40 beruhigende Gründe, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben

Keine Angst vor dem Tod haben

Ich werde sterben…

Und das ist auch gut so!

Verblüfft, dass ich das so sehe?

Wir werden alle sterben. Ja, auch du. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Dass wir sterben und wie wir sterben, können wir einfach nicht beeinflussen. Aber wir können beeinflussen, wie wir damit umgehen.

Genau deshalb möchte ich dir heute 40 beruhigende Fakten vorstellen, damit du keine Angst mehr vor dem Tod haben musst!

 

Warum haben wir Angst vor dem Tod?

Ja, warum eigentlich? Der Tod ist doch das natürlichste auf der Welt? Warum haben wir solche Angst davor?

Ich glaube, es gibt zwei Hauptursachen für unsere Angst vor dem Tod:

Exklusiver Bonus: Lade dir die Top 5 Tipps gegen die Angst vor dem Tod herunter, die dich jederzeit schnell und effektiv daran erinnern, warum du keine Angst vor dem Tod haben musst.

 

Ursache 1: Die intuitive Angst vor dem Tod

Diese Angst ist sozusagen angeboren und resultiert aus unserem Überlebensinstinkt.

Wir Menschen und auch die meisten anderen Lebewesen, die ich kenne, sind nun einmal darauf programmiert, zu überleben. Unsere Angst hilft uns dabei, zum Beispiel indem sie uns davon abhält, in lebensgefährliche Situationen zu geraten.

Gegen diese intuitive Angst vor dem Tod können wir nichts machen. Sollten wir auch nicht, denn damit würden wir ja unsere Überlebenschancen bewusst reduzieren. Diese Angst ist es aber auch nicht, die uns letzten Endes quält und uns den Umgang mit dem Tod und damit auch das Leben so schwer macht. Dafür ist nämlich die zweite Ursache für unsere Angst vor dem Tod verantwortlich:

 

Ursache 2: Die rationale Angst vor dem Tod

Das ist eine selbstgemachte Angst, die wir uns im Laufe unseres Lebens einreden.

Die gute Nachricht gleich vor weg: Da wir uns diese Angst selbst einreden, können wir sie uns auch wieder selbst ausreden! Genau dazu dient dieser Artikel. Aber lass uns vorher noch kurz klären, woher diese rationale Angst vor dem Tod eigentlich kommt:

Sie resultiert zu einem großen Teil daraus, dass der Tod heute aus unserem gesellschaftlichen Leben und unserem Alltag fast gänzlich verschwunden ist.

Früher kamen die Menschen fast täglich mit dem Tod in Kontakt:

  • Sie mussten selbst Tiere jagen oder schlachten, um zu überleben
  • Sie mussten sich vor Raubtieren oder kriegerischen Stämmen schützen
  • Sie mussten selbst ihre sterbenden Angehörigen begleiten
  • Sie mussten ihren Toten eigenhändig die letzte Ruhestätte bereiten

Heute ist all das für die meisten von uns aus dem Alltag verschwunden:

  • Unser Essen kaufen wir abgepackt im Supermarkt
  • In Europa leben wir in Sicherheit vor Raubtieren und kriegerischen Handlungen
  • Unsere Sterbenden werden in Kliniken und Altenheimen betreut
  • Unsere Toten lassen wir professionell beerdigen

Der Tod ist kein Teil unseres täglichen Lebens mehr. Er ist für die meisten von uns etwas Fremdes und Unerwartetes. Deshalb trifft er uns so hart, wenn er dann doch mal an die Tür klopft. Und deswegen haben wir auch meistens Angst vor ihm, denn wir fürchten das, was wir nicht kennen.

Diesen Umstand wollen wir aber heute ändern. Ich werde dich nämlich jetzt mit dem Tod bekannt machen!

Keine Sorge – sterben muss dafür niemand! Ich werde dir einfach 40 gute Eigenschaften des Todes aufzählen, die du noch nicht kennst und die dich mit ihm aussöhnen werden.

Alles klar? Fangen wir an!

 

40 beruhigende Gründe, keine Angst vor dem Tod zu haben

Unsere selbstgeschaffene Angst vor dem Tod lässt sich grob in zwei verschiedene Arten unterteilen:

Da wäre zum Einen die Angst vor dem Sterben, also dem Vorgang, der uns vom Leben in den Tod überführt.

Zum anderen ist da die Angst vor dem tot sein, also dem Zustand, der bedeutet, dass wir nicht mehr da sind.

Gegen beide Arten dieser Angst habe ich hier ein paar sehr wirkungsvolle Heilmittel für dich zusammengetragen. Lass uns zuerst deine Angst vor dem Sterben besiegen:

 

Gründe gegen die Angst vor dem Sterben

1. Sterben tut nicht weh

Ja du hast richtig gelesen: Sterben tut nicht weh.

Woher ich das weiß?

Weil Sterben dasjenige Ereignis im Leben ist, dass einem jegliche Möglichkeit zu körperlicher Empfindung nimmt. Wie sollte also das wehtun, was jedem körperlichen Gefühl ein Ende macht?

Es ist ja gerade das Gegenteil der Fall:

 

2. Der Tod kann dich von Schmerzen befreien

Der Tod befreit dich von all deinen Schmerzen und Leiden.

Für viele Kranke ist er eine Erlösung. Ich behaupte das nicht einfach so, ich habe es schon von vielen Leidenden und auch ihren Angehörigen gehört.

„Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt angehörten.“

(Seneca)

 

3. Starke Schmerzen gehen schnell vorbei

Aber was ist vor dem Sterben? Vor dem Moment, wo alles zu Ende geht? Da kann ich doch noch Schmerz fühlen! Das tut bestimmt weh!

Auch da kann ich dich beruhigen. Mit Schmerzen ist es nämlich so: Je heftiger ein Schmerz ist, desto kürzer dauert er in der Regel. Wenn es anders wäre, würde die Selbstmordrate rapide in die Höhe schnellen.

„Kein Schmerz dauert lang, wenn er groß ist.“

(Seneca)

Das bedeutet, dass es entweder ganz kurz ziemlich heftig weh tun wird (das ist die Variante, die ich bevorzugen würde… so wie beim Pflasterentfernen) oder, dass es über eine längere Zeitspanne nicht so doll weh tun wird. Beides finde ich erträglich.

 

4. Sterben kann jeder

Sterben ist relativ einfach. Du musst nichts dafür können, sondern es einfach nur zulassen.

Du brauchst keine Einweisung, keine Genehmigung und musst dir nicht einmal ein Ticket kaufen.

Und wie viele haben es uns schon vorgemacht?

Wäre doch gelacht, wenn wir das nicht auch hinbekommen würden!

 

5. Dein Körper ist schon einmal gestorben

Die Zellen deines Körpers sterben ständig ab und werden gegen neue ausgetauscht.

Im Zyklus von etwa sieben bis zehn Jahren hat sich dein gesamter Körper einmal erneuert.

Du bist älter als 10? Dann ist den Körper schon mindestens einmal gestorben! Kann ja nicht so schlimm gewesen sein 😉

 

6. Du tust es bereits

Du stirbst nämlich. Jetzt in diesem Moment. Und jetzt. Und jetzt auch. Wir alle sterben mit jeder Sekunde ein Stück mehr. Von Geburt an.

Was soll also so schlimm an etwas sein, das du dein ganzes Leben lang schon tust?

Du weißt natürlich nicht, wie lange dein Leben dauern wird. Das ist meiner Meinung nach auch gut so. Aber du kannst dich damit trösten, dass du vom Sterben schon einen gewissen Teil abgeleistet hast. Du hast also gar nicht mehr das volle Paket vor dir!

„Nicht nur einen Tod gibt es. Der uns dahinrafft, ist nur der letzte.“

(Seneca)

Und warum solltest du nun Angst vor dem Abschluss dieses Prozesses haben? Das wäre ja so, als ob jemand mit Flugangst schon die halbe Strecke von München nach Los Angeles geflogen wäre und nur Angst vor der Ankunft hätte!

 

7. Du kannst nur einmal sterben

Falls es entgegen all unserer Erwartungen doch wirklich schlimm sein sollte zu sterben, dann können wir uns immer noch hiermit trösten:

Sterben musst du nur ein einziges Mal!

Kennst du das, wenn du eine schlimme Sache schon einmal gemacht hast und weißt, dass du sie nun wieder tun musst? Alleine der Gedanke daran, wie schlimm es beim letzten Mal war, macht es beim zweiten Mal noch viel schlimmer.

Aber der Tod ist kein Zahnarzt. Er behandelt dich nur ein einziges Mal. Versprochen.

 

8. Du verlierst das Bewusstsein, wenn es deinem Körper zu viel wird

Dein Bewusstsein hat eine Art Not-Aus-Schalter:

Wenn es ihm zu viel wird, schaltet es ab.

Du kannst es dir vorstellen, wie die Sicherung eines Stromkreislaufes. Haben wir zu große Schmerzen oder wird unsere Angst vor einem herannahenden Ereignis, wie zum Beispiel dem Aufprall bei einem Sturz aus großer Höhe, zu groß, greift dieser Sicherheitsmechanismus und wir werden ohnmächtig.

Das bedeutet, dass du von den wirklich schlimmen Momenten gar nichts mitbekommen wirst!

 

9. Der Tod kommt meist unerwartet

Klar kann man den Tod in gewisser Weise abschätzen.

Dass ein 85 jähriger Krebspatient nicht mehr so lange leben wird, wird er sich denken können. Aber den tatsächlichen Moment, in dem es passieren wird, den kann niemand wirklich voraussagen (es sei denn, er steht am Hebel des elektrischen Stuhles, an den du angeschlossen bist).

Wie soll mich dieser Umstand beruhigen und mir die Angst vor dem Sterben nehmen? Gerade dass er unerwartet kommt, macht mir ja solche Angst!

Ich sage, gerade das sollte dich beruhigen. Wie ich schon des Öfteren erwähnt habe, ist das Sterben in den meisten Fällen nicht wirklich qualvoll. Qualvoll sind meist nur unsere Gedanken an den Tod:

„So ist z.B. der Tod nichts Schreckliches, […] sondern die Meinung von dem Tod, dass er etwas Schreckliches sei, das ist das Schreckliche.“

(Epiktet)

Wenn du nun also akzeptierst, dass dich der Tod überraschen wird, kannst du dir zumindest die Gedanken über das Wann, Wie und Wo ersparen. Damit musst du dich nicht quälen!

 

Gründe gegen die Angst vor dem tot sein

10. Nicht leben ist nicht schlimm

Erinnerst du dich an die Zeit vor deiner Geburt?

Natürlich nicht. Du hast ja nicht gelebt.

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, musst du dir eingestehen, dass es Millionen und Milliarden von Jahren gab, in denen du nicht gelebt hast.

War das schlimm?

Nein. Du hast keine schlimme Erinnerung an diese Zeit, genauso wenig wie die gesamte Menschheit. Warum sollte es also ein Unterschied sein, ob du nicht (mehr) lebst, weil du gestorben bist oder, ob du (noch) nicht lebst weil du noch nicht geboren bist?

Nicht zu leben ist nichts schlimmes. Es ist die Regel. Leben ist die Ausnahme.

„Eine ganze Unendlichkeit ist abgelaufen, als wir noch nicht waren; aber das betrübt uns keineswegs.“

(Arthur Schopenhauer)

 

11. Der Tod befreit dich

Nicht nur von Schmerz und Leid.

Auch von vielen anderen Knechtschaften, die dir hier auf der Welt vielleicht vergönnt sind.

  • Armut oder Reichtum?
  • Ruhm oder Verachtung?
  • Hass oder Leidenschaft?

Egal unter wessen Herrschaft du auf dieser Welt stehst, der Tod befreit dich von ihr, wenn du es selbst nicht zu Lebzeiten schaffst.

 

12. Es kann nur einen geben: Dich oder deinen Tod

Solange du lebst, wird dich der Tod in Ruhe lassen.

Und wenn du gestorben bist gibt es dich nicht mehr.

Entweder gibt es dich oder deinen Tod. Es gibt keinen einzigen winzigen Moment in dem ihr beide gleichzeitig existieren könnt. Nicht einmal für eine Millisekunde.

Es ist als würdet ihr in verschiedenen Welten existieren. Vielleicht ist er ja nur der Übergang?

 

13. Der Tod ist reine Gewöhnungssache

Die Gewöhnung ist eine unserer menschlichen Superkräfte.

Wir gewöhnen uns einfach an alles!

Selbst an den Tod und das Sterben gewöhnst du dich. Warum sollte es hier auch eine Ausnahme geben?

Du hast bestimmt schon von todkranken Kindern gehört. Ich habe erst kürzlich eine Reportage darüber gesehen und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Selbst diese unschuldigen Kinder, denen nur ein geringer Teil der durchschnittlichen Lebenserwartung vergönnt ist, gewöhnen sich an den Tod. Und teilweise noch viel besser als Erwachsene. Ich war wirklich verblüfft mit welcher Selbstverständlichkeit diese Kinder ihren nahenden Tod angenommen haben und wie gelassen sie darüber reden konnten.

Wenn es diese Kinder können, dann kannst du es auch!

„Kinder, junge Leute und Verrückte fürchten den Tod nicht. Es wäre doch eine Schande, wenn uns die Vernunft nicht dasselbe verschaffen könnte.“

(Seneca)

 

14. Der Tod ist natürlich

Die Natur hat es gut mir dir gemeint, weil du geboren wurdest. Warum sollte sie es nun schlecht mit dir meinen, wenn sie dich sterben lässt?

„Macht euch vertraut mit der Natur, erkennt sie als eure Mutter; ruhig sinket ihr dann in die Erde hinab.“

(Anselm Feuerbach)

Der Tod ist kein Gegenspieler des Lebens, er ist ein Teil von ihm! Ja, wir brauchen ihn sogar, wie du an den folgenden Punkten unschwer erkennen wirst:

 

15. Durch den Tod kann neues Leben entstehen

Du lebst, weil vor dir viele Menschen und andere Lebewesen gestorben sind!

Wäre niemals ein Lebewesen auf dieser Erde gestorben, würdest du jetzt nicht Leben können, denn die Erde wäre viel zu klein für so viele Lebewesen.

 

16. Du lebst, weil es den Tod gibt

Nicht nur, weil er Platz für dich geschaffen hat, sondern auch, weil er deine Eltern dazu motiviert hat, dich zu zeugen und aufzuziehen!

Denkst du denn, ohne Tod würden Menschen sich noch fortpflanzen wollen?

Was ist denn der eigentliche Sinn der Fortpflanzung? Ganz genau: Die Erhaltung der eigenen Art. Dieser Akt wäre also völlig sinnlos ohne den Tod. Demnach hätten deine Eltern und deren Eltern und die Eltern von den Affenmenschen, die die Vorfahren deines gesamten Stammbaumes waren, nie daran gedacht Nachwuchs zu bekommen!

 

17. Ohne Tod keine Evolution

Du hast es vielleicht schon im vorangegangenen Punkt gemerkt:

Wenn unsere Affenmensch-Vorfahren keine Kinder bekommen hätten, wäre die Welt jetzt immer noch von Affenmenschen bevölkert.

Halt, stimmt gar nicht. Sie wäre von Dinosauriern bevölkert.

Moment. Oder wäre sie gar nicht bevölkert?

Gäbe es vielleicht gar kein komplexes Leben auf der Erde, wenn nicht der erste Einzeller durch seine Vergänglichkeit dazu motiviert worden wäre, Zellteilung zu begehen? Denk mal drüber nach…

 

18. Der Tod nährt das Leben

Wenn es den Tod nicht gäbe, wie sähen dann unsere Kühlschränke oder die Kühlregale im Supermarkt aus?

Auf jeden Fall ziemlich fleischarm.

Es war schon immer so und wird auch immer so sein:

Und ja: Auch unser Körper wird eines Tages andere Lebewesen ernähren. Und damit meine ich nicht nur die Regenwürmer unter der Erde. Selbst, wenn du dich verbrennen lässt, liefert dein Körper wertvolles Kohlendioxid, mit dem Pflanzen Fotosynthese betreiben können.

Du kommst nicht daran vorbei!

 

19. Dein Tod ist deine Chance

Er ist nicht nur eine Chance für neues Leben auf der Welt und im Universum. Vielleicht schafft er auch Platz für etwas neues, was dich angeht.

Nur weil du nicht mehr hier auf der Erde und am Leben bist, heißt das ja nicht, dass du gar nicht mehr bist.

„Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.“

(Sokrates)

Wenn ich an diese Möglichkeit denke, fällt mir unweigerlich das wundervolle Gedicht „Stufen“ von Herrmann Hesse ein.

Es gibt mir immer so viel Hoffnung und Zuversicht und ich empfehle es auch immer wieder Menschen, die sich in tiefer Trauer an mich wenden.

Hier findest du übrigens auch eine von Hesse persönlich gelesene Version von Stufen auf Youtube.

 

20. Dein Tod ist eine Chance für andere

Ja, ganz recht.

Ich weiß, dass es schwer ist, das so zu sehen. Aber es ist nun einmal ein Grund, der für den Tod spricht.

Durch den Tod eines geliebten Menschen verändert sich oft das ganze Leben seiner Familie und Freunde. Natürlich ist da erst mal Trauer und vielleicht sogar auch Wut und Unverständnis. Aber nicht selten führt der Tod eines geliebten Menschen seinen Angehörigen vor Augen, wie kostbar das Leben ist. Das hat manchmal weitreichende Folgen.

Ich habe schon von Menschen gehört, die ihr komplettes Leben auf den Kopf gestellt haben, weil sie plötzlich realisierten, dass sie gar nicht ihr eigenes Leben gelebt haben. Sie kündigten vielleicht ihren verhassten Job und lebten fortan viel glücklicher und erfüllter. Ohne das schreckliche Ereignis wäre es wahrscheinlich nicht soweit gekommen. Deshalb lässt sich daraus auch ein weiterer beruhigender Grund für dich selbst ableiten:

 

21. Du bist nicht abhängig von der Zukunft!

Lebe dein Leben heute und du hast morgen nichts zu versäumen!

Oft kommt die Angst vor dem Tod nämlich auch daher, dass Menschen ihr Leben nicht so leben können, wie sie es eigentlich wollen!

Daraus entsteht auch zum größten Teil die Reue im Alter, etwas im Leben versäumt zu haben.

Wenn du dein Leben jeden Tag so lebst, wie du es wirklich willst, musst du auch am Ende nichts bereuen und kannst in Frieden gehen.

„Wenn du beim Sterben gelebt zu haben wünschst, so solltest du schon jetzt leben.“

(Mark Aurel)

 

22. Du kannst dich auf den Tod vorbereiten

Du lebst. Das heißt, du hast noch Zeit. Zeit, dich auf deinen Tod vorbereiten.

Wie du dich vorbereiten kannst?

Das ist ja quasi die Quintessenz aus dem vorherigen Punkt:

Du siehst: Der beste Weg, sich auf den Tod vorzubereiten, ist ein vernünftiges und erfülltes Leben zu führen. Welch ein Glück, dass genau dies das Thema dieses Blogs ist!

„Leben muß man das ganze Leben hindurch lernen, und was vielleicht noch sonderbarer klingt: all seine Lebtage muß man sterben lernen.“

(Seneca)

 

23. Der Tod macht alles gleich

Der große Gleichmacher.

Auch das ist eine gute Eigenschaft des Todes:

Er verschont keinen. Jeder wird von ihm besucht. Es ist doch schon ein Trost, zu wissen, dass es allen anderen genauso ergehen wird wie dir.

Aber nicht nur, weil er ausnahmslos jeden zu sich holt, macht er alles gleich. Auch, weil er jedem alles nimmt.

Weder Geld, noch Ruhm, noch deinen Körper kannst du mitnehmen. Soviel steht fest. Ich weiß nicht, ob er uns überhaupt etwas übrig lässt. Die einzige Chance, etwas behalten zu können, liegt letzten Endes nur in deinem wahren Selbst.

 

24. Der Tod treibt deine persönliche Entwicklung an

Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Selbstentwicklung und die Beschäftigung mit dem eigenen Wesenskern wohl zu den sinnvollsten Tätigkeiten im Leben zählen.

Und in der Tat motiviert uns der Tod ja geradezu dazu, mit uns selbst ins „Reine“ zu kommen, bevor wir ableben.

Warum sind wir hier, wenn nicht, um uns zu entwickeln?

 

25. Der Tod gibt deinem Leben einen Sinn

Er erinnert dich daran, dich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren.

Dein Leben ist kurz und flüchtig. Wenn unser Leben endlos wäre, hätten wir doch gar keine Motivation, heute etwas daraus zu machen. Es gäbe doch immer ein Morgen… und ein Übermorgen…

Nur dadurch, dass uns im wahrsten Sinne des Wortes eine „Deadline“ gesetzt wird, fangen wir doch überhaupt erst etwas mit unserem Leben an!

Und genau aus diesem Grund hat der Tod auch noch zahlreiche weitere Vorteile im Gepäck:

 

26. Der Tod macht dich glücklich

Warum genießen wir etwas? Weil es endlich ist.

Das Leben ist endlich – dem Tod sei dank – nur deshalb können wir es genießen!

Unsterblichkeit würde doch den ganzen Spaß aus der Sache nehmen. Nehmen wir zum Beispiel das Achterbahnfahren. Denkst du ein Unsterblicher könnte sich daran erfreuen? Kein Nervenkitzel, kein Adrenalin, ja nicht einmal Verliebtheit (Gruß an alle Twilight-Fans) wäre für den Unsterblichen drin, denn er hätte sie ja gar nicht nötig.

Wenn also Unsterblichkeit den Spaß nimmt, kann man dann vielleicht sogar behaupten, dass der Tod erst den Spaß ins Leben bringt?

 

27. Der Tod macht dich zufrieden

Durch die Vergänglichkeit aller Dinge, lernst du erst zu schätzen, was du hast.

Würdest du und all dein Hab und Gut ewig bestehen, wären all diese Dinge selbstverständlich für dich. Dinge die selbstverständlich sind, schätzen wir nicht mehr. Aber damit nicht genug:

Gäbe es die Vergänglichkeit nicht, wären wir unersättlich!

Was würde uns daran hindern, immer mehr und mehr zu wollen und es uns auch zu nehmen?

Nur durch die Endlichkeit aller Dinge können wir auch zufrieden mit ihnen sein!

„Den größten Reichtum hat, wer arm an Begierden ist.“

(Seneca)

Ich weiß, was du jetzt denkst: Aber wir Menschen wollen doch immer mehr und mehr!

Das ist ja unser Problem. Wir leben, als seien wir unsterblich und denken nicht an den Tod. Wer zum Teufel braucht 300 Millionen Euro im Leben und hält es dann auch noch für nötig Steuern zu hinterziehen?

Würden wir den Tod in den Alltag zurückholen, würden die Menschen zufriedener werden!

 

28. Der Tod hilft dir, Prioritäten im Leben zu setzen

Er zeigt uns, worauf es im Leben wirklich ankommt und worauf nicht.

Ist es sinnvoll den größten Teil seiner kostbaren Lebenszeit damit zu verbringen, für Geld und materielle Besitztümer zu schuften?

Nein? Denke ich auch nicht. Aber woher wissen wir das?

Weil uns klar ist, dass wir materielle Dinge nicht mitnehmen können, wenn wir sterben. Sie können also nicht der Endzweck unseres Lebens sein.

Der Tod ist also so etwas wie eine Glaskugel, die uns hilft, Entscheidungen zu treffen.

 

29. Der Tod macht dich unabhängiger

Wir sind doch alle abhängig.

Von der Meinung anderer Leute, von unserem Chef oder von unserem Besitz.

Mit Hilfe des Todes kannst du dir darüber bewusst werden, dass all diese Dinge letzten Endes keine Bedeutung haben werden. Wenn du das verstehst, kannst du schon zu Lebzeiten viel leichter mit ihnen umgehen und deine Abhängigkeiten auflösen.

„Wer sterben gelernt hat, hört auf, ein Knecht zu sein.“

(Epikur)

 

30. Der Tod kann dein Leben verbessern

Um genau zu sein ist es deine Angst vor dem Tod, die dein Leben besser machen kann.

Wie soll das denn funktionieren?

Psychologen nennen es „posttraumatisches Wachstum“.

Darunter versteht man, dass Menschen nach traumatischen Ereignissen, wie zum Beispiel Todesangst, ihr Leben mit anderen Augen sehen und es auf verschiedene Arten verbessern können. Es kommt vor, dass solche Menschen…

  • das Leben viel mehr schätzen und genießen
  • bessere persönliche Beziehungen führen
  • sich über ihre eigenen Stärken bewusst werden
  • ganz neue Möglichkeiten im Leben erkennen

Sie finden also etwas Gutes im vermeintlich Schlechten. Dennoch rate ich dir nicht, dich nun bewusst eines Todesangst auszusetzen, wenn du dein leben verbessern willst. Das geht auch anders, zum Beispiel, indem du meinen Blog liest!

 

31. Der Tod macht dich dankbar

Woran denkst du, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist?

An den Ärger und die Streitigkeiten mit ihm? Oder an die guten Zeiten und die tollen Momente?

Ganz recht. Du bist dankbar dafür, dass du Zeit mit diesem Menschen verbringen durftest.

Der Tod ist also für positive Emotionen verantwortlich! Gleichzeitig kann er dir sogar dabei helfen, negative Emotionen zu beseitigen:

 

32. Der Tod hilft dir zu verzeihen

Er führt dir vor Augen, wie kleinlich und stur du in manchen Situationen warst / bist.

Wenn der Tod geliebter Menschen herannaht, neigen wir dazu ihnen zu verzeihen. Wir wollen, dass sie in Frieden gehen können. Genauso verzeihen aber auch sterbende meist anderen Menschen, damit sie selbst ruhigen Gewissens gehen können.

Diese positive Eigenschaft des Todes kann und sollte man sich am Besten schon zu Nutze machen, wenn man noch voll im Leben steht. Zum Einen kann der Tod einen natürlich jeder Zeit überraschen (siehe Punkt 9). Zum Anderen haben wir aber doch auf jeden Fall mehr davon, unseren Lieben schon zu Lebzeiten zu vergeben und Frieden zu schließen. So können wir noch viel mehr positive Momente mit ihnen erleben und haben am Ende noch viel mehr Gründe um dankbar zu sein.

Schreibe dir Nummer 30 deshalb hinter die Ohren!

 

33. Der Tod macht ehrlich

Wie viele Lebenslügen sind mit den letzten Atemzügen auf dem Sterbebett ans Licht gekommen?

Hier regiert die Ehrlichkeit. Sterbende haben das tiefe Bedürfnis ihre Angelegenheiten vor ihrem Tod zu klären.

Schade, dass es viele erst zu ihrem Lebensende schaffen, wirklich ehrlich zu anderen und sich selbst zu sein. Aber auch diese positive Seite des Todes lässt sich im Voraus nutzen, wenn man sie kennt. Das tust du nun, also nutze sie!

„Der nah herangerückte Tod vertreibt prahlerische Worte.“

(Seneca)

 

34. Der Tod ist nur der große Bruder des Schlafes

Was haben Schlafende und tote gemeinsam?

Sie nehmen nicht bewusst am Weltgeschehen teil.

Und findest du Schlafen schlimm? Hat es nicht eher etwas beruhigendes?

Natürlich kann kein lebendiger Mensch sagen, ob tot sein dem Schlafen ähnlich ist. Im Schlaf passiert zumindest einiges im Gehirn, was ja bei Toten nicht mehr der Fall ist. Aber es ist Fakt, dass du, während du schläfst, nicht bewusst auf der Welt existierst. Du existierst vielleicht bewusst in den Augen von wachen Menschen, die dich sehen oder du existierst bewusst in deinem eigenen Traum, aber du existierst nicht bewusst in der Welt.

Ich persönlich schlafe ziemlich gerne und finde diesen Gedanken besonders tröstlich.

 

35. Der Tod ist dein Ass im Ärmel

Was jetzt kommt, könnte für zart besaitete etwas verstörend wirken. Wenn du mit dem Tod und insbesondere mit dem Thema Suizid nicht so gut umgehen kannst, empfehle ich dir zum nächsten Punkt weiterzuspringen und die folgenden Absätze besser nicht zu lesen:

Der Tod ist das einzige im Leben, was du wirklich mit absoluter Gewissheit herbeiführen kannst, wenn du es willst.

Nichts im Leben lässt sich so sicher bewerkstelligen, wie der eigene Tod. Dein Tod ist so etwas wie die ultimative Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte unseres großen Lebensspieles.

Ich selbst bin zwar der Meinung, dass es immer einen besseren Weg im Leben gibt, als den Suizid, aber viele Menschen sehen das anders und nutzen diesen letzten Rückfahrschein. Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, aber für einige ist alleine die Gewissheit, aus dem Leben gehen zu können wann immer sie es für nötig halten, eine beruhigende Tatsache.

„Der Gedanke über Selbstmord ist ein starkes Trostmittel: mit ihm kommt man gut über manche böse Nacht hinweg.“

(Friedrich Nietzsche)

Hier kommen wir natürlich auch in den Bereich der aktiven Sterbehilfe. Auch ein sehr umstrittenes Thema. Meine Meinung dazu ist klar: Mein Tod gehört mir und dein Tod gehört dir. Niemand sollte darüber bestimmen, ob und wann ein anderer Mensch zu sterben hat, deshalb sollte auch niemand darüber bestimmen, ob und wann ein anderer Mensch weiterzuleben hat!

 

36. Du bist mehr, als das was stirbt

Was ist eigentlich dein Ich?

Ist es dein Körper? Oder dein Verstand? Oder die Kombination aus beidem?

Nein, es muss mehr sein. Denn Wenn es nicht mehr geben würde, dann könnte ich den Spruch „Dies ist mein Verstand“ gar nicht sagen und niemand würde ihn verstehen. Ich wäre ja mein Verstand und der Satz hätte keinen Sinn.

Es muss also etwas hinter Verstand und Körper geben, das in der Lage ist, diese zu erkennen und als einen Teil von sich zu bezeichnen.

Das ist das, was ich hier schon des Öfteren als wahres Selbst bezeichnet habe. Es ist der Lebensfunke, der unserem Körper und unserem Verstand bei der Geburt eingehaucht wird. Da dieses wahre Selbst nicht einfach geboren wird, sondern schon vor unserer Geburt existiert haben muss, wird es auch nicht mit unserem Tod sterben.

„Der Tod ist ein Schlaf, in welchem die Individualität vergessen wird. Alles andere erwacht wieder oder vielmehr ist wach geblieben.“

(Arthur Schopenhauer)

Dass du dich selbst freiwillig einzig und allein auf dein Ego reduzierst, ist im Prinzip auch der einzig wahre Grund, warum du sterben musst.

Wenn du dir nicht darüber bewusst bist, dass du mehr als dein Körper und Geist bist, kann der Tod schon ziemlich beängstigend sein. Denn dann bliebe ja rein gar nichts von dir übrig. Wenn du aber weißt, dass es da noch mehr gibt, ist das ein wirklich beruhigender Gedanke, der dem Tod einiges an Schrecken nehmen kann.

Und das führt uns auch wieder zu dem Schluss, dass die Veredelung dieses einzigen unsterblichen Bestandteiles in uns – unseres wahren Selbst – eine der sinnvollsten, wenn nicht sogar die sinnvollste Aufgabe im Leben sein muss!

 

37. Du kannst glauben

Gott, Buddha, die Macht, das wahre Selbst oder rosa Elefanten auf dem Mars. Die meisten Menschen glauben an etwas höheres. Eine Kraft, die die Welt und das Universum in Gang hält und vielleicht sogar geschaffen hat.

Es ist egal, was es letzten Endes auch ist, an das du glaubst. Das wichtigste ist, dass du glaubst. Dieser Glaube gibt dir den Halt, den du brauchst, um das Leben irgendwann loslassen zu können.

 

38. Der Tod ist nur eine Umwandlung deiner Energie

Alles verläuft in Zyklen.

Tage, Jahre, Energie… nichts verschwindet. Alles wird umgewandelt und kommt wieder. Sehr anschaulich habe ich das anhand der Metapher des Flusses in meinem kostenlosen eBook erklärt:

Auch der Fluss ist Teil eines solchen Kreislaufes. Er fließt ins Meer, wo das Wasser verdunstet, um dann anderenorts wieder niederzuregnen und einen neuen Fluss zu formen.

Stell dir dein Leben wie diesen Fluss vor. Seine Essenz, das Wasser, endet nicht mit dem Ende des Flusses. Es wird zu etwas größerem und „belebt“ schließlich neue Flüsse.

Diese Vorstellung gibt mir immer sehr viel Zuversicht.

Aber das hast du dir doch nur ausgedacht! Woher willst du denn wissen, dass es wirklich so abläuft?

Mit absoluter Sicherheit kann das natürlich niemand beweisen. Aber das Universum ist nicht verschwenderisch. Es bewahrt die gesamte Energie und Materie fein säuberlich in sich auf und lässt damit entstehen und vergehen. Mit dem Energieerhaltungssatz haben das unsere Physiker sogar schon bewiesen. Warum sollte das mit unserer Lebensenergie anders sein?

 

39. Du hast nun diese Liste

Ich selbst finde es extrem hilfreich, einmal alle diese Fakten übersichtlich aufgelistet zu haben. Speichere dir die Liste am Besten als Lesezeichen ab und komme immer wieder darauf zurück, wenn dich deine Gedanken an den Tod beunruhigen.

Auch ich werde hier immer wieder vorbeischauen und die Liste mit weiteren Punkten ergänzen, sollten mir noch welche einfallen!

Tipp: Lade dir die Top 5 Tipps gegen die Angst vor dem Tod herunter, die dich jederzeit schnell und effektiv daran erinnern, warum du keine Angst vor dem Tod haben musst.

 

40. Du beschäftigst dich mit dem Tod

Forscher haben festgestellt, je früher sich Menschen mit dem Tod beschäftigen und ihn in ihre Weltanschauung integrieren, desto geringer ist ihre Angst vor dem Tod im späteren Alter1.

Die Tatsache, dass du dich also mindestens seit heute mit dem Tod beschäftigst, ist alleine schon ein Grund dafür, weniger Angst vor ihm zu haben!

Mit diesem Wissen kannst du nun übrigens auch anderen das Leben leichter machen. Wenn du Kinder, Enkel, Neffen oder sonst irgendwie Kontakt zu jungen Menschen hast, dann kannst du sie mit diesen Fakten langsam und auf eine positive Art an das Thema Tod und Sterben heranführen. Sie werden es dir mit Sicherheit später danken!

1 Wink, P. & Scott, J. (2005). Does religiousness buffer against the fear of death and dying in late adulthood? Findings from a longitudinal study.The journals of gerontology. Series B, Psychological sciences and social sciences, 60(4), P207-14.

 


 

Bonus: 13 weitere Gründe, keine Angst vor dem Tod zu haben

 

1. Nachtrag (Oktober 2015)

Im Nachgang zu diesem Artikel und in der Diskussion darüber sind noch weitere Gründe ans Licht gekommen, warum du keine Angst vor dem Tod haben musst. Diese will ich dir natürlich nicht vorenthalten:

 

41. Auch Leben bedeutet Schmerz

Auch Leben tut weh.

Das hast du garantiert schon einmal mehr oder weniger stark erfahren.

Warum ist es nun beim Sterben schlimmer als beim Leben, wenn wir Schmerzen haben? Dort haben wir doch wenigstens die Zuversicht, dass es bald vorbei sein wird!

[Danke an Katja Tropoja]

 

42. Das Dasein ist nur die Form, unser Wesen und Sinn liegt im Nichtsein

Geburt und Tod bilden die Grenzen eines abgeschlossenen Raumes. Unseren „Lebensraumes“.

Mit diesem begrenzten Bereich ist es wie mit allen begrenzten Räumen:

Nicht die Form alleine macht den Nutzen aus, sondern die Leere. Lao Tse hat das in seinem Tao Te King sehr anschaulich beschrieben:

„Ton knetend, formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung. Aus Mauern, durchbrochen von Türen und Fenstern, baut man ein Haus. Doch erst sein Leerraum, das Nichts, gibt ihm den Wert. Das Sichtbare, das Seiende, gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare, das Nichts, gibt ihm Wesen und Sinn.“

(Lao Tse)

[Danke an Raphael]

 


 

2. Nachtrag (Februar 2016)

43. Wenn der Tod etwas schlimmes wäre, warum ist er dann unseren größten Vorbildern nicht so erschienen?

Jesus, Buddha, Seneca, Sokrates, Platon… ihnen allen war der Tod nichts Schreckliches. Keiner von ihnen hatte Angst vor ihm.

Jesus stellte sich einem qualvollen Tod und ließ sich ans Kreuz nageln. Seneca und Sokrates fanden es sogar so wenig schrecklich, dass sie mehr oder weniger freiwillig ihr Leben durch Aderlass und den Schierlingsbecher beendeten.

Sokrates sprach sogar in seiner Verteidigungsrede (die Apologie) davon:

Er berichtete, dass er Zeit seines Lebens eine Stimme vernommen hätte, die ihn jedes Mal davon abgehalten habe, etwas schlechtes zu tun. Das sei bei verschiedenen Lebensentscheidungen so gewesen, wie zum Beispiel bei der Entscheidung gegen den Kriegsdienst oder eine Karriere als Staatsmann, als auch bei speziellen moralischen Entscheidungen, als ihm beispielsweise befohlen wurde, einen Mann abzuholen, damit dieser hingerichtet werden solle. Gerade aber bei seiner Verteidigung, in der er sich selbst im wahrsten Sinne um Kopf und Kragen redete, blieb sie stumm. Daraus folgerte er, dass der Tod für ihn nichts schlechtes sein könne und begrüßte ihn sogar.

Ich persönlich glaube ja, dass diese Stimme nichts anderes als sein wahres Selbst war, das alleine wissen kann was gut und schlecht für es ist.

„Ängstigt euch nicht vor dem Tod, denn seine Bitterkeit liegt in der Furcht vor ihm.“

(Sokrates)

 


 

3. Nachtrag (März 2016)

44. Sterbende bekommen Beruhigungsmittel (sofern sie wollen)

Das ganze nennt sich palliative Sedierung (oft auch terminale Sedierung) und kann in verschiedenen Stufen erfolgen:

Es reicht von einer Linderung der belastenden Symptome, wie zum Beispiel von Schmerzen durch Morphin, bis hin zum künstlichen Koma, in das du dich versetzen lassen kannst. Dabei geht es aber nicht darum, schmerzfrei weiterzuleben, sondern möglichst belastungsfrei in den Tod begleitet zu werden. Eine Sedierung verkürzt das Leben also nicht, sondern „dämpft“ das Ende.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du dich in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung befindest und dein Tod wirklich kurz bevor steht.

[Danke an Anke]

 


 

4. Nachtrag (April 2016)

45. Du kannst das Sterben üben

Nein, nicht indem du versuchst dich umzubringen oder ähnliches!

Sondern, indem du dich darin übst, dein Ego loszulassen.

Unter Punkt 36 ist es bereits angeklungen: Dein Ego ist der einzige Grund, warum du sterben musst!

Weil du dich einzig und allein mit deinem Ego identifizierst und dich so von der gesamten Existenz separierst.

Wie kann man nun diese Anhaftung an das Ego loslassen und sich auf das Sterben vorbereiten?

Ein effektiver Weg, den ich dir empfehlen kann, ist Meditation.

 

46. Leben und Tod sind nur zwei Seiten der selben Medaille

Die Medaille heißt Existenz.

Alles, was existiert, braucht immer zwei Zustände, um da sein zu können. Sehr schön deutlich wird dies am Beispiel von Schall:

Wenn du einen Ton hörst, hörst du eigentlich eine Abfolge von „An“- und „Aus“-Intervallen. Das kannst du beispielsweise sehr schön am Klavier testen. Wenn du hier eine hohe Note spielst, fällt dir dieser Wechsel von Zuständen gar nicht auf, da er zu schnell ist. Spielst du aber eine tiefe Note, kannst du die Vibration tatsächlich hören. So wie die angeschlagene Saite hoch und runter schwingt, um den Ton zu erzeugen, so schwingt auch die Luft, die diesen Ton an unser Ohr überträgt. Das ist die sogenannte Schallwelle.

Wir Menschen neigen nun aber dazu, den Ton als solchen (also das, was existiert), nur mit dem „An“-Signal in Verbindung zu bringen. Dass auch das „Aus“-Signal bzw. die Lücke zwischen zwei Signalen absolut notwendig ist, damit der Ton entstehen kann, nehmen wir intuitiv gar nicht wahr. Und so ist es mit vielen Dingen im Leben:

  • Ein Musikstück besteht für uns aus den Noten, die gespielt werden. Die essentiellen Lücken dazwischen, die den Rhythmus erst ausmachen, ignorieren wir.
  • Licht existiert für uns nur durch seine Eigenschaft, hell zu sein. Dass auch Licht in Form von Wellen übertragen wird, genau wie der Schall, und eine Abfolge von „An“- und „Aus“-Signalen ist, nehmen wir nicht wahr.
  • Das Universum erforschen wir anhand seiner Meterieansammlungen: Planeten, Sterne, Galaxien. Wir denken nicht daran, dass ohne den immensen „leeren“ Raum zwischen diesen Erscheinungen gar kein Universum existieren könnte.
  • Ähnlich ist es auch mit der Materie selbst: Wir brechen sie herunter auf die Atome, zwischen denen aber auch große Lücken bestehen oder noch kleinere Teilchen wie Elektronen und Protonen zwischen denen die relative Entfernung und somit das „Nichts“ dazwischen immer größer wird, je tiefer wir gehen.

Wo die Intervalle zu groß oder zu klein für unsere menschliche Wahrnehmung sind, erkennen wir die Notwedigkeit der „Lücken“ nicht.

Und deshalb ist es auch ganz genauso mit dem Leben und dem Tod. Es ist eine einzige Existenz, die alternierende Zustände braucht, um in Erscheinung treten zu können. Du bist nicht nur dein Leben, du bist auch dein Tod.

Das bedeutet im Klartext: Nach dem Tod ist vor dem Leben!

 

47. Du kannst durch deine Kinder weiterleben

Wer sagt eigentlich, dass nicht die Natur selbst einen Weg der Unsterblichkeit entwickelt hat?

Stell dir doch mal vor, das Leben wäre ein ewig andauernder Staffellauf. Du läufst auf deiner Bahn Runde um Runde, Jahr um Jahr und trägst deinen Stab weiter und weiter, bis in alle Ewigkeit. Wäre es da nicht toll, wenn du irgendwann einmal den Stab einfach weitergeben könntest?

Genau das ist es doch, was wir durch unsere Forpflanzung tun. Wir tragen unseren Stab durch die Welt, zeugen Nachfahren und sagen irgendwann zu ihnen: „So, jetzt bin ich aber lange genug unterwegs gewesen. Mach du mal für mich weiter.“

Ist das nicht die beste Win-Win-Situation, die mach sich nur vorstellen kann?

Du lebst in Form deiner Kinder weiter und musst dich nicht mal dafür anstrengen. Als würdest du im Stadion auf den Rängen Platz nehmen und zuschauen, wie dein Stab weitergetragen wird, bis in alle Ewigkeit!

Übrigens, natürlich leben auch all deine Lieben in dir weiter, die bereits gestorben sind. Dazu noch ein kleiner Tipp:

Möchtest du dich an eine verstorbene Person erinnern, versuche nicht, dir ihr Gesicht oder ihre Stimme ins Gedächtnis zu rufen. Meist funktioniert das nicht oder nur sehr begrenzt, so dass du nur verschwommene Erinnerungen bekommst. Versuche stattdessen lieber, dir eine Situation in Erinnerung zu rufen, die ihr beide gemeinsam erlebt habt. Dein Unterbewusstsein ergänzt Gesicht, Stimme etc. dann automatisch und heraus kommen viel klarere Bilder. Bei mir funktioniert es jedenfalls so.

 


 

5. Nachtrag (August 2016)

48. Ein Universum ohne Tod wäre sinnlos

Ich habe es unter Punkt 46 schon angedeutet: Was macht ein interessantes Musikstück aus?

Richtig, die Noten, die gespielt werden.

Es kommt aber nicht nur auf die Noten selbst an, sondern auch darauf, wie lange sie gespielt werden, wie fest und in welchen Intervallen.

Werden und Vergehen machen die Komposition aus. Eine ebensolche Komposition ist das Universum. Aber wie sähe es nun ohne den Tod aus?

Stell die einfach ein Musikstück vor, bei dem der Pianist zu beginn einige Noten auswählt und diese dann durchgehend gedrückt hält. Keine Wechsel, keine Übergänge, keine Intervalle dazwischen. Einfach nur ein ewig andauernder Ton.

Ergäbe das Sinn?

Nein. Und noch dazu wäre es einfach stink langweilig!

In einem solchen Universum würde ich nicht existieren wollen. Und zum Glück bleibt es uns allen erspart, denn es gibt die Vergänglichkeit. Sie schafft Wechsel und Intervalle im Universum und macht es erst interessant.

 

49. Es wird eine Zeit geben, wo Körper und Geist den Tod begrüßen werden

Mitten im Leben oder in der Jugend kann man sich das nicht vorstellen, denn es ist wie mit dem Schlafen:

An einem hellen und herrlichen Sommermorgen, nach einem langen und guten Schlaf, will niemand wieder schlafen gehen.

Nach einem langen und harten Arbeitstag wird uns jedoch die Vorstellung, ins Unbewusste zu sinken, ungewöhnlich angenehm.

So ist es auch mit dem Leben. Wer sich gerade in der Blüte seiner Jahre befindet und noch unzählige Dinge erleben möchte, kann sich mit dem Gedanken an den Tod so gar nicht anfreunden. Wer jedoch ein langes und ereignisreiches Leben hinter sich hat, beginnt irgendwann auf ganz natürliche Weise mit dem Tod zu liebäugeln.

Leider wird dieses natürliche Phänomen in unserer heutigen Gesellschaft recht stark unterdrückt. Ärzte wollen einen mit allen Mitteln am Leben erhalten und Verwandte und Freunde wollen einem einreden, dass man schon wieder fit wird und gut und gerne noch 10 bis 20 Jahre vor sich hat.

Ältere Menschen, die den Tod offenkundig willkommen heißen, werden dadurch seltener. Teilweise, weil sie sich überzeugen lassen, aber auch, weil sie es lieber für sich behalten und diese Gedanken als „unnormal“ empfinden.

 

50. Der Tod ermöglicht dir erst das Fühlen und Wahrnehmen

Das ist ein paradoxer Punkt, oder?

Der Tod nimmt einem doch die Möglichkeit zu fühlen und wahrzunehmen!

Auf der einen Seite schon. Aber auf der anderen Seite könntest du gar nichts fühlen, wenn du nicht wüsstest, dass es auch das „Nicht-Fühlen“ gibt. Lass mich das etwas genauer erklären:

In Nummer 46 habe ich dir ja gezeigt, dass Leben und Tod nur zwei Seiten der selben Medaille sind. Das bedeutet, die eine Seite kann nicht ohne die andere existieren. Wenn es kein „Nicht-Existieren“ gäbe, woher wolltest du denn dann wissen, ob du existierst? Du hättest keinen Vergleich.

Das „Nicht-Existierende“ ist im Prinzip der große Hintergrund, von dem sich das Existierende abhebt. Wie die schwarzen Buchstaben in einem Buch, die erst durch den Kontrast zur weißen Seite existieren können. Oder wärst du in der Lage schwarze Buchstaben auf schwarzem Untergrund zu lesen? Auf der schwarzen Seite könnte ein geistiger Erguss von Helge Schneider stehen oder eine Formel zur Heilung von Krebs. Es wäre total bedeutungslos. Niemand würde es je erfahren.

Wenn es nur Existenz und keine „Nicht-Existenz“ gäbe, könntest du also gar nicht unterscheiden, ob du da bist, oder nicht. Du würdest nicht wissen, ob du etwas fühlst. Es wäre alles irgendwie belanglos. Und niemand würde im Universum je irgendetwas erfahren.

Gäbe es im Weltall nicht das schwarze „Nichts“ zwischen und hinter den Sternen, könnten wir sie gar nicht wahrnehmen.

Zum Erfahren benötigen wir Kontrast. Und ich denke, dass es genau darum im Universum geht: Um das Erfahren.

Welchen Zweck hätte das schönste und mannigfaltigste Universum, wenn nichts und niemand es je erfahren könnte? Nur da, wo etwas erfahren werden kann, findet auch etwas statt. Und um etwas erfahren zu können, benötigen wir Kontrast.

Gäbe es also auch nicht das schwarze „Nichts“ namens Tod zwischen und hinter dem Leben, könnten wir es einfach nicht wahrnehmen.

 

51. Der Tod ist reine Interpretationssache

Gerade habe ich dir die Notwendigkeit des Todes für die Wahrnehmung des Lebens geschildert.

Der Tod ist also der Hintergrund, auf dem das Leben stattfindet.

Dazu habe ich ein kleines Experiment für dich: Stell dir eine schwarze Tafel vor, auf die ich mit weißer Kreide eine runde Scheibe zeichne. Was siehst du?

Angst vor dem Tod: Tafel mit weißem Kreis

Die meisten Menschen sehen einen Ball vor dunklem Hintergrund. Du auch?

Es könnte aber auch ein Loch in einer Wand sein, oder?

Dass die meisten Menschen den Ball sehen, kommt daher, dass wir dem schwarzen Hintergrund intuitiv eine sekundäre Rolle geben. Dabei hat der Schwarzanteil auf der Tafel sogar eindeutig die Mehrheit.

Im Endeffekt gibt es hier aber kein richtig oder falsch. Es ist einzig und allein eine Frage der Wahrnehmung. Was empfindest du als wichtiger? Was hat für dich mehr Bedeutung? Der Hintergrund oder die Scheibe?

So ist es auch mit dem Leben und dem Tod. Intuitiv geben die meisten von uns dem Leben mehr Bedeutung als dem Tod. Wissen, ob das richtig ist, kann keiner. Es könnte also sein, dass das Leben nur der Hintergrund für den Tod ist, wo das eigentliche Geschehen stattfindet. Eine krasse Möglichkeit, oder?

 


 

6. Nachtrag (Januar 2017)

52. Der Tod macht das Leben wertvoll

Weißt du warum Diamanten so wertvoll sind?

Ja genau, weil sie selten sind. Sehr selten.

Je beschränkter ein Vorkommen ist, desto wertvoller.

Was hat das mit deinem Leben und dem Tod zu tun? Diamanten sind doch nahezu unzerstörbar und überdauern viele Generationen?

Die Verbindung liegt nicht in der Beschaffenheit, sondern in der Begrenzung. Wäre der gesamte Erdboden mit Diamanten übersät, wären die Dinger nichts wert. Du könntest Kinder sehen, die sie ins Wasser werfen und Bauarbeiter, die damit Hofeinfahrten schottern.

Genauso ist es mit deinem Leben. Genauer gesagt: Mit deinen Lebenstagen.

Hättest du unendlich viele davon zur Verfügung, wären sie rein gar nichts wert. Wozu sich freuen, morgens aufzuwachen, die Vöglein singen zu hören und die ersten Sonnenstrahlen auf dem gesicht spüren, wenn man das alles noch milionen und abermilionen Mal erleben kann? Wozu überhaupt aufstehn?

Dieser Punkt schließt eigentlich an Punkt 28 an, der dir gezeigt hat, dass der Tod dir hilft, Prioritäten im Leben zu setzen. Wie du siehst geht es sogar noch darüber hinaus und er hilft dir, das Leben an sich zu schätzen.

Er tut das, ob du dir dessen bewusst bist oder nicht. Aber wenn du dir dessen bewusst bist, dann tut er es noch viel besser, weil du in diesem Bewusstsein den Wert jedes einzelnen Tages in deinem Leben erkennen kannst und ihn dementsprechend behandelst. Du benutzt einen Diamanten ja auch nicht als Klostein, oder?

[Danke an Andy]

 

53. Du würdest dein Leben freiwillig abgeben

Ja, richtig gelesen.

Ich behaupte, zu wissen, dass du dein Leben freiwillig abgeben würdest.

Natürlich in einer bestimmten Situation.

Woher ich das weiß? Weil ich es selbst tun würde und weil wir uns vielleicht alle sogar genau dazu verpflichtet haben, um hier sein zu können. Stell dir folgendes Szenario vor:

Dir wird ein Aufenthalt im größten und besten Vergnügungspark der Welt angeboten. Dort kannst du die spannendsten Abenteuer erleben… Sein, wer du schon immer sein wolltest und tun, was du schon immer einmal tun wolltest. Wenn du den Park betrittst, wirst du ein völlig neuer Mensch. Du gibst deine bisherige Person quasi an der Garderobe ab und darfst dir eine völlig neue frei nach Wunsch zusammenstellen und für deinen gesamten Aufenthalt behalten. Der Preis für dieses fantastische Abenteuer wäre recht überschaubar: Es wäre die Bedingung, dass du den Park irgendwann wieder verlassen musst. Sonst nichts.

Würdest du einwilligen?

Natürlich würdest du einwilligen. Ich würde einwilligen. Es gibt ja nichts zu verlieren, sondern nur etwas zu gewinnen!

Außerdem wäre es vermutlich sowieso irgendwann langweilig, wenn du einfach auf ewig in diesem Park bleiben könntest. Das haben uns ja schon die Punkte 28 und 52 gezeigt. Egal wie viele Möglichkeiten er auch böte, irgendwann hättest du sie mal alle ausgeschöpft. Und dann? Wäre es nicht eine coole Idee, einfach hinauszugehen und das Angebot einfach nochmal anzunehmen? Alte Persona abgeben und eine neue erschaffen? Zurück auf Null, neue Abenteuer aus neuer Perspektive?

Ich persönlich bin der Meinung, dass wir genau das hier auf der Erde tun. Wir haben uns dafür entschieden, ein Abenteuer namens Leben in einem Vergnügungspark namens Welt mit einer Persona namens [Hier dein Name] zu erleben und im Gegenzug eingewilligt, irgendwann wieder hinauszugehen. Und wenn wir ehrlich zu uns sind, dann wollen wir auch irgendwann wieder hinausgehen. Und wenn du hinaus gehst und andere Personen hineinkommen, woran willst du dann erkennen, ob es ein anderer ist oder tatsächlich du im neuen Gewand (siehe diesen Kommentar)?

Natürlich ist das Beispiel etwas grob und begrenzt, aber hey, wenn man das Prinzip des Lebens en détail in einem Blogpost beschreiben könnte, wäre ich arbeitslos.

[Danke an Kurt]

 


 

7. Nachtrag (Oktober 2017)

54. Kurz vor dem Sterben schwindet die Angst vor dem Tod

Laut dem Ergebnis einer Umfrage sinkt die Angst vor dem Tod mit zunehmendem Alter:

  • Von den Befragten, die jünger als 30 Jahre waren, gaben rund 70% an, Angst vor dem Tod zu haben.
  • Im Kreis der Befragten um die 80 Jahre waren es nur noch 30%.
Scheinbar hilft uns das Älterwerden selbst dabei, den herannahenden Tod immer besser akzeptieren zu können.

Und wie in Punkt 22 beschrieben ist das beste Mittel gegen die Angst vor dem Tod sowieso, wenn du jeden Tag das beste aus deinem Leben machst.

Aber damit noch nicht genug:

Forscher der Universität von North Carolina haben nun herausgefunden, dass Menschen, die dem Tod unmittelbar ins Auge sehen müssen, überwiegend sogar noch gelassener und positiver damit umgehen!

Die Studie zeigte, dass am Ende des Lebens nicht Angst, Einsamkeit oder Panik herrschen, sondern Gefühle wie Verbundenheit oder Liebe dominieren.

Auch die Themen, die die sterbenden Menschen beschäftigten wandelten sich. Im Angesicht des Todes sind es laut der Studie vor allem die wirklich wichtigen Themen im Leben, wie etwa Familie, Freunde oder Spiritualität.

Der Vergleich mit Studienteilnehmern, die sich nur vorstellen sollten, sie müssten sterben zeigte, dass diese eher negative Gedanken und Gefühle äußerten. Es fällt uns scheinbar einfach sehr schwer, uns in eine solche Situation wirklich hineinzuversetzen. Daher sollten wir nicht davon ausgehen, dass unsere jetzige Einstellung zum Tod auch die sein wird, mit der wir ihm letzten Endes auch entgegen treten werden.

Wer dem Tod ins Auge schauen muss verliert den Schrecken vor ihm.

 

55. Du kannst das Sterben simulieren

Unglaublich aber wahr:

Forscher der Universität Barcelona haben herausgefunden, dass eine simple Simulation dabei helfen kann, die Angst vor dem Tod zu lindern.

Die Untersuchung beruht auf der Erkenntnis, dass Menschen mit Nahtoderfahrungen meist weniger Angst vor dem Tod haben als andere.

Die Forscher haben festgestellt, dass dieses Phänomen auch künstlich durch die Simulation einer außerkörperlichen Erfahrung („Out-of-Body-Experience“) erzeugt werden kann. Dazu benutzten sie einen relativ simplen Versuchsaufbau:

Angst vor dem Tod: Simulation Ego-PerspektiveDem Probant wird mittels einer Virtual-Reality-Brille und Vibrationssensoren sugeriert, dass Bälle auf ihn herabregnen. Dabei befindet er sich in der Ego-Perspektive und spürt die Bälle über die Sensoren.

 

Angst vor dem Tod: Simulation Beobachter-PerspektiveNach einer Weile wird in die Perspektive einer dritten, außenstehenden Person gewechselt und die Sensoren werden deaktiviert. Der Probant spürt nichts mehr, sieht aber seinen ursprünglichen virtuellen Körper von außen, der immer noch mit Bällen beregnet wird.

Die anschließende Befragung und der Vergleich mit einer Kontrollgruppe, die die Bälle durchgehend spürte, zeigte:

Ein virtuelles Nahtoderlebnis lindert die Angst vor dem Tod!

Die Ergebnisse legen nahe, dieses Verfahren künftig zur Therapie für Menschen mit großer Todesangst zugänglich zu machen.

Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, das Verfahren mit überschaubarem Aufwand selbst nachzustellen. Falls du jemanden kennst, der das kann oder vielleicht sogar tut, lass es uns bitte in den Kommentaren wissen. Vielleicht kann es jemandem helfen, der sich mit der Angst vor dem Tod sehr stark quält.

 

56. Du kannst lernen loszulassen

Das Loslassen ist das elementare Prinzip, das dem Überwinden der Angst vor dem Tod zugrunde liegt.

Es ist ja schon in vielen Punkten angeklungen:

Der Tod bzw. das Aufgeben des eigenen Lebens ist die ultimative Loslass-Herausforderung.

Wäre es da nicht von Vorteil, wenn man sich schon zu Lebzeiten im Loslassen üben würde?

Ich finde es geradezu fahrlässig, die Augen davor zu verschließen und so zu tun, als würde man sein Leben niemals loslassen müssen, obwohl man weiß, dass es irgendwann zwangsläufig soweit kommt!

Weil diese Fähigkeit des Loslassens so elementar ist und weil ich viele Fragen dazu bekommen habe, habe ich beschlossen, ein Buch zu schreiben, in dem ich dir Schritt für Schritt zeige, wie du das Loslassen erlernst und dich damit von deinen Ängste befreist und zu einem freien und leichten Leben findest und selbst dieses am Ende loslassen kannst: Zum Buch >>

 

Fazit

Ich habe dir gezeigt, dass du weder Angst vor dem Sterben, noch vor dem tot sein haben musst und, dass es viele Gründe für ein mögliches Weiterexistieren in einer anderen Form gibt.

Ich wünsche mir sehr, dass dir diese Auflistung dabei hilft, den Tod zu akzeptieren und ihn als Teil des Lebens anzusehen. Würdest du mir in den Kommentaren berichten, ob es bei dir funktioniert hat? Und wenn ja, welches war der ausschlaggebende Punkt?

 

So geht es weiter

Du kennst nun über 40 beruhigenden Gründen, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben.

Aber welche davon haben die beste Wirkung? Oder wichtiger, welche davon solltest du dir unbedingt ins Gedächtnis rufen, wenn dich die Angst vor dem Tod mal wieder übermannen will?

Ich habe eine gute Nachricht für dich, denn ich habe die Top 5 Tipps gegen die Angst vor dem Tod in einem PDF für dich zusammengefasst.

Druck sie dir aus, leg sie dir in die Nachttischschublade oder trag sie bei dir, um dich mit ihrer Hilfe jederzeit schnell und effektiv daran erinnern zu können, warum du vor dem Tod keine Angst haben musst:

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40 beruhigende Gründe, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben
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Über Norman Brenner
Nachdem ich zwei Studiengänge als Jahrgangsbester und trotz Stipendium abgebrochen habe, habe ich erkannt, worauf es wirklich im Leben ankommt. Seither helfe ich auch anderen Menschen ein Leben zu führen, das Sinn macht und sich gut anfühlt. Mehr.
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Lass los und beende deine Sorgen.


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226 Kommentare - Schreibe den nächsten!

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  1. Aljoscha Laschgari

    29. Oktober 2015 um 9:56

    Haha, super Idee der Artikel! Tut definitiv, was er soll! Weiter so!

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. Oktober 2015 um 10:31

      Danke, Aljoscha!

      Ich freue mich sehr, dass der Artikel seine Wirkung bei dir schonmal nicht verfehlt hat =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Dianii

        19. Januar 2016 um 3:52

        Danke, nachdem ich diese Zeilen gelesen habe, geht es mir irgendwie besser 🙂

        Ich hatte schon oft im Internet über dieses Thema gelesen und war danach nicht wirklich beruhigter oder weniger ängstlich.

        Zudem finde es toll das du jedem Menschen seinen eigenen glauben lässt,
        und du wirklich versuchst einem die angst zu nehmen.

        Wie gesagt bei mir hat es in diesem Moment irgendwie funktioniert 🙂

        Wenn dieser bedrückende Gedanke wiederkehrt, werde ich versuchen an deine geschrieben Sätze zu denken, und hoffentlich die ängste schnell wieder schwinden lassen.

        liebe grüße

      • Norman Brenner

        19. Januar 2016 um 16:06

        Hey Dianii,

        herzlich willkommen hier und vielen Dank für dein Feedback!

        Es ist schön zu hören, dass der Artikel sich von den meisten anderen zu diesem Thema abhebt und vor allem, dass er tut, was er soll =)

        Wenn du des öfteren Probleme mit solchen Gedanken hast, hab ich noch einen kleinen Tipp für dich: Schreib einfach kleine Zettel, auf denen je einer der obigen Punkte (vielleicht auch nur deine Lieblingspunkte) stehen und zieh jedes Mal einen, wenn dich deine Gedanken verfolgen =)

        Liebe Grüße

        Norman

      • Laura

        19. Februar 2017 um 23:50

        Hallo, danke für deinen Beitrag zum Tod, deine Worte haben mir geholfen, eine andere Sichtweise auf das Sterben und den Tod einzunehmen. Ich finde, dass du Recht hast, wenn du schreibst, dass Unzufriedenheit ein Faktor für die Angst vor dem Tod ist. Das trifft bei mir zu. Ich werde 30 und habe noch nicht das erreicht, was ich mir vorgestellt hatte. Wenn ich wüsste, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, dann würde ich viel glücklicher leben. Es ist schwer sein Ego loszulassen . Ich wünsche uns allen noch ein schönes Leben !

      • Norman Brenner

        20. Februar 2017 um 19:24

        Hey Laura,

        willkommen und danke für dein Feedback =)

        Und nochmal willkommen… im CLub XD Ich werde dieses Jahr auch 30 😉

        Ich persönlich habe bisher kein Problem mit dem Alter, kann aber nachvollziehen, was du mit dem „erreicht haben“ meinst. Da gibt es im Allgemeinen 2 Wege für dich:

        a) du gehst endlich an, was du erreichen willst

        b) du hinterfragst deine Ziele und warum du sie eigentlich erreichen willst

        Wie du ja auch bestätigst, ist Grundlage unserer Unzufriedenheit eigentlich immer, dass wir etwas vom Leben erwarten, was es uns gerade nicht bietet. Böte uns das Leben aber gerade dieses, wäre es etwas anderes, das wir vermissen würden. Sprich: Hättest du deine Ziele bisher erreicht, hättest du neue. Mit dieser Einstellung wird man nie zufrieden. Ich habe das hier teilweise mal etwas näher erläutert:

        http://www.vernuenftig-leben.de/dein-eigentum-gehoert-dir-nicht/

        Liebe Grüße und danke, dir auch ein schönes Leben (XD das klingt so endgültig ^^)

        Norman

    • Marlon

      28. April 2017 um 23:54

      Jeder Mensch ( vor allem in den Industrienationen) sollte dazu verpflichtet werden, diesen Artikel zu lesen.

      Er macht das Leben deutlich klarer und würde unsere gute Erde von den Folgen unseres Wahnsinns etwas verschonen.

      Antworten
      • Norman Brenner

        29. April 2017 um 13:42

        Hey Marlon,

        wow, vielen Dank für diesen wundervollen Kommentar! =D

        Gibt es was konkretes, das du mit „unserem Wahnsinn“ aktuell meinst?

        LG Norman

  2. Linda

    29. Oktober 2015 um 10:50

    Huhu Norman!

    Erstmal: Wow! Soviele Ansichten über den Tod hast du gesammelt, Respekt! 🙂

    Ja der 8. Punkt kann schon sehr beruhigend sein! (unser Not-Aus-Schalter)

    Und der 33. Punkt (Tod macht ehrlich) war ein kurzer „Achjaaa-Moment“ 😀 das stimmt echt. Leider kommt die Ehrlichkeit aus vielen Menschen erst dann heraus.

    Schön humorvoll geschrieben! Danke für deine Mühe 🙂

    Letztendlich weiß man eh nie, wie man stirbt. Vielleicht mit großen Qualen oder man schläft friedlich in die Ewigkeit hinüber. Den Spruch finde ich daher echt super:
    „Die Angst vor dem Tod hält uns vom Leben ab, nicht vom Sterben!“
    So wahr!

    Hattest du schon mal ein Erlebnis, wo du dachtest: Ich könnte jetzt echt sterben?

    Hugs,
    Linda

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. Oktober 2015 um 11:05

      Guten Morgen Linda,

      danke für die vielen Lobe (ist das die Mehrzahl von Lob? O_O) =D

      Hat auch echt Spaß gemacht, den Artikel zu schreiben. Nur eine schlüssige Reihenfolge zu finden war nicht immer ganz leicht. Witzig ist auch, dass ich ursprünglich einen Artikel mit 10 Gründen geplant hatte und mir beim Schreiben immer mehr eingefallen sind!

      ja, deshalb habe ich mir den Spruch für’s Ende aufgehoben, der ist echt gut 😉

      Solche Erlebnisse hatte ich schon öfter, zum Beispiel beim Motoradfahren, wenn ich mich in einer Kurve verschätzt habe und auf die Gegenfahrbahn kam.

      Ich hatte auch mal ein Erlebnis, wo mir im Nachhinein aufgefallen ist, dass ich dem Tod nur ganz knapp von der Schippe gesprungen bin. Da hab ich Lampen ab- und anmontiert und vergessen vorher die Sicherung raus zu machen. Das war ein krasses Gefühl.

      Hattest du sowas auch schon?

      LG Norman

      Antworten
      • Linda

        29. Oktober 2015 um 13:24

        Haha anscheinend. Auf Wiktionary steht aber dabei: „ungebräuchlich“ xD

        Das kann ich mir denken, dass es nicht so einfach ist eine gute Reihenfolge zu finden. Hast du aber super gemeistert. Hab mich echt gewundert wie gut du die Übergänge gemacht hast 🙂

        Aus 10 wurden 40? Wow, das nenn ich mal Flow, so soll es sein! 😀

        Ooh ja ich denke da hatte echt schon jeder Motorradfahrer knappe Todeserfahrungen ^^

        Stimmt! Wenn man im Nachhinein feststellt was für ein Schwein man gehabt hat, ist das dann echt ein seltsames Gefühl.

        Ich war im Sommer mal im Auto meiner Freundin eingesperrt. Sie ist mit einer anderen auf einen Kaffee gegangen und bevor ich sagen konnte, sie soll um Gottes Willen nicht zusperren, war es schon zu spät… Ich war da glaub ich 10-15 Minuten drin und bekam echt schon Angst und brauchte schon dringend Sauerstoff.. Die Sonne prallte richtig ins Auto. Ihr Handy hatte sie nicht mit. Sie sind aber gsd draußen in Sichtweite gesessen; iwann hat sie zum Glück mal rübergeschaut und mich winken gesehen. Ich will gar nicht wissen was gewesen wäre, wenn sie drinnen gesessen wären^^

        Während deiner Geschichte is mir noch eine 2. eingefallen: Wenn man bei meinem Heimatort zum Bahnhof geht, muss man die Gleise überqueren. Ist schon viele Jahre her, da ging ich noch in die Schule. Ich weiß nicht was los war, aber ich war so gedankenversunken dass ich nicht mitbekommen habe, dass eigentlich gerade ein Zug kommt. Ich war schon fast auf den Gleisen und er hat zum Glück gehupt und ich bin zurückgesprungen. Ansonsten wär ich weg vom Fenster gewesen xD

        Hugs,
        Linda

      • Norman Brenner

        29. Oktober 2015 um 16:16

        War wirklich so eine Art Flowzustand =)

        Das sind ja krasse Erlebnisse… besonders die Autogeschichte stell ich mir schlimm vor, wenn man so viel zeit zum Nachdenken hat, was passieren könnte! Aber müssen Autos nicht immer von Innen aufgehen?

        LG Norman

      • goldherz

        4. Februar 2016 um 23:34

        …und warum hast Du Dir so viele Gedanken darum gemacht und all diese Gedanken niedergeschrieben? Aus Angst vor dem Tod? 😉 Ich denke schon. Aber wem es hilft, sich damit zu beruhigen…toll. Ich war zu oft dabei, und habe furchtbare Angst.

      • Norman Brenner

        5. Februar 2016 um 19:20

        Hey goldherz,

        danke, dass du einen Kommentar dagelassen hast =)

        Ja natürlich aus Angst vor dem Tod. Die Lösung liegt nämlich immer im Problem selbst. Nur wer durch einen Mangel, ein Defizit oder ähnliches motiviert ist, nimmt auch etwas auf sich, um eine Lösung zu finden. Bei mir hats geklappt =)

        Warum hast du so große Angst? Nur weil du so oft dabei warst? Wird er dadurch nicht natürlicher und alltäglicher?

        Liebe Grüße

        Norman

  3. Anna

    29. Oktober 2015 um 22:39

    Heyhey, also meine Angst ist weniger vor dem eigenen Tod, ich fürchte mich dass meine Liebsten irgendwann vor mir gehen oder dass ich für meine Kinder nicht da sein kann wenn sie mich brauchen. Nicht um mich mach ich mir da sorgen sondern um die die zurückbleiben

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. Oktober 2015 um 7:27

      Hey Anna,

      super, dass der Artikel deine Angst etwas gelindert hat =)

      Was ist denn für dich das Schreckliche an dem Gedanken, dass deine Kinder vor dir gehen? Ist es, dass sie nicht mehr (für dich ) da sind? Oder fürchtest du, dass sie beim Sterben Leiden müssen?

      Ich glaube es ist ganz wichtig das zu unterscheiden, um diese Angst zu besiegen.

      Der zweite Punkt geht dann wohl wieder mehr in die Richtung Loslassen lernen. Klar macht man sich solche Gedanken wie „Kommen die auch ohne mich zurecht?“. Aber man muss auch akzeptieren, dass man es einfach nicht in der Hand hat. Und weil man es nicht Kontrollieren kann, ist diese Frage schon unnötig und belastend. Man kann ein paar kleine Vorkehrungen treffen, wie zum Beispiel eine Lebensversicherung oder sowas. Das vermittelt dann ein gutes Gefühl. Aber den Tod um Aufschiebung bitten, können wir nicht. Deshalb denke ich, sollte man hier einfach in das Leben vertrauen. Ich bin der festen Überzeugung, dass alles im Leben einen Sinn hat und genau so kommen wird, wie es kommen soll. Hast du dieses Vertrauen auch?

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

      Norman

      Antworten
  4. Linda

    30. Oktober 2015 um 8:11

    Moin moin. Kann leider nicht nochmal auf deine Antwort antworten. Also eine neue Antwort:

    Ja es war echt krass.. ich hab versucht die Türen von innen aufzumachen, hat aber nicht geklappt :/.
    Glaubst du daran, dass es bereits vorbestimmt ist, wann du stirbst? ^^^

    Hugs,
    Linda

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. Oktober 2015 um 20:08

      Hey Linda,

      ja, das mit den Kommentarebenen ist ein bisschen tricky. Ich musste sie auf 2 oder 3 begrenzen, weil es sonst zu schmal wird und man nichts mehr lesen kann. Man kann aber den nächst höheren (also vorherigen) ANTWORT-Button benutzen und er fügts dann an der richtigen Stelle ein =)

      Egal. Wir kommen ja auch so prima zurecht 😉

      Das ist schon heftig, wenn die Türen wirklich nicht aufgehen. Ok, oft gerät man ja auch in Panik und kann nicht mehr klar denken. Das war bei mir als Kind mal so, als ich im dunklen Zimmer Angst bekommen hatte und die Tür nicht mehr aufbekommen habe, weil ich nur drückte, anstatt zu ziehen^^ Kennt bestimmt jeder. Aber wenn es dann wirklich nicht geht ists ja nochmal ne Nummer härter.

      Ich glaube nicht, dass der Tod vorbestimmt ist. Ich glaube sowieso nicht so gerne an feste Ziele und Ereignisse. Ich bin eher so der Typ mit Optionen und Chancen. Ich denke also, dass für jedes Leben eine gewisse Menge an Optionen bereitstehen. Und dass diese auch dynamisch sind und sich je nach wahrgenommenen Chancen und verpassten auch ändern können. Aber letztlich hat jeder zum Beispiel die Chance Erleuchtung zu erlangen. Das geht dann etwas in die buddhistische Glaubensrichtung. Entweder man schafft es oder man erreicht nur einen gewissen Stand X, an dem man vielleicht irgendwann und irgendwie nochmal ansetzen kann.

      Spannendes Thema. Was denkst du, Linda?

      Liebe Grüße und schönes Wochenende!

      Norman

      Antworten
  5. Raphael

    30. Oktober 2015 um 12:06

    Hey Norman,

    starker Artikel. Habe vor kurzem auch über dieses Thema geschrieben und habe mich in einigen Punkten wieder gefunden! Besonders, dass der Tod nicht mehr alltäglich ist – weit weg zu sein scheint, nicht wie früher ein Teil des Lebens.

    Was ich auch spannend finde: Laut Systemtheorie können Systeme nur durch ihre Grenzen leben. Der Tod stellt für uns so eine Grenze dar.

    Ich frage mich, was wäre ohne Tod? Wäre es wirklich so toll? Oder würde uns das die Motivation und den Lebenswillen nehmen? Ich finde das eine spannende Frage, auf die ich wahrscheinlich so schnell keine Antwort bekomme.

    Mach weiter so mit solchen „Mörder“-artikel! 😉

    LG,
    Raphael

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. Oktober 2015 um 20:15

      Hey Raphael,

      wow danke! Immer wieder toll sowas auch von Kollegen zu hören =)

      Krass, dass dich das Thema momentan auch beschäftigt! Wobei… es kommt ja jetzt Halloween und Allerheiligen. Vielleicht doch nicht so abwegig 😉

      Das mit den Grenzen klingt logisch! Da fällt mir auch noch was von Laotse ein. Wart mal… es ging glaub ich darum, dass der Krug aus Ton gemacht ist, wir aber sein leeres Inneres nutzen. Genauso wie baim Haus, wo die Wände die Begrenzung sind, aber auch die Leere darin unseren Raum ergibt. So sind dann vielleicht auch Geburt und Tod die Grenzen unseres Lebens, aber wir nutzen den Zwischenraum =) Muss ich mir gleich mal als neue Artikelidee notieren 😉 Danke!

      Ich glaube schon, dass uns ohne Tod die Motivation verlassen würde. Man sieht doch schon teilweise bei den Superreichen, dass sie total unmotiviert abstürzen, weil sie alles haben können, was sie wollen.

      LG Norman

      Antworten
  6. Claudia Münster

    30. Oktober 2015 um 19:10

    Lieber Norman, du hast so viele Aspekte aus allen möglichen Bereichen eingebracht, die wirklich dabei helfen keine Angst vor dem Tod zu haben und doch hast du mich dieses erste Mal nicht ganz abgeholt. Punkt 3) ist leider nicht wahr. Und das ist einer der Hauptgründe warum wir Menschen Angst vor dem Tod – nein – vor dem Sterben haben.
    Ganz liebe Grüße
    Claudia

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. Oktober 2015 um 20:01

      Hey Claudia,

      danke für dein ehrliches Feedback =)

      Hast du es denn gerade mit großen Schmerzen zu tun? Was meinst du denn genau?

      Ich glaube nicht unbedingt, dass die Schmerzen der Hauptgrund sind. Dann eher schon die Angst vor dem Kontrollverlust und abhängig sein im Alter.

      Liebe Grüße und ein tolles Wochenende!

      Norman

      Antworten
      • Claudia Münster

        31. Oktober 2015 um 8:16

        Lieber Norman,
        danke, dass du auch diese Art Feedback annimmst. Du weißt, dass ich deine Artikel liebe.

        Und danke für das Zuhören, denn natürlich hat mein Kommentar etwas mit mir zu tun. Ich habe liebe Menschen unter großen Schmerzen gesehen; manche sind gestorben und manche nicht. Langanhaltender chronischer Schmerz macht dich einsam. Du bist da, wo der andere nicht ist. Die Erfahrung, die Empfindungen kannst du nicht wirklich teilen, denn dein Tribe kann deine Gefühle nicht nachvollziehen. Außerdem reduziert dich der Schmerz. Alles was dir wichtig war, wird unwichtig: deine Lieben, dein Job, deine Passion. Es zählt nur der Zeitraum von einer schmerzstillenden Spritze zur anderen. Und du denkst nur daran den nächsten Atemzug zu schaffen und den nächsten und dann den nächsten.
        Und ja, das hat natürlich mit Kontrollverlust zu tun. Du verlierst dich selber. Und davor haben wir Menschen Angst.
        Liebe Grüße

      • Norman Brenner

        31. Oktober 2015 um 11:10

        Ich bin auch dankbar, dass ich diese Art Feedback bekomme 😉 Nur Honig ums Maul hat noch keinen weiter gebracht =D

        So eine Situation habe ich noch nicht erlebt. Deshalb bin ich auch sehr dankbar, dass du deine Eindrücke davon hier mit uns teilst. Ich kann mir das schon vorstellen. Aber wie ist das für den betroffenen in dieser Situation? Ersehnt er dann nicht vielleicht sogar den Tod, der ihn von seinem Schmerz erlösen kann? Und ist man dann als Angehöriger nicht auch frog über diese Erlösung?

        LG Norman

  7. Sabine

    31. Oktober 2015 um 15:43

    Hallo Norman,
    leider kann ich mich den LObeskommentaren nicht anschließen. Ich finde, der Artikel besteht zum größten Teil aus ziemlich vielen Allgemeinplätzen, Banalem und hinkenden Vergleichen.
    Lediglich die ausgewählten Zitate empfinde ich als sehr nachdenkenswert. Dafür auf jeden Fall Danke.

    Antworten
    • Norman Brenner

      2. November 2015 um 19:33

      Hey Sabine,

      auch dir danke ich für deine ehrlichen Worte und dein Feedback!

      Was verstehst du denn unter Allgemeinplätzen? Und welche Vergleiche findest du hinkend und warum? Wenn du etwas genauer bist, kann ich darauf vielleicht in Zukunft rücksicht nehmen =) (Ich habe es übrigens absichtlich unterlassen die Vergleiche noch weiter auszuführen, da der Artikel schon so eigentlich viel zu lang ist)

      Na wenigstens war doch noch was für dich dabei, das freut mich =)

      Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche!

      Norman

      Antworten
    • Armin

      28. August 2016 um 13:26

      Ich schließe mich Deinem Kommentar in etwa an: Viele, wenn auch nicht ausschließlich, Allgmeinplätze, da und dort Banales und hinkende Vergleich.
      Allerdings da und dort, wenn auch selten, doch lesenswerten.
      Aber wie vielleicht bei allem, wo man nun mal gestig und gedanklich Stellung bezieht, reine Geschmackssache.

      Den sogenannten ‚Tod‘ neu und jenseits eingefahrener Denkwege denken und sinnieren, wäre mal etwas…

      Antworten
      • Norman Brenner

        29. August 2016 um 6:29

        Hey Armin,

        danke für dein wertvolles Feedback =)

        Freut mich, dass du für dich aber doch hier und da etwas lesenswertes gefunden hast. Deshalb hoffe ich, dass einfach für jeden was in dem Artikel dabei ist =)

        Hast du einen Ansatz für neue Denkwege in Bezug auf den Tod?

        Liebe Grüße

        Norman

  8. Claudia Münster

    1. November 2015 um 9:23

    Lieber Norman,
    was der Betroffene fühlt, kann ich nur erahnen. Ich glaube aber schon, dass man sich in so einer Situation manchmal den Tod herbeiwünscht. Und als Angehöriger vielleicht auch. Wobei ich mich frage, ob es bei dem Wunsch der Angehörigen nicht ausschließlich um den Wunsch nach Erlösung für den Leidenden geht, sondern auch darum, selber von seiner Hilf- und Machtlosigkeit erlöst zu werden.

    Antworten
    • Norman Brenner

      2. November 2015 um 19:36

      Hey Claudia,

      das denke ich auch. Denn ich habe auch schon von einigen Angehörigen gehört, dass es auch für sie eine Erlösung war. Zum Beispiel solche, die ihren Partner Jahre lang gepflegt haben. Sie haben ihn sicher über alles erlebt, waren aber am Ende froh, dass der Verstorbene und sie selbst erlöst wurden.

      LG und auch dir einen tollen Start in die neue Woche!

      Norman

      Antworten
  9. Ute

    5. November 2015 um 11:20

    Hallo Norman,
    Zu Punkt Nr. 10
    10. Nicht leben ist nicht schlimm
    Erinnerst du dich an die Zeit vor deiner Geburt?
    Natürlich nicht. Du hast ja nicht gelebt.

    Nein? Also ich habe vor meiner Geburt schon im Leib meiner Mutter gelebt *smile*

    Antworten
    • Norman Brenner

      7. November 2015 um 11:20

      Hey Ute,

      =D danke für den Hinweis! Da hast ja recht… Vielleicht sollte ich das umformulieren in „Zeit vor deiner Zeugung“.

      Aber trotz der Tatsache, dass ich im Mutterleib schon gelebt habe erinnere ich mich nicht XD

      Liebe Grüße und ein tolles Wochenende, Dir!

      Norman

      Antworten
  10. Gisela

    10. November 2015 um 0:02

    Hallo Norman,
    mir gefallen deine Artikel alle sehr gut, aber dieser hier besonders! Mit diesem Thema beschäftige ich mich schon seit ich 14 Jahre alt war und musste immer wieder feststellen, dass ich kaum mit anderen über diese natürlichste Sache der Welt reden konnte. Manche Freundinnen hörten mir teilweise fasziniert zu, aber schnell wurde es ihnen dann doch unangenehm. Meine Eltern machten sich lustig über mich, weil ich mir vorstellen konnte, dass es Wiedergeburt gibt.
    Ich glaube, das schwerste am Sterben ist das Loslassen, was ja bis dahin schon schwer war. Aber dann das eigene Leben loszulassen ist wohl noch viel schwerer. Besonders, wenn man glaubt, dass danach nichts mehr ist. Ich glaube das nicht, denn die Natur zeigt es uns und wir sind ein Teil davon. Nichts verschwindet aus diesem Universum.
    Manchmal kann ich mir auch vorstellen, dass man irgendwann im (hohen) Alter auch bereit ist, zu gehen, weil man schon alles erlebt hat.
    Aber Fakt ist, ob wir den Tod nun ignorieren oder fürchten, er kommt mit Sicherheit.
    Vielen Dank an dich, dass du auch solche Themen mit uns teilst und so wundervoll darüber schreibst.

    Antworten
    • Norman Brenner

      12. November 2015 um 8:20

      Hey Gisela,

      vielen lieben Dank für dein tolles Lob =)

      Man stößt leider viel zu oft auf taube Ohren mit dem Thema, wie du sagst!

      Sehr schöne Zusammenfassung und ein tolles Schlusswort… „er kommt mit Sicherheit“ =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  11. Maria - Theresia

    29. Dezember 2015 um 5:07

    Also ich muss ehrlich gesagt sagen, das mir der Artikel noch mehr Angst gemacht hat..

    Antworten
    • Norman Brenner

      2. Januar 2016 um 18:10

      Hey Maria,

      willkommen hier und vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar =)

      Was macht dir denn nun noch mehr Angst? Ein bestimmer Gedanke?

      Liebe Grüße und einen guten Start ins neue Jahr!

      Norman

      Antworten
  12. Raphael

    2. Januar 2016 um 4:58

    Hallo Norman,
    sehr interessante Punkte, vielen Dank. Ich hätte noch eine Ergänzung und eine Frage. Die Tatsache, dass wir immer wieder vergessen, über den Tod nachzudenken macht ihn erst erträglich. Oder anders ausgedrückt, der Tod ist dann am erträglichsten, wenn man (in den entscheidenden Augenblicken vorher) nicht an ihn denkt. So kann ich mir durchaus vorstellen, dass der Tod dann am erträglichsten ist, wenn du schlafen gehst und er dir im Schlaf begegnet.
    Zur Frage: Es gibt Serien im TV und auch Artikel über „Seher“, welche mit Seelen der Toten sprechen können. Glaubst du an sowas? Wie müsste man sich das vorstellen wie das geht?

    Vielen Dank schon im voraus für deine Antwort.

    Gruss

    Raphael

    Antworten
    • Norman Brenner

      2. Januar 2016 um 18:21

      Hey Raphael,

      vielen Dank für deinen spannenden Kommentar!

      Was du da beschreibst kann ich teilweise bestätigen. Ich glaube in Punkt 9 hatte ich sowas ähnliches geschildert (der Tod wird dich überraschen). Aber gänzlich vergessen sollte man ihn auch nicht finde ich, denn erst durch die Beschäftigung mit dem Thema, kann man sich darüber bewusst werden und die rationale Angst ein Stück weit (oder sogar ganz) abbauen.

      Wie es der Zufall so will kam gestern „Ghost – Nachricht von Sam“ im TV und ich habe mich mit meiner Freundin über eine ähnliche Frage unterhalten. Ich kenne auch diese Serien, z.B. Ghost Whisperer. Ich persönlich denke nicht, dass es in der Form möglich ist, wie es diese Tv-Formate darstellen. Meiner Meinung nach ist das Ego – also das, was wir für unsere Persönlichkeit halten, was uns individuell macht und das, mit dem die Leute da Kontakt aufnehmen wollen – etwas, das es nur im Leben und nicht im Tod gibt. Ganz einfach deshalb, weil wir es nur im Leben brauchen. Es ist ein Werkzeug, so wie unser Körper oder unser Verstand, das uns hilft hier zurecht zu kommen. Weil es andere Dinge und Menschen gibt, müssen wir uns von ihnen abgrenzen. Dazu brauchen wir ein Ego. Ich persönlich glaube, dass nach dem Tod keine Abgrenzung mehr nötig ist und das, was von uns übrig bleibt zurückkehrt in das, woraus es entstanden ist. Das ist schwer und auch nicht in der Kürze eines Kommentares zu beschreiben. Aber um dich nicht ganz bildlos zu lassen: Stell dir ein großes Meer vor. Wenn du geboren wirst, wird ein Tropfen davon entnommen und in eine Hülle gepackt. Wenn du stirbst fließt der Tropfen zurück ins Meer und ist wieder eins mit ihm.

      Ob nun während unserer Lebzeit Kontakt mit diesem Meer hergestellt werden kann, weiß ich nicht. Könnte es mir aber vorstellen, denn wenn du einen Tropfen davon in dir trägst, trägst du auch das Meer in dir. Aber das führt jetzt zu weit. Auf jeden Fall ein interessantes Thema zum philosophieren und spekulieren =)

      Was denkst du denn?

      Wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr!

      LG

      Norman

      Antworten
      • Sonja

        5. Januar 2016 um 21:05

        Ehm also zu Punkt 10. Ich habe den so verstanden, dass es nach dem Tod gleich sein wird wie vor dem Leben. Das finde ich beängstigend, weil man das ja irgendwie schon weiss und es nicht gerade eine gute Vorstellung ist. Man weiss ja nichts mehr davon aber wenn man dann auch nicht weiss oder denkt. Ich liebe es zu denken und das ist glaube ich meine einzige Sorge nähmlich, dass ich nicht mehr denken kann.

      • Norman Brenner

        6. Januar 2016 um 15:05

        Hey Sonja,

        herzlich willkommen hier und vielen Dank für deinen Kommentar!

        Du weißt doch gar nicht, ob es gut oder schlecht ist, nicht zu denken =) Das ist eher die Angst vor dem Unbekannten und das Festhalten an etwas, das du gut kennst und kannst.

        Oft identifizieren wir uns fälschlicher Weise mit unserem Verstand. Das stimmt aber nicht. Der Verstand bzw. das Ego ist vergänglich, wie unser Körper. Gehen kannst du ja auch nicht mehr, wenn du tot bist, aber das scheint dich weniger zu beunruhigen. Im Prinzip ist es aber dasselbe.

        Du hast einen Körper und du hast einen Verstand. Aber du bist nicht dein Körper oder dein Verstand. Auch nicht die Kombination aus beidem. Du bist etwas, das einen Körper und einen Verstand haben kann, aber nicht muss, denn vor deiner Geburt hattest du diese Dinge auch nicht. Weil du sie nicht gebraucht hast. Deshalb sehe ich darin eher den positiven Fakt, dass denken sowie gehen nach dem Tod einfach nicht mehr benötigt wird. Vielleicht, weil man überall ist und alles weiß? Das kann natürlich kein Mensch sagen, aber sehen werden wir es alle =)

        Ich weiß, das ganze ist schwer zu begreifen, eben weil es nicht für den verstand gemacht ist bzw. über ihn hinaus geht. Ich kann dir sehr empfehlen Meditation zu versuchen, falls du es nicht schon tust und eher versuchen es zu erfahren, als zu verstehen =)

        Liebe Grüße

        Norman

  13. Sonja

    6. Januar 2016 um 19:22

    Hallo Norman

    Danke 🙂 Es ist zwar schwer sich das vorzustellen aber es ist etwas dran. Vielleicht brauchen wir das alles ja wirklich nicht. Und das mit der Meditation kann ich ja mal probieren ^^. Dieser Artikel hat mir wirklich irgendwie eine andere Blickweise über dieses Thema gegeben.

    Liebe Grüsse

    Sonja

    Antworten
    • Norman Brenner

      7. Januar 2016 um 7:49

      Hey Sonja,

      freut mich, dass der Artikel und unsere Unterhaltung dir eine andere Perspektive zeigen konnten. Andere Perspektiven sind ja grundsätzlich immer da, man muss sie nur auch mal einnehmen. Das hast du selbst geschafft =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  14. Lola

    9. Januar 2016 um 22:14

    Hallo
    Seit einigen Monaten beschäftige ich mich viel mit dem Leben, Menschen und den Tod. Diese Gedanken prägten mein Tag und mein Leben doch was mich einfach nicht in Ruhe lässt ist der Tod. Um so mehr ich drüber nach denke um so mehr Angst bekomme ich. Meine Angst wurde so stark das ich viel weinte und mich in mein Zimmer verkroch. Ich konnte nicht mehr mit Freunden über Krankheiten oder über andere Sachen sprechen die dieses Thema aufgreifen. Ich habe grade diesen Text hier gefunden über den Tod und ich muss sagen das es mir besser geht. Ich fühle mich grade etwas leichter und möchte mich mehr mit diesem Thema ausereinder setzten. Danke für diesen tollen Text. Wirklich danke.

    Ich entschuldige mich für meine Rechtschreibfehler.

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. Januar 2016 um 19:50

      Hey Lola,

      vielen Dank für deinen bewegenden Kommentar und fühl dich erstmal ganz herzlich willkommen hier =)

      Es ist wirklich sehr schön von dir zu erfahren, dass der Text dir geholfen hat. Wie ich oben auch beschrieben habe, ist es wichtig, sich bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich finde, du hast den ersten wichtigsten Schritt schon getan, denn das thema ist ja present in deinem Leben. Wenn du es nicht untergehen lässt, wirst du dich mit der Zeit immer besser mit dem Tod verstehen =)

      Bitte mach dir keine Sorgen wegen Fehlern. Die gibt es nämlich nciht, wie ich hier schonmal geschrieben habe:

      http://anti-uni.com/nie-mehr-fehler-machen/

      Mit den Fehlern, die ich hier auf dem Blog schon gemacht habe könnte ich übrigens auch mehr als einen Beitrag füllen 😉

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  15. LD

    18. Januar 2016 um 22:39

    Hallo,
    erst einmal ein interessanter Artikel, vor allen Dingen für Leute, die sich viel mit dem Tod befassen.
    Ich denke sehr oft dran.
    Glaube, dass der Fakt, dass wir sterben, mir erst vor ca. 3 Jahren bewusst wurde, nachdem es mehrere Todesfälle in meiner Umgebung gab, auch von Leuten, die noch gar nicht so alt waren. Zwar nicht von Leuten, die mir sehr nahe standen, aber davor hatte ich bisher nur drei meiner Großeltern verloren und als kleines Kind weiß man zwar auch schon, dass man sterben muss, aber irgendwie denkt man sich, dass passiert halt bis man alt ist und bis dahin ist es noch sehr lange hin und vergisst den Gedanken auch wieder. Glaube, dass das insgeheim sehr viele Menschen tun, weil man sonst gar nicht leben könnte, wenn man sich bewusst wäre, dass man theoretisch in jedem Moment oder Situation sterben könnte. Wenn ich jetzt mit meinen 20 Jahren mir auch so überlege, was ich alles für Persönlichkeiten und schlimme Ereignisse, wo viele Menschen ums Leben gekommen sind sowie die ganzen grausamen Taten, die jeden Tag passieren, schon „überlebt“ habe, ist das irgendwie schon bemerkenswert, auch wenn es objektiv gesehen wohl noch kein Alter ist. Die Medien schnüren natürlich auch immer unnötig Ängste, weil wenn zum Beispiel von einer Milliarden Personen jeden Tag im Monat, also 30 Personen was extrem Unwahrscheinliches, Schlimmes bezüglich Tod passiert, dann kann man das auch wieder leicht auf sich beziehen. Viele sehen das mit Distanz, ich lasse das häufig an mich heran und bin daher auch eher vorsichtig und denke nicht nach dem Motto „Das passiert nur den anderen“. Von daher habe ich auch echt nicht den Master-Plan für die nächsten Jahre wie viele andere in meinem Alter, weil ich mir denke, dass ist doch gar nicht so vorgefertigt, also dass das alles so reibungslos läuft wie viele immer denken, also: Schule-Studium-Arbeit-Rente-Tod. Also so ein reibungsloser Verlauf können doch nur die wenigsten von sich behaupten, wenn ich teilweise schon mitgekriegt habe, wie schnell der Tod kommt. Im Umfeld ist das dann auch nochmal was komplett anderes als wenn man es aus den Medien hört. Finde das sieht man das alles dann eher als Ereignis, wo man sich am Ende des Jahres dran zurückerinnert oder wo man denkt: „So lange ist das schon wieder her“. Da fällt mir dann auch wieder auf wie Zeit rast und wie viele Menschen eigentlich ihre wenige Lebenszeit mit Dingen vergeuden, die sie nicht mögen, weil sie denken, dass man auf jeden Fall die Zeit dafür hat. Denke, dass kann man auch unter dem Gesichtspunkt sehen, dass der Tod zwar für viele Menschen plötzlich kommt, niemand aber daran wirklich glaubt, weil man sonst gar nichts planen tun dürfte, weil jeder Moment ja der Letzte sein könnte. Nicht mal essen dürfte man, weil man daran ja ersticken könnte und ohne Essen gehts ja wiederum auch nicht. 😀
    Teilweise ist es auch echt einfach die Sache, ob man „Zur falschen Zeit am falschen Ort“ ist, die darüber bestimmt wie alt du wirst und Glück, wenn man z.B. viel raucht und trotzdem 96 wird, siehe Helmut Schmidt.:D

    Was mich etwas fertig macht ist Punkt 10. Okay, Tod und Leben werden sie nie treffen, aber wenn es nach dem Tod echt so wie vor der Geburt ist (also ich denke auch, dass alles am Bewusstsein gekoppelt ist, muss ja auch eigentlich die einzige logische Erklärung sein. Würde manchmal gerne an ein Leben nach dem Tod glauben) ist doch irgendwie alles umsonst, wenn man sich nicht dran erinnern kann. Dann verliert doch jede Handlung seinen Wert. Sogar, dass ich gerade schreibe, wie paradox :(.
    Also klar jetzt hat es einen Wert für mich, aber nach meinem Tod nicht mehr. Wozu dann viel lernen, hart schuften, erfülltes Familienleben haben, wenn ich mich nicht dran erinnern kann. Ist für mich irgendwie so, als wäre ich auf einer mega geilen Party gewesen, habe dann einen Filmriss und weiß davon nichts. Alle erzählen mir wie geil es war, aber ich habe rein gar nichts davon, weil ich nichts mehr weiß. Finde diese Erkenntnis unheimlich deprimierend, dass es dann eigentlich im Endeffekt keinen Unterschied macht, ob ich nun ein gutes, langes, erfolgreiches Leben geführt habe oder nicht, am Ende sterbe ich. Dir wird zwar suggeriert von der Gesellschaft, dass es am Ende wichtig ist Karriere zu machen, aber wenn ich sehe was für große Persönlichkeiten jedes Jahr von uns gehen und wir auch ohne sie auskommen, dann verliere ich an diesen Aussagen irgendwie meinen Glauben. Frage mich echt wie Leute mit dieser Tatsache umgehen. Ich glaube nur mit Ablenkung. Woody Allen hat es in diesem Interview irgendwie auf den Kopf getroffen: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-mit-woody-allen-mein-beruf-ist-eher-ein-unfall.e7271fc4-0720-4ac5-9e12-3f1aa2586581.html
    Wie kann man echt Kinder oder Partner haben, die man abgöttisch liebt und ohne sie nicht leben möchte.
    Und auf dem Sterbebett muss dann spätestens Abschied nehmen, für immer. Dass das Leben irgendwann weitergeht, aber ohne einen selbst, finde ich total schade. Und einfach nicht mehr Dinge tun kann, die mir Spaß machen. Woody Allen sagt im verlinkten Interview auch, „Ich sage immer, statt in den Herzen und dem Bewusstsein der Menschen weiter zu leben, würde ich gerne weiter in meinem Apartment leben.“
    Würde mich manchmal gerne mit mehr Personen über diese Themen unterhalten, aber da scheinen irgendwie die Wenigsten mit umgehen zu können. Wie gehst du denn mit diesen Tatsachen um? Also aus dem Text geht ja auch eher hervor, dass du nicht allzu religiös eingestellt bist.

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Januar 2016 um 18:25

      Hey LD,

      ich danke dir! Ich finde deinen Kommentar sehr bereichernd und mir fallen gleich tausend Dinge ein, die ich antworten möchte =) Hoffentlcih vergess ich nix 😉

      Dieses „Verdrängen“ oder „Wegschieben“ ist meiner Meinung nach nicht so förderlich. Ich glaube eher, dass es gerade der Grund dafür ist, dass viele Menschen so viel Angst vor dem Tod haben, weil sie ihn nicht kennenlernen wollen. Ich glaube, dass es der einzig wahre Weg ist, zu Leben, wenn man sich bewusst ist, dass man jeden Moment sterben könnte. Ansonsten schiebt man doch alles auf, oder?

      Mit den Medien hast du natürlich total recht. Ich hatte das auch irgendwo mal als Beispiel gebracht, dass z.B. Fliegen extrem ungefährlicher ist, als Autofahren, es aber mehr Menschen mit Flugangst gibt, als Leute, die Angst vorm Autofahren haben.

      Ich finde es sehr wichtig, sich darüber bewusst zu sein, dass keiner es einem garantiert, das es so läuft wie geplant (Schule – Studium – Karriere…). Deshalb ist meine Devise auch, nicht allzu viel Wert auf solche Dinge zu legen. Nichts desto trotz, muss man sein Leben ja „unterhalten“. Dafür kann und soll man schon Pläne machen. Aber eben immer in der Gewissheit, dass es nur ein Plan ist, der auch schief gehen kann. Das hatte ich hier auch mal näher ausgeführt:

      http://www.vernuenftig-leben.de/traeume-verwirklichen/

      Außerdem finde ich: Dein Leben ist nicht deine Ausbildung, deine Arbeit oder dein Ruhestand. Alss das sind äußere Bedingungen, in denen das Leben stattfinden kann. Konzentrieren sollte man sich daher eher auf das Leben selbst, als auf seine Umstände.

      Deine Aussage bezüglich Punkt 10 finde ich sehr interessant. Diese Denkweise resultiert hauptsächlich daraus, dass du denkst, du bist nur dein Verstand, deine Erinnerungen und geistigen Fähigkeiten. Wenn du dich darauf reduzierst, bleibt logischer weise nicht mehr viel übrig nach dem Tod. Wer Gedanken und Erinnerungen als Indikator für das Sein betrachtet, der wird nach dem Tod nicht mehr sein. Gruß an alle „Ich denke, also bin ich“-Vertreter.

      Meiner Meinung nach geht es genau darum im Leben: Herauszufinden, wer oder was man wirklich ist. Den Tod quasi schon vorweg zu nehmen. Das Leben als der zu Leben, der hinter dem ganzen steckt, der du wirklich bist und nicht als der, der nur aus Gedanken und Erinnerungen besteht.

      Ich selbt bin nicht in dem Sinne religiös, wie es die meisten verstehen. Vieles von meiner Einstellung dürfte ja im Kommentar und dem Beitrag durchgekommen sein. Was mir in der Angelegenheit sehr geholfen hat ist Meditation:

      http://www.vernuenftig-leben.de/was-ist-meditation/

      Das hat ebenfalls nichts mit Religion zu tun =) Vielleicht ist das ja auch was für dich.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • LD

        26. Januar 2016 um 4:09

        Danke sehr für deine ausführliche Antwort!

        Ja, wie du schon sagst, ist es sich wichtig sich den Tod öfters ins Gedächtnis zu rufen, damit man selbst die kleinen Momente bewusst erleben und schätzen kann. In der heutigen Gesellschaft können das ja viele Leute kaum, weil sie meinen, dass andere Dinge ihr Leben definieren (müssen). Ich erlebe es ja selbst im Umfeld mit. Da geht es dann häufig um die großen Karriere-Pläne und man hat nicht mehr das Auge für die kleinen Details.

        Mit Aufschieben ist das immer so eine Sache. Will man beispielsweise eine Weltreise machen, geht das ja auch nicht von heute auf morgen wegen gewissen Umständen. Ich denke solche Projekte lassen sich nicht mal eben schnell realisieren. Ich denke aber, dass du eher darauf anspielst, dass man sich mal eher spontan mit Freunden und Bekannten trifft und dies nicht so lange hinauszögert. Dabei erwische ich mich selbst auch manchmal. Und irgendwann ist es zu spät, siehe Edeka-Werbespot. Also ich finde der bringt es gut auf den Punkt.

        Mit Verdrängen oder Wegschieben meine ich eher, dass man sich nicht zu sehr in den Gedanken des eigenen Todes reinsteigern darf, weil die Vorstellung tot zu sein eben Angst macht. Der Mensch will von Natur aus ja eigentlich leben. Wenn jemand dich mit einer Knarre bedroht, wirst du ihn ja nicht darum bitten abzufeuern. 😀
        Marcel Reich-Ranicki meinte ja mal in einem seiner letzten Interviews, dass man mit dem Gedanken über den Tod nicht fertig werden kann und eben nicht nur die anderen sterben, sondern mal selbst. Wie oben beschrieben hat er glaube ich daher eben Recht, weil der Mensch nicht funktionieren könnte wenn er andauernd von seiner eigenen Sterblichkeit besessen wäre oder an seinen eigenen Tod und den Zustand des Tot-Seins denken würde. Das macht ihm nämlich Angst und stellt, wie ich es in dem vorherigen Post schon erwähnt habe, ziemlich viel infrage. Weil ist dir schon mal aufgefallen, dass Leute über den Tod von anderen in Gesprächsrunden reden oder man eben sagt, dass derjenige oder der Promi verstorben ist, dass man aber selber stirbt, nie oder sehr selten zu Worte kommt. An den eigenen Tod glaubt niemand so richtig, weil er eben unvorstellbar ist. Finde, dass man das oft daran erkennt, wenn plötzlich bekannte Persönlichkeiten versterben und Tage vorher noch fleißig auf den Social-Media-Account gepostet wurde und von den Plänen für die nächsten Wochen berichtet wurde. Es rechnet also jeder eher prinzipiell mit einem Tod im höheren Alter, denke ich. Klar der plötzliche Tod lässt nicht vorhersagen, aber manchmal wüsste ich gerne wie lange ich noch habe. 😀

        Ja, aufgrund meiner Angst vor dem Tod verfliegen die andere Ängste eigentlich. Das ist vielleicht positiv daran zu vermerken. 😀
        Ich habe keine Angst, wenn Dinge eben anders laufen in gewissen Hinsichten. Also ich hatte nie wirklich große Ängste in der Schule oder litt unter Leistungsdruck. Wenn man sich nämlich bewusst macht, dass man stirbt, kann man vieles anderes sehr befreit und locker sehen und muss sich nicht über unnötige, banale Dinge aufregen wie andere Leute. Das verliert dann alles seinen Wert. Deswegen ist mir auch egal, was andere von mir denken. Der Zustand des Tot-Seins ist mir trotzdem nicht angenehm, weil ich einfach gerne existiere, auch wenn es gerade nur das Schreiben am Laptop ist. 😀 Dieser Gedanke irgendwann alles loszulassen müssen, vielleicht schon viel zu früh, ist für mich nicht schön. Gerade wenn man Kinder und Partner hat und dann eine unheilbare Krankheit einen überkommt, stelle ich mir das unerträglich vor.
        Ich lebe halt gerne und bleibe bei Partys fast auch immer bis zum Schluss. 😀 Nur diese Party hier muss man irgendwann verlassen 🙁

        Ja also ich glaube halt, dass ich das alles bin, also dies von meinem Gehirn ausgeht. Ich meine wie stellst du dir das denn anders vor, also was da überdauern soll? Viele vergleichen ja den Schlaf mit dem Tod, du ja auch in deinem Artikel. Demnach kann da ja leider nicht allzu viel kommen. Eigentlich ist die Angst da irrational, weil wir den Zustand nicht erfahren werden, von daher bräuchte man sich keine Gedanken machen. Als Lebender trotzdem keine schöne Vorstellung, wenn das Hemd keine Taschen hat.

        An Meditation habe ich auch schon gedacht, praktizieren ja auch viele Buddhisten, meine ich, um den Zustand des Todes „näher“ zu kommen.
        Danke für die Links werde ich mir mal näher angucken.

        Grüße

      • Norman Brenner

        27. Januar 2016 um 7:44

        Hey LD,

        ja, die gemeinsame Zeit mit seinen Lieben sollte man ebenfalls nicht aufschieben, aber auch auf die Weltreise ist das übertragbar:

        Wer immer nur davon redet „irgendwann mal“ eine Weltreise zu machen, verschlechtert täglich seine Chancen, dass er es auch wirklich tut. Klar kann man die nicht von heute auf morgen antreten, aber man kann schon heute den ersten Schritt tun (Ein Sparkonto anlegen, Ziele aussuchen, Kontakte knüpfen etc. und wer es unbedingt will, der kann sogar schon gleich los reisen, auch ohne Geld… ich kenne da sogar jemanden, der es so macht).

        Ich stelle mir eben vor, dass das überdauert, was auch schon immer da war. Ich glaube eben nicht, dass wir nur aus unserem Denken und unserem Körper bestehen. Manche nennen es „Seele“, aber der begriff passt mir nicht so ganz. Ich nenne es wahres Selbst:

        http://www.vernuenftig-leben.de/ego-und-selbst/

        Etwas hinter unserem Ego. Und ich glaube die Herausforderung in unserem Leben besteht darin, dass du „du selbst“ wirst und über dein Ego hinweg kommst. Dann ist es dir auch egal, wenn es stirbt. Das mag ziemlich weit hergeholt klingen, ist für mich aber die schlüssigste Alternative =) (Und ich habe einige verworfen).

        LG Norman

  16. Kat

    21. Januar 2016 um 12:21

    Lieber Norman,

    vielen Dank für den tollen Artikel. Ich möchte nicht kommentarlos gehen.

    Ich denke nun seit vielen Jahren viel zu viel über den Tod nach und er überschattet mein Leben. Also habe ich endlich mal geguckt, was ich dagegen unternehmen kann. Ich habe vor allem Angst vor einem zu frühen Tod (ich war 20, als meine Mama mit 53 starb, das ist jetzt fast 6,5 Jahre her), vor dem Tod selbst nicht mal so sehr. Eine Panikatacke hatte ich wg. meiner Angst vor Krankheiten auch schon.

    Dein Artikel war ein super Anfang, ich recherchiere weiter und behalte deine Seite im Hinterkopf. Ich komme garantiert wieder.

    Antworten
    • Norman Brenner

      24. Januar 2016 um 19:28

      Hey Kat,

      schön, dass du hergefunden hast und danke, dass du mich noch ein paar so nette zeilen dagelassen hast!

      Also hast du im Prinzip nicht Angst vor dem Sterben oder dem Nicht-Sein, sondern eher davor, etwas zu verpassen? Das ist doch im Prinzip eine sehr gute Nachricht, denn das was dagegen hilft ist ganz einfach: Lebe ganz bewusst jede Sekunde voll aus!

      Wenn man wirklich das Beste aus seinem Leben rausholt, Tag für Tag, dann ist es egal, ob man früh stirbt. Ich bin sogar der Meinung, dass man in so einem Fall viel länger effektiv gelebt hat, als jemand der 80, 90 oder über 100 Jahre alt wird und sie nur so halb gar im Dämmerzustand verbracht hat.

      Würd mich freuen, wenn du uns hier wissen lässt, wenn du noch was gutes zu dem Thema gefunden hast =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  17. Sebastian

    23. Januar 2016 um 13:14

    Wow, ein gut geschriebener Artikel über eine Urangst der Menschen. Meiner Meinung nach macht uns (ich schließe mich da ein) vor allem Angst, dass der Tod eine große Unbekannte ist.

    Wir wissen einfach nicht wie das sein wird. Und das zu akzeptieren ist nicht leicht.

    Lieben Gruß.

    Sebastian

    Antworten
    • Norman Brenner

      24. Januar 2016 um 19:37

      Hey Sebastian,

      danke für deinen Kommentar!

      Ja, da hast du recht. Was wir nicht kennen, macht uns Angst. Aber im Prinzip sind wir ja selbst schuld, wenn wir den Tod aus unserem täglichen Leben ausschließen und ihn nicht kennenlernen wollen. Das ist ein Teufelskreis =)

      Ich mache gerne ein Gedankenexperiment: Stell dir mal kurz vor Tot-Sein wäre der „Normalzustand“. Jeder tote wüsste, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem er nicht mehr tot sein wird, sondern geboren wird und Leben muss. Keiner der Toten wüsste wie das sein wird und was da auf sie zu kommt Sie wüssten auch nicht, dass das Leben eventuell nur ein kurzes Gastspiel ist und man danach wieder tot sein darf. Denkst du sie würden dem unbekannten Leben voller Vorfreude entgegen fiebern oder lieber am altbekannten Tod festhalten?

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  18. Alex

    26. Januar 2016 um 16:06

    Ich finde die Liste gut
    Hab mir auch die Kommentare durchgelesen und bin überrascht wie viele sich mit diesen so wichtigen/banalen Thema befassen
    Da wir alles durch unsere lebendige Form des daseins betrachten ist eine Form des Nichtsein sehr beängstigend und verstörend da wir sie nicht verstehen können mit unseren jetzigen Zustand
    Für mich ist es nicht wichtig was vor meiner Zeugung Geburt war weil ich es nicht wahrgenommen hab
    Ich erlebe jetzt und beobachte träume etc… Die Angst eines Tages diese Dinge nicht mehr zu können ist schon irgendwie erschreckend aber das ist nun mal so
    Unsere Wahrnehmung oder Geist ist nun mal in unseren Körper gefangen und das ist gut so Nur so kann ich die Dinge erleben wie sie sind für mich
    Wir sind hoch komplexe Maschinen konstruiert für ein kurzes da sein aber wenigstens waren wir mal da

    Antworten
    • Norman Brenner

      27. Januar 2016 um 7:33

      Hey Alex,

      vielen Dank für deine Rückmeldung!

      Ja, es ist schon seltsam: Niemand redet über das Thema, aber fast jeder ist interessiert (oder sollte des zumindest sein, denn jeder ist ja betroffen).

      Deine Aussage über die Maschinen finde ich etwas ernüchternd. Siehst du das wirklich so? Vermutest du keinen höheren Sinn hinter unserer Existenz?

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Alex

        31. Januar 2016 um 10:53

        Hi Norman

        Ein höheren Sinn in etwas zu sehen finde ich immer wieder spannend
        Die Antworten darauf haben ja die Religionen für uns
        Ich persönlich zweifle bzw hinterfrage gerne denn Sinn

      • Norman Brenner

        1. Februar 2016 um 7:20

        Hey Alex,

        ich finde es immer gefährlich, etwas einfach von einer Religion oder einer Tradition zu übernehmen. Hinterfragen und Skepsis sind deshalb schon mal sehr gut =) Aber nur dann, wenn man es tut, um am Ende auf eine eigene (zumindest vorläufige)Schlussfolgerung zu kommen. Ansonsten wäre es ja Zweifeln aus Prinzip. Hast du schon eine?

        LG Norman

  19. Liliana

    10. Februar 2016 um 20:52

    Hi Norman!

    Ich befasse mich intensiv mit dem Thema Tod, vielleicht mehr als gut ist.
    Ich denke die Ungewissheit ist für die meisten beängstigend und keine Kontrolle darüber zu haben (ausgenommen Suizid.
    Der Tod wirft Fragen auf, was kommt danach, ist da was, ist da nichts. So banal es klingen mag, dass wissen wir erst, wenn es soweit ist.
    Die einen stärkt ein Glaube, den Tod „locker“ zu nehmen, andere widerum meinen glauben ist nicht wissen. Betreuer im Hospiz und auch Altenpfleger beobachten oft, dass viele kurz vorm Ende spirituell werden. Ich bin im Zwiespalt, ich bin dem Sensenmann 2x von der Schippe gesprungen. Beim ersten mal war’s zappenduster, nichts, w wie weg. Beim zweiten mal, sah ich mich selbst aus meinem Körper fallen. Ganz gleich was kommt, bevor man dem Tod auf die Schippe springt, sollte man ihn etwas auf eben diese nehmen.
    Der Tod ereilt uns alle, keiner weiß wann, darum nehmt das Leben an und macht’s euch nicht zu schwer. Man steht sich doch nur selbst im Weg, anstatt sich einen leichten Weg zu bahnen.
    Schließen möchte ich mit 2 Zitaten: „Du hast dir deinem Leben nicht ausgesucht, sondern das Leben hat dich ausgesucht“ (aus dem Film „The Help“) und „Wozu sich um das Leben Sorgen machen, keiner überlebt’s“ (Truman Capote)
    Bevor der Tod uns holt, sollten wir uns daher voll und ganz dem Leben widmen.
    Norman, sehr gut geschrieben und vor allem hast du Raum gelassen, danke.

    Antworten
    • Norman Brenner

      11. Februar 2016 um 7:27

      Hey Liliana,

      ganz lieben Dank für diesen tollen Kommentar!

      Ich finde es faszinierend, dass man gerade oft von Leuten hört, man solle den Tod nicht so ernst nehmen, die schon nähere Bekanntschaft mit ihm gemacht haben =)

      Solche Nahtod-Erfahrungen finde ich auch immer sehr spannend. Auf jeden Fall schön, dass du es überlebt hast! Dann gilt scheinbar auch für den Tod, dass alle guten Dinge drei sind XD

      Im Zwiespalt sind die meisten, nur die wenigsten geben es zu =) Wie sagte Faust so schön: „Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust“… Eine, die sich nach dem Weltlichen und eine, die sich nach dem Göttlichen sehnt. Ich denke, jeder hat diese beiden Seelen, aber es wird meist nur der einen Raum gegeben.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  20. Joe

    25. Februar 2016 um 10:14

    Hallo Norman,

    danke für deinen Blog.
    Seit kurzer Zeit befasse ich mich intensiv mit dem Thema sterben. Es ist einem schon lange bewusst, jedoch hat man den Gedanken schnell wieder verdrängt. Und nun, egal ob vor dem einschlafen, beim Sport oder sonst wo. Zurzeit hab ich den Gedanken fast zu jeder Zeit, bei allem was vorher so selbstverständlich war und was man mit Freude sorglos macht, spielt diese Angst mit. Man frägt sich wie schnell doch die letzten 10Jahre vergangen sind. Nochmal 10Jahre und man ist schon so und so alt. Dann wär ja dieser und jener Mensch schon so und so alt, überleben sie das? Alles fragen die mir teilweise selbst bisschen „crazy“ 😀 vorkommen. Das nennt man wohl Angst. Dabei ist es doch etwas ganz natürliches. Deshalb hab ich mich „getraut“ nach dem Tod zu googlen. Deine Zeilen beruhigen mich dabei etwas und vielleicht hilft sogar auch, dass ich diese Wörter tippen kann.

    Ich selbst fürchte mich vor dem Tag, an dem man seine geliebte Familie, Frau, Kinder, Eltern, Geschwister, Freunde verlieren wird. Egal ob man zuerst oder eben einer dieser Menschen vor einem abtreten muss.

    Oder davor, dass Kind von meiner schwangeren Frau und mir, nicht aufwachsen zu sehen. Ich freue mich riesig darüber aber gleichzeitig hab ich wieder jene Gedanken.

    Ich muss auch ganz ehrlich sagen, jetzt wäre ich mit meinen 25Jahren noch nicht bereit dazu, man will doch noch soviel erleben. Ich hoffe ich kann dem ganzen bald wieder sorgenfrei gegenüber stehen.
    Es ist wohl die Angst des „zu frühen“ Sterbens. Ich fühl mich Gesund, dennoch kann man es sich nicht aussuchen und wenn es soweit ist, ist es so
    Vielleicht denkt man im hohen Alter anders darüber wenn man es überlebt. Vielleicht sagt man dann aber auch von sich selber, dass es genug ist. Oder haben diese Leute auch Angst vor der Ungewissheit?

    Wir alle werden diesen Weg gehen müssen.

    Viele Grüße
    Joe

    Antworten
    • Norman Brenner

      28. Februar 2016 um 12:43

      Hey Joe,

      ich danke dir sehr für deinen persönlichen und offenen Kommentar =)

      Freut mich, dass dir mein Beitrag etwas geholfen hat und ich denke auch, dass das „darüber schreiben“ und „dich damit befassen“ dir sehr hilft. So war und ist es bei mir nämlich auch. Dieser Beitrag hat auch mir persönlich sehr geholfen mit dem Thema Tod umzugehen. Deshalb schätze ich auch die Konversation die hier entsteht sehr =)

      Dass die Zeit immer schneller „vergeht“, je älter man wird habe ich natürlich auch schon gemerkt, obwohl ich nun auch erst 28 bin. Aber ich merke schon einen Unterschied zu meiner Kindheit und kann mir vorstellen, dass dieses Empfinden noch extremer wird. Habe auch mal irgendwo gelesen, warum das so sein soll, und zwar, weil man Zeitspannen stets unbewusst ins Verhältnis zur bereits gelebten Zeitspanne setzte. Bin ich also 3 Jahre alt, kommen mir 30 Minuten viiiieeel länger vor, als wenn ich 30 bin. Mit 60 wirds dann noch „kürzer“ und so weiter…

      Wie das mit geliebten Kindern ist, kann ich bisher nur in meiner Vorstellung nachvollziehen, weil ich noch keine habe. Aber ich kann mir schon denken, dass das wieder etwas anderes ist. Aber ich glaube auch hier muss man lernen loszulassen, denn die Angst macht ja weder ihr Leben noch deines besser. Im Gegenteil, vielleicht schränkt sie es sogar sehr ein. Stichwort „Helikopter-Eltern“.

      Aber ich glaube, dass es in der Phase des Vater-Werdens auch ganz normal ist, dass sich Prioritäten verschieben und man sich auch erstmals mit schweren Themen beschäftigt, die vielleicht vorher nicht so present waren.

      Im hohen Alter gibt es glaube ich nur zwei Arten von Menschen, wenn es um den Umgang mit dem herannahenden Tod geht:

      Die einen haben IHR LEBEN gelebt und bereuen nichts. Ihnen fällt es weniger schwer loszulassen und zu gehen.

      Die anderen haben NICHT IHR LEBEN gelebt, sondern vielleicht das Leben, das von ihnen erwartet wurde. Sie bereuen viel und daher fällt es ihnen schwer.

      Auch das führt uns wieder zu dem im Beitrag beschriebenen effektivsten Mittel gegen die Angst vor dem Tod: Lebe jeden Tag DEIN LEBEN, so gut du es kannst. Dann musst du nichts bereuen =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  21. anke

    2. März 2016 um 10:10

    Hallo Norman!
    Bin auf diese Seite gestoßen, weil ich anderen derzeit immer erklären muss, warum ich keine Angst habe.
    Vor 10 Jahren hatte ich Krebs. Ich haderte mit dem Schicksal, war wütend und unleidlich. Die Therapie war lang und anstrengend, manchmal qualvoll.
    Gleich nach Ende der Behandlung zog ich in die Sonne. Ich lebte in dem Ort, in dem ich schon immer leben wollte. Ich tat alles, was ich schon immer machen wollte. Ich schaute vom Sofa auf das Mittelmeer und war glücklich. Natürlich musste ich noch arbeiten. Mehr Stunden als je zuvor. Aber ich hatte mir genau das, was ich lebte, ausgesucht.
    Eines Tages wusste ich, dass es Zeit ist, zurückzukehren. Alle wollten es mir ausreden, aber ich wusste, alles hat seine Zeit.
    Das ist 15 Monate her. Seit 10 Tagen weiß ich, der Krebs ist zurück. Viel stärker als damals.
    Und ich? Bin so gelassen und ruhig, dass es mein Umfeld in den Wahnsinn treibt …
    Es ist so schön, alles noch vorbereiten zu können! Mit meinem Sohn Zeit zu verbringen. Mich mit verloren geglaubten Freunden auszusöhnen. Sagen zu können, ich habe meine Träume gelebt. Nichts mehr auf der ‚das muss ich unbedingt noch machen – Liste‘ zu haben.
    Nun muss es mir nur noch gelingen, die anderen zu überzeugen, dass an dem Punkt, an dem ich jetzt stehe, ANNEHMEN nicht AUFGEBEN bedeutet.
    Ich werde ihnen also Deine Liste in die Hand drücken :)Sie stimmt!
    P.S.: Hesses Stufen 🙂 ich liebe dieses Gedicht 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      3. März 2016 um 13:38

      Danke, Anke!=D

      Entschuldige, den hörst du sicher oft, aber für mich war es eine Premiere =)

      Ich danke dir auf jeden Fall sehr für deine persönliche und offene Schilderung! Wahnsinn, was du alles schon erleben musstest / durftest (wei siehst du das eigentlich? war es eher ein Müssen oder ein Dürfen für dich? Ich glaube diese Sichtweise trägt auch viel zur Gelassenheit im Angesicht des Todes bei.).

      Ich finde es ganz toll, dass du dich nicht hängen lassen hast, sondern in dieser schwierigen Zeit auf dein Herz gehört hast und das hat ja scheinbar auch dir mehr als gut getan.

      Was mich auch interessiert: Bringst du deine Rückkehr mit der Rückkehr des Krebs in Verbindung? Suchst und vergibst du „Schuld“?

      Wenn ich von deiner Gelassenheit lese, kann ich dich wirklich nur beneiden und beglückwünschen!Wie wunderschön, dass du dich als Vorbild für uns alle hier zu erkennen gegeben hast =D

      So wie du es beschreibst, hieße das letztendlich ja, dass jeder diese Gelassenheit und fast schon Glückseligkeit erreichen kann, wenn er einfach nur auf sein Herz hört und seine „Will-ich-unbedingt-noch-tun“-Liste mit jedem Tag ein Stück vervollständigt?

      Super, dass dir meine Liste hier vielleicht mit deinen Zweiflern hilft. Aber warum hast du eigentlich den Anspruch sie überzeugen zu müssen? =)

      Liebe Grüße

      Norman

      P.S.: Hesse rockt! „In Sand geschrieben“ ist auch sehr schön =)

      Antworten
      • anke

        4. März 2016 um 8:33

        Lieber Norman,

        es ist schwer, Deine Fragen auf erträglicher Blog-Länge zu beantworten.

        Hätte ich den Krebs vor 10 Jahren nicht ertragen MÜSSEN, ich hätte mich nie aufgerafft, so vieles erleben zu DÜRFEN. Wie soll ich nun wissen, was die vergangenen Jahre ansonsten hätten bringen können? Für mich war der Kampf ein Ansporn. Da musste noch was kommen. Was Schönes. Als Belohnung quasi 😉

        Schuld?
        Wer denn ? Was denn ? Wem kann ich denn die Schuld zuschieben ? Kommt so in meinem Denken nicht vor.

        Und ja, ich denke, dass jeder diese Gelassenheit erreichen kann. Stell Dir vor, wie ruhig Du innerlich wärest ohne all dies ‚ich muss unbedingt noch‘ oder ‚eines Tages werde ich sicher‘. Das setzt aber schon voraus, denke ich, dass man auch mal die Chance hatte, sich und seine Träume zu verwirklichen. Und dennoch kann dies nicht der einzige Weg sein: Du wirst 20jährige erleben, die gelassen sterben.

        Ich kam sicher auch wegen der Ärzte zurück. Da unten wäre es schwer geworden. Die Schmerzen werden mehr werden. Da wünsche ich mir Hilfe. Und ich spürte halt, dass meiner Kraft die Puste ausging.

        Magst Du Deine Liste um ‚palliative Sedierung‘ erweitern?

        Und nun muss ich entscheiden, ob ich doch einer Bestrahlung zustimme. Wenn meine Wirbel brechen, obwohl ich das verhindern könnte, fühle ich mich sicher nicht besser. Tut gerade eh schon genug weh …

        https://www.youtube.com/watch?v=ycmrul_MajY

        Danke Anke
        kürze ich immer ab: D-Anke

  22. Norman Brenner

    7. März 2016 um 19:37

    Hey Anke,

    danke für deine Antwort! Mir fällt es auch immer schwer, hier in erträglicher Länge zu schreiben und zu antworten =D Ich glaube vernuenftig-leben.de ist einer der Blogs mit den längsten Beiträgen und Kommentaren überhaupt ^^ Aber tiefe Themen lassen sich nun einmal nicht flach abhandeln =)

    Aus deinen Ausführungen lese ich, dass du es im Endeffekt so siehst, dass es gut war, wie es war, denn sonst wärst du jetzt nicht die, die du bist. Das ist meiner Meinung nach die beste und gesündeste Einstellung zum Leben und auch zum Tod. Nichts bereuen, nichts verändern wollen. Ein Leben gelebt, wie es gelebt werden sollte =)

    Ich kenne diese innerliche Ruhe =) Ich erfahre sie allerdings nicht durch die äußerliche Erfüllung all meiner Sehnsüchte, sondern innerlich durch Einkehr und Meditation. Daher denke ich auch, dass jeder dieses Stadium erreichen kann… auf die eine oder andere Art. Aber gewisse äußere Rahmenbedingungen sind schon wichtig.

    Danke für den Hinweis auf die palliative Sedierung! Die nehme ich gerne in die Liste auf. Super, dass wir so auch noch ein bisschen mehr medizinisches Fachwissen dabei haben! D-Anke! 😉

    Und auch danke für „Wie eine Welle“. Kannte ich noch nicht und das passt sehr gut an einer anderen Stelle hier im Blog… werde ich verlinken!

    Liebe Grüße

    Norman

    Antworten
  23. Raphael

    28. März 2016 um 20:14

    Hallo Norman,
    ich bins nochmal. Ich finde diese Seite resp. deine Antworten die Brauchbarsten, welche ich im Netz gefunden habe. Mich würde es interessieren, ob das nicht auf dein Gemüt niederschlägt, soviele Kommentare über den Tod zu lesen und zu beantworten!?

    Momentan liegt der Grossvater meiner Freundin im Sterben. Ich bin nicht zu seinem Sterbebett gegangen, da ich ihn so in Erinnerung behalten möchte, wie er vor dem Spitalaufenthalt war. Was mir Angst macht ist die Tatsache, dass er seit 3 Tagen nichts mehr essen und trinken kann und sein Körper sozusagen wie ein PC herunterfährt. Er „will“ aber noch nicht „gehen“. Denn als seine Tochter gestern den Raum verliess und ihm tschüss sagte, weinte er, so als habe er Angst, sie nicht wiederzusehen. Ich frage mich, was in ihm vorgeht und habe wirklich grosses Mitleid mit ihm.
    Dies macht mir, was meinen eigenen unausweichlichen Sterbeprozess angeht, natürlich Angst. Vor allem weil mir auch bewusst wird, wie robust wir Menschen gebaut sind.
    Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Für mich ist das etwas, was unser Gehirn (resultierend aus der Evolution des Menschen) uns vorspielt. Eine Art Schutzmechanismus, damit wir uns nicht zu sehr mit diesem Thema beschäftigen.
    Schlimm finde ich beispielsweise Krebspatienten, wo der Geist noch vollkommen da ist und der Körper langsam abstirbt.

    Vielleicht noch einen Gedanken zum „Dasein“. Fotos und Videos tragen dazu bei, dass man etwas nachtrauert, weswegen ich diese Medien nicht soo toll finde, auch wenn ich sie selber benutze. An meine frühe Kindheit kann ich mich nämlich gar nicht mehr erinnern. Ich habe das Gefühl, der Mensch auf dem Foto bin gar nicht ich. Ausserdem gehen Fotos/Videos irgendwann verloren/kaputt, sie dienen demnach nur der Erinnerungsverlängerung, auch nicht ein beflügelnder Gedanke.

    Zum Schluss noch eine Frage: Meinst du, ein Mensch (so wie der zuvor erwähnte Grossvater) kann sich durch bewusstes sterben „wollen“ vom irdischen Leben verabschieden? Oder macht der Körper was er will?

    Liebe Grüsse

    Raphael

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. März 2016 um 20:08

      Hey Raphael,

      schön wieder von dir zu lesen =)

      Nein, das schlägt überhaupt nicht auf mein Gemüt, mich so intensiv mit dem Tod auseinander zu setzen. Im Gegenteil: Durch den ständigen Austausch darüber, wird mir auch immer wieder bewusst, wie vergänglich das Leben ist. Dadurch lebe ich viel bewusster, setze andere Prioritäten und genieße auch mehr die kleinen Freuden. Es bereichert mich also sehr =) Deshalb nutze ich die Gelegenheit an Stelle mal und sage euch allen Danke für diese tolle Möglichkeit!

      Danke auch, dass du die Geschichte mit dem Großvater deiner Freundin hier so offen mit uns teilst. Das ist natürlich immer schwer zu sagen, was in einem Menschen vor geht. Gerade in einer Situation, in der man selbst noch nie war. Es hört sich zumindest sehr danach an, dass er Angst hat, nicht mehr da sein zu können. Diese Angst ist meiner Meinung nach umso schlimmer, je stärker man sich mit seinem sterblichen Teil, also dem Ego, identifiziert. Wenn ich gar kein Vertrauen habe, dass da etwas von mir bleibt oder vielleicht sogar schon immer da war und immer sein wird, muss ich zwangsläufig die Auslöschung fürchten. Das einzige, was ihm da helfen kann, ist, Vertrauen zu fassen. Ich habe schon oft gehört, dass Menschen, die ihr ganzes Leben ungläubig waren in den letzten Momenten noch ihren Glauben finden und es ihnen half hinüber zu gehen. Damit will ich nicht sagen, dass der „richtige Glaube“ das geschafft hat, sondern, dass sie etwas gefunden hatten, auf das sie vertrauen konnten. Und Vertrauen ist die wichtigste Basis zum Loslassen.

      Ein sehr wertvoller Gedanke, den du da zu den Fotos geäußert hast =) Ich sehe das ganz ähnlich. Einige Urvölker / Eingeborene glauben auch, dass Fotos den fotografierten stückchenweise die Seele rauben und haben teilweise eine Höllenangst vor Touristen und Kameras. Ich denke immer gerne an das Beispiel vom Ayers Rock in AUstralien, wo jeden Morgen hunderte von Menschen auf den Sonnenaufgang warten, um dann in wenigen Sekunden hunderte von Bildern zu schießen, mit denen sie dann fröhlich nach Hause fahren, ohne daran zu denken, dass sie den wahrhaftigen Sonnenaufgang am Ayers Rock überhaupt nicht mit eigenen Augen gesehen, geschweige denn genossen haben. Solche Bilder im Kopf sind meiner Meinung nach viel mehr wert =)

      Bewusstes „sterben wollen“ kann das unausweichliche schon beschleunigen, das denke ich schon. So ist es ja zum Beispiel oft so, dass nach dem Tod eines Partners kurz darauf der andere stirbt, weil er nicht mehr alleine leben will (bewusst oder unbewusst). Genauso kann aber auch das „nicht wollen“ das unausweichliche hinauszögern, weil man sich am letzten Strohhalm festklammert. Was nicht unbedingt zum Besten des Sterbenden sein muss. Aber oft schafft es ein sterbender Mensch ja auch genau so lange durchzuhalten, bis ihn noch einmal alle nahen Verwandten besuchen konnten. Das heißt: Ich glaube der natürliche Tod ist nicht fest terminiert und das Bewusstsein spielt auch hier eine wichtige Rolle.

      Einfach verabschieden geht meiner Meinung nach eher weniger. Es muss etwas da sein, das dem Sterben Halt gibt. Vertrauen oder Glauben. Beides hilft, wobei ich ersteres hilfreicher finde.

      Liebe Grüße

      Norman

      P.S.: Deine Entscheidung, nicht hinzugehen, kann ich übrigens gut nachvollziehen. So habe ich es auch schon einmal gemacht.

      Antworten
  24. Seka

    29. März 2016 um 23:44

    WOW! Das hat mir grade sehr weitergeholfen.Ich bin in Therapie aufgrund von Hypochondrie und die Angst hat mich grade wieder überrollt, da der Roger Cicero ja unerwartet gestorben ist.. Die Liste hat mich total beruhigt 🙂 Vielen Dank dir:)

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. März 2016 um 18:07

      Hey Seka,

      vielen Dank, dass du uns ein paar Zeilen dagelassen hast =)

      Freut mich wahnsinnig, dass dir meine Liste hilft! Ja, der Tod kommt oft unerwartet… steht ja auch oben im Text. Aber das ist ja generell nichts Schlechtes =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  25. R33N

    15. April 2016 um 11:05

    Der letzte scheiß dieser Artikel. Die Angst vor dem tot hat mir schon 12 Jahre meines Lebens gekostet und ich habe trotzdem angst zu sterben auch wenn ich weiß dass das universum die Energie weiter verwendet. Denn ich will leben erleben fühlen sehen riechen schmecken uvm. Es stört mich nicht mehr da zu sein und das alles zu verlieren. Warum sollte mich es mich das trösten aufhören zu existieren? Klar wird es mich nicht mehr stören wenn ich tot bin aber es stört mich jetzt irgendwann alles zu verlieren. Es ist mein Leben und mir ist egal was vorher war ich bin da und ich will bleiben. Der Artikel hat des übrigen eine Schwere Panikattacke ausgelöst und noch mehr Angst vor dem Tot danke

    Antworten
    • Norman Brenner

      15. April 2016 um 20:37

      Hey R33n,

      danke für dein ehrliches Feedback!

      Dass du eine Panikattacke hattest tut mir natürlich mega Leid. Genau das ist das letzte, was ich mit dem Artikel erreichen möchte. Denkst du es wäre für solche Fälle hilfreich, eine Warnung an den Anfang des Artikels zu stellen?

      Ich bin im Übrigen wirklich froh darüber, dass du einen Kommentar hinterlassen hast. So haben wir alle die Chance, uns daran weiterzuentwickeln =)

      Deine Situation ist meiner Meinung nach ein gutes Beispiel dafür, wie wir Menschen uns oft selbst durch Anhaften das Leben schwer machen. „ich will bleiben“ klingt danach, als wolltest du ein Recht einklagen. Bei wem? Wer ist zuständig?

      Gerade, dass du dir selbst damit schon 12 Jahre deines Lebens „geraubt“ hast. Es ist nämlich niemand sonst schuld. „Die Angst vor dem Tod“ ist kein Objekt oder keine Instanz, die Verantwortung für etwas übernimmt. Diese tragen wir immer selbst. Ich würde mich persönlich an deiner Stelle fragen, ob es mir das wert ist. Was hattest du am Ende vom Leben, wenn du es nur in Angst vor dem Tod verbracht hast? Wäre es da nicht besser, den Tod einfach zu akzeptieren, komme er wann er wolle, und die Zeit, die du gerade hast, wenigstens zu genießen? Wie du selbst siehst, macht deine Angst dein Leben ja nicht besser, sondern hält dich sogar noch davon ab. Warum also daran festhalten?

      Ich weiß ja selbst, dass man solche Ängste und Gedanken nicht mit bloßen Worten und Fakten anpacken kann. Deshalb ist dieser Artikel auch weniger als Widerlegung gedacht, der Tod sei etwas schlimmes, sondern mehr als Inspiration, die möglichst zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema anregen soll. Das ist nämlich der einzige Weg, diese Angst wirklich zu überwinden.

      Wir Menschen wollen oft einfach leiden. Bewusst oder unbewusst. Ich weiß nicht warum das so ist, aber dass es so ist, sehen wir ja auch daran, dass du scheinbar trotz des schlechten Einflusses des Artikels und einer schweren Panikatacke weitergelesen hast um am Ende sogar noch einen Kommentar zu dem Thema, dass dich so ängstigt, verfasst hast. „und mir ist egal was vorher war“ hört sich für mich so an, als wolltest du dich regelrecht davor verschließen, dass es eine andere Sichtweise gibt.

      Damit nicht genug, du möchtest dein Leiden auch öffentlich bekannt geben, und darauf aufmerksam machen. Ich verurteile das nicht. Bin ja froh über deine Rückmeldung. Aber ich möchte dich an der Stelle gerne darauf aufmerksam machen, damit du dir dessen bewusst werden kannst. Und wenn du das nicht willst oder kannst, dann hilft meine Antwort vielleicht anderen, die das lesen.

      Deine Angst wirst du letzten Endes nur besiegen können, wenn du erkennst, dass du dich selbst immer dahin bringst, wo du bist. Wer sich diese Mechanismen bewusst macht, kann auch bewusst Einfluss darauf nehmen. Wer sich für die Opferrolle entscheidet, bleibt Opfer.

      Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wieder von dir zu hören. Gerne auch in einem netteren Umgangston =)

      Wünsch dir trotz allem ein schönes und möglichst angstfreies Wochenende!

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Kat

        15. April 2016 um 21:20

        Hallo Norman,

        ja, deine Antwort hilft auch anderen, die das lesen 🙂

        Und ich finde es toll, wie ausführlich du auch auf völlig konträre Meinungen antwortest.

        Liebe Grüße
        Kat

      • Norman Brenner

        15. April 2016 um 21:37

        Hey Kat,

        danke für deine liebe Antwort =)

        Freut mich sehr, dass es dir bereits geholfen hat.

        Ich finde es wirklich super, anhand von realen Beispiele etwas hilfreiches zu vermitteln und bin R33n dafür auch wirklich dankbar. Von Beispielen kann man meist mehr lernen, als von ganzen Bücherregalen =)

        Außerdem bin ich der Meinung, dass auch solche Aussagen und Kommentare durchaus wichtig sind. Vielleicht nicht gerade in dieser Wortwahl, aber das negative Feedback gehört zum positiven, genauso wie die Nacht zum Tag oder der Tod zum Leben =) Es ist immer nur eine Frage, wie man damit umgeht 😉

        Liebe Grüße und ein tolles und hoffentlich sonniges Wochenende!

        Norman

  26. Kerstin

    28. April 2016 um 7:25

    Hallo Norman,

    vielen Dank, Dein Blog hat mir sehr geholfen, meine Angst ein bisschen zu lindern! Habe seit mein Papa gestorben ist, auch eine tiefsitzende Angst vor dem Tod entwickelt, dass diese Angst mich manchmal lähmt und mich hindert bewusster zu leben. Jede Nachricht von Krankheit und Tod geht immer sehr nah an mich ran, näher als mir gut tut!!
    Dein Blog tut mir grad gut und ich werde mein Leben überdenken und versuchen es bewusst zu leben und mich nicht von der Angst leiten zu lassen. Danke

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. April 2016 um 16:17

      Hey Kerstin,

      das freut mich sehr! Vielen Dank, dass du mich das wissen lässt =D

      Finde ich super, wie bewusst du mit all dem umgehst. Das ist schon der erste und wichtigste Schritt, denn dadurch, dass du dich bewusst damit auseinandersetzt, wird dieses Thema zwangsläufig mit der Zeit immer mehr an Schrecken verlieren-

      Freue mich, dich öfter hier begrüßen zu dürfen =)

      Liebe Grüße und ein tolles Wochenende, dir!

      Norman

      Antworten
  27. KWE

    28. April 2016 um 12:18

    Hallo, leide seit über 35 Jahren an Panikattacken verbunden mit Todesängsten. Viele der hier gemachten Weisheiten habe ich im Laufe der Jahre kennen gelernt. Meinen Besten habe ich erst vor ein paar Monaten gefunden: Vor mir war keine Zeit, nach mir wird keine seyn, mit mir gebiert sie sich, mit mir geht sie auch ein. Daniel Czepko von Reigersfeld (1605–1660)
    Und den halte ich hier für den Besten: Wenn du nun also akzeptierst, dass dich der Tod überraschen wird, kannst du dir zumindest die Gedanken über das Wann, Wie und Wo ersparen. Damit musst du dich nicht quälen!
    Ich stelle fest, dass mit zunehmendem Alter dem Tod gegenüber eine Gelassenheit eintritt. Ob das ein Teil der Altersweisheit ist? Schönen Gruß KWE

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. April 2016 um 16:23

      Hey KWE,

      wow, vielen Dank, dass du deine Geschichte und diese hilfreichen Tipps hier mit uns teilst!

      Ich glaube, dass das mit der „Altersweisheit“ von der Natur so gewollt ist. Zumindest, wenn man bewusst lebt. Denn dann hat man mit zunehmendem Alter gar keine andere Wahl, als sich mit dem nahenden Ende zu beschäftgen. Wenn man dies bewusst tut, wird man es auch irgendwann akzeptieren, weil einem keine andere Wahl bleibt. Man erkennt einfach, dass man sowieso nichts dagegen tun kann und dass man leichter, freier und besser lebt, wenn man es so hinnimmt, wie es ist.

      Leuten hingegen, die sich gar nicht bewusst damit auseinandersetzen, wird erst in den letzten Momenten klar, was sie alles bereuen und dann bekommen sie natürlich eine große Panik vor dem Ende.

      Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende!

      Norman

      Antworten
  28. Teemo

    30. April 2016 um 11:21

    Danke erstmal!

    Der Artikel ist wirklich super und macht genau das, was er soll. Alle Gründe sind sehr beruhigend um auf den Tod zu warten (oder eben nicht darauf zu warten 😉) und sie sorgen für ein besseres und einfacheres Leben. Es ist sicher für jeden Menschen schön zu hören, dass nicht nur sein Leben, sondern auch sein Tod von nutzen sein kann und auch für andere Menschen etwas Gutes bringt.

    Vielen Dank für die guten Gründe 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      30. April 2016 um 16:24

      Hey Teemo,

      danke für deine Rückmeldung zum Artikel. Freue mich wirklich sehr, dass er bei dir ins Schwarze getroffen hat =D

      Liebe Grüße und hab noch ein schönes Wochenende!

      Norman

      Antworten
  29. Frux

    23. Mai 2016 um 4:41

    Die Idee find ich nicht schlecht aber um ehrlich zu sein hat es 0 geholfen. Auch wenns gut gemeint ist zählst du Sachen auf die eigentlich jedes Kind weiß. Ich weiß das der tot kommen muss für neues Leben usw aber wieso sollte das meine Angst nehmen ?Der tot macht doch einem Angst weil man dann wie vor der Geburt einfach weg ist und nicht denken sprechen fühlen kann …. Da interessieren mich doch nicht die Menschen die in 70 Jahren wegen mir jetzt Platz zum Leben haben… Und so ist es leider mit vielen deiner Punkte. Den tot kann man nicht aufhalten und ich bin mir sicher das wenn ich erstmal 100 bin und nicht mal mehr denken kann. Das ich mich auf den tot freue. Aber jetzt mit Mitte 20 habe ich Mega Angst und das wird sich so schnell nicht ändern. Trotzdem danke

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Mai 2016 um 7:54

      Hey Frux,

      danke für deine ehrliche Meinung zum Artikel =)

      Kann dich verstehen. Natürlich wissen viele das, aber der Punkt ist ja, dass man meist nicht daran denkt, wenn man Angst hat. Die Liste soll dazu dienen, sich das in genau solchen Momenten in Erinnerung rufen zu können.

      Auch die recht egoistische Sichtweise, dass dich deine Gedanken und Gefühle mehr interessieren, als die der Menschen, die dir in 70 Jahren folgen werden, kann ich gut nachvollziehen. Und genau diese Sichtweise ist es, die die Angst am Leben erhält. In diesem Artikel habe ich das genauer erläutert: http://www.vernuenftig-leben.de/warum-sterben-wir/

      Der Punkt ist, dass die Natur es für uns so eingerichtet hat, dass uns die Menschen, die uns folgen werden interessieren müssen. Denn unser Fortbestehen wird naturgemäß durch unsere Kinder gesichert =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  30. richardbraun.1@gmx.de

    23. Mai 2016 um 18:20

    Hallo Norman,

    ich finde deinen Beitrag super! Du scheinst eine Person zu sein, mit der man über dieses Thema in Ruhe reden kann, ohne sich schämen zu müssen 🙂 Ich hätte aber eine Frage zum Punkt 36: Möchtest du sagen, dass der Mensch sowas ähnliches wie eine „Seele“ hat, welche den Tod überdauert? Ist das deine Ansicht? Ich persönlich finde, dass wir mehr sind als ein biologischer Supercomputer, so wie es manche behaupten. Ich glaube zwar auch nicht an das, was in den Religionen beschrieben wird(Himmel, Hölle). Aber ich glaube, dass wir etwas haben, was den Tod überlebt, denn von irgendwoher komme ich und werde irgendwann auch wo anders hingehen. Das ist meine persönliche Ansicht. Mich würde auch deine Ansicht interessieren. Ob der Tod für dich das endgültige Ende ist oder nicht 🙂

    Liebe Grüße

    Richi

    Antworten
    • Norman Brenner

      25. Mai 2016 um 9:49

      Hey Richi,

      danke für dein tolles Feedback und die spannende Frage =)

      Schämen muss sich hier und bei mir generell sowieso keiner. Ich bin der Meinung, dass alles, was im Leben passieren kann, auch zum Leben gehört und deshalb auch ohne Scham besprochen werden kann =)

      Ich habe da eine ganz ähnliche Ansicht wie du: Ich glaube auch nicht daran, dass etwas individuelles von uns überdauert. Sonst hätte es dieses Individuelle Etwas auch schon vor unserer Geburt gegeben. Also keine Seele in einer persönlichen Form, so wie es das Christentum zum Besipiel sieht. Allerdings denke ich auch nicht, dass alles rein mechanisch ist und auf Gesetzmäßigkeiten beruht und eben seinen Gang geht. Meine persönliche Meinung geht eher in Richtung Vedanta oder Buddhismus, wo es ein großes und allumfassendes „Selbst“ gibt, aus dem alles und jeder entspringt und worin alles und jeder zurückkehrt. In meinen Beiträgen zur Meditation habe ich näheres dazu geschrieben, falls es dich interessiert:

      http://www.vernuenftig-leben.de/meditation-lernen/

      Ist auf jeden Fall nicht in der Kürze eines Kommentares zu erklären =)

      Kurzum: Ich halte den Tod für das Ende der Persönlichkeit / des Individuums, weil es nicht mehr benötigt wird, aber nicht für das Ende deines wahren Selbst. Das ist ewig und kehrt immer und immer wieder in den verschiedensten Erscheinungen.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  31. sibladekoo@gmx.de

    23. Mai 2016 um 19:03

    Hey Norman,

    super Beitrag! Mach weiter so! 🙂

    Gruß

    Antworten
  32. Lea

    29. Mai 2016 um 21:00

    Hi 🙂
    Der Artikel gefällt mir sehr und viele Kommentare spiegeln meine eigene momentane Situation wieder. 23 Jahre meines Lebens völlig unbeschwert und angstfrei gelebt und plötzlich von heute auf morgen eine „Lebenskrise“ mit Panikattacken und panischer Angst vor dem Tod. Beschäftigung mit dem Thema macht es auf jeden Fall erträglicher, beispielsweise mit dem Lesen solcher Artikel und wie gesagt, auch die Meinungen anderer zu diesem Thema in Form von Kommentaren zu verfolgen.
    Danke dafür und liebe Grüße 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      9. Juni 2016 um 9:25

      Hey Lea,

      vielen Dank für deinen persönlichen Beitrag zu diesem sensiblen Thema =)

      Ich finde auch den Austausch dazu sehr wertvoll. Außerdem sieht man dann auch nochmal, dass man nicht alleine mit solchen gedanken ist =)

      Wünsche dir alles Gute!

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  33. Fb

    12. Juni 2016 um 18:18

    Hi,

    das Thema macht mich meist noch mehr antriebslos als ich es jetzt schon bin. Denke mir wenn ich morgen sterbe war ja eh alles umsonst. Die Vorfreude darauf hält sich auch sehr in Grenzen. Wenigstens spürt man danach nichts mehr… Denke ein Hirn oder Herzinfarkt und ich bin weg. Das wars… Ich finde es grundlos sich fortzupflanzen. Ab ich werde lieber durch eigene Hand sterben als ein Pflegefall zu werden der in irgendeinem Heim dahin wegitiert…

    LG

    Antworten
    • Norman Brenner

      27. Juli 2016 um 7:46

      Hey Fb,

      danke für deinen offenen Kommentar. Ich sehe es eher anders herum: Wenn du niemals sterben würdest, dann wäre doch alles umsonst, oder?

      Was hätte es denn dann für einen Sinn, irgendetwas zu tun? Du könntest doch alles auf Morgenverschieben und wüsstest ganz genau, dass du in deinem ewigen Leben alles, was es gibt tun könntest. Ich finde, erst durch die Beschränktheit unserer Lebenszeit, wird sie kostbar und lohnenswert!

      Deine Meinung bezüglich der Pflegebedürftigkeit kann ich gut nachvollziehen. Ich finde auch, das sollte jeder für sich selbst entscheiden dürfen. Keiner kann einem anderen Menschen vorschreiben, wann er geboren wird und keiner sollte ihm vorschreiben können, wann er zu sterben hat =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  34. Karin

    23. Juni 2016 um 11:25

    Lieber Norman,

    auch ich bin über Google hierher gekommen und habe deine Punkte aufmerksam durchgelesen. Ich finde das deine Liste sehr gut ist, aber eines wollte ich noch gerne – aus eigener Erfahrung – zufügen.
    Du hast ja geschrieben wenn man an etwas glaubt (Gott, Buddha usw.) dann hat man etwas an dem man sich festhalten kann, aber ich denke das eben auch der Glaube einem Angst vor dem Tod machen kann. Mir persönlich geht es jedenfalls so. Manchmal wünschte ich, das ich ein überzeugter Atheist wäre, denn das würde es einfacher machen. Doch mein Kopf sagt „es kommt nichts nach dem Tod“, aber mein Herz sagt mir etwas anderes. Ich bin katholisch aufgewachsen und sicherlich auch dadurch geprägt. Ich habe unzählige Bücher gelesen die einem nahe bringen wollten das es keinen Gott gibt, aber bei mir ist stets noch ein Funken von „Und was wenn doch.“ Und da setzt jetzt auch die Angst ein. Was ist, wenn ich sterbe und es gibt einen Gott. Was, wenn er mich dann als „unzureichend“ einstuft und wer weiß was mit mir anstellt. In so ziemlich allen Weltreligionen wird gepredigt: Wir sind die einzig Wahren, mach bei uns mit und dir passiert nichts. So, nun haben wir aber (leider) mehr als eine Religion auf der Welt. Jede will die einzig Wahre sein und ich stehe da und denke mir „Auf welches Pferd willst du setzen?“ – und dann kommt Angst sich falsch zu entscheiden. Kannst du mir noch folgen? 😉 (entschuldige den Roman, aber das Thema ist leider nicht in drei Sätzen abgehandelt…).
    Und jetzt ungeachtet der Religion macht mir noch eine andere Sache Angst vor dem Tod. Das „wie“. Wie werde ich sterben? Das Ungewisse. Und leider paart sich diese Angst leider momentan bei mir ganz unangenehm mit etwas anderem. Man sieht täglich Gewalt, Krieg und Terror in den Nachrichten. Anschläge quasi direkt vor der Haustüre. Angst im Bauch genau dort reinzugeraten. Früher habe ich mich sicher gefühlt wenn ich in der vollen Innenstadt gewesen bin, jetzt hab ich Angst. Aber wie kommt man darüber hinweg? Man könnte natürlich in die Stadt fahren um seinem Hirn zu signalisieren „da passiert nichts“, aber den Restzweifel bekommt man nicht so leicht aus dem Kopf und schon schaut man wieder über die Schulter. Als Atheist würde man wohl sagen „wenn es mich trifft, dann Pech. Danach ist eh vorbei“, aber siehe oben, bei mir ist das etwas anders. Hachja ich muss jetzt aufhören zu schreiben, das wird immer wirrer, keine Ahnung ob ich mich verständlich ausgedrückt habe.
    Würde mich auf jeden Fall freuen wenn du meinen Kommentar kommentieren würdest. Liebe Grüße, Karin

    Antworten
    • Kurt Engel

      7. Juli 2016 um 9:22

      Hallo Karin,
      Deine Gedanken kann ich nach vollziehen. Aber ist es nicht so, dass wir heute nahezu allumfassend und ständig informiert sind/werden. Und das führt mAn zu einem zuviel denken und folgedessen auch zu Gedanken wie von Dir geschildert. Es ist wie ein Hamsterrat, dem nicht zu entkommen ist. Also muß man sich irgendwie damit arrangieren. Das wie muß man selber herausfinden. Jeder braucht/hat eine andere Strategie. Mir helfen Gedanken wie dieser:
      Vor mir war keine Zeit, nach mir wird keine seyn. Mit mir gebiert sie sich, mit mir geht sie auch ein.
      Daniel Czepko von Reigersfeld (1605–1660)
      Herzlicher Gruß
      Kurt

      Antworten
      • Norman Brenner

        16. August 2016 um 9:19

        Hey Kurt,

        ein sehr schöner Spruch! Gefällt mir =) Danke.

    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 9:14

      Hey Karin,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und erstmal sorry, dass ich so spät antworte. Ich war in den letzten Wochen außerhalb des Blogs sehr eingespannt.

      Ich kann sehr gut nachvollziehen und nachfühlen, was du beschreibst. Ich bin zwar nicht katholisch erzogen worden, habe aber hier und da schon Einblick in diese Religion nehmen dürfen. Allgemein finde ich die „christliche“ Sichtweise sehr bedenklich. Immer geht es nur um Schuld und Leiden und einen Gott, der einen als oberster Richter ständig beobachtet. Alleine schon die Tatsache, dass der Großteil der Menschen hier die Demokratie für die beste Regierungsform hält, aber in der Religion eine Monarchie preist, finde ich scheinheilig. Naja, aber einigen Menschen hilft diese Form des Glaubens auch…

      Ich persönlich glaube jedenfalls nicht daran, dass es diesen christlichen Gott oder irgendeinen personifizierten Gott gibt. Und ich mag auch nicht dieser Kategorisierungen in Religionsschubladen oder religiös / atheist nicht. Ich habe das Gefühl, der Hinduismus / Budhismus wäre eine gute Anlaufstelle für dich, um dich von diesen Gedanken zu befreien. Zum Einen behaupten sie nicht, sie wären die eine Religion (wenn du tiefer eintauchst verstehst du auch warum) und zum Anderen ist das Verhältnis zu Gott / Atman ein vollkommen anderes. Falls dich das näher interessiert: Alan Watts hat wahnsinnig spannende Vorträge dazu gehalten, die man bei Youtube finden kann. Allerdings auf Englisch.

      Eine andere Frage, die mir in den Sinn kommt: Warum willst du unbedingt, dass Gott dich richtig einstuft? Ist das nicht sehr selbstsüchtig? 😉

      Antworten
  35. Horschte

    7. Juli 2016 um 7:46

    Mir hat das sehr geholfen dies hier zu lesen , ich bin ein bisschen ruhiger geworden und schaue mich nicht mehr so um wie zuvor , es gab Tage da sah ich an jeder Ecke den tot auf mich zukommen in Form von schlechten Gedanken und Krankheiten . Jetzt lebe ich und es interessiert mich nicht mehr wenn er kommt ich nutze die Zeit lieber zu leben als mir die Zeit nehmen zu lassen um nach zu denken wann er kommt , danke an diese Stelle für deine Mühe uns das Leben leichter zu machen

    Antworten
    • Kurt Engel

      11. Juli 2016 um 7:07

      Und noch ein Weisheit:
      Denn alles ist vergänglich. Alles dauert einen Tag – die da rühmen und die da gerühmt werden. Bald wirst du alles vergessen haben, und bald werden auch dich alle vergessen haben. Bedenke, daß du bald niemand und nirgends sein wirst. –
      »Selbstbetrachtungen« von Marc Aurel

      Antworten
      • Norman Brenner

        16. August 2016 um 9:34

        Oh ja, Marc Aurel war ein weiser Mann. Leider klingen viele seiner Zitate so trostlos. Hier vergaß er meiner Meinung nach zum Beispiel zu betonen, wie kostbar das Leben durch diese Vergänglichkeit wird =)

    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 9:24

      Hey Horschte,

      freut mich sehr, dass dir der Beitrag geholfen hat! Danke, dass du mich das wissen lässt =D

      Hoffe die Einstellung hat sich bei dir gefestigt.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  36. Tina

    14. Juli 2016 um 22:39

    Hallo, vor wenigen Monaten ist mein Vater im Alter von 49 Jahren verstorben. Dies löste in mir eine große Angst vor dem Sterben aus. Der Verlust meines ersten Babys durch eine Fehlgeburt machte es noch schlimmer. Beim durchforsten des Internets, wärend ich mal wieder nicht schlafen konnte, bin ich auf deinen Blog gestoßen. Ich finde ihn fantastisch. Schon während des Lesens wurde ich ruhiger. Ich werde ihn speichern und immer wieder lesen, wenn die Angst mich wieder überkommt. Danke für diese beruhigen Worte.

    Antworten
    • Kurt Engel

      21. Juli 2016 um 13:38

      Hallo Tina,
      habe in einem Krimi gerade folgendes gelesen:
      Gott hat das Recht, jederzeit die Rückfahrkarte zu lösen.
      Da ist wohl was dran. Seit Ende 1980 leide ich an Angst- und Panikattacken. Und mit zunehmendem Alter helfen mir solche Sprüche, mit den Attacken, die meistens mit Todesgedanken und auch mit vegetativen Beschwerden verbunden sind, besser zu ertragen. Klappt nicht immer, aber irgendwie komme ich auch mit den schlimmsten Attacken zu recht.

      Antworten
      • Norman Brenner

        16. August 2016 um 9:40

        Hey Kurt,

        ich finde diesen Spruch etwas trostlos. Lässt einen so hilflos zurück.

        Hat man nicht auch selbst das Recht, jederzeit eine Rückfahrkarte zu lösen?

        Und zum Anderen kann ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, nur ein Spielball irgendeines allmächtigen Diktators zu sein ^^

    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 9:37

      Hey Tina,

      wow, das sind ja ziemlich krasse Ereignisse, die dich da zu meiner Seite geführt haben. Umso beeindruckender finde ich es, dass du es geschafft hast, das alles zu akzeptieren =)

      Klasse, dass dir meine Worte dabei geholfen haben. Das freut mich riesig =D

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  37. Andrea

    21. Juli 2016 um 16:38

    Danke, ich bin nun definitiv ruhiger und hoffe dass ich heute das erste mal nach langem wieder ohne Angst schlafen kann!
    Echt super geschrieben, weiter so 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 9:43

      Danke, dass du mir ein paar Zeilen dagelassen hast =) Super, dass es bei dir funktioniert hat =D

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  38. Susi

    3. August 2016 um 21:06

    Ich habe jetzt mal einen unglaublich dummen aber kreativen Grund definitiv keine Angst zu haben. Alle Wissenschaftler sind sich einig, dass Zeitreisen in die Vergangenheit möglich sind. Wenn also in 1000 Jahren irgendwer und irgendwo ins Jahr 2016 reist, dann lebe ich wieder. Paradox nicht wahr? 😀

    Antworten
    • Kurt Engel

      4. August 2016 um 16:47

      Hi Susi, wäre ne tolle Sache. Aber das Salz im Leben ist nun mal, dass es endlich ist. Habe in einem Kriminalroman folgenden Satz gefunden: Gott hat das Recht, jederzeit den Rückfahrschein zu lösen.
      Als gläubiger Christ beruhigt mich das, denn damit holt er mich heim.
      HG
      Kurt

      Antworten
      • Norman Brenner

        16. August 2016 um 10:09

        Da hast du schon recht… die Endlichkeit macht es kostbar.

    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 10:08

      Hey Susi,

      wow, ein sehr cooler Einfall. Ich denke da direkt an das Phänomen, dass das Licht von fremden Galaxien, das wir hier auf der Erde wahrnehmen ja schon vor milliarden von Jahren ausgesandt wurde. das heißt, dass wir quasi in die Vergangenheit schauen. Und wenn nun jemand von einer fremden Galaxie uns anschauen würde, sähe er eben unsere Vergangenheit und damit in ein paar millionen Jahren vielleicht auch uns =) Alles eine Frage des Blickwinkels =D

      Genial, danke dafür!

      Antworten
  39. Jessica

    11. August 2016 um 21:52

    Danke, deine Gründe haben mich etwas beruhigt. Nur ich habe immer noch ein wenig Angst… Bei diesem Grund mit dem Schlafe , der gefiel mir nicht so, denn ich will mich Spüren, kontrollieren. Man kann gegen den Tod nichts machen aber.. Ich will nicht die ganze Zeit schlafen, wenn ich tot bin (Klar ist ja nur eine Theorie), aber dieser Grund hat mich nur beunruhigt :s

    Antworten
    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 11:23

      Hey Jessica,

      kann ich verstehen, dass der Punkt mit dem Schlaf nicht so prickelnd für dich klingt. Ich betrachte es halt gerne aus der Sichtweise, dass „Spüren“ und „Kontrollieren“ gar nicht zu unserem grundlegenden Repertoire an Fähigkeiten gehören, sondern uns eher als Bonus für eine gewisse Zeit gegeben sind.

      Eine alternative Sichtweise, die dich vielleicht etwas trösten könnte, wäre, dass das Spüren und Kontrollieren gar nicht aufhören muss, sondern nur das „Ich“ bzw. die Erinnerung an dein Ich. Das Leben geht ja weiter. Es wird weiter gespürt und kontrolliert im Universum und vielleicht spürst sogar du in irgendeiner Form weiter nur erinnerst dich nicht daran, dass du es schonmal getan hast? Vielleicht ist es jetzt gerade auch schon so und du hast schon viele male vorher gelebt und gespürt? Dann ist es eben nur ein Schlaf für deine Erinnerung bzw. das Ich, das du jetzt glaubst zu sein.

      Worin bestünde denn der Unterschied darin, ob du als ein anderer Mensch wieder geboren wirst und dich an nichts aus deinem vorherigen leben erinnerst oder, ob ein anderer Mensch geboren wird?

      Antworten
  40. Alexandra

    13. August 2016 um 6:51

    Hallo Norman,
    Dein Artikel hat mir sehr geholfen mich der Angst vor dem Tod / Sterben zu stellen. Ich war vor kurzem in einer psychosomatischen Klinik, da ich durch den Tod von meinem Papa an Panikattacken und Angstzuständen litt. Das der Auslöser bei mir letztendlich Todesangst war, habe ich erst in der Klinink herausgefunden obwohl ich schon viele Bücher über PAs gelesen hatte. Ich war in dem Moment dabei als mein Papa im KH verstorben ist und jetzt kann ich sagen, dass viel von dem wahr ist was Du schreibst. Das Sterben tut nicht weh (mein Papa lag bereits im künstlichen Koma), es befreit von Leiden (mein Papa lag auf der Brand-Intensiv, da sich durch ein Leyell Syndrom seine Haut angefangen hatte sich abzulösen), mein Papa lebt in mir weiter (ich kann seine Stimme noch hören, kann noch fühlen wie es war wenn er mich umarmt hat, ich weiss noch wie er ausgesehen hat, ich hab‘ 1000 Bilder von ihm in meinem Kopf), ich weiss jetzt also, dass wenn ich gehen muss, ich in meinen Kindern und Freunden weiterlebe. Ich bin froh, dass ich den Artikel gefunden habe, den er hat mir geholfen den Tod und das Sterben aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und dadurch mit meinen PAs fertigzuwerden. Danke!
    Viele Grüsse Alexandra

    Antworten
    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 11:29

      Hey Alexandra,

      vielen Dank, dass du mir deine Meinung zum Artikel dagelassen hast.

      Super, dass du dich mit dem Thema beschäftigst. Ich habe oben ja erwähnt, dass das ein sehr wichtiger Punkt ist – die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema.

      Freut mich auch, dass du einiges aus erster Hand bestätigen kannst. Zu dem Weiterleben habe ich übrigens noch einen Tipp (weiß gerade nicht, ob ich ihn oben bereits geschreiben hatte und bin zu faul zum Nachsehen ^^): Wenn du dich an eine verstorbene Person erinnern möchtest, versuche nicht krampfhaft, dir sein gesicht oder seine Stimme vorzustellen. Stell dir lieber eine Situation vor, die ihr gemeinsam erlebt habt. Dann fügt dein Unterbewusstsein Gesicht, Stimme etc. automatisch hinzu. Bei mir klappts immer =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  41. Kurt

    16. August 2016 um 7:47

    Hallo, mir gehts momentan ganz schlecht. Seit dem gestrigen Nachmittag haben mich Todesgedanken im Griff. Es gelingt mir nicht, Sie zu vertreiben. Ich setze mich damit auseinander, aber das beklemmende Gefühl, jetzt ist es soweit, es lähmt mich vollkommen. Ich erwarte förmlich den Tod. Und ich reize meinen Körper, ich fordere ihn gedanklich heraus. Das läuft dann so ab: Komm, mir gehts schlecht, ich schwitze, mein Herz rast, der Bludruck ist astronomisch hoch, ich wanke, gehe wie auf einer Luftmatratze, gleich werde ich fallen. Egal, da mußt Du jetzt durch, sage ich mir. Es wird nicht besser, aber auch nicht schlechter. Die Angst zu sterben hat meine Gedanken vereinnahmt und läßt sie einfach nicht los. Werde ich jetzt sterben, ja? nein? Das Gefühl – mein vegetatives Nervensystem – sagt, ja es ist soweit. Mein Körper sagt, was regste dich auf, alles halb so wild. Bin jetzt an meinem Arbeitsplatz und muß das ganze aushalten. Könnte eine Tablette nehmen, muß aber ohne gehen. Früher habe ich Alkohol getrunken, dann kam die rosarote Wolke, es ging mir besser. Aber jetzt will ich das ohne Alkohol aushalten. Das gelingt mir seit annähernd fünf Jahren. Mal sehen, wie lange der Anfall noch dauert? Es ist seit langem der intensivste und auch längste Anfall. Ansehen tut man es mir nicht, aber innerlich bin ich momentan ganz unten. Ich habe ANGST!

    Antworten
    • Norman Brenner

      16. August 2016 um 8:21

      Hey Kurt,

      das hört sich aber ziemlich heftig an. Es ist ja eine Sache (und natürlich sehr löblich) das Ganze ohne Alkohol durchstehen zu wollen, aber eine andere, es auch ohne fachmännische Hilfe durchstehen zu wollen.

      Hast du denn schonmal einen Arzt oder Therapeuten deswegen kontaktiert? Das würde ich dir sehr raten. Soweit ich weiß gibt es auch Beratungen, wo man sich anonym melden kann, falls dir das hilft. Aber immer schauen, dass die auch seriös sind =)

      Gut finde ich ja schonmal, dass du dir darüber bewusst bist, dass du dir selbst diese Gedanken und Ängste schaffst bzw. verschlimmerst. Das bedeutet, du weißt im Inneren auch, dass du es in der Hand hast, sie verschwinden zu lassen. Da man da aber schon in einen Teufelskreis geraten kann, ist es oft ratsam, einen Außenstehenden dabeizuhaben, der einem helfen kann.

      Antworten
  42. Angelina

    17. August 2016 um 1:34

    Wow.
    Zuerst einmal: Respekt, das du dich mit diesem Thema nicht nur für dich, sondern auch für andere Menschen (und auch ihre Ängste) auseinandersetzt, dich darüber informierst und diese Punkte mit uns Teilst.
    Ich habe mich schon oft mit diesem Thema befasst, habe jedoch heute zum ersten mal etwas darüber gesucht. Das ich dabei direkt auf deine Seite gestoßen bin, ist für mich der volle Erfolg gewesen. Während des Lesens ist dieses beklemmende Gefühl Super schnell verblasst, mit anderen Worten, du hast mir einen Großteil meiner Befürchtungen, Ängste und vor allem Fragen genommen und beantwortet.
    Diese Gründe haben und werden auch noch viele weitere Menschen dabei helfen, besser und einfacher zu leben und dafür sollte man dir den größten Dank aussprechen.
    Weiter so!

    Antworten
    • Norman Brenner

      17. August 2016 um 6:18

      Hey Angelina,

      Danke! Ich finde es so auch viel schöner, denn so kann ich mich mit euch über dieses spannende Thema austauschen =D

      Es berührt mich immer sehr, wenn ich lese, dass meine Texte Menschen im wahren Leben helfen. Danke, dass du mich das wissen lassen hast =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  43. Fabienne

    5. September 2016 um 23:22

    Ich will einfach nur Danke sagen. Diese Zeilen taten so gut!

    Antworten
    • Norman Brenner

      8. September 2016 um 16:07

      Hey Fabienbe,

      danke dafür, das tut mir wiederum sehr gut =D

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  44. Joshua

    19. Oktober 2016 um 19:57

    Hi! Hat sehr geholfen ich sehe den Tod jetzt ganz anders sogar eher als Belohnung doch eine Sache ist mir immer noch im Kopf und zwar bin ich momentan 16 Jahre alt und in der 11. Klasse also Zeit für Bewerbungen und viel nachgedacht und ein Punkt währe zum Bund zu gehen. Nach vielen Filmen wie Leuten in den Hals, Brust oder Lunge geschossen worden in Feuergefechten Starben sie sehr langsam und Schmerzvoll an ersticken wie sieht es da aus? Schaltet mein Körper ab oder Kriege ich das noch halbwegs mit wenn nicht sogar ganz? Vor restlichen Sachen wie Granaten, einen gut gezielten Schuss in den Kopf, etc. Hab ich keine Befürchtungen.

    Antworten
    • Norman Brenner

      25. Oktober 2016 um 6:27

      Hey Joshua,

      danke für deine Gedanken zum Artikel.

      Mir wurde bisher nicht in die Brust oder den Hals geschossen, deshalb kann ich da nicht viel zu sagen. Darüber würde ich mir auch an deiner Stelle weniger Gedanken machen. Viel mehr würde mich interessieren, warum ich überhaupt dieses Bedürfnis habe, zum Militär zu gehen, wenn ich es als eines der ersten Dinge mit meinem eigenen Ableben in Verbindung bringen würde?

      Was zieht dich dorthin, wo so etwas droht? Klar, vor dem Tod ist man nirgends sicher, denn er kann hinter jeder Ecke lauern. Aber warum ein Berufszweig, der quasi auf dem Tod aufgebaut ist?

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  45. A. k

    20. Oktober 2016 um 3:12

    Hallo, also ich hatte heute so ein ein moment wo ich bewusst an unseren/mein Tod denken musste, es war ein erdrückendes gefühl ich bekam ein Klos in meinem Hals und mir schossen die tränen in mein gesicht, denn ich möchte die ganzen menschen um mich die ich liebe die mir wichtig sind nicht missen am liebsten für immer bei mir haben und der andere gadanke dass nach dem Tod einfach nix mehr ist und ich nicht mehr da bin, ich nicht mehr meine liebsten in den arm nehmen kann… Mir konnte ihr beitrag leidee nicht weiterhelfen 😑

    Antworten
    • Norman Brenner

      25. Oktober 2016 um 6:34

      Hey A.k,

      danke für dein ehrliches Feedaback.

      Ich kann das auch voll und ganz nachvollziehen, wie es dir da geht und habe auch einen Gedanken dazu, warum das so ist: Was dir diese große Angst bereitet, ist dein Ego. Du hast vermutlich große Angst zu sterben, weil das Ego momentan alles ist, was du zu sein glaubst. Deshalb fürchtest du darum, alles zu verlieren, wenn du stirbst. Dieses „Wissen“, dass wir mehr sind als das, kann man leider nicht wirklich mit Sprache vermitteln. Man muss es erfahren. Da hilft zum Beispiel Meditation. Ich habe aber noch ein schönes Zitat dazu gefunden, das dir vielleicht hilft:

      Wir sind spirituelle Wesen,
      die eine menschliche Erfahrung machen
      und nicht menschliche Wesen,
      die eine spirituelle Erfahrung machen.

      Ko-un Rōshi

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  46. Simon

    24. Oktober 2016 um 22:07

    Hey Norman,

    Seit ein paar Monaten muss ich daran denken tot zu sein.ich habe mir diesen Eintrag hier durchgelesen und Meditation ist eine gute Idee.Ich bin 15 jahre alt ,hab mein ganzes leben noch vor mir ,aber warum hab dann eine so große angst?(Und Suizid ist ganz sicher keine lösung dafür).Man könnte sagen ich habe angst davor nicht mehr zu exsitieren.immer wenn ich es mir vorstelle ist das echt der horror.man könnte sagen ich hab dann sowas wie eine Panikatacke .vielleicht hab ich auch einfach angst etwas bestimmtes im leben nicht zu schaffen. Ich hab einfach keine ahnung und es lässt mich auch nicht los.un das einzige was mich ein wenig behruigt ist die sache mit den nachfahren. Religion kann einem die angst vor dem sterben nehmen ich weiß,aber ich glaube an kein leben nach dem tod (es ist unlogisch).hättest du vielleicht vorschläge wie ich ein glückliches leben führen kann?oder damit klarkomme? Ich weiß nicht mehr weiter.

    Gruß Simon

    Antworten
    • Norman Brenner

      25. Oktober 2016 um 6:44

      Hey Simon,

      danke für deinen offenen Beitrag zum Thema.

      Lies mal, was ich gerade eins obendrüber zu A.k gesagt habe. Es liegt an deinem Ego. Meditation wäre da auf jeden Fall ein guter Weg, damit du die Erfahrung machen kannst, dass du mehr bist, als nur das. Wenn du nicht so der Typ dafür bist, geht es aber auch auf anderen Wegen. Auch die Wissenschaft führt uns zum Beispiel letztendlich auf die Tatsache hin, dass allem im Universum eine Art unsterbliches und grenzenloses Bewusstsein zu Grunde liegt, mit dem wir alle verbunden sind (Stichwort Quantenmechanik etc.).

      Die Tatsache, dass du bereits mit 15 Jahren auf solche Themen aufmerksam wirst und dich intensiv damit beschäftigst, ist eigentlich sogar eher ein Anzeichen dafür, dass du in deinem späteren Leben weit weniger Probleme mit dem Tod haben wirst, als andere. Das habe ich ja auch im Artikel geschrieben, dass die Beschäftigung mit dem Tod der beste Weg zu seiner Linderung ist und „je früher, desto besser“. Ich kann dir also nur raten, da am Ball zu bleiben.

      Gäbe es eigentlich etwas besseres zu erreichen, als die Angst vor dem Tod zu überwinden? Und das bereits in so jungen Jahren?

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  47. Bastian

    3. November 2016 um 1:47

    Sehr gut geschrieben….

    Mir hat es auch ein wenig Angst genommen…

    Was uns hier tröstet, ist Aufmerksamkeit gegenüber anderen, die ebenfalls mitleiden und sich hier sicherer fühlen, bzw. sich verstanden fühlen…

    Bei mir kommt das Thema Tod immer vor… Als kleiner Junge lag ich nachts im Bett und philosphierte mit mir selbst über den Tod… Auch bleibt man der der man immer war, also der Körper verändert sich zwar, aber der Geist das Ich bleibt so wie man es kennt, wie man sich kennengelernt hat sein eigenes Ego…

    Schlimm finde ich persönlich Folgendes: Die Familie, sei es Bruder, Schwester, Frau, Mann usw. also naheliegende Personen, denen es scheinbar egal ist in welcher Situation wir uns befinden… Es wird abgetan… Das finde ich schlimm… Sehr schlimm sogar, weil wir uns eigentlich gegenseitig stützen können und sollten… Ich sehe Menschen, die tagtäglich im Umgang mit anderen so viele Fehler begehen… Das ist eigentlich der absolute reine und blanke Wahnsinn… Vermutlich aber auch Teil des System in dem wir nur durch den Tod entkommen können…
    Ich hoffe es wird noch viele Leser geben, die sich Deine Punkte durchlesen und denen es hilft… Denn auch wenn es nur das Internet ist, ist man durch Geschriebenes nicht allein…

    Danke

    Antworten
    • Norman Brenner

      3. November 2016 um 7:25

      Hey Bastian,

      danke für deine Rückmeldung =)

      Das hast du sehr schön geschrieben und ich stimme dir da voll und ganz zu: Ein sicherer Raum, wo man sich verstanden und akzeptiert fühlt ist bei diesem Thema von enormer Bedeutung. Oft traut man sich ja gar nicht, sich mit solchen Themen zu beschäftigen, weil man befürchtet, dass das Umfeld es nicht oder falsch versteht. Dann kann man natürlich auch nicht die Angst davor verlieren.

      Ist schon Wahnsinn, über welch tiefsinnige Themen Kinder philosophieren können, oder? Ich habe mich beispielsweise als Kind oft gefragt, ob ich noch derselbe bin, wenn ich am nächsten Tag aufwache und wie ich das beweisen könnte ^^

      Dass du immer so bleibst, wie du (dein Ego) bist, denke ich deshalb nicht. Natürlich überdauert ein gewisser Grundstock, aber der wird jeden Tag ergänzt. Und so, wie in der Chemie gewisse Ergänzungen eine Reaktion hervorrufen können und das ganze Gemisch verändern, denke ich auch, dass gewisse ergänzende Erfahrungen im Leben alles verändern können =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  48. Alexander Stein

    5. Dezember 2016 um 0:06

    Hihi.
    Dein Blog hat mir sehr geholfen. Klar ein paar Fragen stehen mir noch offen aber diese kann mir so gut wie keiner beantworten.
    Trotzdem danke ich dir sehr für deine 40 Gründe! Mir geht es dadurch aufjedenfall besser 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      6. Dezember 2016 um 6:43

      Hey Alexander,

      danke, dass du mich das wissen lässt =) Sowas bedeutet mir viel!

      Welche Fragen hast du denn noch? Vielleicht wäre das ja potentieller Stoff für einen neuen Artikel? 😉

      LG Norman

      Antworten
  49. Jan

    30. Dezember 2016 um 4:37

    Ich muss einfach danke sagen…

    Nach dem Einsatz in Afghanistan, nach dem ganzem sterben, nach dieser ganzen Zeit der Unzufriedenheit… Muss ich dir einfach danke sagen.

    Ich bin jetzt 25 Jahre alt und habe letztes Jahr meinen letzten Einsatz absolviert. 3 Monate später fingen bei mir die PanikAttacken an und es wurde schlimmer. Anfangs war der Tot meine Bekleitung mein Job mein stiller Teilhaber meines lebens. Keine Angst, kein misstrauen das es schlimm ist mit dem tot zu gehen. Doch dann fing es an mich Nachts aus dem Bett zu holen. Träume von dem tot machten es immer schlimmer panikattacken verfolgten mich und wurden ein Teil meines Lebens sowie die monatlichen arztbesuche weil ich Angst bekommen habe das was nicht stimmt. Der Gedanke nicht mehr da zu sein mache mir Angst…. tut es weh…

    Alleine der phschologe hat nicht geholfen.. Ich lebte mit der Angst bist heute Nacht um 4.33… Danke wollte ich sagen weil ich jetzt endlich damit anfangen keine angst mehr zu haben mich mit dem TOT zu beschäftigen mich im wieder zu stellen um die Angst im Respekt und aber Natürlichkeit zu begreifen. Danke! Danke für deinen Artikel!

    Antworten
    • Norman Brenner

      2. Januar 2017 um 6:32

      Hey Jan,

      auch ich muss mich bedanken. Bei dir. Dafür dass du diese persönliche Geschichte mit uns geteilt hast =)

      Ich freue mich sehr, dass dir der Artikel hilft, dich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dabei wünsche ich dir jetzt viel Kraft und Erfolg =)

      Liebe Grüße und ein frohes neues und vor allem angstfreies Jahr 2017!

      Norman

      Antworten
  50. Raphael

    31. Dezember 2016 um 23:51

    Sorry, aber dieser Artikel hat genau das Gegenteil bewirkt. Dadurch ist alles nur noch schlimmer geworden.

    Antworten
    • Norman Brenner

      2. Januar 2017 um 6:37

      Hey Raphael,

      tut mir leid, dass dir mein Artikel nicht geholfen hat und es evtl. sogar noch verschlimmert hat. Das ist natürlich nicht meine Absicht.

      Könntest du mir helfen herauszufinden, was genau es bei dir verschlimmert hat? Ich würde für solche Fälle gerne eine Warnung oder sowas in der Art an den Anfang setzen, damit Menschen direkt entscheiden können, ob sie wirklich weiterlesen wollen.

      Liebe Grüße und trotz allem einen guten Start ins neue Jahr!

      Norman

      Antworten
  51. kuchmi

    1. Januar 2017 um 22:01

    Lieber Norman, ich habe mir eben Deinen Artikel und wirklich alle Kommentare dazu durchgelesen. Ich glaube, nur 3 oder 4 Personen fanden deinen Beitrag nicht hilfreich und hatten eigentlich alle dasselbe Problem, was auch ich habe – das Problem des Egos, wie Du es nennst.
    Schon als 4 oder 5 – Jähriger hatte ich Angst vor der „Vernichtung“, vor dem Tod oder dem Nichts: In einer Fernsehdokumentation über die Erde wurde, glaube ich, erwähnt, dass die Erde in 9 Milliarden Jahren oder so „untergehen“ wird und ich bekam ein Angstgefühl und lief weinend in mein Zimmer, während meine Eltern mir versucht haben zu erklären, dass das alles doch erst in sonst wie vielen Jahren ist und wir es gar nicht erleben werden usw., was mich natürlich nicht beruhigt hat.
    Auch mit 7 oder 8 hatte ich mal darüber nachgedacht, dass meine Eltern irgendwann sterben müssen und das hat mich endlos traurig gemacht.
    Die dritte Erfahrung machte ich, als mein Opa gestorben ist, da war ich 14 oder 15, da hab ich mich lange mit dem Thema Tod beschäftigt, konnte es aber relativ einfach (mit dem Rat meiner Eltern) verdrängen und mein Leben einfach weiter leben. Natürlich in der Hoffnung, dass meine Ängste vor dem Nicht-mehr-existieren nur eine Art der pubertären Nebenerscheinung waren…
    Nun ja, bis zu meinem 18 Lebensjahr konnte ich zum größten Teil erfolgreich das Thema Tod ignorieren und einfach mein junges Leben leben und dann kam es…Dreimal darfst du raten: die ganzen Terrorattentate. Schnell habe ich erfahren, dass das Lesen von Nachrichten über brutal ermordete unschuldige Menschen und über detaillierte Berichterstattungen der Überlebenden von dem Attentat im Bataclan in Paris mich zugleich magisch anziehen (Neugier) und total zerschmettern. Mir taten die Familien und die Menschen, die dem Tod ins Gesicht blicken mussten so endlos Leid, dass ich mir immer vorstellen musste, wie es wäre, wenn meine Freundin und ich in einer solchen Situation wären. Und das geht so weit, dass ich mich nach jedem neuen Attentat (das Aktuellste: Istanbul und davor Deutschland) in meine Ängste hineinsteigere und mich zwingen muss, trotzdem in die Stadt zu fahren, obwohl diese nur 200.000 Einwohner hat und in Sachsen – Anhalt liegt (also keine wirkliche Großstadt).
    Und obwohl ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit, durch einen Anschlag zu sterben, super gering ist, fällt es mir schwer. Dadurch muss ich ständig an das Thema Tod denken – ich habe eine unglaubliche Angst zu sterben, denn ich identifiziere mich, wie du sagst, durch meinen Verstand und meinen Körper. Durch was denn bitte sonst? Ich habe doch gar nichts anderes kennengelernt, als im Leben zu spüren, schmecken, riechen, und vor allem lieben! Der Gedanke, zu sterben und dabei alles zu vergessen und somit auch meine so sehr geliebte Freundin, sie nie mehr wiederzusehen, erfüllt mich mit Schmerz! Ich weiß nicht, wie es vor meiner Geburt war, wahrscheinlich weiß ich es nicht, weil es mich schlichtweg nicht gab und auch nach meinem Tod nicht geben wird – und das ist die Tatsache, die mich davon abhält, meine Hausaufgaben für die Uni zu erledigen…Stattdessen sitze ich hier, schreibe Dir einen Roman und schütte mein Herz aus, weil ich genau diese Angst der anderen 4 Leute verspüre: an was kann ich festhalten? Du würdest sagen „an deinem wahren selbst“, aber selbst, wenn ich mein wahres selbst gefunden habe, werde ich doch meine geliebten Personen nie mehr wiedersehen…Wie kann man sich damit zufriedenstellen? Wie kann man sich damit zufriedengeben, keine Angst vor dem Unbekannten zu haben?
    Ich glaube nicht an eine Religion, ich glaube in dem Sinn an gar nichts, weil ich nur an Sachen glauben kann, die für mich Sinn ergeben. Und es macht nunmal am meisten Sinn, dass mein Körper abstirbt und alles, was von mir über ist einfach weg ist…Ich kann nie wieder Sport machen, nie wieder Musik machen, nie wieder meine Freunde treffen, nie wieder Liebe spüren.
    Scheinbar werde ich einfach nur weg sein und das einzige, was ich wirklich machen kann, ist mein Leben in vollen Zügen zu genießen, bevor ich für immer und ewig nichts mehr spüre. Aber wie kann ich etwas genießen, was in unbestimmter Zeit für immer vorbei sein wird?
    Ich kann mich nicht mal motivieren, zu lernen, weil ich dann daran denken muss, dass ich mich nach meinem Tod an nichts mehr erinnern kann – somit war doch alles umsonst! Wozu ackere ich mein ganzes Leben durch die Uni, später durch den Job, durch gute und durch schlechte Zeiten, wenn ich scheinbar (hoffentlich) einst auf dem Sterbebett für immer einschlafen werde und einfach nur ausradiert bin, ohne all die Dinge, die im Leben so schön sind?
    Ich hoffe, dass meine Gedanken nur so negativ sind, weil ich noch sehr jung bin mit meinen 19 Jahren und ich einfach nicht genug gelebt habe…Ich kann es nämlich einfach nicht verstehen, wie man all die schönen Dinge im Leben loslassen kann…

    Ich respektiere Deine Mühe sehr und finde es unglaublich, wie locker du mit dem Thema Tod umgehst und dich damit sogar noch aktiv beschäftigst! Scheinbar hast du einigen Menschen hier die Angst nehmen oder zumindest lindern können und auch das bewundere ich sehr. Die Zitate, die du auf einige Kommentare antwortest, finde ich auch sehr gut und teilweise bekomme ich auch eine andere Sichtweise auf den Tod. Nur leider bin ich immernoch ziemlich traurig, weil der oben beschriebene Gedankengang, alles zu verlieren, mir heftige Bauchschmerzen verleiht…
    Danke, dass Du oder auch wer anders sich die Zeit nimmt, meine Worte zu lesen, es gibt nur leider gefühlt sehr wenige Menschen, die so denken wie ich.

    Einen guten Start ins neue Jahr wünsche ich 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      2. Januar 2017 um 6:56

      Hey kuchmi,

      vielen Dank, dass du dir die Zeit für diesen umfangreichen Kommentar genommen hast! Es freut mich besonders, dass du selbst die Ursache deines Problems so gut eingrenzen kannst. Das ist ein wichtiger Schritt =)

      Am besten komme ich gleich zu der Sache, die dich wohl am meisten interessiert, und zwar, wie es mir gelingt, das so locker zu sehen. Zuerst will ich sagen, dass ich mir selbst da nichts vormache. Auch ich kenne immer noch solche Phasen, in denen mich ein Schauer bei dem Gedanken daran überkommt, irgendwann einfach nicht mehr da zu sein. Aber ich gehe damit sehr bewusst und offen um und alleine das macht es oft schon erträglicher. Aber natürlich braucht man am Ende einfach etwas, an dem man sich festhalten kann, wenn man in dieses Loch zu fallen droht. Du schreibst, dass du nicht gläubig bist. Weder religiös, noch in einer anderen Art und Weise. Das bin ich auch nicht. Aber ich habe mir im Laufe der Zeit in der Auseinandersetzung mit diesem und anderen Themen einfach ein eigenes Bild vom Großen und Ganzen gemacht. Weil es mein eigenes Bild ist, bedarf es für mich auch keinerlei Glauben daran, denn Glaube ist immer eine Art Hoffnung… ein Bangen, das die Frage offen lässt, ob am Ende auch wirklich alles gut werden wird. Mein eigenes Bild habe ich mir aus meinen Lebenserfahrungen und Erkenntnissen zusammengesetzt und es lässt für mich keine Fragen mehr offen. Deshalb vertraue ich darauf, dass es so ist. Das macht meiner Meinung einen großen Unterschied, ob man an etwas glaubt (hofft) oder darauf vertraut (sich sicher ist).

      Nun könnte ich dir ausführlich von meinem Bild berichten (was ich ja auch größtenteils im Artikel oben getan habe), aber dann wäre es immer noch nicht dein Bild und du ständest wieder vor dem Problem daran zu glauben statt darauf zu vertrauen. Deshalb ist mein bester Rat an dich, dich weiter intensiv mit diesem und anderen Themen auseinanderzusetzen und dir nach und nach dein eigenes Bild von Leben und Tod zu entwerfen, auf das du wirklich vertrauen kannst =)

      Ich weiß, dass meine Antwort im ersten Augenblick wahrscheinlich ziemlich unbefriedigend wirken wird, aber ich bin davon überzeugt, dass es der beste, wenn nicht sogar der einzige Weg ist. Vielleicht helfen dir meine Anregungen im Text dabei einen Anfang zu machen. Du darfst mich auch gerne nochmal per Mail kontaktieren, wenn du weitere Anregungen brauchst oder dich austauschen möchtest =)

      Ich bin überzeugt davon, dass es dir gelingen wird und wünsche dir viel Kraft und auch Freude auf deinem Weg =)

      Und natürlich noch ein frohes neues Jahr 2017 =D

      LG Norman

      Antworten
  52. Kurt Engel

    2. Januar 2017 um 8:16

    Sprüche und Bücher, s. u. haben mir geholfen, meine Todesängste, seit Herbst 1980, zumindest zu beherschen, klappt nicht immer, aber erleichtert das Leben.

    Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann dich das Sterben erschrecken? Hast du es je noch gespürt, wenn du des Abends entschliefst?
    Hebbel (1813 – 1853), deutscher Lyriker

    Vor mir war keine Zeit, nach mir wird keine seyn. Mit mir gebiert sie sich, mit mir geht sie auch ein.
    Daniel Czepko von Reigersfeld
    (1605 – 1660), deutscher Schriftsteller

    Zwei Bücher des amerikanischen Psychologen Irvin D. Yalom:
    – Denn alles ist vergänglich
    – In die Sonne schauen

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. Januar 2017 um 6:39

      Hey Kurt,

      danke abermals für deinen bereichernden Kommentar =)

      Liebe Grüße
      Norman

      Antworten
  53. Aleks

    6. Januar 2017 um 4:52

    Hallo:)
    Im moment ist es 04:46, ich weis das ist ne sehr späte zeit.. Aber ich wälze im Moment wirklich nur noch umher und denke über den tod nach, den meine geliebten und mich ereilen wird,ich bin noch sehr jung, um genau zu sagen erst 18.. Und mache mir viel zu viele gedanken über den Tod, aber ich muss sagen deine Ansichten über den Tod haben mich ein wenig beruhigt und ich hoffe ich kann bald endlich einschlafen, mach so weiter mit deinen Recherchen,denn du schreibst sehr gut und ich denke dass du so einigen Menschen noch helfen kannst,

    Liebe grüsse!

    Antworten
    • Norman Brenner

      10. Januar 2017 um 6:44

      Hey Aleks,

      danke für diesen sehr persönlichen Einblick =)

      Ich kenne das nur zu gut und ich glaube, du bist gar nicht so alleine mit diesen Gedanken, wie du vielleicht denkst. Gerade im Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen, wird vielen Menschen die eigene Vergänglichkeit und die der lieben Mitmenschen so richtig bewusst. Die meisten zeigen es nur nicht oder überspielen und verdrängen es. Das ist aber keine gute Lösung, wie ich finde, weil es dann später (z.B. in der Midlifecrisis) umso stärker über einen hereinbrechen kann. Wie ich schon im Text schreibe, je früher man sich mit diesem Thema auseinander setzt, desto leichter wird es im Leben, aber es ist nie zu spät =)

      Danke auch für dein Lob =) Freut mich sehr, dass ich dir helfen konnte!

      Liebe Grüße
      Norman

      Antworten
  54. Natalie

    20. Januar 2017 um 2:49

    Hallo lieber Norman, Hallo liebe Mitleser,

    ich habe mich auch mal wieder mit dem Tod beschäftigt und bin auf dieser Seite gelandet. Leider lösen die genannten Punkte bei mir auch eher Trostlosigkeit aus. Ja, ich habe mir andere Antworten erhofft. Allerdings kamen diese Fragen über den Tod in einer aktuellen stressigen Phase meines Lebens, an dem ich nicht gerne einschlafe nachts.

    Was mir dennoch dazu einfällt ist (ich bin übrigens nicht gläubig im dem Sinne): Menschen, Leben , Universum. Es gibt noch so viel Unerkundetes. Unsere Erde und unsere menschliches Wissen ist im Verhältnis zum Unentdeckten vergleichbar mit einem Sandkorn in der Wüste.
    Allein deswegen glaube ich, dass es nicht so unwahrscheinlich ist, dass etwas danach kommt. Natürlich, wir können auch einfach zu Staub verfallen, da die Menschen und der Urknall ja angeblich nur ein Zufall waren. Aber so komplex wie das hier alles ist, wäre es ziemlich lächerlich, wenn es danach nicht in irgendeiner Form weitergehen sollte. Wer sich das ausgedacht hat macht doch nicht so ein Ende?!

    Hierzu noch einigen Aspekte zum Nachdenken: Was für eine Kraft zwingt mich, meine Realität genau aus meinen Augen wahrzunehmen? Wieso bin ich keine Tischlampe, die etwas spürt? Wieso bin ich begrenzt auf meinen spürbaren Körper? Warum bin ich nicht die Nachbarin oder du?

    Als ich eine schwere Zeit mit Panikattacken und Depressionen hatte, war ich irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem es mir egal war, wann und ob ich sterbe.

    Seit ich wieder angefangen habe zu lachen, lieben und Panikattackenfrei zu leben, kommen mir öfters nun die Gedanken an den Tod… und von diesem wieder schönen Leben nicht loslassen zu wollen.

    Nachdenkliche Grüße einer Mitte zwanzig Jährigen.

    Natalie 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Januar 2017 um 20:23

      Hey Natalie,

      ich danke dir für deinen ausführlichen und persönlichen Kommentar =)

      Du schreibst: „Was für eine Kraft zwingt mich, meine Realität genau aus meinen Augen wahrzunehmen? Wieso bin ich keine Tischlampe, die etwas spürt? Wieso bin ich begrenzt auf meinen spürbaren Körper? Warum bin ich nicht die Nachbarin oder du?“ …

      Warum beschränkst du dich selbst darauf, das zu sein? Mit deiner Aussage verdeutlichst du, dass du nur den Teil als deine Daseinsform ansiehst, den du dein bewusstes „Ich“ nennst. Aber vielleicht ist dieses ja nur ein Teil von deinem wirklichen Dasein? Der Verstand ist ja auch nur ein Teil des gesamten Bewusstseins (siehe z.B. Unterbewusstsein). Falls dich der Gedanke interessiert, hier habe ich mehr dazu geschrieben:

      http://www.vernuenftig-leben.de/warum-sterben-wir/

      Zu deinen Gedanken zum Lieben, Lachen und Leben: Es ist wie Kurt unten antwortet… ohne den Tod wäre all das nicht möglich. Das Leben wäre fade und langweilig. Man könnte es nicht mal Leben nennen. Es wäre einfach nur ein ewig langes Dasein und nichts würde sich je verändern, denn der Tod bringt uns die Veränderung. Ein alter Zustand stirbt, ein neuer wird geboren.

      Liebe Grüße und alles Gute, dir!

      Norman

      Antworten
  55. Kurt Engel

    20. Januar 2017 um 13:11

    Hi Natalie,
    bei mir hat es auch mit Anfang 20 angefangen. Jetzt bin ich 59 und leide immer noch. Allerdings gehe ich anders damit um. Loslassen können, dass ist mit das Schwerste, denn eigentlich ist es schade, diese schöne Welt verlassen zu müssen. Aber noch schlimmer wäre es, wenn es den Tod nicht gäbe, er ist es, der uns zwingt, dem Leben Inhalt zu geben. Deshalb sollte nicht der Tod uns fürchten, sondern ein nicht gelebtes Leben.
    HG KE

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Januar 2017 um 20:27

      Finde ich super, wie du mittlerweile damit umgehst, Kurt! =D

      Ich sehe es ganz genauso wie du: Der Tod ermöglicht uns das Leben. Man sollte sich nicht sorgen, dass man stirbt, sondern, dass man nie gelebt hat und die Angst vor dem Tod hält einen genau davon ab: Vom Leben!

      LG Norman

      Antworten
  56. Bastian

    21. Januar 2017 um 11:51

    Es ist ja auch so, dass das Gehirn ein Muskel ist und trainiert werden kann… Ist zwar nicht einfach und braucht Zeit, aber, jeder hat viele Dinge erlernt.

    Festhalten sollte man immer daran, dass man wenigstens, und wenn es auch nicht lange dauert, das Licht und die Welt gesehen hat… Besser als niemals gelebt zu haben. Deswegen sollte man sich nicht so viele Gedanken machen, um Dinge die man eh nicht aufhalten kann, eher muss man versuchen, es richtig für sich selbst einzuordnen… Angst haben alle, es gibt keinen, der keine Angst hat. Man ist nicht allein…

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Januar 2017 um 20:29

      Hey Bastian,

      danke für diesen Wertvollen Kommentar!

      „Festhalten sollte man immer daran, dass man wenigstens, und wenn es auch nicht lange dauert, das Licht und die Welt gesehen hat…“

      Ich liebe es! Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen =)

      LG Norman

      Antworten
  57. Rudi

    26. Januar 2017 um 23:37

    Meine Buchempfehlung: „Du gibst mich nicht dem Tode preis“, Autor Siegfried Kettling, Verlag R.Brockhaus

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. Januar 2017 um 18:34

      Danke für deinen Beitrag, Rudi! Das Buch klingt spannend… habs mir auch gleich mal auf meinen Wunschzettel gesetzt 😉

      LG Norman

      Antworten
      • Rudolf Lenek

        22. Februar 2017 um 22:36

        Hallo Norman,
        Heißt „Wunschzettel“, dass Du Dir das Buch demnächst kaufen möchtest? Ich denke, es ist derzeit vergriffen. Allerdings könnte ich ggfs ein gebrauchtes Exemplar beschaffen und Dir gern (kostenlos) zur Verfügung stellen (zusenden), wenn Du das möchtest.
        Gruß
        Rudi

      • Norman Brenner

        23. Februar 2017 um 20:11

        Hey Rudi,

        wow, danke für das mega liebe Angebot! =D

        Also ich habs auf meinen Amazon-Wunschzettel gesetzt. Momentan steht mein halbes Bücherregal voll mit neuen Büchern, die ich mir nach und nach mal vornehmen möchte, deshalb habe ich aktuell keinen Bedarf. Aber wenn ich wieder Nachschub brauche und es nicht auftreiben kann, werde ich an dich denken. Danke =)

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, dir!

        Norman

  58. Desiree

    27. Januar 2017 um 22:13

    Irgendwie hat es mir nicht wirklich weiter geholfen den Artikel zu lesen.
    Ich befasse mich schon seit ein paar Jahren mit dem Thema, weil es mir wirklich eine Heidenangst bereitet.
    Ich habe sogar das Gefühl, dass der Artikel es noch schlimmer gemacht hat, da ich jetzt über noch mehr Aspekte nachdenke, die der Tod mit sich bringt. Ich habe gezielt nach Blogs und so weiter gegoogelt, die mir vielleicht weiterhelfen.
    Wahrscheinlich hilft doch nur eine Therapie 😀
    Trotzdem liebe Grüße,
    Desiree

    Achja P.S. Dass der Artikel mir persönlich nicht geholfen hat, heißt nicht, dass er nicht gut ist 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. Januar 2017 um 18:38

      Danke Desiree, für deinen ehrlichen Beitrag =)

      Tut mir sehr leid, dass mein Artikel dein Leiden noch verschlimmert hat… ich lese das leider hin und wieder hier in den Kommentaren und frage mich immer, was ich dagegen tun könnte? Klar, einen besseren Artiekl schreiben, der das Thema vielleicht auf eine andere Weise behandelt (ist in Planung), aber was machen wir mit den Menschen, die den hier finden? Ich will ihn nicht löschen, denn er scheint ja auch vielen zu helfen und du selbst sagtest ja, dass er gut sei (Danke dafür =)).. hast du vielleicht eine Idee? Sollte man eine Warnung an den Anfang stellen? Was sollte drin stehen? Ich fühle mich unwohl bei dem Gedanken, dass Menschen, die sowieso schon unter dem Thema leiden und sich Besserung ersehnen hier noch eine Verschlimmerung erfahren…

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  59. Andy

    28. Januar 2017 um 16:51

    Hallo Norman,
    ein notwendiger Klinikaufenthalt hat meine persönlichen Ängste vor dem Tod mal wieder „wach“ werden lassen. Obwohl weder Erkrankung noch Eingriff lebensbedrohlich ist, sind das doch die Momente in denen man aus den vielen Nichtigkeiten des Alltags mal wieder auf die Grundlagen des Lebens zurückgeführt wird. Neben dem von Dir beschriebenen Ego, steckt hierin also auch die Erkenntnis, dass wir die eigentlich wichtigen Dinge unseres Lebens viel zu oft – und auch allzu bereitwillig (?) – von anderem überdecken lassen.

    Ich suchte – eigentlich mit wenig Hoffnung – nach einer Seite die sich mit dem Tod auseinander setzt. Dabei stieß ich glücklicherweise auf Deine „40 beruhigenden Gründe“ und empfang zwei Dinge als sehr angenehm:
    1) Obwohl natürlich viele philosophische Ansätze vorhanden sind, wird man nicht mit christlichen Platitüden oder abgehobender Esotherik betrommelt.
    2) Die kleinen eingeschobenen Weisheiten der antiken Philosophen zeigen, wie alt das Thema eigentlich schon ist – und wie wahr der Kern ihrer und Deiner Aussagen.

    Eine Erkenntnis habe ich allerdings vermisst, die ich nachstehend beitragen will. Eingefallen ist es mir auch durch den Beitrag von Jan, dessen Schilderung eines PTBS nach seinem Afghanistan-Einsatz ich als ehemaliger Zeitsoldat nachempfinden kann.

    >Die Beschäftigung mit dem Tod macht uns auch bewußt, wie wertvoll eigentlich das Leben ist.<

    Viele gerade junge Menschen scheinen sich für unsterblich zu halten und gehen Risiken ein, die sie bei anderer Betrachtung des Lebens wohl nicht eingehen würden. Es kommt – neben der körperlichen Leistungsfähigkeit – nicht von ungefähr, dass die Kriege dieser Welt von der Antike bis Heute in der Regel von jungen Menschen geführt wurden. Die Risikobereitschaft ändert sich, wenn man älter wird. Bei dem einen früher, bei der anderen später im Leben. Dann fährt man vorsichtiger Auto, investiert mehr in die Sicherheit von Risikosportarten oder lässt sie ganz, bekommt eine andere Einstellung zum Waffeneinsatz und betrachtet allgemein die Dinge mit mehr Sorgfalt.

    @ Jan: Die Dinge, die geschehen sind, lassen sich nicht mehr ändern. Aber sie stellen die Erfahrungen Deines Lebens dar. Wenn der Tod und das Schicksal der Menschen im Umfeld Deines Einsatzes – auf welcher Seite sie auch immer standen – dazu geführt hat, dass sich für andere was verbessert hat; wenn Deine Erfahrungen dazu führen, dass Dein Leben künftig bewußter und aufmerksamer wird, dann hat das alles auch seine Berechtigung. Versuche Deine Erfahrungen anzunehmen und ihnen einen Sinn zu geben.

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. Januar 2017 um 18:54

      Hey Andy,

      danke für deine persönliche Geschichte und dein ausführliches Feedback =)

      Das hast du wunderbar erkannt: Durch den Tod wird das Leben erst wertvoll!

      Ich habe das glaube ich in Punkt 28 angedeutet, aber du hast recht. Das könnte und sollte ich vielleicht noch oben stärker hervorheben.

      Danke auch für deine persönliche Einschätzung zu Jugend und Risiko. Ich sehe das ganz ähnlich, obwohl ich vielleicht noch nicht so lange aus dieser „Jugend“ draußen bin. Aber ich habe auch meinen Wehrdienst geleistet, bin mit kurzen Hosen Motorrad gefahren etc. und hab das früher etwas anders gesehen. Heute stimme ich dir voll und ganz zu.

      Deinen abschließenden Kommentar zu Jan fand ich ganz wunderbar und bedanke mich im Namen aller Leser dafür bei dir. Ich finde, das ist die beste Methode, um mit Schicksalsschlägen usw. umzugehen, auch wenn es für einige recht Anteilnahmslos wirken mag.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  60. Kurt Engel

    29. Januar 2017 um 14:54

    Broken silence, ein Film in dem zwei Welten aufeinander prallen. Karthäusermönch trifft lebensfreudige Globetrotterin.
    Wer christlich geprägt ist, dem bietet sich auch J. S. Bach’s „Komm oh Tod, du Schlafes Bruder“ an. Hier ein link zum Text: http://www.songtexte.com/songtext/hubert-von-goisern/komm-oh-tod-du-schlafes-bruder-43db532b.html
    Einfach auf sich wirken lassen.
    Und der Blog hier hat mir auch sehr geholfen, denn ich bin nicht allein. Nur die Furcht, die Qualen, das Leiden welche mit der Angst vor dem Tod/der Todesangst verbunden sind, die muß jeder alleine schultern. Gelingen oder scheitern, beides ist möglich.

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. Januar 2017 um 20:02

      Danke abermals, Kurt, für deine bereichernde Beteiligung hier =)

      Und deine Ausführungen zum alleine Schultern haben mich auf eine interessante Frage gebracht, die es wert wäre im Artikel oben einen eigenen Punkt zu finden:

      Wenn du dir aussuchen könntest, geboren zu werden und ein Leben auf der Erde führen zu dürfen, aber dafür die „Last“ des Todes für dieses Leben mit dir herumtragen müsstest, würdest du dich für das Leben entscheiden? Oder würdest du lieber in ewiger Harmonie und Langeweile den Engelschören lauschen und niemals das Abenteuer namens Leben er-leben?

      Was meinst du, Kurt?

      LG Norman

      Antworten
  61. Cake

    17. Februar 2017 um 0:04

    Ich muss sagen das ist ein sehr interessanter Artikel. Ich kenne seit dem ich denken dann nur die Angst vom Tod, denn als Kind erfährt man den Tod als was schlimmes die Menschen rundherum weinen und trauen und jeder sagt solche Sachen wie „er wollte doch noch in diesem Jahr heiraten “ so das man von klein auf mit dem Gedanken aufwæchst der Tod nehme uns was weg, der Tod sei unberechenbar und schrecklich, was dann dazu führt das man im Erwachsenenalter nicht unbedingt damit klar kommt, ich finde dein Art und Weise schön hauptsächlich wie man den Tod einem Kind erklären kann ohne ein ängstliches Trauma zu hinterlassen. Ich persönlich bin leider mit sehr starken Panikattacke und einer sehr ausgeprägten Angststörung geplagt, und jedes mal wenn ich versuche meine Ängste zu verstehen komme ich auf den Schluss punkt das eigentlich alles mit der Angst vor dem Tod zu tun hat.
    So bin ich auf der suche nach mir selbst auf deinen Artikel gestoßen, der mich schon zum überlegen gebracht hat.
    Ich als ängstlicher Mensch muss zugeben das du den Tod sehr gut beschreibst um irgendwie doch zu versuchen diese große schwarze Angst mit der Sense die uns alle erwartet einbissel verständlicher zu machen.
    Dank dir 🙂

    Antworten
    • Norman Brenner

      20. Februar 2017 um 18:57

      Hey Cake,

      wilkommen hier und danke für deinen Kommentar zum Artikel! =D

      Da hast du absolut recht und ich finde es auch ganz furchtbar, wie der Großteil unserer Gesellschaft mit dem Thema Tod und Sterben umgeht. Ändern können wir das nur, wenn jeder bei sich anfängt und vielleicht seinen eigenen Kindern beginnt ein anderes Bild zu vermitteln. Das wäre schön =)

      Klasse, wie du erkannt hast, dass die Angst vor dem Tod eigentlich der Ursprung all unserer Ängste ist. Das stimmt und deshalb ist die Auseinandersetzung damit so wichtig! Toll, dass du das angehst =)

      Ich habe noch ein paar Artikel zu dem Thema in Planung. Habe noch ein paar gute Ansätze gefunden und will mich denen in den nächsten Wochen widmen.

      LG Norman

      Antworten
  62. Dennis

    21. Februar 2017 um 18:54

    Das mit der Wiedergeburt die du beschreibst finde ich nicht gut. Das macht mir nur mehr Angst. Ich hoffe also wenn danach etwas ist, das ich dort bleiben kann, mit denen, die ich liebe. Ich hasse Wiedergeburt usw. Die Erde ist für mich kein Freizeitpark sondern die Hölle. Ansonsten fande ich deinen Beitrag schön aber auch seltsam weil du sagst man soll an irgendwas glauben, aber im Grunde drängst du den Lesern ein wenig deine Reinkarnationstheorie auf… Wenn es wirklich eine höhere Macht gibt bezweifle ich das man uns zwingt immer wieder zu leben. Ich langeweile mich lieber ewig, bin aber mit meinen Liebsten zusammen, als immer wieder hier zu leben. Ist auch irgendwie stumpf anzunehmen das wir nur hier Spaß haben können, wir wissn nich wozu unsere Energie nachm Tod inner Lage is, obs da noch mehr Dimensionen gibt. Vielleicht sterben wir auch wenn wir Energie sind und werden dann wieder was anderes…

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Februar 2017 um 20:04

      Hey Dennis,

      danke für dein ehrliches Feedback zum Artikel!

      Klar, dass dir bei mittlerweile über 50 Gründen, nicht jeder zusagt. Dafür ist aber auch für jeden was dabei, hoffe ich =)

      Warum siehst du denn die Erde als Hölle an? Und was wäre die Alternative zur Erde?

      Aufzwingen möchte ich hier keinem was. Glauben hilft. Wobei ich es lieber „Vertrauen“ nenne, weil Glauben für mich immer so etwas von Hoffen und Bangen hat. Vertrauen ist aber wie ein fester Fels, an dem ich mich jederzeit festhalten kann. Deshalb mache ich hier Vorschläge und Angebote, wie man ein solches Vertrauen gewinnen kann. An welcher Stelle fühlst du dich denn dazu gedrängt? Vielleicht kann ich das etwas entschärfen =)

      Deinen Schlusssatz finde ich toll =D Das gute ist, dass wir alle irgendwann erfahren werden, wo es hin geht 😉

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  63. Nicole

    21. Februar 2017 um 20:40

    Hallo Norman,
    ich danke dir für diese Seite. Ich habe vom 5. November 2015 bis zum 23. Januar 2016 meinen Vater beim Sterben begleitet. In dieser kurzen Zeit hat sich mein Leben und die Einstellung zu ihm bedeutend verändert. Ich habe viele Facetten des Sterbens und auch die 5 Phasen bei meinem Vater, meinen anderen Familienmitgliedern und bei mir selbst miterlebt-die Facetten des Sterbens erlebt-klingt komisch, ist aber so… Um es kurz zu machen-ich bin immer noch in tiefer Trauer, aber ich kann das Leben viel dankbarer annehmen. Ich bin noch optimistischer als ich es eh schon war und ich kann mich an kleinen Dingen erfreuen, wirklich erfreuen! Lieber Norman, du hast mir somit bei vielen Punkten aus der Seele gesprochen und bei anderen Punkten hast du mur sehr sehr geholfen… Vielen Dank dafür. Und es ist schön und beruhigend, dass es noch Menschen gibt, die so fühlen und denken und handeln.
    Liebe Grüße, Nicole

    Antworten
    • Norman Brenner

      23. Februar 2017 um 20:08

      Hey Nicole,

      danke für deinen Kommentar =)

      Das ist wirklich wunderbar, wie du beschreibst, dass du durch die Auseinandersetzung mit dem Tod nun viel bewusster und glücklicher lebst =D Ich glaube, das ist wirklich die beste Art, mit ihm umzugehen, wenn man seine positive Wirkung mitnimmt =)

      Ich finde es auch ganz wunderbar, dass hier so viele Menschen zusammen kommen und sich mit dem Thema auseinandersetzen. Danke dir und euch allen dafür!

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Nicole

        24. Februar 2017 um 10:07

        Mir ist noch ein Punkt eingefallen, warum wir keine Angst vor dem Sterben haben müssen… Die Menschen, die schon vor uns gestorben sind, warten „dort“ auf uns-in welcher Weise dies auch immer sein mag… Bei meinem Vater hatte ich in der Finalphase, in der Nacht vor seinem Tod, das Gefühl, dass dort etwas/jemand war, der ihn abgeholt hat. Zuerst war alles sehr beängstigend, vor allem, weil wir seine Angst gespürt haben… Aber dann wurde er ruhiger und ruhiger, er erzählte, sang Kneipen-und davor Kinderlieder… Dann war er nochmal auf Montage in seinem Bauwagen… Dann kam die Schwester rein(er starb im Hospiz)… Mein Papa hat sie prompt nochmal angebaggert, als sie seinen Puls fühlte. Es war dann sogar ein bisschen locker und lustig, auch jetzt muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke… Aber eines muss ich nich anmerken. Mein Vater wurde erst ruhiger, in dieser letzten Nacht, als das Zimmer fast leergeräumt war. Er Bestand darauf, dass alles raus muss, besonders elektrische Geräte… Und alles musste dunkel sein… Erst dann konnte er loslassen-auch von uns… Und um nochmal darauf zurückzukommen, was ich anfangs geschrieben habe… Er weiß jetzt, wie es geht und ich bin mir sicher, dass er mich abholen und auch mir helfen wird… Ich weiß es einfach… 😊 Schönes Wochenende und danke für’s „Zulesen“ Nicole

      • Norman Brenner

        25. Februar 2017 um 14:55

        Vielen Dank Nicole! Super, dass du noch einen weiteren Punkt beigesteuert hast und danke, dass du ihn so anschaulich mit deiner persönlichen Erfahrung erläuterst.

        Ich habe das von meiner Oma noch ähnlich in Erinnerung. Zumindest das, was meine Eltern mir erzählt haben. Sie hatte auch in der letzten Phase oft die Namen bereits verstorbener gesagt unter anderem auch den meines Opas. Wenn man sich das so vorstellt, ist es ja fast sogar schon ein Grund, sich darauf zu freuen ^^

        Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende!

        Norman

  64. Mandy

    28. Februar 2017 um 6:58

    Ich habe ganz gezielt nach diesem Thema gesucht weil ich glaube das wir den Tod in eine dunkle Ecke schieben und ihn somit zu einem Tabu erklären welches es in unseren Gedanken nicht geben darf. Vielen Dank für diese wunderbare Erklärung.

    Antworten
    • Norman Brenner

      28. Februar 2017 um 7:01

      Hey Mandy,

      und erst mal willkommen hier =)

      Danke für deinen Kommentar. Ich sehe das genauso und das ist einer der Gründe, warum wir dann so geschockt und überwältigt sind, wenn er unerwartet in unser Leben tritt.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  65. Ben Kortmann

    4. März 2017 um 11:18

    Hi, ich bin Ben.
    Der Artikel ist wirklich gut und aufschlussreich. Ich bin 18 Jahre alt, und habe verdammt Angst vor dem Tod. Den ganzen Artikel bzw alle 50 60 Punkte habe ich auch noch nicht gelesen. Aber alleine das was ich schon gelesen habe… Überzeugt mich schon sehr.

    LG

    Ben

    Antworten
    • Norman Brenner

      4. März 2017 um 17:25

      Hey Ben,

      willkommen hier und danke, dass du ein paar Zeilen hier gelassen hast =)

      Freut mich, dass dir der Artikel hilf! Gibt es einen Punkt, der dir besonders geholfen hat?

      Keine Eile… ich füge auch immer mal wieder etwas hinzu, wenn mir was einfällt, also nimm dir den Artikel ruhig häppchenweise vor und komm öfter vorbei =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  66. Markus

    20. März 2017 um 13:11

    Mir geht es noch schlechter nach dem Artikel, Ich will nicht sterben und werde alles was mir möglich ist, in Bewegung setzen, ihm solange wie möglich aus dem Weg zu gehen. Der Tod ist etwas schreckliches, da er uns alles nimmt was wir aufgebaut haben. Wir können nichts mehr ändern. Unser Ziel sollte es nicht sein den Tod als natürlichen Lauf der Dinge anzusehen, sondern ihn verschwinden zu lassen. Der Tod ist ein Zwang und kein Geschenk. Daher finde ich diesen Artikel geschmacklos. Dies ist kein Angriff auf den Ersteller sondern meine Meinung (die auch Falsch sein kann). Aber der Tod hat nichts normales aus meiner Sicht. Sondern etwas das überwunden werden muss. Jeder sollte selbst entscheiden wann er sterben will und weder durch natürliche noch durch andere Umstände zum sterben gezwungen werden.

    Antworten
    • Kurt Engel

      21. März 2017 um 17:19

      Hey Markus,
      klar ist der Tod mies, aber stell Dir vor, Du lebst „ewig“. Nichts muß Dich antreiben, Du kannst alles auf die lange Bank schieben. Warum sich Ziele setzen, wenn die Lust zu irgendetwas da ist, dann macht man das. Es wäre letztendlich ein langweiliges Leben. Dadurch, dass das Leben endlich ist bekommt alles erst einen Sinn. Seit fast 40 Jahren leide ich unter Ängsten und Todesängsten. Aber mittlerweile gehe ich viel gelassener damit um. Kommt der Tod, so will ich ihn annehmen. Aber er soll sich noch ein paar Jahre Zeit lassen.
      Epikur von Samos: Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.
      Schönen Gruß
      Kurt

      Antworten
      • Norman Brenner

        27. März 2017 um 6:04

        Danke Kurt =)

        Ich sehe das ganz ähnlich. Ich glaube das Problem ist, dass viele Menschen sich einfach wirklich nicht vorstellen können, was „ewig“ bedeutet.

        Wir benutzen das Wort im Alltag ständig als Synonym für eine lange Zeit. „Das dauert ja ewig“. Aber dass „ewig“ eigentlich wirklich für immer ist und unendlich lang, ist uns selten bewusst. Und wirklich unendlich lange das ein und selbe „Spiel zu spielen“ fände ich in der Tat extrem langweilig. Dann lieber hin und wieder alles abreißen und neu anfangen 😉

        Ich liebe Epikurs Zitat und seine Gemütsruhe =)

        LG Norman

    • Norman Brenner

      27. März 2017 um 5:58

      Hey Markus,

      tut mir leid, dass dir der Artikel nicht geholfen hat. Danke, dass du mich das wissen lässt!

      Ich kann deine Argumentation ja nachvollziehen. Niemand gibt gerne alles auf, was er sich im Leben aufgebaut hat.

      Aber vor dem Hintergrund, dass du einfach keine Wahl hast, ist es meiner Meinung nach recht sinnvoll, sich so früh wie möglich mit dem Gedanken an den bevorstehenden Tod zu beschäftigen.

      Du schreibst „Unser Ziel sollte es nicht sein den Tod als natürlichen Lauf der Dinge anzusehen“. Genau das ist er aber. Ihn als etwas anderes anzusehen wäre Augenwischerei. Das ist, als würdest du den Dreck einfach immer unter den Teppich kehren und irgendwann wunderst du dich, wenn du darüber stolperst. Und wie ich im Artikel schon angekündigt habe, hätten wir auf der Erde ganz schnell ein riesiges Problem, wenn wir den Tod einfach „verschwinden lassen“ könnten.

      Du erwähnst auch, dass der Tod ein Zwang sein soll und kein Geschenk. Was ist mit deiner Geburt? Sie hat dir schließlich ermöglicht, alles in deinem Leben aufzubauen? Ist sie nun Geschenk oder Zwang? Oder beides? Kann sich jeder frei entscheiden, ob und wann er geboren werden will? Sollten wir sie auch verschwinden lassen?

      LG Norman

      Antworten
  67. Nils

    28. März 2017 um 15:11

    Hallo,

    dein Artikel hat schon geholfen habe aber auch irgendwie noch immer Angst vor dem Ende, also das ich nicht mehr da bin. Ich weiß das war ja vor dem Leben auch so aber genau das es wieder so ist beunruhigt mich. Irgendwann wird es ja eh soweit sein. Ich schaffe das dies zu akzeptieren aber habe dann halt auch so Bedenken was das Leben für einen Sinn macht. Ich meine ich gehe jetzt zur Schule aber was ist nun ihr Sinn ? … Spaß zu haben – etwas zu lernen – oder ist sie tatsächlich nur ihr Sinn das all dieses Wissen mein weiteres Leben bestimmen wird. Habe halt Angst das alles so schnell vorbei geht. Ich bin 15 Jahre alt und es wirkt für mich so als ob so gut wie keine Zeit vergangen ist.
    Habe halt irgendwie Angst davor und versuche mich zu wehren. Genieße einfach mein Leben will sagen können das ich gut gelebt habe 😉
    Und wer weiß was nach dem Tod kommt ist ja vielleicht auch spannend dies dann herauszufinden 🙂

    Danke für den interessanten Artikel.
    Nils

    Antworten
    • Norman Brenner

      5. April 2017 um 19:12

      Hey Nils,

      danke für dein Feedback =)

      Genau, dieses „Ich“ ist es, das Angst hat. Aber dieses „Ich“ geht auch mit dem Tod. Alleine die Tatsache, dass du dir darum Gedanken machen kannst, dein „Ich“ zu verlieren zeigt doch, dass du mehr bist, als nur dieses „Ich“. Das ist zumindest meine Auffassung, die mich sehr beruhigt.

      Wow, bemerkenswert, dass du dir mit 15 Jahren schon so tiefsinnige Gedanken machst =) Lies mal den Abschnitt „Wozu das Ganze und warum bin ich hier?“ in meinem Erste-Hilfe-Set: http://www.vernuenftig-leben.de/was-ist-wichtig-im-leben/

      Dort findest du einen schönen Ansatz zum Sinn des Lebens =)

      „Genießen“, „Spannend“ … genau das sind die Worte, mit denen man an das Leben herantreten sollte =) Ich bin mir sicher, mit dieser Einstellung wirst du ein sehr erfülltes Leben haben.

      Danke für deinen tollen Kommentar!

      LG Norman

      Antworten
      • Angel

        14. April 2017 um 21:11

        Wuhu Norman,

        Ich finde deine Seite und deine Einstellung super, auch dass du hier jeden Kommentar beantwortest. Ich hab übrigens alles gelesen und auch alle Kommentare.

        Kann beide Seiten verstehen, sowohl diese, die Angst haben (denn das ist nun mal ein „Urgefühl“ in uns und auch die andere.)
        Ich selbst hatte als Kind mich schon mit den Tod beschäftigt, als Baby 3 Monate zu früh auf die Welt ums Leben gekämpft anscheinend, sonst würde ich hier nicht schreiben.😉 Mit 7 Jahren mein erster Suizidversuch mit Todessehnsucht. (Wenn du mir sagen kannst, woher solche Sehnsucht kommt als Kind). Meine ganze Jugend war immer geprägt von so einer Phase. Als ich einen schweren Autounfall mit 22 J. hatte bei 130 km und ich dachte, ich geh drauf, hatte ich auf einmal wirklich Angst zu sterben, vorallen nach der Zeit. Schon komisch gelle. Als ich Jahre später wieder fast gestorben wäre, war ich auf einmal die Ruhe selbst. Das hat leider im Nachhinein eine Suizidale Krise ausgelöst und ich hatte ständig Todessehnsucht weil ich einfach diesen Zustand kurz vor dem Sterben mit vollkommenen inneren Frieden und ohne Angst und Ruhe immer wieder haben wollte. Seit den letzten Versuch mit Koma sind jetzt knapp 3 Jahre vergangen und mir geht’s psychisch gesehen gut soweit, dafür habe ich chronische Erkrankungen, wo ich mich wieder mehr mit dem Thema Tod beschäftige. Ich hab keine Angst vor dem Tod, wenn,dann nur die Angst vor dem Sterben bzw. wie ich sterbe und ob, wie stark und wie lange ich leiden werde. Ich kann gut nachvollziehen, wenn welche hier schreiben, das der Tod nichts Tröstliches hat, aber auch das Leben hat nicht immer was tröstliches. Es kommt auf den Blickwinkel denke ich an. Das Glas ist ja auch für manche halb voll oder eben halb leer. Ich denke, man wurde ja auch nicht gefragt ob man auf die Welt kommen will, warum sollte man dann dem Tod anders begegnen. Beziehungsweise wie du sagtest…das Leben kann ein Geschenk sein, also ist es der Tod ja auch im Endeffekt. Und ehrlich ich würde ein endloses Leben definitiv nicht haben wollen und es sehen auch alte Menschen oft so, aus eigener Erfahrung. Meine Oma hatte Magenkrebs mit 80 J bekommen und wollte keine Behandlung. Als sie anfing zu leiden, hat sie sich umgebracht. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen, als ich das meiner Familie sagte und meinte, dass ich froh bin, dass sie es geschafft hat, waren alle ziemlich sauer. Mein Opa wusste schon 3 Tage bevor er starb, dass er die Klinik nicht mehr lebend verlässt, obwohl er wg. sein Diabetikerbein drin war. Auch jetzt liegt grad ein Bekannter im Sterben (Bauspeicheldrüsenkrebs), er hat die Chemotherapie abgebrochen und will sein Ende bewusst gestalten und erleben ohne Schmerzen und Leid in einem Hospiz, zumindestens din letzten Tageht oder Wochen. Finde die Entscheidung mutig, aber verständlich, auch wenn es traurig macht. Meinen Hund hab ich kurz vor Weihnachten in den Tod begleitet, eh er leidet mit Blasenkrebs. Zu dem Leben gehört nun mal auch der Tod, grad in der heutigen Zeit sieht man es überall in den Medien, egal ob das Ableben von Promis oder Anschläge. Es gibt 1000 Wege bzw. Arten zu sterben und vielleicht auch um wiedergeboren zu werden. Ich meine nicht zwingend als Mensch. Ich denk das was „wir“ sind, unsre Seele? das das Energie ist und die auch nach dem Tod sogar bestehen bleibt, und wenn es zu einen Atom wird und ins Weltall geht oder…da auch ein Stern geboren wurde und irgendwann sterben wird, damit ein neuer Stern entsteht, alles besteht ursprünglich aus der gleichen Materie…zumindest ist das für mich persönlich ein tröstender Gedanke und zufriedenstellender als zu sagen…nach den Tod gibt es nix, weil es vor der Geburt auch nix gab. Selbst ein Samenkorn besteht ja aus Materie und demzufolge Energie.
        Andererseits sag ich mir auch, wozu leben, planen etc wenn ich eh Sterbe und ich danach nichts mehr davon weiß. Also ich hab ab und an beide Blickwinkel.

        Übrigens ich bin inzwischen 37 Jährchen und wurde atheistisch erzogen, aber „glauben“ tue ich deshalb trotzdem in gewisser Weise, dass was nach dem Tod kommt. Auch wenn es nur „Hoffnung“ ist und kein „Vertrauen“ wie bei dir. An Gott, Teufel oder Sonstiges glaub ich allerdings nicht. Finde es umso erstaunlicher, dass Kinder besser mit dem „Sterben“ wenn sie selbst betroffen sind, zurecht kommen als Erwachsene, obwohl sie ihr ganzes Leben noch vor sich haben, müsste ja eigentlich anders herum sein…

        So jetzt hab ich einen ganzen Roman getippt, sorry…hoffe meine Gedanken sind nicht zu wirr, könnte noch vieles dazu schreiben.

        Liebe Grüße und weiter so!

        P.S. Es sollte viel mehr Menschen geben so wie du, tiefgründig, hilfsbereit und jede Minute und Tag des Lebens bewusst leben und genießen ohne Angst vor dem unausweichlichen Ende, das sowieso kommt, egal ob man will oder nicht.

      • Nils

        20. April 2017 um 23:09

        Hi Norman,

        ja sehe das eigentlich genau so das ich Angst habe das dieses Ich in mir weg ist. Glaube aber das es vielmehr die Angst ist das das Ich von geliebten Menschen : Familie Freunde Bekannte auf einmal weg ist weil dann fehlt ja auch etwas von mir. Was bringt es mir nämlich dann wenn mein Ich noch weiter ‚lebt‘ wenn ich dann ohne meine Eltern da bin und die nie wieder sehen würde. Angst vor dem Schmerz beim Tod hatte ich noch nie aber Zeit vergeht ja Recht schnell und läuft unaufhaltsam weiter und die Vorstellung das ich dann irgendwann einmal meine Eltern Geschwister nicht mehr sehen werde und die dann vielleicht komplett oder nur für mich weg sind das ist halt für mich das unvorstellbare. Bei ihnen fühle ich mich halt einfach sicher und es ist halt unvorstellbar das ich mich dann nicht mehr mit ihnen unterhalten kann sie sehen kann.

        Nils

      • Norman Brenner

        22. April 2017 um 8:09

        Hey Angel,

        danke, dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Beitrag und die ganzen Kommentare zu lesen! Das ist echt ne Leistung bei den ganzen Kommentaren hier und ich weiß das sehr zu schätzen!

        Wow, das ist krass! Mit 7 Jahren hattest du Todessehnsucht… Woher sowas kommt, kann ich dir natürlich nicht sagen. Dafür kenn ich dich ja auch zu wenig. Aber ich finde es erstaunlich, wie sich dann das Blatt bei dir gewendet hat!

        „Es kommt auf den Blickwinkel denke ich an.“… Das hast du ganz wunderbar erkannt. Bei der Sache mit dem Tod ist es genauso!

        Deine Sichtweise mit der Energie kann ich gut nachvollziehen. Ich habe das ja auch in meinem Buch ähnlich erklärt, über den Kreislauf des Wassers. Und auch die Frage „Wozu sind wir dann eigentlich hier?“ habe ich mir schon oft gestellt. Für mich ist der Sinn unseres Daseins eben genau unser Dasein. Vielfalt und Leben in die Welt und das Universum zu bringen, Dinge zu erleben und das Leben spannend zu gestalten =)

        Das mit denk Kindern ist glaube ich oft so, weil sie eben noch nicht so richtig wissen, was sie verpassen. Stell dir vor, du hättest noch nie Sex gehabt und jemand sagt dir, das du niemals welchen haben kannst. Ist nicht so schlimm, als wenn du weißt, worauf du verzichten musst, oder? Und deshalb denke ich, ist es bei Erwachsenen – und vor allem bei denen, die mitten im Leben stehen – schlimmer. Im Alter dann, wenn man „sein Leben gelebt hat“, wird es dann denke ich wieder etwas besser =)

        Danke, Angel, für deine lieben Worte, die du mir und uns hier hinterlassen hast =)

        Liebe Grüße

        Norman

      • Norman Brenner

        22. April 2017 um 8:14

        Hey Nils,

        das kann ich gut nachvollziehen.

        Mir hilft es dann immer, mich daran zu erinnern, dass wir alle aus dem selben Ursprung kommen und alle dorthin zurückkehren werden.

        Betrachte das Leben hier als kurzen Auftritt auf einer Theaterbühne. Nach dem Auftritt treffen sich die Schauspieler hinter der Bühne wieder. Aber nicht in ihren Rollen, die sie auf der Bühne hatten, sondern als ihr „wahres Selbst“. Verstehst du, was ich meine?

        Liebe Grüße

        Norman

  68. Nils

    22. April 2017 um 16:26

    Norman
    Ja verstehe ich.
    Auch danke für die Antwort und das du dir die Zeit nimmst auf alle Kommentare zu antworten.

    Nils

    Antworten
    • Norman Brenner

      28. April 2017 um 5:56

      Das mache ich sehr gerne!

      Mich interessiert das Thema ja auch =)

      Und durch die vielen tollen Kommentare habe ich auch schon sehr viel gelernt =)

      Also Danke zurück! =D

      LG Norman

      Antworten
  69. Angel

    24. April 2017 um 12:19

    Hallo Norman,

    Vielen lieben Dank für deine Antwort (und auch für deine E-Mail). Daß weiß ich sehr zu schätzen!

    Liebe Grüße und eine schöne Woche!

    Antworten
    • Norman Brenner

      28. April 2017 um 5:57

      Hey Angel,

      schön, wieder von dir zu lesen =D

      Freut mich, dass ich dich erreichen konnte =)

      LG und ein tolles Wochenende!

      Norman

      Antworten
  70. Clausi

    24. April 2017 um 22:57

    Hi Norman,

    erstmal möchte ich dich loben. Hast du echt super geschrieben! Ich habe gerade gemischte Gefühle…kann mich nicht entscheiden, ob mich das beruhigt oder eher beunruhigt hat… 🙂 Lg Clausi

    Antworten
    • Norman Brenner

      28. April 2017 um 6:01

      Hey Clausi,

      Danke! =D

      Ich weiß, dass einige Punkte zunächst auch etwas aufwühlend wirken können. Einiges muss sich zuerst mal setzen.

      Wie geht es dir jetzt, ein paar Tage später damit?

      LG Norman

      Antworten
  71. Heinke

    28. April 2017 um 19:58

    Hallo Norman,
    ich habe gerade deine Seite und die Kommentare durchgelesen und finde es ect super, dass du hier einen Rahmen geschaffen hast in dem man frei kommunizieren kann.
    Ich habe meinen Vater mit 5 Jahren verloren und ab dem Tag musste ich erwachsen sein. Meine Mutter hat in alle den Jahren (ich bin jetzt 40) nie wieder über meinen Vater gesprochen. Erst seit kurzem habe ich das Thema angeschnitten und wir sind drauf gekommen, dass sie es damals nicht anders verkraftet hätte.
    Nun hatte ich verstädlicher Weise damals Angst, die nicht anerkannt wurde. Zudem ist meine Mutter der Überzeugung, das nach dem Tod einfach „nichts“ ist. (darf ja auch jeder so denken, wie er will)
    Aber für mich als kleines Kind quasi damit „gefüttert“ zu werden tut mir bis heute nicht gut.

    Ich habe mit ca. 20 Jahren (durch ein Fantasy-rollenspiel) ein „Aha-Erlebnis“ gehabt. Auch dort ging es quasi um den „Fluß des Lebens“, also der gleiche Ansatz wie bei dir.

    Mein Problem ist nun, dass sich die eingetrichterte Idee meiner Mutter mit meiner (mir lieberen Vorstellung) bekriegt.

    Ich habe die Hoffnung, dass es den Fluß des Lebens gibt, kann aber aber wegen der Kindheitserrinnerung nicht darauf vertrauen!

    Das ist für mich echt schlimm! Denn ich möchte darauf vertrauen…
    Aber wie soll ich das schaffen??? Immer schleicht sich das „es gibt nix nach dem Tod“ dazwischen.

    Hast Du einen Tipp?

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. April 2017 um 8:44

      Hey Heinke,

      erst mal herzlich willkommen hier!

      Danke, dass du gleich auch einen Kommentar da gelassen hast =)

      Kann mir vorstellen, dass sich sowas wirklich einbrennt. Ich finde es aber erst mal super, dass du die Ansicht, die dir ja scheinbar das Leben schwer macht, nicht generell verteufelst und jedem seine Sichtweise lässt!

      Ich finde an deinem Beispiel sieht man wunderbar den Unterschied zwischen „Glaube“ und „Vertrauen“.

      Der Glaube alleine ist meiner Meinung nach eher eine Hoffnung und ziemlich wacklig. So wie sich das anhört, möchtest du gerne an den Fluß des Lebens glauben, aber deine Prägung (Zweifel, Argumente…) kommt dir immer wieder dazwischen.

      Ein wirkliches (unerschütterliches) Vertrauen ist eher eine Überzeugung. Man weiß es irgendwo ganz sicher in sich drin, auch wenn man es nicht erklären kann. Sowas kann man zum Beispiel durch eine Erfahrung gewinnen.

      Solche Erfahrungen kann man nicht wirklich herbeiführen. Es passiert manchmal in der Meditation, aber wenn man schon meditiert mit dem Ziel eine solche Erfahrung herbeizuführen, gelingt es schon nicht.

      Aber es gibt noch einen anderen Weg, eine solche innerliche Überzeugung zu erlangen: Wenn du tief eintauchst, in die Vorstellung, die dich quält, erfährst du in der Regel irgendwann eine „Enttäuschung“, was hier positiv zu verstehen ist.

      Es ist ähnlich, wie wenn man die Illusion lebt, dass Geld und Besitz einen glücklich machen können. Irgendwann kommt man an einen Punkt wo man merkt, dass das einfach nicht funktioniert.

      Wenn man der Sache wirklich auf den Grund geht, dass nach dem Tod einfach „Nichts“ sein soll… was würde das wirklich, wirklich bedeuten?

      Wenn um das Leben herum nichts mehr ist, woher kommt es dann? Wie kann man sich dieses „Nichts“ eigentlich vorstellen, wenn doch Niemand mehr da ist, um es wahrzunehmen? Wenn ich vor meiner Geburt „nichts“ war, woher bin ich dann gekommen? Usw.

      Hier musst du deine eigenen Fragen stellen und an die Grenzen deiner eigenen Antworten kommen. Dann macht es irgendwann „klick“.

      Ich hoffe, das hilft dir erst mal. Der Kommentar ist schon recht lang, deshalb wünsche ich dir jetzt erst mal ein wunderschönes Wochenende!

      LG Norman

      Antworten
      • Angel

        3. Mai 2017 um 21:06

        Hey Norman,

        Da bin ich mal wieder. Dein letzter Bericht hat mir persönlich etwas geholfen, auch wenn die Antwort nicht für mich bestimmt war.

        Bin auch an den Punkt, wo ich überlege wie man von der“Hoffnung (Glaube)“ zu den „Vertrauen“ kommen kann.

        Ein guter Ansatzpunkt ist das was du schriebst: „Es ist ähnlich, wie wenn man die Illusion lebt, dass Geld und Besitz einen glücklich machen können. Irgendwann kommt man an einen Punkt wo man merkt, dass das einfach nicht funktioniert.“

        Stimmt eigentlich…denn spätestens, wenn einen etwas aus der Bahn wirft wie Krankheit, Tod von Freunden, Angehörigen etc. dann denkt man erst um…leider. Selbst ein Millionär wird nicht glücklich sein, wenn er krank ist.

        Das ich persönlich keine Angst vor dem Tod hab, ist eine Überzeugung, da ich ja schon am Seiten Faden hing und nicht wirklich schlimm fand. Aber kann ja schlecht ins Jenseits schauen, um zu gucken, wie es nach dem Tod ist und wieder zurück kommen, um hinterher mir zu sagen, ach da kommt ja doch was nach dem Tod oder auch nicht. Dann hätte ich die volle Überzeugung und Vertrauen. Aber solang bleibt es vermutlich ein Glaube bzw. Hoffnung wohl, weil ich diese Erfahrung ja nicht machen kann. Da hakt es bei mir.

        Und ich denke auch, was man nicht kennt, macht den meisten Menschen Angst und Unsicherheit. Wenn ich jetzt bewusst zurück in den Mutterliebe müsste, würde mich das wahrscheinlich auch ängstigen.

        Was du oben schriebst mit den Kindern…hatte eher gedacht immer, dass man als Kind zwar den Tod neutraler begegnet, weil man eben noch nicht so viel erlebt hat. Andererseits aber gerade doch das Verlangen da ist, zu sagen, dass man was verpassen könnte. Klar später sagt man dann, dass man dies und das vermissen würde.

        Ich hab eher das Gefühl, das ich was verpassen könnte, wenn ich sterbe. Obwohl bei rechter Überlegung…einiges würde ich gerne nicht erleben wollen, wie Leid, Krieg, Terrorismus. Und die Menschen zerstören die Welt, Natur,Tiere und sich selbst schon genug.

        Tja..du siehst…es ist immer wieder ein Pro und Contra.

      • Norman Brenner

        6. Mai 2017 um 12:57

        Hey Angel,

        schön, wieder von dir zu lesen =)

        Freut mich =) Und doch! Die Antowrt war für dich bestimmt. Und für jeden anderen, der sie liest. Deswegen liebe ich den offenen Austausch in den Kommentaren so =) Wenn ich so eine Antwort per Mail gebe, hilft sie vielleicht einem einzelnen. Als Kommentar hier auf der Seite aber, kann sie gleich vielen Menschen helfen =)

        Aber nun zum Vertrauen:

        „was man nicht kennt, macht den meisten Menschen Angst“

        Da hast du absolut recht.

        Und ja, wir können auch nicht einfach so mir nichts dir nichts mal im „Jenseits“ vorbei schauen und uns ansehen, was da so kommt.

        Dennoch gibt es aber Mittel und Wege, wie man dieses Vertrauen durch Erfahrungen gewinnen kann.

        Nahtoderfahrungen schließe ich hier mal aus. Ich empfehle keinem, sich „fast“ umzubringen, um Vertrauen ins Leben zu gewinnen.

        Aber ähnliche Erfahrungen der „Ganzheit“ kann man zum Beispiel durch Meditation gewinnen. Leider ist das nicht für jeden etwas. Auch LSD soll hier funktionieren. Das will ich aber auch keinem raten, weil ich es zum einen nicht selbst probiert habe und weil ich zum anderen auch irgendwie das Gefühl habe, dass es cheating ist ^^

        Der sicherste, dafür aber auch beschwerlichste Weg, den ich kennengelernt habe, ist daher für mich der Weg durch die Illusion. Einfach auf dem persönlichen Glauben beharren und ganz tief hinein gehen und sehen, wie weit er reicht und ob und wo er ein Ende findet. Also nicht einfach passiv da sitzen und sagen „so und so ist es“.

        Wirklich ergründen, wohin dich deine Überzeugung führt. Und meiner Erfahrung nach führt dieser Weg immer dazu, dass man am Ende realisiert, wie es wirklich sein muss. Und wenn man durch dieses tiefe Graben erkannt hat, dass es keine Alternative mehr dazu gibt, dann vertraut man auch automatisch darauf, dass es so ist.

        Schwer in Worte zu fassen. Ich hoffe, es kommt einigermaßen rüber.

        Klar hat man als Individuum immer dieses Gefühl, etwas zu verpassen, wenn man nicht mehr da ist. Aber man ist ja nicht mehr da, um etwas zu verpassen. Im Gegensatz zum Leben selbst. Das ist immer da, auch wenn du nicht mehr da bist. Dreh den Spieß doch mal um: Was würde das Leben verpassen, wenn nie ein Lebewesen bereit gewesen wäre zu sterben? Die Erde wäre wenn überhaupt bevölkert von Einzellern.

        Verstehst du den größeren Standpunkt?

        Liebe Grüße

        Norman

      • Angel

        6. Mai 2017 um 16:52

        Hallo Norman,

        Vielen Dank erst mal für deine umfangreiche Antwort, auch wenn es für mich teils schwer begreiflich ist.

        Leider kann ich unten nicht mehr auf „Antworten“ gehen, mach es deshalb hier…

        Du schriebst: „Nahtoderfahrungen schließe ich hier mal aus. Ich empfehle keinem, sich „fast“ umzubringen, um Vertrauen ins Leben zu gewinnen.“

        Das stimmt allerdings, hätte ich auch niemanden empfohlen, musste dennoch lachen als ich das las. 😀 Ist wahrscheinlich ähnlich, wie mit dem LSD. Solche Erfahrung sollte man NICHT mit Absicht machen.

        Du schriebst noch: „Einfach auf dem persönlichen Glauben beharren und ganz tief hinein gehen und sehen, wie weit er reicht und ob und wo er ein Ende findet…
        Schwer in Worte zu fassen. Ich hoffe, es kommt einigermaßen rüber.“

        Das kapiere ich nicht wirklich. Denn auch wenn ich an etwas extrem glaube und dann vielleicht an den Punkt komme wo ich drauf Vertraue, gibt es ja trotzdem noch mehrere Möglichkeiten. In dem Punkt eben, endweder es kommt etwas nach dem Tod oder nicht. Für einen selbst gibt es dann nur den Einen Punkt, was ja auch legitim ist, da wir alle als jeweiliges Individum unterschiedliche Denk- und Glaubensansätze haben, nur bleibt es ja trotzdem eine Illusion, wenn es nicht so ist, weil wir es ja nicht wissen können, es fehlt quasi die 100%ige Sicherheit die man nicht haben kann. Das ist mein Problem.

        „Du schriebst weiter: Was würde das Leben verpassen, wenn nie ein Lebewesen bereit gewesen wäre zu sterben? Die Erde wäre wenn überhaupt bevölkert von Einzellern.“

        Ich denke, dass das Leben in den Fall auch nichts verpassen würde, weil es nichts anderes kennen würde als von Einzeller besiedelt zu werden. Wenn man das so überhaupt übertragen könnte.

        Ist wirklich nicht einfach zu verstehen. Aber ich probiere weiterhin einfach dran zu glauben das was nach dem Tod kommt und vielleicht komme ich irgendwann selbst an den Punkt wo ich drauf vertrauen kann, das es einfach so ist, also aus voller Überzeugung eben. Momentan hab ich immer im Hinterkopf das es ja noch die andre Alternative gibt. Vielleicht können es auch Wissenschaftler irgendwann noch lösen, das Rätsel. Dann wäre es sicher, wie das Amen in der Kirche. 🙂

        Wünsche dir ein schönes Wochenende!

        Liebe Grüße aus den sonnigen Süden!

        Angel

      • Norman Brenner

        13. Mai 2017 um 9:27

        Hey Angel,

        ja, die Antwortfunktion gibt es nur in den ersten 2-3 Ebenen, sonst wird der Text immer schmäler. Aber du hast ja schon rausgefunden, dass man einfach den nächst höheren Antwortbutton nutzen kann =)

        Es ist in der Tat sehr schwer zu begreifen und eigentlich unmöglich zu erklären. Das fasziniert mich und deshalb versuche ich es immer wieder ^^ Ist wie mit Golf, wo man eigentlich nie gewinnt und immer nur gegen sich selbst spielt ^^

        Stimmt genau: Solche Erfahrungen können passieren und dann sehr nachhaltig und eindrucksvoll sein. Aber wenn man sie bewusst herbeiführen will, gelingt es in der Regeln nicht. Ich nehme da immer gerne das berühmte Beispiel vom Bogenschützen, der nicht trifft, wenn er schießt um einen Preis zu gewinnen.

        Du hast es eigentlich am Ende sehr gut verstanden, was ich meinte =) Ich meinte weniger, dass du auf deinem Glauben und deinen Mutmaßungen beharren sollst, um am Ende Vertrauen darin zu finden, sondern um an irgendeinem Punkt zu merken, dass es nur eine Illusion ist und dass du dir nicht zu 100% sicher sein kannst.

        Wenn du das immer und immer wieder tust und dich mit der Materie beschäftigst, erkennst du irgendwann eine Art „Muster“. Eigentlich kann man das so nicht nennen, weil Muster nur auf der logischen Ebene bestehen. Hier spielen aber auch Emotionen eine große Rolle. Wie gesagt, schwer in Worte zu fassen ^^

        Jedenfalls ist es eher eine Art Ausschlussverfahren. Du kannst nicht genau „wissen“ was es ist, aber du kannst erfahren, was es nicht ist. Und irgendwann schließt sich der Kreis und du erkennst intuitiv, was es ist.

        Da „das Leben“ sich meiner Meinung nach über Wachstum und somit auch Evolution definiert, hätte es meiner Meinung nach ganz schön viel verpasst. Könnte man das eigentlich Leben nennen, wenn die ganze Erde ausschließlich von nicht sterben wollenden Einzellern besiedelt wäre? Meiner Meinung nach wäre das eher ein statischer Zustand. Und das Leben ist niemals statisch.

        Ich glaube, dieses Rätsel kann am Ende immer nur jeder für sich selbst lösen =) Egal, wie weit die Wissenschaft noch vordringt.

        Wünsche dir auch ein schönes Wochenende!

        LG Norman

  72. Sven Hering

    14. Mai 2017 um 11:29

    Der (biologische Tod) ist keineswegs vorgegeben, er ist lediglich ein Modell um durch rasche natürliche Selektion Anpassung an veränderte Umweltbedingungen zu ermöglichen, auf die der Mensch keinen Einfluss hatte. Diese Mutationen sind auch weiterhin wichtig, gleichwohl lernt die Spezies Mensch gerade derartige Genmanipulationen selbst kontrolliert anzuwenden. Eine Eintagsfliege wird max.2 Tage alt, ein Hund ca. 13 Jahre. Der Mensch schafft 90, der Grönlandhai bis zu 510 Jahre. Allein dieser Umstand zeigt schon das die Lebensspanne keineswegs ein fixer Wert, sondern eine Variable ist, die die Natur beliebig anpassen kann. Das Argument des zur Verfügung stehenden Raumes ist ebenfalls abwegig. Der Mensch hat schon immer neue Lebensräume erschlossen, und genau die Unterarten (zB. Neandertaler) die ihre Heimat nicht verlassen haben sind ausgestorben. Es gibt Milliarden Gallaxien mit Milliarden Sonnen und bewohnbaren Welten die der Mensch erforschen und besiedeln kann, wenn er es denn will. Und wenn dies gelingt ist auch das ein Produkt der Evolution, denn der Mensch selbst ist ein Produkt der Evolution. Wenn man also den Tod an sich als gegeben ansieht, quasi ein Schicksal in das man sich fügen muss, sind die Ausführungen mit Sicherheit hilfreich das nicht in Frage gestellte Ende irdischen Seins besser zu ertragen. Wirklich frei ist der Mensch aber erst wenn er tatsächlich frei entscheiden kann ob er diese Welt verlassen möchte oder eben nicht. Ich bin der festen Überzeugung das (sofern wir uns nicht in einer gefährlichen Zwischenstufe selbst vernichten)genau diese Fähigkeit rein logisch am Ende des evolutionären Prozesses stehen muss. Und genau diese Tatsache gibt uns Anlass hoffnungsvoll zu sein. Machen wir uns nichts vor, Sterben und Tod sein ist in keinem Fall vorteilhaft wenn man es aus der Sicht des einzelnen Individuums betrachtet. Da hilft es auch nicht es sich schönzureden, es bleibt die größte Katastrophe menschlichen Seins.

    Antworten
    • Norman Brenner

      21. Mai 2017 um 19:07

      Hey Sven,

      wow, danke für deinen bereichernden Kommentar! =)

      Ich finde es sehr interessant, was du zur Lebensspanne schreibst. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass zwar nicht die Zeit (die ist ja eh relativ 😉 ), aber die Anzahl der Herzschläge „pro Leben“ ein relativ konstanter Wert, zumindest unter den Säugetieren sein soll.

      Aber auch zeitlich ist der Unterschied zwischen 90 und 510 Jahren wohl relativ gering, wenn man ihn gegen die Unendlichkeit bzw. eine Unsterblichkeit abwägt. Und in Anbetracht der Jahrmillionen der Evolution auf der Erde, hat wohl auch der Grönlandhai im 510 Jahreszyklus einiges durchgemacht.

      Ich denke also, dass es durchaus möglich und sogar wahrscheinlich ist, dass wir unsere Lebensspanne verlängern, aber eine Unsterblichkeit werden wir wohl nie erreichen. Davon bin ich fest überzeugt. Das würde Stillstand bedeuten und kein Mensch hätte mehr einen Antrieb, etwas zu unternehmen.

      Das entdecken und Besiedeln anderer Planeten und Galaxien kann ich mir hingegen wieder sehr gut vorstellen =)

      Du bist doch frei, zu entscheiden, ob du die Welt verlassen möchtest. Zumindest im Rahmen deiner Lebenszeit 😉

      Doch ob du geboren werden willst, fragt dich doch auch keiner, oder? Warum sollte es jemand tun, wenn deine Zeit abgelaufen ist?

      Auch beim letzten Punkt, will ich dir widersprechen 😉

      Sterben ist keinesfalls die größte Katastrophe. Auch nicht, wenn man es auf die Sicht eines einzelnen Individuums reduziert. Schau dir Ameisen- oder Bienenvölker an. Nicht umsonst spricht man bei solchen Völkern von einer Art Organismus. Einzelne Individuen vermeiden es hier nicht mit aller Kraft zu sterben, wenn es dem Überleben des Organismus dient.

      Meine bescheidene Meinung ist eher, dass es genau darauf hinausläuft…

      Wir sind doch schon dabei: Wir haben schon eine Art globales Gehirn erschaffen (oder zumindest eine informative Vorstufe davon): das Internet.

      Das Wirtschaftssystem, die Umweltbedingungen… alles hängt heute von dem globalen Verhalten unseres Organismus „Mensch“ ab.

      Soviel nur in aller Kürze dieses bereits viel zu langen Kommentares ^^

      Würde mich freuen zu hören, was du dazu denkst =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  73. JJ

    5. Juni 2017 um 14:39

    Hallo.
    Ich habe den Artikel heute zum 3. Mal gelesen und wollte mich nur auch Mal melden.

    Ich kämpfe oft mit der schrecklichen Angst vorm Tod. Vor allem, weil in meinem Leben wirklich schin einiges passiert ist und dabei bin ich erst 19.
    Das Meiste davon war nicht gut und jetzt wo ich wieder leben möchte (ich war eine Zeit lang depressiv), bekomme ich die schreckliche Angst vorm Tod weil ich wieder Ziele etc. habe.

    Jetzt denke ich mir oft, dass es mir besser ging in der Zeit wo ich Selbstmordgedanken etc hatte, da ich die Panik vor dem Tod viel schlimmer finde.

    Dieser Artikel allerdings hilft mir immer wieder, habe ich gemerkt!
    Dafür möchte ich dir jetzt danken.
    Danke, dass du diesen Artikel geschrieben hast und danke, dass du mir meine Angst jedes Mal erneut ein wenig nimmst.
    Meine Angst verschwindet zwar nicht und kommt immer wieder zurück, aber es ist eine Art etwas damit umzugehen und beruhigt mich meistens für eine kleine Weile und wie man aus deinem Artikel auch lesen kann, sollte man dankbar für jeden Moment sein und das bin ich.

    Mein Lieblingszitat was bei mir überall zu finden ist ist übrigens „We have to forgive to survive in this labyrinth“
    Vergeben um weiterzuleben.
    Ich weiß zwar noch nicht wie man alles vergeben kann, aber letztendlich ist das ja egal. Vielleicht schaffe ich es irgendwann keine Angst mehr zu haben und meinem Leben mehr Leben einzufügen.

    Ich denke der Sinn des Lebens ist, das Leben zu leben.

    Liebe Grüße,
    JJ

    Antworten
    • Norman Brenner

      6. Juni 2017 um 5:41

      Hey JJ,

      wow, danke, dass du mich das hast wissen lassen =)

      Es freut mich wirklich total, dass dir mein Artikel immer mal wieder hilft, mit dieser Angst fertig zu werden!

      Paradox, wie es manchmal so im Leben läuft… Aber als du depressiv warst, hast du dir bestimmt auch gedacht, dass es dir früher besser ging, als du noch nciht depressiv warst, oder?

      Aber ich kann dennoch verstehen, was du meinst. Ich für meinen Teil habe aufgehört, Ziele für mein Leben zu definieren. Das heißt nicht, dass ich völlig ziellos bin. Vielmehr lebe ich nach Orientierungen.

      Orientierungen sind nicht so steif und wenn was dazwischen kommt, orientiert man sich eben um =) Mir persönlich geht es damit jedenfalls besser… vielleicht wäre das ja auch etwas für dich?

      Tolles Zitat. Hat für mich auch etwas von „Loslassen“, denn wer nicht vergibt, klammert sich an der Vergangenheit fest.

      Für mich klingt das, als seist du auf einem guten Weg dahin =) Ich finde immer, dass alleine die Tatsache, dass man sich bewusst mit so etwas auseinander setzt, das beste Signal dafür ist, dass man auf dem richtigen Weg ist. Alleine, dass man solche Gedanken im Hinterkopf hat, beeinflusst die Art zu denken, zu handeln und zu leben.

      =D Da muss ich an einen Gorillaz-Song denken:

      „Life is to know the definition for what life is“

      XD

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • JJ

        7. Juni 2017 um 19:52

        Danke, für deine Antwort!

        Das stimmt. Alls ich depressiv war dachte ich auch, es ging mir vorher gut. Wobei ich gestehen muss, dass ich nicht mehr wirklich wusste, was es überhaupt sein soll, wenn es einem gut geht.
        Allerdings ist mir der Zustand doch lieber.
        Die Angst vorm Tod hatte ich schon als kleines Kind. Allerdings ist es in diesem Jahr schlimmer geworden, seit ich Antibiotika nehmen musste. Das hört sich nun vielleicht komisch an, aber seit dem habe ich extreme Panikattacken durch die Angst vor dem Tod.
        Vorher hatte ich nie so extreme Panikattacken.

        Huch…jetzt quatsche ich dich damit voll.
        Und ich wollte mich noch entschuldigen für die ganzen Rechtschreibfehler! Da ich am Handy schreibe gibt es sowas wie Autokorrektur die nicht immer so gut ist^^

        Ich weiß was du meinst mit der Orientierung 🙂 Das hört sich sehr gut an und kann ich gut nachvollziehen.
        Ich bin für meine Ziele allerdings jetzt schon so weit gekommen und möchte diese nun auch erreichen.
        Aber da ich dann doch ich bin, habe ich noch Plan B, C etc. 🙂

        Da magst du recht haben. So habe ich das noch gar nicht gesehen, dass es auch etwas Gutes haben kann, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Vor allem, da der Tod zum Leben gehört, wie du geschrieben hast.
        Dein Link steht jetzt auch bei mir in meinem Notizblock, damit ich ihn immer wieder finde (okay jetzt komme ich rüber wie so ein Fan…nun ja, nochmals danke für den tollen Artikel!)

        Das Zitat gefällt mir sehr gut! Toll, was manche Lieder doch mit sich bringen.

        Nun wollte ich eigentlich nicht unbedingt eine Frage stellen…aber ich dachte mir, ich versuche es einfach mal. Natürlich musst du nicht antworten, wenn du nicht willst:
        Hast du gar keine Angst vorm Tod?

        Liebe Grüße,
        JJ

      • Norman Brenner

        8. Juni 2017 um 19:14

        Hey JJ,

        das ist ja krass mit den Antibiotika! Nimmst du denn noch Medikamente wegen der Depression? Vielleicht gibts da ne Wechselwirkung?

        Andererseits erinnert einen eine Krankheit ja auch immer wieder bewusst und unbewusst daran, dass das Leben und die Gesundheit vergänglich sind…

        Ich freu mich über den Austausch hier in den Kommentaren! Vor allem über die persönlichen Geschichten =) Also kein Grund, sich zu entschuldigen! Und Rechtschreibfehler hab ich hier auch schon jede Menge fabriziert 😉

        XD Find ich klasse! Meine Oma hat immer gesagt: „Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht“ 😉 Ich hoffe ich komme jetzt nicht bescheuert rüber, aber ich hab mir den Link zu diesem Artikel selbst als Lesezeichen im Browser abgelegt und schaue immer mal wieder hier vorbei um mein Gedächtnis aufzufrischen ^^

        Auch über deine Frage habe ich mich sehr gefreut =) Und gerne gebe ich dir auch eine ehrliche Antwort:

        Jein ^^

        Wie ich am Anfang des Artikels erklärt habe, unterscheide ich gerne die intuitive oder „angeborene“ und die rationale oder „selbstgemachte“ Angst vor dem Tod.

        Erste kann man nicht überwinden. Es ist die Art von Angst, die dir das Adrenalin in die Venen schießt, wenn du vor einem ungesicherten Abgrund stehst (egal, ob du nur mal runterschauen willst oder dich gleich hinunterstürzen willst).

        Diese Art der Angst ist ein Überlebensmechanismus und nicht bewusst beeinflussbar.

        Die zweite Art der Angst habe ich meiner Meinung nach aber sehr gut im Griff. Zu sagen, dass ich sie völlig abgeschüttelt habe, wäre vielleicht etwas übertrieben, aber ich habe durch die ausgiebige Beschäftigung mit dem Thema ein sehr entspanntes Verhältnis zum Tod gewonnen. Neben der Tatsache, dass ich die vielen Gegenargumente hier kenne, spielt für mich mein Verständnis vom „großen ganzen“ dabei eine wichtige Rolle.

        Dazu gehört beispielsweise meine Ansicht zum Sinn des Lebens. Die ist inzwischen weitgehend befreit von Ego-Einflüssen. Deshalb habe ich in dem Punkt auch keine Angst mehr um mein Ego.

        Der Kommentar ist schon ziemlich lang. Und ich glaube, ich könnte noch eine ganze Weile schreiben und es doch nicht viel besser erklären ^^ Jedenfalls versuche ich diesen Aspekt etwas detaillierter in meinem neuen Buch über das Loslassen (wofür diese Haltung auch förderlich ist) darzustellen. Falls es dich interessiert, kannst du es dir jetzt schon sichern:

        http://www.vernuenftig-leben.de/loslassen-buch/

        Um auf den Punkt zu kommen: Wenn ich vor einer Klippe stehe, habe auch ich Angst vor dem Absturz. Wenn ich mich ganz normal durch den Alltag bewege, verschwende ich kaum noch einen Gedanken an mein Ableben.

        Liebe Grüße

        Norman

      • JJ

        9. Juni 2017 um 16:14

        Hallo,
        (Ich kann unten nicht mehr auf „Antworten“ drücken, deswegen hoffe ich, dass es auch so geht und hoffe, dass das okay ist)

        Ich habe nie Medikamente wegen den Depressionen genommen und ich würde das vermutlich auch niemals machen. Ich war auch nie wirklich in Therapie…es war eher so, dass es ein „Notfall“ gab und ich praktisch „einfach“ Schule wechseln musste ohne weiter behandelt zu werden. (Echt super, was Schulen so wegen Mobbing etc machen *hust*).
        Ich hatte vorher noch nie in meinem Leben Antibiotika…deswegen weiß ich nicht, ob es vielleicht daran liegen könnte. Denn solche Phasen (Angst vorm Tod etc.) hatte ich als Kind schon oft, wenn auch nie so heftig.

        Wegen der Vergänglichkeit; Deswegen mag ich „Memento Mori“ so gerne! Das erinnert mich immer wieder daran -und ich hoffe auch anderen.

        Nein, du kommst ganz und gar nicht bescheuert rüber 🙂 Würde ich genau so machen!

        Ich danke dir für deine Antwort auf meine Frage! Es freut mich sehr, dass du sie beantwortet hast.
        Ja, dass man die natürliche Angst bzw angeborene nicht überwinden kann, ist wohl so. Ist auch nicht verkehrt. Sonst wäre die Menschheit denke ich schon längst nicht mehr vorhanden.

        Meinst du, dass du mittlerweile nicht mehr so daran denkst, wie andere über dich denken? Bzw. wie es mit dem „Vergessen“ von dir nach dem Tod ist?
        Ich zum Beispiel habe Angst, dass man sich nicht mehr an mich erinnert und dass es praktisch egal ist, dass ich weg bin.
        Das hört sich vielleicht doof an, aber irgendwie will man meistens ja auch nach dem Tod noch geliebt werden.
        Irgendwann wird man natürlich vergessen, daran kann niemand etwas machen. So ist es eben.

        Wegen deinem Buch; Das muss ich mir unbedingt merken! Leider kann ich im Internet nichts bestellen, aber ich werde auf jeden Fall auf das Buch warten und es mir dann kaufen.

        Liebe Grüße,
        JJ

      • Norman Brenner

        12. Juni 2017 um 6:30

        Hey JJ,

        genauso geht’s und so ist’s auch ok 😉

        Wow, krass… Das heißt, du hast dich selbst von einer Depression geheilt? Ohne Medikamente und ohne psychologischen Beistand? Wie hast du das geschafft?

        Ich finde auch, dass es gut ist, sich seiner Vergänglichkeit hin und wieder und gerne auch öfter bewusst zu werden. Das beeinflusst wie wir leben und handeln und mit diesem Gedanken im Hinterkopf, führt man meiner Meinung nach letzten Endes ein erfüllteres Leben =)

        XD Ja, da hast du recht. Ohne die, hätten wir uns wahrscheinlich schon längst alle wie die Lemminge im Gänsemarsch von einer Klippe gestürzt ^^

        Ja, auch das spielt eine große Rolle. Zum einen habe ich für mich erkannt, dass mich das nicht mehr zu kümmern brauch, denn wenn ich nicht mehr da bin, bekomme ich auch nicht mit, ob und wie jemand an mich denkt.

        Zum anderen habe ich aber auch ein anderes Verständnis von mir selbst erlangt. Das ist schwer zu erklären. Ich denke, Ich (mein Ego) ist nicht alles was ich bin. Vielmehr ist es nur ein Aspekt davon. Eine Art des Ausdrucks. Eine andere Art des Ausdrucks bist du…

        Verstehst du, worauf ich hinaus will?

        Das Buch wird es wahrscheinlich erst mal nur als Ebook geben. Es sei denn, es kommen genügend Stimmen zusammen, die eine gedruckte Version wollen =)

        LG Norman

      • JJ

        21. Juni 2017 um 22:26

        Hallo again, wenn auch etwas verspätete Antwort 🙂

        Nein, ich bin nicht geheilt und habe es so weit auch nicht alleine geschafft. Ich war eine Zeit lang bei einer Beratungsstelle -die nur bedingt geholfen hat. Ich habe auch mehrere Schulwechsel hinter mir und jetzt bin ich auf einer Schule, wo es mir gut geht und ich denke, dass das auch sehr viel damit zu tun hat, dass es mir immerhin besser geht, was den Depressionen etc. angeht.
        Ich überlege mir schon seit längerem eine Therapie anzufangen, aber ich komme einfach nicht dazu. Ja, ich benutze Ausreden^^ das weiß ich leider selber.
        Ich bin allerdings strickt gegen Medikamente. Dabei sage ich nicht, dass sie nicht helfen, sondern ich würde keine nehmen wollen. Ich will nicht zusätzlich auch noch meinen Körper von innen zerstören.

        Ich denke auch, dass man sich bewusst sein muss über die Vergänglichkeit. Schon allein, weil man wenn man gar nicht daran denkt, wohl noch schlechter damit klarkommen kann. Man lebt aber generell bewusster, wie du schon erwähnt hast. Und daran erinnere auch ich mich sehr gerne.

        Hast du einen Trick wie du es geschafft hast so zu denken? Also, dass wenn du nicht mehr da bist, dass es dann praktisch „egal“ ist?
        Ich hätte sehr gerne die Einstellung, aber jedes Mal wenn ich versuche mir die anzueignen (vor allem durch deinen tollen Beitrag hier), scheitere ich daran.

        Alles klar, dann werde ich mir das Buch notieren und erstmal darauf warten, dass es als Ebook raus kommt 🙂

      • Norman Brenner

        26. Juni 2017 um 6:36

        Hey JJ,

        auf jeden Fall finde ich auch, dass das Umfeld eine Menge Einfluss auf das Wohlbefinden und die psychische Verfassung hat. Soweit es geht, sollte man da schon wählerisch sein, gerade auch was den Freundeskreis angeht zum Beispiel.

        Gut, dass du das schonmal selbst erkennst =)

        Kann ich gut verstehen, wie du das mit den Medikamenten meinst. Ich kenn mich da nicht so gut aus, aber ich denke, Medikamente sind auch gar nicht in jedem Fall nötig. Aber manchmal lohnt es sich ja auch, solche „Opfer“ zu bringen, weil man dafür an anderer Stelle an Lebensqualität gewinnt. Ist natürlich immer individuell abzuwägen und das kann keiner besser als du selbst =)

        Wie gesagt, hauptsächlich durch Loslassen. Ich werde in dem Buch auf jeden Fall etwas dazu schreiben. Aber für jetzt: Es hat auch viel mit der generellen Sicht auf die Welt zu tun. Also mit dem Weltbild. Fühlst du dich hineingeworfen und als Opfer der Umstände (hauptsächlich durch unser christliches Weltbild mit Gott, dem Vater und „Richter“ und unser newtonsches mechanisches Weltbild -> Alles ist eine Abfolge von Ereignissen, Aktion und Reaktion, sprich „Billiardkugelmodell ausgelöst), dann ist es extrem schwer, damit klarzukommen. Wenn du dich aber als teil des Ganzen sehen kannst, so wie zum Beispiel im Hinduismus oder Buddhismus, was hast du dann zu verlieren?

        Ich hoffe, der Sinn dahinter kommt trotz Extremkurzfassung an =)

        Liebe Grüße

        Norman

  74. La Liberté

    7. Juni 2017 um 4:49

    Ich kann jetzt in Ruhe sterben gehen.

    Antworten
    • Norman Brenner

      7. Juni 2017 um 5:33

      Hey La Liberté,

      musst du das denn oder möchtest du?

      Antworten
      • La Liberté

        7. Juni 2017 um 19:10

        Ich möchte, aber der Verstand sagt “NEIN“ und das Bauchgefühl sagt “JA“!
        Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Verstand aussetzt und das Bauchgefühl die Überhand gewinnt!
        Aber bis dahin hat man noch Zeit (ca. 30 Jahre), bis die Demenz einsetzt, und man von diesem Höllenplaneten “Erde“ gehen kann, quasi überirdisch wird, wenn nicht sogar Gottgleich! (Assoziiert mit Animation-Spielfilm: Final Fantasy – The Spirits Within)!

      • Norman Brenner

        8. Juni 2017 um 19:18

        Hey La Liberté,

        wie alt bist du denn?

        Ich muss mir gerade zwangsläufig als Pendant zu deinem Kommentar einen jungen Gott vorstellen, dem in der Ewigkeit so langweilig ist, dass er sich darauf freut, endlich Mensch werden und Abenteuer erleben zu können XD

        Kannst du über sowas lachen? Mein Humor ist etwas speziell ^^

        Liebe Grüße

        Norman

      • La Liberté

        9. Juni 2017 um 12:17

        Trotz meines irdischen Körperalters von 37 Jahren, fühle ich mich, als hätte ich mehrere Tausend Jahre bereits schon hinter mir.

        P.S.: SpielSelbstverständlich kann ich darüber lachen.

      • La Liberté

        9. Juni 2017 um 12:29

        P.P.S.: Inspiriert durch den Spielfilm: “Immortal – New York 2095: Die Rückkehr der Götter

      • Norman Brenner

        12. Juni 2017 um 8:17

        Wer weiß, ist ja vielleicht auch so 😉

        Ich steh übrigens auch voll auf solche Filme. Immortal fand ich allerdings einen Tick zu surrealistisch ^^

        Hast du noch ne gute Empfehlung für mich?

  75. Christian Gremsl

    14. Juli 2017 um 17:26

    Hi,
    ein sehr tiefgehender Artikel.
    Ich finde es sehr gut von dir, dass du zum Thema Tod diesen mutigen Artikel verfasst hast. Denn schließlich betrifft es jeden Menschen. Und nur wenige möchten sich mit diesem Thema beschäftigen.
    Liebe Grüße,
    Christian

    Antworten
    • Norman Brenner

      17. Juli 2017 um 17:48

      Hey Christian,

      danke =)

      Ja, da hast du absolut recht… es betrifft jeden.

      Aber ich glaube, tief im innern sind sich dessen viel mehr Menschen bewusst, als man glaubt. Es wird nur nicht gerne öffentlich darüber gesprochen.

      Aber ich glaube alleine an der Anzahl der Kommentare hier sieht man, dass sich doch einige, zumindest in den stillen Stunden, selbst mit dem Thema auseinandersetzen und das finde ich gut und wichtig =)

      LG Norman

      Antworten
  76. Ich

    30. Juli 2017 um 22:48

    Glück gehab!
    Ich bin 14 und hinterfrage alles wirklich alles und bin froh auf diese Seite gestoßen zu sein der gedanke hat mich einfach nicht mehr losgelassen.

    Antworten
    • Norman Brenner

      1. August 2017 um 18:41

      Hey Ich,

      danke für deinen Kommentar =)

      Freut mich, dass du aus dem Text etwas mitnehmen konntest. Gibt es einen Punkt, den du besonders hilfreich findest?

      LG Norman

      Antworten
      • Peter

        19. August 2017 um 20:20

        Hi ich bin seit einem Jahr Vater und bin beruflich viel unterwegs ich mache mir seit kurzem immer wieder Gedanken was wäre wenn ich nicht mehr bin ich würde all die schöne Zeit des aufwachsen meines Sohnes nicht erleben all die schönen momente oder auch die wo er vielleicht meine Hilfe bräuchte ihm das Gefühl zugeben das jemand da ist ich weiß es ist nicht schlimm im Leben hinzufallen ist ist nur wichtig immer wieder aufzustehen ich genieße die Zeit sehr mit meinem Kind auch wenn ich Hunde müde bin verbringe ich dennoch lieber die Zeit mit ihm als schlafen zu gehen einfach das Gefühl die Gewissheit das er da ist macht mich glücklich und zufrieden aber auch gleichzeitig wenn ich alleine bin traurig irgendwann nicht mehr zu sein

      • Rudolf Lenek

        23. August 2017 um 20:56

        Hallo Norman, hallo zusammen,
        Hast Du/habt ihr schon mal 1. Korinther 15 gelesen?
        Das ist ein Kapitel aus der Bibel. Die Bibel gibts online z.B. unter bibleserver.com. Dort einfach „1. Korinther 15“ eingeben.
        Mich würde interessieren, ob dieses Kapitel Dich/Euch anspricht und hilfreich wäre im Blick auf den Tod.
        LG
        Rudi

      • Norman Brenner

        28. August 2017 um 6:12

        Hey Peter,

        danke für diesen bewegenden Kommentar =)

        Ich kann das nur ansatzweise nachempfinden, da ich noch keine Kinder habe, aber ich kann mir vorstellen, dass das ein schrecklicher Gedanke sein muss.

        Das Leben und Genießen im Moment, das du mit deinem Sohn ja praktizierst, ist meiner Meinung nach eines der besten Dinge, die du tun kannst. Die zeit, die du mit deinem Sohn hast, kann dir keiner mehr nehmen =)

        Zu deinem Bedürfnis, deinem Sohn eine Stütze / Wegweiser bzw. auch in Zukunft für ihn da zu sein:

        Hast du schonmal daran gedacht, für ihn eine Art „Vermächtnis“ zu schreiben? Klingt jetzt sehr abgehoben, aber ich meine einfach, dass du deine Sicht auf die Welt und eventuelle Probleme, mit denen du konfrontiert warst und die ihm in seinem Leben begegnen könnten darin festhältst, so dass er sich auch dann noch an dich wenden kann, wenn du nicht mehr auf dieser Welt weilen solltest.

        Ich habe jedenfalls oft ein beruhigendes Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich durch meine texte hier auf dem Blog in einem solchen Fall immer noch auf eine gewisse Art für meine Lieben „erreichbar“ wäre.

        Liebe Grüße

        Norman

      • Norman Brenner

        28. August 2017 um 6:27

        Hey Rudolf,

        danke für den Tipp =)

        Habs mir gerade mal durchgelesen.

        Also abgesehen von der fürchterlich schwer verdaulichen Schreibweise, halte ich nicht so viel von diesem wie auch vielen anderen Bibeltexten.

        Zum Einen gefällt es mir nicht, dass da immer nur von Sünde geredet wird, denn ich bin der Meinung es gibt keine Ursünde und diese Art der Schuld wurde künstlich erzeugt, um die frommen Lämmer unter Kontrolle zu halten, denn wer sich schuldig fühlt, ist leicht zu manipulieren.

        Zum Anderen gefällt es mir nicht, dass da von einem anderen Leib gesprochen wird, der uns nach der Auferstehung gegeben werden soll. Das weckt in meinen Augen nur wieder die Hoffnung, doch noch als Individuum fortbestehen zu können und sich an alles im Leben geschehene erinnern zu können und darauf aufzubauen. Ich persönlich glaube das nicht, denn dann wäre das Leben linear und unsere Geburt wäre der absolute Startpunkt vor dem es nichts für uns gab und ab dem es losgeht. Meiner Meinung nach ist das Leben aber niemals linear, sondern immer und überall zyklisch. Tag / Nacht, Sommer / Winter, Geburt / Tod…

        Ich hätte sicherlich noch mehr dazu zu sagen, aber der Kommentar ist schon lang genug. Generell finde ich Bibeltexte extrem gefährlich, weil sie so leicht oberflächlich für bare Münze gehalten werden können und man geneigt ist, einfach zu glauben, was man da ließt, weil es Hoffnung gibt. Das kann an sich auch gut sein, kann aber auch nach hinten losgehen. Das ganze wäre wieder ein Thema für sich ^^

        Soviel zu meiner Meinung. Was hältst du denn davon? Hilft es dir?

        LG Norman

  77. JJ

    27. August 2017 um 20:46

    Hy,

    Ich möchte mich auch einmal für diesen Artikel bedanken. Ich befinde mich in einer gesundheitlich ausweglosen Situation in der Mitte des Lebens. Aufgrund dessen bleibt das Thema sterben und auch Suizid nicht aus.

    Unter diesen harten Umständen habe ich wenige Dinge gelesen, die hilfreich waren. Dein Artikel war es. Danke dafür.

    Antworten
    • Norman Brenner

      28. August 2017 um 6:37

      Hey JJ,

      schön, wieder von dir zu lesen =)

      Freut mich und tut mir leid…

      Freut mich, dass du mich das wissen lässt, bzw. dass dir mein Text in dieser schweren Zeit eine Stütze sein kann.

      Tut mir leid, dass du dich in dieser ausweglosen Situation befindest.

      Hast du eine schlimme Krankheit?

      (Verzeih meine Direktheit. Ich nehme selten ein Blatt vor den Mund. Antworte einfach nicht, wenn dir die Frage zu persönlich ist =) )

      Ich kann mich nicht ansatzweise in deine Lage versetzen, deshalb versuche ichs erst gar nicht. Ich wünsche dir aber auf jeden Fall viel Kraft und Freude in der Zeit, die du hast =)

      Hast du einen Tipp / Gedanken, der dir in dieser schweren Zeit ganz besonders hilft? Vielleicht kann er auf diesem Weg auch anderen Menschen in einer ähnlichen Situation eine Hilfe sein.

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
      • Thorsten Liebig

        31. August 2017 um 0:01

        Hallo,

        sehr interassante Aspekte. Vieles Habe ich auch schon so überlegt.
        Der Tot kann ja nicht schlimm sein, weil jeder(wie du es sagtest) schon lange tot war — vor der Geburt.

        Ich habe nur angst vor dem Prozess des Sterbens- dort habe ich schon viel Leiden gesehen bis die Erlösung kam.

        Aber das mit dem Notausschalter – wenn es dem Körper zu viel wird- ich hoffe wirklich, dass es so ist..- würde mich beruhigen!

        schöne Grüße

      • Norman Brenner

        4. September 2017 um 7:14

        Hey Thorsten,

        danke, dass du deine Gedanken hier gelassen hast =)

        Ich finde diesen Gedanken an die Nicht-Existenz vor der Geburt auch unheimlich tröstlich. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass manche rein gar nichts damit anfangen können. Es ist eben sehr schwer, sich eine Nicht-Existenz vorzustellen, weil ja niemand da ist, der nicht existiert.

        Notausschalter ist eine gute Analogie =) Ja, ich habe das schon sehr oft gehört. Ich weiß allerdings nicht inwieweit das auch beim Leidensprozess eines natürlichen Todes eintritt. Ich habe es sehr oft im Zusammenhang mit Stürzen aus großer Höhe oder ähnlichem gehört.

        Aber generell glaube ich, dass es immer auf das individuelle Level des Ertragbaren ankommt. Es gibt ja auch Menschen, die bereits ohnmächtig werden, wenn sie Blut sehen und solche, die direkt nach dem Frühstück eine Amputation vornehmen können.

        Aber auch hier finde ich den Gedanken tröstlich, dass sich ja scheinbar abzeichnet, dass niemandem mehr zugemutet wird, als er ertragen kann =)

        Liebe Grüße

        Norman

  78. kathi

    13. September 2017 um 14:24

    Hallo Norman!
    ich hab mir alles durchgelesen, inklusive aller 215 Kommentare… und ich bin begeistert!
    Ich finde es toll und inspirierend, wie du auf jeden einzelnen Kommentar eingehst und dich dabei fast nie wiederholst… Jedenfalls liest es sich nicht wie die Worte eines 20jährigen, sondern eher wie ein weiser alter Mann.

    Natürlich habe auch ich Angst vor meinem Lebensende, schon seit ich 16 bin, aber ich möchte hierzu eine Geschichte erzählen:
    Die Geschichte vom Abschied meiner Oma.

    Die ganze Familie versammelte sich bei ihr zuhause, weil sie sagte, dass es zu Ende geht.
    Ich bin zu Fuß zu ihr gegangen, ungefähr 2 Stunden lang, und währenddessen hatte ich schon so ein seltsam liebevolles Gefühl, ähnlich wie kurz vor den Geburten meiner Kinder (natürlich ohne die Schmerzen).
    Als ich dann ihr Schlafzimmer betrat, wo meine weinenden Tanten schon seit Stunden ausharrten und ihre Lieblingslieder sangen, war das Gefühl einer Geburt beizuwohnen noch viel intensiver.
    Trotz aller Trauer fühlte es sich an, als ob der gesamte Raum mit reiner Liebe gefüllt ist, die aus einer sich langsam öffnenden Pforte strömt.
    Und meine Oma schien immer wieder zu dieser Pforte zu blicken und sehnsüchtig darauf zu warten, dass die Pforte endlich offen ist, damit sie durchgehen kann.
    Ich verabschiedete mich von ihr und bin nach ein paar Stunden gegangen.
    Im Moment ihres Todes war ich nicht mehr dabei.
    Bei ihrer Beerdigung weinten meine Tanten noch immer, aber ich hatte noch keine einzige Träne vergossen. Ich war nur unendlich dankbar für diese wunderbare Erfahrung, die sie mir in ihren letzten Stunden auf Erden geschenkt hatte.
    Ich hatte auch kein Bedürfnis, ihr Grab zu besuchen, denn ich wusste, dort ist sie nicht. Dort ist nur ein Haufen zerfallender Atome in einem Holzkasten…

    Antworten
    • Norman Brenner

      19. September 2017 um 7:25

      Hey Kathi,

      wow! Das ist ein großes Kompliment für mich, dass du dir den ganzen Artikel und dann auch noch alle Kommentare durchgelesen hast =D

      Ich weiß ja wovon ich rede, ich habs ja auch getan, bzw. sie selbst verfasst, aber über einen längeren Zeitraum. Nichts desto trotz finde ich auch, dass sich in den Kommentaren hier jede Menge Schätze verstecken, aus denen ich sogar eigene Beiträge machen könnte und vielleicht bald werde 😉

      Danke für das Kompliment! Ist wohl das erste Mal, dass ich mich dafür bedanke, als alter Mann betitelt zu werden 😉 Aber ich bin mittlerweile auch schon 30 XD

      Danke für diese wundervolle Geschichte! Ich liebe sie =)

      Dass du das Sterben intuitiv und gefühlsmäßig mit der Geburt in Verbindung bringst finde ich klasse! Und es macht ja auch Sinn… unser Lebensfunke kommt aus dieser Pforte, die du beschreibst und dahin kehrt er auch wieder zurück, wenn wir gehen. Veilleicht ist es das Öffnen dieser Pforte, das du fühlst und beschreibst.

      Ich selbst habe bisher noch nie direkt einer Geburt oder einem Tod beigewohnt und kann mir daher nur ansatzweise vorstellen, wie dieses Gefühl wirklich ist. Aber danke dafür, dass du uns zumindest einen Eindruck davon vermittelt hast =)

      Das mit dem Besuchen des Grabes meiner Großeltern geht mir schon immer so. Ich dachte mir schon als Kind, dass ich doch nicht in eine Kirche oder auf einen Friedhof gehen müsse, um meiner Großeltern zu gedenken.

      Danke für diesen bereichernden Kommentar, Kathi =)

      LG Norman

      Antworten
  79. Andrea

    13. September 2017 um 16:13

    Danke, einfach nur danke für diesen Artikel. Ich bin bereits vor über ein/zwei Jahren auf ihn gestoßen und er ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Da ich im Moment wieder wieder sehr mit mir kämpfe, was Ängste anbelangt, war es sehr erfreulich, dass mir dein Blogpost wieder eingefallen ist – diesmal gab es ja sogar ein ganzes Stück mehr Lesestoff durch die Ergänzungen.
    Mit meinen Anfang 20 wünsche ich mir natürlich noch viele Jahre (erfüllten) Lebens, doch das Friedenschließen mit dem Tod würde mir das vermutlich erleichtern. Das Durchlesen der ganzen Punkte hat mir gerade wieder Hoffnung geschenkt.

    Antworten
    • Norman Brenner

      19. September 2017 um 7:14

      Hey Andrea,

      danke für dein Feedback zum Artikel =)

      Freut mich, dass der Artikel dir in so guter Erinnerung geblieben ist und dass ich dir sogar mit den Ergänzungen eine kleine Freude machen konnte =D

      Ich finde es so wertvoll, wenn man sich mit diesem Thema schon in jungen Jahren beschäftigt. Ich erwähne es ja auch oben im Beitrag: Je früher, desto besser, denn die Beschäftigung mit dem Tod, lindert die Angst davor. So gesehen hast du die besten Voraussetzungen, um damit Frieden zu schließen und ein erfülltes Leben nicht trotz, sondern gerade wegen deiner Vergänglichkeit zu führen =)

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  80. Jutta

    29. September 2017 um 10:41

    Lieber Norman,

    erstmal: Ich finde deinen Artikel toll.
    Zum Thema Selbstmord möchte ich allerdings
    gerne etwas bemerken:
    Ich finde auch hier deinen Gedanken fürs
    Leben hilfreich, sich sagen zu können,
    notfalls kann ich auch „gehen“.
    Da aber auch du in deinen Artikeln
    erkennen lässt, dass du daran glaubst,
    dass der „Tod“ nur ein Übergang ist und
    es einen bestimmten Grund dafür gibt,
    warum wir hier sind, jeder vielleicht
    so etwas wie eine Lebensagenda für
    „diese“ Reise durchs Leben hat, sollte
    man sich lieber sagen, egal wie schwer
    das jetzt ist, da muss ich durch, sonst
    werde ich sowieso wieder vor diesem
    Problem stehen.

    Die Sterbehilfe sehe ich genau wie du,
    wenn ein Leben nach allem dafür halten
    sowieso dem Ende zugeht, muss man nicht
    noch so leiden.

    Ich hoffe, du kannst mir folgen. Sonst
    müsste ich jetzt wer weiß wie ausholen.

    Liebe Grüße, Jutta

    Antworten
    • Norman Brenner

      29. September 2017 um 15:11

      Hey Jutta,

      danke, dass du deine wertvollen Gedanken zum Artikel hier gelassen hast =)

      Ja, da stimme ich dir zu. Es ist nicht einfach, sich mit dem Thema Selbstmord auseinander zu setzen und dann auch noch einen gemeinsamen Nenner zu finden. Ich verstehe deinen Standpunkt, aber es gibt einen zentralen Punkt, den ich daran verwerflich finde:

      „…da muss ich durch…“

      Genau diese Sichtweise bringt einen wieder in die Opferrolle. Die Rolle des dem Schicksal ausgelieferten und hilflos umhergeworfenen kleinen Menschen, der nicht mal über sein eigenes Leben entscheiden kann. Da finde ich es in der Tat besser, sich diese Möglichkeit des freiwilligen Ausganges selbst zu gewähren. Nicht, um sie dann auch zwangsläufig wahrnehmen zu müssen, aber alleine das Wissen darum, dass man es jederzeit tun kann, versetzt einen von der Opferrolle in die Gestalterrolle und das führt dazu, dass man paradoxer Weise eher dazu geneigt ist, eventuelle Probleme im Leben anzugehen, die einen vielleicht an diesen Punkt gebracht haben.

      Außerdem kommt hier meiner Meinung noch das „Was ich nicht haben kann will ich umso mehr“-Prinzip zur Geltung. Wenn du dir selbst oder anderen die Möglichkeit des Selbstmordes verbietest, wird es nur umso interessanter.

      Ich sehe es also sehr kontraproduktiv, sich zu zwingen, durchs Leben durch zu müssen.

      Und ja, ich denke schon (nicht glaube, aber das ist ein anderes Thema), dass der Tod ein Übergang ist und, dass das leben und jedes einzelne Leben einen Sinn hat. Aber das schließt für mich nicht aus, dass nicht auch im Selbstmord eines Menschen ein Sinn im großen Masterplan liegen kann. So schlimm wie es für die betreffende Person ist, aber ein Selbstmord kann auch für viele umstehende Personen sehr wohl positive Folgen haben. Menschen, die aufgrund dieses tragischen Ereignisses ihr eigenes Leben um 180 Grad umkrempeln. So dass am ende vielleicht ein Tod viele andere Leben verbessert hat.

      Ich bin der meinung man sollte niemals pauschalisieren und das große ganze könenn wir als Menschen niemals überblicken.

      Ich selbst habe zwar persönlich auch die meinung, dass ich im schlimmsten Fall lieber alle zelte abbrechen und ganz woanders in der Welt von vorne anfangen würde, als mich umzubringen, aber ich war auch noch nie in eienr derartigen Situation und kann deshalb nicht sagen, wie es aus dieser Perspektive aussieht. Ich kenne jedenfalls auch Menschen, die schon an der Klippe standen und eben weil sie es zulassen wollten in diesem Moment ein Gefühl der Erlösung verspürten und nur deshalb nicht gesprungen sind, sondern weiterleben wollten.

      Also, „Mein Tod gehört mir“. Sehe ich nicht nur in der Sterbehilfe, sondern für jeden Menschen so.

      Danke für den interessanten Austausch =)

      LG Norman

      Antworten
      • Jutta

        29. September 2017 um 11:32

        Danke Norman. Du hast recht, „müssen“ war eine ganz schlechte Formulierung. Ich war da nicht aufmerksam genug mit meiner Wortwahl. Ich bin
        auch nicht besonders gut im Ausführen bzw.
        „Transportieren“ was ich sagen will. – Aber
        das hast du ja jetzt super gemacht :o))

      • Norman Brenner

        29. September 2017 um 11:48

        Oh nein, ich finde, es war eine sehr gute Formulierung, denn sonst hätte ich keine Gelegenheit gehabt, näher auf das Thema einzugehen =)

        Ich weiß natürlich, wie du das gemeint hast und wollte das nur als Aufhänger nehmen, um meinen Gedanken weiterzuspinnen. Grundsätzlich stimme ich dir ja sogar zu =)

        Ich finde, du hast das ganz gut transportiert =)

        LG Norman

  81. Barbara J. Schoenfeld

    3. Oktober 2017 um 18:36

    „Was haben Schlafende und Tote gemeinsam?

    Sie nehmen nicht bewusst am Weltgeschehen teil.

    Und findest du Schlafen schlimm? Hat es nicht eher etwas beruhigendes?

    Natürlich kann kein lebendiger Mensch sagen, ob tot sein dem Schlafen ähnlich ist. Im Schlaf passiert zumindest einiges im Gehirn, was ja bei Toten nicht mehr der Fall ist. Aber es ist Fakt, dass du, während du schläfst, nicht bewusst auf der Welt existierst. Du existierst vielleicht bewusst in den Augen von wachen Menschen, die dich sehen oder du existierst bewusst in deinem eigenen Traum, aber du existierst nicht bewusst in der Welt“

    Das ist eine sehr interessante Aussage von dir.

    Ich denke, dass „Tote“ alles Andere als tot sind. Sie sind nur in einer anderen Dimension – unter uns.
    Ich hatte schonmal ein Nahtodeserlebnis und kann nur sagen, dass ich alles andere als tot war.
    Außerdem ist der Kontakt mit den Verstorbenen möglich (für gute Medien) und äußerst real.

    Das Schlimme ist nur, dass die meisten Menschen wirklich Angst vor dem Tod haben. Angst davor loszulassen, Angst davor, was wirklich kommt. Weil sie intuitiv wissen, was das ist: sie stehen erst einmal vor sich selbst, sehen was sie in ihrem Leben getan haben oder nicht getan haben. Und das macht oft Angst, weil es die pure Wahrheit ist. Und das tut einfach weh!
    Ich denke, zum Zeitpunkt des physischen Todes geht das Unterbewusstsein komplett auf und wir sehen, was da alles ist. Und wir begreifen, wo wir gegen unsere Natur gehandelt haben, wo wir Fehler gemacht haben, wo wir gegen die Liebe gehandelt haben….
    Ich hatte die Gnade, einmal einen Blick hineinzuwerfen…. es hat mich schlicht umgehauen und sehr viel in mir bewegt….

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    • Norman Brenner

      10. Oktober 2017 um 7:27

      Hey Barbara,

      danke für deinen interessanten Kommentar! =D

      Das mit der anderen Dimension ist ein sehr spannender Gedanke. Wie stellst du dir das denn vor? Existiert man dort mit seiner Persönlichkeit weiter, die man hier im Leben geprägt hat? Hat man die Erinnerung an dieses Leben?

      Für mich persönlich verwirft sich dieser Gedanke schon fast sofort wieder, wenn ich daran denke, dass ich ja dann auch vor meiner Geburt als Persönlichkeit mit Erinnerungen existiert haben müsste, mich aber an nichts dergleichen erinnern kann.

      Ich las vor einiger Zeit ein Buch von einem Neurochirurgen, der ein Nahetoderlebnis hatte. Solche Schilderungen empfinde ich ebenfalls als sehr tröstlich. Allerdings fällt es mir schwer, das als Beweis oder als Grundlage für Annahmen anzusehen, die ein Leben nach dem Tod betreffen, weil Nahetoderlebnisse immer noch alles andere sind als Tod. Man ist noch nicht tod, denn sonst wäre man nicht mehr zurückgekommen. ich befürchte, hier spielt sich auch viel im eigenen Gehirn ab und je nachdem, mit welchen Vorstellungen und Ansichten man so durchs Leben geht, gestaltet sich oft auch das Nahetoderlebnis ähnlich.

      Damit will ich nicht sagen, dass ich generell solche Erlebnisse in Frage stelle. Ich hatte nur selbst noch keins und als Außenstehender kann man so etwas nun einmal nicht wirklich gut beurteilen =)

      Wenn du uns von deinem etwas mehr berichten magst, würde ich mir das aber mit Freude und sehr interessiert anhören =)

      Beim Punkt über die Reue über das eigene Leben stimme ich dir aber wieder uneingeschränkt zu. Ich denke, genau das ist der eigentlich Kern, der vielen Leuten Angst macht. Nicht die Angst, nie mehr leben zu können, sondern die Angst, nicht gelebt zu haben!

      Liebe Grüße

      Norman

      Antworten
  82. Frank

    19. Oktober 2017 um 14:59

    Hallo und danke für den tollen Beitrag.
    Der Tot ist etwas schreckliches.
    Die Oma meines Freundes hatte eine Seebestattung und seitdem versucht er sich wieder zu sammeln.
    VG Frank

    Antworten
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ich hab was für Dich gefunden: "40 beruhigende Gründe, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben"

Link: http://www.vernuenftig-leben.de/angst-vor-dem-tod/