Warum dir in Wahrheit nichts gehört (außer diese eine Sache)

Dein Eigentum gehört dir nicht

Dein und Mein

Kein anderes Wortpaar sorgt für soviel Unheil auf der Welt.

Dabei sind es nicht die Wörter an sich, sondern die Vorstellungen, die dahinter stecken.

Die Vorstellungen, dass dir oder mir etwas gehört.

Diese Vorstellungen sind aber leider falsch.

Was wirklich dir gehört und warum es viel wertvoller für dein Leben ist als das, was du im Moment für dein Eigentum hältst, verrate ich dir gleich.

Lass uns aber von vorne beginnen.

Was bedeutet eigentlich „Eigentum“?

 

Was Eigentum bedeutet

Leider muss ich mit einer trockenen Definition anfangen…

„Eigentum bezeichnet das unbeschränkte, dingliche Recht, über eine Sache frei bestimmen […] zu können“

Diese Definition gibt das bürgerliche Recht.

Mit Sachen sind Dinge wie dein Auto, dein Haus, dein PC oder deine Kleidung gemeint.

Das dingliche Recht bedeutet die unmittelbare Herrschaft über eine solche Sache zu haben.

Stimmt soweit. Gehört ja alles dir. Hast du schließlich teuer gekauft oder geerbt.

Wer versichert dir aber dieses Recht über diese Dinge?

Ganz klar. In Deutschland ist es das Grundgesetz. Hier steht:

„Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.“

(Art. 14 Abs. 1 GG)

Toll… und wer hat das Grundgesetz geschrieben?

Wir Menschen bzw. einige wenige von uns stellvertretend für den ganzen Rest.

Was bedeutet das nun?

Du siehst, dass der Begriff des Eigentums zunächst einmal nichts, als eine menschliche Erfindung ist und dass er nur theoretisch existiert. In Wahrheit gibt es soetwas wie eine uneingeschränkte Herrschaft nicht.

Ein uneingeschränktes Herrschaftsrecht würde ja bedeuten, dass du zu jeder Zeit bestimmen kannst, was mit einer Sache in deinem Eigentum geschehen soll.

Nehmen wir dein Haus:

Hättest du das absolute Herrschaftsrecht über dein Haus, bräuchtest du keine Versicherung dafür.

Du selbst würdest ja jederzeit bestimmen, was damit geschieht. Ein Wasserschaden oder ein Brand wären nur möglich, wenn du es so wolltest.

Die Tatsache, dass es in Deutschland etwa 200.000 Brände pro Jahr gibt, beweist also, dass niemand ein umfassendes Herrschaftsrecht an seinem Besitz hat (oder, dass es in Deutschland jährlich etwa 200.000 Menschen gibt, die wollen, dass ihr Besitz abbrennt).

„Wer besitzt, der muß gerüstet sein.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Gehört dein Haus also gar nicht dir?

 

Was nicht dein Eigentum ist

Mal sehen…

1. Materieller Besitz

Übertragen wir diese Erkenntnis nun vom Haus auf andere Besitztümer.

Wir können feststellen, dass es keine Sache gibt, über die wir uneingeschränkt „herrschen“ können bzw. die nach der obigen Definition unser Eigentum wäre.

  • Dein Auto kann jederzeit kaputt gehen
  • Dein PC kann jederzeit abstürzen oder von einem Virus befallen werden
  • Die Kleidung, die du am Leibe trägst, kann jederzeit Löcher bekommen

Damit sind wir aber leider noch nicht am Ende angelangt.

Vielleicht überlegst du gerade, ob es nicht doch noch irgendetwas materielles auf der Erde gibt, das ganz dir gehört.

Dein Körper vielleicht?

2. Körper und Gesundheit

Und auch da muss ich dich leider enttäuschen. Die meisten Menschen haben sogar noch viel weniger Kontrolle über ihren eigenen Körper, als über ihr Auto oder den PC. Aber das nur am Rande.

Dein Körper ist genauso wie dein restlicher Besitz nicht in deinem Eigentum. Es liegt an anderer Stelle zu entscheiden, was damit geschehen soll. Du kannst noch so sehr darauf achten, ihn hegen und pflegen, doch wenn es so sein soll, trifft es dich. Sei es durch einen Unfall, eine Krankheit oder irgendein anderes Ereignis.

(Was nicht bedeutet, dass man keinen Wert auf Körperpflege oder die Gesundheit legen soll. Es bedeutet nur, dass sie auch von anderen Einflüssen abhängen und damit nicht in deiner Gewalt sind.)

Das bedeutet gleichzeitig, dass natürlich auch dein Leben nicht in deinem Eigentum steht.

„Heilig sei dir der Tag; doch schätze das Leben nicht höher ein als ein anderes Gut, und alle Güter sind trüglich.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

3. Immaterieller Besitz

Aber auch Dinge, die nicht an die Gesetze der Physik oder Medizin gebunden sind, gehören dir nicht wirklich.

Da wäre zu aller erst natürlich das imaginäre Geld auf deinem Konto.

Imaginär deshalb, weil es in Wirklichkeit garnicht existiert. Es sind nur Zahlen bzw. Bytes und Bits in einem System.

Wenn jeder Bürger morgen zur Bank gehen würde und sein gesamtes Erspartes ausbezahlt haben wollte, hätten die Banken ein großes Problem. Und natürlich sind auch diese Daten über dein Geld nicht sicher. Finanzkrisen, Börsencrashs, Hackerangriffe… nur einige Gefahren für dein Guthaben.

Selbst, wenn das ganze Geld tatsächlich materiell existieren würde, wären es immer noch selbst geschaffene Vorstellungen, die uns sagen, wie viel welcher Schein wert ist.

Dank solcher tollen Ereignisse wie der Inflation, wird auch das Geld unter deinem Kopfkissen niemals wirklich dir gehören.

Mit Sorgen spricht der Tor: „Mein Geld und meine Kinder!“

„Sein“ ist nicht mal er selbst, doch Kind und Geld noch minder.

(Dhammapada: Pfad der Lehre)

Was haben wir noch? Ach ja… Status.

4. Status

Auch dein Ansehen ist nicht in deinem Eigentum.

Wie oft ist es schon vorgekommen, dass Menschen aus den höchsten Rängen plötzlich fallengelassen wurden und zum Gespött wurden.

Das ganze kann auch dir jederzeit passieren. Egal, ob du Arzt, Schauspieler, Verteidigungsminister oder Bundespräsident bist. Wenn die Menge dich untergehen sehen will, gehst du unter.

Résumé

Ich muss es dir nun ungeschönt sagen:

Das zu erkennen ist zunächst eine bittere Pille.

Aber keine Sorge. Ich will dir einen süßen Saft zeigen, mit dem dir das Schlucken dieser bitteren Pille ganz leicht fallen wird.

Dieser süße Saft ist nämlich das, was wirklich dir gehört…

 

Was wirklich dein Eigentum ist

Jetzt ist es soweit…

Nach den vorausgegangenen Zeilen hast du vielleicht die Hoffnung schon aufgegeben.

Du denkst vielleicht, es gäbe gar nichts mehr, das in irgendeiner Weise dir gehören könnte.

Zu deiner Freude kann ich dir nun aber sagen, dass es doch etwas gibt.

…Es ist nicht wirklich viel, aber gleichzeitig einfach alles.

…Du kannst es nicht sehen, siehst damit aber die ganze Welt.

…Du kannst es nicht anfassen, berührst aber damit alles in deiner Umgebung.

…Es ist nichts wert und gleichzeitig unbezahlbar.

Wir haben oben gesehen, dass Dinge, die auch nur in der geringsten Weisen von etwas anderem als dir abhängig sind, nicht zu deinem Eigentum gehören.

  • dein Gehalt ist von deinem Chef abhängig
  • die Unversehrtheit deines Hauses vom Schicksal oder Zufall
  • dein Ansehen von denen, die dich ansehen
  • deine körperliche Gesundheit von vielen äußeren Faktoren und deinen Genen

All das, was aber nur von dir und von nichts und niemandem sonst abhängt, gehört voll und ganz dir. Das sind deine Meinungen.

Zum Beispiel die Meinung, …

  • dass dein Gehalt etwas über deinen Wert als Menschen aussagt
  • dass dein Haus immerfort bestehen muss
  • dass das Ansehen der Leute dich zu einem besseren Menschen macht
  • dass deine körperliche Gesundheit über dein Lebensglück entscheidet

Niemand gab dir diese Meinungen und niemand wird sie dir nehmen. Du hast sie selbst geschaffen, wenn auch hier und da nach einem falschen Vorbild von anderen.

Das ist die schlechte und gleichzeitig auch die gute Nachricht. Sie verheißt dir, dass du das absolute Herrschaftsrecht über deine Meinungen und Ansichten hast!

„Nicht was ich habe, sondern was ich schaffe, ist mein Reich.“

(Samuel Smiles)

Du kannst zu jeder Zeit selbst bestimmen, was mit deinen Meinungen passiert. Und daraus folgt der größte Nutzen deines Eigentums…

 

Wie Du dein Eigentum nutzen kannst

Es liegt in deiner Macht…

…zu entscheiden, was mit deinem Eigentum geschehen soll.

Daraus ergibt sich für dich ein ungeheuerer Vorteil:

Das ist das umfassende Herrschaftsrecht.

Es bedeutet, dass du nie wieder abhängig von irgendetwas sein musst, das nicht in deiner Macht steht. Es sei denn du willst es so.

„Steigerung des Luxus: eigenes Auto, eigene Villa, eigene Meinung.“

(Wieslaw Brudzinski)

Durch das Ändern deiner Meinungen kannst du es schaffen, die Dinge, die nicht in deiner Gewalt sind, loszulassen.

Das ist übrigens auch die Grundlage für Gelassenheit und viele andere wichtige Fähigkeiten im Leben.

Du hast also immer die Wahl dich zu entscheiden…

  • ob du deinen Wert aus deinem Gehalt oder anderen Qualitäten ziehst
  • ob du darauf angewiesen bist, dass dein Haus existiert so lange du lebst oder ob auch ein Leben ohne dieses Haus möglich wäre
  • ob du das Ansehen anderer brauchst um dich gut zu fühlen oder ob dich andere ansehen, weil du dich auch so gut fühlst
  • ob du nur mit oder auch ohne völlige körperliche Gesundheit glücklich sein kannst

Das klingt nun wahrscheinlich sehr theoretisch für dich.

Du denkst vielleicht, dass das gar nicht wirklich umsetzbar ist.

Gott sei dank ist das nur eine deiner Meinungen =)

Natürlich ist es hart deine Meinungen zu ändern. Um ehrlich zu sein, fällt mir gerade nichts ein, das schwieriger wäre.

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“

(Albert Einstein: )

Es fällt niemandem leicht etwas, mit dem er 20, 30 oder gar 60 Jahre gelebt hat einfach abzulegen oder zu ändern.

Dieser Aufwand ist aber auch gerechtfertigt, wenn du dir die Belohnung ansiehst, die auf dich wartet, wenn du es schaffst. Die Absolute Unabhängikeit und Freiheit.

Es ist im Prinzip nur ein winziger Schritt, aber er verändert dein komplettes Leben.

Wie du es wirklich schaffen kannst, deine Meinungen und Ansichten zu ändern, zeige ich dir hier.

Für den Moment solltest du verinnerlichen, dass alles, was du bisher in deinem Eigentum glaubtest, gar nicht dir gehört.

Erst, wenn du das verstanden und dein wahres Eigentum erkannt hast, kannst du beginnen es zu nutzen.

 

Fazit

Nur das ist wirklich dein besitz, was du bei einem Schiffbruch nicht verlieren kannst

Der Glaube, dass Dinge in deinem Eigentum seien, die es in Wahrheit gar nicht sind, führt zu großem Leid.

Du fühlst dich durch diesen Irrglauben zwangsläufig ohnmächtig und verzweifelst am Versuch, über die Dinge zu bestimmen.

  • Nicht in deinem Eigentum sind Dinge wie dein materieller und immaterieller Besitz, deine Gesundheit und dein Ansehen
  • In deinem Eigentum sind einzig und allein deine Meinungen und Ansichten über die Dinge

Über diese Meinungen kannst du völlig frei und uneingeschränkt verfügen.

Wenn du das verstehst, hast du den ersten und wichtigsten Schritt geschafft.

Wie du deine Meinungen am besten ändern kannst, erfährst du hier und in meinem Buch über das Loslassen.

Ich würde mich mich freuen von dir zu hören, was du bislang für dein Eigentum hieltest und welche Meinung dahinter steckt. Schreib mir einfach einen Kommentar!

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Warum dir in Wahrheit nichts gehört (außer diese eine Sache)
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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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  1. Egbert

    24. Februar 2015

    He Norman,
    gut gebrüllt, Löwe, muss ein so weites Ausholen wirklich sein? Ich verstehe schon, dass manches überschätzt wird. Aber auch ich möchte mit meinem Fahrrad zum Aldi und mein Geld gegen Aldis Ware tauschen. Vielleicht trägt der Laden in den Ländern andere Namen, das Prinzip des Tausches bleibt. Liegt dem Eigentum vielleicht vor allem die Idee zugrunde, Zugriff, oder besser Lebensgrundlagen zu sichern? Dann ließe sich eine Meinung haben und sagen: In meiner Wanne können Sie sich eine eigene Meinung gar nicht leisten so ähnlich bei Loriot gehört. Mit guten Wünschen, Egbert

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    • Norman Brenner

      24. Februar 2015

      Hey Egbert,

      danke für deinen Kommentar!

      Natürlich darfst du es genießen mit dem Fahrrad einkaufen zu fahren und Geld gegen Waren einzutauschen. Du kannst es sogar genießen mit dem Privatjet nach Tahiti zu fliegen und dort Geld für Luxusurlaub einzutauschen =)

      Auch das Besitzen, will ich hier nicht verteufeln. Es ist nötig zum Leben.

      Ich möchte dich hier nur vor der Meinung bewahren, dass das Geld, das Fahrrad oder der Jet dir gehört. Das ist alles. Denn ohne diese Meinung kann dir nichts mehr genommen werden.

      „Mußt du denn besitzen, was dich erfreuet? Unerreichbar wandeln die Sterne ihre Bahn, und jeder erfreut sich ihrer dennoch.“

      (Christian Dietrich Grabbe)

      Liebe Grüße

      Norman

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  2. Flex

    24. Februar 2015

    Hallo Norman,

    freut mich wieder von Dir zu lesen!

    Sehr interessantes Thema und besonders freue ich mich auf den 2-ten Teil :-) Ich arbeite schon lange am Ändern meiner Meinung, Einstellung,… und hoffe gute Tipps zu erhalten. Ist für mich mitunter schwierig, nicht in alte Fahrwässer zu gelangen (der Bezug zu Deinem e-book ist rein zufällig) ;-)

    Ist schon verrückt was wir uns nicht alles „vereinnamen“. Gut passt finde ich auch dazu – meine Freundin/mein Freund, meine Ehefrau/mein Ehemann,…

    Wie so oft kommt es hier auf die Beziehung zwischen dem Ich und dem Ding, der Person,… an. Und da vor allem auf die Erwartungen, die damit verbunden sind. Und wie Du oben schreibst, sofern die Erwartungen auf etwas Dauerhaftes, Unveränderliches abzielen, kann damit Leid verbunden sein.

    Lg
    Flex

    p.s.: Finde das geänderte Layout gut :-)

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    • Norman Brenner

      24. Februar 2015

      Hey Flex,

      auch sehr schön wieder von dir zu lesen =)

      Vielen Dank für die Ergänzung mit den vereinnahmten Personen. Das ist wohl eine der schlimmsten Ansichten von Eigentum, die man haben kann. Im eBook hab ich ja schon beschrieben, dass man Menschen immer kommen und gehen lassen sollte, wie sie es wollen.

      Und danke auch für das Kompliment zum Layout. Es ist nun schon das dritte für die Seite und endlich habe ich das Gefühl, dass es perfekt passt.

      „Alle guten Dinge sind drei“, heißt es ja so schön =)

      Bei dir hat sich ja auch was getan! Gefällt mir sehr gut! Schön übersichtlich =) und schön dein Gesicht mal zu sehen!

      Wie läuft es so bei dir?

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Flex

        25. Februar 2015

        Hallo Norman,

        das 1-ste Layout habe ich nicht mitbekommen. Das jetzt gefällt mir besser als das davor, sieht freundlicher aus.

        Durch das Gesicht wird es wohl ein wenig persönlicher ;-)
        Ansonsten bin ich noch am herumprobieren, Schreibstil, thematische Ausrichtung, Layout, … .
        Wird wohl mehr in Richtung Buddhismus gehen.
        Lese einige andere Blogs, schaue mir an was mir daran gefällt und lerne viel dabei :-D

        Und wenn’s dann mal für mich passt, werde ich wohl das Öffentlichmachen angehen. Im Augenblick verlinke ich „nur“ bei Dir und hole mir bei 2-3 Personen Feedback zu den Beiträgen ein.

        lg
        Jürgen

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      • Norman Brenner

        25. Februar 2015

        Hey Flex,

        find ich gut, wie du dich langsam rantastest! Ich bin eher so der ins kalte Wasser springer. So hab ichs auch mit dem Layout gemacht. Einfach installiert und nicht lange gefackelt =)

        Habe auch die Erfahrung gemacht, dass man dadurch schneller „wächst“ indem, was man tut, denn wenn das rad erst mal rollt, will man es in Gang halten =)

        Ich schau mir auch immer andere Blogs an und „klau“ mir, was mir gefällt. Da ist einfach die beste Methode, weil man ei anderen schon sehen kann, was funktioniert und was nicht. Fühl dich frei bei mir nach Lust und Laune abzugucken ;-) Ich schau auch mal bei dir rein =)

        Liebe Grüße

        Norman

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      • Flex

        26. Februar 2015

        Hallo Norman,

        bei mir ist das unterschiedlich, manchmal springe ich in’s kalte Wasser, manchmal nicht. Kommt bei mir auf die Situation an.

        Bei Dir stechen neben den Themen für mich sicherlich die tollen Zitate heraus ;-) Diese habe ich eigentlich noch nicht so berücksichtigt. Das werde ich wohl von Dir „klauen“ ;-)

        lg & schönen Tag

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      • Norman Brenner

        26. Februar 2015

        Freut mich, dass dir die Zitate so gut gefallen =)

        Die beflügeln mich selbst auch immer wieder beim Schreiben!

        Liebe Grüße

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  3. silvy

    24. Februar 2015

    hallo norman,
    wir leben in einer sehr reichen gesellschaft, in der jeder so unglaublich viele dinge besitzt. zwei wichtige Gründe hierfür sind sicherlich zuerst einmal der wunsch nach sicherheit (je mehr ich von etwas habe, umso geringer meine Sorge, das mir daran mangeln wird) und dann ist es die leere in uns selbst, die in uns immer neue bedürfnisse entstehen läßt, denn mit den nächsten ding bin ich dann bestimmt glücklich. wenn nicht, dann kauf ich mir was neues…
    nun ist sicherheit oder kontrolle ebenso eine illusion wie der glaube ans glücklichsein durch konsum.
    und dann gibt es da noch die kehrseite des besitzens, nämlich die verantwortung, die sich daraus ergibt. und die kann ich nicht abschieben auf andere, auch wenn das besitzen eine illusion ist, wie du so schön ausführst.
    wenn ich mir also darüber im klaren bin, das die dinge nicht mir gehören, sondern mir nur leihweise überlassen sind, dann gehe ich vielleicht sorgfältiger damit um und übernehme verantwortung für mein handeln. und schon sind wir bei dem, was uns wirklich gehört, nämlich unsere Haltung (das Wort Meinung klingt mir schon wieder zu sehr nach abgrenzung…)

    lieber norman, vielen dank an dieser stelle für die schönen zitate, die du immer wieder in deine texte einstreust.
    viele grüße
    silvy

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    • Norman Brenner

      25. Februar 2015

      Hey Silvy,

      vielen Dank für deinen tollen Kommentar!

      Wirklich sehr schön zusammengefasst wofür ich über 1000 Wörter brauche =)

      „Meinungen“ …ja, das klingt nach Abgrenzung. Aber genau das ist es doch im Endeffekt, was wir mit Meinungen tun, oder? Wir grenzen uns durch jede Meinung von der Welt, wie sie ist ab und erschaffen uns eine Welt, wie wir sie sehen (wollen). Aber „Vorstellungen“, „Haltungen“ oder „Ansichten“ trifft es ja genauso =)

      Hast du schon den Beitrag über das Ertragen von Veerlusten gelesen? Ich glaube der könnte dir echt gefallen =)

      http://www.vomleben.de/wie-du-jeden-verlust-gelassen-ertraegst/

      Liebe Grüße

      Norman

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  4. N.

    25. Februar 2015

    Hallo Norman,

    im Grunde hast du Recht, aber wenn du schon alles so extrem beschreibst, dann müsste es doch so sein, dass auch Meinungen und Ansichten kein wirkliches Eigentum darstellen. Man kann durch Krankheit wie Schädigungen am Hirn die Möglichkeit zur bewussten Meinungsbildung verlieren, denke beispielsweise an Demenz etc, aber auch Komapatienten, Psychosen, etc pp. Was bleibt dann an Eigentum? Meiner Meinung nach eine Form von Bewusstsein, dass ist, was das einzige und wirkliche Eigentum darstellt, ein „Sein“, vielleicht das von dir beschriebene „Selbst“. Was meinst du?

    Liebe Grüße,

    N.

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    • Norman Brenner

      26. Februar 2015

      Hey N.,

      freut mich dich wieder hier in den Kommentaren zu sehen =) Schön, dass du deine Gedanken mit uns/mir teilst!

      Ein super toller Hinweis, auf die Demenzkranken und ähnliche Fälle! Vielen Dank! Dazu musste ich mir erst mal ein paar Gedanken machen. Dann kam es mir aber recht einleuchtend vor:

      Eigentum und Besitz sind eher Angelegenheiten des Ego, wie du schon richtig erkannt hast. Das Selbst braucht es meiner Einschätzung nach nicht. Es braucht auch keine Meinung, da alles gut ist, wie es ist. Es kommt mit der Welt klar, ohne sie in innerliche Formen pressen zu müssen.

      Wenn nun also ein Komapatient nicht mehr durch sein Ego mit der Welt interagieren kann, dann braucht er auch kein Eigentum in Form von Meinungen mehr. Demenzkranke haben aber schon noch eigene Meinungen. ich kenne mich mit der Krankheit nicht gut genug aus, um da eine Vermutung anzustellen.

      Wie geht es dir so?

      Liebe Grüße Norman

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  5. N.

    27. Februar 2015

    Hey,

    Ja, glaube auch, dass Eigentum eher eine Sache des Ego ist.
    Was gewisse Krankheiten angeht, es gibt ja auch viele Menschen, gerade ältere, die irgendwann einen Betreuer zugewiesen bekommen, da sie vielleicht zwar noch Ansichten kundtun, diese aber oft nicht mehr überlebenstauglich und realitätsfern sind.
    Was mich angeht, mir geht’s meistens gut, danke der Nachfrage, insbesondere seit einigen Jahren, in denen ich mich mehr der geistigen Gesundheit widme und versuche, einen ruhigeren, gelasseneren Gemütszustand zu erreichen. Wenn ich das schreibe, fühle ich mich allerdings irgendwie unwohl, überheblich, als wäre es eigentlich nicht ok so etwas zu schreiben. Aber wie gesagt, dass war nicht immer so, obwohl ich zugestehen muss, schon als Kind über eine gewisse reflektionsfähigkeit verfügt zu haben und ich mir heute selber bewusst bin, glaube ich. Verhalte ich mich „blöd“, weiß ichs leider auch, „nett“ ebenso. -)
    Um jetzt nicht nur von mir zu schreiben und irgendwie noch den Bogen zu deinem Thema zu finden, ich habe eher viel Eigentum, aber weiß auch, dass mir das eigentlich alles nur geliehen ist. Da wir es ja aber fest definiert haben und wie wir ja festgestellt haben, Eigentum eine Sache des Ego ist, gehört es mir, dem ego schon und somit ja auch mir hier auf Erden. Ich weiß auch, du siehst das anders, aber ich bin schon in der Lage Besitz zu genießen und mich aber nicht davon anhängig zu machen, zumindest versuche ich es und glaube fest, im Fall der Fälle keine Probleme zu haben, da ich im Grunde mit sehr wenig zurecht kommen kann und auch so erzogen wurde.
    Bin jetzt froh, dass das relativ anonym gesendet wird und les auch nicht noch mal drüber.-)
    Schönen Abend, N.
    PS: freu mich auf den zweiten Teil

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    • Norman Brenner

      28. Februar 2015

      Hey N.,

      vielen Dank für deine sehr persönliche Antwort!

      Klingt auf jeden Fall sehr selbstkritisch für mich. Was ja prinzipiell keine schlechte Eigenschaft ist. Warum hast du denn ein schlechtes Gewissen, wenn du über deine Fortschritte der letzten Jahre schreibst?

      Bist du vielleicht zu ehrgeizig und hast das Gefühl nicht soweit gekommen zu sein, wie du es dir wünschtest? Oder denkst du, wenn jemand anderes das liest, könnte er dir widersprechen und sagen „Da hast du aber übertrieben, soweit bist du doch noch garnicht“? Oder hat es für dich eher so einen Beigeschmack von Prahlerei?

      Ich persönlich finde, dass du das ruhig ganz selbstbewusst sagen kannst und freue mich auch, dass du es getan hast. Ich denke niemand darf dir widersprechen, denn du schilderst deine Erfahrungen aus deinem Standpunkt. Und so kann dir auch niemand Angeberei unterstellen. Darüber hinaus sollte die Meinung anderer da ja auch gar keine Rolle spielen. Wenn wir bei unserer persönlichen Entwicklung die Meinung anderer berücksichtigen würden, wäre es ja nicht mehr unsere persönliche Entwicklung. Jedenfalls möchte ich dich ermuntern hier jeder Zeit ohne schlechtes Gewissen frei und fröhlich zu erzählen, was du gerade denkst, ohne ein schlechtes Gefühl dabei zu haben =)

      Bezüglich des Besitzens haben wir glaube ich schon die gleichen Ansichten, nur nennen es etwas verschieden. Wenn ich sage, dass etwas nicht dir gehört, meine ich ja diese geistige oder innere Ebene. Ich möchte nicht den Begriff Besitz oder Eigentum neumdefinieren. Ich benutze sie selbst im Alltag. Wir brauchen sie eben. Und so wie du deinen Umgang mit dem Eigentum beschreibst, sieht es für mich ganz so aus, als hättest du einen sehr guten Weg gefunden und im Prinzip das für dich umgesetzt, was ich mit meinem Beitrag vermitteln wollte:

      „Nimm den Reichtum ruhig in dein Haus auf, aber nicht in dein Herz“
      (Seneca)

      Verrätst du mir, was du dir vom zweiten Teil erhoffst? Ich steuere meine Beiträge gerne in Richtung von Leserinteressen =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  6. Linda

    13. März 2015

    Hallo Norman!

    Wirklich guter Beitrag! Tut wieder mal gut so etwas zu lesen, denn du hast Recht. Du kannst zwar die Dinge nicht ändern, aber deine Meinung und Ansichten. Das ist Fluch und Segen in einem :D es ist oft wirklich sehr schwer festgefahrene Ansichten zu ändern, aber es zahlt sich aus!

    Schönen Abend wünsch ich noch,
    Linda

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    • Norman Brenner

      13. März 2015

      Hey Linda,

      herzlich willkommen hier und vielen Dank für deinen Kommentar und das tolle Lob =)

      Mir tut es auch immer gut, wenn ich mir wieder vor Augen führe, dass wir alles selbst in der Hand haben und gar nicht so abhängig von unserer Umwelt sind, wie wir immer glauben.

      Auf das Ändern der Meinung will ich ja im nächsten Beitrag eingehen. Du hast natürlich Recht…das ist kein Pappenstiel. Es klingt als hättest du es schon geschafft erfolgreich eine gewisse Meinung zu ändern? Das interessiert mich jetzt natürlich =)

      Liebe Grüße und schönes Wochenende dir

      Norman

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      • Linda

        14. März 2015

        Dann bin ich schon sehr auf deinen nächsten Beitrag gespannt! :)

        Puh ja da hast du Recht. Ich kann es nur schwer erklären. Vor ca 1 1/2 Jahren hab ich auf Grund eines glücklichen Zufalles (oder Schicksal? :D) meinen Lebensstil bzw. meine Ansichten total in Frage gestellt und alles umgekrempelt. Und das ging dann auch nur durch das Ändern meiner Meinung über einige Dingen (Arbeit, Mitmenschen, Umfeld, Mich). Das hat mein Leben unglaublich bereichert und mich viel glücklicher gemacht und in dem Prozess steck ich jetzt noch drin bzw. hoffe ich dass ich da immer drinbleiben werde mein Leben immer wieder optimieren zu wollen, das erfüllt mich :)

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      • Norman Brenner

        18. März 2015

        Hey Linda,

        freut mich zu lesen, dass du auf diesem weg wirklich glücklich geworden bist. Gibt es ganz konkrete Meinungen, die du in dem Zusammenhang geändert hast? Z.B. „Arbeit ist doof“

        Ich verstehe, was du meinst, wenn du schreibst, dass du so weiter machen willst. Es hört sich so an, als würde es immer besser werden =)
        Nur das Wörtchen „optimieren“ finde ich da etwas verfänglich. Wenn man etwas ständig optimiert, ist man immer nur auf die Zukunft bedacht und kann nicht wirklich im Moment leben. Das hat so was von „Schneller, höher, weiter“, was ja charakteristisch für unsere Leistungsgesellschaft ist. Aber ich vermute so war das Wort gar nicht von dir gemeint =)

        LG Norman

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  7. Linda

    18. März 2015

    Schönen Abend!

    Ja zB die Arbeit. Ich habe meine Meinung dazu vollkommen geändert und bin mit dann immer mehr mit positiver Einstellung in die Arbeit gegangen. Bin noch immer gerne dort, aber ich bin schon seit längerem an dem Punkt angelangt, wo ich stagniere, wo die Arbeit mich persönlich nicht mehr weiterbringt. Sie erfüllt mich einfach nicht. Deswegen schmied ich schon Pläne für die Kündigung und die Zukunft; möchte auf jeden Fall viel reisen! :)
    Und zB noch meine Meinung über meine Beziehung zu meinem Ex; da hab ich Frieden geschlossen und vergeben, ihm und mir selbst :)
    Und ich war immer eine ziemlich gestresste und jähzornige Autofahrerin haha. Das hab ich auch ziemlich schnell ändern können :)

    Du hast vollkommen recht. Hab mich eigentlich nicht so wirklich mit der Definition von „optimieren“ auseinandergesetzt. So wie du es beschreibst kommt das sehr gut hin! Ich sollte mir ein anderes Wort dafür suchen :D leider ist es wirklich so, dass es mir öfter schwer fällt einfach zu genießen und nicht immer „besser“ werden wollen. Daran arbeite ich :)

    Hugs,
    Linda

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    • Norman Brenner

      21. März 2015

      Hey Linda,

      tut richtig gut zu lesen, wie du deine Lebensqualität alleine durch deine Ansichten verbessert hast!

      Hört sich so leicht an bei dir. Hast du einen speziellen Trick verwendet um deine Meinungen zu ändern?

      Ich wollte dir nicht den Spaß am Wörtchen „optimieren“ nehmen =) Ich selbst kenne den Begriff aber nur im Zusammenhang mit Leistungssteigerung und war etwas verdutzt ihn im Zusammenhang mit dem Leben zu lesen. Aber wie ich vermutete, hast du es ja gar nicht so gemeint.

      Das Geniessen ist meines Erachtens etwas, was heute bei drn meisten zu kurz kommt. Ich glaube es könnte sich auch für dich lohnen mal einen Schritt zurück zu treten und den Status Quo zu geniessen. Aber versuch nicht darin besser werden zu wollen das Leben zu geniessen ;-)

      LG Norman

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      Antworten
      • Linda

        22. März 2015

        Hallo!

        Ich muss auch sagen, dass es anfangs ziemlich schnell und leicht ging. Zumindest kommt es mir jetzt im Nachhinein so vor. Mein Trick? Gute Frage. Kommt natürlich darauf an wie stark man vorbelastet ist. Das war ich zB nicht wirklich. Klar hatte/habe ich genauso meine Probleme, aber da gibt es Menschen mit viel krasseren. Ich hab mich einfach seeehr intensiv mit der Materie beschäftigt (Bücher gelesen, Videos geschaut) und dann natürlich auch versucht diese Inhalte umzusetzen. Ich würde sagen, „meine Tricks“ sind spontan gesagt: Achtsamkeit, Neugierde und Experimentierfreude.

        Hehe kein Problem!

        Da hast du recht! Genießen und im Moment leben kann aber auch teilweise wirklich schwer sein. Man wird halt zu schnell auch abgelenkt.
        Haha ja die „Ich-will-es-immer-besser-machen-Falle“, in die tapp ich gerne unbewusst rein ;) danke für den Tipp!

        Hugs,
        Linda

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      • Norman Brenner

        24. März 2015

        Hey Linda,

        danke für deine Tipps. Mein neuer Beitrag ist jetzt auch raus. kannst ja mal schauen, ob für dich noch ein hilfreicher Trick dabei ist (Die findest du am Ende).

        http://www.vomleben.de/welt-die-dir-gefaellt/

        Liebe Grüße

        Norman

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  8. Pieter

    8. September 2015

    Und lieber Normann, so gut Du alles beschrieben hast, letztendlich sind Deine Gedanken und Dein „freier Wille“ nur noch in beschränktem Masse Dein. Mindcontrol allüberall, es ist nur eine Frage der Zeit ab wann Du für so wichtig gehalten wirst um Deinen “ Freien Willen“ auch zu kontrollieren. Und glaube mir, der Tag wird kommen
    sofern sich nicht endlich alle bewusst werden was in diesem Jammertal abläuft

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      11. September 2015

      Hey Pieter,

      du glaubst also, dass man am Ende immer irgendwie von anderen kontrolliert und gesteuert wird?

      Oder prophezeist du das nur mir?

      Ich für meinen Teil fühle mich aktuell ziemlich frei in meinem Denken und Handeln. natürlich wird es immer und überall gewisse Abhängigkeiten und Bedingungen geben, an denen man sich ausrichten muss, aber so ist es eben im Leben. man lebt ja nie für sich alleine. Jeder Schritt, den man tut, beeinflusst die Welt, in der man geht. Wie du schon sagst, ist am Ende die Bewusstheit entscheidend, die man hat. Denn man kann ja bewusst Entscheiden, wie man mit diesen Abhängigkeiten umgeht und auf was man sich einlässt. Und da bleibt der freie Wille doch am Ende bestehen, oder nicht?

      LG Norman

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      • Pieter

        11. September 2015

        Hallo Norman
        Es betrifft uns alle. Und ganz bestimmt werden Äußerungen die nicht „Firmenkonform“ sind, so wie meine sehr oft, auffallen.
        Abhörstation Echelon in meiner Heimatstadt hat es schon vor 20 Jahren vorgemacht.
        Damit richtig umgehen gelingt nur wenn man lernt seine Ängste zu überwinden. Bestimmt wird das auch Dir gelingen wenn Du immer wachen Verstandes bist, Du bist noch sehr Jung und schaffst es bestimmt. Ich hab das Meiste hinter mir mit 75, bin aber schon noch am Ball :-). Liebe Grüße, Pieter

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  9. Loony

    29. März 2016

    Der Artikel ist schön geschrieben und regt zum nachdenken an. Allerdings glaube ich nicht, dass Meinung wirklich in unserem Besitz ist, denn auch sie hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel Erziehung, geistige Fähigkeit, die ja vom Körper abhängt, und vor allem BILDUNG! Wenn man kaum Zugang zu unterschiedlichen Informationen hat, wird man sich zwangsweise der Meinung aus dem näheren Umfeld anschließen. Man kennt ja nichts anderes!

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      30. März 2016

      Hey Loony,

      danke für deine Ergänzungen =)

      Da hast du auf der einen Seite natürlich recht: Die Bildung, das Elternhaus und die eigene geistige Veranlagung kann man natürlich nicht beeinflussen. Aber ich finde, das bestätigt die Aussage des Textes umso mehr. Wenn du in der Lage bist, das zu erkennen, kannst du trotzdem deine Einstellung dazu ändern, ganz egal wie du erzogen wurdest oder veranlagt bist =)

      Ich glaube es war Steven Hawking, der einmal sagte, dass sogar ein Goldfisch in einem Kugelglas theoretisch die Möglichkeit habe, sich die ganze Welt und ihre Gesetze zu erschießen. Und Hawking selbst ist doch auch ein gutes Beispiel =)

      Liebe Grüße

      Norman

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  10. Maria

    27. April 2016

    Lieber Norman,

    ein guter Artikel. Ich gehe jedoch noch einen Schritt weiter:Du schreibts: Deine Meinung gehört dir. ich frage mich: ist das so?. Letztendlich ist eine ‚Meinung‘ ein vom Gehirn erzeuges ‚Produkt‘. Das Gehirn gehört zum Körper und der gehört mir nicht.Ich dachte lange was mir gehört ist dann wenigstens das ‚Sein‘ (Seele, Energie)? Auch das gehört mir nicht. Denn das ‚Sein‘ ist Teil des ‚Ganzen‘. Das ‚Ganze‘ ist eine kollektive Engerie die niemanden gehört. Somit gehört mir eigentlich ’nichts‘. Wenn mir ’nichts‘ gehört bin ich auch ’nichts‘ oder aus einem ’nichts‘ Da frage ich mich, was ist das ’nichts#? Ein Vakum, Energiepixel eine Energie…… Tja, etwas beängstigend fand ich dieses ’nichts Sein‘ am Anfang schon. Der Vorteil jedoch ist, dass man sich nicht mehr an Dinge, weltliche oder energetische, anhaftet.

    Viele Grüße,

    Maria

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    • Norman Brenner Norman Brenner

      27. April 2016

      Hey Maria,

      wow, danke für deinen anregenden Kommentar =D

      Ich beschäftige mich zufällig (?) gerade auch intensiv mit diesem Thema. Also der Frage nach dem wahren Ich und dem Grund des Seins.

      Woher stammt deine Weltanschauung? Kenne ähnliches aus dem Buddhismus bzw. Vedanta. Dort ist Nichts allerdings nicht wirklich nichts, sondern einfach alles ^^ Ja, man kann es nicht anders als auf diese paradoxe Weise beschreiben. Der Begriff Leerheit ist in dem Zusammenhang vielleicht besser. Das bedeutet leer von einem eigenen Selbst (einem Ego). Zu Grunde liegt dann das wahre und all-eine Selbst (Atman).

      AUf jeden Fall wäre die Konsequenz die selbe und sehr befreiens: Wenn man nicht einmal sich selbst (seine Meinungen) unter Kontrolle hat, warum dann überhaupt versuchen etwas zu kontrollieren und nicht einfach alles fließen lassen? =)

      Jedoch ist es in diesem Kontext nicht mit Resignation, sondern eher mit einem tiefen Urvertrauen verbunden.

      Nun aber mal eine praktische Frage:

      Denkst du man kann bewusst seine Meinung ändern?

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Maria

        28. April 2016

        Hallo lieber Norman,
        danke für Dein Feedback.
        Grundsätzlich habe ich mich kaum mit Religionen beschäftigt. Ich bin Atheist oder besser gesagt Agnostiker. Ich denke, man muss seine eigenen Erfahrungen machen und eine Religion ist letztendlich die Erfahrung eines ‚anderen‘. Mir kam die oben beschriebene Erkenntnis während einer Meditation. Darum denke ich, dass meditieren einfach sehr wichtig ist um sein ‚Sein‘ zu erforschen.

        Nun zu Deiner Frage: Ich denke schon, dass man Meinungen bewusst ändern kann. Aber letztendlich ist jede Meinung, egal ob A oder B, ein Programm. Jedoch gilt es zu bedenken das dieses Programm anerzogen oder durch Erfahrungen erstellt wurde. Es wäre natürlich schön meinungslos zu werden damit alles fließen kann, aber man sollte dabei sicher nicht passiv werden. Das ist eine sehr große Herausforderung.

        Viele Grüße,

        Maria

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        30. April 2016

        Hey Maria,

        finde deinen Ansatz sehr gut. Ich halte auch nicht so viel davon, blind einer vorgefertigten Glaubensrichtung zu folgen. Mein Ansatz ist auch eher das entwickeln eigener Theorien, aber wenn ich Ansätze gewisser Glaubensrichtungen finde, die mir gefallen und denen ich zustimmen kann, übernehme ich sie auch gerne. Ein Religions-Remix sozusagen =D

        Wobei man aber auch sagen muss, dass Hinduismus und Buddhismus nicht wirklich Religionen im herkömmlichen Sinne sind. Eigentlich sind es sogar eher Wissenschaften, die in den Bereich Psychotherapie gehen.

        Beim Meditieren stimme ich dir absolut zu. Besser 10 Minuten meditieren, als 10 Bücher zu lesen =)

        Schöne Antwort. Denkst du also, dass es den „freien Willen“ letztlch gar nicht gibt?

        Was wäre dann der Unterschied zwischen aktiv und passiv? Wenn ich es letztlich doch sowieso nicht bewusst beeinflussen kann, wäre doch alles passiv, oder?

        Liebe Grüße und hab noch ein schönes Wochenende!

        Norman

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      • Maria

        1. Mai 2016

        Hallo Norman,

        das Thema ‚freier Wille‘ beschäftigt mich auch schon etwas länger. Ich sehe den Menschen und die Tiere als Maschinen. Das Gehirn ist die Hardware und der Inhalt die Software. So gesehen hat man nur in der materiellen Welt (Körper) nach seinem persönlichem ‚Programm‘ einen ‚freien Willen‘. Das gilt auch für die ‚Meinung‘. Also es kommt darauf an was man im Gehirn programmiert/einprogrammiert hat und demnach erstellt sich der ‚Wille‘ oder die ‚Meinung‘. Im ‚Sein‘ gibt es weder Meinung noch Wille. Der materielle Körper ist eine Verfestigung des ‚Seins‘.

        In Indien habe ich unter den Hindus oft passivität erlebt. Gott bestimmt, also wozu noch aktiv werden. Somit bleiben manche Slumbewohner eben ein Leben lang Slumbewohner. Wir Menschen haben uns ein System (Schul-, Finanzsystem etc) aufgebaut. Ob dieses System richtig oder falsch ist sei dahingestellt. Wir haben das materielle Leben strukturiert. Aber um in diesem System standzuhalten ist passivität sicher fehl am Platz. Wie gesagt, dem ‚Sein‘ ist es egal ob man passiv oder aktiv ist. Aktivität ist nur im ‚weltlichen Theater‘ nützlich.

        Buh, das sind schon tolle Themen die wir hier diskutieren.

        Wünsche Dir auch einen schönen Sonntag und
        viele Grüße,
        Maria

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        4. Mai 2016

        Hey Maria,

        wow, mega interessantes Thema =D

        Du unterscheidest also generell zwei Daseinsebenen, wenn ich das richtig verstehe? Wobei die eine in der anderen steckt, also verschachtelt?

        Die Theater-Metapher finde ich dazu sehr passend! Das bedeutet aber doch auch letzten Endes, dass es ganz egal ist, was wir hier so treiben bzw., dass es höchstens der Unterhaltung des Seins dient? Wenn der Vorhang nach der Show fällt, ist alles nur Schall und Rauch gewesen, oder?

        Unter dem Gesichtspunkt kann ich die Hindus sogar verstehen. Aber dann denke ich wiederum, wenn das Sein sich schon um eine Show bemüht, sollten wir uns wenigstens bemühen, gute Schauspieler zu sein =)

        Liebe Grüße

        Norman

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      • Maria

        4. Mai 2016

        Hallo Norman,

        laut meiner Erfahrung sind Menschen, Tiere und Pflanzen ständig mit der kollektiven Energie verbunden. Auch Pflanzen sind teil dieser Energie. Es gibt keinen ‚Himmel‘. Diese Energie manifestiert sich dann als Materie

        Hier noch ein Link, worin Energie einfach erklärt wird, zur Erinnerung: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik/artikel/energie

        Ich kann mir vorstellen, dass unser Handeln in dieser Energie abgespeichert wird und sich dann eben entsprechend manifestiert. Sind wir schlechte Schauspieler im ‚weltichen Theater‘ wird sich dies somit in der Manifestation bemerkbar machen.

        Norman, ich hoffe so sehr, dass sich immer mehr Menschen bewusster werden!!

        Danke, dass du mit deinem Blog dazu beiträgst.

        Viele Grüße,

        Maria

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      • Norman Brenner Norman Brenner

        9. Mai 2016

        Hey Maria,

        klingt aber ziemlich „mechanisch“ mit der Energie. Klar weiß ich was du meinst, aber ist denn für dich gar kein höherer Sinn dahinter? Ist es alles nur ein „Billardspiel“, in dem alles nur zufällig kollidiert und etwas entstehen und vergehen lässt? Wer hat die Kugeln angestoßen?

        Finde den Austausch mit dir mega interessant! Vielen Dank für deine tollen Kommentare =)

        LG Norman

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      • Maria

        17. Mai 2016

        Hallo Norman,

        ja, das Thema ist mega interessant. Ich frage mich auch oft nach dem ‚Sinn‘.

        Mir ist unbekannt wer die Kugel angestoßen hat. Vielleicht ist das ja so gewollt.

        Alles was zählt ist das hier und jetzt, auch wenn uns das Gehirn immer davon abbringen möchte.

        Viele Grüße,

        Maria

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