wirklich gut tun. Dann steigt die Zufriedenheit, das Einkommen und die „Ruhe“, weil man nicht 1000 Dinge balancieren muss.

      Ich glaube Norman will nicht, dass wir alle aussteigen und panisch umherlaufen. Sondern unser Leben neu justieren und die Richtung beeinflussen, anstatt das Schiff einfach gleiten zu lassen…

      LG, Walter

      (1) War das hilfreich?
      Antworten
      • Norman Brenner Norman Brenner

        2. Oktober 2018

        Hey Walter,

        danke für deinen wertvollen Beitrag =)

        Ich sehe das wie du. Vor allem dein „Mädchen für alles sein“-Argument gefällt mir sehr gut. Da sehe ich für mich selbst noch einiges an Potential, mir mehr Lebenszeit zurückzuholen. Du scheinst mir das ganz gut hinzubekommen!

        LG Norman

        (0) War das hilfreich?
        Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      2. Oktober 2018

      Hey Christian,

      danke für deinen ehrlichen Kommentar =)

      Walter hat recht. Es geht mir in dem Artikel nicht darum, alles stehen und liegen zu lassen, „auszusteigen“ und nur noch für sich selbst zu leben. Es geht eher darum, ein sensibleres Bewusstsein für dein eigenen Umgang mit der Zeit zu schaffen.

      Wie Walter beschreibt, kann man mit kleinen Änderungen schon viel für sich tun.

      Aber auch schon alleine das Bewusstsein über die wenige Freizeit im Alltag kann einen dazu bringen, zu hinterfragen, ob man wirklich die allabendliche Fernsehroutine beibehalten will oder lieber etwas für sich „sinnvolleres“ mit dieser Zeit anstellt.

      Es kommt darauf an, was du für dich als sinnvoll erachtest. Wie du deine Lebenszeit verbringen willst. Wenn für dich Familie, Beruf und Haustier zu dieser sinnvollen Verwendung gehören und du dich bewusst dafür entscheidest, ist das doch super. Dann hast du alleine schon im Beruf 8 Stunden pro Tag mehr für dich gewonnen =) Wenn etwas davon nicht auf deinem Zettel steht, kannst du bewusst Wege finden, es vll. zu reduzieren oder auszutauschen.

      Auch bei den „Wie oft kannst du noch…?“-Fragen geht es im Endeffekt eher um Mikroentscheidungen. Wenn du das Bewusstsein für die Knappheit dieser Dinge hast und in einer Situation zwischen „mehr Arbeit“ und „Zeit mit Eltern verbringen“ wählen musst, kann dieses Bewusstsein das Zünglein an der Waage sein, um hier die für dich sinnvollere Wahl zu treffen =)

      Liebe Grüße

      Norman

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
  3. Sebastian

    1. Oktober 2018

    Moin norman,
    den Lebenszeitkalender finde ich erhellend, die daraus gezogenen Schlüsse sind mir persönlich zu defizitorientiert und bauen für mich zuviel Druck auf. Ich ‚investiere‘ beispielsweise relativ viel Zeit in erfüllende Beziehungen, ohne denn Anspruch zu haben, dass diese Zeit irgendwie die ‚beste‘ Zeit ist oder ich sie dazu machen müsste. Es reicht vollkommen aus, dass die Zeit erfüllend ist… In diesem Moment…

    (1) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner Norman Brenner

      1. Oktober 2018

      Hey Sebastian,

      danke für deine ehrliche Antwort zum Artikel =)

      Verstehe ich gut. Mir war schon beim Schreiben klar, dass diese Sichtweise nicht für jeden etwas ist, weshalb ich oben schon die Warnung eingebaut habe. Schon alleine zum Lesen muss man in der richtigen Verfassung sein, finde ich.

      Es kann einen deprimieren, sich diesen Umstand täglich vor Augen zu führen. Für sowieso schon deprimierte kann es noch gefährlicher sein. Es kann aber auch eine Chance sein, die inneren Muster umzuprogrammieren und etwa den Gedanken an die eigene Sterblichkeit mit etwas positivem, wie etwa dem Bewusstsein über die Chance des Lebens im Hier und Jetzt zu verknüpfen.

      Aber da muss jeder für sich selbst entscheiden, wie weit er gehen will. Ich kann jedenfalls gut nachvollziehen, wenn dir das zu negativ ist.

      Liebe Grüße und genieße auch du den Montag =)

      Norman

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
  4. L.B.

    14. November 2018

    Bevor du den „Lebenszeitkalender“ erklärt hast, dachte ich, dass man da farbig einzeichnet, ob die Woche im großen und ganzen gut oder eben schlecht (nicht gelebt) verlaufen ist – so wie es das schon für Jahre seit einiger Zeit auf Pinterest gezeigt wird. Ein schöner Artikel der leider nicht sehr viel weiterbringt, wenn man nicht weiß WAS man in seiner (frei)Zeit überhaupt so tun könnte [zu Hause könnte ich wenigstens aufräumen, im Internat ist das schwierig wenn dein Zimmer schon aufgeräumt ist]

    (0) War das hilfreich?
    Antworten
kostenloses eBook - Weisheiten des Flusses

Gefällt dir, was du hier liest?

Dann hol dir einfach mehr davon! Abonniere die Blog-Updates und du erhältst mein Ebook als Dankeschön (über 9088 begeisterte Leser):

Top

Send this to a friend

Hi

ich hab was für Dich gefunden: "3 schockierende Gründe, warum dein Leben zu kurz ist (und wie viel Zeit dir noch bleibt)"

Link: https://www.vernuenftig-leben.de/das-leben-ist-kurz/