Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt

Liebe loslassen

„Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.“

(Konfuzius)

Die Liebe und das Loslassen

Zwei scheinbar unvereinbare Dinge.

Wie kann man loslassen was man liebt? Das widerspricht sich doch, oder?

Nein. In Wahrheit sind die beiden enger miteinander verbunden als Bonnie und Clyde. Sie sind sogar richtig abhängig voneinander!

Das Loslassen ist nämlich eine zwingende Voraussetzung für wahre Liebe und bedingungslose Liebe ist eine notwendige Voraussetzung für wahres Loslassen.

Das bedeutet: Wenn du nicht loslassen kannst, hast du keine Chance auf wahre Liebe!

Schlimmer noch… wenn du nicht endlich lernst loszulassen, riskierst du damit sogar, dass sich geliebte Menschen von dir abwenden!

Warum ist das so?

 

Die Liebe Loslassen – Eine kurze Geschichte

Diese wunderbare Kurzgeschichte bringt das Problem sehr anschaulich auf den Punkt:

Es war einmal ein Vogel. Er besaß ein Paar vollkommener Flügel und glänzende, bunte, wunderbare Federn und war dazu geschaffen, frei am Himmel zu fliegen, denen zur Freude, die ihn sahen.

Eines Tages sah eine Frau diesen Vogel und verliebte sich in ihn. Sie schaute mit vor Staunen offenem Mund seinem Flug zu, ihr Herz schlug schneller, ihre Augen leuchteten vor Aufregung. Er bat sie, ihn zu begleiten, und beide schwebten in vollkommener Harmonie am Himmel. Und sie bewunderte, verehrte, feierte den Vogel.

Aber dann dachte sie: Vielleicht möchte er ferne Gebirge kennenlernen! Und die Frau bekam Angst. Fürchtete, dass sie so etwas mit einem anderen Vogel nie wieder erleben könnte. Und sie wurde neidisch auf den Vogel, der aus eigener Kraft fliegen konnte.

Und sie fühlte sich allein.

Und dachte: „Ich werde dem Vogel eine Falle stellen. Wenn er zurückkommt, wird er nie wieder wegfliegen können.“

Der Vogel, der auch verliebt war, kam am nächsten Tag zurück, ging in die Falle und wurde in einen Käfig gesteckt.

Die Frau schaute täglich nach dem Vogel. Er war ihre ganze Leidenschaft, und sie zeigte ihn ihren Freundinnen, die meinten: “Hast du ein Glück.” Dennoch vollzog sich eine merkwürdige Veränderung: Seit sie den Vogel besaß und ihn nicht mehr zu erobern brauchte, begann sie das Interesse an ihm zu verlieren. Der Vogel, der nicht mehr fliegen konnte, was den Sinn seines Lebens ausmachte, wurde schwach, glanzlos, häßlich. Die Frau beachtete ihn nicht mehr, fütterte ihn nur noch und reinigte seinen Käfig.

Eines Tages starb der Vogel. Die Frau war tieftraurig und konnte ihn nicht vergessen. Aber sie erinnerte sich dabei nicht an den Käfig, nur an den Tag, an dem sie den Vogel zum ersten Mal gesehen hatte, wie er fröhlich zwischen den Wolken dahinflog.

Hätte sie genauer in sich hineingeschaut, so hätte sie bemerkt, daß das, was sie am Vogel so sehr begeisterte, seine Freiheit war, sein kräftiger Flügelschlag, nicht sein Körper.

Ohne den Vogel verlor auch für die Frau das Leben seinen Sinn, und der Tod klopfte an ihre Tür. – “Wozu bist du gekommen?” fragte sie den Tod. – “Damit du wieder mit dem Vogel zusammen am Himmel fliegen kannst”, gab der Tod zur Antwort. “Wenn du ihn hättest fliegen und immer wiederkommen lassen, hättest du ihn geliebt und noch mehr bewundert; aber nun brauchst du mich, um ihn wiederzusehen.”

(Paulo Coelho: Elf Minuten. Zürich: Diogenes Verlag 2005, S. 228 f.)

Erkennst du dich in der Geschichte wieder?

 

Warum wir festhalten

Warum fängt die Frau in der Geschichte den Vogel und sperrt ihn ein?

Aus Angst.

Angst ist der Ursprung allen Übels. Hier geht es um verschiedene Ängste:

  • Angst vor dem Alleinsein
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst vor der eigenen Unvollkomenheit
  • Angst, ein Stück von sich selbst zu verlieren
  • Angst vor dem Unbekannten
  • Angst vor Kontrollverlust

Durch die Gefangenschaft versucht sie die Ursache dieser Ängste loszuwerden:

  • Wenn der Vogel immer bei mir ist, bin ich nie alleine.
  • Wenn der Vogel in einem Käfig sitzt, kann er mich nicht ablehnen.
  • Wenn der Vogel in meinem Käfig sitzt, vervollkommnet er mich und ich kann ihn zur Schau stellen.

Das ist genau das, was auch wir oft mit den Menschen tun, die wir angeblich lieben. Wir sperren sie ein in einen goldenen Käfig aus Bedingungen und Erwartungen. Da heißt es dann zum Beispiel:

  • „Ich will nicht, dass du jeden Abend so lange mit deinen Jungs unterwegs bist [sonst bin ich alleine].“,
  • „Es gefällt mir nicht, dass du diesen kurzen Rock beim Weggehen mit deinen Mädels anziehst [sonst findet dich noch ein anderer schön und du könntest mich ablehnen].“ oder
  • „Du solltest etwas mehr Sport machen, wenn du willst, dass ich dich noch attraktiv finde [sonst siehst du irgendwann schlimmer aus als ich und kannst mich nicht mehr vervollkommnen].“

All das sind ebenfalls Versuche, die Ursache unserer Ängste zu bekämpfen. Und jetzt die Preisfrage:

Hat das jemals funktioniert?

 

Nein. Noch nie. Bei keinem einzigen Menschen auf der Welt. Es passiert nämlich genau das Gegenteil.

Es ist ganz genauso wie mit dem Vogel in der Geschichte: Was du einsperrst, das verliert an Glanz, Lebendigkeit und an Reiz.

OK, vielleicht führt es im wahren Leben nicht direkt zum Tod des Eingesperrten, aber dennoch zu einem langsamen Sterben. Dem Sterben der Liebe:

 

Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslassen kannst

 

1. Ständige Verfügbarkeit

Menschen wollen das, was sie nicht haben können.

Das ist soweit klar, oder? Aber was ist der Umkehrschluss?

Menschen verlieren das Interesse an Dingen, die ständig verfügbar sind!

Auch das ist eine bittere Wahrheit. So war es früher mit dem neuem Spielzeug, das einige Tage später in der Ecke lag und so ist es heute immer noch mit allem anderen im Leben.

Was für einen Sinn hätte es auch, etwas zu begehren, was sowieso immer da ist?

 

2. Fehlende Möglichkeit zur freien Entfaltung

Fühlt sich ein Mensch eingesperrt, kann er auch nicht mehr in der Weise wirken, die du so an ihm liebst.

Sein „Aktionsradius“ ist ja im wahrsten Sinne des Wortes eingeschränkt. Wie der Vogel, der im Käfig nicht mehr fliegen kann und an dem die Frau ganz schnell das Interesse verliert.

Vielleicht begann deine Leidenschaft für deinen Schatz beim Tanzen und nun lässt du ihn nicht mehr auf die Tanzfläche, aus Angst, er könnte die Leidenschaft in jemand anderem wecken?

Woran denkt die Frau, als der Vogel gestorben ist zurück? An die Zeit als er frei war und sich frei entfalten konnte. Das hat sie an ihm geliebt… nicht sein Dasein als Zierobjekt im Käfig.

 

3. Gewöhnung

Wir gewöhnen uns an das, was wir ständig um uns haben. Egal, ob das ein Sportwagen, das neuste Smartphone oder eine Geliebte / ein Geliebter ist.

Attraktivität geht immer vom Unbekannten aus.

Sobald wir etwas zu genau kennen, wird es unattraktiv für uns. Die große Anzahl an Seitenspringern (männlich wie auch weiblich) wird mir das bestätigen.

Das ist zunächst eine schockierende Nachricht für alle Paare, die die Zeit der Verliebtheit überwunden haben, aber kein wirklicher Grund zur Sorge. Die sinkende Leidenschaft in einer Beziehung wird nämlich in den meisten Fällen durch die wachsende partnerschaftliche Bindung mehr als ausgeglichen.

In diesem Fall kann dir dann die Gewohnheit sogar den Weg zum wahren Glück zeigen.

Dennoch gewöhnst du dich ungleich mehr an etwas, das du ständig unter deiner Kontrolle hast, als an etwas „freies“ und gewissermaßen „unberechenbares“.

 

4. Fehlende Angst

Jetzt wird’s aber sonderbar. Angst soll gut für die Liebe sein?

Jawohl.

Der Reiz des Unbekannten führt doch erst dazu, dass wir Interesse an einem anderen Menschen finden.

Die Gefahr der Ablehnung bewirkt, dass wir uns Mühe geben, ihn zu erobern.

Wenn du jemanden soweit „unter Kontrolle“ gebracht hast, dass du keine Angst mehr haben musst, dann ist die Liebe dahin. Dann ist er oder sie nur noch ein Spielzeug, eine Marionette, deren Fäden du ziehst und wer will schon eine Marionette lieben?

Paradoxer Weise war ja auch bei der Frau in der Geschichte die Ursache ihrer Angst (die Freiheit des Vogels)  gerade der Grund für ihre Liebe zu ihm.

 

5. Eigene Unvollkommenheit / emotionale Abhängigkeit

Wenn du einen Anderen Menschen zum Bestandteil deiner eigenen Identität gemacht hast, ist natürlich auch weniger von dir selbst da, das geliebt werden kann.

Was ließe sich an einem Menschen lieben, der dich anhimmelt und der seine Daseinsberechtigung nur in der Vervollkommnung durch dich sieht?

Da ist doch niemand zum lieben.

„Welche Frau sucht einen Mann, der eine Frau sucht, die einen Mann sucht?“

(Unbekannt)

Außerdem ist Abhängigkeit total unattraktiv.

Stehst du auf unselbständige Menschen, die ohne dich nicht leben könnten? Also ich nicht.

 

Wie du die Liebe retten kannst

Du weißt es natürlich schon:

Lass endlich los!

 

„Aber wie kann ich die Liebe loslassen?“

Der wichtigste Schritt dabei, ist die Abhängigkeit vom anderen zu beseitigen.

Nein, dazu musst du nicht deinen Partner um die Ecke bringen. Du musst nichts weiter tun, als dir selbst genug zu sein. Wenn du dir vollkommen genügst, bist du nicht mehr auf andere angewiesen. Deine Liebe wird von ganz anderer Qualität sein, weil du plötzlich geben kannst und nicht mehr nehmen musst.

Selbstgenügsamkeit kannst du zum Beispiel durch Meditation erlangen.

Wenn du dir erst einmal selbst genug bist, wirst du fast schon automatisch loslassen. Falls du aber dennoch etwas Hilfe dabei brauchst, kannst du auch gerne meinen Leitfaden zum Loslassen lernen nutzen.

 

„Aber wenn ich loslasse, gebe ich doch damit meine Liebe auf!“

Das ist Unsinn. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Aufgeben und Loslassen.

Aufgeben geschieht aus Angst, Feigheit und Hoffnungslosigkeit.

Loslassen basiert auf Liebe, Mut und Vertrauen! Das sind die wahren Ausdrucksformen der Liebe. Die Liebe kämpft nicht und deshalb gibt es hier auch kein Aufgeben oder Scheitern. Die Liebe steht über all dem. Deshalb schadet es auch oft mehr als es hilft, um die Liebe zu kämpfen.

 

„Aber was, wenn dann wirklich etwas passiert, wenn ich den, den ich liebe, loslasse?“

Willst du wirklich jemanden festhalten, der ohne diese „Fesseln“ sowieso weglaufen würde?

Das wäre doch sowieso keine wahre Liebe, sondern nur ein Brauchen. Und dass Abhängigkeit der Liebe total entgegen wirkt, haben wir ja oben bereits gesehen!

Das Leben ist eben eine kontinuierliche Veränderung und da kann es auch mal vorkommen, dass sich etwas in der Liebe ändert.

Dinge verändern sich und auch deine Liebe und die Menschen, die du liebst, können sich verändern. Nichts bleibt für immer gleich. Das wirst du akzeptieren müssen. Und weißt du was dabei hilft?

Loslassen 😉

 

Fazit

  • Wir halten die Menschen, die wir lieben fest, weil wir Angst haben.
  • Durch das festhalten versuchen wir die Ursachen dieser Angst zu beseitigen.
  • Leider führt genau das zum gegenteiligen Effekt, nämlich, dass die Liebe stirbt.
  • Loslassen ist die Lösung des Dilemmas und die Rettung der Liebe.
  • Die wichtigste Voraussetzung, um entspannt loslassen zu können ist, sich selbst genug zu sein.
  • Was das bedeutet und wie du es schaffst, erfährst du in meinem Leitfaden zum Loslassen lernen.

Wie siehst du das mit dem Loslassen? Gut für die Liebe oder viel zu riskant? Schreib einfach einen Kommentar!

P.S.: Da das mit dem Loslassen in der Liebe manchmal gar nicht so einfach ist und ich viele Fragen dazu bekomme (siehe Kommentare unten), habe ich beschlossen, eine ausführliche Schritt für Schritt Anleitung zu erstellen. Diese findest du inklusive vieler anschaulicher Beispiele (auch die Liebe betreffend!) in meinem Buch über das Loslassen.

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Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt
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Norman Brenner
Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.
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  • Alex sagt:

    Guten Morgen! 🙂

    Toller Artikel und wieder Mal auf den Punkt gebracht. Zur Liebe gehört eben auch viel Mut. Der Vergleich mit dem Vogel ist sehr anschaulich und weise. Ich freu mich immer auf deine Artikel, sie geben den Impuls alle wesentlichen Dinge im Leben bewusst anzusehen. Einiges fühlt sich in mir stimmig an, andres weniger. Liebe und Loslassen gehört, wie du schreibst, zusammen.Ich gebe zu, dass mir das nicht immer im Leben leicht gefallen ist. Ich denke mir hat viele Jahre das nötige Vertrauen gefehlt-vor allem in mich selbst. Aber das Leben ist ja ein Prozess, ein Kreis, alles dreht und bewegt sich. 🙂 Der Begriff „Loslassen“ ist oft schwierig zu „greifen“ – ich denke es geht ums „Verstehen“. Sobald man sich oder das Leid das man fühlt versteht, kann es sich denk ich auflösen. Das ist dann nichts was man „tun muss“, sondern etwas das passiert, weil man es verstanden hat.

    Ich freu mich auf deinen nächsten Artikel!

    • Hey Alex,

      dir auch einen guten Morgen =D

      Ich finde den Vergleich auch sehr gelungen und freue mich, dass meine Beiträge so gut bei dir ankommen =)

      Hast du gut erklärt mit dem Loslassen und Verstehen, denn immer wenn man etwas nicht versteht, hat man Angst vor dem mysteriösen Unbekannten und die bringt uns ja zum Festhalten. In vielen Fällen könnte man glaube ich anstatt Loslassen auch „Einlassen“ sagen, denn wenn man sich erst mal auf etwas wirklich einlässt, durchschaut man es mit der Zeit auch =)

      Liebe Grüße

      Norman

      • Ildiko sagt:

        Hallo Norman, also Einlassen ist auch noch mal ein weiterer Aspekt. Es ist ja im Grunde auch so etwas wie ein Loslassen, letztlich ist es das Vertrauen, das man in sich und den Partner hat und auch die Dankbarkeit für die Zeit, die man miteinander verbringt.

        In der Geschichte erinnert sich die Frau auch an diesen Vogel zurück, der so frei und lebendig durch die Lüfte geflogen ist. Das ist auch noch mal eine sehr starke Metapher.

        Durch die Ängste und Verbindlichkeiten, die wir dem Partner aufbinden, verändern wir den Partner so dermaßen, dass wir ihn nicht mehr wollen, und dann wundern wir uns.

        Und letztlich ist das darauf zurückzuführen, dass man den Partner mit diesen Aspekten „braucht“. Ich denke auch, dass man an jemanden neuen oftmals das so interessant findet, was man selbst nicht hat bzw. sein/haben möchte. Also wenn ich einen Partner kennenlerne, der sehr stark und frei ist, und das anziehend finde, ist es meist so, dass ich mir diese Eigenschaften selbst wünsche. Wenn ich also in meinem eigenen Selbstbewusstsein so weit wäre, könnte ich mir diesen Aspekt bewusst machen, mit dem Partner diesen neuen Weg einschlagen und dann eben von ihm lernen, wie ich selbst freier und stärker werde. Und diesen Weg mit dem Partner gleichzeitig auch geniessen.

        Wenn wir tatsächlich zusammenkommen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Eigenschaften habe, die der Partner gern hätte, ziemlich groß. Somit könnte man gemeinsam weiter wachsen. Und dann geht dieser Weg entweder länger gemeinsam, oder man hat gelernt und „darf“ getrennte Wege gehen.
        Und dadurch dass man losgelassen und sich auf diese Beziehung eingelassen hat, ist es doch sogar „fruchtbar“ gewesen. Eine weitere Erfahrung auf unserem Lebensweg.

        Und meist merkt man eh, ob es beiden Partnern wirklich noch gut tut, dass man weiterhin zusammen bleibt, wahre Liebe wäre in diesem Fall dann, dass man für den Partner den Partner loslässt und dankbar ist. Und so schön sich das alles in der Theorie anhört, so hart und schmerzvoll ist es im realen Leben. Daher müssen wir uns diese Dinge eben immer wieder ganz bewusst sein.
        Danke für deinen Impuls

      • Hey Ildiko,

        danke für die tolle und wichtige Ergänzung! Ja, Einlassen oder auch Zulassen ist im Prinzip genau das selbe wie Loslassen. Man lässt den Status Quo los und lässt sich auf etwas anderes ein =)

        Sehr schön finde ich auch deinen Hinweis auf das „an sich selbst vermissen“. Das habe ich auch schon bei mir selbst beobachtet. Ich konnte sogar feststellen, dass man automatisch damit aufhört den Partner in diese Richtung zu verändern, wenn man damit beginnt, sich selbst in die gewünschte Richtung zu bewegen =)

        Und ja: Es ist extrem hart und schwer im wahren Leben. Bewusst-Sein ist ganz wichtig, aber auch das erfahren und selbst durchleben. Ich denke, genau dafür sind solche Situationen auch da, damit man sie bewusst durchleben und daraus seine Schlüsse ziehen kann.

        Liebe Grüße

        Norman

  • Anna Anna sagt:

    Du hast ja so recht, Norman! Ohne Loslassen gibt es wirklich keine echte Liebe, das habe ich selbst schon erfahren und das beobachte ich immer wieder bei anderen. Da Loslassen auch in anderen Lebensbereichen immer wieder Wunder bewirkt, finde ich, kann man das in seiner Partnerschaft richtig gut üben. Da sieht man direkt wie durch das Loslassen immer mehr Nähe zum Partner möglich wird. Und wenn man dieses positive Feedback bekommt, generiert das Vertrauen, auch in anderen Aspekten des Lebens loszulassen.
    Danke für diesen tollen Artikel!
    Liebe Grüße
    Anna

    • Hey Anna,

      super, dass du damit schon deine eigenen b-e-w-u-s-s-t-e-n Erfahrungen gemacht hast! Und ja, wenn man einmal bei einer Sache merkt, dass das Loslassen ja gar nicht so schlimm ist, dann schwinden auch die Hemmungen in anderen Bereichen =)

      Wie gut gelingt es dir denn in einer Beziehung loszulassen? Hast du es mittlerweile drauf?

      LG Norman

  • Thomas sagt:

    Hey Norman,

    Toller Artikel und ganz deiner Meinung. Sehr treffend finde ich auch deine Unterscheidung zwischen aufgeben und loslassen.

    Weiter so!

    Gruß
    Thomas

  • TeteGina sagt:

    Angst vor dem Unbekannten? Ist es nicht eher so, dass wir in der Liebe eher danach suchen!? Weil genau das macht doch die Magie der Liebe aus. Das Bekannte „entzaubert“ sich traurigerweise sehr schnell u.wird langweilig. Um für einen Menschen interessant zu bleiben, musst du dir deinen eigenen Zauber bewahren…

    • Hey TeteGina,

      danke für deinen bereichernden Kommentar =)

      Mit Liebe hat das Unbekannte eher weniger zu tun.. viel mehr mit Verliebtheit und das sind zwei unterschiedliche Dinge. Verliebtheit ist hormonell bedingt und lediglich eine Tür zur Liebe. Die Liebe kann daraus entstehen, muss es aber nicht. Schmetterlinge im Bauch und sowas, das gehört zur Verliebtheit. Das Problem ist, dass viele Menschen das nicht richtig unterscheiden können und denken, es gehöre auch zur Liebe und dann sind sie zwangsläufig enttäuscht, wenn es weicht und denken, es wäre keine Liebe mehr da.

      Aber mit dem eigenen Zauber stimme ich dir zu =) Ich verstehe darunter, man selbst zu sein und auch zu bleiben und sich nicht für einen anderen zu verändern =)

      Liebe Grüße

      Norman

  • Anna sagt:

    Guten Morgen lieber Norman.
    Mich hat dein Beitrag wirklich sehr berührt und gelehrt, dass ich wirklich nur wieder mein Selbstvertrauen finden kann, wenn ich meinen Ex freund loslasse… er hat sich vor einer Woche von mir getrennt und es tut wirklich sehr weh… Aber ich muss mir eingestehen, dass ich in letzter Zeit sehr geklammert habe, sehr eifersüchtig war und ihn einfach zu Dingen gezwungen habe, weil ich Angst hatte, ihn an ein anderes Mädchen zu verlieren… nun ja er hat sich getrennt, weil er meint er würde mich nicht mehr lieben, mich nicht vermissen und er meint, dass es nicht das wäre, was er sich unter einer Beziehung vorstellt… er wollte gerne mit mir rausgehen (hab ne soziale Phobie…), und er war traurig, als ich Dinge ohne ihn gemacht habe (ich hatte ihn vorher zwar gefragt, aber er wollte nicht)… Ich hab sozusagen immer meinen Willen durchgesetzt, und ihn damit eingeengt… das tut mir wirklich sehr leid…
    erst hatte ich Angst ihn loszulassen, weil ich dachte, dass ich mich dafür entlieben muss. Doch dein Beitrag hat mir gezeigt, dass gerade loslassen wahre Liebe ist, was mich wirklich sehr erleichtert, da ich seit der Trennung zum ersten Mal (gut gestern war ich beim Training (wir haben zusammen Training) und es hat sich sehr gut angefühlt) das Gefühl habe, etwas richtig zu machen… Ich muss immer noch weinen, weil es zum einen wehtut, ihn loszulassen, zum anderen aber glaube ich an das, was Konfuzius gesagt hat… es lässt mich ein wenig hoffen, dass wir beide vielleicht doch noch ein Happy End haben werden…
    wirklich vielen vielen Dank und noch einen schönen 2. Advent

    • Hey Anna,

      super, dass du diesen Beitrag hier auch gefunden hast =) Und noch besser, dass es dir geholfen hat, diese Zeilen zu lesen!

      Ich bin davon überzeugt, dass es ein Happy End für dich geben wird, wenn du es schaffst loszulassen. Vielleicht nicht zwangsläufig mit ihm, aber dann ganz sicher in einer anderen Liebe =)

      Liebe Grüße

      Norman

  • Kat sagt:

    Hey!
    Die Geschichte ist gut und verdeutlicht gut, zuviel klammern macht beide traurig (oder wütend ;)). Doch man sollte hinzufügen, dass es trotz allem unmöglich ist niemanden zu brauchen. Das ist einfach zu idealistisch, der Mensch ist ein soziales Wesen und wir werden menschlich durch die Beziehungen zu anderen. Ja , es ist ein manchmal schwierig die Balance zu finden, doch genauso wichtig nach dem Loslassen ist auch, zuzugebnen, dass wir mal jemanden brauchen und auch wenn wir mal fliegen und frei sein wollen, möchten wir danach in ein beschütztes Nest heimkehren. Es ist richtig, man sollte sich nicht nur über andere definieren, aber sich nur über sich selbst zu definieren und sich selbst zu verleugnen indem man so tut als bräuchte man niemand, ist fehlende Akzeptanz den eigenen Bedürfnissen gegenüber. Wir werden auch gerne gebraucht und freuen uns über den Zuspruch anderer wenn jemand sagt: Danke, dass du für mich da bist. In diesem Sinne, ja lasst los, aber vergesst nicht, auch dein Gegenüber hat meistens die gleichen Bedürfnisse, Ängste, Hoffnungen und Sorgen und es entschärft sie, sie zu teilen!

    • Hey Kat,

      danke für diesen wertvollen Beitrag! Ich stimme dir zu: Wir sind soziale Wesen und brauchen Nähe und Geborgenheit. Und ich liebe deine Metapher mit der Rückkehr ins Nest. Aber ich finde, gerade dieses Nest sollte sich jeder selbst sein. Gerade das sichere Nest, in das man immer zurückkehren kann und wo man sich sicher und wohl fühlt sollte nicht von anderen Menschen oder äußeren Einflüssen abhängen, die wir nicht in unserer Hand haben.

      Wenn wir jemanden Lieben, ist es ok, mit ihm zusammen ein Nest zu bauen und sich dort gemeinsam wohl zu fühlen. Aber wenn es hart auf hart kommt, sollte jeder noch wissen, dass er in seinem eigenen Nest Schutz und Halt suchen kann, sonst steht er ganz schön hilflos da, wenn der Partner auf einmal nicht mehr das Nest teilen will.

      Liebe Grüße

      Norman

  • Fatos sagt:

    Ich habe heute von meine frau los gelassen, da ich wieder sie erobern wollte und das sie wieder glücklich ist wir führen eine entfernte bezihung, ich hate angst das ich sie verliere, da durch habe ich los gelassen ich hoffe das ich das richtige getan habe, vermisse sie jetzt aber ich muss da durch um fest zu stellen das wir wieder den zaubern, finden und sie mich aktraktiv findet ich habe sie aber nicht damit im stich gelessan oder?, ich wollte nur das sie glücklich ist und mal an sich denkt und nicht nur an der bezihung was sie falsch macht oder was ich falsch mache sondern einfach das mit einander glücklich macht und nicht unter druck und mann sich immer vorfürfe macht ich wirklich das ich diese menschen nicht damit verloren habe es hat mir sehr weh getan aber ich wollte die angst überwinden und ich habs ich hoffe es war die richtige handlung, p,s wir sind verheiratet jedenfalls noch auser sie sieht das anders

    • Hey Fatos,

      danke für deinen sehr persönlichen Beitrag!

      Ich finde deinen Mut sehr beachtlich. ich weiß, dass so etwas nicht leicht ist.

      Nach dem Lesen deines Kommentars bin ich etwas zwiegespalten:

      Einerseits finde ich es sehr bemerkenswert, dass du das Glück deiner Frau in den Vordergrund stellst und loslässt, damit sie und damit auch eure Beziehung wieder aufblühen kann.

      Andererseits sehe ich das mit dem „Zauber“ etwas kritisch.

      Falls du mit dem Zauber das Verliebtsein und Kribbeln im Bauch meinst, ist es nämlich meiner Meinung nach gefährlich, danach zu streben.

      Das Verliebtsein ist eigentlich nur eine Einleitung in eine Beziehung und soll(!) auch gar nicht länger anhalten.

      In der Phase des Verliebtseins blenden wir vieles aus, damit wir erst mal die Chance nutzen, dem anderen näher zu kommen. Zur Überblendung dienen dann beispielsweise auch die Schmetterlinge im Bauch. Anderenfalls würden wir uns vielleicht nie auf eine andere Person einlassen, weil wir immer irgendetwas finden würden, das uns nicht gefällt.

      Jedenfalls ist es ganz normal und wichtig, dass dieses Gefühl irgendwann aufhört. Dann entsteht eine andere, tiefere Art von Liebe. Zwar ohne Schmetterlinge, aber mit tiefem Vertrauen, was ich auf Dauer als viel wertvoller erachte.

      Soviel nur in der Kürze des Kommentares. Ich kenne ja auch eure Situation nicht genauer.

      Liebe Grüße und alles Gute für euch beide =)

      Norman

  • Silvana sagt:

    Ich bin grad in so einer Falle, ich nenne dies emotionale Falle. Das ist sehr anstrengend. Aber ich weiß auch, wenn ich losgelassen habe, fühlt sich das total befreiend an, man selber kann auf einmal wieder genießen, man kann lieben und der Mann kommt wieder angeschwärmt, den man erst festgehalten hat. 🙂

    • Beate sagt:

      Wenn Du loslässt, tue es für Dich. Denn wenn Du loslässt einzig und allein aus der Hoffnung heraus, dass er dadurch zurück kommt, besteht die Gefahr, dass Du enttäuscht wirst. Du gehst in eine Erwartungshaltung, die ggf nicht eintrifft. Denn wir können nie wissen, was im Kopf des anderen vorgeht.

    • Hey Silvana,

      danke, dass du deine aktuelle Situation so offen hier mit uns teilst =)

      Es ist ein sehr wichtiger Schritt, zu verstehen, dass das Loslassen dir gut tut.

      Und oft findet durch das Loslassen wirklich ein Wandel statt und der andere findet einen wieder interessanter und anziehender. Aber es ist wie Beate schreibt:

      Tu es in erster Linie für dich und nicht, um etwas damit zu erreichen.

      Das ist nämlich kein richtiges Loslassen, sondern nur eine „Loslass“-Maske, mit der sich dein festhalten und Zurückgewinnenwollen tarnt.

      Wenn du wirklich für dich loslässt, ist es für dich nicht essentiell, ob er dadurch zurück kommt oder nicht. Es kann ein schöner Bonus sein, wenn ja, aber wenn nicht, schadet es dir auch nicht =)

      Liebe Grüße

      Norman

  • Beate sagt:

    Auf diesen Beitrag bin ich zufällig gestoßen. Und finde ihn toll. Ich befinde mich momentan in einer schweren Phase nach einer Trennung, und diese Worte geben mir Kraft. Gleichzeitig aber lösen sie in mir viele Fragen aus, die ich mir selbst nicht beantworten kann.
    In die Beziehung bin ich als eine unabhängige, selbstbewusste Frau gegangen. Es hat mir geschmeichelt, dass mein damaliger Partner so an mir „gehangen“ hat. Ich hatte kein Problem damit, hatte viel zu geben. Mit der Zeit fiel mir jedoch auf, dass er immer mehr Einfluß auf mich und mein Leben nehmen wollte. Er störte sich z.b daran, dass ich Dinge im Alltag selbst entschieden habe, wozu ich oftmals einfach gezwungen war, weil wir eine Fernbeziehung geführt haben und ich die ganze Woche über nicht nur auf mich allein gestellt war, ich habe noch zwei kleine Kinder, für die ich verantwortlich bin.
    Der Vorwurf, ich bräuchte ihn gar nicht schmerzte mich zutiefst. Als ich mich aber dazu entschied meine Existenz für ihn aufzugeben um zu ihn zu ziehen verließ er mich von heute auf morgen und tauschte mich gegen jemanden anderen aus.
    Die Antworten auf meine Fragen muß ich mir selbst geben und ich muss sagen, in meinem derzeitigen Zustand fällt es mir schwer. Ich habe ihn losgelassen, wenn dies der richtigere Weg für ihn ist, soll es so sein. Meine Liebe zu ihm war immer bedingungslos.
    Aber bedeutet es im Umkerschluss, dass er mich nicht geliebt haben kann? er mich lediglich bräuchte, weil er sich selbst nicht genug war,wenn wir nicht zusammen waren? Und er mich deshalb innerhalb kürzester Zeit gegen jemand anderen ausgetauscht hat? Oder habe ich durch diese traumatische Erfahrung eine Wahrnehmungsstörung?
    Ich würde ihn gerne wieder zurück gewinnen. Und ich glaube, durch das Loslassen schwinden meine Chancen enorm.
    Dennoch habe ich mich für diesen Weg entschieden. Auch wenn es schmerzt. Ich tue es für mich und meine Kinder.
    Und ein kleiner Funken Hoffnung, dass es von seiner Seite doch Liebe war und er sie irgendwann wieder verspürt… Bliebt

    • Hey Beate,

      ich begrüße dich ganz herzlich hier und danke dir für deinen bereichernden Kommentar! Und auch dafür, dass du sogar schon anderen geantwortet und geholfen hast =D

      Ich freue mich sehr, dass dir mein Text Kraft gibt. Die aufkommenden Fragen sind ganz normal, da wir es nicht gewohnt sind, in solchen bahnen zu denken. Entscheidend ist dann, wie wir mit diesen Fragen umgehen… Begegnen wir ihnen offen, dann haben wir die Chance zu wachsen und uns zu entwickeln =)

      In deiner Geschichte ist finde ich dein Ex-Partner am Ende der Leidtragende und der, der Probleme mit dem Loslassen hat. Dir gelingt es ja, das schreibst du ja selbst. Respekt übrigens, dass du das schaffst, nachdem du alles für ihn aufgeben wolltest (was wie ich finde keine gute Entscheidung gewesen wäre).

      Ja, er hat dich gebraucht. Und er braucht jetzt jemand anderen, um sich „genug“ zu fühlen.

      Diese Aussage von ihm, die du beschreibst, dass er sich nicht „gebraucht“ gefühlt hat, drückt das ja ganz deutlich aus.

      Ob das dann Liebe war oder nicht, kann nur er selbst dir wirklich klar beantworten. Meiner Meinung nach ist es aber kein Zeichen von Liebe, jemanden zu brauchen, sondern eher ein Zeichen von Mangel und Egoismus. Die Liebe ist freizügig und schenkend… nicht einschränkend und nehmend.

      Ich kenne natürlich eure Verbindung zu wenig, um mir ein Urteil zu erlauben, aber nach meinem ersten Eindruck, würde ich dir nicht raten, ihn zurückgewinnen zu wollen.

      Zum Einen habe ich den Eindruck, dass dieser Mensch dich nach und nach aussaugen wird, wie ein Vampir und zum Anderen wird er in einer darauf folgenden Beziehung noch mehr fordern, weil er gesehen hat, was du zu opfern bereit bist für ihn.

      Deine Entscheidung finde ich daher bewundernswert und kann dir nur Mut zusprechen, diesen Weg weiterzugehen. Lass ihn los und öffne dein Herz wieder für die und eine neue Liebe =)

      Liebe Grüße

      Norman

      • Beate sagt:

        Lieber Norman,
        danke für die Antwort und die lieben Worte.
        Doch wäre das Leben zu leicht, wenn alles so ausgehen würde, wie man es glaubt, daß es ausgeht.
        Nachdem ich meinen Expartner gänzlich losgelassen habe und es mir wieder richtig gut ging, meldet er sich gestern bei mir. Damit habe ich nicht gerechnet.
        Und nun plagen mich Zweifel. Alte Gefühle schienen nur verborgen in mir zu schlummern. Jetzt kommen sie mit geballter Ladung über mich gestürzt.
        Ich bin verunsichert. Auch wenn es ein ungezwunger, unverbindlicher Kontakt ist, macht mir meine Ungewissheit zu schaffen, welche Folgen es haben könnte.
        Denn ich merke, dieser Mensch bedeutet mir noch etwas.
        Alte Fragen stellen sich mir:
        Warum ist er wirklich gegangen, obwohl er noch zwei Tage davor feste Zukunftspläne mit mir geschmiedet.
        Und gibt es da wirklich eine neue Frau, oder ist sie imaginär, ein Mittel zum Zweck: damit ich loslasse, oder eine aus tiefer Kränkung entstande „Rache“

        Heute geht es mir plötzlich wieder richtig schlecht. Ich habe ihn losgelassen,oder etwa doch nicht? Ich wünsche ihm dass er glücklich ist. Dennoch gibt es so viele Fragen, die nun mein Kopf zerfressen.
        Und mich vermutlich noch viele Jahre quälen werden.
        Ich möchte ihn nicht auf diese Fragen ansprechen. Er ist mir nichts mehr schuldig. Zudem könnte ich nicht unterscheiden ob die Antworten darauf aufrichtig sind. Weil seine plötzliche Trennung noch immer keinen Sinn für mich ergibt.

      • Hey Beate,

        schön, wieder von dir zu lesen =)

        Danke auch für deine Mail und dafür, dass du deine frage hier nochmal als Kommentar formuliert hast. Dann hilft es vielleicht auch anderen =)

        Ja, da hast du recht… in der Regel kommt es anders 😉

        Ich kann verstehen, dass dich der erneute Kontakt wieder aus der bahn wirft. Aber wenn ich das ganze erst mal rein äußerlich betrachte, sehe ich da:

        Du hast ihn gänzlich losgelassen und es ging dir gut.

        Er meldet sich wieder und es geht dir schlecht bzw. du verfällst wieder in alte Muster.

        Ich denke, wir erkennen hier sehr schön, dass alleine durch die Tatsache, dass du ihn wirklich losgelassen hast, deine Anziehung auf ihn immens gestiegen ist. Das habe ich ja auch oben im Beitrag so ähnlich beschrieben. ABER:

        Nur weil du ihn nun mehr anziehst, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass du ihn auch wieder nehmen solltest!

        Deine speziellen Fragen kann ich dir natürlich nicht beantworten… das kann nur er. Aber ich würde mir vorher darüber klar werden wollen, ob ich diese Antworten überhaupt will und brauche.

        Das ist keine Kopfentscheidung… du musst mit dem Herzen da hineinfühlen…

        Was ich in solchen Situationen sehr empfehlen kann, ist sich das Leben mit beiden Optionen je einmal intensiv vorzustellen.. mit allen Details und mit allen Potentiellen Höhen und Tiefen und dabei darauf zu achten, was dein Bauch dir sagt…

        Was fühlst du bei der Vorstellung von einem leben mit ihm und was bei einem Leben ohne ihn? Dein Bauchgefühl ist da der viel bessere Ratgeber als dein Verstand. Liebe ist nunmal eine Herzens- und nicht Kopfsache 😉

        Liebe Grüße

        Norman

  • Andre Oyanik sagt:

    Hallo Normen,

    bei mir ist es gerade so das ich mich als Marionette
    fühle. Klar ist mir geworden das man loslassen muss durch deine Artikel hier DANKE
    Jetzt stellt sich für mich die Frage wie ich mich gegenüber meine Partnerin verhalten soll ??

    Wenn du jemanden soweit „unter Kontrolle“ gebracht hast, dass du keine Angst mehr haben musst, dann ist die Liebe dahin. Dann ist er oder sie nur noch ein Spielzeug, eine Marionette, deren Fäden du ziehst und wer will schon eine Marionette lieben?

    • Hey Andre,

      willkommen auf vernünftig Leben =)

      Da hast du ganz recht! Niemand will oder sollte eine Marionette sein!

      Aber die Frage, die du stellst, lässt mich vermuten, dass du dich immer noch nicht ganz der Kontrolle deiner Partnerin entziehen kannst / willst.

      Du fragst „Wie soll ich mich gegenüber meiner Partnerin verhalten..?“

      Die Frage ist eher: Wie sollst du dich gegenüber dir selbst verhalten?!

      Wenn du die Fäden wirklich durchtrennen willst, dann sollte es dir egal sein, wie deine Partnerin auf dein Verhalten reagiert. Die Tatsache, dass du dich da sorgst, deutet an, dass da gewisse Fäden noch eine wichtige Rolle für dich spielen.

      Schneid sie durch. Verhalte dich so, wie es dir gut tut. So, dass du dich abends im Spiegel ansehen und stolz auf dich sein kannst.

      Wenn das der Fall ist, warst du an diesem Tag dein eigener Herr =)

      LG Norman

  • Pierre sagt:

    Hey super Beitrag.Ich kann da zu 100 Prozent zustimmen ich habe meine ex nie losgelassen und war jeden Tag bei ihr.Sie hat sich irgendwann getrennt und meinte auch das sie mich nicht mehr liebt.Ich hab das nie verstanden weil ich sie noch richtig krass geliebt habe.Ich habe ganze 3 Jahre gebraucht um zu verstehen warum und genau was sie hier schreiben trifft komplett darauf zu.In einer Beziehung muss man sich Freiheiten lassen jeder muss sein Leben Leben,und man sollte sich nur ab und zu sehen und schöne Momente haben.Ich werde mir das beim nächsten mal zu Herzen nehmen und hoffe sehr das ich mir das nicht nochmal so zerstöre.Lg

    • Hey Pierre,

      danke für diesen persönlichen und bereichernden Kommentar =)

      Absolut, Freiheit ist enorm wichtig. Ich finde, man muss nicht unbedingt getrennte Wege gehen und sich nur ab und zu sehen. Zusammenleben ist sehr wohl möglich, auch wenn jeder einzelne „sein eigenes Leben behält“.

      Natürlich ist das eine etwas größere Herausforderung, den Partner dann auch mal abends alleine weggehen zu lassen, wenn man vielleicht selbst gerade das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung hat. Aber mit etwas Übung, finden sich auch hier meist gute Kompromisse =)

      Wünsche dir alles Gute in Sachen Liebe und überhaupt =)

      LG Norman

  • Eva sagt:

    Lieber Norman,

    tausend Dank für diesen wunderbaren Artikel! Er ist genau das, was ich gerade brauchte. Es ist Wahnsinn, wie du deine Erklärungen auf den Punkt bringst. Es bleiben keine Fragen offen.
    Ich möchte dir ganz ehrlich sagen, dass deine Gedanken und Tipps mein Leben unglaublich bereichern und mir helfen, ein besseres Leben zu führen.

    Vielen vielen Dank! Du leistest einen unglaublichen Beitrag zum Wohlbefinden aller, die deine Beiträge regelmäßig lesen.

    • Hey Eva,

      wow, danke für deine lieben Zeilen =)

      Mir geht wirklich das Herz auf, wenn ich so tolle Kommentare bekomme, die mir zeigen, dass meine Arbeit wirklich ankommt und Menschen gefällt und hilft =) Danke, dass du mich das wissen lässt!

      Ich wünsche dir einen tollen Start in die neue Woche und hoffe, wir lesen uns mal wieder =)

      LG Norman

  • Hey Norman,
    dazu fällt mir eigentlich nur ein Satz ein, der deinen Artikel unterstreicht, bestätigt bzw. ergänzt: Was du liebst lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.“ Kommt er/sie nicht zurück, hat er/sie dich nie wirklich geliebt. Und auch hier sieht man wieder den engen Zusammenhang zwischen der Selbstliebe und all dem, was man liebt: wer sich selbst genug ist, sich genug liebt und wertschätzt, der ist wirklich frei und mit sich im Reinen, denn er ist an nichts und niemanden gebunden und hat demzufolge auch keine Angst vor Verlust, egal in welcher Form. Und das ist wirkliche Stärke, die von Innen kommt, nicht wahr?
    Ich finde deinen Artikel super einleuchtend und treffend formuliert.
    Danke sehr! VG.
    Heidi

    • Hey Heidi,

      danke für den Satz, der ist mir auch als erstes zu dem Thema eingefallen, deshalb steht er auch oben ganz am Anfang des Artikels 😉

      Ich sehe das genauso. Wer wirklich mit sich selbst zufrieden ist und sich selbst liebt, der wird automatisch auch andere anziehen, die ihn lieben und sie „halten“ können, ohne sie festzuhalten.

      Danke für die Blumen!

      Liebe Grüße

      Norman

  • Bettina sagt:

    Hallo Norman!
    Gerade habe ich deinen Artikel gelesen,da ich mich im Moment sehr mit dem Thema loslassen befasse. Ich habe seit ca.2 Jahren eine Fernbeziehung. Wir haben uns fast jedes Wochenende gesehen, die anfängliche Verliebtheit halt. Nun ist es so,dass mein Freund manchmal das Wochenende alleine verbringen möchte, oder sich nur an einem Tag mit mir treffen will. Das fällt mir unglaublich schwer. Er sagt, ich muss ihn loslassen. Ich weiß, dass er recht hat, ich hab ja auch Möglichkeiten das Wochenende ohne ihn zu verbringen. Das führt mittlerweile immer zu Spannungen zwischen uns. Ich hoffe, dass ich es mit Hilfe deines Artikels vielleicht schaffe, denn sonst wird unsere Beziehung noch daran zerbrechen. „Was du liebst, lass frei…“ Ich hoffe wirklich, dass ich es schaffe.

    • Hey Bettina,

      danke, dass du deine Gedanken zum Beitrag und diese persönliche Schilderung mit uns teilst =)

      Warum fällt es dir so schwer? Gehe dieser Frage mal auf den Grund. Frag dich immer weiter „Warum?“…

      Bsp:

      „Warum kann ich ihn nicht übers Wochenende alleine mit Freunden etwas machen lassen?“

      -> Weil ich nicht möchte, dass er eine andere kennenlernt

      „Warum will ich nicht, dass er eine andere kennenlernt?“

      -> Weil ich ihn nicht verlieren möchte

      „Warum möchte ich ihn nicht verlieren?“

      -> Weil …

      usw.

      In den meisten Fällen läuft es am Ende auf Angst hinaus. Die Angst, ohne diesen Menschen nicht leben zu können / zu wollen und alleine zu sein, weil man sich selbst nicht alleine genug ist. Das ist das wahre Problem, an dem dann gearbeitet werden sollte. Das Klammern am Freund ist nur ein Symptom davon.

      Ich hoffe, das hilft dir etwas =)

      LG Norman

      • Bettina Karch sagt:

        Hallo Norman, vielen Dank für deine Antwort. Ich weiß, es ist wirklich so,ich habe Angst vor dem alleine sein. Ich habe mich vor 2 1/2 Jahren von meinem Mann getrennt, und bin kurz darauf mit diesem neuen Mann zusammen gekommen. Ich war noch nie wirklich allein. Ich wohne mit meinem 16jährigen Sohn zusammen und auch mein älterer Sohn kommt mich oft besuchen. Aber das ist natürlich nicht dasselbe. Mir fehlt die Nähe, auch körperlich. Jemand zum anlehnen und der mich mal in den Arm nimmt. Deshalb fällt es mir wahrscheinlich auch so schwer loszulassen. Ich habe einen guten Freundeskreis, aber alles Paare….irgendwie muss ich es schaffen, diese Angst zu überwinden. Ich hab es bei der Trennung von meinem Ex mann schon einmal geschafft, das gibt mir ein bisschen Hoffnung. Aber dieses Mal fällt es mir viel schwerer, weil soviel Gefühl im Spiel ist. Vielleicht brauche ich einfach noch ein bisschen Zeit. Liebe Grüße Bettina

      • Hey Bettina,

        danke für deinen Kommentar und den offenen Einblick in deine persönliche Situation =)

        Für mich hört sich das sehr danach an, als solltest du zunächst einmal versuchen, dir selbst diese Nähe und Wärme zu geben, die du vermisst. Dann bist du auch nicht mehr so sehr darauf angewiesen, dass es ein anderer tut und kannst dich in zukünftigen Beziehungen sogar vielleicht mehr auf das Schenken und geben von Nähe, Wärme und Liebe konzentrieren, als auf das Nehmen. Paradoxer Weise erhalten wir auch mehr zurück, wenn wir viel geben, gerade in der Liebe 😉

        Zeit braucht es natürlich auch. Aber ich habe bei dir das Gefühl, dass du auf einem guten Weg bist und selbst auch bewusst genug damit umgehst, um deinen Weg zu meistern =)

        ich wünsche dir dabei alles gute, viel Kraft und trotz allem auch viel Freude und schöne Momente auf deinem Weg =)

        LG Norman

  • Jen sagt:

    super Bericht, echt.

  • Johanna sagt:

    Hi Norman,ich bin zufällig auf deine Seite gestoßen, und das Loslassen ist in meiner Beziehung so was von genau gerade das Thema, dass mir beim Lesen deines tollen Posts gerade ganze Kronleuchter aufgegangen sind.
    Ich habe gar nicht gewusst, dass die derzeitige Unzufriedenheit in meiner Liebessituation Ihre Ursachen auch im Klammern meinerseits begründet ist und ganz sicher viel damit zu tun hat, dass ich mir selbst nicht genug sein kann.
    Ich versuche das jetzt zu ändern 🙂
    Danke für den Artikel!

    • Hey Johanna,

      freut mich, dass du meine Seite im Netz gefunden hast und gleich noch einen lieben Kommentar dagelassen hast =) Danke! =D

      Klasse, dass du das für dich erkennen konntest. ich erlebe es leider oft, dass man intuitiv blockiert und das nicht wahrhaben will. Dann ist es natürlich leider auch sehr schwer, etwas zu ändern. Aber bei dir habe ich da ein gutes Gefühl =)

      Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, vor allem aber auch viel Freude auf dem Weg =)

      LG Norman

      P.S.: Kennst du auch schon den Beitrag „Warum um die Liebe kämpfen schadet (und was wirklich hilft)“? Der könnte dir auch helfen / gefallen =)

  • Petra sagt:

    Hallo endlich weiß ich jetzt was loslassen bedeutet. Ich stecke in so einer Situation und habe auch jetzt hier erkannt was falsch lief. Ich werde diesen Prozess durchlaufen, auch wenn es vielleicht zu spät ist. Aber wichtig ist auch das ich mich selbst wieder finde.
    Das Ebook habe ich angefordert aber nicht bekommen. Kannst mal bitte nachschauen ?

    • Hey Petra,

      danke für deinen Kommentar =)

      Freut mich, dass dir der Artikel in deiner persönlichen Situation hilft!

      Meinst du das Ebook „Weisheiten des Flusses“? Ich hab dir ne Mail mit nem Downloadlink geschickt =)

      LG Norman

  • Corinna sagt:

    Ein guter Artikel. Ich mache grade ne schwere Trennung durch. Er meinte ich tat zu wenig obwohl wir fast täglich was machten und ich gern für ihn sorgte. Leider kamen private Probleme dazu und ich zog mich etwas zurück bzw war nicht mehr immer die gut gelaunte etc. Er war auch eifersüchtig und es sollte immer um ihn gehn, war ich mal mit Freundinnen hieß es mit denen gehts mir besser. Ich akzeptierte seine Macken. Er meine nicht, die wohl war das mir etwas Freiheit ab und zu wichtig war.. es ist 3Monate her und schmerzt noch sehr. Ich kämpfte um ihn, es hieß ich hab nichts geändert. Er war die erste Liebe. Ich weiß ich hatte noch zu lernen. Er tat alles bis die Probleme kamen, die ihn wohl nervten. Ich frage mich ob er je liebte. Er meinte immer er suche nach Fehlern aber findet keine.. das sagt wohl genug. Ich muss loslassen obwohl alles grade schwer ist. Auch das Studium wurde letztendlich nichts..

    • Hey Corinna,

      danke für deinen persönlichen Kommentar zu dem Thema =)

      Klingt mir sehr danach, dass Loslassen hier wirklich der bessere Weg ist. Was wäre die Alternative? Du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Und so lieb und teuer er dir auch war: Willst du wirklich dauerhaft eine Beziehung mit jemandem führen, der ständig Verständnis für seine Macken fordert, aber keines für deine aufbringen möchte?

      Gerade dieses Eifersuchtsdenken und dass er dich nicht mit deinen Freundinnen losziehen lassen wollte, zeugt für mich eher davon, dass er das eigentliche Problem hat. Er liebt nicht wirklich, sondern braucht Liebe. Er schenkt sie nicht, er nimmt sie und stopft damit die Löcher, seiner eigenen Unzulänglichkeiten.

      Das ist natürlich nur mein Eindruck aus der Ferne und aufgrund deiner kurzen Zeilen. Ich kenne ihn ja nicht wirklich.

      Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir ein wenig in diesem Prozess. Falls du dir wegen dem Studium Gedanken machst, lies mal meinen Beitrag über „Die eine Frage, die dein Leben verändern wird“. Dort kannst du lesen, wie auch aus meinem Studium nichts wurde, und das sogar zwei mal und was ich daraus gelernt habe =)

      LG Norman

  • kostenloses eBook - Weisheiten des Flusses

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    Link: http://www.vernuenftig-leben.de/liebe-loslassen/