Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt

Liebe loslassen

„Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer.“

(Konfuzius)

Die Liebe und das Loslassen

Zwei scheinbar unvereinbare Dinge.

Wie kann man loslassen was man liebt? Das widerspricht sich doch, oder?

Nein. In Wahrheit sind die beiden enger miteinander verbunden als Bonnie und Clyde. Sie sind sogar richtig abhängig voneinander!

Das Loslassen ist nämlich eine zwingende Voraussetzung für wahre Liebe und bedingungslose Liebe ist eine notwendige Voraussetzung für wahres Loslassen.

Das bedeutet: Wenn du nicht loslassen kannst, hast du keine Chance auf wahre Liebe!

Schlimmer noch… wenn du nicht endlich lernst loszulassen, riskierst du damit sogar, dass sich geliebte Menschen von dir abwenden!

Warum ist das so?

 

Die Liebe Loslassen – Eine kurze Geschichte

Diese wunderbare Kurzgeschichte bringt das Problem sehr anschaulich auf den Punkt:

Es war einmal ein Vogel. Er besaß ein Paar vollkommener Flügel und glänzende, bunte, wunderbare Federn und war dazu geschaffen, frei am Himmel zu fliegen, denen zur Freude, die ihn sahen.

Eines Tages sah eine Frau diesen Vogel und verliebte sich in ihn. Sie schaute mit vor Staunen offenem Mund seinem Flug zu, ihr Herz schlug schneller, ihre Augen leuchteten vor Aufregung. Er bat sie, ihn zu begleiten, und beide schwebten in vollkommener Harmonie am Himmel. Und sie bewunderte, verehrte, feierte den Vogel.

Aber dann dachte sie: Vielleicht möchte er ferne Gebirge kennenlernen! Und die Frau bekam Angst. Fürchtete, dass sie so etwas mit einem anderen Vogel nie wieder erleben könnte. Und sie wurde neidisch auf den Vogel, der aus eigener Kraft fliegen konnte.

Und sie fühlte sich allein.

Und dachte: „Ich werde dem Vogel eine Falle stellen. Wenn er zurückkommt, wird er nie wieder wegfliegen können.“

Der Vogel, der auch verliebt war, kam am nächsten Tag zurück, ging in die Falle und wurde in einen Käfig gesteckt.

Die Frau schaute täglich nach dem Vogel. Er war ihre ganze Leidenschaft, und sie zeigte ihn ihren Freundinnen, die meinten: “Hast du ein Glück.” Dennoch vollzog sich eine merkwürdige Veränderung: Seit sie den Vogel besaß und ihn nicht mehr zu erobern brauchte, begann sie das Interesse an ihm zu verlieren. Der Vogel, der nicht mehr fliegen konnte, was den Sinn seines Lebens ausmachte, wurde schwach, glanzlos, häßlich. Die Frau beachtete ihn nicht mehr, fütterte ihn nur noch und reinigte seinen Käfig.

Eines Tages starb der Vogel. Die Frau war tieftraurig und konnte ihn nicht vergessen. Aber sie erinnerte sich dabei nicht an den Käfig, nur an den Tag, an dem sie den Vogel zum ersten Mal gesehen hatte, wie er fröhlich zwischen den Wolken dahinflog.

Hätte sie genauer in sich hineingeschaut, so hätte sie bemerkt, daß das, was sie am Vogel so sehr begeisterte, seine Freiheit war, sein kräftiger Flügelschlag, nicht sein Körper.

Ohne den Vogel verlor auch für die Frau das Leben seinen Sinn, und der Tod klopfte an ihre Tür. – “Wozu bist du gekommen?” fragte sie den Tod. – “Damit du wieder mit dem Vogel zusammen am Himmel fliegen kannst”, gab der Tod zur Antwort. “Wenn du ihn hättest fliegen und immer wiederkommen lassen, hättest du ihn geliebt und noch mehr bewundert; aber nun brauchst du mich, um ihn wiederzusehen.”

(Paulo Coelho: Elf Minuten. Zürich: Diogenes Verlag 2005, S. 228 f.)

Erkennst du dich in der Geschichte wieder?

 

Warum wir festhalten

Warum fängt die Frau in der Geschichte den Vogel und sperrt ihn ein?

Aus Angst.

Angst ist der Ursprung allen Übels. Hier geht es um verschiedene Ängste:

  • Angst vor dem Alleinsein
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst vor der eigenen Unvollkomenheit
  • Angst, ein Stück von sich selbst zu verlieren
  • Angst vor dem Unbekannten
  • Angst vor Kontrollverlust

Durch die Gefangenschaft versucht sie die Ursache dieser Ängste loszuwerden:

  • Wenn der Vogel immer bei mir ist, bin ich nie alleine.
  • Wenn der Vogel in einem Käfig sitzt, kann er mich nicht ablehnen.
  • Wenn der Vogel in meinem Käfig sitzt, vervollkommnet er mich und ich kann ihn zur Schau stellen.

Das ist genau das, was auch wir oft mit den Menschen tun, die wir angeblich lieben. Wir sperren sie ein in einen goldenen Käfig aus Bedingungen und Erwartungen. Da heißt es dann zum Beispiel:

  • „Ich will nicht, dass du jeden Abend so lange mit deinen Jungs unterwegs bist [sonst bin ich alleine].“,
  • „Es gefällt mir nicht, dass du diesen kurzen Rock beim Weggehen mit deinen Mädels anziehst [sonst findet dich noch ein anderer schön und du könntest mich ablehnen].“ oder
  • „Du solltest etwas mehr Sport machen, wenn du willst, dass ich dich noch attraktiv finde [sonst siehst du irgendwann schlimmer aus als ich und kannst mich nicht mehr vervollkommnen].“

All das sind ebenfalls Versuche, die Ursache unserer Ängste zu bekämpfen. Und jetzt die Preisfrage:

Hat das jemals funktioniert?

 

Nein. Noch nie. Bei keinem einzigen Menschen auf der Welt. Es passiert nämlich genau das Gegenteil.

Es ist ganz genauso wie mit dem Vogel in der Geschichte: Was du einsperrst, das verliert an Glanz, Lebendigkeit und an Reiz.

OK, vielleicht führt es im wahren Leben nicht direkt zum Tod des Eingesperrten, aber dennoch zu einem langsamen Sterben. Dem Sterben der Liebe:

 

Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslassen kannst

 

1. Ständige Verfügbarkeit

Menschen wollen das, was sie nicht haben können.

Das ist soweit klar, oder? Aber was ist der Umkehrschluss?

Menschen verlieren das Interesse an Dingen, die ständig verfügbar sind!

Auch das ist eine bittere Wahrheit. So war es früher mit dem neuem Spielzeug, das einige Tage später in der Ecke lag und so ist es heute immer noch mit allem anderen im Leben.

Was für einen Sinn hätte es auch, etwas zu begehren, was sowieso immer da ist?

 

2. Fehlende Möglichkeit zur freien Entfaltung

Fühlt sich ein Mensch eingesperrt, kann er auch nicht mehr in der Weise wirken, die du so an ihm liebst.

Sein „Aktionsradius“ ist ja im wahrsten Sinne des Wortes eingeschränkt. Wie der Vogel, der im Käfig nicht mehr fliegen kann und an dem die Frau ganz schnell das Interesse verliert.

Vielleicht begann deine Leidenschaft für deinen Schatz beim Tanzen und nun lässt du ihn nicht mehr auf die Tanzfläche, aus Angst, er könnte die Leidenschaft in jemand anderem wecken?

Woran denkt die Frau, als der Vogel gestorben ist zurück? An die Zeit als er frei war und sich frei entfalten konnte. Das hat sie an ihm geliebt… nicht sein Dasein als Zierobjekt im Käfig.

 

3. Gewöhnung

Wir gewöhnen uns an das, was wir ständig um uns haben. Egal, ob das ein Sportwagen, das neuste Smartphone oder eine Geliebte / ein Geliebter ist.

Attraktivität geht immer vom Unbekannten aus.

Sobald wir etwas zu genau kennen, wird es unattraktiv für uns. Die große Anzahl an Seitenspringern (männlich wie auch weiblich) wird mir das bestätigen.

Das ist zunächst eine schockierende Nachricht für alle Paare, die die Zeit der Verliebtheit überwunden haben, aber kein wirklicher Grund zur Sorge. Die sinkende Leidenschaft in einer Beziehung wird nämlich in den meisten Fällen durch die wachsende partnerschaftliche Bindung mehr als ausgeglichen.

In diesem Fall kann dir dann die Gewohnheit sogar den Weg zum wahren Glück zeigen.

Dennoch gewöhnst du dich ungleich mehr an etwas, das du ständig unter deiner Kontrolle hast, als an etwas „freies“ und gewissermaßen „unberechenbares“.

 

4. Fehlende Angst

Jetzt wird’s aber sonderbar. Angst soll gut für die Liebe sein?

Jawohl.

Der Reiz des Unbekannten führt doch erst dazu, dass wir Interesse an einem anderen Menschen finden.

Die Gefahr der Ablehnung bewirkt, dass wir uns Mühe geben, ihn zu erobern.

Wenn du jemanden soweit „unter Kontrolle“ gebracht hast, dass du keine Angst mehr haben musst, dann ist die Liebe dahin. Dann ist er oder sie nur noch ein Spielzeug, eine Marionette, deren Fäden du ziehst und wer will schon eine Marionette lieben?

Paradoxer Weise war ja auch bei der Frau in der Geschichte die Ursache ihrer Angst (die Freiheit des Vogels)  gerade der Grund für ihre Liebe zu ihm.

 

5. Eigene Unvollkommenheit / emotionale Abhängigkeit

Wenn du einen Anderen Menschen zum Bestandteil deiner eigenen Identität gemacht hast, ist natürlich auch weniger von dir selbst da, das geliebt werden kann.

Was ließe sich an einem Menschen lieben, der dich anhimmelt und der seine Daseinsberechtigung nur in der Vervollkommnung durch dich sieht?

Da ist doch niemand zum lieben.

„Welche Frau sucht einen Mann, der eine Frau sucht, die einen Mann sucht?“

(Unbekannt)

Außerdem ist Abhängigkeit total unattraktiv.

Stehst du auf unselbständige Menschen, die ohne dich nicht leben könnten? Also ich nicht.

 

Wie du die Liebe retten kannst

Du weißt es natürlich schon:

Lass endlich los!

 

„Aber wie kann ich die Liebe loslassen?“

Der wichtigste Schritt dabei, ist die Abhängigkeit vom anderen zu beseitigen.

Nein, dazu musst du nicht deinen Partner um die Ecke bringen. Du musst nichts weiter tun, als dir selbst genug zu sein. Wenn du dir vollkommen genügst, bist du nicht mehr auf andere angewiesen. Deine Liebe wird von ganz anderer Qualität sein, weil du plötzlich geben kannst und nicht mehr nehmen musst.

Selbstgenügsamkeit kannst du zum Beispiel durch Meditation erlangen.

Wenn du dir erst einmal selbst genug bist, wirst du fast schon automatisch loslassen. Falls du aber dennoch etwas Hilfe dabei brauchst, kannst du auch gerne meinen Leitfaden zum Loslassen lernen nutzen.

 

„Aber wenn ich loslasse, gebe ich doch damit meine Liebe auf!“

Das ist Unsinn. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Aufgeben und Loslassen.

Aufgeben geschieht aus Angst, Feigheit und Hoffnungslosigkeit.

Loslassen basiert auf Liebe, Mut und Vertrauen! Das sind die wahren Ausdrucksformen der Liebe. Die Liebe kämpft nicht und deshalb gibt es hier auch kein Aufgeben oder Scheitern. Die Liebe steht über all dem. Deshalb schadet es auch oft mehr als es hilft, um die Liebe zu kämpfen.

 

„Aber was, wenn dann wirklich etwas passiert, wenn ich den, den ich liebe, loslasse?“

Willst du wirklich jemanden festhalten, der ohne diese „Fesseln“ sowieso weglaufen würde?

Das wäre doch sowieso keine wahre Liebe, sondern nur ein Brauchen. Und dass Abhängigkeit der Liebe total entgegen wirkt, haben wir ja oben bereits gesehen!

Das Leben ist eben eine kontinuierliche Veränderung und da kann es auch mal vorkommen, dass sich etwas in der Liebe ändert.

Dinge verändern sich und auch deine Liebe und die Menschen, die du liebst, können sich verändern. Nichts bleibt für immer gleich. Das wirst du akzeptieren müssen. Und weißt du was dabei hilft?

Loslassen 😉

 

Fazit

  • Wir halten die Menschen, die wir lieben fest, weil wir Angst haben.
  • Durch das festhalten versuchen wir die Ursachen dieser Angst zu beseitigen.
  • Leider führt genau das zum gegenteiligen Effekt, nämlich, dass die Liebe stirbt.
  • Loslassen ist die Lösung des Dilemmas und die Rettung der Liebe.
  • Die wichtigste Voraussetzung, um entspannt loslassen zu können ist, sich selbst genug zu sein.
  • Was das bedeutet und wie du es schaffst, erfährst du in meinem Leitfaden zum Loslassen lernen.

Wie siehst du das mit dem Loslassen? Gut für die Liebe oder viel zu riskant? Schreib einfach einen Kommentar!

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Warum die Liebe stirbt, wenn du nicht loslässt
5/5 (1 rating)

Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.

Das könnte dir auch gefallen

16 Kommentare - Hinterlasse den nächsten!

  1. Alex

    8. März 2016 um 8:54

    Guten Morgen! 🙂

    Toller Artikel und wieder Mal auf den Punkt gebracht. Zur Liebe gehört eben auch viel Mut. Der Vergleich mit dem Vogel ist sehr anschaulich und weise. Ich freu mich immer auf deine Artikel, sie geben den Impuls alle wesentlichen Dinge im Leben bewusst anzusehen. Einiges fühlt sich in mir stimmig an, andres weniger. Liebe und Loslassen gehört, wie du schreibst, zusammen.Ich gebe zu, dass mir das nicht immer im Leben leicht gefallen ist. Ich denke mir hat viele Jahre das nötige Vertrauen gefehlt-vor allem in mich selbst. Aber das Leben ist ja ein Prozess, ein Kreis, alles dreht und bewegt sich. 🙂 Der Begriff „Loslassen“ ist oft schwierig zu „greifen“ – ich denke es geht ums „Verstehen“. Sobald man sich oder das Leid das man fühlt versteht, kann es sich denk ich auflösen. Das ist dann nichts was man „tun muss“, sondern etwas das passiert, weil man es verstanden hat.

    Ich freu mich auf deinen nächsten Artikel!

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. März 2016 um 7:37

      Hey Alex,

      dir auch einen guten Morgen =D

      Ich finde den Vergleich auch sehr gelungen und freue mich, dass meine Beiträge so gut bei dir ankommen =)

      Hast du gut erklärt mit dem Loslassen und Verstehen, denn immer wenn man etwas nicht versteht, hat man Angst vor dem mysteriösen Unbekannten und die bringt uns ja zum Festhalten. In vielen Fällen könnte man glaube ich anstatt Loslassen auch „Einlassen“ sagen, denn wenn man sich erst mal auf etwas wirklich einlässt, durchschaut man es mit der Zeit auch =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Ildiko

        13. März 2016 um 22:56

        Hallo Norman, also Einlassen ist auch noch mal ein weiterer Aspekt. Es ist ja im Grunde auch so etwas wie ein Loslassen, letztlich ist es das Vertrauen, das man in sich und den Partner hat und auch die Dankbarkeit für die Zeit, die man miteinander verbringt.

        In der Geschichte erinnert sich die Frau auch an diesen Vogel zurück, der so frei und lebendig durch die Lüfte geflogen ist. Das ist auch noch mal eine sehr starke Metapher.

        Durch die Ängste und Verbindlichkeiten, die wir dem Partner aufbinden, verändern wir den Partner so dermaßen, dass wir ihn nicht mehr wollen, und dann wundern wir uns.

        Und letztlich ist das darauf zurückzuführen, dass man den Partner mit diesen Aspekten „braucht“. Ich denke auch, dass man an jemanden neuen oftmals das so interessant findet, was man selbst nicht hat bzw. sein/haben möchte. Also wenn ich einen Partner kennenlerne, der sehr stark und frei ist, und das anziehend finde, ist es meist so, dass ich mir diese Eigenschaften selbst wünsche. Wenn ich also in meinem eigenen Selbstbewusstsein so weit wäre, könnte ich mir diesen Aspekt bewusst machen, mit dem Partner diesen neuen Weg einschlagen und dann eben von ihm lernen, wie ich selbst freier und stärker werde. Und diesen Weg mit dem Partner gleichzeitig auch geniessen.

        Wenn wir tatsächlich zusammenkommen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Eigenschaften habe, die der Partner gern hätte, ziemlich groß. Somit könnte man gemeinsam weiter wachsen. Und dann geht dieser Weg entweder länger gemeinsam, oder man hat gelernt und „darf“ getrennte Wege gehen.
        Und dadurch dass man losgelassen und sich auf diese Beziehung eingelassen hat, ist es doch sogar „fruchtbar“ gewesen. Eine weitere Erfahrung auf unserem Lebensweg.

        Und meist merkt man eh, ob es beiden Partnern wirklich noch gut tut, dass man weiterhin zusammen bleibt, wahre Liebe wäre in diesem Fall dann, dass man für den Partner den Partner loslässt und dankbar ist. Und so schön sich das alles in der Theorie anhört, so hart und schmerzvoll ist es im realen Leben. Daher müssen wir uns diese Dinge eben immer wieder ganz bewusst sein.
        Danke für deinen Impuls

      • Norman Brenner

        16. März 2016 um 19:19

        Hey Ildiko,

        danke für die tolle und wichtige Ergänzung! Ja, Einlassen oder auch Zulassen ist im Prinzip genau das selbe wie Loslassen. Man lässt den Status Quo los und lässt sich auf etwas anderes ein =)

        Sehr schön finde ich auch deinen Hinweis auf das „an sich selbst vermissen“. Das habe ich auch schon bei mir selbst beobachtet. Ich konnte sogar feststellen, dass man automatisch damit aufhört den Partner in diese Richtung zu verändern, wenn man damit beginnt, sich selbst in die gewünschte Richtung zu bewegen =)

        Und ja: Es ist extrem hart und schwer im wahren Leben. Bewusst-Sein ist ganz wichtig, aber auch das erfahren und selbst durchleben. Ich denke, genau dafür sind solche Situationen auch da, damit man sie bewusst durchleben und daraus seine Schlüsse ziehen kann.

        Liebe Grüße

        Norman

  2. Anna Böhm Anna

    8. März 2016 um 11:11

    Du hast ja so recht, Norman! Ohne Loslassen gibt es wirklich keine echte Liebe, das habe ich selbst schon erfahren und das beobachte ich immer wieder bei anderen. Da Loslassen auch in anderen Lebensbereichen immer wieder Wunder bewirkt, finde ich, kann man das in seiner Partnerschaft richtig gut üben. Da sieht man direkt wie durch das Loslassen immer mehr Nähe zum Partner möglich wird. Und wenn man dieses positive Feedback bekommt, generiert das Vertrauen, auch in anderen Aspekten des Lebens loszulassen.
    Danke für diesen tollen Artikel!
    Liebe Grüße
    Anna

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. März 2016 um 7:40

      Hey Anna,

      super, dass du damit schon deine eigenen b-e-w-u-s-s-t-e-n Erfahrungen gemacht hast! Und ja, wenn man einmal bei einer Sache merkt, dass das Loslassen ja gar nicht so schlimm ist, dann schwinden auch die Hemmungen in anderen Bereichen =)

      Wie gut gelingt es dir denn in einer Beziehung loszulassen? Hast du es mittlerweile drauf?

      LG Norman

      Antworten
  3. Thomas

    9. März 2016 um 14:55

    Hey Norman,

    Toller Artikel und ganz deiner Meinung. Sehr treffend finde ich auch deine Unterscheidung zwischen aufgeben und loslassen.

    Weiter so!

    Gruß
    Thomas

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. März 2016 um 6:14

      Moin Thomas,

      danke!

      Ich sehe, dass du auch einen sehr schönen Blog hast! Gefällt mir =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  4. TeteGina

    4. Juni 2016 um 23:53

    Angst vor dem Unbekannten? Ist es nicht eher so, dass wir in der Liebe eher danach suchen!? Weil genau das macht doch die Magie der Liebe aus. Das Bekannte „entzaubert“ sich traurigerweise sehr schnell u.wird langweilig. Um für einen Menschen interessant zu bleiben, musst du dir deinen eigenen Zauber bewahren…

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Juni 2016 um 9:37

      Hey TeteGina,

      danke für deinen bereichernden Kommentar =)

      Mit Liebe hat das Unbekannte eher weniger zu tun.. viel mehr mit Verliebtheit und das sind zwei unterschiedliche Dinge. Verliebtheit ist hormonell bedingt und lediglich eine Tür zur Liebe. Die Liebe kann daraus entstehen, muss es aber nicht. Schmetterlinge im Bauch und sowas, das gehört zur Verliebtheit. Das Problem ist, dass viele Menschen das nicht richtig unterscheiden können und denken, es gehöre auch zur Liebe und dann sind sie zwangsläufig enttäuscht, wenn es weicht und denken, es wäre keine Liebe mehr da.

      Aber mit dem eigenen Zauber stimme ich dir zu =) Ich verstehe darunter, man selbst zu sein und auch zu bleiben und sich nicht für einen anderen zu verändern =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  5. Anna

    4. Dezember 2016 um 9:36

    Guten Morgen lieber Norman.
    Mich hat dein Beitrag wirklich sehr berührt und gelehrt, dass ich wirklich nur wieder mein Selbstvertrauen finden kann, wenn ich meinen Ex freund loslasse… er hat sich vor einer Woche von mir getrennt und es tut wirklich sehr weh… Aber ich muss mir eingestehen, dass ich in letzter Zeit sehr geklammert habe, sehr eifersüchtig war und ihn einfach zu Dingen gezwungen habe, weil ich Angst hatte, ihn an ein anderes Mädchen zu verlieren… nun ja er hat sich getrennt, weil er meint er würde mich nicht mehr lieben, mich nicht vermissen und er meint, dass es nicht das wäre, was er sich unter einer Beziehung vorstellt… er wollte gerne mit mir rausgehen (hab ne soziale Phobie…), und er war traurig, als ich Dinge ohne ihn gemacht habe (ich hatte ihn vorher zwar gefragt, aber er wollte nicht)… Ich hab sozusagen immer meinen Willen durchgesetzt, und ihn damit eingeengt… das tut mir wirklich sehr leid…
    erst hatte ich Angst ihn loszulassen, weil ich dachte, dass ich mich dafür entlieben muss. Doch dein Beitrag hat mir gezeigt, dass gerade loslassen wahre Liebe ist, was mich wirklich sehr erleichtert, da ich seit der Trennung zum ersten Mal (gut gestern war ich beim Training (wir haben zusammen Training) und es hat sich sehr gut angefühlt) das Gefühl habe, etwas richtig zu machen… Ich muss immer noch weinen, weil es zum einen wehtut, ihn loszulassen, zum anderen aber glaube ich an das, was Konfuzius gesagt hat… es lässt mich ein wenig hoffen, dass wir beide vielleicht doch noch ein Happy End haben werden…
    wirklich vielen vielen Dank und noch einen schönen 2. Advent

    Antworten
    • Norman Brenner

      6. Dezember 2016 um 6:41

      Hey Anna,

      super, dass du diesen Beitrag hier auch gefunden hast =) Und noch besser, dass es dir geholfen hat, diese Zeilen zu lesen!

      Ich bin davon überzeugt, dass es ein Happy End für dich geben wird, wenn du es schaffst loszulassen. Vielleicht nicht zwangsläufig mit ihm, aber dann ganz sicher in einer anderen Liebe =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  6. Kat

    8. Februar 2017 um 10:07

    Hey!
    Die Geschichte ist gut und verdeutlicht gut, zuviel klammern macht beide traurig (oder wütend ;)). Doch man sollte hinzufügen, dass es trotz allem unmöglich ist niemanden zu brauchen. Das ist einfach zu idealistisch, der Mensch ist ein soziales Wesen und wir werden menschlich durch die Beziehungen zu anderen. Ja , es ist ein manchmal schwierig die Balance zu finden, doch genauso wichtig nach dem Loslassen ist auch, zuzugebnen, dass wir mal jemanden brauchen und auch wenn wir mal fliegen und frei sein wollen, möchten wir danach in ein beschütztes Nest heimkehren. Es ist richtig, man sollte sich nicht nur über andere definieren, aber sich nur über sich selbst zu definieren und sich selbst zu verleugnen indem man so tut als bräuchte man niemand, ist fehlende Akzeptanz den eigenen Bedürfnissen gegenüber. Wir werden auch gerne gebraucht und freuen uns über den Zuspruch anderer wenn jemand sagt: Danke, dass du für mich da bist. In diesem Sinne, ja lasst los, aber vergesst nicht, auch dein Gegenüber hat meistens die gleichen Bedürfnisse, Ängste, Hoffnungen und Sorgen und es entschärft sie, sie zu teilen!

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Februar 2017 um 17:57

      Hey Kat,

      danke für diesen wertvollen Beitrag! Ich stimme dir zu: Wir sind soziale Wesen und brauchen Nähe und Geborgenheit. Und ich liebe deine Metapher mit der Rückkehr ins Nest. Aber ich finde, gerade dieses Nest sollte sich jeder selbst sein. Gerade das sichere Nest, in das man immer zurückkehren kann und wo man sich sicher und wohl fühlt sollte nicht von anderen Menschen oder äußeren Einflüssen abhängen, die wir nicht in unserer Hand haben.

      Wenn wir jemanden Lieben, ist es ok, mit ihm zusammen ein Nest zu bauen und sich dort gemeinsam wohl zu fühlen. Aber wenn es hart auf hart kommt, sollte jeder noch wissen, dass er in seinem eigenen Nest Schutz und Halt suchen kann, sonst steht er ganz schön hilflos da, wenn der Partner auf einmal nicht mehr das Nest teilen will.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  7. Fatos

    23. April 2017 um 22:59

    Ich habe heute von meine frau los gelassen, da ich wieder sie erobern wollte und das sie wieder glücklich ist wir führen eine entfernte bezihung, ich hate angst das ich sie verliere, da durch habe ich los gelassen ich hoffe das ich das richtige getan habe, vermisse sie jetzt aber ich muss da durch um fest zu stellen das wir wieder den zaubern, finden und sie mich aktraktiv findet ich habe sie aber nicht damit im stich gelessan oder?, ich wollte nur das sie glücklich ist und mal an sich denkt und nicht nur an der bezihung was sie falsch macht oder was ich falsch mache sondern einfach das mit einander glücklich macht und nicht unter druck und mann sich immer vorfürfe macht ich wirklich das ich diese menschen nicht damit verloren habe es hat mir sehr weh getan aber ich wollte die angst überwinden und ich habs ich hoffe es war die richtige handlung, p,s wir sind verheiratet jedenfalls noch auser sie sieht das anders

    Antworten
    • Norman Brenner

      28. April 2017 um 6:10

      Hey Fatos,

      danke für deinen sehr persönlichen Beitrag!

      Ich finde deinen Mut sehr beachtlich. ich weiß, dass so etwas nicht leicht ist.

      Nach dem Lesen deines Kommentars bin ich etwas zwiegespalten:

      Einerseits finde ich es sehr bemerkenswert, dass du das Glück deiner Frau in den Vordergrund stellst und loslässt, damit sie und damit auch eure Beziehung wieder aufblühen kann.

      Andererseits sehe ich das mit dem „Zauber“ etwas kritisch.

      Falls du mit dem Zauber das Verliebtsein und Kribbeln im Bauch meinst, ist es nämlich meiner Meinung nach gefährlich, danach zu streben.

      Das Verliebtsein ist eigentlich nur eine Einleitung in eine Beziehung und soll(!) auch gar nicht länger anhalten.

      In der Phase des Verliebtseins blenden wir vieles aus, damit wir erst mal die Chance nutzen, dem anderen näher zu kommen. Zur Überblendung dienen dann beispielsweise auch die Schmetterlinge im Bauch. Anderenfalls würden wir uns vielleicht nie auf eine andere Person einlassen, weil wir immer irgendetwas finden würden, das uns nicht gefällt.

      Jedenfalls ist es ganz normal und wichtig, dass dieses Gefühl irgendwann aufhört. Dann entsteht eine andere, tiefere Art von Liebe. Zwar ohne Schmetterlinge, aber mit tiefem Vertrauen, was ich auf Dauer als viel wertvoller erachte.

      Soviel nur in der Kürze des Kommentares. Ich kenne ja auch eure Situation nicht genauer.

      Liebe Grüße und alles Gute für euch beide =)

      Norman

      Antworten

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

kostenloses eBook - Weisheiten des Flusses

Gefällt dir, was du hier liest?

Dann hol dir einfach mehr davon mit meinem kostenlosen eBook "Weisheiten des Flusses" und den Blog-Updates!

Danke fürs Teilen!

Gefallen dir meine Inhalte? Folge mir und bleib am Ball:

Send this to a friend