Erfolgreiche Menschen labern nicht …
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Was haben erfolgreiche Menschen gemeinsam?
Ich habe über die Jahre viele Menschen mit großen Träumen und Plänen kennengelernt. Einige haben ihre Ziele erreicht. Die meisten aber nicht. Doch eine Sache ist mir dabei aufgefallen, die erfolgreiche Menschen von den anderen unterscheidet:
Erfolgreiche Menschen labern nicht!
Lass mich das erklären:
Exklusiv: Dieser Text erschien zuerst in meinem Newsletter Sinn am Sonntag.
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Inhaltsverzeichnis
Worte sind Schall und Rauch
Du kennst das sicher …
Du hast eine Idee für ein Projekt, zum Beispiel ein Buch zu schreiben.
Dann beginnst du anderen davon zu erzählen. Das soll man ja auch machen, schließlich heißt es immer, dass man sich „commiten“ soll. Dass man seine Ziele öffentlich ankündigen soll und dass der Druck so einer Ankündigung dann dabei hilft, etwas durchzuziehen.
Du erzählst vom Thema deines Buches, vom Titel und in welchen Formaten es verfügbar sein wird. Du stellst dir vor, in welchen Buchläden du Lesungen halten wirst und in welchen Talk-Shows du Interviews geben wirst.
Und dann? … Nichts.
Reden hält dich vom Tun ab
Kein Buch erscheint. Nicht einmal ein Entwurf. Dein großer Traum wird sich sich nie erfüllen. Weil du ihn selbst sabotiert hast. Und zwar durch dein Gelaber.
Das ist kein Witz. Es gibt mittlerweile sogar Studien dazu:
Menschen, die viel über ihre Pläne reden, setzen meist nichts um. Weil sie weniger motiviert sind. Weil sie einen Teil der Erfüllung ihres Traumes bereits beim Erzählen erleben. Weil sie einfach nur durchs Erzählen bereits Anerkennung beziehen.
- „Wow, du willst wirklich ein Buch schreiben? Cool, warum soll’s denn gehen?“
- „Wirklich, du willst nach Thailand auswandern? Boah, das wär mir zu abenteurlich.“
Das ist auch der Grund dafür, warum Angeber und Poser in Wahrheit oft nichts draufhaben, außer Zahnbelag. Weil sie keinen Antrieb mehr haben, irgendetwas von ihren angeblichen Errungenschaften wahrzumachen. Sie können die Vorteile davon ja auch schon jetzt genießen. Indem sie einfach nur darüber reden.
Hüte dich vor dieser Falle!
Es ist unheimlich verlockend, die Lorbeeren für ein Vorhaben schon im Voraus abzusahnen, ohne die eigentliche Arbeit zu leisten. Aber du sabotierst dich damit am Ende bloß selbst.
Ja, Commitment ist wichtig. Das habe ich am eigenen Leib auch schon erfahren. Hätte ich mein Buch hier nicht angekündigt, hätte ich vielleicht noch Jahre lang im stillen Kämmerlein daran geschrieben und es am Ende nie veröffentlicht, weil es ja sowieso niemand erwartet hätte.
Es ist also durchaus OK, etwas anzukündigen. Aufpassen musst du nur immer dann, wenn bereits Lob und Anerkennung aus deinen Erzählungen resultieren. Immer dann kommst du in die Versuchung, die Frucht des Erfolges schon vorab zu genießen. Und mit jedem Bissen nimmst du dir selbst ein Stückchen Motivation.
Warum erfolgreiche Menschen weniger reden – und mehr tun
Die Faustregel lautet:
Je ausschweifender du von einem Vorhaben erzählst, desto mehr nimmst du dir selbst die Motivation, deine Ziele zu erreichen.
Es gibt Menschen, die schon Jahrzehnte lang vom Auswandern reden oder davon, ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Und mit jedem Mal, indem sie sich und anderen dieses Bild beim Erzählen genauer ausmalen, sinkt die Chance, dass es eines Tages wirklich passiert.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Über meine wichtigsten Vorhaben, rede ich am allerwenigsten. Ich erzähle zum Beispiel kaum jemandem, dass ich ein Buch geschrieben habe oder dass ich einen Blog und einen Podcast betreibe.
Ich möchte, dass diese Dinge für sich selbst sprechen und eines meiner größten Vergnügen ist es, wenn ein Bekannter von mir mein Buch liest und verblüfft feststellt, dass ich es geschrieben habe.
Hör endlich auf zu labern
Das ist auch der Grund, warum bescheidene Menschen meiner Erfahrung nach meist mehr zu Stande bringen. Weil sie sich nicht auf den Erfolg konzentrieren. Weil sie nicht die Lorbeeren wollen. Weil das Tun selbst für sie das Ziel ist.
Kommt dir das bekannt vor?
Wahrscheinlich weil wir genau diese Eigenschaft hier schon mehrfach als DAS Geheimnis des Erfolges ausfindig gemacht haben: Fokussiere dich auf das Tun, nicht auf das Ergebnis.
Und ja, am Ende ist das nichts anderes als eine Form des Loslassens:
Lass den Erfolg deines Projektes und die erhoffte Anerkennung los und hab einfach Freude am Schaffen. Dann kommen Erfolg und Anerkennung paradoxerweise automatisch. Weil dir eben alles zufließt, wenn du endlich loslässt …
Und deshalb höre ich jetzt auch auf zu labern =)
In diesem Sinne:
Bleib vernünftig ;-)
Norman „Laber nicht, mach!“ Brenner
