11 überraschende Gründe, warum du mit weniger Geld besser Leben kannst (Nr. 2 ist schockierend)

Mit wenig Geld besser leben

Jeder will mehr Geld.

Überall um mich herum beklagen sich die Leute:

  • dass sie zu wenig Gehalt bekommen
  • die Rente zu knapp ist (oder in Zukunft sein wird)
  • und sie zu viele Steuern zahlen müssen

Es geht immer nur ums liebe Geld. Dabei ist es meiner Meinung nach gar nicht so erstrebenswert zu viel davon zu besitzen.

Warum du mit leeren Taschen oft leichter lebst, will ich dir hier verraten.

 

Nachteile, die der Reichtum mit sich bringt

Du könntest sicherlich auf Anhieb zehn Gründe aufzählen, warum du mehr Geld brauchst. Ich versuche nun einmal das Gegenteil und liste dir auf, warum du weniger haben solltest.

 

1. Geld bringt schlechte Gesellschaft

Du hast es vielleicht schon selbst erlebt, oder nur im TV gesehen.

Menschen die plötzlich viel Geld haben, haben auf einmal einen Haufen neuer „Freunde“. Sie werden angezogen, wie die Motten vom Licht und wollen auch im Reichtum schwelgen. Ist die Knete dann verprasst, sind auch ganz schnell die tollen Freunde weg.

Ähnlich ist es auch bei wohlhabenden Menschen, die einen Partner suchen. Wer beim Angeln Diamanten als Köder nutzt, der fängt eben Fische, die Diamanten mögen. Viele reiche Menschen haben sich schon oft darüber beklagt, dass potentielle Partner eher auf das Bankkonto schauen, als auf ihre inneren Werte.

Viel Geld ist also schlecht für soziale Beziehungen.

 

2. Geld macht asozial

Dieses Phänomen kannst du wahrscheinlich direkt in deinem näheren Umfeld beobachten.

Was passiert denn, wenn auf der Arbeit nur eine Beförderungsstelle ausgeschrieben ist, auf die sich 5 Kollegen bewerben? Es entsteht Rivalität.

Was im kleinen Kreis schon recht übel sein kann, verschlimmert sich noch, wenn es um Firmen geht, die nur ihre Gewinnmaximierung im Auge haben. Hier wird das Leiden der Angestellten billigend in Kauf genommen. Es wird ausgebeutet was das Zeug hält, damit die Aktionäre saftige Gewinne einfahren können.

Geld verdirbt den eigenen Charakter und da die Gesellschaft ja auch nur aus einzelnen Charakteren besteht, verdirbt es letztlich auch die Moral der Gesellschaft.

 

3. Geld macht Sorgen

Wie oft hab ich den folgenden Satz schon gehört:

„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.“

Das ist der absolute Schwachsinn. Geld beruhigt nicht, sondern fesselt dich. Je mehr du davon hast, desto mehr hast du schließlich zu verlieren.

Wie kommt es wohl sonst, dass gerade so viele Millionäre Steuern hinterziehen? Gerade die könnten doch darauf pfeifen, wie viel sie abgeben müssen. Es würde ihnen trotzdem zu viel zum Ausgeben bleiben. Aber sie haben Angst, weil sie sich mit ihrem Geld identifizieren. Wenn man auch nur einen kleinen Teil davon wegnehmen will, ist es, als wollte man ihnen ein Stück von sich selbst abnehmen.

Es ist egal wie viel du hast, dein Geld ist niemals sicher. Es gibt kein Vermögen, dass nicht durch eine Finanzkrise bedroht werden könnte.

 

4. Geld macht gierig

Dieser Punkt resultiert eigentlich aus dem vorherigen. Du kannst vielleicht bei dir selbst feststellen, dass du dich immer nur „up-“ und niemals „downgradest“.

Kaufst du einen neuen Fernseher, ist der mit hoher Wahrscheinlichkeit größer oder besser als dein alter.

So geht es jedem.

Wer einmal einen gewissen Stand erreicht hat, der geht ungern wieder zurück.

Und weil die Reichen Angst haben wieder eine oder mehrere Stufen nach unten zu fallen, versuchen sie noch mehr Geld zu bekommen, weil sie denken, dass sie irgendwann schon sicher sein werden. Das ist eine Fehleinschätzung.

 

5. Geld macht unfrei

Das krasse ist, je mehr du dir leisten kannst, desto unfreier wird dein Wille.

Das Geld hängt wie ein Damoklesschwert über dir und lenkt dich. Du triffst Entscheidungen zu seinen Gunsten.

Deine Freunde wollen im Park grillen gehen, aber gerade heute – und nur heute – gibt es in deinem Lieblingsschuhgeschäft einen Sonderrabatt, den du dir nicht entgehen lassen kannst.

Man vergisst in solchen Situationen, dass nur die Zeit unwiederbringlich ist, nicht aber Geld und materielle Güter. Du sagst dir vielleicht, dass deine Freunde auch morgen noch da sind, aber es zählt wirklich jede Sekunde mit Menschen, die uns am Herzen liegen.

Sehr häufig sagen Sterbende auf die Frage, was sie in ihrem Leben bereuen würden, dass sie sich wünschten, weniger gearbeitet zu haben und mehr Zeit mit Freunden und Familie verbracht zu haben. Denn auch hier ist oft Geld der Grund dafür, warum viele Menschen lieber mit einem dicken Konto unglücklich im Job sind, als mit weniger Einkommen glücklich und erfüllt zu leben.

 

6. Geld kann dich in Gefahr bringen

Das kennst du bestimmt noch aus der Schule.

Da gibt es eine Belehrung, dass du beim Feueralarm alles liegen lassen sollst und nur dich selbst in Sicherheit bringen sollst. Beim ersten Testalarm gibt es dann aber doch etliche, die noch schnell den tollen Lamyfüller in den tollen Scout-Ranzen stecken und mit diesem auf den Schultern rausspazieren.

Ist es nicht schrecklich, wie sogar schon Kinder die eigene Gesundheit auf’s Spiel setzen um Wertgegenstände zu retten? Das kommt natürlich von den Eltern, denn die sind noch schlimmer.

Wie oft sind Menschen schon im eigenen Haus verbrannt, nachdem sie eigentlich schon in Sicherheit waren und nur nochmal schnell die wichtigen Dokumente, das unbezahlbare Erbstück oder sonstwas holen wollten.

Manchen Menschen ist ihr Geld und ihr Besitz wichtiger als ihr Leben.

 

7. Geld macht misstrauisch

Diebstahl, Betrug, Abzocke…

Alles Dinge, die du fürchten musst, wenn du etwas besitzt, das andere auch gerne haben wollen.

Gerade Geld ist ja so etwas, was jeder gerne haben möchte.

Und so wirst du misstrauisch und vermutest – oft auch zurecht – hinter jedem netten Gespräch mit einem Fremden eine Absicht dir dein liebstes wegzunehmen.

 

8. Geld macht einsam

Eine traurige Wahrheit ist, dass Werte wie Familie und Gemeinschaft immer mehr verschwinden.

Warum? Ganz einfach… weil sie keiner mehr braucht.

Früher war es lebensnotwendig eine große Familie zu haben. Die Kinder versorgten im Alter ihre Eltern. Man half sich auch gegenseitig im täglichen Leben. Wenn einem ein Unglück wiederfuhr, halfen die nahe stehenden einem heraus.

Heute sind wir alle durch Rente und Versicherungen, also durch Geld abgesichert.

Wenn wir krank sind zücken wir das Kassenkärtchen oder sagen das Zauberwort „Privatpatient“ und schon wird uns geholfen. Im zweiten Fall zwar meist schneller, als im ersten, aber dennoch sind wir auf Niemanden angewiesen. Wir haben es nicht mehr nötig, dass sich eine Familie um uns kümmert.

Die Rechnung kriegen wir im Alter. Warum sind wohl die Altenheime voll bis unters Dach? Aber niemand macht sich vorher Gedanken.

Erst wenn die eigenen Kinder einem erklären, dass das Haus ja sowieso viel zu groß für einen ist und man ja den Großteil auch umsonst heizt, weil man ja auch nur noch in 2 Zimmern wohnt, geht einem ein Licht auf und man bereut: „Hätte ich doch mal früher…“ Aber nun ist es zu spät, denn man hat es den Kindern ja schließlich so vor gelebt.

 

9. Geld macht das Leben unnötig schwer

Du bist bestimmt auch schon mal in Urlaub, auf Klassenfahrt oder sonstwo hin gereist und hast nach der Reise feststellen müssen, dass du mindestens die Hälfte der ganzen Dinge, die du eingepackt hast, gar nicht benutzt hast. Du hast das ganze Zeug umsonst mit dir herum geschleppt.

Oder du hast bei deinem letzten Umzug festgestellt, wie viel alten Plunder du eigentlich im Keller und/oder auf dem Dachboden verstaut hattest. Du wusstest zwar, dass du das Zeug schon mindestens drei Jahre nicht mehr gebraucht hast, hast es aber trotzdem wieder mit in die neue Bude genommen und dort fein säuberlich verstaut. Es könnte ja mal nützlich sein.

Lieber erschweren wir uns das Leben als uns von Dingen zu trennen.

Die Rede ist hier zwar eher von Dingen, als von Geld, aber diese hast du ja schließlich auch mal teuer bezahlt, oder?

 

10. Geld macht Arbeit

Glaubst du nicht?

Wie sieht es denn mit deiner Steuererklärung aus? Oder der Verwaltung deiner Anlagen?

Je mehr Geld du hast, desto mehr Arbeit hast du auch mit seiner Verwaltung.

Zum Beispiel damit, das Geld von Bank A zu Bank C zu transferieren, weil diese einen um 0,05% höheren Zinssatz hat. Den Zinssatz musst du sowieso ständig im Auge behalten, damit dir nichts entgeht. Nicht zu vergessen, dass du Bank B noch eine saftige Mail schreibst, wie lächerlich im Vergleich zu A und C ihr Angebot ist.

Falls du an der Börse spekulierst, hast du natürlich noch mehr zu tun, wenn du immer auf dem Laufenden sein willst.

Klar, du könntest auch einfach jemanden dafür bezahlen, der das alles tut, aber der will ja dann auch Geld dafür, also musst du mehr verdienen, um dir das leisten zu können.

 

11. Geld verkürzt das Leben

Vielleicht hast du auch schon einmal einen Kredit aufgenommen, zum Beispiel für einen Hauskauf.

Wie viel Zeit hat es dich gekostet die verschiedenen Angebote einzuholen und zu vergleichen um am Ende 2% mehr raus zu holen?

Ich weiß schon, dass 2% eine große Summe bei einem Hauskauf sind, aber lässt sich verlorene Lebenszeit wirklich in Geld aufwiegen? Ich habe es zwar im Punkt 5 schon erwähnt, aber weil es so wichtig ist, sage ich es dir nochmal:

Du kannst dir keinen Tag deines Lebens zurück kaufen. Nicht einmal eine Minute.

Ich möchte dich damit nicht dazu bewegen jedes mal den erst besten Handel einzugehen und dich mit breitem Lächeln über den Tisch ziehen zu lassen, aber du solltest es im Hinterkopf behalten und abwägen, ob es die verlorene Zeit wirklich wert ist, wenn du beispielsweise im dritten Elektrofachgeschäft die Preise für den Mixer vergleichst.

 

Was bringt dir dieses Wissen?

Da sind es nun sogar 11 Gründe geworden.

Überrascht es dich so viel negatives über Geld zu hören? Mir tut es immer gut, wenn ich mir ins Gedächtnis rufe, dass Geld doch nicht das erstrebenswerte Wundermittel ist, für das es alle halten und, dass es viel viel wichtigere Dinge im Leben gibt, als den schnöden Mammon.

Dass Geld und Reichtum nicht das Maß aller Dinge sind, wurde von einigen schon sehr früh erkannt.

„Den größten Reichtum hat, wer arm ist an Begierden.“

(Lucius Annaeus Seneca: Briefe an Lucilius – Brief 29)

Es waren aber immer nur wenige, die es verstanden haben, denn die Menschheit hat sich ja leider in eine andere Richtung entwickelt. Diese Entwicklung kann man nun nicht einfach rückgängig machen. Es ist ja sowieso ein Kampf gegen Windmühlen, wenn man immer nur die äußeren Umstände ändern will.

Dafür kann man bei sich selbst anfangen. Behalte die Punkte im Hinterkopf oder druck sie dir aus und ließ sie jeden Tag. Vielleicht willst du sie auch Freunden oder deiner Familie zeigen und mit ihnen darüber diskutieren.

Je mehr du dich damit beschäftigst, desto besser, denn es schafft in dir Gelassenheit. Du empfindest nicht mehr den Druck mit dem Strom schwimmen zu müssen und ständig Ausschau nach dem großen Reichtum halten zu müssen.

Du wirst bewusster im Umgang mit Geld und triffst vielleicht andere Entscheidungen, die dein Leben bereichern und nicht dein Portmornaie.

Was du wirklich für ein erfülltes Leben brauchst und wie du es schaffst Geld nicht mehr für so wichtig zu halten, erfährst du in meinem kostenlosen eBook „Weisheiten des Flusses“.

 

Fazit

Wer den Nachteilen des Geldes entgehen will, der muss arm sein oder dem Armen ähnlich

Alle um dich herum streben nach mehr Geld.

Weil du mitten drin steckst, siehst du meist nur die scheinbaren Vorteile des Reichtums.

Du musst zunächst einmal einen Schritt zurück treten aus dem Getümmel, um es beurteilen zu können.

Willst du dann nicht, wie die anderen, in die Falle tappen, hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du gibst alles auf, was du bisher angesammelt hast und befreist dich so auf der geistigen und materiellen Ebene davon. Die Methode klingt ziemlich hart, wird aber trotzdem öfter angewandt, als du vielleicht denkst. Sogar Millionäre haben all ihren Besitz versteigert, das Geld gespendet und sich in einer kleinen Hütte niedergelassen, um dem Fluch des Reichtums zu entfliehen. Auch in der Geschichte finden sich einige Beispiele dafür, z.B. Diogenes von Sinope. Der Mann gab nicht nur das Reich-Sein auf, sondern seinen ganzen Besitz und wohnte in einer Amphore (große Vase).
  • Du änderst alleine deine geistige Haltung und machst dich so innerlich los vom Geld. Mehr ist eigentlich gar nicht nötig, denn das ist ja auch Ziel der ersten Methode. Dieser Weg erfordert aber mehr innere Stärke, da du den äußeren Verlockungen weiterhin ausgesetzt sein wirst.

 

P.S.: Kennst du noch weitere Nachteile des Geldes? Oder überwiegen deiner Meinung nach die Vorteile? Schreib einen Kommentar!

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11 überraschende Gründe, warum du mit weniger Geld besser Leben kannst (Nr. 2 ist schockierend)
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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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  1. Annette

    13. Juni 2014

    Hallo Norman,
    alles sicher richtig. Es kommt immer darauf an, wie man damit umgeht (Dein Punkt 2 bei Fazit – seine geistige Haltung ändern). Mit größeren finaniellen Mitteln kann man z.B. auch viel Gutes tun – schon mal darüber nachgedacht? An eine gemeinnützige Organisation spenden, selbst aktiv eine Initiative starten – z.B. ein Kinderdorf ins Leben rufen und ähnliche Dinge. Herzliche Grüße und noch einen schönen sonnigen Tag
    Annette

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    • Norman Brenner

      13. Juni 2014

      Hey Annette,

      danke für deinen Kommentar!

      Du hast sehr recht mit deinem Hinweis. Wenn du viel Geld hast, kannst du auch viel bewegen. Viel Geld = viel Verantwortung.

      Mit der geistigen Haltung meine ich folgendes:

      Du kannst Geld haben oder auch nicht. Binde dich in keinem der beiden Fälle daran.
      Sei unabhängig von Geld. Sei frei.

      Wenn du es sowieso hast, dann kannst du natürlich versuchen damit Gutes zu tun. Erstrebe es aber nicht. Auch nicht aus diesem Grund. Wenn du Gutes tun willst – tue Gutes. Das geht auch ohne Geld.
      (Meine Meinung zu Hilfsorganisationen ist übrigens folgende: Wenn sich jeder in seiner Umgebung für seine Mitmenschen einsetzen würde, dann wären viele Hilforganisationen überflüssig – Hilfsaktionen wegen Katastrophen jetzt mal ausgeschlossen)

      Momentan beschäftige ich mich noch mit dem Thema Zeit, aber da mir zu dieser Sache auch noch ein paar Sachen einfallen, werde ich dazu sicher bald auch mal eine Erkenntnis erarbeiten.

      Wünsche dir eine kühle Briese bei der Hitze

      Gruß Norman

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  2. Nicole

    6. Juli 2014

    Hallo Norman,
    obwohl du einerseits sagst, es kommt in erster Linie auf die innere Einstellung an, möglichst frei und unabhängig vom Geld zu sein, bewertest du es doch andererseits in die Richtung, dass weniger Geld das Leben leichter macht. Das sehe ich nicht so und denke, die Argumente kann man auch ganz leicht andersherum formulieren (Geld verringert viele Sorgen, vereinfacht das Leben, macht frei, verbindet durch gemeinsame Hobbies etc., mehr Gesundheit, verlängert das Leben, macht unliebsame Arbeit unnötig, gibt mehr Zeit, gutes Tun, etc.)
    Wie in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt wurde, bedarf es keinem Reichtum, um glücklich zu sein, jedoch einem angenehmen Wohlstand, der einem gewisse finanzielle Freiräume ermöglicht. Also ist wohl das Mittelmaß das geeignetste, um einem das Leben leichter zu machen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen nicht als „Mönche“ oder „Nonnen“ im Kloster leben, sondern in Familien etc. an einem mit Kosten verbundenem Leben teilhaben.
    Ich finde es absolut nicht verwerflich, Geld und materiellen Dingen positiv gegenüberzustehen, solange man diese BEWUSST genießen und im Falle des Verlustes auch loslassen kann. Viele angenehme Erfahrungen (gut Essen gehen, Reisen, etc.) sind nun mal mit Geld zu bezahlen und man würde sich meiner Meinung nach selbst einschränken, würde man NUR darauf verzichten, weil man sie ja verlieren könnte.
    Wäre nicht das sinnvollste, Geld und seine Vorteile zu genießen, solange man es hat und trotzdem ein bewusstes Leben im Hier und Jetzt zu führen?

    Grüße, Nicole

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    • Norman Brenner

      7. Juli 2014

      Liebe Nicole,

      ich freue mich, dass du meine Seite gefunden hast und auch über den tollen Kommentar =)

      Ich stimme dir ganz klar darin zu, dass Geld natürlich auch gute Seiten hat und viele Vorteile bringen kann. In diesem Beitrag habe ich die Medaille einfach mal umgedreht und geschaut, was sich auf ihrer Rückseite so verbirgt.

      Die Dinge, die du als Vorteile des Geldes anführst, haben meiner Meinung nach jedoch auch zweierlei Handhaben:
      – Sorgen: Wenn ich mich darum sorge nicht genügend Geld zum (über)leben zu haben, bin ich ganz bei dir. Sorge ich mich aber darum den nächsten Urlaub nicht finanzieren zu können o.ä., ist es meiner Meinung nach die bessere Variante sich von diesen Sorgen über einen anderen Weg zu befreien. Sich also innerlich nicht abhängig von diesem Urlaub zu machen (Genügsamkeit usw.).
      – Das Leben vereinfachen: Auch hier macht Geld das Leben solange leichter, wie es zur Stillung von Grundbedürfnissen dient. Es kann das Leben auch sehr erschweren, wenn man ständig auf sein Geld aufpassen und in Angst leben muss es könnte einem etwas abhanden kommen. Ich habe leider auch schon erleben müssen, dass Freundschaften und Familien sich wegen Geld zerstritten haben.
      – Macht Frei: Auf jeden Fall, solange es die eigene Existenz absichert. Was darüber hinaus geht nur dann, wenn man sich zuvor innerlich davon frei gemacht hat, denn sonst fesselt einen das Geld mit Angst vor Verlust etc.
      – Verbindet durch gemeinsame Hobbies: Die gemeinsamen Hobbies verbinden meiner Meinung nach, aber ist dazu zwingend Geld nötig? Natürlich, kann ich gemeinsames Fallschirmspringen oder ähnliches nicht mit leeren Taschen machen, aber ich glaube es ist hier nicht so wichtig was man gemeinsam tut, sondern, dass man etwas gemeinsam tut.
      – Mehr Gesundheit: Ja, bis zur medizinischen Grundversorgung, würde ich sagen. Aber es kann auch sehr schädlich sein. Exzessiver Lebensstil, Schönheits-OPs, Botox, Ärzte, die eher auf den Geldbeutel, als auf die Gesundheit schauen… nicht zuletzt gibt es ja auch die sog. Wohlstandskrankheiten, die in ärmeren Regionen gar nicht erst vorkommen.
      – Verlängert das Leben / gibt mehr Zeit: Generell verkürzt Geld zunächst einmal das Leben, da du dafür arbeiten gehn musst. Ich habe das hier schonmal angeführt: https://www.vernuenftig-leben.de/warum-dein-leben-zu-kurz-ist/
      Wenn du es geerbt oder gewonnen hast, stimmt das natürlich nicht mehr.
      – Gutes tun: In der Antwort zu Anettes Kommentar, habe ich mich hierauf schon bezogen.
      – Macht unliebsame Arbeit unnötig: Also ich würde sagen Geld ist nur durch unliebsame Arbeit zu bekommen. Denn du wirst schließlich dafür bezahlt für jemanden etwas zu tun, das er nicht selbst kann/will. (Heißt nicht, dass die Arbeit für dich unliebsam sein muss, aber zumindest für den, der dich bezahlt). Auch hier gibt es natürlich Erben oder Gewinner, die wirklich keinen Finger mehr krum machen müssen. Aber ist das ein Vorteil? Ist es nicht wertvoller im Leben zu lernen sich daran zu gewöhnen, dass man auch mal Dinge tun muss, die einem nicht so lieb sind? Wenn es so gut ist nichts mehr tun zu müssen, warum sterben dann viele reiche, teilweise auch berühmte und oft sehr junge Menschen an einer Überdosis?

      ‚Also ist wohl das Mittelmaß das geeignetste, um einem das Leben leichter zu machen.‘
      -> „Nicht ganz in der Armut sitzen, aber doch nicht weit von ihr entfernt sein – das scheint mir das günstigste Vermögensverhältnis zu sein“ sagt auch Seneca =)

      ‚Wäre nicht das sinnvollste, Geld und seine Vorteile zu genießen, solange man es hat und trotzdem ein bewusstes Leben im Hier und Jetzt zu führen?‘
      Ich stimme dir absolut zu. Man darf und soll sein Geld solange bewusst genießen wie man es hat, wenn man es auch loslassen kann, wenn es drauf ankommt. Das ist ja genau der zweite Weg, den ich oben beschreibe.

      Was meinst du zu meinen Ausführungen? Bin ich irgendwo komplett auf dem Holzweg?

      Liebe Grüße

      Norman

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  3. Nicole

    7. Juli 2014

    Hey,

    vielleicht wäre es dann objektiver gewesen, Vor- und Nachteile aufzuzählen. Vielleicht hast du aber auch recht, dass die meisten nur von Vorteilen ausgehen.
    Nichtsdestotrotz, Armut, auch relative Armut birgt Gefahren, und nur die Existenzsicherung reicht meiner Meinung nach nicht aus, vor allem nicht, wenn evtl. noch Kinder von dir abhängig sind. Um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, ist es doch hinderlich, wenn man nur das nötigste hat, die Integration von eigenen Kindern halte ich dagegen für noch erheblich schwieriger und es gibt Studien zu den verheerenden psychischen Nachteilen verursacht durch Kinderarmut in Deutschland.
    Gut, also angenommen man ist nur für sich alleine, folgendes zu deinen Punkten:
    – Sorgen: dritte Variante: man hat Geld, macht sich gar keine Sorgen, genießt es einfach
    (kein Geld= Sorgen, Geld: selber entscheiden ob Sorgen oder nicht. Also doch lieber Geld
    – Leben vereinfachen: wieder hat es jeder selbst in der Hand, zu entscheiden, jedoch mit Geld zusätzlich die Möglichkeit weitere Erfahrungen zu sammeln (Fallschirmsprung, Reisen, Abenteuer etc…)
    – so geht es zu den anderen Punkten genauso: Geld KANN dir Probleme bereiten, genauso wie kein Geld. Aber wenn du es geschickt angehst, bereitet es dir keine Probleme und zusätzlich kannst du das Leben im „Äußeren“ noch ganz anders auskosten. Warum also nicht?

    Liebe Grüße,

    Nicole

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  4. Norman Brenner

    8. Juli 2014

    Hey Nicole,

    ich danke dir für den tollen Gedankenaustausch, der hier entstanden ist.

    Was das Leben mit Kindern betrifft, hast du absolut recht. Ich glaube auch, dass es besser ist etwas mehr als zum Überleben nötig ist in der Tasche zu haben, wenn jemand von einem abhängig ist.

    Ich bin aber der Meinung, dass es auch mit sehr wenig Geld gut gehen kann, wenn dieses einfach nicht da ist. Die Folgen für die Kinder entstehen meines Erachtens eher dadurch, dass die Gesellschaft und die betroffene Familie nicht so gut damit umgehen können (innere Einstellung, Vorurteile, Vergleiche…).

    Das hast du sehr schön formuliert, dass Geld Probleme bereiten kann oder auch nicht. Wenn du es geschickt anstellst, hast du dich im Geiste davon frei gemacht =) . Du bist dem Armen ähnlich im Geiste.

    Ich finde auch deine letzte Aussage sehr treffend, dass man das Leben im „Äußeren“ mit Geld ANDERS genießen kann. Also sind wir uns darüber einig, dass ein Lebensgenuss auch in Armut möglich ist?

    Die Frage „Warum nicht?“ wird sich letzten Endes jeder einzelne selbst stellen müssen. Ich denke im Endeffekt kommt es darauf an wo du im Leben hin willst. Für manche Ziele sind viele Äußerlichkeiten hinderlich.

    Kennst du den Sterbebett-Test? Da stellt man sich vor, man läge auf dem Sterbebett und denkt darüber nach was man im Leben so (nicht) hatte. Ich persönlich würde wahrscheinlich nicht denken „Hätte ich doch nur ein paar tausend Euro mehr auf dem Konto gehabt“, sondern eher „Hätte ich doch etwas mehr Zeit mit meinen Lieben verbracht“ u. ä.

    Liebe Grüße

    Norman

    (0) War das hilfreich?
    Antworten
  5. Nicole

    8. Juli 2014

    Hey,

    im Grunde sind wir uns einig. Und klar, Lebensgenuss ist auch im Armen möglich.

    Den Sterbebetttest finde ich gut, da sollte man drüber nachdenken. Ich würde auch eher denken, hätte ich doch mehr Zeit mit meinen Lieben verbracht, …aber besonders gerne auch mit Ihnen auf ner Weltreise ;-)

    Einen schönen Abend noch,

    Nicole

    Deine Seite gefällt mir wirklich gut und schön, dass du für Diskussionen offen bist!

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    Antworten
    • Norman Brenner

      8. Juli 2014

      Hey Nicole,

      schönes Schlusswort zum Sterbebett-Test ;-)

      Freut mich sehr, dass meine Seite bei dir ankommt :-)
      Sie entwickelt sich, genau wie ich. Und solche tollen Diskussionen bieten unglaublich viel Potential dafür! Ich danke dir!

      Liebe Grüße und einen schönen WM-Abend!

      Norman

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      Antworten
  6. Linda

    26. September 2014

    Hallo Norman, ist zwar schon länger her dein Artikel, aber ich antworte trotzdem mal drauf. Deine Seite finde ich gut und mit sehr viel Tiefgang in so jungen Jahren. Ich wollte mal anmerken, dass Paulus im Neuen Testament auch irgendwo in den Briefen schreibt:“ Ich kann alles, viel haben und wenig haben“. Er konnte also damit umgehen. Und es steht da auch: „Lerne bedenken, dass wir sterben müssen“ und „haben als hätte man nichts“. Diese Überlegungen sind alle sehr alt, es gab schon damals (auch bei den Griechen) keine absolute Sicherheit, dass der Reichtum oder Wohlstand bleibt. Und in den heutigen Zeiten, wenn man sich die Eurokrise und die Verschuldungen der Staaten in der ganzen Welt ansieht, gibt erst recht keine Sicherheit durch Geld. LG

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  7. Norman Brenner

    28. September 2014

    Hey Linda,

    ich freue mich sehr über deinen Kommentar, vielen Dank! :-)
    Und danke für das Kompliment. Es ist ein schönes Lob, dass du meine Inhalte tiefsinnig findest!

    Die Stellen aus der Bibel kannte ich noch nicht, aber vielen Dank dafür. Sie spiegeln genau das wieder, was ich in der abendländischen Philosophie und im Taoismus gelernt habe. Das bestätigt wieder meine Annahme, dass alle Versuche die Weilt zu erklären, einen gemeinsamen Kern haben. Und an dem muss ja dann auch was dran sein!

    Vor allem „haben als hätte man nichts“ hat mich an einen schönen Ausspruch von Seneca erinnert:
    „Der ist ein großer Mann, der irdenes Geschirr gebraucht, als wäre es Silber;
    Nicht weniger groß ist aber jener, welcher silbernes Geschirr gebraucht als wäre es irdenes.“

    …es ist eben alles vergänglich. Aus deinem anderen Kommentar habe gesehen, dass du schon etwas mehr Erfahrungen im Leben gesammelt hast als ich. Würdest du mir verraten, was dein persönliches Fazit zum Umgang mit Geld ist? Welchen Wert misst du Geld und Besitz bei?

    Liebe Grüße

    Norman

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    Antworten
  8. Glücksdetektiv

    24. November 2014

    Hallo Norman,

    vielen Dank für diese schöne Zusammenfassung.
    Ich glaube, man muss Geld nicht verteufeln, sollte es aber auch nicht glorifizieren. Es ist ein simples Tauschmittel. Mehr nicht.

    Das Problem liegt darin, dass die meisten von uns Geld als eine Art Wundermittel betrachten, das sie auf einen Schlag glücklich macht.

    Wir sind aber immer noch die gleichen. Ob mit oder ohne Geld und unsere Probleme bleiben auch mit großem Bankkonto noch bestehen.

    Ich finde es daher toll, dass du mal die andere Seite der Medaille aufzeigst, denn das geschieht heutzutage viel zu selten.

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    Antworten
  9. Norman Brenner

    24. November 2014

    Hey Katharina,

    zuerst mal ein ofizielles und ganz herzliches Wilkommen hier! Ich freue mich sehr über deinen Kommentar!

    Du hast recht, die andere Seite des Geldes bleibt heute meist im Verborgenen. Mir geht es ja selbst so. Obwohl ich diese ganzen Fakten für mich erkannt habe und sogar hier aufgeschrieben habe, lasse ich mich noch oft von Außen „anstecken“, wenn es ums Geld geht. Und eigentlich geht es ja fast immer ums Geld. Erst in einer ruhigen Minute, wenn ich reflektieren kann, merke ich das dann und schalte einen Gang zurück.

    Aber ich glaube, dass dieses Phänomen auch ohne Geld wirken würde. Dann würde man wieder nach Landbesitz oder Kühen und Schweinen streben. Das ist irgendwie in uns drin. Evolution – der stärkere / reichere gewinnt.

    Wie geht es dir? Kannst du dich gut davon distanzieren, wenn andere um dich herum nach mehr eifern?

    Liebe Grüße und eine schöne Woche!

    Norman

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    Antworten
  10. Björn

    20. Januar 2015

    Hi Norman,

    ja ja das liebe Geld. Ein heikles Thema. Ich finde auch, dass man mit weniger Besitz/Geld glücklicher ist.

    Für mich sind das hier 11 Gründe noch minimalistischer zu leben. Wer braucht schon einen Fernseher oder eine Playstation ;)

    Gruß Björn

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    Antworten
    • Norman Brenner

      20. Januar 2015

      Hey Björn,

      Nach deinem klasse Kommentar auf myMONK, freue ich mich jetzt auch, dich hier begrüßen zu dürfen! Herzlich Willkommen!

      Ich fand es komischer Weise gar nicht schwer die 11 Gründe zusammenzutragen, aber ich finde es in unserer Gesellschaft sehr schwer, sie nicht zu vergessen.

      Alles dreht sich nur ums Geld. Man wird so leicht wieder mitgerissen, wenn man nich aufpasst.

      Wie gelingt dir das im Alltag?

      Mich würde auch mal aus purer Neugierde interessieren wie alt du bist, Björn?

      Liebe Grüße

      Norman

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      Antworten
  11. Andreas Bender

    3. Juli 2015

    Danke Norman!

    Ein gelungener Artikel, der den mittlerweile anthropologisch eingefärbten Zuständen der Welt ein Kontra entgegensetzt und mich in meinen Minimalismusvorstellungen bestätigt, auch wenn ich grundsätzlich (wie deine zitierten Zeitzeugen auch) meine eigene Philosophie „mache“ und keine Gedanken anderer Menschen aktiv anlese. Denn das würde meine Gedanken grundsätzlich gefährden und unweigerlich Hirnstrukturen anderer Menschen in meine legen, wodurch insgesamt „andere Menschen auf andere Menschen“ übertragen werden, was die potentielle Geistesvielfalt eingeschränkt und sich zwanghaft ein Nachahmen bilden muss, was in Summe weniger selbst-denkende Menschen und damit leider mehr von anderen geistig-abhängige Menschen hervorbringt, wodurch Macht sich nicht mehr auf alle möglichen Einzelfälle beschränkt.

    Mal abgesehen von der immer größer werdenden Datenflut, erachte ich Lesen für nicht zielführend, weil alles uns grundlegend Wesentliche dieses Planeten in jedem Zustand strukturell vorhanden und gänzlich ohne Sprache erkennbar, erfassbar und erfahrbar ist. (Universum vernachlässigbar, weil die Bedingungen auf der Erde uns hauptsächlich geformt haben)
    Daher ist es schlicht hinderlich bereits „gewesene“ Atomanordnungen der Vergangenheit mühselig und zeitraubend anzulesen, wenn unser natureigenes Rüstzeug, der Verstand, dazu treibt, sich die visionäre Zukunft -sprich- vernünftige wünschenswert-gleichgewichtige Atomkonstellationen vorzustellen.
    Dazu ein anregendes Experiment:
    Schneidet die Vergangenheit bis zu eurem Jetzt ab, und dann stellt euch bildhaft vor, wie der bestmögliche Zustand für diese Welt aussehen würde, gegeben alle sinnlichen Erkenntnisse, die wir mit unserem Körper und Geist aufnehmen können. Wie sähe sie aus? Wie müsste sie sein? Solange, bis man ein klares Bild darüber hat, was sein soll und was nicht, solange bis man weiß, an was man mit seinem Leben arbeiten sollte. Diese Fülle an ungeschriebenem, unvoreingenommenem, unbeschränktem Vorstellungsvermögen, was wir umsetzen könnten, was die Phantasie uns zusprudeln lässt, bringen ein „Land“ hervor, in dem „Liebe und Fürsorge fließen“ könnten. Es genügt letztlich nur eine einzige einfache Zeile, die jedoch verstanden werden will, um das maximale Potenzial der Gesamtheit der Menschen auf diesem runden Planeten dazu zu entlocken: „Denk absolut selbst, um an alles denken zu können.“

    [edit: Link entfernt]
    Ich habe anbei für Euch folgenden Link zu einer Seite, mit deren Inhalten Schuldgeld besser verstanden werden kann oder wisst ihr schon genug darüber was Schuldgeld eigentlich ist? Dann frage ich mich allerdings warum auf dieser Blogseite wohlwollend Arbeitsthemen und Geldwünsche behandelt werden, wenn gleichzeitig die Kostbarkeit der Lebenszeit hochgelobt wird, wenn doch verstanden sein soll, dass man theoretisch mit nur der Hälfte der heutigen Arbeitszeit seinen derzeitigen Lebensstil finanzieren könnte. Wenn das in genügend Köpfen drin wäre, wüssten wir wofür wir unsere heutige knappe Zeit verwenden sollten.

    Freundliche Grüße

    Andreas

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  12. Norman Brenner Norman Brenner

    6. Juli 2015

    Hey Andreas,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!

    Den Link habe ich aus folgendem Grund herausgenommen:

    Ich kenne mich selbst nicht sehr gut mit dieser Thematik aus und kann daher nicht prüfen, was auf dieser Seite vermittelt wird. Ungeprüft möchte ich hier keine Inhalte an die Leser weitergeben. Ich hoffe du verstehst das.

    Darüber hinaus hast du ja (und bist auch eingeladen das weiterhin zu tun) deine eigenen Gedanken dazu hier mit uns geteilt =)

    Was ich sehr interessant finde, ist der Gedanke, dass man theoretisch mit der Hälfte der Arbeitszeit seinen Lebensunterhalt verdienen könnte. Also sagen wir mal die 20-Stunden-Woche.

    Ich erinnere mich mal gelesen zu haben, dass das sogar der Traum der Arbeiter in der Industrialisierung war und eigentlich nur aus diesem Grund Maschinen erschaffen wurden und Arbeitsprozesse optimiert wurden. Alle wollten Automatisierung, damit sie selbst weniger arbeiten konnten. Leider ist das voll nach hinten losgegangen, weil man feststellte, dass man auf diese Weise statt die selbe Menge in kürzerer Zeit, lieber die doppelte Menge in der selben Zeit produzieren konnte =(

    Profit siegt über Freizeit. Im Großen, wie im Kleinen.

    Schaffst du es denn mittlerweile deinen Lebensunterhalt mit der 20-Studnen-Woche zu bestreiten?

    Liebe Grüße

    Norman

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  13. Jürgen

    16. Juli 2015

    Hallo Norman,

    in der aktuellen Ausgabe (2015/8) von „Gehirn und Geist“ Seite 41ff (edit: Link entfernt) wird das Thema Geld oder/und Glück behandelt – falls es Dich interessiert :-)

    Aus meiner Sicht lesenswert.

    Ein paar Zitat:
    ***
    „Geld macht seine Besitzer zwar meist nicht glücklicher, kann aber Belastungen abpuffern.“

    „Die Zufriedenheit von Menschen erhöht Geld vor allem dann, wenn sie es für andere statt für sicht selbst ausgeben“

    „Geld eröffnet Möglichkeiten…Je mehr ich davon habe, desto eher kann ich mein Leben nach meinen Vorstellungen gestalten“

    „Wenn dich Geld nicht glücklich macht, gibst du es wahrscheinlich nicht richtig aus“.
    ***

    Aus meiner Sicht kommt es auf die Einstellungen zum Geld an… Ich hätte allerdings nichts dagegen viel davon zu haben, sofern ich nichts anderes dafür opfern müsste ;-)

    lg
    Jürgen

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      18. Juli 2015

      Hey Jürgen!

      schön wieder von dir zu lesen! Wie läufts denn bei dir so?

      Ich habe den Link rausgenommen, weil er direkt zu einem Abonnement führt. Ich denke aber interessierte Leser werden den Weg dorthin schon finden. Ich muss da leider meiner Linie treu bleiben, hoffe du verstehst das =)

      Danke für die Zitate!

      Einige kann ich untermauern, andere finde ich aber gewagt. Zum Beispiel: „Wenn dich Geld nicht glücklich macht, gibst du es wahrscheinlich nicht richtig aus“

      Ich finde es kann durchaus auch eine große Belastung sein, selbst wenn man es „richtig“ (wie ist das eigentlich definiert?) ausgibt.

      Du kannst ja zum Beispiel sehr viel haben und es spenden wollen. Dann musst du dich entscheiden wofür. Flüchtlinge? Kranke Kinder? Sozial benachteiligte? Aufteilen auf alles? Dann schwindet die Wirkung für den einzelnen. Die Qual der Wahl geht damit einher. Genauso bei der Ausgabe des Geldes für deine Freizeitaktivitäten oder sonstwas. Wer viele Möglichkeiten hat, muss viele ausschlagen, wenn er sich entscheidet. Das macht stets unglücklich und ist psychologisch nachgewiesen.

      Was meinst du dazu?

      Liebe Grüße

      Norman

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  14. Jürgen

    19. Juli 2015

    Hallo Norman,

    hab‘ kein Problem damit, dass Du den Link entfernt hast – bekomme ja kein Geld dafür ^^

    „Die Qual der Wahl…“
    Also ich habe immer lieber mehr Auswahlmöglichkeiten, als weniger. Wieso auch nicht? Ich sehe für mich keinen Nachteil bei mehr Auswahlmöglichkeiten. Ich muss mich halt entscheiden… und die Möglichkeit Entscheidungen treffen zu können nenne ich Freiheit… und die mag ich ;-)

    „Wer viele Möglichkeiten hat, muss viele ausschlagen, wenn er sich entscheidet. Das macht stets unglücklich und ist psychologisch nachgewiesen.“

    Das mit dem psychologisch nachgewiesen sein ist immer so eine Sache. Wie oft wurde angeblich schon was nachgewiesen und stimmte dann doch nicht. Wie und unter welchen Umständen wurde denn das nachgewiesen?

    Wenn dem so wäre, müssten ja in Gefängnis eingesperrte total glücklich sein, weil ihre Entschiedungsmöglichkeiten reduziert sind?!

    Ich schaue lieber was erlebbar ist. Und wenn ich einfache Beispiele hernehme, dann habe ich lieber mehr Auswahlmöglichkeiten, als gar keine. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bspw. bei der Entscheidung für einen Fernseher ein Problem hatte, dass ich mich damit gegen andere entschieden hätte. Vielleicht danach, wenn es ein Montagsgerät war ^^ aber das ist eine andere Sache. Ebenso mit Urlaubsort,… Ich spende auch regelmäßig und mit den Problemen, die Du anführst war und bin ich nicht konfrontiert. Lieber die Möglichkeit haben das Geld dafür aus zu geben, als erst gar keine Möglichkeit zu haben.

    Vielmehr scheint es mir daran zu liegen, dass man möglicherweise unabhängig vom Geld einfach alles haben will – oder in den Dingen die man sich kauft, mehr Erwartungen hineinsteckt als sie geben können. Wenn dem so ist, dann ist man möglicherweise unzufrieden. Aber schätze das ist auch so mit viel oder wenig Geld… Hört sich für mich eher an, dass man da so seine Schwierigkeiten hat Entscheidungen zu treffen und dahinter zu stehen, oder dass man Erwartungen hineininterpretiert, die nicht erfüllt werden können…

    lg
    Jürgen

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      21. Juli 2015

      Hey Jürgen,

      Freiheit finde ich auch sehr wichtig und elementar, jedoch mache ich da einen Unterschied in der Definition. Ich sehe Freiheit, als die Möglichkeit frei zwischen allen gegebenen Möglichkeiten auszuwählen. Das hat noch nichts mit der Vielfalt der Möglichkeiten zu tun, sondern damit, dass kein Zwang herrscht.

      Deinen Einwand bezüglich der wissenschaftlichen Nachweise kann ich gut verstehen und ich sehe das auch selbst oft so. Aber in diesem Fall habe ich es sogar selbst schon oft feststellen können und vielelicht geht es dir auch so, wenn du von der Studie erfährst:

      Man hat Menschen beim Einkaufen im Supermarkt beobachtet, die Marmelade kauften und danach nach ihrer Zufriedenheit mit diesem kauf befragt. Es gab zwei Varianten. In der ersten gab es im Markt ein riesiges Regal mit unzähligen verschiedenen Marmeladesorten. In der zweiten gab es nur 7 (oder so…also wenige).

      Mit einem ziemlich signifikanten Unterschied waren die Käufer bei Variante 2 viel zufriedener mit ihrem Einkauf, weil sie nicht so viele Möglichkeiten ausschlagen mussten und am Ende eben eher das Gefühl haben eine sehr gute Auswahl getroffen zu haben (je mehr Auswahl du hast, desto weniger kannst du sicher sein, dass du das beste gewählt hast).

      Das gleiche Experiment gab es auch mit Eisdielen (du kannst dir die Durchführung bestimmt vorstellen).

      Ich persönlich habe das auch in vielen anderen Situationen schon oft festgestellt. Z.B. wenn die Speisekarte in einem Restaurant riesig ist.

      Das ist also der Effekt dahinter. Zu deiner Theorie mit dem Gefängnis: Nein. Wie ich oben schon bei der Definition der Freiheit betont habe, fehlt sie ja in diesem Beispiel. Außerdem Fand man heraus, dass nich gar keine Auswahl am besten ist, sondern eine begrenzte. So um die 7 Möglichkeiten. (Was denkst du, warum bei mir genau 7 Artikel bei den beliebten Beiträgen in der Seitenleiste stehen ;-) ).

      Also Gefängnis macht nicht glücklich =)

      Aber: Was man zum Beispiel auch durch Umfragen und langzeitstudien feststellen konnte (oder glaubt es festgestellt zu haben), ist, dass Frauen heute tendenziell weniger glücklich sind als früher (vor der Emanzipation). Frauen hatten früher oft weniger Möglichkeiten. Heute können sie, genauso wie Männer, Karriere machen und alles mögliche, was noch dazu gehört. Daneben aber auch Hausfrau und Mutter sein. Oder beides zusammen. Nur durch die Möglichkeit etwas zu tun, entsteht nämlich erst oft auch der Anspruch an sich selbst oder der der Umwelt, es auch tun zu wollen.

      Und heutzutage, wo uns einfach alles mögliche immer leichter zugänglich wird (Shopping, Urlaub, Investitionen…) verschärft sich dieses Phänomen natürlich.

      Liebe Grüße

      Norman

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  15. Andre

    30. August 2015

    Die schlimmste und gefährlichste Droge ist das Geld.

    Erfinde etwas, mache die Menschen davon abhängig und du hast wahrscheinlich für den Rest deines Lebens Finanziell ausgesorgt.
    Dieses Phänomen kann man auch wunderbar bei dem Thema Smartphone beobachten. Wo einem suggeriert wird, das man für jeden Scheiß eine App braucht und irgendwann dann wohl auch, ob ich meinen Arsch richtig abwische, Sorry.

    Was ich hier eigentlich nur sagen wollte, durchschaut das Spiel und macht euch nicht all zu sehr abhängig von diesem ganzen Zeugs. Vorallem, wenn ihr noch anfangt, euch damit zu identifizieren dann habt ihr ein riesen Problem weil glücklich werdet ihr damit nicht.

    Gruß Andre

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      30. August 2015

      Hey Andre,

      schön wieder von dir zu lesen! Und danke für deine Gedanken hier zum Beitrag =)

      Ich finde deinen Vergleich mit den Smartphones sehr interessant. Das ist wirklich ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite machen sie unseren Alltag ja auch in vielen Bereichen leichter. Ich zum Beispiel könnte mir niemals die ganzen Artikelideen merken, die ich unterwegs habe. Da bin ich immer sehr dankbar für das Smartphone in der Tasche. Aber ich merke auch, dass es auf der anderen Seite belastend sein kann.

      Hast du es ausprobiert? Mit Geld glücklich werden? Deine Formulierung klingt etwas danach =)

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Andre

        30. August 2015

        Ich sage es mal so: ich denke wir werden hier alle mehr oder weniger dazu erzogen (konditioniert) zu denken das wir nur mit Geld (eigentlich alle Materiellen Dinge dem eben das Geld zu Grunde liegt) glücklich sein werden. Die Frage ist nur schaffe ich es irgendwann mich von diesem Gedanken zu lösen oder nicht.

        Wie viel bezahlst du jeden Monat für dein Smartfone ?
        Hast du Angst das dein Blog nicht so „glänzen“ würde wenn du deine ganzen Ideen nicht gleich in deinem Smartfone notieren könntest ??
        Hast du es mal mit nem Zettel und Bleistift Probiert ???

        Übrigens, ich benutze selbst kein Smartphone und habe auch kein Auto, obwohl ich es mir auch locker leisten könnte. Hatte früher diese Sachen auch, bis ich mehr oder weniger durch Verlust zu der Erkenntnis kam das ich diese Dinge gar nicht wirklich benötige. Sondern habe diese nur benutzt damit ich größer in meiner Selbstdarstellung wirke.

        „Es ist ungeheures Leid immer und überall erreichbar sein zu müssen und zu glauben etwas verpassen zu können“

        Gruß Andre

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        1. September 2015

        Hey Andre,

        ich benutze mein Smartphone noch ganz oldschool-mäßig mit Prepaid =D Eine 15€-Aufladung hält bei mir locker für ein viertel bis halbes Jahr^^ Ich bin der Meinung, das ist recht sparsam.

        Ich habe keine Angst, dass es zu Lasten des Blogs gehen würde. Ich habe nur mittlerweile festgestellt, dass einen die Muse meist dann küsst, wenn man es nicht darauf anlegt. Und in diesen Situationen bin ich echt dankbar für mein Smartphone und Evernote!

        Klar könnte ich mich auch mit Zettel und Stift begnügen, aber durch das Smartphone wird es echt viel einfacher und effektiver. Ich habe es ohnehin immer dabei, die Notizen sind direkt online und ich kann von anderen Geräten auf sie zugreifen, ich kann sie direkt als Vorlage zum Schreiben verwenden, sie lassen sich kategoriesieren und wunderbar strukturieren (ich bin ein großer Freund von Struktur und Ordnung, zumindest, was meine Gedanken angeht =) ) und Ergänzungen und Änderungen sind auf viel leichter…

        Der Kommentar reicht nicht aus, um alle Vorteile aufzuzählen =D

        Aber das Smartphone hat auch seine Schattenseiten, die ich auch spüre. Da muss man eben ganz bewusst sein um für sich abzuwägen, was man mit macht und was nicht.

        Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mein Smartphone fast immer auf lautlos habe und deshalb meist nur zufällig mitbekomme, wenn mich einer anruft XD Soviel zur ständigen Erreichbarkeit. Man hat ja die Wahl.

        Liebe Grüße

        Norman

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  16. Andre

    1. September 2015

    Hey,
    ..sei mir bitte bite jetzt nicht böse und wenn, dann wäre es ja nur dein Ego ;-) ,
    ..du hast da gerade eben wirklich wunderbar dein eigenes Ego beschrieben, so wie dein Ich=Ego gerne sein möchte

    „..sie lassen sich kategoriesieren und wunderbar strukturieren (ich bin ein großer Freund von Struktur und Ordnung, zumindest, was meine Gedanken angeht =) )“

    ..ein sehr Verstandesorientierte Richtung oder auch lineares denken genannt ;-)

    ..da das Selbst immer ein ganzes bildet und kein entweder/oder kennt wäre es in deinem Fall wohl vollkommener zu sagen „ich bin ein großer Freund von Struktur und Ordnung als auch von Unstrukturiertheit und Unordnung“

    Die Seite die du hier von dir nicht beschreibst (Unstrukturiertheit und Unordnung) wäre somit dein Schatten, das, was du auf gar keinen Fall sein möchtest aber trotzdem bist und dies für dich zu akzeptieren gilt.

    „Wer zugleich seinen Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und damit kommt er in die Mitte“ C.G.Jung

    „Erleuchtung erlangt man durch das Erkennen der eigenen Dunkelheit“ C.G.Jung

    „Selbsterkenntnis ist ein Abenteuer, das in unerwartete Weiten und Tiefen führt“ C.G.Jung

    P.s.: wenn du das gelesen hast, achte eventuell mal auf dein Gefühle, wie es vieleicht anfängt in dir herum zu rumoren ;-)

    liebste Grüße dir

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. September 2015

      Hey Andre,

      danke, für deine Ehrlichkeit! Ich bin nicht böse, im Gegenteil, eher dankbar! Sowas erkennt man ja selten selbst bei sich und da ist es gut, wenn man darauf hingewiesen wird.

      Ich verstehe, was du mir damit sagen möchtest. Und ich stimme dir zu. Das findet wohl alles im Ego statt, aber dieses Ego brauche ich auch für das, was ich tuhe. Es ist meine Spielfigur hier, mein Werkzeug.

      Natürlich akzeptiere ich auch Unstrukturiertheit und Unordnung (Du solltest mal meinen Schreibtisch zu seinen besten Zeiten sehen =D). Aber das Akzeptieren und das Nutzen sind ja zwei verschiedene Seiten des Ganzen.

      Ich muss natürlich das Ganze kennen, um Differenzieren zu können, aber wenn ich von A nach B kommen will, nutze ich ja auch lieber meine Beine, als meine Hände, obwohl ich sie alle kenne =)

      Ich sehe es also eher als eine bewusste Entscheidung, als als ein unbewusstes verhaftet sein.

      Liebe Grüße

      Norman

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  17. Dario Reis Dario

    9. September 2015

    Hey Norman,

    wieder ein schöner Artikel.
    Das größte Problem ist glaube ich, dass Geld gerade in der Mittelschicht als Mittel gesehen wird, damit man sich schöne Dinge kaufen kann.
    Wie viele von den schönen Dingen braucht man denn wirklich?
    Der Klassiker ist ein teures Auto. Wer braucht wirklich ein teures Auto? Die wenigsten fahren so viele Kilometer, dass sich ein komfortableres Auto wirklich auszahlt. Das gleiche gilt natürlich für einen teuren TV, neue Schuhe etc.
    Man kann sich das Geld sparen und z.B. dafür in den Urlaub fliegen. Ich rechne nie in Geldbeträgen, sondern in Urlauben die ich mir leisten kann, wenn ich XY jetzt nicht kaufe. Etwas verrückt, aber es macht mich glücklich.
    Wenn ich mal wieder irgendwo Surfen bin merke ich besonders, dass man außer sein Board, gute Gesellschaft und eine Unterkunft nicht viel braucht um glücklich zu sein.

    Grüße
    Dario

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. September 2015

      Hey Dario,

      danke für diesen wunderschönen und wieder einmal sehr inspirierenden Kommentar!

      Das Problem, was du beschreibst, ist letzen Endes wohl einfach das, dass die Leute nciht wirklich wissen, was sie wollen. Und sie machen sich auch nicht die Mühe darüber nachzudenken. Letztlich strebt doch jeder nach einem guten Leben. Nur kein Mensch fragt sich, was er dafür wirklich braucht. Er sieht Werbung oder seine Freunde und glaubt einfach, was die einem erzählen. Zum guten Leben gehört ein gutes Auto. Punkt.

      Deinen Ansatz finde ich sehr gelungen. Wobei ich feststelle, dass es dir im Kern auch nicht um Urlaub, sondern um Erlebnisse geht. Und dafür braucht man in den seltensten Fällen Geld. Urlaub ist ja nur eine Form bzw. ein Begriff dafür tolle Erlebnisse zu machen. Und auch der Urlaub wird oft genug als Statussymbol missbraucht.

      Ich unterlasse es mittlerweile gänzlich in irgendetwas umzurechnen. ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir seltsamer weise immer die Mittel zur Verfügung stehen, die ich gerade brauche. Zufall? Fügung? Ich weiß es nicht, bin aber sehr glücklich darüber =)

      LG Norman

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      • Dario Reis Dario

        12. September 2015

        Richtig, es geht mir um Erlebnisse. An die kann man sich erinnern, daraus lernen und einfach Spaß haben.
        Dass der Urlaub als Statussymbol missbraucht wird, passiert mittlerweile immer häufiger (Ich lebe in der Nähe von ein paar Skigebieten und sehe das jeden Winter).
        Dass die Mittel immer zu Verfügung stehen ist interessant. Muss ich mal drüber nachdenken :-)

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        15. September 2015

        Ja, ich hatte schon einige solcher „Überlagerungen“. Z.B., dass eine teure Autoreparatur anstand und gleichzeitig eine Rückzahlung von irgendwas herein flatterte =) Ich hoffe nicht darauf oder spekuliere, dass sowas passiert, aber ich vertraue mittlerweile dem Leben. Es kommt schon alles so, wie es kommen soll, denke ich.

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  18. Dario Reis Dario

    15. September 2015

    Das stimmt, das ist das Vertrauen, dass irgendwie schon hinhauen wird.

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  19. Thomas

    25. Februar 2016

    Toller Artikel, der den ein oder anderen vielleicht auch mal zum Nachdenken anregen wird.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      28. Februar 2016

      Hey Thomas,

      Danke! =D

      Ich hoffe auch, dass er einige inspiriert, denn du hast recht: Am Ende muss sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden =)

      LG Norman

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  20. Simon

    3. Dezember 2016

    Hi Norman, ich wollte dir nur mal von ganzem Herzen danken für all die genialen Artikel von dir, inklusive deines EBooks. Die sind alle echt Balsam für meine Seele!!!

    Durch ein Buch, welches ich seit Kurzem lese, gehe ich einen ähnlichen philosophischen Weg: „Jetzt – Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle.
    Das kann ich jedem nur extrem empfehlen, dadurch ist mein Leben viel leichter!!!

    Liebe Grüße und eine schöne Zeit euch :)
    Simon

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      6. Dezember 2016

      Hey Simon,

      danke! =D

      Das Buch kenne ich auch. Ich finde sehr vieles darin wertvoll, kann mich aber mit manchen Ansichten wie z. B. dem Schmerzkörper einfach nicht identifizieren.

      Dir auch eine schöne Zeit

      LG Norman

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  21. Gunhild

    6. Juni 2017

    ..also es tut mir leid, aber wenn man Probleme hat, die Miete zu zahlen und überhaupt den Lebensunterhalt zu bestreiten, obwohl man Vollzeit arbeitet, dann kann man sich nicht mit dem Gedanken trösten, daß Geld keine Rolle spielt ..man muss essen und mag vielleicht nicht nur das Billigste vom Billigen in sich hineinwerfen, man braucht auch mal Klamotten und Schuhe, dabei rede ich nicht vom übervollen Kleiderschrank .. auch mache ich gerne mal Urlaub im Ausland, habe schließlich 3 Fremdsprachen gelernt, was aber hier in diesem Land nicht zählt und dafür braucht man auch Geld, selbst wenn man sich mit niedrigeren Standardss zufrieden gibt, aber Tapeten-und Klimawechsel tut einfach gut, wenn man erledigt ist .. wenn man sich schon überlegen muss, ob man jetzt die Kinokarte kauft oder ein paar Schuhe und nur rechnen und knausern muß, dann vergeht’s einem .. und wieso sterben Arme eher als Vermögende??? wenn armsein angeblich so frei macht?? Auch ist es nicht aufbauend, nach Jahren der Arbeiterei mit nichts dazustehen .. und Träume habe ich schon keine mehr, die sind mir alle zerstört worden ..

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      12. Juni 2017

      Hey Gunhild,

      danke für deinen offenen Kommentar =)

      Klar, gewisse Grundbedürfnisse müssen gestillt sein, aber ich glaube persönlich, dass das hier in Deutschland nicht das größte Problem ist.

      Was du beschreibst (Shoppen, Reisen, Kino…) sind aber für die meisten, die wenig Geld haben eher Luxusinvestitionen.

      Was ich aber viel wichtiger finde: Was steckt hinter diesen Sehnsüchten und lassen sie sich evtl. auch ohne viel Geld befriedigen?

      Kannst du zum Beispiel deine Fremdsprachen auch hier im Land nutzen?

      Kannst du einen Tapetenwechsel auch ohne eine teure Reise bewerkstelligen?

      Kannst du das Verlangen nach Abwechslung und Modebewusstsein auch ohne den Kauf neuer Kleidung stillen?

      Ich denke, hinter all diesen Wünschen, steht immer ein Grundbedürfnis, das auch auf eine andere Weise befriedigt werden kann. Vielleicht sogar viel effektiver als auf die Art, die uns von der Gesellschaft vorgegeben wird.

      Wenn man noch weiter geht, kann man sich sogar fragen „Warum sehne ich mich so nach Abwechslung? Was ist die Ursache dafür? Womit bin ich vielleicht in meinem Alltag unzufrieden?“ und kann sich daran machen, hier eine Veränderung herbeizuführen.

      Seine Begierden mit Geld zu befriedigen ist leider ein sehr einfacher und deshalb oft bevorzugter Weg. Man kann hier auch leicht die Verantwortung abgeben und sagen, dass man unglücklich ist, weil „der Staat“ oder „die Firma“ einem so wenig Geld geben. Wenn du schreibst, dass deine Träume dir alle zerstört worden sind, hat das für mich so einen Beigeschmack von Verantwortung abgeben… Wie kann denn jemand deine Träume zerstören? Es sind doch deine und du kannst sie jeden Tag aufs Neue träumen! Die kosten kein Geld ;-)

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  22. Marcello

    17. Juni 2018

    Im letzten absatz wurde mir klar das ich „finanziell frei sein“ völlig falsch verstanden habe.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      3. Juli 2018

      Hey Marcello,

      danke, dass du deine Erkenntnis hier mir uns teilst =)

      Das ist wirklich ein krasser Unterschied, was man alles darunter verstehen kann. Im Grunde bedeutet es ja aber genau das Gegenteil von dem, was die meisten darunter verstehen, nämlich viel Geld zu haben. Gerade dann ist man ja aber abhängig davon und nicht wirklich frei.

      LG Norman

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  23. Mirella

    27. September 2018

    Das ist absoluter Schwachsinn. Geld ist neutral; weder gut noch schlecht. Sie bedienen hier einfach Klischees. Reich zu sein, ist etwas wunderbares und innerer Reichtum kann auch im äußeren Reichtum sichtbar werden. Wir müssen es uns einfach nur trauen.

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      2. Oktober 2018

      Hey Mirella,

      danke für deinen ehrlichen Kommentar und den Einwand =)

      Ich sehe das ganz ähnlich wie du:

      Geld ist ein Multiplikator deiner inneren Einstellung.

      – Wenn du großzügig bist, kannst du mit mehr Geld noch großzügiger sein.

      – Wenn du hilfsbereit bist, kannst du mit mehr Geld, noch mehr Menschen helfen.

      Etc.

      Aber: Wenn du dich auf das Geld fokussierst und Geld zum Endzweck machst bzw. reich sein willst, wegen des Reich-Seins, dann multipliziert es genau die Eigenschaften, die du dir auf diesem Weg aneignest: Mehr wollen, Verlustängste, Misstrauen, vll. sogar Neid, etc…

      Ich denke deshalb, Geld sollte immer nur ein Mittel zum Zweck sein und der Fokus auf dem liegen, was man eigentlich will.

      Liebe Grüße

      Norman

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