Was ist Meditation wirklich? (Die definitive Erklärung)

Was ist meditation wirklich?

Was ist Meditation wirklich?

Jeder, der sich für Meditation interessiert, stellt sich am Anfang diese Frage.

Man kennt Bilder von meditierenden Mönchen und hat gehört, dass Meditation die ein oder andere positive Wirkung auf unser Leben haben kann. Aber was steckt wirklich dahinter? Was ist der Kern des ganzen?

Genau das will ich dir in diesem Beitrag beschreiben.

Es gibt nämlich einen ganz speziellen Grund dafür, warum die meisten von uns so große Probleme haben Meditation wirklich zu verstehen:

 

Warum Meditation so schwer zu verstehen ist

Mit Meditation ist es nämlich so:

Sie ist wie der Geschmack einer Frucht.

Man kann Worte dafür finden, aber man kann den Geschmack letzten Endes niemals vollkommen wiedergeben. Dafür muss man sie probieren.

Demzufolge ist Meditation nicht einfach nur eine Praxis, sondern eher eine Erfahrung.

Um Erfahrungen wirklich zu „verstehen“ (ich schreibe es in Anführungszeichen, weil es eben mehr als nur reines Verstehen mit dem Verstand ist), muss man sie also selbst machen.

Ohne die eigene Erfahrung wirst du also kein vollständiges klares Bild von der Meditation bekommen können. Wie du deine eigenen Erfahrungen machen kannst, werde ich dir auch noch ganz genau zeigen. Um aber zunächst einmal den Wissensdurst deines Verstandes zu stillen und dir eine Vorstellung davon zu verschaffen was Meditation wirklich ist (so gut es eben mit Worten geht), habe ich mir etwas überlegt.

Die folgenden Erläuterungen sollen den Grundstein für dein „Verständnis“ von Meditation bilden und dich inspirieren, deine eigenen Erfahrungen zu machen.

Um dem Kern der Sache nun langsam näher zu kommen, räumen wir zunächst einmal mit ein paar gängigen Vorurteilen und Missverständnissen auf:

 

Was Meditation nicht ist

1. Meditation ist keine Entspannungstechnik

Klar, Meditieren entspannt. Aber das ist eher ein positiver Nebeneffekt.

Meditation sorgt für körperliche und geistige Entspannung, weil diese notwendig ist um das wahre Ziel der Meditation zu erreichen. Was das ist erfährst du gleich.

Natürlich kannst du die Meditation auch dazu nutzen, um entspannter und gelassener zu werden. Das ist kein Problem, du nutzt eben nur einen kleinen Teil ihres Potentials.

Deswegen wird dir niemand böse sein und auch kein Mönch wird aus den Bergen Tibets herabsteigen und dich verurteilen. Aber du verpasst etwas viel besseres als Entspannung und Gelassenheit, das du genauso gut mitnehmen kannst, wenn du sowieso schon meditierst.

(Wenn du nach Entspannungstechniken suchst, schau dir die 101 Wege für Entspannung im Alltag an)

 

2. Meditation ist nicht „Nichts tun“

Wer sich etwas näher mit Meditation und diversen Erfahrungsberichten und Anleitungen beschäftigt ist geneigt zu glauben, dass es beim Meditieren darum geht, einfach nichts zu tun und nichts zu denken. Auch das stimmt nicht.

Die Leere oder Stille ist ebenfalls eine Nebenwirkung der Meditation, die sich zwangsläufig irgendwann einstellt, wenn du einfach nur noch bewusst bist. Wenn du dich aber hinsetzt und einfach nichts tust, wirst du es nicht dahin bringen. Ganz im Gegenteil: Je weniger du tust, desto mehr geht in dir vor. Desto mehr Gedanken kreisen in deinem Kopf und desto unruhiger bist du. Beim Meditieren geht es eher darum, das Chaos und den Lärm zu sehen ohne daran zu haften und ganz bewusst mit Konzentration und Achtsamkeit umzugehen.

Meditation ist alles andere als „Nichts tun“. Es kann sogar eine große Anstrengung sein. Es geht viel mehr darum alle Energie und alle Anstrengung auf ein gewisses Ziel zu lenken und auch dort zu halten, wie wir gleich sehen werden.

 

3. Meditation bedeutet nicht die Kontrolle abzugeben

Auch hier ist es wieder genau das Gegenteil der landläufigen Meinung:

Wir lassen uns täglich kontrollieren, und zwar von unserem Verstand. Er diktiert uns mittels Gedanken und Gefühlen unser Leben.

Meditation ist im wahrsten Sinne des Wortes das Zurückgewinnen der Kontrolle!

 

4. Meditation ist nicht Konzentration

Dass Meditation und Konzentration zwei völlig verschiedene, sogar unvereinbare Dinge sind, hat der indische Philosophieprofessor und spätere spirituelle Lehrer Osho ganz wunderbar auf den Punkt gebracht:

„Meditation ist kein Zustand der Konzentration.

Bei der Konzentration ist ein Selbst da, das sich konzentriert, und ein Gegenstand, auf den sich das Selbst konzentriert. Es gibt Dualität. Im Zustand der Meditation gibt es niemanden, der innen ist, und nichts, das außen ist. Er ist nicht Konzentration. Es besteht keine Trennung zwischen dem Inneren und dem Äußeren. Das Innere fließt in das Äußere und das Äußere fließt in das Innere, es ist ein ständiges Fließen. Die Einschränkung, die Begrenzung, die Grenzlinie ist nicht mehr vorhanden. Das Innere ist außen und das Äußere ist innen — ungespaltenes Bewusstsein.

Konzentration ist gespaltenes Bewusstsein: deswegen macht Konzentration müde; deshalb fühlst du dich erschöpft, wenn du dich auf etwas konzentriert hast. Und du kannst nicht jahrein, jahraus, vierundzwanzig Stunden am Tag konzentrieren. Von Zeit zu Zeit musst du dich ausruhen und Urlaub machen. Konzentration kann niemals zu deiner Natur werden. Meditation macht dich nicht müde, meditieren erschöpft dich nicht. Du kannst vierundzwanzig Stunden am Tag meditieren — tagein, tagaus, jahrein, jahraus — ewig.

Meditation ist Entspannung.

(Osho)

Wirft dieses Zitat bereits ein paar Fragen in dir auf? Dann gehe nach dem Lesen des Beitrags wieder hierher zurück und du wirst es besser verstehen.

 

5. Meditation bedeutet nicht Gedanken zu unterdrücken

Meditation ist kein Weg um deinen Geist ruhig zu stellen oder Stille zu erzwingen. Du sollst nicht versuchen deine Gedanken zu blockieren oder sie zu vertreiben. Das funktioniert auch gar nicht, denn jeder bewusste Versuch Gedanken zu vermeiden ist ja wieder ein eigener Gedanke!

Es ist eher ein Weg in die Stille zu gelangen, die schon immer da war, begraben unter tausenden von Gedanken, die du jeden Tag denkst.

 

6. Meditation ist kein berauschter Zustand der Glückseligkeit

Drogen berauschen dich. Meditation ist keine Droge. Sie ist das Gegenteil, denn Drogen rauben dir das Bewusstsein auch wenn immer wieder von „Bewusstseinserweiterung“ gesprochen wird. Diese „Erweiterung“ macht dein Bewusstsein aber nicht wirklich wacher und klarer, sondern eher schläfrig und benebelt. Meditation macht dich bewusster.

Es kann durchaus sein, dass du dich während der Meditation wohlfühlst und auch Glücksgefühle entstehen. Der Grund ist aber eher, dass du deinen natürlichen Seinszustand erreicht hast.

 

7. Meditation ist kein Rückzug vom Leben und der Welt

Das stimmt ganz und gar nicht.

Meditation bedeutet viel eher im Leben und in der Welt aufzugehen. Sich nicht vor ihnen verstecken, sondern sich ihnen zu stellen und vollkommen ehrlich zu sich selbst zu sein.

Die Welt und dein Leben bilden die Grundlage für die Meditation, auch wenn sie an einem gewissen Punkt überwunden werden. Dabei ist es aber wie auf einer Treppe: Um an ihr Ende zu gelangen musst du auch die ersten Stufen nehmen. Deshalb ist es auch völlig unnötig und teilweise sogar kontraproduktiv ins Kloster zu gehen um besser meditieren zu können. Dazu später mehr.

 

8. Meditation ist nicht religiös oder esoterisch

Meditation mag zwar oft von religiösen oder esoterischen Menschen genutzt werden um zu Gott zu kommen oder ein ähnliches Ziel zu erreichen, aber es ist nicht an eine Religion oder spirituelle Glaubensrichtung gebunden.

Meditation kann jeder, an jedem Ort, zu jeder Zeit!

Religiöse oder spirituelle Ziele können helfen aber auch entgegen wirken, weil zum Beispiel ein bestimmtes Ergebnis angestrebt wird. Außerdem bieten sie viel Raum für Missverständnisse und Fehlinterpretationen.

 

9. Meditation ist keine körperliche Übung

Meditation bedeutet nicht mit verknoteten Beinen auf dem Boden zu sitzen und eine bestimmte Atmung zu üben!

Techniken, die bestimmte Sitzpositionen und Atemtechniken beinhalten, machen Meditation nicht aus. Sie können helfen eine Balance herzustellen und eine Gelegenheit zu schaffen, damit Meditation entstehen kann. Meditation kann aber auch ganz ohne sie stattfinden.

 

10. Meditation ist nicht der heilige Gral

Durch Meditation geschehen keine Wunder und es ist kein Allheilmittel gegen Krankheiten.

Sie verleiht dir auch keine übermenschlichen Kräfte oder macht dich allwissend oder super intelligent.

Mit Meditation kannst du ausschließlich das ans Licht bringen, was schon immer in dir ist. Dabei kann es durchaus sein, dass du etwas entdeckst, was dir neu und wunderbar erscheint. Aber es war schon immer da. Du hast nur das Fenster geputzt hinter dem es lag.

 

Was Meditation wirklich ist (meine Auffassung)

Der Begriff „Meditation“ wird im heutigen Sprachgebrauch vor allem für zwei verschiedene Dinge genutz:

  1. Meditation als eine Technik, um einen gewissen Zustand zu erreichen
  2. Meditation als Ausdruck für diesen Seins-Zustand, den es zu erreichen gilt

Um im weiteren genauer unterscheiden zu können, welche Art der Meditation gemeint ist, versuche ich die Technik der Meditation im weiteren als „Meditieren“ zu beschreiben. Das ist nämlich der große Unterschied:

Du kannst meditieren. Dann wendest du eine gewisse Technik an. Und du kannst in Meditation sein. Dann hast du einen bestimmten Bewusstseinszustand.

 

Meditieren (die Technik)

Das Meditieren dient letztlich nur einem einzigen Zweck:

Aktives Lenken der Aufmerksamkeit!

Klar, das höhere Ziel des traditionellen Meditierens ist die „Erleuchtung“ oder das „Erwachen“. Die Grundlage dazu ist aber einzig und allein die bewusste Kontrolle unserer Aufmerksamkeit. Sie ist der Schlüssel dazu.

Die Erleuchtung ist viel mehr eine Folge der Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit ganz gezielt und beständig zu kontrollieren. Zumindest sagen das die Meister, von denen ich bei weitem keiner bin, aber es klingt schlüssig für mich, daher vertrete ich auch diese Meinung:

In unserem täglichen Leben ist unsere Aufmerksamkeit wie ein kleiner springender Punkt. Er hüpft in Sekundenschnelle von einer Sache zur nächsten. Bald sitzt er auf den hübschen Schuhen im Schaufenster, dann auf dem Straßenmusiker und kurz darauf auf dem Gedanken an dein Mittagessen. Er ist ständig in Bewegung und schwirrt mit unglaublicher Geschwindigkeit umher. Deshalb ist unser Leben meist unbewusst.

Wir lassen uns von allem leben was uns beschäftigt, denn unsere Aufmerksamkeit bestimmt unser Leben.

  • Sind wir aufmerksam auf Sorgen und Zweifel, geht es uns schlecht.
  • Sind wir aufmerksam auf Liebe und Freundschaft, geht es uns gut.

Unsere Aufmerksamkeit ist der Kanal, durch den wir die Welt erfahren. Durch sie bilden wir Meinungen und Einstellungen, die unsere Welt bestimmen.

Wenn es dir gelingt deine Aufmerksamkeit voll und ganz zu kontrollieren, wirst du nicht mehr auf die ganzen Fallen und Trugbilder im Leben hereineinfallen, sondern hinter die Fassade blicken können. Dieser Zustand wird oft als Zustand tiefster Entspannung und gleichzeitig hellwachen Gewahrseins beschrieben oder einfach als „Meditation“. Der „springende Punkt“ wird nicht mehr rasend schnell umher hüpfen, sondern ruhig an dem Ort verweilen, wo du ihn haben willst. Und damit kannst du dann etwas entdecken und wachsen lassen was viel wichtiger ist als all die Ablenkungen: Dein wahres Selbst.

„Ein Kind braucht die Muttermilch, aber noch viel mehr braucht es die Aufmerksamkeit der Mutter. Wenn die Mutter ihm nur körperliche Nahrung gibt, aber sich sonst nicht um es kümmert, wenn sich das Kind vernachlässigt, ignoriert fühlt, hört es auf zu wachsen. Es verliert das Vertrauen in sich, es verliert seine Zuversicht, es verliert den Lebenssinn an sich. Es fängt an sich überflüssig zu fühlen.

Aufmerksamkeit gibt die Bestätigung, einen Platz in der Welt zu haben
Gebraucht zu werden ist das größte Bedürfnis. Ohne dieses Gefühl, ohne diese wohltuende Bestätigung kann das Kind nicht wachsen.

Dasselbe geschieht in der inneren Welt: Wenn wir eine Wüste bleiben, sind wir selber Schuld daran. Wir haben nicht dafür gesorgt, wir haben uns niemals darum gekümmert … und das Aller­wichtigste ist die Aufmerksamkeit: Schenke deiner eigenen Mitte mehr Aufmerksamkeit.“

(Osho)

Meditieren ist also letztlich das Schulen deiner Aufmerksamkeit, um sie später in dich selbst richten zu können und hinter das Ego, den Verstand und den Körper blicken zu können. Deshalb beginnt man auch oft mit dem Atem als Meditationsobjekt.

Der Atem ist dir Brücke, denn er kann bewusst von deinem Verstand kontrolliert werden (deshalb können wir unsere Aufmerksamkeit gut darauf lenken), aber auch auch „sich selbst“ (deinem Selbst) überlassen werden.

Es gibt verschiedene Techniken und Objekte, auf die die Aufmerksamkeit gelenkt werden kann. Darauf möchte ich im Artikel über die verschiedenen Meditationsformen (hier folgt ein Link, sobald der Beitrag fertig ist) näher eingehen.

Prinzipiell gibt es aber eine ganz einfache Formel, die hinter all diesen Techniken steht. Die zeige ich dir in dieser Anleitung:

Wie geht Meditieren? (3 einfache Schritte) Mit ihrer Hilfe können wir in den Zustand der „Meditation“ gelangen:

 

Meditation (der Zustand)

Bei der Beschreibung dieses Zustandes kommt man nicht drumherum, mehrere verschiedene Versuche zu unternehmen.

Es könnten Tausende oder Millionen sein und am Ende hätte man doch nur einen Bruchteil von dem beschrieben, was Meditation wirklich ist. Damit du aber heute noch mit dem Lesen dieses Beitrages fertig wirst, gebe ich dir hier mal eine umfassende und grobe Beschreibung, deren verschiedene Aspekte ich gleich danach vertiefen will:

Meditation ist das Verlassen dessen, was dich an Raum und Zeit bindet (Körper und Geist) und das Entdecken dessen, was dahinter liegt:

Erleuchtung, das Nichts, dein wahres Selbst, die Quelle, der Kosmos, Gott, das Dao, das Paradies, Unendlichkeit, Unsterblichkeit, reines Bewusstsein, Nirvana, Eins mit Allem sein, im Hier und Jetzt sein, wache Präsenz, Glückseligkeit, vollkommene Freiheit, deine wahre Natur oder wie auch immer du es nennen magst.

  • Erleuchtung:

    Erleuchtung oder Erwachen bedeutet nicht, dass du plötzlich alles weißt. Eigentlich ist es das Gegenteil, denn du erkennst, dass du nichts weißt und, dass es in Wahrheit auch nichts zu wissen gibt. Erleuchtung ist einfach ein Versuch alles nun folgende zusammenzufassen:

  • Vollkommene Freiheit:

    Du begibst dich jenseits von Körper und Geist und wirst somit unabhängig von ihnen. Weder körperliche Empfindungen, noch geistige Phänomene wie Gedanken können dir vorschreiben, was du zu tun hast, wie du dich fühlen sollst oder wie du leben sollst.

  • Eins sein mit Allem:

    Meditation ist die Aufhebung jeglicher Dualität.

    In unserem Leben dreht sich alles um Dualität. Das bedeutet, dass alles polar ist, gegensätzlich und unvereinbar (zumindest im weltlichen Dasein). Unser Leben besteht sogar nur wegen Polen wie Raum und Zeit, Körper und Geist, Vergangenheit und Zukunft, Ich und die Welt oder Leben und Tod. In meinem kostenlosen eBook habe ich das noch genauer ausgeführt (Kapitel 7).

    Dualität setzt Grenzen. Alle diese Grenzen verschwinden in der Meditation. Es gibt weder Objekt noch Subjekt der Meditation, kein Innen und kein Außen mehr. Innen ist Außen und Außen ist Innen. Es ist eine Bewusstheit ohne Dualität. Dies ist es, was oft als „Einssein“ oder „Eins mit Allem sein“ bezeichnet wird.

  • Im Hier und Jetzt sein:

    Es geht darum, den winzigen Punkt zwischen Vergangenheit (Erinnerungen) und Zukunft (Angst, Hoffnung) zu finden und in ihm aufzublühen. Völlig hier und jetzt zu sein und unabhängig von der Zeit zu werden und damit ewig und unendlich.

  • Glückseligkeit:

    Meditation ist der Moment, in dem du verstehst, dass es im Leben nichts zu erreichen gibt. Alles Glück der Welt liegt in diesem Moment, an genau diesem Ort. Nichts muss verbessert werden, nichts begehrt und nichts vermieden.

  • Reines Bewusstsein:

    Meditation ist das Eintauchen und Aufgehen in Bewusstsein.

    Ein Zustand frei von Schmerzen, denn die hängen vom Körper ab, an dem du nicht mehr hängst. Frei von Leid, denn dieses hängt von deinem Geist ab, an dem du ebenfalls nicht mehr hängst.

    Dieser Zustand wird auch als Nirvana beschrieben (dem Gegenteil des weltlichen Wandelns „Samsara“). Du bist nicht mehr Körper und Geist, sondern einfach bewusst.

  • Deine wahre Natur:

    Meditation ist das Verschwinden des Widerstandes, den wir gegen unser natürliches Sein entwickelt haben.

    Einfach zu sein liegt in der Natur jedes Lebewesens. Im Mutterleib sind wir es, als Kinder verlernen wir es, weil wir es mit anderen „Richtlinien des Seins“ überschreiben. Tiere sind es auch. Deswegen gibt es bei ihnen auch keine Sorgen und kein Leid. Das ist das Resultat davon, dass wir Menschen unsere wahre Natur vergessen haben.

  • Entspannte Wachsamkeit:

    Wachsamkeit alleine ist in der Regel sehr anstrengend und gar nicht entspannt. Versuch mal 12 Stunden am Stück wachsam zu sein. Entspannung ist normalerweise das Gegenteil: Keine Anstrengung, Wohlfühlen und Relaxen.

    Eines der beiden dominiert in den meisten Fällen in uns. Entweder sind wir überwiegend wachsam, weil wir am Wettbewerb der Gesellschaft teilnehmen und erfolgreich sein wollen oder wir sind überwiegend entspannt, das heißt passiv, weil wir an diesem Wettbewerb nicht teilnehmen wollen.

    Beide Varianten sind suboptimal, denn ersteres führt zu Stress und Neurosen, zweiteres zu Lethargie und Abgestumpftheit. Beides macht auf die eine oder die andere Art unglücklich.

    Es gibt allerdings einen dritten Zustand, der die positiven Aspekte beider Versionen vereint: Die entspannte Wachsamkeit (oder auch „wache Präsenz“). In diesem Zustand bist du total entspannt, geistig und körperlich, und dennoch vollkommen wachsam. Wie eine Katze auf dem Fensterbrett. Das ist unser natürlicher Zustand, den es nur wieder zu entdecken gilt.

  • Dein wahres Selbst:

    Meditation ist das Verlassen des Egos und das Entdecken und Ruhen im wahren Selbst.

    Dein Ego ist wie eine Zwiebel aufgebaut: eine Schicht nach der anderen. In der Meditation durchdringst du nach und nach die verschiedenen Schichten und kommst dir selbst immer näher. Je näher du kommst, desto erfüllter wird dein Leben.

    Es ist eine Art Zwiebel-Schälen. Am Ende ist nichts mehr übrig. Das Ego besteht wie eine Zwiebel einfach nur aus Schichten und wenn die letzte geschält ist, bleibt nichts übrig. Dieses Nichts ist zugleich alles andere und damit auch dein Selbst.

    Ich habe dieses Ego-Selbst-Verhältnis und den Weg zur seiner Erkenntnis hier schon öfter beschrieben. Unter anderem findest du im Beitrag über Meditation und Selbstbewusstsein eine sehr anschauliche Beschreibung.

  • Gott, die Quelle, das Dao, Alles…:

    In der Meditation begegnest du deinem Ursprung. Nicht in personifizierter Form.

    Dein Ursprung ist keine Person. Eine Person ist immer begrenzt. Die Quelle ist unbegrenzt. Sie ist alles oben beschriebene und noch viel mehr. Der Kosmos, alles was existiert und was dahinter liegt. Sie ist das Meer, in dem du ein Tropfen bist. Du der Tropfen bist aber zugleich auch das Meer, deshalb entdeckst du, dass du selbst Gott bist.

    Das ist eine gefährliche Formulierung, denn sie bietet dem Ego wieder einen Nährboden. Wenn das Ego denkt es wäre Gott ist es unmöglich Gott zu finden, weil du es nicht überwinden kannst. Deshalb wurde im Buddhismus ursprünglich auch genau entgegengesetzt formuliert:

  • Das Nichts:

    Im Nichts liegt nicht die Gefahr der Identifikation mit irgendetwas, was es leichter zu erreichen macht. Gleichzeitig klingt es aber auch weniger attraktiv oder sogar abstoßend, denn wer will schon sich selbst aufgeben und im nichts untergehen? Da hört sich „Gott sein“ doch schon gleich viel erstrebenswerter an.

    Aber es soll ja auch nicht erstrebt werden, weil es nicht erstrebt werden kann. Wer Gott werden will erreicht nichts. Wer „nichts“ werden will, dem wird alles gegeben.

    Es ist wichtig beide Versionen zu kennen. Solange wir uns noch in der Dualität befinden kann der Zustand der Meditation einfach nicht singulär beschrieben werden.

  • Unsterblichkeit:

    Wahre Unsterblichkeit hat nichts mit Unsterblichkeit von Körper und Geist zu tun. Diese sind und bleiben sterblich.

    Unsterblichkeit bedeutet, das zu finden was hinter Körper und Geist liegt. zu erkennen, dass es dort schon immer lag und immer liegen wird. Es ist nur eine Schlussfolgerung der vorangegangenen Punkte.

    Im Daoismus spricht man davon, dass Erleuchtete unsichtbar werden. Damit ist die Überwindung der Dualität gemeint. Wer nicht mehr an die duale Welt gebunden ist, existiert jenseits davon und ewig, denn auch Raum und Zeit gibt es für ihn nicht mehr.

Das gilt es wahrhaft in der Meditation zu entdecken.

Wenn du nun das Gefühl hast, dass dich all das an die Grenzen deines Verstandes und deiner Vorstellungskraft bringt, dann hast du einen Schimmer davon bekommen was Meditation wirklich ist.

 

Wie du den Zustand der Meditation erreichen kannst

Dieser Zustand kann aber nicht bewusst herbeigeführt werden.

Wer versucht ihn zu forcieren ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Etwas vom Verstand bezwecktes wird einen niemals hinter den Verstand bringen können. Es ist aber auch gar nicht nötig ihn bewusst herbeiführen zu wollen und damit einen unnötigen Konflikt auszulösen, denn unser Geist hat einen natürlichen Hang zur Meditation, wenn wir ihm die Gelegenheit und passende Objekte bieten. Es ist sein natürlicher Zustand.

Das Meditieren ist genau so eine Gelegenheit. Es gibt aber noch andere:

  • Für Menschen, die sehr körperorientiert sind gibt es Wege, durch körperliche Techniken in die Meditation oder zu Gott und sich selbst zu gelangen. Der Tanz ist beispielsweise so ein Weg.
  • Menschen, die eher herzorientiert (emotional, intuitiv), können vielleicht besser mit Gebeten in diesen Zustand gelangen.
  • Intellektorientierten Menschen bietet oft das Meditieren, wie es oben beschrieben wurde, eine gute Möglichkeit.

Durch die verschiedenen Wege und Schwerpunkte haben sich auch kulturell und religiös verschiedene Wander-Gruppen entwickelt. Da wären beispielsweise die Yogis, die hauptsächlich dem Weg des Denkens folgen, Mönche, die überwiegend dem Weg des Herzens folgen oder Fakire, die dem Weg des Körpers folgen.

Du musst nun aber nicht ins Kloster ziehen oder dich auf ein Nagelbrett legen, wenn du deinem Weg folgen willst. Die genannten Beispiele sind nämlich eher Extreme und weniger die Regel, wenn es um Meditation und Erleuchtung geht. Erleuchtung ist seit jeher eher im Alltag zu finden, als im Kloster. Warum? Weil die Grundlage fehlt. Wer sich aus der Welt zurückzieht und nicht an ihr teilnimmt, der kann auch nicht über sie hinweg gelangen. Wie ich oben schon angedeutet habe: Wie kann man eine Treppe besteigen, wenn man sich weigert die Stufen zu betreten?

Natürlich geht es am Ende darum, die Welt hinter sich zu lassen. Aber dafür muss sie zuerst durchschritten und durchlebt werden. Du musst müde sein von der Welt, um dich wirklich von ihr trennen zu können. Wenn du die Welt außen vor lässt und dich im Kloster oder einer Höhle im Himalaya niederlässt, wirst du immer an der Welt haften bleiben. Du hast sie nicht durchlebt, du träumst von ihr und sehnst dich nach ihr. Auch hier kannst du wieder die Dualität des Lebens erkennen: Ohne das weltliche kann es das göttliche nicht geben und umgekehrt. Und ohne die Welt kannst du Gott nicht finden!

Deshalb finden und fanden die meisten Erleuchteten ihre Erleuchtung auch im wahren Leben und meist ganz unverhofft, wie zum Beispiel Buddha:

„Gautama Buddha wurde nicht zu einem Buddha, weil er seinen eigenen Namen rezitierte. Er folgte dem absoluten Weg. Er wählte eine ungewöhnliche Situation, denn er hatte keinen Meister. Er stolperte und irrte sechs Jahre herum, von Tür zu Tür, von Meister zu Meister, doch nichts befriedigte seine Sehnsucht.

Die Meister sprachen über großartige Dinge, aber er konnte nicht sehen, dass wirklich etwas mit ihnen passiert war. Sie waren wie die Papageien, die Weisheiten nur wiederholten. Sie waren gute Schüler, doch keine erfahrenen, weisen Menschen.

Nach sechs Jahren dauernder, anstrengender Suche, setzte er sich in einer Vollmondnacht unter einen Baum in der Nähe von Bodhgaya (kleine Stadt in Indien). Die Suche hatte ihn total erschöpft. Der Weg zu seiner Erleuchtung wurde von den Schülern komplett missverstanden. Sie erkannten nicht, dass er einfach so müde vom Suchen war, er die Nase voll hatte und dachte: „Ich habe mich aus der Welt zurückgezogen, jetzt lasse ich auch noch die Suche zurück. Ich bin so müde. Ich will überhaupt nichts mehr machen.“

Erschöpft sitzt Buddha unter einem Baum – und wird erleuchtet.

In dieser Nacht schlief er das erste Mal in sechs Jahren ohne Anspannung, ohne Sorgen und völlig friedlich. Irgendwann öffnete er seine Augen und der letzte Morgenstern war gerade am Himmel verschwunden. Er sah den Stern verschwinden – er wollte nichts mehr, er suchte nichts mehr, nicht einmal mehr Wahrheit, keine Erleuchtung … und plötzlich wurde er zu einem Spiegel.

In dem Spiegel, in dem der Stern im Himmel verschwand, in diesem Spiegel verschwand alles andere mit. Er wurde erleuchtet, nicht weil er danach suchte, er wurde in dem Moment erleuchtet, als er alles Suchen losließ. Jede Suche, jede Sehnsucht gehört dem Denken an, und das ist das einzige Hindernis.

Was ist also der letztendliche Weg, der GROßE WEG? Sich von dem Denken und dem Körper zu lösen. Diese beiden sind deine Gefängnisse. Wenn du mehr Abstand gewonnen hast – mehr und mehr, weiter und weiter – siehst du plötzlich, dass du aus reinem Bewusstsein bestehst.

Dein Bewusstsein war in einer bestimmten Form des Körpers und des Denkens festgehalten. Du bist darin seit Jahrhunderten gefangen. Du brauchst nur einen kleinen Augenblick jenseits davon zu gehen und das Herz wird in einer neuen Freude klopfen. Ein Tanz wird in dir aufsteigen. Das Leben wird zu einer Feier, einem Festival, das sich in jedem Moment erneuert. Jetzt bist du nicht mehr länger ein Gefangener oder Sklave. Du bist die Freiheit selbst.“

(Osho)

Dies ist also der große Weg, der alle anderen Wege beinhaltet und zugleich doch völlig anders ist.

Es ist der Weg der Bewusstheit und diesen Weg lege ich dir auch ans Herz. Deshalb erzähle ich dir hier auf vernuenftig-leben.de auch ständig, dass ein bewusstes Leben die Grundlage ist. Lebe dein Leben und den Alltag. Zieh dich nicht davon zurück, aber lebe bewusst und such dir irgendeine passende Technik aus, die dich noch bewusster werden lässt.

 

Wie andere Meditation beschreiben

Das war mein ganz persönlicher Blickwinkel auf die Meditation.

Wie ich eingangs schon erwähnte, ist es unmöglich das, was Meditation wirklich ist, in Worten zu beschreiben. Egal wie viele es auch sein mögen. Um es dir aber trotzdem noch ein wenig begreiflicher zu machen, erweitern wir den Blick noch ein wenig. Bei der Meditation ist es nämlich wie mit einem großen Gebäude:

Jeder, der sie dir beschreibt, hat einen eigenen Standpunkt und einen persönlichen und einzigartigen Blickwinkel darauf. Deshalb schauen wir uns noch ein paar andere Blickwinkel an, um zumindest die Außenansicht etwas zu vervollständigen.

(Das ist übrigens auch der Grund, warum ich hier auf vernuenftig-leben.de generell gerne Zitate verwende)

Um es letztlich aber wirklich erfahren zu können, musst du selbst in dieses Gebäude hineingehen.

 

Buddhisten

„Meditation führt dir selbst deine wahre Präsenz in jedem Moment vor Augen.“

(Thich Nhat Hanh)

„Meditation ist ein Microkosmos, ein Model, ein Spiegel. Die Fähigkeiten, die wir üben wenn wir sitzen sind auf den Rest unseres Lebens transferierbar.“

(Sharon Salzberg)

„Das wahre Ausüben der Meditation ist so zu sitzen als tränkest du Wasser, wenn du durstig bist.“

(Shunryu Suzuki)

 

Schriftsteller und Künstler

„Wenn du Gott finden willst, halte dich in dem Raum zwischen deinen Gedanken auf.“

(Alan Cohen)

„Es fühlt sich gut an. Etwa so wie wenn du deinen Computer herunterfahren musst, wenn es manchmal verrückt wird. Du fährst ihn nur herunter und das nächste Mal wenn du ihn wieder einschaltest ist alles wieder OK. Das ist Meditation für mich.“

(Ellen DeGeneres)

„Es ist als hättest du ein Ladegerät für deinen gesamten Körper und Geist. Das ist Meditation!“

(Jerry Seinfeld)

 

Spirituelle Lehrer

„Leben ist ein Mysterium – Ein Mysterium von Schönheit, Glückseligkeit und Göttlichkeit. Meditation ist die Kunst dieses Mysterium zu entfalten.“

(Amit Ray)

„Meditation ist die Entdeckung, dass das wahre Leben immer erreicht ist, im jetzigen Moment.“

(Alan Watts)

„Wenn du dem Impuls widerstehen kannst, jeden einzelnen Gedanken als deinen eigenen zu beanspruchen, dann wirst du zu folgendem Schluss kommen: Du wirst entdecken, dass du Bewusstsein bist in dem die Gedanken erscheinen und verschwinden.“

(Annamalai Swami)

 

Andere

„Gebet ist wenn du zu Gott sprichst, Meditation ist wenn du Gott zuhörst.“

(Diana Robinson)

„Meditation ist für den Geist was Training für den Körper ist – es wärmt und belebt.“

(John Thornton)

„Jede Aktion, die mit Bewusstheit durchgeführt wird, ist Meditation. Meditation heißt sich seiner Handlungen, Gedanken, Empfindungen und Emotionen völlig bewusst zu sein. Ein anderes Wort für Meditation ist passive Bewusstheit.“

(Unbekannt)

 

Fazit

„Dein Geist ist dein Instrument. Lerne sein Meister zu sein und nicht sein Sklave.“

(Remez Sasson)

Hinter uns liegen nun über 5000 Wörter, in denen ich dir versucht habe das wahre Wesen der Meditation näher zu bringen.

Wir haben die häufigsten Irrtümer im Bezug auf Meditation klargestellt und uns ganz genau angeschaut, was mit Meditation wirklich gemeint ist, nämlich:

  1. Die Technik mit deren Hilfe du deine Aufmerksamkeit lenken und den Zustand der Meditation erreichen kannst (Meditieren)
  2. Der Zustand völliger Bewusstsheit in dem du Körper und Geist hinter dir lässt (Meditation)

Ich könnte nochmal 5000 Wörter dranhängen, aber auch dann könnten wir den Grund des Ozeans der sich Meditation nennt noch nicht sehen. Ein buddhistisches Sprichwort sagt dazu:

„Flüsse, die ins Meer fließen, verlieren ihren Namen.“

Das drückt in ganz wunderbarer Kürze aus, was ich versucht habe hier in viele Worte zu fassen: Du musst am Ende selbst zum Fluss werde und ins Meer fließen.

Versuch es doch gleich mal. Das wäre auch ein guter Ausgleich für die konzentrierte Lesezeit!

Hat der Beitrag dir geholfen Meditation besser zu verstehen? Welche Blickwinkeln hast du darauf? Schreib mir einfach einen Kommentar am Ende der Seite!

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Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

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14 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Anna

    12. Januar 2016 um 12:28

    Wow, Norman!
    Eine geniale Beschreibung der Meditation! Auch ich kämpfe immer wieder damit, meine Erfahrungen angemessen zu beschreiben. Und auch wenn man es letztendlich nie schafft und man all das nur in der Praxis erfahren kann, finde ich, dass du einen tollen Job mit diesem Artikel geleistet hast. Ich kann eigentlich allem zustimmen! Ich beschreibe Meditation gerne als „Heimkommen“ und „sein inneres Ich sehen“. Das Problem an all den Beschreibungen ist manchmal nur, dass andere – die diesen Zustand noch nie erlebt haben -, mit der Erwartung herangehen, dass das gleich eintritt, wenn man sich aufs Kissen setzt. Du sprichst ja auch von dem Paradoxon, dass es genau dann ausbleibt. Wenn man mit dem Meditieren beginnt, heißt es daher: Geduldig sein, atmen, die Stille genießen. Das hat mir geholfen, nicht zu hohe Anforderungen an mich selbst zu stellen. 😉
    Ganz liebe Grüße
    Anna

    Antworten
    • Norman Brenner

      13. Januar 2016 um 14:10

      Hey Anna,

      danke! Ist wirklich schön, das zu hören, gerade, weil du auch diese Problematik mit dem Beschreiben zu kennen scheinst =)

      Ja, es ist wirklich schwer für „Neulinge“. Irgendwie muss man ein Ziel mit Meditation verfolgen, damit man damit anfängt. Man muss sich dafür interessieren und dran bleiben. Dann muss man das Ziel aber wieder loslassen, wenn man die Meditation kennengelernt hat, damit man das eigentliche Ziel erreichen kann (das man nicht erreichen wollen soll). Ohje, es wird nur komplizierter ^^ Du weißt ja was ich meine =)

      Welche Meditationstechnik bevorzugst du denn persönlich?

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  2. Simon

    12. Januar 2016 um 13:29

    Ein echt super Artikel, genau wie auch schon die anderen. Freue mich auch schon auf den nächsten.
    Ich persönlich kann die Meditation aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten und bin wirklich versucht es mal auszuprobieren. Bis jetzt stand ich dem ganzen Thema doch eher skeptisch gegenüber. Mal schauen was die Zukunft bringt. 🙂
    Grüße Simon

    Antworten
    • Norman Brenner

      13. Januar 2016 um 14:12

      Hey Simon,

      vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob =)

      Super, dass ich dich mit dem Artikel „anfixen“ konnte 😉

      Ich plane demnächst eine Kurzanleitung für Einsteiger, die ist bestimmt genau das richtige für dich. Aber warte nicht darauf. Wenn dir danach ist, setz dich am besten einfach mal hin und probiere es aus =)

      Liebe Grüße

      Norman

      P.S.: Schau lieber, was die Gegenwart bringt ;-P

      Antworten
  3. Janine

    12. Januar 2016 um 16:01

    Hi Norman! 🙂
    Oh nein, deine 5000 Wörter bringen mich gar nicht an die Grenzen meines Verstandes und meiner Vorstellungskraft – ich verstehe das absolut! Das habe ich alles schon irgendwie (in mir drin) gewusst – und du hast es perfekt in Worte gefasst! Ich bin ja ein großer, großer, GROßER Osho-Fan, seitdem ich mein erstes Buch von ihm gelesen habe: „BewusstSein“. Und das Buch hat mich so umgehauen und mir so viel enthüllt, was ich auf eine Weise eh schon immer in mir gehabt habe, aber einfach nicht benennen/aussprechen konnte … Ich würde es dir wirklich ans Herz legen. Für spirituell Interessiere ist dieses Buch der Hammer.

    Wenn ich Freunden oder meiner Familie von 24-Stunden-Meditation erzählen würde, dann würden sie mich schief ansehen und wahrscheinlich zu bedenken geben, dass ich mich damit total isoliere und abschotte. Dass genau das Gegenteil der Fall ist, können sie nicht verstehen. Auch wenn ich zum Beispiel davon spreche, dass Trennung eine Illusion ist, schaune sie mich ganz ungläubig an. 😀 Schwierig, schwierig, ich sags dir. Gleichgesinnte Menschen, die das alles verstehen, habe ich im realen Leben bisher erst zwei kennengelernt.

    Ich habe festgestellt, dass ich eher eine körperorientierte Person bin, also meditiere ich am besten bei Bewegung, beim Tanzen. Da fällt es mir ganz leicht, in diesen meditativen Zustand zu kommen. Und dann lache und tanze ich durchs Zimmer. Das muss für Außenstehende wahnsinnig komisch wirken, aber für mich ist es in dem Moment eine unglaublich befreiende, entspannende Erfahrung, die ich am liebsten gar nicht beenden würde. Ich haben eben genau das Gefühl, das du bei Punkt 10 beschreibst: „Mit Meditation kannst du ausschließlich das ans Licht bringen, was schon immer in dir ist. Dabei kann es durchaus sein, dass du etwas entdeckst, was dir neu und wunderbar erscheint. Aber es war schon immer da. Du hast nur das Fenster geputzt hinter dem es lag.“

    Herzliche Grüße ♥,
    Janine

    Antworten
    • Norman Brenner

      13. Januar 2016 um 14:19

      Hey Janine,

      vielen Dank für deinen bereichernden Kommentar!

      Super, dass du mit all dem was anfangen kannst. Wenn du Osho kennst, konntest du bestimmt einige Verknüpfungen ziehen. Ich habe vor kurzem auch einige seiner „Werke“ entdeckt und seither schon einige AHA-Momente erlebt.

      Ja, es ist schwer mit anderen über seine Erkenntnisse zu sprechen. Meist haben die Leute unbewusst Angst vor allem was sie nicht kennen und lehnen es aus Prinzip ab oder sie können sich einfach nicht vorstellen, dass es noch mehr im leben geben soll als Arbeiten um das Haus abzubezahlen.

      Super, dass du schon deinen eigenen „Meditationsweg“ gefunden hast. Da du eher körperorientiert bist und von Osho sprichst, kennst du mit Sicherheit seine dynamischen Meditationen?

      LG Norman

      Antworten
  4. Ramona

    10. März 2016 um 18:49

    Danke Norman, wieder einmal =)

    Ich muss ja sagen, dass ich all diesen Artikeln zum Thema Meditation sehr kritisch gegenüberstand, auch wenn ich dabei genau wusste, dass ich deine Artikel immer sehr schätze und sie aus diesem Grund regelmäßig verfolge. Du findest Worte für das, was in mir „brodelt“ und für das ich häufig keine Wort finden kann.
    „Meditation“ ist mir bisher nur bei Menschen begegnet, bei denen ich das sehr skurril, nicht „echt“ fand, daher meine anfängliche Skepsis. Auf diesen Artikel bin ich heute über die Stichwortsuche gelangt, das war also purer Zufall oder hat vielmehr perfekt gepasst. Was ich bisher als „Meditation“ kennen lernte, hat mit dem was du beschreibst, gar nichts zu tun, es kommt mit im Nachhinein eher vor wie ein „Lifestyle“ denn eine Überzeugung.
    Aber nun gut, warum ich das hier überhaupt schreibe: Ich habe dieses Gefühl des „All-eins-Seins“ oft, wenn ich in der Natur bin. Das Gefühl, dass das ganze Leben in einem einzigen Sonnenstrahl oder dem Leuchten der Sterne steckt. Oft entlädt sich dann in einer einfachen Klarheit das, was sich an (un- und)bewussten Gedanken in Nächten bei guter Musik angestaut hat.
    Es ist gerade dieses Wechselspiel, das für mich die, wie ich sie nenne, „Seelenebene“ ausmacht. Diese Phasen, in denen ich Fragen auf Antworten suche, die durch Streben und Suchen geprägt sind, und auf der anderen Seite jene Momente, in denen sich all das scheinbar auflöst.
    Es ist so schwierig, Menschen zu finden, die das verstehen. Wirklich verstehen.
    Man kann dieses Verständnis nur fühlen, und ob man es nun „Meditation“, „Gott“ oder „Seelenebene“ nennt, in Grunde ist es die Verbindung zum Leben, zur Welt die sich dadurch ausdrückt. Dann sind plötzlich keine Worte mehr nötig.
    Ich danke dir trotzdem für die 5000 Worte. Wir Menschen brauchen sie ja schon, um eine Idee davon zu bekommen, wo diese „Seelenmenschen“ sein könnten…

    Liebe Grüße, Ramona =)

    PS: Auch ich muss feststellen, dass diese Worte nur unzureichend das sagen, was sie widerspiegeln sollen. Ich sende sie jetzt trotzdem ab 😉

    Antworten
    • Norman Brenner

      14. März 2016 um 19:38

      Hey Ramona,

      danke für deinen persönlichen Beitrag! =D

      Etwas kritisch oder skeptisch zu betrachten finde ich sowieso immer gut, denn gerade bei diesem Thema gibt es auch viele Gurus und Scharlatane, denen man auf den Leim gehen kann. Umso schöner ist es allerdings, dass du dennoch den Weg zu diesem Artikel gefunden und ihn sogar komplett gelesen hast! Danke =)

      Was du beschreibst, hört sich dehr danach an, als hättest du einen guten Zugang zu dir selbst gefunden! Ich schreibe ja auch, dass das Meditieren nur einer von vielen Wegen ist. Gerade die Natur bietet so unfassbar viele Gelegenheiten und Möglichkeiten dazu =)

      Das hast du ganz wunderbar beschrieben mit den verschiedenen Begriffen für dieses eine Alles =) Ich habe gerade kürzlich wieder einen super Vergleich gehört oder gelsen, der deutlich macht, warum das so unbeschreiblich und unbegreiflich für uns Menschen ist:

      Wenn Flüssen ins Meer fließen, verlieren sie ihren Namen =)

      Ich liebe diese Fluss/Meer-Metaphern =D

      Ich danke dir sehr für deine Worte undwürde mich auch sehr freuen noch mehr davon zu lesen =) Gerade bei solchen Themen merke ich, dass sich oft nur wenige trauen, etwa dazu zu schreiben, obwohl doch wirklich jeder etwas dazu sagen kann =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Ramona

        14. März 2016 um 21:12

        Schönen Guten Abend =)

        Das ist eine schöne Metapher, die gefällt mir =)
        Das mit dem Zugang zu sich selbst ist so eine Sache – ich würde mal vermuten, dass es hier vielen Menschen ähnlich geht, aber das ist mal so, mal so, je nach Situation. Ich beobachte häufig, dass Menschen eher im „Außen“ leben (mich eingeschlossen) und sich damit selbst nicht wirklich guttun. Vielleicht weil sie denken, so-und-so handeln zu müssen, oder so-und-so sein zu müssen, um von anderen akzeptiert zu werden. Das entfremdet letztendlich, und man weiß plötzlich selbst nicht mehr, wo man im Leben steht – oder wohin man eigentlich möchte.
        Eine gute Freundin hat einmal gesagt: Man sollte lernen, die eigene Begrenztheit zu akzeptieren. Das ist manchmal nicht so leicht und – um den Bogen zu schlagen – hat auch etwas mit dem Zugang zu sich selbst zu tun. Wo Licht ist, ist auch Schatten: Man wird so auch mit den eigenen „Baustellen“ konfrontiert, mit denen man sich dann – und das ist immer eine Entscheidung – auseinandersetzen kann oder auch nicht. Was ich aber in dem Zusammenhang beobachtet habe ist, dass sich dieses Bewusstsein dafür auch darauf auswirkt, wie man selbst andere Menschen wahrnimmt. Ich glaube man wird verständnisvoller, ja vielleicht auch nachsichtiger gegenüber Anderen. Auch wenn es vielleicht nicht so viele Menschen gibt, die sich mit solchen Lebensfragen (insbesondere wenn sie philosophisch werden, ist das Verständnis (im Sinne von Akzeptanz ;-)) schnell am Ende) aktiv beschäftigen, so habe ich doch den Eindruck, dass es vielen Menschen bewusst oder unbewusst um ähnliche Fragen geht, ohne dass das immer bewusst geschehen muss.
        Es ist somit nicht nur der Zugang zu sich selbst, sondern auch der Zugang zu anderen, die sich gegenseitig bedingen, und das ist mal einfacher, mal schwerer.

        Wo wir schon bei den Fluss-Metaphern sind, fällt mir gerade etwas ein: Wie viel ein Fluss bewegt, hängt auch von seiner eigenen Kraft ab.*
        Ich glaube, in dieser Hinsicht sind sich Menschen und Flüsse gar nicht so unähnlich.

        Beste Grüße und herzlichen Dank für die Inspiration!

        Ramona

        ————
        * Geograph*innen unter uns mögen mir diese Umschreibung verzeihen 😉

      • Norman Brenner

        9. Juni 2016 um 9:32

        Hey Ramona,

        das mit dem Zugang zu sich selbst und zu anderen kann ich nur bestätigen. Man kann sich irgendwie besser in andere hineinversetzten, auch wenn man selbst anders handeln würde, aber es ist irgendwie leichter… schwer zu erklären ^^ Auf jeden Fall denke ich auch, dass Selbsterkenntnis letzen Endes der Schlüssel ist =)

        Liebe Grüße

        Norman

  5. Ben

    2. Juni 2016 um 1:03

    Wow, jetzt habe ich nach so vielen Jahren Suche endlich mal das Gefühl zu ahnen, was Meditation ist.
    Danke.

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Juni 2016 um 9:28

      Hey Ben,

      danke für deine Rückmeldung =D

      Super, zu hören, dass dir der Beitrag weitergeholfen hat!

      Liebe Grüße und viel Freude am Mediteren

      Norman

      Antworten
  6. Markus

    20. April 2017 um 9:56

    Hi,
    wow hammer Artikel!
    Ich glaube viele Leute haben „Angst“ von der Meditation, weil sie eine falsche Vorstellung davon haben.
    Man muss nicht im Lotussitz meditieren, man muss nicht esoterisch veranlagt sein und „ohm“ sagen. Viele haben aber genau diese Vorstellung.

    Ich finde es jedenfalls erstaunlich was Meditation alles bewirken kann. Ich meditiere schon einige Jahre, entdecke immer noch Neues und mein ganzes Leben profitiert stark davon.

    Gruß,
    Markus

    Antworten
    • Norman Brenner

      22. April 2017 um 8:24

      Hey Markus,

      ja, ich glaube auch, dass viele diese falsche Vorstellung über das Meditieren haben.

      Viel wichtiger als die Vorstellung darüber, wie Meditieren eigentlich funktioniert, finde ich aber die Vorstellung darüber, wofür sie eigentlich gut ist. Die meisten denken nämlich meiner Erfahrung nach, dass es etwas religiöses ist oder nur was für Mönche.

      Liebe Grüße

      Norman

      PS: Eine tolle Seite hast du übrigens! Gefällt mir =)

      Antworten
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