Dranbleiben an Gewohnheiten: So schaffst du es 2026, wirklich durchzuhalten
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Frohes neues Jahr 2026 erst mal!
- „Norman, wie schaffst du es eigentlich so dranzubleiben?“
- „Wie hast du es geschafft, ein Buch mit über 600 Seiten zu schreiben?“
- „Wie schaffst du es, deinen Blog und Podcast neben einem Vollzeitjob zu betreiben und daneben auch noch sportlich fit zu bleiben?“
Solche Fragen bekomme ich häufig. Die Antwort auf all diese Fragen ist ein simples Wort:
Exklusiv: Dieser Text erschien zuerst in meinem Newsletter Sinn am Sonntag.
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Inhaltsverzeichnis
- Wie schaffst du es, dranzubleiben? Mit Gewohnheiten …
- Es ist viel leichter, als du denkst!
- Tipp Nr. 1: Scheiß auf Motivation!
- Tipp Nr. 2: Nutze das Momentum!
- Tipp Nr. 3: Tu es nur für heute!
- Disziplin wird überbewertet …
- Fang einfach ganz klein an …
- „Tolle Tipps, gibt’s davon noch mehr?“
- „Das kostet doch bestimmt etwas …“ (Nein!)
Wie schaffst du es, dranzubleiben? Mit Gewohnheiten …
Es ist recht simpel:
- Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mindestens drei mal pro Woche Sport zu machen.
- Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, jeden Tag gesund zu essen.
- Und ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen vor der Arbeit eine Stunde an einem eigenen Projekt zu arbeiten.
„Das ist bestimmt hart!“, denkst du jetzt vielleicht. Aber nein …
Es ist viel leichter, als du denkst!
Es ist überhaupt nicht hart, wenn man die richtigen Kniffe kennt, um es sich leichter zu machen.
Ich habe vor allem drei Tricks genutzt, um mir meine guten Gewohnheiten nach und nach immer einfacher zu machen.
Und diese drei Tipps möchte ich dir jetzt für deinen erfolgreichen Start ins Jahr 2026 zeigen:
Tipp Nr. 1: Scheiß auf Motivation!
Ja, richtig gelesen. Vergiss die Motivation.
Der Punkt ist Folgender:
Motivation kommt NICHT VOR dem Tun, sie kommt BEIM Tun!
Fang einfach an. Das ist der Schlüssel.
Das ist der größte Fehler, den ich immer wieder sehe:
„Ich bin heute nicht so motiviert, ich fange morgen an.“
Wenn du mit dem Anfangen immer wartest, bis du dich motiviert fühlst, fängst du nie an.
Es ist dasselbe Phänomen wie bei der Kreativität:
Du wartest nicht bis dich die Inspiration wie ein Blitz trifft und schaffst dann ein Meisterwerk. Nein, du fängst an und während du am Tun bist, kommt die Inspiration. So geht es mir bei all meinen Blogartikeln und Büchern. Und so geht es mir auch beim Training, beim Putzen oder beim Lesen. Während ich es tue, kommt die Lust und die Power.
Du musst der Motivation eine Chance geben, dich zu treffen. Indem du anfängst.
Das Phänomen dahinter nennt man „Momentum“ und das führt uns gleich zum zweiten Tipp …
Tipp Nr. 2: Nutze das Momentum!
Momentum ist ein Gesetz in der Physik. Es besagt:
- Dinge, die in Bewegung sind, tendieren dazu, in Bewegung zu bleiben.
- Dinge, die in Ruhe sind, tendieren dazu, in Ruhe zu bleiben.
Das gilt für einen Stein, der einen Berg hinunter rollt, genauso wie für dich und gute Gewohnheiten:
- Wenn du erst einmal mit einer Tüte Chips auf der Couch liegst, tendierst du dazu, mit dieser Tüte Chips auf der Couch liegen zu bleiben.
- Wenn du erst einmal mit Turnschuhen auf der Laufstrecke unterwegs bist, tendierst du dazu, auf der Laufstrecke zu bleiben.
Es ist ganz logisch:
Wenn du erst einmal angefangen hast, fällt es dir viel leichter, weiterzumachen, als von 0 auf 100 loszulegen. Deshalb ist es so unglaublich wichtig, die Anfangshürde einfach so gering wie möglich zu halten.
Vielleicht kennst du das:
Du verkleckerst etwas Soße in der Küche und holst ein Stück Küchenrolle, um sie wegzuwischen. Wenn du die Küchenrolle schon in der Hand hast, kannst du auch mal kurz über den Herd wischen. Da dort ein etwas hartnäckiger Fleck sitzt, holst du kurz den Reiniger unter der Spüle hervor. Wenn du jetzt schon den Reiniger in der Hand hast, kannst du auch mal über die komplette Küchenzeile gehen … Und ehe du dich versiehst, hast du alle Schränke ausgewischt, den Kühlschrank abgetaut und auch noch das alte Waffeleisen von Oma Hilde blitzeblank poliert, obwohl du eigentlich nur einen Klecks Soße wegwischen wolltest. Das ist Momentum.
Es geht um den kleinen Schubser, der den berühmten Stein ins Rollen bringt.
Merke dir: Es ist einfacher, weiterzumachen, als anzufangen!
Deshalb ist es hilfreich, den Anfang so klein und einfach wie möglich zu machen. Und das führt uns zu meinem absoluten Nummer-Eins-Geheimtipp wenn es um Gewohnheiten geht:
Tipp Nr. 3: Tu es nur für heute!
Mein absoluter Lieblingstipp, um gute Gewohnheiten etablieren und halten zu können, lautet:
“Nur für heute …”
Klingt paradox, ich weiß. Warum soll es denn gerade bei dauerhaften Gewohnheiten helfen, etwas nur für einen Tag zu betrachten?
Weil es viele der bereits genannten Erleichterungen mit sich bringt und vor allem die Anfangshürde senkt …
Was würde dir leichter fallen?
- Nur für heute Sport zu treiben oder für die nächsten 6 Monate durchziehen zu müssen?
- Nur für heute auf Süßigkeiten zu verzichten oder für das nächste Jahr?
- Nur für heute das Rauchen seinzulassen oder für den Rest deines Lebens?
Das Tun oder Verzichten an sich ist nicht so hart. Hart ist nur die Vorstellung, etwas immer wieder oder für immer tun bzw. darauf verzichten zu müssen.
Das erschlägt uns und hält uns davon ab, überhaupt erst anzufangen.
Dieser Tipp ist vor allem dann hilfreich, wenn du überhaupt keine Lust hast. Und er ist abwandelbar: Zum Beispiel kannst du dir auch beim Sport sagen “Nur eine Übung” oder gleich eine 2-Minuten-Regel daraus machen:
Breche jede Gewohnheit, die du schaffen willst, in eine Mini-Tätigkeit herunter, die du in zwei Minuten erledigen kannst. Zum Beispiel Sportschuhe anziehen und aus dem Haus gehen. Wenn du das gemacht hast, ist dein Soll erfüllt und du kannst wieder reingehen. Die Chancen stehen aber gut, dass auch noch ein paar Schritte läufst, wenn du schonmal draußen bist und die Schuhe an hast. Und wenn du schonmal in Bewegung bist, läufst du vielleicht auch noch ein paar Schritte mehr … (Sichwort „Momentum“)
Disziplin wird überbewertet …
Du siehst, es geht nicht darum, mega diszipliniert zu sein und eisenhart durchzuziehen. Auf diese Weise schaffst du es vielleicht ein paar Wochen an Gewohnheiten dranzubleiben, aber nicht dauerhaft ein Ziel zu erreichen oder etwas Großes zu schaffen. Und genau deshalb sind die Fitness-Studios im Januar extrem überfüllt und im März wieder leer.
Du musst nicht härter werden. Du musst es dir leichter machen.
„Kleine Schritte“ lautet das Zauberwort!
Fang einfach ganz klein an …
Eins kommt zum anderen, wenn du nur anfängst.
Wenn du dich aber nur auf das große Ziel „Traumkörper“ oder „Buch schreiben“ fokussierst, wirkt das sehr schnell sehr überwältigend und demotivierend. So schmeißt du die Flinte schneller ins Korn als der Mitarbeiter im Fitnessstudio „Jahresmitgliedschaft“ sagen kann.
„Tolle Tipps, gibt’s davon noch mehr?“
Oh ja!
Ich habe alle meine Tipps und Tricks zum Dranbleiben an Gewohnheiten in einem ausführlichen Beitrag bzw. Podcast festgehalten:
Gewohnheiten ändern: Der paradoxe Grund, warum Disziplin überbewertet ist (+66 erprobte Tipps)
Ich weiß, das klingt viel, aber ich habe die Tipps wirklich in die kleinsten Einheiten herntergebrochen, sodass es dir natürlich auch ganz leicht fällt, damit anzufangen ;-)
„Das kostet doch bestimmt etwas …“ (Nein!)
Nope. Keinen einzigen Cent!
Ich verkaufe dir keinen weiteren überteuerten „Dein Start in 2026“-Kurs, wie es viele Influencer auf Instagram und Co. tun. Ich dokumentiere hier einfach nur das, was mir selbst wirklich geholfen hat.
Es kostet dich nichts, außer deine Zeit =)
Also:
Kämpfe 2026 nicht schon wieder mühsam gegen deinen inneren Schweinehund. Lass ihn für dich arbeiten!
In diesem Sinne:
Bleib vernünftig ;-)
Norman „fang ganz klein an … jetzt“ Brenner


Danke
Deine Tipps sind sehr clever & machen Spaß zu lesen😎😊✌🏼
Danke, Geralt =)
Ich wünsche dir ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026!
LG Norman