Karriere machen – 8 Lügen, die wir glauben

Karriere machen - 8 Lügen, die wir glauben

Eine Karriere macht dein Leben besser!

Das denken viele Menschen.

Sogar Menschen, die selbst keine Karriere machen, blicken oft neidisch auf diejenigen, die es tun.

Dabei ist das ein Irrglaube!

Oft ist nämlich sogar das Gegenteil der Fall.

Aber warum glauben wir diese und andere Lügen über das Karriere machen?

 

Warum glauben wir, dass eine Karriere unser Leben besser macht?

Weil eine Karriere ein Schauspiel ist.

Eine Karriere ist wie eine daily Soap, nur im echten Leben.

Du siehst nämlich nur das, was du sehen sollst – oder willst.

Den ganzen Aufwand, die Kosten, den Ärger hinter den Kullissen und die Nachteile, siehst du nicht. Oder du willst sie nicht sehen. Weil du lieber an die Lügen über das Karriere machen glaubst, da sie dir als Vorteil erscheinen.

Und deshalb wollen wir hier einmal Klarheit schaffen üder die 8 größten Lügen über das Karriere machen:

 

Die 8 größten Lügen, über das Karriere machen

 

#1 Eine Karriere ist sinnvoll

Viele Menschen verwechseln heute ihren persönlichen Sinn mit ihrer Karriere.

Das kann unzufrieden und unglücklich machen.

Man hört zum Beispiel häufig, dass Menschen in sozialen Berufen – wie zum Beispiel Erzieher – viel zufriedener in ihrem Job sind, als etwa Börsenmarkler.

Das liegt daran, dass in den sozialen Berufen die Ausübung der Tätigkeit an sich schon einen Sinn für den Menschen macht. Er hilft anderen und liefert einen echten Nutzen.

Bei Börsenmarklern ist der Nutzen nicht direkt durch die Tätigkeit erkennbar. Wenn sie eine Zahl mit vielen Nullen von einem Aktienfond in einen anderen schaufeln, sehen sie außer einer steigenden oder fallenden Zahl keinen großen Effekt. Der indirekte Nutzen kommt für sie am Ende des Monats in Form des Gehalts und vielleicht noch eines Bonusschecks.

Das ist ein „Schein-Sinn“. Es scheint sinnvoll, denn wir haben ja am Ende etwas davon. Und weil wir nicht wirklich damit zufrieden sind, denken wir, dass wir eben noch besser darin werden müssen. Noch erfolgreicher, damit es wirklich Sinn macht. Wir strampeln noch heftiger um auf der Karriereleiter schneller voran zu kommen und merken nicht, dass wir im Hamsterrad laufen.

„Von innen sieht ein Hamsterrad auch aus wie eine Karriereleiter.“

(Unbekannt)

Besser wäre es, sich wieder zu be-SINN-en und sich einer Tätigkeit zu widmen, die einen durch das Tun selbst erfüllt.

Was ist dir wirklich wichtig im Leben und wie kannst du danach leben?

Im ständigen Wettlauf im Karriere-Hamsterrad wirst du die Antwort darauf nicht finden.

 

#2 Eine Karriere macht dich reich

Ja, richtig gelesen. Das ist eine Lüge!

Eine Karriere macht dich nicht reich, sondern arm!

Es mag sein, dass du in Geld und Luxus schwimmst, wenn du erfolgreich Karriere machst, aber bist du dadurch wirklich reich?

„Reich ist nicht wer viel besitzt, sondern wer wenig braucht.“

(Lucius Annaeus Seneca)

Wer Karriere macht, braucht den Luxus. Zum einen als Entschädigung für die hohen Kosten (siehe #5), zum anderen, weil ihm eingeredet wird, dass er ihn braucht.

Die Chefs leben es vor. Die Kollegen leben es nach. Das macht ja auch Sinn: Wenn die Firma in dir den Wunsch nach teuren Dingen weckt, wirst du härter arbeiten um sie zu bekommen.

Außerdem fördert eine Karriere die ewige Misere des Vergleichens.

Du vergleichst dich ständig mit deinen Kollegen oder anderen Menschen in ähnlichen Positionen, um zu prüfen, wo du auf der Leiter stehst. Das macht arm, denn du wirst immer irgendwo einen finden, der über dir steht.

Würde es nicht zu einem besseren Leben führen, wenn du schätzen lerntest was du hast?

Genügsam mit dem reich sein, was schon dein ist und nicht gierig mit etwas reich werden wollen, was sowieso nicht in deiner Macht liegt?

 

#3 Eine Karriere gibt dir Sicherheit

Es ist wohl einer der größten Irrtümer unserer Zeit, dass man mit einer guten Karriere auch mehr Sicherheit hat.

Genau das Gegenteil ist nämlich der Fall.

„Mit jeder Sprosse, die man erklimmt, schwankt die Leiter mehr.“

(Hellmut Walters)

Je steiler die Karriere, desto schnelllebiger das Geschäft. Und je schnellebiger das Geschäft, desto unsicherer dein Arbeitsplatz.

Dazu kommt der Prozess der Globalisierung, der die Welt zum Dorf macht und den Arbeitsmarkt auf die ganze Erdkugel ausdehnt.

Die erhöhte Konkurrenz führt wieder dazu, dass du noch härter arbeiten musst um deinen Job zu behalten oder aufzusteigen.

„Aber meine Firma braucht mich!“, könntest du da vielleicht entgegnen.

Ja wirklich?

Bist du so unersetzlich in der heutigen Welt, in der die Personalchefs nur 3 Mausklicks davon entfernt sind einen ambitionierten jungen Absolventen bei XING zu finden, der deinen Job für die Hälfte oder noch weniger macht?

Welche Sicherheit bietet dir deine Karriere wirklich?

Die Dinge, die dir wirklich Sicherheit und Beständigkeit im Leben geben, sind Dinge wie zum Beispiel Familie, Freundschaft und DU SELBST – im Sinne von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Gelassenheit.

 

#4 Eine Karriere macht dich frei

Jeder, der nicht für sich selbst arbeitet, ist in einer gewissen Weise unfrei.

Dabei ist es egal, ob du zum Beispiel nicht frei über deine Zeit verfügen kannst, weil dein Chef dir Vorgaben macht, oder ob du es nicht kannst, weil du dir selbst Bedingungen auferlegst.

„In der höchsten Stellung ist das geringste Maß an Handlungsfreiheit.“

(Gajus Valerius Catull)

Das beschränkt sich nicht bloß auf deine Arbeitszeit – Du kannst sogar zum Vollzeit-Sklaven werden:

  • Vielleicht kannst du dir nicht mehr aussuchen, was du anziehst?
  • Oder du musst einen bestimmten Wagen fahren, weil man das in dieser Position nun einmal so tut?
  • Möglicherweise erwartet man dich regelmäßig auf dem Golfplatz zu sehen?
  • Und mit deinen alten Freunden treffen? Was wenn einer von ihnen ein peinliches Partybild im Internet postet?

Die Karriere lebt dich, nicht umgekehrt.

Die wahre Freiheit hat nur derjenige, der auch jeder Zeit in der Lage ist, das eigene Interesse über das des Arbeitgebers zu stellen. Und wer kann das heute schon von sich behaupten?

 

#5 Eine Karriere macht dich unabhängig

Es ist genau anders herum:

Eine Karriere macht dich Abhängig.

  • abhängig vom Urteil deiner Vorgesetzten und Gönner
  • abhängig vom Erfolg
  • abhängig vom Gehalt

Natürlich sind auch 08/15-Arbeitnehmer abhängig von ihrer Bezahlung und davon, dass der Boss sie nicht feuert. Aber als Karrieremensch ist das alles noch ein paar Nummern härter. Wenn du als „normaler“ Angestellter einen schlechten Tag auf der Arbeit hast, kommst du heim und hast dein Privatleben und ein Umfeld, das dich auffängt. Da ist noch etwas anderes wichtiges.

Bei Karrieremenschen ist das oft anders. Durch die vielen Opfer, die sie für die Karriere bringen müssen, ist das in der Regel das einzige Pferd, auf das sie setzen. Und wenn das mal bockt, sieht es ganz übel aus im Stall. Stell dir mal vor, du opferst 40 Jahre lang 60 bis 80 Stunden pro Woche für deine Karriere (keine Seltenheit) und dann wirft man dich raus? Würdest du das so leicht verkraften? Einfach den Schalter umlegen und neu anfangen? Also ich nicht.

Wie gesagt, auch für den Durchschnittsangestellten ist das schwer, aber er hat weniger in die berufliche und mehr in die „persönliche“ Karriere investiert und deshalb auch nicht soviel verloren.

Genau diese hohe Investition ist es auch, die dich so abhängig vom Erfolg und dem Gehalt macht.

Du butterst so viel rein, da erwartest du einfach eine entsprechende Entlohnung!

Wenn du als 08/15-Angestellter mal nicht befördert wirst, geht das Leben einfach weiter… du hast ja schließlich auch nicht so viel dafür getan. Aber als jemand, der sein Leben für die Karriere lebt, braucht man einfach die entsprechende Entlohnung!

„Karriere: Je mehr man erreicht, um so weniger reicht es einem.“

(Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck)

Die psyschiche Abhängigkeit von der Arbeit kann sogar ein richtiges Suchtverhalten auslösen.

Workaholics sind Menschen, die buchstäblich durchdrehen, wenn sie nichts zu tun haben. Sie haben sich so daran gewöhnt zu arbeiten, dass ihr Gehirn sie mit Glückshormonen dafür belohnt.

Aber nicht nur psyschich wirst du allmälich von deiner Karriere abhängig. Auch körperliche Abhängigkeit ist eine weit verbreitete Folge. Und zwar vom Arbeitsort.

Wer Karriere machen will, muss heutzutage flexibel sein. Oft ist es notwendig verschiedene Abteilungen und verschiedene Dienststellen zu durchlaufen. Die Karriere entscheidet wo du bist, nicht du. Das ist nicht nur während der Arbeitszeit so, denn da sich die Märkte ja weltweit ausdehnen, sind berufsbedingte Umzüge in andere Städte und andere Länder heute eher die Regel, als die Ausnahme.

Wirklich unabhängig ist letzten Endes nur der, der sich selbst belohnt, anerkennt, beschäftigt und seinen Aufenthaltsort jeder Zeit frei wählen kann. Trifft das auf dich zu?

 

#6 Durch eine Karriere kannst du dich selbst verwirklichen

Verändert sich deine Karriere für dich oder veränderst du dich für deine Karriere?

Wohl eher letzteres.

Du musst dir in der Regel Durchsetzungesvermögen, Oberflächlichkeit und eine gewisse Abgestumpftheit aneignen, um auf der Karriereleiter weiter nach oben zu kommen.

Außerdem ist es oft nötig – entgegen besserem Wissen – Produkte oder Handlungen gut zu heißen und sie anderen so zu verkaufen.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber in der Regel ist „falsch sein“ ein Bestandteil einer Karriere.

Von Erniedrigungen und Arschkriecherei will ich hier erst gar nicht anfangen.

„Wer sich gut beugen kann, kriecht vorwärts.“

(Sprichwort)

Aber selbst, wenn du dich durch das alles nicht zum Negativen veränderst, so verhindert die Karriere im Regelfall doch, dass du dir selbst näher kommst. Du entwickelst vielleicht ein großes Ego, aber du bist nicht dein Ego. Dein wahres ich wird mehr und mehr von deinem Karriere-Ego verdeckt.

Der Kern ist: Wenn du deine Ressourcen für deine Karriere aufbrauchst, bleiben dir einfach keine mehr um dich selbst zu finden und zu verwirklichen.

Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass deine Karriere ein Teil von deiner Identität wird. Je länger du für deine Karriere lebst, desto mehr identifizierst du dich auch damit.

Das ist es natürlich auch, was Firmen wollen, denn wer seine Karriere ist, tut alles dafür um sie zu erhalten und wachsen zu lassen.

Wer sich damit wohlfühlt, dem sei es natürlich gegönnt. Das Problem ist nur, dass du nicht wirklich DU sein kannst, wenn du etwas anderes bist. Außerdem kann es zum Identitätsverlust führen, wenn plötzlich die Karriere weg ist. Darauf gehen wir in Punkt 8 noch näher ein.

Wie du einen Beruf finden kannst, der wirklich zu dir passt und in dem du dich selbst verwirklichen kannst, hat mein Kumpel Anchu hier mal ausführlich beschrieben:

Welcher Beruf passt zu mir?

 

#7 Eine Karriere macht dich glücklich

Fehlanzeige.

Warum eine Karriere dich nicht glücklich machen kann, habe ich in diesem Beitrag bei Anchu Kögl einmal ausführlich beschrieben:

6 Gründe, warum eine Karriere dich nicht glücklich machen kann

Im Endeffekt liegt es daran, dass eine Karriere dich davon abhält, dich mit deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Weil du viel Zeit und Energie in fremde Ziele investierst, fehlen sie dir für deine eigenen und das macht dich dauerhaft unglücklich im Job und in deinem Leben!

 

#8 Eine Karriere zahlt sich aus

Stimmt das wirklich?

Was ist der wahre Nutzen deiner Karriere am Ende deines Lebens?

Was hast du davon, wenn du den Großteil deiner Lebenszeit in deine berufliche Laufbahn investiert hast?

Stell dir vor, du liegst auf dem Sterbebett und ziehst eine Bilanz:

Womöglich hast du viel Geld im Laufe deines Lebens verdient. Damit hast du dir ein schönes Heim geschaffen und vielleicht auch ein paar Luxusspielzeuge. Vielleicht hast du auch zwei bis drei mal Urlaub im Jahr gemacht und so immerhin auch ein paar schöne Erinnerungen gesammelt.

Aber jetzt ist es vorbei, das schöne Leben. Du kannst keines dieser Dinge mehr nutzen und mitnehmen kannst du sie auch nicht.

Nur deine Kinder und Enkel werden sich freuen, falls du überhaupt Zeit hattest welche zu bekommen.

Würdest du es im nächsten Leben wieder so machen?

Auf Platz Nummer 2 der „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ steht:

„Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet!“

Warum? Weil es sich nicht lohnt.

Das Leben ist zum Leben da… nicht zum Arbeiten.

„Wir leben nicht um zu arbeiten. Wir arbeiten um zu leben.“

(Unbekannt)

Selbst Leute, die noch nicht auf dem Sterbebett liegen, bereuen es oft zu viel gearbeitet zu haben. Rentner beispielsweise.

Kennst du auch diese Menschen, die sich ihr Leben lang für den Beruf aufgerieben haben und beim Rentenantritt vor dem Nichts stehen und es bereuen, dass sie jetzt nicht mehr arbeiten dürfen?

Es endet mit einer feierlichen Verabschiedung, einem feuchten Händedruck… und dann?

Kein Sinn mehr im Leben. Nichts mehr zu tun. Alleine mit sich selbst und im besten Fall dem Partner. Spärlicher Freundeskreis, da man sowieso nie Zeit dafür hatte. Keine Hobbys oder sonstige außerberufliche Leidenschaften.

„Wer hoch hinaus will, stürzt tief.“

(Sprichwort)

Und das schlimmste: Nach so langer Zeit, hat man oft das Gefühl für die Firma unersetzbar zu sein. Ernüchtert stellt man aber fest, dass die Firma nach dem Ausscheiden immer noch existiert und Gewinne einfährt und stellt den Sinn seiner ganzen Karriere in Frage.

Das klingt alles sehr banal, aber für betroffene bricht da häufig eine Welt zusammen.

Wirklich lohnend ist letzten Endes nur die Investition deiner Lebenszeit in Dinge, die auch dir persönlich wichtig und nützlich sind.

 

Fazit

Das ganze bedeutet nun aber nicht, dass du gleich morgen kündigen solltest.

Es geht vielmehr um einen inneren Wandel. Das Verlagern deiner Prioritäten.

Wenn du bereits eine Laufbahn eingeschlagen hast, kannst du gerne dabei bleiben. Du musst auch eine Beförderung nicht ausschlagen, wenn sie zur Debatte steht. Es geht nur um die Verteilung deiner Ressourcen.

Verteile sie so, dass DU am Ende das meiste davon hast und nicht deine Karriere.

„Was du immer je kannst werden,
Arbeit scheue nicht und Wachen,
aber hüte deine Seele
vor dem Karriere machen.“

(Theodor Storm)

Wie sieht es bei dir aus? Lebst du um zu arbeiten oder arbeitest du um zu leben? Hinterlasse mir einen Kommentar!

 

P.S.: Da „Karriere machen“ ein ziemlich dehnbarer Begriff ist und dieser Text daher leicht missverstanden werden kann, möchte ich eine Definition für diesen Begriff anhängen, wie ich ihn in diesem Artikel verwendet habe:

Karriere machen: Der Einsatz eigener Ressourcen (Zeit, Energie…) für den Erhalt externer Annehmlichkeiten (Geld, Status, Macht, Ansehen…), der über das Notwendige (Lebensunterhalt, soziale Gemeinschaft…) hinaus geht.

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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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22 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Peter Baier

    23. Juni 2015

    Hallo Norman,

    immer mehr Menschen wollen eine Arbeit mit Sinn ausben. Gerade die jngere Generation hat immer weniger Lust auf Karriere. Aber auch ltere erkennen, das sie glcklicher und erfolgreicher leben, wenn sie authentisch leben und sich nicht verkaufen mssen und es besser ist eine Arbeit auszuben, die sinnvollen Nutzen fr andere bringt. Ich habe hierzu eine Empfehlung. Der Sinnclub von Marc Flint bietet einige Lsungen und Ideen,ein anderes Leben zu fhren, als es im Artikel angesprochen wird. Einfach informieren und sich eigene Meinung bilden. Mehr unter (edit: klicke auf Peters Namen). Vielleicht Hilfe und Anregung fr Menschen, ,die zweifeln ob Karriere das richtige fr sie ist und die Alternative suchen.

    Gru Peter

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Juni 2015

      Hey Peter,

      vielen Dank für diesen bereichernden Kommentar!

      Leider musste ich ihn etwas editieren. Da es sich bei deinem Link um ein kostenpflichtiges Angebot handelt und ich die Seite werbungsfrei halten möchte, habe ich den direkten Link entfernt. Wer interessiert ist, gelangt über deinen Namen dennoch dorthin.

      Ich hoffe du verstehst das.

      Was du zur jungen Generation sagst, kann ich absolut nachempfinden… es geistert ja dieser Begriff „Generation Y“ überall im Netz herum. ich denke, der trifft den Nagel schon auf den Kopf.

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Peter Baier

        23. Juni 2015

        Hallo Norman, ist ok. Vielen Dank fr Hinweis und fr deine Antwort.

        Gru Peter

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  2. Markus Spitzli Markus

    23. Juni 2015

    Hi Norman.

    Die Geschichte mit dem Börsianer finde ich passend. Wer die ganze Zeit vor dem PC sitzt und Zahlen bestaunt wird sich käumlich erfüllt fühlen. Vielleicht sieht er ja einen Sinn in seiner Tätigkeit. Wer weiss.
    Das Phänomen sich erfüllt zu fühlen und in sozialer Tätigkeiten aufzugehen ist mir mehrfach aufgefallen. Ich denke darin werden wir einen Sinn sehen und auch empfinden.

    Ich sehe die Gefahr einer Karriere in dem man den Bezug zu sich selbst verliert. Man weiss gar nicht mehr was man selbst will und was einem gut tut. Man ist die ganze Zeit im tun anstatt zur Ruhe zu kommen und sich selbst zu fragen was man überhaupt möchte.

    Sollte jemand eine Karriere nachgehen wollen, sollte er sich ab und zu eine Auszeit gönnen und sich fragen ob er noch auf dem richtigen weg ist. Die Frage sollte nicht mental beantwortet werden. Oftmals ist das Bauchgefühl besser dafür geeignet.

    Danke für den interessanten Beitrag
    Markus

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Juni 2015

      Hey Markus,

      schön wieder von dir zu lesen =)

      Da stimme ich dir voll und ganz zu. Wenn eine Karriere dich von dir selbst und deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen weg bringt, ist sie auf keinen Fall sinnvoll. Deshalb finde ich auch das Bild vom Hamsterrad so passend =)

      Und auch das mit dem Bauchgefühl kann ich nur bestätigen, das hatte ich ja auch hier schonmal aus meiner Sicht beschrieben:

      https://www.vernuenftig-leben.de/gute-entscheidung/

      Danke für deinen bereichernden Kommentar!

      Liebe Grüße

      Norman

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  3. Mike

    23. Juni 2015

    Lebst du um zu arbeiten oder arbeitest du um zu leben?
    Ehrlich gesagt, so wie es da steht klingt beides nicht verlockend :)

    Ich würde sagen: Ich lebe um zu leben.

    Und: Arbeit ehrt den Menschen. Wenn sie sinnerfüllend ist, umso besser!

    Un saludo,
    Mike

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Juni 2015

      Hey Mike,

      sehr schöne Abwandlung, gefällt mir =)

      Das schlimmste wäre demnach wohl arbeiten um zu arbeiten ^^

      Was meinst du denn damit, dass Arbeit den Menschen ehrt? Hat er nicht schon genug Ehre damit, dass er ein Mensch ist?

      Liebe Grüße

      Norman

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  4. Markus Spitzli Markus

    23. Juni 2015

    Hi Norman.

    Bin immer wieder gerne auf deinem Blog. ;-)
    Das Hamsterrad finde ich ebenfalls ein gutes Bild.

    Herzlichen Gruss
    Markus

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  5. Anja

    23. Juni 2015

    Hey Norman,
    ich sehe das sehr ähnlich, habe ich doch für mich selbst beschlossen nicht die Karriereleiter hochzuklettern. Ich möchte lieber etwas Sinnvolles tun, was anderen Menschen weiterhilft. Nach langem Hin und Her habe ich sogar meine Promotion abgebrochen, weil ich einfach keinen Sinn mehr darin gesehen habe.
    LG!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      23. Juni 2015

      Hey Anja,

      freue mich, dass du mir auch mal hier schreibst =)

      Wow, finde ich echt stark, dass du so konsequent auf dein Herz gehört hast! Ich war vor kurzem in einer ähnlichen Phase… Daher wahrscheinlich auch die Motivation für den Artikel =)

      Kann man bei dir auf dem Blog mehr über deinen Weg lesen?

      Liebe Grüße

      Norman

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  6. Mike

    23. Juni 2015

    @norman
    Ja, zu arbeiten um zu arbeiten wäre sicher der worst case ;)

    Ehre erhält man ja nicht, nur weil man etwas ist. In dem Fall ein Mensch. Einem Menschen gebührt Ehre für das was er tut. Wenn er arbeitet und dadurch wirklichen Nutzen bringt ( was Nutzen ist, muss man dann noch definieren, sprengt jetzt aber den Rahmen), gebührt ihm Ehre.

    Den Spruch hab ich aus dem Spanischen. Da heißt es:

    El trabajo dignifica al hombre.

    Saludos,
    Mike

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  7. Norman Brenner Norman Brenner

    23. Juni 2015

    Hmm… wahrscheinlich habe ich so meine Probleme mit dem Begriff Ehre. Ich habe wohl eher an Würde gedacht. Die hat ja jeder von Geburt an.

    Ehre finde ich ein wenig schwierig, weil sie die Menschen unterscheidet in ehrbar und nicht ehrbar. Ich möchte eigentlich weg von solchen Schubladen =)

    Danke für den Spanischkurs XD

    Liebe Grüße

    Norman

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  8. GrandMa

    24. Juni 2015

    Hallo – ich bin neu hier,
    und wage es, einmal etwas ganz „Über-blickliches“ dazu zu stellen, das unmittelbar auf dem Wort gefunden ist.
    Vielleicht enthält es auf verschiedene Einträge Antworten,
    oder aber auch weitere Frage – das macht ja nix.
    Karriere = Laufbahn
    Die Bahn, die Spur, in der man läuft
    Die Bahn, in der das Leben (ver)läuft
    Die Bahn, die Spur, in der das Leben laufen sollte,
    laut (vorgeburtlich selbst gemachtem) Lebens-Plan.

    Ursprünglich: carrus (lat.) = Wagen
    Der Wagen könnte die (dem Lebens-Plan entsprechende)
    Lebens-Aufgabe sein,
    in die ich mich reinzustellen habe,
    die ich zu er-fahren habe.
    Das sollte ich wagen.

    Dann enthält Karriere alles, was sinnvoll ist und unsere Laufbahn wird Wohl-Ergehen sein,
    egal wie sie ver-läuft und wie die Umstände sind.

    Könnt Ihr damit etwas anfangen?
    Würd mich freuen.
    GrandMa

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      25. Juni 2015

      Moin GrandMa,

      willkommen erst mal! Schön, dass du her gefunden hast =)

      Ich mag solche Wort-Analysen =) Ich glaube in der Philosophie ist das auch eine häufig angewandte Methode.

      Was mich etwas ins Grübeln brachte, ist die Gleichstellung des Wortes Karriere mit Laufbahn.

      Ich persönlich habe das ja oben im Text etwas anders für mcih definiert. Demnach ist für mich jeder Lebensweg eine Laufbahn, aber noch lange nicht jede Laufbahn eine Karriere. Hat für dich also jeder automatisch eine Karriere (nämlich seinen Lebensweg)?

      Bei deinen Analogien gefällt mir die des Wagens deutlich besser, als die der vorgegebenen Spur. Hier kann man lenken, dort nur folgen =)

      Danke für diese tolle Bereicherung!

      Liebe Grüße

      Norman

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      Antworten
      • GrandMa

        25. Juni 2015

        Hallo Norman,
        danke für die wertschätzende Aufnahme in der Runde.
        Die Gleichstellung Karriere=Laufbahn ist aus dem etymologischen Duden. Ich hab das nur weitergesponnen. Aber ich glaube auch, dass jeder Mensch seinen Lebensweg hat, der ihn (automatisch? – jedenfalls sicher) zu seinem Lebensziel führt. Ob und wann er diese „Laufbahn“ findet, und ob er sie geradewegs oder mit Umleitungen „er-fährt“ (im besagten Karren), ist unterschiedlich und darf es auch sein. Ob das Ziel in jedem Fall erreicht wird, weiß ich nicht. Manchmal scheint mir ein Leben nicht auszureichen. Da berühre ich jetzt aber bereits andere Themen, die Du schon im Archiv hast. Es ist eben alles wunderbar vielgestaltig. Das macht die „Karrieren“ so spannend. Übrigens traf ich kürzlich in meiner Heimatstadt Nürnberg einen etwa 70-jährigen Straßensänger, der davon lebt. Das ist doch auch eine Karriere – oder? Und in einem Weisheits-Spruch „Achte darauf, dass du DIR täglich einen Schritt näher kommst“ kann ich auch eine „Karriere“ entdecken.
        In diesem Sinn erfolgreiche Grüße!
        GrandMa

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        26. Juni 2015

        Moin GrandMa,

        also siehst du aber trotz dem Wagen, der frei fahren kann, eher so etwas wie das Schicksal am Steuer, das einer vorgegebenen Spur folgt?

        Oder ist diese Spur und das Ziel veränderlich? Was wäre denn dieses Ziel zum Beispiel für dich (du schreibst ja, dass ein Leben dafür wahrscheinlich nicht ausreicht)?

        Solche Menschen, wie den 70jährigen Straßensänger, bewundere ich =) Aber nach meiner obigen Definition, hätte er keine Karriere gemacht (was auch gut so ist).

        Liebe Grüße und einen guten Start in den wundervollen Freitag!

        Norman

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  9. Thomas

    27. Juni 2015

    Lieber Norman,

    Habe schon deinen Artikel bei Anchu kaum lesen können, da Kopfnicken und lesen nur schwer vereinbar ist

    Sehr tolle Zeilen und vor allem sehr inspirierend. Danke!

    Gruß
    Thomas

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. Juni 2015

      Moin Thomas,

      wow, danke! Dachte im ersten Moment, das wird ne heftige Kritik ;-)

      Ich freue mich, dass der Text dich inspiriert hat! Hast du denn gerade vor etwas an deiner beruflichen Situation zu ändern?

      Liebe Grüße

      Norman

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  10. GrandMa

    28. Juni 2015

    Hallo Norman,
    bin wieder da. Hab grad ein paar Seminar-Tage besucht, die zu unserem Thema passten: es ging um Wendepunkte des Lebens.
    Also: Obwohl das Schicksal natürlich eine Rolle spielt, bzw. wie in der Laufbahn des Lebens „die Dinge laufen“, bin ich der Wagenlenker doch selbst. Spur und Ziel sind veränderlich, aus freiem Entschluss oder aus Not-wendigkeiten.
    Und auf die Frage nach meinem Ziel würde ich mal so sagen: so viel wie möglich aus meinen Begabungen und Fähigkeiten zu machen für mich und zum Wohl der Menschen, mit denen ich zu tun habe, und soviel wie möglich von dem zu lernen, was ich noch nicht kann, was mir aber fehlt. Das ist vielleicht ein wenig allgemein, und doch steckt da etwas ganz Privates, Intimes, Individuelles drin. Etwas, wofür ich auch als Rentnerin jeden Tag aufstehe und „in den Karren steige“.
    Ich hab mir Deine Definition nochmals angeschaut, und bemerkt, dass meine Weiterführungen des Themas vielleicht zu den “externen Annehmlichkeiten“ noch das „Interne“ berühren. (Ist die Definition von Dir?)
    Unterm Strich bleibt, dass es ungemein wichtig ist, sich diese „8 Lügen“ der Mainstream-Bedeutung von Karriere bewusst zu machen, und dann kann man ja noch weiter philosophieren…
    Freu mich schon auf Dein nächstes Thema.
    Gute Inspirationen und einen tollen Wochenstart! GrandMa

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      1. Juli 2015

      Hey GrandMa,

      also Selbstverwirklichung bzw. Selbstentwicklung?

      Ich finde auch, dass das eine ziemlich sinnvolle und lohnende Art ist seine Lebenszeit zu investieren. Habe sogar kürzlich auf Zeitzuleben einen Artikel dazu geschrieben:

      http://www.zeitzuleben.de/32584-lebenszeit-sinnvoll-nutzen-ein-sicherer-weg/

      Ja, die Definition ist von mir. Sie ist nicht offiziell oder allgemeingültig, ich wollte nur damit sicherstellen, dass mein Text nicht falsch verstanden wird und jeder meine Intention nachvollziehen kann.

      Mein nächstes Thema ist passend dazu, wie mal eine Arbeit findet, die einen erfüllt. Eigentlich die logische Konsequenz, aber den Anreiz dazu habe ich erst durch einige wunderbare Zuschriften von Lesern erhalten =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  11. Dieter Brehm

    18. August 2017

    Servus Norman,
    Hamsterrad & die Frage der Sinnhaftigkeit von Karriere stellt sich wohl jeder in seinem Leben mehrfach. Grundursache ist & bleibt meiner Meinung nach die Entfremdung des Menschen von seiner Arbeit, wie es Karl Marx schon vor fast 150 Jahren beschrieben hat. Heute addiert sich dazu noch die deutlich erhöhte Geschwindigkeit, in der das Leben stattfindet. Leider ist es so, dass die Wirtschaft noch in viel größerem Ausmaß als fürher nicht mehr dem Menschen dient. Es ist vielmehr umgekehrt: der Mensch dient der Wirtschaft. Du stellst dieses System zurecht in Frage.

    Mensch vor Profit, Gemeinwohlorientierung und eine neue Postwachstumsökonomie sind nur einige Grundgedanken, die wir in Zukunft fokussieren sollten.
    Liebe Grüße
    Dieter

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      19. August 2017

      Hey Dieter,

      „der Mensch dient der Wirtschaft“

      da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich finde es wirklich erschreckend, wie manche Wirtschaftszweige nur um ihrer selbst willen existieren und überhaupt nichts mehr zum Leben der Menschen beitragen. Börsengeschäfte zum Beispiel. Eine Wirtschaft, die aus der Wirtschaft entstanden ist und sich nur um sich selbst kümmert.

      Oder wenn Angela zu jeder Neujahrsansprache verlauten lässt, dass wir mehr Arbeitsplätze schaffen müssen. Arbeitsplätze der Arbeit wegen? Nur, damit die Menschen beschäftigt sind? Ich habe noch nie gehört „wir müssen mehr Wohlstand schaffen“ oder „mehr Sinn und Freude im Leben“. Doch genau diesen Zielen sollte Arbeit dienen… nicht sich selbst.

      Naja, könnte stundenlang darüber philosophieren, aber dazu reicht der Kommentar nicht ;-)

      Liebe Grüße und ein recht sinn- und freudvolles und möglichst arbeitsarmes Wochenende ;-)

      Norman

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