Wie du nie mehr einen Fehler machst

Nie mehr Fehler machen

Mist, ständig mache ich Fehlär…

Du auch?

Dann habe ich eine gute Nachricht für dich:

Nachdem du diesen Text gelesen hast, wirst du nie wieder einen Fehler machen!

Du glaubst mir nicht?

Nimm dir ein paar Minuten und überzeuge dich selbst:

 

Was ist eigentlich ein Fehler?

Woher weißt du was richtig und was falsch ist?

Hast du eine App dafür? Wird dein Leben von einem Fußballmoderator kommentiert, der alles besser weiß? Sagen dir deine Eltern und Freunde, was richtig ist? Woher sollten die es wissen?

Wenn ich das Wort „Fehler“ im Duden nachschlage, erhalte ich die folgenden Bedeutungen:

  • etwas, was falsch ist, vom Richtigen abweicht; Unrichtigkeit
  • irrtümliche Entscheidung, Maßnahme; Fehlgriff
  • schlechte Eigenschaft, Mangel
  • Stelle an einer hergestellten Ware, die nicht so ist, wie sie sein müsste

Bist du nun schlauer? Nein? Ich auch nicht…

Wer gibt denn das Richtige vor oder bestimmt, wie eine Stelle sein sollte?

 

Wer entscheidet was ein Fehler ist?

Ich spanne dich nicht länger auf die Folter. Hier kommt die Antwort:

Du tust es selbst!

Um genauer zu sein, tun wir alle es selbst und damit auch irgendwie gemeinschaftlich.

Wir gehen jeden Tag Übereinkünfte miteinander ein, dass etwas auf eine gewisse Weise richtig und auf eine andere falsch ist.

Und viel schlimmer noch: Wir stimmen jeden Tag Übereinkünften zu, die vor vielen vielen Jahren unter ganz anderen Bedingungen getroffen wurden.

„Die Vergehen der Menschen sind jeweils durch die Gemeinschaft bedingt, der sie angehören.“

(Konfuzius)

 

Ein Beispiel:

Wenn du irgendwo zu Gast bist und beim Mittagsessen deinen Teller nicht leer isst, machst du einen Fehler.

Du solltest dein Essen komplett aufessen!

Die Mehrheit der Deutschen ist sich darüber einig, dass es unhöflich ist, wenn du es nicht machst.

Man könnte denken es hätte dir nicht geschmeckt!

Der Gastgeber hat sich doch soviel Mühe damit gegeben!

Und außerdem haben es dir deine Eltern doch so beigebracht! Oder willst du, dass das Wetter nicht schön wird, nur weil du dein Mittagessen nicht aufgegessen hast?!

 

Was wirklich ein Fehler ist

So ist das mit allem, was wir tagtäglich tun.

Von der Menge möglicher Handlungen ist nur eine kleine Teilmenge in deiner Gruppe „richtig“:

Nie mehr Fehler machen: Falsch und Richtig

Falsch und Richtig

Nun wissen wir also, was ein Fehler ist und was nicht:

Fehler = Verstoß gegen die Konventionen deiner Gruppe

Kein Fehler = Handlung im Sinne der Konventionen deiner Gruppe

 

 

Wie du nie mehr einen Fehler machst

Nun gibt es generell drei gängige Wege um Fehler zu vermeiden.

 

1. Handle nur im Sinne der Gruppe

Erfolgschance: 0,00%

Es wird dir vielleicht für eine Weile gelingen aber irgendwann, wird dir ein Fauxpas unterlaufen. Ob du willst oder nicht. Ein offener Hosenstall, eine falsche Krawatte oder ein voller Teller auf dem Mittagstisch, mit Essen, das du nicht magst.

 

2. Überzeuge die Gruppe

Erfolgschance: 0,00%

Es grenzt ja schon an Unmöglichkeit die Meinung einer Gruppe in Bezug auf eine einzige Sache zu ändern. Selbst, wenn du beweisen kannst, dass deine Option die bessere ist und Alternativen anbietest, bleibt die Gruppe meist stur.

„Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht“

(Deutsches Sprichwort)

Ein einfaches Beispiel dafür sind Autos.

Jeder deutsche Autofahrer weiß inzwischen, dass sein Auto die Umwelt verschmutzt.

Alternativen gibt es auch schon: Elektroautos.

Was kaufen die Leute?

SUVs.

Es wird dir also nicht gelingen die Meinungen deiner Gruppe zu allen deinen Handlungen zu ändern.

 

3. Such dir eine andere Gruppe

Erfolgschance: 0,00%

Wie? So auch nicht?

Nein.

Versuch es. Such dir eine Gruppe, die dein Handeln in ihrer Konvention nicht als Fehler ansieht.

Geh‘ nach China. Dort ist es gerade anders herum: Es gilt als unhöflich, wenn du den Teller leer isst. Du bringst den Gastgeber sogar in Verlegenheit, wenn du alles aufisst, denn er hat nicht genug Essen zur Verfügung gestellt.

Passende Gruppe gefunden. Endlich keine Fehler mehr, oder?

Weit gefehlt!

Zum einen hat deine neue Gruppe auch weitere Konventionen, von denen bestimmt einige gegen deine Handlungen verstoßen und zum anderen bist du nun in einer neuen Gruppe gefangen. Das führt uns zum Problem von Möglichkeit Nummer 1.

Was ist, wenn du nun in der WG deines chinesischen und deutschen Freundes zum Essen eingeladen bist?

Isst du den Teller leer um dem Deutschen gegenüber höflich zu sein oder isst du ihn nicht leer um dem Chinesen gegenüber höflich zu sein?

Sagst du das Essen aus lauter Verzweiflung ab?

 

Wie du wirklich nie mehr einen Fehler machst

Entschuldige, dass ich dich so lange in die Irre geführt habe, aber es war nötig.

Erst wenn wir selbst feststellen, dass wir auf die gängige Weise nicht mehr weiter kommen, sind wir offen für neue Wege.

Und hier ist ein neuer Weg:

 

4. Sei deine eigene Gruppe!

Erfolgschance: 100%

Ja, du hast richtig gelesen. Wenn du keine Lust darauf hast…

  • dich auf ewig den Konventionen deiner aktuellen Gruppe anpassen zu müssen,
  • am Versuch deren Konventionen anzupassen zu scheitern
  • oder andauernd die Gruppe wechseln zu müssen,

…dann schaff dir doch deine eigene!

Du kennst diesen Weg vielleicht auch schon unter einem anderem Namen:

„Mach Dein Ding!“

(Ben Paul)

Aber wie soll das denn funktionieren?

 

Wie du dein Ding und damit nie mehr einen Fehler machst

Ganz einfach.

Beginne bei dir selbst.

Definiere einfach für dich selbst, was richtig und was falsch ist, egal was andere denken!

Nehmen wir meinen ersten Satz aus diesem Artikel:

„Mist, ständig mache ich Fehlär…“

Da ist doch ein Fehler drin! Jawoll… nach der Konvention der deutschen Rechtschreibung schon.

Aber ich habe den Satz trotzdem so gelassen, weil ich für mich selbst eine andere Definition festgelegt habe: Ich habe beschlossen, dass der Satz richtig geschrieben ist, wenn du ihn verstehst und wenn er deine Aufmerksamkeit erregt.

Hast du ihn gelesen und verstanden?

Ja? …Na dann habe ich doch alles richtig gemacht =)

Auf diese Weise gelingt es dir nie wieder einen Fehler zu machen.

Übernimm einfach diejenigen Konventionen deiner Gruppe, die dir passen und ersetze den Rest mit deinen eigenen.

 

Beispiel:

Die Gruppe deiner Eltern und Lehrer hat dir die Konvention in den Kopf gesetzt, dass es richtig ist, nach dem Abi zu studieren. Du würdest aber lieber einen Blog mit dem Namen „Anti-Uni“ starten und dir selbst etwas beibringen.

  • Solange du an die Definition der Gruppe glaubst, bist du gefangen. Du kannst nicht tun, was du möchtest, denn das wäre ein Fehler.
  • Sobald du aber für dich selbst definierst, dass es richtig ist, kannst du loslegen.

Frag einfach mal Leute, die so etwas schon gemacht haben. Vielleicht findest du ja direkt hier einen ;-)

 

Was du unbedingt beachten solltest

 

1. Recht und Gesetz

Leider ist es so, dass du zumindest eine Art von geltenden Regeln nicht einfach so über Bord werfen kannst.

Rechte und Gesetze sind Konventionen, die du wohl in deine Gruppe übernehmen solltest, es sei denn, du möchtest fehlerlos ins Gefängnis wandern.

 

2. Reaktionen der Gruppe

Wenn du nun beginnst, deine eigenen Regeln für richtig und falsch aufzustellen, werden andere dich wahrscheinlich seltsam anschauen und scharfe Kritik äußern. Klar, du passt nicht mehr in ihre Gruppe. Macht aber nix.

Die Regeln deiner Gruppe, bieten immer noch genügend Verbindungsmöglichkeiten zu anderen Gruppen. Und das geilste daran:

Du trittst wirklich nur mit den Konventionen einer anderen Gruppe in Kontakt, die für dich in Ordnung sind.

Wenn es dir schwer fällt entgegen der Erwartung deiner Gruppe zu handeln, dann hilft dir vielleicht das hier.

 

3. Das große Ganze

Das ist jetzt kein Aufruf zur Spaltung der Gemeinschaft, ganz im Gegenteil.

Würde jeder den Mut haben sein eigenes Ding zu machen, könnten wir in der Gemeinschaft sogar noch mehr von dem Potential der möglichen Möglichkeiten (o_O) nutzen und alle würden davon profitieren:

Nie mehr Fehler machen: Summe aller Möglichkeiten

Summe aller Möglichkeiten

 

Bonus: Wie du zusätzlich nie wieder etwas bereuen musst

Als Bonbon obendrauf kannst du auf diese Weise sogar alle deine jemals gemachten Fehler richtig stellen.

Glaubst du mir schon wieder nicht?

Schau her:

Alles was du jemals getan hast, hast du doch aus bestem Wissen und Gewissen heraus getan.

Zu dem Zeitpunkt deines Handelns, bist du also davon ausgegangen, dass es der beste Weg war, auf diese Weise zu handeln.

Es war richtig.

Und dann hast du es so gemacht. Das kann doch wohl kein Fehler gewesen sein, oder?

„War es etwa ein Fehler ein Studium aufzunehmen, das sich im Nachhinein nicht als das Richtige für mich erwiesen hat?“

Natürlich nicht. Du wusstest es doch vorher nicht besser.

„Ist es falsch das Studium jetzt abzubrechen, weil es mich erdrückt und mich nicht glücklich macht?“

Nein! Es ist jetzt das Richtige.

 

Fazit

„Der größte Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.“

(Dietrich Bonhoeffer)

Du möchtest nie mehr einen Fehler machen?

Dann mach Dein eigenes Ding!

Fehler sind nichts anderes, als Verstöße gegen die Konventionen deiner Gruppe.

Wenn du einfach deine eigenen Konventionen schaffst, ist es unmöglich jemals wieder einen Fehler zu machen!

Deine Vorteile:

  1. Du fühlst dich besser und machst dein Ding.
  2. Darüber hinaus profitiert unsere ganze Gesellschaft, da wir die Fülle der Möglichkeiten viel besser ausnutzen können.

 

P.S.: Nun kennst du meine Gedanken zum Fehler machen. Ich würde mich freuen von deinen in den Kommentaren zu lesen! Glaubst du (noch) an Fehler?

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Wie du nie mehr einen Fehler machst

Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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