Corona-Krise: Was dir die Presse nicht erzählt (und deine Aussichten erheblich verbessert)

Corona: Mach nicht diesen gravierenden Fehler in der Krise!

 

Corona-Krise …

Egal wo man hinsieht.

  • geschlossene Kitas und Schulen
  • leergekaufte Nudel- und Klopapierregale
  • ständig wachsende Zahlen an Infizierten und Toten

Der Nährboden für eine Massenpanik ist perfekt.

Da fällt es schwer, Ruhe zu bewahren und cool zu bleiben.

Dabei ist genau das der größte Fehler, den wir jetzt machen können, denn:

Wir verschlimmern alles nur durch unsere Versuche, uns vor dem Coronavirus und den Konsequenzen der Krise zu schützen!

Warum?

Hinweis: Die Prinzipien und Tipps in diesem Beitrag gelten für jede Art von Krise, egal ob Epidemie, Finanzkrise oder persönliche Lebenskrise.

 

Der größte Fehler: Warum wir selbst die Krise schlimmer machen …

Festhalten ist das Stichwort.

In einem früheren Beitrag haben wir uns bereits angeschaut, warum wir durch unser Festhalten fast alle unsere Probleme selbst bewirken und sogar schlimmer machen.

Je mehr du etwas willst, desto weniger bekommst du es!

Ich nenne es deshalb auch gerne die Kunst, sich das Leben schwer zu machen. Und genau das tun wir auch jetzt.

Wir haben gesehen, wie das Festhalten in unserem Alltag, gesellschaftsübergreifend und sogar im ganzen Universum wirkt. Und die Coronakrise ist da natürlich keine Ausnahme:

  • Je mehr du dich vor dem Virus schützen willst, desto wahrscheinlicher machst du eine Infektion.
  • Je mehr du dich vor den Konsequenzen einer drohenden Krise schützen willst, desto mehr trägst du selbst dazu bei.
  • Je mehr du wirtschaftliche Verluste vermeiden willst, desto eher begünstigst du diese selbst.

Warum ist das so?

 

Beispiel: Hamsterkäufe

Weil einzelne Menschen sich von Angst lenken lassen, dass es bald keine Nudeln, Mehl oder kein Klopapier mehr geben könnte, kaufen sie die Läden leer.

Ganz nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut.“

Damit sind sie selbst es, die ihre Prophezeiung bewahrheiten!

Je mehr Menschen Lebensmittel horten, desto schwieriger wird es, den Nachschub sicherzustellen und desto eher kann man wirklich gewisse Dinge nicht mehr kaufen.

Das führt dazu, dass auch Menschen, die bisher ruhig geblieben sind, jetzt Angst bekommen und ebenfalls hamstern.

Angst -> Hamsterkauf -> Verfügbarkeit sinkt -> noch mehr Angst -> mehr Hamsterkäufe …

Je mehr du dich vor einer drohenden Krise schützen willst, desto mehr bewirkst du die selbst!

Wäre es nicht besser für alle, wenn jeder gelassen bleiben würde und ganz normal einkaufen würde? Schließlich waren bisher auch immer genügend Nudeln und Klopapier für alle da, warum sollten wir auf einmal einen erhöhten Verbrauch davon erwarten?

„Aber Norman, was ist denn wenn die Läden schließen und ich nichts mehr nachkaufen kann?“

Genau solche Gedanken sind das Problem, denn sie kommen aus Angst.

 

Angst ist ein schlechter Berater!

… es sei denn, es geht ums direkte Überleben.

Und mit „direktem Überleben“ meine ich keine Hamsterkäufe, sondern zum Beispiel Angststarre in großer Höhe oder ähnliches.

„Die Hysterie in der Bevölkerung ist schlimmer als das eigentliche Virus.“

Das hat sinngemäß der Leiter eines Gesundheitsamtes hier in der Nähe gesagt. Und ich sehe das ähnlich.

Du bist ein Mensch. Du bist ein intelligentes Lebewesen. Glaubst du, dass du direkt sterben müsstest, wenn der Supermarkt mal zumacht?

Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Szenario bisher weder in Deutschland noch anderswo auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen wurde. Aber selbst wenn, vertraust du deinen Fähigkeiten zu überleben und Nahrung zu besorgen so wenig, dass du Angst haben musst, direkt zu sterben?

Denkst du wirklich, du könntest keine andere Lösungen für entstehende Herausforderungen, wie zum Beispiel fehlendes Klopapier, finden?

Wie haben die vielen Generationen vor uns nur überlebt ohne Supermarkt, Nudeln und Klopapier? 😱

„Not macht erfinderisch.“

(Sprichwort)

Vertrauen ist das Stichwort.

Vertraue auf deine Fähigkeiten, die dir im Notfall helfen. Das ist mehr wert als ein Bunker voller Klopapier und Nudeln, denn:

Jeder Vorrat geht irgendwann zur Neige, sei er auch noch so groß, aber eine Fähigkeit bleibt.

Und das war ja nur ein Aspekt bei der aktuellen Krise …

 

Beispiel: Börsencrash

Es ist offensichtlich …

Der Aktienkurs fällt, weil die Wirtschaftskraft aufgrund von Schließungen von Firmen zurückgeht.

Anleger sehen das, bekommen Angst, dass der Wert ihrer Aktien in den Keller fällt und verkaufen.

Infolge dessen sinkt der Kurs natürlich noch stärker!

Das sehen natürlich auch die Anleger, die bis jetzt noch die Füße stillhalten konnten und beginnen auch zu verkaufen …

Ein Teufelskreis entsteht und der Börsencrash ist perfekt.

Kurse sinken -> Angst -> Verkauf -> Kurse sinken noch weiter -> noch mehr Angst -> mehr Verkäufe …

Je mehr du einen wirtschaftlichen Schaden abwenden willst, desto mehr bewirkst du ihn selbst.

„Aber Norman, was ist wenn meine ganzen Ersparnisse flöten gehen?! Dann verkaufe ich doch lieber jetzt mit etwas Verlust!“

Und schon wieder die Stimme der Angst.

 

Angst trübt dein Urteilsvermögen!

Schau dir die Kurse über die letzten Jahrzehnte an.

Es gab unzählige Krisen und Börsencrashs. Und weißt du, was sie alle gemeinsam hatten?

Jedes Mal haben sich die Kurse wieder erholt!

Denkst du, das wäre dieses Mal anders? Dass die Kurse bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag fallen werden?

„Das Erfreuliche an jeder Finanz- und Wirtschaftskrise: Jede Wirtschaft wächst am überwundenen Widerstand.“

(Alfred Selacher)

Wenn du dich nicht von Angst und Panik leiten lässt, kannst du das große Ganze besser sehen.

Das Selbe gilt in Bezug auf die eigentliche Krankheit:

 

Beispiel: Angst vor Infektion mit dem Coronavirus

Hier ist es ähnlich …

Klar gibt es ein gewisses Risiko. Aber laut allem, was man bisher weiß, trifft das hauptsächlich Personen, die gesundheitlich vorbelastet sind.

Wenn du ein gesunder Mensch bist, dann hast du etwas weiteres Unbezahlbares: Ein Immunsystem.

Und das schützt dich. Selbst wenn du dich wirklich mit dem Covid-19 Virus infizierst.

„Große Notfälle und Krisen zeigen uns, um wie viel größer unsere vitalen Ressourcen sind als wir selbst annahmen.“

(William James)

Bei den allermeisten verläuft die Krankheit ja auch wirklich milde.

„Aber Norman, was wenn es gerade bei mir nicht milde verläuft?“

Und schon wieder … Angst. Und wozu führt die? Zu weiterer Hysterie, die alles noch schlimmer macht:

 

Angst und Panik schwächen nachweislich dein Immunsystem!

Denn Stress macht krank.

Und was bedeutet ein geschwächtes Immunsystem?

Dass du dich leichter anstecken kannst bzw. dass die Krankheit schlimmer bei dir ausbricht!

Oder nimm das absurde Aldi-Beispiel:

Aus Angst vor Ansteckung, wollen Leute Desinfektionsmittel kaufen und stellen sich dafür massenweise vor Aldi in Schlangen an, in denen das Ansteckungsrisiko natürlich noch höher ist.

Je mehr du dich um eine schlimme Infektion sorgst, desto wahrscheinlicher machst du sie!

Versteh mich nicht falsch.

Natürlich ist es wichtig, bestimmte Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um sich selbst und gefährdete Gruppen in unserer Gesellschaft zu schützen.

Ich rede hier nicht davon, das Virus herunterzuspielen, es zu ignorieren und einfach so weiterzumachen, wie zuvor. Wovon ich hier rede ist Gelassenheit.

 

Die Lösung: Warum Gelassenheit der Schlüssel ist …

Man kann aufrichtig an etwas interessiert sein und trotzdem gelassen bleiben.

Tatsächlich ist das sogar das Geheimnis jeglichen Erfolgs:

Etwas zwar mit einem aufrichtigen Interesse zu verfolgen, sich aber nicht abhängig davon zu machen.

Denn immer, wenn du dich zu abhängig von etwas machst, hältst du daran fest und machst es schlimmer. Egal ob es darum geht, deinen Klopapier-Vorrat, deine Ersparnisse oder deine Gesundheit zu sichern.

Wenn du aber cool bleibst und die Ruhe bewahrst, ist das am Ende besser für dich und alle anderen:

  • Wenn jeder ruhig bleibt und seinen ganz normalen Bedarf an Lebensmitteln deckt, ist der Nachschub für alle gesichert.
  • Wenn Aktienanleger die Ruhe bewahren und die Krise aussitzen, gehen die Kurse irgendwann wieder nach oben.
  • Wenn du gelassen bleibst und die wichtigsten Tipps zum Umgang mit dem Virus berücksichtigst, ist das für dich und unsere ganze Gesellschaft besser.

„Aber wie genau soll ich mich denn verhalten?“

 

Wie soll ich mich verhalten?

Das heißt ganz konkret:

Beachte die nötigen Maßnahmen und handele mit gesundem Menschenverstand …
  • wasch dir gründlich die Hände und beachte die Hygienetipps
  • meide größere Veranstaltungen
  • trage dazu bei, das Virus nicht unnötig schnell zu verbreiten, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird und die Menschen, die wirklich akute medizinische Versorgung brauchen, sie auch bekommen
  • und ganz wichtig: bewahre die Ruhe

Aber verschlimmere die Situation nicht noch für dich selbst und andere, indem du dich von Angst leiten lässt.

Und das ist es auch, was Loslassen bedeutet …

 

Was Loslassen wirklich bedeutet

Da gibt es ja jede Menge Missverständnisse über das Loslassen

  • Loslassen heißt nicht, eine Egal-Einstellung einzunehmen, sondern aufrichtig interessiert zu sein, sich aber nicht abhängig von etwas zu machen.
  • Loslassen heißt nicht, Probleme zu ignorieren, sondern sie achtsam wahrnehmen, um den eigentlichen Kern zu erkennen und eine dauerhafte Lösung bewirken zu können und nicht nur kurzzeitig die Symptome zu bekämpfen.
  • Loslassen heißt nicht, ziel- und planlos in den Tag hineinzuleben, sondern mit einer gewissen Orientierung zu agieren, aber auch auf die eigenen Fähigkeiten und das Leben selbst zu vertrauen.

Loslassen heißt ge-lassen zu bleiben und das ist in einer Krise besonders wichtig, denn Angst und Panik schaden nur:

 

Warum Angst und Panik schaden

Gerade in Krisen ist Gelassenheit eines der wichtigsten Schlüsselelemente!

Frage einen Feuerwehrmann oder Rettungssanitäter …

Gerade wenn es drauf ankommt, muss man Ruhe bewahren! Dann kann man am besten auf die Anforderungen einer neuen Herausforderung reagieren.

In Angst und Panik werden die wenigsten Leben gerettet.

Das Gegenteil ist der Fall, wie uns das Beispiel der Loveparade 2010 gelehrt hat.

Also lass dich nicht verrückt machen.

„Aber es ist schwer, cool zu bleiben, wenn überall so eine Panik verbreitet wird!“

Ich weiß … deshalb hier noch ein paar Tipps:

 

Wie kann ich gelassener werden?

  • Wenn dir dieser Beitrag hilft, die Sache etwas gelassener zu sehen, teile ihn gerne mit deinen Freunden oder Bekannten und hilf ihnen auch, gelassener zu werden und der allgemeinen Panik etwas entgegenzuwirken.
  • Schau dir meinen Guide „Gelassenheit lernen: 5 einfache Schritte“ an.
  • Und wenn du noch mehr über die grundlegende Fähigkeit des Loslassens erfahren willst, die dir in jeder Lebenslage hilft, gelassen zu bleiben, dann kannst du hier mehr über mein neues Buch über das Loslassen erfahren.

Die Gedanken in diesem Beitrag orientieren sich übrigens an den Prinzipien aus diesem Buch, welche sich grundsätzlich auf jede Situation im Leben übertragen lassen!

 

Bonustipp: Sieh das Gute in der Krise

Ja, richtig gelesen …

Auch eine schlimme Krise birgt immer etwas Gutes.

Klar macht das die negativen Auswirkungen nicht wett und man kann sich immer fragen, ob es das wirklich wert ist, aber ändern können wir es ja eh nicht und wenn die Krise sowieso schon da ist, warum sollten wir dann nur das Schlechte von ihr mitnehmen?

Sich klarzumachen, dass in allem Schlechten auch immer etwas Gutes steckt, ist eine wertvolle Fähigkeit, die dich vieles im Leben gelassener sehen lässt.

„Aber was soll denn an dieser Krise gut sein?“

Zum Beispiel …

  • können wir in dieser Pandemie wertvolle Erfahrungen sammeln, um in Zukunft für ein vielleicht noch schlimmeres Szenario besser gerüstet zu sein.
  • helfen uns Krisen, uns wieder auf das Wichtige im Leben zu besinnen und relativieren viele Probleme, die uns sonst so im Alltag belasten.
  • bringt die Krise dir vielleicht Zeit, die du nutzen kannst, um dich mit dir oder einem persönlichen Projekt zu beschäftigen.
  • birgt jede Krise das Potenzial, dass wir zusammenwachsen und gestärkt daraus hervorgehen.
  • lernen wir den „normalen Alltag“, unsere Gesundheit und vieles was uns sonst selbstverständlich scheint wieder mehr zu schätzen.

Jede Krise ist auch immer eine Chance, egal ob es eine persönliche Lebenskrise oder eine globale Krise ist.

 

Fazit

  • Durch unsere Bestrebungen, uns möglichst gut vor der Krise zu schützen, verschlimmern wir sie selbst.
  • Der Grund ist unser Festhalten:
  • Weil Menschen Angst haben, keine Lebensmittel mehr zu bekommen, kaufen sie die Regale leer.
  • Weil Menschen Angst vor sinkenden Aktienkursen haben, verkaufen sie und lassen die Kurse weiter sinken.
  • Weil Menschen Angst haben, sich zu infizieren, erhöhen sie das Risiko einer Infektion für sich und andere.
  • Gelassenheit ist der Schlüssel …
  • Beachte die notwendigen Maßnahmen und bewahre Ruhe.
  • In Angst und Panik werden die wenigsten Leben gerettet, also nutze die Tipps, um der Krise gelassener gegenüberzustehen.
  • Bonustipp: Sieh sogar das Gute in der Krise

Frage: Wie gehst du mit der Krise um? Fällt es dir schwer, gelassen zu bleiben? Oder findest du die ganze Panik übertrieben und unnötig? Schreibe einen Kommentar!

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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen, ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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53 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Tina

    22. März 2020

    Bisher bin ich selbst total gelassen ohne dabei alles zu verharmlosen. Und das obwohl oder vielleicht gerade weil ich chronisch krank bin, gerade in einer Chemotherapie stecke und somit erhöhtes Risiko, die Krankheit nicht zu überleben. Ich vertraue auf mich selbst, auf meine engsten Kontakte, die mir auch schon in anderen schweren Zeiten halfen. Auch ich wünsche mir mehr Gelassenheit von anderen Menschen. Ich kenne aber auch Viele, die Ruhe bewahren und nicht hamstern o.ä.
    Für mich ist es ganz wichtig, dass ich immer zu meinem Pferd kann. Das gibt mir schon immer Kraft physisch und bedonders psychisch. Bis jetzt gibt es noch kein Verbot.

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    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Tina,

      danke für deine Gedanken zum Thema Corona =)

      Wow, Respekt, wirklich! Ich erlebe gerade bei vorerkrankten Menschen gerade mehr Angst und Panik. In der Situation kann ich das schon gut verstehe, wenn man sich mehr Sorgen macht, aber ich glaube tatsächlich, dass es auch in dieser Situation am Ende besser ist, wenn man gelassen bleibt, denn in Angst und Hektik passieren einem vielleicht sogar noch eher Fehler und man steckt sich an. Also großen Respekt und bleib weiterhin so gelassen!

      Und ja, das Vertrauen auf die Mitmenschen ist auch ein wichtiger Punkt, den du ansprichst!

      Liebe Grüße und bleib munter =)

      Norman

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  2. Marie

    22. März 2020

    Haha, die Frage nach dem Kloopapier ist derzeit Deutschlands meistgestellte Frage und wird in die Geschichtsbücher eingehen. Wer hat das alles, wo ist es hin? Meine Eltern sind diese Woche in 10 Läden gewesen und haben keins bekommen. Ich hatte dann am nächsten Tag bei meinem Einkauf das Glück und habe ihnen eine Packung mitgebracht, weil das Regal gerade aufgefüllt war. Ein Mann ging hin und nahm 5 Packungen. Es hat ihn auch nicht gestört, dass wir alle zu ihm gesagt haben, dass er für die anderen noch was da lassen soll. Der Marktleiter sagte, er hats aufgegeben, weil die Leute aggressiv werden.

    Meine Erfahrungen sind, alles was ich brauche bekomme ich noch :) und dann bedanke ich mich bei meinen Engeln, meinem Geistführer und beim Universum. Wenn ich einkaufen gehe, ist von allem immer noch genau das da was ich brauche. Entweder steht ganz hinten im Regal extra noch für mich ein letztes Teil und wenn es noch mehrere sind, lasse ich immer noch etwas für jemand anderen übrig, damit sich noch ein anderer drüber freuen kann.

    Gehe dankbar durchs Leben und mit Vertrauen und alles ist gut!

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    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Marie,

      das ist echt komisch und tragisch zugleich mit dem Klopapier. Vor allem ist es ja sehr schwer diesen Kreislauf zu durchbrechen, weil sobald die Regale wieder aufgefüllt werden mit der Ware, die noch massenweise vorhanden ist, aber natürlich nur immer portionsweise in die Läden kommt, wird ja direkt wieder alles leergekauft. Schließlich muss man sich ja gerade jetzt eindecken, denn das Klopapier ist ja wirklich knapp! =D Der Inbegriff einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

      Ich finde es auch mega egoistisch, wenn Leute 5 Packungen Klopapier kaufen. Auf der anderen Seite tun mir diese Menschen aber auch leid, weil sie ja scheinbar so sehr von Angst getrieben werden, dass sie das gar nicht mehr wirklich reflektieren können, was sie da eigentlich tun.

      Am aller schlimmsten finde ich jedoch die, die Atemschutzmasken oder Desinfektionsmittel aus Gesundheitseinrichtungen stehlen und dann überteuert bei Ebay verkaufen. Da fällt mir einfach gar nix mehr zu ein.

      Ich hatte kürzlich auch eine ähnliche Erfahrung… ich wollte Nudeln kaufen und im ganzen Regal standen nur noch 2 Packungen Vollkornnudeln. Das sind sogar die, die ich am liebsten mag =) Und eine hab ich selbstverständlich stehen lassen, damit sich noch ein anderer freuen konnte.

      Dankbarkeit und Vertrauen… zwei tolle Leitmotive =)

      Liebe Grüße und bleib gesund!

      Norman

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  3. Petra

    22. März 2020

    Lieber Norman, danke dir für diese Worte, genau das hab ich heute gebraucht!
    Ich hab es über Wochen schon kommen sehen, was sich da zusammenbraut, mich vorbereitet, war gelassen und voller Zuversicht.

    Inzwischen unterliegen wir hier seit genau 1 Woche einer Verkehrsbeschränkung, ich muss zwar zur Arbeit (und bin dort auch noch exakt mit nix sonst außer dem Virus betraut), darf aber meinen Partner nicht sehen und mein Pferd auch nicht. All das konnte ich noch gut „seelisch abfedern“, auch wenn es schwer ist und die Nerven strapaziert.

    Gestern aber haben mir „alternative news“/Verschwörungstheorien, die kolportiert wurden den Rest gegeben und ich bin ohne Vertrauen und voller Angst ins Bett…

    Deine Worte haben mir geholfen, es geht jetzt besser, ich danke dir von Herzen!
    Alles Gute dir!

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    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Petra,

      danke für deine persönliche Rückmeldung =)

      Es freut mich sehr zu lesen, dass der Beitrag dir geholfen hat!

      Ich kann gut verstehen, was du meinst. Jeder von uns hat ja eine bestimmte Toleranzgrenze. Bei dem einen ist sie etwas höher und bei dem anderen etwas niedriger, aber bei jedem kommt irgendwann der Punkt, wo sie überschritten wird, wenn immer mehr dazu kommt. Umso mehr freut es mich, dass du die Sache jetzt wieder etwas gelassener sehen kannst =) Ich muss mich persönlich auch ab und zu daran erinnern. Es ist einfach ziemlich leicht, sich mitreißen zu lassen und erfordert Stärke, gelassen zu bleiben.

      Liebe Grüße und bleib gesund und stark!

      Norman

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      • Petra

        22. März 2020

        Danke Norman!
        Es sind auch nicht die täglichen Fallzahlen oder sachliche Berichte zur Lage, die höre oder lese ich, nehme sie zur Kenntnis – die schüren bei mir keine Panik, im Gegenteil, ich empfinde die akutellen Berichterstattungen von z.b. ORF bzw. ähnlichen Medien als sehr sachlich und angemessen, informierend halt, aber ohne in Wunden zu stochern.

        Was mich fassungs(und hoffnungs-)los gemacht hatte, waren die leugnenden Stimmen, die, die eine „Macht dahinter“, eine Manipulation etc. propagieren und damit „wachrütteln“ wollen. Das empfinde ich als extrem verantwortungslos.

        Aber heute sortiere ich das wieder so ein, wie zuvor und dafür waren deine Worte sehr hilfreich :-)

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        • Norman Brenner

          23. März 2020

          Da hast du recht. Die Berichterstattung in den großen Medien finde ich zur Zeit auch ziemlich sachlich. Allerdings finde ich, dass es auch hier irgendwann „zu viel des Guten“ sein kann. Wenn man zum Beispiel den ganzen Tag nichts anderes als Nachrichten schaut und immer neue größere Todeszahlen etc. sieht, kann das unterbewusst auch eine Angst auslösen.

          Ja, es gibt leider immer wieder solche Leute, die meinen, auf so einer Welle surfen zu müssen und sie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Schön, dass du für dich wieder zu einem guten Verhältnis gefunden hast =)

          LG Norman

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          • Petra

            23. März 2020

            Ich bin vorhin auf einen ebenso wunderschönen Text gestoßen, ich hoffe, du hast nix dagegen, wenn ich ihn hier verlinke, vielleicht kann er auch so helfen, wie deine Worte:

            https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

            (1) War das hilfreich?
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            • Norman Brenner

              24. März 2020

              Danke für den Hinweis!

              Im Gegenteil, eine tolle Perspektive, die Matthias da aufzeigt, finde ich =) Sehr lesenswert!

              Liebe Grüße

              Norman

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              Antworten
  4. Sabrina

    22. März 2020

    Danke, für diesen tollen Artikel. Solche sollte es in der jetzigen Zeit öfter geben, um einfach wieder mehr Mut und Zuversicht zu verbreiten. Die Paniknews die momentan alles überwiegen verbreiten nur noch mehr Panik. Und es ist, wie Du schreibst, unser Handeln in der Panik verschlimmert alles nur noch mehr.

    Mach weiter so und bleib gesund!

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    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Sabrina,

      danke für deine Gedanken zum Thema =)

      Ja, das mit den News ist leider auch so ein Teufelskreis… Menschen kriegen Angst durch Paniknews. Dadurch werden sie sensibler für diese Art von Nachrichten und konsumieren sie noch mehr. Weil die Medien merken, dass das gut geht, machen sie noch mehr solcher News usw.

      Ich denke nicht, dass man sich komplett abschotten und gar nichts mehr wahrnehmen sollte, aber man kann sich selbst gezielt informieren, z.B. im Internet.

      Liebe Grüße und bleib auch du gesund!

      Norman

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
  5. Daniela

    25. März 2020

    Lieber Norman!

    Danke für Deine wertvollen aktuellen Zeilen,die einmal mehr vor Augen führen, wie sehr auch die Corona Ängste und Begleitfolgen mit Festhalten zu tun haben und einen daher beim Loslassen bestärken . Besonders hilfreich fand ich die Verweisung auf die Vorteile, die eine solche Krise mit sich bringt, wie das Erlernen weiterer Stärken oder die Besinnung auf das Wesentliche. Ich finde aber auch, dass man in der derzeitigen Situation das von Dir häufig zitierte Reframing gut anwenden kann. Derzeit bin ich mit einer heftigen Schultererkrankung und schlimmen Schmerzen beruflich kurzfristig außer Gefecht gesetzt. Morgen sollte es vor Corona zu einer zwölftägigen Reise nach Sorrent, Capri, Neapel und nach Pompeji zum Vesuv gehen. Vor drei Wochen vom Veranstalter storniert! Alternativprogramm 5 Tage Sylt wegen Corona nicht durchführbar. Trotz allem bin ich weder wütend, noch enttäuscht, sondern mir geht’s dank Reframing einfach blendend. Meine Erkrankung ist mir zehntausend Mal lieber als Corona und meine Liebsten scheinen noch alle gesund. Ich bin froh, dass ich ab Samstag 17 Tage Urlaub habe und daher die Möglichkeit, zuhause zu bleiben und das Ansteckungsrisiko zu senken. Ich freue mich sogar, seit gestern bis Freitag krank geschrieben zu sein, so muss ich auch diese Woche mich keinen Sozialkontakten aussetzen. Ich habe endlich einmal Zeit für mich, Entspannung und Dinge, die mir gut tun, was beruflich in den letzten Monaten deutlich zu kurz kam. Und ich wäre happy, falls meine Blessuren folgenlos ausheilen und ich keine OP benötige. Ich hoffe, dass meine Zeilen Anderen Mut machen, nicht immer nur das Negative an etwas Schlimmen zu sehen, sondern sich auch auf das Positive zu besinnen und vor Augen zu führen, weshalb vielleicht Bullshit manchmal nötig ist um einen weiter und auf den richtigen Weg zu bringen und wirklich Schönes wieder stärker schätzen sowie für Kleinigkeiten dankbar sein zu können. Liebe Grüße :-)

    (2) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner

      2. April 2020

      Hey Daniela,

      schön, dich hier wieder anzutreffen =)

      Danke für dein Feedback! Das ist wiederum sehr hilfreich für mich =D

      Reframing … ein sehr gutes Stichwort! Absolut … das Tolle ist ja, dass man diese Technik eigentlich immer und selbst in der besch**** Situation anwenden kann. Danke für das eindrucksvolle Beispiel, das du uns dazu gegeben hast! Vorbildlich, wie du damit umgehst =)

      Ich bin auch ein Mensch, der mit den Einschränkungen aktuell ganz gut zurechtkommt. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass es für manche Menschen, die vielleicht geselliger sind oder mit sich alleine nicht so viel anzufangen wissen, sehr schwer sein kann. Wobei das aber auch wieder jetzt eine gute Gelegenheit sein könnte, eben das zu lernen… und da sind wir wieder beim Reframing =D

      „Auch auf das Positive besinnen“ … super Stichwort. Ich arbeite gerade an einem neuen Artikel zum Thema „Positives Denken“ bzw. „Gesetz der Anziehung“. Ein Auszug aus meinem neuen Buch. Da geht es genau darum:

      Warum es besser ist, ein kleines Licht anzuzünden, anstatt die Dunkelheit zu verfluchen (wie es Konfuzius so schön sagte).

      https://www.vernuenftig-leben.de/gesetz-der-anziehung/

      Danke für deinen bereichernden Bericht!

      Liebe Grüße, gute Besserung und bleib gesund!

      Norman

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      Antworten
  6. Marita

    22. März 2020

    Lieber Norman, Ich habe den Artikel noch nicht gelesen. das möchte ich gleich in Ruhe tun. Aber ich möchte dennoch schon meinen Kommentar zu der Krise abgeben.
    Ich finde, dass in dieser Krise für uns alle eine ganz große Chance steckt – so schlimm wie sie ist. Die Chance, demütiger zu werden und uns zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben zurück zu besinnen. Und die haben mit Konsumwahn, immer schneller, immer mehr etc. nichts zu tun.
    Die Krise ist schlimm, sehr schlimm. Wir sollten sie verdammt ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen. Denn Panik raubt uns Kraft und die brauchen wir, um diese Krise gemeinsam durchzustehen. Gemeinsam, wenn auch mit dem nötigem Abstand – mit Solidarität und Rücksichtnahme. Ich wünsche allen: Bleibt gesund und achtet gut auf euch.
    Und so eine ähnliche Botschaft habe ich gestern Abend bei meinem Spaziergang an einem Zaun auf einem hangemalten Pappschild gesehen. Daneben 2 Herzen. Das fand ich einfach toll.

    (1) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Marita,

      danke, dass du deine bereichernden Gedanken zur aktuellen Lage mit uns teilst =)

      Ich bin ganz deiner Meinung. Und ich finde es wunderbar wenn so viele Menschen wie möglich in dieser unsicheren Zeil diese Botschaft der Gelassenheit verbreiten. Das mit dem Pappschild ist eine Super Idee. Wenn jeder in seinem kleinen Einflussbereich wirkt, kann es am Ende doch ein weltweiter Einfluss sein =)

      Liebe Grüße und bleibe munter!

      Norman

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
  7. Ulrike

    22. März 2020

    Du hast Recht.
    Ich danke dir für deine gute Sicht azf die Dinge :)

    (0) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Ulrike,

      danke für dein Feedback =)

      Bleib gesund!

      LG Norman

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
  8. Pajung, Cornelia

    22. März 2020

    Hallo Norman,

    ja auch ich wünsche mir mehr Gelassenheit von meinen Mitmenschen. Ein Beispiel; da ich durch meine berufliche Tätigkeit mir sehr vielen Menschen arbeite ( momentan natürlich nur vorerst telefonisch) aufgrund der aktuellen Situation), bemerke ich bei vielen, vielen Kontakten, die Angst! Schon allein an der Telefonsprache ist dies sehr zu spüren (Aufregung, Traurigkeit, Lustlosigkeit) machen sich breit, ich finde diese sehr erschreckend! Mütter mit ihren Kindern, wünschen sich, dass es bald Nacht wird! Unglaublich was man selbst erfahren muss, in dieser derzeitigen Lage. Ich, selbst glaube an das Gute und entscheide für mich “ Was mir gut oder schlecht tut“ und dies mache ich transparent. Gebe Unterstützung und Hilfsmöglichkeiten, Krisen zu überwinden. Nur die Vernunft siegt!
    Liebe Grüße Conny

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    Antworten
    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Cornelia,

      danke für deinen Beitrag =)

      Wow, da kriegst du ja echt allerhand mit… das mit den Eltern, die jetzt den ganzen Tag für ihre Kinder da sein müssen, hab eich auch schon gehört. Das stelle ich mir aber auch wirklich sehr anstrengend vor. Aber ich denke, auch das ist eine Chance und auch da kann Familien näher zusammenbringen.

      Toll, dass du in dieser schweren Zeit auch noch andere unterstützt! Sehr bewundernswert =)

      Liebe Grüße und bleib gesund!

      Norman

      (0) War das hilfreich?
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  9. gaby schneider

    22. März 2020

    vielen dank für deinen guten Beitrag

    (0) War das hilfreich?
    Antworten
    • Norman Brenner

      22. März 2020

      Hey Gaby,

      danke für dein Feedback =)

      Liebe Grüße und bleib gesund!

      Norman

      (0) War das hilfreich?
      Antworten
  10. Astrid

    23. März 2020

    Großes Kompliment, Norman, dass du das Leben bereits in so jungen Jahren erstaunlich gut ‚durchschaut‘ hast! Dafür habe ich Etliches an Lebenserfahrung mehr benötigt. Ich finde es toll, dass du dein Wissen so breit mit anderen teilst.
    Wann in etwa ist ‚Der Weg des Wassers‘ als Hardcover erhältlich?
    Herzliche Grüße, dir alles Gute und bleib gesund!
    Astrid

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    • Norman Brenner

      23. März 2020

      Hey Astrid,

      danke für deine lieben Zeilen =) Das freut und motiviert mich sehr!

      Danke auch für dein Interesse am Buch =) Ich bin gerade dabei, die Veröffentlichung vorzubereiten, aber da die Lage wegen Corona aktuell so unsicher ist, habe ich noch kein genaues Datum. Vor allem, weil ich noch nicht weiß, ob das Buch zur Zeit überhaupt in ausreichenden Mengen gedruckt werden könnte. Ich bin aber dran. Wenn du die Blog-Updates (Newsletter) bekommst, bekommst du es aber auf jeden Fall als Erste mit, sobald ich was Neues dazu weiß =)

      Liebe Grüße und viel Gesundheit!

      Norman

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  11. Bianca

    23. März 2020

    Hey,
    ich selber bin ruhig und genieße mit den Hunden sogar die Ruhe Zuhause. Meine Arbeit im Kindergarten ist auf Weiterbildung und Vorbereitung umgestellt, genau so wie im nebenberuflichen Bereich Energetik/Entspannung. Über Facebook verteile ich momentan ein paar kostenlose Hilfen, damit es auch den anderen Leuten wieder gut geht. Vom Spirituellen her wird gesagt, dass sich unsere Energie erhöht und alle die es nicht können, verlassen uns auf verschiedene Weisen. Unter anderen auch nach dem Gesetz der Anziehung, habe ich Angst vor xy oder sage, ich will nicht dieses oder jenes, dann bekommt man es erst recht.
    Wenn ich im Gefühl der bedingungslosen Liebe bleibe, klappt es besser. 💓
    LG und eine schöne Zeit

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    • Norman Brenner

      24. März 2020

      Hey Bianca,

      danke für den Einblick in deinen Umgang mit dem ganzen =)

      Ich kann das sehr gut verstehen, da ich auch gut mal mit mir alleine sein kann. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es für Menschen, die sozial sehr aktiv sind jetzt gerade eine schwierige Zeit ist.

      Klasse, dass du auch anderen in dieser außergewöhnlichen Zeit hilfst!

      Das mit der Anziehung stelle ich auch fast täglich fest im Moment. Ich beobachte Leute, die durch ihre Angst vor Ansteckung zittrig werden und Fehler machen und gerade dadurch das Risiko einer Ansteckung steigern. Gelassenheit ist so wichtig, aber leider auch sehr schwer herzustellen, wenn man im Panik-Modus ist.

      Liebe Grüße und auch die eine schöne und gesunde Zeit!

      Norman

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  12. Nina

    24. April 2020

    Hallo Norman, ein guter Beitrag! Vielen Dank dafür:) Ich frage mich immer, wie man es trotz der ganzen Hysterie schafft, zu 100% bei sich selbst zu bleiben?

    Je bewusster ich mich mit dem Thema auseinander setze, umso verrückter erscheint einem das Ganze und ein Unwohlsein breitet sich in mir aus. (Sehe ich es ZU locker? Vielleicht ist alles ja doch schlimmer als ich es mir vorstelle!? Was ist mit dem Karma? – Wenn man etwas so herunterspielt, vielleicht lehrt das Schicksal mich, dass es Grund zur Panik gab.. ) Das sind die Geistesblitz, die manchmal hochkommen.

    Mittlerweile hat es sich mit dem Klopapier ja schon beinahe wie von Geisterhand erledigt. Vermutlich haben viele eingesehen, dass genug für alle da ist.

    Irgendjemand hatte vor Wochen diese Welle ausgelöst und ich weiß aus 1. Hand, dass es fast wöchentlich ein neues Produkt gibt, dass gehamstert wird. Erst war es Desinfektionsmittel (was noch irgendwo Sinn macht), dann Nudeln, dann Toilettenpapier, dann Hefe, dann Mehl. (57 Pakete Mehl für eine Person sind tatsächlich eine ganze Menge.. Was tut man damit? :D)

    Jedenfalls wurde diese Welle irgendwann ausgelöst und man konnte anhand des Verhaltens der Menschen schon sehen, welchen Flaus die Medien wieder in den Kopf gesetzt haben bzw. welchen Flaus die Menschen sich haben einsetzen lassen.

    Ich ertappe mich manchmal auch dabei, dass eine gewisse Angst hochkommt (wie oben geschrieben), wenn jemand fragt, wie ich so locker bleiben kann. Lieber wäre mir, wenn jemand ein Kompliment dafür ausspricht, anstatt mich mitreißen zu wollen. Aber da muss man sich immer wieder bewusst machen, dass das nicht meine Sorgen sind, sondern die der anderen. Die Medien helfen einem nicht wirklich dabei Ruhe zu bewahren. Würde jemand der „Höheren“ mal so etwas aussprechen wie Du, würde das schon ganz anders aussehen. Die Frage ist, ob sie das nicht wollen, oder nicht wissen wie es geht.

    Wie Du auch sagtest, bei der Loveparade hat das auch gefehlt, jemand der einen anleitet, ganz ruhig zu bleiben und die Leute aus der Situation herauszuführen.

    Ich hatte mal selbst einen Lungenvirus (mit Quarantäne-Zeit) etc. und weiß, welche Vorkehrungen zu treffen sind, das hilft mir persönlich und den Angehörigen ganz gut durch die Zeit und ist die Kehrseite der Medaille. Aber wohin man schaut, wird man immer wieder daran erinnert, wie gefährlich dieses Covid-19 ist.. Maskenpflicht, überall Schilder, Warnungen, Zahlen über Tote.. Vielleicht hilft es ja täglich zu meditieren und sich bewusst zu machen, dass Angst irrationales Denken verursacht. Aber eins ist klar, der Grundtenor ist derzeit bei allen: Wenn Du Dich nicht an die Regeln hälst, bezahlst Du entweder hohe Geldstrafen oder Du stirbst im schlimmsten Fall an Covid oder an Hungersnot (weil alles leer gekauft wird) .. Und so verhalten sich auch viele.

    Für mich ist mein Alltag fast gleich geblieben. Außer, dass ich meine Freunde vermisse, da wir uns gar nicht bis kurz sehen. Aber wir haben alle Mobiltelefone, die wir sinnvoll nutzen können :)

    Wenn ich mir bewusst darüber werde, wie eingeschränkt und kontrolliert man derzeit wird, ist es ehrlich gesagt schon unangenehm.

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    • Norman Brenner

      3. Mai 2020

      Hey Nina,

      danke für dein Feedback =)

      Ja, ich vermisse solche Botschaften auch in den Medien. Ich denke, das Wichtigste, um solche Zusammenhänge zu erkennen und dann darauf hinweisen zu können, ist einen Schritt zurückzutreten und zu versuchen, das große Ganze zu sehen. Und ich denke das fällt gerade in Krisenzeiten den Leuten und auch den Politikern und allen, die irgendwie öffentlich involviert sind schwer. Gerade weil so viel Augenmerk auf einen gerichtet ist, vertieft man sich immer weiter in die Sache, der Tunnelblick wird immer enger und man sieht nicht mehr das große Ganze. Auch wieder ein paradoxes Beispiel dafür, wie wir es uns durch unsere Lösungsversuche oft noch schwerer machen.

      Meditieren ist auf jeden Fall ein ausgezeichnetes Hilfsmittel. Gerade dann, wenn so viele negative Einflüsse von außen auf einen hereinprasseln ist es sehr heilsam, sich mal nach innen zu kehren und dort Ruhe und Gelassenheit zu finden. Kann ich nur empfehlen.

      Ja, das Leben derzeit ist etwas eingeschränkt, aber ich mache mir immer wieder bewusst, was die Alternative ist: Wenn jeder einfach weiter machen würde wie bisher, würde das viele Menschenleben kosten. Und dann denke ich, dass ich mich auch ohne eine Verpflichtung auch an die Vorgaben halten würde, um die schreckliche Alternative zu vermeiden und schon fühle ich mich nicht mehr so gezwungen, weil es meine eigene Entscheidung ist. Auch wenn sich an den äußeren Tatsachen nichts ändert, so ändert meine innere Haltung dazu vieles. Wenn man weiß, wofür man etwas erträgt, dann ist es immer leichter.

      Liebe Grüße

      Norman

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  13. phoenix-69

    10. Juni 2020

    Eine positive Grundhaltung mit Urvertrauen ist natürlich immer ein angenehmer Zustand, keine Frage. Die ist aber nicht allen angeboren und auch bekommt man die nicht über Nacht. Ich zum beispiel sehe mich eher als Melancholiker, mit ausgeprägt kritischem Blick.
    Die Corona-Krise war/ist noch gar nicht die richtige Krise, sondern gerade mal der Auftakt. Mit positiver Grundhaltung ans Märchen der „raschen Erholung“ glauben ist eine Option, entbehrt aber den Tatsachen, sofern man genauer hinsieht und sich nicht damit begnügt, dass die Börsenkurse sich „erholen“. Das wird sich schnell wieder ändern.
    Als sinnvoll würde ich es im jetzigen Kapitel der Menschheitsgeschichte erachten, sich so gut man eben kann aufs schlimmste (!) vorzubereiten. Einfach ausgedrückt: Hamstern wenn keiner Hamstert um nicht Hamstern zu müssen wenn, möglicherweise zurecht (!?) wieder Panik ausbricht. Zu wissen, dass man getan hat was man konnte, trägt dazu bei Gelassenheit zu wahren, wenn man sie am ehesten Braucht.
    Das positive Grundgefühl beschränkt sich also darauf, dass „alles“ ein gutes Ende nimmt und nicht darauf, dass alles gut gehen wird. Ob das „richtig“ oder „falsch“ ist was „das Gesetz der Anziehung“ angeht, muss jeder für sich entscheiden. Auch mit einem Schönwetter-Mindset sollte man auf Gewitter gefasst sein und positive Gedanken alleine machen nicht satt.
    ALLES ist gut, das beinhaltet auch Gewitter, die gehören einfach dazu. Und wenn der Blitz Dich trifft war der Blitz gut, weil es einfach Zeit war, und wenn der Sturm Dein Haus weg fegt war der Sturm gut, weil Du das Erleben solltest. DAS bedeutet ALLES ist gut.

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    • Norman Brenner

      10. Juni 2020

      Hey Phoenix-69,

      danke für deinen Kommentar =)

      Mit positiver Grundhaltung ist ja eben gemeint, dass man auch in der Krise ruhig bleiben kann. Ich glaube vom „Glauben“ war im Artikel gar nicht die Rede ^^

      Die Börsenkurse erholen sich nach meiner laienhaften Beobachtung tatsächlich wieder. Klar könnte sich das auch wieder ändern, aber auch danach werden sie sich wieder erholen.

      Wenn es deiner Gemütsruhe zuträglich ist, zu hamstern und du das in einer Zeit und unter Umständen tust, unter denen du niemand anderem damit schadest, dann tu es doch. Ich denke aber, dass das nicht wirklich zu Gelassenheit führt, sondern eher ein trügerisches „sich in Sicherheit wiegen“.

      Wahre Gelassenheit kommt von innen und nicht von einer prall gefüllten Vorratskammer. Wahre Gelassenheit ist, wenn du auch cool und positiv bleiben und dir Lösungen überlegen kannst, auch wenn deine Vorräte zur Neige gehen oder erschöpft sind. Wahre Gelassenheit ist, wenn du auf unterschiedliche Eventualitäten auch spontan gelassen reagieren und Lösungen finden kannst und nicht, wenn du auf eine Eventualität möglichst gut vorbereitet bist. Das ist nur Beruhigung von Angst. Ge-lassen sein kommt von los-gelassen haben. Losgelassen vom Wunsch, immer alles kontrollieren zu müssen. Denn die Welt lässt sich nicht kontrollieren.

      Deinen letzten Satz kann ich am ehesten nachvollziehen und unterschreiben, aber ich finde, er widerspricht allem, was du vorher gesagt hast. Versuchst du dich doch mit deinen Hamsterkäufen etc. mit allem Mitteln gegen den Blitz und den Sturm zu wehren.

      Liebe Grüße

      Norman

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  14. Monique Engler

    9. Juli 2020

    Liebe Mitmenschen,
    in der aktuellen Corona-Krise wird für mich offen-sichtlich, welche Auswirkungen es hat, wenn wir der Angst erlauben, die Führung zu übernehmen; was Angst mit uns macht:
    Sie nimmt uns die Luft zum Atmen und schränkt den verbalen Ausdruck ein (Sinnbild dafür ist die Maske, die über Nase (atmen) und Mund (sprechen) getragen werden soll – wir sollen uns klein machen (den Atem einschränken) und gefälligst den Mund halten).
    Sie trennt uns voneinander – innerlich wie äußerlich. Innerlich z.B. dadurch, dass sie Feindseligkeit sich selbst und anderen gegenüber erzeugt, Bsp.: Ich selbst könnte Virusträger sein und andere anstecken und ihnen und ihrem Wohl damit schaden; andere könnten den Virus übertragen und mir und meinem Wohl schaden. Äußerlich z.B. sichtbar durch Abstandsregelung, Isolierung mit Quarantäne, verbalen Angriffen, …. – Wir entfernen uns voneinander, sperren sowohl uns selbst als auch andere weg.
    Sie führt in die Unfreiheit – innerlich wie äußerlich. Innerlich z.B. dadurch, dass sich nach den Regeln anderer gerichtet wird, statt das eigene Leben selbstbestimmt zu führen. (Bsp.: Anordnungen seitens der Regierung – wie z.B. Maskenpflicht – werden ausgeführt statt seinen eigenen Impulsen zu folgen.) Äußerlich z.B. dadurch, dass Lebensbereiche eingeschränkt werden, Bsp. das Kulturleben, das Reisen, … Wir dürfen innerlich wie äußerlich dieses nicht mehr, jenes nicht mehr, manches nur noch bedingt, …
    Sie raubt uns die Lebensfreude.
    Sie hindert uns daran, unser volles Potential zu entfalten und unser Leben zu genießen.

    Wollen wir angesichts all dessen wirklich weiterhin der Angst erlauben, die Führung in unserem Leben zu haben?

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    • Norman Brenner

      13. Juli 2020

      Hey Monique,

      danke für deine Gedanken zu Corona und der Maskenpflicht =)

      Ich finde es sehr wichtig, was du sagst… dass wir unseren eigenen Maßstäben folgen sollen und nicht alles einfach glauben und stumpf befolgen sollen, sondern uns unsere eigenen Gedanken machen sollten. Aber ich habe selbst auch etwas differenziertere Gedanken dazu:

      Ich persönlich finde, dass gerade das großflächige Befolgen der Maskenpflicht, Abstandsregelungen und anderer Sicherheitshinweise paradoxerweise ein sehr großes Zeichen der Solidarität, des Mitgefühls und der Gemeinschaft in diesem Land sind. Denn wir tun das, um andere zu schützen. (Die Maske schützt mich selbst ja nicht, zumindest nicht die normale Stoffmaske, sie dient nur dazu, dass ich andere nicht infiziere, falls ich Überträger bin).

      Das krasse Gegenbeispiel ist Amerika: Hier denken die meisten eher an sich selbst und man sieht ja wohin das geführt hat. Natürlich sollte man sich nicht von Angst leiten lassen, aber ich persönlich richte mich auch nicht aus Angst nach den Maßgaben, sondern wie gesagt, nachdem ich mir meine eigenen Gedanken gemacht habe aus Solidarität =) Wenn jeder anfängt, einfach auf sein Recht des Reisens und freien Auslebens zu beharren, ist das meiner Meinung nach sehr egoistisch und trägt nicht wirklich dazu bei, die Gesellschaft wieder mehr zusammenzubringen. Dann sind wir wieder bei den Klopapier-Hortern vom Anfang der Krise.

      Liebe Grüße

      Norman

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      • Monique Engler

        21. Juli 2020

        Hey Norman,
        danke auch dir für das Teilen deiner Gedanken! 😊
        Ich sehe das mit der Solidarität in der aktuellen Corona-Krise übrigens ganz anders! Dieses ganze Solidaritätgelaber, das hier gerade in der Krise stattfindet, ist für mich völlig unauthentisch!
        Für mich wäre es erst dann eine wahrhaftige Solidarität, wenn wir zu uns und unseren Bedürfnissen stehen und auch danach leben – z.B. zu der nach Selbstliebe, zu der nach mitmenschlicher, liebevoller Nähe – körperlich wie seelisch-geistig, zu unserem Bedürfnis danach, frei zu atmen und uns frei auszudrücken, usw. usf. – und jedem sein Recht belassen, seinen ganz eigenen Weg zu gehen (solange er damit niemandem ernsthaft schadet – also keine körperlichen Angriffe als Beispiel)! Statt über Kontrollmaßnahmen zu versuchen, andere auf Spur zu bringen und das LEBEN einzuschränken.
        Sind dir schon folgende Gedanken gekommen: Glaubst du wirklich, dass LEBEN daraus bestünde, sein Überleben zu sichern? Und diesem Streben nach Überleben alles andere zu opfern? – All die unendliche Fülle, die das wahre LEBEN so ausmacht?
        Glaubst du wirklich, das Herstellen von vermeintlicher(!) Sicherheit durch Corona-Maßnahmen würde den Erhalt deiner Gesundheit oder die anderer sichern?
        Was ist mit deinen anderen Bedürfnissen?! Glaubst du wirklich, all diese spielten für den Erhalt deiner Gesundheit und deines Wohlbefindens keine Rolle?
        Bist du unumstößlich überzeugt davon, dass es die Erfüllung deines Bedürfnisses nach Sicherheit nur durch Verzicht auf Erfüllung anderer Bedürfnisse gäbe?
        Usw. Usf.
        Welche Glaubenssätze hast du? – Und willst du, dass wir auch weiterhin ein Leben auf der Erde erschaffen, das diesen Annahmen folgt?

        Herzlichst 💗,
        Monique

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        • Norman Brenner

          27. Juli 2020

          Hey Monique,

          danke dass du diesen wertvollen Austausch fortführst =)

          Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich persönlich nicht darin eingeschränkt sehe, meinen Bedürfnissen nach Selbstliebe oder mitmenschlicher Nähe nachzugehen. Menschen, die mir nahe stehen umarme oder küsse ich trotzdem (sofern es für sie ok ist) und meine Selbstliebe ist ja ohnehin nicht von anderen Menschen oder den Umständen abhängig.

          Auch dass wir uns nicht frei ausdrücken können, empfinde ich nicht so. Im Gegenteil, wir beide führen hier doch gerade einen recht freien Austausch =)

          Klar, wenn jetzt jemand in seinem Beruf 8 Stunden täglich eine Maske tragen muss, ist das schon eine gewisse Einschränkung. Aber ich finde, hier hat auch jeder die Verantwortung, sich dann für sein eigenes Wohlergehen einzusetzen. Ich zum Beispiel habe einen Bildschirmarbeitsplatz und habe selbst die Verantwortung, regelmäßig auch mal Pausen zu machen und nicht ständig auf den Monitor zu schauen, weil das schlecht für die Augen ist. Dafür gibt es sogar eine Arbeitsschutzverordnung. Und ähnlich stelle ich mir das mit so einer Maske auf der Arbeit auch vor. Regelmäßig Pausen machen, mal frische Luft schnappen gehen … Raucher finden ja auch meist einen Weg, ihr Bedürfnis zu befriedigen und vielleicht gibt es auch zu dem Thema bald mal eine Verordnung.

          Und wenn ich dann beim Einkaufen mal für ne halbe Stunde die Maske anziehen muss, bringe ich dieses Opfer wie gesagt wirklich gerne. Zum einen, weil ich damit Rücksicht auf andere nehme und zum anderen, weil ich damit ja auch Vorbild bin und andere motiviere, Rücksicht auf mich zu nehmen. Als mein Vermieter letztens vorbeikam habe ich sogar in meinen eigenen vier Wänden eine Maske aufgesetzt, einfach weil ich ihm das gute Gefühl geben wollte, dass ich Rücksicht nehme (er ist schon etwas älter).

          Ich finde daher, dass eigentlich jeder immer noch seinen eigenen Weg gehen kann, wenn er niemandem damit schadet. Gerade in Deutschland. Natürlich lässt sich darüber streiten, ob es nicht auch genauso gut klappen würde, wenn es keine Maskenpflicht, sondern nur eine Empfehlung gäbe und jeder das selbst entscheiden könnte, aber auf der anderen Seite habe ich auch noch nicht wirklich von irgendwelchen harten Strafen oder Verfolgungen gehört, wenn jemand dem nicht nachkommt. Und selbst wenn es keine allgemeine Maskenpflicht gäbe: Die meisten Einrichtungen, in denen wir Masken tragen sollen, haben ohnehin ein Hausrecht. Und wenn die sich dazu entscheiden, niemanden mehr zu bedienen, der keine Maske trägt, dann sieht die Situation nicht wirklich anders aus. Und dann muss sich jeder einzelne wieder fragen, bin ich bereit, dieses Opfer zu bringen, um an diesem Teil des öffentlichen Lebens teilnehmen zu können, oder nicht.

          Deine Fragen finde ich ganz besonders wertvoll und anregend. Ich denke persönlich nicht, dass Leben nur bedeutet, sein Überleben zu sichern, aber zu Überleben ist ein Grundprogramm, das in allen Lebewesen und eben auch uns Menschen angelegt ist und nur wenn das Überleben zu einem gewissen Grat gesichert ist (ganz sicher kann es ja nie sein), haben wir aber auch erst die Möglichkeit, das Leben zu genießen. Wenn du dir jeden Tag Sorgen machst, wie du am nächsten Tag dein Essen auf den Tisch bringst oder wo du einen sicheren Schlafplatz findest, bleibt da wenig Raum für Genuss. Daher ist es menschlich und evolutionstechnisch auch sinnvoll, zunächst eine gewisse Aufmerksamkeit auf das Überleben zu legen, vor allem, wenn es bedroht schient.

          Ich bin davon überzeugt, dass die Maßnahmen in Bezug auf Corona vielen Menschen in unserem Land das Leben gerettet haben. Auch wenn ich mich wiederhole, aber schau in die USA, dort siehst du wie viele Menschen gestorben sind, weil die Maßnahmen eben nicht ausgereicht haben. Ich habe zwar nicht unbedingt Angst um meine eigene Gesundheit, weil ich nicht zu einer Risikogruppe gehöre, aber ich kann mich in die Lage solcher Menschen hineinversetzen und wenn ich an ihrer Stelle wär, wäre ich selbst froh darüber, wenn andere auf mich Rücksicht nehmen würden und ich mich dadurch vielleicht sogar ein Stück weit freier bewegen könnte, als ich es sonst könnte.

          Zu den Bedürfnissen: Wie gesagt, ich persönlich kann meine Bedürfnisse nach wie vor erfüllen und tue das auch, eben weil ich glaube, dass sie einen sehr starken Einfluss auf mein Wohlbefinden haben. Welches Bedürfnis kannst du denn zur Zeit nicht erfüllen?

          Ich wünsche mir, dass wir auch weiterhin ein Leben auf dieser Erde schaffen, in dem wir mitfühlen und Rücksicht aufeinander nehmen. Das sind meine Glaubenssätze. Ich glaube an Reziprozität und das große Ganze und auf keinen Fall würde ich mir eine Gesellschaft wünschen, in der jeder auf die Auslebung seiner egoistischen Bedürfnisse auf Kosten und Gefährdung anderer beharrt.

          Mich würde wirklich sehr interessieren, warum du dich gerade so eingeschränkt fühlst? Welche Bedürfnisse kannst du momentan nicht ausleben? Ich würde deine Sicht der Dinge sehr gerne besser verstehen =)

          Liebe Grüße

          Norman

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          • Monique Engler

            28. Juli 2020

            Lieber Norman,

            auch ich danke dir ganz besonders dafür, dass du diesen so verdammt wertvollen Austausch fortführst! 😊💗
            Und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass hier möglichst viele Menschen mitlesen und sich von dem, was wir beide hier schreiben, anregen lassen! Denn ich bin vollkommen überzeugt davon, dass unser Austausch für alle Menschen wertvoll ist! V.a. weil ich selbst es so verstehe, dass sehr vieles von dem, was hier geäußert wird, sich keineswegs auf rein persönliche, individuelle Dinge beschränkt. Sondern es um für jeden Menschen relevante Lebensaspekte geht. Um Aspekte, die sowohl gesamtgesellschaftlich als auch weltweit relevant sind.
            Wenn ich z.B. von Bedürfnissen spreche, dann bin ich mir darüber bewusst, dass im Grunde jeder Mensch die gleichen Grundbedürfnisse hat wie ich. Und dass jeder Mensch genau wie ich im Grunde danach bestrebt ist, seine wahren Grundbedürfnisse erfüllt „zu sehen“. U.a. weil für ihn damit Wohlergehen einhergeht.

            Wenn ich gleich einige Anmerkungen zur aktuellen Lage äußern werde, dann tue ich das heute ganz besonders aus meiner mitmenschlichen, mich in andere einfühlenden und mit anderen mitfühlenden inneren Haltung heraus!

            Ich möchte und werde mich dabei heute auf eine ganz spezielle Sache konzentrieren: nämlich auf die rechtlichen Komponenten hinsichtlich des Auslebens und Erfüllens eigener zutiefst natürlicher und menschlicher Bedürfnisse und Wünsche!
            Dazu werde ich mein inneres Anwaltsteam zu Wort kommen lassen. Und ich bitte jede Leserin und jeden Leser an dieser Stelle darum, sich bewusst zu machen, dass sie oder er selbst ebenfalls ein solches in sich trägt.

            Also: Ich weiß um meine wahren Grundbedürfnisse, meine wahren (und rechtskonformen) Wünsche und auch um meine Rechte! Und ich kann mir meine Rechte mit Hilfe von Gesetzestexten noch bewusster machen. Z.B. für mich als europäische, deutsche Bürgerin mittels der Europäischen Menschenrechtserklärung sowie mittels der deutschen Verfassung, dem Grundgesetz.
            In beiden Gesetzestexten sind allgemeine und spezielle Rechte festgeschrieben, die ich als Mensch im allgemeinen und als Bürgerin des deutschen Staates im Besonderen habe. Und die mir auch gesetzlich zusichern, dass ich alle meine Bedürfnisse und (gesetzestreuen) Wünsche jederzeit voll ausleben kann!
            Nun schaue ich mir an, gegen welche meiner menschlichen Bedürfnisse und auch gesetzlich festgeschriebenen Rechte die angeordneten Maßnahmen in der seitens der Regierung deklarierten Corona-Krise verstoßen!
            Ich nenne hierzu EINIGE Punkte. Und bitte jeden darum, die Liste um alles zu erweitern, was noch dazu gehört.
            Hier also eine Auswahl dazu:

            Folgende Verstöße gegen die in der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMK) verankerten Menschenrechte sind objektiv wahrnehmbar, und somit Fakten:

            In Artikel 1 der EMK wurde die Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte gesetzlich festgeschrieben. – So heißt es darin klar und deutlich:
            „Die Hohen Vertragsparteien SICHERN allen ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Personen die in Abschnitt I bestimmten Rechte und Freiheiten ZU.“

            Und jetzt schaue ich mir einige Verstöße gegen diese ZUSICHERUNG und damit RECHTSBINDUNG an, also gegen welche Menschenrechte bei den Corona-Maßnahmen verstoßen wird:

            Artikel 5 – Recht auf Freiheit und Sicherheit
            „(1) Jede Person hat das Recht auf Freiheit und Sicherheit. (2) Freiheit darf nur in [bestimmten] Fällen (Anm.: siehe dazu Abs. 2) und nur auf die GESETZLICH vorgeschriebene Weise entzogen werden.“

            Verstoß gegen dieses Recht durch z.B.: Ausgangssperre! = Freiheitsentzug! Welche keine rechtliche Grundlage hat, weil sie in den aktuellen Situationen keinen der in Artikel 5, Abs. 2 genannten Sonderfälle betrifft. – Und selbst wenn es einen der dort genannten Sonderfälle betreffen würde, fehlte die geforderte gesetzliche Grundlage für einen Freiheitsentzug!

            Artikel 7 – Keine Strafe ohne Gesetz
            „(1) Niemand darf wegen einer HANDLUNG oder UNTERLASSUNG verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war.“

            Verstoß gegen dieses Recht durch z.B.: Strafandrohung und Strafverhängung für den Fall, dass sich gegen eine Maskenpflicht geweigert wird. Gegen eine Maskenpflicht, für die es keine (!) gesetzliche Grundlage gibt. Und wofür es deswegen auch keine Strafe geben darf.
            Bsp. für Rechtsverstoß: Es wird mit Geldstrafen gedroht, falls jemand keine Maske trägt. Es wird z.B. in Bahnhöfen über Durchsagen und Durchschriften (an Monitoren) darauf hingewiesen, dass man bei Nicht-Tragen einer Maske eine Bestrafung riskiert. Aktuellste Variante der letzten Tage (die ich hier in Berlin beim Fahren mit den Öffis wahrgenommen habe): 50 Euro Geldstrafe. – Und eine Variante, die schon länger angedroht wird: „Rausschmiss“ aus öffentlichen Verkehrsmitteln.
            Dazu sage ich dann das, was in Art. 7 der EMK rechtsbindend festgeschrieben steht: „Keine Strafe ohne Gesetz!“

            Jetzt schaue ich mir an, welche Grundrechte denn BINDEND im Grundgesetz verankert sind, und welche Verstöße durch Corona-Maßnahmen zu beobachten sind. Dazu merke ich an, dass in Artikel 1 GG folgendes festgeschrieben ist:
            „(1) Die Würde des Menschen ist UNANTASTBAR. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung ALLER staatlichen Gewalt.“
            (3) Die nachfolgenden Grundrechte BINDEN Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung ALS UNMITTELBAR GELTENDES RECHT.“
            Was bedeutet, dass alle in der deutschen Verfassung festgeschriebenen Grundrechte oberstes Gebot sind. Und alle staatlichen Institutionen bei all ihren Handlungen diese als GRUNDLAGE zu beachten haben.

            Artikel 2 GG:
            „1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
            (2) […] Die Freiheit der Person ist UNVERLETZLICH. […] In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.“

            Anmerkungen dazu: In mittlerweile nahezu unzähligen Rechtssprüchen ist man gerichtlich dazu gekommen, dass sich aus den Grundrechtsartikeln 1 (unantastbare Würde des Menschen) und 2 (freie Entfaltung der Persönlichkeit) folgende Rechts“ableitungen“ ergeben: Selbstbestimmung (!) und Handlungsfreiheit (!) – solange eben dabei die Rechte anderer sowie die verfassungsmäßige Ordnung und das Sittengesetz gewahrt bleiben.

            Verstöße gegen diese bindenden Grundrechte: z.B. Maskenpflicht, Ausgangssperre, Abstandsregelung, Beschränkung der Berufsausübung (z.B. als Läden wie Restaurants, Buchläden, Kinos, Theater, u.a. geschlossen werden sollten), Beschränkung der Kundenanzahl (es soll nur noch eine ganz bestimmte Anzahl an Menschen in einem Laden sein, ganz gleich ob Restaurant, Boutique, Theater, Oper, Kino oder was auch immer)! = Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung und Handlungsfreiheit! – Und das alles, obwohl es für solche Fremdbestimmungsmaßnahmen keinerlei Rechtsgrundlage gibt (!), und die Maßnahmen auch noch Existenzen von Menschen und deren Unternehmen gefährden!

            Ich frage mich hier wirklich: Warum machen Menschen das mit??? Warum lassen sie derartiges zu???
            Bzw. ich stelle mal die Frage besonders an all die Menschen, deren persönliche und unternehmerische (wirtschaftliche) Existenz bedroht ist: Warum machst du das mit??? Warum lässt du das zu???
            Meine mitmenschliche Bitte an dich, weil du mir am Herzen liegst, selbst dann wenn ich dich nicht persönlich kenne:
            Sei dir deiner RECHTE bewusst und lebe im vollen Bewusstsein um diese!
            Und nimm dir ggf. Rechtsbeistand zur Hilfe!

            Artikel 8 GG
            „ (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich OHNE ANMELDUNG ODER ERLAUBNIS friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
            (2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht DURCH GESETZ oder AUF GRUND EINES GESETZES beschränkt werden.„

            Verstoß gegen dieses Grundrecht: Abstandsregelung und z.B. solche Dinge wie „es dürfen sich maximal die Personen aus dem selben Haushalt treffen, es dürfen sich maximal zwei Personen treffen, es dürfen keine größeren Gruppen zusammenkommen, es dürfen keine Großveranstaltungen stattfinden (weder drinnen noch draußen), es dürfen keine Demonstrationen stattfinden bzw. diese sind auf eine bestimmte Anzahl an Menschen beschränkt (womit gleichzeitig auch das Recht auf freien Selbstausdruck eingeschränkt wird als Unterkategorie des Rechts auf freie Entfaltung der Persönlichkeit), usw. usf.!
            Artikel 11 GG
            „(1) Alle Deutschen genießen FREIZÜGIGKEIT IM GANZEN BUNDESGEBIET.
            (2) Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes und nur für die Fälle eingeschränkt werden, in denen eine ausreichende Lebensgrundlage nicht vorhanden ist und der Allgemeinheit daraus besondere Lasten entstehen würden oder in denen es zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen, erforderlich ist.

            Verstoß gegen dieses Grundrecht durch z.B.: Ausgangssperre, Abstandsregelung, Reisebeschränkungen!
            Hier könnte nun als Gegenargument angebracht werden, dass doch aber mit eben diesen Dingen gemäß Abs. 2 eine Seuchengefahr bekämpft werden soll. (Hier: Covid-ZWEI (!!! – nicht Covid/Covid-Eins … Sondern Covid-ZWEI !!! – was bedeutet, dass es denselben Virus (!) schon länger gibt und dieser bereits früher als in de aktuellen „Krise“ entdeckt wurde – um genau zu sein: bereits im Jahre 2015! Und damals wurde er als „keine ernsthafte Gefahr„ eingestuft! … k
            Ich bitte dich an dieser Stelle darum, ganz genau mittels Realitätschecks (!) zu überprüfen, ob a) überhaupt wirklich eine ernsthafte und sehr bedrohliche Seuchengefahr besteht (oder ob möglicherweise vielmehr durch geschickte Strategien versucht wird, dir das weiszumachen – bitte prüfe das selbst und bilde dir auf der Grundlage eines umfassenden Realitätschecks mit Einbezug von Fakten (d)eine Meinung) und ob b) die Maßnahmen, die ergriffen wurden und noch immer aufrecht erhalten werden sollen überhaupt dazu geeignet sind, eine (eventuelle) Seuchengefahr zu „bekämpfen“! Bitte mache Realitätschecks dazu!

            Dies soll meinerseits dazu für heute genügen.

            Und ich möchte noch folgendes anmerken: Ja, klar, auch ich kann mir auf welche Arten auch immer, mir einen Teil all meiner Grundbedürfnisse auch weiterhin erfüllen. – Darum geht es (mir) allerdings nicht. Sondern darum, dass es so wie es hier seit Beginn der (eventuell existierenden) Covid-ZWEI-Krise abläuft, vielfach in Richtungen geht, bei denen ich sehr genau all die Bedürfnis- und Rechtsverletzungen wahrnehme! Ich das sehr kritisch beobachte! Und dabei auch mit im Blick habe, welche historischen Entwicklungen die Menschheit (und im Speziellen auch das deutsche Volk) bereits erlebt hat. In welchen z.B. auch Menschenrechtsverletzungen und Grundrechtsaussetzungen und -abschaffungen ganz zentrale Rollen spielten.
            Und ich persönlich habe ein starkes Interesse daran, Wiederholungen solcher Art zu verhindern!

            Ich danke dir, lieber Norman, für all deine Bereitschaft, in einem lebendigen Austausch miteinander zu sein!

            Und ich danke jedem weiteren Leser und jeder weiteren Leserin für all deine Zeit und Aufmerksamkeit, die du diesem Austausch hier schenkst!

            Herzliche, liebevolle und lichtvolle Grüße an euch alle!
            Eure Monique Engler

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            • Monique Engler

              28. Juli 2020

              Kleine Korrektur: Covid 1 war wohl bereits im Jahre 2002 bekannt/„entdeckt“.

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              • Monique Engler

                29. Juli 2020

                Ich habe jetzt eine Nacht über alles geschlafen und möchte noch Folgendes ergänzen:
                Unsere Ahnen haben sehr viel durch Menschen gemachtes LEID erlebt! In vielen Epochen und auf vielfältige Art und Weise.
                Und als wunderbares Erbe haben sie uns viele Lehren aus ihren Erfahrungen hinterlassen.
                So haben sie z.B. zu unserem Schutz (!) solche Dinge wie das Grundgesetz entwickelt, in welchem für jeden Menschen sowie für die Gemeinschaft als Ganzes wichtige Grundrechte festgeschrieben werden sollten und dafür Sorge getragen werden sollte, dass diese für alle BINDEND sind und niemals wieder jemand diese einfach so außer Kraft setzen kann. Sodass ein menschenwürdiges und erfüllendes Leben für jedes Individuum stets möglich ist.

                Und jetzt wird dieses so wunderbare Erbe unserer Ahnen mal eben so mit Füßen getreten?

                Wo ist hier unser Respekt unseren Ahnen gegenüber?
                Wo ist hier unsere Wertschätzung unseren Ahnen gegenüber?
                Wo ist hier unsere Dankbarkeit unseren Ahnen gegenüber?
                ….

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              • Monique Engler

                6. August 2020

                Inzwischen sind einige Tage vergangen. Und ich möchte gerne etwas Wichtiges ergänzen: Auch in meinen Beiträgen ist zu erkennen, dass der Mensch (in diesem Falle Ich) dazu neigt, wie wild Zusammenhänge herzustellen. Eigene „Theorien“ aufzustellen. Wichtige Fakten dabei (unbewusst) „wegzulassen“. Dinge auch aus Emotionen heraus einzuschätzen. Und dabei sehr viel außer Acht zu lassen. Und/Oder es mit anderem zu vermischen. … In Folge dessen es zu Fehleinschätzungen kommen kann, und sicherlich auch manchmal kommt. Usw. Usf.

                Deswegen meine Frage: Wenn du, lieber Norman, oder du liebe Leserin / lieber Leser, von etwas überzeugt bist / an etwas glaubst, was macht dich angesichts all dieser Möglichkeiten für Interpretationsfehler so sicher, dass das, wovon du überzeugt bist / woran du glaubst, auch wirklich wahr ist…???…

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            • Norman Brenner

              6. August 2020

              Hey Monique,

              wow, danke für deine ausführlichen Gedanken zum Umgang mit Covid 19. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich vom Umfang deiner Ausführungen etwas erschlagen bin und leider nicht die Ressourcen habe, um vollumfänglich darauf einzugehen. Deswegen hat es auch eine ganze Weile gedauert, bis ich das alles gelesen habe.

              Da das Thema aber wichtig ist und du danach gefragt hast, möchte ich dennoch kurz meine Gedanken dazu zusammenfassen.

              Was das Thema Gesetze und Verstöße mit oder ohne Rechtsgrundlage angeht, kann ich nur sagen, dass ich keine Ahnung von diesem juristischen Feld habe. Das einzige, was ich hier habe, ist meine persönliche Logik. Und die sagt mir, dass Freiheit niemals ohne Einschränkung existieren kann. Es ist wie mit Yin und Yang. Das Grundgesetz liefert ein super Beispiel: Das Recht auf Eigentum. Jeder darf mit und auf seinem Besitz machen, was er will, SOLANGE es andere nicht beeinträchtigt. Da hört halt naturgemäß die Freiheit auf. Du darfst ja auch keinen verletzen oder töten, nur weil dir der Sinn danach steht. Genau diesen Aspekt der Freiheit übersehen aber viele, wenn es um Corona geht. Dass sie durch Verzicht auf die Einhaltung von Masken- und Abstandsregelungen andere Menschen in Gefahr bringen. Und da fehlt meiner Meinung nach auch keine Gesetzesgrundlage… die hast du ja schon selbst mitzitiert: „Jede Person hat das Recht auf Freiheit und Sicherheit.“ Wenn die Ausübung deiner Freiheit die Sicherheit anderer gefährdet, dann ist das nicht ok. Ich würde nicht in einem Staat leben wollen, in dem das egoistische recht der Ausübung der eigenen Freiheit über das Wohl anderer gestellt wird.

              Es war schon immer so im Laufe der Evolution: Lebewesen, die sich gut an neue Bedingungen anpassen konnten, haben überlebt und sich weiterentwickelt. Denkst du, es hätte den Dinosauriern geholfen, wenn da einer gekommen wäre und sich auf einen von Dinosauriern geschriebenen Text berufen hätte, in dem es hieß, dass Dinosaurier nicht aussterben dürfen? Das ist dem Leben und dem Universum schlicht egal. Im Fluß und im Einklang mit der Natur zu leben, heißt, sich anzupassen. Das war schon immer so und das wird auch meiner Meinung nach immer so sein, egal wer was darüber schreibt =)

              Ich halte auch ehrlich gesagt nicht viel von diesen Theorien, dass COVID X oder Y schon früher bekannt war. Es ist nicht COVID X oder Y, sondern COVID 19. Was spielt denn der Name da für eine Rolle, wenn es ein anderes Virus ist? Das sind doch nur Klassifizierungen. Ein VW Golf 1 und ein VW Golf 7 haben auch einen ähnlichen Namen und sonst fast nichts mehr miteinander gemein.

              Zu dem Thema Versammlungsfreiheit kann ich nur sagen, dass ich das teilweise sehr paradox finde. Genau die Menschen, die sich darüber beschweren, können ja zahlreiche und auch große Demos und sogar Schlauchbotpartys in Coronazeiten feiern.

              Um deine letzte Frage konkret zu beantworten: Ich bleibe bei meiner Überzeugung, dass ich lieber in einer Welt lebe, in der wir aufeinander Rücksicht nehmen und gerade durch gewisse Einschränkungen frei leben können, als in einer Welt, in der jeder seine Freiheit anderen aufzwingt.

              LG Norman

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              • Monique Engler

                6. August 2020

                Lieber Norman,
                ich schmunzele gerade sehr. 😄 V.a. deswegen: Jupp, ich kann mir vorstellen, dass du dich etwas erschlagen fühltest von meinen Ausführungen. Obwohl ich mich dabei schon auf einen seeeeeeehr kleinen Teil beschränkt habe. Und ich finde es super von dir, dass du darauf eingegangen bist, auch wenn du leider nicht die Ressourcen hast, um vollumfänglich darauf zu antworten. Im Übrigen: Ich erwarte eh nicht, dass irgendwer vollumfänglich auf etwas eingeht. 😉 Tue ich ja auch nicht. Und ich vermute auch, dass wir in der zwischenmenschlichen Kommunikation eh nur punktuell aufeinander eingehen können.

                Ich beziehe mich in meiner heutigen Antwort auch nur auf einen einzigen Punkt, den du angesprochen hast: nämlich die Diskussion um Freiheit und Sicherheit. Und dein Statement „Wenn die Ausübung deiner Freiheit die Sicherheit anderer gefährdet, dann ist das nicht ok.“ – Ich gebe dir dazu eine Antwort im Stile deiner Aussage: „Wenn die Ausübung deines Sicherheitsbedürfnisses die Freiheit anderer gefährdet, dann ist das nicht ok.“ – Oder???

                Ich würde gerne wissen, ob du hier in der aktuellen Corona-Krise ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Freiheit gegeben siehst?

                Zudem möchte ich mal rückmelden, dass ich mit der Ausübung meiner egoistischen Freiheitsbedürfnisse niemanden gefährde! Weil ich nämlich ganz genau darum weiß, dass der Mensch überhaupt erst durch u.a. Viren entstanden ist und jederzeit mit ihnen lebt. (Im Übrigen auch mit Covid-Viren.) Weil ich darum weiß, was eine Virusinfektion ist und wann man überhaupt erst von einer solchen sprechen kann. Weil ich darum weiß, welch komplexe, vielfältige Ursachen und Zusammenhänge es dafür gibt, wenn ein Mensch krank wird. Weil ich darum weiß, wie das Immunsystem eines Menschen funktioniert. Usw. Usf. Und aufgrund all dieses Wissens erkenne ich auch, dass sehr vieles von dem, was in Bezug auf Covid-19 an Informationen in die Bevölkerung „gestreut“ wird, einfach mal von der Realität abweicht.

                Und nun noch mal zur Freiheits-Sicherheits-Diskussion:
                Du sagst, du möchtest lieber in einer Welt leben, in der wir aufeinander Rücksicht nehmen und gerade durch gewisse Einschränkungen frei leben können, als in einer Welt, in der jeder seine Freiheit anderen aufzwingt.
                Lieber Norman, ich möchte gerne von dir Beispiele dafür haben, wo denn hier während der Corona-Krise ein Mensch einem anderen Menschen seine Freiheit aufzwingt?!
                … Und noch was, lieber Norman, ich frage dich mal: Wo ist denn die von dir gewünschte Rücksichtnahme, wenn Menschen versuchen, ihre egoistischen Sicherheitsbedürfnisse anderen Menschen aufzuzwingen?!
                Denn ich sage es jetzt mal klar und deutlich: Ich zwinge niemandem meine Freiheitsbedürfnisse auf. Während andere jedoch mir ihre völlig übertriebenen Sicherheitsbedürfnisse aufzwingen wollen! Z.B. indem sie Strafen dafür fordern, wenn ich keine Maske tragen will. Oder dafür, wenn ich mich an keine von außen festgelegten Abstandsregeln halten will. … – Wohlgemerkt: Ich habe das natürliche mir angeborene und lebenslang gültige Bedürfnis und Naturrecht, frei zu atmen! Ebenso wie ich das natürliche angeborene und lebenslang gültige Bedürfnis und Naturrecht habe, die körperliche Nähe zu Menschen zu suchen, zu denen ich welche spüren möchte und die auch zu mir welche spüren möchten! … Wer zwingt denn jetzt hier wem etwas auf, wenn jemand versucht, sich über diese meine mir angeborenen Bedürfnisse und Naturrechte zu stellen und mich auch noch dafür bestrafen will, wenn ich mich so verhalte wie die Natur es für mich vorgesehen hat statt so wie irgendwelche Menschen es mit ihren Kopfgeburten von mir wollen?!

                Herzliche Grüße,
                Monique

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              • Norman Brenner

                13. August 2020

                Hey Monique,

                danke für dein Verständnis und deine weiteren Gedanken.

                Zu deiner Aussage „Wenn die Ausübung deines Sicherheitsbedürfnisses die Freiheit anderer gefährdet, dann ist das nicht ok.“ kann ich nur sagen: Doch, das ist absolut ok.

                Ich finde in diesem Fall kann man den Satz nicht einfach umstellen und die beiden Aspekte gleichstellen. Natürlich sind Sicherheit und Freiheit beides wesentliche Bedürfnisse, aber Sicherheit ist meiner Meinung nach grundlegender. Schau dir die Maslowsche Bedürfnispyramide an. Dort findest du, dass der Mensch sich zunächst grundlegend in physischer und sozialer Sicherheit sehen muss, bevor er an andere Bedürfnisse, wie z. B. seine Selbstverwirklichung denken kann. Und so geht es dir selbst bestimmt auch. Stell dir vor, du wärst obdachlos und wüsstest nicht, wo du in der Nacht schlafen und was du am nächsten Tag essen sollst. Oder dass du in einem Kriegsgebiet leben würdest und täglich Angst ums Überleben haben müsstest. Du würdest dir wahrscheinlich herzlich wenig Gedanken darum machen, dass du jetzt nicht ohne Maske einkaufen gehen kannst oder dich nicht unbedacht ins Kino oder Theater setzen kannst.

                Klar sind das alles krasse Beispiele, aber vom Grundprinzip her ist es mit Corona genau das Gleiche: Nur wenn und weil wir für unser Sicherheitsbedürfnis sorgen, können wir darauf aufbauend auch an unser Freiheitsbedürfnis denken.

                Wenn wir nicht so viele einschränkende Maßnahmen ergriffen hätten, wären sicher viel mehr Leute in Deutschland erkrankt und auch ums Leben gekommen. In Folge dessen, wären viel mehr Menschen auch persönlich von der Pandemie betroffen, würden mehr trauern und sich mehr sorgen und hätten weniger Muse und Freiheit auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren.

                Auch wenn ich mich wiederhole: Einschränkung bedingt Freiheit. Und umgekehrt.

                Zu deinen Fragen:

                Ja, ich finde persönlich schon, dass das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit aktuell bei uns in Deutschland angemessen ist. Und vor allem finde ich es gut, dass dieses Verhältnis hier ständig durch eine lebhafte Diskussion angepasst werden kann und auch wird.

                Zur Frage „Lieber Norman, ich möchte gerne von dir Beispiele dafür haben, wo denn hier während der Corona-Krise ein Mensch einem anderen Menschen seine Freiheit aufzwingt?!“:

                Das wird ja eben durch die Maßnahmen weitestgehend vermieden und deswegen finde ich es ja auch gut =) Ich habe das ja eben nicht als Argument genutzt, um mich die aktuelle Situation zu beschweren, sondern um sie zu untermauern. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn zum Beispiel jemand trotz Aufforderung keine Maske in der Bahn tragen möchte und dadurch andere gefährdet, weil er sie anstecken könnte. Genau da wird Freiheit auf Kosten von Sicherheit aufgezwungen.

                Zu deiner Frage „Wo ist denn die von dir gewünschte Rücksichtnahme, wenn Menschen versuchen, ihre egoistischen Sicherheitsbedürfnisse anderen Menschen aufzuzwingen?!“:

                Da sind wir wieder beim Verhältnis von Sicherheit und Freiheit zueinander, siehe oben. Ich halte die Sicherheit einfach für grundlegender, denn wenn keine Sicherheit da ist, braucht an Freiheit gar nicht gedacht zu werden. Es ist wie beim Hausbau: Du baust auch nicht das Fundament und das Dach gleichzeitig. Erst muss das Fundament da sein und am Ende kommt das Dach. Trotzdem sind beide Bauteile gleich wichtig. Aber es gibt eine Priorität in der Reihenfolge. Und Sicherheit ist das Fundament. Natürlich gibt es auch hier ein „gutes“ und ein übertriebenes Maß. Aber wie gesagt empfinde ich das aktuelle Verhältnis bei uns nicht übertrieben.

                Du beziehst dich immer wieder auf natürliche und angeborene „Rechte“. Wie ich bereits in einer früheren Antwort schrieb, glaube ich nicht, dass sich das Universum, die Natur oder das Leben selbst für solche von Menschen gemachten Rechte interessiert. Es überleben Arten, die sich gut anpassen können und es sterben Arten, die das nicht tun können.

                LG Norman

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              • Monique Engler

                15. August 2020

                Lieber Norman,

                ich danke dir für deine weiteren Ausführungen. 🙂

                Ich möchte mit meiner heutigen Antwort den Versuch unternehmen, an deiner Sichtweise zu rütteln.

                Wir beide haben hier bisher einen Austausch auf einer stark abstrakt-kognitiven Ebene geführt. Und ich möchte dies heute gern ändern. Indem ich meinen Fokus auf die Gefühlsebene sowie auf reale Erfahrungen lege!

                Also: Wenn ich eine Maske tragen müsste, so fühlte ich panische Angst. U.a. weil ich in früher erlebte Traumasituationen „zurückrutsche“. – Angst, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Einsamkeit & Co. sind lebendig.
                Wenn ich Menschen begegne, die eine Maske tragen, so fühle ich riesige Angst. U.a. deswegen, weil sie für mich entstellt wirken, einem Teil ihrer Menschlichkeit beraubt, und für mich ein riesiger Teil der Kommunikation wegfällt (nämlich ein sehr großer Teil des Nonverbalen) – alles Dinge, die für mich überlebenswichtig sind!
                Wenn ich wahrnehme, dass ein anderer mich dazu verpflichten will, dass ich eine Maske trage, dann fühle ich panische Angst. U.a. weil er versucht, meine Grenzen zu überschreiten! (Mein Körper ist mein Hoheitsgebiet! Und deswegen habe nur ich das Bestimmungsrecht über ihn! Das betrifft auch, ob ich eine Maske tragen will oder ob ich es sein lassen will.)
                Wenn ich wahrnehme, dass andere mich aus dem öffentlichen Leben ausschließen wollen, weil ich keine Maske tragen will, dann spüre ich riesige Angst. Weil es nämlich für mich als Mensch überlebensnotwendig ist, in der Gemeinschaft aufgehoben zu sein!
                Wenn ich wahrnehme, dass ich zwangsweise zu allen Menschen auf einen ganz bestimmten körperlichen Abstand gehen soll, dann spüre ich riesige Angst. U.a. weil es für mich überlebensnotwendig ist, die körperliche Nähe zu lieben Menschen zu suchen!
                Wenn ich wahrnehme, dass ich zwangsweise in Quarantäne gesteckt werden soll, dann spüre ich eine riesige Angst. U.a. weil das bedeutet, dass ich von anderen isoliert werde, und die Nähe zu anderen für mich aber überlebensnotwendig ist!
                … Ich könnte dir noch mehr Beispiele aufzählen. Weitere Beispiele dafür, dass schon allein deswegen KEINE Sicherheit mit diesen Maßnahmen erreicht wird! Sondern stattdessen für viele Menschen – insbesondere für Kinder, für Menschen mit psychischen (Vor-)Erkrankungen, für Menschen mit traumatischen Erfahrungen, für ältere Menschen, … – eine Atmosphäre massiver Angst erzeugt wird!
                Ich kenne selbst genug lebendige Beispiele, bei denen das so ist.
                Und ich kenne genug Wissenschaftler, Ärzte, Therapeuten, die all das bestätigen. – Sowohl aus ihren direkten, echten Kontakten mit Menschen als auch aus ihren Forschungen.
                Ich kenne auch genug wissenschaftliche Abhandlungen, in denen – u.a. aus Forschungen zu früheren im Weltgeschehen deklarierten Pandemien – belegt ist, dass bei derartigen Maßnahmen, wie sie hier an der Tagesordnung sind, weit mehr Schäden durch die Maßnahmen entstehen als dies ohne sie oder mit anderen der Fall wäre.
                … Aber all das wird ja in der einschlägigen Massen-Presse schön unterschlagen …
                Ich möchte dich um eines bitten, Norman: Komm mal aus deinem Kopf heraus! Und gehe stattdessen lieber intensiv auf deine Spürebene!!! Und fühle emphatisch mit, was ALLES es für Menschen bedeutet und/oder bedeuten kann, wenn sie solche Maßnahmen „mitmachen“ müssen!

                Danke und herzliche Grüße!
                Monique

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              • Monique Engler

                18. August 2020

                P.S.: Wenn ich dich darum bitte, mal aus deinem Kopf herauszukommen und stattdessen intensiv auf deine Spürebene zu gehen, dann bitte ich dich in allererster Linie darum, dich auf reale Erlebnisse und die damit zusammenhängenden realen Empfindungen zu konzentrieren. Statt auf irgendwelche Konzepte.
                Bsp.: Deine Interpretation der Maslowschen Bedürfnispyramide ist schon allein deshalb realitätsfern, weil ich als Mensch aus meinen eigenen Erfahrungen heraus sehr deutlich spüre, dass ich nur bei für mich ausreichender Freiheit auch ausreichende Sicherheit empfinde! – Und es deswegen keine Trennung gibt in: zuerst Sicherheit, dann Freiheit. Oder wie du es geschrieben hast: „wenn keine Sicherheit da ist, braucht an Freiheit gar nicht gedacht zu werden“. – Das ist praxisfern. Denn wie gesagt fühle ich als Mensch nur bei einer für mich individuell stimmigen Freiheit auch eine für mich individuell stimmige Sicherheit. – Beides bedingt sich also gegenseitig.
                Und auch das sind keineswegs nur meine Erfahrungen. Sondern scheint typisch menschlich zu sein.

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              • Norman Brenner

                25. August 2020

                Hey Monique,

                danke für deine weiteren Gedanken zum Thema Corona(maßnahmen).

                Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass du diejenige bist, die stark in ihrem eigenen Kopf festsitzt. Im Gegensatz zu dir versuche ich mich ständig in die Lage von anderen hineinzuversetzen. Sowohl in deine, als auch in die von Menschen, die vielleicht schutzbedürftiger sind als wir beide. Das vermisse ich bisher bei dir komplett.

                Wenn du Begriffe wie „realitätsfern“ und „die Realität“ benutzt, beziehst du dich immer nur auf deine eigene „Realität“. Du erkennst nicht, dass es anderen Menschen das Leben retten kann, wenn du dich an die Maßnahmen hältst, sondern beharrst sehr egoistisch auf deiner Freiheit und dass du dich unsicher fühlst, wenn du deine Bedürfnisse nicht ausleben kannst.

                Was würdest du auf deiner Spürebene empfinden, wenn deine Mutter oder dein Vater an Corona stirbt, weil jemand sie infiziert hat, der wegen seines starken Freiheitsdranges im Bus keine Maske anziehen wollte? Was würdest du empfinden, wenn du selbst derjenige bist, der sie oder die Eltern oder Großeltern von jemand anderem angesteckt hat, die deswegen gestorben sind?

                Außerdem versuche ich oft auch das große Ganze zu sehen und zu erkennen, ob und wie das alles auf die Gesellschaft und das Leben als ganzes wirkt. Auch darauf gehst du nicht ein, sondern argumentierst dann wieder mit deinen Gefühlen und deiner persönlichen Spürebene.

                Natürlich spürst du Sicherheit, wenn du dich frei fühlst. Das bestätigt ja sogar das Konzept der Bedürfnispyramide, da Freiheit ja erst dann wirklich gelebt werden kann, wenn das Sicherheitsbedürfnis zu einem gewissen Maß erfüllt ist.

                Wenn du wie bei all deinen Beispielen so oft so viel Angst hast wegen den Coronamaßnahmen, dann würde es sich vielleicht auch lohnen, sich einmal mit diesen Ängsten auseinanderzusetzen und zu schauen, woher sie wirklich kommen und sie vielleicht sogar aufzulösen? Scheinbar haben ja nicht alle diese Ängste. Es gibt immer einen äußeren und einen inneren Weg, mit Problemen umzugehen. Natürlich kann und soll man im Rahmen der Möglichkeiten im Außen dafür sorgen, dass es einem gut geht, aber diese Methode stößt eben auch oft schnell an ihre Grenzen. Kurz: Die Lösung bei einer Angst vor Masken besteht nicht zwangsläufig und ausschließlich darin, keine Maske zu tragen.

                Dann schreibst du zum Beispiel von deiner Angst, aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, wenn du dich nicht an die Regeln hältst. Ich verstehe diese Argumentation ehrlich gesagt nicht. Das war schon immer so, dass man aus einer Gesellschaft ausgeschlossen wurde, wenn man sich nicht an deren Regeln gehalten hat. Selbst in der Urzeit. Deshalb wiederhole ich mich: Du beziehst dich immer auf irgendwelche vermeintlichen Rechte, die in Wahrheit gar keine sind. Dem Leben ist es egal, ob du denkst, dass die Gesellschaft dir Freiheit oder Akzeptanz schuldet. Wenn du dich nicht anpasst, dann spürst du eben die Konsequenzen. Das war schon immer so. Und da ist nicht das Leben dran schuld, sondern du.

                Mein (meiner Meinung nach) gesunder Menschenverstand, meine Werte und auch mein Gefühl (sowohl mein eigenes, als auch mein empathisches Mitgefühl mit anderen) sagen mir, dass sich lohnt, die aktuellen Maßnahmen und Einschränkungen mitzumachen, um damit der Gesellschaft als ganzem und vielen einzelnen Menschen, die auf diese Rücksicht angewiesen sind, zu helfen. Ich sage nicht, dass es keine Einschnitte gibt oder will diese herunterspielen. Aber ich sage, dass mir das immer noch lieber ist als die Alternative.

                Liebe Grüße

                Norman

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              • Monique Engler

                27. August 2020

                Hallo Norman,

                danke auch dir für deine weiteren Zeilen zur Diskussion.

                Vorneweg meinerseits gleich der Hinweis, dass ich mich auch dieses Mal nur auf ein paar Punkte beschränke.

                Zunächst: Deine Versuche, mir oder irgendwem anderes den schwarzen Peter für irgendwas zuzuschieben, laufen bei mir ins Leere. Z.B. „Und da ist nicht das Leben dran schuld, sondern du.“ oder „ Was würdest du auf deiner Spürebene empfinden, wenn deine Mutter oder dein Vater an Corona stirbt, weil jemand sie infiziert hat, der wegen seines starken Freiheitsdranges im Bus keine Maske anziehen wollte? Was würdest du empfinden, wenn du selbst derjenige bist, der sie oder die Eltern oder Großeltern von jemand anderem angesteckt hat, die deswegen gestorben sind?“ – Derartige Versuche deinerseits an mein Gewissen zu appelieren und mich über den Versuch des Erzeugens von Scham- und Schuldgefühlen negativ zu binden und mich zu beeinflussen, zeugen einerseits von äußerst wenig Interesse an einer liebevollen Beziehung auf Augenhöhe und anderseits vergiften sie bloß das menschliche Miteinander. Derartig destruktive Beziehungsgestaltungsversuche habe ich dankenswerter Weise in jahrelanger Zusammenarbeit mit meinen Therapeuten und Ärzten zum allergrößten Teil erfolgreich überwunden. Auf jeden Fall erkenne ich sie klar und deutlich als destruktiv und distanziere mich auch hier konsequent von ihnen.

                Hinzu kommt auch noch, dass ich bestens über Viren und deren Einflussmöglichkeiten sowie über die Komplexität von Erkrankungsverläufen aufgeklärt bin. Und ich damit z.B. weiß, dass niemand an Corona schwer erkranken oder gar sterben kann, sondern es ganz bestimmte andere Bedingungen geben muss, damit es zu schwereren Krankheitsverläufen oder gar Todesfällen kommen könne. Und selbst das auch nur unter ganz besonderen Bedingungen.
                Auch weiß ich, dass niemals jemand nachweisen können wird, wer sich nun tatsächlich wo auf welche Art und Weise angesteckt hat. Dafür fehlen der Menschheit einfach die geeigneten „Mittel“. Sodass schon allein deshalb deine Fragen für mich keinerlei Realitätsbezug haben und somit für mich irrelevant sind.

                Dann möchte ich dich darauf hinweisen, dass du mit diesen deinen Fragen völlig an dem vorbeigehst, was ich unter Spürebene verstehe. Nämlich die elementare Körperebene. – Während Scham- und Schuldkonzepte genau da stattfinden, wo ich persönlich dich hauptsächlich erlebe: nämlich im Kopf.

                Auch empfinde ich dich zumindest hier in diesem Kontakt bisher als nur oberflächlich emphatisch. Denn wirklich tiefe Emphatie bedingt für mich v.a. auch, dass ich als Gegenüber bereit dazu bin, mich körperlich in die Lage des anderen zu versetzen und bei mir selbst gleiche körperliche Reaktionen zuzulassen wie die meines Gegenübers. Was z.B. bedeutet hätte, dass du dich in die von mir beschriebenen Angstzustände real körperlich hineinversetzt und zulässt, am eigenen Leib zu spüren, welche Auswirkungen dies auf jemanden hat, wenn er das am Tag über längere Zeiträume hinweg erlebt, und das dann auch noch wochen- und monatelang am Stück. – Bei dieser tieferen Emphatieform wäre es für dich vermutlich sehr leicht selbst (am eigenen Leib) zu spüren gewesen, dass dies äußerst negativ für das Wohlbefinden eines Menschen ist. Und dass es eine Gefährdung für dessen Gesundheitszustand bedeutet. Schon allein deshalb, weil tagtäglich negativer Stress bei ihm entsteht, der das Immunsystem dieses Menschen schwächt und ihn somit anfälliger macht für Erkrankungen.
                Und wenn du ihm – in diesem Falle mir – dann noch wirklich zugehört hättest, worauf er dich hingewiesen hat, nämlich darauf, dass er außer sich selbst noch genügend andere Menschen kennt, denen es genauso oder zumindest so ähnlich geht, dann wärest du schon dicht dran gewesen zu erkennen, dass durch diese Maßnahmen, die während der Corona-Krise „stattfinden“ – inkl. des Druckerzeugens durch Strafandrohungen und des erhöhten Erzeugens von Angst vor Gruppenausschluss – bei vielen Menschen das Erkrankungsrisiko gesteigert wird. – Und keineswegs nur gesenkt wird, wie gern behauptet wird. – Und dass zudem der Gesundheitszustand vieler Menschen auch ohne Infektion leidet. Statt dass er, wie gern behauptet wird, geschützt werde würde.

                Und im Übrigen: Nein, es war nicht schon immer so, dass Menschen aus Gruppen ausgeschlossen werden, wenn sie sich nicht deren Regeln anpassen. Denn es gibt sehr wohl Menschen, die sich zusammenschließen und sich vom Ausüben jeglichen sozialen Anpassungsdrucks bzw. Gruppenzwangs distanzieren. Auch jetzt, während der Corona-Zeit, gibt es sie. Und unter ihnen sind viele, die sich auch darüber bewusst sind, welch negative Auswirkungen – auch auf die Gesundheit – das Erzeugen von Angst durch Druck hat.

                Ich bitte dich auch darum, wenn du schon mit irgendwelchen Konzepten zur Argumentation daherkommst, wie z.B. mit Maslow, dann informiere dich doch bitte auch tiefgehend dazu, und bringe dich wissenschaftlich auf einen aktuellen Stand. – Du argumentierst nämlich mit Dingen, die a) schon damals kritisiert wurden und bei denen schon damals gezeigt wurde, dass es keine universelle Gültigkeit für gibt (Bsp. Maslows Pyramide, die ja nicht einmal eine Pyramide war, sondern Maslow hatte ein dynamisches Konzept entwickelt, und selbst dieses galt nur für ganz bestimmte Gesellschaften, keineswegs grundsätzlich für alle), und b) deren damalige Erkenntnisse den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr entsprechen, sondern veraltet sind. – Auch dazu hatte ich dir was geschrieben. Wo du dann zu meintest, dass es angeblich nur meine persönliche Realität sei. Was jedoch unwahr ist. Wie sowohl meine realen Gespräche mit anderen Menschen zeigen als auch die Arbeit von Wissenschaftlern, v.a. Psychologen, verdeutlichen. Und da dies Erkenntnisse aus jahrzehntelanger intensiver Arbeit mit Millionen von Menschen – weltweit – sind, ist deine Aussage, dass es sich nur um meine persönliche Realität handeln würde, doch sehr abstrus.

                Abschließend komme ich nun zu dem von dir so oft angesprochenen Blick auf das größere Ganze: Auch da habe ich dir bereits zu geschrieben, dass ich u.a. genügend Infos dazu habe, dass mit diesen Maßnahmen weit mehr Schäden entstehen als ohne sie oder mit anderen. Und auch das hast du, wie so vieles andere auch, bei deinen bisherigen Antworten ignoriert.
                Ich beziehe hierbei sowohl eigene reale Erfahrungen ein als auch reale Erfahrungen von Menschen, die ich persönlich kenne, als auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen, hauptsächlich Ökonomie, Psychologie, Gesundheitsforschung, und kombiniere sie miteinander. – Und wenn ich das alles tue, dann ergibt sich für mich das klare Bild dessen, wovor schon von Anfang an so viele Menschen, auch aus bekannten Wissenschaftsbereichen, gewarnt haben, und wozu auch bei genauerer Recherche jederzeit immer wieder Artikel in diversen Quellen zu finden sind: nämlich dass aufgrund der Maßnahmen in verschiedenem gesellschaftlichen Bereichen in der Langzeitperspektive massive Kollateralschäden zu erwarten sind (und teils auch schon zu beobachten sind), die bei weitem das übersteigen, was mit diesen Maßnahmen in der Kurzperspektive betrachtet „verhindert“ wird. – Mal nur eine einzige winzige Frage dazu an dich: Hast du bei deiner Einschätzung mitbedacht, welche kurzfristigen negativen Auswirkungen und welche langfristigen negativen Auswirkungen es (möglicherweise) auf verschiedenen Ebenen für Menschen und für Gesellschaften haben wird, wenn ein Lockdown gemacht wird? – Und das ist nur eine einzige Sache, die es sich komplex anzuschauen gilt. (Gleiches gilt für alle anderen Maßnahmen, die du so sinnvoll findest.) Statt nur oder vorwiegend in Hinblick darauf, ob und falls ja irgendeine Virusausbreitung verhindert werden könne und ob damit ein paar Menschen vor einem „vorzeitigen“ Ableben „gerettet“ werden können und ob ein paar Menschen vor einem „frühzeitigen“ Verlust geliebter Mitmenschen und der damit einhergehenden Trauer „bewahrt“ werden können. …

                Lieber Norman, ich finde es irgendwie merkwürdig, dass du fürs Loslassen einstehst und dann hier, bei dem allergrößten Punkt des Loslassen-Könnens, nämlich dem Sterben, und dem Verlust von geliebten Menschen durchs Sterben und der damit einhergehenden Trauer (als einem der wichtigsten Loslassmittel, mit der wir von der Evolution ausgestattet wurden) ein Festhalten befürwortest und praktizierst.

                Herzliche Grüße,
                Monique

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              • Monique Engler

                28. August 2020

                Hey Norman,
                jetzt ergänze ich doch noch etwas, das mir über Nacht eingefallen ist:
                Du hast im Laufe der Diskussion in einem deiner Beiträge das Beispiel angebracht, dass ich mir einen Menschen vorstellen solle, der obdachlos ist und nicht weißt, wo er schlafen soll und ob er am nächsten Tag was zu essen bekommt. – Ich möchte dich mal was ganz Grundsätzliches fragen: Stellst du dir solche Menschen und solche Lebenssituationen eigentlich nur in deinem Kopf vor? Und versuchst auf diese Art und Weise (deiner Meinung nach) empathisch herauszufinden, welche Bedürfnisse der vordergründig hat? Oder suchst du in deinem ganz realen Leben den realen Kontakt zu solchen Menschen und unterhältst dich ganz real mit ihnen?! Und lässt dir ganz real erzählen, was sie bewegt, was ihre Sorgen und Nöte sind?! Hörst ihnen ganz real zu. Usw. usf.
                Ich berichte dir dazu mal ein ganz reales Beispiel aus meinem ganz realen Leben, das sich ganz real vor einigen Wochen ereignete:
                Ich war auf dem S-Bahnhof Frankfurter Allee und traf dort einen jungen Mann, der bitterlich weinte und von seinem Aussehen her obdachlos wirkte. Ich habe angefangen mitzuweinen und mich ihm zugewandt. Ihm zugehört. Und er erzählte mir, dass ihm all das Geld, das er sich auf der Straße verdient hat, gestohlen wurde als er frühst am Tag überfallen wurde. Und dass er jetzt verzweifelt ist, weil er vorbestraft ist und sich jeden Tag bis zu einer bestimmten Uhrzeit bei der Polizei melden und einen Geldbetrag abliefern muss. Und dass er über Nacht ins Gefängnis muss, wenn er dies nicht könne. Und dass er dies auf gar keinen Fall wolle. Dass es von all seinen Sorgen um „Wo kann ich schlafen, wo kriege ich was zu essen her, muss ich ins Gefängnis, etc.pp.“ seine größte Sorge ist, wieder ins Gefängnis zu müssen, und sei es auch nur für eine Nacht. – Seine Freiheit, sein Frei-Sein, war ihm also nach seiner eigenen Aussage am allerwichtigsten.
                Auch dieses Beispiel zeigt sehr eindrücklich, dass deine Theorie, von wegen dass erst Sicherheit käme, und erst dann Freiheit, realitätsfern ist. Denn dieser Mann wäre nach deiner Vorstellung ganz objektiv gesehen im Gefängnis für diese Nacht sicher gewesen: Er hätte einen Schlafplatz gehabt, einen Unterschlupf, der ihn vor allen Witterungseinflüssen schützt, wäre sogar mit Trinken und Essen versorgt worden, … und trotzdem wollte er auf gar keinen Fall dort hin. …

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              • Monique Engler

                4. September 2020

                Lieber Norman,
                ich ziehe mich nun aus dieser öffentlichen Diskussion hier zurück.
                Denn ich war wegen Heilung und Wachstum hier. Und das was ich im Rahmen dessen angestrebt habe, ist nun erzielt.
                Ich danke dir sehr für alles, was sich bis hierhin an positiver, aufbauender Heil- und Wachstumsenergie durch den Kontakt mit dir entwickelt hat!
                Wenn du magst, dann schreib mir gern noch privat. Meine email-add hast du ja und darfst sie gerne hierfür nutzen.
                Ganz generell sage ich hier schon mal: Ich wünsche dir das für dich ganz persönlich Allerbeste!!! ( – Und eben das ist meiner Erfahrung nach letzten Endes auch genau das, was das Allerbeste für deine Umwelt bewirkt. ;-) )
                Mit sehr herzlichen Grüßen,
                Monique

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              • Norman Brenner

                15. September 2020

                Hey Monique,

                Danke für deine weiteren Beiträge =)

                Tut mir leid, dass ich mich hier so lange nicht mehr zu Wort gemeldet habe. Bei mir ist einiges los und zwischen Tür und Angel kann und will ich so eine Unterhaltung nicht führen. Ich verstehe, dass du dich hier zurückziehen möchtest und möchte dir nur noch eine kurze Rückmeldung zu meinen Anmerkungen geben, die evtl. zu Fehldeutungen führen könnten.

                Das große Stichwort, das ich hier sehe, ist „Verantwortung“:

                Du bezeichnest meine Fragen wie „Was würdest du auf deiner Spürebene empfinden, wenn deine Mutter oder dein Vater an Corona stirbt, weil jemand sie infiziert hat, der wegen seines starken Freiheitsdranges im Bus keine Maske anziehen wollte?“ als negativen Manipulationsversuch. Dabei ist es nichts anderes als ein Hinweis auf die Verantwortung, die du und jeder andere Mensch für sich selbst und andere haben sollte und der du dich bewusst entziehst.

                Du wandelst und wirkst in der Welt und das hat Konsequenzen. Es schlägt Wellen, so wie wenn du einen Stein ins Wasser wirfst. Du kannst nicht zum Wasser sagen „dass ist aber ein negativer Manipulationsversuch, wenn du mir mit deinen Wellen die Auswirkungen zeigst, die mein Stein verursacht hat. Es ist schlichtweg der Lauf der Dinge.

                Was ist, wenn du ein einer roten Ampel nicht anhältst wegen einem Freiheitsdrang und jemanden totfährst? Ist es ein negativer Manipulationsversuch, wenn man dir in der Fahrschule erklärt, dass und warum du an einer roten Ampel anhalten solltest?

                Und das hat auch nichts mit einem nicht liebevollen Miteinander zu tun. Gerade weil du und der Austausch mit dir mir am Herzen liegen, möchte ich dir meine klaren Gedanken dazu mitteilen und dir eben nicht bloß Honig ums Maul schmieren.

                Und genau das ist es auch was ich mit dem Satz „Und da ist nicht das Leben dran schuld, sondern du.“ meinte. Schuld ist ein negativer Begriff, den ich ungern verwende und hier auch besser durch „Verantwortung“ ersetzt hätte. Nicht das Leben ist verantwortlich, sondern du. Und das ist keine schlechte sondern eine gute Nachricht, denn wenn man selbst verantwortlich ist, dann kann man auch selbst etwas ändern. Es gibt einem die Macht zurück.

                Wenn ich mich recht erinnere, hast du dir mein Buch „Der Weg des Wassers“ gekauft. Im Kapitel 20.2 „Schuld“ habe ich das ausführlich und mit Beispielen erläutert, falls es dich näher interessiert.

                Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, wie du die weltweit unzähligen Todesfälle durch Corona einfach ignorieren kannst. Das wirkt auf mich wie ein „Kopf in den Sand stecken“. Nach dem Motto „Wenn ich es nicht sehe, sieht es auch mich nicht“. Du fragst mich bei dem Beispiel mit dem Obdachlosen, ob ich mir das nur im Kopf vorstelle. Die Antwort ist nein. Aber siehst du die Massengräber, die in Brasilien oder den USA ausgehoben werden? Siehst du die Menschen, deren Lungenfunktion auch nach überstandener Krankheit eingeschränkt ist? Siehst du die Menschen, die beatmet werden müssen, weil ihre Lunge durch das Virus zu schwach dafür ist? Oder blendest du das alles aus, tust es als riesige weltweite Verschwörung ab oder lässt diese Infos erst gar nicht zu dir durchdringen, weil es das Ausleben deines Freiheitsdranges oder anderer Werte, die dir wichtiger erscheinen, gefährden würde, wenn du diese Tatsachen akzeptieren würdest?

                Und wieder: Das sind keine Fragen, um in dir negative Gefühle zu wecken, sondern um deinen Blick auf das Gesamtbild zu lenken und dir die Sichtweise, aus der ich argumentiere zugänglicher zu machen. Ich kann angesichts dieser Tatsachen und der Verantwortung, die ich für mich und mein Wirken in der Welt habe nicht mit mir vereinbaren, dass ich die Gesundheit und das Leben von anderen gefährde.

                Das soll nicht heißen, dass ich deine Gründe nicht verstehe und mich nicht in dich hineinversetzen will oder kann. Ich kann nachvollziehen, dass es schwer ist, wenn man tief sitzende Ängste vor Ausschluss oder der Verfremdung durch die Maske hat. Aber wie ich schon einmal sagte: Ängsten aus dem Weg zu gehen, ist nicht der einzige Weg, mit ihnen umzugehen. Und schon lange nicht der Beste, um sie zu überwinden.

                Ich danke dir sehr für den gehaltvollen Austausch und den Einblick in dein Erleben, den du mir und uns hier damit geschaffen hast.

                Liebe Grüße

                Norman

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              • Monique Engler

                15. September 2020

                Lieber Norman,

                ich danke dir auch für deine weiteren Ausführungen! 🙂

                Und ich antworte dir nun doch noch mal was dazu.
                Weil ich es sehr schade finde, dass du so viele relevante Hinweise, die ich dir gebe, immer wieder ausblendest. – Hinweise, die dir dabei helfen können, zu Entscheidungen zu kommen, hinter denen du auch noch in mehreren Wochen, Monaten und vielleicht sogar Jahren (besser) stehen kannst.

                So wie es mir scheint, habe ich mir – im Gegensatz zu dem, was du eventuell vermutest – bisher ein ziemlich umfassendes und differenziertes Bild zur Corona-Krise gemacht. Indem ich statt all den Corona-Politik-konformen Aussagen von Politikern, Journalisten, Wirtschaftsbossen & Co. zu Covid kritiklos Glauben zu schenken und meinen Blick – ebenso wie die es vielfach tun – nur auf einen winzigen und zudem unvollständigen Ausschnitt der Realität zu beschränken, die Dinge lieber kritisch hinterfrage, sehr viele verschiedene und differenzierte Informationen von höchstunterschiedlichen Seiten einhole, meinen Blick immer mehr weite und auch auf vielfältige Gesamtzusammenhänge richte.
                Ich stecke nämlich NICHT den Kopf in den Sand und schaue weg. Ganz im Gegenteil sogar: Ich schaue hin! Und zwar möglichst genau! Und möglichst kritisch!
                Auch das habe ich im Laufe der bisherigen Diskussion immer mal wieder durchblicken lassen. – Doch leider hast du das bisher immer wieder „gekonnt ausgeblendet“. … Und ich kann nur vermuten, dass es hierfür irgendwelche tieferliegenden Gründe gibt. Die es dir erschweren, dass du dich dem öffnest.
                Denn andernfalls müssten dir auch schon längst selbst irgendwelche Widersprüche in deinem eigenen Denken, Handeln und Argumentieren in Bezug auf die Covid-Lage aufgefallen sein…! – Ebenso wie dir auch schon längst mal wenigstens ein Teil all der Widersprüchlichkeiten in den hauptsächlich Mainstram-Medienberichten aufgefallen sein müsste…! – Ebenso wie dir auch schon längst mal ein Teil der Widersprüchlichkeiten bei den Aussagen und Handlungen der führenden Politiker aufgefallen sein müsste…! – So wie dir auch schon längst mal wenigstens ein Teil all der mit diversen sachlichen, plausiblen und bodenständigen (also haltbaren) Argumenten gespickten Rückmeldungen von versierten, seit Jahrzehnten praktizierenden Experten aus den Bereichen „Ärzte- und Pflegerschaft“, „Psychologie“, „Ökonomie“, „Historiker“, „Lehrerschaft“, usw. usf. begegnet sein und dich erreicht haben müsste…! – Und/Oder auch wenigstens mal ein Teil all derjenigen, die zwar aus keinem dieser Berufe stammen und keine Experten auf diesen Bereichen sind, aber dennoch ihre kritischen und sachlich-schlüssigen (und teilweise auch sehr emotional-betroffenen) Rückmeldungen geben…!
                Norman, mal wirklich, warum verschließt du bisher vor all dem (anscheinend) deine Augen und Ohren?!?!?!
                Ich bitte dich an dieser Stelle darum, mal über deinen Tellerrand hinauszuschauen, und dich wenigstens mal einem Teil der kritischen und wirklich sachlich-fundierten Aussagen zu widmen, die so vielfach von dermaßen vielen Menschen, in unterschiedlichen Lebenslagen und Berufen, zur herrschenden Corona-Politik zu finden sind. (Klar, es gibt auch „systemabweichende“ Meinungen, die auch ich für „unbrauchbar“ halte – weil ihnen stichhaltige (!) Argumente fehlen. – Doch es gibt eben echt massenhaft kritische „Stimmen“, die glaubwürdige, mit stichhaltigen Argumenten belegte Aussagen machen!) – Statt nur systemkonforme Ansichten zu betrachten – und die möglicherweise auch noch völlig unreflektiert zu übernehmen. – Ein Gesamtbild bleibt dir ansonsten nämlich verwehrt!
                Dass du dich bisher damit scheinbar Null auseinandergesetzt hast – oder aber es eventuell fälscherlicherweise für Spinnerei oder so hältst – zeigt schon allein deine Aussage, dass du komplett unreflektiert davon sprichst, dass alle Toten einzig und allein durch Corona gestorben seien, oder alle Menschen, die beatmet werden mussten/müssen, einzig und allein wegen Corona künstliche Beatmungen bräuchten ( – so wie du dir anscheinend auch bisher Null Informationen dazu eingeholt hast, dass auch diese Beatmungen von verschiedenen Experten mit schlüssigen Argumenten für einige Menschen als Fehlbehandlung eingeschätzt werden, und davon ausgegangen wird, dass bei diesen Fällen erst diese Form der Beatmung zu bestimmten Folgeschäden oder gar dem Tod geführt hat bzw. führt -), oder dass alle Menschen, die Folgeschäden davontragen einzig und allein wegen Corona damit zu tun hätten. Etc.pp. – Das ist a) unwissenschaftlich, und hat b) mit der komplexen Lebensrealität NICHTS zu tun! Sondern stellt leider ein sehr unvollständiges und stark verzerrtes Bild von der Lebensrealität dar.
                Leider werden auch genau solche Dinge sowohl über die führenden Politiker und deren Berater als auch über die gängigen Massenmedien zum allergrößten Teil auf eben diese stark verzerrende und zum Teil auch ganz klar falsche Art und Weise dargestellt und für die Wahrheit verkauft. – Sodass ein Teil der Menschen eben hauptsächlich genau diese Informationen erhält. Und es dann sehr leicht zu Fehleinschätzungen ihrerseits kommen kann (und leider eben auch teilweise kommt).
                Um zu einem realistischeren Bild zu kommen, hilft es deshalb sehr, seinen Fokus mal eine ganze Weile lang ganz bewusst und verstärkt auf „abweichende“ und/oder ergänzende Informationen zu richten, und hierfür neben den Massenmedien auch Alternativmedien zu nutzen! – Ebenso wie es sehr hilfreich ist, seinen Blick um weitere, sonst eher weniger bis gar nicht genutzte Bereiche zu erweitern – in deinem Fall z.B. sich mit wissenschaftlichen Analysen zu beschäftigen, bei denen gesammelte Daten wissenschaftlich interpretiert werden und es dann zu Aussagen kommt, die auf wirklichen Fakten beruhen. Damit hast du dann, sofern es sich wirklich um wissenschaftliche Analysen nach wissenschaftlichen Standards handelt, gesicherte Erkenntnisse. Auf deren Grundlage du dann auch der Realität angemessenere Entscheidungen treffen kannst.
                Statt dich mehr oder weniger stark im Bereich von Dingen zu bewegen, die du zwar für wahr hältst, die jedoch bei genauerer Untersuchung „zerfallen“. Und bei denen leider eben auch ein mehr oder weniger hohes Risiko besteht, Entscheidungen zu treffen, die ungewollt (!) zu dem führen, was du selbst eigentlich gar nicht willst.
                Wenn du wirklich deiner selbstgewählten Verantwortung in einem hohen Maße selbst gerecht werden willst, dann empfehle ich dir, das zu tun. Andernfalls bleibt es nämlich sehr wahrscheinlich bei deinen (bisher) sehr einseitig betrachtenden Einschätzungen der Realität – und damit leider auch einer sehr großen Gefahr, nur ein stark eingeschränktes und leider auch stark verzerrtes Bild von der Realität zu haben. Was wiederum ein erhöhtes Risiko mit sich bringt, mit seinen Entscheidungen UNGEWOLLT mehr Schaden anzurichten als Positives zu erzielen. :-/

                Und zu deiner Aussage, dass du es nicht mit dir vereinbaren kannst, die Gesundheit und das Leben anderer Menschen zu gefährden: Ach, Norman, welch naiven Ursprungs ist denn in diesem Fall dieser Gedanke eigentlich, dass du scheinbar glaubst, dass du jetzt, durch dein systemkonformes Handeln keine Menschen hinsichtlich derer Gesundheit und derer Leben gefährden würdest? … # Schon allein das, was ich dir zu den Ängsten von Menschen und deren gesundheitsgefährdendem Einfluss rückgemeldet habe, hätte doch genügen müssen, damit du erkennst, dass du das mit deinem systemkonformem Handeln und Befürworten der Corona-Maßnahmen dennoch tust!
                Da du jedoch leider auch das „gekonnt übergehst“, stelle ich dir nun mal die folgenden Fragen in Bezug auf die Gefährdung der Gesundheit und des Lebens anderer Menschen im Zuge des Umgang mit dem derzeit fokussierten Covid-Virus:
                Was ist denn mit all den Menschen, die im Zuge der Corona-Maßnahmen Suizid begangen haben?! – Dass es sie gibt, ist Fakt! – Weil das für sie der berühmte Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte. -Es gab hierzu bereits am Anfang der öffentlichen Diskussion zahlreiche Warnungen dazu, die „gekonnt übergangen wurden.“ Und Berichte von Angehörigen zeigen inzwischen auf, dass es leider zu diesen Fällen kam, vor denen gewarnt wurde. … Was ist mit all den Menschen, die im Zuge der Lockdowns an Lebensmittelmangel gestorben sind, weil die internationalen wirtschaftlichen Handelssysteme so destabilisiert wurden, dass die notwendigen Lebensmittellieferungen nicht rechtzeitig in die dortigen Krisengebiete kamen? – Auch das ist Fakt! – Und auch davor wurde bereits frühzeitig gewarnt. Und auch das wurde „gekonnt übergangen“. … Was ist denn mit all den Menschen, die im Zuge der Lockdowns über Wochen und Monate hinweg völlig ungeschützt häuslicher Gewalt ausgesetzt waren? – Ebenfalls ein Fakt! – Und auch hiervor wurde bereits von Anfang an gewarnt. Und auch das wurde „gekonnt übergangen“. … Was ist denn mit all den Menschen, die im Zuge der Corona-Maßnahmen traumatisiert wurden und werden? – Noch ein Fakt! – Und auch davor wurde von Anfang an zahlreich gewarnt. Und auch dies wurde „gekonnt übergangen“. – Ebenso wie von Anfang an davor gewarnt wurde, dass sich bei einem beachtlichen Teil dieser Menschen Posttraumatische Belastungsstörungen und/oder Depressionen und/oder andere Erkrankungen entwickeln werden, was wiederum bei einem weiteren Teil zu Langzeitproblemen führen wird. – Auch das wurde „gekonnt übergangen“. … Was ist denn mit all den Menschen, deren wirtschaftliche Existenz im Zuge der Corona-Maßnahmen vernichtet wurde, und bei denen dadurch die Gesundheit leidet oder in absehbarer Zukunft sehr wahrscheinlich leiden wird? – Auch das ist ein Fakt! – Es gibt bereits solche Menschen, bei denen dadurch die Gesundheit beeinträchtigt ist. Und auch davor wurde von Anfang an gewarnt. Und auch das wurde „gekonnt übergangen“. … Was ist denn mit all den v.a. alten Menschen, die im Zuge der Corona-Maßnahmen in den Heimen gestorben sind und aufgrund der Bestimmungen keinen Besuch empfangen konnten? Und für die genau das der bereits angesprochene berühmte Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte, sodass für sie die durch die Corona-Maßnahmen erzwungene (!) Einsamkeit zum „i-Tüpfelchen“ wurde, in Folge dessen dann der Tod eintrat. Zwanghaft (!) getrennt von ihren Lieben. – Es gibt sie, auch das ist Fakt! – Und auch davor wurde von Anfang an gewarnt. Und auch das wurde „gekonnt übergangen“. …Was ist denn mit all den Menschen, die an psychischen Erkrankungen leiden oder Vorerkrankungen in diesem Bereich haben und für die in den meisten Fällen ein derartiger Umgang in der Krise, wie er aktuell läuft, hochrisikohaft dafür ist, erneut psychisch zu erkranken (sofern sie inzwischen symptomfrei waren) oder aber eine weitere Verschlechterung ihres Krankheitszustandes bedeutet, was wiederum die Aussicht auf „Genesung“ noch weiter verschlechtert und zudem ein noch höheres Risiko für Langzeitschäden mit sich bringt. – Dies alles ist Fakt! Es gibt sie, diese Menschen, bei denen das bereits eingetreten ist. – Und auch davor wurde von Anfang an gewarnt. Und auch das wurde „gekonnt übergangen“. … – Usw. usf. – will heißen: Es gibt noch mehr „Punkte“ dieser Art.

                Meine Schlussfolgerung: Ganz egal wie du dich entscheidest – ob für die grad gängige Corona-Politik oder dagegen -, aus deiner Sichtweise heraus gefährdest du so oder so von Menschen die Gesundheit und teilweise auch deren Leben!

                Wenn du also der Überzeugung bist, dass du mit deiner persönlichen Entscheidung und deinem persönlichen Handeln in Bezug auf den Umgang mit dem aktuellen Corona-Virus einen großen, ganz entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden deiner Mitmenschen hast – und du dich für sie (auch weiterhin) stark verantwortlich glaubst – , dann wäre es aus meiner Sicht heraus clever, auf möglichst objektive und möglichst umfassende Art und Weise zu erforschen, bei welcher Variante denn Menschen insgesamt betrachtet weniger zu Schaden kommen!
                (Ich denke, das ist nachvollziehbar.)

                Und noch was: Ich persönlich habe bei meinen Entscheidungen all solche Dinge auch mit einfließen lassen. – Ich bin also keineswegs auf meine persönliche Freiheit fixiert. (Wenngleich mir meine Freiheit sehr wichtig ist.) Schon gar nicht, wenn dabei tatsächlich in einem besonderen Ausmaß das Wohl anderer Menschen auf dem Spiel stehen könne. („In einem besonderen Ausmaß“ meint: bedeutend mehr als dies sonst im Leben der Fall ist.) – Ich empfand es allerdings aus verschiedenen Gründen als wichtig, in unserer Diskussion bisher diesen „Kontrast-Punkt“ zu dir einzunehmen.

                Herzlichst,
                Monique

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              • Monique Engler

                15. September 2020

                P.S.: Bei all diesen Beispielen, die ich angeführt habe, bei denen es bereits faktisch zu einer Gefährdung der Gesundheit und teilweise auch des Lebens von Menschen in Folge der Corona-Maßnahmen (statt durch ein/das Virus) kam, haben ANDERE Menschen mit IHREN Vorstellungen und Entscheidungen und dem ZWANGHAFTEN Auf- und Durchdrücken dieser mit diversen Machtmitteln für Millionen und Milliarden ihrer Mitmenschen dafür gesorgt, dass es zu diesen NEGATIVENTWICKLUNGEN kam (und es so wie die meisten Menschen es einschätzen, noch zu weiteren kommen wird)!!!

                Und auch deshalb plädiere ich nach wie vor für Freiheit, zu der eben auch Selbstbestimmung gehört!

                Und ich plädiere mindestens ebenso stark dafür, dass in der öffentlichen Diskussion, v.a. über die Politiker und die Mainstreammedien, umfassend, möglichst vollständig, möglichst objektiv, möglichst wissenschaftlich ( – und ich meine wirklich wissenschaftlichen Standards gerecht werdend – ), möglichst wahrheitsgetreu, möglichst vielseitig – also viele verschiedene „Stimmen“ aus ganz unterschiedlichen Bereichen und mit ganz unterschiedlichen „Lebenshintergründen“ inkl. beruflichen Qualifikationen) etc.pp. berichtet wird!
                (Im Gegensatz zu dem, was hier (auch) während der aktuellen Krise stattfindet.)
                Denn meiner aktuellen Ansicht nach, steigt dadurch ganz entscheidend die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es zu der realistischen Gesamtlage entsprechend angemesseneren Entscheidungen kommt als das was bisher so lief.

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              • Monique Engler

                19. September 2020

                Und nun schreibe ich dir noch mal etwas zu deiner Aussage, dass du angesichts der Verantwortung, die du für dich und dein Wirken in der Welt hast, nicht mit dir vereinbaren kannst, dass du die Gesundheit und das Leben von anderen gefährdest:
                Norman, ernsthaft, du tust genau das längst! – Z.B. jedes Mal, wenn du Auto fährst! ( – Dass du an sich eines benutzt, weiß ich ja von dir selbst.)
                Jedes Mal, wenn du ein Auto benutzt, gefährdest du ganz real und nachweislich, also faktisch (!), sowohl die Gesundheit und das Leben von dir als auch die deiner Mitmenschen! Und zwar sowohl die deiner Mitmenschen, die gerade mit dir zusammen auf dieser Erde leben, als auch diejenigen, die erst noch kommen werden. – Mit deiner Entscheidung, das Auto zu benutzen, gefährdest du in vielerlei (!) Hinsicht dein eigenes Wohl sowie das Wohl anderer Menschen, sowie auch das Wohl von Pflanzen und Tieren sowie auch das Allgemeinwohl an sich!
                Wenn du also wirklich so sehr darauf bedacht bist, deinem Handeln „edle Motive“ zugrunde zu legen, wie du es hier versuchst darzustellen, dann frage ich mich, wieso du Auto fährst?!
                Und wenn es dir wirklich um den Schutz der Gesundheit und des Lebens deiner Mitmenschen – und auch deiner Umwelt an sich geht -, dann kannste das gerne mal zeigen, indem du ab sofort Nein sagst zur Benutzung von Autos!
                Und falls du dies nicht tun willst und nicht tun wirst, dann zeigt dies ganz klar und unmissverständlich, dass es dir in Wahrheit um ganz anderes geht als um den Schutz der Gesundheit und des Lebens anderer………!!!

                Und noch so als „Randbemerkung“: Statt mit dem Finger auf andere zu weisen, wie du das hier in der Diskussion hin und wieder mal getan hast, kümmer dich doch bitte erst mal um deine eigenen Angelegenheiten und „räume bei dir selbst auf“!

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              • Monique Engler

                19. September 2020

                Und nun noch zu diesem Teil deiner Antwort: „Was ist, wenn du an einer roten Ampel nicht anhältst wegen einem Freiheitsdrang und jemanden totfährst? Ist es ein negativer Manipulationsversuch, wenn man dir in der Fahrschule erklärt, dass und warum du an einer roten Ampel anhalten solltest?“
                Boah, Norman, das ist ein weiteres dieser Beispiele, bei denen bei genauerer Betrachtung offenbart wird, welche Einstellungen du insgeheim, ganz tief in dir drinnen, wirklich hast. Mit welchen negativen Glaubenssätzen du durch die Gegend läufst. Was deine tiefen Verachtungen sind. Wo du dich anderen gegenüber selbst überhöhst. Etc.pp.
                Allein schon die Auswahl deines Beispiels zeigt dies sehr deutlich! – Denn mal ehrlich: Für wie blöd hältst du denn mich oder auch andere Menschen, dass du meinst, wir bräuchten, wenn wir in die Fahrschule gehen und einen Führerschein machen, ernsthaft jemanden, der uns erklärt, dass und warum es wichtig ist, an einer roten Ampel anzuhalten statt einfach drüberzufahren……
                Echt, Norman. – Vielleicht magst du ja ab jetzt einfach mal intensiver das betreiben, wovon du immer mal wieder sprichst: nämlich eigene innere Arbeit!
                Und ja, deine Fragen waren Manipulationsversuche von dir. Wie an vielen anderen Stellen bestimmte andere Aussagen von dir auch. – Überall an diesen hat sich jedes Mal das gezeigt, was du in deiner Tiefe wirklich (auch) bist. Und was du in deiner Tiefe von dir selbst sowie von anderen hältst. – Du hast ganz wunderbar gelernt, die „unliebsamen, unerwünschten“ Dinge zu tarnen. – Dennoch erkenne ich es als das was es ist. – Und die Botschaften, die du auf tieferen Ebenen sendest, sind echt alles andere als liebevoll!!!
                Wenn du wirklich an innerer Arbeit interessiert bist, dann gibt es für dich selbst noch einige Felder, denen du dich widmen kannst.

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      • Monique Engler

        19. September 2020

        Ach, und: Du redest davon, dass es dir um den Punkt der „Verantwortung“ bzw. besser gesagt den der „Selbstverantwortung“ geht. – Und gleichzeitig bist du aber für eine Politik, bei der „von oben“ bestimmt wird, was „die unten“ zu machen haben, und bei denen das, was „die da oben“ für richtig halten, mit Machtmitteln – zu denen das Erzeugen von Angst und Strafandrohungen bei Nicht-Gehorsamkeit zählen – bei „denen da unten“ durchgedrückt werden soll. – Auch hier zeigt sich (wie bereits an vielen Stellen zuvor) die Inkonsistenz in deinem Denken und Handeln.
        Wenn es dir wirklich um deine persönliche Verantwortlichkeit ginge, dann müsstest du dementsprechend auch schon allein deshalb gegen die aktuelle Corona-Politik sein, weil sie eben den „Gesetzmäßigkeiten“ der Fremdbestimmung folgt.

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